[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs,
insbesondere eines Schienenfahrzeugs, gemäß dem Patentanspruch 1. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein entsprechendes Fahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug, mit
einem Innenraum, einer Klimaanlage und einem zusätzlichen Umluftgerät nach Anspruch
10.
[0002] Bekannte Fahrzeugbelüftungseinrichtungen für Fahrzeuge verfügen in der Regel über
einen Ventilator, elektrische Heizkörper, Luftein- und Luftaustrittöffnungen, Steuereinrichtungen
und ein Gerätegehäuse. Diese Geräte weisen den Nachteil auf, dass die erwärmte Heizluft
nur in einer Richtung ausgeblasen wird und nur durch die Geometrie des beheizten Raumes
eine Beeinflussung der Luftverteilung erfolgt.
[0003] Aus der
DE 103 04 272 B4 ist ein gattungsgemäßes Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs bekannt, bei
dem im Heizbetrieb mehr als die Hälfte der erwärmten Zuluft im Bereich des Bodens
des Innenraums eingebracht wird, während ein geringerer Teil der erwärmten Zuluft
im Bereich der Decke eingebracht wird. Diese Lösung weist den Nachteil auf, dass bei
einer hauptsächlichen Beheizung über den Bodenbereich ausreichend große Kanäle zum
Führen der beheizten Zuluft im Bodenbereich vorgesehen sein müssen, was einen erheblichen
Bauaufwand erfordert. Zum anderen, muss auch hier die Absaugung der Abluft bzw. die
Rückführung der Umluft zum Dachklimagerät über separate Kanäle erfolgen, was einen
zusätzlichen baulichen Aufwand bedeutet. Bei der
DE 10 2008 032 576 A1 werden zwei Luftströme unterschiedlichen Heizvorgängen unterworfen, so dass sie unterschiedliche
Temperaturen aufweisen, damit eine größere Wärmezufuhr im unteren Teil als im oberen
Teil des Abteils stattfindet.
[0004] Auf dem Gebiet der Heizung und Belüftung beziehungsweise Klimatisierung von Innenräumen
in Schienenfahrzeugen ist eine Vielzahl von Lösungen bekannt, mit welchen nach den
verschiedensten Prinzipien die Luftzustände im Fahrzeuginnenraum, wie Temperatur,
Feuchtigkeit, Druck und Strömungsgeschwindigkeit, innerhalb gegebener Grenzwerte konstant
gehalten werden. Dabei kommen zur Luftaufbereitung zumeist Klimaanlagen zur Anwendung,
welche entweder im Dachraum, beziehungsweise auf dem Dach des Fahrzeuges angeordnet
sind oder sich unterhalb des Fahrzeugfußbodens befinden. Die Zuführung der aufbereiteten
Luft in den Innenraum erfolgt dabei zumeist durch im Dachraum des Fahrzeuges angeordnete
und über die gesamte Fahrzeuglänge erstreckende Luftkanäle, welche vielfach als Doppelluftkanal
mit entweder nebeneinander oder übereinander angeordneten separaten Kühl- und Heizluftkanälen
ausgebildet sind und von denen die Luft über Austrittsöffnungen entweder direkt in
den Innenraum strömt oder bei welchen die Luft vor dem Einströmen in den Innenraum
in einem gesonderten Mischkanal oder in Mischkammern vermischt wird.
[0005] Darüber hinaus ist es bekannt, die aufbereitete Luft von einem Deckenluftkanal in
Zweigkanäle in den Seitenwänden des Fahrzeuges zu leiten, welche mit in den Seitenwand-Fußboden-Übergängen
angeordneten Bodenkanälen mit Ausströmöffnungen verbunden sind, von denen die Luft
direkt in den Sitzbereich des Innenraumes geleitet wird.
[0006] Als nachteilig haben sich in der Praxis jedoch die bekannten Heizungs- und Lüftungssysteme
insbesondere für Schienenfahrzeuge dahingehend als unzureichend erwiesen, das die
Luftverteilung im Innenraum in bestimmten Problembereichen, wie den Einstiegsbereichen,
den Stirnseitenbereichen sowie im Mittelgang, insbesondere im getrennten Heizbetrieb,
Kühlbetrieb oder Lüftungsbetrieb mitunter sehr ungleichmäßig ist, so dass nicht jede
beliebige Stelle des Innenraumes mit annähernd der gleichen Luftmenge gleicher Qualität
durchströmt wird.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Verfahren, bzw. ein Fahrzeug der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, welches die oben genannten Nachteile verbessert
und dabei eine einfache, kostengünstige und zuverlässige Klimatisierung des Innenraumes
eines Fahrzeug ermöglicht.
[0008] Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe ausgehend von einem Verfahren gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale. Sie löst diese Aufgabe weiterhin ausgehend von einem Fahrzeug
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs: 10 durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs:
10 angegebenen Merkmale.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die technische Lehre zu Grunde, dass auf einfache
und kostengünstige Weise eine zuverlässige Klimatisierung des Innenraumes eines Fahrzeuges
insbesondere eines Schienenfahrzeuges, ermöglicht wird, wenn durch eine Klimaanlage
ein erster Luftstrom erzeugt wird, wodurch dem Innenraum des Fahrzeugs in einem Kühlbetrieb
gekühlte Luft als Zuluft zugeführt wird und in einem Heizbetrieb erwärmte Luft als
Zuluft zugeführt wird, wobei ein durch ein zusätzliches Umluftgerät erzeugter zweiter
Luftstrom dem Innenraum des Fahrzeugs derart zugeführt wird, dass der zweite Luftstrom
den ersten Luftstrom beeinflusst, insbesondere hinsichtlich Strömungsrichtung und
Strömungsintensität. Auf diese Weise ist es möglich, den baulichen Aufwand für die
Klimatisierung des Innenraums gering zu halten. So ist es insbesondere möglich den
zweiten Luftstrom lediglich über fest installierte Einströmkanäle dem Innenraum zuzuführen,
wodurch aufwendige Luftzufuhrkanäle für gesonderte Heizungsanlagen oder Lüfter eingespart
werden können. Dies führt zu einer erheblichen baulichen Vereinfachung des Fahrzeugs.
[0010] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der zweite Luftstrom derart dem Innenraum zugeführt
wird, dass zur Beeinflussung des ersten Luftstroms eine Coand

-Luftströmung erzeugt wird, wobei im Bereich des Innenraums wenigstens ein Einströmkanal
zur Zuführung des zweiten Luftstroms in den Innenraum als konvex geformte Coand

-Einströmöffnung ausgestaltet und derart im Innenraum angeordnet ist, dass sich der
erste Luftstrom nach dem Coand

-Effekt derart an Oberflächen im Innenraum anlegt, dass der durch den zweiten Luftstrom
beeinflusste erste Luftstrom nicht unmittelbar in Sitzbereiche des Innenraumes gelangt.
Auf diese Weise kann der erste Luftstrom dem sogenannten Coand

-Effekt unterworfen werden, so dass insbesondere die Strömungsrichtung des ersten
Luftstromes der des zweiten Luftstromes folgen kann, wodurch die unmittelbare, oft
als unangenehm empfundene Klimatisierung der Sitzbereiche des Innenraumes vermieden
werden kann.
[0011] Mit dem Begriff Coand

-Effekt werden verschiedene Phänomene bezeichnet, die eine Tendenz eines Gasstrahls
nahelegen, an einem Luftstrom, bzw. an einer insbesondere konvexen Oberfläche entlangzulaufen,
anstatt sich abzulösen und sich in der ursprünglichen Fließrichtung weiterzubewegen.
Die Einströmöffnungen für den zweiten Luftstrom dienen somit der Erzeugung des dem
Coand

-Effekt unterworfenen ersten Luftstromes. Der zweite Luftstrom verlässt die Einströmöffnung
aufgrund der Mitnahme bzw. Umlenkung an der Oberfläche vergleichsweise großwinklig,
so dass ein großer Raumanteil des Innenraumes gleichmäßig mit Luft, insbesondere mit
erwärmter Luft klimatisiert werden kann, wodurch unter anderem auf eine Verwendung
mehrerer herkömmlicher Luftauslassöffnungen zur Klimatisierung des Innenraumes verzichtet
werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform sind zur Beeinflussung des ersten Luftstroms
durch den zweiten Luftstrom im Bereich des Innenraumes eine Mehrzahl von zusätzlichen
Strömungskanälen angeordnet, wobei es in jedem Fall möglich ist, den Querschnitt dieser
Einströmkanäle klein zu halten, wodurch der bauliche Aufwand zumindest erheblich reduziert
und damit die Kosten gesenkt werden können.
[0013] Entsprechend ist es besonders vorteilhaft, wenn im Bereich des Innenraumes eine Mehrzahl
von Einströmöffnungen zur Zuführung des zweiten Luftstromes in den Innenraum angeordnet
sind. Ferner kann eine thermische Beeinflussung von Sitzbereichen im Innenraum durch
ablösende Strömungen der beiden Luftströme beeinflusst werden, wobei vorteilhafterweise
die ablösenden Strömungen dadurch erzeugt werden, dass im Innenraum zusätzliche strömungsablösende
Elemente angeordnet sind. Dabei wird es als angenehm empfunden, dass die ablösenden
Strömungen eine geringere Strömungsgeschwindigkeit aufweisen als die Strömungsgeschwindigkeit
des ersten und des zweiten Luftstromes. Somit wird ein großer Raumanteil des Innenraumes
gut und gleichmäßig klimatisiert, wobei auf diese Weise insbesondere an den Sitzbereichen
von Sitzen starke Strömungen vermieden werden können, wodurch das für die meisten
Personen als anagenehm bezeichnetes Raumklima erzeugt werden kann.
[0014] Insbesondere in Fahrzeugführerräumen, aber auch im Fahrgastbereich, ist wenigstens
eine Einströmöffnung im Bereich eines Fußraumes angeordnet, wobei zusätzlich oder
alternativ auch wenigstens eine Einströmöffnung im Wandbereich angeordnet ist. Dabei
ist es besonders vorteilhaft, dass die Einströmöffnungen individuell einstellbare
Düsen aufweisen können, wodurch beispielsweise eine erhöhte Strömungsgeschwindigkeit
im Fußraum einstellbar ist. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Klimatisierung
individuell an die thermischen Bedürfnisse einer einzelnen im Innenraum befindliche
Person angepasst werden kann.
[0015] In einer weiterführenden Ausgestaltung sind im Bereich des Innenraumes eine Mehrzahl
von Ausströmkanälen zur zumindest teilweisen Ableitung des ersten Luftstromes und
des zweiten Luftstromes aus dem Innenraum angeordnet, wobei bevorzugterweise wenigstens
eine Ausströmöffnung aus dem Innenraum eines Ausströmkanals unterhalb eine Scheibe
angeordnet ist.
[0016] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug,
mit einem Innenraum, einer Klimaanlage und einem zusätzlichen Umluftgerät, gemäß Patentanspruch
13 gelöst, wobei die Klimaanlage dem Innenraum einen ersten Luftstrom zuführt und
das Umluftgerät dem Innenraum einen zweiten Luftstrom zuführt, wobei der zweite Luftstrom
dem Innenraum des Fahrzeugs derart zugeführt wird, dass der zweite Luftstrom den ersten
Luftstrom insbesondere hinsichtlich Strömungsrichtung und Strömungsintensität beeinflusst.
[0017] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden, dabei zeigen:
- FIG 1
- eine schematische Seitendarstellung einer Luftzirkulation in einem Führerraum eines
Schienenfahrzeug bei Nutzung einer erfindungsgemäßen Verfahrens zur Klimatisierung
eines Fahrzeuginnenraumes, insbesondere eines Schienenfahrzeugs; und
- FIG 2
- eine schematische perspektivische Darstellung der Luftzirkulation aus FIG 1.
[0018] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Fahrzeuges 100 in Form eines Fahrzeugführerraumes eines Schienenfahrzeuges in dem
eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Klimatisierung
eines Fahrzeuges 100 durchgeführt werden kann. Das Fahrzeug 100 weist im dargestellten
Ausführungsbeispiel einen Innenraum 110 mit einem Bodenbereich 112, einem Deckenbereich
114 und Wandbereichen 116 auf.
[0019] Weiterhin ist unter einem Führertisch 120 ein Umluftgerät 130, vorzugsweise ein Umluft-Heizgerät,
als eine Komponente einer Klimatisierungseinrichtung 140 angeordnet. Die Klimatisierungseinrichtung
140 umfasst weiterhin eine nicht im Detail dargestellte Klimaanlage, sowie einen zwischen
dem Deckenbereich 114 und einem Dach 150 des Fahrzeuges 100 angeordneten ersten Strömungskanal
142 und einen im Bereich des Führertisch 120 angeordneten zweiten Strömungskanal 142,
wobei sich der zweite Strömungskanal 142 ausgehend von einer unterhalb einer Scheibe
160 angeordneten Ausströmöffnung 132 aus dem Innenraum 110 bis zu dem Umluftgerät
130, welches unterhalb des Führertisches 120 angeordnet ist, erstrecken. Ein weiterer
dritter Strömungskanal 146 mündet ausgehend von dem Umluftgerät 130 zum einen in einer
ersten Einströmöffnung 134 in einem Fußbereich 122 des Innenraumes 110 und zum anderen
in einer zweiten Einströmöffnung 136 in einem Sitzbereich 172 eines Sitzes 170.
[0020] Alternativ kann der Innenraum 110 auch zum Transport von Passagieren vorgesehenen
sein, wobei in diesem Fall kein Führertisch 120 eingebaut wäre, sondern im Innenraum
110 eine Mehrzahl von Sitzen 170 und Sitzbereichen 172 vorhanden wären.
[0021] Die nicht dargestellte Klimaanlage dient dazu, gesteuert durch eine Steuereinrichtung
den Innenraum 110 entsprechend einem vorgegebenen Temperatursollwert durch Zufuhr
entsprechend konditionierter Zuluft zu klimatisieren. Es versteht sich jedoch, dass
bei anderen Varianten der Erfindung auch eine Regelung erfolgen kann, die zusätzlich
zum Temperatursollwert einen oder mehrere Sollwerte anderer Größen, wie z. B. Luftfeuchtigkeit,
Geruchsbelastung etc., heranzieht. Dabei umfasst die Klimaanlage als kompakte Einheit
sämtliche Einrichtungen zur Konditionierung (Heizung, Kühlung, Filterung, Entfeuchtung
etc.) des ersten Luftstromes 180 sowie sämtliche Einrichtungen zur Förderung (Ventilatoren
etc.) des ersten Luftstromes 180. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten
der Erfindung auch eine beliebige andere, insbesondere auf beliebige Weise verteilte
Anordnung dieser Komponenten im bzw. am Fahrzeug 100 vorgesehen sein kann.
[0022] Zur Klimatisierung des Innenraums 110 saugt das Klimagerät gegebenenfalls Frischluft
aus der Umgebung des Fahrzeugs 100 an und mischt diese gegebenenfalls in einem geeigneten
Verhältnis mit einem ersten Teil der aus dem Innenraum 110 abgesaugten Abluft, die
als Umluft wieder zur Klimaanlage zurückgeführt wird. Der so erhaltene erste Luftstrom
180 wird in der Klimaanlage entsprechend der Sollvorgaben konditioniert und dem Innenraum
110 als erster Luftstrom 180 zugeführt. Die Klimaanlage weist unter anderem als eine
Betriebsart einen Kühlbetrieb auf, in welchem dem Innenraum 110 zur Kühlung ein entsprechend
gekühlter erster Luftstrom 180 als Zuluft zugeführt wird. Ebenso weist sie als eine
weitere Betriebsart einen Heizbetrieb auf, in welchem dem Innenraum 110 zur Beheizung
ein entsprechend erhitzter erster Luftstrom 180 zugeführt wird.
[0023] Zusätzlich zur Klimaanlage weist das Fahrzeug das Umluftgerät 130 auf, welches bevorzugterweise
ein Umluft-Heizgerät ist. Die Klimatisierung des Innenraums 110 kann somit zusätzlich
zum klimatisierten ersten Luftstrom 180 über einen durch das Umluftgerät 130 erzeugten
zweiten Luftstrom 190 erfolgen, wobei der durch das zusätzliches Umluftgerät erzeugte
zweite Luftstrom 190 dem Innenraum 110 des Fahrzeugs 100 derart zugeführt wird, dass
der zweite Luftstrom 190 den ersten Luftstrom 180 insbesondere hinsichtlich Strömungsrichtung
und Strömungsintensität beeinflusst. Auf diese Weise ist es möglich, den baulichen
Aufwand für die Klimatisierung des Innenraums gering zu halten.
[0024] Für die Zufuhr des zweiten Luftstromes 190 in den Innenraum 110 und die Abfuhr, bzw.
das Absaugen der beiden zusammengeführten Luftströme 180, 190 aus dem Innenraum 110
sind im Bereich des Innenraumes 110 eine Mehrzahl von zusätzlichen Strömungskanälen
142, 144, 146 angeordnet, dabei ist es besonders vorteilhaft, dass der Querschnitt
dieser Strömungskanäle 142, 144, 146 klein gehalten werden kann, wodurch die Kosten
und der bauliche Aufwand reduziert werden können.
[0025] Die Zufuhr des zweiten Luftstromes 190 in den Innenraum 110 erfolgt im gezeigten
Beispiel sowohl im Heizbetrieb als auch im Kühlbetrieb im Wesentlichen über eine erste
Einströmöffnung 134 im Fußbereich 122 des Innenraumes 110 und über eine zweite Einströmöffnung
136 im Sitzbereich 172 eines Sitzes 170. So ist es insbesondere möglich den zweiten
Luftstrom 190 über die fest installierten Einströmöffnungen 134, 136 dem Innenraum
110 zuzuführen, wodurch aufwendige Luftzufuhrkanäle für gesonderte Heizungsanlagen
oder Lüfter eingespart werden können. Dabei wird der zweite Luftstrom 190 derart dem
Innenraum 110 zugeführt, dass eine Coand

-Luftströmung erzeugt wird. Auf diese Weise ist es möglich, den ersten Luftstrom 180
dem sogenannten Coand

-Effekt zu unterwerfen, so dass insbesondere die Strömungsrichtung des ersten Luftstromes
180 der des zweiten Luftstromes 190 folgt.
[0026] Um diesen Effekt bestmöglich auszunutzen, sind im Bereich des Innenraumes 110 eine
Mehrzahl von Einströmöffnungen 134, 136 zur Zuführung des zweiten Luftstromes 190
in den Innenraum 110 angeordnet, wobei in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung
ist wenigstens eine Einströmöffnung 134, 136 in den Innenraum 110 als Coand

-Einströmöffnung ausgestaltet und somit derart im Innenraum 110 angeordnet, dass sich
der erste Luftstrom 180 an den zweiten Luftstrom 190, bzw. an Oberflächen im Innenraum
110 anlegt, wodurch eine unmittelbare, oft als unangenehm empfundene Klimatisierung
der Sitzbereiche 172 im Innenraum 110 vermieden werden kann.
[0027] Der zweite Luftstrom 190 verlässt die Einströmöffnungen 134, 136 in den Innenraum
110 aufgrund der Mitnahme bzw. Umlenkung an der Oberfläche vergleichsweise großwinklig,
so dass ein großer Raumanteil des Innenraumes 110 gleichmäßig mit Luft, insbesondere
mit erwärmter Luft klimatisiert werden kann, wodurch unter anderem auf eine Verwendung
mehrerer herkömmlicher Luftauslassöffnungen zur Klimatisierung des Innenraumes 110
verzichtet werden kann.
[0028] Vorteilhafterweise können die Einströmöffnungen 134, 136 in den Innenraum 110 individuell
einstellbare Düsen (nicht dargestellt) aufweisen, wodurch beispielsweise eine erhöhte
Strömungsgeschwindigkeit im Fußraum 122 einstellbar wäre. Somit ist es möglich, dass
eine im Innenraum 110 befindliche Person je nach eigenem thermischem Komfort die Klimatisierung
des Innenraumes 110, bzw. einzelner Bereiche des Innenraumes 110 individuell über
diese Düsen regulieren kann.
[0029] Ferner kann eine thermische Beeinflussung der Sitzbereichen 172 im Innenraum 110
durch ablösende Strömungen der beiden Luftströme 180, 190 beeinflusst werden, wobei
vorteilhafterweise die ablösenden Strömungen dadurch erzeugt werden, dass im Innenraum
110 zusätzliche strömungsablösende Elemente (nicht dargestellt), angeordnet sind.
Dabei wird es als angenehm empfunden, dass die ablösenden Strömungen eine geringere
Strömungsgeschwindigkeit aufweisen als die Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstromes
180 und des zweiten Luftstromes 190. Auf diese Weise kann ein großer Raumanteil des
Innenraumes 110 gut und gleichmäßig klimatisiert werden, wobei insbesondere an den
Sitzbereichen 172 der Sitze 170 starke Strömungen vermieden werden können, um ein
für die meisten Personen als angenehm bezeichnetes Raumklima zu erzeugen. Insbesondere
in Fahrzeugführerräumen, aber auch im Fahrgastbereich, ist wenigstens eine Einströmöffnung
134 im Bereich eines Fußraumes 122 angeordnet, wobei zusätzlich oder alternativ auch
wenigstens eine Einströmöffnung 136 im Wandbereich 116 angeordnet ist.
[0030] Die Abfuhr, bzw. das Absaugen der beiden zusammengeführten Luftströme 180, 190 aus
dem Innenraum 110 erfolgt zumindest teilweise über eine Mehrzahl von Ausströmöffnungen
132 aus und Strömungskanäle 144, 146, wobei bevorzugterweise eine Ausströmöffnung
132 aus dem Innenraum 110 unterhalb einer Scheibe 160 angeordnet ist. Der abgeführte
Luftstrom 180, 190 wird anschließend über den zweiten Strömungskanal 144 dem Umluftgerät
130 zugeführt, welches den zugeführten Luftstrom 180,190 aufbereitet und über den
dritten Strömungskanal 146 und der ersten und der zweiten Einströmöffnung 134, 136
dem Innenraum 110 einen neuen zweiten Luftstrom 190 zuführt.
[0031] Auf diese Weise ist es möglich, ein Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeuges
100, insbesondere eines Schienenfahrzeuges zur Verfügung zu stellen, welches eine
kostengünstige, zuverlässige und angenehme Klimatisierung des Innenraumes 110 ermöglicht.
Dabei ist kein zusätzlicher Bauraum notwendig, wodurch aufwendige Luftzufuhrkanäle
für gesonderte Heizungsanlagen oder Lüfter eingespart werden können.
[0032] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100), insbesondere eines Schienenfahrzeugs,
bei dem durch eine Klimaanlage zur Klimatisierung eines Innenraumes (110) ein erster
Luftstrom (180) erzeugt wird, wodurch dem Innenraum (110) des Fahrzeugs (100) in einem
Kühlbetrieb gekühlte Luft als Zuluft zugeführt wird und in einem Heizbetrieb erwärmte
Luft als Zuluft zugeführt wird, wobei ein durch ein zusätzliches Umluftgerät (130)
erzeugter zweiter Luftstrom (190) dem Innenraum (110) des Fahrzeugs (100) derart zugeführt
wird, dass der zweite Luftstrom (190) den ersten Luftstrom (180) beeinflusst, insbesondere
hinsichtlich Strömungsrichtung und Strömungsintensität;
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Innenraumes eine Mehrzahl von Einströmkanälen (134, 136) zur Zuführung
des zweiten Luftstromes (190) in den Innenraum (110) angeordnet sind; wobei der zweite
Luftstrom (190) derart dem Innenraum (110) zugeführt wird, dass zur Beeinflussung
des ersten Luftstroms (180) eine Coand

-Luftströmung erzeugt wird wobei im Bereich des Innenraumes wenigstens ein Einströmkanal
(134, 136) zur Zuführung des zweiten Luftstromes (190) in den Innenraum (110) als
konvex geformte Coand

-Einströmöffnung ausgestaltet und derart im Innenraum (110) angeordnet ist, dass sich
der erste Luftstrom (180) nach dem Coand

-Effekt derart an Oberflächen im Innenraum (110) anlegt, dass der durch den zweiten
Luftstrom (190) beeinflusste erste Luftstrom (180) nicht unmittelbar in Sitzbereiche
(172) des Innenraumes (110) gelangt.
2. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach Anspruch 1, wobei zur Beeinflussung
des ersten Luftstroms (180) durch den zweiten Luftstrom (190) im Bereich des Innenraumes
(110) eine Mehrzahl von zusätzlichen Strömungskanälen (142, 144, 146) angeordnet sind.
3. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach einem der Ansprüche 1 oder
2, wobei eine thermische Beeinflussung von Sitzbereichen (172) im Innenraum (110)
durch ablösende Strömungen der beiden Luftströme (180, 190) beeinflusst wird.
4. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach Anspruch 3, wobei die ablösenden
Strömungen dadurch erzeugt werden, dass im Innenraum (110) strömungsablösende Elemente
angeordnet sind.
5. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach Anspruch 3 oder 4, wobei die
ablösenden Strömungen eine geringere Strömungsgeschwindigkeit aufweisen als die Strömungsgeschwindigkeit
des ersten Luftstromes (180) und des zweiten Luftstromes (190).
6. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach einem der Ansprüche 1 bis
5, wobei wenigstens ein Einströmkanal (134) im Bereich eines Fußraumes (122) angeordnet
ist.
7. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach einem der Ansprüche 1 bis
6, wobei wenigstens eine Einströmkanal (136) an einem Wandbereich (116) angeordnet
ist.
8. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach Anspruch einem der Ansprüche
1 bis 7, wobei im Bereich des Innenraumes (110) eine Mehrzahl von Ausströmöffnungen
(132) zur zumindest teilweisen Ableitung des ersten Luftstromes (180) und des zweiten
Luftstromes (190) aus dem Innenraum (110) angeordnet sind.
9. Verfahren zur Klimatisierung eines Fahrzeugs (100) nach einem der Ansprüche 1 bis
8, wobei wenigstens eine Ausströmöffnung (132) zur zumindest teilweisen Ableitung
des ersten Luftstromes (180) und des zweiten Luftstromes (190) aus dem Innenraum (110)
unterhalb einer Scheibe (160) angeordnet ist.
10. Fahrzeug(100), insbesondere Schienenfahrzeug, mit einem Innenraum (110), einer Klimaanlage
und einem zusätzlichen Umluftgerät (130), wobei die Klimaanlage dem Innenraum (110)
einen ersten Luftstrom zuführt und das Umluftgerät dem Innenraum (110) einen zweiten
Luftstrom (190) zuführt, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Luftstrom (190) dem Innenraum (110) des Fahrzeugs (100) nach einem Verfahren
nach den Ansprüchen 1 bis 9 derart zugeführt wird, dass der zweite Luftstrom (190)
den ersten Luftstrom (180) insbesondere hinsichtlich Strömungsrichtung und Strömungsintensität
beeinflusst.
1. Method for air-conditioning a vehicle (100), in particular a rail vehicle, in which
a first air stream (180) is generated by an air-conditioning system for air-conditioning
an interior space (110), whereby cooled air is fed as supply air in a cooling mode,
and heated air is fed as supply air in a heating mode, to the interior space (110)
of the vehicle (100), wherein a second air stream (190) generated by an additional
air recirculation device (130) is fed to the interior space (110) of the vehicle (100)
such that the second air stream (190) influences the first air stream (180), in particular
with respect to flow direction and flow intensity; characterized in that, in the region of the interior space, there is arranged a plurality of inflow channels
(134, 136) for the feeding of the second air stream (190) into the interior space
(110); wherein the second air stream (190) is fed to the interior space (110) such
that, for the influencing of the first air stream (180), a Coanda air flow is generated,
wherein, in the region of the interior space, at least one inflow channel (134, 136)
for the feeding of the second air stream (190) into the interior space (110) is in
the form of a convexly shaped Coanda inflow opening and is arranged in the interior
space (110) such that the first air stream (180), in accordance with the Coanda effect,
comes into contact with surfaces in the interior space (110) such that the first air
stream (180) influenced by the second air stream (190) does not pass directly into
seat regions (172) of the interior space (110).
2. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to Claim 1, wherein, for the
influencing of the first air stream (180) by the second air stream (190), a plurality
of additional flow channels (142, 144, 146) is arranged in the region of the interior
space (110).
3. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to either of Claims 1 and 2,
wherein thermal influencing of seat regions (172) in the interior space (110) is influenced
by separating flows of the two air streams (180, 190).
4. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to Claim 3, wherein the separating
flows are generated in that flow-separating elements are arranged in the interior
space (110).
5. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to Claim 3 or 4, wherein the
separating flows have a lower flow speed than the flow speed of the first air stream
(180) and of the second air stream (190).
6. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to one of Claims 1 to 5, wherein
at least one inflow channel (134) is arranged in the region of a foot space (122).
7. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to one of Claims 1 to 6, wherein
at least one inflow channel (136) is arranged at a wall region (116).
8. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to one of Claims 1 to 7, wherein,
in the region of the interior space (110), there is arranged a plurality of outflow
openings (132) for the at least partial discharge of the first air stream (180) and
the second air stream (190) from the interior space (110) .
9. Method for air-conditioning a vehicle (100) according to one of Claims 1 to 8, wherein
at least one outflow opening (132) for the at least partial discharge of the first
air stream (180) and the second air stream (190) from the interior space (110) is
arranged beneath a pane (160).
10. Vehicle (100), in particular rail vehicle, having an interior space (110), having
an air-conditioning system and having an additional air recirculation device (130),
wherein the air-conditioning system feeds a first air stream to the interior space
(110), and the air recirculation device feeds a second air stream (190) to the interior
space (110), characterized in that the second air stream (190) is fed to the interior space (110) of the vehicle (100)
according to a method according to Claims 1 to 9 such that the second air stream (190)
influences the first air stream (180), in particular with respect to flow direction
and flow intensity.
1. Procédé de climatisation d'un véhicule (100), en particulier d'un véhicule ferroviaire,
dans lequel un premier courant d'air (180) est généré par une installation de climatisation
destinée à la climatisation d'un espace intérieur (110) et grâce à laquelle de l'air
refroidi est acheminé en tant qu'air d'admission vers l'espace intérieur (110) du
véhicule (100) lors d'un fonctionnement de refroidissement et de l'air chauffé est
acheminé en tant qu'air d'admission vers l'espace intérieur (110) du véhicule (100)
lors d'un fonctionnement de chauffage, dans lequel un deuxième courant d'air (190)
généré par un appareil de recirculation d'air (130) supplémentaire est acheminé vers
l'espace intérieur (110) du véhicule (100) de telle manière que le deuxième courant
d'air (190) influence le premier courant d'air (180), en particulier en ce qui concerne
la direction d'écoulement et l'intensité d'écoulement ; caractérisé en ce qu'une pluralité de canaux d'admission (134, 136) sont agencés dans la région de l'espace
intérieur en vue de l'acheminement du deuxième courant d'air (190) dans l'espace intérieur
(110) ; dans lequel le deuxième courant d'air (190) est acheminé vers l'espace intérieur
(110) de telle manière qu'un écoulement d'air avec effet Coandǎ est généré afin d'influencer
le premier courant d'air (180), dans lequel, dans la région de l'espace intérieur,
au moins un canal d'admission (134, 136) destiné à l'acheminement du deuxième courant
d'air (190) dans l'espace intérieur (110) est conçu en tant qu'orifice d'admission
à effet Coandǎ de forme convexe et est agencé dans l'espace intérieur (110) de telle
manière que le premier courant d'air (180) se plaque selon l'effet Coandǎ sur des
surfaces de l'espace intérieur (110) de telle manière que le premier courant d'air
(180) influencé par le deuxième courant d'air (190) ne parvient pas directement dans
des régions d'assise (172) de l'espace intérieur (110).
2. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon la revendication 1, dans lequel
une pluralité de canaux d'écoulement (142, 144, 146) supplémentaires sont agencés
dans la région de l'espace intérieur (110) afin d'influencer le premier courant d'air
(180) grâce au deuxième courant d'air (190).
3. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
une influence thermique de régions d'assise (172) de l'espace intérieur (110) est
influencée par des écoulements, en cours de décollement, des deux courants d'air (180,
190).
4. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon la revendication 3, dans lequel
les écoulements en cours de décollement sont générés en agençant des éléments provoquant
un décollement d'écoulement dans l'espace intérieur (110).
5. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon la revendication 3 ou 4, dans lequel
les écoulements en cours de décollement présentent une vitesse d'écoulement inférieure
à la vitesse d'écoulement du premier courant d'air (180) et du deuxième courant d'air
(190).
6. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, dans lequel au moins un canal d'admission (134) est agencé dans la région d'un
espace réservé aux pieds (122).
7. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, dans lequel au moins un canal d'admission (136) est agencé au niveau d'une
région de paroi (116).
8. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, dans lequel une pluralité d'orifices d'évacuation (132) sont agencés dans la
région de l'espace intérieur (110) afin de dévier au moins partiellement le premier
courant d'air (180) et le deuxième courant d'air (190) hors de l'espace intérieur
(110)).
9. Procédé de climatisation d'un véhicule (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, dans lequel au moins un orifice d'évacuation (132) est agencé sous une vitre
(160) afin de dévier au moins partiellement le premier courant d'air (180) et le deuxième
courant d'air (190) hors de l'espace intérieur (110).
10. Véhicule (100), en particulier véhicule ferroviaire, comprenant un espace intérieur
(110), une installation de climatisation et un appareil de recirculation d'air (130)
supplémentaire, dans lequel l'installation de climatisation achemine un premier courant
d'air vers l'espace intérieur (110) et l'appareil de recirculation d'air achemine
un deuxième courant d'air (190) vers l'espace intérieur (110), caractérisé en ce que le deuxième courant d'air (190) est acheminé vers l'espace intérieur (110) du véhicule
(100) conformément à un procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9 de
telle manière que le deuxième courant d'air (190) influence le premier courant d'air
(180) en particulier en ce qui concerne la direction d'écoulement et l'intensité d'écoulement.