[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Nach der
US 5,318,500 ist zur Steuerung der Entleerungsparamater eines selbstentleerenden Separators eine
relativ aufwendige Massebilanzbestimmung erforderlich, welche u.a. ein Ermitteln der
zuströmenden Masse und der Feststoffkonzentration im zuströmenden Produkt erfordert.
[0003] Nach der
US 3,752,389 wird mit Sensoren überwacht, ob eine schwere Phase einen gewissen Pegel in einer
Separatortrommel erreicht hat und es wird dann in Abhängigkeit von dieser Messung
eine Entleerungssteuerung vorgenommen.
[0004] Zum technologischen Hintergrund sei noch die
EP 0 431 426 A1 genannt.
[0005] Aus der
DE 32 28 074 A1 ist ein Verfahren bekannt, das in vorteilhafter Weise eine Steuerung eines kontinuierlich
entleerenden Klärseparators mit einer Trommel ermöglicht. Hierbei wird ein Produktparameter
- hier der Trübungsgrad einer aus der Trommel ablaufenden Klarphase - ermittelt und
dazu genutzt, um die Entleerung des Feststoffraumes der Trommel zu überwachen. Dabei
wird die Feststoffphase kontinuierlich entleert. Wenn die Trübung bzw. der Trübungsgrad
in der Klarphase zu hoch wird, erfolgt eine Rückleitung der Klarphase in die Trommel.
[0006] Daneben ist es auch bekannt, einen Klärseparator zur Klärung von Flüssigkeiten, insbesondere
Getränken, einzusetzen, bei dem die Feststoffe diskontinuierlich mit Hilfe eines Kolbenschiebers
zum Öffnen und Verschließen von Austragsöffnungen entleert werden, wenn der mit der
Fotozelle gemessene Trübungsgrad einen gewissen Grenzwert überschreitet.
[0007] Auch dieses Verfahren hat sich an sich bewährt, so beispielsweise bei der Klärung
von Trubstoffe aufweisenden Getränken. Problematisch ist aber, dass bei der Messung
des Trübungsgrades der Klarphase Grenzwerte vorzugeben sind, deren Erreichen oftmals
bedingt, dass bereits ein unerwünscht hoher Anteil an Trubstoffen im Getränk vorhanden
ist, wenn die Feststoffentleerung erfolgt. Denn eine gerade beginnende Trübung der
Klarphase kann sensortechnisch nur schwer präzise ermittelt werden.
[0008] Die Erfindung hat die Aufgabe, dieses Problem zu verringern.
[0009] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0010] Bei einem Anfahren der Trommel kann der Zeitpunkt des Schrittes a. der Anfahrzeitpunkt
oder der Zeitpunkt des Beginns des Produktzulaufes in die Trommel sein. Sonst wird
vorzugsweise der Zeitpunkt der letzten Feststoffentleerung verwendet.
[0011] Dabei kann der Kalibrierzeitraum auch indirekt aus dem Zeitpunkt der Feststoffentleerung
oder als Zeitraum zwischen zwei Feststoffentleerungen bestimmt werden. Die weitere
Feststoffentleerung des Schrittes d. ist insofern lediglich die Folge der Abweichung
des Produktparameters von dem Sollwert und zeitlich von diesem Ereignis abhängig.
Ein Unterschreiten eines Grenzwertes kann insbesondere nach der Messmethode der
WO 2008/058340 A1 ein geeignetes Verfahren sein, bei der die Trübung in einer separaten Leitung zum
Auslass der Trommel und/oder in einer Bypassleitung oder dgl. gemessen wird.
[0012] Das Ermitteln des Istwertes des Produktparameters kann beispielsweise durch ein quasi
kontinuierliches Ermitteln von Messwerten erfolgen. Es ist allerdings auch möglich,
in etwas größeren Intervallen zeitversetzt nur einige Messwerte zu ermitteln. Dadurch
kann aus den Messwerten eine Messkurve ermittelt werden, welche eine Aussage über
die Veränderung des Produktparameters erlaubt.
[0013] Vorzugsweise beendet das Auslösen des zweiten Feststoffaustrags das Kalibrierintervall.
Die im Kalibrierintervall ausgeführte Klarphase entspricht qualitativ zwar der Klarphase
nach dem Stand der Technik, da bereits eine Veränderung des Parameters in signifikanter
Weise eingesetzt hat. Daher wird in während des Kalibrierintervalls zwar an sich noch
keine qualitative Veränderung gegenüber dem Stand der Technik erzielt. Diese Verbesserung
wird aber dadurch möglich, dass durch die Schritte e) und f) jetzt andere Zeitvorgaben
gemacht werden können als dies allein anhand der Messungen möglich ist, was weiter
unten anhand von Beispielen noch näher erläutert wird.
[0014] Das Ermitteln und Einstellen des Betriebszeitintervalls kann durch verschiedene mathematische
Operationen erfolgen. So kann ein voreingestelltes Zeitintervall von dem ermittelten
Kalibrierzeitintervall abgezogen werden. Es kann auch eine Analyse der Messkurve,
also des zeitlichen Verlaufes der Messwerte, über das Kalibrierzeitintervall durch
die Auswerteeinheit oder den Endnutzer erfolgen und in Abhängigkeit von dieser Auswertung
die Einstellung des Betriebszeitintervalls vorgenommen werden. Nicht zuletzt ist auch
eine Faktorisierung des Kalibrierintervalls möglich, wobei der Faktor, welcher mit
dem Kalibrierzeitintervall multipliziert wird, vorzugweise kleiner als 1 ist. Nach
Durchlaufen des eingestellten Betriebsintervalls wird ein Feststoffaustrag ausgelöst.
Dieser Feststoffaustrag wird damit zeitgesteuert und nicht in Abhängigkeit von einer
Messung ausgelöst.
[0015] Derart kann - unter der Annahme jedenfalls weitestgehend gleichbleibender Eigenschaften
des zulaufenden Produktes - bereits eine Feststoffentleerung erfolgen, wenn die Veränderung
noch nicht messbar oder erst gerade eben messbar ist. Ist der Produktparameter beispielsweise
der Trübungsgehalt einer Klarphase, wird bei der Bestimmung des Kalibrierzeitintervalles
einmal ein Anstieg der Trübung bzw. des Trübungsgrades in der Klarphase auf einen
Grenzwert hingenommen. Einige weitere Entleerungen werden dann aber zeitgesteuert
so vorgenommen, dass dieser Grenzwert erst gar nicht erreicht wird und vorzugsweise
sogar deutlich unterschritten bleibt. Derart wird der Trübungsgehalt der insgesamt
abgeleiteten Klarphase verringert und die Qualität der abgeleiteten Klarphase insgesamt
verbessert. Erst nach einigen zeitgesteuerten Feststoffentleerungen wird dann wieder
eine Kalibrierung durch Messung vorgenommen, um zu prüfen, ob sich die Produkteigenschaften
des zulaufenden zu verarbeitenden Produktes verändert haben, so dass eine Anpassung
des Betriebszeitintervalls notwendig ist. Durch das gegenüber dem Kalibrierzeitintervall
verkürzte Betriebszeitintervall wird der Feststoffsammelraum des Separators also vorzugsweise
eher entleert und die Klarphase weist über den Verlauf des Betriebszeitintervalls
nahezu gleichbleibende Produktparameter - hier insbesondere der Trübungsgrad - auf.
[0016] Die vorgenannten Schritte des Verfahrens dienen zur Steuerung des Betriebes eines
Separators. Die einzelnen Verfahrensschritte müssen allerdings nicht zwingend in einer
Baueinheit des Separators ausgeführt werden, sondern können alternativ durch externe
Geräte (Messgeräte, Sensoren, Auswerteeinheit) durchgeführt werden.
[0017] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Gegenstand der Unteransprüche
[0018] Es kann erforderlich sein, das vorgenannte Betriebsintervall an Veränderungen der
Eigenschaften der Klarphase infolge Veränderungen der Eigenschaften des zulaufenden
Produktes - insbesondere wenn dieses ein Naturprodukt wie ein zu klärender Most oder
ein Obst- oder Gemüsesaft oder ein Bier oder dgl. ist - hin und wieder anzupassen.
Ein solcher Wechsel der Eigenschaften kann beispielsweise bei der Verarbeitung von
trubstoffhaltigen Naturprodukten auftreten, welche zuvor in einem Behälter gelagert
wurden. Dabei bildet sich ein Bodensatz mit größeren Mengen an Trubstoffen. Sofern
dem Separator Flüssigkeit als Ausgangsprodukt aus dem Bereich des Bodensatzes zugeführt
wird, ist der Gehalt an Feststoffen höher und die Feststoffe müssen häufiger entleert
werden. Daher ist es von Vorteil, wenn nach einer vorbestimmten Anzahl an Durchläufen
von Betriebszeitintervallen ein erneuter Durchlauf der Schritte a)-d) des Anspruchs
1 erfolgt und das Betriebsintervall an eine aktuelle Messung angepasst wird.
[0019] Es ist optional auch sinnvoll, wenn Parameter des Ausgangsprodukts in das erfindungsgemäße
Verfahren einbezogen werden. So kann eine Ermittlung des Zulauf-Volumenstroms oder
eines Produktparameters des dem Separator zugeführten Ausgangsproduktes erfolgen und
ein erneuter Durchlauf der Schritte a) - f) erfolgen, sofern sich der Volumenstrom
ändert oder der Produktparameter über einen Grenzwert hinaus ändert.
[0020] Der Produktparameter der Klarphase kann nicht nur der Trübungsgrad sondern auch ein
anderer messbarer Parameter - die Viskosität und/oder die Leitfähigkeit - sein. Sensoren
oder Messgeräte mit entsprechend ausgelegten Sensoren zur Ermittlung dieser Parameter
sind vergleichsweise einfach an dem Separator an den entsprechenden Abläufen anbringbar.
[0021] Es ist von Vorteil, wenn das Betriebszeitintervall derart gewählt wird, dass innerhalb
des Betriebszeitintervalls der Produktparameter der Klarphase unmittelbar vor der
Entleerung um weniger als 50%, vorzugsweise weniger als 20% von dem Produktparameter
der Klarphase unmittelbar nach dem Feststoffaustrag abweicht. Wählt man beispielsweise
den Trübungsgrad als Parameter so konnte bislang - wie u.a. auch aus Fig. 2 hervorgeht
- nur ein Feststoffaustrag bzw. eine Feststoffentleerung erfolgen, wenn der Trübungsgrad
der Klarphase gegen Ende des Zeitintervalls in welchem sich der Feststoff im Separator
sammelte ein Vielfaches vom Trübungsgrad der Klarphase unmittelbar nach einer Entleerung
erreicht hatte. Dieser übergroße Anstieg des Trübungsgrades der Klarphase kurz vor
der Entleerung wird durch die neuartige Einstellung des Betriebsintervalls verhindert.
[0022] Idealerweise ist das Betriebszeitintervall um zumindest 5%, vorzugsweise zumindest
10% kleiner ist als das Kalibrierzeitintervall.
[0023] Der Feststoffaustrag erfolgt, wie bei einem diskontinuierlichen Feststoffaustrag
üblich, vorzugsweise durch Austragsöffnungen nach Art von Düsen, welche durch einen
Kolbenschieber geschlossen und geöffnet werden können. Dies hat insbesondere den Vorteil,
dass der Öffnungszustand der Austragsdüsen präzise steuerbar ist.
[0024] Die Ermitteln des Kalibrierzeitintervalls und des Betriebsintervalls und das Einstellen
des Betriebszeitintervalls erfolgt vorzugsweise mittels einer als Softwareroutine
eines Steuerungsrechners ausgebildeten Auswerteeinheit, welche mit den Sensoren verbunden
ist und welche ein Ansteuern des Betätigungsmechanismus des Kolbenschiebers in der
Trommel ermöglicht.
[0025] Vorteilhaft ist auch ein Verfahren zur Klärung eines fließfähigen Ausgangsproduktes
(AP) mit einer Zentrifuge, insbesondere einem Separator mit einer drehbaren Trommel
mit einem Zulauf und wenigstens einem Flüssigkeitsaustrag zum kontinuierlichen Austrag
wenigstens einer geklärten Flüssigkeitsphase - einer Klarphase - und mit diskontinuierlich
zu öffnenden Feststoffaustragsöffnungen zum diskontinuierlichen Austrag der Feststoffphase,
das zumindest die folgenden Schritte aufweist: a) Setzen oder Bestimmen eines Startzeitpunktes;
b) wiederholtes Bestimmen/Messen wenigstens eines Istwertes eines Produktparameters
der aus der Trommel abgeleiteten Klarphase (KP); c) Bestimmen und Auswerten des Differenzenquotienten
aus den bestimmten Produktparametern und den jeweiligen Zeitintervallen zwischen den
Messungen; und d) Auslösen eines Feststoffaustrags infolge der Auswertung in Schritt
c). Nach Schritt d) starten die Schritte a) bis d) vorzugsweise von neuem. Danach
wird der Differenzenquotient aus den Messwerten des Produktparameters und den Zeitintervallen
zwischen den Messungen, bestimmt und ausgewertet. In Abhängigkeit von dieser Auswertung
wird ggf. eine Entleerung ausgelöst. Erst wenn das Verhalten dieses Differenzenquotienten
(also der Verlauf der numerischen Differentiation der nur in Form diskreter Messwerte
näherungsweise bekannten Produktparameterfunktion in Abhängigkeit von der Zeit) von
einem vorgegebenen und vorgespeicherten Verhalten abweicht, also insbesondere, wenn
der Differenzenquotient (bzw. die erste Ableitung) beispielsweise einen vorgegebenen
Grenzwert einmalig oder mehrfach erreicht oder unterschreitet oder überschreitet,
wird die Entleerung ausgelöst.
[0026] Nach Anspruch 1 werden sodann die Schritte e) und f) durchlaufen, d.h. eines oder
einige weitere Entleerungsintervalle sind zeitlich fest definiert.
[0027] Diese Verfahrensweise wird anhand des Beispiels des Produktparameters "Trübungsgrad"
in Abhängigkeit von der Zeit näher betrachtet. Der Trübungsgrad wird in zeitlichen
Intervallen durch eine Messung bestimmt. Sodann werden die Differenzenquotienten aus
dem Trübungsgrad und dem Zeitintervallen zwischen den jeweiligen Messungen bestimmt
und ausgewertet. Ein (numerisches) Erkennen einer Veränderung, beispielsweise eines
Anstiegs, des Differenzenquotienten ermöglicht zu einem relativ frühen Zeitpunkt eine
Aussage bzw. vorteilhaft ein Erkennen eines einsetzenden deutlicheren bzw. schnelleren
Anstiegs der Trübung. In dieser Situation ist eine zusätzliche Feststoffentleerung
sinnvoll. Auch mit dieser Vorgehensweise kann damit der Gefahr zu später Entleerungen
vorgebeugt werden.
[0028] Es kann auch sein, dass bei der Auswertung des Differenzenquotienten festgestellt
wird, dass sich dieser über einen relativ langen Zeitraum nur sehr gering verändert.
Dies kann die folgende Ursache haben. Bei einem sehr langsamen Anstieg des Feststoffgehaltes
in der Separatortrommel besteht die Gefahr, dass sich das Tellerpaket in der Separatortrommel
nach und nach mit Feststoffen belegt. Dies ist der Grund für nachgewiesenen kontinuierlichen
Anstieg der Trübung bzw. des Trübungsgrades ("Sägezahneffekt") und des dynamischen
Grenzwertes im Verlauf eines Tages. In diesem Fall ist es denkbar, dass bereits vermehrt
Feststoffe ausgetragen werden, obwohl der Feststoffanteil an sich noch nicht so hoch
ist, wie er bei einer Entleerung sein sollte. Es ist somit sinnvoll, zu einem früheren
Zeitpunkt als an sich gedacht eine Entleerung durchzuführen. In dieser Situation erscheint
es vorteilhaft, den Grenzwert aus dem Verhalten der Ableitung der Trübungsfunktion
in Abhängigkeit von der Zeit zu definieren. Denn ein Auswerten der Ableitungsfunktion
ermöglicht es, den sehr langsamen Anstieg von anderen Anstiegen zu unterscheiden.
[0029] Weitere Effekte, welche den Verlauf des Anstiegs des Feststoffanteils in der Separatortrommel
beeinflussen können, sind eine eventuell notwendige Drosselung der Zulaufmenge, eine
eventuell notwendige Spülung der Haube oder ein Vorfüllen eines Hydrostopsystems.
Auch in diesen Situationen könnten bereits zu viele Feststoffe mit in den Flüssigkeitsablauf
für die Flüssigkeitsphase gelangen. Auch in dieser Situation schafft das alternative
Verfahren auf einfache Weise Abhilfe. Denn ein Auswerten der Ableitungsfunktion ermöglicht
es, die beschriebenen Situationen zu erfassen.
[0030] Optional ist es auch denkbar, im Falle eines Abfallens der Trübung oder im Falle
einer gleichbleibenden Trübung eine erneute Messung durchzuführen und die bisher gespeicherten
Werte zu verwerfen. Auf diese Weise können unzulässige Entleerungen verhindert werden,
die beispielsweise ansonsten bei Druckstoßänderungen oder Durchflussänderungen im
System auftreten könnten
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1: schematische Schnittansicht eines Separators, welcher mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren betrieben wird;
Fig. 2: eine beispielhafte Messverlaufskurve aus einer Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
Fig. 3: ein Flussdiagramm zu einem erfindungsgemäßen Verfahren mit den Schritten des
Anspruchs 1;
Fig. 4: eine beispielhafte Messverlaufskurve aus einer Anwendung eines weiteren erfindungsgemäßen
Verfahrens; und
Fig. 5: ein Flussdiagramm zu einem alternativen Verfahren.
[0032] Fig. 1 zeigt einen Separator 1 zum Klären von trübstoffhaltigen, fließfähigen Ausgangsprodukten
AP mit einer Trommel mit vertikaler Drehachse. Die Verarbeitung des Produktes erfolgt
im kontinuierlichen Betrieb. D.h., der Produktzulauf erfolgt kontinuierlich und auch
das Ableiten wenigstens einer geklärten Flüssigkeitsphase, Klarphase genannt.
[0033] Der Separator verfügt über einen diskontinuierlichen Feststoffaustrag, wobei der
aus einem Ausgangsprodukt durch Klärung abgetrennte Feststoff F intervallartig durch
das Öffnen und Wiederverschließen von Austragsdüsen bzw. Austragsöffnungen 5 entfernt
wird.
[0034] Die Trommel weist ein Trommelunterteil 10 und einen Trommeldeckel 11 auf. Sie ist
ferner vorzugsweise von einer Haube 12 umgeben. Die Trommel ist zudem auf eine Antriebsspindel
2 aufgesetzt, die drehbar gelagert und motorisch antreibbar ist.
[0035] Die Trommel weist einen Produktzulauf 4 auf, durch welchen ein Ausgangsprodukt AP
in die Trommel geleitet wird. Sie weist ferner wenigstens einen Ablauf 13 mit einem
Greifer auf, welcher zur Ableitung einer Klarphase KP aus der Trommel dient. Der Greifer
ist eine Art Zentripetalpumpe. Der Flüssigkeitsaustrag könnte aber auch mit anderen
Mitteln erfolgen. Zudem wäre es auch denkbar, neben der Klärung auch eine Trennung
des Produktes in zwei Flüssigkeitsphasen verschiedener Dichte vorzunehmen. Hierzu
wäre ein weiterer Flüssigkeitsablauf erforderlich.
[0036] Die drehbare Trommel mit vertikaler Drehachse weist vorzugweise ein Tellerpaket 14
aus axial beabstandeten Trenntellern auf. Zwischen dem Außenumfang des Tellerpakets
14 und dem Innenumfang der Trommel im Bereich ihres größten Innendurchmessers ist
ein Feststoffsammelraum 8 ausgebildet. Feststoffe, welche im Bereich des Tellerpakets
14 von der Klarphase getrennt werden, sammeln sich in dem Feststoffsammelraum 8, aus
dem die Feststoffe über die Austragsdüsen 5 aus der Trommel ausgetragen werden können.
Die Austragsdüsen 5 können mittels eines Kolbenschiebers 6, welcher im Trommelunterteil
11 angeordnet ist, geöffnet und geschlossen werden. Bei geöffneten Austragsdüsen wird
der Feststoff F aus der Trommel in einen Feststofffänger 7 geleitet.
[0037] Zur Bewegung des Kolbenschiebers weist die Trommel einen Betätigungsmechanismus auf.
Hier umfasst dieser wenigstens eine Zuleitung 15 für ein Steuerfluid wie Wasser und
eine Ventilanordnung 16 in der Trommel und weitere Elemente außerhalb der Trommel.
So wird der Zulauf des Steuerfluides wie Wasser über ein außerhalb der Trommel angeordnetes
Steuerventil 17 ermöglicht, welches in einer außerhalb der Trommel angeordneten Zulaufleitung
19 für das Steuerfluid angeordnet ist, so dass für eine Entleerung durch Freigabe
des Steuerventils das Steuerfluid in die Trommel spritzbar ist oder umgekehrt der
Zustrom an Steuerfluid unterbrochen werden kann, um den Kolbenschieber entsprechend
zu bewegen, um die Austragsöffnungen freizugeben. Der Betätigungsmechanismus - hier
das Steuerventil 17 ist über eine Datenleitung 18 mit einer Steuerungseinheit 9 zur
Steuerung und/oder Regelung des Feststoffaustrags verbunden.
[0038] Am oder im Ablauf 13 der Klarphase ist zumindest ein Sensor 22 angeordnet, der dazu
ausgelegt ist, einen oder mehreren Produktparameter der wenigstens einen Klarphase
zu bestimmen. Produktparameter im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung sind insbesondere
physikalische Eigenschaften des Messmediums "Klarphase" wie der Trübungsgrad, die
Viskosität oder auch die Leitfähigkeit (z.B. bei Salzlösungen). Der wenigstens eine
Sensor 22 kann als Fotozelle zur Bestimmung der Lichtdurchlässigkeit ausgebildet sein.
[0039] Am oder im Zulauf 4 für das Ausgangsprodukt AP in die Trommel ist vorzugsweise ebenfalls
ein Sensor 3 zur Bestimmung des Durchflussstromes oder eines oder mehrerer Produktparameters
des in die Trommel zu leitenden Ausgangsprodukts angeordnet. Auch diese Produktparameter
können physikalische Parameter wie die Trübung oder die Viskosität des Ausgangsproduktes
sein.
[0040] Derartige Messmethoden können auch mittels Sensoren als Transmissionsmessungen oder
Streulichtmessungen durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit der Ermittlung des
Trübungsgrades sind Ultraschallmessungen.
[0041] Demgegenüber sind auch Verfahrensparameter wie Volumendurchfluss oder Durchflussgeschwindigkeit
bekannt. In einer bevorzugten Ausführungsvariante, kann der Sensor jeweils in ein
Messgerät integriert sein, welches einen Produktparameter z.B. den Trübungsgrad oder
die Leitfähigkeit bestimmt und zugleich einen Verfahrensparameter - wie z.B. die Durchflussgeschwindigkeit
der Klarphase bestimmt.
[0042] Wie bereits angesprochen, kann analog zur Ermittlung der Produktparameter der Klarphase
KP bei einer besonders bevorzugten Variante eine Trübungsmessung und/oder eine Viskositätsmessung
des Ausgangsproduktes AP am Produktzulauf 4 erfolgen.
[0043] Die Sensoren 3 und 22 sind über Datenleitungen 20, 21 mit der Auswerte- und Steuerungseinheit
9 (vorzugsweise ein Steuerungsrechner des Separators) verbunden, welche die ermittelten
Messwerte auswertet und die Bewegung des Kolbenschiebers 6 und damit auch das Zeitintervall
bis zur Öffnung der Austragsdüsen 5 steuert.
[0044] Es versteht sich, dass die vorgenannten Datenleitungen 18, 20, 21 eine Datenübertragung
von oder zur Auswerteeinheit 9 ermöglichen, auch durch drahtlose Verbindungen ersetzbar
sind.
[0045] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren, welches mittels des vorbeschriebenen
Separators durchgeführt wird, näher erläutert, wobei als Produktparameter im vorliegenden
Ausführungsbeispiel der Trübungsgrad gewählt wurde.
[0046] In den Separator wird vorzugsweise kontinuierlich das Ausgangsprodukt AP geleitet,
wo dieses geklärt wird. Es erfolgt ein kontinuierlicher Klarphasenaustrag der Klarphase
KP.
[0047] Während der Klärung des Ausgangsproduktes AP unter Bildung der Klarphase KP werden
im Ausgangsprodukt enthaltene Trubstoffe und andere Feststoffe im Feststoffsammelraum
6 des Separators gesammelt, der sich füllt. Wenn zu viele der Feststoffe in dem Sammelraum
6 angesammelt sind, beginnt deren Austrag mit der Klarphase (Fig. 2), was möglichst
zu vermeiden ist.
[0048] Um die Klärung zu überwachen, wurde die Messung und Ermittlung des Trübungsgrades
bislang durch eine Messzelle durchgeführt. Dabei wurde ein nicht zu überschreitender
Grenzwert für den Trübungswert voreingestellt und eine Entleerung der Feststoffe F
aus dem Feststoffsammelraum 6 dann vorgenommen, wenn der ermittelte Trübungswert den
Grenzwert überschreitet.
[0049] Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsvariante des Verfahrens erfolgt zunächst,
wie bislang, eine Ermittlung des Zeitintervalls von der letztmaligen Entleerung des
Feststoffraumes 6 des Separators 1 bis zum Erreichen eines vorgegebenen ersten Trübungs-Grenzwertes.
Dieser Verfahrensschritt wird nachfolgend als das Ermitteln eines Kalibrierzeitintervalls
bezeichnet. Das Kalibrierzeitintervall ist als die Zeit zwischen der letztmaligen
Entleerung des Feststoffraumes des Separators bis zum Erreichen des ersten Trübungsgrad-Grenzwertes
definiert. Sobald der gemessene Trübungsgehalt den ersten Grenzwert erreicht hat,
erfolgt eine Entleerung des Feststoffraumes 6. Die Entleerung des Feststoffraumes
während dieses Verfahrensschrittes wird durch die Messung und das Erreichen des Sollwertes
gesteuert.
[0050] Nach dem Ermitteln des Kalibierzeitintervalls wird ein Betriebszeitintervall eingestellt.
Das Betriebszeitintervall kann ermittelt werden, indem vom Kalibrierzeitintervall
ein vorgegebenes Zeitintervall abgezogen wird. Nach dem Durchlaufen des bestimmten
Betriebszeitintervalls erfolgt dann zeitgesteuert eine Feststoffentleerung. Dadurch
wird einem Anstieg des Trübungsgrades quasi zuvorgekommen und sichergestellt, dass
die Qualität der Klarphase nahezu gleichbleibend gut ist. Eine Messung des Trübungsgehaltes
während dieses Verfahrensschrittes ist nicht unbedingt notwendig aber denkbar, um
ggf. einzuschreiten, falls der Grenzwert wider Erwarten vorzeitig erreicht wird.
[0051] Nach mehrmaligen z.B. n-fachen aufeinanderfolgenden Durchläufen des Betriebszeitintervalls
jeweils mit anschließender Entleerung des Feststoffraumes 6 kann es dazu kommen, dass
der Trübungsgrad der Klarphase wieder ansteigt. Dabei kann n vorzugsweise zwischen
5-50, besonders bevorzugt zwischen 8-30, Durchläufen variieren. Daher empfiehlt sich
nach n-fachem Durchlauf von Betriebszeitintervallen eine erneutes Ermitteln des Kalibrierzeitintervalls
und das erneute Einstellen eines Betriebszeitintervalls.
[0052] Die entsprechenden Auswerteoperationen der Messsignale, sowie die Steuerung und/oder
Regelung des Entleerungsprozesses wird durch die Auswerteeinheit 9 gewährleistet.
[0053] Da sich der Trübungsgrad der Klarphase u.a. auch nach dem Trübungsgrad des Ausgangsproduktes
richtet, empfiehlt es sich, auch das die Bedingungen am Zulauf des Ausgangsproduktes
zu überwachen. So kann der Durchflussstrom detektiert werden. Es ist aber auch denkbar,
am Zulauf 4 eine Messzelle zur Messung des Zulaufstroms vorzunehmen. Sofern sich dieser
ändert, kann eine erneute Ermittlung des Kalibrierzeitintervalls ausgelöst werden.
[0054] Fig. 2 stellt den zeitlichen Verlauf des Trübungsgrades T der Klarphase dar, sofern
das bisherige Verfahren angewandt wird.
[0055] Die Trübung bzw. der Trübungsgrad T ist konstant bei einem Prozent über den Verlauf
der 1. Minute bis zur 9. Minute. Ab der 9. Minute steigt der Trübungsgrad relativ
schnell an. In der 11.Minute wird der Sollwert von 5% Trübung erreicht und es erfolgt
eine Feststoffentleerung. Dadurch sinkt der Trübungsgrad in Folge wieder auf 1%. Dabei
stellt das Zeitfenster t(K) das Kalibrierzeitintervall dar.
[0056] Das Zeitintervall kann manuell eingestellt werden oder rechnerisch oder in Abhängigkeit
von Messwerten in einer Datenbank bestimmt werden. Beispielsweise kann das Betriebszeitintervall
t(b) durch Multiplikation des Kalibrierzeitintervalls mit einem Faktor kleiner 1 ermittelt
werden.
[0057] Das Zeitfenster t(B) stellt das Betriebszeitintervall dar. Man erkennt, dass in diesem
Zeitfenster die Trübung annähernd konstant bei 1% liegt.
[0058] Die Abfolge der Schritte a) bis f) des Anspruchs 1 veranschaulicht ergänzend Fig.
3. Nach Schritt f) kann das Verfahren wieder bei Schritt a) starten und diese erneut
durchlaufen.
[0059] Eine beispielhafte Verfahrensweise zeigt Fig. 4 anhand des Beispiels des Produktparameters
"Trübungsgrad" in Abhängigkeit von der Zeit. Der Trübungsgrad T wird in zeitlichen
Intervallen jeweils durch Messungen bestimmt. Sodann werden die Differenzenquotienten

aus den Messwerten des Trübungsgrads

und den Zeitintervallen

zwischen den jeweiligen Messungen T2(t2) und T1(t1) bestimmt und ausgewertet.
[0060] Das Erkennen einer Veränderung, beispielsweise eines Anstiegs, des Differenzenquotienten
ermöglicht zu einem relativ frühen Zeitpunkt ein Erkennen eines einsetzenden schnelleren
Anstiegs der Trübung. In dieser Situation ist eine zusätzliche Feststoffentleerung
sinnvoll. Auch mit dieser Vorgehensweise kann damit der Gefahr zu später Entleerungen
vorgebeugt werden.
Bezugszeichenliste:
[0061]
- 1
- Separator
- 2
- Spindel
- 3
- Sensor
- 4
- Zulauf
- 5
- Austragsöffnungen
- 6
- Kolbenschieber
- 7
- Feststofffänger
- 8
- Feststoffsammelraum
- 9
- Auswerteeinheit
- 10
- Trommelunterteil
- 11
- Trommeldeckel
- 12
- Haube
- 13
- Ablauf
- 14
- Tellerpaket
- 15
- Leitung für Hydraulikflüssigkeit
- 16
- Ventil
- 17
- Steuerventil
- 18
- Datenleitung
- 19
- Hydraulikleitung
- 20
- Datenleitung
- 21
- Datenleitung
- 22
- Sensor
- KP
- Klarphase
- AP
- Ausgangsprodukt
- F
- Feststoffe
- t(K)
- Kalibierzeitintervall
- t(B)
- Betriebszeitintervall
- t(Z)
- voreingestelltes Zeitintervall
- n
- Anzahl von aufeinanderfolgenden Durchläufen des Betriebszeitintervalls mit anschließendem
Feststoffaustrag
1. Verfahren zur Klärung eines fließfähigen Ausgangsproduktes (AP) mit einer Zentrifuge,
insbesondere einem Separator, mit einer drehbaren Trommel mit einem Zulauf und wenigstens
einem Flüssigkeitsaustrag zum kontinuierlichen Austrag wenigstens einer geklärten
Flüssigkeitsphase - einer Klarphase - und mit diskontinuierlich zu öffnenden Feststoffaustragsöffnungen
zum diskontinuierlichen Austrag der Feststoffphase,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a. Setzen oder Bestimmen eines Startzeitpunktes;
b. wiederholtes Bestimmen wenigstens eines Istwertes eines Produktparameters der aus
der Trommel abgeleiteten Klarphase (KP); wobei der Produktparameter der Klarphase
(KP) der Trübungsgrad, die Viskosität und/oder die Leitfähigkeit ist;
c. Bestimmen des Kalibrierzeitintervalls t(K) vom Startpunkt bis zu dem Zeitpunkt,
an dem der Produktparameter-Istwert oder ein Differenzenquotient aus den bestimmten
Produktparameter-Istwerten und den jeweiligen Zeitintervallen zwischen den Messungen
einen Grenzwert, insbesondere einen Produktparameter-Grenzwert erreicht oder überschreitet;
d. Auslösen eines Feststoffaustrags infolge des Erreichens oder Überschreitens des
Grenzwertes, insbesondere des Produktparameter-Grenzwertes;
e. Ermitteln und Einstellen eines Betriebszeitintervalls t(B) mittels des ermittelten
Kalibrierzeitintervalls t(K), wobei das Betriebszeitintervall t(B) zumindest 5% kleiner
als das ermittelte Kalibrierzeitintervall t(K) ist; und
f. Auslösen wenigstens eines oder mehrerer Feststoffausträge jeweils nach dem Ablauf
des eingestellten Betriebszeitintervalls t(B).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt a. der Zeitpunkt eines ersten Feststoffaustrags ermittelt wird;
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer vorbestimmten Anzahl (n) an Durchläufen von Betriebszeitintervallen t(B)
ein erneuter Durchlauf der Schritte a.- f. erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ermittlung des Volumenstroms oder eines Produktparameters des dem Separator
(1) zugeführten Ausgangsproduktes (AP) erfolgt und ein erneuter Durchlauf der Schritte
a.-f. erfolgt, sofern sich der Volumenstrom ändert oder der Produktparameter bis zu
einem Grenzwert oder über einen Grenzwert hinaus ändert.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen des Betriebszeitintervall t(B) derart erfolgt, dass innerhalb des
Betriebszeitintervalls t(B) der Produktparameter unmittelbar vor der Entleerung um
weniger als 50%, vorzugsweise weniger als 20% von dem Produktparameter unmittelbar
nach dem Feststoffaustrag abweicht.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betriebszeitintervall t(B) zumindest 10% kleiner ist als das Kalibrierzeitintervall.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feststoffaustrag durch Austragsdüsen (5) erfolgt, wobei die Austragsdüsen (5)
durch einen Kolbenschieber (6) geschlossen und geöffnet werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung des Produktparameters der Klarphase (KP) durch einen Sensor (22) erfolgt,
welcher in oder an einem Ablauf (13) des Separators (1) angeordnet ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung des Produktparameters des Ausgangsproduktes (AP) durch einen Sensor
(3) erfolgt, weicher in oder an einem Zulauf (4) des Separators (1) angeordnet ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermitteln des Kalibrierzeitintervalls t(K) und des Betriebsintervalls t(B) und
das Einstellen des Betriebszeitintervalls t(B) mittels einer Auswerteeinheit (9) erfolgt,
welche mit den Sensoren (3, 22) verbunden ist und welche ein hydraulisches Einstellen
der Lage des Kolbenschiebers (6) in der Trommel ermöglicht.
1. A method for clarifying a flowable starting product (AP) with a centrifuge, in particular
a separator with a rotatable drum with a feed and at least one liquid discharge for
continuously discharging at least one clarified liquid phase - a clear phase - and
with discontinuously openable solid-discharge openings for continuously discharging
the solid phase,
characterized by the following steps:
a. setting or determining a starting time;
b. repeatedly determining at least one actual value of a product parameter of the
clear phase (KP) drawn off from the drum; wherein the product parameter of the clear
phase (KP) is the degree of turbidity, the viscosity and/or the conductivity;
c. determining the calibrating time interval t(K) from the starting point until the
time at which the product-parameter actual value or a difference quotient of the determined
product-parameter actual values and the respective time intervals between the measurements
reaches or exceeds a limit value, in particular a product-parameter limit value;
d. initiating a solid discharge as a consequence of reaching or exceeding the limit
value, in particular the product-parameter limit value;
e. ascertaining and setting an operating time interval t(B) by means of the ascertained
calibrating time interval t(K), the operating time interval t(B) being at least 5%
less than the ascertained calibrating time interval t(K); and
f. initiating at least one or more solid discharges each time the set operating time
interval t(B) has elapsed.
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that in step a. the time of a first solid discharge is ascertained.
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that, after a predetermined number (n) of passages of operating time intervals t(B), a
renewed run-through of steps a.- f. takes place.
4. The method as claimed in claim 1, 2 or 3, characterized in that an ascertainment of the volumetric flow or a product parameter of the starting product
(AP) fed to the separator (1) is performed and a renewed run-through of steps a.-f.
takes place if the volumetric flow changes or the product parameter changes up to
a limit value or beyond a limit value.
5. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the setting of the operating time interval t(B) is performed in such a way that,
within the operating time interval t(B), the product parameter directly before the
evacuation deviates by less than 50%, preferably less than 20%, from the product parameter
directly after the solid discharge.
6. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the operating time interval t(B) is at least 10% less than the calibrating time interval.
7. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the solid discharge takes place through discharge nozzles (5), the discharge nozzles
(5) being closed and opened by a piston slide valve (6).
8. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the ascertainment of the product parameter of the clear phase (KP) is performed by
a sensor (22), which is arranged in or at an outlet (13) of the separator (1).
9. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the ascertainment of the product parameter of the starting product (AP) is performed
by a sensor (3), which is arranged in or at the feed (4) of the separator (1).
10. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the ascertainment of the calibrating time interval t(K) and the operating interval
t(B) and the setting of the operating time interval t(B) are performed by means of
an evaluation unit (9), which is connected to the sensors (3, 22) and which allows
a hydraulic setting of the position of the piston slide valve (6) in the drum.
1. Procédé pour clarifier un produit de départ fluide (AP) avec une centrifugeuse, en
particulier un séparateur, muni d'un tambour rotatif avec une arrivée et au moins
une sortie de liquide pour la sortie en continu d'au moins une phase liquide clarifiée
(phase clarifiée) et avec des ouvertures d'évacuation de solides à ouverture discontinue
pour la sortie discontinue de la phase solide,
caractérisé en ce qu'il comprend les étapes suivantes :
a. réglage ou détermination du moment d'un démarrage ;
b. détermination répétée d'au moins une valeur réelle d'un paramètre de produit de
la phase clarifiée (KP) évacuée du tambour, lequel paramètre de produit de la phase
clarifiée (KP) est la turbidité, la viscosité et/ou la conductivité ;
c. détermination de l'intervalle d'étalonnage t/(K) entre le moment du démarrage et
le moment où la valeur réelle du paramètre de produit ou un quotient de différence
des valeurs réelles du paramètre de produit et des intervalles de temps entre les
mesures atteint ou dépasse une valeur limite, en particulier une valeur limite du
paramètre de produit ;
d. déclenchement d'une sortie de solides quand la valeur limite, en particulier la
valeur limite du paramètre de produit, est atteinte ou dépassée ;
e. détermination et réglage d'un intervalle de temps de fonctionnement t(B) au moyen
de l'intervalle de temps d'étalonnage t(K), l'intervalle de temps de fonctionnement
t(B) étant inférieur d'au moins 5 % à l'intervalle de temps d'étalonnage t(K), et
f. déclenchement d'au moins une ou plusieurs sorties de solides après l'écoulement
de chaque intervalle de temps de fonctionnement t(B) réglé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moment d'une première sortie de solides est déterminé dans l'étape a.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'après un nombre prédéterminé (n) d'intervalles de temps de fonctionnement t(B), les
étapes a à f sont à nouveau exécutées.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une détermination du débit volumique ou d'un paramètre de produit du produit de départ
(AP) amené au séparateur (1) est effectuée et les étapes a à f sont de nouveau exécutées
si le débit volumique change ou si le paramètre de produit change jusqu'à une valeur
limite ou au-delà d'une valeur limite.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'intervalle de temps de fonctionnement t(B) est réglé de telle manière que dans
l'intervalle de temps de fonctionnement t(B), le paramètre de produit immédiatement
avant la vidange s'écarte de moins de 50 %, de préférence de moins de 20 %, du paramètre
de produit immédiatement après la sortie de solides.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'intervalle de temps de fonctionnement t(B) est inférieur d'au moins 10 % à l'intervalle
de temps d'étalonnage.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la sortie de solides est effectuée à l'aide de buses de sortie (5), lesquelles buses
de sortie (5) sont ouvertes et fermées par une vanne à piston (6).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la détermination du paramètre de produit de la phase clarifiée (KP) est effectuée
par un capteur (22) qui est disposé dans ou sur un écoulement (13) du séparateur (1).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la détermination du paramètre de produit du produit de départ (AP) est effectuée
par un capteur (3) qui est disposé dans ou sur une arrivée (4) du séparateur (1).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la détermination de l'intervalle de temps d'étalonnage t(K) et de l'intervalle de
temps de fonctionnement t(B) et le réglage de l'intervalle de temps de fonctionnement
t(B) sont effectués au moyen d'une unité d'analyse (9) qui est reliée aux capteurs
(3, 22) et qui permet un réglage hydraulique de la position de la vanne à piston (6)
dans le tambour.