[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Überprüfung der Identität einer
Person.
[0002] Die Identität einer Person kann durch ein Vergleichen von auf einem Identifikationsdokument
vorgespeicherten Erkennungsmerkmalen, beispielsweise Gesichtsbild, Körpergröße, Augenfarbe,
Fingerabdruck und/oder Irisabbild eines Auges, mit den Erkennungsmerkmalen der Person
überprüft werden. Liegt eine Übereinstimmung der Erkennungsmerkmale der Person mit
den auf dem Identifikationsdokument vorgespeicherten Erkennungsmerkmalen vor, so kann
die Identität der Person verifiziert werden.
[0003] Zum Vergleichen der Erkennungsmerkmale, insbesondere zum Vergleichen eines Fingerabdruckes
und/oder eines Irisabbildes eines Auges mit auf dem Identifikationsdokument vorgespeicherten
Erkennungsmerkmalen, werden häufig fest installierte Prüfplätze verwendet. Innerhalb
dieser fest installierten Prüfplätze werden häufig Geräte eingesetzt, die jedoch aufgrund
ihrer geometrischen Abmessungen und ihres Gewichtes für einen mobilen Einsatz ungeeignet
sind.
[0004] Die Druckschrift
WO 2010/138013 A2 betrifft ein handgehaltenes tragbares Gerät zur Verifikation von Reise- und Personaldokumenten,
das Auslesen von biometrischen Daten und die Identifikation von Personen, welche solche
Dokumente halten.
[0005] Die Druckschrift
DE 10 2004 056 007 A1 betrifft eine mobile Verifikationseinrichtung zur Echtheitsüberprüfung von Reisedokumenten.
[0006] Die Druckschrift
DE 10 2006 027 253 A1 betrifft ein Lesegerät für ein Dokument, ein Verfahren zum Lesen eines Datenobjekts
und ein Computerprogrammprodukt.
[0008] Die Druckschrift
EP 2 704 077 A1 betrifft ein Authentifizierungssystem und ein Authentifizierungsverfahren.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein effizientes, kostengünstiges
und mobiles Konzept zur Überprüfung der Identität einer Person zu schaffen.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche, der Beschreibung
sowie der Zeichnungen.
[0011] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe durch die Verwendung
eines mobilen Kommunikationsgerätes gelöst werden kann. Mittels einer Bildkamera des
mobilen Kommunikationsgerätes kann ein biometrisches Merkmal der Person erfasst werden.
Mittels einer Kommunikationsschnittstelle des mobilen Kommunikationsgerätes kann hingegen
ein biometrisches Referenzmerkmal aus einem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
ausgelesen werden. Durch ein Vergleichen des erfassten biometrischen Merkmales der
Person mit dem im elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes vorgespeicherten
biometrischen Referenzmerkmal kann die Identität der Person überprüft werden. Die
Verwendung eines mobilen Kommunikationsgerätes ermöglicht somit eine mobile Überprüfung
der Identität einer Person unter Verwendung eines kompakten und kostengünstigen Gerätes.
[0012] Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Überprüfung der
Identität einer Person gemäß Anspruch 1. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein
effizientes und kostengünstiges Konzept zur Überprüfung der Identität einer Person
realisiert werden kann.
[0013] Das Identifikationsdokument kann eines der folgenden Identifikationsdokumente sein:
Identitätsdokument, wie Personalausweis, Reisepass, Zugangskontrollausweis, Berechtigungsausweis,
Unternehmensausweis, Steuerzeichen oder Ticket, Geburtsurkunde, Führerschein oder
Kraftfahrzeugausweis, Zahlungsmittel, beispielsweise eine Bankkarte oder Kreditkarte.
Das Identifikationsdokument kann ferner einen elektronisch auslesbaren Schaltkreis,
beispielsweise einen RFID-Chip umfassen. Das Identifikationsdokument kann ein- oder
mehrlagig bzw. papier- und/oder kunststoffbasiert sein. Das Identifikationsdokument
kann aus kunststoffbasierten Folien aufgebaut sein, welche zu einem Kartenkörper mittels
Verkleben und/oder Laminieren zusammengefügt werden, wobei die Folien bevorzugt ähnliche
stoffliche Eigenschaften aufweisen.
[0014] Das mobile Kommunikationsgerät kann ein Handgerät, ein Mobiltelefon oder ein Smart-Phone
sein, welches eine Bildkamera und eine Kommunikationsschnittstelle umfassen kann.
[0015] Die Bildkamera kann ausgebildet sein, um ein optisches Bild, beispielsweise im infraroten,
sichtbaren und/oder ultravioletten Wellenlängenbereich, der Person und/oder des Identifikationsdokumentes
aufzunehmen. Die Bildkamera kann einen Bildsensor, eine Lichtquelle, beispielsweise
im infraroten, sichtbaren und/oder ultravioletten Wellenlängenbereich, zur Beleuchtung
der aufzunehmenden Person und/oder des aufzunehmenden Identifikationsdokumentes, und/oder
ein Kameraobjektiv umfassen. Der elektronische Schaltkreis kann ein Chip sein, auf
welchem ein biometrisches Referenzmerkmal vorgespeichert sein kann. Das auf dem elektronischen
Schaltkreis vorgespeicherte biometrische Referenzmerkmal kann über eine kontaktbehaftete
oder eine kontaktlose Schnittstelle, beispielsweise eine Funkschnittstelle, ausgelesen
werden.
[0016] Das Erfassen des biometrischen Merkmals der Person wird durch das mobile Kommunikationsgerät
durchgeführt, indem ein Bild der Person mittels der Bildkamera aufgenommen wird, aus
welchem das biometrische Merkmal, beispielsweise mittels einer Mustererkennung durch
das mobile Kommunikationsgerät, extrahiert wird.
[0017] Das biometrische Merkmal der Person kann ein Fingerabdruck der Person, ein Gesichtsbild
der Person oder ein Irisabbild eines Auges der Person sein. Das biometrische Referenzmerkmal
kann ein Fingerabdruck, ein Gesichtsbild oder ein Irisabbild eines Auges sein. Das
biometrische Referenzmerkmal ist ein im elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
vorgespeichertes biometrisches Merkmal.
[0018] Das Auslesen des biometrisches Referenzmerkmales kann über eine Kommunikationsschnittstelle
des mobilen Kommunikationsgerätes durchgeführt werden.
[0019] Die Kommunikationsschnittstelle kann eine kontaktbehaftete Schnittstelle oder eine
kontaktlose Schnittstelle, beispielsweise eine Funkschnittstelle, sein.
[0020] Das Vergleichen des biometrischer Merkmals mit dem biometrischen Referenzmerkmal
wird durch das mobile Kommunikationsgerät durchgeführt, beispielsweise mittels eines
Mustervergleichs. Bei Übereinstimmung des erfassten biometrischen Merkmals der Person
mit dem ausgelesenen biometrischen Referenzmerkmal kann die Identität der Person verifiziert
sein.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform wird im Schritt des Erfassens ein weiteres biometrisches
Merkmal der Person erfasst, und im Schritt des Auslesens wird ein weiteres biometrisches
Referenzmerkmal aus dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes mittels
des mobilen Kommunikationsgerätes ausgelesen, und im Schritt des Vergleichens wird
das erfasste weitere biometrische Merkmal mit dem weiteren biometrischen Referenzmerkmal
verglichen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein weiteres biometrisches Merkmal
zur Überprüfung der Identität der Person verwendet werden kann. Das weitere biometrische
Merkmal der Person kann ein Fingerabdruck der Person, ein Gesichtsbild der Person
oder ein Irisabbild eines Auges der Person sein. Das weitere biometrische Referenzmerkmal
kann ein Fingerabdruck, ein Gesichtsbild oder ein Irisabbild eines Auges sein. Das
biometrische Referenzmerkmal kann ein im elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
vorgespeichertes biometrisches Merkmal sein.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform wird das Auslesen des jeweiligen biometrischen Referenzmerkmals
aus dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes unter Verwendung
von Nahfeldkommunikation oder von Radiofrequenzidentifikation durchgeführt. Dadurch
wird der Vorteil erreicht, dass das jeweilige biometrische Merkmal effizient ausgelesen
werden kann.
[0023] Die Nahfeldkommunikation kann eine Kommunikation mittels Near-Field-Communication
(NFC), beispielsweise nach dem Standard ISO/IEC 14443 oder ISO/IEC 18092, sein.
[0024] Die Radiofrequenzidentifikation kann eine Kommunikation mittels Radio-Frequency-Identification
(RFID), beispielsweise nach dem Standard ISO/IEC 14443 oder ISO/IEC 18000-3, sein.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform ist das jeweils erfasste biometrische Merkmal eines der
folgenden biometrischen Merkmale: ein Fingerabdruck der Person, ein Gesichtsbild der
Person, oder ein Irisabbild eines Auges der Person. Dadurch wird der Vorteil erreicht,
dass effizient erfassbare biometrische Merkmale zur Ausführung des Verfahrens verwendet
werden können.
[0026] Zum Auslesen des biometrischen Referenzmerkmals wird aus dem elektronischen Schaltkreis
des Identifikationsdokumentes ein elektronisches Zertifikat des mobilen Kommunikationsgerätes
zwischen dem mobilen Kommunikationsgerät und dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
ausgetauscht, um das mobile Kommunikationsgerät gegenüber dem Identifikationsdokument
zu autorisieren. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass im elektronischen Schaltkreis
des Identifikationsdokumentes gespeicherte biometrische Referenzmerkmale nur bei autorisiertem
Zugriff freigegeben werden.
[0027] Das elektronische Zertifikat des mobilen Kommunikationsgerätes kann ein Bitmuster
sein. Das elektronische Zertifikat kann einen kryptografischen Schlüssel umfassen.
[0028] Das mobile Kommunikationsgerät kann sich gegenüber dem Identifikationsdokument autorisieren,
indem das mobile Kommunikationsgerät das elektronische Zertifikat an den elektronischen
Schaltkreis des Identifikationsdokumentes übermittelt. Der elektronische Schaltkreis
des Identifikationsdokumentes kann ausgebildet sein, die Authentizität des elektronischen
Zertifikates zu verifizieren.
[0029] Das elektronische Zertifikat wird durch das mobile Kommunikationsgerät von einem
Zertifikatsserver über ein Kommunikationsnetzwerk abgerufen. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass das elektronische Zertifikat effizient auf das mobile Kommunikationsgerät
übertragen werden kann.
[0030] Der Zertifikatsserver kann Teil einer Public-Key-Infrastruktur oder ein Public-Key-Infrastructure
(PKI) Server sein.
[0031] Das Kommunikationsnetzwerk kann ein Telefonnetzwerk, ein Mobilfunknetzwerk, ein Computernetzwerk,
beispielsweise ein Local Area Network (LAN) oder ein Wireless Local Area Network (W-LAN),
oder das Internet sein.
[0032] Das elektronische Zertifikat wird in einem Speicher des mobilen Kommunikationsgerätes
gespeichert, und das elektronische Zertifikat wird durch das mobile Kommunikationsgerät
aus dem Speicher ausgelesen und zu dem integrierten Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
übermittelt. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Identität der Person ohne
Kommunikationsverbindung zu einem Zertifikatsserver überprüft werden kann.
[0033] Der Speicher des mobilen Kommunikationsgerätes kann beispielsweise ein Random-Access-Memory
(RAM) des mobilen Kommunikationsgerätes sein.
[0034] Mittels der Bildkamera des mobilen Kommunikationsgerätes werden ferner Daten aus
einer maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes erfasst, um die Echtheit
des Identifikationsdokumentes zu überprüfen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass
mittels des mobilen Kommunikationsgerätes die Echtheit des Identifikationsdokumentes
überprüft werden kann.
[0035] Die maschinenlesbare Zone kann ein aufgedruckter Bereich auf dem Identifikationsdokument
sein.
[0036] Die Daten können in Form einer aufgedruckten Zeichenkette innerhalb einer maschinenlesbaren
Zone des Identifikationsdokumentes vorliegen. Zum Erfassen der Daten aus der maschinenlesbaren
Zone des Identifikationsdokumentes kann ein Bild der maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes
mittels der Bildkamera aufgenommen werden, aus welchem die Daten, beispielsweise mittels
einer Zeichenerkennung, extrahiert werden.
[0037] Die erfassten Daten werden mittels des mobilen Kommunikationsgerätes an einen Prüfserver
über ein Kommunikationsnetzwerk übermittelt, und es wird die Echtheit des Identifikationsdokumentes
mittels des Prüfservers überprüft, oder gemäss einer nicht beanspruchten alternativen
Ausführungsform werden die erfassten Daten von dem mobilen Kommunikationsgerät mittels
in einem Speicher des mobilen Kommunikationsgerätes vorgespeicherter Daten überprüft,
um die Echtheit des Identifikationsdokumentes zu überprüfen. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass die Überprüfung der Echtheit des Identifikationsdokumentes effizient
durchgeführt werden kann.
[0038] Der Prüfserver ist ein Server, auf welchem Daten zur Überprüfung der Echtheit des
Identifikationsdokumentes vorgespeichert sind. Durch Vergleich der übermittelten Daten
mit vorgespeicherten Daten kann die Echtheit des Identifikationsdokumentes überprüft
werden. Stimmen die übermittelten Daten mit den vorgespeicherten Daten überein, so
kann die Echtheit des Dokumentes vorliegen.
[0039] Ferner kann das mobile Kommunikationsgerät durch Vergleich der erfassten Daten mit
den vorgespeicherten Daten die Echtheit des Identifikationsdokumentes überprüfen.
Stimmen die übermittelten Daten mit den vorgespeicherten Daten überein, so kann eine
Echtheit des Dokumentes vorliegen.
[0040] Gemäß einer Ausführungsform überprüft das mobile Kommunikationsgerät das Identifikationsdokument
unter Verwendung der aus der maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes
erfassten Daten ferner auf Zugehörigkeit zu einer Sperrliste. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass ein gesperrtes Identifikationsdokument erkannt werden kann.
[0041] Die Sperrliste kann eine Mehrzahl von Einträgen umfassen und in einem Speicher des
Prüfservers gespeichert sein.
[0042] Das mobile Kommunikationsgerät führt unter Verwendung der aus der maschinenlesbaren
Zone des Identifikationsdokumentes erfassten Daten ferner weitere zur Person bezogene
Abfragen durch. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass weitere zur Überprüfung der
Identität der Person verwendbare Daten zur Verfügung gestellt werden können.
[0043] Die weiteren zur Person bezogenen Abfragen werden an den Prüfserver gerichtet. Ferner
können die weiteren zur Person bezogenen Abfragen weitere biometrische Merkmale der
Person, beispielsweise die Körpergröße oder das Körpergewicht der Person, umfassen.
[0044] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein mobiles Kommunikationsgerät
zur Überprüfung der Identität einer Person gemäß Anspruch 5. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass ein mobiles Kommunikationsgerät zur Überprüfung der Identität einer
Person bereitgestellt werden kann.
[0045] Gemäß einer Ausführungsform ist die Kommunikationsschnittstelle eine Nahfeldkommunikationsschnittstelle
oder eine Radiofrequenzidentifikationsschnittstelle. Dadurch wird der Vorteil erreicht,
dass eine effiziente Kommunikationsschnittstelle verwendet werden kann.
[0046] Die Nahfeldkommunikationsschnittstelle kann eine Schnittstelle zur Kommunikation
mittels NFC sein. Die Radiofrequenzidentifikationsschnittstelle kann eine Schnittstelle
zur Kommunikation mittels RFID sein.
[0047] Gemäß einer Ausführungsform ist die Kommunikationsschnittstelle ausgebildet, ein
elektronisches Zertifikat des mobilen Kommunikationsgerätes an den elektronischen
Schaltkreis des Identifikationsdokumentes zu übermitteln, um das mobile Kommunikationsgerät
gegenüber dem Identifikationsdokument zu autorisieren. Dadurch wird der Vorteil erreicht,
dass im elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes gespeicherte biometrische
Referenzmerkmale nur bei autorisiertem Zugriff freigegeben werden.
[0048] Gemäß einer Ausführungsform ist der Prozessor ausgebildet, das erfasste biometrische
Merkmal mit dem biometrischen Referenzmerkmal auf der Basis eines Mustervergleichs
zu vergleichen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass das biometrische Merkmal effizient
überprüft werden kann.
[0049] Der Mustervergleich kann ein Vergleich von Bildmerkmalen, beispielsweise Ecken, Kanten,
relativen Abständen, Positionen und/oder Lagen, sein.
[0050] Gemäß einer Ausführungsform ist das mobile Kommunikationsgerät programmtechnisch
eingerichtet, das Verfahren zur Überprüfung der Identität einer Person auszuführen.
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass das Verfahren automatisiert und wiederholbar
ausgeführt werden kann.
[0051] Das mobile Kommunikationsgerät kann ausgebildet sein, ein Computerprogramm auszuführen.
[0052] Gemäß einer Ausführungsform weist das mobile Kommunikationsgerät einen Aktualisierungsmechanismus
auf, um vorgespeicherte Daten automatisiert zu aktualisieren. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass das mobile Kommunikationsgerät effizient zur Identifizierung einer
Person eingesetzt werden kann.
[0053] Der Aktualisierungsmechanismus kann ein Computerprogramm mit einem Programmcode sein,
welcher auf dem Prozessor des mobilen Kommunikationsgerätes ausgeführt wird. Die vorgespeicherten
Daten können elektronische Zertifikate, Sperrlisten und/oder Daten zur Überprüfung
der Echtheit des Identifikationsdokumentes sein.
[0054] Gemäß einem dritten Aspekt wird ein Computerprogramm mit einem Programmcode zur Ausführung
des Verfahrens zur Überprüfung der Identität einer Person, wenn der Programmcode auf
einem Computer ausgeführt wird, beschrieben. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass
das Verfahren automatisiert und wiederholbar ausgeführt werden kann.
[0055] Das Computerprogramm kann eine Folge von Befehlen für einen Prozessor eines Computers
umfassen. Das Computerprogramm kann in Form eines maschinenlesbaren Programmcodes
vorliegen.
[0056] Der Computer kann einen Prozessor, einen Speicher, eine Eingabeschnittstelle und/oder
eine Ausgabeschnittstelle umfassen. Der Prozessor des Computers kann ausgebildet sein,
das Computerprogramm auszuführen.
[0057] Das Computerprogramm kann auf dem Prozessor des mobilen Kommunikationsgerätes ausgeführt
werden.
[0058] Die Erfindung kann in Hardware und/oder Software realisiert werden.
[0059] Weitere Ausführungsbeispiele werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Diagramm eines Verfahrens zur Überprüfung der Identität einer Person
anhand eines Identifikationsdokumentes mittels eines mobilen Kommunikationsgerätes;
- Fig. 2
- ein schematisches Diagramm eines mobilen Kommunikationsgerätes zur Überprüfung der
Identität einer Person anhand eines Identifikationsdokumentes;
- Fig. 3
- eine schematische Anordnung zur Überprüfung der Identität einer Person;
- Fig. 4
- eine schematische Anordnung zur Überprüfung der Identität einer Person;
- Fig. 5
- ein schematisches Diagramm eines Verfahrens zur Überprüfung der Identität einer Person;
und
- Fig. 6
- ein schematisches Diagramm eines Verfahrens zur Überprüfung der Identität einer Person.
[0060] Fig. 1 zeigt ein schematisches Diagramm eines Verfahrens 100 zur Überprüfung der
Identität einer Person anhand eines Identifikationsdokumentes mittels eines mobilen
Kommunikationsgerätes. Das Identifikationsdokument weist einen elektronischen Schaltkreis
auf und das mobile Kommunikationsgerät weist eine Bildkamera auf.
[0061] Das Verfahren 100 umfasst ein Erfassen 101 eines biometrischen Merkmals der Person
mittels der Bildkamera des mobilen Kommunikationsgerätes, um ein erfasstes biometrisches
Merkmal zu erhalten, ein Auslesen 103 eines biometrischen Referenzmerkmals aus dem
elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes mittels des mobilen Kommunikationsgerätes,
und ein Vergleichen 105 des erfassten biometrischen Merkmals mit dem biometrischen
Referenzmerkmal durch das mobile Kommunikationsgerät, um die Identität der Person
zu überprüfen.
[0062] Das mobile Kommunikationsgerät kann ein Handgerät, ein Mobiltelefon oder ein Smart-Phone
sein, welches eine Bildkamera und eine Kommunikationsschnittstelle umfassen kann.
[0063] Die Bildkamera kann ausgebildet sein, um ein optisches Bild, beispielsweise im infraroten,
sichtbaren und/oder ultravioletten Wellenlängenbereich, der Person und/oder des Identifikationsdokumentes
aufzunehmen. Die Bildkamera kann einen Bildsensor, eine Lichtquelle, beispielsweise
im infraroten, sichtbaren und/oder ultravioletten Wellenlängenbereich, zur Beleuchtung
der aufzunehmenden Person und/oder des aufzunehmenden Identifikationsdokumentes, und/oder
ein Kameraobjektiv umfassen.
[0064] Der elektronische Schaltkreis kann ein Chip sein, auf welchem ein biometrisches Referenzmerkmal
vorgespeichert sein kann. Das auf dem elektronischen Schaltkreis vorgespeicherte biometrische
Referenzmerkmal kann über eine kontaktbehaftete oder eine kontaktlose Schnittstelle,
beispielsweise eine Funkschnittstelle, ausgelesen werden.
[0065] Das Erfassen 101 des biometrischen Merkmals der Person kann durch das mobile Kommunikationsgerät
durchgeführt werden, indem ein Bild der Person mittels der Bildkamera aufgenommen
wird, aus welchem das biometrische Merkmal, beispielsweise mittels einer Mustererkennung
durch das mobile Kommunikationsgerät, extrahiert wird.
[0066] Das biometrische Merkmal der Person kann ein Fingerabdruck der Person, ein Gesichtsbild
der Person oder ein Irisabbild eines Auges der Person sein. Das biometrische Referenzmerkmal
kann ein Fingerabdruck, ein Gesichtsbild oder ein Irisabbild eines Auges sein. Das
biometrische Referenzmerkmal kann ein im elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
vorgespeichertes biometrisches Merkmal sein.
[0067] Das Auslesen 103 des biometrisches Referenzmerkmales kann über eine Kommunikationsschnittstelle
des mobilen Kommunikationsgerätes durchgeführt werden. Die Kommunikationsschnittstelle
kann eine kontaktbehaftete Schnittstelle oder eine kontaktlose Schnittstelle, beispielsweise
eine Funkschnittstelle, sein.
[0068] Das Vergleichen 105 des biometrischer Merkmals mit dem biometrischen Referenzmerkmal
kann durch das mobile Kommunikationsgerät durchgeführt werden, beispielsweise mittels
eines Mustervergleichs. Bei Übereinstimmung des erfassten biometrischen Merkmals der
Person mit dem ausgelesenen biometrischen Referenzmerkmal kann die Identität der Person
verifiziert sein.
[0069] Das in Fig. 1 dargestellte Verfahren 100 zur Überprüfung der Identität einer Person
kann mittels des in Fig. 2 dargestellten mobilen Kommunikationsgerätes 200 durchgeführt
werden.
[0070] Fig. 2 zeigt ein schematisches Diagramm eines mobilen Kommunikationsgerätes 200 zur
Überprüfung der Identität einer Person anhand eines Identifikationsdokumentes, wobei
das Identifikationsdokument einen elektronischen Schaltkreis aufweist, mit: einer
Bildkamera 201 zum Erfassen eines biometrischen Merkmals der Person mittels der Bildkamera
201 des mobilen Kommunikationsgerätes 200, um ein erfasstes biometrisches Merkmal
zu erhalten, einer Kommunikationsschnittstelle 205 zum Auslesen eines biometrischen
Referenzmerkmals aus dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes,
und einem Prozessor 203 zum Vergleichen des erfassten biometrischen Merkmals mit dem
biometrischen Referenzmerkmal durch das mobile Kommunikationsgerät 200, um die Identität
der Person zu überprüfen.
[0071] Die Bildkamera 201 kann ausgebildet sein, um ein optisches Bild, beispielsweise im
infraroten, sichtbaren und/oder ultravioletten Wellenlängenbereich, der Person und/oder
des Identifikationsdokumentes aufzunehmen. Die Bildkamera 201 kann einen Bildsensor,
eine Lichtquelle, beispielsweise im infraroten, sichtbaren und/oder ultravioletten
Wellenlängenbereich, zur Beleuchtung der aufzunehmenden Person und/oder des aufzunehmenden
Identifikationsdokumentes, und/oder ein Kameraobjektiv umfassen.
[0072] Der Prozessor 203 kann zum Vergleichen des biometrischer Merkmals mit dem biometrischen
Referenzmerkmal, beispielsweise mittels eines Mustervergleichs, ausgebildet sein.
Bei Übereinstimmung des erfassten biometrischen Merkmals der Person mit dem ausgelesenen
biometrischen Referenzmerkmal kann die Identität der Person verifiziert sein.
[0073] Die Kommunikationsschnittstelle 205 kann eine kontaktbehaftete Schnittstelle oder
eine kontaktlose Schnittstelle, beispielsweise eine Funkschnittstelle, sein.
[0074] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann zum autorisierten Zugriff zusätzlich eine
entfernbare Sicherheitsvorrichtung oder ein Universal Serial Bus (USB) Sicherheitsstick,
beispielsweise mit einem Trusted Platform Module (TPM), an das mobile Kommunikationsgerät
200 angeschlossen werden.
[0075] Fig. 3 zeigt eine schematische Anordnung 300 zur Überprüfung der Identität einer
Person. Die Anordnung 300 umfasst ein Identifikationsdokument 301, das mobile Kommunikationsgerät
200, ein Kommunikationsnetzwerk 303, einen Zertifikatsserver 305 und einen Prüfserver
307. Das mobile Kommunikationsgerät 200 ist über eine Kommunikationsschnittstelle
mit dem Identifikationsdokument 301 verbunden. Ferner ist das mobile Kommunikationsgerät
200 über das Kommunikationsnetzwerk 303 mit dem Zertifikatsserver 305 und dem Prüfserver
307 verbunden.
[0076] Das Identifikationsdokument 301 kann eines der folgenden Identifikationsdokumente
sein: Identitätsdokument, wie Personalausweis, Reisepass, Zugangskontrollausweis,
Berechtigungsausweis, Unternehmensausweis, Steuerzeichen oder Ticket, Geburtsurkunde,
Führerschein oder Kraftfahrzeugausweis, Zahlungsmittel, beispielsweise eine Bankkarte
oder Kreditkarte. Das Identifikationsdokument 301 kann ferner einen elektronisch auslesbaren
Schaltkreis, beispielsweise einen RFID-Chip umfassen. Das Identifikationsdokument
301 kann ein- oder mehrlagig bzw. papier- und/oder kunststoffbasiert sein. Das Identifikationsdokument
301 kann aus kunststoffbasierten Folien aufgebaut sein, welche zu einem Kartenkörper
mittels Verkleben und/oder Laminieren zusammengefügt werden, wobei die Folien bevorzugt
ähnliche stoffliche Eigenschaften aufweisen.
[0077] Das Kommunikationsnetzwerk 303 kann ein Telefonnetzwerk, ein Mobilfunknetzwerk, ein
Computernetzwerk, beispielsweise ein Local Area Network (LAN) oder ein Wireless Local
Area Network (W-LAN), oder das Internet sein.
[0078] Der Zertifikatsserver 305 kann Teil einer Public-Key-Infrastruktur oder ein Public-Key-Infrastructure
(PKI) Server sein.
[0079] Der Prüfserver 307 kann ein Server sein, auf welchem Daten zur Überprüfung der Echtheit
des Identifikationsdokumentes 301 vorgespeichert sind. Durch Vergleich der übermittelten
Daten mit vorgespeicherten Daten kann die Echtheit des Identifikationsdokumentes 301
überprüft werden. Stimmen die übermittelten Daten mit den vorgespeicherten Daten überein,
so kann eine Echtheit des Dokumentes vorliegen.
[0080] Fig. 4 zeigt eine schematische Anordnung 400 zur Überprüfung der Identität einer
Person. Die Anordnung 400 umfasst einen Zertifikatsserver 305, einen Prüfserver 307,
einen Mobilfunkserver 401, einen Mobilfunkzugangspunkt 403, einen Mobilfunkzugangspunkt
405, ein mobiles Kommunikationsgerät 200 und ein mobiles Kommunikationsgerät 407.
Der Mobilfunkserver 401 ist mit dem Zertifikatsserver 305, dem Prüfserver 307, dem
Mobilfunkzugangspunkt 403 und dem Mobilfunkzugangspunkt 405 verbunden. Der Mobilfunkzugangspunkt
403 ist mit dem mobilen Kommunikationsgerät 200 verbunden und der Mobilfunkzugangspunkt
405 ist mit dem mobilen Kommunikationsgerät 407 verbunden.
[0081] Der Mobilfunkserver 401 kann eine Basisstation eines Mobilfunknetzwerkes sein.
[0082] Die Mobilfunkzugangspunkte 403 und 405 können Zugangspunkte zu einem Mobilfunknetzwerk,
beispielsweise an eine Basisstation angeschlossene Antennen, sein.
[0083] Das mobile Kommunikationsgerät 407 kann ein weiteres mobiles Kommunikationsgerät
sein, welches zur Durchführung des Verfahrens zur Überprüfung der Identität einer
Person ausgebildet ist.
[0084] Fig. 5 zeigt ein schematisches Diagramm eines Verfahrens 500 zur Überprüfung der
Identität einer Person 501. Ferner sind eine Person 501, ein Prüfer 503, ein Identifikationsdokument
301 und ein mobiles Kommunikationsgerät 200 abgebildet. Das Verfahren 500 umfasst
die Verfahrensschritte 505 bis 519, welche nachfolgend beschrieben werden.
[0085] Die Person 501 kann eine Person sein, deren Identität unter Verwendung des Verfahrens
500 überprüft wird, beispielsweise ein Bürger.
[0086] Der Prüfer 503 kann eine Person sein, welche das mobile Kommunikationsgerät 200 bedient,
beispielsweise ein Polizeibeamter.
[0087] Das mobile Kommunikationsgerät 200 kann ferner ein mobiles Prüfsystem sein.
[0088] Der Verfahrensschritt 505 umfasst die Feststellung der Identität der Person 501 durch
den Prüfer 503.
[0089] Der Verfahrensschritt 507 umfasst eine Übergabe des Identifikationsdokumentes 301
oder eines ID-Dokumentes durch die Person 501 an den Prüfer 503.
[0090] Der Verfahrensschritt 509 umfasst einen Start der Überprüfung oder der Prüfung.
[0091] Der Verfahrensschritt 511 umfasst ein Erfassen oder eine Erfassung der Fingerabdrücke
der Person 501 durch das mobile Kommunikationsgerät 200, beispielsweise mittels einer
Bildkamera des mobilen Kommunikationsgerätes 200.
[0092] Der Verfahrensschritt 513 umfasst ein Erfassen oder eine Erfassung des Gesichtsbildes
der Person 501 durch das mobile Kommunikationsgerät 200, beispielsweise mittels einer
Bildkamera des mobilen Kommunikationsgerätes 200.
[0093] Der Verfahrensschritt 515 umfasst ein Erfassen oder eine Erfassung eines Irisabbilds
eines Auges der Person 501 oder der Iris der Person 501 durch das mobile Kommunikationsgerät
200, beispielsweise mittels einer Bildkamera des mobilen Kommunikationsgerätes 200.
[0094] Der Verfahrensschritt 517 umfasst eine Ausgabe des Prüfergebnisses durch das mobile
Kommunikationsgerät 200 an den Prüfer 503.
[0095] Das Prüfergebnis kann ein Ergebnis eines Vergleichs der erfassten biometrischen Merkmale
der Person wie einem Fingerabdruck, einem Gesichtsbild und/oder eines Abbilds der
Iris eines Auges der Person mit den auf dem Identifikationsdokument 301 vorgespeicherten
biometrischen Merkmalen sein.
[0096] Der Verfahrensschritt 519 umfasst eine Rückgabe des Identifikationsdokumentes 301
oder des ID-Dokumentes durch den Prüfer 503 an die Person 501.
[0097] Fig. 6 zeigt ein schematisches Diagramm eines Verfahrens 600 zur Überprüfung der
Identität einer Person. Das Verfahren 600 umfasst die Verfahrensschritte 601 bis 627.
[0098] Der Verfahrensschritt 601 umfasst eine Aufnahme der Datenseite eines Identifikationsdokumentes
oder des ID-Dokumentes. Beispielsweise wird mittels einer Bildkamera ein Bild einer
maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes aufgenommen.
[0099] Der Verfahrensschritt 603 umfasst ein Erfassen einer maschinenlesbaren Zone oder
einer Machine-Readable-Zone (MRZ). Beispielsweise werden Daten aus dem aufgenommenen
Bild der maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes durch ein mobiles Kommunikationsgerät
extrahiert.
[0100] Der Verfahrensschritt 605 umfasst ein Laden eines Zertifikates oder Berechtigungszertifikates
von einem Zertifikatsserver oder PKI-Server. Beispielsweise lädt ein mobiles Kommunikationsgerät
ein Zertifikat von einem Zertifikatsserver.
[0101] Der Verfahrensschritt 607 umfasst ein Versenden der Aufnahme der Datenseite des Identifikationsdokumentes
oder ID-Dokumentes oder ein Versenden der Dokumentaufnahme an einen Prüfserver. Beispielsweise
übermittelt ein mobiles Kommunikationsgerät ein Bild einer maschinenlesbaren Zone
des Identifikationsdokumentes an den Prüfserver.
[0102] Der Verfahrensschritt 609 umfasst ein Auslesen der biometrischen Referenzmerkmale
oder Referenzdaten aus dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
über eine Kommunikationsschnittstelle oder ein Auslesen der Chipdaten über NFC.
[0103] Beispielsweise liest ein mobiles Kommunikationsgerät über eine Kommunikationsschnittstelle
biometrische Referenzmerkmale aus einem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
aus.
[0104] Der Verfahrensschritt 611 umfasst ein Aufnehmen oder eine Aufnahme der Fingerabdrücke
mit einer Bildkamera oder mit einer eingebauten Kamera. Beispielsweise wird mit einer
Bildkamera ein Bild eines Fingers oder mehrerer Finger der Person aufgenommen.
[0105] Der Verfahrensschritt 613 umfasst ein Vergleichen oder einen Vergleich der Fingerabdrücke.
Beispielsweise führt ein mobiles Kommunikationsgerät einen Mustervergleich der aufgenommenen
Fingerabdrücke der Person mit vorgespeicherten Fingerabdrücken durch.
[0106] Der Verfahrensschritt 615 umfasst ein Aufnehmen oder eine Erfassung eines oder des
Gesichtsbildes mit der Bildkamera oder mit eingebauter Kamera. Beispielsweise wird
mit einer Bildkamera ein Gesichtsbild der Person aufgenommen.
[0107] Der Verfahrensschritt 617 umfasst ein Vergleichen des Gesichtsbildes oder einen Vergleich
Gesichtbild. Beispielsweise führt ein mobiles Kommunikationsgerät einen Mustervergleich
des aufgenommenen Gesichtsbildes der Person mit einem vorgespeicherten Gesichtsbild
durch.
[0108] Der Verfahrensschritt 619 umfasst ein Erfassen eines Irisabbilds eines Auges oder
eine Erfassung der Iris mit der Bildkamera oder mit eingebauter Kamera. Beispielsweise
wird mit einer Bildkamera ein Bild einer Iris eines Auges der Person aufgenommen.
[0109] Der Verfahrensschritt 621 umfasst ein Vergleichen des Irisabbildes oder einen Vergleich
Gesichtabbild. Beispielsweise führt ein mobiles Kommunikationsgerät einen Mustervergleich
des aufgenommenen Irisabbildes mit einem vorgespeicherten Irisabbild durch.
[0110] Der Verfahrensschritt 623 umfasst ein Übermitteln der Prüfergebnisse der Dokumentenprüfung
durch einen Prüfserver oder einen externen Server.
[0111] Der Verfahrensschritt 625 umfasst ein Zusammenstellen oder eine Zusammenstellung
des Prüfergebnisses. Das Prüfergebnis kann ein Ergebnis der zuvor ausgeführten Vergleiche
sein.
[0112] Der Verfahrensschritt 627 umfasst ein Anzeigen des Prüfergebnisses oder ein Prüfergebnis,
beispielsweise durch eine Anzeigeeinrichtung des mobilen Kommunikationsgerätes.
[0113] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Überprüfung der Identität einer Person
anhand von Identitätsdokumenten außerhalb fest installierter Prüfplätze nur mit speziellen
teuren und oft schweren Geräten ausgeführt werden.
[0114] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können durch das Verfahren zur Überprüfung der
Identität einer Person die hohen Gerätekosten und die durch die Bauart bedingten Nachteile
wie Gewicht, Größe und Energieversorgung vermieden werden.
[0115] Gemäß einer weiteren Ausführungsform beruht das Verfahren zur mobilen Identitätsprüfung
auf dem Verwenden eines mobilen Kommunikationsgerätes oder Endgerätes, vorzugsweise
ein preiswertes Privatnutzer oder Consumer Smart-Phone mit Nahfeldkommunikationsfunktion
oder NFC Funktionalität.
[0116] Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden mit dem mobilen Kommunikationsgerät,
welches ein Smart-Phone sein kann, sowohl das Gesichtsbild oder das Gesichtbild als
auch die Fingerabdrücke der zu identifizierenden Person aufgenommen. Mithilfe eines
internen oder externen Nahfeldkommunikations- oder Radiofrequenzidentifikationslesegerätes
oder eines NFC/RFID Readers wird das Identifikationsdokument oder das Ausweisdokument
ausgelesen oder geöffnet und eine biometrische Prüfung der Aufnahmebilder zu den gespeicherten
Aufnahmen getätigt. Im hoheitlichen Bereich können ferner weitere personenbezogene
Abfragen erfolgen sowie die zum Auslesen des Identifikationsdokumentes oder des Identitätsdokumentes
notwendigen elektronischen und/oder nichtelektronischen Zertifikate geladen werden.
[0117] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Verfahren zur Überprüfung der Identität
einer Person mit Hilfe eines Computerprogrammes oder einer Software-Anwendung ausgeführt
werden, welche auf dem Betriebssystem des mobilen Kommunikationsgerätes oder des mobilen
Gerätes ausgeführt wird oder läuft. Über einen integrierten Aktualisierungsmechanismus
oder Updatemechanismus kann das Computerprogramm oder die Anwendung aktualisiert oder
auf dem neuesten Stand gehalten werden.
[0118] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können für eine Ausführung des Verfahrens zur
Überprüfung der Identität einer Person oder einen Betrieb außerhalb einer zugänglichen
Telekommunikationsinfrastruktur elektronische und/oder nichtelektronische Zertifikate
und gegebenenfalls Sperrlisten in einem Speicher des mobilen Kommunikationsgerätes
oder lokal gespeichert oder gesichert werden.
[0119] Beispielsweise umfasst das Zertifikat ein Bitmuster und/oder einen kryptografischen
Schlüssel. Das mobile Kommunikationsgerät kann sich gegenüber dem Identifikationsdokument
autorisieren, indem das mobile Kommunikationsgerät das Zertifikat an den elektronischen
Schaltkreis des Identifikationsdokumentes übermittelt. Der elektronische Schaltkreis
des Identifikationsdokumentes kann ausgebildet sein, die Authentizität des elektronischen
Zertifikates zu verifizieren.
[0120] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können zur Ausführung des Verfahrens multifunktionale
Geräte für die Identitätsprüfung verwendet werden. Durch den hohen Verbreitungsgrad
der Hardware kann eine Identitätsprüfung auf der Straße, im Grenzgebiet oder außerhalb
der bestehenden stationären Prüfplätze durchgeführt werden.
[0121] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann zur Verwendung des Verfahrens zu Überprüfung
der Identität einer Person eine entfernbare Sicherheitsvorrichtung an das mobile Kommunikationsgerät
angeschlossen werden.
[0122] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das mobile Kommunikationsgerät einen Prüfungsbericht
erstellen und ein Prüfungsergebnis anzeigen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0123]
- 100
- Verfahren zur Überprüfung der Identität einer Person
- 101
- Erfassen eines biometrischen Merkmals der Person
- 103
- Auslesen eines biometrischen Referenzmerkmals
- 105
- Vergleichen des erfassten biometrischen Merkmals mit dem biometrischen Referenzmerkmal
- 200
- Mobiles Kommunikationsgerät
- 201
- Bildkamera
- 203
- Prozessor
- 205
- Kommunikationsschnittstelle
- 300
- Anordnung zur Überprüfung der Identität einer Person
- 301
- Identifikationsdokument
- 303
- Kommunikationsnetzwerk
- 305
- Zertifikatsserver
- 307
- Prüfserver
- 400
- Anordnung zur Überprüfung der Identität einer Person
- 401
- Mobilfunkserver
- 403
- Mobilfunkzugangspunkt
- 405
- Mobilfunkzugangspunkt
- 407
- Mobiles Kommunikationsgerät
- 500
- Verfahren zur Überprüfung der Identität einer Person
- 501
- Person
- 503
- Prüfer
- 505-519
- Verfahrensschritte
- 600
- Verfahren zur Überprüfung der Identität einer Person
- 601-627
- Verfahrensschritte
1. Verfahren (100) zur Überprüfung der Identität einer Person anhand eines Identifikationsdokumentes
(301) mittels eines mobilen Kommunikationsgerätes (200), wobei das Identifikationsdokument
(301) einen elektronischen Schaltkreis aufweist, wobei das mobile Kommunikationsgerät
(200) eine Bildkamera (201) aufweist, und wobei das Verfahren (100) die folgenden
Schritte aufweist:
Erfassen (101) eines biometrischen Merkmals der Person mittels der Bildkamera (201)
des mobilen Kommunikationsgerätes (200), um ein erfasstes biometrisches Merkmal zu
erhalten;
Auslesen (103) eines biometrischen Referenzmerkmals aus dem elektronischen Schaltkreis
des Identifikationsdokumentes (301) mittels des mobilen Kommunikationsgerätes (200);
und
Vergleichen (105) des erfassten biometrischen Merkmals mit dem biometrischen Referenzmerkmal
durch das mobile Kommunikationsgerät (200), um die Identität der Person zu überprüfen,
wobei zum Auslesen (103) des biometrischen Referenzmerkmals aus dem elektronischen
Schaltkreis des Identifikationsdokumentes (301) ein elektronisches Zertifikat des
mobilen Kommunikationsgerätes (200) zwischen dem mobilen Kommunikationsgerät (200)
und dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes (301) ausgetauscht
wird, um das mobile Kommunikationsgerät (200) gegenüber dem Identifikationsdokument
(301) zu autorisieren, wobei das elektronische Zertifikat durch das mobile Kommunikationsgerät
(200) von einem Zertifikatsserver (305) über ein Kommunikationsnetzwerk (303) abgerufen
wird,
wobei das elektronische Zertifikat in einem Speicher des mobilen Kommunikationsgerätes
(200) gespeichert ist, und wobei das elektronische Zertifikat durch das mobile Kommunikationsgerät
(200) aus dem Speicher ausgelesen und zu dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
(301) übermittelt wird,
wobei mittels der Bildkamera (201) des mobilen Kommunikationsgerätes (200) ferner
Daten aus einer maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes (301) erfasst
werden, um die Echtheit des Identifikationsdokumentes (301) zu überprüfen,
wobei die erfassten Daten mittels des mobilen Kommunikationsgerätes (200) an einen
Prüfserver (307) über ein Kommunikationsnetzwerk (303) übermittelt werden, und wobei
die Echtheit des Identifikationsdokumentes (301) mittels des Prüfservers (307) überprüft
wird,
wobei der Prüfserver ein Server ist, auf welchem Daten zur Überprüfung der Echtheit
des Identifikationsdokumentes vorgespeichert sind, wobei der Prüfserver durch Vergleich
der übermittelten Daten mit den vorgespeicherten Daten die Echtheit des Identifikationsdokumentes
überprüft, wobei bei Übereinstimmung der übermittelten Daten mit den vorgespeicherten
Daten die Echtheit des Identifikationsdokumentes vorliegt,
wobei das mobile Kommunikationsgerät unter Verwendung der aus der maschinenlesbaren
Zone des Identifikationsdokumentes (301) erfassten Daten ferner weitere zur Person
bezogene Abfragen durchführt, um somit weitere zur Überprüfung der Identität der Person
verwendbare Daten zur Verfügung zu stellen, wobei die weiteren zur Person bezogenen
Abfragen an den Prüfserver (307) gerichtet werden.
2. Verfahren (100) nach Anspruch 1, wobei im Schritt des Erfassens (101) ein weiteres
biometrisches Merkmal der Person erfasst wird, und wobei im Schritt des Auslesens
(103) ein weiteres biometrisches Referenzmerkmal aus dem elektronischen Schaltkreis
des Identifikationsdokumentes (301) mittels des mobilen Kommunikationsgerätes (200)
ausgelesen wird, und wobei im Schritt des Vergleichens (105) das erfasste weitere
biometrische Merkmal mit dem weiteren biometrischen Referenzmerkmal verglichen wird.
3. Verfahren (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Auslesen des jeweiligen biometrischen
Referenzmerkmals aus dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
(301) unter Verwendung von Nahfeldkommunikation oder von Radiofrequenzidentifikation
durchgeführt wird.
4. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das jeweils erfasste
biometrische Merkmal eines der folgenden biometrischen Merkmale ist:
ein Fingerabdruck der Person;
ein Gesichtsbild der Person; oder
ein Irisabbild eines Auges der Person.
5. Mobiles Kommunikationsgerät (200) zur Überprüfung der Identität einer Person anhand
eines Identifikationsdokumentes (301), wobei das Identifikationsdokument (301) einen
elektronischen Schaltkreis aufweist, mit:
einer Bildkamera (201) zum Erfassen (101) eines biometrischen Merkmals der Person
mittels der Bildkamera (201) des mobilen Kommunikationsgerätes (200), um ein erfasstes
biometrisches Merkmal zu erhalten;
einer Kommunikationsschnittstelle (205) zum Auslesen (103) eines biometrischen Referenzmerkmals
aus dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes (301); und
einem Prozessor (203) zum Vergleichen (105) des erfassten biometrischen Merkmals mit
dem biometrischen Referenzmerkmal durch das mobile Kommunikationsgerät (200), um die
Identität der Person zu überprüfen,
wobei die Kommunikationsschnittstelle (205) ausgebildet ist, ein elektronisches Zertifikat
des mobilen Kommunikationsgerätes (200) an den elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
(301) zu übermitteln, um das mobile Kommunikationsgerät (200) gegenüber dem Identifikationsdokument
(301) zu autorisieren, wobei das mobile Kommunikationsgerät (200) eingerichtet ist,
das elektronische Zertifikat von einem Zertifikatsserver über ein Kommunikationsnetzwerk
abzurufen,
wobei das elektronische Zertifikat in einem Speicher des mobilen Kommunikationsgerätes
(200) gespeichert ist, und wobei das elektronische Zertifikat durch das mobile Kommunikationsgerät
(200) aus dem Speicher ausgelesen und zu dem elektronischen Schaltkreis des Identifikationsdokumentes
(301) übermittelt wird,
wobei mittels der Bildkamera (201) des mobilen Kommunikationsgerätes (200) ferner
Daten aus einer maschinenlesbaren Zone des Identifikationsdokumentes (301) erfasst
werden, um die Echtheit des Identifikationsdokumentes (301) zu überprüfen,
wobei die erfassten Daten mittels des mobilen Kommunikationsgerätes (200) an einen
Prüfserver (307) über ein Kommunikationsnetzwerk (303) übermittelt werden, und wobei
die Echtheit des Identifikationsdokumentes (301) mittels des Prüfservers (307) überprüft
wird,
wobei der Prüfserver ein Server ist, auf welchem Daten zur Überprüfung der Echtheit
des Identifikationsdokumentes vorgespeichert sind, wobei der Prüfserver durch Vergleich
der übermittelten Daten mit den vorgespeicherten Daten die Echtheit des Identifikationsdokumentes
überprüft, wobei bei Übereinstimmung der übermittelten Daten mit den vorgespeicherten
Daten die Echtheit des Identifikationsdokumentes vorliegt,
wobei das mobile Kommunikationsgerät unter Verwendung der aus der maschinenlesbaren
Zone des Identifikationsdokumentes (301) erfassten Daten ferner weitere zur Person
bezogene Abfragen durchführt, um somit weitere zur Überprüfung der Identität der Person
verwendbare Daten zur Verfügung zu stellen, wobei die weiteren zur Person bezogenen
Abfragen an den Prüfserver (307) gerichtet werden.
6. Mobiles Kommunikationsgerät (200) nach Anspruch 5, wobei die Kommunikationsschnittstelle
(205) eine Nahfeldkommunikationsschnittstelle oder eine Radiofrequenzidentifikationsschnittstelle
ist.
7. Mobiles Kommunikationsgerät (200) nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Prozessor (203)
ausgebildet ist, das erfasste biometrische Merkmal mit dem biometrischen Referenzmerkmal
auf der Basis eines Mustervergleichs zu vergleichen.
8. Mobiles Kommunikationsgerät (200) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, welches programmtechnisch
eingerichtet ist, das Verfahren (100) zur Überprüfung der Identität einer Person nach
einem der Ansprüche 1 bis 4 auszuführen.
1. Method (100) for checking the identity of a person on the basis of an identification
document (301) by means of a mobile communication device (200), the identification
document (301) having an electronic circuit, the mobile communication device (200)
having an image camera (201), and the method (100) comprising the following steps:
Capturing (101) a biometric feature of the person by means of the image camera (201)
of the mobile communication device (200) in order to obtain a captured biometric feature;
Reading out (103) a biometric reference feature from the electronic circuit of the
identification document (301) by means of the mobile communication device (200); and
Comparing (105) the captured biometric feature with the biometric reference feature
by the mobile communication device (200) in order to check the identity of the person
wherein for reading (103) the biometric reference feature from the electronic circuit
of the identification document (301) an electronic certificate of the mobile communication
device (200) is exchanged between the mobile communication device (200) and the electronic
circuit of the identification document (301) in order to authorize the mobile communication
device (200) vis-à-vis the identification document (301), wherein the electronic certificate
is retrieved by the mobile communication device (200) from a certificate server (305)
via a communication network (303), wherein the electronic certificate is stored in
a memory of the mobile communication device (200), and wherein the electronic certificate
is read out from the memory by the mobile communication device (200) and is transmitted
to the electronic circuit of the identification document (301), wherein data from
a machine-readable zone of the identification document (301) are also captured by
means of the image camera (201) of the mobile communication device (200) in order
to check the authenticity of the identification document (301),
wherein the acquired data are transmitted to a test server (307) via a communication
network (303) by means of the mobile communication device (200), and wherein the authenticity
of the identification document (301) is checked by the test server (307),
wherein the test server is a server, on which data for checking the authenticity of
the identification document are pre-stored, wherein the test server checks the authenticity
of the identification document by a comparison of the transmitted data with the pre-stored
data, wherein in case of a match of the transmitted data with the pre-stored data
the authenticity of the identification document is existent, wherein further the mobile
communication device performs further requests, the requests being related to the
person, by using the data which have been captured from the machine-readable zone
of the identification document (301), in order to provide further data which are useable
for checking the identity of the person, wherein the further requests, the requests
being related to the person, are directed to the test server (307).
2. The method (100) according to claim 1, wherein in the step of capturing (101) a further
biometric feature of the person is captured, and wherein in the reading step (103)
a further biometric reference feature from the electronic circuit of the identification
document (301) is read out by means of the mobile communication device (200), and
wherein in the step of comparing (105) the detected further biometric feature is compared
with the further biometric reference feature.
3. The method (100) according to claim 1 or 2, wherein the reading out of the respective
biometric reference feature from the electronic circuit of the identification document
(301) is performed using near field communication or radio frequency identification.
4. Method (100) according to one of the preceding claims, wherein the respectively detected
biometric feature is one of the following biometric features:
a fingerprint of the person;
a facial image of the person; or
an iris image of a person's eye.
5. Mobile communication device (200) for checking the identity of a person on the basis
of an identification document (301), the identification document (301) having an electronic
circuit, comprising:
an image camera (201) for capturing (101) a biometric feature of the person by means
of the image camera (201) of the mobile communication device (200) in order to obtain
a captured biometric feature;
a communication interface (205) for reading (103) out a biometric reference feature
from the electronic circuit of the identification document (301); and
a processor (203) for comparing (105) the captured biometric feature with the biometric
reference feature by the mobile communication device (200) in order to check the identity
of the person, wherein the communication interface (205) is designed to transmit an
electronic certificate of the mobile communication device (200) to the electronic
circuit of the identification document (301) in order to authorize the mobile communication
device (200) vis-à-vis the identification document (301), wherein the mobile communication
device (200) is designed to retrieve the electronic certificate from a certification
server via a communication network,
wherein the electronic certificate is stored in a memory of the mobile communication
device (200), and wherein the electronic certificate is read out from the memory by
the mobile communication device (200) and is transmitted to the electronic circuit
of the identification document (301),
wherein data from a machine-readable zone of the identification document (301) are
also captured by means of the image camera (201) of the mobile communication device
(200) in order to check the authenticity of the identification document (301),
wherein the acquired data are transmitted to a test server (307) via a communication
network (303) by means of the mobile communication device (200), and wherein the authenticity
of the identification document (301) is checked by the test server (307),
wherein the test server is a server, on which data for checking the authenticity of
the identification document are pre-stored, wherein the test server checks the authenticity
of the identification document by a comparison of the transmitted data with the pre-stored
data, wherein in case of a match of the transmitted data with the pre-stored data
the authenticity of the identification document is existent,
wherein further the mobile communication device performs further requests, the requests
being related to the person, by using the data which have been captured from the machine-readable
zone of the identification document (301), in order to provide further data which
are useable for checking the identity of the person, wherein the further requests,
the requests being related to the person, are directed to the test server (307).
6. The mobile communication device (200) of claim 5, wherein the communication interface
(205) is a near field communication interface or a radio frequency identification
interface.
7. Mobile communication device (200) according to claim 5 or 6, wherein the processor
(203) is designed to compare the detected biometric feature with the biometric reference
feature on the basis of a pattern comparison.
8. Mobile communication device (200) according to one of Claims 5 to 7, which is designed
in terms of program technology to carry out the method (100) for checking the identity
of a person according to one of Claims 1 to 4.
1. Procédé (100) pour vérifier l'identité d'une personne à l'aide d'un document d'identification
(301) au moyen d'un dispositif de communication mobile (200), le document d'identification
(301) ayant un circuit électronique, le dispositif de communication mobile (200) ayant
une caméra d'image (201), et le procédé (100) comprenant les étapes suivantes:
Acquérir (101) une caractéristique biométrique de la personne au moyen de la caméra
d'image (201) du dispositif de communication mobile (200) afin d'obtenir une caractéristique
biométrique acquise;
Lire (103) une caractéristique de référence biométrique du circuit électronique du
document d'identification (301) au moyen du dispositif de communication mobile (200);
et
Comparer (105) la caractéristique biométrique acquise avec la caractéristique de référence
biométrique par le dispositif de communication mobile (200) afin de vérifier l'identité
de la personne,
dans lequel pour lire (103) la caractéristique de référence biométrique du circuit
électronique du document d'identification (301) un certificat électronique du dispositif
de communication mobile (200) est échangé entre le dispositif de communication mobile
(200) et le circuit électronique du document d'identification (301) afin d'autoriser
le dispositif de communication mobile (200) vis-à-vis le document d'identification
(301), dans lequel le certificat électronique est récupéré par le dispositif de communication
mobile (200) d'un serveur de certificats (305) via un réseau de communication (303),
dans lequel le certificat électronique est mémorisé dans une mémoire du dispositif
de communication mobile (200), et dans lequel le certificat électronique est lu de
la mémoire par le dispositif de communication mobile (200) et est transmis au circuit
électronique du document d'identification (301), dans lequel les données d'une zone
lisible par machine du document d'identification (301) sont également acquises par
la caméra d'image (201) du dispositif de communication mobile (200) afin de vérifier
l'authenticité du document d'identification (301),
dans lequel les données acquises sont transmises au moyen du dispositif de communication
mobile (200) à un serveur de test (307) via un réseau de communication (303), et dans
laquelle l'authenticité du document d'identification (301) est vérifiée par le serveur
de test (307),
dans lequel le serveur de test est un serveur, dans lequel des données sont prémemorisées
pour vérifier l'authenticité du document d'identification, dans lequel le serveur
de test vérifie l'authenticité du document d'identification par une comparaison des
données transmises avec les données prémorisées, dans lequel l'authenticité du document
d'identification est existante s'il y a conformité entre les données transmises et
les données prémemorisées,
dans lequel le dispositif de communication mobile effectue également en utilisant
les données étant acquises de la zone lisible par machine du document d'identification
(301) autres demandes concernant la personne pour mettre à disposition autres données
utilisable pour la vérification d'identité de la personne, dans lequel les autres
demandes concernant la personne sont adressées au serveur de test (307).
2. Procédé (100) selon la revendication 1, dans lequel dans l'étape d'acquérir (101)
une autre caractéristique biométrique de la personne est acquise, et dans lequel dans
l'étape de lire (103) une autre caractéristique de référence biométrique du circuit
électronique du document d'identification (301) est lue au moyen du dispositif de
communication mobile (200) et dans lequel à l'étape de comparer (105) la caractéristique
biométrique supplémentaire acquise est comparée avec la caractéristique biométrique
de référence supplémentaire.
3. Procédé (100) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la caractéristique de référence
biométrique respective est lue du circuit électronique du document d'identification
(301) en utilisant une communication en champ proche ou une identification par radiofréquence.
4. Procédé (100) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la caractéristique
biométrique respectivement acquise est l'une des caractéristiques biométriques suivantes:
une empreinte digitale de la personne;
une image faciale de la personne; ou
une image d'iris de l'œil de la personne.
5. Dispositif de communication mobile (200) pour vérifier l'identité d'une personne à
l'aide d'un document d'identification (301), le document d'identification (301) ayant
un circuit électronique, comprenant:
une caméra d'image (201) pour acquérir (101) une caractéristique biométrique de la
personne au moyen de la caméra d'image (201) du dispositif de communication mobile
(200) afin d'obtenir une caractéristique biométrique acquise;
une interface de communication (205) pour lire (103) une caractéristique de référence
biométrique du circuit électronique du document d'identification (301); et
un processeur (203) pour comparer (105) la caractéristique biométrique acquise avec
la caractéristique de référence biométrique par le dispositif de communication mobile
(200) pour vérifier l'identité de la personne,
dans lequel l'interface de communication (205) est conçue pour transmettre un certificat
électronique du dispositif de communication mobile (200) au circuit électronique du
document d'identification (301) afin d'autoriser le dispositif de communication mobile
(200) vis-à-vis le document d'identification (301), dans lequel le dispositif de communication
mobile (200) est conçu pour récupérer le certificat électronique d'un serveur de certificats
via un réseau de communication,
dans lequel le certificat électronique est mémorisé dans une mémoire du dispositif
de communication mobile (200), et dans lequel le certificat électronique est lu de
la mémoire par le dispositif de communication mobile (200) et est transmis au circuit
électronique du document d'identification (301), dans lequel les données d'une zone
lisible par machine du document d'identification (301) sont également acquises par
la caméra d'image (201) du dispositif de communication mobile (200) afin de vérifier
l'authenticité du document d'identification (301),
dans lequel les données acquises sont transmises au moyen du dispositif de communication
mobile (200) à un serveur de test (307) via un réseau de communication (303), et dans
laquelle l'authenticité du document d'identification (301) est vérifiée par le serveur
de test (307),
dans lequel le serveur de test est un serveur, dans lequel des données sont prémemorisées
pour vérifier l'authenticité du document d'identification, dans lequel le serveur
de test vérifie l'authenticité du document d'identification par une comparaison des
données transmises avec les données prémorisées, dans lequel l'authenticité du document
d'identification est existante s'il y a conformité entre les données transmises et
les données prémemorisées,
dans lequel le dispositif de communication mobile effectue également en utilisant
les données étant acquises de la zone lisible par machine du document d'identification
(301) autres demandes concernant la personne pour mettre à disposition autres données
utilisable pour la vérification d'identité de la personne, dans lequel les autres
demandes concernant la personne sont adressées au serveur de test (307).
6. Dispositif de communication mobile (200) selon la revendication 5, dans lequel l'interface
de communication (205) est une interface de communication en champ proche ou une interface
d'identification par radiofréquence.
7. Dispositif de communication mobile (200) selon la revendication 5 ou 6, dans lequel
le processeur (203) est conçu pour comparer la caractéristique biométrique acquise
avec la caractéristique de référence biométrique sur la base d'une comparaison de
motifs.
8. Dispositif de communication mobile (200) selon l'une des revendications 5 à 7, lequel
est configuré en termes de technologie de programme pour mettre en œuvre le procédé
(100) de vérification de l'identité d'une personne selon l'une des revendications
1 à 4.