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EP 3 065 597 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.11.2017 Patentblatt 2017/47 |
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Anmeldetag: 02.10.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/071170 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/067416 (14.05.2015 Gazette 2015/19) |
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DREHACHSE FÜR EIN SITZMÖBEL
ROTARY SHAFT FOR A PIECE OF SEATING FURNITURE
AXE DE ROTATION POUR SIÈGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
08.11.2013 DE 202013105028 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.09.2016 Patentblatt 2016/37 |
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Patentinhaber: Kintec-Solution GmbH |
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33397 Rietberg (DE) |
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Erfinder: |
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- BESLER, Boris
33330 Gütersloh (DE)
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Vertreter: Banzer, Hans-Jörg |
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Kraus & Weisert
Patentanwälte PartGmbB
Thomas-Wimmer-Ring 15 80539 München 80539 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 217 783
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US-A- 4 118 069
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehachse bzw. ein Sitzmöbel mit der entsprechenden Drehachse.
[0002] Es ist allgemein bekannt, Drehstühle, wie Bürostühle, so auszugestalten, dass deren
Sitzfläche in Vollkreis gegenüber dem Fuß drehbar ist. So offenbart die
DE 1903637U einen entsprechenden Drehstuhl.
[0003] Allerdings ist es dabei nicht immer wünschenswert, dass die Sitzfläche sich gegenüber
dem Fuß um 360 Grad, also ohne Anschlag, drehen lässt, da z.B. Kabel für eine elektrische
Versorgung oder Steuerung von z.B. Massagefunktionen sich sonst aufwickeln würden.
[0004] Daher gibt es einerseits Stühle, die einen Anschlag aufweisen, der aus einem an der
Unterseite der Sitzfläche angebrachten und abstehenden Bolzen und einem an der Drehachse
angeordneten Anschlagelement bestehen.
[0005] Hier ist jedoch problematisch, dass der Anschlag weit außerhalb der Drehachse liegt
und somit größeren Kräften ausgesetzt ist. Dies kann zur Zerstörung des Anschlags
und auch zur ungewollten Bewegung des Fußes aufgrund des aufgenommenen Impulses beim
Anschlagen führen.
[0006] Des weiteren sind Drehstühle bekannt, bei denen eine volle Drehung nicht möglich
ist, da die Drehachse bei der Drehung einen Höhenversatz mittels gegeneinander wirkender
Schrägflächen durchführt, so dass die Sitzfläche ohne Belastung wieder in die Ausgangsposition
zurückkehrt. Hierbei sind aber der Höhenversatz und auch die selbsttätige Positionsrückkehr
ungewünscht.
US 4 118 069 A1 offenbart ebenfalls eine Drehachse für ein Sitzmöbel, die eine radiale Nut aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Möglichkeit zu schaffen, mit der eine Drehung
der Sitzfläche zwar gegeben ist, aber diese begrenzbar ist und kein Höhenversatz auftritt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Drehachse bzw. dem in Anspruch
7 angegebenen Sitzmöbel mit der entsprechenden Drehachse gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass, wenn die Drehachse eine Drehspindel mit
einer radialen Nut aufweist, in die ein Bolzen radial aus der Drehhülse hervorsteht,
wobei die Nut nicht komplett umlaufend ausgebildet ist, ein achsennaher Anschlag gegen
eine Vollkreisdrehung in einfacher Weise schaffbar ist. Somit sind einerseits die
einwirkenden Kräfte beherrschbar und andererseits wird eine optisch ansprechende Lösung
bereitgestellt.
[0009] Bei der nicht komplett umlaufenden Nut handelt es sich also mit anderen Worten um
eine nicht umlaufende Ringnut in der Mantelfläche der Drehspindel. Der also nicht
ausgenutete Bereich bzw. der verbliebene Steg (definiert also zwei Endseiten der Nut)
dient als Anschlag für den in die Nut hervorstehenden Bolzen.
[0010] Die nicht komplett umlaufende Nut ist an den Endseiten der Nut mit dämpfenden Anschlägen
versehen. Somit wird das Anschlagen des Bolzens gedämpft, was sowohl für die Benutzerwahrnehmung
angenehm als auch für das Material schonend ist.
Die dämpfenden Anschläge können dabei aus Elastomereinsätzen bestehen.
[0011] Diese können in eine zwischen den Endseiten der Nut vorgesehene und diese verbindende
Aufnahme eingesetzt werden, so dass sie einstückig ausgeführt und klemmend gehalten
werden. Dann haben die Elastomereinsätze quasi eine Doppel-T-Form.
[0012] Ferner können zwischen Drehhülse und Drehspindel reibungsvermindernde Einsätze vorgesehen
sein.
Vorzugsweise ist die nicht komplett umlaufende Nut der metallischen Drehspindel aus
dem Vollen gefräst.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht auf eine Drehachsenbaugruppe;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A aus Figur 1;
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht auf die Drehspindel aus Figur 1 und
Fig. 4 eine weitere schematische Seitenansicht auf die Drehspindel aus Figur 1 in
einer abweichenden Stellung.
[0013] In den Figuren ist eine als Ganzes mit 1 bezeichnete Drehachsenbaugruppe eines Sessels
mit einer in einer Drehhülse 2 drehbar geführten Drehspindel 3 dargestellt. Die Drehspindel
3 weist eine radiale Nut 4 auf, in die ein Gewinde-Bolzen 5 radial aus der Drehhülse
2 hervorsteht.
[0014] Bei der nicht komplett umlaufenden Nut 4 handelt es sich um eine nicht vollständig
umlaufende "Ringnut" in der Mantelfläche der Drehspindel 3. Der nicht ausgenutete
Bereich bzw. der verbliebene Steg 6 (vgl. Figur 3 und 4) definiert also zwei Endseiten
7A, B der Nut und dient als Anschlag für den in die Nut hervorstehenden Bolzen 5.
[0015] Die nicht komplett umlaufende Nut 4 weist an den Endseiten 7A, B dämpfende Anschläge
in Form von eingeklebten Elastomereinsätzen 8 auf.
[0016] Ferner sind zwischen Drehhülse und Drehspindel reibungsvermindernde Einsätze 9, 10
im oberen und unteren Bereich der Drehhülse 2 vorgesehen.
[0017] Der obere Einsatz 9 und ein Sprengring 11 an der unteren Seite der Drehspindel 3
halten dieses in der Hülse 2.
1. Drehachse für ein Sitzmöbel mit einer in einer Drehhülse (2) drehbar geführten Drehspindel
(3), wobei die Drehspindel (3) eine radiale Nut (4) aufweist, in die ein Bolzen (5)
radial aus der Drehhülse (2) hervorsteht, wobei die Nut (4) nicht komplett umlaufend
ausgebildet ist und an den Endseiten (7A, 7B) der Nut (4) mit dämpfenden Anschlägen
(8) versehen ist.
2. Drehachse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dämpfenden Anschläge aus Elastomereinsätzen bestehen.
3. Drehachse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Endseiten der Nut eine die Endseiten verbindende Aufnahme vorgesehen
ist.
4. Drehachse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Drehhülse und Drehspindel reibungsvermindernde Einsätze vorgesehen sind.
5. Drehachse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht komplett umlaufende Nut der metallischen Drehspindel aus dem Vollen gefräst
ist.
6. Sitzmöbel, insbesondere Drehstuhl oder Sitz-Liege-Sessel, mit einer Drehachse nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. A rotary shaft for an item of seating furniture, comprising a rotary spindle (3) rotatably
guided in a rotary sleeve (2),
wherein the rotary spindle (3) comprises a radial groove (4) into which a bolt (5)
radially protrudes from the rotary sleeve (2),
wherein the groove (4) is formed to be not completely circumferential and is provided
with cushioning stops (8) at end sides (7A, 7B) of the groove (4).
2. The rotary shaft according to claim 1, characterized in that the cushioning stops consist of elastomer inserts.
3. The rotary shaft according to claim 1 or claim 2, characterized in that a receptacle connecting the end sides is provided between the end sides of the groove.
4. The rotary shaft according to any one of the preceding claims, characterized in that friction-reducing inserts are provided between the rotary sleeve and the rotary spindle.
5. The rotary shaft according to any one of the preceding claims, characterized in that the not completely circumferential groove of the metallic rotary spindle is milled
from a solid material.
6. An item of seating furniture, in particular a swivel chair or a reclining chair, comprising
a rotary shaft according to any one of the preceding claims.
1. Axe de rotation pour un siège et avec une broche de rotation (3) guidée en rotation
dans un manchon de rotation (2), dans lequel la broche de rotation (3) présente une
rainure (4) radiale, dans laquelle un boulon (5) fait radialement saillie du manchon
de rotation (2), dans lequel la rainure (4) n'est pas réalisée sur tout le pourtour
et est pourvue de butées d'amortissement (8) au niveau des côtés d'extrémité (7A,
7B) de la rainure (4).
2. Axe de rotation selon la revendication 1, caractérisé en ce que les butées d'amortissement sont constituées de pièces rapportées élastomères.
3. Axe de rotation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, entre les côtés d'extrémité de la rainure, est prévu un logement reliant les côtés
d'extrémité.
4. Axe de rotation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, entre le manchon de rotation et la broche de rotation, sont prévues des pièces rapportées
réductrices de frottement.
5. Axe de rotation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rainure qui n'est pas sur tout le pourtour de la broche de rotation métallique
est fraisée dans la masse.
6. Siège, en particulier une chaise pivotante ou un fauteuil inclinable, avec un axe
de rotation selon l'une quelconque des revendications précédentes.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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