| (19) |
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(11) |
EP 3 060 736 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.11.2018 Patentblatt 2018/45 |
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Anmeldetag: 18.08.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/067542 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/058879 (30.04.2015 Gazette 2015/17) |
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| (54) |
BESCHLAG FÜR FENSTER, TÜREN ODER DERGLEICHEN
FITTING FOR WINDOWS, DOORS OR THE LIKE
FERRURE POUR FENÊTRES, PORTES OU SIMILAIRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.10.2013 DE 202013009586 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2016 Patentblatt 2016/35 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEGENIA-AUBI KG |
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57234 Wilnsdorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GEMEINE, Sven
57271 Hilchenbach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 788 178 EP-A2- 2 615 232
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EP-A1- 1 918 498
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Beschlaganordnung kann zum Beispiel ein Flügellager für einen Flügel
eines Fensters, einer Tür oder dergleichen bilden, welches verdeckt zwischen dem Flügelrahmen
und dem feststehenden Rahmen angeordnet ist. Um beim Drehöffnen des Flügels trotz
der innenliegenden Anordnung des Flügellagers eine Kollision des Flügels mit dem feststehenden
Rahmen zu vermeiden, wird beim Drehöffnen des Flügels durch den Ausstellarm eine Abstellung
des Flügelrahmens senkrecht zu der Hauptebene des feststehenden Rahmens bewirkt. Zusätzlich
zu der durch den Ausstellarm gesteuerten Abstellbewegung des Flügelrahmens erfolgt
beim Drehöffnen des Flügels eine Drehbewegung des Flügels, die durch den Steuerarm
gesteuert wird. Ausstellarm und Steuerarm sind dabei zur Bildung der X-Schere derart
miteinander gekoppelt, dass die beim Drehöffnen erfolgende gleichzeitige Abstell-
und Drehbewegung des Flügels einer gewünschten Bewegungsbahn des Flügels entspricht.
[0003] Ein derartiger Beschlag ist bereits aus der
EP 1 788 178 B1 bekannt. Der bekannte Beschlag ist zwischen einem Flügel und einem festen Rahmen
eines Fensters oder einer Tür wirksam. Durch eine verdeckte Anordnung der Scharnierbänder
soll der Gesamteindruck des Fensters bzw. der Tür verbessert werden. Dazu ist ein
Lager für ein Fenster, eine Tür oder dgl. mit einem ersten und einem zweiten Lagerteil
und einer Steuerlasche vorgesehen, die mit einem Lagerteil schwenkbar verbunden ist
und entlang einer bogenförmig ausgebildeten Führung begrenzt relativ zu dem anderen
Lagerteil beweglich ist, wobei die Führung als Kulisse ausgebildet ist, in der ein
drehbar mit der Steuerlasche verbundenes Gleitstück zumindest mit einem Abschnitt
geführt ist, wobei im Betrieb zumindest eine seitliche Anlagefläche des Gleitstücks
flächig an einer Innenwand der Kulisse gleitend anliegt.
[0004] Bedingt durch diese Anordnung wird der Flügel beim Öffnen in seiner Flügelhauptebene
von dem Flügelschwenklager weg bewegt, so dass es nicht zu einer Kollision des Überschlags
mit dem Rahmen kommen kann.
[0005] Zwar erweist sich die Geometrie der Ausgestaltung vergleichsweise einfach, jedoch
kann sich diese Ausgestaltung aufgrund der Bauteileanordnung anfällig bei höheren
Gewichten des Flügels auswirken, da die Bauteileverbindungen wenig Raum für eine stabile
Befestigung aufweisen und die Bauteile im Einzelnen in der Materialstärke zu schwach
ausgelegt sind. Dieses kann die Sicherheit des Fensters oder der Türe beinträchtigen,
was sich auch nachteilig auf das maximal möglich aufzunehmende Flügelgewicht auswirkt.
[0006] Die
US 1 920 898 A offenbart ein Lager für ein Fenster oder eine Tür, mit einem ersten und einem zweiten
Lagerteil und einer Steuerlasche, die mit einem Lagerteil schwenkbar verbunden ist
und entlang einer bogenförmig ausgebildeten Führung begrenzt relativ zu dem anderen
Lagerteil beweglich ist, wobei die Führung als Kulisse ausgebildet ist, in der ein
drehbar mit der Steuerlasche verbundenes Gleitstück zumindest mit einem Abschnitt
geführt ist.
[0007] Die Anordnung ist ebenfalls nicht in der Lage größere Flügelgewichte aufzunehmen,
da die Ausgestaltung aufgrund der Geometrie relativ lange und dünne Bauteile aufweist.
[0008] Schließlich ist aus der
EP 2 615 232 A2 eine Ausgestaltung mit einer Beschlaganordnung für ein Fenster, einer Tür oder dergleichen
und mit einem Rahmenteil bekannt. Der Beschlag umfasst eine Basisplatte zur Anbringung
an einem feststehenden Rahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen, sowie einen
Ausstellarm und einen Steuerarm, die jeweils an einem Ende beweglich mit der Basisplatte
verbunden sind. An ihrem anderen Ende sind sie jeweils beweglich mit einem Flügel
des Fensters, der Tür oder dergleichen koppelbar, wobei der Ausstellarm und der Steuerarm
zur Bildung einer X-Schere drehbar miteinander gekoppelt sind und zwischen einer Schließstellung,
die einer geschlossenen Stellung des Flügels entspricht, und einer Öffnungsstellung,
die einer drehgeöffneten Stellung des Flügels entspricht, verstellbar sind. Der Ausstellarm
ist mit der Basisplatte über einen Zwischenlenker verbunden, der sowohl mit dem Ausstellarm
als auch mit der Basisplatte drehbar verbunden ist. Eine zusätzliche aus weiteren
Bauteilen bestehende Haltevorrichtung soll die Gewichtskraft des Flügels aufnehmen
und deren Krafteinleitung in das Rahmenteil leiten.
[0009] Zwar ermöglicht die Beschlaganordnung die Aufnahme höherer Flügelgewichte, dennoch
erweist sich der Beschlag aufgrund einer Vielzahl von zusätzlichen Bauteilen kostenaufwendig
in der Herstellung. Demzufolge ist auch die Montage aufwendiger, was sich ebenfalls
nachteilig auf die Kosten der Beschlaganordnung auswirkt.
[0010] Des Weiteren ist nach
EP 1918498 A1 ein Beschlag, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit einem verdeckten Scharnier
zum scharnierbeweglichen Montieren eines Flügels in einem feststehenden Rahmen eines
Fensters bekannt, welches Scharnier im Wesentlichen aus zwei Scharnierteilen mit einem
an dem feststehenden Rahmen befestigten ersten Scharnierteil und einem an dem Flügel
befestigten zweiten Scharnierteil besteht. Die Scharnierteile sind scharnierbeweglich
aneinander mittels eines ersten Arms montiert, der mit einem Ende scharnierbeweglich
mit einer Scharnierverbindung an dem ersten Scharnierteil montiert ist, und der mit
seinem anderen Ende scharnierbeweglich an dem zweiten Scharnierteil montiert ist.
Das Scharnier umfasst weiter einen zweiten Arm, der einerseits mit einer Scharnierverbindung
scharnierbeweglich an besagtem ersten Scharnierteil montiert ist, in einem Abstand
von der Scharnierverbindung des ersten Arms an dem ersten Scharnierteil, und der andererseits
mit einer Scharnierverbindung scharnierbeweglich an dem ersten Arm montiert ist, sodass
in einer offenen Position des Scharniers ein imaginäres Dreieck zwischen den Scharnierverbindungen
des ersten und des zweiten Arms mit dem ersten Scharnierteil einerseits und der Scharnierverbindung
beider Arme miteinander andererseits definiert werden kann. Eine Scharnierverbindung
des zweiten Scharnierteils mit dem ersten Arm befindet sich außerhalb dieses imaginären
Dreiecks, wobei der zweite Arm an seinem freien Ende mit einem schwenkbaren Gleitstück
versehen ist, das dazu gestaltet ist, sich in einem Schlitz einer Platte zu bewegen,
die Teil des zweiten Scharnierteils ist, das einen Verbindungsmechanismus zum Kippen
des Flügels in Bezug auf den feststehenden Rahmen vorsieht. Die Platte umfasst weiter
einen Längsschlitz, worin ein an einem Verriegelungsmechanismus des Fensters vorgesehener
Zapfen bewegt werden kann.
[0011] Die Ausgestaltung benötigt aufgrund der Materialanordnung und Materialstärke viel
Bauraum und lässt sich nur durch Nachbearbeitung am Flügel oder Rahmen mit wenig Bauraum
montieren. Andererseits ist es möglich den Beschlag durch Reduzierung der Materialstärke
zu ändern. Jedoch kann sich die Materialeinsparung bei höheren Gewichten des Flügels
nachteilig auf den Beschlag auswirken, da die bekannten Bauteileverbindungen wenig
Raum für eine stabile Befestigung aufzeigen und die Bauteile im Einzelnen in der Materialstärke
zu schwach ausgelegt sind. Dieses kann die Sicherheit des Fensters oder der Türe beinträchtigen,
was sich auch nachteilig auf das maximal möglich aufzunehmende Flügelgewicht auswirkt.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen verdeckt liegenden Beschlag bereitzustellen,
der einerseits einen einfachen Aufbau hat, eine verbesserte Verschleißbeständigkeit
aufweist und ein größeres Flügelgewicht aufnehmen kann.
[0013] Diese Aufgabe wird durch einen Beschlag nach Anspruch 1 gelöst.
[0014] Das gesamte Flügelgewicht wird demnach zu jedem Zeitpunkt über den ortsfesten Beschlag
auf den Rahmen übertragen. Dem entsprechend können durch die Anhäufung von Materialstärke
der tragenden Elemente der Grundplatte mit der Lagerplatte, die gleichzeitig den steuernden
Elementen für die Bewegung des Flügels entsprechen, die aufzunehmenden Flügelkräfte
deutlich größer sein als bei einer ausschließlich aus einer Grundplatte bestehenden
gelenkbeweglichen Verbindung mit dem Ausstellarm. Außerdem ist auch die Gelenkverbindung
stärker und sicherer ausgebildet durch den Hinterschnitt des Führungszapfens und den
Formschluss des Kopfteils durch die Verbindung der Grundplatte mit der Lagerplatte.
[0015] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Lagerplatte auf der sichtbaren und
dem Rahmen abgewandten Seite der Grundplatte, beabstandet vom senkrechten Rahmenholm
als ein Bauteil bildend, aufliegend mit der Grundplatte verbunden ist, wobei sich
die Materialstärke der Grundplatte durch die Lagerplatte vergrößert und eine höhere
Lastaufnahme ermöglicht. Dadurch lässt sich eine besonders stabile Anbindung an dem
Flügel erreichen.
[0016] In vorteilhafter Weise ist der Steuerarm im Bereich des rahmenseitigen Endes über
ein Drehlager an der Grundplatte um eine Drehachse drehbar gelagert und weist in Richtung
des flügelseitigen Endes eine Abstufung auf, welche sich von der Grundplatte in Abhängigkeit
der Materialstärke der Lagerplatte beabstandet, wobei in der Schließstellung der Steuerarm
und die Lagerplatte im Bereich der Verbindung zwischen dem Ausstellarm und der Lagerplatte
übereinanderliegend angeordnet sind. Durch die überlappende Anordnung von der Lagerplatte,
dem Ausstellarm und dem Steuerarm wird eine besonders kompakte Bauform der Beschlaganordnung
erreicht. Dadurch wird ein besonders geringer Raumbedarf in der Richtung senkrecht
zur Drehachse gewährleistet.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beschlags sieht vor, dass die Lagerplatte
in der Draufsicht L-förmig ausgebildet ist, wobei ein erster in der Breite der Grundplatte
ausgebildeter Abschnitt eine erste Bohrung und die Führung aufnimmt und der zweite
in etwa der Hälfte der Breite der Grundplatte zum Rahmen gerichtete Abschnitt eine
zweite Bohrung aufweist. Die L-förmige Ausgestaltung ermöglicht dem Steuerarm eine
Ausgestaltung durch Ausnutzung des Raumbedarfs in der vollen Breite der Grundplatte
und reduziert sich erst ab der Hälfte seiner Gesamtlänge aufgrund des Platzbedarfs
des Ausstellarms. Dadurch wird eine flächige Abstützung des Ausstellarms an dem Steuerarm
in jeder Schaltstellung des Beschlags ermöglicht und somit die Stabilität erhöht.
[0018] Zur Erreichung einer stabilen und kraftschlüssigen Verbindung der Grundplatte mit
der Lagerplatte, sind entsprechende Bohrungen an der Lagerplatte vorgesehen, die deckungsgleich
mit Bohrungen der Grundplatte angeordnet sind. Die Bohrungen bilden dabei eine Aufnahme
für entsprechende Befestigungsmittel, beispielsweise Nietbolzen. Eine andere Befestigungsmöglichkeit,
die einen vergleichbaren sicheren Halt zwischen der Grundplatte und der Lagerplatte
gewährleistet, könnte eine Schweißverbindung ermöglichen. Die kraftschlüssige Verbindung
nimmt die durch das Gewicht des Flügels ausgeübte Kraft und ein durch diese Kraft
in dem Ausstallarm hervorgerufenes Drehmoment auf, wodurch ein Verschleiß oder ein
Ausschlagen der Verbindung durch den Führungszapfens mit der Lagerplatte und der Grundplatte
verhindert wird, und die Stabilität und Verschleißbeständigkeit des Beschlags erhöht.
Insbesondere bei hohen Flügelgewichten ist die ausgeübte Gewichtskraft des Flügels
in der drehgeöffneten Lage auf den Beschlag so hoch, dass der Steuerarm in Schließrichtung
gegen die Lagerplatte anschlagen könnte. Um einen einwandfreien, von möglichen Hindernissen
befreiten Einlauf des Flügels über den Beschlag zu ermöglichen, weist die Lagerplatte
im Querschnitt, auf der zum Flügel gerichteten Seite eine Fase auf, so dass der Steuerarm
über die Fase oder einen Radius den Beschlag bzw. den Flügel in die optimale Position
zum Rahmen ausrichtet.
[0019] Erfindungsgemäß ist die Kulisse der Lagerplatte mit der Kulisse der Grundplatte im
Querschnitt stufenförmig oder als hinterschnittene Nut ausgebildet, wobei die Kulisse
der Lagerplatte durchgängig ausgeschnitten ist und die Kulisse in die Grundplatte
eingeprägt ist und mindestens der Höhe des Kopfteils des Führungszapfens entspricht.
Dadurch hat der an dem Ausstellarm befestigte und in der Kulisse der Lagerplatte und
der Grundplatte geführte Führungszapfen im Querschnitt zwei Anlageflächen, an die
sich der Führungszapfen im Belastungsfall abstützen kann. Der in einem umschlossenen
Raum befindliche Kopfteil des Führungszapfens, wird durch die Einprägung in der Höhe
begrenzt und bildet eine formschlüssige Verbindung, die den Führungszapfen im Bereich
des Kopfteils bei Belastung durch das Gewicht des Flügels, insbesondere in der Drehöffnungsstellung,
senkrecht zur Lagerplatte in Position hält, so dass selbst bei einer vorhandenen Biegebelastung
ein Abknicken des Ausstellarms verhindert wird.
[0020] Zur Erreichung der Anlagefläche des Führungszapfens, sowohl des mittleren Abschnitts
in der Lagerplatte, als auch im Kopfteil mit der Grundplatte im gesamten Kulissenverlauf,
können die vorzugsweise kreisbogenförmige Führung der Lagerplatte und die vorzugsweise
kreisbogenförmige Führung der Grundplatte einen gleichen Drehpunkt aufweisen. Damit
ergibt sich bei gleichem Drehpunkt der Mittelachse der Führungen die gleiche Bewegungskurve
und bei gleicher Länge der gleiche Drehbegrenzungsanschlag des Flügels zum Rahmen.
Außerdem bewirkt die linienförmige Anlage des Führungszapfens im mittleren Abschnitt
an der Lagerplatte und im Kopfteil an der Grundplatte einen reibungsmindernden Bewegungsverlauf.
[0021] Vorzugsweise weist der Ausstellarm an dem flügelseitigen Ende eine Aufnahme, insbesondere
einen Eckbandbolzen, für das am Flügel angeordnete Eckband zur drehbaren Kopplung
auf. Dadurch kann das Gewicht des Flügels auf den Ausstellarm übertragen werden. Da
der Ausstellarm wiederum auf dem Steuerarm aufliegt und somit abgestützt wird, überträgt
der Ausstellarm die aufzunehmende Last des Flügels auf den Steuerarm, der wiederum
drehgelenkartig über eine Nietverbindung in der Grundplatte gelagert ist. Durch die
gewählte Scherengeometrie besteht eine relativ große Überlappung des Ausstellarms
mit dem Steuerarm, so dass in vorteilhafter Weise entstehende Biegemomente gemindert
werden.
[0022] Um die durch das Gewicht des Flügels ausgeübten Lagerkräfte und die bei der Schiebebewegung
auftretenden Reibkräfte zu reduzieren und die Stabilität zu erhöhen, ist die Lagerplatte
vorzugsweise aus einem metallischen Bandmaterial gefertigt.
[0023] Zur vereinfachten Montage und durch den kinematischen Verlauf des Beschlags, ist
der Steuerarm mit einem am flügelseitigen Ende angeordneten Führungsbolzen drehbar
und verschiebbar mit einem am horizontalen Flügelholm des Eckbands angeordneten Langloch
verbunden, wobei zur Reduzierung der Reibung am rahmenseitigen Ende im Bereich des
Drehlagers zwischen der Grundplatte und dem Steuerarm ein Blech flächig angeordnet
ist. Das Blech bewirkt eine gleitende Fläche zwischen dem Steuerarm und der Grundplatte.
Sonstige Schmiermittel werden durch dieses Merkmal hinfällig.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Flügel einen Flügelüberschlag
auf, der bei geschlossenem Flügel an dem feststehenden Rahmen anliegt, wobei der Beschlag
bei geschlossenem Flügel verdeckt zwischen Flügel und feststehendem Rahmen angeordnet
ist. Durch die verdeckte Anordnung wird eine optisch ansprechende und zugleich durch
die Anordnung der Bauteile und Art der Kinematik ansprechende Beschlaglösung geschaffen.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer unteren Flügel- und Rahmenecke eines schwenk-geöffneten
Fensters in einer Ansicht von der Gebäudeaußenseite her mit einem tragfähigen erfindungsgemäßen
Beschlag,
- Fig. 2
- die Darstellung der Fig. 1 ohne Flügelecke,
- Fig. 3
- ein erfindungsgemäßer Beschlag ohne untere Flügel- und Rahmenecke in perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 4
- eine teilweise Explosionsdarstellung des Beschlags nach Fig. 3,
- Fig. 5
- eine teilweise Explosionsdarstellung des Beschlags nach Fig. 3,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf den horizontal am Rahmen angeordneten sichtbaren Abschnitt eines
Beschlags und
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 6.
[0026] In der Fig. 1 ist der Flügel mit dem Bezugszeichen 1 und der Rahmen mit 2 gekennzeichnet.
Der Flügel 1 ist mit dem Rahmen 2 schwenkbar über einen Beschlag miteinander verbunden.
Von dem Beschlag ist hier nur ein unteres Flügellager 3 sichtbar, welches zusammen
mit einem zweiten - hier nicht dargestellten - oberen Flügellager eine vertikale Flügelschwenkachse
bildet. Dabei sind die oberen und unteren Flügellager 3 in einem Falzzwischenraum
von Flügel 1 und Rahmen 2 bei geschlossenem Flügel 1 durch einen Flügelüberschlag
30 verdeckt. Um das Gewicht des Flügels 1 zu jedem Zeitpunkt in den Rahmen 2 einleiten
zu können, ist das untere Flügellager 3 als Traggelenk ausgebildet. Der Flügel 1 überlappt
in der Schließlage zumindest schwenkachsseitig mit dem Flügelüberschlag 30 parallel
zur Flügelhauptebene den festen Rahmen 2. Ausweislich der Fig. 1 weist das Flügellager
3 eine am Rahmen 2 angebrachte Grundplatte 4 und ein am Flügel 1 befestigtes Eckband
26 auf. Die Befestigung des Flügellagers 3 am Rahmen 2 erfolgt durch, an der Grundplatte
4 befindliche Aufnahmebohrungen für nicht aufgezeigte Befestigungsschrauben. Um den
Flügel 1 öffnen zu können, muss der Flügel 1 vom Rahmen 2 abgestellt werden. Dazu
weist das Flügellager 3 einen an der Grundplatte 4 ausgebildeten Ausstellarm 5 und
einen Steuerarm 6 auf, die jeweils mit einem Ende 5a, 6a schwenkbar mit der Grundplatte
4 verbunden sind und die mit ihrem anderen Ende 5b, 6b jeweils beweglich mit dem Flügel
1 angebrachten Eckband 26 koppelbar sind. Der Ausstellarm 5 und der Steuerarm 6 überkreuzen
sich dabei und sind zur Bildung einer X-Schere um eine Drehachse 31 drehbar mit der
Grundplatte 4 verbunden. Der Steuerarm 6 ist ferner über ein reines Drehlager 15 um
eine Drehachse 16 drehbar mit der Grundplatte 4 verbunden.
[0027] Der Ausstellarm 5 ist nach Fig. 3 mit dem Ende 5a beweglich mit der Grundplatte 4
und einer an der Grundplatte 4 kraftschlüssig befestigten Lagerplatte 7 verbunden.
Wie in Fig. 5 gezeigt, weist dazu die Lagerplatte 7 eine bogenförmig ausgebildete
Führung 8 mit einer Mittelachse 9 auf. Die Führung 8 ist als Kulisse ausgebildet,
in der ein mit dem Ausstellarm 5 verbundener zylindrischer Führungszapfen 10 zumindest
mit einem mittleren Abschnitt 11 entlang der bogenförmig ausgebildeten Führung 8 begrenzt
relativ zu dem Steuerarm 6 beweglich geführt ist.
[0028] Deckungsgleich zur Mittelachse 9 der Führung 8, ist an der Grundplatte 4 ebenfalls
eine zweite Führung 12 mit einer Kulisse angeordnet, die im Umfang vergrößert den
Kopfteil 13 des Führungszapfens 10 aufnimmt. Je nach maßlicher Abstimmung zwischen
der Grundplatte 4 und dem Kopfteil 13 des Führungszapfens 10, kann die Kulisse 12
zusammen mit der Kulisse 8 eine seitlich führende und abstützende Wirkverbindung bilden.
[0029] Die Lagerplatte 7 ist auf der sichtbaren und dem Rahmen 2 abgewandten Seite der Grundplatte
4, beabstandet vom senkrechten Rahmenholm 14, als ein Bauteil bildend, aufliegend
mit der Grundplatte 4 (Fig. 2) verbunden, wobei sich die Materialstärke der Grundplatte
4 durch die Lagerplatte 7 mindestens verdoppelt und eine höhere Lastaufnahme ermöglicht.
[0030] Der im Bereich des rahmenseitigen Endes 6a über das Drehlager 15 an der Grundplatte
4 um die Drehachse 16 drehbar gelagerte Steuerarm 6, weist nach Fig. 3 in Richtung
des flügelseitigen Endes 6b eine Abstufung 17 auf, welche sich von der Grundplatte
4 in Abhängigkeit der Materialstärke der Lagerplatte 7 beabstandet, wobei in der Schließstellung
- nicht dargestellt -der Steuerarm 6 und die Lagerplatte 7 im Bereich der Verbindung
zwischen dem Ausstellarm 5 und der Lagerplatte 7 übereinanderliegend angeordnet sind.
Durch die überlappende Anordnung von der Lagerplatte 7, dem Ausstellarm 5 und dem
Steuerarm 6 wird eine besonders kompakte Bauform der Beschlaganordnung erreicht. Und
es wird ein besonders geringer Raumbedarf in der Richtung senkrecht zur Drehachse
gewährleistet.
[0031] Ausweislich der Fig. 4 bis Fig. 6 sieht der Beschlag vor, dass die Lagerplatte 7
in der Draufsicht L-förmig ausgebildet ist, wobei ein erster, in der Breite der Grundplatte
4 ausgebildeter Abschnitt 18 eine erste Bohrung 19 und die Führung 12 aufnimmt, und
der zweite, in etwa der Hälfte der Breite der Grundplatte 4 zum Rahmen 2 aufweisende
Abschnitt 20 eine zweite Bohrung 21 aufweist. Die L-förmige Ausgestaltung ermöglicht
dem Steuerarm 6 eine Ausgestaltung durch Ausnutzung des Raumbedarfs in der vollen
Breite der Grundplatte 4 und reduziert sich erst ab der Hälfte seiner Gesamtlänge
aufgrund des Platzbedarfs des Ausstellarms 5. Wie aus den Figuren 1 bis 3 hervorgeht,
stützt sich der Ausstellarms 5 an dem Steuerarm 6 und auf der Lagerplatte 7 in jeder
Schaltstellung des Beschlags ab. Besonders in der ausgeschwenkten drehgeöffneten Lage
des Flügels 1 wird dadurch die durch das Gewicht des Flügels 1 vorhandene Biegebeanspruchung
von dem Flügellager 3 abgefangen.
[0032] Fig. 4 zeigt eine Explosionsdarstellung des Beschlags von Fig. 3 in der geöffneten
Drehstellung des Flügellagers 3, in der die stabile und kraftschlüssige Verbindung
der Grundplatte 4 mit der Lagerplatte 7 aufgezeigt ist. Dazu sind entsprechende Bohrungen
19, 21 an der Lagerplatte 7 vorgesehen, die deckungsgleich mit Bohrungen 22, 23 der
Grundplatte 4 angeordnet sind. Die Bohrungen 19, 21; 22, 23 bilden dabei eine Aufnahme
für entsprechende - nicht dargestellte - Befestigungsmittel, beispielsweise Nietbolzen.
Eine Schweißverbindung könnte ebenfalls einen sicheren Halt ermöglichen. Die kraftschlüssige
Verbindung nimmt die durch das Gewicht des Flügels 1 ausgeübte Kraft und ein durch
diese Kraft in dem Ausstallarm 5 hervorgerufenes Drehmoment auf, wodurch ein Verschleiß
oder ein Ausschlagen der Verbindung durch den Führungszapfens 10 mit der Lagerplatte
7 und der Grundplatte 4 verhindert wird.
[0033] Ausgehend von der in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten, schwenkgeöffneten Stellung des
Fensters oder der Tür angeordneten Flügellagers 3, ist zur Vermeidung einer möglichen
Kollision insbesondere bei hohen Flügelgewichten durch die ausgeübte Gewichtskraft
des Flügels 1 beim Schließvorgang zwischen dem Steuerarm 6 und der Lagerplatte 7 ein
Auflauf vorgesehen, der an der Lagerplatte 7 im Querschnitt auf der zum Flügel 1 gerichteten
Seite als Fase 24 ausgebildet ist, so dass der Steuerarm 6 über die Fase 24 oder einen
nicht dargestellten Radius den Beschlag bzw. den Flügel 1 in die optimale Position
zum Rahmen 2 ausrichtet.
[0034] Nach Fig. 7 bilden die Kulisse 8 der Lagerplatte 7, mit der Kulisse 12, der Grundplatte
4, im Querschnitt zusammen als eine Baueinheit eine stufenförmige oder hinterschnittene
Nut. Die Kulisse 8 der Lagerplatte 7 ist dazu durchgängig ausgeschnitten, wobei die
Kulisse 12 vorzugsweise in der Grundplatte 4 beispielweise durch Stanzen eine Vertiefung
aufweist, die mindestens der Höhe des Kopfteils 13 des Führungszapfens 10 entspricht.
Der Kopfteil 13 des Führungszapfens 10 befindet sich in einem umschlossenen Raum,
wobei sich für den Führungszapfen 10 zwei Anlageflächen ergeben. Im Belastungsfall
stützt sich der an dem Ausstellarm 5 befestigte Führungszapfen 10 an der Kulisse der
Lagerplatte 7 und der Grundplatte 4 seitlich ab. Außerdem wird das Kopfteil 13 des
Führungszapfens 10 durch die Einprägung in der Höhe begrenzt, so dass das Kopfteil
13 bei Belastung durch das Gewicht des Flügels 1, insbesondere in der Drehöffnungsstellung
senkrecht zur Lagerplatte 7 in Position hält, und ein Abknicken bei einer vorhandenen
Biegebelastung des Ausstellarms 5 verhindert.
[0035] Zur Erreichung der Anlagefläche des Führungszapfens 10, sowohl des mittleren Abschnitts
11 in der Lagerplatte 7, als auch im Kopfteil 13 mit der Grundplatte 4 im gesamten
Kulissenverlauf, weisen die kreisbogenförmige Führung 8 der Lagerplatte 7 und die
kreisbogenförmige Führung 12 der Grundplatte 4 nach Fig. 4 einen gleichen - nicht
aufgezeigten - Drehpunkt auf. Damit ergibt sich die, bei gleichem Drehpunkt der Mittelachse
9 der Führungen 8, 12 gleiche Bewegungskurve, und bei gleicher Länge der gleiche Drehbegrenzungsanschlag
des Flügels 1 zum Rahmen 2. Außerdem bewirkt die linienförmige Anlage des Führungszapfens
10 im mittleren Abschnitt 11 an der Lagerplatte 7 und im Kopfteil 13 an der Grundplatte
4 einen reibungsfreien Bewegungsverlauf.
[0036] Das in Fig. 1 bis 3 gezeigte Flügellager 3, weist an dem flügelseitigen Ende 5b des
Ausstellarms 5 eine Aufnahme, insbesondere einen Eckbandbolzen 25, für das am Flügel
1 angeordnete Eckband 26 zur drehbaren Kopplung auf. Dadurch kann das Gewicht des
Flügels 1 auf den Ausstellarm 5 übertragen werden. Da der Ausstellarm 5 wiederum auf
dem Steuerarm 6 aufliegt und somit von diesem abgestützt wird, überträgt der Ausstellarm
5 die aufzunehmende Last des Flügels 1 auf den Steuerarm 6, der wiederum drehgelenkartig
über das Drehlager 15 über eine Nietverbindung in der Grundplatte 4 gelagert ist.
Durch die gewählte Scherengeometrie besteht eine relativ große Überlappung des Ausstellarms
5 mit dem Steuerarm 6, so dass in vorteilhafter Weise entstehende Biegemomente gemindert
werden.
[0037] Um die voran beschriebenen, durch das Gewicht des Flügels 1 ausgeübten Lagerkräfte
und die bei der Schiebebewegung in der Führung 8 auftretenden Reibkräfte zu reduzieren,
und die Stabilität zu erhöhen, ist die Lagerplatte 7 vorzugsweise aus einem metallischen
Bandmaterial gefertigt.
[0038] Wie in Fig. 2 bis Fig. 5 dargestellt, ist der Steuerarm 6 zur vereinfachten Montage
und durch den kinematischen Verlauf des Beschlags, mit einem am flügelseitigen Ende
6b angeordneten Führungsbolzen 27 drehbar, und verschiebbar mit einem am horizontalen
Flügelholm 27 des Eckbands 26 angeordneten - aber nicht dargestellten - Langloch verbunden.
[0039] Außerdem ist zur Reduzierung der Reibung am rahmenseitigen Ende 6a, im Bereich des
Drehlagers 15 zwischen der Grundplatte 4 und dem Steuerarm 6, ein Blech 29 flächig
angeordnet. Das Blech 29 bewirkt eine gleitende Fläche zwischen dem Steuerarm 6 und
der Grundplatte 4. Dabei umgreift das Blech 29 die Grundplatte 4 nach Fig. 4 an den
jeweiligen Ausschnitten insbesondere in einer Abwinklung 32 zur Positionierung und
gleichzeitigen Befestigung. Mit dem Blech 29 wird eine Gleitfläche geschaffen, die
die Reibung zwischen dem Steuerarm 6 und der Grundplatte 4 bei Betätigung des Beschlags
reduziert. Der Steuerarm 6 gleitet auf dem Blech 29 und wird von dem Blech 29 an der
sichtbaren Vorderkante der Grundplatte 4 durch die Abwinklung 32 zusätzlich abgestützt.
Gleichzeitig wird die durch die an der Grundplatte 4 vorhandenen Kanten entstehende
Reibung durch die Abwinklung 32 des Blechs 29 reduziert. Hier kann vorteilhaft noch
eine besonders reibungs- und verschleißarme Materialkombination zwischen dem Blech
29 und des Steuerarms 6 vorgesehen werden. Sonstige Schmiermittel werden durch dieses
Merkmal hinfällig. Eine weitere -nicht dargestellte- Befestigung des Blechs 29 anstatt
der an drei Seiten angeordneten Abwinklung 32 wird dadurch erreicht, dass das Blech
29 mit Aufnahme des Drehlagers 15 an der Drehachse 16 durch eine Bohrung 33 lagefixiert
ist und mit einer Seite 34 anliegend an einer Seite 35 der Lagerplatte 7 gegen Verdrehen
gesichert ist.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Flügel
- 2
- Rahmen
- 3
- Flügellager
- 4
- Grundplatte
- 5
- Ausstellarm
- 5a, 6a
- rahmenseitiges Ende
- 5b, 6b
- flügelseitiges Ende
- 7
- Lagerplatte
- 8
- Führung
- 9
- Mittelachse
- 10
- Führungszapfen
- 11
- Abschnitt
- 12
- Führung
- 13
- Kopfteil
- 14
- Rahmenholm
- 15
- Drehlager
- 16
- Drehachse
- 17
- Abstufung
- 18
- Abschnitt
- 19
- Bohrung
- 20
- Abschnitt
- 21
- Bohrung
- 22
- Bohrung
- 23
- Bohrung
- 24
- Fase
- 25
- Eckbandbolzen
- 26
- Eckband
- 27
- Führungsbolzen
- 28
- Flügelholm
- 29
- Blech
- 30
- Flügelüberschlag
- 31
- Drehachse
- 32
- Abwinklung
- 33
- Bohrung
- 34
- Seite
- 35
- Seite
1. Beschlag zwischen einem Flügel (1) und einem festen Rahmen (2) eines Fensters, einer
Tür oder dergleichen, das verdeckt angeordnet ist und wenigstens ein Flügellager (3)
umfasst, welches eine Grundplatte (4) zur Anbringung an dem festen Rahmen (2) des
Fenster oder der Tür aufweist, sowie mit einem Ausstellarm (5) und einem Steuerarm
(6), die jeweils mit einem Ende (5a, 6a) schwenkbar mit der Grundplatte (4) verbunden
sind und die mit ihrem anderen Ende (5b, 6b) jeweils beweglich mit dem Flügel (1)
koppelbar sind, wobei der Ausstellarm (5) mit dem Steuerarm (6) eine X-Schere bildend
miteinander drehbar gekoppelt sind, wobei die Grundplatte (4) mit einer Lagerplatte
(7) kraftschlüssig verbunden ist, die mit dem Ende (5a) des Ausstellarms (5) beweglich
verbunden ist, wobei die Lagerplatte (7) eine Führung (8) mit einer Mittelachse (9)
aufweist und die Führung (8) als Kulisse ausgebildet ist, in der ein mit dem Ausstellarm
(5) verbundener zylindrischer Führungszapfen (10) zumindest mit einem mittleren Abschnitt
(11) entlang der Führung (8) begrenzt relativ zu dem Steuerarm (6) beweglich geführt
ist, wobei kongruent zur Mittelachse (9) der Führung (8) an der Grundplatte (4) eine
zweite Führung (12) mit einer Kulisse angeordnet ist, die einen Kopfteil (13) des
Führungszapfens (10) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Führung (12) mit der Führung (8) der Lagerplatte (7), die bogenförmig
ausgebildet ist, im Querschnitt eine Stufenform oder eine hinterschnittene Nut ausbildet,
wobei die Kulisse (8) der Lagerplatte (7) durchgängig ausgeschnitten ist und die Kulisse
(12) in die Grundplatte (4) eingeprägt ist und mindestens der Höhe des Kopfteils (13)
des Führungszapfens (10) entspricht und den Kopfteil (13) mittels der Verbindung der
Grundplatte (4) und der Lagerplatte (7) einen umschlossenen Raum bildend formschlüssig
aufnimmt.
2. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerplatte (7) auf der sichtbaren und der Rahmen (2) abgewandten Seite der Grundplatte
(4), beabstandet vom senkrechten Rahmenholm (14) als ein Bauteil bildend, aufliegend
mit der Grundplatte (4) verbunden ist, wobei sich die Materialstärke der Grundplatte
(4) durch die Lagerplatte (7) vergrößert.
3. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerarm (6) im Bereich des rahmenseitigen Endes (6a) über ein Drehlager (15)
an der Grundplatte (4) um eine Drehachse (16) drehbar gelagert ist und in Richtung
des flügelseitigen Endes (6b) eine Abstufung (17) aufweist, welche sich von der Grundplatte
(4) mindestens in der Materialstärke der Lagerplatte (7) beabstandet, wobei in der
Schließstellung der Steuerarm (6) und die Lagerplatte (7) im Bereich der Verbindung
zwischen dem Ausstellarm (5) und der Lagerplatte (7) übereinanderliegend angeordnet
sind.
4. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerplatte (7) in der Draufsicht L-förmig ausgebildet ist, wobei ein erster
in der Breite der Grundplatte (4) ausgebildeter Abschnitt (18) eine erste Bohrung
(19) und die Führung (12) aufnimmt und der zweite in etwa der Hälfte der Breite der
Grundplatte (4) zum Rahmen (2) aufweisende Abschnitt (20) eine zweite Bohrung (21)
aufweist.
5. Beschlag nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bohrungen (19, 21) der Lagerplatte (7) deckungsgleich mit Bohrungen (22, 23)
der Grundplatte (4) angeordnet sind, und eine Aufnahme für entsprechende Befestigungsmittel
beispielsweise Nietbolzen zur kraftschlüssigen Verbindung bilden.
6. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerplatte (7) im Querschnitt auf der zum Flügel (1) gerichteten Seite eine
Fase (24) aufweist.
7. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kreisbogenförmige Führung (8) der Lagerplatte (7) und die kreisbogenförmige Führung
(12) der Grundplatte (4) einen gleichen Drehpunkt aufweisen.
8. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ausstellarm (5) an dem flügelseitigen Ende (5b) eine Aufnahme, insbesondere einen
Eckbandbolzen (25), für das am Flügel (1) angeordnete Eckband (26) zur drehbaren Kopplung
aufweist.
9. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerplatte (7) aus einem metallischen Bandmaterial gefertigt ist.
10. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerarm (6) mit einem am flügelseitigen Ende (6b) angeordneten Führungsbolzen
(27) drehbar und verschiebbar mit einem am horizontalen Flügelholm (27) des Eckbands
(26) angeordneten Langloch verbunden ist, wobei am rahmenseitigen Ende (6a) im Bereich
des Drehlagers (15) zwischen der Grundplatte (4) und dem Steuerarm (6) ein Blech (29)
flächig angeordnet ist.
1. Fitting between a sash/leaf (1) and a fixed frame (2) of a window, a door, or the
like, which fitting is arranged in a concealed manner and comprises at least one sash/leaf
bearing (3), which has a base plate (4) for mounting on the fixed frame (2) of the
window or door, and with an opening-out arm (5) and a control arm (6), which are in
each case pivotably connected to the base plate (4) by one end (5a, 6a), and which
can in each case be movably coupled to the sash/leaf (1) by their other end (5b, 6b),
wherein the opening-out arm (5) and the control arm (6) are rotatably coupled to one
another to form an X-scissors arrangement,
wherein the base plate (4) is connected to a bearing plate (7) in a force-fitting
manner (non-positive fit), which bearing plate is movably connected to the end (5a)
of the opening-out arm (5), wherein the bearing plate (7) has an arcuate guide (8)
with a centre axis (9) and the guide is designed as a slotted track, in which at least
a central portion (11) of a cylindrical guide pin (10) connected to the opening-out
arm (5) is movably guided to a limited degree relative to the control arm (6) along
the arcuate guide (8), wherein a second guide (12) with a slotted track which receives
the head part (13) of the guide pin (10) is arranged on the base plate (4) congruently
to the centre axis of the guide (8),
characterized in that
the second guide (12) of the bearing plate (7), which is configured as curved, forms
in cross-section a step shape or an undercut groove, wherein the slotted track (8)
of the bearing plate (7) is cut-out throughout, and the slotted track (12) is embossed
into the base plate (4), and corresponds to the height of the head part (13) of the
guide pin (10), and receives the head part (13) in positive fit by means of the connection
of the base plate (4) and the bearing plate (7), forming an enclosed space.
2. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the bearing plate (7) is connected on the visible side of the base plate (4) facing
away from the frame (2), at a distance from the perpendicular frame spar (14), formed
as one component, in contact with the base plate (4), wherein the material thickness
of the base plate (4) is enlarged by the bearing plate (7).
3. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the control arm (6) is rotatably mounted in the area of the frame-side end (6a), by
means of a rotary bearing (15), to the base plate (4), about a rotation axis (16),
and exhibits a step arrangement (17) in the direction of the end (6b) on the sash/lead
side, which is spaced at a distance from the base plate (4) at least in the material
thickness of the bearing plate (7), wherein, in the closing direction, the control
arm (6) and the bearing plate (7) are arranged lying above one another in the area
of the connection between the opening-out arm (5) and the bearing plate (7).
4. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the bearing plate (7) is configured in an L-shape when viewed from above, wherein
a first section (18) formed in the width of the base plate (4) exhibits a first borehole
(19) and receives the guide (12), and the second section (20), exhibiting about half
of the width of the base plate (4) to the frame (2) exhibits a second hole (21).
5. Fitting according to claim 4,
characterized in that
the holes (19, 21) of the bearing plate (7) are arranged congruent to holes (22, 23)
of the base plate (4), and form a receiver for corresponding securing means, such
as rivet bolts, for non-positive connection.
6. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the bearing plate (7) in cross-section exhibits a chamfer (24) on the side facing
towards the leaf/sash (1).
7. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the guide (8) of the bearing plate (7), in the form of a circular arc, and the guide
(12) of the base plate (4), in the form of an arc, exhibit the same point of rotation.
8. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the opening-out arm (5), exhibits at the end (5b) on the leaf/sash side, a receiver,
in particular a corner strip bolt (25), for the corner strip (26) arranged at the
leaf/sash (1), for the rotatable coupling.
9. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the bearing plate (7) is made of a metallic strip material.
10. Fitting according to claim 1,
characterized in that
the control arm (6) is rotatably and displaceably connected, by a guide bolt (27)
arranged at the end (6b) on the leaf/sash side, to a longitudinal hole arranged at
the horizontal leaf/sash spar (27) of the corner strip (26), wherein, at the end (6a)
on the frame side, in the area of the rotary bearing (15), a plate (29) is arranged
in contact over the surface between the base plate (4) and the control arm (6).
1. Ferrure entre un battant (1) et un cadre fixe (2) d'une fenêtre, une porte ou similaire,
qui est camouflé et comprend au moins un palier pour battant (3), qui présente une
plaque de base (4) à fixer sur le cadre fixe (2) de la fenêtre ou de la porte, ainsi
qu'un bras de relèvement (5) et un bras de réglage (6), qui sont reliés par une extrémité
(5a, 6a) de manière oscillante à la plaque de base et qui peuvent être couplés par
leur autre extrémité (5b, 6b) de manière mobile au battant (1), où les bras de relèvement
(5) sont couplés au bras de réglage (6) de manière mobile l'un par rapport à l'autre
pour former des ciseaux,
où la plaque de base (4) est reliée par force à une plaque de support (7), qui est
reliée de manière mobile à une extrémité (5a) du bras de relèvement (5), où la plaque
de support (7) présente un guide (8) avec un axe médian (9) et le guide (8) a la forme
d'une coulisse dans laquelle une broche de guidage (10) cylindrique reliée au bras
de relèvement (5) se déplace le long du guide (8) de manière limitée par rapport au
bras de relèvement (6), au moins avec une partie médiane (11), où par coïncidence
avec l'axe médian (9) du guide (8) sur la plaque de base (4), un deuxième guide (12)
avec une coulisse est prévue, qui réceptionne une partie de tête (13) de la broche
de guidage (10), caractérisée en ce que le deuxième guide (12) forme en coupe transversale, un palier ou rainure en contre-dépouille,
avec le guide (8) de la plaque de support (7) qui est arquée, où la coulisse (8) de
la plaque de support (7) est découpée de manière continue et la coulisse (12) est
estampée dans la plaque de base (4) et correspond au moins à la hauteur de la partie
de tête (13) de la broche de guidage (10) et réceptionne par correspondance de forme,
la partie de tête (13) pour former un espace fermé au moyen de la liaison de la plaque
de base (4) et de la plaque de support (7).
2. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque de support (7) est reliée sur le côté visible et opposé au cadre (2) de
la plaque de base (4), en appui sur la plaque de base (4), à distance des éléments
de cadre perpendiculaires (14) formant un élément, où l'épaisseur de la plaque de
base (4) est amplifiée par la plaque de support (7).
3. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bras de réglage (6) est en appui rotatif autour d'un axe de rotation (16) au niveau
de l'extrémité côté cadre (6a) par un support de rotation (15) sur la plaque de base
(4) et présente en direction de l'extrémité côté battant (6b), une gradation (17),
qui est distante de la plaque de base (4) au moins dans l'épaisseur de la plaque de
support (7), où en position de fermeture, le bras de réglage (6) et la plaque de support
(7) sont agencés de manière superposée à la liaison entre le bras de relèvement (5)
et la plaque de base (7).
4. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque de base (7) à la forme d'un L vue d'en haut, où une première partie (18)
dans la largeur de la plaque de base (4) présente un premier forage (19) et le guide
(12) et la deuxième partie (20) s'étalant sur environ la moitié de la largeur de la
plaque de base (4) vers le cadre (2) présente un deuxième forage (21).
5. Ferrure selon la revendication 4, caractérisée en ce que les forages (19, 21) de la plaque de support (7) sont agencés en coïncidence avec
les forages (22, 23) de la plaque de base (4) et forment un logement pour des moyen
de fixation appropriés, par exemple des rivets pour une liaison par force.
6. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque de support (7) présente un biseau en coupe transversale, sur la face orientée
vers le battant (1).
7. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que le guide en arc de cercle (8) de la plaque de support (7) et le guide en arc de cercle
(12) de la plaque de base (4) présentent un même centre fixe.
8. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bras de relèvement (5) présente sur l'extrémité côté battant (5a), une réception,
en particulier une cheville de ferrure angulaire (25), pour la ferrure angulaire (26)
agencée sur le battant (1) en vue d'un couplage rotatif.
9. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque de support (7) est constituée d'une plaque métallique.
10. Ferrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bras de réglage (6) est relié à une cheville de guidage (27) sur l'extrémité côté
battant (6b), de manière rotative et coulissante, avec un trou disposé sur le montant
horizontal de battant (27) de la ferrure angulaire (26), où une tôle (29) plane est
agencée sur l'extrémité côté cadre (6a) au niveau du support rotatif (15) entre la
plaque de base (4) et le bras de réglage (6)
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