| (19) |
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(11) |
EP 3 060 509 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.12.2020 Patentblatt 2020/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.09.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/070133 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/058918 (30.04.2015 Gazette 2015/17) |
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| (54) |
SICHERHEITSSYSTEM FÜR EINEN AUFZUG, AUFZUGSANLAGE UND VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES
SOLCHEN SICHERHEITSSYSTEMS
SAFETY SYSTEM FOR A LIFT, LIFT SYSTEM AND METHOD FOR OPERATING SUCH A SAFETY SYSTEM
SYSTÈME DE SÉCURITÉ POUR UN ASCENSEUR, INSTALLATION D'ASCENSEUR ET PROCÉDÉ DE FONCTIONNEMENT
D'UN TEL SYSTÈME DE SÉCURITÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.10.2013 EP 13189798
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2016 Patentblatt 2016/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SONNENMOSER, Astrid
CH-6280 Hochdorf (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
JP-A- 2004 099 301 JP-A- 2011 256 006
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JP-A- 2010 228 907 US-A- 5 817 994
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitssystem für einen Aufzug, eine Aufzugsanlage
sowie ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Sicherheitssystems.
[0002] Moderne Aufzüge verfügen über eine Vielzahl von Sicherungsmechanismen, mit denen
Störungen und insbesondere Gefahrensituationen möglichst schnell und sicher erkannt
und behoben oder zumindest abgemildert werden sollen. Beispielsweise verfügen sie
über Sensoren, mit denen die Position und die Geschwindigkeit einer Aufzugskabine
ständig überwacht werden.
[0003] Ein für diesen Zweck bekanntes gattungsgemässes Sicherheitssystem ist in der
WO 00/51929 A1 offenbart. Dieses Sicherheitssystem verfügt über eine Sicherheitssteuereinheit, eine
Aufzugssteuereinheit zum Steuern eines Aufzugs sowie mindestens einen Datenbus mit
mehreren Busknoten, wobei die Sicherheitssteuereinheit über den Datenbus Daten von
den Busknoten empfangen kann. Die Sicherheitssteuereinheit kann in mehreren verschiedenen
Betriebsmodi betrieben werden, beispielsweise in einem Normalbetriebsmodus, einem
Wartungsmodus oder einem Notfallmodus. Im Normalbetriebsmodus soll etwa bei Auftreten
eines Fehlersignals eine entsprechende Massnahme ergriffen werden. Beispielsweise
soll die Sicherheitssteuereinheit bei Überschreiten einer vordefinierten kritischen
Geschwindigkeit der Aufzugskabine ein Bremsen dieser Aufzugskabine einleiten. Alternativ
ist es denkbar, dass im Normalbetriebsmodus die Sicherheitssteuereinheit ein Betrieb
des Aufzugs bei offenen Schacht- oder Kabinentüren unterbricht, ausser wenn sich die
Aufzugskabine gerade nicht auf der Höhe eines Stockwerks befindet.
[0004] Wird jedoch eine Wartung durchgeführt, in der unter anderem die Funktionsweise der
Sensoren überprüft werden soll, so müssen zumindest einige der von der Sicherheitssteuereinheit
und/oder der Aufzugssteuereinheit kontrollierten Aktionen unterbunden werden. Beispielsweise
kann während einer Wartung eine geöffnete Kabinentür auch in solchen Positionen der
Aufzugskabine wünschenswert oder sogar erforderlich sein, in denen sie sich nicht
auf der Höhe eines Stockwerks befindet. Diese Möglichkeit kann in einem Wartungsmodus
bereitgestellt werden.
[0005] Um einen Wartungsmodus zu aktivieren, wird in der
WO 00/51929 A1 ein Wartungsschalter vorgeschlagen, der zum Beginn einer Wartung eingeschaltet werden
kann. Dieser Mechanismus ist jedoch mit einigen Einschränkungen behaftet. Beispielsweise
kann ein solcher Wartungsschalter relativ leicht manipuliert werden. Falls ein Unbefugter
Zugang zu diesem Wartungsschalter hat, kann er den Wartungsschalter einschalten oder
ausschalten, was jeweils nicht nur den Wartungstechniker gefährden kann.
[0006] Die
JP2004099301 beschreibt ein Steuerungssystem für eine Aufzuganlage, an das mittels eines Mobiltelefons
ein Authentifizierungscode gesendet werden kann. Bei Übermittlung eines korrekten
Authentifizierungscodes wird die Aufzugsanlage in einen festgelegten Betriebsmodus
gebracht.
[0007] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Sicherheitssystem für einen
Aufzug bereitzustellen, welches u. a. weniger leicht manipulierbar ist - sei es durch
versehentliche Handlungen eines Technikers oder eines Unbefugten oder durch vorsätzliche
Handlungen eines Unbefugten. Zudem sollen zumindest in einigen Ausführungsformen verschiedenen
Personengruppen auf einfache Weise verschiedene Teilmengen der Betriebsmodi zur Verfügung
gestellt werden können.
[0008] Diese und weitere Aufgaben werden in einem ersten Aspekt gelöst durch ein Sicherheitssystem
für einen Aufzug, welches mindestens eine Steuereinheit enthält, die in mindestens
zwei verschiedenen Betriebsmodi betreibbar ist.
[0009] Erfindungsgemäss weist das Sicherheitssystem mindestens ein elektronisches Schloss
auf, welches mit der Steuereinheit verbunden ist und mit mindestens einem elektronischen
Schlüssel verbindbar oder verbunden ist. Weiterhin erfindungsgemäss ist die Steuereinheit
derart programmiert, dass sie
- bei bestehender Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel und dem elektronischen
Schloss nur in einem Betriebsmodus einer ersten Teilmenge der Betriebsmodi betreibbar
ist und
- bei nicht bestehender Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel und dem elektronischen
Schloss nur in einem Betriebsmodus einer zweiten Teilmenge der Betriebsmodi betreibbar
ist.
[0010] Dabei sind die erste Teilmenge und die zweite Teilmenge voneinander verschieden.
Dies bedeutet, dass mindestens ein prinzipiell zur Verfügung stehender Betriebsmodus
der Steuereinheit nur in der ersten Teilmenge oder nur in der zweiten Teilmenge enthalten
ist. Erfindungsgemäss ist hierbei ein Wartungsmodus nur in der zweiten Teilmenge der
Betriebsmodi verfügbar. Die Steuereinheit ist also erst bei Entfernen des elektronischen
Schlüssels aus dem elektronischen Schloss in einem Wartungsmodus betreibbar.
[0011] Ist ein Betriebsmodus nur in der ersten Teilmenge enthalten, nicht aber auch in der
zweiten Teilmenge, so steht dieser Betriebsmodus bei Bestehen der Verbindung zwischen
elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss zur Verfügung. Durch ein Trennen
der Verbindung zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss kann bewirkt
werden, dass die Steuereinheit nicht mehr in diesem Betriebsmodus betrieben werden
kann. Der genannte Betriebsmodus kann beispielsweise ein Normalbetriebsmodus sein,
den ein Wartungstechniker durch Verbinden des elektronischen Schlüssels mit dem elektronischen
Schloss aktivieren kann. Trennt er die Verbindung, so steht der Normalbetriebsmodus
nicht mehr zur Verfügung. Aufgrund der erfindungsgemässen Verwendung eines elektronischen
Schlosses und eines elektronischen Schlüssels ist das Sicherheitssystem wesentlich
schwieriger zu manipulieren, da für die Aktivierung des Normalbetriebsmodus zwingend
ein passender elektronischer Schlüssel benötigt wird.
[0012] Ist umgekehrt ein Betriebsmodus nur in der zweiten Teilmenge enthalten, nicht aber
auch in der ersten Teilmenge, so steht dieser Betriebsmodus nur bei fehlender Verbindung
zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss zur Verfügung. Wird die
Verbindung wieder hergestellt, so kann die Steuereinheit nicht mehr in diesem Betriebsmodus
betrieben werden. Der genannte Betriebsmodus kann beispielsweise ein Wartungsmodus
sein: Wenn der Techniker etwa im Aufzugsschacht Wartungsarbeiten durchführt, so kann
es erforderlich sein, den Normalbetriebsmodus zu deaktivieren, um zu verhindern, dass
die Aufzugskabine ihn einklemmt. Zu diesem Zweck kann er den elektronischen Schlüssel
vom elektronischen Schloss trennen, welches in diesem Beispiel bevorzugt ebenfalls
im Aufzugsschacht angeordnet ist. Stellt er die Verbindung wieder her, so steht der
Normalbetriebsmodus wieder zur Verfügung. Somit kann auch in dieser Variante aufgrund
der erfindungsgemässen Verwendung eines elektronischen Schlosses und eines elektronischen
Schlüssels das Risiko einer lebensgefährdenden Fehlmanipulation während Wartungsarbeiten
ebenfalls reduziert werden.
[0013] Die erste und/oder die zweite Teilmenge können jeweils einen oder auch mehrere der
prinzipiell zur Verfügung stehenden Betriebsmodi der Steuereinheit enthalten. Insbesondere
ist denkbar, dass sowohl die erste Teilmenge einen oder mehrere erste Betriebsmodi
enthält, den/die die zweite Teilmenge nicht enthält, als auch die zweite Teilmenge
einen oder mehrere zweite Betriebsmodi enthält, den/die die erste Teilmenge nicht
enthält.
[0014] Die verschiedenen Betriebsmodi können sich in einem, mehreren oder sämtlichen der
folgenden Verhaltensweisen voneinander unterscheiden:
- Bei Vorliegen des gleichen Zustandes der Aufzugsanlage kann die Steuereinheit, insbesondere
eine Aufzugssteuereinheit der Steuereinheit, den Aufzug in einem ersten Betriebsmodus
anders steuern als in einem zweiten Betriebsmodus. Insbesondere kann sie in einem
ersten Betriebsmodus eine bestimmte Steueranweisung an den Aufzug oder eine oder mehrere
seiner Bestandteile senden, aber in einem zweiten Betriebsmodus eine andere oder keine
solche Steueranweisung senden.
- Bei Vorliegen des gleichen Zustandes der Aufzugsanlage kann die Steuereinheit in einem
ersten Betriebsmodus eine Warnmeldung ausgeben, aber in einem zweiten Betriebsmodus
eine andere oder gar keine solche Warnmeldung ausgeben.
[0015] Der oben genannte Zustand der Aufzugsanlage kann dabei insbesondere Sensordaten von
den unten noch im Detail beschriebenen Sensoren umfassen.
[0016] Die Betriebsmodi, in denen die Sicherheitssteuereinheit betreibbar ist, können mindestens
einen Betriebsmodus umfassen, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus mindestens
einem Normalbetriebsmodus, mindestens einem Wartungsmodus, mindestens einem Konfigurationsmodus
und mindestens einem Installationsmodus.
[0017] In einem Normalbetriebsmodus kann beispielsweise der Betrieb des Aufzugs verhindert
werden, wenn die Kabinentür geöffnet ist, ausser wenn sich die Aufzugskabine gerade
auf der Höhe eines Stockwerks befindet.
[0018] In einem Wartungsmodus können ein oder mehrere Kontakte überbrückt werden und hierdurch
Reaktionen der Steuereinheit unterbunden werden, die im Normalbetriebsmodus durchgeführt
würden. So können etwa Türkontakte überbrückt werden, wodurch im Wartungsmodus eine
Bewegung der Aufzugskabine bei geöffneter Tür ermöglicht werden kann. Alternativ können
Endschalter überbrückt werden, die in einem Normalbetriebsmodus verhindern, dass sich
die Aufzugskabine unterhalb des untersten Stockwerks oder oberhalb des obersten Stockwerks
befindet oder dorthin bewegt. Durch Überbrücken dieser Endschalter können sogenannte
Pufferfahrten ermöglicht werden, bei denen die unterste und oberste physikalisch mögliche
Position der Aufzugskabine angefahren werden können, bis dort angeordnete Puffer berührt
werden. Ebenfalls alternativ kann in einem Wartungsmodus die Fahrgeschwindigkeit der
Aufzugskabine gegenüber einem Normalbetriebsmodus reduziert sein.
[0019] In einem Konfigurationsmodus kann der Aufzug beispielsweise neu programmiert werden.
So ist es etwa denkbar, dass der Aufzug nach einer Aufstockung eines Hochhauses weitere
Stockwerke anfahren können soll und beispielsweise weitere Schachttüren überwacht
werden sollen.
[0020] Die oben genannte erste Teilmenge der Betriebsmodi, in der die Sicherheitssteuereinheit
nur bei bestehender Verbindung betreibbar ist, kann nur aus dem Normalbetriebsmodus
bestehen. Alternativ kann auch die oben genannte zweite Teilmenge der Betriebsmodi,
in der die Sicherheitssteuereinheit nur bei nicht bestehender Verbindung betreibbar
ist, nur aus dem Wartungsmodus bestehen.
[0021] Das Sicherheitssystem kann mindestens eine Sicherheitssteuereinheit enthalten, welche
in den mindestens zwei verschiedenen Betriebsmodi betreibbar ist, sowie mindestens
eine Aufzugssteuereinheit zum Steuern des Aufzugs. In dieser bevorzugten Ausführungsform
ist das mindestens eine elektronische Schloss mit der Sicherheitssteuereinheit verbunden,
und die Sicherheitssteuereinheit ist abhängig vom Bestehen oder Nicht-Bestehen der
Verbindung zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss in der ersten
bzw. zweiten Teilmenge der Betriebsmodi betreibbar.
[0022] Der oben und im Folgenden verwendete Begriff "Verbindung" umfasst nicht nur physische
Verbindungen, bei denen ein mechanischer Kontakt zwischen elektronischem Schlüssel
und elektronischem Schloss besteht. Umfasst sind auch kontaktfreie Verbindungen. Elektronischer
Schlüssel und elektronisches Schloss sollen vorliegend insbesondere abstrakt funktional
verstanden werden.
[0023] In einer ersten möglichen Ausführungsform umfasst das elektronische Schloss mindestens
ein RFID-Lesegerät, und der elektronische Schlüssel enthält mindestens einen RFID-Tag,
welcher mittels des RFID-Lesegeräts auslesbar ist. Alternativ dazu kann der elektronische
Schlüssel mindestens einen Magnetstreifen enthalten und das elektronische Schloss
mindestens eine zum Auslesen des Magnetstreifens geeignete Leseeinrichtung, mit dem
dieser Magnetstreifen auslesbar ist. Weiterhin alternativ kann der elektronische Schlüssel
mindestens eine optische Codierung enthalten, wie etwa mindestens einen Barcode, und
das elektronische Schloss kann mindestens eine zum Auslesen geeignete optische Leseeinrichtung
enthalten, wie beispielsweise mindestens einen Barcodeleser. In noch einer weiteren
Ausführungsform kann der elektronische Schlüssel mindestens einen Chip enthalten und
das elektronische Schloss mindestens eine zum Auslesen des Chips geeignete Leseeinrichtung.
[0024] Das elektronische Schloss kann in, auf, an oder unter einer Aufzugskabine angeordnet
sein. Beispielsweise kann es in der Nähe der Steuereinheit oder einer ihrer Komponenten
angeordnet sein, wie etwa in einem Türrahmen der Aufzugskabine. Das elektronische
Schloss kann auch in der Nähe einer beispielsweise auf der Aufzugskabine befindlichen
Handsteuerung angeordnet sein. Weiterhin alternativ kann das elektronische Schloss
in oder an einer Wand oder einem Kopf eines Aufzugsschachts oder auch in einem Maschinenraum
angeordnet sein, insbesondere ausserhalb einer Aufzugskabine.
[0025] In vorteilhaften Ausgestaltungen enthält das Sicherheitssystem mindestens einen Datenbus
mit mehreren Busknoten, wobei die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit,
über den Datenbus Daten von den Busknoten empfangen kann und das elektronische Schloss
mit einem der Busknoten verbunden ist.
[0026] Es ist denkbar und liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Steuereinheit, insbesondere
die Sicherheitssteuereinheit, derart programmiert ist, dass sie nur nach dem Herstellen
der Verbindung zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss und zeitlich
koordinierter Durchführung mindestens einer weiteren vordefinierten Aktion in sämtlichen
Betriebsmodi der ersten Teilmenge der Betriebsmodi betreibbar ist. Zusätzlich zum
Herstellen der Verbindung zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss
muss dann also eine weitere Aktion durchgeführt werden, damit mindestens ein weiterer
Betriebsmodus zur Verfügung steht.
[0027] Analog kann alternativ oder zusätzlich die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit,
derart programmiert sein, dass sie nur nach dem Trennen der Verbindung zwischen elektronischem
Schlüssel und elektronischem Schloss und zeitlich koordinierter Durchführung mindestens
einer weiteren vordefinierten Aktion in sämtlichen Betriebsmodi der zweiten Teilmenge
der Betriebsmodi betreibbar ist. Zusätzlich zum Trennen der Verbindung zwischen elektronischem
Schlüssel und elektronischem Schloss muss dann also eine weitere Aktion durchgeführt
werden, damit mindestens ein weiterer Betriebsmodus zur Verfügung steht.
[0028] Bei der weiteren vordefinierten Aktion kann es sich beispielsweise um das Betätigen
eines Reset-Knopfes oder das Berühren eines berührungsempfindlichen Bildschirms handeln.
Der Reset-Knopf oder der berührungsempfindliche Bildschirm ist bevorzugt mit einem
Busknoten eines oben genannten Datenbusses verbunden. In vorteilhaften Ausführungsformen
ist der Reset-Knopf oder der berührungsempfindliche Bildschirm in räumlicher Nähe
zum elektronischen Schloss angeordnet, insbesondere in einem Abstand von höchstens
2 m, bevorzugt höchstens 1 m.
[0029] Unter einer "zeitlich koordinierten Durchführung" wird in diesem Zusammenhang verstanden,
dass innerhalb eines vordefinierten maximalen Zeitintervalls sowohl die Verbindung
zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss hergestellt als auch
die weitere vordefinierte Aktion durchgeführt werden muss. Das vordefinierte maximale
Zeitintervall kann von der Anordnung der Komponenten, insbesondere des elektronischen
Schlosses, und den Dimensionen der Aufzugsanlage abhängig sein. Befindet sich beispielsweise
der Reset-Knopf in räumlicher Nähe zum elektronischen Schloss, so kann dieses Zeitintervall
kleiner als 10 s, bevorzugt kleiner als 5 s sein. Befindet sich hingegen in einem
Hochhaus das elektronische Schloss in einem Kopf des Aufzugsschachts und der Reset-Knopf
im Erdgeschoss, so kann des Zeitintervall auch bis 5 min, 10 min oder sogar 15 min
betragen.
[0030] Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit,
derart programmiert sein, dass sie nur nach dem Herstellen der Verbindung zwischen
dem elektronischen Schlüssel und dem elektronischen Schloss und bei zeitlich koordiniertem
Vorliegen einer vordefinierten Bedingung in der ersten Teilmenge der Betriebsmodi
betreibbar ist. Diese vordefinierte Bedingung kann ein von mindestens einem Sensor
der Aufzugsanlage bestimmter Zustand der Aufzugsanlage sein. Beispielsweise kann die
vordefinierte Bedingung sein, dass ein Sensor das Entfernen einer Balustrade anzeigt,
die während der Wartung temporär auf der Aufzugskabine installiert wurde. Die vordefinierte
Bedingung kann auch darin bestehen, dass ein Sensor das Entfernen einer Stütze detektiert,
die während der Wartung temporär unter einem Gegengewicht für die Aufzugskabine postiert
wurde. In einer weiteren Variante kann die vordefinierte Bedingung sein, dass mindestens
ein Bolzen wieder eingezogen wurde, der während der Wartung temporär ausgefahren wurde,
um die Bewegung der Aufzugskabine zu begrenzen.
[0031] Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit,
derart programmiert sein, dass sie nur nach dem Trennen der Verbindung zwischen dem
elektronischen Schlüssel und dem elektronischen Schloss und bei zeitlich koordiniertem
Vorliegen einer vordefinierten Bedingung in der zweiten Teilmenge der Betriebsmodi
betreibbar ist. Diese vordefinierte Bedingung kann ein von mindestens einem Sensor
der Aufzugsanlage bestimmter Zustand der Aufzugsanlage sein. Beispielsweise kann die
vordefinierte Bedingung sein, dass ein Sensor das Installieren einer Balustrade anzeigt,
die während der Wartung temporär auf der Aufzugskabine in Betriebsposition gebracht
wurde. Die vordefinierte Bedingung kann auch darin bestehen, dass ein Sensor das Aufstellen
einer Stütze detektiert, die während der Wartung temporär unter einem Gegengewicht
für die Aufzugskabine in Betriebsposition gebracht wurde. In einer weiteren Variante
kann die vordefinierte Bedingung sein, dass mindestens ein Bolzen ausgefahren wurde,
der während der Wartung temporär in Betriebsposition gebracht wurde, um die Bewegung
der Aufzugskabine zu begrenzen.
[0032] In einigen Ausführungsformen können die erste und/oder die zweite Teilmenge von Betriebsmodi
nur durch einen einzigen elektronischen Schlüssel oder durch mehrere gleichartige
elektronische Schlüssel aktivierbar oder deaktivierbar sein. Mehrere elektronische
Schlüssel werden dabei insbesondere dann als gleichartig angesehen, wenn sie die gleiche
Codierung tragen. Es ist jedoch auch denkbar und liegt im Rahmen der Erfindung, dass
die erste und/oder die zweite Teilmenge von Betriebsmodi durch mehrere verschiedenartige
elektronische Schlüssel aktivierbar oder deaktivierbar sind. Beispielsweise können
die elektronischen Schlüssel verschiedene Codierungen tragen. Mit den verschiedenartigen
elektronischen Schlüsseln können verschiedene Teilmengen von Betriebsmodi der Steuereinheit
aktiviert oder deaktiviert werden. Beispielsweise ist es denkbar, dass mit einem ersten
elektronischen Schlüssel nur ein Normalbetriebsmodus aktiviert werden kann und dass
mit einem zweiten elektronischen Schlüssel zusätzlich ein Konfigurationsmodus aktiviert
werden kann. Hierdurch kann nur mit dem zweiten Schlüssel der Konfigurationsmodus
aktiviert werden. Dies erlaubt es, verschiedenen Personengruppen auf einfache Weise
verschiedene Teilmengen der Betriebsmodi zur Verfügung zu stellen.
[0033] Mit der Steuereinheit kann ein Sensor verbunden sein, der Sensordaten an die Steuereinheit,
insbesondere an die Sicherheitssteuereinheit, senden kann, wobei diese Sensordaten
einen Zustand des Aufzugs charakterisieren. Der Sensor kann mit dem Sicherheitssystem
direkt oder indirekt über den Datenbus verbunden sein, wobei im letzteren Fall die
Sensordaten über den Datenbus gesendet werden können. Bei dem Sensor kann es sich
beispielsweise um einen Positionssensor, einen Geschwindigkeitssensor, einen Endschalter
für die Detektion der obersten und untersten erlaubten Position der Aufzugskabine,
einen Sensor für eine oben erwähnte Balustrade oder einen Sensor für einen oben erwähnten
Bolzen handeln.
[0034] Ein zweiter Aspekt der Erfindung ist eine Aufzugsanlage, welche mindestens einen
Aufzug und mindestens ein wie oben beschriebenes Sicherheitssystem enthält.
[0035] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines wie
oben beschriebenen Sicherheitssystems. Dieses Verfahren enthält einen Schritt, in
dem eine Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel und dem elektronischen Schloss
zumindest zeitweise hergestellt oder getrennt wird. Auf Grund der erfindungsgemässen
Eigenschaften des Sicherheitssystems wird hierdurch bewirkt, dass die Steuereinheit,
insbesondere die Sicherheitssteuereinheit, anschliessend auch in mindestens einem
zusätzlichen Betriebsmodus und/oder in mindestens einem Betriebsmodus nicht mehr betreibbar
ist. Insbesondere kann die Verbindung zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem
Schloss also hergestellt oder getrennt werden, um einen Normalbetriebsmodus respektive
einen Wartungsmodus zu aktivieren.
[0036] In einem zweiten Schritt kann die Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel
und dem elektronischen Schloss wieder hergestellt bzw. getrennt werden. Hierdurch
kann erreicht werden, dass die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit,
anschliessend wieder in mindestens einem Betriebsmodus nicht mehr und/oder in mindestens
einem Betriebsmodus wieder betreibbar ist, insbesondere in einem Wartungsmodus respektive
in einem Normalbetriebsmodus.
[0037] Optional kann zeitlich koordiniert zum ersten und/oder zweiten Schritt mindestens
eine weitere vordefinierte Aktion durchgeführt werden. Insbesondere kann ein Reset-Knopf
betätigt oder ein berührungsempfindlicher Bildschirm berührt werden.
[0038] Unter "zeitlich koordiniert" wird wie oben verstanden, dass die Trennung oder Herstellung
der Verbindung zwischen elektronischem Schlüssel und elektronischem Schloss und die
weitere vordefinierte Aktion innerhalb eines vordefinierten Zeitintervalls erfolgen
müssen.
[0039] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
- Figur 1:
- ein Blockschaltbild eines erfindungsgemässen Sicherheitssystems für einen Aufzug.
[0040] Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild eines erfindungsgemässen Sicherheitssystems 1 für
einen Aufzug 2. Das Sicherheitssystem 1 enthält eine Sicherheitssteuereinheit 3 zum
Überwachen des Aufzugs 2 sowie einen Datenbus 5 mit vier Busknoten 6. Zudem ist eine
Aufzugssteuereinheit 4 zum Steuern des Aufzugs 2 vorgesehen. Insbesondere können von
der Aufzugssteuereinheit 4 die Position und die Geschwindigkeit einer hier nicht dargestellten
Aufzugskabine oder das Öffnung und Schliessen der Türen dieser Aufzugskabine gesteuert
werden. Die Sicherheitssteuereinheit 3 kann über den Datenbus 5 Daten von den Busknoten
6 empfangen. Das Sicherheitssystem 1 weist ferner ein elektronisches Schloss 7 auf,
welches mit einem der Busknoten 6 verbunden ist. Das elektronische Schloss 7 enthält
ein RFID-Lesegerät 9. Es ist mit einem elektronischen Schlüssel 8 verbindbar oder
verbunden, welcher einen RFID-Tag 10 enthält, der mittels des RFID-Lesegeräts 9 auslesbar
ist.
[0041] Die Sicherheitssteuereinheit 3 ist derart programmiert, dass sie bei nicht bestehender
Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel 7 und dem elektronischen Schloss
8 nur in einem Wartungsmodus betreibbar ist. In diesem Wartungsmodus kann der Aufzug
2 inspiziert werden. Beispielsweise können in diesem Wartungsmodus Türen der Aufzugskabine
auch dann geöffnet werden und/oder geöffnet bleiben, wenn sich die Aufzugskabine nicht
auf der Höhe eines Stockwerks befindet, ohne dass ein Alarm ausgegeben wird.
[0042] Nur nach dem Wiederherstellen der Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel
7 und dem elektronischen Schloss 8 steht mindestens ein vom Wartungsmodus abweichender
Betriebsmodus zur Verfügung, insbesondere ein Normalbetriebsmodus. Dies verhindert
effektiv das Aktivieren des Normalbetriebsmodus durch Unbefugte, welche keinen Zugang
zu dem elektronischen Schlüssel 7 haben.
[0043] Mit einem der Busknoten 6 ist ein Sensor 11 verbunden, der über den Datenbus 5 Sensordaten
an die Sicherheitssteuereinheit 3 senden kann. Die Sensordaten charakterisieren einen
Zustand des Aufzugs, beispielsweise seine Position oder seine Geschwindigkeit. Zu
diesem Zweck kann der Sensor 11 beispielsweise als Positionssensor bzw. Geschwindigkeitssensor
ausgebildet sein.
1. Sicherheitssystem (1) für einen Aufzug (2), enthaltend mindestens eine Steuereinheit,
welche in mindestens zwei verschiedenen Betriebsmodi betreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitssystem (1) mindestens ein elektronisches Schloss (7) aufweist, welches
mit der Steuereinheit verbunden ist und mit mindestens einem elektronischen Schlüssel
(8) verbindbar oder verbunden ist, wobei die Steuereinheit derart programmiert ist,
dass sie
- bei bestehender Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel (7) und dem elektronischen
Schloss (8) nur in einem Betriebsmodus einer ersten Teilmenge der Betriebsmodi betreibbar
ist und
- bei nicht bestehender Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel (7) und dem
elektronischen Schloss (8) nur in einem Betriebsmodus einer zweiten Teilmenge der
Betriebsmodi betreibbar ist,
wobei ein Wartungsmodus nur in der zweiten Teilmenge der Betriebsmodi verfügbar ist.
2. Sicherheitssystem (1) gemäss Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit enthält:
- mindestens eine Sicherheitssteuereinheit (3), welche in den mindestens zwei verschiedenen
Betriebsmodi betreibbar ist,
- mindestens eine Aufzugssteuereinheit (4) zum Steuern des Aufzugs (2).
3. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
es mindestens einen Datenbus (5) mit mehreren Busknoten (6) enthält, wobei die Steuereinheit,
insbesondere die Sicherheitssteuereinheit (3), über den Datenbus (5) Daten von den
Busknoten (6) empfangen kann und das elektronische Schloss (7) mit einem der Busknoten
(6) verbunden ist.
4. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elektronische Schloss (7) in, auf, an oder unter einer Aufzugskabine, in oder
an einer Wand oder einem Kopf eines Aufzugsschachts oder in einem Maschinenraum angeordnet
ist, insbesondere ausserhalb einer Aufzugskabine.
5. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit (3), derart programmiert
ist, dass sie nur nach dem Herstellen der Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel
(7) und dem elektronischen Schloss (8) und zeitlich koordinierter Durchführung mindestens
einer weiteren vordefinierten Aktion in einem Betriebsmodus der ersten Teilmenge der
Betriebsmodi betreibbar ist.
6. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit (3), derart programmiert
ist, dass sie nur nach dem Trennen der Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel
(7) und dem elektronischen Schloss (8) und zeitlich koordinierter Durchführung mindestens
einer weiteren vordefinierten Aktion in einem Betriebsmodus der zweiten Teilmenge
der Betriebsmodi betreibbar ist.
7. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der Ansprüche 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die weitere vordefinierte Aktion das Betätigen eines Reset-Knopfes oder das Berühren
eines berührungsempfindlichen Bildschirms ist.
8. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit (3), derart programmiert
ist, dass sie nur nach dem Herstellen der Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel
(7) und dem elektronischen Schloss (8) und bei zeitlich koordiniertem Vorliegen einer
vordefinierten Bedingung in einem Betriebsmodus der ersten Teilmenge der Betriebsmodi
betreibbar ist.
9. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit (3), derart programmiert
ist, dass sie nur nach Trennung der Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel
(7) und dem elektronischen Schloss (8) und bei zeitlich koordiniertem Vorliegen einer
vordefinierten Bedingung in einem Betriebsmodus der zweiten Teilmenge der Betriebsmodi
betreibbar ist.
10. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Betriebsmodi, in denen die Steuereinheit, insbesondere die Sicherheitssteuereinheit
(3), betreibbar ist, mindestens einen Betriebsmodus umfassen, der ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus mindestens einem Normalbetriebsmodus, mindestens einem Wartungsmodus,
und mindestens einem Konfigurationsmodus.
11. Sicherheitssystem (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit der Steuereinheit ein Sensor (11) verbunden ist, der Sensordaten an die Steuereinheit,
insbesondere die Sicherheitssteuereinheit (3), senden kann, die einen Zustand des
Aufzugs (2) charakterisieren, wobei der Sensor (11) insbesondere ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus: Positionssensoren, Geschwindigkeitssensoren, Endschaltern
für die Detektion der obersten und untersten erlaubten Position der Aufzugskabine,
Sensoren für eine während einer Wartung temporär installierte Balustrade und Sensoren
für während einer Wartung temporär installierte Bolzen zur Begrenzung der Bewegung
der Aufzugskabine.
12. Aufzugsanlage, enthaltend mindestens einen Aufzug (2) und mindestens ein Sicherheitssystem
(1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche.
13. Verfahren zum Betreiben eines Sicherheitssystems (1) gemäss einem der vorangehenden
Ansprüche, enthaltend einen ersten Schritt, in dem eine Verbindung zwischen dem elektronischen
Schlüssel (7) und dem elektronischen Schloss (8) zumindest zeitweise hergestellt oder
getrennt wird.
14. Verfahren gemäss Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem zweiten Schritt die Verbindung zwischen dem elektronischen Schlüssel (7)
und dem elektronischen Schloss (8) wieder getrennt oder wieder hergestellt wird.
15. Verfahren gemäss Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
zeitlich koordiniert zum ersten oder zweiten Schritt mindestens eine weitere vordefinierte
Aktion durchgeführt wird, insbesondere ein Reset-Knopf (11) betätigt wird oder ein
berührungsempfindlicher Bildschirm berührt wird.
1. Safety system (1) for an elevator (2), containing at least one control unit which
can be operated in at least two different operating modes,
characterized in that the safety system (1) has at least one electronic lock (7) which is connected to
the control unit and can be or is connected to at least one electronic key (8), the
control unit being programmed in such a way that,
- when there is a connection between the electronic key (7) and the electronic lock
(8), the control unit can only be operated in an operating mode of a first subset
of the operating modes and
- when there is no connection between the electronic key (7) and the electronic lock
(8), the control unit can only be operated in an operating mode of a second subset
of the operating modes,
a maintenance mode only being available in the second subset of the operating modes.
2. Safety system (1) according to claim 1,
characterized in that the control unit contains:
- at least one safety control unit (3) which can be operated in the at least two different
operating modes,
- at least one elevator control unit (4) for controlling the elevator (2).
3. Safety system (1) according to either of the preceding claims, characterized in that it contains at least one data bus (5) having a plurality of bus nodes (6), the control
unit, in particular the safety control unit (3), being able to receive data from the
bus nodes (6) via the data bus (5), and the electronic lock (7) being connected to
one of the bus nodes (6).
4. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the electronic lock (7) is arranged in, upon, on or under an elevator car, in or
on a wall or a top of an elevator shaft or in a machine room, in particular outside
an elevator car.
5. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the control unit, in particular the safety control unit (3), is programmed in such
a way that it can be operated in an operating mode of the first subset of the operating
modes only after the connection between the electronic key (7) and the electronic
lock (8) has been established and at least one further predefined action has been
carried out in a temporally coordinated manner.
6. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the control unit, in particular the safety control unit (3), is programmed in such
a way that it can be operated in an operating mode of the second subset of the operating
modes only after the connection between the electronic key (7) and the electronic
lock (8) has been disconnected and at least one further predefined action has been
carried out in a temporally coordinated manner.
7. Safety system (1) according to either claim 5 or claim 6, characterized in that the further predefined action is the actuation of a reset button or the touching
of a touch-sensitive screen.
8. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the control unit, in particular the safety control unit (3), is programmed in such
a way that it can be operated in an operating mode of the first subset of the operating
modes only after the connection between the electronic key (7) and the electronic
lock (8) has been established and when a predefined condition is present in a temporally
coordinated manner.
9. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the control unit, in particular the safety control unit (3), is programmed in such
a way that it can be operated in an operating mode of the second subset of the operating
modes only after the connection between the electronic key (7) and the electronic
lock (8) has been disconnected and when a predefined condition is present in a temporally
coordinated manner.
10. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the operating modes in which the control unit, in particular the safety control unit
(3), can be operated comprise at least one operating mode selected from the group
consisting of at least one normal operating mode, at least one maintenance mode and
at least one configuration mode.
11. Safety system (1) according to any of the preceding claims, characterized in that a sensor (11) is connected to the control unit, which sensor can transmit sensor
data to the control unit, in particular to the safety control unit (3), which data
characterize a state of the elevator (2), the sensor (11) in particular being selected
from the group consisting of: position sensors, speed sensors, limit switches for
detecting the uppermost and lowest permitted position of the elevator car, sensors
for a balustrade which is temporarily installed during maintenance, and sensors for
bolts which are temporarily installed during maintenance for limiting the movement
of the elevator car.
12. Elevator system comprising at least one elevator (2) and at least one safety system
(1) according to any of the preceding claims.
13. Method for operating a safety system (1) according to any of the preceding claims,
comprising a first step in which a connection between the electronic key (7) and the
electronic lock (8) is established or disconnected at least temporarily.
14. Method according to claim 13, characterized in that, in a second step, the connection between the electronic key (7) and the electronic
lock (8) is disconnected again or re-established.
15. Method according to claim 14, characterized in that at least one further predefined action is carried out, in particular a reset button
(11) is actuated or a touch-sensitive screen is touched, in a temporally coordinated
manner with respect to the first or second step.
1. Système de sécurité (1) pour un ascenseur (2), comportant au moins une unité de commande
qui peut fonctionner dans au moins deux modes de fonctionnement différents,
caractérisé
en ce que le système de sécurité (1) comporte au moins une serrure (7) électronique qui est
reliée à l'unité de commande et qui peut être reliée ou est reliée à au moins une
clé (8) électronique, l'unité de commande étant programmée de telle sorte qu'elle
- ne peut fonctionner que dans un mode de fonctionnement d'un premier sous-ensemble
de modes de fonctionnement lorsque la clé (7) électronique est reliée à la serrure
(8) électronique, et
- ne peut fonctionner que dans un mode de fonctionnement d'un second sous-ensemble
de modes de fonctionnement lorsque la clé (7) électronique n'est pas reliée à la serrure
(8) électronique,
un mode de maintenance n'étant disponible que dans le second sous-ensemble de modes
de fonctionnement.
2. Système de sécurité (1) selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'unité de commande comprend :
- au moins une unité de commande de sécurité (3) qui peut fonctionner dans les au
moins deux modes de fonctionnement différents,
- au moins une unité de commande d'ascenseur (4) destinée à commander l'ascenseur
(2).
3. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce qu'il comprend au moins un bus de données (5) comportant plusieurs nœuds de bus (6),
l'unité de commande, notamment l'unité de commande de sécurité (3), pouvant recevoir
des données provenant des nœuds de bus (6) par l'intermédiaire du bus de données (5),
et la serrure (7) électronique étant reliée à l'un des nœuds de bus (6).
4. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la serrure (7) électronique est disposée dans, sur, sous ou au niveau d'une cabine
d'ascenseur, dans ou au niveau d'une paroi ou d'une tête de cage d'ascenseur ou dans
un local des machines, notamment à l'extérieur d'une cabine d'ascenseur.
5. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'unité de commande, notamment l'unité de commande de sécurité (3), est programmée
de telle sorte qu'elle ne peut fonctionner dans un mode de fonctionnement du premier
sous-ensemble de modes de fonctionnement qu'après l'établissement de la liaison entre
la clé (7) électronique et la serrure (8) électronique et après l'exécution coordonnée
dans le temps d'au moins une action supplémentaire prédéfinie.
6. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'unité de commande, notamment l'unité de commande de sécurité (3), est programmée
de telle sorte qu'elle ne peut fonctionner dans un mode de fonctionnement du second
sous-ensemble de modes de fonctionnement qu'après la coupure de la liaison entre la
clé (7) électronique et la serrure (8) électronique et après l'exécution coordonnée
dans le temps d'au moins une action supplémentaire prédéfinie.
7. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications 5 et 6,
caractérisé
en ce que l'action supplémentaire prédéfinie est l'actionnement d'un bouton de réinitialisation
ou le toucher d'un écran tactile.
8. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'unité de commande, notamment l'unité de commande de sécurité (3), est programmée
de telle sorte qu'elle ne peut fonctionner dans un mode de fonctionnement du premier
sous-ensemble de modes de fonctionnement qu'après l'établissement de la liaison entre
la clé (7) électronique et la serrure (8) électronique et en cas de présence coordonnée
dans le temps d'une condition prédéfinie.
9. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'unité de commande, notamment l'unité de commande de sécurité (3), est programmée
de telle sorte qu'elle ne peut fonctionner dans un mode de fonctionnement du second
sous-ensemble de modes de fonctionnement qu'après la coupure de la liaison entre la
clé (7) électronique et la serrure (8) électronique et en cas de présence coordonnée
dans le temps d'une condition prédéfinie.
10. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que les modes de fonctionnement dans lesquels peut fonctionner l'unité de commande, notamment
l'unité de commande de sécurité (3), comprennent au moins un mode de fonctionnement
choisi dans le groupe constitué d'au moins un mode de fonctionnement normal, au moins
un mode de maintenance et au moins un mode de configuration.
11. Système de sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce qu'un capteur (11) est relié à l'unité de commande, lequel capteur peut envoyer des données
de capteur à l'unité de commande, notamment à l'unité de commande de sécurité (3),
lesdites données de capteur caractérisant un état de l'ascenseur (2), le capteur (11)
étant notamment choisi dans le groupe constitué de : capteurs de position, capteurs
de vitesse, interrupteurs de fin de course pour la détection de la position la plus
haute et la plus basse autorisée de la cabine d'ascenseur, capteurs pour une balustrade
installée temporairement lors d'une maintenance et capteurs pour des boulons installés
temporairement lors d'une surtension pour limiter le mouvement de la cabine d'ascenseur.
12. Système d'ascenseur, comprenant au moins un ascenseur (2) et au moins un système de
sécurité (1) selon l'une des revendications précédentes.
13. Procédé permettant de faire fonctionner un système de sécurité (1) selon l'une des
revendications précédentes, comprenant une première étape dans laquelle une liaison
entre la clé (7) électronique et la serrure (8) électronique est établie ou coupée
au moins temporairement.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé
en ce que, dans une seconde étape, la liaison entre la clé (7) électronique et la serrure (8)
électronique est à nouveau coupée ou est rétablie.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé
en ce qu'au moins une action supplémentaire prédéfinie est exécutée de manière coordonnée dans
le temps à la première ou à la seconde étape, notamment l'actionnement d'un bouton
de réinitialisation (11) ou le toucher d'un écran tactile.

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