[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung aus Schallwandlern nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Mit dem von Prof. Berkhout 1988 erstmals beschriebenen Verfahren der Wellenfeldsynthese
für die Reproduktion von Audiosignalen [1] können die von einer natürlichen Schallquelle
ausgehenden Wellenfronten nach Huygens Prinzip physikalisch rekonstruiert werden.
Aus den Elementarwellen einer großen Anzahl einzeln angesteuerter Schallwandler entsteht
an der Position der natürlichen Schallquelle eine virtuelle Schallquelle. Wenn diese
Schallwandler auf einer zweidimensionalen Fläche aufgebaut sind, verwirklicht das
Prinzip der Wellenfeldsynthese den "akustischen Vorhang". In seinem Bereich lassen
sich alle Schallquellen und auch die Reflexionen dieser Schallquellen im Aufnahmeraum
in allen drei Raumdimensionen physikalisch rekonstruieren, so dass in einem quellfreien
Wiedergabebereich wieder die Akustik des Aufnahmeraumes entsteht.
[0003] Um die Akustischen Verhältnisse im Aufnahmeraum vollständig zu rekonstruieren wäre
es notwendig, den akustischen Vorhang rings um den Zuhörer aufzubauen, damit auch
alle Reflexionen des Aufnahmeraumes an ihrem korrekten Ausgangspunkt erzeugt werden
können. In der Praxis ist eine solche "Akustische Kabine" bis heute nicht realisiert.
Die Zahl der Schallwandler würde sehr groß, weil sie wegen der sonst auftretenden
Aliasingeffekte in geringem Abstand zueinander angeordnet sein müssen.
[0004] In der Praxis wird das Verfahren der Wellenfeldsynthese deshalb meist auf eine horizontale
Reihe von Schallwandlern, die rings um den Zuhörer angeordnet werden, reduziert. Damit
reduziert sich auch die Wiedergabe auf diese horizontale Ebene, korrekte räumliche
Wiedergabe ist nicht mehr möglich. Zudem bedingt die zylinderförmige Ausbreitung der
Wellenfronten dann, dass die Akustik des Wiedergaberaumes vollständig unterdrückt
werden muss. Ein solches System ist zum Beispiel aus Helmut Wittek: "Wellenfeldsynthese",
Artikel für das VDT-Magazin (Juni 2004) bekannt. Ein Modul zum Aufbau eines Systems
zur Wellenfeldsynthese ist aus
MAUER STEPHAN ET AL: "Design and Realization of a Reference Loudspeaker Panel for
Wave Field Synthesis", AES CONVENTION 130 (Mai 2011) bekannt.
[0005] In den letzten Jahren ist es einigen Forschungseinrichtungen aber gelungen, einen
zweidimensionalen akustischen Vorhang aufzubauen. Für den Fall, dass nicht alle Reflexionen
des Aufnahmeraumes an ihrem korrekten Ausgangspunkt rekonstruiert werden, sondern
nur die psychoakustisch bedeutsamen direkten Wellenfronten und die ersten schallstarken
Reflexionen, ist in [3] eine Lösung beschrieben, die in einem modellbasierenden Ansatz
die rings um den Zuhörer anzuordnenden Schallwandler durch gezielt erzeugte Reflexionen
des Wiedergaberaumes ersetzt.
[0006] Jedoch ist auch ein solcher, frontal vor dem Zuhörer aufgebauter akustischer Vorhang
kaum praktikabel, wenn er als gesamte Einheit aufgebaut wird. Er muss ausreichend
groß sein, um die direkten Wellenfronten in seinem Bereich zu reproduzieren. Der Aufwand
dafür wird enorm, abgesehen davon ließe er sich als fertig montierte Einheit kaum
noch in den Wiedergaberaum transportieren.
[0007] Für eine begrenzte Zahl fix positionierter virtueller Schallquellen bleibt der Rechenaufwand
für die Wellenfeldsynthese auch für den Aufbau eines zweidimensionalen akustischen
Vorhanges beherrschbar, wenn mehrere Systeme gekoppelt werden. Wenn sich aber eine
Schallquelle im Aufnahmeraum bewegt, müssen auch alle Laufzeiten und alle Pegel aller
davon abhängigen Reflexionen zu jedem einzelnen Schallwandler neu berechnet werden.
Diese Operation für alle Schallwandler eines akustischen Vorhanges so schnell auszuführen,
das die Bewegung einer Schallquelle kontinuierlich dargestellt werden kann, stößt
selbst im modellbasierten Ansatz der Wellenfeldsynthese und beschränkt auf die Reflexionen
1.Ordnung noch heute an die Grenze der technischen Möglichkeiten.
[0008] Noch weit höher ist der Rechenaufwand, wenn eine Ortsveränderung des Zuhörers im
Aufnahmeraum dargestellt werden soll. Dann ändern sich alle Laufzeiten aller direkten
Wellenfronten und aller Reflexionen zu jedem einzelnen Schallwandler. Die neu berechneten
Daten müssten mindestens acht Mal in der Sekunde eingelesen werden um eine einigermaßen
fließende Bewegung darzustellen [4].
[0009] Wegen der verfügbaren Rechenleistung wird im Datenbasierenden Ansatz der Wellenfeldsynthese
deshalb darauf zurückgegriffen, die Impulsantworten für jeden Schallwandler für diskrete
Quellpositionen vorauszuberechnen und abzuspeichern, um die virtuellen Schallquellen
dann sprunghaft von einer Position zur nächsten zu verschieben [5].
[0010] Jedoch werden bei sprunghaften Bewegungen der virtuellen Schallquellen nicht die
Dopplereffekte erzeugt, die bei der Ortsveränderung einer realen Schallquelle entstehen.
[0011] Die Aufgabenstellung der Erfindung besteht deshalb darin, eine Vorrichtung zu beschreiben,
die aus praktischen Gründen transportabel ist und in der die Rechenleistung in der
Zentraleinheit nicht mit der Anzahl der Schallwandler wächst.
[0012] So soll es auch möglich werden, die Positionen der virtuellen Schallquellen so schnell
zu verändern, dass schnelle Bewegungen einer Schallquelle im dreidimensionalen Raum
die natürlichen Dopplereffekte der Ortsveränderung einer realen Schallquelle hervorrufen.
Beschreibung der Erfindung
[0013] Die vorstehenden Aufgaben sowie Weitere, der Beschreibung zu entnehmende Aufgaben
werden von einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruch 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in nachfolgenden Zeichnungen
und in einer detaillierten Beschreibung dargestellt, soll aber die vorliegende Erfindung
nicht darauf begrenzen.
[0014] Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung aus Schallwandlern nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese
nicht als geschlossene Einheit, wie sie zum Beispiel in [6] beschrieben ist, auszuführen,
sondern dezentral aufzubauen. Die einzelnen Baugruppen werden in der Regel gleich
ausgeführt. Ein umschließendes Gehäuse kann einen modularen Aufbau ermöglichen. Das
hat den Vorteil, dass die Module austauschbar sind und das sie erst im Setupprozess
des Systems einer Position im Koordinatensystem zugeordnet werden müssen. Zudem können
sie für Livebeschallungen in Gruppen vormontiert und vorverkabelt werden, um einen
schnellen Aufbau des Systems zu gewährleisten.
[0015] Alle Audiosignale können dann in einer gemeinsamen Leitung zu jedem Modul geführt
werden. Mit einem seriellen Übertragungsprotokoll lassen sich bei dem dezentralen
Aufbau des Systems auch die Daten für die Verzögerungszeiten und Pegel für jeden einzelnen
Schallwandler sehr effektiv übertragen, wenn der modellbasierende Ansatz der Wellenfeldsynthese
zur Anwendung kommt. Dabei werden dann alle Audiokanäle des Systems in einem Datenstrom
zu allen Baugruppen geleitet.
[0016] Die zusätzlich zu übertragende Datenmenge, die zur Berechnung der Signale für jeden
einzelnen Schallwandler in einem zweiten Datenstrom zu den Baugruppen geführt wird,
ist vergleichsweise sehr gering. Die Synthese aus Inhalt, also den Audiosignalen selbst,
und Form, also den zugehörigen Daten, wird dann erfindungsgemäß nicht mehr in einer
Zentraleinheit ausgeführt, sondern autark in jeder modularen Einheit. Wegen des modularen
Aufbaus müssen nicht mehr differenzierte Daten oder einzelne Audiosignale für jeden
einzelnen Schallwandler übertragen werden. Der Datenstrom, der von der Zentraleinheit
zu allen Baugruppen geführt wird, enthält nur noch den Vektor jeder darzustellenden
virtuellen Schallquelle zu einem einzigen Bezugspunkt im System.
[0017] In den Baugruppen selbst ist nach dem Setup Prozess der Vektor eines, in allen Baugruppen
gleichen, Bezugspunktes des betreffenden Moduls zu diesem gemeinsamen Bezugspunkt
bekannt, weil er sich aus den Kantenlängen der Baugruppen oder Module und deren Position
innerhalb der Anordnung aus Schallwandlern ergibt. In der Baugruppe oder Modul selbst
sind dann die Vektoren jedes einzelnen Schallwandlers zu diesem Bezugspunkt gespeichert.
Die Vektoraddition des Bezugspunktes der Anordnung aus Schallwandlern zum Koordinatenursprung
plus Vektor des Bezugspunktes des Moduls zum Bezugspunkt der Anordnung aus Schallwandlern
plus Vektor des jeweiligen Schallwandlers zum Bezugspunkt des Moduls ergibt die exakte
Position des betreffenden Schallwandlers zum Koordinatenursprung des Systems.
[0018] Im modellbasierten Ansatz der Wellenfeldsynthese ist auch der Vektor jeder virtuellen
Schallquelle zum Koordinatenursprung bekannt. Deshalb lässt sich innerhalb eines jeden
Modules auch die Distanz zwischen jeder virtuellen Schallquelle zu jedem Schallwandler
berechnen. Daraus lässt sich leicht die Laufzeit des Schalls von dieser virtuellen
Schallquelle zum betreffenden Schallwandler ableiten, wenn die korrekte, von der Temperatur
des Ausbreitungsmediums vor dem akustischen Vorhang abhängige, aktuelle Schallgeschwindigkeit
bekannt ist.
[0019] Die Zahl der virtuellen Schallquellen für die Darstellung der Quellen selbst und
ihrer ersten schallstarken Reflexionen ist im modellbasierenden Ansatz der Wellenfeldsynthese
überschaubar. Unter Beachtung des direktionalen Auflösungsvermögens des menschlichen
Gehörs wird allgemein davon ausgegangen, dass es keinen wahrnehmbaren Vorteil bringt,
wenn mehr als 32 separate Positionen von direkten Schallquellen darstellbar sind [7].
[0020] Werden nur die ersten schallstarken Reflexionen dieser Quellen korrekt synthetisiert,
so entstehen für jeden Audiokanal sieben virtuelle Ausgangspunkte von virtuellen Schallquellen.
Im digitalen System ist es naheliegend, eine achte Position für eine zusätzliche schallstarke
Reflexion zu reservieren.
[0021] So entstehen in dem gemeinsamen Datenstrom, der zu den Baugruppen geführt wird, nur
32 x 8 = 256 Quellpositionen für direkte Wellenfronten und erste schallstarke Reflexionen
als vektorielle Größe zu dem Bezugspunkt der Anordnung aus Schallwandlern. Im Vergleich
wären bei einem komplett in einer Einheit aufgebauten akustischen Vorhang, beispielsweise
mit 1024 einzelnen Schallwandlern, 32 x 8 x 1024 Ausgangspunkte von virtuellen Schallquellen
in allen drei Raumpositionen zu definieren, das sind 262144 vektorielle Größen. Noch
höher würde die Datenmenge im Datenbasierenden Ansatz. Hier sind in den Impulsantworten
nicht nur die Positionen von Quelle und ersten schallstarken Reflexion enthalten,
sondern alle Ausgangspunkte aller Reflexionen werden in der Faltung in die Impulsantwort
wiederhergestellt. Diese Datenmenge für viele einzelne Positionen von Schallwandlern
auf einer Leitung zu übertragen wäre nur möglich, wenn viel Zeit für die Übertragung
zur Verfügung stehen würde. Dann wären aber schnelle Ortsveränderungen der Schallquelle
nicht möglich.
[0022] Deshalb werden die Audiosignale im Datenbasierenden Verfahren der Wellenfeldsynthese
in einer Zentralen Verarbeitungseinheit in die entsprechenden Impulsantworten gefaltet
und das Ausgangssignal dieser Faltung wird an die einzelnen Endverstärker geleitet.
[0023] Je größer die Zahl der einzelnen Schallwandler wird, umso größer wird der in der
Zentraleinheit zu verarbeitende Rechenaufwand. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt,
dass das Prinzip der Wellenfeldsynthese fast immer auf eine einzelne horizontale Reihe
aus Schallwandlern reduziert wurde.
[0024] Fundamentaler Vorzug des erfindungsgemäßen, modularen Aufbaues der Anordnung aus
Schallwandlern nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese ist es, das die zentral zu
verarbeitende Rechenleistung und die zu den Baugruppen zu übertragende Datenmenge
unabhängig von der Zahl der Schallwandler im Gesamtsystem ist. Sie ist für einen beliebig
großen akustischen Vorhang nicht höher als für einen einzelnen Schallwandler.
[0025] Das macht die Darstellung sehr schneller Bewegungen der Schallquelle mitsamt der
zugehörigen Positionsänderungen ihrer ersten schallstarken Reflexionen im modellbasierenden
Ansatz möglich. Die acht mal drei Distanzwerte aus der zentralen Berechnung ergeben
selbst bei einer extrem hohen Auflösung der Einzelwerte mit 24 Bit nur eine Datenmenge
von 576 Bit für jede Schallquelle und ihre ersten schallstarken Reflexionen. Für 32
Audiokanäle ergibt sich dann nur eine Datenrate von 2,304 kByte für alle Positionsdaten.
Dieser Wert ist so klein, das auch die nach [6] geforderten 8 Updates pro Sekunde
für einen flüssigen Bewegungsablauf der Quelle problemlos weit überschritten werden
können.
[0026] Bisher war es wegen der begrenzten Updatefähigkeit der Quellpositionen selbst bei
den auf die horizontale Ebene reduzierten Ausführungen von Wellenfeldsynthesesystemen
üblich, Impulsantworten für vordefinierte Quellpositionen zu definieren und im System
zu speichern, um die virtuelle Schallquelle dann von einer vordefinierten Position
zur anderen springen zu lassen. Solange die Quelle nur von einem Punkt zum anderen
springt, ist sie an dem jeweiligen Punkt ortsfest und beim sprunghaften Wechsel der
Position entstehen zwangsläufig nicht die natürlichen Dopplereffekte einer kontinuierlichen
Bewegung, die unser Ohr sehr sensitiv auswertet, sondern Artefakte.
[0027] Wenn aber die jeweils zu verarbeitende Datenmenge im modellbasierten Ansatz der Wellenfeldsynthese
wegen der Aufteilung auf einzelne Module gering ist und die Quellpositionen sehr schnell
den natürlichen Ortsveränderungen der originären Schallquellen und ihrer ersten schallstarken
Reflexionen folgen können, so ist die Darstellung von Dopplereffekten bei bewegten
virtuellen Schallquellen ohne Artefakte möglich, weil eine kontinuierliche Bewegung
der virtuellen Schallquellen im Raum entsteht.
[0028] Aus dem modularen Aufbau des Wellenfeldsynthesesystems entsteht ein weiterer fundamentaler
Vorteil. Weil die Menge der zu übertragenden Daten und der Rechenaufwand in der Zentraleinheit
unabhängig von der Anzahl der angeschlossenen Baugruppen oder Module ist, wird das
System frei skalierbar. So kann nicht nur die übliche Reduktion des Verfahrens auf
die horizontale Ebene des Zuhörers leicht überwunden werden. Auch sehr große akustische
Vorhänge mit Richtwirkungen bis in den Bassbereich und eng fokussierten konkaven Wellenfronten
werden realisierbar.
[0029] Selbst die "akustische Kabine", die dem theoretischen, im Kirchhoff Helmholtz Integral
beschriebenen Ansatz der Wellenfeldsynthese zu einer vollständigen physikalischen
Rekonstruktion des Ausgangsschallfeldes in einem quellfreien Volumen nahe kommt, wäre
wegen der freien Skalierbarkeit des modular aufgebauten Systems realisierbar.
[0030] Dazu wäre es auch möglich, in dem modularen Aufbau Subsysteme unterschiedlicher Leistungsfähigkeit
aufzubauen, beispielsweise hinter dem Zuhörer einen größeren Abstand zwischen den
Schallwandlern zu wählen. Die Module könnten auch zu einer körperlichen Struktur,
beispielsweise einem Würfel oder Quader, zusammengefügt werden, in denen virtuelle
Schallquellen nach außen strahlen.
[0031] Mit dem dezentralen Aufbau lassen sich so auch sehr viele sehr kleine Schallwandler
ansteuern. Zukünftig könnten sich der Anwendung von MEMs [8] in Verbindung mit Wellenfeldsystemen
neue Perspektiven eröffnen. Die integrierten Schallwandler lassen sich in großer Zahl
auf einer gemeinsamen Trägerbasis mit anderen integrierten Bauelementen aufbauen.
Diese Fläche könnte dann tatsächlich wie ein Vorhang Wellenfronten erzeugen, die völlig
frei von den Aliasingeffekten ist, die bei den vom theoretischen Ansatz der Wellenfeldsynthese
abweichenden, relativ großen Elementarwellen herkömmlicher Schallwandler unvermeidlich
sind.
[0032] Auf dem Träger der Bauelemente wären dann wieder, analog zum Modularen Aufbau, Gruppen
von Schallwandlern zu bilden, die von einem verteilten System aus Ansteuereinheiten
versorgt werden. Zukünftig könnten solche Mikrostrukturen für eine kombinierte Reproduktion
von auditiven und visuellen Informationen genutzt werden.
Detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0033] Die Vorrichtung ist in Fig. 1 und 2 dargestellt. Sie soll anhand dieser Zeichnungen
erläutert werden.
[0034] Fig. 1 zeigt eine modular aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach dem Prinzip
der Wellenfeldsynthese (1). Mit ihr sollen virtuelle Schallquellen (2) dargestellt
werden, deren Position in einem Koordinatensystem bezüglich des Koordinatenursprunges
(3) gegeben ist. Der Koordinatenursprung kann an der Position eines Zuhörers im Wiedergaberaum
sein, sie kann aber auch beliebig festgelegt werden. In jedem Fall muss der Vektor
eines Bezugspunktes (4) der Vorrichtung aus Schallwandlern zu diesem Koordinatenursprung
bekannt sein. Dann ist der jeweilige Bezugspunkt in den einzelnen der Module (5) in
der Vorrichtung aus Schallwandlern durch die Platzierung des Moduls im System und
die Kantenlänge der Module gegeben. Im Modul ist die Position jedes einzelnen Schallwandlers
(6) zu jedem einzelnen Schallwandler gegeben.
[0035] Weil in dem Koordinatensystem dann die Positionen der virtuellen Schallquellen zum
Koordinatenursprung (3) und alle Vektoren der Bezugspunkte bis hin zu jedem einzelnen
Schallwandler bekannt sind, kann durch Addition der einzelnen Vektoren die Position
jeder einzelnen virtuellen Schallquelle zu jedem einzelnen Schallwandler bestimmt
werden.
[0036] In Fig.2 ist dargestellt, das alle Audiosignale und Daten zu jedem Modul geführt
werden. Das kann über separate Leitungen (1) und (2) geschehen oder alle Informationen
können auch über ein gemeinsames Protokoll zu den Baugruppen übertragen werden. Die
Datenmenge ist vergleichsweise gering, weil nur die Position der virtuellen Quellen
im Koordinatensystem und ihre Zuordnung zu den Audiosignalen übertragen werden muss.
Das ermöglicht ein Update der Positionen in sehr kurzen Zeitintervallen. Entsprechend
schnell können für die wenigen Schallwandler im Modul die aus allen entsprechend der
Modulposition in der Anordnung aus Schallwandlern verzögerten und aufaddierten Signale
aller Eingangsquellen an den entsprechenden Endverstärker geführt werden.
[0037] Bei den hier beschriebenen Vorrichtungen aus Schallwandlern nach dem Prinzip der
Wellenfeldsynthese zur Reproduktion von Schallereignissen muss nicht auf die psychoakustisch
bedingte Bildung von Phantomschallquellen zwischen Lautsprechern zurückgegriffen werden,
sondern das Schallfeld wird physikalisch rekonstruiert. Aus dem Audiosignal selbst
(Inhalt) und Daten zu seiner Gestalt (Form) werden nach Huygens Prinzip Wellenfronten
aus Elementarwellen rekonstruiert. Es entstehen virtuelle Schallquellen, die sich
physikalisch nicht von der Wellenfront der realen Schallquelle unterscheiden.
[0038] Das Audiosignal wird dabei auf der Wiedergabeseite in einem Renderer für jede Elementarwelle
in die räumliche Impulsantwort des Aufnahmeraumes gefaltet [2].
[0039] Für eine korrekte Reproduktion sollten die Ausgangspunkte der Elementarwellen eng
beieinander liegen. Die virtuellen Schallquellen können nur im Bereich der Anordnung
aus Schallwandlern entstehen. Deshalb wird ihre Zahl sehr groß, wenn eine zweidimensionale
Schallwandlerfläche aufgebaut wird.
[0040] Damit steigen die Anforderungen an den Renderer vorbekannte Systeme, die Ansteuerung
einer großen Zahl von Schallwandlern bedingt einen hohen Rechenaufwand. In der Praxis
wurde das Prinzip der Wellenfeldsynthese deshalb in der Regel auf eine horizontale
Schallwandler-Reihe reduziert. In diesen Systemen wird die Wellenfeldsynthese meist
auf die horizontale Ebene des Zuhörers reduziert, die dritte Dimension geht in der
Reproduktion der Schallereignisse verloren.
[0041] Mit der erfindungsgemäßen Lösung kann die notwendige Rechenleistung jedoch dezentral
verteilt werden, weil die zwischen den Teilsystemen zu übertragende Datenmenge nicht
mit der Zahl der Schallwandler ansteigt. Das System wird damit frei skalierbar.
[0042] Dies ermöglicht sogar beliebig große, zweidimensionale Vorrichtungen aus Schallwandlern
nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese aufzubauen, die schnelle Ortsveränderungen
der virtuellen Schallquellen mit den damit verbundenen Dopplereffekten ohne Artefakte
realisieren können.
[0043] Gemäß einem Ausführungsbeispiel einer dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern
nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese wird die Synthese der Wellenfronten aus den
Audiosignalen und den dazugehörigen Daten für die in einzelnen Baugruppen enthaltenen
Schallwandler innerhalb der jeweiligen Baugruppe ausgeführt, wobei die geometrische
Position eines Bezugspunktes innerhalb des Koordinatensystems für den modellbasierten
Ansatz der Wellenfeldsynthese für jede einzelne Baugruppe durch ihre Platzierung in
der Anordnung aus Schallwandlern und die Kantenlänge der einzelnen Baugruppen bestimmt
ist und die Position jedes einzelnen Schallwandlers in diesem Koordinatensystem durch
seine Anordnung zu diesem Bezugspunkt der Baugruppe definiert ist, so dass sich allein
aus der Anordnung der Baugruppen in der Anordnung aus Schallwandlern die Position
jedes einzelnen Schallwandlers im Koordinatensystem aus der Vektoraddition zum jeweils
übergeordneten Bezugspunkt bestimmen lässt.
[0044] Gemäß einer Weiterbildung sind die Baugruppen von einem Modulgehäuse umschlossen
oder werden aus gleich großen Segmenten in einer Struktur von Bauelementen gebildet.
[0045] Typischerweise ist die Anordnung aus Schallwandlern in ihrer Größe frei skalierbar,
weil die Rechenleistung in der Zentraleinheit nicht mit der Zahl der Schallwandler
im System steigt.
[0046] Gemäß noch einer Weiterbildung werden alle Audiosignale und die Daten für die Synthese
der Wellenfronten zu allen Baugruppen der Vorrichtung geführt, wobei in jeder Baugruppe
die Daten verarbeitet werden, die sich aus der Position der jeweiligen Baugruppe innerhalb
der Anordnung aus Schallwandlern ergeben.
[0047] Typischerweise ist die Position der einzelnen Schallwandler innerhalb einer Baugruppe
in Bezug auf einen festen Bezugspunkt der Baugruppe in der Baugruppe gespeichert.
[0048] Gemäß noch einer Weiterbildung wird die Position eines festen Bezugspunktes jeder
Baugruppe zu der Position eines Bezugspunktes der Vorrichtung aus Schallwandlern dadurch
ermittelt, dass der Baugruppe mitgeteilt wird an welcher Position sie innerhalb der
Vorrichtung aus Schallwandlern eingebaut ist und das sie daraus mit Hilfe der gespeicherten
Abmessungen der einzelnen Baugruppen, die auch als Modul ausgeführt sein können, die
Position ihres Bezugspunktes zu dem zentralen Bezugspunkt der Vorrichtung aus Schallwandlern
ermitteln kann.
[0049] Gemäß der erfindungsgemäßen Lösung sind die Baugruppen unterschiedlich dicht mit
Schallwandlern bestückt. Damit lässt sich in den für die menschliche Wahrnehmung von
Schallereignissen weniger wichtigen Reproduktionsbereichen der Aufwand reduzieren.
[0050] Die Baugruppen können in einer geschlossenen Ebene, geschlossenen Reihe aufgebaut
sein.
[0051] Die Baugruppen können aber auch so aufgebaut sein, dass sie nicht in einer geschlossenen
Ebene oder geschlossenen Reihe angeordnet sind.
[0052] Gemäß noch einer Weiterbildung sind die Schallwandler Teilflächen zugeordnet, die
einen Körper bilden können, der die Wellenfronten in einem gemeinsamen System in verschiedene
Richtungen abstrahlen kann.
[0053] Gemäß noch einer Weiterbildung ist auf dem gleichen Trägersystem, das die Schallwandler
trägt, auch ein System zur Bildreproduktion aufgebracht.
[0054] Gemäß noch einer Weiterbildung sind die Baugruppen oder Module in vormontierten Einheiten
zusammengefasst. Dies ermöglicht einen schnelleren Aufbau des Systems. Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel weist eine dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern
nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese mehrere Baugruppen auf, die jeweils mehrere
Schallwandler und eine Baugruppensteuerung aufweisen,
[0055] wobei jede Baugruppensteuerung eingerichtet ist, Ansteuersignale für die Schallwandler
ihrer Baugruppe aus Audiosignalen und dazugehörigen Daten zur Form für die Synthese
der Wellenfronten zu erzeugen.
[0056] Dieser Aufbau ermöglicht auch, dass auf einem Trägersystem, das die Schallwandler
trägt, auch ein System zur Bildreproduktion aufgebracht ist.
[0057] Die Merkmale der hierin beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen können auch
miteinander kombiniert werden.
Literaturliste
[0058]
- [1] Berkhout, A.J. (1988): A holographic approach to acoustic control'. Journal of the
Audio Engineering Society, Vol.36, No.12, December 1988, pp.977-995.
- [2] http://www.hauptmikrofon.de/theile/WFS Theile VDT-Magazin 2 2005.pdf
- [3] DE 10 2005 001 395 A1
- [4] William Francis Wolcott IV: Wave Field Synthesis with Real-time Control
- [5] Dipl. Ing (FH) Rene Rodigast, Frauenhofer - Institut für Digitale Medientechnologie
IDMT: Sprachwiedergabe oder Konzertakustik - Akustische Raumsimulation in der 3D-Beschallung,
8.0 E 37 Messe Frankfurt/ Prolight+Sound 2013
- [6] http://iosono-sound.com/assets/files/IOSONO IPC100 brochure.pdf
- [7] http://wfsynth.sourceforge.net/Thesis.pdf
- [8] John J. Neumann, Jr. and Kaigham J. Gabriel, CMOS-MEMS Membrane for Audio-Frequency
Acoustic Acuation, Electrical and Computer Engineering Dept., Carnegie Mellon University,
2001, pp. 236-239, XP-002240602.
1. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese,
aufweisend mehrere Baugruppen, die jeweils mehrere Schallwandler und eine Baugruppensteuerung
aufweisen,
wobei jede Baugruppensteuerung eingerichtet ist, mittels eines modellbasierten Ansatzes
eine Synthese der Wellenfronten aus Audiosignalen und den dazugehörigen Daten zur
Form für die in den Baugruppen enthaltenen Schallwandler innerhalb der jeweiligen
Baugruppe auszuführen und die Schallwandler innerhalb der jeweiligen Baugruppe mit
Ansteuersignalen anzusteuern, die der Synthese entsprechen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Baugruppen unterschiedlich dicht mit den Schallwandlern bestückt sind.
2. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach Anspruch 1, wobei die Baugruppensteuerungen
eine jeweilige geometrische Position (6) eines Bezugspunktes (5) der Baugruppe innerhalb
eines Koordinatensystems für den modellbasierten Ansatz der Wellenfeldsynthese verwendet,
die geometrische Position (6) für jede einzelne Baugruppe durch ihre Platzierung in
der Anordnung aus Schallwandlern und die Kantenlänge der einzelnen Baugruppen bestimmt
ist und / oder die geometrische Position (6) jedes einzelnen Schallwandlers in diesem
Koordinatensystem durch seine Anordnung zu diesem Bezugspunkt (5) der Baugruppe definiert
ist, so dass sich allein aus der Anordnung der Baugruppen in der Anordnung aus Schallwandlern
die Position jedes einzelnen Schallwandlers im Koordinatensystem aus einer Vektoraddition
zum jeweiligen übergeordneten Bezugspunkt (6) bestimmen lässt.
3. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Baugruppen von einem jeweiligen Modulgehäuse umschlossen sind und / oder dass
sie aus gleich großen Segmenten in einer Struktur von Bauelementen gebildet werden.
4. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung aus Schallwandlern in ihrer Größe frei skalierbar ist.
5. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Audiosignale und die dazugehörigen Daten für die Synthese der Wellenfronten
zu allen Baugruppen der Vorrichtung geführt werden, wobei in jeder Baugruppe die Daten
verarbeitet werden, die sich aus der Position der jeweiligen Baugruppe innerhalb der
Anordnung aus Schallwandlern ergeben.
6. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Position der einzelnen Schallwandler innerhalb einer Baugruppe in Bezug auf einen
festen Bezugspunkt der Baugruppe in der Baugruppe gespeichert ist.
7. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie die Position eines festen Bezugspunktes jeder Baugruppe zu der Position eines
Bezugspunktes der Vorrichtung aus Schallwandlern dadurch ermittelt kann, das der Baugruppe
mitgeteilt wird an welcher Position sie innerhalb der Vorrichtung aus Schallwandlern
eingebaut ist und das sie daraus mit Hilfe der gespeicherten Abmessungen der einzelnen
Baugruppen, die auch als Modul ausgeführt sein können, die Position ihres Bezugspunktes
zu dem zentralen Bezugspunkt der Vorrichtung aus Schallwandlern ermitteln kann.
8. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Baugruppen auch in einer nicht-geschlossenen Ebene oder in einer nicht-geschlossenen
Reihe anordenbar sind.
9. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schallwandler Teilflächen zugeordnet werden können, die die Wellenfronten jeweils
in eine verschiedene Richtung abstrahlen können.
10. Dezentral aufgebaute Vorrichtung aus Schallwandlern einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Baugruppe oder Module in vormontierten Einheiten zusammengefasst sind.
1. A decentrally structured device comprising sound transducers and operable according
to the principle of wave field synthesis, comprising a plurality of assembly units
each comprising a plurality of sound transducers and an assembly control unit, wherein
each assembly control unit is configured to use a model-based approach to carry out,
within the respective assembly unit, a synthesis of wave fronts for the sound transducers
in the assembly unit from audio signals and associated data for their form, and to
drive the sound transducers within the respective assembly unit with control signals
corresponding to the synthesis,
characterised in that a density with which the assembly units are equipped with sound transducers varies.
2. The decentrally structured device according to claim 1, wherein the assembly control
units use a respective geometric position (6) of a reference point (5) of the assembly
unit within a coordinate system for the model-based approach of the wave field synthesis,
wherein the geometric position (6) for each individual assembly unit is determined
by its position in the arrangement of the sound transducers and the edge length of
the individual assembly units, and / or wherein the geometric position (6) of each
individual sound transducer in the coordinate system is defined by its arrangement
relative to the reference point (5) of the assembly unit, so that the position of
each individual sound transducer in the coordinate system can be determined solely
from the arrangement of the assembly units in the arrangement of the sound transducers
by a vector addition to a respective superordinate reference point (6).
3. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the assemblies are enclosed by a respective module housing and / or that they are
formed from segments of the same size in a structure of components.
4. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the arrangement of sound transducers is freely scalable in size.
5. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that all audio signals and the associated data for the synthesis of the wavefronts are
delivered to all assembly units of the device, each assembly unit processing the data
derived from the position of the respective assembly unit within the arrangement of
the sound transducers.
6. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the position of the individual sound transducers is stored within an assembly unit
with respect to a fixed reference point of the assembly unit.
7. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the device can determine the position of a fixed reference point of each assembly
unit relative to the position of a central reference point of the device comprising
sound transducers by communicating to the assembly unit the position in which it was
installed in the device comprising sound transducer and the assembly unit is able
to determine the position its reference point relative to a central reference point
of the device comprising sound transducers using the position in which it was installed
and stored dimensions of the individual assembly units, which may also be designed
as modules.
8. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the assembly units can also be arranged in a non-closed plane or in a non-closed
row.
9. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the sound transducers can be allocated to partial surfaces, wherein each of the partial
surfaces can radiate wavefronts in a different direction.
10. The decentrally structured device according to any preceding claim,
characterised in that the assembly units or modules are combined in pre-assembled units.
1. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon le
principe de la synthèse de champ d'ondes, comprenant plusieurs ensembles qui comprennent
respectivement plusieurs transducteurs acoustiques et un dispositif de commande d'ensemble,
dans lequel chaque dispositif de commande d'ensemble est agencé pour réaliser, au
moyen d'une approche par modèle, une synthèse des fronts d'onde à partir de signaux
audio et des données de forme associées pour les transducteurs acoustiques contenus
dans les ensembles à l'intérieur de l'ensemble respectif et pour commander les transducteurs
acoustiques à l'intérieur de l'ensemble respectif avec des signaux de commande qui
correspondent à la synthèse,
caractérisé en ce
que les ensembles sont équipés des transducteurs acoustiques selon une densité variable.
2. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon la
revendication 1, dans lequel le dispositif de commande d'ensemble utilise une position
géométrique respective (6) d'un point de référence (5) de l'ensemble dans un système
de coordonnées pour l'approche par modèle de la synthèse de champ d'ondes, la position
géométrique (6) de chaque ensemble individuel est déterminée par son placement dans
l'agencement de transducteurs acoustiques et la longueur de bord des différents ensembles
et/ou la position géométrique (6) de chaque transducteur acoustique individuel est
définie dans ce système de coordonnées par son agencement par rapport à ce point de
référence (5) de l'ensemble, de sorte que, rien qu'à partir de l'agencement des ensembles
dans l'agencement composé de transducteurs acoustiques, la position de chaque transducteur
acoustique individuel dans le système de coordonnées se détermine à partir d'une addition
vectorielle au point de référence (6) supérieur respectif.
3. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les ensembles sont entourés d'un boîtier de module respectif et/ou sont formés de
segments de mêmes dimensions dans une structure de composants.
4. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la taille de l'agencement composé de transducteurs acoustiques est librement modulable.
5. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que tous les signaux audio et les données associées sont acheminés vers tous les ensembles
du dispositif pour la synthèse des fronts d'onde, dans lequel, dans chaque ensemble,
sont traitées les données résultant de la position de l'ensemble respectif au sein
de l'agencement composé de transducteurs acoustiques.
6. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la position des différents transducteurs acoustiques au sein d'un ensemble est mémorisée
par rapport à un point de référence fixe de l'ensemble dans l'ensemble.
7. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'il peut déterminer la position d'un point de référence fixe de chaque ensemble par
rapport à la position d'un point de référence du dispositif composé de transducteurs
acoustiques, en informant l'ensemble de la position à laquelle il est installé à l'intérieur
du dispositif composé de transducteurs acoustiques et en déterminant à partir de là
la position de son point de référence par rapport au point de référence central du
dispositif composé de transducteurs acoustiques à l'aide des dimensions stockées des
différents ensembles, qui peuvent également être mis en oeuvre sous forme de module.
8. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les ensembles peuvent également être disposés dans un plan non fermé ou dans une
rangée non fermée.
9. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les transducteurs acoustiques peuvent être affectés à des surfaces partielles qui
peuvent rayonner les fronts d'onde respectivement dans une direction différente.
10. Dispositif à structure décentralisée composé de transducteurs acoustiques selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les ensembles ou modules sont regroupés dans des unités prémontées.