[0001] Die Erfindung betrifft einen austauschbaren Stoff für eine Beschattungsanlage sowie
eine Beschattungsanlage, insbesondere Plissee-Anlage mit einem solchen austauschbaren
Stoff mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Beschattungsanlage sowie ein derartiger austauschbarer Stoff für eine
Beschattungsanlage sind beispielsweise aus der
DE 20 2014 104 192 U1 zu entnehmen. Der austauschbare Stoff ist dabei insbesondere als ein in etwa zickzackförmig
gefalteter Stoff ausgebildet, der sich in einer Längsrichtung und in einer Querrichtung
erstreckt. Durch die zickzackförmige Faltung sind horizontale Faltlamellen ausgebildet,
welche jeweils an einer in Querrichtung verlaufenden Faltkante miteinander verbunden
sind. Durch die einzelnen Faltlamellen sind in Längsrichtung zueinander fluchtende
Löcher eingebracht, durch die im montierten Zustand ein sich in Längsrichtung erstreckendes
Führungselement durchgeführt ist. Bei diesem handelt es sich üblicherweise um eine
Führungsschnur oder auch um einen Führungsstab.
[0003] Bei Plissee-Anlagen wird ein solcher gefalteter Stoff ziehharmonikaartig zwischen
einer unteren und einer oberen Profilschiene gehalten. Diese Profilschienen sind dabei
entlang der Führungselemente innerhalb eines Rahmens, beispielsweise eines Fensterrahmens
oder auch Türrahmens verschieblich gehalten. Durch die beidseitige Beweglichkeit der
Profilschienen lassen sich bei Plissee-Anlagen unterschiedliche Bereiche abdecken.
[0004] Bei derartigen Plissee-Anlagen ist das Einfädeln der Führungselemente durch die einzelnen
fluchtenden Löcher des Stoffes üblicherweise mit einigem Aufwand verbunden. Ein Austausch
des Stoffes ist bei herkömmlichen Plissee-Anlagen nur schwer möglich.
[0005] Um einen solchen Austausch des Stoffes zu erleichtern, sind gemäß einer Ausführungsvariante
der
DE 20 2014 104 192 U1 ausgehend von einem jeweiligen Loch sich seitlich zu einer Rückseite erstreckende
Schlitze eingebracht, so dass ein jeweiliges Führungselement seitlich über die Schlitze
in bzw. aus den Löchern ein- und ausgeführt werden kann. Der Stoff lässt sich daher
seitlich, also in Richtung einer Flächennormalen der zu beschattenden Fläche abnehmen
und dadurch leicht austauschen. Hierbei wird ausgenutzt, dass der Stoff eine gewisse
Elastizität aufweist und sich daher aufspreizen lässt, so dass zur Montage oder Demontage
der Schlitz aufgeweitet werden kann, um das Führungselement durch den Schlitz hindurchführen
zu können.
[0006] Durch die Schlitze ist jedoch die Gesamtstabilität der Beschattungsanlage und des
Stoffes reduziert, was sich insbesondere bei größeren zu beschattenden Flächen als
nachteilig auswirkt.
[0007] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine zuverlässige Funktion
einer Beschattungsanlage mit einem solchen austauschbaren Stoff zu gewährleisten.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch einen austauschbaren Stoff für
eine Beschattungsanlage sowie durch eine solche Beschattungsanlage mit einem austauschbaren
Stoff mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Basierend auf dem insbesondere zickzackförmig
gefalteten Stoff, der ausgehend von den zueinander fluchtenden Löchern sich zu einer
Rückseite hin erstreckende Schlitze aufweist, ist ein zusätzliches Sicherungselement
im Bereich zumindest einiger der Löcher angeordnet, welches das jeweilige Führungselement
gegen ein unbeabsichtigtes seitliches Herausrutschen aus den Löchern sichert.
[0009] Unter Rückseite wird hierbei allgemein die Seite des Stoffes verstanden, an der die
Schlitze frei auslaufen. Die gegenüberliegende Seite wird als Vorderseite bezeichnet.
Vorzugsweise ist die Rückseite im montierten Zustand in Richtung zu der zu beschattenden
Fläche (Fenster), also zur Fensterseite orientiert, so dass die Schlitze von dem Benutzer
von der Innenseite her nicht zu erkennen sind. Grundsätzlich ist jedoch auch eine
umgekehrte Montage möglich, so dass also die Schlitze auf der dem Fenster gegenüberliegenden
Seite (Raumseite) auslaufen. In diesem Fall bildet dann diese Seite die Rückseite
des Stoffes. Nachfolgend wird - ohne Beschränkung der Allgemeinheit - unter Rückseite
die Fensterseite und unter Vorderseite die Raumseite verstanden.
[0010] Die Anordnung eines derartigen zusätzlichen Sicherungselements beruht auf der Erkenntnis,
dass bei einer Beschattungsanlage gemäß der
DE 20 2014 104 192 U1 bei größeren zu beschattenden Flächen die Gefahr besteht, dass der Stoff von alleine
von den Führungselementen abgleitet und daher nicht mehr zuverlässig geführt ist.
Um dieses unbeabsichtigte Herausrutschen in seitlicher Richtung der Führungselemente
aus den Löchern zu vermeiden, ist das Sicherungselement nunmehr derart ausgebildet,
dass der erforderliche Kraftaufwand zum Herausführen der Führungselemente über die
Schlitze erhöht ist oder das Herausführen verhindert ist. Der erforderliche Kraftaufwand
ist dabei derart bemessen, dass dieser auf alle Fälle höher ist, als die bei einem
normalen Betrieb und einer normalen Handhabung der Beschattungsanlage auftretenden
Kräfte. Unter seitlicher Richtung wird insbesondere die Richtung einer Flächennormalen
der zu beschattenden Fläche (Fensterfläche) verstanden, die also quer zur Querrichtung
sowie quer zur Längsrichtung verläuft.
[0011] Der Vorteil der Anordnung von derartigen Sicherungselementen besteht darin, dass
weiterhin herkömmliche Stoffe verwendet werden können, auch solche, die sehr leicht
und damit einfach biegbar sind und welche somit anfällig für ein seitliches Herausrutschen
wären. Ein weiterer Vorteil ist auch darin zu sehen, dass das Sicherungselement nur
punktuell und an wenigen ausgewählten Löchern angeordnet zu sein braucht, so dass
also die Sicherungselemente die Gesamtoptik nicht oder nur kaum stört. Ein derartiges
Sicherungselement kann darüber hinaus ohne Probleme auch nachgerüstet werden, so dass
bestehende Beschattungsanlagen mit einem derartigen austauschbaren Stoff aufgerüstet
werden können.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung ist das Sicherungselement wahlweise als ein Verstärkungselement,
als ein Distanzelement oder als ein Verdickungselement ausgebildet. Bei einer Ausgestaltung
als Verstärkungselement ist dieses im Bereich des Lochs lokal am Stoff angebracht
und versteift oder verstärkt diesen zumindest am Lochrand, so dass ein Aufbiegen des
Schlitzes erschwert und nur mit erhöhtem Kraftaufwand ermöglicht ist oder gar verhindert
ist. Der Grundgedanke des Verstärkungselements ist also darin zu sehen, die Steifigkeit
des Stoffs lokal im Bereich des Schlitzes zu erhöhen.
[0013] Bei der Ausgestaltung als Distanzelement ist dieses im Bereich des Lochs zwischen
dem Führungselement und dem Stoff eingefügt, so dass ein seitliches Versetzen des
Stoffes relativ zu dem Führungselement zur Vermeidung eines unbeabsichtigten seitlichen
Herausrutschens aus den Löchern verhindert ist. Das Distanzelement ist daher zwischen
dem Führungselement und einem zur Vorderseite orientierten Stoffbereich, insbesondere
einer Faltkante, an der die einzelnen Faltlamellen miteinander verbunden sind, eingelegt.
[0014] Durch das Distanzelement ist quasi ein Sperrelement gebildet.
[0015] Schließlich ist in der Ausgestaltung als Verdickungselement dieses derart ausgebildet,
dass es im Bereich des Lochs das Führungselement umgibt, so dass hierdurch das Führungselement
lokal und begrenzt verdickt ist und ein unbeabsichtigtes seitliches Herausrutschen
aus dem jeweiligen Loch verhindert ist. Um das Verdickungselement beispielsweise auch
nachträglich montieren zu können, ist dieses vorzugsweise durch ein seitliches Heranführen
an das Führungselement an diesem befestigbar. Es ist daher kein Auffädeln des Verdickungselements
erforderlich. Durch das Verdicken des Führungselements im Bereich des Lochs ist wiederum
der erforderliche Kraftaufwand zum Aufbiegen des Schlitzes erhöht, da durch die Verdickung
der Schlitz stärker aufgeweitet werden muss.
[0016] Allgemein ist der Schlitz mit einer möglichst dünnen Schlitzbreite ausgebildet, die
vorzugsweise auch null beträgt, so dass der Schlitz lediglich durch einen Einschnitt
gebildet ist. Insbesondere ist die Schlitzbreite dünner als die Breite des Führungselements.
Umgekehrt sind die Löcher üblicherweise dicker als das Führungselement, weisen also
einen größeren Durchmesser auf, so dass das Führungselement in den Löchern lose geführt
ist.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist das Sicherungselement selbst ein Führungsloch
auf, durch das das Führungselement im montierten Zustand lose geführt ist. Das Führungsloch
fluchtet dabei im montierten Zustand vorzugsweise mit dem zu sichernden Loch des Stoffes.
Durch diese Ausgestaltung ist der Normalbetrieb der Plissee-Anlage, also das Verstellen
des Stoffes entlang der Führungselemente nicht behindert. Diese Ausgestaltung trifft
insbesondere für die Ausführungsvarianten des Sicherungselements als Versteifungselement
und/oder Verdickungselement zu.
[0018] Im Hinblick auf eine möglichst einfache Montage des Sicherungselements ist dieses
insbesondere in der Variante als Verstärkungselement oder Verdickungselement zum einen
durch seitliches Heranführen anbringbar und derart ausgestaltet, dass es das Führungselement
umgibt. Hierzu weist das Sicherungselement dabei insbesondere einen seitlichen Einführschlitz
zum seitlichen Einführen des Führungselements auf. Zweckdienlicherweise wird der Einführungsschlitz
dabei in Überdeckung mit dem Schlitz des Stoffes gebracht.
[0019] Bei dem Sicherungselement handelt es sich dabei insbesondere um ein elastisches Element,
so dass dieses also elastisch aufweitbar ist, um bei Bedarf das Führungselement durch
den Einführungsschlitze wieder herauszuführen. Die Schlitzbreite des Einführungsschlitzes
ist dabei insbesondere kleiner als die Breite des Führungselements. Auch hier kann
vorgesehen sein, dass die Schlitzbreite auch null beträgt.
[0020] In zweckdienlicher Weiterbildung ist der Einführungsschlitz begrenzt durch Randbereiche,
die - in Längsrichtung betrachtet - einander überlappen oder überdecken, d.h. bei
einer Aufsicht in Längsrichtung überdeckt der eine Randbereich den anderen Randbereich.
Alternativ stoßen die beiden Randbereiche unmittelbar aneinander an. Gemäß einer dritten
Variante überlappen die Randbereiche schließlich in seitlicher Richtung, so dass der
Einführschlitz einen labyrinthartigen oder gezackten Verlauf ausbildet. Insbesondere
die Ausführungsvarianten mit den sich überlappenden Randbereichen sichern dabei zuverlässig
das Führungselement gegen ein unbeabsichtigtes Herauslösen.
[0021] In zweckdienlicher Weiterbildung ist gegenüberliegend zum Einführungsschlitz am insbesondere
als Verstärkungselement ausgebildeten Sicherungselement eine Kerbe eingebracht. Diese
erleichtert das Aufbiegen des Sicherungselements und damit des Einführschlitzes im
Falle einer gewünschten Montage/Demontage des Stoffes.
[0022] Insbesondere bei der Ausführungsvariante als Verstärkungselement ist das Sicherungselement
dabei bevorzugt zu der geschlitzten Rückseite hingebogen, insbesondere kreissegmentartig
gebogen ausgebildet. Auch hierdurch wird insbesondere in Kombination mit der gegenüberliegend
eingebrachten Kerbe ein definiertes elastisches Aufbiegen des Verstärkungselements
unterstützt.
[0023] Insgesamt ist das Sicherungselement vorzugsweise als ein flaches dünnes Element ausgebildet
und insbesondere plättchenförmig ausgebildet. Es weist dabei eine Dicke beispielsweise
im Bereich von 0,5 bis 2 mm auf. Hierdurch ist die Einstellung einer gewünschten Elastizität
und damit Widerstandskraft gegen ein Aufbiegen des Einführschlitzes in gewünschter
Weise einstellbar. Auch ist eine Handhabung des Sicherungselements beispielsweise
zur Befestigung am Stoff oder auch für ein nachträgliches Einführen an einer bereits
montierten Beschattungsanlage ermöglicht.
[0024] Das Sicherungselement ist dabei zweckdienlicherweise aus einem transparenten Material
ausgebildet, so dass es die Optik des Stoffes nicht oder möglichst wenig stört. Vorzugsweise
ist das Sicherungselement dabei als ein Kunststoffelement ausgebildet.
[0025] Insbesondere bei der Ausgestaltung als Verstärkungselement kann das Sicherungselement
alternativ jedoch auch als textiles Verstärkungselement ausgebildet sein. Prinzipiell
besteht auch die Möglichkeit, dass der Stoff im Bereich des Lochs in geeigneter Weise
zur Ausbildung des Verstärkungselements verstärkt ist. Beispielsweise wird hierzu
der Stoff durch eine textile Bearbeitungsmethode, wie Sticken, Nähen, etc. bearbeitet
oder auch mit einem aushärtbaren Stoff beispielsweise nach Art eines Klebstoffs getränkt,
welcher nach einem Aushärten den Stoff im Bereich des Lochs verstärkt.
[0026] In bevorzugter Ausgestaltung ist das Sicherungselement insbesondere in seiner Ausgestaltung
als Verstärkungselement unmittelbar am Stoff befestigt und insbesondere auf diesen
aufgeklebt. Das Sicherungselement ist dabei gemäß einer ersten Ausführungsvariante
als eine selbstklebende Folie ausgebildet. Alternativ wird das Sicherungselement mit
Hilfe einer Klebefolie, die über das Sicherungselement und den Stoff angebracht wird,
auf dem Stoff befestigt. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, das Sicherungselement
auf den Stoff anderweitig, beispielsweise durch Nähen etc. zu befestigen.
[0027] Um zum einen die Optik der Beschattungsanlage durch die Sicherungselemente möglichst
wenig zu stören und zum anderen um das Gewicht des Stoffes nicht unnötigerweise zu
erhöhen, ist das Sicherungselement in bevorzugter Ausgestaltung jeweils lokal nur
für ein einziges Loch ausgebildet. Ein jeweiliges Sicherungselement ist daher jeweils
nur einem einzigen Loch zugeordnet. Insbesondere bei der Ausführungsvariante als Plättchen
wird dieses daher um das jeweilige Loch herum angebracht.
[0028] In alternativer Ausgestaltung erstreckt sich das Sicherungselement in Querrichtung
über mehrere Löcher und insbesondere über die gesamte Breite des Stoffes. In dieser
Ausführungsvariante ist das Sicherungselement beispielsweise als ein (Quer-)Stab oder
als eine Querplatte ausgebildet. Diese Ausführungsvariante ist insbesondere bei der
Ausgestaltung des Sicherungselements als Distanzelement von Vorteil. Dieses braucht
dann jeweils nur lose zwischen den Führungselementen und einer Faltkante des Stoffs
eingeführt zu werden. Insbesondere erfolgt bei dieser Ausgestaltung nur ein loses
Einführen des Sicherungselements.
[0029] In allen Fällen ist jedoch zweckdienlicherweise vorgesehen, dass in Längsrichtung
des Stoffs allenfalls einigen der Löcher ein Sicherungselement zugeordnet ist. Es
werden daher bewusst nicht alle Löcher mit einem Sicherungselement versehen. Vielmehr
weisen Löcher, denen ein Sicherungselement zugeordnet ist, zu in Längsrichtung benachbarten
Löchern mit Sicherungselement bzw. zu einer randseitigen Befestigung des Stoffes an
einer Profilschiene vorzugsweise einen Abstand von zumindest mehreren 10 cm und insbesondere
von zumindest 40 oder 60 cm auf. Diese Ausgestaltung beruht dabei auf der Erkenntnis,
dass bereits einige wenige Sicherungselemente in Längsrichtung verteilt ausreichen,
um zuverlässig ein seitliches Abgleiten des Stoffes von den Führungselementen zu verhindern.
Das Problem des Abgleitens entsteht erst bei sehr langen Beschattungsanlagen. Bei
Beschattungsanlagen mit einer Gesamtlänge beispielsweise bis zu 1 m oder 1,20 m sind
bei geeigneter Stoffwahl Sicherungselemente nicht zwingend erforderlich. Bei Beschattungsanlagen
mit einer Gesamtlänge der zu beschattenden Fläche (Fensterfläche) im Bereich beispielsweise
von 100 bis 150 cm sind daher vorzugsweise lediglich 1 bis 2 Sicherungselemente in
Längsrichtung verteilt vorgesehen. Und bei Beschattungsanlagen mit einer Länge im
Bereich von 150 bis 200 cm beispielsweise lediglich 2 bis 3 Sicherungselemente. Allgemein
ist das zumindest eine Sicherungselement - in Längsrichtung betrachtet - beabstandet
von den Profilleisten / einem Stoffrand lediglich in einem mittleren Bereich des Stoffes
angebracht.
[0030] Das Sicherungselement ist insbesondere in seiner Ausgestaltung als Distanzelement
zweckdienlicherweise mit einer Anlagekante versehen, mit der es in montierter Position
an einer Faltkante des Stoffes anliegt. Das Distanzelement stützt sich daher mit der
Anlagekante an der Faltkante ab. Die Breite des Sicherungselements ist daher zumindest
im Bereich des Lochs an den Abstand zwischen Loch und Faltkante des Stoffs angepasst
und entspricht vorzugsweise zumindest in etwa diesem Abstand.
[0031] In zweckdienlicher Ausgestaltung weist das Sicherungselement insbesondere in seiner
Ausführungsvariante als Distanzelement auf seiner dem Führungselement zugewandten
Seite zumindest eine Haltekerbe auf, in der das Führungselement im montierten Zustand
einliegt. Hierdurch ist das Distanzelement speziell bei der Ausführungsvariante, bei
der es zwischen Führungselement und Faltkante des Stoffes eingeklemmt ist, gegen ein
seitliches Verrutschen in Querrichtung gesichert. Üblicherweise weist eine Beschattungsanlage
in Querrichtung verteilt mehrere Führungselemente auf. Üblicherweise sind zwei oder
drei Führungselemente über die Breite verteilt angeordnet. Entsprechend weist das
Sicherungselement bevorzugt die identische Anzahl an Haltekerben auf, wobei die einzelnen
Haltekerben über die Länge des Sicherungselements das gleiche Abstandsraster wie die
Führungselemente aufweisen.
[0032] Bei der Ausführungsvariante des Sicherungselements als Verstärkungselement ist dieses
in bevorzugten Alternativen ausgebildet:
- Gemäß einer ersten Ausführungsvariante ist dieses als ein auf den Stoff insbesondere
durch Kleben befestigtes Plättchen mit einem Einführschlitz ausgebildet, wobei das
Plättchen lediglich einem einzigen Loch zugeordnet ist.
- Alternativ ist das Verstärkungselement als ein das Loch umgebender Versteifungsring
mit einem Einführschlitz ausgebildet. Der Versteifungsring ist dabei am Stoff befestigt
und insbesondere als eine geschlitzte Öse ausgebildet. Durch den Einführschlitz lässt
sich diese geschlitzte Öse einfach in seitlicher Richtung anbringen.
- In einer weiteren alternativen Ausgestaltung ist das Verstärkungselement nach Art
eines Schrankenelements ausgebildet, welches in Querrichtung neben dem Schlitz am
Stoff befestigt ist und sich lose über den Schlitz in Querrichtung erstreckt. Das
Schrankenelement ist dabei flexibel, so dass es entweder seitlich bzw. nach oben weggebogen
werden kann.
[0033] In seiner Ausgestaltung als Distanzelement ist das Sicherungselement weiterhin vorzugsweise
wahlweise in unterschiedlichen bevorzugten Varianten ausgebildet:
- Gemäß einer ersten Variante ist das Distanzelement als ein Plättchen ausgebildet,
welches lose zwischen dem Führungselement und einer Faltkante eingeklemmt und lediglich
einem Loch zugeordnet ist.
- Gemäß einer zweiten Alternative ist das Distanzelement ein sich über mehrere Löcher
in Querrichtung erstreckender und lose zwischen dem Führungselement und einer Faltkante
angeordneter, insbesondere eingeschobener Stab oder Querplatte ausgebildet.
- Gemäß einer dritten bevorzugten Variante ist das Distanzelement als eine Wendel ausgebildet,
welche um das Führungselement angebracht ist, wobei die Wendel insbesondere lediglich
für ein Loch ausgebildet ist und die Wendel weiterhin vorzugsweise einen verdickten
Mittenbereich aufweist. Die Wendel wirkt dabei insoweit als Distanzelement, als dass
bei einem seitlichen Verrutschen des Stoffes relativ zum Führungselement der Stoff
an seiner Vorderseite an der Wendel zum Anliegen kommt, bevor das Führungselement
aus dem Schlitz herausrutschen kann.
[0034] Schließlich ist das Sicherungselement in seiner Ausgestaltung als Verdickungselement
in bevorzugter Ausgestaltung ausgebildet als eine eigensteife Hülse mit seitlichem
Einführschlitz, welcher insbesondere schräg bezüglich der Längsrichtung orientiert
ist. Anders als die geschlitzte Öse erstreckt sich daher die Hülse in Längsrichtung
auch über die Lochränder der Löcher hinweg und weist beispielsweise eine Länge von
0,5 bis 1 cm auf. Die Hülse weist insbesondere einen Kragen auf, mit dem sie auf einem
Lochrand des jeweiligen Lochs zum Aufliegen kommt. Durch die schräge Orientierung
des Einführschlitzes ist ein Herausrutschen des Führungselements aus der Hülse zuverlässig
vermieden.
[0035] Alternativ zu einer derartigen eigensteifen Hülse wird das Führungselement beispielsweise
bereichsweise bandiert, so dass es hierdurch verdickt ist.
[0036] In bevorzugter Weiterbildung ist weiterhin vorgesehen, dass das Sicherungselement
am Führungselement reibend anliegt, derart, dass ein ungewolltes Verrutschen des Stoffs
relativ zum Führungselement vermieden ist. Unter reibend anliegend wird hierbei verstanden,
dass eine gewisse Reibkraft ausgeübt wird, so dass insbesondere bei größeren Beschattungsanlagen
der Stoff nicht durch sein Eigengewicht entlang der Führungselemente nach unten rutscht,
so dass die gewünschte Lamellen- und Faltoptik erhalten bleibt. Gleichzeitig muss
aber weiterhin eine Verstellbewegung möglich sein, um die normale Bedienung der Beschattungsanlage
zu gewährleisten, bei der ja eine Relativverschiebung zwischen Loch und Führungselement
gewährleistet sein muss. Auch für diesen Zweck ist in Längsrichtung ein einziges oder
sind nur wenige Sicherungselemente ausreichend.
[0037] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Sicherungselement für einen solchen zuvor
beschriebenen austauschbaren Stoff, wobei das Sicherungselement gegen ein unbeabsichtigtes
Herausrutschen des Führungselements aus den Löchern des Stoffs ausgebildet ist. Das
Sicherungselement ist dabei insbesondere als ein Nachrüstelement für bestehende Beschattungsanlagen
ausgebildet und auch für eine nachträgliche Montage geeignet. Die im Hinblick auf
die Beschattungsanlage und den austauschbaren Stoff angeführten Vorteile und bevorzugten
Ausgestaltungen sind sinngemäß auch auf das Sicherungselement als solches zu übertragen.
[0038] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert.
Diese zeigen teilweise in vereinfachten Darstellungen:
- Fig. 1
- eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung einer als Plissee-Anlage ausgebildeten
Beschattungsanlage mit einem austauschbaren geschlitzten Stoff und einem Sicherungselement,
- Fig. 2
- den in der Fig. 1 mit einem Kreis gekennzeichneten Bereich in einer vergrößerten Darstellung,
- Fig. 3
- eine Darstellung des Sicherungselements gemäß den Fig. 1 und 2, welches als Plättchen
mit einem Einführschlitz ausgebildet ist,
- Fig. 4A,4B,4C
- unterschiedliche Ausführungsvarianten des in Fig. 3 dargestellten Plättchens im Bereich
des Einführschlitzes,
- Fig. 5A
- eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung einer Beschattungsanlage mit einem
als Schrankenelement ausgebildeten Sicherungselement,
- Fig. 5B
- den in der Fig. 5A mit einem Kreis gekennzeichneten Bereich in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 6A
- eine ausschnittsweise Darstellung einer Beschattungsanlage mit als geschlitzte Ösen
ausgebildeten Sicherungselementen,
- Fig. 6B
- eine vergrößerte Darstellung im Bereich der geschlitzten Öse,
- Fig. 7A,7B,7C
- verschiedene Ansichten der geschlitzten Öse,
- Fig. 8A
- eine ausschnittsweise Ansicht einer Beschattungsanlage mit einem plättchenförmigen
Distanzelement,
- Fig. 8B
- den in der Fig. 8A mit einem Kreis gekennzeichneten Bereich in einer vergrößerten
Darstellung,
- Fig. 9A
- eine ausschnittsweise Ansicht einer Beschattungsanlage mit einem Querstab als Distanzelement,
- Fig. 9B
- den in Fig. 9A mit einem Kreis gekennzeichneten Bereich in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 10A
- eine ausschnittsweise Darstellung einer Beschattungsanlage mit einem als Wendel ausgebildeten
Sicherungselement,
- Fig. 10B
- den in Fig. 10A mit einem Kreis gekennzeichneten Bereich in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 11A
- eine ausschnittsweise Darstellung einer Beschattungsanlage mit einem als geschlitzte
Hülse ausgebildeten Sicherungselement sowie
- Fig. 11B
- den in Fig. 11A mit einem Kreis gekennzeichnete Bereich in vergrößerter Darstellung.
[0039] In den Figuren sind gleich wirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0040] In Fig. 1 ist eine als Plissee-Anlage ausgebildete Beschattungsanlage 2 ausschnittsweise
dargestellt. Eine derartige Beschattungsanlage 2 weist üblicherweise zwei Profilschienen
4 auf, von denen in Fig. 1 lediglich die untere Profilschiene 4 dargestellt ist. Zwischen
den beiden Profilschienen ist ein insbesondere gefalteter Stoff 6 angeordnet. Der
Stoff 6 ist dabei in etwa ziehharmonikaartig gefaltet, so dass einzelne sich in einer
Querrichtung 8 erstreckende Stofflamellen 10 ausgebildet sind, die jeweils wechselweise
über eine Faltkante 12 miteinander verbunden sind. Die unterste sowie die oberste
Stofflamelle 10 ist dabei jeweils an der jeweiligen Profilschiene 4 befestigt. Beispielsweise
erfolgt dies nach Art eines Klettverschlusses oder auch mit Hilfe eines seitlich eingeführten
sogenannten Keders.
[0041] Die Profilschienen 4 zusammen mit dem zwischen ihnen befestigten Stoff 6 lassen sich
in der montierten Endposition entlang von üblicherweise zumindest zwei Führungselementen
16 in einer Längsrichtung 14 entlang der zu beschattenden Fläche verschieben. Im Ausführungsbeispiel
ist das Führungselement 16 als eine Führungsschnur, auch als Spannschnur bezeichnet,
ausgebildet. Diese ist jeweils an einem unteren Rand und einem oberen Rand der zu
beschattenden Fläche, beispielsweise eine Glasleiste, mit Hilfe eines sogenannten
Schnurspanners 18 befestigt.
[0042] Das Führungselement 16 ist durch den Stoff 6, und zwar durch die einzelnen Stofflamellen
10, durch Löcher 20 in Längsrichtung 14 lose hindurchgeführt. Die Löcher 20 fluchten
in Längsrichtung 14 zueinander.
[0043] Der Stoff 6 ist als ein austauschbarer Stoff ausgebildet. Er lässt sich in seitlicher
Richtung 22, also senkrecht zur Querrichtung sowie senkrecht zur Längsrichtung 14
und damit in Richtung einer Flächennormalen der zu beschattenden Fläche von den Führungselementen
16 lösen. Hierzu sind in den Stoff 6 eine Vielzahl von Schlitzen 24 eingebracht, die
jeweils ausgehend von den einzelnen Löchern 20 sich in seitlicher Richtung 22 zu einer
hier als Rückseite 26 bezeichneten Seite des Stoffes 6 erstrecken. Die gegenüberliegende
Seite wird als Vorderseite 28 bezeichnet. Die Rückseite 26 ist insbesondere die Fensterseite
und die Vorderseite 28 die Raumseite. Das Austauschen des Stoffes 6 erfolgt hierbei
derart, dass die Schlitze 24 aufgrund der Elastizität des Stoffes 6 aufgebogen werden,
so dass das Führungselement 16 durch die Schlitze 24 seitlich nach außen geführt werden
kann.
[0044] Bei größeren Beschattungsanlagen beispielsweise mit einer Länge in Längsrichtung
14 von mehr als 120 cm kann dabei das Problem auftreten, dass die Führungselemente
16 beispielsweise bei einer Luftbewegung etc. selbsttätig aus den Schlitzen 24 herausrutschen.
[0045] Um dies zu verhindern, ist bei der Beschattungsanlage 2 nunmehr eine gewisse Anzahl
von Sicherungselementen angeordnet, die ein solches ungewolltes seitliches Herausrutschen
verhindern.
[0046] Die nachfolgend beschriebenen Sicherungselemente lassen sich dabei grundsätzlich
in drei Grundtypen unterscheiden, nämlich Verstärkungselemente 30, Distanzelemente
32 sowie Verdickungselemente 34. Die Grundfunktion dieser Sicherungselemente 30,32,34
besteht darin, dass sie die erforderliche Kraft zum seitlichen Abnehmen des Stoffes
von den Führungselementen 16 zumindest erhöhen, so dass die beim normalen Betrieb
auftretenden Kräfte nicht mehr für ein ungewolltes seitliches Herausgleiten ausreichen.
Alternativ wird durch die Ausgestaltung des jeweiligen Sicherungselements, insbesondere
in der Ausgestaltung als Distanzelement 32, ein seitliches Herausrutschen vollständig
verhindert und es ist erst nach einer Entfernung des Distanzelements 32 möglich. Das
Sicherungselement wirkt hierbei als ein Sperrelement, welches den Schlitz 24 sperrt
und erst nach einem Entfernen oder zumindest Verschieben / Verdrehen des Sicherungselements
den Schlitz 24 wieder freigibt.
[0047] In Längsrichtung 14 betrachtet sind dabei nur an einigen wenigen Löchern 20 Sicherungselemente
30,32,34 angebracht. Ein Abstand a zwischen einem Sicherungselement 30,32,34 zu einem
in Längsrichtung 14 benachbarten Sicherungselement 30,32,34 bzw. zu einer Profilschiene
4 beträgt dabei vorzugsweise mehr als 40 cm und insbesondere mehr als 60 cm und liegt
beispielsweise bei 80 cm. Der Abstand a wird hierbei gemessen bei maximal vorgesehenem
Auszug des Stoffes 6 in Längsrichtung 14.
[0048] Unterschiedliche Ausführungsvarianten der als Verstärkungselemente 30 ausgebildeten
Sicherungselemente werden nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 7 beschrieben. Unterschiedliche
Ausführungsvarianten des Distanzelements 32 werden anhand der Fig. 8 bis 10 beschrieben
und eine Ausführungsvariante des Verdickungselements 34 wird anhand der Fig. 11 beschrieben.
[0049] Das in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Verstärkungselement 30 ist als ein lokal einem
einzigen Loch 20 zugeordnetes dünnes Plättchen 30a ausgebildet. Dieses ist auf der
Stofflamelle 10 befestigt. Hierzu ist das Plättchen 30a beispielsweise selbstklebend
ausgebildet und entsprechend aufgeklebt. Das Plättchen 30a weist ein Führungsloch
36 auf, welches deckungsgleich mit dem Loch 20 ist. Ausgehend vom Führungsloch 36
erstreckt sich ein Einführschlitz 38 in seitlicher Richtung 22. Auch der Einführschlitz
38 ist vorzugsweise deckungsgleich mit dem Schlitz 24. Im Ausführungsbeispiel ist
das Plättchen 30a vorzugsweise nach Art eines Kreissegments ausgebildet. Es ist bevorzugt
zur Rückseite 26 hin gebogen ausgebildet und weist zur Vorderseite 28 hin, also zu
einer Faltkante 12 hin, eine geradlinig verlaufende Kante auf. In diese Kante ist
eine Kerbe 40 eingebracht, und zwar bevorzugt gegenüberliegend zum Einführschlitz
38. Die Kerbe 40 ermöglicht ein definiertes Aufbiegen des Plättchens 30a, so dass
der Einführschlitz 38 aufgebogen wird, um bei einer gewünschten Montage/Demontage
das Führungselement 16 durch den Einführschlitz 38 hindurchführen zu können.
[0050] Der Einführschlitz 38 weist - unabhängig von der speziellen Ausgestaltung des Sicherungselements
- dabei allgemein eine Schlitzbreite b1 auf, die kleiner als eine Breite b2 des Führungselements
16 ist. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 weist dabei das Plättchen 30a einen
gezackt verlaufenden Einführschlitz 38 auf, wobei die einzelnen Randbereiche 42, die
den Schlitz begrenzen, unmittelbar aneinander anliegen, so dass in diesem Fall die
Schlitzbreite b1 null ist. Durch den gezackten Verlauf sind einzelne Abschnitte der
Randbereiche 42 in seitlicher Richtung 22 betrachtet zueinander überlappend angeordnet.
Das Plättchen 30a weist vorzugsweise eine Dicke d im Bereich von 0,5 bis 2 mm auf.
Insbesondere ist es als transparentes Kunststoffplättchen ausgebildet.
[0051] In der Fig. 4A - 4C sind Varianten des Plättchens 30a abgebildet, wobei in den Fig.
4B und 4C unterschiedliche Varianten von sich überlappenden Randbereichen 42 dargestellt
sind. Gemäß der Fig. 4B überlappen sich die benachbarten Randbereiche 42 in Längsrichtung
14 betrachtet. Dies ist zumindest bereichsweise auch in Fig. 4C der Fall, wobei hier
die einzelnen Kanten der Randbereiche 42 nicht parallel wie in der Ausgestaltung nach
Fig. 4B sondern schräg orientiert zueinander verlaufen, so dass zur Rückseite 26 hin
eine V-förmige Kerbe ausgebildet ist.
[0052] In den Fig. 5A,5B ist das Verstärkungselement 30 durch zwei Schrankenelemente 30B
gebildet. Diese sind dabei jeweils als sich in Querrichtung 8 erstreckende, beispielsweise
stäbchenförmige Elemente ausgebildet, die an einem Fußbereich 43 neben dem Schlitz
24 am Stoff 6 befestigt sind und mit einem Freiende sich über den Schlitz 24 nach
Art einer Schranke erstrecken. Die Befestigung des Fußbereichs 43 erfolgt beispielsweise
durch Kleben, wobei der Fußbereich 43 insbesondere selbstklebend und beispielsweise
mit einem Klebefilm ausgebildet ist. Die Freienden können dabei zur Montage/Demontage
des Stoffs 6 weggebogen werden, so dass der Schlitz 24 freigegeben wird. Hierzu sind
die einzelnen Schrankenelemente in geeigneter Weise selbst elastisch oder zumindest
elastisch oder gelenkig am Stoff befestigt.
[0053] Bei der Ausführungsvariante gemäß den Fig. 6A,6B ist das Verstärkungselement 30 als
eine geschlitzte Öse 30c ausgebildet, welche einen Lochrand eines jeweiligen Lochs
20 umgibt. Die geschlitzte Öse 30c weist wiederum einen Einführschlitz 38 auf, so
dass sie auch nachträglich angebracht werden kann. Die geschlitzte Öse 30c kann dabei
lose am Loch 30 befestigt sein oder auch mit diesem reibschlüssig beispielsweise durch
Vernieten befestigt sein. Bei einer losen Anordnung besteht die Möglichkeit, die Öse
30c relativ zu verdrehen, so dass - anders als in Fig. 6B dargestellt - der Einführschlitz
38 nicht mit dem Schlitz 24 fluchtet, sondern seitlich versetzt ist. In der Fig. 6A
sind diese beiden Ausführungsvarianten beispielhaft dargestellt, wobei in der oberen
Stofflamelle 10 eine um 90° verdrehte Öse 30c dargestellt ist. Bei der Öse 30c handelt
es sich insgesamt um ein ringförmiges Element, wie es insbesondere in den Fig. 7A
bis 7C dargestellt ist. Dieses weist neben dem Einführschlitz 38 und dem Führungsloch
36 eine umlaufende Nut 44 auf, in die der Lochrand umlaufend eingreift.
[0054] Das in den Fig. 8A,8B dargestellte Distanzelement 32 ist ebenfalls als ein Plättchen
32a ausgebildet, welches lediglich einem einzelnen Loch 20 zugeordnet ist. Es weist
ebenfalls eine in etwa kreissegmentartige Form auf und besitzt ebenfalls ein Führungsloch
36 sowie einen Einführschlitz 38, wie auch das Plättchen 30a, welches als Verstärkungselement
30 ausgebildet ist. Das als Distanzelement ausgebildete Plättchen 32a weist zur Rückseite
26 hin eine Anlagekante 46 auf, mit der es an einer jeweiligen Faltkante 12 im montierten
Zustand anliegt. Das Plättchen 32a liegt dabei beispielsweise lose ein und ist daher
zwischen Führungselement 16 und Faltkante 12 quasi eingeklemmt. Alternativ kann das
Plättchen 32a auch am Stoff 6 befestigt sein. Durch das Distanzelement 32 wird allgemein
verhindert, dass der Stoff 6 von der Rückseite 26 her in seitlicher Richtung 22 sich
in Richtung zum Führungselement 16 bewegen kann. Dadurch ist effektiv ein Herausrutschen
des Führungselements 16 durch den Schlitz 24 vermieden.
[0055] Bei der Ausführungsvariante gemäß den Fig. 9A,9B ist das Distanzelement 32 als ein
Querstab 32b ausgebildet, welcher in Querrichtung 8 lose zwischen das Führungselement
16 und der Faltkante 12 eingeschoben wird. Der Querstab 32b weist dabei einen und
vorzugsweise mehrere Haltekerben 48 auf, in der im montierten Zustand das Führungselement
16 einliegt. Dadurch ist der Querstab 32b in Querrichtung fixiert.
[0056] Bei der Ausführungsvariante gemäß den Fig. 10A,10B ist das Distanzelement 32 als
eine Wendel 32c ausgebildet, also als ein wendelförmig gebogener Stab beispielsweise
aus Kunststoff oder auch aus Metall. Die Wendel 32c weist einen verdickten Mittenbereich
50 auf, von dem die Wendel 32c sich vorzugsweise beidseitig zum Führungselement 16
hin verjüngt. Die Wendel 32c ist dabei zwischen zwei benachbarten Stofflamellen 10
eingebracht und kann infolge insbesondere des verdickten Mittenbereichs 50 nicht durch
die Löcher 20 rutschen. Die Wendel 32c lässt sich durch einfaches Aufdrehen am Führungselement
16 befestigen.
[0057] Die Distanzelemente 32 sind - im Unterschied zu den Verstärkungselementen 30 an der
Vorderseite 28 angebracht. Die Verstärkungselemente 30 sind demgegenüber an der Rückseite
26 angebracht.
[0058] Schließlich ist in der Ausführungsvariante gemäß den Fig. 11A,11B das Sicherungselement
als Verdickungselement 34 ausgebildet. Bei der gezeigten Ausführungsvariante handelt
es sich dabei um eine Hülse 34a, welche um das Führungselement 16 angebracht ist und
dieses dadurch verdickt. Die Hülse 34a weist einen Einführschlitz 38 auf, welcher
im Ausführungsbeispiel vorzugsweise schräg zur Längsrichtung 14 und damit zum Führungselement
16 verläuft. Weiterhin weist die Hülse 34 einen Kragen 52 auf, mit dem sie am Lochrand
aufliegt. Zur Montage und Demontage wird die Hülse 34a zunächst seitlich an das Führungselement
16 herangeführt und kann dann anschließend in das jeweilige Loch 20 gleiten. Durch
den schräggestellten Einführschlitz 38 ist in der montierten Position ein Herausrutschen
des Führungselements 16 zuverlässig vermieden.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 2
- Beschattungsanlage
- 4
- Profilschiene
- 6
- Stoff
- 8
- Querrichtung
- 10
- Stofflamelle
- 12
- Faltkante
- 14
- Längsrichtung
- 16
- Führungselement
- 18
- Schnurspanner
- 20
- Loch
- 22
- seitliche Richtung
- 24
- Schlitz
- 26
- Rückseite
- 28
- Vorderseite
- 30
- Verstärkungselement
- 30a
- Plättchen
- 30b
- Schrankenelement
- 30c
- geschlitzte Öse
- 32
- Distanzelement
- 32a
- Plättchen
- 32b
- Querstab
- 32c
- Wendel
- 34
- Verdickungselement
- 34a
- Hülse
- 36
- Führungsloch
- 38
- Einführschlitz
- 40
- Kerbe
- 42
- Randbereich
- 43
- Fußbereich
- 44
- Nut
- 46
- Anlagekante
- 48
- Haltekerbe
- 50
- Mittenbereich
- 52
- Kragen
- a
- Abstand
- b1
- Schlitzbreite
- b2
- Breite Führungselement
- d
- Dicke
1. Austauschbarer Stoff (6) für ein Beschattungsanlage (2), sowie Beschattungsanlage
(2), insbesondere Plissee-Anlage mit einem solchen austauschbaren Stoff (6), wobei
der Stoff (6) insbesondere ein zickzackförmig gefalteter Stoff (6) ist, der sich in
einer Längsrichtung (14) und einer Querrichtung (8) erstreckt und in Längsrichtung
(14) mehrere zueinander fluchtende Löcher (20) aufweist zur Durchführung eines sich
in Längsrichtung (14) erstreckenden Führungselements (16) und der weiterhin zu einer
Rückseite (26) offene Schlitze (24) aufweist, wobei die Schlitze (24) jeweils von
den Löchern (20) ausgehen, so dass die Führungselemente (16) seitlich über die Schlitze
(24) in bzw. aus den Löchern (20) ein- und ausgeführt werden können,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich einiger der Löcher (20) ein Sicherungselement (30,32,34) gegen ein unbeabsichtigtes
seitliches Herausrutschen der Führungselemente (16) aus den Löchern (20) angeordnet
ist.
2. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34) wahlweise als Verstärkungselement (30), als Distanzelement
(32) oder als Verdickungselement (34) ausgebildet ist, wobei
- das Verstärkungselement (30) im Bereich des Lochs (20) auf den Stoff (6) aufgebracht
ist und diesen versteift, so dass ein Aufbiegen des Schlitzes (24) zumindest erschwert
ist und
- das Distanzelement (32) im Bereich des Lochs (20) zwischen dem Führungselement (16)
und dem Stoff (6) eingefügt ist, so dass ein seitliches Versetzen des Stoffes (6)
relativ zu dem Führungselement (16) zur Vermeidung eines unbeabsichtigten seitlichen
Herausrutschens aus den Löchern (20) verhindert ist,
- das Verdickungselement (34) im Bereich des Lochs (20) das Führungselement (16) umgibt,
so dass hierdurch das Führungselement (16) verdickt ist und ein unbeabsichtigtes seitliches
Herausrutschen aus den Löchern verhindert ist, wobei das Verdickungselement (34) insbesondere
durch seitliches Heranführen an dem Führungselement (16) befestigbar ist.
3. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34) selbst ein Führungsloch (36) aufweist, durch das
das Führungselement (16) im montierten Zustand lose geführt ist.
4. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34) das jeweilige Führungselement (16) umgibt und durch
seitliches Heranführen um das Führungselement (16) anbringbar ist und hierzu insbesondere
einen seitlichen Einführungsschlitz (38) zum seitlichen Einführen des Führungselements
(16) aufweist.
5. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einführungsschlitz (38) elastisch aufbiegbar ist.
6. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der beiden vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einführungsschlitz (38)
- begrenzt ist durch in Längsrichtung (14) überlappende Randbereiche (42)
- begrenzt ist durch aneinanderstoßende Randbereiche (42)
- begrenzt ist durch Randbereiche (42) die sich in seitlicher Richtung (22) überlappen,
so dass ein labyrinthartiger oder gezackter Einführschlitz (38) ausgebildet ist
- eine Schlitzbreite (b1) kleiner der Breite (b2) des Führungselements (16) aufweist.
7. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32) plättchenförmig ausgebildet ist.
8. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34), insbesondere das Verstärkungselement (30) am Stoff
(6) befestigt, insbesondere aufgeklebt ist.
9. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2)
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34) jeweils lokal nur für ein einziges Loch (20) ausgebildet
ist oder alternativ sich in Querrichtung (8) über mehrere Löcher (20) erstreckt und
hierzu insbesondere als ein Querstab (32b) oder als eine Querplatte ausgebildet ist
10. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Längsrichtung (14) des Stoffes (6) allenfalls einigen der Löcher (20) ein Sicherungselement
(30,32,34) zugeordnet ist und Löcher (20), denen ein Sicherungselement (30,32,34)
zugeordnet ist, bevorzugt einen Abstand (a) zueinander oder zu einer randseitigen
Befestigung des Stoffes (6) von mehreren 10 cm, insbesondere von zumindest 40 oder
60 cm aufweisen, wobei das Sicherungselement (30, 32, 34) insbesondere lediglich in
einem mittleren Bereich angebracht ist.
11. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (32,34) eine Anlagekante (46) aufweist, mit der es an einer
Faltenkante (12) des Stoffes (6) anliegt
12. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (32), insbesondere das Distanzelement (32) auf seiner dem Führungselement
(16) zugewandten Seite zumindest eine Haltekerbe (48) aufweist, in der das Führungselement
(16) im montierten Zustand einliegt.
13. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34) in einer Ausgestaltung als Verstärkungselement (30)
wahlweise ausgebildet ist als
- ein auf den Stoff (6) insbesondere durch Kleben befestigtes Plättchen (30a) mit
einem Einführschlitz (38), wobei das Plättchen (30a) lediglich einem Loch (20) zugeordnet
ist,
- ein das Loch (20) umgebender Versteifungsring mit einem Einführschlitz (38), der
am Stoff (6) befestigt ist, wobei der Versteifungsring insbesondere als geschlitzte
Öse (30c) ausgebildet ist,
- zumindest ein flexibles Schrankenelement (30b), welches am Stoff (6) befestigt ist
und sich über den Schlitz (24) erstreckt
- das Sicherungselement (30,32,34) in einer Ausgestaltung als Distanzelement (32)
wahlweise ausgebildet ist als
- ein Plättchen (32a), welches insbesondere lose zwischen dem Führungselement (16)
und einer Faltkante (12) eingeklemmt ist und lediglich einem Loch (20) zugeordnet
ist,
- ein sich über mehrere Löcher (20) in Querrichtung (8) erstreckender, lose zwischen
dem Führungselement (16) und einer Faltkante (12) angeordneter Querstab (32b) oder
Querplatte,
- eine Wendel (32c) ausgebildet ist, die um das Führungselement (16) angebracht ist,
wobei die Wendel (32c) insbesondere lediglich für ein Loch (20) ausgebildet ist und
weiterhin die Wendel (32c) vorzugsweise einen verdickten Mittenbereich (50) aufweist,
- das Sicherungselement (30,32,34) in einer Ausgestaltung als Verdickungselement (34)
ausgebildet ist als
- eine eigensteife Hülse (34a) mit seitlichem Einführschlitz (38), welcher insbesondere
schräg bezüglich der Längsrichtung (14) orientiert ist.
14. Austauschbarer Stoff (6) sowie Beschattungsanlage (2) nach einer der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (30,32,34) an dem Führungselement (16) reibend anliegt, so
dass ein ungewolltes Verrutschen des Stoffes (6) relativ zum Führungselement (16)
verhindert ist.
15. Sicherungselement (30,32,34) für einen austauschbaren Stoff (6) nach einem der Ansprüche
1 bis 14, wobei das Sicherungselement (30,32,34) gegen ein unbeabsichtigtes Herausrutschen
eines Führungselements (16) aus Löchern (20) des Stoffes (6) ausgebildet ist.