[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schwenkeinrichtung für ein Eckschrank-Möbel,
das mehrere mit der Schwenkeinrichtung verschwenkbare, vertikal versetzte Tragböden
aufweist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Im Möbelbereich sind Sonderlösungen bei der Konzeption von Bewegungsführungen bzw.
von Beschlägen bei von außen nur bedingt zugänglichen Möbeln und beengten räumlichen
Gegebenheiten notwendig. Beispielsweise bei Eckschrank-Möbeln ist regelmäßig ein zu
einer zugänglichen Möbelfront seitliches versetztes Innenvolumen des Möbels verstellt
bzw. verdeckt und daher von vorne nicht bedienbar, so dass eine Zugänglichkeit zum
betreffenden Innenvolumen über eine daneben vorhandene zugängliche Frontseite eines
an das versetztes Innenvolumen benachbarten Innenvolumens des Möbels eingerichtet
werden muss, was aufwändig ist. Ein Bereich vor der Frontseite der von vorne zugänglichen
Frontseite und damit des betreffenden Innenvolumens ist nicht eingeschränkt. Die zugängliche
Möbel-Frontseite wird daher regelmäßig von einer um die Senkrechte drehbaren und von
einem Nutzer bedienbaren Eckschrank-Möbeltüre gebildet. Mit dem Bewegen der Möbeltüre
werden zum Beispiel Tragböden oder Tablare des Möbels herausgeschwenkt, die bei geschlossener
Möbeltüre teilweise innerhalb des versetzten Innenvolumens untergebracht sind und
mit der Schwenkbewegung der Möbeltüre gekoppelt in eine frontseitig erreichbare Stellung
gebracht werden, um bei geöffneter Möbeltüre von vorne mit Stapelgut beladen oder
entladen zu werden. Die Eckschrank-Möbeltüre ist über separate Scharniere drehbar
am Möbel aufgenommen.
[0003] Derartige Eckschrank-Möbel weisen zur bewegbaren Lagerung der Tragböden zum Beispiel
Eckschrank-Beschläge mit einer Schwenkeinrichtung bzw. insbesondere sogenannte Karussellbeschläge
mit einer um eine Schwenkachse drehbaren Drehsäule zur Anbindung der Tragböden auf.
[0005] Aus der
GB 889 428 A ist ein Tisch mit einer Tischplatte bekannt, die an einem horizontalen Bereich eines
um 90 Grad aus einem vertikalen Bereich in den horizontalen Bereich umgebogenen Rohrs
gelagert ist. Die Tischplatte ist aus einer vertikalen Ausrichtung in eine horizontale
Ausrichtung verschwenkbar gelagert. Eine Fixierung der Tischplatte in ihrer jeweiligen
Ausrichtung erfolgt über eine Schraubklemme am einen Ende des horizontalen Bereichs.
Bei horizontaler Ausrichtung der Tischplatte greift zudem ein Eingreifelement der
Tischplatte in ein Loch im anderen Ende des horizontalen Bereichs des Rohrs ein.
[0006] Aus der
US 4,738,495 ist eine Schwenkeinrichtung für ein Eckschrank-Möbel bekannt, bei dem ein Tragboden
über Ausziehschienen auf einer um eine vertikale Schwenkachse verschwenkbaren Tragplatte
gelagert ist.
AUFGABE UND VORTEILE DER ERFINDUNG
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben dargelegten Einrichtungen bzw.
Eckschrank-Möbel technisch und wirtschaftlich zu verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den unabhängigen Anspruch gelöst.
[0009] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung aufgezeigt.
[0010] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Abstützung eines Tragbodens eines
Möbels an einer vertikalen Schwenkachse, wobei die Vorrichtung ein zur Schwenkachse,
auskragendes Stützelement aufweist, das für eine Verbindung mit dem Tragboden ausgebildet
ist und im montierten Zustand mit der Schwenkachse verbunden ist. Die Vorrichtung
ist insbesondere mit einem Eckschrank-Beschlag, welcher eine Drehsäule und eine Schwenkeinrichtung
aufweist, verbindbar. Die Drehsäule ist insbesondere für eine aufrechte Anordnung
an dem Möbel ausgebildet, um die Schwenkbewegung des Tragbodens an dem Möbel zu realisieren.
[0011] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass am Stützelement wenigstens zwei voneinander
in Längsrichtung des Stützelements beabstandete Stützelement-Organe für eine Verbindung
mit dem Tragboden vorgesehen sind, welche derart ausgebildet sind, dass über ein erstes
Stützelement-Organ eine Verbindung mit dem Tragboden an einer zugehörigen ersten Verbindungsstelle
am Tragboden einrichtbar ist und über ein zweites Stützelement-Organ eine Verbindung
mit dem Tragboden an einer zweiten Verbindungsstelle am Tragboden einrichtbar ist,
so dass in einem mit dem Stützelement einrichtbaren Verbindungszustand des Tragbodens
die Abstützung des Tragbodens über die zwei Stützelement-Organe des Stützelements
derart erfolgt, dass ein Abstand am Stützelement zwischen den zwei Stützelement-Organen
unveränderlich ist. Damit wird vorteilhafterweise eine einfache Montage eines Tragbodens
ermöglicht. Außerdem ist es vorteilhaft, dass eine vergleichsweise stabile Abstützung
des Tragbodens über den Eckschrank-Beschlag möglich ist. Insbesondere ist es von Vorteil,
dass die Stütz- und Lagersituation zwischen dem Tragboden und dem Stützelement unveränderlich
ist bzw. keinen beim Schwenken des Tragbodens auftretenden Veränderungen und Relativbewegungen
unterworfen ist. Eine dynamische Belastung der Lagersituation zwischen Tragboden und
Stützelement wird vorteilhaft vermieden.
[0012] Weiter wird vorgeschlagen, dass in dem mit dem Stützelement einrichtbaren Verbindungszustand
eine Gelenkfunktion zwischen dem Tragboden und dem Stützelement unterbunden ist. Dies
ist konstruktiv und die Montage betreffend vorteilhaft. Insbesondere wird möglichen
störenden Geräuschen und Verschleißerscheinungen entgegengewirkt, da keine Relativbewegung
zwischen dem Tragboden und dem Stützelement beim Verschwenken des Tragbodens stattfindet.
[0013] Insbesondere wird im Verbindungszustand eine Abstützung in der Art einer Zweipunktlagerung
realisiert. Die Abstützung des Tragbodens stellt eine starre Verbindung mit dem Stützelement
dar. Insbesondere ist eine Drehbewegung um eine insbesondere vertikale Achse an den
Verbindungsstellen zwischen dem Tragboden und dem Stützelement beim Schwenken des
Tragbodens ausgeschlossen bzw. soll gerade vermieden werden.
[0014] Die Abstützstellen sind daher insbesondere als Festlager ausgebildet und im Nutzzustand
gelenkfrei. Im Nutzzustand schwenkt das mit dem Tragboden starr verbundene Stützelement
um die zum Stützelement gehörige Schwenkachse. Demgemäß ist das Stützelement selbst
mit der Schwenkachse verbunden bzw. mit dieser fest gekoppelt aber lösbar zum Beispiel
angeschraubt und/oder positionsfest arretiert.
[0015] Weiter ist es von Vorteil, dass das Stützelement derart ausgebildet ist, dass das
Stützelement in einem Verbindungszustand mit dem Tragboden ein zumindest im Wesentlichen
starres Bauteil bildet. Damit ist das Stützelement über seine komplette Erstreckung
bis zur Schwenkachse starr.
[0016] Die Schwenkachse, das Stützelement und der Tragboden bilden vorteilhaft eine starre
Einheit in der Verbindung.
[0017] Des Weiteren kann das Stützelement hierdurch insbesondere einfach montiert und hergestellt
werden.
[0018] Das Stützelement ist ein längliches Stützrohr. Bevorzugt ist das Stützelement gerade
und einheitlich gestaltet aus zum Beispiel einem Blech- bzw. Leichtmetall- oder Kunststoffmaterial.
Das Stützelement weist eine solche Symmetrie auf, dass das Stützelement vorteilhafterweise
wahlweise für eine linksseitige oder rechtsseitige Anbindung an der Schwenkachse bzw.
der Schwenkeinrichtung gleichermaßen geeignet ist bzw. für ein Schwenken des Tragbodens
um die Schwenkachse im oder gegen den Uhrzeigersinn. Die Längsachse des Stützelements
steht im an der Schwenkachse fixierten Zustand vorzugsweise radial bzw. lateral senkrecht
zur Schwenkachse.
[0019] Vorzugsweise ist das Stützelement im Nutzzustand um eine vertikale Achse schwenkbar.
Dies erfolgt durch Anbindung an der Schwenkachse, welche vorzugsweise die Schwenkachse
der Schwenkeinrichtung bzw. die Längsachse der Aufnahmesäule ist. Die Längsachse der
Aufnahmesäule ist insbesondere senkrecht ausgerichtet. Dadurch lässt sich die Anbringvorrichtung
mit dem Stützelement vorteilhaft an eine Schwenkeinrichtung eines Eckschrank-Möbels
adaptieren. Somit kann ein Trag- bzw. Fachboden des Möbels aus einer frontseitig unzugänglichen
Unterbringung in einem Innenvolumen des Möbels in eine von außen und vorne zugängliche
Position geschwenkt werden.
[0020] Es ist weiterhin vorteilhaft, dass der Abstand am Stützelement zwischen zwei Stützelement-Organen
circa 50 Millimeter bis circa 600 Millimeter beträgt, vorzugsweise circa 200 Millimeter
bis circa 500 Millimeter beträgt.
[0021] Weiter ist es von Vorteil, dass der Abstand am Stützelement zwischen zwei Stützelement-Organen
circa 300 Millimeter und/oder circa 450 Millimeter beträgt.
[0022] Damit kann die Abstützung unter mechanischen Gesichtspunkten vorteilhaft für sämtliche
praxisrelevanten Einsatzfälle eingerichtet werden, insbesondere für übliche Abmessungen
von Tragböden bei standardmäßig dimensionierten Eckschrank-Möbeln.
[0023] An einem Stützelement können gegebenenfalls zwei Abstandsmaße vorgegeben sein, zum
Beispiel für ein wahlweises Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Abstandmaßes
von zwei betrachteten Stützelement-Organen. Zum Beispiel können mit drei entsprechend
vorbereiteten Stützelement-Organen an einem Stützelement die zwei unterschiedlichen
Abstandsmaße problemlos bereitgestellt werden. Das Stützelement ist damit universeller
einsetzbar.
[0024] Ein Stützelement-Organ kann in einem einfachen Beispiel eine Vertiefung, ein Durchgangsloch,
eine Bohrung oder ein Sackloch am Stützelement umfassen.
[0025] Es ist überdies erfindungsgemäß, dass Verbindungsmittel zur Verbindung des Stützelements
und des Tragbodens vorgesehen sind, welche dem Tragboden zuordenbare Eingreifmittel
und dem Stützelement zuordenbare Aufnahmemittel umfassen, wobei die Eingreifmittel
und die Aufnahmemittel zusammenwirkend ausgebildet sind. Insbesondere sind die Eingreifmittel
separat zum Stützelement bereitstellbar. Vorzugsweise umfassen die Aufnahmemittel
zwei oder mehr Elemente am Stützelement, wobei jedem Element ein zugehöriges separates
Eingreifelement zugehörig ist. Ein Eingreifelement ist vorzugsweise ein Bauteil, welches
fest an einer Unterseite eines Tragbodens befestigbar ist zum Beispiel anschraubbar.
[0026] Weiter wird vorgeschlagen, dass gemäß der Erfindung die Verbindungsmittel einem Stützelement-Organ
und einer dem Stützelement-Organ zugehörigen Verbindungsstelle am Tragboden zuordenbar
sind, um eine Fixierung des Stützelements an dem Tragboden einzurichten. Vorzugsweise
kann eine Fixierung gegen ein Verdrehen um die Längsachse des Stützelements und eine
Fixierung gegen ein Verschieben des Stützelements in Längsrichtung des Stützelements
eingerichtet werden.
[0027] Die Verbindungsmittel insbesondere die Aufnahmemittel umfassen vorzugsweise die Stützelement-Organe.
Mit den als Aufnahmemittel dienenden Stützelement-Organen können die Eingreifmittel
zusammenwirken bzw. mit jedem Stützelement-Organ ein separates Eingreifelement. Alternativ
ist ein Bauteil als gemeinsames Eingreifelement für beide Stützelement-Organe möglich,
das am Tragboden anbringbar ist. Im montierten Abstützzustand des Tragbodens ist das
das gemeinsame Eingreifelement bildende Bauteil drehfest bzw. nicht gelenkig bzw.
starr mit dem Tragboden verbunden. Damit ist erfüllt, dass über jedes Stützelement-Organ
eine jeweils zugehörige Verbindungsstelle für eine Verbindung mit dem Tragboden eingerichtet
ist, wenngleich hierzu ein einziges Eingreifelement am Tragboden vorhanden ist.
[0028] Die Verbindungsmittel können ausschließlich die Stützelement-Organe als Aufnahmemittel
umfassen. Gegebenenfalls können zusätzlich zu den Stützelement-Organen und der damit
zum Tragboden einrichtbaren Verbindung weitere bzw. zusätzliche Verbindungsmittel
zur Verbindung des Stützelements und des Tragbodens vorgesehen sein.
[0029] In einer einfachen Ausgestaltung der Erfindung weisen die Verbindungsmittel als Aufnahmemittel
die beiden Stützelement-Organe, z. B. jeweils ein Durchgangsloch auf, und als Eingreifmittel
zwei Eingreifelemente, zum Beispiel zwei Bauteile mit jeweils einem vorstehenden in
das jeweils zugehörige Durchgangsloch passend einsetzbaren Stiftabschnitt. Die beiden
Bauteile sind einerseits fest am Tragboden befestigbar und gegen ein Herausrutschen
aus dem Durchgangsloch sicherbar. Dies kann beispielsweise mit einer Schraubenmutter
erfolgen, die auf einen Außengewindeabschnitt am Stiftabschnitt aufschraubbar ist,
wobei der Außengewindeabschnitt auf einer dem Tragboden abgewandten Seite des Stützelements
heraussteht.
[0030] Gemäß der Erfindung weisen die Verbindungsmittel einen in radialer Richtung zu einer
Längsachse des Stützelements ausgerichteten Steckabschnitt auf, der für ein passendes
Eingreifen in eine Aufnahme ausgebildet ist, wobei der Steckabschnitt den Eingreifmitteln
zugehörig ist und die Aufnahme den Aufnahmemitteln zugehörig ist. Der Steckabschnitt
ist vorzugsweise senkrecht bzw. rechtwinklig bezogen auf eine ebene horizontale Unterseite
des Tragbodens ausgerichtet. Auf diese Weise kann eine einfache Montage des Tragbodens
am Stützelement erfolgen, indem der Tragboden positionsrichtig von oben auf das Stützelement
aufgesetzt wird.
[0031] Vorzugsweise ist ein länglicher Steckabschnitt vorhanden, insbesondere mit einer
einheitlichen Außenform und/oder einem definierten Außenmaß. Der Steckabschnitt ist
vorzugsweise zylindrisch oder mehreckig in seiner Außenform. Die Aufnahme ist in einer
einfachen Ausgestaltung zum Beispiel ein Durchgangsloch im Stützelement, wobei das
Durchgangsloch entsprechend der Außenform und dem Außenmaß des Steckabschnitts ausgestaltet
ist. Bei einem hohlprofilförmigen Stützelement ist die Aufnahme durch zwei gegenüberliegende
bzw. fluchtende Löcher in der Wandung des Stützelements gebildet.
[0032] Als weitere vorteilhafte Variante der Eingreif- und Aufnahmemittel ist zum Beispiel
ein Lagerbauteil wie beispielhaft eine Lagerschelle mit einer zum horizontalen Durchgreifen
des Stützelements vorgesehene Durchstecköffnung möglich. Die Lagerschelle ist an der
Unterseite des Tragbodens z. B. anschraubbar. Die Durchstecköffnung ist vorzugsweise
umfänglich geschlossen mit einer starren Umrandung versehen. Ein in die Durchstecköffnung
etwas hineinstehender Steckabschnitt, wie ein Zapfen, an der Umrandung der Durchstecköffnung,
der zum Beispiel radial zur Durchsteckachse der Durchstecköffnung versetzbar ist,
greift im montierten Zustand des Tragbodens am Stützelement in eine zum Zapfen passende
Öffnung an dem Stützelement. Damit ist eine Relativbewegung zwischen dem Stützelement
und dem Tragboden unterbunden, insbesondere eine drehfeste und axial festgelegte Lagerung
bezogen auf die Längsachse des Stützelements. Diese Verbindung stellt eine Verbindung
des Stützelements über ein Stützelement-Organ bereit, welches hier beispielhaft durch
die Öffnung im Stützelement gebildet ist.
[0033] Grundsätzlich ist gemäß der Erfindung zumindest ein weiteres bzw. zweites Stützelement-Organ
mit festgelegten Abstand zum ersten Stützelement-Organ auf die gleiche oder andere
Weise am Stützelement vorgesehen, um zwei separate Befestigungsstellen mit konstantem
Abstand am Stützelement für die starre Verbindung zwischen dem Tragboden und dem Stützelement
zu bilden.
[0034] Nach einer anderen Ausbildung der erfindungsgemäßen Verbindungsmittel ist die oben
erläuterte Lagerschelle bzw. die Umrandung der Durchstecköffnung in zwei Teile geteilt.
Der von einem Basisteil der Lagerschelle getrennte Klapp-Teil stellt demgemäß einen
Teilumfang der Durchstecköffnung bereit und ist gelenkig mit dem Basisteil verbunden,
so dass die Lagerschelle aufklappbar ist. Damit kann die Montage des Tragbodens ggf.
erleichtert erfolgen, indem der Tragboden mit geöffneter Lagerschelle von oben auf
das Stützelement aufsetzbar ist. Anschließend wird das Klapp-Teil gelenkig in eine
geschlossene Stellung gebracht, um das Stützelement dreh- und verschiebefest und umfänglich
geschlossen mit der Lagerschelle und dadurch mit dem Tragboden zu verbinden.
[0035] Weiter sind gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes die
Verbindungsmittel derart ausgestaltet, dass im verbundenen Zustand des Stützelements
mit dem Tragboden zwischen einer Außenkontur des Stützelements und einer Unterseite
des Tragbodens ein Abschnitt der Verbindungsmittel vorhanden ist. Es wird hierdurch
an einem Stützelement-Organ ein stützender Abstandabschnitt, der z. B. als Abstandhalter
dient, zwischen einer Oberseite des Stützelements und der Unterseite des Tragbodens
eingerichtet. Der Abstandabschnitt kann ggf. nachgiebig bzw. elastisch sein zum Beispiel
ein Gummielement sein. Mit den entsprechenden Verbindungsmittel wird zumindest eine
Zweipunktauflagerung des Tragbodens an dem Stützelement realisiert, was ggf. aus konstruktiven
und praktischen Gründen vorteilhaft sein kann. Neben bzw. zwischen den beiden Abstandabschnitten
kann demgemäß zum Beispiel ein geringer Spalt zwischen der Tragboden-Unterseite und
der Außenkontur des Stützelements vorhanden sein.
[0036] Vorteilhafterweise umfassen die Verbindungsmittel Eingreifmittel mit einem Steckabschnitt,
wobei ein Außenmaß des Steckabschnitts circa 4 Millimeter bis circa 12 Millimeter
aufweist, insbesondere bis maximal circa 8,5 Millimeter, insbesondere einen Außendurchmesser
von genau 8,0 Millimeter aufweist. Der Steckabschnitt ist insbesondere ein außen zylindrischer
Steckabschnitt. Die genannten Abmessungen sind aus wirtschaftlichen und montagetechnischen
bzw. konstruktiven Gründen vorteilhaft gegenüber geringeren und größeren Maßen.
[0037] Vorteilhaft kann an dem Steckabschnitt eine Funktionalität vorbereitet vorhanden
sein, wie zum Beispiel ein Außengewinde mit einem Standard- oder einem Sondergewinde
oder eine andere Verbindefunktion.
[0038] Die Erfindung ist eine Schwenkeinrichtung für ein Eckschrank-Möbel, das einen mit
der Schwenkeinrichtung schwenkbaren Tragboden aufweist, wobei die Schwenkeinrichtung
eine Tragsäule zur Bereitstellung einer vertikalen Schwenkachse umfasst. Erfindungsgemäß
ist eine Vorrichtung zur Abstützung eines Tragbodens bzw. Abstützvorrichtung vorhanden,
welche wie beschrieben erfindungsgemäß ausgebildet ist. An der Schwenkeinrichtung
sind mehrere vertikal versetzte Tragböden mit jeweils einer dazugehörigen Abstützvorrichtung
gleichartig verbindbar, d. h. alle Tragböden an einer gemeinsamen Tragsäule. Vorteilhafterweise
ist demgemäß nur genau ein Stützelement für die Abstützung genau eines Tragbodens
vorgesehen bzw. ausreichend. Die Schwenkeinrichtung ist in der Regel an einem Möbelboden
abgestützt und oben an einer Möbelabdeckung gelagert. Insbesondere umfasst die Schwenkeinrichtung
vorteilhafterweise ein Sieben-Gelenk.
[0039] Vorteilhafterweise sind Koppelmittel für eine Anbindung eines Stützelements vorgesehen.
Die Koppelmittel sind vorbereiteter Bestandteil der Schwenkeinrichtung, welche auf
ein zugehöriges Stützelement abgestimmt sind für dessen feste Anbringung an der Schwenkeinrichtung
und zum Verschwenken des Stützelements und dem daran starr verbundenen Tragboden um
die Schwenkachse. Insbesondere stellen die Koppelmittel Andockstellen an der Schwenkeinrichtung
bereit, so dass ein Stützelement gegebenenfalls lösbar aber fest an der Schwenkeinrichtung
fixierbar ist.
[0040] Die Koppelmittel sind so gestaltet, dass die Koppelmittel vorteilhafterweise eine
wahlweise links- oder rechtsseitige Anbringung an der Schwenkeinrichtung erlauben.
[0041] Der Tragboden für das Eckschrank-Möbel ist insbesondere mit genau einem entsprechenden
Stützelement an der Schwenkeinrichtung aufgenommen, wobei der Tragboden allein um
die Schwenkachse gelenkig bewegbar ist, wobei zwischen dem Stützelement und dem Tragboden
beim Heraus- und Einschwenken des Tragbodens am Eckschrank-Möbel keine Relativbewegung
stattfindet.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0042] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand schematisch dargestellter
erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- perspektivisch schräg von oben eine Grundstruktur eines Eckschrank-Möbels mit geöffneter
Möbeltüre mit Tragböden, welche mit einer Schwenkeinrichtung gemäß der Erfindung aufgenommen
sind,
- Figur 2
- in Teilansicht den oberen Tragboden mit Schwenkeinrichtung gemäß Figur 1 perspektivisch
in einer Ansicht schräg von unten,
- Figur 3
- der Tragboden mit Verbindungsmitteln gemäß Figur 2 in Alleinstellung in einer weiteren
perspektivischen Ansicht schräg von unten,
- Figur4
- einen Ausschnitt der Unterseite des Tragbodens mit erfindungsgemäßen Verbindungsmitteln
gemäß Figur 3,
- Figuren 5 und 6
- ein Adapterbauteil der Verbindungsmittel gemäß der Figuren 2 bis 4 perspektivisch
schräg von oben und in Seitenansicht,
- Figur 7
- eine vergrößerte Detail-Darstellung des in Figur 6 umrandeten Bereichs A,
- Figur8
- ein alternatives Adapterbauteil der erfindungsgemäßen Verbindungsmittel in perspektivischer
Ansicht und
- Figur 9
- ein weiteres alternatives Adapterbauteil der erfindungsgemäßen Verbindungsmittel in
einem offenen Zustand.
[0043] Figur 1 zeigt perspektivisch schräg von oben eine Grundstruktur eines Möbels, welches
als Eckschrank-Möbel 1 ausgebildet ist. Das Eckschrank-Möbel 1 umfasst einen kastenartigen
Möbelkorpus 2 mit einem Möbelboden 3, daran seitlich senkrecht nach oben stehenden
gegenüberliegenden parallelen Seitenwänden 4, 5 und eine die Seitenwände 4 und 5 rückwärtig
verbindende Rückwand 6. Oben am Möbelkorpus 2 verlaufen über die Tiefe des Möbelkorpus
2 parallel versetzt zueinander ausgerichtete streifenförmige Auflagestreben 7 und
8 zwischen den Seitenwänden 4 und 5. Außerdem ist eine zwischen dem Möbelboden 3 und
der vorderen Auflagestrebe 7 im Bereich einer halben Breite des Möbelkorpus 2 senkrecht
ausgerichtete schmale Stütze 9 vorhanden.
[0044] Zur schwenkbaren Bewegung einer Möbeltüre 11 sind zwei gleiche Gelenke bzw. Scharniere
10 vorgesehen, die jeweils korpusseitig an der Stütze 9 und innen an der Möbeltüre
11 befestigt sind. In Figur 1 ist lediglich ein oberes Scharnier 10 ersichtlich, ein
unteres Scharnier 10 ist verdeckt.
[0045] Die Möbeltüre 11 ist mittels der Scharniere 10 aus einer Schließstellung (nicht gezeigt)
am Möbelkorpus 2, in paralleler Ausrichtung zur Rückwand 6, in den vollständig geöffneten
Zustand am Möbelkorpus 2 (s. Figur 1) gemäß Bewegungspfeil P1 auswärts schwenkbar
und in die Schließstellung zurückschwenkbar gemäß Bewegungspfeil P2. Am Möbelkorpus
2 sind zwei als Tablare 12 und 13 ausgebildete Tragböden über eine in Figur 1 verdeckte
erfindungsgemäße Schwenkvorrichtungen ebenfalls in die Schwenkrichtungen P1 und P2
schwenkbar aufgenommen. Die Tablare 12 und 13 sind am Möbelkorpus 2 um eine senkrechte
Schwenkachse S schwenkbar und der untere Tablar 13 mit einer Innenseite der Möbeltüre
gekoppelt.
[0046] Bei geschlossener Möbeltüre 11 sind die Tablare 12 und 13 vollständig innerhalb eines
Innenvolumens 14 des Möbelkorpus 2 untergebracht. Ein zur geschlossenen Möbeltüre
11 seitlich versetzter Frontbereich F ist beispielsweise von einem benachbarten Möbel
verdeckt bzw. nicht zugänglich. Daher sind die Tablare 12, 13 um die Schwenkachse
S schwenkbar, so dass bei aufgeschwenkter Möbeltüre 11 gemäß Figur 1 die Tablare 12,
13 zum Be- und Entladen von vorne zugänglich sind.
[0047] Figur 2 zeigt das Tablar 12 perspektivisch schräg von unten an einer erfindungsgemäßen
Schwenkeinrichtung 15, wobei das Tablar 12 an einer erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung
16 angebracht ist. Die erfindungsgemäße Schwenkeinrichtung 15 umfasst die vertikale
Schwenkachse S, welche mit einer Tragsäule 17 bereitgestellt wird. Die Tragsäule 17
ist in Figur 2 nur über eine untere Teillänge dargestellt. Der untere Tablar 12 ist
entsprechend an der Schwenkeinrichtung 15 aufgenommen.
[0048] Die Schwenkeinrichtung 15 umfasst neben der Tragsäule 17 weitere Beschlagteile 18.
Die Beschlagteile 18 umfassen insbesondere eine fest mit der Tragsäule 17 verbundene
Aufnahmeanordnung 19, durch welche sich ein radialer Abstand zwischen der Schwenkachse
S und einer Verbindungsstelle mit einem als Stützrohr 21 ausgebildeten Stützelement
ergibt. Die Aufnahmeanordnung 19 weist hierzu eine Anbringschelle 20 auf, an welcher
das Stützrohr 21 der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung 16 fest angebracht ist.
Das als zylindrisches Rohr gestaltete Stützrohr 21 ist in einem zur Tragsäule 17 gewandten
Endabschnitt beispielsweise über eine Befestigungsschraube 22 mit der Anbringschelle
20 verbunden.
[0049] Zur abstützenden Aufnahme des Tablars 12 an der Abstützvorrichtung 16 bzw. zum Aufsetzen
des Tablars 12 von oben auf das Stützrohr 21 sind an einer Unterseite 23 des Tablars
12 ein erster Tablaradapter 24 und ein zweiter Tablaradapter 25 fest fixiert an vorgegebenen
Stellen bzw. mit vorgegebenen Abstand von Steckzapfen 28 vorhanden. Die Tablaradapter
24, 25 stellen dem Tablar 12 zugehörige Einsteckmittel von Verbindungsmitteln dar,
die zur Verbindung des Tablars 12 mit dem Stützrohr 21 dienen.
[0050] Die gleichartigen bzw. hier vorteilhaft identischen Tablaradapter 24, 25 sind vorzugsweise
aus Metall und weisen jeweils ein Montageblech 26 auf, welches am Tablar 12 über zwei
endseitige Abschnitte flächig an der Unterseite 23 anliegt. Damit ist ein flächiger
Abstützkontakt des Tablars 12 über eine entsprechende Fläche der Unterseite 23 am
Tablar 12 eingerichtet. In jedem endseitigen Abschnitt des Montageblechs 26 ist ein
Schraubloch 27 vorhanden, durch welche über nicht dargestellte Schraubmittel die Tablaradapter
24, 25 unten am Tablar 12 angeschraubt sind. Das Montageblech 26 ist streifenförmig
bzw. länglich ausgebildet und weist schmale nach unten umgebogene Ränder auf. Mittig
an einem etwas nach unten versetzten Mittelabschnitt des Montageblechs 26 ist der
jeweilige Steckzapfen 28 mit einem Zwischenabschnitt 28a senkrecht nach unten abstehend
ausgebildet. Die jeweiligen zueinander identischen Steckzapfen 28 der beiden Tablaradapter
24 und 25 reichen mit vergleichsweise geringem umfänglichen Spiel durch vorbereitete
und zu den Steckzapfen 28 passend ausgebildete Öffnungen 29, 30 in dem Stützrohr 21.
Die als Stützelement-Organe dienenden Öffnungen 29, 30 stellen zudem die Aufnahmemittel
der Verbindungsmittel zwischen dem Tablar 12 und dem Stützrohr 21 dar. Der Abstand
1 zwischen den Öffnungen 29, 30 in dem Stützrohr 21 entspricht dem Abstand l der beiden
Steckzapfen 28 der am Tablar 12 angeschraubten Tablaradapter 24 und 25.
[0051] Aufgrund des als Hohlprofil ausgebildeten Stützrohrs 21 umfasst die Öffnung 29 zwei
Bohrungen, eine obere Bohrung in einer nach oben gerichteten Seite und eine zur oberen
Bohrung fluchtende untere Bohrung in einer nach unten gerichteten Seite der Rohrwandung.
Entsprechend weist auch die Öffnung 30 zwei Bohrungen auf.
[0052] Die Bohrungen sind in ihrer Form und in ihrem Außenmaß jeweils auf die Form und das
Außenmaß der Steckzapfen 28 der dazugehörigen Tablaradapter 24 und 25 für ein problemloses
Ein- bzw. Durchstecken abgestimmt. Die Steckzapfen 28 weisen in ihrem unteren Endbereich,
welcher im durchgesteckten Zustand der Tablaradapter 24, 25 durch das Stützrohr 21
an diesem unterseitig übersteht, einen Außengewindeabschnitt 31 auf. Der Außengewindeabschnitt
31 und ein Innengewinde von zugehörigen Schraubenmuttern 32 bzw. 33 sind passend aufeinander
abgestimmt ausgebildet. Auf diese Weise können die Tablaradapter 24, 25 mit den Steckzapfen
28, welche die Öffnungen 29, 30 im Stützrohr 21 durchgreifen, klemmend fixiert werden,
indem die Schraubenmuttern 32 bzw. 33 auf den Außengewindeabschnitten 31 (s. Figuren
5-7) fest von unten gegen das Stützrohr 21 drückend aufgeschraubt sind (s. Figur 2).
Das Tablar 12 und das Stützrohr 21 bilden dadurch eine starr verbundene Einheit. Die
Schraubenmuttern 32 und 33 sind vorzugsweise Kunststoffmuttern.
[0053] Im bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 2 bis 7 weisen die zylindrischen
Steckzapfen 28 einen Außendurchmesser d von genau 8,0 Millimeter (mm) auf (siehe Figur
7). Demgemäß ist der Durchmesser der kreisrunden Öffnungen 29 und 30 geringfügig größer
als 8,0 Millimeter zum Beispiel 8,1 bis 8, 5 Millimeter.
[0054] Ein Abstand 1 zwischen den beiden Öffnungen 29, 30, in Längsrichtung des Stützrohrs
betrachtet, bzw. damit zwischen den Steckzapfen 28 der am Tablar 12 fest angeschraubten
Tablaradapter 24 und 25 (s. Figur 4) beträgt vorzugsweise entweder 300 Millimeter
oder 450 Millimeter. Für eine universelle bzw. wahlweise Verwendung des Stützrohrs
21 können am Stützrohr 21 zum Beispiel mindestens drei in Längsrichtung des Stützrohrs
21 linear versetzte Öffnungen ausgebildet sein, so dass von einer ersten Öffnung ausgehend
sowohl ein Abstand von 300 Millimeter als auch ein Abstand von 450 Millimetern zwischen
der ersten Öffnung am Stützrohr 21 und einer weiteren Öffnung am Stützrohr realisiert
ist. Dies ist für die Fälle vorteilhaft, in denen ein Stützrohr für unterschiedlich
große Tablare geeignet sein soll. Das Stützrohr selbst ist dabei länger als 450 Millimeter,
zum Beispiel ca. 500 Millimeter lang. Damit können zwei Tablaradapter an einem Tablar
derart angebracht werden, dass zwei Steckzapfen unten am Tablar entweder im Abstand
von 300 Millimetern oder 450 Millimetern vorhanden sind. Nicht ausgeschlossen sind
dabei auch drei Tablaradapter, deren Steckzapfen in einer Linie im Abstand von 300
und 450 Millimetern bezogen auf einen ersten Steckzapfen vorhanden sind.
[0055] Figur 8 zeigt einen zu dem Tablaradaptern 24 bzw. 25 alternativen erfindungsgemäßen
Tablaradapter 34. Jeweils ein Tablaradapter 34 kann an den Stellen, an denen die zwei
Tablaradapter 24 und 25 an einem Tablar unterseitig vorgesehen sein können, angebracht
sein.
[0056] Der Tablaradapter 34 ist über zwei Schraublöcher 35 in einem länglichen, oben ebenen
Stegabschnitt 36 an einer Unterseite des Tablars 12 anschraubbar. Unten an den Stegabschnitt
36 schließt sich hier einstückig ein Schellenabschnitt 37 mit einer als Durchstecköffnung
dienende Rundöffnung 38 für das Stützrohr 21 an. Der Durchmesser der Rundöffnung 38
am Schellenabschnitt 37 ist demgemäß im Durchmesser auf den Außendurchmesser des durchzusteckenden
Stützrohrs 21 abgestimmt.
[0057] Außerdem ist am Schellenabschnitt 37 ein durch ein Loch reichender zum Beispiel federnd
vorgespannt versetzbar aufgenommener Arretierzapfen 39 vorhanden, dessen Zapfen-Längsachse
senkrecht zur Unterseite 23 des Tablars 12 ausgerichtet ist, im montierten Zustand
des Tablaradapters 34 am Tablar 12. Ein vorderes Ende des Arretierzapfens 39, an dem
eine umlaufende nach vorne sich verjüngende Fase ausgebildet ist, ragt federnd vorgespannt
etwas in die Rundöffnung 38 hinein.
[0058] Beim Durchstecken des Stützrohrs 21 (nicht gezeigt) durch die Rundöffnung 38 weicht
der Arretierzapfen 39 etwas zurück gegen die Federkraft, bis bei weiterem Einschieben
des Stützrohrs 21 der Arretierzapfen 39 in die vorbereitete untere Bohrung der zum
Beispiel vorderen Öffnung 30 am Stützrohr 21 für die Arretierung des Stützrohrs 21
am Tablaradapter 34 einschnappt. Zum Lösen des Tablars 12 vom Stützrohr 21 wird der
Arretierzapfen 39 an einem Kopfabschnitt 39a greifend nach unten gegen die Federvorspannung
aus der unteren Bohrung am Stützrohr 21 gezogen. Der Außendurchmesser des Zapfens
des Arretierzapfens 39 beträgt vorzugsweise 8,0 Millimeter.
[0059] Ein weiterer zu den Tablaradaptern 24, 25 bzw. 34 alternativer erfindungsgemäßer
Tablaradapter 40, der im Grundaufbau Merkmale des Tablaradapters 34 aufweist, zeigt
Figur 9. Der Tablaradapter 40 umfasst einen oberseitig ebenen Grundkörper 41 mit Schraublöchern
42 zum Anschrauben an der Unterseite des dazugehörigen Tablars über nicht gezeigte
Schrauben.
[0060] Ein unterhalb des Grundkörpers 41 vorhandene Schellenabschnitt 49 ist über ein Gelenk
43 geteilt, so dass ein Bügel 44 gelenkig um die Gelenkachse S1 schwenkbar und in
eine in Figur 9 dargestellte offene und in eine geschlossene Stellung am Schellenabschnitt
49 bringbar ist, welche mit einem Arretierstift 47 sicherbar ist. Zur Fixierung des
Bügels 44 in der geschlossene Stellung (nicht dargestellt) bei um die Gelenkachse
S1 nach oben verschwenktem Bügel 44 ist der Fixierstift 47 mit einem Außengewinde
in eine entsprechende Aufnahme 50 mit passendem Innengewinde eingeschraubt.
[0061] Im Unterschied zum Tablaradapter 34 bzw. dem Schellenabschnitt 37 weist der Schellenabschnitt
49 neben einem unteren Zapfenabschnitt 45 einen gegenüberliegenden oberen Zapfenabschnitt
46 auf. Die Zapfenabschnitte 45, 46 ragen etwas in eine Rundöffnung 48 des Schellenabschnitts
49 hinein. Wenn das Stützrohr 21 in passender Verbindungsstellung in die Rundöffnung
48 durchgreift, greifen die beiden Zapfenabschnitte 45, 46 in die beiden Bohrungen
zum Beispiel der Öffnung 30 oder der Öffnung 29 ein. Dadurch ist das Stützrohr fest
bzw. starr mit dem Tablar über den daran angeschraubten Tablaradapter 40 gesichert.
[0062] Mit dem Tablaradapter 40 und dessen schwenkbaren Bügel 44 kann der Tablar 12 von
oben auf das Stützrohr 21 aufgesetzt werden und muss nicht wie beim Tablaradapter
34 axial am Stützrohr 21 aufgeschoben werden, was bei der Montage vorteilhaft sein
kann.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0063]
- 1
- Eckschrank-Möbel
- 2
- Möbelkorpus
- 3
- Möbelboden
- 4
- Seitenwand
- 5
- Seitenwand
- 6
- Rückwand
- 7
- Auflagestrebe
- 8
- Auflagestrebe
- 9
- Stütze
- 10
- Scharnier
- 11
- Möbeltüre
- 12
- Tablar
- 13
- Tablar
- 14
- Innenvolumen
- 15
- Schwenkeinrichtung
- 16
- Abstützvorrichtung
- 17
- Tragsäule
- 18
- Beschlagteil
- 19
- Aufnahmeanordnung
- 20
- Anbringschelle
- 21
- Stützrohr
- 22
- Befestigungsschraube
- 23
- Unterseite
- 24
- Tablaradapter
- 25
- Tablaradapter
- 26
- Montageblech
- 27
- Schraubloch
- 28
- Steckzapfen
- 28a
- Zwischenabschnitt
- 29
- Öffnung
- 30
- Öffnung
- 31
- Außengewindeabschnitt
- 32
- Schraubenmutter
- 33
- Schraubenmutter
- 34
- Tablaradapter
- 35
- Schraubloch
- 36
- Stegabschnitt
- 37
- Schellenabschnitt
- 38
- Rundöffnung
- 39
- Arretierzapfen
- 39a
- Kopfabschnitt
- 40
- Tablaradapter
- 41
- Grundkörper
- 42
- Schraubloch
- 43
- Gelenk
- 44
- Bügel
- 45
- Zapfenabschnitt
- 46
- Zapfenabschnitt
- 47
- Arretierstift
- 48
- Rundöffnung
- 49
- Schellenabschnitt
- 50
- Aufnahme
1. Schwenkeinrichtung (15) für ein Eckschrank-Möbel (1), das mehrere vertikal versetzte,
mit der Schwenkeinrichtung (15) schwenkbare Tragböden (12, 13) aufweist, wobei die
Schwenkeinrichtung (15) eine Tragsäule (17) zur Bereitstellung einer vertikalen Schwenkachse
umfasst und wobei für jeden Tragbogen eine Vorrichtung zur Abstützung an der Tragsäule
vorhanden ist, um alle Tragböden gleichartig an der gemeinsamen Tragsäule zu verbinden,
wobei jede Vorrichtung zur Abstützung des jeweiligen Tragbodens (12, 13) ein zur Schwenkachse
auskragendes Stützelement (21) aufweist, das für eine Verbindung mit dem jeweiligen
Tragboden (12, 13) ausgebildet ist und im montierten Zustand mit der Schwenkachse
verbunden ist, wobei am Stützelement (21) wenigstens zwei voneinander in Längsrichtung
des Stützelements (21) beabstandete Stützelement-Organe für eine Verbindung mit dem
jeweiligen Tragboden (12, 13) vorgesehen sind, welche derart ausgebildet sind, dass
über ein erstes Stützelement-Organ eine Verbindung mit dem jeweiligen Tragboden (12,
13) an einer zugehörigen ersten Verbindungstelle am jeweiligen Tragboden (12, 13)
einrichtbar ist und über ein zweites Stützelement-Organ eine Verbindung mit dem jeweiligen
Tragboden (12, 13) an einer zweiten Verbindungstelle am jeweiligen Tragboden (12,
13) einrichtbar ist, so dass in einem mit dem Stützelement (21) einrichtbaren Verbindungszustand
des jeweiligen Tragbodens (12, 13) die Abstützung des jeweiligen Tragbodens (12, 13)
über die zwei Stützelement-Organe des Stützelements (21) derart erfolgt, dass ein
Abstand am Stützelement (21) zwischen den zwei Stützelement-Organen unveränderlich
ist, wobei Verbindungsmittel zur Verbindung des Stützelements (21) und des jeweiligen
Tragbodens (12, 13) vorgesehen sind, welche dem jeweiligen Tragboden (12, 13) zuordenbare
Eingreifmittel und dem Stützelement (21) zuordenbare Aufnahmemittel umfassen, wobei
die Eingreifmittel und die Aufnahmemittel zusammenwirkend ausgebildet sind, und wobei
die Verbindungsmittel einem Stützelement-Organ und einer dem Stützelement-Organ zugehörigen
Verbindungsstelle am jeweiligen Tragboden (12, 13) zuordenbarsind, um eine Fixierung
des Stützelements (21) an dem jeweiligen Tragboden (12, 13) einzurichten, wobei die
Verbindungsmittel einen in radialer Richtung zu einer Längsachse des Stützelements
(21) ausgerichteten Steckabschnitt (28) aufweisen, der für ein passendes Eingreifen
in eine zugeordnete Aufnahme (29, 30) ausgebildet ist, wobei der Steckabschnitt (28)
den Eingreifmitteln zugehörig ist und die Aufnahme (29, 30) den Aufnahmemitteln zugehörig
ist, wobei das Stützelement als Stützrohr (21) ausgebildet ist.
2. Schwenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem mit dem Stützelement (21) einrichtbaren Verbindungszustand eine Gelenkfunktion
zwischen dem jeweiligen Tragboden (12, 13) und dem Stützelement (21) unterbunden ist.
3. Schwenkeinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (21) derart ausgebildet ist, dass das Stützelement (21) in einem
Verbindungszustand mit dem jeweiligen Tragboden (12,13) ein zumindest im Wesentlichen
starres Bauteil bildet.
4. Schwenkeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand am Stützelement (21) zwischen zwei Stützelement-Organen circa 50 Millimeter
bis circa 600 Millimeter beträgt, vorzugsweise circa 200 Millimeter bis circa 500
Millimeter beträgt.
5. Schwenkeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand am Stützelement (21) zwischen zwei Stützelement-Organen circa 300 Millimeter
und/oder circa 450 Millimeter beträgt.
6. Schwenkeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel derart ausgestaltet sind, dass im verbundenen Zustand des Stützelements
(21) mit dem jeweiligen Tragboden (12, 13) zwischen einer Außenkontur des Stützelements
(21) und einer Unterseite (23) des Tragbodens (12) ein Abschnitt (28a) der Verbindungsmittel
vorhanden ist.
7. Schwenkeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel Eingreifmittel mit dem Steckabschnitt (28) umfassen, wobei
ein Außenmaß des Steckabschnitts (28) circa 4 Millimeter bis circa 12 Millimeter aufweist,
insbesondere bis maximal circa 8,5 Millimeter, insbesondere einen Außendurchmesser
von genau 8,0 Millimeter aufweist.
8. Schwenkeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Koppelmittel (20, 22) für eine Anbindung des Stützelements (21) vorgesehen sind.
1. Pivoting device (15) for a corner cabinet piece of furniture (1) which has a plurality
of vertically offset carrying shelves (12, 13) which are pivotable by means of the
pivoting device (15), wherein the pivoting device (15) includes a supporting column
(17) for providing a vertical pivoting axis and wherein each carrying shelf has an
apparatus providing a support at the supporting column to connect all carrying shelves
in the same way to the common supporting column, wherein each apparatus for supporting
the respective carrying shelf (12, 13) has a supporting element (21) projecting towards
the pivoting axis, which is provided for a connection to the respective carrying shelf
(12, 13) and which, in a mounted state, is connected to the pivoting axis, wherein,
at the supporting element (21), at least two supporting element organs for a connection
to the respective carrying shelf (12, 13) are provided at a distance in a longitudinal
direction of the supporting element (21), which are configured such that via a first
supporting element organ a connection to the respective carrying shelf (12, 13) at
an associated first connection point at the respective carrying shelf (12, 13) can
be established and via a second supporting element organ a connection to the respective
carrying shelf (12, 13) at a second connection point at the respective carrying shelf
(12, 13) can be established so that, in a connected state of the respective carrying
shelf (12, 13), which can be established with the supporting element (21), the support
of the respective carrying shelf (12, 13) via the two supporting element organs of
the supporting element (21) is such that a distance between the two supporting element
organs at the supporting element (21) is invariable,
wherein connection means are provided for connecting the supporting element and the
respective carrying shelf (12, 13) which include engaging means assignable to the
respective carrying shelf (12, 13) and receiving means assignable to the supporting
element (21), wherein the engaging means and the receiving means are configured in
a corporating way, and wherein the connection means are assignable to one supporting
element organ and to one connection point at the respective carrying shelf (12, 13)
belonging to the supporting element organ to establish a fixation of the supporting
element at the respective carrying shelf (12, 13), wherein the connection means have
a plug-in section (28) orientated in radial direction with regard to a longitudinal
axis of the supporting element (21), which is configured for a fitting engagement
into an assigned reception (29, 30), wherein the plug-in section (28) belongs to the
engaging means and wherein the reception (29, 30) belongs to the receiving means,
wherein the supporting element is made as a supporting tube (21).
2. Pivoting device according to claim 1, characterised in that, in a connection state which can be established with the supporting element (21),
a joint function between the respective carrying shelf (12, 13) and the supporting
element (21) is blocked.
3. Pivoting device according to claim 1 or 2, characterised in that the supporting element (21) is configured such that the supporting element (21),
in a connection state, forms an at least essentially rigid unit together with the
respective carrying shelf (12, 13).
4. Pivoting device according to any of the preceding claims, characterised in that the distance at the supporting element (21) between two supporting element organs
is about 50 mm up to about 600 mm, preferably about 200 mm up to about 500 mm.
5. Pivoting device according to any of the preceding claims, characterised in that the distance at the supporting element (21) between two supporting element organs
is about 300 mm and/or about 450 mm.
6. Pivoting device according to any of the preceding claims, characterised in that the connection means are made such that, in a connected state of the supporting elements
with the respective carrying shelf (12, 13), a section (28a) of the connection means
is provided between an outer contour of the supporting element (21) and an underside
(23) of the carrying shelf (12).
7. Pivoting device according to any of the preceding claims, characterised in that the connection means include engaging means comprising the plug-in section (28),
wherein an outer dimension of the plug-in section (28) is about 4 mm up to about 12
mm, particularly up to about 8,5 mm and particularly comprises an outer diameter of
exactly 8,0 mm.
8. Pivoting device according to any of the preceding claims, characterised in that coupling means (20, 22) are provided for a coupling of the supporting element (21).
1. Dispositif de pivotement (15) pour un meuble d'armoire d'angle (1), qui comprend plusieurs
fonds de support (12, 13) décalés verticalement pivotant avec le dispositif de pivotement
(15), le dispositif de pivotement comprenant une colonne de support (17) pour la réalisation
d'un axe de pivotement vertical et, pour chaque fond de support, un dispositif d'appui
contre la colonne de support est prévu, afin de relier tous les fonds de support de
la même manière à la colonne de support commune,
chaque dispositif pour l'appui du fond de support (12, 13) correspondant comprenant
un élément d'appui (21) en porte-à-faux par rapport à l'axe de pivotement, qui est
conçu pour une liaison avec le fond de support (12, 13) correspondant et qui, dans
l'état monté, est relié avec l'axe de pivotement, moyennant quoi, sur l'élément d'appui
(21), sont prévus au moins deux organes d'élément d'appui distants entre eux dans
la direction longitudinale de l'élément d'appui (21), pour une liaison avec le fond
de support (12, 13) correspondant, qui sont conçus de façon à ce que, par l'intermédiaire
d'un premier organe d'élément d'appui, une liaison avec le fond de support (12, 13)
correspondant peut être établie au niveau d'un premier point de liaison correspondant
sur le fond de support (12, 13) correspondant et, par l'intermédiaire d'un deuxième
organe d'élément d'appui, une liaison avec le fond de support (12, 13) correspondant
peut être établie au niveau d'un deuxième point de liaison sur le fond de support
(12, 13) correspondant, de façon à ce que, dans un état de liaison, pouvant être établi
avec l'élément d'appui (21), du fond de support (12, 13) correspondant, l'appui du
fond de support (12, 13) correspondant a lieu par l'intermédiaire des deux organes
d'élément d'appui de l'élément d'appui (21) de façon à ce qu'une distance sur l'élément
d'appui (21) entre les deux organes d'élément d'appui soit invariable, des moyens
de liaison pour la liaison de l'élément d'appui (21) et du fond de support (12, 13)
correspondant étant prévus, qui comprennent des moyens d'emboîtement pouvant correspondre
au fond de support (12, 13) correspondant et des moyens de logement pouvant correspondre
à l'élément d'appui (21), les moyens d'emboîtement et les moyens de logement étant
conçus de façon à interagir et les moyens de liaison pouvant correspondre à un organe
d'élément d'appui et à un point de liaison correspondant à l'organe d'élément d'appui
sur le fond de support (12, 13) correspondant, afin d'établir une fixation de l'élément
d'appui (21) sur le fond de support (12, 13) correspondant, les moyens de liaison
comprenant une portion d'enfichage (28) orientée dans la direction radiale vers un
axe longitudinal de l'élément d'appui (21), qui est conçue pour un emboîtement adapté
dans un logement (29, 30) correspondant, la portion d'enfichage (28) faisant partie
des moyens d'emboîtement et le logement (29, 30) faisant partie des moyens de logement,
l'élément d'appui étant conçu comme un tube d'appui (21).
2. Dispositif de pivotement selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans l'état de liaison pouvant être établi avec l'élément d'appui (21), une fonction
d'articulation entre le fond de support (12, 13) correspondant et l'élément d'appui
(21) est inhibée.
3. Dispositif de pivotement selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément d'appui (21) est conçu de façon à ce que l'élément d'appui (21) forme,
dans un état de liaison avec le fond de support (12, 13), un composant globalement
rigide.
4. Dispositif de pivotement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance, au niveau de l'élément d'appui (21), entre deux organes d'élément d'appui,
est d'environ 50 millimètres à environ 600 millimètres, de préférence d'environ 200
millimètres à environ 500 millimètres.
5. Dispositif de pivotement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance, au niveau de l'élément d'appui (21), entre deux organes d'élément d'appui,
est d'environ 300 millimètres et/ou d'environ 450 millimètres.
6. Dispositif de pivotement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de liaison sont conçus de façon à ce que, dans l'état relié de l'élément
d'appui (21) avec le fond de support (12, 13) correspondant, entre un contour externe
de l'élément d'appui (21) et un côté inférieur (23) du fond de support (12), se trouve
une portion (28a) des moyens de liaison.
7. Dispositif de pivotement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de liaison comprennent des moyens d'emboîtement avec la portion d'enfichage
(28), une dimension externe de la portion d'enfichage (28) étant d'environ 4 millimètres
à environ 12 millimètres, plus particulièrement jusqu'à environ 8,5 millimètres maximum,
plus particulièrement présente un diamètre extérieur de 8,0 millimètres exactement.
8. Dispositif de pivotement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens de couplage (20, 22) sont prévus pour une fixation de l'élément d'appui
(21).