[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen einer Kartonverpackung
von einem insbesondere blockförmigen Lebensmittelprodukt, wobei die Kartonverpackung
eine Bodenlage, eine Decklage, die insbesondere jeweils im Wesentlichen rechteckig
ausgebildet sind, und eine Seitenwandanordnung umfasst, die durch geschlossene Seitenwände
und/oder durch Laschen gebildet ist, und wobei die Decklage an wenigstens drei Seiten
mit Faltlaschen versehen ist, die jeweils entlang einer Faltkante auf entsprechende
Seiten der Seitenwandanordnung gefaltet und an jeweils wenigstens einer Klebestelle
mit dieser verklebt sind.
[0002] Bei der industriellen Verarbeitung von Lebensmittelprodukten gibt es verschiedene
Anwendungssituationen, in welchen ein automatisiertes Entkartonieren oder "Deboxing"
erwünscht ist. Beispielsweise wird blockförmiger Cheddar-Käse zur Reifung in Folie
eingeschweißt und in Kartonagen verpackt. Vor einer Weiterverarbeitung und Aufteilung
in Portionen handelsüblicher Größe müssen die CheddarBlöcke aus den Kartonagen ausgepackt
werden. Dies kann grundsätzlich durch Zerschneiden der Kartonverpackung erfolgen,
beispielsweise mittels eines oder mehrerer Schneidmesser. Bei der Schnittführung ist
darauf zu achten, dass die entsprechenden Kartonlagen zuverlässig und vollständig
durchtrennt werden. Aufgrund unvermeidlicher Toleranzen der Kartondicke kann es dazu
kommen, dass das Schneidmesser in das unterhalb der zu durchtrennenden Kartonlage
befindliche Material hineinschneidet. Die hierbei hervorgerufenen Beschädigungen an
weiteren Verpackungslagen oder sogar am Lebensmittelprodukt selbst sind unerwünscht.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Entfernen einer Kartonverpackung
von einem Lebensmittelprodukt anzugeben, bei welchem Beschädigungen nicht zu durchtrennender
Verpackungskomponenten und/oder des Lebensmittelprodukts zuverlässig vermieden werden.
[0004] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Faltlaschen jeweils zwischen der Faltkante
und der Klebestelle durchtrennt werden, um so die Decklage an den entsprechenden Seiten
von der Seitenwandanordnung zu lösen. Weiterhin ist vorgesehen, dass die gelöste Decklage
aufgeklappt oder entfernt wird, um eine Entnahmeöffnung für das Lebensmittelprodukt
zu schaffen, und dass das Lebensmittelprodukt durch die Entnahmeöffnung aus der Kartonverpackung
entnommen wird. Es werden also solche Faltlaschen durchtrennt, die auf die Seitenwandanordnung
gefaltet sind. Beim Durchtrennen bildet die Seitenwandanordnung somit eine Zwischenlage
oder Pufferlage, welche das Lebensmittelprodukt oder eine zusätzliche Verpackungskomponente
wie eine Versteifungseinlage vor Beschädigungen durch das Trennmittel, also z. B.
das Schneidmesser, schützt. Falls das zum Durchtrennen der Faltlaschen eingesetzte
Schneidmesser tiefer schneidet als es der Dicke der Faltlasche entspricht, so dringt
es in eine Kartonlage der Seitenwandanordnung oder in einen zwischen zwei Kartonlagen
(z. B. Laschen) der Seitenwandanordnung gebildeten Zwischenraum ein, ohne weitergehende
Beschädigungen zu verursachen. Das Lösen der Decklage reicht im Allgemeinen aus, um
eine ausreichend große Entnahmeöffnung für das Lebensmittelprodukt bereitzustellen.
Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass das Entnehmen des Lebensmittelprodukts aus der
Kartonverpackung durch die Entnahmeöffnung auch durch ein Abziehen der Kartonverpackung
vom Lebensmittelprodukt erfolgen kann.
[0006] Weiterbildungen der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie
den beigefügten Zeichnungen zu entnehmen.
[0007] Vorzugsweise werden die Faltlaschen jeweils entlang einer Trennlinie oder Trennkurve
durchtrennt, die entlang ihres gesamten Verlaufs sowohl von der Faltkante als auch
von der Klebestelle beabstandet ist. Mit anderen Worten ist es bevorzugt, ein Berühren
der Faltkante oder der Klebestelle mit dem Trennmittel zu vermeiden. Für ein zuverlässiges
Lösen der Decklage von der Seitenwandanordnung im Bereich der betreffenden Faltlasche
ist es nämlich günstig, wenn weder in die Faltkante noch in die Klebestelle hineingeschnitten
wird.
[0008] Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass ausschließlich an drei Seiten
der Decklage jeweilige Faltlaschen durchtrennt werden, während die Decklage an der
verbliebenen Seite in einem mit der entsprechenden Seite der Seitenwandanordnung verbundenen
Zustand belassen wird, wobei die an drei Seiten gelöste Decklage entlang der verbliebenen
Seite aufgeklappt wird. Diese Ausgestaltung beruht auf der Erkenntnis, dass es zum
Auspacken des Lebensmittelprodukts nicht notwendig ist, die Kartonverpackung in separate
Teile zu zerschneiden. Es reicht vielmehr aus, lediglich die Decklage aufzuklappen.
Bei einem derartigen Vorgehen wird gegenüber einem gängigen "Rundumschneiden" ein
Schnitt eingespart. Außerdem kann die Kartonverpackung als Ganzes, d. h. als ein einziges
Stück, abgeführt werden, was prozesstechnisch günstig ist.
[0009] Die Decklage kann an einer Längsseite und an zwei entgegengesetzten Querseiten, die
kürzer sind als die Längsseite, von der Seitenwandanordnung gelöst werden. Das Aufklappen
kann dann in einfacher Weise an der Faltkante der anderen Längsseite erfolgen.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die Faltlaschen jeweils
wenigstens 15 mm und vorzugsweise wenigstens 25 mm von der Faltkante entfernt durchtrennt.
Der auf diese Weise an der Decklage belassene, wenigstens 15 mm breite Steg, welcher
auch nach einem Ablösen von der Seitenwandanordnung in einem wenigstens teilweise
gefalteten Zustand verbleibt, verleiht der Decklage insgesamt eine erhöhte Stabilität.
Die erhöhte Stabilität ist bei der Handhabung der Decklage, also beispielsweise beim
automatischen Aufklappen, von Vorteil. Grundsätzlich kann es aber auch vorgesehen
sein, die Faltlaschen im Wesentlichen an der Faltkante zu durchschneiden. In diesem
Fall erweist es sich meist als vorteilhaft, die Decklage zum Aufklappen mit einem
oder mehreren Saugern zu erfassen.
[0011] Vorzugsweise werden die Faltlaschen auf gleicher Höhe durchtrennt. Dies ist von der
Prozessführung her vorteilhaft. Bei Bedarf kann zum Durchtrennen ein einzelnes Schneidmesser
verwendet werden, das nacheinander an drei oder vier Seiten der Decklage entlanggeführt
wird.
[0012] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Faltlaschen mittels
einer Schneidmesser-Anordnung durchtrennt werden, wobei entweder die Schnitttiefe
so groß wie eine Nenndicke der betreffenden Faltlasche gewählt wird oder die Schnitttiefe
um eine Sicherheitszugabe größer als die Nenndicke der betreffenden Faltlasche gewählt
wird, wobei die Sicherheitszugabe geringer ist als eine Nenndicke der Seitenwandanordnung.
Die Schneidmesser-Anordnung kann insbesondere ein oder mehrere rotierend angetriebene
Kreismesser umfassen. Das Vorsehen einer Sicherheitszugabe für die Schnitttiefe gewährleistet
ein zuverlässiges Durchtrennen der Faltlaschen und vermeidet unvollständige Schnitte,
die den gesamten Prozess stören können. Dadurch dass die Sicherheitszugabe geringer
ist als die Nenndicke der Seitenwandanordnung, wird ein unerwünschtes Einschneiden
in das hinter der Seitenwandanordnung befindliche Material, beispielsweise in das
Lebensmittelprodukt oder in eine Versteifungseinlage, vermieden.
[0013] Das Lebensmittelprodukt kann zum Entnehmen aus der Kartonverpackung mittels eines
Sauggreifers gegriffen und unter Fixierung der Kartonverpackung aus dieser herausgezogen
werden. Der Sauggreifer kann beispielsweise als Endeffektor eines Handhabungsroboters
ausgebildet sein. Auf diese Weise kann das Lebensmittelprodukt unter Verwendung des
Sauggreifers nicht nur aus der Kartonverpackung entnommen, sondern anschließend auch
einer separaten Förderanlage und/oder einer Bearbeitungsstation zugeführt werden.
[0014] Zur Fixierung der Kartonverpackung kann diese selbst und/oder eine in der Kartonverpackung
angeordnete und das Lebensmittelprodukt im Bereich der Seitenwandanordnung umgreifende
Versteifungseinlage festgehalten werden, vorzugsweise mittels wenigstens eines Haltewinkels.
Das Fixieren der Kartonverpackung kann also wahlweise durch direktes oder durch indirektes
Festhalten erfolgen. Sofern eine Versteifungseinlage wie z. B. ein Inlay vorhanden
ist, ist es aufgrund der vergleichsweise hohen Stabilität derselben vorteilhaft, diese
zum Festhalten zu verwenden. Ein Haltewinkel ist hierbei im Vergleich zu einem Haltedorn
oder dergleichen insofern vorteilhaft, als eine Beschädigung der Versteifungseinlage
vermieden wird. Das direkte oder indirekte Festhalten der Kartonverpackung kann im
Prinzip auch durch einen oder mehrere Niederhalter, Stempel oder beispielsweise durch
einen von unten herangeführten oder seitlich wirkenden Sauggreifer erfolgen.
[0015] Alternativ zu einem Herausziehen des Lebensmittelprodukts aus der Kartonverpackung
kann auch die Kartonverpackung einschließlich des verpackten Lebensmittelprodukts
nach dem Aufklappen oder Entfernen der gelösten Decklage um eine Horizontalachse gewendet
werden, um die Kartonverpackung anschließend nach oben von dem Lebensmittelprodukt
abzuziehen. Sofern es sich bei dem Lebensmittelprodukt um einen blockförmigen Cheddar-Käse
oder dergleichen handelt, ist aufgrund dessen vergleichsweise hohen Gewichts ein Festhalten
des Produkts in der Regel nicht erforderlich.
[0016] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass eine in der Kartonverpackung
angeordnete und das Lebensmittelprodukt im Bereich der Seitenwandanordnung umgreifende
Versteifungseinlage durch die Entnahmeöffnung aus der Kartonverpackung entnommen und
einer Weiterverarbeitung zugeführt wird, wobei das Entnehmen der Versteifungseinlage
vorzugsweise nach dem Entnehmen des Lebensmittelprodukts aus der Kartonverpackung
erfolgt. Solche Versteifungseinlagen oder Inlays werden häufig um blockförmige Käseprodukte
herumgelegt, um mit diesen die entsprechenden Kartonverpackungen zu verstärken, so
dass diese sich besser stapeln lassen. Durch das Entnehmen der Versteifungseinlage
durch die Entnahmeöffnung aus der Kartonverpackung kann die Versteifungseinlage separat
von der Kartonverpackung gehandhabt werden.
[0017] Vorzugsweise wird die entnommene Versteifungseinlage für eine Wiederverwendung bereitgestellt.
Eine Wiederverwendung der Versteifungseinlage ist lediglich dann sinnvoll möglich,
wenn diese nicht im Verlauf des Auspackens beschädigt wurde. Gerade dies wird bei
einem erfindungsgemäßen Vorgehen jedoch dadurch verhindert, dass die Seitenwandanordnung
beim Aufschneiden der Verpackung als schützende Zwischenlage fungiert. Das heißt es
wird nur dort geschnitten, wo unterhalb der zu durchtrennenden Faltlasche eine schützende
Kartonschicht oder zumindest ein Abstand zum Lebensmittelprodukt oder Inlay vorliegt.
[0018] Speziell kann die Versteifungseinlage zum Entnehmen aus der Kartonverpackung mittels
einer Objektgreifer-Anordnung gegriffen und unter Festhalten der Kartonverpackung
aus dieser herausgezogen werden.
[0019] Vorzugsweise wird die Versteifungseinlage hierbei im Bereich eines zwischen zwei
Laschen ausgebildeten Zwischenraums der Seitenwandanordnung gegriffen. Das heißt es
wird ein zwischen zwei Laschen der Seitenwandanordnung vorhandener Zwischenraum gezielt
für ein leichteres Ergreifen des oberen Rands der Versteifungseinlage genutzt.
[0020] Eine spezielle Ausgestaltung sieht vor, dass die als offene Banderole mit vier gefalteten
Wandabschnitten ausgeführte Versteifungseinlage an wenigstens zwei, vorzugsweise parallel
zueinander verlaufenden Wandabschnitten gegriffen wird. Auf diese Weise wird ein Verkanten
oder Verklemmen der Versteifungseinlage in der Kartonverpackung beim Herausziehen
vermieden.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass die Versteifungseinlage zunächst ausschließlich an
zwei parallel zueinander verlaufenden Wandabschnitten gegriffen und in eine vorgegebene
Handhabungsposition gezogen wird, wobei die Versteifungseinlage nach Erreichen der
Handhabungsposition zusätzlich zumindest an einem dritten Wandabschnitt gegriffen
und an wenigstens drei Wandabschnitten vollständig aus der Kartonverpackung herausgezogen
wird. Der dritte Wandabschnitt kann hierbei insbesondere rechtwinklig zu den beiden
anderen Wandabschnitten verlaufen. Bei einer als offene Banderole ausgeführten Versteifungseinlage
neigen die an die offene Trennstelle angrenzenden Wandabschnitte zu einem Herabhängen
und nachfolgenden Verkanten, sofern sie nicht direkt gegriffen werden. Es ist jedoch
häufig nur erschwert möglich, alle Wandabschnitte einer offenen Banderole zu greifen,
weil die Seitenwandanordnung in vielen Fällen lediglich an zwei gegenüberliegenden
Flächen geeignete Zwischenräume aufweist. Die anderen beiden Flächenabschnitte sind
meist durchgehend und schließen mit ihren Oberkanten oftmals bündig mit den betreffenden
Wandabschnitten der Versteifungseinlage ab. Ein Greifen der Versteifungseinlage ohne
Ergreifen der Kartonverpackung ist im Bereich solcher Flächenabschnitte nur unter
erhöhtem Aufwand möglich. Sobald jedoch die Versteifungseinlage zumindest etwas aus
der Kartonverpackung herausgezogen worden ist, sind alle Wandabschnitte für ein Greifwerkzeug
zugänglich. Grundsätzlich ist es denkbar, zum Greifen der Versteifungseinlage Sauger
einzusetzen, die z.B. nach der Entnahme des Produkts an den Innenseiten der Einlage
ansetzen.
[0022] Vorzugsweise wird die Versteifungseinlage zusätzlich an einem dritten Wandabschnitt
gegriffen, welcher an einer Seite nicht mit dem benachbarten Wandabschnitt verbunden
ist. Somit wird ein Verkanten der freien Enden der als offene Banderole ausgeführten
Versteifungseinlage sicher vermieden.
[0023] Die Versteifungseinlage kann mittels der Objektgreifer-Anordnung entfaltet und als
ebene Materiallage abgelegt werden. Die zum Entnehmen der Versteifungseinlage aus
der Kartonverpackung ohnehin vorgesehene Objektgreifer-Anordnung kann also in vorteilhafter
Weise zusätzlich dazu benutzt werden, die Versteifungseinlage im Sinne einer günstigen
Weiterverarbeitung zu handhaben.
[0024] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Entfernen einer Kartonverpackung
von einem Lebensmittelprodukt mit einer Schneidmesser-Anordnung zum Durchtrennen vorbestimmter
Lagen der Kartonverpackung, wenigstens einer Handhabungsvorrichtung zum gesteuerten
Bewegen und/oder Handhaben der Kartonverpackung und gegebenenfalls des Lebensmittelprodukts
und einer mit der Schneidmesser-Anordnung und der Handhabungsvorrichtung verbundenen
Steuereinrichtung.
[0025] Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung zur Durchführung eines wie vorstehend beschriebenen
Verfahrens ausgebildet. Mit einer solchen Vorrichtung können in einfacher und zuverlässiger
Weise Lebensmittelprodukte aus Kartonverpackungen ausgepackt werden, ohne dass hierbei
unerwünschte Beschädigungen auftreten.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend rein beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Kartonverpackung für ein blockförmiges Lebensmittelprodukt in einem ungefalteten
Rohzustand.
- Fig. 2
- ist eine perspektivische Darstellung der Kartonverpackung gemäß Fig. 1 in einem zusammengefalteten
und verklebten Endzustand.
- Fig. 3
- zeigt die Kartonverpackung gemäß Fig. 2 mit erfindungsgemäß geöffneter Decklage.
- Fig. 4
- ist eine seitliche Schnittansicht der in Fig. 2 gezeigten Kartonverpackung einschließlich
eines darin angeordneten Produkts und eines zum Durchtrennen einer vorderen Faltlasche
vorgesehenen Schneidmessers.
- Fig. 5
- ist eine vordere Schnittansicht der in Fig. 2 gezeigten Kartonverpackung einschließlich
eines darin angeordneten Produkts und eines zum Durchtrennen einer seitlichen Faltlasche
vorgesehenen Schneidmessers.
- Fig. 6
- ist eine Teilschnittdarstellung einer Kartonverpackung, die zum Entnehmen eines darin
angeordneten Produkts von einem Haltewinkel gehalten ist.
- Fig. 7
- zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entfernen von Kartonverpackungen
von blockförmigen Lebensmittelprodukten.
[0027] Der in Fig. 1 dargestellte Kartonzuschnitt 11 ist für eine Faltung und Verklebung
zu einer länglich quaderförmigen Kartonverpackung 12, wie in Fig. 2 gezeigt ist, vorgesehen
und umfasst eine erste Längsseitenlage 13, eine Bodenlage 14, eine zweite Längsseitenlage
15 sowie eine Decklage 16, die in dieser Reihenfolge aufeinanderfolgend miteinander
verbunden sind. Wie dargestellt, stehen von den Längsseitenlagen 13, 15 jeweils zwei
Seitenlaschen 17 ab. Ebenso stehen von der Bodenlage 14 zwei Bodenlaschen 19 ab. Diese
sind gegenüber den Seitenlaschen 17 verkürzt. Ferner stehen von der Decklage 16 zwei
querseitige Decklaschen 21 ab. Zusätzlich steht von einer Längsseite der Decklage
16 eine längsseitige Decklasche 22 ab, welche auch als "Industrielasche" bezeichnet
wird. Der Kartonzuschnitt 11 wird aus einem einzigen Kartonbogen in geeigneter Form
zugeschnitten.
[0028] Zum Verpacken eines Lebensmittelprodukts 50 (Fig. 4-7), z. B. ein Käseblock, wird
der Kartonzuschnitt 11 direkt um das betreffende Lebensmittelprodukt 50 herum gelegt
und entlang jeweiliger Faltkanten 25 zu der Kartonverpackung 12 gemäß Fig. 2 gefaltet.
Die Bodenlaschen 19 und die querseitigen Decklaschen 21 werden hierbei auf die Seitenlaschen
17 gefaltet und an Klebestellen 29 mit diesen verklebt. In analoger Weise wird die
längsseitige Decklasche 22 auf die erste Längsseitenlage 13 gefaltet und an einer
Klebestelle 29 mit dieser verklebt.
[0029] Zum Entfernen der Kartonverpackung 12, beispielsweise im Rahmen einer gewünschten
Weiterverarbeitung eines Käseblocks nach erfolgter Reifung, werden die beiden querseitigen
Decklaschen 21 sowie die längsseitige Decklasche 22 entlang jeweiliger, in Fig. 2
gestrichelt dargestellter Trennlinien 33 durchtrennt. Die Decklage 16 wird auf diese
Weise von der durch die Seitenlaschen 17 und die beiden Längsseitenlagen 13, 15 gebildeten
Seitenwandanordnung 35 gelöst. Im Folgenden kann die Decklage 16 wie in Fig. 3 gezeigt
entlang der im Bild hinteren Faltkante 25 aufgeklappt werden. Durch das Aufklappen
der Decklage 16 wird eine Entnahmeöffnung 37 geschaffen, durch welche das Lebensmittelprodukt
50 aus der Kartonverpackung 12 entnommen werden kann.
[0030] In Fig. 3 ist eine in der Kartonverpackung 12 angeordnete Versteifungseinlage 39
erkennbar, die auch als "Inlay" bezeichnet wird. Diese Versteifungseinlage 39 ist
vorzugsweise aus verstärktem Karton oder Holz gefertigt und hier als offene Banderole
ausgeführt. Sie liegt innenseitig an der Seitenwandanordnung 35 an und umgreift so
das Lebensmittelprodukt 50 seitlich. Speziell umfasst die Versteifungseinlage 39 vier
zueinander gefaltete Wandabschnitte 40a-d, die an drei Faltkanten 41 miteinander verbunden
und an einer Stoßstelle 42 unverbunden sind.
[0031] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, erfolgt das Durchtrennen der querseitigen Decklaschen
21 sowie der längsseitigen Decklasche 22 jeweils zwischen der zugehörigen Faltkante
25 und der entsprechenden Klebestelle 29. Die Trennlinien 33 liegen bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel auf gleicher Höhe und etwa 30 mm von der jeweiligen Faltkante
25 entfernt.
[0032] Zum Durchtrennen der querseitigen Decklaschen 21 sowie der längsseitigen Decklasche
22 werden in Fig. 4 und 5 gezeigte Schneidmesser 45 in Form rotierender Kreismesser
eingesetzt. Den Schneidmessern 45 sind in grundsätzlich bekannter Weise jeweilige
Führungsschlitten 46 (auch als Messerschuh bezeichnet) zugeordnet. Gemäß den Darstellungen
von Fig. 4 und 5 ist die Schnitttiefe exakt so groß wie die Nenndicke des Kartonzuschnitts
11 (Fig. 1). Eine derartige Schnitttiefenbegrenzung ist in vielen praktischen Anwendungssituationen
aufgrund unvermeidlicher Dickentoleranzen nicht geeignet, um ein zuverlässiges Durchtrennen
der Decklaschen 21, 22 zu gewährleisten. Es ist daher bevorzugt, die Schnitttiefe
um eine Sicherheitszugabe größer als die Nenndicke des Kartonzuschnitts 11 zu wählen,
wobei diese Sicherheitszugabe selbst jedoch geringer sein sollte als die Nenndicke
des Kartonzuschnitts 11. Dann kommt es zwar üblicherweise zu einem teilweisen Anritzen
oder Anschneiden der Seitenwandanordnung 35, was jedoch insofern unproblematisch ist,
als der gesamte Kartonzuschnitt 11 nach dem Entfernen vom Lebensmittelprodukt 50 ohnehin
verworfen wird. Durch die Begrenzung der Sicherheitszugabe auf einen Wert, der geringer
ist als die Nenndicke des Kartonzuschnitts 11 wird aber eine Beschädigung der Versteifungseinlage
39 - und erst Recht des Lebenmittelprodukts bzw. einer das Produkt umgebenden Folienverpackung
- vermieden, so dass die Einlage 39 wiederverwendet werden kann. Dies ist rohstoffschonend
und spart zudem Kosten. In Fig. 5 ist erkennbar, dass die Seitenwandanordnung 35 nicht
durchgehend ist, sondern bereichsweise einen Zwischenraum 47 bildet, in welchen das
betreffende Schneidmesser 45 gegebenenfalls hineinschneidet. Der Zwischenraum 47 besteht
- wie in Fig. 3 gut zu sehen ist - zwischen den Seitenlaschen 17, die mit den umgeklappten
Laschen 19, 21 verklebt sind. Aufgrund der geeignet gewählten Sicherheitszugabe wird
zwar in den Zwischenraum 47, aber nicht in die Einlage 39 oder gar das Produkt 50
geschnitten. Dies wird auch dadurch sichergestellt, dass der Führungsschlitten 46
länger ist als der Zwischenraum 47.
[0033] Fig. 6 zeigt einen Haltewinkel 49, welcher die Seitenwandanordnung 35 und die Versteifungseinlage
39 am oberen Rand übergreift und so die Kartonverpackung 12 insgesamt festhält, um
ein Entnehmen des Produkts 50 aus der Kartonverpackung 12 zu ermöglichen.
[0034] Fig. 7 zeigt in vereinfachter Form eine erfindungsgemäße Vorrichtung 55 zum automatischen
Entfernen jeweiliger Kartonverpackungen 12 von entsprechend verpackten Lebensmittelprodukten
50. Die Vorrichtung 55 umfasst eine Anordnung aus mehreren Produktförderern 56, 57,
von denen lediglich zwei beispielhaft dargestellt sind. Die Produktförderer 56, 57
dienen zum Fördern der Lebensmittelprodukte 50 und der Kartonverpackungen 12 entlang
einer Arbeitsrichtung A. Weiterhin umfasst die Vorrichtung 55 mehrere nicht eigens
dargestellte Handhabungsvorrichtungen zum gesteuerten Bewegen der jeweils geförderten
Objekte. Zum Durchtrennen der querseitigen Decklaschen 21 sowie der längsseitigen
Decklasche 22 einer jeden Kartonverpackung 12 ist eine Anordnung aus drei Schneidmessern
45 vorgesehen, welche - wie durch Doppelpfeile dargestellt - an den Kartonverpackungen
12 entlang bewegbar sind. Mittels dieser Schneidmesser 45 wird bei jeder Kartonverpackung
12 die Decklage 16 in der vorstehend beschriebenen Weise an drei Seiten von der Seitenwandanordnung
35 gelöst. Die Decklage 16 wird dann aufgeklappt, wofür eine Anordnung von Objektgreifern
oder Objekthaltern 61 verwendet wird. Die Lebensmittelprodukte 50 werden dann jeweils
mittels eines Sauggreifers 63 gegriffen und unter Fixierung der Kartonverpackung 12
aus dieser herausgezogen. Die Fixierung der Kartonverpackung 12 erfolgt hierbei wie
in Fig. 6 gezeigt indirekt über die Versteifungseinlage 39. Die entnommenen Lebensmittelprodukte
50 werden auf den Produktförderer 57 gelegt und einer weiteren Verarbeitung oder Verwendung
zugeführt.
[0035] Nach dem Entnehmen des Lebensmittelprodukts 50 aus der zugehörigen Kartonverpackung
12 wird die zugehörige Versteifungseinlage 39 ebenfalls entnommen und auf den Produktförderer
56 gelegt. Auf diesem werden alle entnommenen Versteifungseinlagen 39 einer Wiederverwendung
zugeführt. Das Entnehmen der Versteifungseinlagen 39 aus den Kartonverpackungen 27
wird durch eine weitere Objektgreifer-Anordnung 65 durchgeführt, wobei aus Fig. 7
hervorgeht, dass die Versteifungseinlagen 39 jeweils an gegenüberliegenden Wandabschnitten
40a, 40c im Bereich des zwischen zwei Seitenlaschen 17 ausgebildeten Zwischenraums
47 gegriffen werden. Bei Bedarf kann zusätzlich ein weiterer Wandabschnitt 40d gegriffen
werden. Nach dem Entnehmen der Versteifungseinlagen 39 werden die Kartonverpackungen
12 als Ganzes abgeführt. Zur Steuerung der Positionierungen der verschiedenen Objekte
sowie der zeitlichen Abläufe ist die Vorrichtung 55 mit einer elektronischen Steuereinrichtung
ausgestattet, welche in Fig. 7 jedoch nicht dargestellt ist.
[0036] Die Verstärkungseinlagen 39 werden während des vorstehend beschriebenen Prozesses
nicht beschädigt. Sie müssen daher nicht wie die Kartonverpackungen 12 weggeworfen
oder in aufwendiger Weise recycelt werden, sondern können im Prinzip direkt weiterverwendet
werden. Die in Fig. 7 gezeigte Vorrichtung kann jedoch auch zum Auspacken von Lebensmittelprodukten
50 aus Kartonverpackungen 12 eingesetzt werden, bei denen keine Verstärkungseinlagen
vorhanden sind. Die unter den zu durchtrennenden Laschen 21, 22 liegenden Abschnitte
der Seitenwandanordnung 35 (die Seitenlage 13 und die Laschen 17) verhindern in jedem
Fall, dass die Schneidmesser 45 verwertbare zusätzliche Verpackungslagen oder gar
die Lebensmittelprodukte 50 selbst beschädigen.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 11
- Kartonzuschnitt
- 12
- Kartonverpackung
- 13
- erste Längsseitenlage
- 14
- Bodenlage
- 15
- zweite Längsseitenlage
- 16
- Decklage
- 17
- Seitenlasche
- 19
- Bodenlasche
- 21
- querseitige Decklasche
- 22
- längsseitige Decklasche
- 25
- Faltkante
- 29
- Klebestelle
- 33
- Trennlinie
- 35
- Seitenwandanordnung
- 37
- Entnahmeöffnung
- 39
- Versteifungseinlage
- 40a-d
- Wandabschnitt
- 41
- Faltkante
- 42
- Stoßstelle
- 45
- Schneidmesser
- 46
- Führungsschlitten
- 47
- Zwischenraum
- 49
- Haltewinkel
- 50
- Lebensmittelprodukt
- 55
- Vorrichtung
- 56
- Produktförderer
- 57
- Produktförderer
- 61
- Objekthalter
- 63
- Sauggreifer
- 65
- Objektgreifer
- A
- Arbeitsrichtung
1. Verfahren zum Entfernen einer Kartonverpackung (12) von einem insbesondere blockförmigen
Lebensmittelprodukt (50), wobei die Kartonverpackung (12) eine Bodenlage (14), eine
Decklage (16), die insbesondere jeweils im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sind,
und eine Seitenwandanordnung (35) umfasst, die durch geschlossene Seitenwände (13,
15) und/oder durch Laschen (17) gebildet ist, und wobei die Decklage (16) an wenigstens
drei Seiten mit Faltlaschen (21, 22) versehen ist, die jeweils entlang einer Faltkante
(25) auf entsprechende Seiten der Seitenwandanordnung (35) gefaltet und an jeweils
wenigstens einer Klebestelle (29) mit dieser verklebt sind, wobei das Verfahren die
Schritte umfasst:
Durchtrennen der Faltlaschen (21, 22) jeweils zwischen der Faltkante (25) und der
Klebestelle (29), um so die Decklage (16) an den entsprechenden Seiten von der Seitenwandanordnung
(35) zu lösen;
Aufklappen oder Entfernen der gelösten Decklage (16), um eine Entnahmeöffnung (37)
für das verpackte Lebensmittelprodukt (50) zu schaffen; und
Entnehmen des Lebensmittelprodukts (50) aus der Kartonverpackung (12) durch die Entnahmeöffnung
(37).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Faltlaschen (21, 22) jeweils entlang einer Trennlinie (33) oder Trennkurve durchtrennt
werden, die entlang ihres gesamten Verlaufs sowohl von der Faltkante (25) als auch
von der Klebestelle (29) beabstandet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
ausschließlich an drei Seiten der Decklage (16) jeweilige Faltlaschen (21, 22) durchtrennt
werden, während die Decklage (16) an der verbliebenen Seite in einem mit der entsprechenden
Seite der Seitenwandanordnung (35) verbundenen Zustand belassen wird, wobei die an
drei Seiten gelöste Decklage (16) entlang der verbliebenen Seite aufgeklappt wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Decklage (16) an einer Längsseite und an zwei entgegengesetzten Querseiten, die
kürzer sind als die Längsseite, von der Seitenwandanordnung (35) gelöst wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faltlaschen (21, 22) jeweils wenigstens 15 mm und vorzugsweise wenigstens 25 mm
von der Faltkante (25) entfernt durchtrennt werden.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faltlaschen (21, 22) auf gleicher Höhe durchtrennt werden.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Faltlaschen (21, 22) mittels einer Schneidmesser-Anordnung (45, 46) durchtrennt
werden, wobei entweder
die Schnitttiefe so groß wie eine Nenndicke der betreffenden Faltlasche (21, 22) gewählt
wird oder
die Schnitttiefe um eine Sicherheitszugabe größer als die Nenndicke der betreffenden
Faltlasche (21, 22) gewählt wird, wobei die Sicherheitszugabe geringer ist als eine
Nenndicke der Seitenwandanordnung (35).
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Lebensmittelprodukt (50) zum Entnehmen aus der Kartonverpackung (12) mittels eines
Sauggreifers (63) gegriffen und unter Fixierung der Kartonverpackung (12) aus dieser
herausgezogen wird, insbesondere wobei zur Fixierung der Kartonverpackung (12) diese
selbst und/oder eine in der Kartonverpackung (12) angeordnete und das Lebensmittelprodukt
(50) im Bereich der Seitenwandanordnung (35) umgreifende Versteifungseinlage (39)
festgehalten wird, vorzugsweise mittels wenigstens eines Haltewinkels (49).
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kartonverpackung (12) einschließlich des verpackten Lebensmittelprodukts (50)
nach dem Aufklappen oder Entfernen der gelösten Decklage (16) um eine Horizontalachse
gewendet wird und die Kartonverpackung (12) von dem Lebensmittelprodukt (50) abgezogen
wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine in der Kartonverpackung (12) angeordnete und das Lebensmittelprodukt (50) im
Bereich der Seitenwandanordnung (35) umgreifende Versteifungseinlage (39) durch die
Entnahmeöffnung (37) aus der Kartonverpackung (12) entnommen und einer Weiterverarbeitung
zugeführt wird, wobei das Entnehmen der Versteifungseinlage (39) vorzugsweise nach
dem Entnehmen des Lebensmittelprodukts (50) aus der Kartonverpackung (12) erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Versteifungseinlage (39) zum Entnehmen aus der Kartonverpackung (12) mittels einer
Objektgreifer-Anordnung (65) gegriffen und unter Festhalten der Kartonverpackung (12)
aus dieser herausgezogen wird, insbesondere wobei die Versteifungseinlage (39) mittels
der Objektgreifer-Anordnung (65) entfaltet und als ebene Materiallage abgelegt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Versteifungseinlage (39) im Bereich eines zwischen zwei Laschen (17) ausgebildeten
Zwischenraums (47) der Seitenwandanordnung (35) gegriffen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die als offene Banderole mit vier gefalteten Wandabschnitten (40a-d) ausgeführte Versteifungseinlage
(39) an wenigstens zwei, vorzugsweise parallel zueinander verlaufenden Wandabschnitten
(40a, 40c) gegriffen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Versteifungseinlage (39) zunächst ausschließlich an zwei parallel zueinander verlaufenden
Wandabschnitten (40a, 40c) gegriffen und in eine vorgegebene Handhabungsposition gezogen
wird, wobei die Versteifungseinlage (39) nach Erreichen der Handhabungsposition zusätzlich
zumindest an einem dritten Wandabschnitt (40d) gegriffen und an wenigstens drei Wandabschnitten
(40a, 40c, 40d) vollständig aus der Kartonverpackung (12) herausgezogen wird, insbesondere
wobei der dritte Wandabschnitt (40d) rechtwinklig zu den beiden anderen Wandabschnitten
(40a, 40c) verläuft und/oder insbesondere wobei die Versteifungseinlage (39) zusätzlich
an einem dritten Wandabschnitt (40d) gegriffen wird, welcher an einer Seite nicht
mit dem benachbarten Wandabschnitt (40a) verbunden ist.
15. Vorrichtung (55) zum Entfernen einer Kartonverpackung (12) von einem verpackten Lebensmittelprodukt
(50) mit
einer Schneidmesser-Anordnung (45, 46) zum Durchtrennen vorbestimmter Lagen der Kartonverpackung
(12), wenigstens einer Handhabungsvorrichtung zum gesteuerten Bewegen und/oder Handhaben
der Kartonverpackung (12) und gegebenenfalls des Lebensmittelprodukts (50) und einer
mit der Schneidmesser-Anordnung (45, 46) und der Handhabungsvorrichtung verbundenen
Steuereinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (55) zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche ausgebildet ist.