| (19) |
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(11) |
EP 3 060 725 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.12.2021 Patentblatt 2021/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.10.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/072275 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/058800 (30.04.2015 Gazette 2015/17) |
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DURCHBRUCHHEMMENDER VERBUND SOWIE STÄNDERWAND-, DACH- ODER DECKENKONSTRUKTION
BREAKAGE-RESISTANT COMPOSITE MATERIAL AND STUD WALL, ROOF OR CEILING STRUCTURE
COMPOSITE ANTI-EFFRACTION ET STRUCTURE DE MUR PORTEUR, DE TOIT OU DE PLAFOND
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2016 Patentblatt 2016/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Knauf Gips KG |
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97346 Iphofen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HERFURTH, Dominik
97346 Iphofen (DE)
- VIEBAHN, Michael
97346 Iphofen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zech, Stefan Markus |
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Meissner Bolte Patentanwälte
Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Postfach 86 06 24 81633 München 81633 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-95/30810 DE-U1- 9 316 000 FR-A1- 2 757 890
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DE-A1-102008 045 560 DE-U1- 29 622 165
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen durchbruchhemmenden Verbund nach Anspruch 1, eine Ständerwand-,
Dach- oder Deckenkonstruktion nach Anspruch 12 sowie eine Verwendung eines durchbruchhemmenden
Verbundes und/oder einer Ständerwand-, Dach- oder Deckenkonstruktion nach Anspruch
14. Ein durchbruchhemmender Verbund ist beispielsweise aus der
DE 10 2008 045 560 A1 bekannt. Ein durchbruchhemmender Verbund zur Beplankung einer Ständerwand, Dach-
oder Deckenkonstruktion kann insbesondere dort sinnvoll sein, wo einzelne Teile eines
Raums oder ein gesamter Raum dahingehend abgesichert werden soll, dass ein Ein- bzw.
Ausbruch einer oder mehrerer Personen in oder aus dem Raum heraus nach Möglichkeit
verhindert, jedenfalls gehemmt werden soll. Ein derartiger durchbruchhemmender Verbund
kann insbesondere zur Aufteilung von Zellen in Vollzugsanstalten, aber auch beim Innenausbau
anderer Gebäude (wie beispielsweise einer Bank) zweckmäßig erscheinen, um einen vorsätzlichen
Durchbruch einer oder mehrerer Personen nach Möglichkeit zu verhindern bzw. zu hemmen.
[0002] Die
DE 10 2008 045 560 A1 schlägt eine Ausbildung eines Verbundes aus mehreren Schichten vor, die über Verbundmittel
miteinander verbunden sind. Konkret ist im Bereich zwischen den Montagepunkten zueinander
beabstandet eine Mehrzahl erster Verbundmittel, insbesondere Schrauben, vorgesehen,
die zwischen einer ersten Nicht-Metall-Lage und einer zweiten Metall-Lage zur Ausbildung
eines ersten Unterverbundes wirksam und von einer außenliegenden Nicht-Metall-Lage
oder Metall-Lage überdeckt sind. Als Alternativen für eine Verschraubung werden noch
Nägel, Nieten, Klammern oder Crimp-Elemente angesprochen. Auch eine Verklebung zwischen
zwei benachbarten Lagen wird erwähnt. Insgesamt wird als problematisch empfunden,
dass ein Durchbruch durch den Verbund der
DE 10 2008 045 560 A1 noch vergleichsweise einfach möglich ist.
[0003] Die
DE 296 22 165 U1 offenbart einen Durchbruchhemmenden Verbund nach den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen durchbruchhemmenden Verbund vorzuschlagen,
mit dem der vorsätzliche Durchbruch einer oder mehrerer Personen weiter erschwert
wird. Weiterhin soll eine entsprechende Ständerwand-, Dach- oder Deckenkonstruktion
vorgeschlagen werden.
[0005] Diese Aufgabe wird insbesondere gelöst durch einen durchbruchhemmenden Verbund aus
mehreren aneinandergesetzten Lagen, insbesondere als Beplankung einer Ständerwand-,
Dach- oder Deckenkonstruktion, wobei der Verbund mindestens eine als kartonummantelte
Gipsplatte ausgebildete erste Gipsplatte, mindestens ein auf der ersten Gipsplatte
angeordnetes Metallblech und mindestens ein auf dem Metallblech angeordnete, als Gipsfaserplatte
ausgebildete zweite Gipsplatte umfasst. Hier und im Folgenden soll der Begriff "Gipsplatte"
als Oberbegriff für "kartonummantelte Gipsplatte" und "Gipsfaserplatte" verwendet
werden.
[0006] Eine Kernüberlegung der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Aufbau vorzuschlagen
mit einer kartonummantelte Gipsplatte, einem Metallblech und einer Gipsfaserplatte.
Dabei stellt die Gipsfaserplatte eine erste (nur schwer zu nehmende) Hürde für die
ein- bzw. ausbrechende Person dar. Diese erste Hürde kann besonders effektiv mit dem
Metallblech verbunden werden. Das Metallblech stellt eine zweite Hürde dar. Sollte
die ein- bzw. ausbrechende Person auch diese Hürde noch nehmen, wäre immer noch die
kartonummantelte Gipsplatte zu durchbrechen. Durch die spezielle Anordnung Gipsfaserplatte-Metallblechkartonummantelte
Gipsplatte wird dabei ein vergleichsweise leichter Verbund realisiert, der besonders
schwer zu durchbrechen ist. Dabei wirkt die Gipsfaserplatte als (im Vergleich zur
kartonummantelten Gipsplatte) schwere Schutzplatte, die durch Verbund mit dem Metallblech
und die kartonummantelte Gipsplatte besonders schwer durchdrungen werden kann.
[0007] Vorzugsweise sind Metallblech und zweite Gipsplatte miteinander verklebt. Die Verklebung
kann insbesondere vollflächig erfolgen. Es ist jedoch alternativ denkbar, dass eine
punktförmige oder streifenförmige Verklebung realisiert wird. In jedem Fall wird durch
die Verklebung ein äußerst stabiler Verbund erreicht, wobei gleichzeitig das Metallblech
als haftvermittelnde Lage ausgenutzt wird. Es ist denkbar (alternativ oder zusätzlich),
die erste Gipsplatte mit dem Metallblech zu verkleben (vollflächig oder nur abschnittsweise,
wie punktuell oder streifenförmig). Die erste Gipsplatte kann jedoch auch über andere
Verbindungsmittel (z.B. Schrauben, Nägel und/oder Nieten) mit der Metallplatte verbunden
sein. Gemäß einer Weiterbildung sind mindestens zwei zweite (nebeneinander angeordnete)
Gipsplatten vorgesehen. Vorzugsweise sind die mindestens zwei zweiten Gipsplatten
miteinander an ihren benachbarten Randflächen verklebt. Dadurch wird die Stabilität
des Verbundes weiter verbessert. Insgesamt kann ein nur schwer durchdringbares Verbundsystem
realisiert werden.
[0008] Gemäß einer Weiterbildung sind mindestens zwei nebeneinander angeordnete, auf dem
Metallblech angeordnete, zweite Gipsplatten vorgesehen, wobei die mindestens zwei
nebeneinander angeordneten, zweiten Gipsplatten auf das Metallblech aufgeklebt sind
und an ihren benachbarten Kantenflächen miteinander verklebt sind. Durch die Verklebung
der zweiten Gipsplatten mit der Metallplatte einerseits und mit einer jeweils benachbarten
zweiten Gipsplatte andererseits wird ein äußerst stabiler Verbund erreicht, der praktisch
keine Ansatzpunkte für einen Durchbruch aufweist.
[0009] In einer konkreten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass mindestens zwei erste
oder zweite Gipsplatten zwischen sich eine Trennfuge ausbilden und mindestens eine
zweite Gipsplatte sich über die Trennfuge erstreckt. Alternativ oder zusätzlich kann
vorgesehen sein, dass mindestens zwei erste oder zweite Gipsplatten zwischen sich
eine Trennfuge ausbilden und mindestens eine erste Gipsplatte sich über die Trennfuge
erstreckt. Ein allgemeiner Gedanke besteht also darin, dass ggf. vorhandene Trennfugen
versetzt angeordnet werden. Dadurch wird eine Durchbrechung des Gesamt-Verbundes weiter
erschwert, beispielsweise wenn die ein- oder ausbrechende Person ein Werkzeug an der
Trennfuge erfolgreich ansetzt.
[0010] Die mindestens eine erste Gipsplatte kann einen imprägnierten Gipskern aufwiesen.
Weiterhin (alternativ oder zusätzlich) kann die mindestens eine erste Gipsplatte eine
Dichte (Rohdichte) von ≥ 500 kg/m
3, insbesondere ≥ 1.000 kg/m
3 aufweisen. Höchstgrenzen können (alternativ oder zusätzlich) 2.000 kg/m
3, insbesondere 1.500 kg/m
3 sein. Die Dicke ist (alternativ oder zusätzlich) vorzugsweise ≥ 5 mm, weiter vorzugsweise
≥ 10 mm, noch weiter vorzugsweise (etwa) gleich 12,5 mm und/oder ≤ 40 mm, vorzugsweise
≤ 30 mm, noch weiter vorzugsweise ≤ 20 mm. Die mindestens eine zweite Gipsplatte kann
eine Dichte (Rohdichte) von vorzugsweise ≥ 800 kg/m
3, weiter vorzugsweise 1.500 kg/m
3 aufweisen. Eine Höchstgrenze kann beispielsweise ≤ 3.000 kg/m
3, weiter vorzugsweise ≤ 2.000 kg/m
3 betragen. Die Dicke der zweiten Gipsplatte kann vorzugsweise ≥ 20 mm, noch weiter
vorzugsweise ≥ 28 mm betragen und/oder ≤ 50 mm, vorzugsweise ≤ 40 mm betragen.
[0011] Eine Dichte (Rohdichte) der mindestens einen zweiten Gipsplatte ist vorzugsweise
höher als eine Dichte (Rohdichte) der mindestens einen ersten Gipsplatte. Die Dichte
(Rohdichte) der mindestens einen zweiten Gipsplatte kann beispielsweise mindestens
1,2-, vorzugsweise mindestens 1,5-, noch weiter vorzugsweise mindestens 1,8-mal so
groß sein, wie die Dichte der mindestens einen ersten Gipsplatte. Die Dicke der mindestens
einen zweiten Gipsplatte kann größer sein als die Dicke der mindestens einen ersten
Gipsplatte. Insbesondere kann die Dicke der mindestens einen zweiten Gipsplatte mindestens
1,2-mal, vorzugsweise mindestens 1,5-mal, noch weiter vorzugsweise mindestens 2-mal
so groß sein wie eine Dicke der mindestens einen ersten Gipsplatte. Durch eine derartige
Dimensionierung der ersten bzw. zweiten Gipsplatten wird erreicht, dass die zweite
Gipsplatte als (vergleichsweise schwere) Schutzplatte wirkt, die durch die per se
schon schwer durchdringbare Metallschicht sowie die kartonummantelte Gipsplatte weiter
abgestützt wird. Ein Durchbruch wird dadurch einerseits erschwert. Andererseits ist
der Gesamtverbund jedoch (den Anwendungszweck berücksichtigend) vergleichsweise leicht.
[0012] Das Metallblech kann ein (insbesondere verzinktes) Stahlblech sein. Alternativ oder
zusätzlich kann das Metallblech eine Dicke von ≥ 0,3 mm, vorzugsweise ≥ 0,5 mm und/oder
≤ 1 mm, vorzugsweise ≤ 0,8 mm aufweisen. Vorzugsweise ist das Metallblech dünner als
die mindestens eine erste Gipsplatte und/oder die mindestens zweite Gipsplatte. Weiter
vorzugsweise ist das Metallblech mindestens um den Faktor 4, weiter vorzugsweise mindestens
10, noch weiter vorzugsweise mindestens 25, dünner als die erste Gipsplatte und/oder
die zweite Gipsplatte. Es wird also ganz bewusst ein vergleichsweise dünnes Metallblech
vorgeschlagen. Die stabilisierenden Eigenschaften eines derartigen dünnen Metallblechs
und insbesondere seine Eigenschaft als Haftgrund für die mindestens eine zweite Gipsplatte
zu fungieren werden dabei auf synergistische Weise ausgenutzt, ohne dass sich das
Gesamtgewicht erheblich erhöht.
[0013] Bei dem Kleber zum Verkleben von mindestens einer zweiten Gipsplatte mit dem mindestens
einen Metallblech kann es sich um einen elastischen Kleber (insbesondere einen elastischen
Fliesenkleber) handeln. Dadurch wird ein zuverlässig haltender und schwer durchdringbarer
Verbund geschaffen. Alternativ und zusätzlich kann ein Kleber zum Verkleben benachbarter
Kontaktflächen zweier zweiter Gipsplatten ein Fugenkleber sein, insbesondere auf Basis
von Polyurethan. Mit einem derartigen Fugenkleber können die zweiten Gipsplatten besonders
stabil aneinander befestigt werden, so dass insgesamt ein beinahe monolithischer GesamtVerbund
erreicht wird.
[0014] Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Ständerwand-, Dach- oder
Deckenkonstruktion umfassend mindestens eine Trageeinrichtung (Unterkonstruktion),
insbesondere mindestens ein Profilelement (wie beispielsweise ein U-, C- oder M-Profil),
wobei mindestens ein durchbruchhemmender Verbund nach einem der vorhergehenden Ansprüche
auf einer ersten Seite der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) angeordnet ist, wobei
die mindestens eine erste Gipsplatte des durchbruchhemmenden Verbundes der Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) zugewandt ist. Durch eine derartige Konstruktion bzw. einen derartigen
Aufbau wird ein besonders zuverlässiger Schutz der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
gewährleistet. Die zweite Gipsplatte wirkt hierbei als Schutzplatte, die durch weitere,
schwer zu durchbrechende Schichten abgestützt wird. Insgesamt wird ein hoher Grad
an Einbruchs- bzw. Ausbruchssicherheit erreicht.
[0015] Vorzugsweise ist mindestens ein weiterer durchbruchhemmender Verbund der vorbeschriebenen
Art auf einer zweiten Seite der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) angeordnet, wobei
(vorzugsweise) mindestens eine erste Gipsplatte des mindestens einen weiteren durchbruchhemmenden
Verbunds der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) zugewandt ist. Insgesamt wird ein
Sandwich realisiert, bei dem die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) zwischen zwei
durchbruchhemmenden Verbunden (der oben beschriebenen Art) angeordnet ist. Ein derartiges
Sandwich ist nur schwer zu durchdringen.
[0016] Erfindungsgemäß wird zur Lösung der oben genannten Aufgabe eine Verwendung eines
durchbruchhemmenden Verbundes der oben beschriebenen Art und/oder einer Ständerwand-,
Dach- oder Deckenkonstruktion der oben beschriebenen Art vorgeschlagen, für eine bzw.
als eine Sicherung gegen den Einbruch und/oder Ausbruch einer Person.
[0017] Insgesamt wird durch die vorliegende Erfindung ein äußerst zuverlässiger einbruchhemmender
Wandaufbau ermöglicht. In einem Zertifizierungsprozess wurde der einbruchhemmende
Wandaufbau in Klasse B gemäß VdS 2534 eingeordnet. Damit wurde erstmals mit einer
einbruchhemmenden Trockenbauwand diese Klassifizierung erreicht. Gleichzeitig wurde
die Beschussklasse FB4 NS gemäß DIN EN 1522 erreicht. Dies alles wurde durch einen
mechanisch sehr widerstandsfähigen Verbund mit einem (den Anwendungszweck berücksichtigend)
vergleichsweise leichten und kostengünstigen Aufbau realisiert.
[0018] Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0019] Nachfolgend wir die Erfindung noch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
von Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert
werden. Hierbei zeigen:
- Figur 1
- einen ersten Ausschnitt eines Horizontalschnitts eines Wandaufbaus mit dem erfindungsgemäßen
durchbruchhemmenden Verbund;
- Figur 2
- einen zweiten Ausschnitt eines Horizontalschnitts eines Wandaufbaus mit dem erfindungsgemäßen
Verbund;
- Figur 3
- einen dritten Ausschnitt eines Horizontalschnitts eines Wandaufbaus mit dem erfindungsgemäßen
Verbund;
- Figur 4
- einen vierten Ausschnitt eines Horizontalschnitts eines Wandaufbaus mit dem erfindungsgemäßen
Verbund; und
- Figur 5
- drei Abschnitte eines vertikalen Schnitts eines Wandaufbaus mit dem erfindungsgemäßen
Verbund.
[0020] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Elemente
dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0021] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt eines Horizontalschnitts eines Wandaufbaus mit einem
ersten durchbruchhemmenden Verbund 10 und einem zweiten durchbruchhemmenden Verbund
11. Die durchbruchhemmenden Verbünde 10, 11 sind jeweils an einer Seite einer Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 12 angeordnet. Die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 umfasst
erste (U-förmige) Profilelemente 13 sowie zweite (U-förmige) Profilelemente 14. Erste
Profilelemente 13 und zweite Profilelemente 14 sind zueinander senkrecht angeordnet.
Der erste durchbruchhemmende Verbund ist auf einer ersten (in Fig. 1 oberen) Seite
15 angeordnet. Der zweite durchbruchhemmende Verbund 11 ist auf einer zweiten (in
Fig. 1 unteren) Seite 16 der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 angeordnet. Jeweils
der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 zugewandt sind eine (oder mehrere) erste
Gipsplatten 17. Auf den Gipsplatten 17 sind jeweils eine (oder mehrere) Metallbleche
18 angeordnet. Auf den Metallblechen 18 sind zweite Gipsplatten 19 angeordnet. Die
zweiten Gipsplatten 19 weisen von der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 weg
(und sind somit außenseitig angeordnet).
[0022] Die ersten Gipsplatten 17 sind als kartonummantelte Gipsplatten ausgebildet. Die
zweiten Gipsplatten 19 sind als Gipsfaserplatten ausgebildet. Zwischen den zweiten
Gipsplatten 19 des ersten durchbruchhemmenden Verbundes 10 und den Gipsplatten 19
des zweiten durchbruchhemmenden Verbundes 11 sind jeweils Fugen 20 ausgebildet. Sowohl
die ersten Gipsplatten 17 des ersten durchbruchhemmenden Verbundes 10 als auch die
ersten Gipsplatten 17 des zweiten durchbruchhemmenden Verbundes 11 als auch die zweiten
Gipsplatten 19 des zweiten durchbruchhemmenden Verbundes erstrecken sich über die
Fugen der zweiten Gipsplatten 19 des ersten durchbruchhemmenden Verbundes (und umgekehrt).
[0023] Die ersten Gipsplatten 17 sind über Befestigungsmittel (Verbindungsmittel) 21 (z.B.
Schrauben) an die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 befestigt. Diese Befestigungsmittel
(Schrauben) durchdringen dabei nur die ersten Gipsplatten 17 und die Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 12 (bzw. deren erste Profilelemente 13). Weitere Befestigungsmittel
22 (Schrauben) durchdringen das Metallblech 18 sowie die jeweils zugeordnete erste
Gipsplatte 17 und die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 (bzw. deren erste Profilelemente
13). Durch die Befestigungsmittel 22 werden daher sowohl das Metallblech 18 als auch
die ersten Gipsplatten 17 an der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 befestigt.
Gleichzeitig überdeckt das Metallblech 18 die Befestigungsmittel 21. Dadurch wird
ein Einbruch weiter erschwert.
[0024] Sowohl die Befestigungsmittel 21 als auch die Befestigungsmittel 22 werden durch
(jeweils eine, ggf. mehrere) zweite Gipsplatten 19 überdeckt. Die zweiten Gipsplatten
19 sind (z.B. über einen elastischen Fliesenkleber) auf das jeweilige Metallblech
18 aufgeklebt. Die Fugen 20 sind über einen Polyurethan-Kleber verklebt. Somit sind
Kantenflächen 23 der zweiten Gipsplatten 19 miteinander verklebt.
[0025] Figur 2 zeigt einen zweiten Ausschnitt eines horizontalen Schnitt eines Wandaufbaus
mit erfindungsgemäßen durchbruchhemmenden Verbünden. Mit der in Figur 2 dargestellten
Konstruktion kann beispielsweise eine Ecke zwischen zwei Wänden realisiert werden.
Insgesamt sind vier durchbruchhemmende Verbünde, nämlich ein erster durchbruchhemmender
Verbund 210, ein zweiter durchbruchhemmender Verbund 211, ein dritter durchbruchhemmender
Verbund 212 und ein vierter durchbruchhemmender Verbund 213 vorgesehen. Die durchbruchhemmenden
Verbünde 210, 211, 212 und 213 umfassen jeweils (mindestens) eine erste Gipsplatte
17, (mindestens) ein Metallblech 18 sowie (mindestens) eine zweite Gipsplatte 19.
[0026] Erster und zweiter durchbruchhemmender Verbund 210, 211 überdecken die Seiten einer
ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 214. Zweiter und dritter durchbruchhemmender
Verbund 212, 213 überdecken die Seiten einer zweiten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
215. Die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)en 214, 215 sind wie die Trageeinrichtungen
(Unterkonstruktionen) 12 in Figur 1 aufgebaut.
[0027] Der erste durchbruchhemmende Verbund 210 überdeckt eine Stirnfläche des dritten und
vierten durchbruchhemmenden Verbundes 212, 213 sowie der zweiten Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 215. Konkret überdeckt eine zweite Gipsplatte 19 des ersten durchbruchhemmenden
Verbundes 210 Stirnflächen der ersten und zweiten Gipsplatten 17, 19 der Metallbleche
18 des dritten und vierten durchbruchhemmenden Verbundes 212, 213 sowie die zwischen
diesen angeordnete zweite Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 215. Das Metallblech
18 sowie eine erste Gipsplatte 17 des ersten durchbruchhemmenden Verbundes 210 überdeckt
die Stirnkanten der Gipsplatten 17, 19 des vierten durchbruchhemmenden Verbundes 213
sowie eine Stirnkante der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 215 sowie eine Stirnkante
der ersten Gipsplatte 17 des durchbruchhemmenden Verbundes 212, jedoch nicht eine
Stirnkante des Metallblechs 18 sowie der zweiten Gipsplatte 19 des dritten durchbruchhemmenden
Verbundes 212. Dadurch bilden die zweite Gipsplatte 19 und die erste Gipsplatte 17
des ersten durchbruchhemmenden Verbundes 210 eine stufenartige Konfiguration aus,
die besonders schwer von einem Ein- bzw. Ausbrecher durchbrochen werden kann. Ein
erstes Profilelement 13 der ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 214 ist über
eine Befestigungsmittel 24 mit einem ersten Profilelement 13 der zweiten Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 215 verbunden (verschraubt). Die Befestigungsmittel 24 (Schraube)
durchdringt das erste Profilelement 13 der ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
214, die zweite Gipsplatte 19 des vierten durchbruchhemmenden Verbundes 213, das Metallblech
18 des vierten durchbruchhemmenden Verbundes 213, die erste Gipsplatte 17 des durchbruchhemmenden
Verbundes 213 sowie das erste Profilelement 13 der zweiten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
215. Auch dadurch wird die Stabilität und Einbruchssicherheit weiter verbessert.
[0028] Gemäß einem allgemeinen Gedanken dieser Ausführungsform (gemäß Figur 2) hat eine
jeweils zweite Gipsplatte 19 einen Überstand gegenüber dem nächsten Metallblech 18
und/oder der nächsten ersten Gipsplatte 17. Dadurch wird die Einbruchssicherheit verbessert.
[0029] In den Figuren 3 und 4 sind Ausschnitte eines Horizontalschnitts durch eine T-Verbindung
von zwei Wandsegmenten mit erfindungsgemäßen durchbruchhemmenden Verbünden dargestellt.
In der Alternative gemäß Figur 3 ist eine erste Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
315 mit einem ersten Verbund 310 und einem zweiten Verbund 311 bedeckt. Eine Stirnfläche
25 der ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 315 mit den durchbruchhemmenden
Verbünden 310, 311 grenzt an einen dritten durchbruchhemmenden Verbund 312 an und
wird von diesem überdeckt. Der erste durchbruchhemmende Verbund 310 der ersten Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 315 grenzt wiederum an Stirnflächen eines vierten durchbruchhemmenden
Verbundes 313, der eine zweite Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 316 bedeckt. Entsprechend
grenzt der zweite durchbruchhemmende Verbund 311 der ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
315 an einen fünften durchbruchhemmenden Verbund 314 einer dritten Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 317 bzw. deren Stirnflächen an. Die Einheit aus erster Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 315 und den durchbruchhemmenden Verbünden 310, 311 ist somit in
das senkrecht verlaufende Wandsegment eingetaucht, derart, dass sich eine besonders
sichere Konstruktion ergibt, die nur schwer durchbrochen werden kann.
[0030] In Figur 4 ist eine Alternative für die Realisierung einer T-Verbindung dargestellt.
Stirnflächen einer ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 414 mit zugeordneten
erstem und zweitem durchbruchhemmenden Verbund 410, 411 grenzen an einen dritten durchbruchhemmenden
Verbund 412 einer zweiten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 415 an. An einer der
ersten Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 414 abgewandten Seite der Trageeinrichtung
(Unterkonstruktion) 415 ist ein vierter durchbruchhemmender Verbund 413 vorgesehen.
Diese Alternative ist in konstruktiver Hinsicht besonders einfach und dennoch vergleichsweise
sicher.
[0031] Figur 5 zeigt Ausschnitte eines vertikalen Schnitts eines Wandaufbaus mit erfindungsgemäßen
durchbruchhemmenden Verbünden. Die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12 ist über
ein Befestigungsmittel 26 (beispielsweise umfassend eine Schraube und/oder einen Dübel)
mit einer Decke 28 verbunden. Weiterhin ist die Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
12 über ein entsprechendes Befestigungsmittel 26 mit einem Boden 29 verbunden. Im
Bereich des Befestigungsmittels 26 kann ein Trennwandkitt 27 vorgesehen sein.
[0032] Eine Fuge 20 einer zweiten Gipsplatte 19 des ersten durchbruchhemmenden Verbundes
50 wird von einer ersten Gipsplatte 17 des zweiten Verbundes 51 überdeckt. Dadurch
wird die Sicherheit des Wandaufbaus verbessert.
[0033] Der grundlegende Aufbau einer Wand bzw. eines Wandsystems gemäß den Figuren 1 bis
5 stellt sich wie folgt dar:
Ein Einfachständerwerk ist beidseitig mit einer zweilagigen Beplankung aus einer Lage
kartonummantelte Gipsplatte und einer Lage Gipsfaserplatte versehen. Zwischen der
kartonummantelte Gipsplatte und der Gipsfaserplatte ist eine Stahlblecheinlage vorgesehen.
[0034] Das Ständerwerk kann umlaufend mit angrenzenden Bauteilen verbunden sein. In einem
Wandhohlraum können Dämmstoffe (bei Schall- und Wärmeschutz-Anforderungen) eingebaut
werden. Bewegungsfugen eines Rohbaus können in der Konstruktion der Sicherheitswand
übernommen werden. Bei durchlaufenden Wänden können im Abstand von (ca.) 15 m Bewegungsfugen
erforderlich sein. Randprofile an Boden und/oder Decken und an Wänden können rückseitig
mit Trennwandkitt (mit zwei Wülsten) oder einem Dichtungsband versehen sein. Randprofile
können mit geeigneten Befestigungsmitteln an flankierenden Bauteilen befestigt werden.
[0035] Das Metallblech (Stahlblech) kann als Platten- oder Rollenware (≥ 0,5 mm dick) horizontal
oder vertikal zwischen den Gipsplatten-Lagen angeordnet werden. Vertikale Stöße können
auf Ständern angeordnet werden. Alle Stöße können ohne Überlappung versetzt angeordnet
werden. Eine Verschraubung der Stahlbleche kann mit Schnellschrauben erfolgen.
[0036] Die Gipsfaserplatten können eine Dimensionierung von 624 x 600 mm aufweisen.
[0037] Plattenstöße können versetzt angeordnet sein. Bei Türständerprofilen kann auf Plattenstöße
verzichtet werden. Bei Brandschutzanforderungen können untere Anschlussfugen mit Spachtelmaterial
verschlossen werden. Bei Schallschutzanforderungen kann beispielsweise ein Acrylat
oder ein Trennwandkitt verwendet werden.
[0038] Die kartonummantelte Gipsplatte kann eine Dicke von 12,5 mm, 15 mm, 18 mm oder 20
mm aufweisen; eine Breite von 625 mm oder 1.250 mm; eine Länge von 2.000 mm oder 2.500
mm oder 2.600 mm. Die Rohdichte kann ≥ 1.000 kg/m
3 sein.
[0039] Die Gipsfaserplatte kann eine Dicke von 28 mm, eine Breite von 600 mm und eine Länge
von 624 mm aufweisen. Eine Rohdichte kann ≥ 1.500 kg/m
3 sein.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10
- erster durchbruchhemmender Verbund
- 11
- zweiter durchbruchhemmender Verbund
- 12
- Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
- 13
- erstes Profilelement
- 14
- zweites Profilelement
- 15
- erste Seite der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12
- 16
- zweite Seite der Trageeinrichtung (Unterkonstruktion) 12
- 17
- erste Gipsplatte
- 18
- Metallblech
- 19
- zweite Gipsplatte
- 20
- Fuge
- 21
- Befestigungsmittel
- 22
- Befestigungsmittel
- 23
- Kontaktfläche
- 24
- Befestigungsmittel
- 25
- Stirnfläche
- 26
- Befestigungsmittel
- 27
- Kitt
- 28
- Decke
- 29
- Boden
- 50
- erster durchbruchhemmender Verbund
- 51
- zweiter durchbruchhemmender Verbund
- 210
- erster durchbruchhemmender Verbund
- 211
- zweiter durchbruchhemmender Verbund
- 212
- dritter durchbruchhemmender Verbund
- 213
- vierter durchbruchhemmender Verbund
- 214
- erste Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
- 215
- zweite Trageeinrichtung (Unterkonstruktion)
- 310
- erster durchbruchhemmender Verbund
- 311
- zweiter durchbruchhemmender Verbund
- 312
- dritter durchbruchhemmender Verbund
- 313
- vierter durchbruchhemmender Verbund
- 314
- fünfter durchbruchhemmender Verbund
- 315
- erste Trageinrichtung
- 316
- zweite Trageinrichtung
- 410
- erster durchbruchhemmender Verbund
- 411
- zweiter durchbruchhemmender Verbund
- 412
- dritter durchbruchhemmender Verbund
- 413
- vierter durchbruchhemmender Verbund
- 414
- erste Trageinrichtung
- 415
- zweite Trageinrichtung
1. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) aus mehreren aneinandergesetzten Lagen, insbesondere
als Beplankung einer Ständer-, Dach- oder Deckenkonstruktion,
wobei der Verbund mindestens eine erste Gipsplatte (17), mindestens ein auf der ersten
Gipsplatte angeordnetes Metallblech (18) und mindestens eine auf dem Metallblech angeordnete,
zweite Gipsplatte (19) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gipsplatte (17) als kartonummantelte Gipsplatte und die zweite Gipsplatte
(19) als Gipsfaserplatte ausgebildet ist.
2. Durchbruchhemmender Verbund nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
Metallblech (18) und mindestens eine zweite Gipsplatte (19) miteinander verklebt sind.
3. Durchbruchhemmender Verbund nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei zweite, nebeneinander angeordnete Gipsplatten (19) vorgesehen sind,
vorzugsweise wobei die zwei zweiten Gipsplatten (19) miteinander an ihren benachbarten
Randflächen verklebt sind.
4. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Verbund mindestens zwei, nebeneinander angeordnete, auf dem Metallblech (18) angeordnete,
zweite Gipsplatten (19) umfasst, wobei die mindestens zwei nebeneinander angeordneten,
zweiten Gipsplatten (19) auf das Metallblech (18) aufgeklebt sind und an ihren benachbarten
Kantenflächen miteinander verklebt sind.
5. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei erste oder zweite Gipsplatten (17, 19) zwischen sich eine Trennfuge
ausbilden und mindestens eine zweite Gipsplatte (19) sich über die Trennfuge erstreckt.
6. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei erste oder zweite Gipsplatten (17, 19) zwischen sich eine Trennfuge
ausbilden und mindestens eine weitere zweite Gipsplatte (19) sich über die Trennfuge
erstreckt.
7. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine erste Gipsplatte (17) eine Dichte von vorzugsweise ≥ 500 kg/m3, weiter vorzugsweise ≥ 1.000 kg/m3 und/oder ≤ 2.000 kg/m3, weiter vorzugsweise ≤ 1.500 kg/m3 aufweist und/oder eine Dicke von ≥ 5 mm, vorzugsweise ≥ 10 mm, noch weiter vorzugsweise
(etwa) 12,5 mm und/oder ≤ 40 mm, vorzugsweise ≤ 30 mm, noch weiter vorzugsweise ≤
20 mm aufweist.
8. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine zweite Gipsplatte (19) eine Dichte von ≥ 800 kg/m3, vorzugsweise ≥ 1.500 kg/m3 und/oder ≤ 3.000 kg/m3, vorzugsweise ≤ 2.000 kg/m3 aufweist und/oder eine Dicke von ≥ 20 mm, vorzugsweise ≥ 28 mm und/oder ≤ 50 mm,
vorzugsweise ≤ 40 mm aufweist.
9. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine zweite Gipsplatte (19) eine höhere Dichte und/oder Dicke als die
mindestens eine erste Gipsplatte (17) aufweist.
10. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Metallblech (18) ein, insbesondere verzinktes Stahlblech ist und/oder eine Dicke
von ≥ 0,3 mm, vorzugsweise ≥ 0,5 mm und/oder ≤ 1 mm, vorzugsweise ≤ 0,8 mm aufweist.
11. Durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Kleber zum Verkleben von mindestens einer zweiten Gipsplatte (19) mit dem mindestens
einen Metallblech (18) ein elastischer Kleber ist und/oder
ein Kleber zum Verkleben benachbarter Kontaktflächen zweier zweiter Gipsplatten (19)
ein Fugenkleber, insbesondere auf Polyurethanbasis, ist.
12. Ständerwand-, Dach- oder Deckenkonstruktion, umfassend mindestens eine Trageeinrichtung
(12), insbesondere mindestens ein Profilelement (13, 14), wobei mindestens ein durchbruchhemmender
Verbund (10, 11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche auf einer ersten Seite der
Trageeinrichtung (12) angeordnet ist, wobei die mindestens eine erste Gipsplatte (17)
des durchbruchhemmenden Verbundes (10, 11) der Trageeinrichtung (12) zugewandt ist.
13. Ständerwand-, Dach- oder Deckenkonstruktion nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein weiterer durchbruchhemmender Verbund (10, 11) nach einem der Ansprüche
1 bis 11 auf einer zweiten Seite der Trageinrichtung (12) angeordnet ist, wobei die
mindestens eine erste Gipsplatte (17) des mindestens einen weiteren durchbruchhemmenden
Verbundes (10, 11) der Trageeinrichtung (12) zugewandt ist.
14. Verwendung eines durchbruchhemmenden Verbundes (10, 11) nach einem der Ansprüche 1
bis 11 und/oder einer Ständerwand-, Dach- oder Deckenkonstruktion nach den Ansprüchen
12 oder 13 für eine bzw. als eine Sicherung gegen den Einbruch und/oder Ausbruch einer
Person.
1. Breakage-resistant composite material (10, 11) composed of a plurality of superposed
layers, in particular as paneling for a stud wall, roof or ceiling structure, wherein
the composite material comprises at least one first gypsum board (17), at least one
metal sheet (18) arranged on the first gypsum board and at least one second gypsum
board (19) arranged on the metal sheet, characterized in that the first gypsum board (17) is designed as a gypsum board sheathed in cardboard and
the second gypsum board (19) is designed as a gypsum fiber board.
2. Breakage-resistant composite material according to claim 1, characterized in that the metal sheet (18) and at least one second gypsum board (19) are bonded to one
another.
3. Breakage-resistant composite material according to claim 1 or claim 2, characterized in that at least two second gypsum boards (19) arranged next to one another are provided,
preferably wherein the two second gypsum boards (19) are bonded to one another at
their adjacent edge surfaces.
4. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to claim 1, characterized in that the composite material comprises at least two second gypsum boards (19) arranged
side by side on the metal sheet (18), wherein the at least two second gypsum boards
(19) arranged side by side are bonded to the metal sheet (18) and are bonded to each
other at their adjacent edge surfaces.
5. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that at least two first or second gypsum boards (17, 19) form a separating joint between
them and at least one second gypsum board (19) extends over the separating joint.
6. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that at least two first or second gypsum boards (17, 19) form a separating joint between
them and at least one further second gypsum board (19) extends over the separating
joint.
7. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that the at least one first gypsum board (17) has a density of preferably ≥500 kg/m3, further preferably ≥1,000 kg/m3 and/or ≤2,000 kg/m3, further preferably ≤1,500 kg/m3 and/or has a thickness of ≥5 mm, preferably ≥10 mm, still further preferably (approximately)
12.5 mm and/or ≤40 mm, preferably ≤30 mm, still further preferably ≤20 mm.
8. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that the at least one second gypsum board (19) has a density of ≥800 kg/m3, preferably ≥1,500 kg/m3 and/or ≤3,000 kg/m3, preferably ≤2,000 kg/m3 and/or has a thickness of ≥20 mm, preferably ≥28 mm and/or ≤50 mm, preferably ≤40
mm.
9. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that the at least one second gypsum board (19) has a higher density and/or thickness than
the at least one first gypsum board (17).
10. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that the metal sheet (18) is a, in particular galvanized steel sheet and/or has a thickness
of ≥0.3 mm, preferably ≥0.5 mm and/or ≤1 mm, preferably ≤0.8 mm.
11. Breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of the preceding claims,
characterized in that an adhesive for bonding at least one second gypsum board (19) to the at least one
metal sheet (18) is an elastic adhesive, and/or
an adhesive for bonding adjacent contact surfaces of two second gypsum boards (19)
is a joint adhesive, in particular polyurethane-based.
12. Stud wall, roof or ceiling construction, comprising at least one supporting device
(12), in particular at least one profile element (13, 14), wherein at least one breakage-resistant
composite material (10, 11) according to one of the preceding claims is arranged on
a first side of the supporting device (12), wherein the at least one first gypsum
board (17) of the breakage-resistant composite material (10, 11) faces the supporting
device (12).
13. Stud wall, roof or ceiling construction according to claim 12, characterized in that at least one further breakage-resistant composite material (10, 11) according to
one of claims 1 to 11 is arranged on a second side of the supporting device (12),
wherein the at least one first gypsum board (17) of the at least one further breakage-resistant
composite material (10, 11) faces the supporting device (12).
14. Use of a breakage-resistant composite material (10, 11) according to one of claims
1 to 11 and/or a stud wall, roof or ceiling construction according to claims 12 or
13 for or as a safeguard against a break-in and/or a breakout of a person.
1. Structure composite résistant à la percée(10, 11) constituée de plusieurs couches
placées les unes contre les autres, en particulier comme panneau pour une cloison
à poteaux, une structure de toit ou de plafond, dans lequel la structure composite
comprend au moins une première plaque de plâtre (17), au moins une feuille métallique
(18) disposée sur la première plaque de plâtre et au moins une deuxième plaque de
plâtre (19) disposée sur la feuille métallique, caractérisée en ce que la première plaque de plâtre (17) est réalisée comme une plaque de plâtre enrobée
de carton et la deuxième plaque de plâtre (19) est realisée commeune plaque de plâtre
armé de fibres.
2. Structure composite résistant à la percée selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la feuille métallique (18) et au moins une deuxième plaque de plâtre (19) sont collées
ensemble.
3. Structure composite résistant à la percée selon la revendication 1 ou la revendication
2,
caractérisée en ce
qu'au moins deux deuxièmes plaques de plâtre disposées côte à côte (19) sont prévues,
de préférence dans laquelle les deux deuxièmes plaques de plâtre (19) sont collées
ensemble au niveau de leurs surfaces de bord adjacentes.
4. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la structure composite comprend au moins deux deuxièmes plaques de plâtre disposées
côte à côte (19), disposées sur la feuille métallique (18), dans laquelle les au moins
deux deuxièmes plaques de plâtre disposées côte à côte (19) sont collées sur la feuille
métallique (18) et sont collées ensemble au niveau de leurs surfaces de bord adjacentes.
5. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce
qu'au moins deux premières ou deuxièmes plaques de plâtre (17, 19) forment entre elles
un joint de séparation et au moins une deuxième plaque de plâtre (19) s'étend sur
le joint de séparation.
6. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce
qu'au moins deux premières ou deuxièmes plaques de plâtre (17, 19) forment entre elles
un joint de séparation et au moins une autre deuxième plaque de plâtre (19) s'étend
sur le joint de séparation.
7. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce que
au moins une première plaque de plâtre (17) a une densité de préférence ≥ 500 kg/m3, plus préférentiellement ≥ 1 000 kg/m3 et/ou ≤ 2 000 kg/m3, plus préférentiellement ≤ 1 500 kg/m3 et/ou a une épaisseur ≥ 5 mm, de préférence ≥ 10 mm, plus préférentiellement (environ)
12,5 mm et/ou ≤ 40 mm, de préférence ≤ 30 mm, plus préférentiellement ≤ 20 mm.
8. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce que
au moins une deuxième plaque de plâtre (19) a une densité ≥ 800 kg/m3, de préférence ≥ 1 500 kg/m3 et/ou ≤ 3 000 kg/m3, de préférence ≤ 2 000 kg/m3 et/ou a une épaisseur ≥ 20 mm, de préférence ≥ 28 mm et/ou ≤ 50 mm, de préférence
≤ 40 mm.
9. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce que
au moins une deuxième plaque de plâtre (19) a une densité et/ou une épaisseur plus
élevée que ladite au moins une première plaque de plâtre (17).
10. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce que
la feuille métallique (18) est une feuille d'acier, en particulier galvanisée, et/ou
a une épaisseur ≥ 0,3 mm, de préférence ≥ 0,5 mm et/ou ≤ 1 mm, de préférence ≤ 0,8
mm.
11. Structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisée en ce
qu'une colle pour coller au moins une deuxième plaque de plâtre (19) avec au moins une
feuille métallique (18) est une colle élastique et/ou
une colle pour coller les surfaces de contact adjacentes de deux deuxièmes plaques
de plâtre (19) est une colle à joints, en particulier à base de polyuréthane.
12. Construction de cloison à poteaux, d'une structure de toit ou de plafond, comprenant
au moins un moyen de support (12), en particulier au moins un élément profilé (13,
14), dans laquelle au moins une structure composite résistant à la percée (10, 11)
selon l'une des revendications précédentes est disposée sur un premier côté du moyen
de support (12), selon au moins une première plaque de plâtre (17) de la structure
composite résistant à la percée (10, 11) est tournée vers le moyen de support (12).
13. Construction de cloison à poteaux, d'une structure de toit ou de plafond selon la
revendication 12,
caractérisée en ce
qu'au moins une autre structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une
des revendications 1 à 11 est disposée sur un deuxième côté du moyen de support (12),
selon au moins une première plaque de plâtre (17) de l'au moins une autre structure
composite résistant à la percée (10, 11) est tournée vers le moyen de support (12).
14. Utilisation d'une structure composite résistant à la percée (10, 11) selon l'une des
revendications 1 à 11 et/ou d'une construction de cloison à poteaux, une structure
de toit ou de plafond selon les revendications 12 ou 13 pour ou comme une protection
contre l'intrusion et/ou l'évasion d'une personne.
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