[0001] Die Erfindung betrifft Fahrzeuge und Fahrzeugscheiben, insbesondere Schienenfahrzeuge
und deren Scheiben, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Dabei sind insbesondere Fahrzeugscheiben bekannt, die als integrierte Funktionskomponente
eine Scheibenheizung aufweisen. Dazu wird beispielsweise auf die
DE 39 10 031 A1, die
DE 44 40 634 A1 und die
EP 0 155 647 A2 verwiesen.
[0003] Im Bereich der Schienenfahrzeugtechnik ist der Einbau von Frontscheiben im Bereich
des Fahrzeugkopfes der Schienenfahrzeuge vergleichsweise aufwändig, da üblicherweise
dicht neben der Frontscheibe auch weitere Funktionskomponenten des Schienenfahrzeugs
montiert werden müssen. Funktionskomponenten wie Scheinwerfer, Außenanzeige, Signallichter
oder Scheibenwaschanlagen werden derzeit als separate Komponenten bzw. einzeln montiert
und in Betrieb gesetzt; aufgrund der separaten Montage der einzelnen Funktionskomponenten
und der separaten Montage der Scheibe sind einzelne der Funktionskomponenten nach
Fertigstellung des Schienenfahrzeugs oft schwer zugänglich und verursachen bei Reparatur
und Wartung relativ hohen Zeit- und Kostenaufwand.
[0004] Beispielsweise ist aus der
DE 195 15 032 A1 ein Kopfteil für ein Schienenfahrzeug bekannt, bei dem eine transparente Frontscheibe
als Führerstandsfenster ausgebildet ist und zudem eine vorgesehene Spitzenbeleuchtung
sowie ein Anzeigefeld zur Wiedergabe von Informationen abdeckt.
[0005] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Lösung für das oben beschriebene
Montageproblem bereitzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fahrzeugscheibenmodul mit den Merkmalen
gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Fahrzeugscheibenmoduls sind in Unteransprüchen angegeben.
[0007] Danach wird erfindungsgemäß ein Fahrzeugscheibenmodul zum Einbau in eine Wagenkastenöffnung
eines Fahrzeugs vorgeschlagen, wobei das Fahrzeugscheibenmodul vorgefertigt und mit
zumindest einer Fahrzeugscheibe und mindestens einer Funktionskomponente des Fahrzeugs
ausgestattet ist, die gemeinsam mit der Fahrzeugscheibe als Bestandteil des Fahrzeugscheibenmoduls
in die Wagenkastenöffnung des Fahrzeugs einsetzbar ist, wobei das Fahrzeugscheibenmodul
einen Rahmen aufweist, der die Fahrzeugscheibe und die mindestens eine Funktionskomponente
mittelbar oder unmittelbar trägt und dessen Innenbereich abschnittsweise von der Fahrzeugscheibe
und abschnittsweise von der Funktionskomponente gefüllt wird.
[0008] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Fahrzeugscheibenmoduls ist darin zu
sehen, dass durch die Integration der Fahrzeugscheibe gemeinsam mit mindestens einer
Funktionskomponente des Fahrzeugs in einem gemeinsamen Fahrzeugscheibenmodul eine
Vorfertigung möglich ist, die anschließend ein gemeinsames bzw. zeitgleiches Einsetzen
und Montieren der Funktionskomponente mit der Fahrzeugscheibe ermöglicht. Mit anderen
Worten ist es möglich, im Rahmen einer fabrikmäßigen Herstellung vorgefertigte Fahrzeugscheibenmodule
bereitzustellen, die bereits mit allen wesentlichen Funktionskomponenten, die im Bereich
der Fahrzeugscheibe des Fahrzeugs eine Rolle spielen sollen, ausgestattet sind; die
in dieser Weise vorgefertigten Fahrzeugscheibenmodule können anschließend mit relativ
geringem Aufwand im bzw. am Fahrzeug montiert werden.
[0009] Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Fahrzeugscheibenmoduls besteht
darin, dass im Falle eines Ausfalls einer oder mehrerer der Funktionskomponenten des
Fahrzeugscheibenmoduls ein schneller Weiterbetrieb des Fahrzeugs möglich ist, indem
das Fahrzeugscheibenmodul komplett ersetzt wird; eine aufwändige Reparatur der Funktionskomponente(n)
im Fahrzeug kann entfallen.
[0010] Es ist vorgesehen, dass das Fahrzeugscheibenmodul einen Rahmen aufweist, der die
Fahrzeugscheibe und die mindestens eine Funktionskomponente mittelbar oder unmittelbar
trägt. Ein Rahmen führt zu einer besonders großen mechanischen Stabilität des Fahrzeugscheibenmoduls
und vereinfacht darüber hinaus den Einsatz mechanischer und elektrischer Schnellverbinder,
mit denen das Fahrzeugscheibenmodul mechanisch am Fahrzeug montiert werden kann und
mit denen (gleichzeitig) die mindestens eine Funktionskomponente an andere, zum Beispiel
innenliegende, Komponenten des Fahrzeugs, angeschlossen werden kann.
[0011] Der Innenbereich des Rahmens wird abschnittsweise von der Fahrzeugscheibe und abschnittsweise
von der Funktionskomponente gefüllt. Mit anderen Worten kann die Funktionskomponente
den Rahmen bzw. die Scheibenebene des Fahrzeugscheibenmoduls durchsetzen und somit
sowohl von außen als auch von innen zugänglich sein.
[0012] Besonders bevorzugt grenzt die Funktionskomponente unmittelbar an den Rahmen an und
wird unmittelbar von dem Rahmen gehalten.
[0013] Alternativ, aber ebenfalls vorteilhaft, ist es möglich, dass die Fahrzeugscheibe
ein Durchgangsloch aufweist und die Funktionskomponente in das Durchgangsloch eingesetzt
ist und von der Fahrzeugscheibe in dem Durchgangsloch gehalten wird. Im Falle, dass
die Funktionskomponente in einem Durchgangsloch gehalten wird, ist auch eine rahmenlose
Ausgestaltung des Fahrzeugscheibenmoduls denkbar.
[0014] Vorzugsweise ist die mindestens eine Funktionskomponente vom Fahrzeuginneren, insbesondere
zu Wartungs- oder Reparaturzwecken, zugänglich.
[0015] Mit Blick auf eine einfache und kostengünstige Wartung der Funktionskomponente wird
es als vorteilhaft angesehen, wenn die Funktionskomponente auf der Fahrzeuginnenseite
durch ein Abdeckelement, insbesondere in Form einer Wartungsklappe oder zumindest
mit einer Wartungsklappe, verschlossen ist, die bzw. das zu Wartungs- oder Reparaturzwecken
geöffnet oder entfernt werden kann.
[0016] Bei der Funktionskomponente handelt es sich vorzugsweise um eine elektrische Komponente.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Funktionskomponente einen Scheinwerfer des
Fahrzeugs, eine Außenanzeige des Fahrzeugs, ein Signallicht des Fahrzeugs oder eine
Scheibenwaschanlage bildet oder zumindest von außen sichtbar ist.
[0017] Neben den bereits erwähnten Funktionskomponenten kann in dem Fahrzeugscheibenmodul
auch eine Fahrzeugtür integriert sein. Im Falle einer solchen Integration einer oder
mehrerer Fahrzeugtüren wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Fahrzeugscheibenmodul
zur mechanischen Stabilisierung den bereits erwähnten äußeren Rahmen aufweist.
[0018] Vorzugsweise weist das Fahrzeugscheibenmodul mindestens ein elektrisches Verbindungselement
auf, mit dem die mindestens eine Funktionskomponente nach der Montage des Fahrzeugscheibenmoduls
elektrisch mit anderen Komponenten des Fahrzeugs elektrisch verbunden werden kann.
Bei dem elektrischen Verbindungselement handelt es sich vorzugsweise um einen der
bereits oben erwähnten elektrischen Schnellverbinder, die im Bereich des Rahmens des
Fahrzeugscheibenmoduls vorgesehen sein können und eine elektrische Schnellmontage,
bevorzugt durch Stecken oder Verklemmen, ermöglichen. Das mindestens eine elektrisches
Verbindungselement ermöglicht somit bereits bei der Montage des Fahrzeugscheibenmoduls
eine elektrische Inbetriebnahme der mindestens einen Funktionskomponente.
[0019] Neben dem bereits erwähnten elektrischen Verbindungselement sind vorzugsweise auch
mechanische Verbindungselemente - bevorzugt in Form der bereits oben erwähnten mechanischen
Schnellverbinder - vorgesehen, mit denen sich das Fahrzeugscheibenmodul am Fahrzeug,
bevorzugt durch Verschrauben, befestigen lässt. Auch solche mechanischen Verbindungselemente
sind vorzugsweise im Bereich des Rahmens des Fahrzeugscheibenmoduls vorgesehen. Die
mechanischen Verbindungselemente bzw. die mechanischen Schnellverbinder sind vorzugsweise
derart ausgestaltet, dass sie einen kompletten Austausch eines bereits montierten
Fahrzeugscheibenmoduls zu Reparatur- oder Wartungszwecken mit minimalem Montageaufwand
erlauben.
[0020] Wie bereits eingangs erwähnt, ist der Einbau von Fahrzeugscheiben und Funktionskomponenten
im Bereich des Fahrzeugkopfes von Schienenfahrzeugen besonders aufwändig. Demgemäß
bezieht sich die Erfindung darüber hinaus auf ein Schienenfahrzeug, das mit einem
Fahrzeugscheibenmodul, wie es oben beschrieben ist, ausgestattet ist. Bezüglich der
Vorteile des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs sei auf die obigen Ausführungen verwiesen:
Das erfindungsgemäße Fahrzeugscheibenmodul ermöglicht in besonders einfacher Weise
eine zeitgleiche bzw. integrierte Montage einer Frontscheibe und der im Bereich der
Frontscheibe vorgesehenen Funktionskomponenten des Schienenfahrzeugs.
[0021] Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Verfahren zum Montieren einer Fahrzeugscheibe
an einem Fahrzeugkopf eines Schienenfahrzeugs, wobei die o.g. Aufgabe durch ein Verfahren
nach Anspruch 11 gelöst wird.
[0022] Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Fahrzeugscheibenmodul verwiesen, da die
Vorteile des erfindungsgemäßen Fahrzeugscheibenmoduls denen des erfindungsgemäßen
Verfahrens im Wesentlichen entsprechen.
[0023] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die Fahrzeugscheibe und die mindestens
eine Funktionskomponente in einen Rahmen des Fahrzeugscheibenmoduls eingesetzt werden
und der Rahmen mit der darin eingesetzten Fahrzeugscheibe und der darin eingesetzten
mindestens einen Funktionskomponente in die Wagenkastenöffnung eingesetzt und mit
dem Wagenkasten verbunden wird.
[0024] Vorzugsweise wird der Rahmen zunächst mit elektrischen und mechanischen Schnellverbindern
ausgestattet: Die elektrischen Schnellverbinder dienen zum späteren Befestigen des
Rahmens bzw. des Fahrzeugscheibenmoduls am Fahrzeug, und die elektrischen Schnellverbinder
ermöglichen eine elektrische Verbindung der mindestens einen Funktionskomponente des
Fahrzeugscheibenmoduls mit den anderen Komponenten des Schienenfahrzeugs. Anschließend
wird die Fahrzeugscheibe mit dem Rahmen des Fahrzeugscheibenmoduls verklebt, und es
wird die mindestens eine Funktionskomponente elektrisch mit dem elektrischen Schnellverbinder
verbunden.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert;
dabei zeigen beispielhaft:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug, das mit einem
Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Fahrzeugscheibenmodul ausgestattet ist,
wobei die Figur 1 den Fahrzeugkopf des Schienenfahrzeugs sowie das Fahrzeugscheibenmodul
von außen zeigt,
- Figur 2
- das Fahrzeugscheibenmodul gemäß Figur 1 in einer Sicht von innen und
- Figur 3
- das Fahrzeugscheibenmodul gemäß Figur 1 im Querschnitt.
[0026] In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten
stets dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0027] Die Figur 1 zeigt den Fahrzeugkopf eines Schienenfahrzeugs 10, dessen Wagenkasten
im Bereich des Fahrzeugkopfes mit einem Fahrzeugscheibenmodul 20 verschlossen ist.
Das Fahrzeugscheibenmodul 20 weist einen äußeren Rahmen 30 auf, der mechanisch mit
dem Wagenkasten des Schienenfahrzeugs 10 verbunden ist und das Fahrzeugscheibenmodul
20 am Wagenkasten bzw. am Schienenfahrzeug 10 hält.
[0028] Der Rahmen 30 trägt eine Fahrzeugscheibe 40 sowie - mittelbar oder unmittelbar -
eine Vielzahl an Funktionskomponenten des Schienenfahrzeugs 10. Von den Funktionskomponenten
sind in der Figur 1 ein Stirnlicht 50 des Schienenfahrzeugs 10, eine Außenanzeige
60 des Schienenfahrzeugs 10, eine Scheibenwaschanlage 70 des Schienenfahrzeugs 10
sowie zwei Scheinwerfer 80 und 81 des Schienenfahrzeugs 10 erkennbar.
[0029] Bei der Fahrzeugscheibe 40 kann es sich beispielsweise um eine elektrochrome Scheibe
mit integriertem Display handeln. Die Fahrzeugscheibe 40 kann plan oder gewölbt, insbesondere
eindimensional, gewölbt sein.
[0030] Das Stirnlicht 50 und die Scheibenwaschanlage 70 werden unmittelbar von der Fahrzeugscheibe
40 gehalten; zur Befestigung dieser Funktionskomponenten ist die Fahrzeugscheibe 40
mit Durchgangslöchern 41 versehen, in die das Stirnlicht 50 und die Scheibenwaschanlage
70 eingesetzt sind. Das Stirnlicht 50 und die Scheibenwaschanlage 70 durchsetzen somit
sowohl die Durchgangslöcher 41 der Fahrzeugscheibe 40 als auch die Fahrzeugscheibe
40.
[0031] Die Außenanzeige 60 sowie die beiden Scheinwerfer 80 und 81 stehen unmittelbar mit
dem Innenrand 31 des Rahmens 30 in Verbindung und werden somit unmittelbar auch von
dem Rahmen 30 gehalten.
[0032] Die Außenanzeige 60 kann auf der Innenseite der Fahrzeugscheibe 40 angebracht sein
und somit von der Umgebung des Schienenfahrzeugs 10 durch die Fahrzeugscheibe 40 getrennt
sein. Mit anderen Worten kann sich die Außenanzeige 60 im Inneren des Schienenfahrzeugs
10 befinden und nur durch die Fahrzeugscheibe 40 hindurch von außen sichtbar sein.
Alternativ ist es möglich, dass die Außenanzeige 60 die Fahrzeugscheibe 40 segmentiert
und in zwei voneinander getrennte Scheibensegmente 40a und 40b unterteilt. Bei einer
solchen Ausgestaltung wäre das Fahrzeugscheibenmodul 20 mit anderen Worten also mit
zwei Fahrzeugscheiben ausgestattet.
[0033] Die beiden Scheinwerfer 80 und 81 sind zur Befestigung vorzugsweise randseitig auch
mit der Fahrzeugscheibe 40 verbunden, sie können mit der Fahrzeugscheibe 40 beispielsweise
randseitig verklebt sein.
[0034] Zur Herstellung und zur Montage des Fahrzeugscheibenmoduls 20 wird vorzugsweise wie
folgt vorgegangen:
Zunächst wird der Rahmen 30 mit elektrischen und mechanischen Verbindungselementen,
vorzugsweise in Form von Schnellverbindern, ausgestattet, mit denen eine mechanische
Verbindung des Rahmens 30 mit dem Schienenfahrzeug 10 sowie ein elektrischer Anschluss
der Funktionskomponenten des Fahrzeugscheibenmoduls 20 mit anderen innenliegenden
Komponenten des Schienenfahrzeugs 10 möglich ist. Die Schnellverbinder sind aus Gründen
der Übersicht in den Figuren nicht weiter dargestellt.
[0035] Anschließend wird die Fahrzeugscheibe 40 mit dem Rahmen 30 verklebt und das Fahrzeugscheibenmodul
20 wird insgesamt fertiggestellt.
[0036] Das in dieser Weise vorgefertigte Fahrzeugscheibenmodul 20 wird in eine Wagenkastenöffnung
des Wagenkastens des Schienenfahrzeugs 10 eingesetzt, wodurch die Wagenkastenöffnung
verschlossen wird.
[0037] Das Fahrzeugscheibenmodul 20, wie es in der Figur 1 dargestellt ist, wird vorzugsweise
im Bereich des Fahrzeugkopfes des Schienenfahrzeugs 10 eingesetzt; denn im Bereich
von Fahrzeugköpfen tritt regelmäßig das Problem auf, dass Scheiben und Funktionskomponenten
des Schienenfahrzeugs gemeinsam oder zumindest dicht nebeneinander montiert werden
müssen, wodurch der Montageaufwand steigt. Dieses Montageproblem lässt sich durch
die beschriebene Vormontage des Fahrzeugscheibenmoduls 20 und das nachträgliche Montieren
des vorgefertigten Fahrzeugscheibenmoduls 20 erheblich reduzieren.
[0038] Die Figur 2 zeigt das Fahrzeugscheibenmodul 20 gemäß Figur 1 in einer Sicht von innen.
Man erkennt die Fahrzeugscheibe 40, die von dem Rahmen 30 gehalten wird.
[0039] Darüber hinaus zeigt die Figur 2 Abdeckelemente 100, bei denen es sich beispielsweise
um Wartungsklappen oder dergleichen handeln kann. Die Abdeckelemente 100 dienen dazu,
die Funktionskomponenten gemäß Figur 1, also das Stirnlicht 50, die Außenanlage 60,
die Scheibenwaschanlage 70 sowie die beiden Scheinwerfer 80 und 81 (vgl. Figur 1)
innenraumseitig zu verdecken und zu verschließen, beispielsweise aus optischen Gründen
oder zum Schutz vor unter elektrischer Spannung stehenden Teilen. Die Abdeckelemente
100 sind vorzugsweise mechanisch einfach zu öffnen oder zu entfernen, um vom Fahrzeuginneren
aus Zugriff auf die Funktionskomponenten des Fahrzeugscheibenmoduls 20 erlangen zu
können, sei dies zu Wartungs- und/oder Reparaturzwecken.
[0040] Die Figur 3 zeigt das Fahrzeugscheibenmodul 20 gemäß den Figuren 1 und 2 im Querschnitt.
Man erkennt die Fahrzeugscheibe 40 sowie die Abdeckelemente 100, die die in der Figur
3 aus Gründen der Übersicht nicht weiter dargestellten Funktionskomponenten des Schienenfahrzeugs
10 gemäß Figur 1 umschließen bzw. verschließen, wie dies im Zusammenhang mit der Figur
2 erläutert worden ist.
[0041] Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann im Rahmen der Ansprüche hieraus
abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Fahrzeugscheibenmodul (20) zum Einbau in eine Wagenkastenöffnung eines Fahrzeugs,
wobei das Fahrzeugscheibenmodul (20) vorgefertigt und mit zumindest einer Fahrzeugscheibe
(40) und mindestens einer Funktionskomponente des Fahrzeugs ausgestattet ist, die
gemeinsam mit der Fahrzeugscheibe (40) als Bestandteil des Fahrzeugscheibenmoduls
(20) in die Wagenkastenöffnung des Fahrzeugs einsetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Fahrzeugscheibenmodul (20) einen Rahmen (30) aufweist,
der die Fahrzeugscheibe (40) und die mindestens eine Funktionskomponente mittelbar
oder unmittelbar trägt und dessen Innenbereich abschnittsweise von der Fahrzeugscheibe
(40) und abschnittsweise von der Funktionskomponente gefüllt wird.
2. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Funktionskomponente und/oder die Fahrzeugscheibe (40) unmittelbar an den Rahmen
(30) angrenzen.
3. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Fahrzeugscheibe (40) ein Durchgangsloch (41) aufweist und
- die Funktionskomponente in das Durchgangsloch (41) der Fahrzeugscheibe (40) eingesetzt
ist und von der Fahrzeugscheibe (40) gehalten wird.
4. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Funktionskomponente vom Fahrzeuginneren, insbesondere zu Wartungs-
oder Reparaturzwecken, zugänglich ist.
5. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Funktionskomponente auf der Fahrzeuginnenseite durch ein Abdeckelement (100),
insbesondere in Form oder mit einer Wartungsklappe, verschlossen ist, das zu Wartungs-
oder Reparaturzwecken geöffnet oder entfernt werden kann.
6. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Funktionskomponente eine elektrische Komponente ist.
7. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Funktionskomponente ein Scheinwerfer (80, 81) des Fahrzeugs, eine
Außenanzeige (60) des Fahrzeugs, ein Signallicht (50) des Fahrzeugs, eine Scheibenwaschanlage
(70) oder zumindest von außen sichtbar ist.
8. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Fahrzeugscheibenmodul (20) eine Fahrzeugtür integriert ist.
9. Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Fahrzeugscheibenmodul (20) elektrische Verbindungselemente aufweist, mit denen
die mindestens eine Funktionskomponente nach der Montage des Fahrzeugscheibenmoduls
(20) elektrisch mit anderen Komponenten des Fahrzeugs verbunden werden kann.
10. Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug (10),
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Fahrzeugkopf des Fahrzeugs mit einem Fahrzeugscheibenmodul (20) nach einem der
voranstehenden Ansprüche versehen ist.
11. Verfahren zum Montieren einer Fahrzeugscheibe (40) an einem Fahrzeugkopf eines Fahrzeugs,
insbesondere Schienenfahrzeugs (10), wobei
- mit der Fahrzeugscheibe (40) und mit mindestens einer Funktionskomponente des Fahrzeugs
zunächst ein vorgefertigtes Fahrzeugscheibenmodul (20) gebildet wird und
das vorgefertigte Fahrzeugscheibenmodul (20) in eine Wagenkastenöffnung des Fahrzeugs
eingesetzt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Fahrzeugscheibe (40) und die mindestens eine Funktionskomponente in einen Rahmen
(30) des Fahrzeugscheibenmoduls (20) eingesetzt werden und
- der Rahmen (30) mit der darin eingesetzten Fahrzeugscheibe (40) und der darin eingesetzten
mindestens einen Funktionskomponente in die Wagenkastenöffnung eingesetzt und mit
dem Wagenkasten verbunden wird, wobei der Rahmen (30) die Fahrzeugscheibe (40) und
die mindestens eine Funktionskomponente mittelbar oder unmittelbar trägt und dessen
Innenbereich abschnittsweise von der Fahrzeugscheibe (40) und abschnittsweise von
der Funktionskomponente gefüllt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Rahmen (30) zunächst mit elektrischen und mechanischen Schnellverbindern ausgestattet
wird, mit denen sich der Rahmen (30) und damit das spätere Fahrzeugscheibenmodul (20)
mechanisch und elektrisch mit dem Fahrzeug verbinden lässt, und
anschließend die Fahrzeugscheibe (40) mit dem Rahmen (30) des Fahrzeugscheibenmoduls
(20) verklebt wird.
1. Vehicle pane module (20) for installation in a car body opening of a vehicle, the
vehicle pane module (20) being prefabricated and equipped with at least one vehicle
pane (40) and at least one functional component of the vehicle, which functional component,
together with the vehicle pane (40), can be inserted as a constituent part of the
vehicle pane module (20) into the car body opening of the vehicle, characterized in that the vehicle pane module (20) has a frame (30) which supports the vehicle pane (40)
and the at least one functional component indirectly or directly, and the interior
region of which frame (30) is filled in sections by the vehicle pane (40) and in sections
by the functional component.
2. Vehicle pane module (20) according to Claim 1, characterized in that the functional component and/or the vehicle pane (40) adjoin/adjoins the frame (30)
directly.
3. Vehicle pane module (20) according to either of the preceding Claims 1 and 2,
characterized in that
- the vehicle pane (40) has a through hole (41), and
- the functional component is inserted into the through hole (41) of the vehicle pane
(40) and is held by the vehicle pane (40).
4. Vehicle pane module (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one functional component is accessible from the vehicle interior, in
particular for maintenance or repair purposes.
5. Vehicle pane module (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the functional component is closed on the vehicle interior side by way of a covering
element (100), in particular in the form of or with a maintenance flap which can be
opened or removed for maintenance or repair purposes.
6. Vehicle pane module (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one functional element is an electric component.
7. Vehicle pane module (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one functional component is a headlight (80, 81) of the vehicle, an
exterior display (60) of the vehicle, a signal light (50) of the vehicle, a pane washing
system (70) or is at least visible from the exterior.
8. Vehicle pane module (20) according to one of the preceding claims, characterized in that a vehicle door is integrated into the vehicle pane module (20).
9. Vehicle pane module (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the vehicle pane module (20) has electric connecting elements, by way of which the
at least one functional component can be connected electrically to other components
of the vehicle after the mounting of the vehicle pane module (20).
10. Vehicle, in particular rail vehicle (10), characterized in that a vehicle front of the vehicle is provided with a vehicle pane module (20) according
to one of the preceding claims.
11. Method for mounting a vehicle pane (40) on a vehicle front of a vehicle, in particular
rail vehicle (10),
- a prefabricated vehicle pane module (20) being formed first of all by way of the
vehicle pane (40) and by way of at least one functional component of the vehicle,
and
the prefabricated vehicle pane module (20) being inserted into a car body opening
of the vehicle,
characterized in that
- the vehicle pane (40) and the at least one functional component are inserted into
a frame (30) of the vehicle pane module (20), and
- the frame (30) is inserted with the vehicle pane (40) inserted therein and the at
least one functional component inserted therein into the car body opening and is connected
to the car body, the frame (30) supporting the vehicle pane (40) and the at least
one functional component indirectly or directly, and the interior region of the said
frame (30) being filled in sections by the vehicle pane (40) and in sections by the
functional component.
12. Method according to Claim 11,
characterized in that
- the frame (30) is first of all equipped with electric and mechanical quick-release
connectors, by way of which the frame (30) and therefore the subsequent vehicle pane
module (20) can be connected mechanically and electrically to the vehicle, and the
vehicle pane (40) is subsequently adhesively bonded to the frame (30) of the vehicle
pane module (20).
1. Module (20) de vitre de véhicule, à insérer dans une baie de caisse d'un véhicule,
le module (20) de vitre de véhicule étant préfabriqué et étant équipé d'au moins une
vitre (40) de véhicule et d'au moins un composant fonctionnel du véhicule, qui, conjointement
avec la vitre (40) du véhicule, peut être inséré comme partie constitutive du module
(20) de vitre de véhicule, dans la baie de caisse du véhicule,
caractérisé en ce que
le module (20) de vitre de véhicule a un cadre (30), qui porte, directement ou indirectement,
la vitre (40) de véhicule et le au moins un composant fonctionnel et dont la partie
intérieure est remplie par endroits de la vitre (40) de véhicule et par endroits du
composant fonctionnel.
2. Module (20) de vitre de véhicule suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
le composant fonctionnel et/ou la vitre (40) de véhicule sont immédiatement voisins
du cadre (30).
3. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications 1 ou 2 précédentes,
caractérisé en ce que
- la vitre (40) de véhicule a un trou (41) traversant et
- le composant fonctionnel est inséré dans le trou (41) traversant de la vitre (40)
de véhicule et est retenu par la vitre (40) de véhicule.
4. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le au moins un composant fonctionnel est accessible de l'intérieur du véhicule, notamment
à des fins d'entretien et de réparation.
5. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le composant fonctionnel est fermé du côté intérieur du véhicule par un élément (100)
de recouvrement, notamment sous la forme d'un volet d'entretien, qui peut être ouvert
ou retiré à des fins d'entretien ou de réparation.
6. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le au moins un composant fonctionnel est un composant électrique.
7. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le au moins un composant fonctionnel est un phare (80, 81) du véhicule, un indicateur
(60) extérieur du véhicule, un feu (50) de signalisation du véhicule, un système (70)
de lavage de vitre ou est au moins visible de l'extérieur.
8. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une portière de véhicule est intégrée au module (20) de vitre de véhicule.
9. Module (20) de vitre de véhicule suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le module (20) de vitre de véhicule a des éléments de liaison électrique, par lesquels
le au moins un composant fonctionnel peut, après le montage du module (20) de vitre
de véhicule, être relié électriquement à d'autres composants du véhicule.
10. Véhicule, notamment véhicule (10) ferroviaire,
caractérisé en ce que
une tête du véhicule est pourvue d'un module (20) de vitre de véhicule suivant l'une
des revendications précédentes.
11. Procédé de montage d'une vitre (40) de véhicule sur une tête d'un véhicule, notamment
d'un véhicule (10) ferroviaire, dans lequel
- on forme, avec la vitre (40) de véhicule et avec au moins un composant fonctionnel
du véhicule, d'abord un module (20) de vitre de véhicule préfabriqué et
on insère le module (20) de vitre de véhicule préfabriqué dans une baie de caisse
du véhicule,
caractérisé en ce que
- on insère la vitre (40) de véhicule et le au moins un composant fonctionnel dans
un cadre (30) du module (20) de vitre de véhicule et
- on insère le cadre (30) avec la vitre (40) de véhicule, qui y est insérée, et le
au moins un composant fonctionnel, qui y est inséré, dans la baie de la caisse et
on le relie à la caisse, dans lequel le cadre (30) porte, directement ou indirectement,
la vitre (40) de véhicule et le au moins un composant fonctionnel et sa partie intérieure
est remplie, au moins par endroits, de la vitre (40) de véhicule, et par endroits,
du composant fonctionnel.
12. Procédé suivant la revendication 11,
caractérisé en ce que
- on équipe le cadre (30) d'abord de connecteurs rapides électriques et mécaniques,
par lesquels le cadre (30) et ainsi le module (20) de vitre de véhicule ultérieur
peut être relié mécaniquement et électriquement au véhicule, et
ensuite, on colle la vitre (40) de véhicule au cadre (30) du module (20) de vitre
de véhicule.