[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gehhilfe umfassend einen stabförmigen Stützkörper
mit einer Längserstreckung und zwei einander gegenüberliegenden Endabschnitten. An
einem ersten Endabschnitt des Stützkörpers ist ein Griffelement mit einer quer zur
Längserstreckung des Stützkörpers verlaufenden Quererstreckung und an einem zweiten
Endabschnitt ein Bodenauflageelement angeordnet.
[0002] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung auch eine Gehhilfe-Anordnung umfassend
zwei solcher Gehhilfen. Schließlich betrifft die Erfindung auch ein Befestigungsmittel
zur Realisierung einer lösbaren Befestigung mittels einer Adhäsions-, Klebe-, Klett-,
Klemm-, Schnapp-, Rast- oder einer magnetischen Verbindung.
[0003] Eine Gehhilfe dient in der Regel dazu, in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen
das Gehen zu erleichtern. Eine Gehhilfe kann beispielsweise als ein Spazier- oder
Krückstock ausgebildet sein, der in der Regel einzeln eingesetzt wird. Eine Gehhilfe
kann aber auch als eine sogenannte Unterarmgehstütze ausgebildet sein, die in der
Regel zusammen mit einer anderen Unterarmgehstütze paarweise verwendet wird.
[0004] So nützlich Gehhilfen zur Verbesserung der Mobilität von Patienten sind, so problematisch
ist deren Ablage oder Zwischenlagerung, wenn der Patient sie zeitweise nicht benötigt
oder vorübergehend beide Hände frei haben muss. Wenn der Patient beispielsweise an
einem Tisch sitzt oder an einer Arbeitsplatte steht, um dort Arbeiten zu verrichten,
benötigt er die Gehhilfen nicht. Im einfachsten Fall lehnt der Patient die Gehhilfen
an den Tisch, die Arbeitsplatte oder an eine in der Nähe befindliche Wand. Dies führt
häufig dazu, dass die Gehhilfen im Weg stehen und durch unachtsame Personen umgestoßen
werden. Es kann aber auch sein, dass die Gehhilfen von alleine die Tischkante, die
Kante der Arbeitsplatte oder die Wand entlang rutschen und der Länge nach auf den
Boden fallen.
[0005] Für den Patienten ist es dann äußerst mühevoll und anstrengend, wenn es für ihn aufgrund
seine körperlichen Einschränkungen überhaupt möglich ist, die Gehhilfen vom Boden
aufzuheben.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind deshalb verschiedene Hilfsmittel bekannt, um eine
möglichst sichere und zuverlässige Zwischenlagerung von vorübergehend nicht benötigten
Gehhilfen zu ermöglichen. So ist beispielsweise aus der
DE 20 2005 001 865 U1 ein rutschhemmendes Klemmelement bekannt, das an dem stabförmigen Stützkörper der
Gehhilfe befestigt wird und mit dem die Gehhilfe dann an einer Tischplatte, einer
Arbeitsplatte oder an der Wand abgestützt werden kann. Aus der
DE 20 2013 003 248 U1 ist ein Antirutschgummi bekannt, mit dem die Außenseite des stabförmigen Stützkörpers
beschichtet wird, um ein Abrutschen der Gehhilfe von der Tischkante, der Kante einer
Arbeitsplatte oder einer Wand zu verhindern.
[0007] Ferner vertreibt die Firma Dikato GmbH (www.dikato.de) ein zweibeiniges Stützelement,
das an den stabförmigen Stützkörper einer herkömmlichen Gehhilfe befestigt wird. Während
des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Gehhilfe liegen die beiden Beine des Stützelements
angeklappt an dem stabförmigen Stützkörper der Gehhilfe an. Zur Zwischenlagerung der
Gehhilfe können die Stützbeine ausgeklappt werden, so dass sich zusammen mit dem an
dem zweiten Endabschnitt der Gehhilfe angeordneten Bodenauflageelement ein Dreibein
ergibt, durch das die Gehhilfe selbstständig stehen kann. Eine zweite Gehhilfe kann
dann gegen die selbstständig stehende erste Gehhilfe gelehnt werden, so dass sich
eine selbstständig stehende Gehilfe-Anordnung ergibt.
[0009] Problematisch bei den aus dem Stand der Technik bekannten selbstständig stehenden
Gehhilfen ist der aufwändige, komplizierte, anfällige und teure Mechanismus, der zur
Realisierung der Dreibeinfunktion erforderlich ist. Außerdem weisen die bekannten
selbstständig stehenden Gehhilfen in ihrer Zwischenlagerposition, also mit ausgeklappten
Stützbeinen, eine relativ große Standfläche auf. Dadurch steigt die Gefahr, dass andere
Personen beim Vorbeigehen an der zwischengelagerten Gehhilfe versehentlich gegen eines
der Stützbeine oder gegen den zweiten Endabschnitt der Gehhilfe stoßen und diese umkippen.
Außerdem verhindert die große Standfläche, dass sich der Patient bis nahe an die zwischengelagerte
Gehhilfe nähern kann, wenn er sie nach dem Abstellen wieder bestimmungsgemäß benutzten
möchte. Ferner muss die Gehhilfe aufgrund der großen Standfläche immer mit einem relativ
großen Abstand zu einer Wand oder Möbeln angeordnet werden, so dass sie häufig mitten
im Raum steht. Bei der großen Standfläche ist es nicht möglich, die Gehhilfe platzsparend
dicht an einer Wand oder einem Möbelstück zwischenzulagern.
[0010] Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
somit die Aufgabe zu Grunde, eine Gehhilfe auf eine möglichst einfache und kostengünstige
Weise dahingehend auszugestalten und weiterzubilden, dass sie sicher und zuverlässig
selbstständig stehen kann.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von der Gehhilfe der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, dass an dem zweiten Endabschnitt der Gehhilfe Befestigungsmittel
zum lösbaren Befestigen eines ersten Endabschnitts einer anderen, baugleichen Gehhilfe
angeordnet sind, so dass nach einer Drehung der Gehhilfe um eine quer zur Längserstreckung
des Stützkörpers der Gehhilfe verlaufende Drehachse und einem lösbaren Befestigen
des zweiten Endabschnitts der Gehhilfe an dem ersten Endabschnitt der anderen Gehhilfe
durch das Griffelement der Gehhilfe und ein Bodenauflageelement der anderen Gehhilfe
mindestens drei Auflagepunkte zur Verfügung stehen, über welche die Gehhilfe mit der
daran befestigten anderen Gehhilfe auf dem Boden steht.
[0012] Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass an dem ersten Endabschnitt Befestigungsmittel
zum lösbaren Befestigen eines zweiten Endabschnitts einer anderen, baugleichen Gehhilfe
angeordnet sind, so dass nach einer Drehung der anderen Gehhilfe um eine quer zu einer
Längserstreckung eines Stützkörpers der anderen Gehhilfe verlaufende Drehachse und
einem lösbaren Befestigen des ersten Endabschnitts der Gehhilfe an dem zweiten Endabschnitt
der anderen Gehhilfe durch das Bodenauflageelement der Gehhilfe und ein Griffelement
der anderen Gehhilfe mindestens drei Auflagepunkte zur Verfügung stehen, über welche
die Gehhilfe mit der daran befestigten anderen Gehhilfe auf dem Boden steht.
[0013] Schließlich wird die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe auch durch
eine Gehhilfe-Anordnung mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Insbesondere
wird eine Gehhilfe-Anordnung umfassend zwei Gehhilfen vorgeschlagen. Jede der Gehhilfen
umfasst einen stabförmigen Stützkörper mit einer Längserstreckung und zwei einander
gegenüberliegenden Endabschnitten, wobei an einem ersten Endabschnitt des Stützkörpers
ein Griffelement mit einer quer zur Längserstreckung des Stützkörpers verlaufenden
Quererstreckung und an einem zweiten Endabschnitt ein Bodenauflageelement angeordnet
ist. An dem ersten Endabschnitt einer ersten Gehhilfe ist ein Befestigungsmittel zum
lösbaren Befestigen des zweiten Endabschnitts einer zweiten Gehhilfe angeordnet. In
entsprechender Weise kann an dem zweiten Endabschnitt der ersten Gehhilfe ein Befestigungsmittel
zum lösbaren Befestigen des ersten Endabschnitts der zweiten Gehhilfe angeordnet sein.
Nach einer Drehung einer der beiden Gehhilfen um eine quer zu der Längserstreckung
des Stützkörpers der Gehhilfe verlaufende Drehachse und einem lösbaren Befestigen
des ersten Endabschnitts der gedrehten Gehhilfe an dem zweiten Endabschnitt der anderen
Gehhilfe und/oder des zweiten Endabschnitts der gedrehten Gehhilfe an dem ersten Endabschnitt
der anderen Gehhilfe durch das Griffelement der gedrehten Gehhilfe und das Bodenauflageelement
der anderen Gehhilfe mindestens drei Auflagepunkte zur Verfügung stehen, über welche
die Gehhilfe-Anordnung auf dem Boden steht. Das lösbare Befestigen der Gehhilfen aneinander
erfolgt mittels der dafür vorgesehenen Befestigungsmittel.
[0014] Die vorliegende Erfindung hat insbesondere bei Gehhilfen Vorteile, die paarweise
verwendet werden, wie beispielsweise sogenannten Unterarmgehstützen. Anders als im
Stand der Technik soll nicht eine Gehhilfe alleine so ausgebildet werden, dass sie
selbstständig stehen kann. Vielmehr ist die erfindungsgemäße Gehhilfe derart ausgestaltet,
dass sie zusammen mit einer anderen, baugleichen Gehhilfe zusammenwirken kann und
im Zusammenwirken der beiden Gehhilfen eine selbstständig stehende Einheit, eine sogenannte
Gehhilfe-Anordnung, bildet. Ferner wurde erkannt, dass das Griffelement der Gehhilfe
bereits eine quer zur Längserstreckung des stabförmigen Stützkörpers verlaufende Quererstreckung
aufweist, die dazu genutzt werden kann, ein Umkippen der zwischengelagerten Gehhilfe
in einer die Quererstreckung des Griffelements und die Längserstreckung des stabförmigen
Stützkörpers umfassenden Ebene zu verhindern. In der Quererstreckung des Griffelements
sind mindestens zwei zueinander beabstandete Auflagepunkte ausgebildet, die nach einer
Drehung der Gehhilfe beziehungsweise der anderen Gehhilfe um eine quer zur Längserstreckung
des Stützkörpers der Gehhilfe beziehungsweise der anderen Gehhilfe verlaufenden Drehachse
auf dem Boden aufliegen. Die beiden Auflagepunkte des Griffelements der gedrehten
Gehhilfe bilden im Zusammenwirken mit dem Bodenauflageelement der anderen, nicht gedrehten
Gehhilfe insgesamt mindestens drei Auflagepunkte, über die die Gehhilfe-Anordnung
auf dem Boden steht. Durch die Befestigung der Gehhilfen aneinander ist für einen
sicheren Stand der Gehhilfe-Anordnung gesorgt.
[0015] Besonders vorteilhaft ist die einfache und kostengünstige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Gehhilfe. Ebenfalls von großem Vorteil ist die geringe Standfläche, welche von der
zwischengelagerten Gehhilfe beziehungsweise der zwischengelagerten Gehhilfe-Anordnung
umfassend die Gehhilfe und eine andere Gehhilfe beansprucht wird. Die Standfläche
ist in der Regel auf die Grundfläche des Griffelements zuzüglich der Grundfläche des
Bodenauflageelements begrenzt.
[0016] Es ist besonders vorteilhaft, wenn jede der Gehhilfen einer Einheit beziehungsweise
einer Gehhilfen-Anordnung mit einem Befestigungsmittel jeweils an dem ersten und an
dem zweiten Endabschnitt des Stützkörpers versehen ist, so dass die Gehhilfen auch
hinsichtlich der Anordnung und Befestigung der Befestigungsmittel baugleich sind.
In diesem Fall kann dann nach Belieben eine der beiden Gehhilfen um die Drehachse
um 180° gedreht werden, so dass der Griffabschnitt der gedrehten Gehilfe in der zwischengelagerten
Position der Gehhilfe-Anordnung auf dem Boden aufliegt. Auf Grund der Baugleichheit
der Gehhilfen ist es egal, welche der beiden Gehhilfen einer Gehhilfe-Anordnung gedreht
wird und welche nicht. Es ist immer dafür gesorgt, dass der erste Endabschnitt einer
Gehhilfe an dem zweiten Endabschnitt der anderen Gehhilfe und der zweite Endabschnitt
der ersten Gehhilfe an dem ersten Endabschnitt der anderen Gehhilfe lösbar befestigt
werden kann, um so eine selbstständig stehende Gehhilfe-Anordnung zu bilden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
Gehhilfe als eine Unterarmgehstütze ausgebildet ist, und dass das Griffelement eine
U-förmige Unterarmaufnahme aufweist, wobei ein oberer Rand der distalen Enden von
Schenkeln der U-förmigen Unterarmaufnahme nach einer Drehung der Gehhilfe zwei der
Auflagepunkte bilden, über welche die Gehhilfe mit der daran befestigten anderen Gehhilfe
auf dem Boden steht. Der Abstand zwischen den beiden Auflagepunkten entspricht im
Wesentlichen der Quererstreckung des Griffelements. Gemäß dieser Weiterbildung werden
also zwei der Auflagepunkte durch die distalen Enden der Schenkel der U-förmigen Unterarmaufnahme
gebildet, wenn die Gehhilfe umgedreht und die Unterarmaufnahme auf den Boden gestellt
wird. Die andere Gehhilfe wird vorzugsweise derart an der gedrehten Gehhilfe lösbar
befestigt, dass das Bodenauflageelement der anderen, nicht gedrehten Gehhilfe einen
möglichst großen Abstand zu den distalen Enden der Schenkel der U-förmigen Unterarmaufnahme
aufweist, um die an sich geringe Standfläche etwas zu vergrößern. Insbesondere sollte
das Bodenauflageelement in einem Abstand zur Verbindungslinie zwischen den beiden
Auflagepunkten des Griffelementes angeordnet sein. Dies kann beispielsweise dadurch
erreicht werden, dass die beiden Gehhilfen mit zueinander gerichteten Rückseiten aneinander
lösbar befestigt werden.
[0018] Um die Standfläche der Gehhilfe-Anordnung und damit deren Standfestigkeit etwas zu
erhöhen, wird vorgeschlagen, dass die U-förmige Unterarmaufnahme in ihrer Quererstreckung
von außen seitlich angeformte Stützelemente aufweist, welche in der Quererstreckung
seitlich über den oberen Rand der distalen Enden der Schenkel der U-förmigen Unterarmaufnahme
hinausragen und zwei der Auflagepunkte bilden, über welche die umgedrehte Gehhilfe
mit der daran befestigten anderen Gehhilfe auf dem Boden steht. Gemäß dieser Weiterbildung
wird also die U-förmige Unterarmaufnahme beziehungsweise deren Schenkel gezielt nach
außen vergrößert oder verlängert, um seitlich nach außen ragende Stützelemente zu
bilden. Diese Stützelemente dienen nur einer Verbesserung der Standfestigkeit. Sie
haben keinen Einfluss auf die bestimmungsgemäße Verwendung der Gehhilfe, insbesondere
nicht auf die Aufnahme des Unterarms eines Patienten im Inneren der U-förmigen Unterarmaufnahme
zwischen den beiden Schenkeln.
[0019] Die lösbare Befestigung zwischen den beiden Gehhilfen einer Gehhilfe-Anordnung kann
auf nahezu beliebige Weise erfolgen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird vorgeschlagen, dass die Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen der Gehhilfe
ausgebildet sind, eine Adhäsions-, Klebe-, Klett-, Klemm-, Schnapp-, Rast- oder eine
magnetische Verbindung zu der anderen Gehhilfe herzustellen. Besonders bevorzugt ist
es, wenn die Befestigungsmittel der einen Gehhilfe mit entsprechenden Befestigungsmitteln
der anderen Gehhilfe zusammenwirken. Als besonders sicher und zuverlässig und gleichzeitig
langfristig und wartungsarm realisierbare lösbare Befestigung hat sich eine magnetische
Verbindung zwischen den aneinander befestigten Gehhilfen bewährt. Eine Verschmutzung
der Gehhilfen bzw. der Befestigungsmittel hat dabei kaum einen negativen Einfluss
auf die Befestigung. Zudem ist dadurch eine kräftige und einfach zu realisierende
lösbare Verbindung zwischen den Gehhilfen möglich. Eine besonders kostengünstige lösbare
Befestigung der beiden Gehhilfen aneinander, kann mittels einer Klettverbindung (Velcro®-Verbindung)
realisiert werden. Klett-Befestigungsmittel haben den Vorteil, dass sie in Form eines
aufklebbaren Klettbands einfach und schnell auch bei herkömmlichen Gehhilfen nachgerüstet
werden können.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
Unterarmgehstütze an einer nach hinten weisenden Rückseite der U-förmigen Unterarmaufnahme
ein Retroreflektorelement (sog. Katzenauge) aufweist, in das ein magnetisches Befestigungsmittel
integriert ist. Das magnetische Befestigungsmittel kann entweder unter einem herkömmlichen
Retroreflektorelement angeordnet sein, wobei das Magnetfeld das Retroreflektorelement
durchdringt und seine Wirkung auch über das Retroreflektorelement nach außen hin entfaltet.
Ebenso wäre es denkbar, dass das magnetische Befestigungsmittel in das Retroreflektorelement
selbst integriert ist, beispielsweise indem die retroreflektierende Fläche des Retroreflektorelements
durch einen Magneten oder eine entsprechende magnetische Platte gebildet wird. Der
Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass eine herkömmliche Gehhilfe im Sinne
der vorliegenden Erfindung einfach und kostengünstig nachgerüstet werden kann, indem
einfach unter das Retroreflektorelement das magnetische Befestigungsmittel angeordnet
oder das herkömmliche Retroreflektorelement durch ein neuartiges Retroreflektorelement
ausgetauscht wird, in das das magnetische Befestigungsmittel integriert ist. Die magnetischen
Befestigungsmittel können einen einfachen Permanentmagnet umfassen. Falls der dem
Permanentmagnet zugeordnete Bereich der anderen Gehhilfe nicht magnetisch ist, kann
dort ebenfalls ein magnetisches Befestigungsmittel in Form eines magnetisierbaren
Metalls befestigt werden.
[0021] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass ein magnetisches Befestigungsmittel in das Bodenauflageelement integriert ist.
Das Bodenauflageelement ist vorzugsweise ein Bodenpuffer aus einem elastischen, rutschfesten
Material. In dieses Material kann das magnetische Befestigungsmittel integriert sein.
Zum Nachrüsten einer herkömmlichen Gehhilfe kann das herkömmliche Bodenauflageelement
einfach durch ein neuartiges Bodenauflageelement ersetzt werden, in das das magnetische
Befestigungsmittel integriert ist. Das magnetische Befestigungsmittel kann einen Permanentmagneten
aufweisen. Falls der dem Permanentmagnet zugeordnete Bereich der anderen Gehhilfe
nicht magnetisch ist, kann dort ebenfalls ein magnetisches Befestigungsmittel in Form
eines magnetisierbaren Metalls befestigt werden. Selbstverständlich handelt es sich
bei Permanentmagnet und Metallplatte um austauschbare Mittel, so dass es auch denkbar
ist, an der Gehhilfe die Metallplatte und an der anderen Gehilfe den Permanentmagnet
anzuordnen.
[0022] Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass ein Befestigungsmittel
zur Realisierung einer Klettverbindung an einem oberen Rand einer nach hinten weisenden
Rückseite der U-förmigen Unterarmaufnahme der Unterarmgehstütze befestigt ist. Das
Befestigungsmittel kann als ein Textilband ausgebildet sein, das auf der einen Seite
eine selbstklebende Beschichtung und auf einer anderen Seite Haken oder Ösen der Klettverbindung
aufweist. Ein entsprechendes Befestigungsmittel zur Realisierung einer Klettverbindung
könnte dann an dem zweiten Endabschnitt des stabförmigen Stützkörpers der anderen
Gehhilfe, insbesondere an oder nahe dem Bodenauflageelement befestigt sein. Auch dieses
Befestigungsmittel an dem Bodenauflageelement kann beispielsweise als ein Textilband
ausgebildet sein, das auf der einen Seite eine selbstklebende Beschichtung und auf
der anderen Seite Ösen oder Haken der Klettverbindung aufweist.
[0023] Es ist besonders bevorzugt, wenn die an dem Bodenauflageelement befestigten Befestigungsmittel
um den gesamten Umfang des Bodenauflageelements wirken. Das hat den Vorteil, dass
die beiden Gehhilfen, von denen eine um 180° um die quer zur Längserstreckung des
Stützkörpers verlaufende Drehachse gedreht ist, in unterschiedlichen Drehpositionen
um ihre Längsachsen aneinander befestigt werden können.
[0024] Schließlich kann die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe auch durch
Befestigungsmittel der eingangs genannten Art gelöst werden, die zum Nachrüsten herkömmlicher
Gehhilfen ausgebildet sind. Insbesondere wird ein Befestigungsmittel zur Realisierung
einer lösbaren Befestigung mittels einer Adhäsions-, Klebe-, Klett-, Klemm-, Schnapp-,
Rast- oder einer magnetischen Verbindung vorgeschlagen, wobei das Befestigungsmittel
zur Befestigung an einer Gehhilfe und zur anschließenden Realisierung einer lösbaren
Befestigung der Gehhilfe an einer anderen Gehhilfe ausgebildet ist. Durch diese Befestigungsmittel
wird eine herkömmliche Gehhilfe zu einer erfindungsgemäßen Gehhilfe.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das
Befestigungsmittel zur Realisierung einer magnetischen Verbindung ausgebildet ist
und in ein Retroreflektorelement integriert ist, das an einer nach hinten weisenden
Rückseite einer U-förmigen Unterarmaufnahme befestigbar ist, die an einem ersten Endabschnitt
einer als Unterarmgehstütze ausgebildeten Gehhilfe anordnenbar ist. Es wird ferner
vorgeschlagen, dass das Befestigungsmittel zur Realisierung einer magnetischen Verbindung
ausgebildet ist und in ein Bodenauflageelement integriert ist, das an einem zweiten
Endabschnitt einer Gehhilfe befestigbar ist.
[0026] Alternativ wird vorgeschlagen, dass das Befestigungsmittel zur Realisierung einer
Klettverbindung ausgebildet ist und an einem oberen Rand einer nach hinten weisenden
Rückseite einer U-förmigen Unterarmaufnahme, die an einem ersten Endabschnitt einer
als Unterarmgehstütze ausgebildeten Gehhilfe anordnenbar ist, befestigt ist. Es wird
ferner vorgeschlagen, dass das Befestigungselement zur Realisierung einer Klettverbindung
ausgebildet ist und außen an einem Bodenauflageelement befestigt ist, das an einem
zweiten Endabschnitt der Gehhilfe befestigbar ist.
[0027] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Gehhilfe-Anordnung in einer Ruhestellung;
- Figur 2
- verschiedene Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Gehhilfe; und
- Figur 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Gehhilfe-Anordnung.
[0028] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Gehhilfe-Anordnung in ihrer Gesamtheit mit dem
Bezugszeichen 1 bezeichnet. Die Gehhilfe-Anordnung 1 umfasst zwei separate Gehhilfen
2, 3, die in dem dargestellten Beispiel jeweils als eine Unterarmgehstütze ausgebildet
sind. Jede der Gehhilfen 2, 3 umfasst einen stabförmigen Stützkörper 4 mit einer Längserstreckung
5 und zwei einander gegenüberliegenden Endabschnitten 6, 7. An einem ersten Endabschnitt
6 des Stützkörpers 4 ist ein Griffelement 8 mit einer sich quer zur Längserstreckung
5 des Stützkörpers 4 erstreckenden Quererstreckung 9 angeordnet. In dem dargestellten
Beispiel umfasst das Griffelement 8 einen Griff 11 und eine U-förmige Unterarmaufnahme,
wobei ein Patient die Gehhilfe 2, 3 an dem Griff 11 mit der Hand umgreift, so dass
der Unterarm des Patienten von der U-förmigen Unterarmaufnahme 8 zwischen den beiden
Schenkeln aufgenommen wird. An einem zweiten Endabschnitt 7 des Stützkörpers 4 ist
ein Bodenauflageelement 10 angeordnet. Das Bodenauflageelement ist beispielsweise
als ein aus einem rutschfesten und elastisch nachgiebigen, insbesondere stoßdämpfenden
Material gefertigt und wird einfach über das distale Ende des Stützkörpers 4 gestülpt.
[0029] Der stabförmigen Stützkörper 4 ist vorzugsweise aus einem Hartplastik oder einem
leichten Metall, beispielsweise Aluminium, gefertigt. Das Griffelement 8 am ersten
Endabschnitt des stabförmigen Stützkörpers 4 ist vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt.
Wahlweise kann in den Kunststoff eine stabilisierende Tragstruktur, beispielsweise
aus Metall, eingebettet sein. Das Griffelement 8 muss einerseits stabil genug sein,
das Gewicht des Patienten während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Gehhilfe 2,
3 aufzunehmen. Andererseits muss das Griffelement 8 ausreichend flexibel und weich
genug sein, um eine Verletzung des Patienten, insbesondere im Bereich der Hand und/oder
des Unterarms, während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Gehhilfe 2, 3 zu vermeiden.
Zu diesem Zweck können in das Griffelement 8 aus einem Hartplastik Teilbereiche aus
einem weicheren, nachgiebigen Kunststoff eingebettet sein. Das Griffelement 8 wird
im Rahmen der Fertigung der Gehhilfe 2, 3 an dem stabförmigen Stützkörper 4 befestigt.
[0030] Nach einem bestimmungsgemäßen Gebrauch der Gehhilfe 2, 3 soll diese bei Bedarf zwischengelagert
werden, damit der Patient beide Hände frei hat, beispielsweise zum Arbeiten an einem
Schreibtisch oder einer Arbeitsplatte, zum Essen an einem Tisch oder ähnlichem. Zu
diesem Zweck ist die erfindungsgemäße Gehhilfe 2, 3 in besonderer Weise ausgestaltet,
damit zwei Gehhilfen 2, 3 einer Gehhilfe-Anordnung 1 lösbar aneinander befestigt werden
können, um eine selbstständig stehende Einheit zu bilden, ohne dass diese an eine
Wand oder eine Tischkante angelehnt werden müsste.
[0031] Zu diesem Zweck ist an einer ersten Gehhilfe 2 der Gehhilfe-Anordnung 1 an einer
ersten Position ein Befestigungsmittel 12 befestigt, und an einer anderen Gehhilfe
3 der Gehhilfe-Anordnung 1 an einer zweiten Position ein anderes entsprechendes Befestigungsmittel
13 befestigt. Die Positionen an den Gehhilfen 2, 3, wo die Befestigungsmittel 12,
13 befestigt sind, sind derart gewählt, dass sie einander gegenüberliegen, wenn eine
der Gehhilfen 2, 3 um eine zu der Quererstreckung 9 des Griffelements 8 parallele
Drehachse um 180° gedreht wird und neben die andere Gehhilfe 3, 2, die nicht gedreht
wurde, auf eine ebene Fläche gestellt wird. Mit anderen Worten und unter Bezugnahme
auf Figur 1: die eine Gehhilfe 3 wird auf den Kopf gedreht und neben die aufrecht
stehende Gehhilfe 2 auf den Boden gestellt. In dieser Stellung der Gehhilfen 2, 3
sind die Befestigungsmittel 12, 13 an einander gegenüberliegenden beziehungsweise
entsprechenden Stellen angeordnet, so dass die Befestigungsmittel 12, 13 miteinander
in Wechselwirkung treten und eine lösbare Verbindung zwischen den Gehhilfen 2, 3 bewirken
können.
[0032] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist die erste Position des ersten Befestigungsmittels
12 an dem ersten Endabschnitt 6 der Gehhilfe 2 vorgesehen. Dementsprechend ist die
zweite Position des anderen Befestigungsmittels 13 an dem zweiten Endabschnitt 7 der
anderen Gehhilfe 3 vorgesehen. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, die Befestigungsmittel
12, 13 an anderen Positionen an den Gehhilfen 2, 3 vorzusehen, beispielsweise in einem
mittleren Bereich der beiden Gehhilfen 2, 3, der in Figur 1 beispielhaft mit dem Bezugszeichen
14 angedeutet ist.
[0033] Zusätzlich zu den Befestigungsmitteln 12, 13 können weitere Befestigungsmittel 15,
16 an anderen Positionen der Gehhilfen 2, 3 vorgesehen sein. In dem Ausführungsbeispiel
der Figur 1 ist an dem zweiten Endabschnitt 7 der ersten Gehhilfe 2 ein weiteres Befestigungselement
15 angeordnet. Dementsprechend ist an dem ersten Endabschnitt 6 der anderen Gehhilfe
3 ein weiteres Befestigungselement 16 angeordnet. Wenn die Gehhilfe 2 neben die um
180° um die Drehachse gedrehten anderen Gehhilfe 3 gestellt wird, liegen somit nicht
nur die Befestigungselemente 12, 13, sondern auch die weiteren Befestigungselemente
15, 16 an einander gegenüberliegenden Stellen und können miteinander in Wechselwirkung
treten, um eine lösbare Befestigung der Gehhilfen 2, 3 aneinander zu bewirken. Das
Ergebnis ist, dass die Gehhilfe 2 und die um 180° um die Drehachse gedrehte andere
Gehhilfe 3 sicher und zuverlässig lösbar aneinander befestigt sind.
[0034] Die lösbare Befestigung ist insbesondere derart ausgebildet, dass die aneinander
befestigten Gehhilfen 2, 3 nicht in Richtung ihrer Längsachse 5 relativ zueinander
bewegbar sind. Eine solche Längsverbindung ist unterbunden, um einen sicheren und
zuverlässigen Stand der Gehhilfe-Anordnung 1 auf einem weitgehend ebenen Untergrund
zu ermöglichen. Die auf diese Weise lösbar aneinander befestigten Gehhilfen 2, 3 liegen
in drei Auflagepunkten 17, 18 auf dem Boden auf. Der Auflagepunkt 17 wird dabei durch
die auf dem Boden aufliegende Unterseite des Bodenauflageelements 10 der ersten Gehhilfe
2 gebildet oder durch einen Teil davon. Die anderen beiden Auflagepunkte 18 werden
durch den (bei aufrecht stehender Gehhilfe 3) oberen Rand der distalen Enden der Schenkel
der U-förmigen Unterarmaufnahme 8 der anderen Gehhilfe 3, die um 180° gedreht wurde,
gebildet. Da die Gehhilfen 2, 3 aneinander befestigt sind, bilden sie eine weitgehend
starre Einheit, die selbstständig auf dem Boden stehen kann.
[0035] Die Befestigungselemente 12, 13 sowie die weiteren Befestigungselemente 15, 16 können
in nahezu beliebiger Weise ausgebildet sein, solange sie zur Herstellung einer lösbaren
Befestigung zwischen den Gehhilfen 2, 3 geeignet sind. Insbesondere wird vorgeschlagen,
dass die Befestigungsmittel 12, 13 beziehungsweise die weiteren Befestigungsmittel
15, 16 zur Herstellung einer Adhäsions-, Klebe-, Klett-, Klemm-, Schnapp-, Rast- oder
einer magnetischen Verbindung ausgebildet sind. Zur Herstellung einer Klebeverbindung
ist es beispielsweise ausreichend, wenn eines der Befestigungsmittel 12, 13 beziehungsweise
eines der weiteren Befestigungsmittel 15, 16 als eine klebende Fläche ausgebildet
ist, an der die andere Gehhilfe 2, 3 festklebt. Im Falle einer Klettverbindung weist
eines der Befestigungsmittel, beispielsweise das Befestigungsmittel 12 beziehungsweise
15, mehrere Haken auf und das andere entsprechende Befestigungsmittel, beispielsweise
das Befestigungsmittel 13, 16 weist Ösen auf, die mit den Haken in eine Wechselwirkung
treten können. Die Haken beziehungsweise Ösen können mittels eines entsprechend ausgestalteten
Textilbandes an den Gehhilfen 2, 3 angebracht werden, wobei das Textilband auf der
einen Seite eine Klebeschicht und auf der anderen Seite die Haken beziehungsweise
die Ösen aufweist. Im Falle einer magnetischen Verbindung zwischen den Gehhilfen 2,
3 kann eines der Befestigungsmittel, beispielsweise die Befestigungsmittel 12 beziehungsweise
15, als ein Permanentmagnet ausgebildet sein, während ein anderes Befestigungsmittel,
beispielsweise die Befestigungsmittel 13, 16, als eine Platte aus einem magnetisierbaren
Metall ausgebildet ist.
[0036] In Figur 2 sind verschiedene Ausführungsbeispiele für die Anordnung und Ausgestaltung
der Befestigungsmittel 12, 15 der Gehhilfe 2 gezeigt. Dies gilt selbstverständlich
in entsprechender Weise auch für die Befestigungsmittel 13, 16 der anderen Gehhilfe
3. Man erkennt, dass in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Unterarmgehstütze
2 an einer nach hinten weisenden Rückseite der U-förmigen Unterarmaufnahme 8 ein Retroreflektorelement
(sogenanntes Katzenauge) aufweist. Das Retroreflektorelement ist in eine Vertiefung
in der Unterarmaufnahme 8 eingesetzt. Um eine herkömmliche Gehhilfe 2 nun in eine
erfindungsgemäße Gehhilfe umzuwandeln, kann das Retroreflektorelement entweder durch
ein Befestigungsmittel 12 ersetzt werden oder aber um ein solches Befestigungsmittel
12 ergänzt werden. In Figur 2a ist beispielsweise ein Ausführungsbeispiel gezeigt,
wobei zunächst ein Befestigungselement 12 zur Realisierung einer magnetischen Verbindung
in die Vertiefung der Unterarmaufnahme 8 eingesetzt und darauf dann das Retroreflektorelement
18 angeordnet ist. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 2b wurde ein spezielles Retroreflektorelement
18' erzeugt, wobei das magnetische Befestigungselement 12 in das Retroreflektorelement
18' integriert wurde. Bei dem Ausführungsbeispiel aus Figur 2c wird beispielsweise
auf ein herkömmliches Retroreflektorelement 18 einfach ein Befestigungsmittel 12 zur
Realisierung einer Klettverbindung aufgebracht. Dadurch verliert das retroreflektierende
Element 18 zwar seine retroreflektierende Wirkung. Vorteilhaft ist jedoch, dass das
Befestigungselement 12 gut erreichbar, sicher und zuverlässig an der Gehhilfe 2 befestigt
ist und herkömmliche Gehhilfen problemlos nachgerüstet werden können.
[0037] An dem zweiten Endabschnitt 7 des Stützkörpers 4 ist das Bodenauflageelement 10 befestigt.
Gemäß Figur 2d kann ein weiteres Befestigungselement 15 in das Bodenauflageelement
10 integriert sein. Das Befestigungsmittel 15 ist beispielsweise zur Herstellung einer
magnetischen Verbindung ausgebildet, wobei die magnetische Wirkung auch durch das
Material des Bodenauflageelements hindurch außerhalb des Bodenauflageelements 10 wirkt.
Das Befestigungselement 15 ist ein Permanentmagnet oder ein magnetisierbares Metall.
In dem Ausführungsbeispiel aus Figur 2e ist das weitere Befestigungsmittel 15 beispielsweise
auf die äußere Umfangsseite des Bodenauflageelements 10 aufgebracht. In diesem Fall
kann das Befestigungselement 15 beispielsweise zur Realisierung einer Klettverbindung
ausgebildet sein und könnte mit einem weiteren Befestigungsmittel 16 zusammenwirken,
das ähnlich dem Befestigungsmittel 12 aus Figur 2c ausgebildet ist.
[0038] In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Gehhilfe-Anordnung
1 gezeigt. Dabei ist auch hier die Gehhilfe-Anordnung 1 in einer selbstständig stehenden
Stellung zur Zwischenlagerung der Gehhilfen 2, 3 gezeigt. Die erste Gehhilfe 2 ist
in ihrer normalen, dem bestimmungsgemäßen Gebrauch entsprechenden aufrechten Stellung
angeordnet, während eine andere Gehhilfe 3 in einer um 180° gedrehten Stellung angeordnet
ist. Die beiden Gehhilfe 2, 3 werden durch Befestigungsmittel 12, 13 beziehungsweise
15, 16 lösbar aneinander befestigt. In dem dargestellten Beispiel sind die Befestigungsmittel
12, 13 beziehungsweise 15, 16 nicht an den distalen Endabschnitten 6, 7 der Gehhilfen
2, 3, sondern weiter zur Mitte der Gehhilfen 2, 3 hin angeordnet. Auf Grund der Form
der Gehhilfen 2, 3, beziehungsweise der stabförmigen Stützkörper 4 kann es sein, dass
sich die Gehhilfen 2, 3 an den Positionen der Befestigungsmittel 12, 13 beziehungsweise
15, 16 nicht berühren. Auch in diesem Fall kann trotzdem noch eine sichere und zuverlässige
Halterung der Gehhilfen 2, 3 aneinander realisiert werden, wenn die Befestigungsmittel
12, 13 beziehungsweise 15, 16 beispielsweise zur Herstellung einer magnetischen Verbindung
zwischen den Gehhilfen 2, 3 ausgebildet sind. Zu diesem Zweck ist beispielsweise eines
der Befestigungsmittel, beispielsweise das Befestigungsmittel 12 beziehungsweise 15,
als ein Permanentmagnet ausgebildet. Dementsprechend kann das andere Befestigungsmittel,
beispielsweise das Befestigungsmittel 13 beziehungsweise 16, als eine magnetisierbare
Metallplatte ausgebildet sein. Wenn die Gehhilfen 2, 3 an den Positionen der weiteren
Befestigungsmittel 13, 16 aus einem magnetisierbaren Material bestehen, kann auf die
weiteren Befestigungsmittel 13, 16 sogar ganz verzichtet werden.
[0039] Eine weitere Besonderheit bei der Gehhilfe-Anordnung 1 aus Figur 3 besteht darin,
dass die U-förmige Unterarmaufnahme 8 der anderen Gehhilfe 3 in ihrer Quererstreckung
9 von außen seitlich angeformte Stützelemente 19 aufweist, welche in der Quererstreckung
9 seitlich über den oberen Rand der distalen Enden der Schenkel der U-förmigen Unterarmaufnahme
8 hinausragen und zwei der Auflagepunkte 18 bilden, über welche die Gehhilfe 3 mit
der daran befestigten anderen Gehhilfe 2 auf dem Boden steht.
1. Gehhilfe (2; 3) umfassend einen stabförmigen Stützkörper (4) mit einer Längserstreckung
(5) und zwei einander gegenüberliegenden Endabschnitten (6, 7), wobei an einem ersten
Endabschnitt (6) des Stützkörpers (4) ein Griffelement (8) mit einer quer zur Längserstreckung
(5) des Stützkörpers (4) verlaufenden Quererstreckung (9) und an einem zweiten Endabschnitt
(7) ein Bodenauflageelement (10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Endabschnitt (7) Befestigungsmittel (15; 13) zum lösbaren Befestigen
eines ersten Endabschnitts (6) einer anderen, baugleichen Gehhilfe (3; 2) angeordnet
sind, so dass nach einer Drehung der Gehhilfe (2; 3) um eine quer zur Längserstreckung
(5) des Stützkörpers (4) der Gehhilfe (2; 3) verlaufende Drehachse und einem lösbaren
Befestigen des zweiten Endabschnitts (7) der Gehhilfe (2; 3) an dem ersten Endabschnitt
(6) der anderen Gehhilfe (3; 2) durch das Griffelement (8) der Gehhilfe (2; 3) und
ein Bodenauflageelement (10) der anderen Gehhilfe (3; 2) mindestens drei Auflagepunkte
(17, 18) zur Verfügung stehen, über welche die Gehhilfe (2; 3) mit der daran befestigten
anderen Gehhilfe (3; 2) auf dem Boden steht.
2. Gehhilfe (2; 3) umfassend einen stabförmigen Stützkörper (4) mit einer Längserstreckung
(5) und zwei einander gegenüberliegenden Endabschnitten (6, 7), wobei an einem ersten
Endabschnitt (6) des Stützkörpers (4) ein Griffelement (8) mit einer quer zur Längserstreckung
(5) des Stützkörpers (4) verlaufenden Quererstreckung (9) und an einem zweiten Endabschnitt
(7) ein Bodenauflageelement (10) angeordnet ist, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Endabschnitt (6) Befestigungsmittel (12; 16) zum lösbaren Befestigen
eines zweiten Endabschnitts (7) einer anderen, baugleichen Gehhilfe (3; 2) angeordnet
sind, so dass nach einer Drehung der anderen Gehhilfe (3; 2) um eine quer zu einer
Längserstreckung (5) eines Stützkörpers (4) der anderen Gehhilfe (3; 2) verlaufende
Drehachse und einem lösbaren Befestigen des ersten Endabschnitts (6) der Gehhilfe
(2; 3) an dem zweiten Endabschnitt (7) der anderen Gehhilfe (3; 2) durch das Bodenauflageelement
(10) der Gehhilfe (2; 3) und ein Griffelement (8) der anderen Gehhilfe (3; 2) mindestens
drei Auflagepunkte (17, 18) zur Verfügung stehen, über welche die Gehhilfe (2; 3)
mit der daran befestigten anderen Gehhilfe (3; 2) auf dem Boden steht.
3. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehhilfe (2; 3) als eine Unterarmgehstütze ausgebildet ist und dass das Griffelement
(8) eine U-förmige Unterarmaufnahme aufweist, wobei ein oberer Rand von distalen Enden
von Schenkeln der U-förmigen Unterarmaufnahme nach einer Drehung der Gehhilfe (2;
3) zwei der Auflagepunkte (18) bilden, über welche die Gehhilfe (2; 3) mit der daran
befestigten anderen Gehhilfe (3; 2) auf dem Boden steht, und der Abstand der beiden
Auflagepunkte (18) im Wesentlichen der Quererstreckung (9) des Griffelements (8) entspricht.
4. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Unterarmaufnahme (8) in ihrer Quererstreckung (9) von außen seitlich
angeformte Stützelemente (19) aufweist, welche in der Quererstreckung (9) seitlich
über den oberen Rand der distalen Enden der Schenkel der U-förmigen Unterarmaufnahme
(8) hinausragen und zwei der Auflagepunkte (18) bilden, über welche die Gehhilfe (2;
3) mit der daran befestigten anderen Gehhilfe (3; 2) auf dem Boden steht.
5. Gehhilfe (2; 3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) zum lösbaren Befestigen der Gehhilfe (2;
3) ausgebildet sind, eine Adhäsions-, Klebe-, Klett-, Klemm-, Schnapp-, Rast- oder
eine magnetische Verbindung zu der anderen Gehhilfe (3; 2) herzustellen.
6. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Unterarmgehstütze ausgebildete Gehhilfe (2; 3) an einer nach hinten weisenden
Rückseite der U-förmigen Unterarmaufnahme (8) ein Retroreflektorelement (18; 18')
aufweist, in das ein magnetisches Befestigungsmittel (12; 16) integriert ist.
7. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein magnetisches Befestigungsmittel (13; 15) in das Bodenauflageelement (10) integriert
ist.
8. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsmittel (12; 16) zur Realisierung einer Klettverbindung an einem oberen
Rand einer nach hinten weisenden Rückseite der U-förmigen Unterarmaufnahme (8) der
als Unterarmgehstütze ausgebildeten Gehhilfe (2; 3) befestigt ist.
9. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsmittel (13; 15) zur Realisierung einer Klettverbindung außen an dem
Bodenauflageelement (10) befestigt ist.
10. Gehhilfe (2; 3) nach Anspruch 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das in das Bodenauflageelement (10) integrierte Befestigungsmittel (13; 15) um den
gesamten Umfang des Bodenauflageelements (10) wirkt.
11. Gehhilfe-Anordnung (1) umfassend zwei Gehhilfen (2, 3), jeweils umfassend einen stabförmigen
Stützkörper (4) mit einer Längserstreckung (5) und zwei einander gegenüberliegenden
Endabschnitten (6, 7), wobei an einem ersten Endabschnitt (6) des Stützkörpers (4)
ein Griffelement (8) mit einer quer zur Längserstreckung (5) des Stützkörpers (4)
verlaufenden Quererstreckung (9) und an einem zweiten Endabschnitt (7) ein Bodenauflageelement
(10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Endabschnitt (6) einer ersten Gehhilfe (2) Befestigungsmittel (12)
zum lösbaren Befestigen des zweiten Endabschnitts (7) einer zweiten Gehhilfe (3) angeordnet
sind, und dass an dem zweiten Endabschnitt (7) der ersten Gehhilfe (2) Befestigungsmittel
(15) zum lösbaren Befestigen des ersten Endabschnitts (6) der zweiten Gehhilfe (3)
angeordnet sind, so dass nach einer Drehung einer der Gehhilfen (2; 3) um eine quer
zu der Längserstreckung (5) des Stützkörpers (4) der Gehhilfe (2; 3) verlaufende Drehachse
und einem lösbaren Befestigen des ersten Endabschnitts (6) der ersten Gehhilfe (2)
an dem zweiten Endabschnitt (7) der anderen Gehhilfe (3) und des zweiten Endabschnitts
(7) der ersten Gehhilfe (2) an dem ersten Endabschnitt (6) der anderen Gehhilfe (3)
durch das Griffelement (8) der gedrehten Gehhilfe (2; 3) und das Bodenauflageelement
(10) der anderen Gehhilfe (3; 2) mindestens drei Auflagepunkte (17, 18) zur Verfügung
stehen, über welche die Gehhilfe-Anordnung (1) auf dem Boden steht.
12. Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) zur Realisierung einer lösbaren Befestigung mittels
einer Adhäsions-, Klebe-, Klett-, Klemm-, Schnapp-, Rast- oder einer magnetischen
Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) zur Befestigung an einer Gehhilfe (2; 3)
nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und zur anschließenden Realisierung einer lösbaren
Befestigung der Gehhilfe (2; 3) an einer anderen Gehhilfe (3; 2) ausgebildet ist.
13. Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) zur Realisierung einer magnetischen Verbindung
ausgebildet ist und in ein Retroreflektorelement (18) integriert ist, das an einer
nach hinten weisenden Rückseite einer U-förmigen Unterarmaufnahme (8) befestigbar
ist, die an einem ersten Endabschnitt (6) einer als Unterarmgehstütze ausgebildeten
Gehhilfe (2; 3) anordnenbar ist.
14. Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) zur Realisierung einer magnetischen Verbindung
ausgebildet ist und in ein Bodenauflageelement (10) integriert ist, das an einem zweiten
Endabschnitt (7) der Gehhilfe (2; 3) befestigbar ist.
15. Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) zur Realisierung einer Klettverbindung ausgebildet
ist und an einem oberen Rand einer nach hinten weisenden Rückseite einer U-förmigen
Unterarmaufnahme (8) befestigt ist, die an einem ersten Endabschnitt (6) einer als
Unterarmgehstütze ausgebildeten Gehhilfe (2; 3) anordnenbar ist.
16. Befestigungsmittel (12; 13; 15; 16) nach Anspruch 12 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel zur Realisierung einer Klettverbindung ausgebildet ist und
außen an einem Bodenauflageelement (10) befestigt ist, das an einem zweiten Endabschnitt
(7) der Gehhilfe (2; 3) befestigbar ist.