[0001] Installationsgeräte wie beispielsweise Durchlauferhitzer oder Gasthermen werden üblicherweise
nach ihrer Herstellung im Werk zum Kunden befördert und dort von einem Fachmann installiert.
[0002] Im Gebrauch können derartige Installationsgeräte nach außen mindestens teilweise
von einer Haube abgedeckt sein. Die Haube schützt das Installationsgerät insbesondere
gegen Spritzwasser und Staub, und sie soll zudem verhindern, dass nicht fachkundige
Personen Einstellungen am Installationsgerät vornehmen oder verändern. Darüber hinaus
schützt die Haube das Installationsgerät beim Transport.
[0003] Für den Transport werden bewegliche oder sensible Bauteile des Installationsgeräts
werkseitig gesichert, um zu verhindern, dass Erschütterungen oder bestimmte Ausrichtungen
beim Befördern des Geräts diese Teile unbeabsichtigt entriegeln, verstellen oder beschädigen.
Derartige Bauteile können einzelne Elemente (wie beispielsweise bestimmte Bolzen)
oder auch ganze Vorrichtungseinbauten (z.B. empfindliche Messinstrumente) sein. Zur
Sicherung können die Bauteile beispielsweise fixiert oder für eine separate Beförderung
entfernt werden, ehe die Haube auf das Installationsgerät aufgesetzt wird. Danach
kann das Installationsgerät mit Haube ausgeliefert werden.
[0004] Bei der Montage des Installationsgeräts nimmt der Monteur zunächst die Haube ab.
Anschließend installiert er das Installationsgerät, beispielsweise indem er es an
einer Wand befestigt und in der jeweils erforderlichen Weise an vorhandene Gas-, Wasser-
und/oder Stromleitungen anschließt. Ehe er nun die Haube wieder aufsetzt und die Installation
abschließt, muss der Monteur auch die zuvor für den Transport gesicherten Bauteile
entriegeln oder einsetzen. Vergisst der Monteur diese Deaktivierung der Transportsicherung,
drohen Funktionsstörungen an dem Installationsgerät, die zusätzliche Kosten verursachen
und im schlimmsten Fall sogar eine Gefährdung für den Kunden und die Umgebung bedeuten
können.
[0005] Es ist daher erforderlich zu gewährleisten, dass die Installationsgeräte insbesondere
in Bezug auf die transportgesicherten Bauteile fehlerfrei installiert werden.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Haubenmontagesperre für ein Installationsgerät
bereitzustellen, die verhindert, dass ein Monteur des Geräts wichtige Schritte zur
korrekten Installation vergisst.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch die Haubenmontagesperre gemäß Patentanspruch 1. Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0008] Die erfindungsgemäße Haubenmontagesperre umfasst mindestens ein Befestigungsmittel,
mit dem die Haubenmontagesperre an dem Installationsgerät befestigt werden kann.
[0009] Das Befestigungsmittel kann beispielsweise eine oder mehrere Klemmen oder Haken umfassen
oder eine Kappe, die auf eine Komponente des Installationsgeräts gestülpt wird. Alternativ
oder zusätzlich kann das Befestigungsmittel mit einer Klebeverbindung am Installationsgerät
fixiert werden, und/oder es kann eine oder mehrere Einstecknoppen oder Spünde umfassen,
die in geeignete Löcher bzw. Nuten am Installationsgerät eingesteckt werden können.
Es versteht sich, dass zahlreiche weitere Befestigungsmittel denkbar sind.
[0010] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, mit der bestehende Installationsgeräte
jeweils nachgerüstet werden können, ohne dass Änderungen an den jeweiligen Installationsgeräten
erforderlich sind.
[0011] Die erfindungsgemäße Haubenmontagesperre umfasst zudem mindestens ein Federelement,
das dazu eingerichtet ist, eine Montage der Haube auf dem Installationsgerät in gespanntem
Zustand zu erlauben und in gelöstem Zustand zu unterbinden.
[0012] Das Federelement kann somit einen ersten Zustand, in dem das Federelement gespannt
ist, und einen zweiten Zustand, in dem das Federelement in gelöst ist, einnehmen.
Im ersten Zustand kann die Haube auf dem Installationsgerät montiert werden, wohingegen
im zweiten Zustand eine Montage der Haube durch das Federelement verhindert wird.
[0013] Die Haubenmontagesperre dient so dazu, eine Montage der Haube auf dem Installationsgerät
zu sperren. Die Sperre ist aktiv, wenn das Federelement in entspanntem (also gelöstem)
Zustand ist, und inaktiv, wenn das Federelement in gespanntem Zustand ist.
[0014] Beispielsweise kann das mindestens eine Federelement dazu eingerichtet sein, in gelöstem
Zustand von einer Oberfläche des Installationsgeräts so abzustehen, dass die Haube
beim Aufsetzen an das Federelement stößt, was das vollständige Aufsetzen und damit
die Montage der Haube unterbindet.
[0015] Die Haube des Installationsgeräts kann somit nur dann auf ein Installationsgerät
mit Haubenmontagesperre aufgesetzt werden, wenn das Federelement gespannt ist. Soll
ein Installationsgerät beispielsweise werkseitig für die Auslieferung vorbereitet
werden, können somit wichtige Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, und nach einem
Spannen des Federelements kann die Haube für den Transport aufgesetzt werden. Die
Haube dient dabei zusätzlich als Schutzhülle für das Gerät.
[0016] Wird das Federelement zu Beginn der Installation des Geräts bei einem Verwender in
entspannten Zustand gebracht, kann die Haube zum Abschluss der Installation erst wieder
aufgesetzt werden, wenn der Monteur aktiv das Federelement gespannt hat. Dadurch wird
verhindert, dass der Monteur wichtige Schritte am Ende der Installation vergisst,
was ein Kosten- oder sogar ein Sicherheitsrisiko bedeuten könnte.
[0017] Die erfindungsgemäße Haubenmontagesperre hat demnach den Vorteil, dass ein Monteur,
der das Installationsgerät nach dessen Lieferung bei einem Verwender installieren
und anschließen will, daran erinnert wird, wichtige vor der Montage der Haube gegebenenfalls
noch vorzunehmende Schritte durchzuführen, insbesondere beispielsweise eine Transportsicherung
der eingangs genannten Art für empfindliche Bauteile zu entfernen oder separat gelieferte
Bauteile einzubauen.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Haubenmontagesperre mindestens
ein Halteelement, das zwischen einer Verriegelungseinstellung und einer Entriegelungseinstellung
verstellbar ist. In der Verriegelungseinstellung hält das mindestens eine Halteelement
das Federelement in gespanntem Zustand, wohingegen es das Federelement in der Entriegelungseinstellung
loslässt. Das Halteelement kann insbesondere mechanisch ausgebildet sein, z.B. mindestens
einen Haken, mindestens eine Öse und/oder mindestens einen Riegel wie beispielsweise
einen Schieber umfassen.
[0019] Ein derartiges Halteelement vereinfacht insbesondere ein Aufsetzen der Haube, indem
es das Federelement in der gespannten Stellung hält, die das Aufsetzen erlaubt. Das
Federelement muss daher nicht beispielsweise manuell in gespanntem Zustand gehalten
werden, wenn die Haube aufgesetzt wird.
[0020] Vorzugsweise ist das mindestens eine Halteelement dazu eingerichtet, dass mechanischer
Druck auf das Halteelement (z.B. in Richtung einer vorgesehenen Aufsetzbewegung der
Haube) eine Entriegelung, also eine Umstellung von der Verriegelungseinstellung in
die Entriegelungseinstellung bewirkt. Beispielsweise kann das Halteelement mindestens
einen Stift oder Haken umfassen, der in das Federelement eingreift, um es in gespanntem
Zustand zu halten, der unter Druck aber nachgibt und so aus einer Eingreifstellung
herausbewegt wird.
[0021] Diese Ausführungsform erlaubt insbesondere eine automatische Entriegelung des Halteelements,
wenn die Haube, während sie auf das Installationsgerät aufgesetzt wird, mit dem Halteelement
in Kontakt kommt und dadurch einen Druck zum Aufsetzen der Haube auf das Halteelement
überträgt; der übertragene Druck kann dann das mindestens eine Halteelement entriegeln.
Der besagte Kontakt kann durch geeignet aneinander angepasste Geometrien von Halteelement
und Haube bewirkt werden.
[0022] Nach der Entriegelung kann die aufgesetzte Haube selbst (anstelle des Halteelements)
das Federelement in gespanntem Zustand halten. Ein Abnehmen der Haube, beispielsweise
zum Zwecke der Installation des Geräts, bewirkt dann automatisch einen Übergang in
den entspannten Zustand des Federelements, mithin ein Aktivieren der Haubenmontagesperre.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Halteelement ganz oder teilweise
aus einem elastisch nachgiebigen Material, beispielsweise aus einem federnden Kunststoff
(z.B. ein Thermoplast) oder Metall. Dies ermöglicht ein einfaches Umstellen des Halteelements.
[0024] Insbesondere kann das Halteelement einen Einrastmechanismus aufweisen, mit dem das
Federelement nach einfachem Aufdrücken auf das Halteelement (in eine erste Richtung)
in gespanntem Zustand gehalten wird, bis es (beispielsweise durch Druck auf das Halteelement
in eine zweite Richtung) in gelösten Zustand gebracht wird.
[0025] Die erste und die zweite Richtung können dabei gleich sein oder in einem positiven
Winkel, beispielsweise einem Winkel von etwa 180°, etwa 90° oder einem Winkel zwischen
etwa 0° und etwa 90° (z.B. etwa 45°), zueinander stehen.
[0026] Vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der das Federelement dazu eingerichtet
ist, in gespanntem Zustand im Wesentlichen parallel an einer Oberfläche des Installationsgeräts
anzuliegen. Beispielsweise kann das Federelement einen Schenkel umfassen, der wahlweise
zur Oberfläche hingeklappt werden kann (und dort den gespannten Zustand einnimmt)
und von der Oberfläche abgeklappt werden kann (und dort den gelösten Zustand einnimmt).
[0027] Das Federelement ist vorzugsweise dazu eingerichtet, in gelöstem Zustand mit der
genannten Oberfläche einen rechten oder spitzen Winkel einzuschließen, der in eine
Richtung offen ist, aus der die Haube auf das Installationsgerät aufzusetzen ist.
Beim Aufsetzen der Haube greift diese dann in den Winkel ein und stößt etwa am Scheitelpunkt
des Winkels an das Federelement, das damit das vollständige Aufsetzen und damit die
Montage der Haube unterbindet.
[0028] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der das mindestens eine Befestigungsmittel
und das Federelement jeweils mindestens einen (geraden oder gekrümmten) Schenkel umfasst,
wobei die Schenkel an einem Schenkelpunkt miteinander verbunden sind, in gespanntem
Zustand des Federelements im Wesentlichen parallel zueinander liegen und in gelöstem
Zustand des Federelements einen rechten oder spitzen Winkel einschließen. Diese Ausführungsform
erlaubt eine stabile Befestigung am Installationsgerät so, dass die Haube, wenn das
Federelement gelöst ist, bei ihrem Aufsetzen wie oben beschrieben in den rechten oder
spitzen Winkel eingreift.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Haubenmontagesperre einstückig ausgebildet,
beispielsweise aus Metall oder einem Kunststoff, vorzugsweise aus einem thermoplastischen,
elastisch nachgiebigen Material. Dies ermöglicht eine einfache Fertigung und ein geringes
Gewicht der Haubenmontagesperre.
[0030] Die Haubenmontagesperre kann als separates Zusatzteil zum Befestigen an einem Installationsgerät
vorliegen.
[0031] Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform umfasst ein Installationsgerät eine
erfindungsgemäße Haubenmontagesperre. Ein derartiges Installationsgerät kann zudem
eine abnehmbare Haube aufweisen. Vorzugsweise ist die Haube dabei dazu eingerichtet,
bei ihrem Aufsetzen auf das Installationsgerät ein Halteelement aus der Verriegelungseinstellung
in die Entriegelungseinstellung umzustellen; dies kann insbesondere durch geeignete,
aufeinander abgestimmte geometrische Formen von Haube und Halteelement sowie dessen
Position am Installationsgerät erreicht werden.
[0032] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform eines derartigen Installationsgeräts,
bei der das mindestens eine Halteelement wie oben beschrieben so ausgestaltet ist,
dass mechanischer Druck auf das Halteelement in Richtung einer Aufsetzbewegung der
Haube eine Umstellung von der Verriegelungseinstellung in die Entriegelungseinstellung
(d.h. eine Entriegelung des mindestens einen Halteelements) bewirkt. Ein Aufsetzen
der Haube, das möglich ist, wenn das Halteelement in der Verriegelungseinstellung
ist, bewirkt damit automatisch ein Entriegeln des Halteelements, so dass dieses das
Federelement loslässt. Solange die Haube auf das Installationsgerät aufgesetzt ist,
beispielsweise während eines Transports des Installationsgeräts, wird das Federelement
vorzugsweise durch die aufgesetzte Haube gespannt gehalten. Beim Abnehmen der Haube
wird das Federelement automatisch gelöst, was in der Folge wie oben beschrieben verhindert,
dass die Haube erneut aufgesetzt werden kann. Dadurch wird ein Monteur daran erinnert,
gegebenenfalls wichtige Einstellungen und/oder Einbauten vorzunehmen. Um die Haube
danach auf dem Installationsgerät zu montieren, muss der Monteur aktiv das Federelement
in gespannten Zustand bringen.
[0033] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es versteht sich, dass einzelne Elemente und Komponenten auch anders
kombinierbar sind als dargestellt.
[0034] Es zeigen schematisch:
- Figur 1a
- eine erste beispielhafte Haubenmontagesperre gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Figur 1b
- eine zweite beispielhafte Haubenmontagesperre gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Figur 1c
- eine dritte beispielhafte Haubenmontagesperre gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2a
- eine auf eine Komponente eines Installationsgerätes montierte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Haubenmontagesperre, bei dem das Federelement in gelöstem Zustand
ist;
- Figur 2b
- die Haubenmontagesperre von Figur 2b, bei der das Federelement in gespanntem Zustand
ist;
- Figur 3a
- ein Installationsgerät mit über einer Haubenmontagesperre aufgesetzter, abnehmbarer
Haube; und
- Figur 3b
- das Installationsgerät gemäß Figur 3a, bei dem die Haubenmontagesperre aktiv ist und
ein Aufsetzen der Haube unterbindet.
[0035] Die in Figur 1 a gezeigte Haubenmontagesperre 100 weist zwei Befestigungsmittel 101a
und 101b auf, mit denen die Haubenmontagesperre 100 an einem Installationsgerät befestigt
werden kann. Die Befestigungsmittel sind im gezeigten Beispiel als je eine gelochte
Schiene ausgebildet, die jeweils mittels einer Schraube 103 am Installationsgerät
fixiert werden kann.
[0036] Die Haubenmontagesperre 100 weist weiterhin ein Federelement 102 auf, das sich im
dargestellten Fall in gelöstem Zustand befindet und durch Drücken in Pfeilrichtung
R1 (auf die Befestigungsmittel 101, 101 b zu) gespannt werden kann; demgemäß wirkt
die Federkraft des Federelements der Pfeilrichtung R1 entgegengesetzt.
[0037] Das Federelement 102 und die Befestigungsmittel 101a und 101 der gezeigten Haubenmontagesperre
100 umfassen jeweils einen Schenkel. Im Querschnitt bilden die Schenkel im Wesentlichen
eine U-Form. Die Befestigungsmittel 101 a, 101 b sind mit dem Federelement demnach
an einem ersten (in der Darstellung unteren) Ende der Haubenmontagesperre verbunden,
wohingegen sie an einem zweiten (in der Darstellung oberen) Ende der Haubenmontagesperre
vom Federelement getrennt sind.
[0038] Vorzugsweise ist die Haubenmontagesperre aus einem elastisch nachgiebigen Metall
oder einem geeigneten thermoplastischen Material gefertigt.
[0039] Die dargestellte Haubenmontagesperre 100 weist Halteelemente 104a und 104b auf, die
als Haken ausgebildet und geeignet sind, in einer Verriegelungseinstellung in ein
Gegenstück 105 am Federelement einzugreifen, um das Federelement 102 in gespanntem
Zustand zu halten, nachdem dieses entsprechend in Pfeilrichtung R1 bewegt worden ist.
Die Halteelemente 104a, 104b weisen dabei einen Einrastmechanismus auf, durch den
die Verriegelungseinstellung durch einfaches Andrücken des Federelementes bewirkt
werden kann. Dazu sind die Halteelemente 104a, 104b elastisch nachgiebig ausgestaltet,
so dass die Haken in das Gegenstück 105 schnappen können.
[0040] Die Halteelemente 104a, 104b sind weiterhin so ausgebildet, dass ein weiteres Andrücken
des Federelementes 102 (in Richtung R1) in dessen gespanntem Zustand eine Entriegelung
bewirkt, so dass die Halteelemente das Federelement 102 also wieder loslassen. Dies
wird durch die Elastizität und geeignete geometrische Ausgestaltung der Halteelemente
bewirkt, die in Richtung R2 (vom offenen zum geschlossenen Ende der U-förmigen Haubenmontagesperre)
nachgeben können.
[0041] Das Federelement 102 weist an seinem offenen, in der Darstellung oberen Ende eine
zu den Befestigungsmitteln 101 a, 101 b hin weisende Krümmung K auf. Bei geeignet
enger Haube ermöglicht diese Krümmung, dass die Haube das Federelement im Verlauf
der Aufsetzbewegung der Haube zunehmend in die Richtung R1, also entgegen der Federkraft
drückt und so die Halteelemente 104a, 104b entriegelt. Bei aufgesetzter Haube halten
also nicht mehr die Halteelemente das Federelement in gespanntem Zustand, sondern
die Haube selbst. Wird die Haube danach abgenommen, nimmt das Federelement automatisch
den entspannten Zustand ein und verhindert dadurch ein erneutes vollständiges Aufsetzen
und damit eine Montage der Haube.
[0042] Figur 1b zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform 110 der erfindungsgemäßen
Haubenmontagesperre. Sie umfasst insbesondere ein Befestigungsmittel 111 mit kappenförmiger
Struktur, die auf eine geeignete Komponente eines Installationsgeräts gestülpt werden
kann; alternativ ist auch ein ringförmiges Befestigungsmittel denkbar, das über eine
Komponente des Installationsgeräts geschoben werden kann. Derartige Befestigungsmittel
111 erlauben es, die Haubenmontagesperre 101 für ein Installationsgerät zu verwenden,
ohne dass dieses entsprechende Bohrungen aufweisen oder sonst speziell an die Haubenmontagesperre
angepasst sein muss. Insbesondere können bestehende Installationsgeräte daher mit
einer Haubenmontagesperre mit kappen- oder ringförmigem Befestigungsmittel nachgerüstet
werden.
[0043] Die Haubenmontagesperre 110 der Figur 1b umfasst weiterhin ein Federelement 112,
das sich in der Darstellung in gelöstem Zustand befindet. Das Federelement 112 weist
Einkerbungen 115a, 115b auf, in die Halteelemente 114a, 114b eingreifen können, um
in einer Verriegelungseinstellung das Federelement in gespanntem Zustand zu halten.
In einem derartigen (in der Figur nicht gezeigten) Zustand des Federelements durchstoßen
die Halteelemente 114a, 114b das Federelement, und ihre hakenförmigen Enden ragen
durch dieses hindurch.
[0044] Ist nun die Haubenmontagesperre 110 an einem Installationsgerät befestigt und sind
die Halteelemente 114a, 114b in Verriegelungsstellung, das Federelement also in gespanntem
Zustand, so stößt eine geeignet geformte Haube bei ihrem Aufsetzen in Aufsetzrichtung
R2 an der Außenseite des Federelements an die durch dieses hindurchragenden, hakenförmigen
Enden der Halteelemente 114a, 114b. Diese werden daher mit der Aufsetzbewegung entriegelt,
indem sie in die Aufsetzrichtung ausgelenkt werden, so dass sie das Federelement loslassen.
Wie oben in Bezug auf die in Figur 1a dargestellte Ausführungsform geschildert, wird
das Federelement bei aufgesetzter Haube dann durch diese selbst in gespanntem Zustand
gehalten, und ein Abnehmen der Haube bewirkt ohne weiteres Zutun, dass das Federelement
in gelösten Zustand übergeht, in dem es ein erneutes vollständiges Aufsetzen der Haube
und damit deren Montage unterbindet.
[0045] Figur 1c zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die gezeigte
Haubenmontagesperre 120 umfasst ein kappenförmiges Befestigungsmittel 121, das die
in Bezug auf die Figur 1b beschriebenen Vorteile aufweist. Die Haubenmontagesperre
120 umfasst weiterhin ein Federelement 122, das als Druckfeder ausgebildet ist und
durch Druck in die Richtung R1 (auf das Befestigungsmittel 121 zu) in gespannten Zustand
gebracht werden kann. In diesem gespannten Zustand und bei geeigneten Abmessungen
der Haube passt das Federelement vollständig in einen Zwischenraum zwischen Installationsgerät
und Haube, so dass ein Aufsetzen derselben möglich ist. Ist das Federelement 122 jedoch
in gelöstem Zustand, passt es nicht in den besagten Zwischenraum und unterbindet so
ein Aufsetzen der Haube.
[0046] Figur 2a zeigt eine Haubenmontagesperre 200 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, die mit Hilfe eines Befestigungsmittels 201 an einer Komponente 208 eines
Installationsgeräts befestigt ist (insbesondere ist die Komponente 208 also Teil des
Installationsgerätes). Das Befestigungsmittel 201 weist Noppen 203 auf, die in entsprechende
Nuten eingedrückt sind und die Haubenmontagesperre so an der Komponente 208 halten.
[0047] Die Haubenmontagesperre 200 umfasst weiterhin ein Federelement 202; Federelement
202 und Befestigungsmittel 201 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel als zwei Schenkel
ausgebildet, die in einem schenkelpunkt miteinander verbunden sind.
[0048] In der in Figur 2a dargestellten Situation ist das Federelement in gelöstem Zustand,
in dem es mit dem Befestigungsmittel einen Winkel α einschließt und entsprechend von
der Oberfläche 209 des Installationsgeräts (bzw. dessen Komponente 208) absteht.
[0049] Wird in diesem Zustand eine geeignet dimensionierte Haube auf das Installationsgerät
mit der entsprechend positionierten Komponente 208 aufgesetzt, greift sie in den offenen
Winkel α der Haubenmontagesperre ein. Das abstehende Federelement unterbindet dabei
ein vollständiges Aufsetzen und erinnert den Monteur an vor einer Haubenmontage vorzunehmende
Maßnahmen.
[0050] In Figur 2b ist die an der Komponente 208 befestigte Haubenmontagesperre 200 der
Figur 2a in gespanntem Zustand zu sehen. In diesem Zustand verlaufen die durch Befestigungsmittel
201 und Federelement 202 gebildeten Schenkel im Wesentlichen parallel zueinander.
Entsprechend liegt das Federelement 202 auch im Wesentlichen parallel an der Oberfläche
209 des Installationsgeräts (bzw. dessen Komponente 208) an. Das Federelement 202
wird dabei durch ein Halteelement 204 im gespannten Zustand gehalten. Das Halteelement
204 ist analog zu den in der Figur 1b dargestellten Halteelementen 114a, 114b ausgebildet,
insbesondere greift sein hakenförmiges äußeres Ende im gespannten Zustand des Federelements
in eine Öffnung oder Einkerbung des Federelements ein und ragt teilweise durch dieses
hindurch.
[0051] Bei einem Aufsetzen einer entsprechend eng anliegenden Haube auf das Installationsgerät
in Richtung R2 wird das hindurchragende Ende Halteelement durch die Haube in die Richtung
R2 ausgelenkt und damit in Entriegelungseinstellung gebracht. Das Federelement wird
dann nicht mehr vom Halteelement 204, sondern von der Haube in gespanntem Zustand
gehalten.
[0052] Wird die Haube abgenommen, geht das Federelement wie bereits beschrieben automatisch
in den in der Figur 2a gezeigten entspannten Zustand über und unterbindet ein erneutes
vollständiges Aufsetzen der Haube und damit deren Montage.
[0053] Figur 3a zeigt ein Installationsgerät 300, das eine in den Figuren 2a und 2b dargestellte
Komponente 208 mit daran befestigter Haubenmontagesperre 200 sowie eine aufgesetzte
Haube 301 umfasst. Wie durch gestrichelte Linien dargestellt, ist das Halteelement
204 unter der Haube so ausgelenkt, dass es nicht (mehr) in das Federelement 202 eingreift.
Dieses wird von der Haube 301 selbst in gespanntem Zustand gehalten.
[0054] Nachdem die Haube 301 abgenommen wurde, geht das Federelement automatisch in entspannten
Zustand über und steht daher von der Oberfläche der Komponente 208 so ab, dass die
Haube bei einem erneuten Aufsetzen zwischen der Komponente 208 und dem Federelement
202 eingreift; dies ist in Figur 3b dargestellt. In dieser Situation kann die Haube
301 nicht vollständig aufgesetzt und montiert werden. Dazu müsste das Federelement
erst in gespannten Zustand gebracht werden, beispielsweise indem ein Monteur das Federelement
aktiv (und nachdem er ggf. wichtige Einstellungen wie das Entsichern einer Transportsicherung
vorgenommen hat) so auf das Halteelement 204 aufdrückt, dass dieses in eine Verriegelungseinstellung
gebracht wird.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 100
- Haubenmontagesperre
- 101a, 101b
- Befestigungsmittel
- 102
- Federelement
- 103
- Schraube
- 104a, 104b
- Halteelement
- 105
- Gegenstück zum Halteelement
- 110
- Haubenmontagesperre
- 111
- Befestigungsmittel
- 112
- Federelement
- 114a, 114b
- Halteelemente
- 115a, 115b
- Einkerbungen
- 120
- Haubenmontagesperre
- 121
- Befestigungsmittel
- 122
- Federelement
- 200
- Haubenmontagesperre
- 201
- Befestigungsmittel
- 202
- Federelement
- 203
- Noppen
- 204
- Halteelement
- 208
- Komponente eines Installationsgeräts
- 209
- Oberfläche der Komponente
- 300
- Installationsgerät
- 301
- Haube
- R1
- Richtung entgegen der Federkraft
- R2
- vorgesehene Aufsetzrichtung für die Haube
- α
- Winkel zwischen Federelement und Befestigungsmittel bzw. Oberfläche
1. Haubenmontagesperre (100, 110, 120, 200) für ein Installationsgerät (300), zum Sperren
einer Montage einer Haube (301) auf dem Installationsgerät, wobei die Haubenmontagesperre
aufweist:
mindestens ein Befestigungsmittel (101 a, 101b, 111, 121, 201) zum Befestigen der
Haubenmontagesperre am Installationsgerät; und
mindestens ein Federelement (102, 112, 122, 202), das dazu eingerichtet ist, eine
Montage der Haube auf dem Installationsgerät in gespanntem Zustand zu erlauben und
in gelöstem Zustand zu unterbinden.
2. Haubenmontagesperre gemäß Anspruch 1, die zudem mindestens ein Halteelement (104a,
104b, 114a, 114b, 204) aufweist, das verstellbar ist zwischen einer Verriegelungseinstellung,
in der das Halteelement das Federelement (102, 112, 122, 202) in gespanntem Zustand
hält, und einer Entriegelungseinstellung, in der das Halteelement das Federelement
loslässt.
3. Haubenmontagesperre gemäß Anspruch 2, wobei das mindestens eine Halteelement (104a,
104b, 114a, 114b, 204) dazu eingerichtet ist, von der Verriegelungseinstellung durch
mechanischen Druck auf das Halteelement in die Entriegelungseinstellung umgestellt
zu werden.
4. Haubenmontagesperre gemäß Anspruch 2 oder 3, wobei das mindestens eine Halteelement
(104a, 104b, 114a, 114b, 204) ganz oder teilweise aus einem elastisch nachgiebigen
Material besteht.
5. Haubenmontagesperre gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei das Halteelement einen
Einrastmechanismus aufweist.
6. Haubenmontagesperre gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der das Federelement (102,
112, 122, 202) dazu eingerichtet ist,
in gespanntem Zustand mindestens teilweise im Wesentlichen parallel an einer Oberfläche
(209) des Installationsgeräts anzuliegen und/oder in gelöstem Zustand von der Oberfläche
(209) des Installationsgeräts abzustehen.
7. Haubenmontagesperre gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, die einstückig ausgebildet
ist, beispielsweise aus Metall oder einem thermoplastischen Material.
8. Installationsgerät (300) mit einer Haubenmontagesperre gemäß einem der Ansprüche 1
bis 7.
9. Installationsgerät gemäß Anspruch 8, das zudem eine abnehmbare Haube (301) umfasst
und das zusätzliche Merkmal von Anspruch 2 aufweist, wobei die Haube dazu eingerichtet
ist, bei ihrem Aufsetzen auf das Installationsgerät das Halteelement aus der Verriegelungseinstellung
in die Entriegelungseinstellung umzustellen.
10. Installationsgerät gemäß Anspruch 9 und mit dem zusätzlichen Merkmal von Anspruch
3, wobei die Haube (301) dazu eingerichtet ist, den mechanischen Druck auf das Halteelement
(104a, 104b, 114a, 114b, 204) zu übertragen, wenn sie auf das Installationsgerät aufgesetzt
wird.