[0001] Die Erfindung betrifft halbfeste, plastische und plastoelastische biologische Rohstoffe
fein zerkleinernde Einrichtungen mit wenigstens einer Fördereinrichtung für die Rohstoffe
und mindestens einer nachgeordneten die Rohstoffe zerkleinernden Vorrichtung mit einer
Lochscheibe nach wenigstens einem rotierenden Messer.
[0002] Das Wolfen von Fleisch oder anderen biologischen Materialien, welches aus rein verfahrenstechnischer
Sicht einen rotatorischen Scherschnitt zwischen feststehender Lochscheibe und rotierendem
Messer darstellt, ist einerseits als geniales, andererseits als sehr problembehaftetes
Wirkprinzip zu charakterisieren. Genial deshalb, weil es gelingt große Produktmengen
gleichmäßig und kontinuierlich zu zerkleinern. Problematisch beim Wolfen im Vergleich
zum Messerschnitt ist die natürlicherweise höhere Kompression des Produktes und die
beim Zerkleinern im Schneidsatz auftretende Reibung.
[0003] Eine besondere Herausforderung, insbesondere bei hohen Durchsatzleistungen und großen
Maschinen, stellt häufig das Durchbiegen der Lochscheiben dar. Dieses Problem wird
beispielsweise dahingehend gelöst, dass Vorschneider und Lochscheiben in einer sogenannten
starken Ausführung also mit größerer Dicke angeboten werden. Neben der Verringerung
der Durchbiegung wird der Verschleiß deutlich reduziert oder verbleibender Verschleiß
ist gleichmäßiger.
[0004] Durch die Druckschrift
EP 2 338 602 A2 ist eine Vorschneider- oder Lochscheibe für mehrteilige Schneidsätze bekannt. Dabei
wird versucht, die Leistung von Wolfmaschinen durch in den Bohrungen in Durchflussrichtung
befindlichen Schneidkanten zu erhöhen. Problematisch sind hierbei der nicht unerhebliche
Fertigungsaufwand für diese Scheiben sowie das Risiko des Bruches der in Längsrichtung
integrierten Schneidkanten. Damit steigt auch die Gefahr einer Produktkontamination
mit Metallteilchen.
[0005] Eine Möglichkeit, die Schneidleistung von Wolfmaschinen zu erhöhen besteht in der
Nutzung von Ringmessern mit hängenden Klingen. Eine derartige Lösung ist durch die
Druckschrift
EP 0 931 592 A1 Lochscheiben-Messer-Kombination für Schneidsätze von Fleischwölfen. Damit wird zwar
die Schneidkantenlänge der Messer insgesamt erhöht, nicht jedoch die der Gegenschneide
in den Bohrungen.
[0006] In der Druckschrift
EP 1 652 584 A1 werden eine Lochscheibe für Schneidsätze von Zerkleinerungsvorrichtungen und ein
Schneidsatz mit einer solchen beschrieben. Dabei wird die gesamte Schneidkantenlänge
aller Bohrungen dadurch vergrößert, dass durch eine spezielle Anordnung der Bohrungen
auf der Lochscheibe möglichst viele Bohrungen einbringbar sind. Dabei bleibt aber
die Länge der Messerschneiden sowie der Schnittwinkel ohne Berücksichtigung.
[0007] Die Druckschrift
FR 1 306 039 A beinhaltet eine Hackmaschine, wobei die Perforationen in mit rotierenden Messern
zusammenwirkenden Gitterscheiben die Form von Öffnungen mit länglichem Profil aufweisen,
die von der Scheibenmitte zum Scheibenumfang hin in Richtung der Messerbewegung schräg
ausgerichtet sind.
[0008] Durch die Druckschrift
CH 145 137 A ist eine Fleischschnetzelmaschine bekannt, wobei an der Austrittsseite einer Lochscheibe
ein Messer drehbar angeordnet ist. Das durch die Lochscheibe geförderte Fleischgut
wird mit dem Messer in Stücke zerschnitten. Die Löcher in der Lochscheibe können winkelförmig
oder kreisbogenförmig ausgebildet sein. Dabei wird ein stückförmiges Schnetzelgut
erreicht, welches nicht nur das Kochen erleichtert, sondern beim Essen weicher empfunden
wird.
[0009] Die Druckschrift
DE 102 48 185 A1 offenbart eine Fleischereimaschine, wobei im Gehäuse im Bereich eines Schneckenzylinders
eine Dichtschnecke angeordnet ist. Damit verlässt das geförderte Material ausschließlich
durch den Schneckenzylinder der Förderschnecke eine derart ausgebildete Pumpe. Damit
wird ein kontinuierlicher Materialfluss erreicht.
[0010] Durch die Druckschrift
DE 633 752 A ist eine Fleischwolf-Lochscheibe bekannt, deren Löcher mit mindestens einem umlaufenden
Kreuzmesser scherenartig zusammenarbeiten und an der Arbeitsseite eine schräge Wandung
aufweisen. Das Schneidgut reibt beim Schneiden an der Schneidkante.
[0011] Die Druckschrift
DD 277 399 A1 zeigt eine Lochscheibe für Schneidsätze eines Fleischwolfes. Die Lochscheibe weist
ein bestimmtes Flächenverhältnis von gebohrter zu ungebohrter Fläche auf. Die Durchbrüche
sind Kreise oder derart gestaltet, dass beim Zerkleinerungsprozess ein ziehender Schnitt
vorhanden ist.
[0012] Die Druckschrift
US 3 298 411 A beinhaltet eine Zerkleinerungseinrichtung mit Lochscheiben mit unterschiedlich ausgestalteten
Löchern. Letztere sind insbesondere Kreise oder Dreiecke. In Verbindung mit geradlinig
ausgebildeten Messern reibt das zu zerkleinernde Gut beim Schneiden an den Lochkanten.
[0013] Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beim
Wolfen von halbfesten, plastischen und plastoelastischen biologischen Rohstoffen auftretende
Kompression und die beim Zerkleinern auftretende Reibung zu reduzieren.
[0014] Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.
[0015] Die halbfeste, plastische und plastoelastische biologische Rohstoffe fein zerkleinernden
Einrichtungen mit wenigstens einer Fördereinrichtung für die Rohstoffe und mindestens
einer nachgeordneten die Rohstoffe zerkleinernden Vorrichtung mit einer Lochscheibe
nach wenigstens einem rotierenden Messer, zeichnen sich insbesondere dadurch aus,
dass die beim Wolfen der Rohstoffe auftretende Kompression und die beim Zerkleinern
auftretende Reibung reduziert und/oder gesteuert sind.
[0016] Dazu sind eine Lochkante wenigstens eines Loches der Lochscheibe und die Schnittkante
des Messers zueinander gleichgestaltet und/oder eine oder die Lochkante wenigstens
eines Loches und die Schnittkante des Messers in Schnittrichtung in einem Winkel gleich/größer
80° und kleiner/gleich 100° zueinander angeordnet. Damit werden die Rohstoffe fein
zerkleinert.
[0017] Damit ist ein kontinuierlich arbeitendes Schneidsystem für halbfeste, plastische
und plastoelastische biologische Rohstoffe realisiert, welches nach dem Prinzip des
rotierenden Scherschnittes arbeitet. Die Rohstoffe sind dabei beispielsweise Lebensmittel
wie Fleisch, Fisch oder Gemüse jeweils roh oder gekocht. Die Einrichtung ist damit
für Maschinen geeignet, die nach dem Prinzip des Fleischwolfes arbeiten. Die fein
zerkleinernde Vorrichtung besteht dabei aus mindestens einer Kombination von rotierendem
Messer und feststehender Lochscheibe.
[0018] In bekannten Maschinen, die nach dem Prinzip des Fleischwolfes arbeiten, werden Messer
und Lochscheiben mit kreisrunden Öffnungen nacheinander angeordnet. Das jeweilige
Messer rotiert über der entsprechenden Lochscheibe. Das Produkt, welches durch seitlichen
Schubdruck teilweise in die Öffnungen der Lochscheibe eingedrungen und somit fixiert
ist, wird zwischen feststehender Bohrungskante und rotierendem Messer abgeschert.
Bei kreisrunden Öffnungen der Lochscheibe gibt es nur einen Punkt, bei dem Bohrungskante
und Messerschneide senkrecht zueinander stehen.
[0019] Für jeden Schneidprozess, den damit verbundenen Energieverbrauch sowie die zu erwartende
Schneidgüte ist der Auftrittswinkel der Schneide auf den Rohstoff von ausschlaggebender
Bedeutung. Den geringsten Energieverbrauch und die beste Schneidgüte wird bei einem
senkrechten Auftritt der jeweiligen Schneide auf das Produkt erreicht, da dabei weniger
Reibung und damit auch weniger Produktquetschungen auftreten.
Die Intensität und die Effizienz eines Schneidprozesses ist unter anderem von der
Schneidkantenlänge abhängig.
[0020] Es hat sich gezeigt, dass in einer Wolfmaschine zwei Typen von Schneidprozessen stattfinden.
Einerseits erfolgt ein Einschneiden des Rohstoffes in Förderrichtung des Rohstoffes
ausschließlich durch die Kanten der Löcher in den Lochscheiben und damit auch eine
Fixierung der sich in den Löchern der Lochscheibe gebildeten Rohstoffzäpfchen. Je
länger also die Schneidenkontur eines Loches ist, desto intensiver erfolgt der Einschnitt
oder desto größer ist die Eindringtiefe der Zäpfchen und damit der Durchsatz. Beim
zweiten Schneidvorgang, nämlich dem Abschneiden der in den Löchern befindlichen Rohstoffzäpfchen
durch das rotierende Messer, gelten die gleichen Prämissen. Je länger die Schneidkante,
desto mehr Rohstoff kann geschnitten werden.
[0021] Kreisrunde Öffnungen in den Lochscheiben besitzen also zwei ganz wesentliche Nachteile.
Bei konstantem Flächeninhalt beschreibt ein Kreis eine Fläche mit dem geringsten Umfang
im Vergleich zu anderen Formen. Damit ist im vorliegenden Anwendungsfall die Schneidkantenlänge
in herkömmlichen Lochscheiben von Wolfmaschinen ein Minimum. Andererseits ist der
Auftrittswinkel zwischen Rohstoff und Werkzeugen in Form von Messer und Lochkante
nur in einem Punkt rechtwinklig. Damit steigt der Energieverbrauch und die Schnittgüte
sinkt.
[0022] Die Einrichtung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass an Stelle kreisrunder
Öffnungen/Bohrungen in Lochscheiben für Wolfmaschinen Öffnungen mit anderer Querschnittsform
eingebracht sind. Die Löcher und die Schnittkante des Messers sind dazu zueinander
gleichgestaltet. Das betrifft insbesondere die Lochkante, auf die ein Bereich der
Schnittkante des Messers beim Schnitt zubewegt wird. Diese Lochkante ist damit korrespondierend
zum Bereich der Schnittkante angeordnet. Damit sind Bereiche der Schnittkante des
Messers und Lochkante so ausgebildet, dass bei der Rotation des Messers über der Lochscheibe
jeweils mindestens zwei Punkte der Schneidkanten von Lochkante und rotierendem Messer
in Kraftrichtung parallel zueinander stehen.
[0023] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 10
angegeben.
[0024] Die Lochscheibe weist nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 2 in Lochkreisen
oder spiralförmig angeordnete Langlöcher auf, die weiterhin in den Lochkreisen oder
der Spirale äquidistant benachbart oder versetzt zueinander angeordnet sind. Bei Langlöchern
ist die Schneidkante verlängert, so dass sich somit die Schneidintensität erhöht.
Bei sinkendem Energieverbrauch wird der Durchsatz erhöht und die Schnittqualität verbessert.
Letzteres ist besonders für die Herstellung von Hackfleisch für eine Frischvermarktung
oder aber eine Rohwurstproduktion wichtig. Durch geringere Zellquetschung und Zerstörung
wird die Haltbarkeit und Hygiene des Produktes verbessert.
[0025] Die Langlöcher sind damit vom Zentrum aus strahlenförmig oder bei versetzter Anordnung
nicht strahlenförmig in der Lochscheibe angeordnet. Bei einer versetzten Anordnung
werden einseitige Belastungen von Antrieb als Motor und Werkzeugen als Lochkanten
und Schneidkante vermieden.
[0026] Die Langlöcher sind nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 3 im Querschnitt nierenförmige
Langlöcher, die in Längsrichtung nach außen weisend angeordnet sind. Bei nach außen
weisenden derartigen Langlöchern ergibt sich eine bogenförmige Schnittkante. In Verbindung
mit einem Messer mit einer bogenförmigen Schnittkante sind beim Abscheren die Schnittkante
des Messers und eine Lochkante des Langloches korrespondierend verlaufend zueinander
angeordnet. Bei der Rotation des Messers über der Lochscheibe stehen jeweils mindestens
zwei Punkte der Schneidkanten von Langloch und rotierendem Messer in Kraftrichtung
parallel zueinander. Die Schneidkante der Bohrungen ist verlängert und damit die Schneidintensität
erhöht.
[0027] Die Langlöcher sind nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 4 geradlinig ausgebildete
Langlöcher, die radial nach außen weisend angeordnet sind.
[0028] Eine oder die Lochkante wenigstens eines Loches und die Schnittkante des Messers
sind nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 5 in Schnittrichtung in einem Winkel
gleich/größer 85° und kleiner/gleich 95° zueinander angeordnet. Besonders vorteilhaft
ist ein Winkel nahe oder gleich 90°, so dass keine und/oder eine minimale Reibung
beim Zerkleinern des halbfesten, plastischen und plastoelastischen biologischen Rohstoffs
vorhanden ist.
[0029] Das Messer besitzt nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 6 eine geradlinige
oder bogenförmige Schneidkante. Insbesondere in Verbindung mit einer Lochscheibe mit
im Querschnitt nierenförmig ausgebildeten Langlöchern ist eine gleichgestaltete Realisierung
gegeben.
[0030] Günstigerweise weist das Messer nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 7 mehrere
Messerbalken auf, so dass eine erhöhte Schnittleistung gegeben ist.
[0031] Die Messerbalken und die Schnittkanten der Messerbalken sind nach der Weiterbildung
des Patentanspruchs 8 geradlinig oder bogenförmig ausgebildet. Daran angepasste Lochkanten
sind leicht zu realisieren, das beispielsweise durch die im Querschnitt nierenförmig
ausgebildeten Langlöcher gegeben ist. Darüber hinaus können die Messerbalken und die
Schnittkanten der Messerbalken so ausgebildet werden, dass die Messerbalken und Lochscheibenkanten
in einem definierten Winkel zueinander stehen. Damit kann der Eintrag von Reibung
gesteuert werden.
[0032] Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 9 sind die wenigstens eine Förderschnecke
aufweisende oder als Pumpe realisierte Fördereinrichtung und das Messer an einen Antrieb
oder jeweils an einen Antrieb gekoppelt. Weiterhin befindet sich das Messer in einem
hohlzylinderförmig ausgebildeten Hohlraum eines Gehäuses.
[0033] In Transportrichtung der Rohstoffe sind nach der Weiterbildung des Patentanspruchs
10 nach der ein Rückströmen verhindernden Fördereinrichtung die Rohstoffe zerkleinernde
und/oder emulgierende Vorrichtungen mit jeweils einer Lochscheibe nach wenigstens
einem rotierenden Messer angeordnet. Die Messer der Vorrichtungen sind weiterhin an
einen Antrieb oder jeweils an einen Antrieb und die Fördereinrichtung an einen weiteren
Antrieb gekoppelt, wobei der Transport der Rohstoffe sowohl durch als auch zwischen
den Vorrichtungen nur durch den aus der Fördereinrichtung oder den Fördereinrichtungen
resultierenden Vorschub der Rohstoffe erfolgt.
[0034] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen jeweils prinzipiell
dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
[0035] Es zeigen:
- Fig.1 1
- eine halbfeste, plastische und plastoelastische biologische Rohstoffe fein zerkleinernde
und/oder emulgierende Einrichtung,
- Fig. 2
- eine bekannte die Rohstoffe zerkleinernde und/oder emulgierende Vorrichtung mit einer
Lochscheibe nach wenigstens einem rotierenden Messer,
- Fig. 3
- eine Lochscheibe mit sowohl radial nach außen verlaufenden als auch versetzt zueinander
angeordneten Langlöchern und
- Fig. 4
- eine Vorrichtung mit sowohl im Querschnitt nierenförmigen und nach außen weisenden
Langlöchern als auch einem Messer mit bogenförmig verlaufenden Messerbalken.
[0036] Eine halbfeste, plastische und plastoelastische biologische Rohstoffe fein zerkleinernde
und/oder emulgierende Einrichtung 1 besteht im Wesentlichen aus wenigstens einer Fördereinrichtung
für die Rohstoffe 7 und mindestens einer nachgeordneten die Rohstoffe 7 zerkleinernden
und/oder emulgierenden Vorrichtung mit einer Lochscheibe 2 nach wenigstens einem rotierenden
Messer 3.
[0037] Die Fig. 1 zeigt eine halbfeste, plastische und plastoelastische biologische Rohstoffe
fein zerkleinernde und/oder emulgierende Einrichtung 1 in einer prinzipiellen Darstellung.
[0038] Die Fördereinrichtung umfasst wenigstens eine Förderschnecke 4. Diese und das Messer
3 sind an einen Antrieb 5 oder jeweils an einen Antrieb gekoppelt. Der Antrieb 5 ist
dazu ein bekannter Elektromotor. Das Messer 3 befindet sich in einem hohlzylinderförmig
ausgebildeten Hohlraum in Form eines Rohrstückes 6, in dem die Förderschnecke 4 endet.
Über der Förderschnecke 4 befindet sich ein freier Raum für die zu bearbeitenden Rohstoffe
7, die damit mittels der Förderschnecke 4 in das Rohrstück 6 und weiter zur und durch
die die Rohstoffe 7 zerkleinernde und/oder emulgierende Vorrichtung transportiert
werden. Das erfolgt ausschließlich durch den aus der Förderschnecke 4 resultierenden
Vorschub der Rohstoffe 7 selbst. Mit einer derartigen Anordnung ist ein Rückströmen
von Rohstoffen 7 verhindert. Anstatt der Förderschnecke 4 kann auch eine an einen
Antrieb gekoppelte Doppelschnecke oder eine Pumpe verwendet werden.
[0039] Die Fig. 2 zeigt eine bekannte die Rohstoffe 7 zerkleinernde und/oder emulgierende
Vorrichtung mit einer Lochscheibe 2 nach wenigstens einem rotierenden Messer 3 in
einer prinzipiellen Darstellung.
[0040] Eine bekannte Vorrichtung weist eine Lochscheibe 2 mit kreisförmigen Löchern 8 nach
einem Messer 3 mit geradlinig ausgebildeten Messerbalken 9 auf.
[0041] Die Fig. 3 zeigt eine Lochscheibe mit sowohl radial nach außen verlaufenden als auch
versetzt zueinander angeordneten Langlöchern in einer prinzipiellen Darstellung.
[0042] Im Gegensatz dazu sind bei der Vorrichtung eine Lochkante wenigstens eines Loches
der Lochscheibe 2 und die Schnittkante des Messers 3 zueinander gleichgestaltet und/oder
eine oder die Lochkante wenigstens eines Loches und die Schnittkante des Messers 3
in Schnittrichtung in einem Winkel gleich/größer 80° und kleiner/gleich 100° zueinander
angeordnet, so dass die Rohstoffe 7 fein zerkleinert und/oder emulgiert werden.
[0043] Die Lochscheibe 2 weist in Lochkreisen 11 angeordnete Langlöcher auf, die in den
Lochkreisen 11 benachbart äquidistant oder versetzt zueinander angeordnet sind. Die
Langlöcher sind geradlinig ausgebildete Langlöcher 10, die radial nach außen weisend
angeordnet sind. Die Fig. 3 zeigt dazu nur einige derartige Langlöcher 10 der Lochscheibe
2 beispielhaft.
[0044] Die Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung mit sowohl im Querschnitt nierenförmigen und nach
außen weisenden Langlöchern 12 als auch einem Messer 3 mit bogenförmig verlaufenden
Messerbalken 13 in einer prinzipiellen Darstellung.
[0045] Die Langlöcher sind in einer weiteren Ausführungsform im Querschnitt nierenförmige
Langlöcher 12, die in Längsrichtung nach außen weisend angeordnet sind. Das Messer
3 besitzt mehrere Messerbalken 13, die und deren Schnittkanten bogenförmig ausgebildet
sind. Die Schnittkanten bestehend aus Kanten der im Querschnitt nierenförmigen Langlöcher
12 und der bogenförmig verlaufenden Messerbalken 13 sind im Wesentlichen gleichgestaltet
und während des Schnittes korrespondierend zueinander angeordnet. Die zu scherenden
Rohstoffe 7 stehen in Kraftrichtung senkrecht zu den Schneidkanten als Langlochkante
und Messerkante.
[0046] In weiteren Ausführungsformen können die Löcher der Lochscheibe im Querschnitt kreisabschnitt-,
dreieck- oder trapezförmige Löcher sein.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- fein zerkleinernde und/oder emulgierende Einrichtung
- 2
- Lochscheibe
- 3
- Messer
- 4
- Förderschnecke
- 5
- Antrieb
- 6
- Rohrstück
- 7
- Rohstoff
- 8
- kreisförmiges Loch
- 9
- geradliniger Messerbalken
- 10
- gradliniges Langloch
- 11
- Lochkreis
- 12
- nierenförmiges Loch
- 13
- bogenförmiger Messerbalken
1. Halbfeste, plastische und plastoelastische biologische Rohstoffe (7) fein zerkleinernde
Einrichtung (1) mit wenigstens einer Fördereinrichtung für die Rohstoffe (7) und mindestens
einer nachgeordneten die Rohstoffe (7) zerkleinernden Vorrichtung mit einer Lochscheibe
(2) nach wenigstens einem rotierenden Messer (3), dadurch gekennzeichnet, dass eine Lochkante wenigstens eines Loches der Lochscheibe (2) und die Schnittkante des
Messers zueinander gleichgestaltet und/oder dass eine oder die Lochkante wenigstens
eines Loches und die Schnittkante des Messers in Schnittrichtung in einem Winkel gleich/größer
80° und kleiner/gleich 100° zueinander angeordnet sind, so dass die Rohstoffe (7)
fein zerkleinert werden.
2. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochscheibe (2) in Lochkreisen (11) oder spiralförmig angeordnete Langlöcher
aufweist und dass die Langlöcher in den Lochkreisen (11) oder der Spirale benachbart
oder versetzt zueinander angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Langlöcher im Querschnitt nierenförmige Langlöcher (12) sind und dass die im
Querschnitt nierenförmigen Langlöcher (12) in Längsrichtung nach außen weisend angeordnet
sind.
4. Einrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Langlöcher geradlinig ausgebildete Langlöcher (10) sind und dass diese Langlöcher
(10) radial nach außen weisend angeordnet sind.
5. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder die Lochkante wenigstens eines Loches und die Schnittkante des Messers
in Schnittrichtung in einem Winkel größer/gleich 85° und kleiner/gleich 95° zueinander
angeordnet sind.
6. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (3) eine geradlinige oder bogenförmige Schneidkante besitzt.
7. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (3) mehrere Messerbalken aufweist.
8. Einrichtung nach den Patentansprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerbalken (13) und die Schnittkanten der Messerbalken (13) geradlinig oder
bogenförmig ausgebildet sind.
9. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Förderschnecke (4) aufweisende oder als Pumpe realisierte Fördereinrichtung
und das Messer (3) an einen Antrieb (5) oder jeweils an einen Antrieb gekoppelt sind
und dass sich das Messer (3) in einem hohlzylinderförmig ausgebildeten Hohlraum eines
Gehäuses befindet.
10. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung der Rohstoffe (7) nach der ein Rückströmen verhindernden Fördereinrichtung
die Rohstoffe (7) zerkleinernde und/oder emulgierende Vorrichtungen mit jeweils einer
Lochscheibe (2) nach wenigstens einem rotierenden Messer (3) angeordnet sind, dass
die Messer (3) der Vorrichtungen an einen Antrieb oder jeweils an einen Antrieb und
die Fördereinrichtung an einen weiteren Antrieb gekoppelt sind, wobei der Transport
der Rohstoffe (7) sowohl durch als auch zwischen den Vorrichtungen nur durch den aus
der Fördereinrichtung oder den Fördereinrichtungen resultierenden Vorschub der Rohstoffe
(7) erfolgt.