[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung für eine Tür. Die Tür kann einen Rahmen und
zumindest einen Türflügel umfassen. Ebenfalls betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Montage einer Anordnung für eine Tür sowie eine vormontierte Baugruppe zur Montage
der erfindungsgemäßen Anordnung.
[0002] Die hier betrachtete Anordnung umfasst eine Steuereinheit zum Ansteuern der Tür.
Mittels dieser Steuereinheit kann eine Feststellvorrichtung, ein Türschließer oder
weiterer Bestandteil der Tür angesteuert werden. Insbesondere, wenn die Steuereinheit
dazu dient, die Tür im Brandfall zu schließen, muss die gesamte Anordnung dementsprechenden
Brandschutzvorschriften entsprechen. Die Anordnung muss im Brandfall funktionieren
und darf kein Gefährdungspotential darstellen.
[0003] So ist es Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Anordnung für eine Tür, ein Montageverfahren
für eine Anordnung und/oder eine Baugruppe für die Montage anzugeben, die bei kostengünstiger
Herstellung und wartungsarmem Betrieb an einer Brandschutztür verwendet werden können.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch den unabhängigen Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Anordnung sind in den abhängigen Ansprüche 2 bis 10, der Beschreibung und in den
Figuren angegeben. Ebenfalls wird die Aufgabe der Erfindung durch den Anspruch 11
gelöst, wobei vorteilhafte Weiterbildungen in den abhängigen Ansprüchen 12 bis 15,
der Beschreibung und in den Figuren angegeben sind. Ferner wird die Aufgabe auch durch
die Merkmale des unabhängigen Verfahrensanspruchs gemäß dem Anspruch 16 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen des Verfahrens sind in den abhängigen Verfahrensansprüchen, der Beschreibung
und in den Figuren angegeben.
[0005] Merkmale und Details, die in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Anordnung und
der erfindungsgemäßen Baugruppe beschrieben sind, gelten dabei auch in Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und umgekehrt. Dabei können die in der Beschreibung
und in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in Kombination
erfindungswesentlich sein. Insbesondere wird eine Anordnung unter Schutz gestellt,
die durch das erfindungsgemäße Verfahren montierbar ist, wie auch ein Verfahren zur
Montage einer erfindungsgemäßen Anordnung. Ebenfalls wird eine Baugruppe, mit der
das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar ist, als auch ein Verfahren, das mit Hilfe
der Baugruppe zur Montage der erfindungsgemäßen Anordnung führt, unter Schutz gestellt.
[0006] Somit wird die Aufgabe gelöst durch eine Anordnung für eine Tür. Unter "Tür" versteht
man hier den Rahmen der Tür mit zumindest einem Türflügel. Vorteilhafterweise dient
die hier beschriebene Anordnung zum Anordnen an einen Rahmen der Tür. Die Anordnung
umfasst eine Steuereinheit zum Ansteuern der Tür. Insbesondere ist vorgesehen, dass
mit der Steuereinheit eine Feststellvorrichtung gelöst wird, so dass im Brandfall
der Türflügel schließt. Somit kann die erfindungsgemäße Anordnung eine Feststellanordnung
sein. Jedoch ist es auch möglich, mit der Steuereinheit andere Bestandteile der Tür,
wie beispielsweise einen Türschließer, anzusteuern. Die Stromversorgung der Steuereinheit
erfolgt über einen elektrochemischen Energiespeicher, insbesondere eine Batterie oder
einen Akkumulator, der innerhalb der Anordnung anordbar, insbesondere befestigbar,
ist. Hierfür ist insbesondere ein Anschluss für den elektrochemischen Energiespeicher
neben einer Halterung für den elektrochemischen Energiespeicher vorgesehen. Bevorzugt
wird eine Batterie verwendet.
[0007] Im Normalbetrieb kann die Stromversorgung auch zusätzlich oder alternativ über das
Stromnetz erfolgen. So muss der elektrochemische Energiespeicher nur bei einem etwaigen
Stromausfall eingreifen. Alternativ ist die Anordnung frei von einer Verbindung mit
einem Stromnetz. Der elektrochemische Energiespeicher kann als ausschließliche elektrische
Energiequelle für die Steuereinheit dienen. Die Stromversorgung kann somit nur über
den Energiespeicher erfolgen.
[0008] Im Folgenden werden Ortsangaben wie "vor", "hinter", "neben", "oben", "unten" "Vorder",
"Front", "Rück" so verwendet, wie ein entfernt stehender Betrachter die an der Tür
montierte Anordnung wahrnimmt.
[0009] Es können ein oder mehrere elektrochemische Energiespeicher an der Halterung anordbar,
insbesondere befestigbar, sein. Insbesondere können die elektrochemischen Energiespeicher
als ein Energiespeicherpaket mit mehreren elektrochemischen Energiespeichern ausgebildet
sein. Das Energiespeicherpaket kann bevorzugt eine Kunststoffummantelung, durch die
die elektrochemischen Energiespeicher zusammengehalten sind, aufweisen. Die Kunststoffummantelung
kann z. B. ein Schrumpfschlauch sein. Beispielsweise kann das Energiespeicherpaket
aus mehreren parallel und/oder mehreren in Reihe geschalteten elektrischen Energiespeichern
aufgebaut sein. So kann z. B. das Energiespeicherpaket je zwei in Reihe geschaltete
elektrochemische Energiespeicher, die wiederum parallel geschaltet sind, aufweisen.
Im Folgenden kann somit unter dem elektrochemischen Energiespeicher auch mehrere elektrochemische
Energiespeicher oder ein Energiespeicherpaket verstanden werden.
[0010] Die Verwendung des elektrochemischen Energiespeichers hat zum Vorteil, dass die Steuereinheit
auch bei einem Stromausfall und/oder ohne Anschluss an ein Stromnetz funktioniert.
Gleichzeitig hat der elektrochemische Energiespeicher innerhalb der Anordnung jedoch
den Nachteil, dass er im Falle eines Brandes zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden
kann. Oberhalb einer Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers kann es
bei dem elektrochemischen Energiespeicher zum Austritt gefährlicher Flüssigkeiten
oder zur Explosion kommen. Um diesen Zielkonflikt zu lösen, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die erfindungsgemäße Anordnung eine Halterung zur Anordnung, insbesondere Befestigung,
des elektrochemischen Energiespeichers aufweist. Die Halterung ist im Normalzustand
federbelastet und kann ausgefahren und/oder ausgeklappt werden. Ferner ist ein Auslöseelement
vorgesehen. Das Auslöseelement hält im Normalzustand die Halterung im federbelasteten
Zustand. Hierbei befindet sich die Halterung in einem eingefahrenen und/oder eingeklappten
Zustand. Bei entsprechend hoher Temperatur, beispielsweise im Brandfall, gibt das
Auslöseelement die Halterung frei. Daraufhin fährt und/oder klappt die Halterung durch
die Feder aus. Die ausgefahrene und/oder ausgeklappte Halterung beabstandet daher
den elektrochemischen Energiespeicher, insbesondere weitest möglich, von der Tür.
Hierdurch ist der elektrochemische Energiespeicher soweit wie möglich von der Tür
thermisch isoliert. Durch die Beabstandung von der Tür wird bei dem elektrochemischen
Energiespeicher die Grenztemperatur später erreicht. Hierdurch kann insbesondere eine
vorgegebene Zeit lang, z. B. 30 Minuten, ein Austritt gefährlicher Flüssigkeiten oder
eine Explosion verhindert werden. Die vorgegebene Zeit ist insbesondere länger als
die Zeit, die benötigt wird, um die Brandschutztür durch das Feuer zu zerstören. Durch
die Beabstandung kann Zeit gewonnen werden, denn der elektrochemische Energiespeicher
soll nicht zur Gefahr werden, bevor die Brandschutztür durch das Feuer zerstört ist.
Die Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers kann z. B. zwischen 90°C
und 110°C liegen.
[0011] Neben einer Grenztemperatur kann eine maximale Betriebstemperatur des elektrochemischen
Energiespeichers vorgegeben sein. Die maximale Betriebstemperatur des elektrochemischen
Energiespeichers gibt an, bis zu welcher Temperatur der elektrochemische Energiespeicher
funktional verwendet werden kann. Die maximale Betriebstemperatur des elektrochemischen
Energiespeichers liegt unter der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers.
Die maximale Betriebstemperatur kann z. B. 80°C betragen. Üblicherweise werden sowohl
die maximale Betriebstemperatur als auch die Grenztemperatur von dem Hersteller des
elektrochemischen Energiespeichers vorgegeben.
[0012] Die entsprechend hohe Temperatur entspricht insbesondere einer Temperatur des Auslöseelements,
insbesondere einer Freigabezone des Auslöseelements. Die Freigabezone ist hierbei
der Teil des Auslöseelements, durch den eine Freigabe erfolgt. Beispielsweise ist
das Auslöselement mit der Freigabezone innerhalb der Anordnung befestigt.
[0013] Die "entsprechend hohe Temperatur" liegt bevorzugt oberhalb einer im Normalzustand
üblichen oder/und ohne Brand erreichbaren Raumtemperatur. Besonders bevorzugt liegt
die entsprechend hohe Temperatur oberhalb einer maximalen Betriebstemperatur des elektrochemischen
Energiespeichers. Z. B. kann die "entsprechend hohe" Temperatur bei über 70°C, bevorzugt
bei über 80°C, besonders bevorzugt bei über 95°C liegen.
[0014] Eine obere Grenze für die "entsprechend hohe Temperatur" kann durch die Grenztemperatur
des elektrochemischen Energiespeichers gegeben sein. So kann eine obere Grenze für
die "entsprechend hohe Temperatur" der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers
entsprechen oder oberhalb der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers
liegen. Letzteres ist durch Temperaturunterschiede innerhalb der erfindungsgemäßen
Anordnung denkbar. So kann es sein, dass das Auslöseelement zeitweise eine höhere
Temperatur als der elektrochemische Energiespeicher aufweist. Hierdurch kann das Auslöseelement
die Halterung freigeben, bevor der elektrochemische Energiespeicher die Grenztemperatur
erreicht hat. So kann eine obere Grenze für die "entsprechend hohe Temperatur" in
einem Bereich von bis zu 30°C, bevorzugt bis zu 20°C, besonders bevor zugt bis zu
10°C oberhalb der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers liegen.
[0015] Alternativ werden Temperaturunterschiede innerhalb der Anordnung nicht berücksichtigt
oder sind nicht vorhanden. In diesem Fall kann eine obere Grenze für die "entsprechend
hohe Temperatur" unterhalb der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers
liegen. Insbesondere kann die entsprechend hohe Temperatur in einem Bereich von bis
zu 30°C, bevorzugt bis zu 20°C, besonders bevorzugt bis zu 10°C unter der Grenztemperatur
des elektrochemischen Energiespeichers liegen.
[0016] Die entsprechend hohe Temperatur ist insbesondere eine Temperatur, die im Bereich
der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers liegt, z. B. der Grenztemperatur
± 30°C, bevorzugt der Grenztemperatur ± 20 °C, besonders bevorzugt der Grenztemperatur
±10 °C entsprechen. Hierdurch kann ein sowohl ein zu frühes Auslösen als auch ein
zu spätes Auslösen vermieden werden.
[0017] Es ist denkbar, dass der elektrochemische Energiespeicher auch oberhalb der entsprechend
hohen Temperatur mit dem Gehäuse verbunden ist. Hierdurch kann der elektrochemische
Energiespeicher von einem Herunterfallen auf den Boden gehindert sein. Zum einen kann
hierzu die Halterung dienen.
[0018] Zum anderen kann zusätzlich oder alternativ ein Befestigungselement zur Verhinderung
eines Herabfallens des elektrochemischen Energiespeichers dienen. Das Befestigungselement
kann als Leine ausgestaltet sein. Die Leine kann bevorzugt eine elektrische Verbindung
umfassen. Somit kann ein Anschlusskabel des elektrochemischen Energiespeichers als
Befestigungselement dienen. Bevorzugt dient das Befestigungselement als zusätzliche
Sicherung, falls sich durch das Ausklappen oder Ausfahren der Halterung der elektrochemische
Energiespeicher, insbesondere unbeabsichtigt, von der Halterung löst.
[0019] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Auslöseelement, insbesondere die Freigabezone,
sich bei der entsprechend hohen Temperatur deformiert, vorzugsweise schmilzt. Hierzu
ist das Auslöseelement insbesondere aus Kunststoff, Wachs oder einem Formgedächtniswerkstoff
gefertigt. Als Formgedächtniswerkstoff wird hierbei ein Werkstoff bezeichnet, der
bei Erreichen einer spezifischen Temperatur, der Deformationstemperatur, seine Form
ändert und hierbei eine andere Form einnimmt. Beispiele für Formgedächtniswerkstoffe
sind Formgedächtnispolymere und Formgedächtnislegierungen. Als Formgedächtnislegierungen
werden zum Beispiel Nickel-Titan-Legierungen verwendet, die als Nitinol bekannt sind.
Bevorzugt liegt eine Deformationstemperatur, insbesondere Schmelztemperatur, des Auslöseelements
zwischen einer ohne Brand erreichbaren Raumtemperatur und 30 °C oberhalb der Grenztemperatur
des elektrochemi schen Energiespeichers, besonders bevorzugt zwischen der maximalen
Betriebstemperatur des elektrochemischen Energiespeichers und 30°C oberhalb der Grenztemperatur
des elektrochemischen Energiespeichers. Beispielsweise liegt die Deformationstemperatur,
insbesondere Schmelztemperatur, zwischen 70°C bis 130°C, bevorzugt zwischen 80°C bis
120°C, besonders bevorzugt zwischen 80°C und 110°C. Das Auslöseelement ist bevorzugt
aus einem Standard-ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat) hergestellt, welches
insbesondere bei einer Temperatur um 95°-110°C anfängt zu erweichen.
[0020] Die erfindungsgemäße Anordnung kann optional den elektrochemischen Energiespeicher
umfassen. Hierbei ist der elektrochemische Energiespeicher an der Halterung angeordnet,
insbesondere befestigt. Beim Ausfahren und/oder Ausklappen wird die Halterung samt
dem elektrochemischen Energiespeicher ausgefahren und/oder ausgeklappt.
[0021] Die Erfindung ist insbesondere so zu verstehen, dass eine Halterung aus einem eingefahrenen
Zustand ausfährt und/oder eine Halterung aus einem eingeklappten Zustand ausklappt.
[0022] Das Auslöseelement kann als separates Bauteil zu der Halterung ausgebildet sein.
Alternativ kann das Auslöseelement mit der Halterung stoffschlüssig verbunden sein.
So kann das Auslöseelement materialeinheitlich und/oder einstückig, sogar monolithisch,
mit der Halterung ausgebildet sein.
[0023] Des Weiteren ist vorteilhafterweise eine Montageplatte vorgesehen. Die Montageplatte
wird an der Tür, vorzugsweise am Rahmen, montiert. Bevorzugt ist vorgesehen, dass
die Montageplatte dazu dient, direkt am Rahmen anzuliegen. Insbesondere können die
Steuereinheit und/oder die Halterung auf der Montageplatte befestigt sein. Im Brandfall
muss sichergestellt werden, dass die entsprechend hohe Temperatur möglichst schnell
das Auslöseelement erreicht. Hierzu ist vorgesehen, dass das Auslöseelement die Montageplatte
und/oder die Tür direkt kontaktiert. Alternativ zum direkten Kontakt ist bevorzugt
vorgesehen, dass der Kontakt über ein Material mit einer Wärmeleitfähigkeit bei 25
°C von zumindest 5 W/mK, bevorzugt 40 W/mK, besonders bevorzugt 100 W/mK erfolgt.
Eine obere Grenze ist durch die maximale Wärmeleitfähigkeit bekannter Stoffe gegeben
sein. Insbesondere kann eine obere Grenze bei 400 W/mK (25°C), bevorzugt bei 1000
W/mK (25°C) gegeben sein.
[0024] Bevorzugt ist die Freigabezone innerhalb der Montageplatte angeordnet. Die Freigabezone
kann sich insbesondere in direktem Kontakt mit der Montageplatte befinden. Besonders
bevorzugt kann die Freigabezone des Auslöseelements mit der Montageplatte verbunden
sein.
[0025] Das Auslöseelement befestigt die Halterung in dem eingefahrenen und/oder eingeklappten
Zustand mit einem fest angeordneten Element der Anordnung, insbesondere der Montageplatte.
Hierzu kann das Auslöseelement die Halterung durchragen. Die Halterung ist bevorzugt
beabstandet von der Montageplatte angeordnet. Das Auslöseelement kann die Montageplatte
mit der Halterung verbinden. Insbesondere kann das Auslöseelement an der Montageplatte
befestigt sein.
[0026] Das Auslöseelement ist bevorzugt aus einem Material mit einer Wärmeleitfähigkeit
von weniger als 1 W/mK, bevorzugt von weniger als 0,5 W/mK, besonders bevorzugt von
weniger als 0,2 W/mK bei 25°C hergestellt. Es hat sich gezeigt, dass das Auslöseelement
in diesem Fall die Montageplatte mit der Halterung verbinden kann, ohne die Halterung
vor der Freigabe wesentlich zu erwärmen.
[0027] Zu dem Zeitpunkt der Freigabe kann die Temperatur des elektrochemischen Energiespeichers
durch die Distanz zur Montageplatte noch deutlich unterhalb der entsprechend hohen
Temperatur und/oder der Grenztemperatur des elektrochemischen Energiespeichers liegen,
so dass sichergestellt ist, dass, bevor die entsprechend hohe Temperatur und/oder
die Grenztemperatur an dem elektrochemischen Energiespeicher erreicht ist, das Auslöseelement
das Ausfahren und/oder das Ausklappen der Halterung bewirkt.
[0028] Bevorzugt wird die Halterung freigegeben, indem das Auslöseelement, insbesondere
die Freigabezone, nachgibt. Das Nachgeben kann durch die Feder unterstützt werden.
Es ist denkbar, dass das Auslöseelement durch die Feder unter Zug gehalten ist, während
sich die Halterung in dem eingefahrenen und/oder eingeklappten Zustand befindet.
[0029] Das Auslöseelement kann als eine Schraube, insbesondere als Kunststoffschraube, ausgestaltet
sein. Bevorzugt wird die Freigabe durch ein Nachgeben eines Gewindes der Schraube
erreicht. Das Auslöseelement kann z. B. mit der Montageplatte verschraubt sein. Hierbei
kann das Auslöseelement insbesondere die Montageplatte durchragen. Beispielsweise
kann das Auslöseelement zum direkten Kontakt mit der Tür ausgebildet sein.
[0030] Bevorzugt liegt ein Kopfelement des Auslöseelements an der Halterung an. Hierzu kann
die Halterung eine Öffnung aufweisen, durch die das Auslöseelement ragt. Das Kopfelement
kann die Halterung entgegen der Kraft der Feder in dem eingefahrenen und/oder eingeklappten
Zustand formschlüssig halten. Die Freigabe des Halteelements durch das Auslöseelement
kann dadurch erfolgen, dass das Gewinde des Auslöseelement in der Montageplatte nachgibt.
Hierdurch kann das Auslöseelement gegen die Kraft der Feder die Halterung nicht länger
im eingefahrenen Zustand halten. Da im Bereich des Rahmens bei einem Brand auf der
Brand abgewandten Seite der Brandschutztür schnell höhere Temperaturen (>370°C) erreicht
sind, wird die Verschraubung zwischen Auslöseelement und Montageplatte durch die Vorspannung,
welche das Auslöseelement auf Zug beansprucht, sich lösen, da die weichen Gewindegänge
nachgeben.
[0031] Alternativ oder zusätzlich kann das Auslöseelement mit dem Kopfelement an der Montageplatte
anliegbar sein. Das Kopfelement des Auslöseelementes kann bevorzugt an dem Rahmen
anliegen. Die Halterung kann beispielhaft mit einer Mutter, die mit dem Auslöseelement
verschraubt ist, in dem eingefahrenen und/oder eingeklappten Zustand vorgespannt gehalten
sein. Das Kopfelement des Auslöseelement kann so gestaltet werden, dass das Kopfelement
durch ein flächiges Anliegen des Kopfelements an der Zarge besonders schnell erwärmt.
So kann ein frühes Auslösen erreicht werden. Hierbei kann das Auslöseelement unterhalb
des Kopfelements eine sich verjüngende Freigabezone aufweisen. Somit ist die Freigabezone
quasi als "Sollbruchstelle" ausgestaltet. Die Freigabezone kann innerhalb der Montageplatte
liegen.
[0032] Der Auslösezeitpunkt kann durch Änderungen des Querschnittes bzw. Durchmessers des
Auslöseelements und/oder der Montageplatte, die Anzahl der Gewindegänge in der Montageplatte
und/oder des Auslöseelements in der Montageplatte sowie durch Änderung des gewählten
Materials des Auslöseelements und/oder der Montageplatte verschoben werden.
[0033] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass ein erstes Ende der Halterung schwenkbar
mit der Tür, insbesondere dem Rahmen, zumindest mittelbar verbindbar ist. Das gegenüberliegende
zweite Ende der Halterung kann über das Auslöseelement mit der Tür, insbesondere dem
Rahmen, zumindest mittelbar verbindbar sein. Dadurch ist die Halterung als ein einfacher
Hebel gestaltet, der im Brandfall nach außen schwenkt.
[0034] Beispielsweise ist das erste Ende der Halterung an einem Stift, insbesondere einem
Nietstift, innerhalb der Anordnung drehbar gelagert. Die Feder kann sich insbesondere
an dem ersten Ende der Halterung befinden. So kann die Feder kann beispielhaft als
eine Schenkelfeder ausgebildet sein, die insbesondere um den Stift angeordnet ist.
Ein erstes Federende kann an der Halterung anliegen, während sich ein zweites Federende
stationär innerhalb der Anordnung abstützt.
[0035] Das Auslöseelement ist bevorzugt beabstandet von der Feder angeordnet. Insbesondere
ist vorgesehen, den elektrochemischen Energiespeicher zwischen der drehbaren Lagerung
der Halterung und dem Auslöseelement anzuordnen.
[0036] Hierdurch kann das Auslöseelement in dem eingefahrenen und/oder eingeklappten Zustand
einer hohen Zugspannung ausgesetzt sein.
[0037] Bevorzugt ist die Halterung zwischen der drehbaren Lagerung und dem elektrochemischen
Energiespeicher mit zumindest einer Ausnehmung versehen. Hierdurch kann eine Erwärmung
des elektrochemischen Energiespeichers verzögert werden.
[0038] Bevorzugt ist die Halterung über Zwischenelemente, insbesondere Scheiben, mit einer
Wärmeleitfähigkeit von unter 1 K/mW bei 25 °C, bevorzugt von unter 0,5 K/mW bei 25°C,
drehbar gelagert. Hierdurch kann die Wärmeleitung in die Halterung hinausgezögert
werden.
[0039] Bevorzugt weist die Halterung eine Batterieaufnahme zur Befestigung des elektrochemischen
Energiespeichers an der Halterung auf. Die Halterung ist insbesondere derart ausgestaltet,
dass nur die Enden des elektrochemischen Energiespeichers oder des Energiespeicherpakets
zur Anlage an die Halterung vorgesehen sind. Hierdurch kann die Wärmeleitung in den
elektrochemischen Energiespeicher hinausgezögert werden. Die Halterung kann eine Vertiefung
oder einen Durchbruch aufweisen, das ein seitliches Anliegen des elektrochemischen
Energiespeichers oder des Energiespeicherpakets an der Halterung verringert oder sogar
verhindert.
[0040] Insbesondere kann die Batterieaufnahme Wandstücke aufweisen, zwischen denen der elektrochemische
Energiespeicher oder das Energiespeicherpaket eingelegt, insbesondere eingeklemmt,
ist. Bevorzugt sind die Wandstücke an den Enden des elektrochemischen Energiespeichers
oder des Energiespeicherpakets vorgesehen. Besonders bevorzugt sind die Wandstücke
nur an den Enden der elektrochemischen Energiespeichers oder des Energiespeicherpakets
vorgesehen. Zusätzlich oder alternativ kann der elektrochemische Energiespeicher oder
das Energiespeicherpaket formschlüssig in der Batterieaufnahme gehalten, insbesondere
eingeclipst, sein. Hierzu können die Wandstücke je einen Vorsprung oder einen Durchgang
aufweisen. Beispielsweise kann jedes Wandstück jeweils einen Durchgang aufweisen,
in den jeweils insbesondere ein Clips des Energiespeicherpakets angeordnet ist.
[0041] Die Batterieaufnahme kann auf einer im montierten Zustand dem Raum zugewandten Seite
der Halterung angeordnet sein. Beispielsweise ist die Seite der Halterung mit der
Batterieaufnahme der Montageplatte abgewandt. Durch die Anordnung kann ein leichtes
Auswechseln des elektrochemischen Energiespeichers erreicht werden.
[0042] Des Weiteren ist bevorzugt eine Feststellvorrichtung vorgesehen. Mittels der Feststellvorrichtung
kann der zumindest eine Türflügel in einer offenen Stellung gehalten werden. Die Steuereinheit
löst, insbesondere im Brandfall, die Feststellvorrichtung, so dass sich der Türflügel
schließt.
[0043] Darüber hinaus ist bevorzugt eine Gleitschiene vorgesehen. Diese Gleitschiene befindet
sich innerhalb der erfindungsgemäßen Anordnung. In der Gleitschiene ist ein Gleitstück
geführt. Wie üblich, ist das Gleitstück über einen Arm mit dem Türflügel verbindbar.
Am Türflügel befindet sich beispielsweise ein Türschließer. Die Feststellvorrichtung
kann sich innerhalb der Gleitschiene befinden.
[0044] Für die Ausgestaltung der Feststellvorrichtung gibt es zwei bevorzugte Varianten:
Zum einen kann der Türflügel beispielsweise über einen Elektromagneten an der Wand
gehalten werden. In diesem Fall würde die Steuereinheit diesen Elektromagneten ansteuern.
In der zweiten Variante befindet sich die Feststellvorrichtung direkt in der Anordnung
und hält das Gleitstück fest. Auch hier kann beispielsweise durch die Ansteuerung
eines Magneten die Feststellvorrichtung und somit das Gleitstück gelöst werden. Bevorzugt
stellt der elektrochemische Energiespeicher elektrische Energie für den Magneten zur
Verfügung.
[0045] Die Steuereinheit kann bevorzugt ein Signal eines Gefahrendetektrors, insbesondere
eines Brandmelders, empfangen. Hierzu kann die Steuereinheit über eine Kommunikationsleitung
oder drahtlos mit dem Gefahrendetektor verbunden sein. Der Gefahrendetektor kann Teil
der Anordnung sein.
[0046] Bevorzugt sind die Halterung, die Steuereinheit, die Gleitschiene und der Gefahrendetektor
zur Anordnung an dem Rahmen oberhalb des Türflügels vorgesehen.
[0047] Die Anordnung umfasst vorteilhafterweise ein gemeinsames Gehäuse zur Aufnahme der
Halterung, der Steuereinheit und der Gleitschiene. Das Gehäuse kann eine obere und
eine untere Abdeckung aufweisen. Besonders bevorzugt ist hierbei auch die Feststellvorrichtung
und/oder der Gefahrendetektor und/oder der elektrochemische Energiespeicher in dem
Gehäuse integriert. Dadurch ergibt sich ein sehr kompakter Aufbau, der über dem Türflügel
an dem Rahmen montiert werden kann.
[0048] Im Normalzustand ist bevorzugt die Halterung für den Benutzer der Tür nicht zu sehen.
So ist bevorzugt eine Blende als Teil der Anordnung vorgesehen, die vor der Halterung
angeordnet ist. Hierbei dient die Blende insbesondere zur Abdeckung des elektrochemischen
Energiespeichers. Insbesondere kann die Blende als eine Art Deckel das beschriebene
Gehäuse verschließen. Die Blende ist so angeordnet, dass sie beim Ausklappen oder
Ausfahren der Halterung abfällt oder abklappt. Hierzu ist die Blende insbesondere
an der Halterung befestigt. Beispielsweise kann die Blende zusammen mit der Halterung
ausfahren oder ausklappen. Die Befestigung zwischen Blende und Halterung kann sich
zusätzlich oder alternativ beim Auslösen des Auslöseelementes und somit bei Ausfahren
oder Ausklappen der Halterung lösen, so dass die Blende abfällt. Die Blende kann an
dem Gehäuse nur anliegen. Somit kann sich beim Ausfahren oder Ausklappen der Halterung
die Blende formschlussfrei vom Gehäuse lösen.
[0049] Die Blende kann reversibel lösbar mit der Halterung verbunden sein. Hierzu kann die
Halterung zumindest eine, bevorzugt mehrere Verbindungszonen aufweisen. Die Blende
kann mit der Halterung über ein Verbindungselement, z. B. einen Magneten oder einen
Klettverschluss, verbunden sein. Ebenfalls ist eine formschlüssige Verbindung von
Stiften, die an der Rückseite der Blende angeordnet sind, in Ausnehmungen der Halterung
denkbar. Die Ausnehmungen sind insbesondere derart ausgebildet, dass bei der Verschiebung
der Blende zu der Halterung, insbesondere bei einem Ausklappen oder Ausfahren der
Halterung, der Formschluss gelöst wird.
[0050] Die Blende und zumindest ein Teil des Gehäuses, insbesondere die obere und/oder untere
Abdeckung des Gehäuses, können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sein.
Insbesondere können die obere und/oder untere Abdeckung aus einem Metall, insbesondere
Aluminium, und/oder die Blende aus Kunststoff oder Glas hergestellt sein. Hierdurch
kann die Blende kostengünstig hergestellt sein.
[0051] Um einen kompakten Aufbau zu erreichen, kann die Halterung vor der Gleitschiene angeordnet
sein.
[0052] Das Gehäuse kann zumindest ein in das Innere der Feststellanordnung ragendes Zusatzelement
aufweisen. Das Zusatzelement kann zur Stabilität und/oder zur Befestigung von zumindest
einem Element der Anordnung dienen. Durch den elektrochemischen Energiespeicher hat
die erfindungsgemäße Anordnung einen hohen Raumbedarf, dem das Zusatzelement Rechnung
trägt. Das Zusatzelement verbindet bevorzugt die obere und die untere Abdeckung miteinander.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Zusatzelement Teil eines Grundkörpers,
insbesondere eines H-Trägers, ist. Insbesondere können die obere und die untere Abdeckung
und das Zusatzelement gemeinsam den Grundkörper, insbesondere den H-Träger, bilden.
[0053] Das Zusatzelement kann den Grundkörper in einen ersten und einen zweiten Aufnahmebereich
unterteilen, wobei insbesondere der erste und/oder der zweite Aufnahmebereich als
eine Schiene ausgebildet ist. Die Schiene kann in Längsrichtung einseitig offen ausgebildet
sein. Der erste Aufnahmebereich kann von der Montageschiene und/oder der zweite Aufnahmebereich
kann von der Blende abgedeckt sein. Bevorzugt kann die Halterung in dem zweiten Aufnahmebereich
angeordnet sein. Der Stift kann in den zweiten Aufnahmebereich eingeschoben sein.
Hierzu ist der Stift bevorzugt als Teil eines Einschubkörpers ausgebildet. Der Einschubkörper,
insbesondere ein Einschubhalter, kann Fortsätze aufweisen, durch die der Einschubkörper
an Vorsprüngen, die die Schiene an der offenen Seite aufweist, anliegt.
[0054] Die Halterung ist bevorzugt als ein Stanzbiegeteil ausgestaltet. Die Batterieaufnahme,
die mindestens eine Verbindungszone, die Öffnung für das Auslöseelement und/oder das
Ende der Halterung zur drehbaren Lagerung können somit materialeinheitlich und/oder
einstückig, insbesondere monolithisch, ausgestaltet sein. Die Halterung kann aus Metall
hergestellt sein.
[0055] Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch eine Baugruppe zur Montage einer
erfindungsgemäßen Anordnung, sowie sie in der Beschreibung, den Zeichnungen und den
Ansprüchen offenbart ist. Die Baugruppe umfasst einen Grundkörper und eine an dem
Grundkörper angeordnete Halterung zur Anordnung, insbesondere Befestigung, eines elektrochemischen
Energiespeichers. Um eine kostengünstige und sichere Montage zu ermöglichen, ist die
Halterung bereits in der vormontierten Baugruppe federbelastet an dem Grundkörper
angeordnet, insbesondere befestigt. In der zu montierenden Anordnung kann die Federbelastung
verbleiben, um im Brandfall die Halterung auszufahren und/oder auszuklappen. Hierdurch
kann der elektrochemische Energiespeicher von der Tür beabstandet werden.
[0056] Bevorzugt ist eine Montagesicherung vorgesehen, um die Halterung federbelastet bereits
in der vormontierten Baugruppe vorzuhalten. So kann bereits bei der Vormontage die
Halterung federbelastet werden und bei einer Endmontage an der Tür federbelastet verbleiben,
auch wenn das Auslöseelement in der vormontierten Baugruppe noch nicht zur Spannung
der Feder dienen kann oder sogar nicht Teil der vormontierten Baugruppe ist.
[0057] Bevorzugt weist der Grundkörper der erfindungsgemäßen Baugruppe zumindest einen Aufnahmebereich
auf, in dem die Halterung aufgenommen ist, wobei die Montagesicherung durch einen
Form- und/oder Kraftschluss die Halterung in dem Aufnahmebereich befestigt, wobei
insbesondere der Aufnahmebereich als Schiene ausgebildet ist. Die Schiene kann als
eine in Längsrichtung einseitig offene Schiene ausgebildet sein. Insbesondere weist
die Montagesicherung hierzu zumindest eine Schulter auf, mit der die Montagesicherung
derart form-und/oder kraftschlüssig an dem Grundkörper anliegt, dass die Halterung
federbelastet gehalten ist.
[0058] Es kann sein, dass die Montagesicherung derart in der Baugruppe angeordnet ist, dass
die Anordnung nur durch Entfernen der Montagesicherung vollständig montierbar ist,
wozu insbesondere die Montagesicherung über die Abmaße der Anordnung im endmontierten
Zustand übersteht. Insbesondere kann die Montagesicherung über den Aufnahmebereich
hervorstehen. Dadurch dass die Montagesicherung entfernt werden muss, um die Anordnung
vollständig zu montieren, wird verhindert, dass die Montagesicherung aus Versehen
in der Anordnung verbleibt und ein Ausklappen der Halterung im Brandfall verhindert.
[0059] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Montagesicherung komprimierbar ist, wobei
insbesondere die Montagesicherung hohl ausgestaltet ist. Hierdurch kann die Montagesicherung
durch ein Zusammendrücken leicht entfernt werden. Insbesondere kann durch Zusammendrücken
und/oder Drehen der Form-und/oder Kraftschluss mit dem Grundkörper aufgehoben werden.
[0060] Es ist denkbar, dass der Grundkörper eine obere und/oder untere Abdeckung umfasst.
Somit kann der Grundkörper Teil des Gehäuses sein.
[0061] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Verfahren zur Montage einer Anordnung
für eine Tür gelöst, wobei die Anordnung umfasst:
o eine Steuereinheit,
o eine ausfahrbare und/oder ausklappbaren Halterung zur Anordnung, insbesondere Befestigung,
eines elektrochemischen Energiespeichers zur Stromversorgung der Steuereinheit,
o eine Feder zum Ausfahren und/oder Ausklappen der Halterung und
o ein Auslöseelement, durch das die Halterung freigebbar ist, so dass die Halterung
durch die Feder ausfährt und/oder ausklappt,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- a. Anordnen der Halterung unter Spannung der Feder in zumindest einem Teil der Anordnung,
wodurch die Halterung einen eingefahrenen und/oder eingeklappten Zustand einnimmt,
- b. Anordnen des Auslöseelements zum Halten der Halterung in dem eingefahrenen und/oder
eingeklappten Zustand an der Halterung.
[0062] Wird die Halterung durch das Auslöseelement freigegeben, so fährt und/oder klappt
die Halterung ausgehend von dem eingefahrenen und/oder eingeklappten Zustand aus.
Die Halterung wird insbesondere im Brandfall bei einer entsprechend hohen Temperatur
freigegeben, wie zuvor beschrieben.
[0063] Bei Schritt b. kann zusätzlich das Auslöseelement in der Anordnung befestigt werden.
[0064] Es ist denkbar, dass die Schritte a. und b. zugleich erfolgen. Das heißt, dass durch
die Anordnung des Auslöseelements an der Halterung und durch die Befestigung des Auslöseelements
in der Anordnung wird die Feder gespannt und nimmt die Halterung den einfahrenen und/oder
eingeklappten Zustand ein.
[0065] Alternativ kann es sein, dass Schritt b. nach Schritt a. erfolgt. Somit wird zunächst
die Feder gespannt, so dass die Halterung den eingefahrenen und/oder eingeklappten
Zustand einnehmen kann. Danach wird das Auslöseelement an der Halterung angeordnet
und hält danach die Feder gespannt und die Halterung in dem eingefahrenen und/oder
eingeklappten Zustand.
[0066] Insbesondere kann Schritt a. bei einer Vormontage und Schritt b. bei einer Endmontage
an der Tür erfolgen. Hierdurch kann beispielsweise vor der Endmontage eine vormontierte
Baugruppe, die die bereits federbelastete Halterung umfasst, vorgefertigt werden,
so dass die Endmontage vereinfacht ist.
[0067] Die vormontierte Baugruppe kann neben der Halterung und der Feder einen Stift zur
drehbaren Lagerung der Halterung und/oder einen Grundkörper der Anordnung umfassen.
Der Stift kann zumindest mittelbar an dem Grundkörper angeordnet sein. Die Feder kann
sich zumindest mittelbar an dem Grundkörper abstützen. Der Grundkörper kann z. B.
als H-Träger ausgestaltet sein. Der Grundkörper kann zumindest einen Aufnahmebereich,
der bevorzugt als Schiene ausgebildet ist, aufweisen. Beispielsweise kann ein Einschubkörper,
der den Stift, die Feder und die Halterung umfasst, in die Schiene eingeschoben sein,
wodurch sich die vormontierte Baugruppe zumindest teilweise ergibt.
[0068] Es ist denkbar, dass bei Schritt a. eine Montagesicherung verwendet wird. Durch die
Montagesicherung kann die Halterung in dem eingefahrenen und/oder eingeklappten Zustand
innerhalb der vormontierten Baugruppe gehalten sein. Insbesondere kann nur durch Entfernen
der Montagesicherung die Endmontage durchführbar sein. Hierdurch wird verhindert,
dass das Entfernen der Montagesicherung bei der Endmontage vergessen wird. Im Falle
eines Vergessens des Entfernens der Montagesicherung besteht die Gefahr, dass im endmontierten
Zustand die Halterung sowohl durch das Auslöseelement als auch durch die Montagesicherung
gehalten würde und aufgrund der Montagesicherung die Halterung im Brandfall nicht
freigegeben würde.
[0069] Die Montagesicherung kann beispielsweise in der Anordnung derart angeordnet, insbesondere
verklemmt, sein, dass die Montagesicherung über ein Gehäuse übersteht. Somit kann
eine Blende nicht ohne Entfernen der Montagesicherung montierbar sein. Hierdurch kann
die bei der Endmontage zu montierende Blende, die die Halterung verdeckt, nicht montiert
werden, ohne die Montagesicherung zu entfernen. Die Montagesicherung kann insbesondere
aus Kunststoff, insbesondere aus Polystyrol, ausgebildet sein.
[0070] Die Montagesicherung kann insbesondere zusammendrückbar in der Anordnung angeordnet
werden. Somit kann es genügen, die Montagesicherung durch Aufbringen einer Kraft aus
der Anordnung zu entfernen. Zusätzlich oder alternativ kann die Montagesicherung durch
Drehen anordbar und/oder entfernbar sein. Hierbei kann es sein, dass ein Formschluss
der Montagesicherung, durch den die Montagesicherung in der Anordnung gehalten war,
geschlossen bzw. aufgehoben wird.
[0071] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Dabei
zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Anordnung im Normalzustand gemäß einem Ausführungsbeispiel,
- Figuren 2 und 3
- die erfindungsgemäße Anordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel während des Ausklappens
der Halterung,
- Figur 4
- eine Ansicht von unten gemäß Figur 3, und
- Figur 5
- eine geöffnete Darstellung der erfindungsgemäßen Anordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel,
in der ein Grundkörper eines Gehäuses und eine Gleitschiene fehlt,
- Figur 6
- eine Halterung einer erfindungsgemäßen Anordnung,
- Figur 7
- eine weitere geöffnete Darstellung der erfindungsgemäßen Anordnung, in der ein Seitenteil
des Gehäuses fehlt,
- Figur 8
- ein Einschubkörper der erfindungsgemäßen Anordnung,
- Figur 9
- eine erfindungsgemäße vormontierte Baugruppe für die erfindungsgemäße Anordnung,
- Figur 10
- eine Montagesicherung der vormontierten Baugruppe aus Figur 8 und
- Figur 11
- ein erfindungsgemäßes Verfahren.
[0072] Im Folgenden wird anhand der Figuren 1 bis 8 ein Ausführungsbeispiel der Anordnung
1 beschrieben. Die Figuren 9 und 10 zeigen eine erfindungsgemäße Baugruppe, die als
Zwischenprodukt bei der Montage der erfindungsgemäßen Anordnung 1 nach den Figuren
1 bis 8 eingesetzt wird. Die Figur 11 zeigt ein erfindungsgemäßes Montageverfahren
100, bei der unter anderem aus der Baugruppe 20 der Figur 9 eine Anordnung nach den
Figuren 1 bis 8 hergestellt wird.
[0073] Figur 1 zeigt die Anordnung 1 im Normalzustand. Dabei sind lediglich das Gehäuse
8 und eine Blende 9 zu sehen. Die Anordnung 1 dient zur Befestigung an einem Rahmen
einer nicht dargestellten Tür. Über den gezeigten Arm 6, der nicht Teil der Anordnung
1 ist, erfolgt die Verbindung zum Türflügel.
[0074] Der Ablauf gemäß den Figuren 2 und 3 zeigt den Brandfall. Im Brandfall klappt aus
der Anordnung 1 eine Halterung 4 aus. Dabei löst sich gleichzeitig die Blende 9. Die
Blende 9 löst sich, indem ein Ende der Blende 9 im Inneren der Anordnung anschlägt.
[0075] Im Folgenden wird zur Erklärung des Aufbaues der Anordnung 1 auf die Figur 1 bis
8 Bezug genommen: Die Anordnung 1 umfasst eine Montageplatte 7, wie in den Figuren
5 und 7 dargestellt. Diese Montageplatte 7 dient dazu, an dem Rahmen der nicht dargestellten
Tür befestigt zu werden. Auf der Montageplatte 7 befinden sich eine Steuereinheit
2, eine Gleitschiene 5 und eine Feststellvorrichtung 10. Auf der Halterung 4 wiederum
ist ein Energiespeicherpaket mit Batterien 3 als elektrochemischer Energiespeicher
befestigt. Der Übersichtlichkeit halber sind in Figur 5 die Gleitschiene 5 und ein
Grundkörper 80 des Gehäuses 8 ausgeblendet.
[0076] In der Gleitschiene 5 befindet sich ein Gleitstück 17 der Anordnung 1. Das Gleitstück
17 ist drehbar mit dem dargestellten Arm 6 verbunden. Das Gleitstück 17 kann in der
Feststellvorrichtung 10 festgesetzt werden. Beispielsweise im Brandfall steuert die
Steuereinheit 2 die Feststellvorrichtung 10 entsprechend zum Freigeben des Gleitstücks
17 an, nachdem die Steuereinheit ein entsprechendes Signal eines Gefahrendetektors
14, insbesondere Brandmelders empfangen hat. Dadurch schließt sich der nicht dargestellte
Türflügel. Die Stromversorgung der Steuereinheit 2 erfolgt, zumindest bei Stromausfall,
über die Batterie 3.
[0077] Die Halterung 4 ist an einem ersten Ende 41 der Halterung 4 drehbeweglich direkt
oder indirekt mit der Montageplatte 7 verbunden. An diesem Ende ist auch eine Spiralfeder
12 vorgesehen, die die Halterung 4 federbelastet. An einem zweiten Ende 42 ist die
Halterung 4 über ein Auslöseelement 11 (s. Figur 5) direkt oder indirekt mit der Montageplatte
7 verbunden. Im dargestellten Beispiel ist das Auslöseelement 11 eine Kunststoffschraube.
Das Auslöseelement 11 ist mit der Montageplatte 7 verschraubt. Hierzu weist das Auslöseelement
11 ein Gewinde 32 auf. Im Brandfall erwärmt sich der Rahmen, an dem die Montageplatte
7 befestigt ist. Bei entsprechend großer Hitze erwärmt sich dabei auch das Auslöseelement
11. Dadurch schmilzt oder deformiert sich das Auslöseelement 11 und gibt die Halterung
4 frei. Hierbei dient das in der Montageplatte 7 angeordnete Gewinde 32 des Auslöseelements
11 als Freigabezone 30, wie in Figur 5 angedeutet. Daraufhin kommt es zum Ausklappen
der Halterung 4, wie es in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist. Dadurch wird die Batterie
3 weitest möglich von der Montageplatte 7 und somit vom Rahmen der Tür entfernt. Dabei
ist es nicht mehr ausschlaggebend, ob die Batterie 3 die Steuereinheit 2 mit Strom
versorgt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Feststellvorrichtung 10 bereits gelöst und der
Türflügel geschlossen.
[0078] Das Auslöseelement 11 weist ein Kopfelement 31 auf, das an der Halterung 4 anliegt
und wodurch die Halterung 4 in einem eingeklappten Zustand, der in Figur 5 ersichtlich
ist, gehalten ist. Das Auslöseelement 11 ist durch eine Öffnung 47 durch die Halterung
4 durchgeführt. Das Auslöseelement 11 kann während des Ausklappens in der Öffnung
47 verbleiben und mit der Halterung 4 ausklappen.
[0079] Wie beispielsweise Figur 5 zeigt, weist die Halterung 4 eine U-förmige Form auf.
An den beiden Schenkeln dieser Form sind auf Verbindungszonen 48 der Halterung 4 Verbindungselemente
13 vorgesehen. Diese Verbindungselemente 13 sind beispielsweise Klebepads, Klettverschlüsse
oder Magneten. Über die Verbindungselemente 13 wird die Blende 9 an der Halterung
4 gehalten.
[0080] Wie in Figur 6 dargestellt, weist die Halterung 4 eine Ausnehmung 43 auf, die zwischen
dem ersten Ende 41 und einer Batterieaufnahme 40 angeordnet ist. Durch die Ausnehmung
43 wird die Erwärmung der Batterie 3 verzögert.
[0081] Die in Figur 6 dargestellte Batterieaufnahme 40 weist sich gegenüberliegende Wandstücke
45 auf. Die Wandstücke 45 sind jeweils mit einem Durchgang 46 versehen, in der das
Energiespeicherpaket mit den Batterien 3 befestigt, insbesondere eingeclipst, werden
kann, wie in Figur 2 dargestellt. Zwischen den Wandstücken 45 befindet sich ein Durchbruch
44 der Batterieaufnahme 40. Durch den Durchbruch 44 wird das seitliche Anliegen der
Batterie 3 an der Halterung 4 verhindert.
[0082] Die in Figur 6 dargestellte Halterung ist als Stanzbiegeteil kostengünstig hergestellt.
[0083] Ferner zeigen die Figuren 5 und 7 eine X- und Y-Richtung. Die X-Richtung steht senkrecht
auf der Ebene der Tür. Die Y-Richtung steht senkrecht auf der X-Richtung. Vorteilhafterweise
sind in X-Richtung nebeneinander die Gleitschiene 5, die Halterung 4 und die Batterie
3 angeordnet. In Y-Richtung nebeneinander befinden sich die Gleitschiene 5 mit der
Feststellvorrichtung 10 und die Steuereinheit 2. Durch diese Anordnung ist ein sehr
kompakter Aufbau gegeben.
[0084] Um den kompakte Aufbau einfach zu erreichen, weist die erfindungsgemäße Anordnung
1 ein Zusatzelement 83 auf, das die Anordnung 1 in x-Richtung zumindest teilweise
unterteilt. Durch das Zusatzelement 83 sind die Gleitschiene 5 und die Halterung 4
einfach hintereinander anordbar. Hierzu ist die Halterung 4 mittelbar an dem Zusatzelement
83 befestigt.
[0085] Das Zusatzelement 83 bildet zusammen mit einer oberen Abdeckung 82 und einer unteren
Abdeckung 81 einen Grundkörper 80. Der Grundkörper 80 ist als ein H-Träger ausgestaltet.
Der H-Träger 80 weist einen ersten Aufnahmebereich 84 und einen zweiten Aufnahmebereich
85 auf. Der erste und der zweite Aufnahmebereich 84, 85 sind jeweils als eine in Längsrichtung
einseitig offene Schiene ausgeführt. Die obere und die untere Abdeckung 81, 82 weisen
Durchlässe für einen Reset-Taster 15 und ein Leuchtelement 16 auf. Ferner weisen die
obere und die untere Abdeckung 81, 82 Durchlassöffnungen 89 für den Brandmelder 14
auf. Die obere und die untere Abdeckung 81, 82 sowie Seitenteile 86, 87 bilden zusammen
das Gehäuse 8.
[0086] Um eine einfache Endmontage der Anordnung 1 an eine Tür zu erreichen, ist vorgesehen,
die Anordnung teilweise vorzumontieren. Hierzu wird als eine vormontierte Baugruppe
auf der Montageplatte 7 die Gleitschiene 5 mit dem Gleitstück 17, die Feststellvorrichtung
10 und die Steuereinheit 2 befestigt, insbesondere verschraubt.
[0087] Eine weitere vormontierte Baugruppe 20 ist in Figur 9 dargestellt. Die Baugruppe
20 weist einen in Figur 8 dargestellten Einschubkörper 21, der auch Teil der erfindungsgemäßen
Anordnung 1 ist, auf. Der Einschubkörper 21 umfasst die Halterung 4 und eine Stift
22 als Achse, um die das erste Ende 41 der Halterung 4 drehbar ist. Um den Stift ist
die Feder 12 angeordnet. Der Stift 22 ist an einem Einschubhalter 24 befestigt. Der
Einschubhalter 24 dient dazu, in den zweiten Aufnahmebereich 85 eingeschoben zu werden.
Hierdurch kann die Halterung 4 über den Einschubhalter 24 an dem Grundkörper 80 angeordnet
werden. Der Einschubhalter 24 ist zunächst in dem zweiten Aufnahmebereich 85 verschiebbar
angeordnet und kann z. B. durch eine Schraube in dem Aufnahmebereich 85 fixiert werden.
[0088] Der Einschubhalter 24 kann sich gegenüberliegende, in Figur 8 dargestellte Fortsätze
umfassen, die den Stift 22 aufnehmen. Ferner sind die Fortsätze derart lang ausgebildet,
dass die Fortsätze an Vorsprüngen des zweiten Aufnahmebereichs 85 anliegen.
[0089] Der Einschubhalter 24 umfasst das erste Ende 41 der Halterung 4. Hierbei ist zwischen
dem Einschubhalter 24 und dem ersten Ende 41 der Halterung 4 jeweils ein Zwischenelement
23 aus Kunststoff angeordnet, so dass ein Wärmeeintrag über den Einschubhalter 24
in die Halterung 4 verringert wird.
[0090] Die Baugruppe 20 umfasst neben dem Einschubkörper 21 den als Brandmelder ausgestalteten
Gefahrendetektor 14. Der Gefahrendetektor 14 ist ebenfalls in dem zweiten Aufnahmebereich
85 verschiebbar angeordnet.
[0091] Um in der Baugruppe 20 die Halterung 4 federbelastet vorzusehen, ist eine Montagesicherung
50 eingebaut. Dieses ist erforderlich, da das Auslöseelement 11 an der Montageplatte
7, die nicht Teil der Baugruppe 20 ist, zu befestigen ist und somit die Halterung
4 erst bei einer Endmontage in dem eingeklappten Zustand fixieren kann. Die Montagesicherung
50 verhindert ein Ausklappen der Halterung 4, indem die Montagesicherung 50 mit Schultern
51 in dem zweiten Aufnahmebereich 85 gehalten ist und dabei die Halterung 4 in Richtung
des Zusatzelements 83 drückt. Die Montagesicherung 50 weist Überstandsteile 52 auf,
die über den Grundkörper 80 hervorstehen. Hierdurch wird verhindert, dass die Blende
9 in das Gehäuse 8 eingesetzt werden kann. Somit kann die Endmontage an der Tür nur
durch Entfernen der Montagesicherung 50 und anschließendes Einsetzen der Blende 9
vervollständigt werden. Durch einen Einsatz 54 der Montagesicherung 50 kann die Montagesicherung
50 innerhalb des Aufnahmebereichs 85 fixiert werden. Hierbei kann der Einsatz 54 in
eine weitere Öffnung 49 der Halterung 4 eingreifen.
[0092] Die Montagesicherung 50 kann durch Drehen entfernt werden. Zusätzlich kann optional
ein Zusammendrücken der Überstandsteile 5 das Entfernen erleichtern. Hierzu weist
die Montagesicherung 50 einen Hohlraum 53 auf.
[0093] In Fig. 11 ist ein erfindungsgemäßes Verfahren 100 dargestellt. Das Verfahren ist
in eine Vormontage gemäß der Verfahrensschritte 101 bis 105 und in eine Endmontage
gemäß den Verfahrensschritten 106 bis 111 aufgeteilt. Das Verfahren 100 dient zur
Montage der in den Figuren 1 bis 8 dargestellten erfindungsgemäßen Anordnung 1. In
einem ersten Verfahrensschritt 101 werden die Steuereinheit 2, die Gleitschiene 5
mit dem Gleitstück 17 und die Feststellvorrichtung 10 auf der Montageplatte 7 montiert,
insbesondere angeschraubt. Hierdurch entsteht die erste vormontierte Baugruppe. In
einem zweiten Verfahrensschritt 102 wird der Einschubkörper 21 aus dem Einschubhalter
24, dem Stift 22, den Zwischenelementen 23, der Feder 12 und der Halterung 4 zusammengesetzt.
In einem dritten Verfahrensschritt 103 wird der Einschubkörper 21 in den Grundkörper
80 eingeschoben. Hierbei wird der Einschubkörper 21 in dem zweiten Aufnahmebereich
85 des Grundkörpers 80 veschiebbar eingeführt. In einem vierten Montageschritt 104
wird die Halterung 4 in den eingeklappten Zustand überführt und zugleich die Feder
12 gespannt, wobei die Montagesicherung 50 die Halterung 4 in den eingeklappten Zustand
hält. In einem fünften Verfahrensschritt 105 wird der Brandmelder 14 in den zweiten
Aufnahmebereich 85 eingeschoben. Hierdurch entsteht eine zweite vormontierte Baugruppe
20. Die erste und die zweite Baugruppe können gleichzeitig oder in einer beliebigen
Reihenfolge nacheinander montiert werden.
[0094] In einem sechsten Verfahrensschritt 106 wird die erste vormontierte Baugruppe an
dem Rahmen befestigt, insbesondere verschraubt. Nun wird in einem siebten Verfahrensschritt
107 die zweite vormontierte Baugruppe 20 an der ersten vormontierten Baugruppe befestigt,
insbesondere verclipst und/oder verschraubt. In einem achten Verfahrensschritt 108
werden die Batterien 3 und der Brandmelder 14 mit der Steuereinheit 2 elektrisch verbunden.
In einem neunten Verfahrensschritt 109 werden Seitenteile 86, 87 des Gehäuses 8 an
dem Grundkörper 80 befestigt, insbesondere eingeclipst. In einem zehnten Verfahrensschritt
110 wird das Auslöseelement 11 an der Halterung 4 angeordnet und mit der Montageplatte
7 verschraubt. In einem elften Verfahrensschritt 111 wird die Montagesicherung 50
entfernt und die Blende 9 nur an der Halterung 4 befestigt. Die Verfahrensschritt
108 bis 110 können in einer beliebigen Reihenfolge durchgeführt werden.
Bezugszeichenliste
[0095]
- 1
- Anordnung
- 2
- Steuereinheit
- 3
- Batterie
- 4
- Halterung
- 5
- Gleitschiene
- 6
- Arm
- 7
- Montageplatte
- 8
- Gehäuse
- 9
- Blende
- 10
- Feststellvorrichtung
- 11
- Auslöseelement
- 12
- Feder
- 13
- Verbindungselement
- 14
- Gefahrendetektor
- 15
- Reset-Schalter
- 16
- Leuchtelement
- 17
- Gleitstück
- 20
- vormontierte Baugruppe
- 21
- Einschubkörper
- 22
- Stift
- 23
- Zwischenelement
- 24
- Einschubhalter
- 30
- Freigabezone
- 31
- Kopfelement
- 32
- Gewinde
- 40
- Batterieaufnahme
- 41
- erstes Ende der Halterung
- 42
- zweites Ende der Halterung
- 43
- Ausnehmung der Halterung
- 44
- Durchbruch der Halterung
- 45
- Wandstück der Batterieaufnahme
- 46
- Durchgang eines Wandstücks
- 47
- Öffnung
- 48
- Verbindungszone
- 49
- Öffnung
- 50
- Montagesicherung
- 51
- Schulter
- 52
- Überstandsteil
- 53
- Hohlraum
- 54
- Einsatz
- 80
- Grundkörper, H-Träger
- 81
- untere Abdeckung
- 82
- obere Abdeckung
- 83
- Zusatzelement
- 84
- erster Aufnahmebereich
- 85
- zweiter Aufnahmebereich
- 86
- erstes Seitenteil
- 87
- zweites Seitenteil
- 89
- Durchlassöffnungen
- 100
- Verfahren
- 101
- Verfahrenschritt
- 102
- Verfahrensschritt
- 103
- Verfahrensschritt
- 104
- Verfahrensschritt
- 105
- Verfahrensschritt
- 106
- Verfahrensschritt
- 107
- Verfahrensschritt
- 108
- Verfahrensschritt
- 109
- Verfahrensschritt
- 110
- Verfahrensschritt
- 111
- Verfahrensschritt
1. Anordnung (1) für eine Tür, umfassend
• eine Steuereinheit (2) zum Ansteuern der Tür,
• eine federbelastete, ausfahrbare und/oder ausklappbare Halterung (4), die zur Anordnung,
insbesondere Befestigung, eines elektrochemischen Energiespeichers (3) zur Stromversorgung
der Steuereinheit (2) dient, und
• ein Auslöseelement (11), das
o in einem Normalzustand die Halterung (4) im federbelasteten, eingefahrenen und/oder
eingeklappten Zustand hält, und
o bei entsprechend hoher Temperatur, insbesondere im Brandfall, die Halterung (4)
freigibt, so dass die Halterung (4) ausfährt und/oder ausklappt.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (11) sich bei der entsprechend hohen Temperatur deformiert, insbesondere
schmilzt.
3. Anordnung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (11) aus Kunststoff, Wachs oder einem Formgedächtniswerkstoff
gefertigt ist.
4. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Montageplatte (7), die an der Tür, vorzugsweise an einem Rahmen, montierbar
ist, und wobei das Auslöseelement (11) die Montageplatte (7) und/oder die Tür direkt
oder über ein Material mit einer Wärmeleitfähigkeit von zumindest 5 W/mK kontaktiert.
5. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Ende der Halterung (4) schwenkbar mit der Tür, insbesondere mit einem
Rahmen der Tür, verbindbar ist und das gegenüberliegende zweite Ende über das Auslöseelement
(11) mit der Tür, insbesondere mit dem Rahmen, verbindbar ist.
6. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Feststellvorrichtung (10) für einen Türflügel, wobei die Steuereinheit (2),
insbesondere im Brandfall, die Feststellvorrichtung (10) löst, so dass sich der Türflügel
schließt.
7. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Gleitschiene (5), in der ein Gleitstück (17) geführt ist, wobei das Gleitstück
über einen Arm (6) mit dem Türflügel verbindbar ist.
8. Anordnung (1) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein gemeinsames Gehäuse (8) zur Aufnahme der Halterung (4), der Steuereinheit (2),
der Gleitschiene (5) und vorzugsweise auch der Feststellvorrichtung (10).
9. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine, zumindest die Halterung (4) abdeckende Blende (9), wobei die Blende (9) angeordnet
ist, um durch die ausfahrende Halterung (4) abzufallen und/oder abzuklappen.
10. Anordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende im Normalzustand an der Halterung (4) befestigt ist.
11. Baugruppe (20) zur Montage einer Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei die Baugruppe (20) einen Grundkörper (80) und eine an dem Grundkörper (80) angeordnete
Halterung (4) zur Anordnung, insbesondere Befestigung, eines elektrochemischen Energiespeichers
(3) umfasst, wobei die Halterung (4), insbesondere durch eine Montagesicherung (50),
federbelastet an dem Grundkörper (80) angeordnet, insbesondere befestigt, ist.
12. Baugruppe (20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (80) zumindest einen Aufnahmebereich (85) aufweist, in dem die Halterung
(4) aufgenommen ist, wobei die Montagesicherung (50) durch einen Form- und/oder Kraftschluss
die Halterung (4) in dem Aufnahmebereich (85) befestigt, wobei insbesondere der Aufnahmebereich
(85) als Schiene ausgebildet ist.
13. Baugruppe (20) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagesicherung (50) derart in der Baugruppe (20) angeordnet ist, dass die Anordnung
(1) nur durch Entfernen der Montagesicherung (50) vollständig montierbar ist, wozu
insbesondere die Montagesicherung (50) über die Abmaße der Anordnung (1) im endmontierten
Zustand übersteht.
14. Baugruppe (20) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagesicherung (50) komprimierbar ist, wobei insbesondere die Montagesicherung
(50) hohl ausgestaltet ist.
15. Baugruppe (20) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (80) eine obere und/oder untere Abdeckung (81, 82) umfasst.
16. Verfahren (100) zur Montage einer Anordnung (1) für eine Tür, wobei die Anordnung
(1) umfasst:
o eine Steuereinheit (2),
o eine ausfahrbare und/oder ausklappbaren Halterung (4) zur Anordnung, insbesondere
Befestigung, eines elektrochemischen Energiespeichers (3) zur Stromversorgung der
Steuereinheit (2),
o eine Feder (12) zum Ausfahren und/oder Ausklappen der Halterung (4) und
o ein Auslöseelement (11), durch das die Halterung (4) freigebbar ist, so dass die
Halterung (4) durch die Feder (12) ausfährt und/oder ausklappt, wobei das Verfahren
(100) die folgenden Schritte umfasst:
a. Anordnen der Halterung (4) unter Spannung der Feder (12) in zumindest einem Teil
der Anordnung (1), wodurch die Halterung (4) einen eingefahrenen und/oder eingeklappten
Zustand einnimmt,
b. Anordnen des Auslöseelements (11) zum Halten der Halterung (4) in dem eingefahrenen
und/oder eingeklappten Zustand an der Halterung (4).
17. Verfahren (100) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt b. nach Schritt a. erfolgt.
18. Verfahren (100) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt a. bei einer Vormontage und Schritt b. bei einer Endmontage an der Tür erfolgt.
19. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass bei Schritt a. eine Montagesicherung (50) verwendet wird, wobei nur durch Entfernen
der Montagesicherung (50) die Endmontage durchführbar ist.