[0001] Die Erfindung betrifft ein Stempelkissen, gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1
und 7.
[0002] Aus der
DE 1 276 662 B ist ein Selbstfärbestempel bekannt, bei dem die Stempelplatte in der Ruheposition
in einem Winkel von 90° zur Aufstandsfläche, insbesondere Stempelfläche, positioniert
ist. Dabei liegt die Stempelplatte am parallel dazu angeordneten Stempelkissen zur
Aufnahme von Farbe an. Für die Schwenkbewegung von der Ruhestellung ausgehend zur
Erzeugung eines Stempelabdrucks weist der Druckplattenträger, an dem die Stempelplatte
für den Stempelabdruck fixiert ist, an jeder Seite zwei Führungszapfen auf. Diese
Führungszapfen sind in einer T-förmig ausgebildeten Führungsnut, insbesondere einer
Vertikal- und Horizontalführungsnut, in einem Unterteil des Selbstfärbestempels angeordnet.
Weiters weist der Druckplattenträger eine Achse auf, auf die bei der Stempelbewegung
der Oberteil mit einem schräg angeordneten Führungskanal einwirkt. Somit wird bei
einem Stempelvorgang zuerst der Druckplattenträger über den Führungskanal und die
Führungsnut in horizontaler Richtung vom Stempelkissen beabstandet, worauf nach Erreichen
der Vertikalführungsnut durch Vertikalverschiebung eines der beiden Führungszapfen
in Zusammenspiel mit dem weiteren Führungszapfen in der Horizontalführungsnut eine
Drehbewegung eingeleitet wird. Nach Beendigung der Drehbewegung bzw. nach Erreichen
der Vertikalführungsnut durch den zweiten Führungszapfen wird der Druckplattenträger
nunmehr entlang der Vertikalführungsnut zur Erzeugung des Stempelabdrucks bewegt.
[0003] Nachteilig ist hierbei, dass bei einer derartigen Bauform des Selbstfärbestempels
ein relativ hoher Aufwand zur Erzeugung des Stempelabdrucks erforderlich ist. Ein
weiterer Nachteil liegt darin, dass die Bauart aufgrund der Vielzahl der notwendigen
Führungen und mechanischen Teile im Verhältnis zur Stempelplattengröße sehr groß ist,
da nur ein kleiner Bereich der Aufstandsfläche tatsächlich für den Abdruck nutzbar
ist. Zudem ist durch diese Bauweise ein erhöhter Kraftaufwand beim Stempeln erforderlich,
da durch die Führungsachsen und Zapfen Reibkräfte entstehen. Darüber hinaus ist es
möglich, dass aufgrund von möglichen Verkantungen in der T-förmigen Führungsnut kein
fließender Bewegungsablauf erzielt wird.
[0004] Ein weiterer ähnlicher Aufbau ist aus der
EP 0 249 901 A2 bekannt, bei dem wiederum der Druckplattenträger in einem 90° Winkel zur Aufstandsfläche
in der Ruheposition am Stempelkissen anliegt. Für den Drehmechanismus sind wiederum
pro Seite zwei Führungszapfen vorgesehen, wobei ein Führungszapfen am Unterteil und
der zweite Führungszapfen am Druckplattenträger angeordnet ist. Der am Unterteil angeordnete
Führungszapfen greift in eine Führungsbahn am Druckplattenträger ein, wogegen der
am Druckplattenträger angeordnete Führungszapfen in Führungsnuten am Unter- und Oberteil
eingreift. Sämtliche Führungsbahnen sind zueinander derart eingerichtet, dass ein
horizontales Abheben, Schwenken in Vertikalposition und vertikales Bewegen des Druckplattenträgers
zur Erzeugung eines Stempelabdrucks erreicht wird.
[0005] Nachteilig ist hierbei wiederum, dass der Druckplattenträger bzw. die Stempelplatte
nur einen sehr geringen Bereich der Aufstandsfläche nützen kann, da aufgrund des Bewegungsmechanismus
ein großer Platzbedarf für die Beabstandung vom Kissen und die Schwenkbewegung erforderlich
ist.
[0006] Darüber hinaus ist aus der
US 5,740,737 A ein Stempel bekannt, bei dem die Stempelplatte in Ausgangsstellung vertikal und zum
Einfärben der Stempelplatte nunmehr anstatt des Stempelkissens eine mit Farbe getränkte
Rolle angeordnet ist. Dabei liegt die Stempelplatte in Ruhestellung nicht oder nur
zum Teil an der Rolle an, sodass erst beim Stempelvorgang durch die Vertikalverschiebung
der Stempelplatte entlang der Rolle Farbe aufgenommen werden kann. Die Drehbewegung
wird hier über mehrere Zapfen und Führungen erst nach der Farbaufnahme eingeleitet,
das heißt die Stempelplatte wird zuerst vertikal in einem Winkel von 90° zur Aufstandsfläche
über die Rolle bewegt und dann der Wendemechanismus und Stempelvorgang eingeleitet.
[0007] Nachteilig ist hierbei, dass durch eine derartige Ausbildung keine optimale und gleichmäßige
Farbaufnahme erreicht wird, da die Stempelplatte in Ruheposition nicht an dem mit
Farbe getränkten Stempelkissen anliegt. Liegt hingegen die Rolle teilweise auf der
Stempelplatte an, so erfolgt überhaupt eine ungleichmäßige Farbaufnahme, sodass ein
unregelmäßiges Stempelbild erzeugt wird.
[0008] Aus der
US 6,834,584 B1 ist ein Stempel mit einer 90°-Wendung zur Erzeugung eines Stempelabdrucks ohne Stempelkissen
bekannt. Bei einem derartigen Stempel ist der Druckplattenträger so ausgebildet, dass
die Stempelplatte gleichzeitig das Stempelbild und Farbspeicher bildet. Es handelt
sich hierbei somit um keinen Selbstfärbestempel. Dadurch, dass der Druckplattenträger
bei dieser Bauart kein Stempelkissen benötigt und somit nicht von diesem abgehoben
werden muss und auch bautechnisch kein Platz für ein Stempelkissen vorgesehen werden
muss bzw. das Stempelkissen den Wendemechanismus nicht behindern kann, lässt sich
hier durch entsprechende Ausbildung von Führungsbahnen und -elementen ein einfacher
Schwenkmechanismus mit nur einem Führungszapfen realisieren.
[0009] Schließlich sind, wie beispielsweise aus der
AT 503 827 B1, Stempel anderer Bauart mit einem ersten Gehäuseteil, einem gegenüber dem ersten
Gehäuseteil schwenkbaren zweiten Gehäuseteil, und mit einer Stempelplatte, die um
eine in einem ersten Endbereich des ersten Gehäuseteils gelegene Achse von einer Ruhestellung
in eine Funktionsstellung schwenkbar ist, bekannt. Die Stempelplatte befindet sich
in der Ruhestellung zwischen dem ersten und zweiten Gehäuseteil und in der Funktionsstellung
bildet der erste Gehäuseteil über die Stempelplatte mit dem zweiten Gehäuseteil ein
Dreieck.
[0010] Nachteilig hierbei ist, dass derartige Stempel immer nur für einen Stempelvorgang
ausgelegt sind und der Benutzer für einen weiteren Stempelvorgang den Stempel zur
Aufnahme von Farbe in die Ruhestellung manuell zurückversetzen muss.
[0011] Bei dem zuvor beschriebenen Stand der Technik mit einem so genannten 90°-Wendemechanismus
erfolgt der Stempelkissenwechsel derart, dass das Stempelkissen nach unten aus der
Aufstandsfläche des Stempels gezogen werden muss. Somit muss der Benutzer den Stempel
in einer Hand halten und mit der weiteren Hand kann er anschließend das Stempelkissen
aus einem Schacht herausziehen. Damit der Benutzer das Stempelkissen jedoch mit zwei
Fingern zum Herausziehen festhalten kann, muß dieser zuerst das Stempelkissen aus
der Öffnung des Schachtes herauspressen, wodurch der Austausch nicht einfach möglich
ist.
[0012] Ein weiterer sehr wesentlicher Nachteil bei derartigen Stempeln liegt darin, dass
bei dem genannten Stand der Technik der selbstfärbenden Stempel in der Ruhestellung
die Stempelplatte vom Druckplattenträger gegen das Kissen des Stempelkissens gedrückt
wird, sodass ein einfaches Herausziehen des Stempelkissens aus dem Schacht nicht möglich
ist, da dieses von der Stempelplatte gesperrt wird. Der Benutzer muß hierzu den Stempel
leicht zusammen drücken, sodass der Druckplattenträger ein wenig in Richtung der Stempelstellung
bewegt wird und somit die Stempelplatte vom Stempelkissen abgehoben wird, sodass nunmehr
der Benutzer die Stempelplatte herausziehen kann. Dabei muss jedoch die abgehobenen
Stellung eingehalten werden, sprich der Benutzer muss den Stempel ständig zusammenpressen
und gleichzeitig das Stempelkissen herausziehen oder der Stempel muß mit einer Fixiervorrichtung
ausgestattet sein, mit der der Stempel in einer bestimmten Position gesperrt werden
kann, sodass vom Benutzer dieser nicht mehr zusammengepresst werden muss, sondern
nach dem Sperren das Stempelkissen herausgezogen werden kann. Der Einbau einer derartigen
Fixiervorrichtung erfordert einen erheblichen Mehraufwand und erhöht die Kosten wesentlich.
Auch wird der Aufbau des Stempels verkompliziert.
[0013] Es kann also gesagt werden, dass der Bedienerkomfort, insbesondere beim Tauschen
des Stempelkissens, bei dem abgehandelten Stempel zu wünschen übrig lässt und der
Benutzer beim Stempelwechsel oftmals schmutzige Finger bekommt, da dieser die Stempelkissen
auch nicht richtig angreifen kann. Durch das gleichzeitige Betätigen mit beiden Händen
hat der Benutzer auch oftmals nicht die optimale Sicht auf das Stempelkissen, sodass
dieser leicht in das mit Farbe getränkte Kissen hineingreift.
[0014] Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, einen Stempel, ein Stempelkissen für den Stempel,
sowie ein Verfahren zum Wechseln des Stempelkissens und zur Montage einer Stempelplatte
zu schaffen, bei dem ein einfacher, kompakter und kostengünstiger Aufbau, eine Baugröße-
und Gewichtsreduktion und eine einfache Handhabung erzielt wird. Eine weitere Aufgabe
liegt darin, eine größtmögliche Ausnützung der Aufstandsfläche des Stempels für den
Stempelabdruck zu nutzen. Weiters liegt die Aufgabe der Erfindung darin, die einleitend
genannten Nachteile zu vermeiden.
[0015] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Stempelkissen gelöst, bei dem an einer Längsseitenfläche
zumindest ein Mittel zum Einsatz in ein korrespondierendes Mittel in einem Stempel
angeordnet ist, und dass an einer weiteren Seite ein weiteres Mittel zum Positionieren
und Halten angeordnet ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass dadurch eine einfache und
kostengünstige Herstellung für das Stempelkissen geschaffen wird, wobei dabei ein
spielfreier und sicherer Halt in einem Stempel erreicht wird. Die kostengünstige Herstellung
ist für ein Stempelkissen insofern von Vorteil, da dieses als Verschleißteil ausgebildet
ist und somit des Öfteren getauscht wird.
[0016] Es ist aber auch eine Ausbildung von Vorteil, bei der an der Längsseitenfläche zwei
Vorsprünge als Mittel angeordnet sind, die zum Einsatz in Ausnehmungen an der Oberfläche
des Unterteils des Stempels ausgebildet sind, und dass an der gegenüberliegenden Seite
wiederum zwei weitere Vorsprünge zum Einsatz in die Ausnehmungen an einem Längssteg
des Unterteils des Stempels angeordnet sind, da durch die Verwendung von Vorsprüngen
eine exakte Positionierung geschaffen werden kann und die Kosten bei der Herstellung
wiederum gering gehalten werden können.
[0017] Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung, bei der die Mittel als Rastfortsätze angeformt
sind, die 90° zu einem Stempelkissenträger ausgerichtet sind. Dadurch wird erreicht,
dass diese einfach in einem Stempel, insbesondere in Öffnungen, eingesetzt werden
können.
[0018] Vorteilhaft ist eine Ausbildung, bei der das Stempelkissen einen Großteil der Seitenfläche,
insbesondere Vorderseite, des Unterteils ersetzt bzw. ausfüllt. Dadurch wird erreicht,
dass das Stempelkissen einen Außenfläche des Unterteils ausbildet und somit die Zugänglichkeit
in der Ruhestellung möglich ist.
[0019] Es ist aber auch eine Ausbildung von Vorteil, bei der die Mittel an den Längsseitenfläche
bzw. einer Längsseite des Stempelkissen angeordnet sind und am Stempel, insbesondere
am Unterteil, ein verformbares Mittel angeordnet ist. Dadurch wird vom Stempel, insbesondere
von dem verformbaren Mittel bei eingesetzten Stempelkissens diese in eine Richtung
gedrückt, sodass ein sicherer Halt und Positionierung des Stempelkissen gewährleistet
ist.
[0020] Es ist aber auch eine Ausbildung von Vorteil, bei der an beiden Schmalseitenflächen
ein Griffelement ausgeformt bzw. angeordnet ist, wodurch eine einfache Handhabung
des Stempelkissens ermöglicht wird.
[0021] 7Die Aufgaben der Erfindung werden aber auch durch ein Stempelkissen mit den Merkmalen
gelöst, dass an zumindest einer der Seitenflächen des Stempelkissenträgers ein verformbares
Mittel für das Fixieren in einem Stempel angeordnet ist und an zumindest einer weiteren
Seitenfläche ein Positionierelement, insbesondere in Form einer Ausnehmung und/oder
Erhebung bzw. Vorsprung angeordnet ist..
[0022] Vorteilhaft in der Kombination eines verformbaren Mittels mit einem insbesondere
in Form von Ausnehmungen und/oder Erhebungen ausgebildeten Positionierelement ist,
dass dadurch eine einfache Montage beim Einsetzen des Stempelkissens in einen Stempel
und zudem eine passgenaue Positionierung des Stempelkissens im Stempelgehäuse möglich
ist. Die Positionierelemente als auch das verformbare Mittel gewährleisten dabei einen
festen Sitz und gesicherte Halterung des Stempelkissens entgegen der Anpresskraft
des Druckplattenträgers bzw. der darauf angebrachten Stempelplatte. Durch die Anordnung
mehrere Mittel auf unterschiedlichen Positionen am Stempelkissen wird erreicht, dass
das Stempelkissen nicht verkehrt eingesetzt werden kann. Weiters wird damit erreicht,
dass bestimmte starre Mittel für die Positionierung in der Aufnahmevorrichtung zuständig
sind und zumindest ein weiteres verformbares Mittel zum Lösen aus der Aufnahmevorrichtung
zuständig ist. Somit wird ein sicheres Einsetzen und Tauschen des Stempelkissens bei
höchstmöglichem Bedienkomfort erreicht.
Von Vorteil ist dabei, dass durch das Zusammenpressen des verformbaren Mittels ein
einfaches Einsetzen bzw. Entnehmen des Stempelkissens in oder aus einem Stempel erzielt
wird und beim Einsetzen des Stempelkissens nach Lösung der Anpresskraft das Stempelkissen
in seiner Position gesichert entgegen der Krafteinwirkung seitens des Druckplattenträgers
bzw. der Druck- oder Stempelplatte gehalten wird. Wesentlich ist bei der erfindungsgemäßen
Lösung, dass über das Mittel das Stempelkissen in der dafür vorgesehen Aufnahmevorrichtung
fixiert wird, da von dem Druckplattenträger bzw. der Stempelplatte ein kontinuierlicher
Druck auf das Stempelkissen ausgeübt wird, welches jedoch parallel dazu entnommen
werden kann, d.h., dass der Druck in jene Richtung ausgeübt wird, in der das Stempelkissen
entnommen wird, sodass eine sichere Fixierung notwendig ist, da ansonsten das Stempelkissen
vom Druckplattenträger aus der Aufnahmevorrichtung gedrückt werden kann.
[0023] Es ist aber auch eine Ausbildung von Vorteil, bei der das Mittel in Form eines Bügels
ausgebildet ist und am Bügel ein Vorsprung oder eine Ausnehmung angeordnet ist.
Die Ausbildung als Bügel hat dabei den Vorteil, dass im Randbereich eine Abstützung
des Stempelkissens erreicht wird und im Zentrum des Bügels, dieser leicht verformt
werden kann.
[0024] Durch die vorteilhafte Weiterbildung, bei der der Bügel in Form eines Griffes ausgebildet
ist, wird erreicht, dass ein einfaches Lösen des Stempelkissens aus der Aufnahmevorrichtung
in einem Stempel erreicht wird.
[0025] Von Vorteil ist auch eine Ausbildung, bei der der Bügel über die gesamte Längsseite
angeordnet ist, da dadurch eine exakte Positionierung ermöglicht wird, da der Bügel
gleichzeitig als Distanzhalter zur Aufnahmevorrichtung fungiert. Somit kann das Stempelkissen
in der Aufnahmevorrichtung verdreht werden.
[0026] Es sei darauf hingewiesen, dass bestimmte Vorteile zu Ausbildungen auch auf andere
korrespondierende bzw. äquivalente Ausbildungen übertragen werden können.
[0027] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert, wobei diese in vereinfachter, schematischer Darstellung gezeigt sind.
[0028] Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Vorderansicht eines selbstfärbenden Stempels mit eingesetztem
Stempelkissen in einer Ruheposition;
Fig. 2 eine Schnitt durch den selbstfärbenden Stempel in der Ruhestellung gemäß Fig.
1 und eingesetztem Stempelkissen;
Fig. 3 eine weitere perspektivische Darstellung des selbstfärbenden Stempels mit eingesetztem
Stempelkissen in der Betätigungs- bzw. Stempelstellung;
Fig. 4 einen Schnitt durch den selbstfärbenden Stempel in der Betätigungsstellung
gemäß Fig.3 mit strichliert eingezeichneten Führungsnuten zum Darstellen des Zusammenspiels
dieser;
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung des selbstfärbenden Stempels ohne Stempelkissen
in seiner Ruheposition;
Fig. 6 eine Vorderansicht des selbstfärbenden Stempels nach Fig. 5 in der Ruhestellung
und ohne eingesetztem Stempelkissen;
Fig. 7 eine Explosionsdarstellung des selbstfärbenden Stempels in perspektivischer
Ansicht;
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung nur des Oberteils vom selbstfärbenden Stempel
mit daran aufgeschnapptem Sichtfenster;
Fig. 9 eine Ansicht in den Innenraum des Oberteils nach Fig. 8;
Fig. 10 eine Seitenansicht des Oberteils nach Fig. 8, mit teilweisem Schnitt für die
Darstellung der Führungsnut;
Fig. 11 eine Vorderansicht des Oberteils nach Fig. 8;
Fig. 12 eine perspektivische Darstellung des Unterteils vom selbstfärbenden Stempel;
Fig. 13 eine Seitenansicht des Unterteils nach Fig. 12;
Fig. 14 eine perspektivische Darstellung des Unterteils mit der Aufnahmevorrichtung
jedoch ohne eingesetztem Stempelkissen;
Fig. 15 eine perspektivische Darstellung des Druckplattenträgers vom selbstfärbenden
Stempel;
Fig. 16 eine Seitenansicht des Druckplattenträgers nach Fig. 15 ohne daran befestigter
Stempelplatte;
Fig. 17 eine Vorderansicht des Druckplattenträgers nach Fig. 15;
Fig. 18 eine perspektivische Darstellung der Feder für den selbstfärbenden Stempel;
Fig. 19 eine perspektivische Darstellung des Sichtfenster für den Oberteil des selbstfärbenden
Stempels;
Fig. 20 ein Ausführungsbeispiel eines Stempelkissens für den selbstfärbenden Stempel
gemäß den Figuren 1 bis 19;
Fig.21 eine Seitenansicht der Längsseite des Stempelkissens nach Fig. 20;
Fig.22 eine Draufsicht auf das Stempelkissen nach Fig. 20;
Fig. 23 eine Seitenansicht der Schmalseite des Stempelkissen nach Fig. 20;
Fig. 24 eine weitere Seitenansicht der weiteren Längsseite des Stempelkissens nach
Fig. 20;
Fig. 25 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines selbstfärbenden Stempels in perspektivischer
Darstellung mit einem sogenannten 180°-Wendemechnismus des Druckplattenträgers;
Fig. 26 ein Ausführungsbeispiel des Stempelkissens mit einem Sichtfenster;
Fig. 27 eine schematische Darstellung eines Druckplattenträgers für einen Pre-Inked-Stempel;
Fig. 28 eine Frontansicht des Stempelkissens als Ausführungsbeispiel mit Griffelementen;
Fig. 29 eine perspektivische Darstellung des Stempels mit einer weiteren Ausführungsform
des Stempelkissen und der dazugehörigen Aufnahmevorrichtung;
Fig. 30 eine Vorderansicht zu Fig. 29;
Fig. 31 eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 29;
Fig. 32 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform eines Stempelkissens in
Verbindung mit dem Unterteil;
Fig. 33 eine Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 32;
Fig. 34 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Stempelkissenverbindung in vergrößerter
Detailausschnittsdarstellung;
Fig. 35 ein Ausführungsbeispiel mit einem beweglichen Mittel an der Aufnahmevorrichtung
im Unterteil;
Fig. 36 eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels mit dem Unterteil
und dem Stempelkissen, gemäß Fig. 35;
Fig. 37 eine perspektivische Darstellung des Stempelkissen gemäß den Fig. 35 und 36;
Fig. 38 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Stempelkissens;
Fig. 39 eine vergrößerte Detailansicht zu Fig. 38, insbesondere den Verbindungsmechanismus;
Fig. 40 eine perspektivische Darstellung des Stempelkissens gemäß Fig. 38;
Fig. 41 eine Schnittdarstellung des Unterteils gemäß Fig. 38;
Fig. 42 eine perspektivische Darstellung des Unterteils ohne Stempelkissen;
Fig. 43 eine vergrößerte Darstellung des federnden Mittesl im Unterteil, gemäß Fig.
42;
Fig. 44 eine weitere vergrößerte Darstellung eines Mittels am Längssteg im Unterteil,
gemäß Fig. 42;
Fig. 45 eine Draufsicht eines Stempelkissens für die Integration in eine Aufnahmevorrichtung
des Unterteils der Fig. 42 bis 44;
Fig. 46 eine perspektivische Darstellung des Stempelkissens, gemäß Fig. 45;
Fig. 47 eine perspektivische Darstellung des Unterteils mit eingesetztem Stempelkissen,
gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig 42 bis 46;
Fig. 48 eine perspektivische Darstellung des Stempels mit eingesetztem Stempelkissen
gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 42 bis 47;
Fig. 49 ein perspektivische Darstellung des Unterteils für ein Ausführungsbeispiel
eines Einweg-Stempels;
Fig. 50 eine perspektivische Darstellung des Stempelkissens für einen Einweg-Stempel
gemäß Fig. 50;
Fig. 51 eine vergrößerte Darstellung einer Rastverbindung für den Einweg-Stempel gemäß
den Fig. 49 und 50;
Fig. 52 ein Ausführungsbeispiel mit einer Fase/Abschrägung oder Einbuchtung als zusätzliche
Mittel in Vorderansicht und vereinfachter, schematischer Darstellung;
Fig. 53 eine vergrößerte Darstellung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 52;
Fig. 54 ein anderes Ausführungsbeispiel mit der Fase/Abschrägung oder Einbuchtung,
in perspektivischer Darstellung;
Fig. 55 eine vergrößerte Ansicht des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 54;
Fig. 56 ein Ausführungsbeispiel mit einer Nocke am Unterteil und einer Ausnehmung
am Stempelkissen, in perspektivischer Darstellung;
Fig. 57 eine vergrößerte Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 56;
Fig. 58 ein Ausführungsbeispiel mit einer Rampe an der Seitenführung des Unterteils
und einer Öffnung am Stempelkissen, in vereinfachter, perspektivischer Darstellung;
Fig. 59 eine vergrößerte Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 58.
[0029] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0030] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind.
[0031] In den Fig. 1 bis 20 ist ein Ausführungsbeispiel eines Stempels 1 in zusammengebautem
Zustand und als Einzelteile dargestellt, wobei es sich bei dem Stempel 1 um einen
so genannten selbstfärbenden Stempel 1 handelt, d.h., dass in einer Ruhestellung 2,
wie beispielsweise in den Fig. 1 und 2 ersichtlich, eine Stempelplatte 3 Farbe von
einem Stempelkissen 4 aufnimmt und durch Betätigen des Stempels 1 in einer Betätigungsstellung
5, wie in den Figuren 3 und 4 gezeigt, ein Stempelabdruck (nicht dargestellt) von
der Stempelplatte 3, die auch Druckplatte oder Textplatte genannt wird, erzeugt wird.
Man kann also sagen, dass bei einem selbstfärbenden Stempel 1 ein Stempelkissen 4
erforderlich ist.
[0032] Der dargestellte Stempel 1 besteht aus mehreren einzelnen Komponenten, die lediglich
ineinander gesteckt werden und wird somit ohne Verbindensmittel, wie Schrauben und
Muttern, das Auslangen gefunden. Dadurch wird eine möglichst rasche und einfache Montage
des Stempels 1 erzielt, da die Einzelteile lediglich ineinander gesteckt werden müssen.
Weiters ist der Stempel 1 derart konzipiert, dass nur eine geringe Anzahl von unterschiedlichen
Teilen benötigt wird, wobei zum Erzeugen eines Stempelbildes der Stempel 1 lediglich
aus sechs unterschiedlichen Komponenten gebildet wird, sodass eine möglichst kostengünstige
Herstellung erzielt wird. Um die Kosten für einen derartigen Stempel 1 noch weiter
zu verringern, werden die meisten Komponenten bevorzugt aus Kunststoffspritzteilen
gebildet. Dabei besteht der Stempel 1 aus einem Oberteil 6, einem Unterteil 7, einem
Druckplattenträger 8, einer Feder 9, der Stempelplatte 3 und dem zusätzlichen Stempelkissen
4, welches üblicherweise austauschbar angeordnet ist und als Ersatzteil ausgetauscht
werden kann.
[0033] Zur Verbesserung der Bedienerfreundlichkeit ist es möglich, dass am Oberteil 6 ein
einsteck- und einrastbares Sichtfenster 10 angeordnet ist, sodass ein auf einem Papier,
Folie etc. erzeugter Stempelabdruck zurecht geschnitten und anschließend zwischen
Oberteil 6 und Sichtfenster 10 eingelegt werden kann. Da das Sichtfenster 10 aus einem
durchsichtigen Kunststoff gebildet ist, kann der Benutzer durch das Sichtfenster 10
das dahinter eingelegte Papier mit dem darauf befindlichen Stempelabdruck erkennen.
Am Oberteil 6 ist dazu eine dem Sichtfenster 10 entsprechende Einbuchtung 11 ausgebildet,
wobei das Sichtfenster 10 auf einer Längsseite zwei im Randbereich befindliche Rastelemente
12, 13 und auf der weiteren, parallel verlaufenden Längsseite im Zentrum ein weiteres
Rastelement 14 mit daran angeformtem Griffelement 15 aufweist. Die Rastelemente 12
bis 14 greifen dabei in Rastvertiefungen 16 des Oberteils 6 ein, sodass beim Aufdrücken
des Sichtfensters 10 auf den Oberteil 6 eine Rastverbindung hergestellt wird und ein
sicherer Halt des Sichtfensters 10 am Oberteil 6 erzeugt wird. Bevorzugt wird die
Einbuchtung 11 für das Sichtfenster 10 im Oberteil 6 derart ausgebildet, dass beim
Einsetzen des Sichtfensters 10 die Außenfläche des Sichtfensters 11 nicht die Außenkontur
des Oberteils 6 überragt, sonder mit dieser formschlüssig endet. Das Sichtfenster
11 wird bevorzugt auf einer Oberseite 17 des Oberteils 6 angeordnet und kann sich
bis in eine Vorder- und/oder Rückseite 18, 19 hinein erstrecken. Selbstverständlich
ist es möglich, dass das Sichtfenster 11 nur in der Vorder- und/oder Rückseite 18,
19 des Oberteils 6 angeordnet ist. Auch ist es möglich, dass das Sichtfenster 10 auf
einer Seite mit einer Drehachse am Oberteil 6 befestigt ist, sodass der Benutzer beim
Öffnen des Sichtfensters 10 über das Griffelement 15 dieses nun über die Schwenkachse
aufdrehen kann. Dies ist dann von Vorteil, wenn die Einbuchtung 11 für das Sichtfenster
10 derart ausgebildet wird, dass ein Freiraum (nicht dargestellt) zwischen Sichtfenster
10 und Boden der Einbuchtung 11 geschaffen wird, in dem Gegenstände zur Aufbewahrung
abgelegt werden können. Beispielsweise kann die Einbuchtung 11 einige Millimeter,
insbesondere 5mm, tief ausgebildet werden, sodass darin beispielsweise Bürokleinwaren,
insbesondere Büroklammern, aufbewahrt werden können und somit das Sichtfenster 10
zur Entnahme von Büroklammern des öfteren geöffnet werden muss, wodurch sich eine
Anordnung einer Drehachse für den Bedienerkomfort lohnt. Dazu wäre es auch möglich,
dass in der Einbuchtung 11 des Oberteils 6 ein Dauermagnet eingespritzt oder eingeklebt
wird, sodass beim Einlegen von Büroklammern diese in der Einbuchtung 11 gehalten werden.
Auch ist es möglich, anstelle eines Sichtfensters 11 einen undurchsichtigen Verschlussdeckel
anzuordnen.
[0034] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird nunmehr ein selbstfärbender Stempel
1 mit einem Schwenkwinkel 20, schematisch durch einen Pfeil in Fig. 1 eingezeichnet,
zwischen 80° und 135°, insbesondere von in etwa 90°, für den Druckplattenträger 8
gebildet. Das heißt, dass ein Stempel 1 mit einem Stempelkissen 4 verwirklicht wird,
bei dem der Druckplattenträger 8 lediglich eine Viertelkreis-Bewegung ausführt, wobei
der Stempel 1 im wesentlichen aus einem ineinander schiebbaren Ober- und Unterteil
6, 7 sowie einem im Unterteil 7 schwenkbar angeordneten Druckplattenträger 8 zur Aufnahme
der Stempelplatte 3 besteht, wobei dem Druckplattenträger 8 eine Aufnahmevorrichtung
21 für ein Stempelkissen 4 zugeordnet ist und der Druckplattenträger 8 in einer Ruhestellung
2 im Bereich zwischen 80° und 135°, insbesondere von in etwa 90°, zu einer Aufstandsfläche
22 des Stempels 1 positioniert ist und von dieser Ruhestellung 2 in eine Betätigungsstellung
5 für das Erzeugen eines Stempelabdrucks über Führungsmittel verstellbar ist.
[0035] Wesentlich ist hierbei, dass der Wendemechanismus für den Druckplattenträger 8 derart
ausgebildet wird, dass auf engstem Raum der Druckplattenträger 8 im Innenraum 24 des
Unterteils 7 gedreht wird und dabei eine optimale Platzausnützung für eine Stempelfläche
25 erzielt wird, um ein möglichst großes Stempelbild erzeugen zu können. Dabei weist
die Stempelfläche 25, die in etwa der Größe des Druckplattenträgers 8 entspricht,
mindestens größer 60%, bevorzugt zwischen 75% und 80% der gesamten Auflagefläche 26
des Stempels 1 auf. Dies wird derart erreicht, dass eine Drehung des Druckplattenträgers
8 über zwei Führungszapfen 27 erfolgt, wobei jeweils ein Führungszapfen 27 an einer
Seitenfläche 28 des Druckplattenträgers 8 angeordnet ist, und diese gleichzeitig in
Führungsnuten 29, 30 im Unterteil 7 und Oberteil 6 eingreifen.
[0036] Der Druckplattenträger 8 ist dabei derart ausgebildet, dass dieser einen möglichst
großen Grundkörper 31 zur Aufnahme einer möglichst großen Stempelplatte 3 aufweist,
an die seitlich die Seitenflächen 28 mit jeweils einem Führungszapfen 27 angeformt
sind. Weiters weist der Druckplattenträger 8 in Längsrichtung verlaufend einen Mittelsteg
32 zwischen den beiden Seitenflächen 28 auf, der die beiden Seitenflächen 28 abstützt
und gleichzeitig für eine hohe Stabilität sorgt. Die Montage der Stempelplatte 3 erfolgt
dabei auf der gegenüberliegen ebenen Montagefläche 33 des Grundkörpers 31, die bei
montiertem Stempel 1 dem Stempelkissen 4 zugeordnet ist. Die Länge und Breite des
Druckplattenträgers 8 ist dabei an den Innenraum 24 des Unterteils 7 angepasst, da
dieser vollständig im Innenraum 24 positioniert wird und lediglich die Führungszapfen
27 aus dem Innenraum 24 des Unterteils 7 ragen. Dabei ist der Grundkörper 31 nur wenige
Prozent, insbesondere 5%, kleiner ausgebildet, als die Fläche des Innenraumes 24 groß
ist, sodass eine sehr hohe Stempelflächenausnützung von mindestens 60%, bevorzugt
zwischen 75% bis 80% der Aufstandsfläche 26 des Stempels 1 erreicht wird. Die Größe
der Montagefläche 33 hängt dabei vom Aufbau des Grundkörpers 31 ab, da gewährleistet
sein muss, dass der Druckplattenträger 8 im Innenraum 24 des Unterteils 7 berührungsfrei
gedreht werden kann. Bezüglich der Montage der Stempelplatte 3 an der Montagefläche
33 wird lediglich darauf hingewiesen, dass jede beliebige aus dem Stand der Technik
bekannte Befestigungsmethode verwendet werden kann, wobei bevorzugt die Stempelplatte
3 an die Montagefläche 33 geklebt wird. Es ist auch möglich, dass am Grundkörper 31,
insbesondere an der Montagefläche 33 Rasteinbuchtungen angeordnet sind, wobei an der
Stempelplatte 3 korrespondierende Rastzapfen angeordnet sind, sodass die Stempelplatte
3 einfach aufgedrückt wird und die Rastzapfen in den Rasteinbuchtungen einrasten.
Dabei ist es auch möglich, dass die Rastzapfen durch den Grundkörper 31 hindurchragen
können.
[0037] Damit der Druckplattenträger 8 mit den Führungszapfen 27 im Unterteil 7 aufgenommen
werden kann, weist der Unterteil 7 an jeder Seitenfläche 34 eine bogenförmige Führungsnut
29 auf, die sich vertikal von der Aufstandsfläche 22 erstreckt und anschließend in
einem Bogen endet. Die bogenförmige Führungsnut 29 ist derart ausgebildet, dass der
an den Seitenflächen 28 des Druckplattenträgers 8 angeordnete Führungszapfen 27 darin
möglichst spielfrei geführt wird und im zusammengebauten Zustand der Führungszapfen
27 vom Inneren des Unterteils 7, also dem Innenraum 24, durch die Führungsnut 29 nach
außen führt. Da sich die Führungsnut 29 bis in den Randbereich der Seitenwand 34 erstreckt,
braucht für die Montage der Druckplattenträger 8 einfach nur in die Führungsnut 29
eingelegt werden. Damit jedoch der Führungszapfen 27 ausreichend aus der Führungsnut
29 hervorragt, ist im Unterteil 7 im Bereich der bogenförmigen Führungsnut 29 über
die gesamte Höhe 35 des Unterteils 7 ein Führungsbereich 36 ausgespart bzw. vertieft
ausgebildet. Somit wird erreicht, dass bei geringer Bauteildicke ein möglichst großes
Herausragen des Führungszapfens 27 aus der Führungsnut 29 zum weiteren Einrasten in
der weiteren Führungsnut 30 am Oberteil 6 geschaffen wird, und somit der Oberteil
6 und der Unterteil 7 über die beiden Führungszapfen 27 sicher zueinander gehalten
werden, d.h., dass der Oberteil 6 und der Druckplattenträger 8 miteinander verbunden
sind, wobei der Oberteil 6 dabei lediglich über die Führungszapfen 27 des Druckplattenträgers
8 gestülpt wird und diese in der Führungsnut 30 im Oberteil einrasten. Der Unterteil
7 wird lediglich zwischen den beiden Teilen eingelegt, sodass anschließend der Oberteil
6 über den Unterteil gestülpt werden kann bzw. der Innenraum den starr mit dem Oberteil
6 verbundenen Druckplattenträger 8 aufnehmen kann. Dabei ist die Außenkontur des Unterteils
7 entsprechend an den Innenraum 37 des Oberteils 6 angepasst, sodass der Unterteil
7 in den Innenraum 37 des Oberteils 6 zumindest teilweise hinein geschoben werden
kann, wobei die einzelnen Teile bevorzugt rechteckförmig ausgebildet sind
[0038] Der Führungsbereich 36 im Unterteil 7 dient dabei gleichzeitig als Führung für den
Oberteil 6, wozu im Oberteil 6 korrespondierend zum Führungsbereich 36 jeweils ein
Vertikalführungsbereich 38 an den Seitenwänden 39 ausgebildet ist, sodass der Vertikalführungsbereich
38 entlang der Kanten 40 des Führungsbereiches 36 über die Höhe 35 des Unterteils
positioniert und/oder geführt ist. Der Vertikalführungsbereich 38 kann dabei als vollflächiger
Vorsprung/Erhebung ausgebildet sein oder es können einzelne Stege im Inneren des Oberteils
6 angeformt sein, die derart ausgebildet sind, das diese in die Vertiefung, also in
den Führungsbereich 36, hineinragen und somit wiederum über die Kanten 40 geführt
sind. Gleichzeitig ist die Führungsnut 30 des Oberteils 6 für die Führungszapfen 27
des Druckplattenträgers 8 in dem Vertikalführungsbereich 38 integriert, d.h., dass
der Vertikalführungsbereich 38 für das Ineinanderschieben des Oberteils 6 und Unterteils
7 dient und gleichzeitig beim Ineinanderschieben für die Drehbewegung des Druckplattenträgers
8 durch die Führungsnuten 30 zuständig ist. Die Führungsnut 30 im Oberteil 6 ist derart
angeordnet, dass sich diese zuerst horizontal erstreckt und anschließend in einem
leichten Bogen in Richtung Unterteil 7 endet, d.h., dass die Führungsnut 30 mehr horizontal
ausgerichtet ist und auch für die horizontale Verschiebung des Druckplattenträgers
8 zuständig ist. Man kann auch sagen, dass die Führungsnut 30 im Oberteil 6 um 90°
verdreht zur Führungsnut 29 im Unterteil 7 angeordnet ist, sprich die Führungsnut
29 im Unterteil 7 hauptsächlich für die vertikale Verschiebung zuständig ist, wogegen
die Führungsnut 30 im Oberteil für die horizontale Verschiebung zuständig ist. Wesentlich
ist hierbei dass das bogenförmige Ende der Führungsnut 30 im Oberteil 6 mit dem bogenförmigen
Ende im Unterteil 7 übereinstimmen, sodass ein entsprechender nachstehend beschriebener
Wendemechanismus erzeugt werden kann.
[0039] Damit eine einfachere Montage der Einzelteile möglich ist, sind bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel seitlich parallel zum Vertikalführungsbereich 38 Einkerbungen
42 vorgesehen, wogegen auf der gegenüberliegenden Seite die Seitenwand 39 und Vorderseite
18 des Oberteils 6 abgesetzt, also die Seitenwand 39 und Vorderseite 18 verkürzt ausgebildet
sind, sodass auch erreicht wird, dass im zusammengebauten Zustand dadurch die Zugänglichkeit
zur Aufnahmevorrichtung 21 gegeben ist, da diese nicht mehr oder nur teilweise abgedeckt
wird, sodass das Einstecken des Stempelkissen 4 jedoch ohne Probleme möglich ist.
Damit ergibt sich, dass im Vertikalführungsbereich 38 eine Art Fortsatz 43 gebildet
wird, wodurch erreicht wird, dass beim Zusammenbau dieser Bereich, also der Fortsatz
43 mit der Führungsnut 30, leichter verformt, insbesondere nach außen gedrückt werden
kann, da weniger Material verformt werden muss, und somit der Oberteil 6 leichter
über die Führungszapfen 27 des Druckplattenträgers 8 zum Einrasten in die Führungsnut
30 gestülpt werden kann.
[0040] Weiters weist der Oberteil 6 und Unterteil 7 jeweils eine Federaufnahmevorrichtung
44 auf, in die die Feder 9, insbesondere eine Spiralfeder, eingesetzt und positioniert
wird. Die Feder 9 hat die Aufgabe einen entsprechenden Druck zwischen dem Oberteil
6 und Unterteil 7 zu erzeugen, sodass sich die beiden Teile in der Ruhestellung 2,
also bei Nichtbetätigen des Stempels 1, immer in einer definierten Position zueinander
befinden und gleichzeitig die Stempelplatte 3 gegen das Stempelkissen 4 drückt. Dabei
wird über die Feder 9 der Oberteil 6 und der Unterteil 7 auseinandergedrückt. Im Oberteil
6 wird hierzu bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein T-förmiger Stege 45 angeformt,
wobei im Zentrum ein in seiner Höhe geringer ausgebildeter kreisförmiger Steg 46 ,
auf den die Feder 9 aufgesetzt wird, angeordnet ist, sodass die Feder 9 zwischen dem
T-förmigen Stege 45 und der Rückseite 19 positioniert wird. Korrespondierend ist im
Unterteil 7 ein Absatz 47 angeordnet, in dem ein X-förmiger Steg 48 angeformt ist,
wobei der X-förmige Steg 48 den Durchmesser der Feder 9 entspricht, sodass diese über
den Steg 48 gesteckt werden kann und die Feder 9 wiederum positioniert und gehalten
ist. Selbstverständlich ist es möglich, jede beliebige Befestigungsart für die Feder
9 zu verwenden.
[0041] Durch die Ausbildung eines Absatzes 47 wird erreicht, dass der Abstand und somit
der Federweg zwischen dem Oberteil 6 und Unterteil 7 verlängert wird, sodass beispielsweise
eine längere Feder 9 mit höherer Steigung für einen geringeren Federdruck eingesetzt
werden kann und somit der Stempelkomfort verbessert wird, da der Benutzer nicht so
viel Druck aufbringen muss. Auch wird dadurch erreicht, dass die beiden Teile näher
zueinander gepresst werden können, da die Feder 9 beim Zusammenpressen vom Absatz
47, also der Einbuchtung, aufgenommen wird, sodass der Oberteil 6 somit direkt auf
den Unterteil 7 aufgedrückt werden kann. Andererseits bewirkt der Absatz 47, dass
im Innenraum 24 des Unterteils 7 ein Anschlag bzw. Anschlagfläche 50 für den Druckplattenträger
8 geschaffen wird, der gleichzeitig als Gegenhalter für die Einleitung der Drehbewegung
des Druckplattenträgers 8 verwendet wird.
[0042] Der Wendevorgang erfolgt nun derart, dass beim Betätigen des Stempels 1 der Oberteil
6 über den Unterteil 7 entgegen der Federkraft der Feder 9 geschoben wird, wobei gleichzeitig
die Führungszapfen 27 in den Führungsnuten 29, 30 entsprechend verschoben werden,
sodass aufgrund des Zusammenspiels der Führungsnuten 29, 30 ein definierter Ablauf
für die Bewegung des Druckplattenträgers 8 erzeugt wird, insbesondere ein Abheben
des Druckplattenträgers 8 vom Stempelkissen 4 mit anschließender Dreh- und Vertikalbewegung
ausgeführt wird. Dabei wird in der ersten Phase, also am Beginn, zuerst durch die
horizontal ausgerichtete Führungsnut 30 im Oberteil 6 der Führungszapfen 27 hauptsächlich
in horizontaler Ebene verschoben, wodurch der Druckplattenträger 8 von der Einlage
51 des Stempelkissens 4 abgehoben wird, d.h., dass die Verschiebung in horizontaler
Ebene sich aufgrund der Ausbildungen der beiden Führungsnuten 29, 30 ergibt, wobei
aufgrund der Führungsnut 30 im Oberteil 6 der Druckplattenträger 8 horizontal verschoben
wird und gleichzeitig durch den bogenförmigen Verlauf der Führungsnut 29 im Unterteil
7 leicht in Richtung Aufstandsfläche gesenkt wird, wobei das Absenken in der ersten
Phase nur geringfügig erfolgt. Wird der Oberteil weiter auf den Unterteil gedrückt,
also in die so genannte zweite Phase übergegangen, so kommt der Führungszapfen 27
in den Bogen der Führungsnut 29, wodurch aufgrund der Führungsnuten 29, 30 nunmehr
ein kreisbogenförmigen Bewegung des Druckplattenträgers 8 ausgeführt wird, wobei der
Druckplattenträger 8 am Absatz 47 im Unterteil 7 zum Anliegen kommt, sodass nunmehr
der Absatz 47 als Gegenhalter fungiert und die Bewegung des Druckplattenträgers 8
stoppt. Da jedoch der Absatz 47 den Druckplattenträger 8 in seiner Bewegung nur teilweise
blockiert, wird der Druckplattenträger 8 nunmehr um die Führungszapfen 27 herum gedreht
bzw. verschwenkt und richtet sich dieser dadurch parallel zur Aufstandsfläche 22 des
Stempels 1 aus. Dabei wirkt auch der Mittelsteg 32 in die Drehbewegung ein, da dieser
die Bewegung des Druckplattenträgers 8 in einer bestimmten Position stoppt, d.h.,
dass der Grundkörper 31 und der Mittelsteg 32 exakt den Absatz 47 umschließen, sodass
ein Überdrehen nicht möglich ist. Gleichzeitig wird aufgrund des bogenförmigen Verlaufes
der Führungsnuten 29 der Druckplattenträger 8 soweit abgesenkt, dass dieser nunmehr
unterhalb des Absatzes 47 positioniert ist und durch vollständiges Ineinander schieben
des Oberteils 6 auf den Unterteil 7, also in der dritten Phase, der Druckplattenträger
8 hauptsächlichen eine vertikale Bewegung durchführt und somit gegen die Aufstandsfläche
22 des Stempels 1 gedrückt wird. Dabei wird somit bei montierter Stempelplatte 3 ein
Stempelabdruck im Inneren der Auflagefläche 26 erzeugt, sodass der Stempelvorgang
abgeschlossen ist. Anschließend kann der Oberteil 6 vom Benutzer einfach los gelassen
werden, sodass dieser nunmehr automatisch durch die Feder 9 vom Unterteil 7 abgehoben
und in die Ruhestellung 2 zurück geschoben wird. Dabei wird der Druckplattenträger
8 nunmehr in entgegen gesetzter Richtung gedreht, sodass dieser parallel zum Stempelkissen
4 ausgerichtet wird und in der Ruhestellung 2 am Stempelkissen 4 zum Anliegen kommt.
[0043] Das Stempelkissen 4 hat dabei die Aufgabe, die am Druckplattenträger 8 montierte
Stempelplatte 3 mit Farbe für einen Stempelvorgang zu versorgen, dass heißt, dass
das Stempelkissen 4 eine mit Farbe getränktes Einlage 51, wie schematisch in Fig.
4 angedeutet, aufweist, an dem die Stempelplatte 3 mit leichtem Druck anliegt, sodass
die Stempelplatte 3 in der Ruhestellung Farbe von der Einlage 51 aufnehmen kann. Da
jedoch der Druckplattenträger 8 in einem bestimmten Winkel zur Aufstandsfläche des
Stempels 1 angeordnet ist, ist es erforderlich, dass das Stempelkissen 4 dem Druckplattenträger
8 entsprechend zugeordnet wird, d.h., dass auch das Stempelkissen 4 in einem Winkel
zwischen 80° und 135°, bevorzugt in etwa 90°, zur Aufstandsfläche 22 des Stempels
1 angeordnet ist. Damit sind in der Ruhestellung 2 der Druckplattenträger 8 und das
Stempelkissen 4 parallel zueinander ausgerichtet, wobei die am Druckplattenträger
8 montierte Stempelplatte 3 vom Druckplattenträger 8 mit leichtem Druck gegen die
Einlage 51 gepresst wird, also in Einfärberichtung am Stempelkissen 4 anliegt.
[0044] Da der Druckplattenträger 8 im Unterteil 7 angeordnet ist, ist auch die Stempelplatte
3 darin untergebracht. Hierzu ist im Unterteil 7 die Aufnahmevorrichtung 21 angeordnet,
in die das Stempelkissen 4 eingesteckt bzw. bei aufgebrauchter Farbe von dieser entnommen
wird, um ein neues oder frisch mit Farbe getränktes Stempelkissen 4 wieder einzusetzen.
Die Aufnahmevorrichtung 21 für das Stempelkissen ist derart im Unterteil 7 angeordnet,
dass in Ruhestellung 2 des Stempels 1 eine freie Zugänglichkeit zum Druckplattenträger
8 über die Seitenfläche des Unterteils 7 gegeben ist, d.h., dass bei nicht eingesetztem
Stempelkissen, wie in Fig. 5 dargestellt, der Benutzer über bzw. durch die an der
Vorderseite 34a angeordnete Aufnahmevorrichtung 21 direkt an den Druckplattenträger
8 gelangen kann, da dieser in der Ruhestellung 2 parallel zur Aufnahmevorrichtung
21 ausgerichtet ist. Wird jedoch das Stempelkissen 4 in die Aufnahmevorrichtung 21
eingelegt, so verschließt das Stempelkissen 4 die Aufnahmevorrichtung 21.
[0045] Man kann also sagen, dass die Aufnahmevorrichtung 21 für das Stempelkissen 4 an der
Vorderseite 34a des Unterteils 7 angeordnet ist, wobei die Aufnahmevorrichtung 21
in Form eines Fensters mit darin angeordneten Mitteln zur Aufnahme des Stempelkissen
4 ausgebildet ist, sodass bei nicht eingesetztem Stempelkissen 4 direkt auf den im
Inneren des Unterteils 7 angeordneten und parallel zu der Aufnahmevorrichtung 21 ausgerichteten
Druckplattenträger 8 zugreifbar ist. Da in der Ruhestellung 2 vom Druckplattenträger
8 immer ein leichter Druck gegen das Stempelkissen 4 ausgeübt wird, ist es erforderlich,
dass dieses gut in der Aufnahmevorrichtung 21 gehalten wird, da dieses ansonsten parallel
zum Druckplattenträger 8 von diesem aus der Aufnahmevorrichtung 21 und somit aus dem
Unterteil 7 gedrückt werden würde. Damit dies verhindert wird, weist die Aufnahmevorrichtung
21 Mittel 74 zum Befestigen und Positionieren und Führen auf. Korrespondierend sind
derartige Mittel 74 zum Positionieren, Haltern und lösbaren Fixieren des Stempelkissens
4 in der Aufnahmevorrichtung 21 auch am Stempelkissen 4 angeordnet.
[0046] Wesentlich ist bei der Ausbildung der Aufnahmevorrichtung 21, dass einerseits sicher
gestellt werden muss, dass das Stempelkissen 4 nicht in den Innenraum 24 beim Betätigen
des Stempel 1 fallen kann, wozu hierzu bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel Stützflächen
52 im Innenraum 24 des Unterteils 7, insbesondere an den Vorderseite 34a , angeordnet
sind, auf denen das Stempelkissen 4 aufliegt. Weiters sind auf einer Längsseite 53
der Aufnahmevorrichtung 21, insbesondere der der Aufstandsfläche 22 abgewendeten Seite,
Ausnehmungen 54 und/oder Vorsprünge (nicht dargestellt) angeordnet. Dabei ist es möglich,
dass bevorzugt zwei Ausnehmungen 54 und/oder Vorsprünge (nicht dargestellt) verwendet
werden, die nicht symmetrisch zur Längsseite 53 angeordnet werden, sodass beim Einsetzen
eines Stempelkissen 4 dieses nicht seitenverkehrt in die Aufnahmevorrichtung 21 gesteckt
werden kann. Auf der gegenüberliegenden Längsseite 53 ist im Mittel ein Befestigungselement
55 angeordnet. Man kann also sagen, dass die Aufnahmevorrichtung 21 in Form eines
Fenster bzw. einer Öffnung ausgebildet ist, an dem Stützflächen 52 zum Aufliegen des
Stempelkissens 4 angeordnet sind und Mittel, insbesondere zumindest ein Befestigungselement
55 und ein oder mehrere Ausnehmungen 54 und/oder Vorsprünge, zum Fixieren und Positionieren
des Stempelkissens 4 angeordnet sind. Selbstverständlich kann jede aus dem Stand der
Technik bekannte Lösung zum Fixieren und Positioniere eines Gegenstandes eingesetzt
werden, wozu immer die beiden Teile, also die Aufnahmevorrichtung 21 und das Stempelkissen
4, korrespondierend zueinander ausgebildet sind.
[0047] Das Stempelkissen 4 besteht korrespondierend aus einem Stempelkissenträger 56 und
einer darin angeordneten Einlage 51 zur Aufnahme von Farbe, wobei am Stempelkissenträger
56 Mittel zum Einsetzen in und/oder Herausnehmen aus dem Stempel 1, insbesondere aus
der Aufnahmevorrichtung 21, angeordnet sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist an zumindest einer der Seitenflächen, insbesondere einer Längsseite 57, des Stempelkissenträgers
56 ein verformbares Mittel für das Fixieren in einem Stempel 1 angeordnet und an zumindest
einer weiteren Seitenfläche, insbesondere an der weiteren Längsseite 57, ein Positionierelement,
insbesondere in Form einer Ausnehmung und/oder eines Vorsprunges 58, angeordnet. Wird
das Stempelkissen 4 in die Aufnahmevorrichtung 21 eingesetzt, so wird zuerst das Positionierelement,
insbesondere der Vorsprung 58, in die Ausnehmung 54 gesteckt und das Stempelkissen
4 vollständig in die Aufnahmevorrichtung 21 gedrückt, wodurch das verformbare Mittel
in das Befestigungselement 55 einschnappt. Damit ist gewährleistet, dass das Stempelkissen
4 nicht mehr ohne Betätigung des verformbaren Mittels aus der Aufnahmevorrichtung
21 entnommen werden oder fallen kann. Dabei ist das Mittel am Stempelkissen 4, insbesondere
der Vorsprung 58, beispielsweise speziell ausgebildet, um einen Haltedruck für das
Stempelkissen 4 in der Aufnahmevorrichtung 21 aufzubauen. Hierzu ist das Mittel, insbesondere
der Vorsprung 58, verjüngend ausgebildet, d.h., dass im Bereich der Anformung am Stempelkissenträger
56 das Mittel 74, insbesondere der Vorsprung 58, eine dickere Materialdicke aufweist,
als vom Stempelkissenträger 56 beabstandet, also das Mittel winkelig verlaufend ausgebildet
ist. Damit wird nun erreicht, dass beim Einstecken des Mittels, also des Vorsprunges
58, in die Ausnehmung 54 je nach Einstecktiefe immer mehr Druck aufgebaut und somit
das Stempelkissen 4 bewegungsarm in der Aufnahmevorrichtung 21 positioniert ist.
[0048] Das verformbare Mittel 74 wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel derart ausgebildet,
dass das Mittel in Form eines Bügels 59 ausgebildet ist und am Bügel 59 ein Vorsprung
oder eine Ausnehmung angeordnet ist, d.h., dass ein Stempelkissen geschaffen wird,
das aus einem Stempelkissenträger und einer darin angeordneten Einlage 51 zur Aufnahme
von Farbe besteht, und am Stempelkissenträger angeordnete Mittel zum Einsetzen in
und/oder Herausnehmen aus einem Stempel 1 angeordnet sind, wobei an zumindest einer
der Seitenflächen des Stempelkissenträgers 56 ein verformbares Mittel für das Fixieren
in einem Stempel 1 angeordnet ist, wobei das Mittel in Form eines Bügels 59 ausgebildet
ist und am Bügel 59 ein Vorsprung 60 oder eine Ausnehmung angeordnet ist, der zum
Einschnappen bzw. Befestigen am Befestigungselement 55 ausgebildet ist. Dabei ist
es möglich, dass der Bügel 59 in Form eines Griffes ausgebildet ist. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Bügel 59 über die gesamte Seitenfläche, insbesondere
Längsseite 57, wobei im äußeren Randbereich der Bügel 59 mit dem Stempelkissenträger
56 verbunden ist. Wesentlich ist hierbei, dass zwischen dem Bügel 59 und dem Stempelkissenträger
56 ein Freiraum 61 vorhanden ist, sodass durch Drücken auf den Bügel 59 dieser in
Richtung Stempelkissenträger 56 verformt werden kann, sodass das Stempelkissen 4 aus
dem Befestigungselement 55 bzw. der Aufnahmevorrichtung 21 gelöst werden kann. Bevorzugt
sind an der dem Bügel 59 gegenüberliegende Seite weitere Mittel zur Positionierung
und/oder Halterung in Form von Vorsprüngen 60 und/oder Ausnehmungen angeordnet.
[0049] Durch die spezielle Ausbildung des Stempelkissens 4 und die spezielle Anordnung in
der Vorderseite 34a des Unterteils 7 ist der Ablauf für einen Wechsel gegenüber dem
aus dem Stand der Technik bekannten Ablauf verändert. Dabei kann gesagt werden, dass
ein Verfahren zum Wechseln eines Stempelkissens 4 bei einem Stempel 1 durchgeführt
wird, bei dem eine an einer Unterseite, insbesondere Montagefläche 33, eines Druckplattenträgers
8 montierte Druck- bzw. Stempelplatte 3 in Ruhestellung 2 an einem in einer Aufnahmevorrichtung
21 angeordneten Stempelkissen 4 anliegt, wobei bei Betätigung des Stempels 1 die Stempelplatte
3 von der Ruhestellung 2 in eine Betätigungsstellung 5 für das Erzeugen eines Stempelabdrucks
von der Einlage 51 abgehoben und verschwenkt wird, wobei in der Ruhestellung 2 das
Stempelkissen 4 aus seiner Position in der Aufnahmevorrichtung 21 gelöst wird und
anschließend in entgegen gesetzter Richtung zur Unterseite des Druckplattenträgers
8 aus der Aufnahmevorrichtung 21 entnommen wird, d.h., dass eine freie Zugänglichkeit
von außen zum Stempelkissen 4 in den Unterteil 7, insbesondere an die Vorderseite
34a des Unterteils 7, gegeben ist, und dass das Stempelkissen 4 zuerst von der Aufnahmevorrichtung
21 gelöst wird und anschließend aus dieser von außen parallel zum Druckplattenträger
8 entfernt wird.
[0050] Ein derartig einfaches Entnahmeverfahren ist deshalb möglich, da das Stempelkissen
4 einen Großteil der Seitenfläche, insbesondere Vorderseite 34a, des Unterteils 7
ersetzt bzw. ausfüllt, wie dies aus den Figuren ersichtlich ist.
[0051] Damit jedoch ein Stempelbild erzeugt werden kann, ist es notwendig, dass zuerst eine
Stempelplatte 3 montiert wird, da bei der Herstellung der Stempel 1 lediglich aus
den Teilen, Oberteil 6, Unterteil 7, Druckplattenträger 8, Feder 9 gebildet ist. Das
Stempelkissen 4 ist dabei als Ersatzteil ausgelegt und wird unabhängig vom Stempel
1 erzeugt. Auch ist es nicht erforderlich, dass das Sichtfenster 10 vorhanden sein
muss. Üblicherweise sucht sich der Benutzer einen Stempel 1 aus und erstellt anschließend
bevorzugt auf einer eigens dafür ausgelegten Graphiksoftware ein Stempelbild. Dieses
Stempelbild wird beispielsweise auf einen Laserprinter übertragen, der von einem Rohling
durch entsprechende Bearbeitung die Stempelplatte 3 erzeugt. Anschließend muss die
Stempelplatte 3 am Druckplattenträger 8 montiert werden. Dies erfolgte beim Stand
der Technik üblicherweise in der Betätigungsstellung 5 eines Stempels 1.
[0052] Erfindungsgemäß ist es bei dem beschriebenen Stempel 1 möglich, dass die Montage
der Stempelplatte 3 in der Ruhestellung 2 des Stempels 1 erfolgt, wobei die Stempelplatte
3 durch die Aufnahmevorrichtung 21 in den Innenraum 24 des Unterteils 7 geführt und
anschließend an der Montagefläche 33 positioniert und befestigt wird. Man kann also
sagen, dass ein Verfahren zur Montage einer Druckplatte bzw. Stempelplatte 3 bei einem
Stempel 1, bei dem die Stempelplatte 3 in Ruhestellung 2 einer Aufnahmevorrichtung
21 zugeordnet ist, wobei bei Betätigung des Stempels 1 die Stempelplatte 3 von der
Ruhestellung 2 in eine Betätigungsstellung 5 für das Erzeugen eines Stempelabdrucks
verschwenkt wird, geschaffen wird, wobei die Montage der Stempelplatte 3 in der Ruheposition
2 über die Aufnahmevorrichtung 21 im Unterteil 7 erfolgt und die Aufnahmevorrichtung
21 zur Aufnahme eines Stempelkissens 4 ausgebildet ist.
[0053] Grundsätzlich kann gesagt werden, dass bei einem derartigen Aufbau des Stempels 1,
wie er in den Fig. 1 bis 20 beschrieben ist, das Stempelkissen 4 an der Vorderseite
34a des Unterteils 7 angeordnet ist, wobei das Stempelkissen 4 parallel zur Vorderseite
34a entnommen wird bzw. in den Stempel 1 eingesetzt wird. Vorteilhaft ist dadurch,
dass der Benutzer ganz einfach an das Stempelkissen 4 gelangen kann und auch den Großteil
des Stempelkissens 4 sehen kann, sodass eine bessere Handhabung beim Einsetzen bzw.
Tauschen des Stempelkissens 4 erzielt wird. Die Dimensionierung des Stempels 1 ist
bevorzugt derart ausgebildet, dass die Aufnahmevorrichtung 21 für das Stempelkissen
4 fast vollständige die Vorderseite 34a einnimmt, sprich die Höhe 35 in etwa gleich
der Schmalseite des Stempelkissens 4 ist. Damit wird die Baugröße eines derartigen
Stempels 1 wesentlich verringert, wobei jedoch die größtmögliche Platzausnutzung für
die Stempelplatte 3, die in etwa der Größe der Fläche des Stempelkissens 4 entspricht,
ausgenutzt wird. Korrespondierend hierzu wird der Oberteil 6 ausgebildet und zwar
derart, dass der Innenraum 37 den Unterteil 7 aufnimmt, insbesondere der Innenraum
37 ebenfalls die Höhe 35 aufweist, sodass der Unterteil 7 vollständig im Innenraum
37 des Oberteils 6 positionierbar ist.
[0054] In Fig. 25 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines selbstfärbenden Stempels 1
anderer Bauart gezeigt. Bei diesem selbstfärbenden Stempel 1 handelt es sich um einen
180°-Wender, d.h. dass der Wendemechanismus derart ausgebildet ist, dass sich der
Druckplattenträger 8 einmal vollständig um seine Achse dreht. Da jedoch die einzelnen
Elemente die gleiche Bezeichnung aufweisen, werden die in den zuvor beschriebenen
Figuren verwendeten Bezeichnungen auf dieses Ausführungsbeispiel übertragen.
[0055] Der Stempel 1 besteht aus einem ineinander schiebbaren Oberteil 6 und Unterteil 7
sowie einem im Unterteil 7 schwenkbar angeordneten Druckplattenträger 8 zur Aufnahme
der Stempelplatte 3, wobei dem Druckplattenträger 8 eine Aufnahmevorrichtung 21 zugeordnet
ist und der Druckplattenträger 8 in einer Ruhestellung 2, wie dargestellt, im Bereich
von 180° zu einer Aufstandsfläche 22 positioniert ist, wobei dieser von dieser Ruhestellung
2 in eine Betätigungsstellung 5 (nicht dargestellt) für das Erzeugen eines Stempelabdrucks
über Führungsmittel verstellbar ist und der Oberteil 6 U-förmig als Betätigungsbügel
65 ausgebildet ist, wobei der Oberteil 6 vom Unterteil 7 über die beiden Seiten des
U-förmigen Betätigungsbügels 65 voneinander distanziert ist, wie dies bereits aus
dem Stand der Technik bekannt ist. Damit jedoch das neuartige Stempelkissen-Wechselsystem,
wie es in den zuvor beschriebenen Figuren definiert ist, anwendbar ist, wurde der
Unterteil 7 neu konzipiert. Dabei ist wiederum im Unterteil 7 die Aufnahmevorrichtung
21 für das Stempelkissen 4 angeordnet, wobei die Aufnahmevorrichtung 21 derart ausgebildet
ist, dass in Ruhestellung 2 des Stempels 1 eine freie Zugänglichkeit zum Druckplattenträger
8 über eine Oberseite 66 des Unterteils 7 gegeben ist, d.h., dass nunmehr die Aufnahmevorrichtung
21 unterhalb des Betätigungsbügel 65 am Unterteil 7 angeordnet ist und der Benutzer
über den zwischen der Oberseite 66 des Unterteils 7 und dem Betätigungsbügel 65 gebildeten
Hohlraum 67 an die Aufnahmevorrichtung 21 gelangen kann. Direkt unterhalb parallel
zur Aufnahmevorrichtung 21 befindet sich auch der Druckplattenträger 8, wenn der Stempel
1 sich in der Ruhestellung 2 befindet. Somit ist gewährleistet, dass in der Ruhestellung
2 der Druckplattenträger 8, insbesondere die daran montierte Stempelplatte 3, bei
eingesetztem Stempelkissen 4 an der Einlage 51 des Stempelkissens 4 anliegt. Entnimmt
man jedoch das Stempelkissen 4 aus der Aufnahmevorrichtung 21 so ist es wiederum möglich,
dass über die Aufnahmevorrichtung 21 an den Druckplattenträger 8 gelangt werden kann.
Somit ist auch eine Montage der Stempelplatte 3 in der Ruhestellung 2 möglich, wie
dies in dem zuvor dargestellten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde.
[0056] Es sei darauf hingewiesen, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Betätigungsbügel
65 nicht zwingend mit einem Griffelement versehen sein muss, sondern einfach durch
einen U-förmigen Bügel gebildet sein kann. Es muss nur sicher gestellt sein, dass
man zwischen dem Betätigungsbügel 65 und dem Unterteils 7 an die Aufnahmevorrichtung
21 gelangen kann, also eine frei Zugänglichkeit zur Aufnahmevorrichtung 21 gegeben
ist.
[0057] Man kann also sagen, dass der Unterschied der beiden Ausführungsbeispiele darin liegt,
dass die Aufnahmevorrichtung 21 für das Stempelkissen 4, und bei eingelegtem Stempelkissen
4 dieses selbst, einerseits auf der Vorderseite 34a des Unterteils 7 (90°-Stempel)
und andererseits auf der Oberseite 66 des Unterteils 7 (180°-Stempel) angeordnet ist.
[0058] Dabei ist es auch möglich, dass das Stempelkissen 4 mit einem Sichtfenster 10, wie
schematisch in Fig. 26 dargestellt, wie dies bereits zuvor beschrieben wurde, ausgestattet
ist, d.h., dass der Stempelkissenträger 56 an der gegenüberliegenden Seite zur Aufnahme
der Einlage 51 eine Einbuchtung 11 aufweist. Diese kann wiederum mit Rastvertiefungen
16 versehen sein, sodass das Sichtfenster 10 mit daran angeformten Rastelementen 12
bis 14 auf das Stempelkissen 4, insbesondere auf die Rückseite, aufgedrückt werden
kann. Damit kann wiederum ein erzeugter Stempelabdruck eingelegt werden, der durch
das transparent ausgebildete Sichtfenster 10 sichtbar ist. Selbstverständlich ist
es auch möglich, dass die Anordnung eines Sichtfensters 10 am Stempelkissen 4 auch
bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel und noch nachstehend beschriebenen
Ausführungen möglich ist. Weiters ist es auch möglich, dass das Sichtfenster 10 auch
einfach auf das Stempelkissen 4 aufgesteckt wird bzw. dieses umschließt. Es muß nur
sichergestellt sein, dass das Stempelkissen 4 in die Aufnahmevorrichtung 21 eingesteckt
werden kann.
[0059] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 27 gezeigt. Hierbei wird jedoch auf
die Darstellung des Stempels 1 verzichtet, wobei lediglich der Druckplattenträger
8 dargestellt ist. Dieser Druckplattenträger 8 entspricht dabei im wesentlichen dem
Aufbau im zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel, sodass dieser in den zuvor beschriebenen
Stempel 1 eingesetzt werden kann.
[0060] Wesentlich ist hierbei, dass nunmehr der Stempel 1 als Pre-Inked-Stempel 1 ausgebildet
ist, wozu der Grundkörper 31 des Druckplattenträgers 8 zur Aufnahme einer Pre-Inked-Stempelplatte
68 ausgebildet ist, d.h., dass der Grundkörper 31 einen Rastrahmen 69 aufweist, in
dem die Pre-Inked-Stempelplatte 68 eingelegt wird. Damit wird erreicht, dass nunmehr
kein Stempelkissen 4 mehr benötigt wird, sondern das Stempelbild direkt vom Druckplattenträger
8, insbesondere der darin befindlichen Pre-Inked-Stempelplatte 68 erzeugt wird. Wie
aus dem Stand der Technik bei Pre-Inked-Stempeln bekannt, wird die Farbe in einem
Speichermedium 70 im Druckplattenträger 8 gespeichert und kann von dort durch die
Pre-Inked-Stempelplatte 68 heraussickern, wie schematisch mit einem Pfeil 71 angedeutet.
Selbstverständlich ist es möglich, dass die Pre-Inked-Stempelplatte selbst als Speichermedium
ausgebildet sein kann.
[0061] Da somit kein Stempelkissen 4 mehr benötigt wird, kann nunmehr in die Aufnahmevorrichtung
21 eine Abdeckplatte (nicht dargestellt) eingelegt werden, wodurch die Öffnung und
der Zugang zum Druckplattenträger verschlossen wird. Man kann also sagen, dass die
Aufnahmevorrichtung 21 zur Aufnahme eines Stempelkissens 4 und/oder einer Abdeckplatte,
die bei Betätigung des Stempels 1 in der Aufnahmevorrichtung 21 verbleibt, ausgebildet
wird. Es ist auch möglich, dass eine derartige Abdeckplatte bei der Auslieferung des
Stempels 1 immer eingesetzt wird, und der Benutzer diese dann durch ein Stempelkissen
4, bei einer Ausbildung eines selbstfärbenden Stempels 1, ersetzt. Grundsätzlich würde
auch die Möglichkeit bestehen, dass vom Benutzer selbst entschieden wird, ob er einen
selbstfärbenden Stempel 1 oder einen Pre-Inked-Stempel 1 verwenden möchte, da er lediglich
den Druckplattenträger 8 tauschen muss.
[0062] In den weiteren Fig. 28 bis 41 sind unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Stempelkissen
4 für die Verwendung in den zuvor beschriebenen Stempeln 1 gezeigt. Hierzu sei erwähnt,
dass die in den Stempeln 1 integrierte Aufnahmevorrichtung 21 korrespondierend zu
den gezeigten Stempelkissen 4 ausgebildet ist, sodass dieses in die Aufnahmevorrichtung
21 eingelegt werden kann.
[0063] Dabei zeigt Fig. 28 ein Ausführungsbeispiel, bei dem als Mittel 74 der Bügel 59 an
einer Längsseite 57 angeordnet ist, wogegen auf der gegenüberliegenden Seite weitere
Mittel 74, insbesondere zwei Zapfen 75 und eine strichliert dargestellte Zapfenaufnahme
76 für korrespondierende Zapfen 75 (nicht dargestellt) an der Aufnahmevorrichtung
21 des Stempels 1, angeordnet sind. Der Zapfen 75 weißt dabei eine spezielle Ausgestaltung
auf und kann beispielsweise verjüngend ausgebildet sein. Die Zapfen 75 können beispielsweise
über eine Rastverbindung aufsteckbar bzw. abnehmbar am Stempelkissenträger 56 befestigt
werden, d.h., dass beispielsweise eine Führung mit oder ohne Raste über die Grundkörperdicke
angeordnet ist, sodass von einer Seite, insbesondere von jener Seite, wo das Kissen
51 frei liegt, aufgeschoben wird. Damit kann ein Stempelkissen 4, insbesondere eine
Grundausführungsform, für unterschiedliche Stempel 1 mit unterschiedlichen Aufnahmevorrichtungen
21 erzeugt werden, wo lediglich die entsprechend benötigten Mittel 74 angesteckt werden,
d.h. dass beispielsweise verschieden lange und/oder dicke Fortsätze 75 aufgesteckt
werden können.
[0064] Zusätzlich ist bei dem Ausführungsbeispiel nunmehr ein weiteres Mittel 74 zum Halten
in Form von Griffelementen 77 angeordnet. Diese sind auf den kürzeren Seitenflächen
78 angeordnet und stehen seitlich gegenüber dem Stempelkissenträger 56 vor. Damit
kann nun der Benutzer das Stempelkissen 4 mit zwei Fingern an diesen Griffelementen
77 festhalten und in die Aufnahmevorrichtung 21 einstecken. Dazu sind in den Seitenbereichen
des Unterteils 7 entsprechende Ausnehmungen, wie später in einem anderen Ausführungsbeispiel
gezeigt, angeordnet, sodass die Griffelemente 77 mit der Außenkontur des Unterteils
7 abschließen können bzw. geringfügig darüber hinaus ragen können, wenn dadurch der
Bewegungsablauf des Stempels 1 nicht behindert wird.
[0065] Von Vorteil hat sich erwiesen, wenn die Griffelemente 77 im Bereich des Bügels 59
außermittig angeordnet sind, da dadurch der Benutzer das Stempelkissen 4 mit den Zapfen
75 voran zuerst einfach schräg in die Aufnahmevorrichtung 21 einführt und anschließend
das Stempelkissen 4 vollständig hineindrückt. Damit der Benutzer einen besseren Griff
hat, ist es möglich, dass die Griffelemente 77 mit Noppen oder Rillen versehen werden.
Auch ist es möglich, dass diese ebenfalls abnehmbar ausgebildet sind. Hierzu wird
generell erwähnt, dass sämtliche in den Ausführungsbeispielen dargestellten Mittel
74 abnehmbar ausgeführt sein können.
[0066] In einem weiteren Ausführungsbeispiel, wie in den Fig. 29 bis 31 dargestellt, ist
das Stempelkissen 4 derart ausgebildet, dass nunmehr eine spezielle Ausbildung eines
Verriegelungsmechanismus 79 zum Fixieren des Stempelkissens 4 in der Aufnahmevorrichtung
21 eingesetzt wird. Dabei ist das bewegliche Mittel 74 an der Aufnahmevorrichtung
21 angeordnet, d.h., dass das Stempelkissen 4 nur mit kaum verformbaren Mitteln 74
ausgestattet ist und für die Fixierung in der Aufnahmevorrichtung 21 der sogenannte
verformbare Bügel 59 mit einer beweglichen Fixierlippe 80 ausgestattet ist. Die Fixierlippe
80 kann dabei vom Benutzer in Richtung Aufstandsfläche 22 nach unten gedrückt werden,
wodurch die Fixierung des Stempelkissens 4 freigegeben wird und somit das Stempelkissen
4 entnommen werden kann, d.h., dass durch das Hinunterdrücken der Fixierlippe 80 eine
am Stempelkissen 4 angeordnete Rastnase 81 freigegeben wird, sodass der Benutzer das
Stempelkissen 4 an den Griffelementen 77 festhalten kann und aus der Aufnahmevorrichtung
21 ziehen kann. Beim Einsetzen des Stempelkissens 4 kann der Mechanismus derart ausgelegt
sein, dass ein Fortsatz der Fixierlippe 80 durch das Stempelkissen 4 betätigt wird,
sodass die Fixierlippe 80 nach oben klappt und das Stempelkissen 4 bzw. die Rastnase
81 verriegelt, da die Fixierlippe 80 in eine Schnappverbindung einrastet.
[0067] Weiters ist aus der Darstellung ersichtlich, dass ein unterer Rand 82 der Vorderseite
18 des Oberteils 6 in Ruhestellung 2 mit dem oberen Rand bzw. einer Oberkante 83 der
Aufnahmevorrichtung 21 abschließt bzw. diesen nur geringfügig überragt. Dies wird
dadurch erreicht, dass der Oberteil 6 entsprechend ausgebildet ist und die Vorderseite
18 verkürzt ist, sodass nunmehr das Stempelkissen 4 in der Vorderseite 34a frei liegt
und somit einfach entnommen werden kann. Grundsätzlich ist es möglich, dass der untere
Rand 82 der Vorderseite 18 ein wenig über die Aufnahmevorrichtung 21 bzw. das Stempelkissen
18 ragen kann, wobei jedoch darauf geachtet werden muss, dass das Stempelkissen 4
noch einfach herausgedreht werden kann.
[0068] Auch ist in Fig. 30 schön ersichtlich, dass die Griffelemente 77 über die Seitenränder
des Unterteils 7 ragen können, wenn diese entsprechend angeordnet sind, d.h., werden
die Griffelemente 77 im Bereich der Aufstandsfläche 22, also im unteren Bereich, angeordnet,
so kann eine Gesamtbreite 84 der Griffelemente 77 länger sein, als eine Breite 85
des Unterteils 7, da beim Betätigen des Stempels 1 durch die verkürzte Ausbildung
der Vorderseite 18 diese wiederum in der Betätigungsstellung 5 oberhalb der Griffelemente
77 endet. Werden die Griffelemente 77 jedoch mehr in den Mittelbereich des Stempelkissens
4 verlegt, so ist die Gesamtbreite 84 gleich der Breite 85 des Unterteils 7 auszuführen,
sodass der Oberteil 6 über die Griffelemente 77 geschoben werden kann.
[0069] Weiters wird darauf hingewiesen, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der
Fig. 29 bis 30 der Stempel 1 in Ruhestellung 2 gezeigt ist und der Druckplattenträger
8 noch nicht mit dem Oberteil 6 gekoppelt ist, sondern lediglich im Unterteil 7 eingelegt
ist.
In den Fig. 32 und 33 ist eine Variante gezeigt, bei der durch eine Druckbeaufschlagung
und eine gleichzeitige Schiebebewegung die Entriegelung des Stempelkissens 4 durchgeführt
wird, wobei hierzu lediglich nur der Unterteil 7 und das Stempelkissen 4 gezeigt werden.
Auch ist es möglich, dass ohne Druckbeaufschlagung eine Entriegelung durchgeführt
werden kann.
[0070] Hierzu sind in der Aufnahmevorrichtung 21, insbesondere im Bereich der Oberkante
83, Mittel 74 zum Distanzieren und Federn, sogenannte Federelemente 86, angeordnet,
die bei eingestecktem Stempelkissen 4 dieses in Richtung Auflagefläche 22 drücken.
Die Federelemente 86 können beispielsweise durch einfache verformbare Laschen, Bügel
oder dergleichen gebildet werden, die jedoch immer nach einer Verformung in die Ursprungsform
zurückkehren. Dabei ist es möglich, dass nur ein oder mehrere Federelemente 86 angeordnet
werden. Auch ist es möglich, dass diese Federelemente 86 direkt am Stempelkissen 4
angeformt sind und beim Einstecken dieses in Richtung Auflagefläche 22 drückt.
[0071] Auf der Gegenüberliegenden Seite sind bevorzugt am Stempelkissen 4 weitere Mittel
74, insbesondre Rastfortsätze 87, angeformt, die nunmehr 90° zum Stempelkissenträger
56 ausgerichtet sind, sprich in Richtung Unterteil 7 ragen. Diese Mittel 74 rasten
in korrespondierende Öffnungen 88 am Unterteil 7 bzw. der Aufnahmevorrichtung 21 ein,
wobei die Öffnungen 88 wesentlich größer ausgebildet sind als die Rastfortsätze 87,
sodass die Rastfortsätze 87 in den Öffnungen 88 verschiebbar sind. Auch ist es möglich,
dass anstelle von Öffnungen 88 nur entsprechende Rasthinterschneidungen angeordnet
sind, in die die Rastfortsätze 87 einrasten können.
[0072] Zum Lösen des Stempelkissens 4 drückt der Benutzer zuerst gegen das Stempelkissen
4 in Richtung Unterteil 7, und schiebt gleichzeitig das Stempelkissen 4 nach oben
gegen die Federelemente 86, sodass die Rastfortsätze 87 in der Öffnung 88 aus ihrer
Rastverbindung gelöst werden und das Stempelkissen 4 entnommen werden kann. Bevorzugt
ist zur Darstellung der Verschieberichtung am Stempelkissenträger 56 ein symbolischer
Pfeil 89 dargestellt.
[0073] In Fig. 34 ist eine vergrößerte Darstellung eines Ausführungsbeispiels gezeigt, bei
dem an den Griffelementen 77 Mittel 74 zum Verrasten am Unterteil 7 angeordnet sind.
Das Mittel 74 ist beispielsweise als Rastfortsatz 87 ausgebildet.
[0074] Grundsätzlich wird darauf hingewiesen, dass bei der Ausbildung der Stempelkissen
4 und der Aufnahmevorrichtung 21 diese auch umgekehrt als in den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen ausgeführt werden können, d.h., dass die Mittel 74 vom Stempelkissen
4 in der Aufnahmevorrichtung 21 und die Mittel 74 von der Aufnahmevorrichtung 21 am
Stempelkissen 4 angeordnet werden. Beim Aufsetzten des Stempelkissens 4 greifen die
Rastfortsätze 87 in Öffnungen 88 am Unterteil 7 ein und fixieren somit das Stempelkissen.
Zum Lösen müssen nunmehr die beiden Griffelemente 77 ein wenig zusammen gepresst werden,
wodurch die Rastverbindung gelöst wird und das Stempelkissen entnommen werden kann,
d.h., dass sich nunmehr durch das zusammen pressen der Griffelemente 77 diese leicht
verformen und somit die Rastfortsätze 87aus der Öffnung 88 gedrückt werden.
[0075] In den Fig. 35 bis 37 ist ein Schiebemechanismus zum Befestigen des Stempelkissens
4 am Unterteil 7, insbesondere in der Aufnahmevorrichtung 21, gezeigt. Dabei ist die
Aufnahmevorrichtung 21 mit einem Mittel 74 versehen, welches elastisch verformbar
ist. Dieses ist dabei durch spezielle Ausbildungen des Randbereiches geformt und entspricht
dabei einem federnden Vorsprung 90, der bei eingesetztem Stempelkissen 4 dieses in
eine bestimmte Richtung, insbesondere in Richtung der Aufstandsfläche 22, drückt.
[0076] Zum Fixieren des Stempelkissens 4 weist dieses nunmehr mehrere, insbesondere vier,
Vorsprünge 58 auf, wobei diese auf die Längsseite 57 aufgeteilt sind, sprich auf jeder
Längsseite 57 zwei Vorsprünge 58 angeordnet sind. Korrespondierend hierzu sind in
der Aufnahmevorrichtung 21 entsprechende Ausnehmungen 54 angeordnet. Beim Einsetzen
und Entnehmen des Stempelkissens 4 wird das Stempelkissen 4 entsprechend dem Grafiksymbol
entgegen den federnden Vorsprung 90 gedrückt und anschließend herausgeschwenkt bzw.
hineingedrückt. Bei einem derartigen Aufbau ist wiederum das bewegliche Element bzw.
Mittel 74 am Unterteil 7, insbesondere in der Aufnahmevorrichtung 21, angeordnet,
wogegen das Stempelkissen 4 keine derartigen verformbaren Elemente aufweist.
[0077] In den Fig. 38 bis 41 ist eine weitere Variante eines Verbindungssystems für das
Stempelkissen 4 und die Aufnahmevorrichtung 21 gezeigt. Bei diesem wird nunmehr das
Stempelkissen 4 in Richtung Aufstandsfläche 22 geschoben, um dieses zu lösen. Hierzu
ist ein entsprechendes Graphiksymbol angeordnet. Zum Fixieren wird das Stempelkissen
4 entgegen dieser Bewegung geschoben.
[0078] Die Fixierung erfolgt wiederum über entsprechend angeordnete Mittel 74 am Stempelkissen
4 und an der Aufnahmevorrichtung 21. Dazu ist ein Rasthacken 91 am Unterteil 7, insbesondere
im Randbereich zu den Griffelementen 77 an der Aufnahmevorrichtung 21, angeordnet.
Weiters ist ein Anschlagelement 92 angeordnet, gegen das die Stempelplatte 4 gedrückt
werden kann. Zwischen Rasthacken 91 und Anschlagelement 92 ist ein Freiraum angeordnet,
in dem ein zum Rasthacken 91 korrespondierendes Verriegelungselement 93 eingreifen
kann.
[0079] Wird das Stempelkissen 4 in die Aufnahmevorrichtung 21 eingelegt, also zuerst die
Vorsprünge 58 in die Ausnehmung 54 gesteckt und anschließend das Verriegelungselement
93 in den Freiraum zwischen Rasthacken 91 und Anschlagelement 92 gesteckt, und anschließend
nach oben, also entgegen der Aufstandsfläche 22, geschoben, so wird der Rasthacken
91 verformt und rastet anschließend im Verriegelungselement 93 ein. Zum Lösen wird
nunmehr das Stempelkissen 4 in Richtung Pfeil 89 kraftvoll verschoben, sodass der
Rasthacken 91 wiederum verformt wird und das Verriegelungselement 93 frei gibt, sodass
das Stempelkissen 4 einfach entnommen werden kann. Zur besseren Positionierung ist
es möglich, dass auch im Bereich der Griffelemente 77 Vorsprünge 58 angeordnet werden,
sodass eine Vierpunkt-Positionierung geschaffen wird, wobei hierbei nunmehr alle Vorsprünge
58 in die gleiche Richtung ragen.
[0080] Durch die Ausbildung des Stempels 1 und/oder der Einzelteile bzw. des Stempelkissens
4 entsprechend den zuvor beschriebenen Ausführungsvarianten bzw. definierten Merkmalen
wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass die Baugröße gegenüber aus dem Stand der
Technik bekannten Stempeln mit vergleichbarer Stempelabdruckgröße um ca. 40% verkleinert
wird. Damit wird auch in vorteilhafter Weise erreicht, dass der Betätigungsweg für
den Anwender reduziert wird, jedoch die Stempelbildqualität erhalten wird. Durch die
Verkleinerung des Stempels resultiert auch eine Reduzierung des Materialeinsatzes
und somit werden auch die Kosten für die Herstellung gesenkt. Selbstverständlich ist
es auch möglich, dass der Stempel mit einer Fixiervorrichtung ausgestattet werden
kann, sodass der Stempel in der Ruhestellung 2 fixiert werden kann und somit das Stempelkissen
eingesetzt bzw. herausgenommen werden kann. Auch kann somit die Stempelplatte 3 bei
einer fixierten Stellung eingesetzt werden. Man kann also sagen, dass diese Art von
Stempel 1 ungesperrt und/oder gesperrt verwendet werden können.
[0081] In den Fig. 42 bis 48 ist eine detaillierte Darstellung des in den Fig. 35 bis 37
gezeigten Ausführungsbeispiels gezeigt, wobei für dieselben Teile bzw. Funktion der
zuvor beschriebenen Ausführungsvarianten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
Hierzu ist das Mittel 74, insbesondere der federnde Vorsprung 90, vergrößert dargestellt,
um die Funktionsweise des Mittels 74, insbesondere des Vorsprunges 90, besser erkennen
zu können. Der Vorsprung 90 ist bevorzugt einteilig aus dem Unterteil 7 gebildet bzw.
geformt und weist auf einer Oberfläche 95 des Unterteils 7 bevorzugt eine Materialverjüngung
95a auf, d.h., dass der Vorsprung 90 auf der Oberfläche 95 des Unterteils 7 angeordnet
ist, die gegenüber der Aufstandsfläche 22 ausgebildet ist und der Vorsprung 90 nach
dem Verformen sich wieder in seine Ausgangslagen zurück verformt. Der Unterteil 7
wird somit mit dem federnden Vorsprung 90 aus einem einzigen Spritzgusswerkzeug hergestellt.
[0082] Die Aufnahmevorrichtung 21 bildet eine rahmenförmige Öffnung zum Einsetzen des Stempelkissens
4 aus, wobei über ein Fenster 96 in den Innenraum 24 des Unterteils 7, insbesondere
zum Druckplattenträger 8, gelangt werden kann. Bevorzugt ist der Vorsprung 90 derart
positioniert, dass dieser in den Innenraum der Aufnahmevorrichtung 21 hineinragt oder
mit dieser abschließt, sodass bei eingesetztem Stempelkissen 4 der federnde Vorsprung
90 einen Druck auf das Stempelkissen 4 aufbaut bzw. ausübt, da dieser vom Stempelkissen
4 beim Einsetzen verformt wurde, d.h., dass der federnde Vorsprung 90 in die rahmenförmige
Öffnung ragt und beim Einsetzen des Stempelkissens 4 durch das Stempelkissen 4 nach
hinten, also in entgegen gesetzter Richtung zur Aufstandsfläche 22, gedrückt wird,
wodurch aufgrund der Federkraft des Mittels 74, insbesondere des Vorsprunges 90, eine
Kraft auf das Stempelkissen 4 ausgeübt wird und somit das Stempelkissen 4 vom Vorsprung
90 in Richtung der Aufstandsfläche 22 gepresst wird. Wird das Stempelkissen 4 aus
der Aufnahmevorrichtung 21 entfernt, so bildet sich der Vorsprung 90 wieder in seine
Ausgangslage zurück und ragt somit wiederum geringfügig in die rahmenförmige Aufnahmevorrichtung
21 bzw. schließt mit dieser ab.
Grundsätzlich wird darauf hingewiesen, dass das federnde Mittel 74, insbesondere der
Vorsprung 90, auch als extra Teil bzw. Komponente ausgebildet werden kann und am Unterteil
7 befestigt bzw. positioniert ist, wobei diese dann wiederum derart eingesetzt wird,
dass beim Einsetzen des Stempelkissens 4 in die Aufnahmevorrichtung 21 von dem Mittel
74 ein Druck in Richtung Aufstandsfläche 22 aufgebaut wird.
[0083] Weiters sind an der Oberfläche 95 zwei Ausnehmungen 54 angeordnet, sodass korrespondierende
Vorsprünge 58 am Stempelkissen 4 in diese eingesteckt werden können. Die Vorsprünge
58 haben die Aufgabe, das Stempelkissen 4 zu positionieren und das Herauskippen zu
vermeiden, da der Druckplattenträger 8 gegen das Stempelkissen 4 drückt. Die beiden
Ausnehmungen 54 sind beispielsweise zwischen den beiden Vorsprüngen 90 angeordnet,
wobei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die beiden Vorsprünge 90 in den Bereichen
der Seitenflächen 34 an der Oberfläche angeordnet sind. Selbstverständlich ist es
möglich, dass anstelle von zwei Vorsprüngen 90 und/oder Ausnehmungen 54 nur ein einziger
Vorsprung 90 und/oder Ausnehmung 54, die bevorzugt im Mittelbereich der Aufnahmevorrichtung
21 angeordnet sind, verwendet wird, oder dass mehr als zwei Vorsprünge 90 und/oder
Ausnehmungen 54 angeordnet sind. Wesentlich ist, dass der Vorsprung 90 derart ausgebildet
ist, dass dieser zum Aufbau eines Druckes in Richtung der Aufstandsfläche 22 bei eingesetztem
Stempelkissen 4 ausgebildet ist bzw. dass bei eingesetztem Stempelkissen 4 dieses
vom Vorsprung 90 in Richtung Aufstandsfläche 22 gedrückt wird und dass die Ausnehmung
54 zur Aufnahme von Mitteln, insbesondere von Vorsprüngen 58 des Stempelkissens 4,
ausgebildet ist.
[0084] Grundsätzlich ist es jedoch möglich, dass die federnden Vorsprünge 90 auf der gegenüberliegenden
Seite im Bereich der Aufstandsflächen 22 angeordnet sein können, wobei diese wiederum
in den Innenbereich der Aufnahmevorrichtung 21 ragen bzw. mit diesem annähernd abschließen.
Bei einer derartigen Ausgestaltung haben die Vorsprünge 90 nunmehr die Aufgabe, das
Stempelkissen 4 in Richtung zur Oberfläche 95 zu drücken, also entgegen der zuvor
beschriebenen Richtung. Da jedoch im Bereich der Aufstandsfläche 22 nur wenig Platz
vorhanden ist, wird die zuvor beschriebene Ausführung, bei der die Vorsprünge 90 auf
der Oberfläche 95 positioniert sind, bevorzugt eingesetzt. Auch wäre eine Kombination
der unterschiedlichen Positionen möglich.
[0085] Um ein Herausfallen des Stempelkissens 4 aus der Aufnahmevorrichtung 21 zu vermeiden,
ist es bei einer derartigen Ausführungsform erforderlich, dass noch weitere Mittel
zum Fixieren des Stempelkissens 4 an der Aufnahmevorrichtung 21 und/oder dem Stempelkissen
4 angeordnet sind. Hierzu ist auf einer für das Stempelkissen 4 ausgebildeten Auflagefläche
97 im Bereich der Aufstandsfläche ein Längssteg 98 angeordnet, in dem wiederum zwei
Ausnehmungen 54 angeordnet sind. Dabei ist der Längssteg 98 bevorzugt nahe an der
Öffnung bzw. dem Fenster 96 der Aufnahmevorrichtung 21 angeordnet, sodass ein entsprechender
Abstand 99 zur Auflagefläche 22 ausgebildet bzw. vorhanden ist, d.h., dass die Aufnahmevorrichtung
21, insbesondere das Fenster 96 der Aufnahmevorrichtung 21, nicht bis zur Aufstandsfläche
22 ragt, sondern um den Abstand 99 kleiner ausgebildet ist bzw. zurück gesetzt ist.
Dies ist insofern notwendig, da im Bereich der Aufstandsfläche 22 beim Einsetzen des
Stempelkissens 4 sichergestellt werden muss, dass die in diesem Bereich angeordneten
Vorsprünge 58 am Stempelkissen 4 beim Einstecken in die Ausnehmungen 54 am Längssteg
98 nicht über die Aufstandsfläche 22 hinausragen.
[0086] Der Unterteil 7 mit der Aufnahmevorrichtung 21 ist also derart ausgebildet, dass
dieser korrespondierend mit dem speziellen Stempelkissen 4 ausgebildet ist und somit
dieses aufnehmen kann. Dabei ist darauf zu achten, dass alle Teile bzw. Komponenten
derart angeordnet und integriert sind, dass diese bei einem Stempelvorgang in den
Innenraum des Oberteils 6 aufgenommen werden können. Hierzu bildet bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel die Oberfläche 95 des Unterteils 7 den maximalen Außenumriss aus,
über den keine Teile hinausragen dürfen. Somit ist die Auflagefläche 97 im Bereich
der Aufstandsfläche 22 um eine Dicke 100 des Stempelkissens 4 zurück versetzt und
kann somit das Stempelkissen 4 aufnehmen, sprich das Stempelkissen 4 kann auf der
Auflagefläche 97 aufliegen. Auf dieser Auflagefläche 97 ist über zumindest einen Teilbereich
der Länge der Längssteg 98 angeordnet, der in entgegen gesetzter Richtung des Innenraums
24 ragt. Dabei ist der Längssteg 98 bevorzugt kleiner ausgebildet, als die Dicke 100
des Stempelkissens 4 beträgt, sodass beim Einsetzen des Stempelkissens 4 der Längssteg
98 im Stempelkissen 4 aufgenommen wird, d.h., dass im Stempelkissen 4 eine Ausnehmung
bzw. Freiraum 109 ausgebildet ist, in der bei eingesetztem Stempelkissen 4 der Längssteg
98 hineinragt oder das Stempelkissen 4 derart ausgebildet ist, dass das Stempelkissen
4 zwischen der Oberfläche 95 und dem Längssteg 98 anordenbar ist, wodurch der Längssteg
98 das Abschlusselement ausbildet oder nur teilweise das Stempelkissen 4 den Längssteg
98 überragt, d.h., dass das Stempelkissen 4 nur zwischen der Oberfläche 95 und dem
Längssteg 98 angeordnet ist oder dass nur über einen Teilbereich der Länge des Längssteges
98 bzw. des Unterteils das Stempelkissen 4 den Längssteg 98 überragt.
[0087] Wie zuvor erwähnt, sind am Längssteg 98 die beiden Ausnehmungen 54 für die korrespondierenden
Vorsprünge 58 des Stempelkissens 4 angeordnet. Bevorzugt ist in jenem Bereich der
Ausnehmungen 54 eine in Richtung der Öffnung der Aufnahmevorrichtung 21 verjüngende
Fläche 102 am Längssteg ausgebildet, sodass beim Einsetzen des Stempelkissens der
Vorsprung 58 über die Fläche 102 leichter in Richtung der Ausnehmung 54 geführt wird,
sodass das Einsetzen des Stempelkissens 4 wesentlich erleichtert wird, da die Vorsprünge
58 einfach über die schräge Fläche 102 in die Ausnehmung 54 rutschen bzw. gedrückt
werden können.
[0088] Um eine Führung für das einzusetzende Stempelkissen 4 zu erreichen, ist im Unterteil
7 eine Seitenführung 103 angeordnet. Die Seitenführung 103 erstreckt sich von der
Oberfläche 95 in Richtung Aufstandsfläche 22 und endet in einem definierten Abstand
104 zur Aufstandsfläche 22 , wobei der Abstand 104 derart dimensioniert wird, dass
dieser ein Griffelement 77 vom Stempelkissen 4 aufnehmen kann, d.h., dass das Stempelkissen
4 derart geformt ist, dass in diesem Bereich beidseits Griffelemente 77 angeordnet
sind, die sich von der Innenseite der Seitenführung auf die Außenseite erstrecken
und mit der Außenseite abschließen. Dabei ist es von Vorteil, wenn bei eingesetztem
Stempelkissen 4 zwischen den Griffelementen 77 und den Seitenführungen 103 ein definierter
Zwischenraum 114 bestehen bleibt, sodass beim Herausnehmen durch Druck auf das Stempelkissen
4 in Richtung der Oberfläche 95 des Unterteils 7 das Stempelkissen 4 in Richtung der
Oberfläche 95 geschoben werden kann, wodurch ebenfalls die Vorsprünge 58 aus den Ausnehmungen
54 im Längssteg bewegt werden und somit das Stempelkissen 4 bevorzugt durch eine leichte
Drehbewegung entnommen werden kann.
[0089] Weiters ist zwischen den Seitenführungen 103 zur Auflage des Stempelkissens 4 ein
Steg 105 angeordnet, wodurch das Stempelkissen 4 nicht in den Innenraum des Unterteils
7 fallen kann. Dabei bildet der Steg 105 und die Auflagefläche 97 eine Ebene aus,
sodass gesagt werden kann, dass sich die Auflagefläche 97 entlang des Steges 105 erstreckt.
Die Auflagefläche 97 bzw. der Steg 105 im Bereich der Seitenführung 103 bildet dabei
nur einen sehr schmalen Steg 105 aus, um eine möglichst große Öffnung bzw. Fenster
96 für die Aufnahmevorrichtung 21 zu schaffen. Der Steg 105 sollte jedoch so breit
ausgebildet werden, dass sichergestellt ist, dass beim Einsetzen des Stempelkissens
4 dieses auf diesem Steg 105 geführt ist und gleichzeitig verhindert wird, dass das
Stempelkissen 4 in den Innenraum des Unterteils fallen kann.
[0090] Man kann also sagen, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine spezielle
Ausbildung des Unterteils 7 mit dazugehörigen speziell ausgebildeten Stempelkissen
4 geschaffen wurde, wobei nunmehr in der Aufnahmevorrichtung 21 das federelastische
Mittel 74 angeordnet ist und am Stempelkissen 4 fixe bzw. starre Mittel verwendet
werden. Somit wird ein selbstfärbender Stempel 1 gebildet, der einen ineinander schiebbaren
Ober- und Unterteil 6, 7 sowie einen im Unterteil 7 schwenkbar angeordneten Druckplattenträger
8 zur Aufnahme der Stempelplatte 3 umfasst, wobei dem Druckplattenträger 8 eine Aufnahmevorrichtung
21 für ein Stempelkissen 4 zugeordnet ist und der Druckplattenträger 8 in einer Ruhestellung
2 im Bereich zwischen 80° und 135°, insbesondere von in etwa 90°, zu einer Aufstandsfläche
22 positioniert ist und von dieser Ruhestellung 2 in eine Betätigungsstellung 5 für
das Erzeugen eines Stempelabdrucks über Führungsmittel verstellbar ist, wobei in dem
Unterteil 7 ein federndes Mittel 74 angeordnet ist, das in eine Aufnahmevorrichtung
21 für das Stempelkissen 4 hineinragt oder mit dieser annähernd abschließt, und an
einer weiteren Seite am Unterteil 7 zumindest ein weiteres Mittel 74 für das Positionieren
und Halten des Stempelkissens 4 angeordnet ist. Durch die Anordnung der federnden
Mittel 74 wird erreicht, dass das Stempelkissen 4 in eine bestimmte Position gedrückt
wird, sodass ein sicherer Halt und eine exakte Positionierung gewährleistet ist. Weiters
wird dadurch erreicht, dass bei Überwindung der von den federnden Mitteln 74 aufgebauten
Kraft das Stempelkissen 4 in der Aufnahmevorrichtung 4 geringfügig bewegt bzw. verschoben
werden kann, wodurch ein Entrasten bzw. Außereingriffbringen der ineinandergreifenden
Mittel 74 möglich wird, d.h., dass die Mittel 74 am Stempelkissen 4 und die Mittel
74 am Stempel 1 derart aufeinander abgestimmt sind, dass diese geringfügig in einer
Richtung, insbesondere entgegen der Aufstandsfläche 22, verschoben werden können.
[0091] Hierzu ist im Unterteil 7 ein federndes Mittel 74 angeordnet, das in einen Innenraum
der Aufnahmevorrichtung 21 für das Stempelkissen 4 hineinragt oder mit dieser annähernd
abschließt, und sind an einer weiteren Seite am Unterteil 7 zwei weitere Mittel, insbesondere
zwei Ausnehmungen 54 für das Positionieren und Halten des Stempelkissens 4 angeordnet,
sodass das Stempelkissen 4 gegen das federnde Mittel 74 verschoben werden kann.
[0092] Das korrespondierende Stempelkissen 4 ist dabei derart ausgebildet, dass dieses einen
Stempelkissenträger 56 und eine darin angeordnete Einlage 51 zur Aufnahme von Farbe
umfasst, und am Stempelkissenträger 56 angeordnete Mittel 74 zum Einsetzen in und/oder
Herausnehmen aus einem Stempel 1 angeordnet sind, wobei an einer Längsseitenfläche
106 zumindest ein Mittel 74 zum Einsatz in ein korrespondierendes Mittel 74 in einem
Stempel 1 angeordnet ist, und dass an einer weiteren Seite ein weiteres Mittel 74
zum Positionieren und Halten angeordnet ist. Dabei weist der Stempelkissenträger 56
eine definierte Dicke 100 auf, um die Einlage 51 aufzunehmen und somit einen entsprechenden
Farbvorrat für eine Vielzahl von Stempelvorgängen zu schaffen. Grundsätzlich ist zu
erwähnen, dass die Einlage 51 auf einer Seite des Stempelkissenträgers 56 frei zugänglich
ist und auf der anderen Seite durch den Stempelkissenträger 56 abgedeckt ist. Somit
ist es möglich, dass der Druckplattenträger 8 eines Stempels 1 in der Ruhestellung
bei eingesetztem Stempelkissen 4 direkt auf der Einlage 51 zum Anliegen kommt und
somit Farbe aufnehmen kann, d.h., dass das Stempelkissen 4 derart in den Stempel 1
eingesetzt wird, dass die Einlage 51 in Richtung des Fensters 96 der Aufnahmevorrichtung
21 ragt, sodass der Druckplattenträger 8 durch das Fenster 96 bzw. Öffnung an der
Einlage 51 in der Ruhestellung zur Anlage kommt und somit einen Druck auf die Einlage
51 und somit auf das Stempelkissen 4 ausübt.
[0093] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind an einer Längsseitenfläche 106 des
Stempelkissens 4 zwei Vorsprünge 58 angeordnet, die zum Einsatz in Ausnehmungen 54
an der Oberfläche 95 des Unterteils 7 des Stempels 1 ausgebildet sind, wobei an der
gegenüberliegenden Seite wiederum zwei weitere Vorsprünge 58 zum Einsatz in die Ausnehmungen
54 am Längssteg 98 des Unterteils 7 des Stempels 1 angeordnet sind. Die beiden Vorsprünge
58 sind dabei an einem Mittelsteg 107 bzw. Längsseitenflächen angeordnet, der den
Bereich für die Einlage 51 begrenzt. Parallel zu dem Mittelsteg 107 ist die weitere
Längsseitenfläche 108 angeordnet, wobei zwischen dem Mittelsteg 107 und der Längsseitenfläche
108 ein Freiraum 109 gebildet ist, der zumindest derart ausgebildet ist, dass der
Längssteg 98 am Unterteil 7 darin anordenbar ist, d.h., dass bei eingesetztem Stempelkissen
4 zwischen dem Mittelsteg 107 und der Längsseitenfläche 108 der Längssteg 98 in den
Freiraum 109 eingeführt ist, wodurch ein Einrasten der Vorsprünge 58 am Mittelsteg
107 in die Ausnehmungen 54 am Längssteg 98 möglich ist. Weiters sind an den beiden
Schmalseitenflächen 110 Griffelemente 77 ausgeformt bzw. angeordnet, die über die
Schmalseitenflächen 110 hinausragen und bei eingesetztem Stempelkissen 4 mit der Außenfläche
der Seitenführungen 103 abschließen. Somit ist es möglich, dass die Schmalseitenflächen
110 innerhalb der Seitenführungen 103 verlaufen und die Griffelemente 77 des Stempelkissens
4 mit der Außenfläche der Seitenführung 103 abschließen. Zusätzlich ist es möglich,
dass in den Seitenbereichen der Schmalseitenfläche 110 eine Art Fassette 111 angeordnet
ist. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass in den Bereichen der Vorsprünge 58 am
Mittelsteg 107 am Stempelkissenträger 56 Öffnungen 112 angeordnet sind, wie dies dargestellt
ist.
[0094] Zum Einsetzen des Stempelkissens 4 ist es nunmehr erforderlich, dass das Stempelkissen
4 leicht winkelig in die Seitenführungen eingeschoben wir. Nachdem das Stempelkissen
4 an dem Vorsprung 90 oder der Oberfläche 95 des Unterteils 7 zum Anliegen kommt,
muss der Benutzer nunmehr einen leichten Druck in Richtung der Oberfläche 95 ausüben,
sodass das federnde Mittel 74, insbesondere der federnde Vorsprung 90, zurück gedrückt
wird. Gleichzeitig bewegt sich das Stempelkissen 4 in Richtung Oberfläche 95, sodass
die Vorsprünge 58 im Bereich des Längssteges 98 über diesen hinweg geschoben werden
und das Stempelkissen 4 auf der Auflagefläche 97 zum Aufliegen kommt. Beendet man
nunmehr den Druck auf das Stempelkissen 4, so wird dieses vom federnden Mittel 74
in Richtung Aufstandsfläche 22 gedrückt, wodurch die Vorsprünge 58 im Bereich des
Längsstegs 98 in die im Längssteg 98 angeordneten Ausnehmungen 54 gedrückt werden.
Damit ist ein sicherer Halt und eine exakte Positionierung des Stempelkissens 4 im
Stempel 1 erreicht, wobei der Druck weiterhin vom federnden Mittel 74 auf das Stempelkissen
4 ausgeübt wird.
[0095] Will man jedoch das Stempelkissen 4 aus dem Stempel 1 entnehmen bzw. tauschen, so
ist es erforderlich, dass ein entsprechender Druck auf das Stempelkissen 4 in Richtung
der Oberfläche 95 des Unterteils 7 ausgeübt wird, wodurch die Federkraft des federnden
Mittels 74 aufgehoben und überwunden wird, sodass das Stempelkissen 4 in Richtung
Oberfläche 95 des Unterteils 7 verschoben wird. Dadurch werden nunmehr die Mittel
74 am Stempelkissen 4 im Bereich des Längssteges 98 außer Eingriff gebracht bzw. die
Vorsprünge 58 aus den Ausnehmungen 54 am Längssteg 98 gedrückt, sodass anschließend
das Stempelkissen 4 durch eine leichte Drehbewegung, insbesondere entgegen dem Unterteil
7, auf zumindest einer Seite der Aufnahmevorrichtung 21 heraus bewegt wird, sodass
die Druckbeaufschlagung beendet werden kann und das Stempelkissen 4 einfach herausgezogen
werden kann, da die einzelnen Mittel 74 des Stempelkissens 4 und des Stempels 1 nicht
mehr in Eingriff sind.
[0096] Man kann also sagen, es wird ein Verfahren geschaffen, bei dem das Einsetzen und
Tauschen des Stempelkissens derart erfolgt, dass zuerst ein Druck entgegen der Aufstandsfläche
22 des Stempels 1 und entgegen der Federkraft des federnden Mittels 74 am Unterteil
7 ausgeführt wird und anschließend durch eine leichte Drehbewegung das Stempelkissen
4 positioniert oder entnommen wird.
[0097] Um einen optimalen Halt des Stempelkissens 4 in der Aufnahmevorrichtung 21 des Unterteils
7 zu erreichen, sind hierzu vier Mittel 74, insbesondere vier Vorsprünge 58, am Stempelkissen
4 angeordnet. Dabei sind bevorzugt diese paarweise an den Längsseiten angeordnet.
Diese Mittel 74, insbesondere diese Vorsprünge 58, haben jedoch noch eine weitere
Aufgabe, nämlich dass diese Vorsprünge 58 derart ausgebildet sind, dass diese entgegen
der Anpresskraft von dem Druckplattenträger 8 wirken bzw. dass das Stempelkissen 4
über diese Vorsprünge 58 entgegen der Anpresskraft von dem Druckplattenträger 8 gehalten
wird. Damit beispielsweise nur bestimmte Stempelkissen 4 in einem bestimmten Stempel
1 eingesetzt werden können, ist es möglich, dass die Mittel 74, insbesondere die Vorsprünge
58, asymmetrisch am Stempelkissen 4 angeordnet sind, wobei hierzu die dazugehörigen
Ausnehmungen 54 korrespondierend ausgebildet sind, d.h., dass beispielsweise die Vorsprünge
58 unterschiedlich weit vom Rand des Stempelkissen 4 entfernt sind. Damit ist es möglich,
dass eine Art Codier-System geschaffen werden kann.
[0098] Darüber hinaus ist es auch möglich, dass ein Stempelkissen 4 eingesetzt wird, welches
bereits mit dem Mittelsteg 107 endet, d.h., dass lediglich der Bereich der Einlage
51 mit den an beiden Seiten angerordneten Vorsprüngen 58 vorhanden ist, sodass beim
Einsetzen des Stempelkissens 4 in den Stempel 1 dieses zwischen der Oberfläche 95
mit den Ausnehmungen 54 und den federnden Vorsprüngen 90 und dem Längssteg 98 mit
dem Ausnehmungen 54 eingesetzt wird, sodass der Längssteg 98 vom Stempelkissen 4 nicht
überragt wird, also ein verkürztes Stempelkissen 4 verwendet wird. Der Längssteg 98
bildet somit den Abschluss für das Stempelkissen 4 aus. Selbstverständlich ist es
möglich, dass jedoch ein Teilbereich des Längsstegs 98 vom Stempelkissen 4 überragt
wird, damit dieses nämlich leichter aus dem Stempel lentnommen werden kann. Endet
nämlich das Stempelkissen innerhalb des Längssteges 98, so ist es kaum möglich dieses
einfach auszutauschen, da der Längssteg 98 und die seitlichen Seitenführungen 103
den Zugriff auf das eingesetzte Stempelkissen 4 erschweren bzw. hindern.
[0099] Hierzu ist zu erwähnen, dass für Einweg-Stempel entsprechende Rastelemente 113, wie
nachstehend beschrieben, eingesetzt werden können, die nur ein einmaliges Einsetzen
des Stempelkissens 4 erlauben, d.h., dass nach dem Einsetzen des Stempelkissens 4
dieses nur noch mit erhöhtem Kraftaufwand wieder entnommen werden kann, wobei dabei
meist ein Rastelement 113 deformiert wird.
[0100] Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 49 bis 51 dargestellt. Dabei ist
ersichtlich, dass bei eingesetztem Stempelkissen 4, gemäß Fig. 50, zwischen den Schmalseitenflächen
110 des Stempelkissens 4 und der Seitenführung 103 eine Rastverbindung 113 ausgebildet
ist, die nur schwer zu trennen ist. Weiters entfällt bei einer derartigen Ausbildung
auch der Zwischenraum 114 zwischen der Schmalseitenfläche 110 bzw. den Griffelementen
77 und der Seitenführung 103, sodass nach einem Einrasten des Stempelkissens 4 im
Unterteil 7 dieses nicht mehr bewegt werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich,
dass zwischen dem Mittelsteg 107 und dem Längssteg 98 diese oder eine zusätzeRastverbindung
113 angeordnet ist. Bei einem derartigen Einweg-Stempel ist es auch nicht erforderlich,
dass auf der Oberfläche 95 die federnden Mittel 74 angeordnet sind, da ja das Ziel
ist, das Stempelkissen 4 nur ein einziges Mal einzusetzen und anschließend dieses
nicht mehr zu entfernen. Somit kann das Stempelkissen 4 spielfrei ausgebildet und
eingesetzt werden. Dafür ist beispielsweise am Längssteg 98 ein zusätzliches Mittel
74 in Form einer Ausnehmung 54 angeordnet, wodurch ein noch besserer Halt des Stempelkissens
4 im Unterteil 7 erreicht wird. Weiters ist auch das Stempelkissen 4 leicht verändert
ausgebildet und weist nunmehr nicht mehr die Rillen für die Griffelemente 77 für einen
sicheren Griff auf, sondern es sind nur noch die Ausbuchtungen in Form der Griffelemente
77 vorhanden, um einen ebenflächigen Abschluss zu erreichen bzw. das optische Erscheinungsbild
des Stempels 1 zu wahren.
[0101] Es ist aber auch möglich, dass die Ausnehmungen 54 an der Oberfläche 95 entfallen
können, wenn die Positionierung über den federnden Vorsprung 90 erfolgt, d.h., dass
beispielsweise am Stempelkissen 4 eine Einkerbung vorhanden ist, in die der Vorsprung
90 zur Positionierung eingesetzt werden kann und gleichzeitig jedoch der Vorsprung
90 zum Aufbauen eines Druckes vom Stempelkissen 4 verformt wird. Dabei ist es von
Vorteil, wenn der Vorsprung 90 derart ausgebildet wird, dass ein Herauskippen des
Stempelkissens 4 aus dem Unterteil 7 vermieden wird. Somit sollte der Vorsprung 90
das Stempelkissen 4 in Richtung Aufstandsfläche drücken und gleichzeitig über den
Vorsprung 90 in Richtung Unterteil 7 drücken. Dies kann beispielsweise druch eine
dreidimenisonale Ausbildung des Zapfen am Vorsprung 90 erreicht werden, der in eine
entsprechend winkelig verlaufende Einkerbung am Stempelkissen 4 eingreift.
[0102] Weiters ist in den Fig. 52 bis 59 ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem nunmehr
die Mittel 74 am Stempelkissen 4 speziell ausgebildet sind, um beispielsweise eine
lagerichtiges Einsetzen zu erreichen und/oder eine zusätzliche exakte Positionierung
zu ermöglichen und/oder ein vollständiges Einsetzen eines falschen, insbesondere nicht
übereinstimmenden, Stempelkissens 4 zu vermeiden. Dabei werden jedoch bei der Darstellung
und der Beschreibung immer beide Komponenten, sprich der Stempel 1 und das Stempelkissen
4, miteinander beschrieben, wobei jedoch für jeden einzelnen Teil ein eigenständiger
Schutz beansprucht wird, da die beiden Teile, sprich der Stempel 1 und das Stempelkissen
4, auch unabhängig voneinander verkauft bzw. vertrieben werden. Man kann also sagen,
es wird ein Art Code-System gebildet, bei dem nur entsprechend richtig ausgebildete
Stempelkissen 4 eingesetzt werden können. Bei diesem Code-System soll somit der Nachbau
von Stempelkissen 4 erschwert werden und soll sichergestellt werden, dass nur wirklich
übereinstimmende Stempelkissen 4 eingesetzt werden können.
[0103] Derartige Systeme werden für Stempel 1 immer wichtiger, da aufgrund der unterschiedlichsten
Aufbauten oftmals sehr ähnliche Stempelkissen 4 benötigt werden, die jedoch nicht
für jeden Stempel 1 geeignet sind. Damit ist sicherzustellen, dass immer nur jene
Stempelkissen 4 in einem Stempel 1 passen, die vom Hersteller dazu vorgesehen oder
freigegeben sind. Insbesondere tritt der Fall oftmals bei Nachbau-Stempelkissen auf,
die mehr recht als schlecht in dem Stempel 1 des Herstellers passen, wobei mit diesen
dann meist ein schlechter Stempelabdruck oder ein komplizierter Tausch des Nachbau-Stempelkissens
erzielt wird. Dadurch kann der Ruf eines Herstellers verschlechtert werden. Ein schlechter
Stempelabdruck kann beispielsweise deshalb zustande kommen, wenn in der Ruhestellung
das Stempelkissen 4 im Stempel 1 nicht vollständig auf der Druckplatte des Druckplattenträgers
8 anliegt und somit nicht ausreichend Farbe aufgenommen werden kann.
[0104] Darüber hinaus ist es heutzutage auch erforderlich, dass bei gleicher Bauart eines
Stempels 1 immer nur bestimmte Stempelkissen 1 in den entsprechenden Stempel leingesetzt
werden können, da beispielsweise die Druckplatte für den Stempelabdruck, die Einlage
51 und die darin aufgenommen Farbe aufeinander abgestimmt sind, d.h., dass für eine
bestimmte Druckplatte nur eine bestimmte Farbe und/oder Einlage 51 verwendet werden
darf. Damit ist wiederum sicherzustellen, dass durch entsprechende Ausbildung der
Stempelkissen 4 verhindert wird, dass ähnliche Stempelkissen 4 in bestimmte Stempel
1 eingesetzt werden können.
[0105] Hierzu werden in den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen unterschiedliche
Ausbildungen von Stempelkissen 4 mit dazugehörigen Detailausbildungen des Aufnahmebereiches
im Stempel 1 beschrieben und gezeigt. Man kann also sagen, dass die Ausbildungen einem
Codierung-System entsprechen.
[0106] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 52 und 53 ist ein Stempelkissen 4 gezeigt,
bei dem auf einer Seite eine winkelige Fase 115/Abschrägung oder Ausbuchtung angeordnet
ist. Die Fase 115 erstreckt sich dabei von der Schmalseitenfläche 110 auf die Längsseitenfläche
106. Korrespondierend hierzu ist im Stempel 1 ebenfalls auf einer Seite, insbesondere
einer Seitenführung 103 oder der Oberfläche 95, ein winkeliger Vorsprung 116 korrespondierend
zur Fase 115 angeordnet. Der Vorsprung 116 und die Fase 115 weisen dabei den selben
Winkel auf, sodass beim Einsetzen des Stempelkissen 4 in den Stempel 1 diese beiden
Flächen zur Anlage kommen bzw. zwischen den beiden Flächen nur eine sehr geringe Distanz
vorhanden ist.
[0107] Aufgrund dieser Ausbildung wird nunmehr verhindert, dass handelsübliche rechteckförmige
Stempelkissen 4 in eine derartige Aufnahmevorrichtung 21 eingesteckt werden können,
da diese an dem winkeligen Vorsprung 116 zum Anliegen kommen würden und somit nicht
vollständig eingeschoben werden können. Gleichzeitig würden hierzu auch die weiteren
Positionsmittel, wie beispielsweise die Vorsprünge 58, nicht zum Eingriff in die Ausnehmungen
54 kommen, sodass ein rechteckförmig ausgebildetes Stempelkissen 4 höchst wahrscheinlich
herausfallen würde.
[0108] Durch den Einsatz einer derartige Fase/Abschrägung oder Ausbuchtung 115 und Vorsprung
116 wird auch erreicht, dass bei unterschiedlicher Größe oder unterschiedlichstem
Winkel für die verschiedensten Stempelaufbauten verschiedenste Stempelkissen 4 hergestellt
werden können und somit eine Art Code-System aufgebaut werden kann.
[0109] Weiters ist es auch möglich, dass die Fase/Abschrägung oder Ausbuchtung 115 und der
Vorsprung 116 nicht als ebene winkelige Fläche ausgebildet wird, sondern dass diese
aus einen Kreissegment mit entsprechend korrespondierenden Radien oder rechteckförmig
gebildet werden, sprich die Fase 115 halbrund ausgebildet wird, die in einen korrespondierenden
halbrunden Vorsprung 116 eingesetzt werden kann. Selbstverständlich ist es möglich,
dass sich die Fase/Abschrägung oder Ausbuchtung 115 auch aus mehreren Flächen oder
Radien usw. zusammen setzen kann. Auch ist es möglich, dass die Fläche nicht 90° zum
Stempelkissenträger 56 ausgebildet ist, sondern diese bevorzugt winkelig verläuft,
also eine dritte Dimension aufweist. Damit wird erreicht, dass beim Einsetzen des
Stempelkissen 4 diese gleichzeitig vom Vorsprung 116 in eine bestimmte Position gedrückt
wird, wobei die Stempelfläche noch fast vollständig genützt werden kann. Auch ist
es möglich, dass auf beiden Seiten des Stempelkissens 4 bzw. der Aufnahmevorrichtung
21 derartige Fasen 115 und Vorsprünge 116 ausgebildet sind, die gleich oder unterschiedlich
gestaltet sein können.
[0110] Bei der Darstellung gemäß Fig. 52, 53 erstreckt sich die Fase/Abschrägung oder Ausbuchtung
115 über die gesamte Breite bzw. Dicke 100 des Stempelkissens 4, wobei der Vorsprung
116 im Unterteil 7 entsprechend ausgebildet ist oder nur einen Teilbereich abdeckt.
[0111] Bei einem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 54 und 55 wird nur ein Teil der Dicke 100
bzw. Höhe des Stempelkissens 4 mit einer Fase/Abschrägung oder Ausbuchtung 115 ausgestattet,
wobei der restliche Bereich rechteckförmig verläuft. Im Stempel 1, insbesondere im
Unterteil 7 ist hierzu ebenfalls nur ein entsprechender Bereich mit dem Vorsprung
116 ausgestattet, sodass das Stempelkissen beim Einstecken mit dem rechkteckförmigen
Bereich unterhalb des Vorsprunges geschoben werden kann und die Fase/Abschrägung oder
Ausbuchtung 115 an dem Vorsprung 116 anliegt.
[0112] Selbstverständlich ist es auch möglich, dass auf das Stempelkissen 4 eine entsprechende
Noppe in Form einer Fase/Abschrägung oder Ausbuchtung 115 angeformt oder aufgesetzt
ist, wobei hierzu korrespondierend der Unterteil 7 ausgestattet wird.
[0113] In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 56 und 57 ist ein Nockensystem gezeigt.
Dabei ist an der Oberfläche 95 des Unterteils 7 eine Nocke 117 angeordnet, die in
den Innenraum, insbesondere ins Fenster 96, der Aufnahmevorrichtung 21 ragt. Korrespondierend
hierzu, ist am Stempelkissen 4 eine Ausnehmung 118 vorgesehen, die die Nocke 117 möglichst
spielfrei aufnimmt. Die Nocke 117 ragt dabei in die Einlage 51 des Stempelkissens
4, d.h., dass beim Zusammenstecken des Stempels 1 mit dem Stempelkissen 4 die Nocke
117 in die Ausnehmung 118 geführt wird und diese dann direkt in die Einlage 51 drückt,
bzw. bei entsprechend ausgebildeter Einlage 51 in einem Hohlraum der Einlage 51 angeordnet
ist. Durch das direkte Eintauchen in die Einlage 51 wird erreicht, dass damit der
größtmögliche Stempelabdruck erzielt werden kann, da die Einlage unterhalb der Nocke
117 noch bestehen bleibt und dort immer noch von der Druckplatte Farbe aufgenommen
werden kann, d.h., dass der Stempelabdruck bis an den Rand möglich ist. Grundsätzlich
ist es natürlich möglich, dass das Gehäuse des Stempelkissens 4 derart ausgebildet
wird, dass in dem Bereich der Nocke 117 eine entsprechende Einbuchtung mit einer definierten
Wandstärke gebildet wird, wodurch das Eintauchen in die Einlage 51 vermieden wird.
[0114] Die Nocke 117 ist dabei bevorzugt verjüngend ausgebildet, wobei die korrespondierende
Ausnehmung 118 entsprechende Fasen aufweist, sodass die verjüngende Nocke 117 möglichst
spielfrei aufgenommen werden kann. Die Verjüngung der Nocke 117 bewirkt weiters, dass
noch mehr Einlagematerial unterhalb der Nocke 117 vorhanden ist und somit die Farbaufnahme
im Randbereich verbessert wird.
[0115] Die Position der Anordnung der Nocke 117 nahe im Bereich des federnden Mittels 74
an der Oberfläche 95 hat sich insofern als vorteilhaft erwiesen, da im Randbereich
des Unterteils 7 eine entsprechende Steifigkeit der Oberfläche 95 gegeben ist und
somit die Wandstärke nicht verstärkt ausgeführt werden muss. Bevorzugt ist die Nocke
117 zwischen Vorsprung 90 und Schmalseitenfläche 110 angeordnet. Zusätzlich wird durch
die außermittige Positionierung der Nocke 117 erreicht, dass für unterschiedliche
Ausführungen unterschiedliche Positionen verwendet werden können. Auch ist es möglich,
dass beispielsweise unterschiedlich große Nocken 117 für die Codierung verwendet werden.
[0116] In den Fig. 58 und 59 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem wiederum verhindert
wird, dass ein falsches Stempelkissen 4 vollständig in die Aufnahmevorrichtung 21
eingesetzt werden kann. Hierzu ist an einer oder an beiden Seitenführungen 103 eine
Rampe 119 angeordnet. Korrespondierend hierzu ist an der oder den Schmalseitenfläche
110 eine entsprechende Öffnung 120 angeordnet, d.h., dass beispielsweise das Gehäuse
des Stempelkissens 4 in diesem Bereich korrespondierend offen gelassen wird. Selbstverständlich
ist es möglich, dass das Gehäuse natürlich derart geformt wird, dass die Rampe 119
aufgenommen wird und seitlich in Richtung Einlage 51 entsprechend eine Wandstärke
angeformt ist. Durch das Offenhalten des Stempelkissens 4 wird erreicht, dass sich
die Einlage 51 wiederum größtmöglich erstrecken kann und somit wiederum der größte
Stempelabdruck erzeugt werden kann.
[0117] Durch Ausbildung der Rampe 119 wird erreicht, dass beim Einsetzen des Stempelkissens
4 dieses über die Rampe 119 in eine entsprechende Richtung gedrückt wird. Somit wird
ein sehr sicherer und spielfreier Halt erreicht, was beispielswiese bei mehrfärbigen
Stempelkissen 4 unbedingt notwendig ist.
[0118] Der Vorteil der in den Fig. 52 bis 59 beschriebenen Ausführungsformen liegt darin,
dass beim Einstecken des Stempelkissens 4 in den Stempel 1 derartige Mittel 74 angeordnet
werden, die ein vollständiges Einstecken des Stempelkissen 4 verhindern. Somit kann
es nicht passieren, dass irgendwelche Rastverbindungen oder Positionierverbindungen
eingreifen, wodurch das falsch eingesetzte Stempelkissen 4 wieder leicht entfernt
werden kann. Auch ist es möglich, dass an einem Stempelkissen 4 unterschiedliche Mittel
74 miteinander kombiniert werden können, beispielsweise auf einer Seite die Fase 115
und auf der weiteren Seite die Rampe 119 oder die Fase 115 und die Nocke 117, usw..
[0119] Es ist möglich, dass bei dem System zum Verhindern des vollständigen Einsteckens
in die Aufnahmevorrichtung 21 gemäß den Ausbildungen nach den Fig. 52 bis 59 bei eingestecktem
Stempelkissen 4 zwischen den Elementen, beispielsweise der Fase 115 und dem Vorsprung
116 oder der Rampe 119 und der Öffnung 120 ein Zwischenraum in der Ruhestellung bestehen
bleibt, da das Stempelkissen 4 vom federnden Vorsprung 90 nach unten gedrückt wird.
Dieser Zwischenraum kann insofern notwendig sein, dass zum Einstecken bzw. zum Entnehmen
das Stempelkissen 4 in der Aufnahmevorrichtung 21 verschoben werden muß, um die Vorsprünge
58 im Bereich der Aufstandsfläche 22 in die Ausnehmungen 54 einführen zu können oder
aus diesen entnehmen zu können. Somit liegen diese Mittel nur beim Einsetzen oder
Entnehmen direkt aneinander an. Dabei ist es auch möglich, dass die im Stempel 1 vorgesehenen
Mittel 74 zum Verhindern des Einsteckens des Stempelkissens 4 auch federnd ausgebildet
sein können, d.h., dass beim Einstecken des Stempelkissens 4 diese Mittel 74, wie
beispeilsweise die Vorsprünge 90, verbogen oder weg gedrückt werden, sodass bei Übereinstimmung
das Stempelkissen 4 eingesetzt werden kann und dass beim Herausnehmen wiederum zuerst
das Stempelkissen 4 verschoben werden muss, wodurch die Mittel 74 wiederum wegdrückt
werden und anschließend das Stempelkissen 4 entnommen werden kann.
[0120] Darüber hinaus sei darauf hingewiesen, dass bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele
der Stempel 1 mit einem Wendemechanismus von ca. 90° auch mit einem Datum ausstattbar
ist. Für den Transport derartiger Stempel ist es selbstverständlich auch möglich,
dass entsprechende Verschlussklappen bzw. Sperr- oder Rutschsicherungen verwendet
werden können.
[0121] Grundsätzlich wird darauf hingewiesen, dass in den zuvor beschriebenen einzelnen
Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 59 diese in einem einzigen Stempel 1 bzw. einem
einzigen Stempelkissen 4 zusammengefasst bzw. kombiniert werden können, d.h., dass
die einzelnen Elemente bzw. Teile entsprechend den notwendigen technischen Lösungen,
wie sie in den Fig. 1 bis 59 beschrieben sind, angepasst werden, sodass eine Kombination
und ein Einsatz der einzelnen Lösungen untereinander möglich ist.
[0122] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Stempels 1 dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0123] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.