[0001] Die Erfindung betrifft einen Schutzhülsenrohling, zum Schutz von Schuhabsätzen, insbesondere
von hochhackigen Schuhen, vor mechanischer Beschädigung von außen, wobei der Schutzhülsenrohling
wenigstens einseitig offen ist und einen Mantelabschnitt zum Aufschieben auf einen
Großteil des Schuhabsatzes und zum Aufschrumpfen auf den Großteil des Schuhabsatzes
aufweist. Ferner betrifft die Erfindung eine Verwendung des Schutzhülsenrohlings sowie
einen Schuh, insbesondere hochhackigen Schuh, mit einem Schuhabsatz und einer einen
Großteil des Schuhabsatzes umschließenden Schutzhülse zum Schutz des Schuhabsatzes
vor einer mechanischen Beschädigung von außen, vorzugsweise gefertigt aus einem Schutzhülsenrohling
der genannten Art, wobei die Schutzhülse wenigstens einseitig offen ist und einen
einen Großteil des Schuhabsatzes umschließenden Mantelabschnitt aufweist und wobei
wenigstens der Mantelabschnitt wenigstens teilweise auf den Großteil des Schuhabsatzes
aufgeschrumpft ist.
[0002] Schuhabsätze sind im alltäglichen Gebrauch der Gefahr von Beschädigungen durch Kontakt
mit Gegenständen der Umwelt ausgesetzt. Durch den Kontakt mit Stufen, Kopfsteinpflaster,
Lochgitter, Rolltreppen und anderen Hindernissen können die Schuhabsätze wenigstens
oberflächlich in Mitleidenschaft gezogen werden, was die Schuhabsätze leicht unansehnlich
machen kann. Dies gilt umso mehr, je dünner und gegebenenfalls höher die Absätze sind,
da dann die Wahrscheinlichkeit eines unerwünschten Kontakts der Schuhabsätze mit einem
Hindernis steigt und eine Beschädigung des Schuhabsatzes in besonderem Maße sichtbar
ist. Die Sichtbarkeit von Beschädigungen ist auch abhängig von dem oberflächlich verwendeten
Material des Schuhabsatzes. Ungünstig wirkt sich hierbei die Verwendung beispielsweise
von Lack, Stoff oder Wildleder aus, da diese Materialien leicht beschädigt werden.
[0003] Vor diesem Hintergrund stellt sich das Problem einer unansehnlichen äußeren Beschädigung
von Schuhabsätzen insbesondere bei hochhackigen Damenschuhen, wie sogenannten Pumps
oder High-Heels, die einen sehr hohen, meist recht dünnen Absatz aufweisen. Entsprechende
Schuhe können bei gewöhnlichem Gebrauch schon nach kurzer Zeit solche optischen Mängel
aufweisen, dass sie nicht mehr oder nicht mehr zu allen Anlässen getragen werden können.
[0004] Um diesem Problem zu begegnen sind Schutzelemente aus Kunststoff vorgeschlagen worden,
die den Schuhabsatz umfangsseitig umfassen und so die eigentliche Oberfläche des Schuhabsatzes
gegenüber einer direkten Berührung von außen schützen. Einige dieser Schutzelemente
werden in der passenden Größe gefertigt auf den Schuhabsatz aufgeschoben und mit diesem
verklebt. Die Schutzelemente sind dann als einseitig geschlossene Hülsen ausgebildet,
wobei ein Bodenabschnitt unterhalb des freien Endes des Schuhabsatzes und ein Mantelabschnitt
um den Schuhabsatz herum positioniert wird. Nachteilig an diesen Schutzelementen ist
jedoch, dass diese jeweils nur für eine bestimmte Geometrie von Schuhabsätzen verwendet
werden können. Es ist daher zum Schutz verschiedener Schuhabsätze ein erheblicher
Fertigungsaufwand und Lagerhaltungsaufwand erforderlich.
[0005] Andere Schutzelemente werden durch eine schlauchförmige Schrumpffolie gebildet, die
die Form einer beidseitig offenen Hülse aufweist. Die Schrumpffolie bildet somit einen
Mantel, der auf den Schuhabsatz gezogen und sodann geschrumpft wird, wodurch sich
die Folie an den Schuhabsatz anlegt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Schutzelemente
verrutschen können, wodurch der Schutz von Teilbereichen des Schuhabsatzes aufgehoben
wird. Diese Teilbereiche der Schuhabsätze können daher leicht beschädigt und somit
unansehnlich werden.
[0006] Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Schutzhülsenrohling
und den Schuh jeweils der eingangs genannten und zuvor näher beschriebenen Art derart
auszugestalten und weiterzubilden, dass der Schuhabsatz einfacher und zuverlässiger
gegenüber einer äußerlichen Beschädigung geschützt werden kann.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Schutzhülsenrohling nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch gelöst, dass der Schutzhülsenrohling an einem Längsende des Mantelabschnitts
einen das Längsende des Mantelabschnitts wenigstens teilweise verschießenden Bodenabschnitt
zum wenigstens teilweisen Bedecken des freien Endes des Schuhabsatzes aufweist.
[0008] Durch die Verwendung des Bodenabschnitts wird ein Widerlager der Schutzhülse am freien
Ende des Schuhabsatzes bereitgestellt, indem der Bodenabschnitt am freien Ende des
Schuhabsatzes formschlüssig anliegt und die Schutzhülse in Position hält. Es wird
letztlich verhindert, dass die Schutzhülse nach oben und/oder nach unten verrutschen
kann. Zu diesem Zweck ist es nicht erforderlich, dass der Bodenabschnitt das entsprechende
Längsende des Mantelabschnitts der Schutzhülse bzw. des Schutzhülsenrohlings vollständig
verschließt. Es ist allerdings der Einfachheit und der Zuverlässigkeit halber bevorzugt,
wenn der Bodenabschnitt vollständig geschlossen ist. Dies kann wegen des zusätzlichen
Materials auch Vorteile hinsichtlich des Abriebs bzw. der Langlebigkeit des Bodenabschnitts
haben.
[0009] Um eine möglichst gute Anpassung des Schutzhülsenrohlings an unterschiedliche Schuhabsätze
ermöglichen zu können, bietet es sich an, wenn nicht nur der Mantelabschnitt, sondern
auch der Bodenabschnitt geschrumpft werden kann. Dies ist aber nicht zwingend der
Fall, und zwar insbesondere dann, wenn der Mantelabschnitt des Schutzhülsenrohlings
sich zum Bodenabschnitt hin verjüngt. Dann kann nämlich ein sehr kleiner Bodenabschnitt
gewählt werden und kann die Anpassung an den Querschnitt des freien Endes des Schuhabsatzes
durch den sich verjüngenden bodenseitigen Bereich des Mantelabschnitts durch Schrumpfung
bewirkt werden. Ein sich entsprechend verjüngender Bereich des Mantelabschnitts kann
auch dann die Anpassung des Bodenabschnitts des Schutzhülsenrohlings begünstigen,
wenn der Bodenabschnitt selbst schrumpfbar ausgebildet ist.
[0010] Das Schrumpfen des Schutzhülsenrohlings erfolgt beispielsweise durch Wärmeeinwirkung,
da dann das Aufschrumpfen in einfacher Weise vom Endverbraucher selbst bewerkstelligt
werden kann. Es kann aber auch ein Schrumpfen ohne Erwärmen vorgesehen sein. Dies
ist durch einen unter elastischer Spannung auf eine Stützwendel aufgebrachten Schutzhülsenrohling
möglich. Die Stützwendel weist vorzugsweise einen Metalldraht auf oder ist aus einem
Metalldraht gebildet, um die Stützwendel, etwa im Wege des Abwickelns, leicht aus
dem Schutzhülsenrohling entfernen zu können. Wird die Stützwendel, etwa durch Abwickeln
derselben, stückweise aus dem Schutzhülsenrohling herausgezogen, schrumpft der vorgespannte
Schutzhülsenrohling ebenfalls stückweise auf den sich im Schutzhülsenrohling befindlichen
Teil des Schuhabsatzes. Da das Herausziehen der Stützwendel ohne Werkzeug und andere
Hilfsmittel von Hand erfolgen kann, kann das sogenannte Kaltschrumpfen des Schutzhülsenrohlings
ebenso wie das Schrumpfen durch Wärmeeinwirkung bedarfsweise vom Endverbraucher selbst
vorgenommen werden. Der Endverbraucher kann somit entscheiden, ob er einen entsprechenden
Schutz für einen oder mehrere Schuhabsätze haben möchte und dann bedarfsweise eigenständig
einen Schutzhülsenrohling auf den Schuhabsatz aufbringen. Ob dazu eine Erwärmung des
Schutzhülsenrohlings erforderlich ist, hängt von der Art des Schutzhülsenrohlings
ab.
[0011] Vorliegend wird der Begriff Hülse für einen Körper verwendet, der einen Mantelabschnitt
und einen den Mantelabschnitt wenigstens teilweise verschießenden Bodenabschnitt aufweist.
Zudem ist der Begriff Hülse nicht darauf beschränkt, das der Mantelabschnitt zylindrisch
mit einem konstanten Querschnitt ausgebildet ist. Der Mantelabschnitt kann sich vielmehr,
bedarfsweise mehrfach, verjüngen und/oder erweitern. Damit kann sich der Begriff Hülse
vorliegend von einem in der Technik verbreiteten Verständnis unterscheiden, nach dem
die Hülse ein zylindrisches und beidseitig offenes Materialstück ist. Der besseren
Verständlichkeit halber wird jedoch weiter der Begriff Hülse verwendet, auch wenn
dieser Begriff nicht dem vorstehenden Verständnis des Begriffs entsprechen muss. Dem
Fachmann ist anhand der Beschreibung ohne Weiteres ersichtlich, welche Form der Schutzhülsenrohling
und die Schutzhülse aufweisen sollen oder können.
[0012] Vor diesem Hintergrund ist die zuvor genannte Aufgabe gemäß Anspruch 8 durch eine
Verwendung des Schutzhülsenrohlings der vorgenannten Art zum Aufschieben auf einen
Großteil eines Schuhabsatzes eines, insbesondere hochhackigen, Schuhs und zum Aufschrumpfen
des aufgeschobenen Schutzhülsenrohlings auf den Großteil des Schuhabsatzes gelöst,
wobei das freie Ende des Schuhabsatzes wenigstens teilweise mit dem Bodenabschnitt
des Schutzhülsenrohlings bedeckt wird.
[0013] Durch die entsprechende Verwendung eines Schutzhülsenrohlings der genannten Art werden
letztlich die zuvor bereits im Zusammenhang mit dem Schutzhülsenrohling dargelegten
Vorteile erreicht.
[0014] Im Übrigen wird die eingangs genannte Aufgabe durch einen Schuh nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 10 dadurch gelöst, dass die Schutzhülse an einem Längsende des Mantelabschnitts
einen das Längsende des Mantelabschnitts wenigstens teilweise verschließenden Bodenabschnitt
zum wenigstens teilweisen Bedecken des freien Endes des Schuhabsatzes aufweist.
[0015] Bei einem entsprechenden Schuh ist der entsprechende Schuhabsatz durch die Schutzhülse
gegenüber äußeren mechanischen Einwirkungen geschützt. Der Schuhabsatz bleibt dadurch
länger ansehnlich. Es werden durch den entsprechenden Schuh letztlich die zuvor bereits
im Zusammenhang mit dem Schutzhülsenrohling dargelegten Vorteile erreicht.
[0016] Der Schutzhülsenrohling weist eine Länge auf, die ausreichend ist, damit die Schutzhülse
den Schuhabsatz wenigstens über einen Großteil seiner Länge umschließt. Es kann die
Schutzhülse den Schuhabsatz wenigstens im Wesentlichen über dessen gesamte Länge umschließen.
Zwingend ist dies jedoch nicht. Es ist auch nicht erforderlich, dass die Schutzhülse
den Schuhabsatz wenigstens zur Hälfte umschließt, auch wenn dies gleichwohl bevorzugt
ist. Allerdings kann die Schutzhülse den Schuhabsatz nicht in nennenswertem Maße schützen,
wenn nur ein sehr geringer Teil des Schuhabsatzes von der Schutzhülse umschlossen
ist und der übrige Teil des Schuhabsatzes damit leicht Beschädigungen ausgesetzt sein
kann. In welchem Maße die Schutzhülse den Schuhabsatz umschließen sollte, hängt stark
von der Art und der Form des Schuhabsatzes ab. Grundsätzlich wird es jedoch bevorzugt
sein, wenn die Schutzhülse den Schuhabsatz auf wenigstens 25%, vorzugsweise wenigstens
33%, insbesondere wenigstens 50% oder sogar wenigstens 75% seiner Länge umschließt.
[0017] Nachfolgend werden bevorzugte Ausgestaltungen des Schutzhülsenrohlings, des Schuhs
und der Verwendung des Schutzhülsenrohlings jeweils der eingangs genannten Art zusammen
beschrieben, ohne jeweils immer im Einzelnen zwischen dem Schutzhülsenrohling, dem
Schuh und der Verwendung des Schutzhülsenrohlings zu unterscheiden. Dem Fachmann werden
aus dem Kontext jedoch die jeweils bevorzugten Merkmale in Bezug auf den Schutzhülsenrohling,
den Schuh und die Verwendung des Schutzhülsenrohlings ersichtlich.
[0018] Ein erster bevorzugter Schutzhülsenrohling ist derart ausgebildet, dass der Schutzhülsenrohling
durch Erwärmen auf den Schuhabsatz aufschrumpfbar ist. Dies lässt sich in einfacher
Weise und zuverlässig bewerkstelligen. Dabei bietet es sich an, wenn der Schutzhülsenrohling
bei einer Temperatur zwischen 50°C und 150°C auf den Schuhabsatz aufschrumpfbar ist.
Eine entsprechende Temperatur ist ohne besondere Hilfsmittel aufzuprägen, und zwar
auch bedarfsweise vom Endverbraucher selbst. Zum Erwärmen des Schutzhülsenrohlings
kann der Einfachheit halber beispielsweise ein Haartrockner verwendet werden. Vor
diesem Hintergrund ist es besonders bevorzugt, wenn die Temperatur möglichst niedrig
ist, damit diese Temperatur leicht erreicht werden kann. Allerdings sollte die Temperatur
auch groß genug sein, um die Schutzhülsenrohlinge bei ungünstigen Verhältnissen nicht
versehentlich schrumpfen zu lassen. Daher erfolgt das Schrumpfen weiter bevorzugt
bei einer Temperatur zwischen 60°C und 100°C, insbesondere bei einer Temperatur zwischen
65°C und 80°C.
[0019] Bedarfsweise kann der Schutzhülsenrohling aber auch auf einer Stützwendel vorgesehen
sein, die sich abwickeln und dabei nach und nach aus dem Schutzhülsenrohling herausziehen
lässt. Dies geschieht vorzugsweise vom durch den Bodenabschnitt wenigstens teilweise
verschlossenen Ende des Mantelabschnitts hin zum gegenüberliegenden offenen Ende des
Mantelabschnitts. Dort wo die Stützwendel entfernt wird, schrumpft der Schutzhülsenrohling
infolge des Wegfalls der Stützung durch die Stützwendel auf den im Mantelabschnitt
angeordneten Schuhabsatz. Das Herausziehen der Stützwendel kann bedarfsweise von Hand
erfolgen bzw. von einem Laien durchgeführt werden. Anstelle einer Stützwendel ist
auch ein anderes Stützmittel denkbar. Stützwendeln sind jedoch gebräuchlich, weshalb
vorliegend der Begriff Stützwendel weiter verwendet wird, ohne dass eine Wendelform
zwingend erforderlich ist.
[0020] Damit mit einer einzigen Art von Schutzhülsenrohling recht verschiedene Arten von
Schuhabsätzen versehen werden können, ist ein ausreichendes Schrumpfverhältnis wünschenswert,
das die Dimension nach dem Schrumpfen ins Verhältnis der entsprechenden Dimension
vor dem Schrumpfen setzt. Bevorzugt ist es dabei, wenn der Innendurchmesser des Mantelabschnitts
auf wenigstens zwei Drittel, vorzugsweise wenigstens die Hälfte, insbesondere wenigstens
ein Drittel, seiner Ausgangsgröße schrumpfbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann
vorgesehen sein, dass der Umfang eines Querschnitts des Mantelabschnitts auf wenigstens
zwei Drittel, vorzugsweise wenigstens die Hälfte, insbesondere wenigstens ein Drittel,
seiner Ausgangsgröße schrumpfbar ist. Letzteres berücksichtigt insbesondere den Umstand,
dass die Querschnitte des Schutzhülsenrohlings und/oder der Schutzhülse nicht unbedingt
kreisförmig sein müssen. Die vorstehenden Angaben gelten dabei wenigstens für einen
Querschnitt quer zur Längserstreckung des Schutzhülsenrohlings und/oder der Schutzhülse,
besonders bevorzugt aber für wenigstens im Wesentlichen alle Querschnitte. Alternativ
oder zusätzlich können unterschiedlich lange Schuhabsätze mit der Schutzhülse versehen
werden, indem die Schuhabsätze teilweise gegenüber der Schutzhülse nach oben überstehen
und/oder indem der Schutzhülsenrohling auf die gewünschte Länge gekürzt wird. Dies
kann einfach erfolgen, da der Schutzhülsenrohling vorzugsweise aus wenigstens einem
Kunststoff gebildet wird.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann die Flexibilität der Verwendung des Schutzhülsenrohlings
dadurch gesteigert werden, dass der Innendurchmesser des Mantelabschnitts zwischen
0,4 cm und 7 cm, vorzugsweise zwischen 0,5 cm und 4 cm, insbesondere zwischen 0,6
cm und 2 cm, beträgt und/oder dass der Umfang eines Querschnitts des Mantelabschnitts
zwischen 1 cm und 22 cm, vorzugsweise zwischen 1,5 cm bis 13 cm, insbesondere zwischen
2 cm und 6 cm, beträgt. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Schutzhülsenrohling
auf eine Vielzahl unterschiedlicher Schuhabsätze aufgeschoben und auf diese aufgeschrumpft
werden kann.
[0022] Bevorzugte Eigenschaften hinsichtlich des Schutzes der Schuhabsätze vor äußeren mechanischen
Einwirkungen und hinsichtlich der Schrumpfbarkeit können beispielsweise bereitgestellt
werden, wenn wenigstens der Mantelabschnitt wenigstens überwiegend aus Polyvinylchlorid
(PVC), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Silikon und/oder aus Polyolefin, insbesondere
Polyethen (PE), weiter vorzugsweise Polyethylen mit geringer Dichte (LDPE - Low Density
Polyethylene), und/oder Polypropylen (PP), gebildet ist. Die Dichte des Polyethylens
mit geringer Dichte beträgt dabei wie nach allgemeinem technischen Verständnis zwischen
0,915 g/cm3 und 0,935 g/cm3. In Bezug auf das Schrumpfverhalten des Schutzhülsenrohlings,
insbesondere durch Erwärmen, ist es bevorzugt und bedarfsweise ausreichend, wenn wenigstens
der Kunststoff im Mantelabschnitt monoaxial gereckt ist, und zwar derart, dass das
Schrumpfen vornehmlich zu einer Verringerung des Umfangs und nicht vornehmlich zu
einer Verringerung der Länge des Schutzhülsenrohlings führt. Bedarfsweise kann der
Kunststoff wenigstens des Mantelabschnitts biaxial gereckt sein. Auf diese Weise kann
ein Schrumpfen sowohl in Umfangsrichtung als auch in Längsrichtung des Schutzhülsenrohlings
erfolgen. Das Recken des Kunststoffs des Schutzhülsenrohlings kann dadurch erreicht
werden, dass der Kunststoff unter Zugspannung verformt wird, wodurch sich die ungeordneten
Polymere und die teilkristallinen Bereiche in der wenigstens einen Zugrichtung ausrichten.
Durch diese Maßnahme werden im Kunststoff Spannungen erzeugt. Das Recken bzw. die
Ausrichtung der Kunststoffmoleküle kann durch Wärmeeinwirkung rückgängig gemacht werden,
da die Kunststoffmoleküle bestrebt sind, eine isotrope Ausrichtung einzunehmen. Dabei
schrumpft der Kunststoff in Richtung des Reckens. Für das Schrumpfen durch Erwärmen
bietet sich insbesondere Polyvinylchlorid (PVC) und/oder Poleolefin als Werkstoff
für den Schutzhülsenrohling an. Für das Schrumpfen des Schutzhülsenrohlings ohne Erwärmen,
also das sogenannte Kaltschrumpfen, bietet sich insbesondere Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM) und Silikon bzw. Silikongummi an. Zudem ist dann ein Recken des Kunststoffs
grundsätzlich weniger bedeutsam oder entbehrlich. Entscheidender wird es in der Regel
sein, dass der Kunststoff elastisch gedehnt auf die Stützwendel aufgezogen ist, so
dass der Wegfall der Stützwendel zu einem Zusammenziehen des Kunststoffs und damit
zu einem Schrumpfen wenigstens des Mantelbereichs des Schutzhülsenrohlings führt.
[0023] Um Schuhabsätze wenigstens über einen Großteil ihrer Länge dauerhaft und stramm mit
einer Schutzhülse versehen zu können, bietet es sich an, wenn der Querschnitt des
Mantelabschnitts sich zu dem vom Bodenabschnitt abgewandten Ende hin erweitert. Dies
trägt dem Umstand Rechnung, dass viele Schuhabsätze, insbesondere im Fall von High-Heels,
nach oben hin eine ansteigende Querschnittsfläche aufweisen bzw. nach unten hin dünner
werden. Alternativ oder zusätzlich kann sich der Querschnitt des Mantelabschnitts
zum Bodenabschnitt hin verjüngen, und zwar insbesondere bodenabschnittsnah. Dies vereinfacht
und verbessert die Anpassung des Schutzhülsenrohlings an die Form und/oder die Größe
des freien Endes des Schuhabsatzes. Im Bereich des sich verjüngenden Bereichs des
Mantelabschnitts kann so bedarfsweise einfach ein größerer Schrumpfungsgrad erreicht
werden als im Bodenabschnitts selbst.
[0024] Damit der obere Rand der Schutzhülse an den oberen Rand des Schuhabsatzes angepasst
werden kann, so dass die Sichtbarkeit der Schutzhülse verringert wird, kann der Mantelabschnitt
auf entgegengesetzten Seiten ausgehend von dem Bodenabschnitt eine um wenigstens 0,5
cm, vorzugsweise wenigstens 1 cm, insbesondere wenigstens 1,5 cm voneinander abweichende
Längserstreckung aufweisen. Der Schutzhülsenrohling kann also bedarfsweise an einer
Stelle weiter nach oben gezogen sein als dies bei einer umfangsseitig gegenüberliegenden
Stelle des Schutzhülsenrohlings der Fall ist.
[0025] Alternativ oder zusätzlich kann in den Bodenabschnitt des Schutzhülsenrohlings ein
Stift eingelassen sein, der sich in den Hohlraum des Mantelabschnitts hinein erstreckt.
Dies erlaubt es, den Absatzflecker mitsamt dem Nagel vom Schuhabsatz zu entfernen,
wobei der Nagel zur Befestigung des Absatzfleckers teilweise im Absatzflecker vorgesehen
und teilweise von unten in den Schuhabsatz eingeschlagen sein kann. Anschließend wird
der Schutzhülsenrohling auf den Schuhabsatz geschoben, wobei der Stift teilweise in
die Aufnahme eingreift, in der zuvor der Nagel gehalten wurde. Dies sorgt für eine
stabilere Verbindung zwischen der Schutzhülse und dem Schuhabsatz sowie bedarfsweise
für eine längere Haltbarkeit der Schutzhülse. Der Stift wird nämlich bevorzugt aus
einem anderen Werkstoff als die übrige Schutzhülse gefertigt, insbesondere aus Metall
oder einem härteren Kunststoff, so dass der in dem Bodenabschnitt aufgenommene Teil
des Stifts widerstandsfähiger gegen Abrieb ist als die übrige Schutzhülse.
[0026] Bedarfsweise kann der Bodenabschnitt als Ersatz für den eigentlichen Absatzflecker
verwendet werden. Dann wird der Absatzflecker bedarfsweise vor dem Aufschieben und
Aufschrumpfen des Schutzhülsenrohlings entfernt. Wenn die Dicke des Bodenabschnitts
an die, insbesondere typische, Dicke des Absatzfleckers angepasst ist, wird der Stand
des Schuhs durch die Schutzhülse nicht verändert. In vielen Fällen wird es jedoch
tolerierbar sein, wenn unterhalb des Absatzfleckers noch der Bodenabschnitt der Schutzhülse
vorgesehen ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn zwischen dem Absatzflecker
und dem übrigen Teil der Sohle des Schuhs ein verhältnismäßig großer räumlicher Abstand
vorgesehen ist.
[0027] Damit die Optik des Schuhs durch die Schutzhülse möglichst wenig beeinträchtig wird,
ist die Schutzhülse transparent und weiter vorzugsweise völlig farblos. Gleiches kann
auch für die Schutzhülse gelten, damit die Akzeptanz für den Schutzhülsenrohling gesteigert
werden kann, auch wenn es auf dessen Transparenz eigentlich nicht in besonderem Maße
ankommt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Transparenz durch das
Schrumpfen im Regelfall nicht oder nur geringfügig ändert.
[0028] Damit die Schutzhülse einfach und sicher am Schuhabsatz angebracht werden kann, ist
es vorteilhaft, wenn die Schutzhülse durch die beim Schrumpfen entstehenden Spannungen
auf dem Schuhabsatz gehalten wird. Es kann dann bedarfsweise auf die Verwendung eines
separaten Klebstoffs verzichtet werden. Dies ermöglicht zudem ein einfaches Ablösen
der Schutzhülse, diese muss dazu beispielsweise lediglich an- oder aufgeschnitten
werden. Anschließend lässt sich die Schutzhülse vom Schuhabsatz abziehen. So kann
eine beschädigte Schutzhülse einfach und schnell durch eine neue Schutzhülse ersetzt
werden.
[0029] Um einen ausreichenden Schutz vor äußeren mechanischen Einwirkungen zu gewährleisten
und gleichzeitig eine ausreichende Schrumpfung bereitstellen zu können, kann die Schutzhülse
wenigstens im Mantelabschnitt eine Materialdicke zwischen 0,2 mm und 3 mm, vorzugswiese
zwischen 0,4 mm und 2 mm, insbesondere zwischen 0,5 mm und 1 mm, aufweisen. Zudem
ist die Schutzhülse umso weniger sichtbar, je dünner die Wandstärke des Mantelabschnitts
ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Bodenabschnitt eine Materialdicke zwischen
1 mm und 8 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 6 mm, insbesondere zwischen3 mm und
5 mm, aufweisen, damit dieser einerseits nicht zu schnell abgenutzt wird und zudem
nicht zu dick aufträgt, was unansehnlich und/oder für den Träger des Schuhs unbequem
sein kann.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- einen ersten erfindungsgemäßen Schutzhülsenrohling in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen zweiten erfindungsgemäßen Schutzhülsenrohling in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 3
- einen dritten erfindungsgemäßen Schutzhülsenrohling in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 4
- einen Zwischenschritt einer erfindungsgemäßen Verwendung des Schutzhülsenrohlings
in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 5
- einen ersten erfindungsgemäßen Schuh mit einer auf den Absatz aufgebrachten Schutzhülse
in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 6
- einen vierten erfindungsgemäßen Schutzhülsenrohling in einer perspektivischen Seitenansicht
und
- Fig. 7
- einen zweiten erfindungsgemäßen Schuh mit einer alternativen auf den Absatz aufgebrachten
Schutzhülse in einer schematischen Seitenansicht.
[0031] In der Fig.1 ist ein Schutzhülsenrohling 1 in einer perspektivischen Seitenansicht
dargestellt, der einen Mantelabschnitt 2 und einen Bodenabschnitt 3 aufweist. Der
Mantelabschnitt 2 ist innen hohl und wird lediglich durch einen umlaufenden Mantel
aus Kunststoff gebildet, der monoaxial in Umfangsrichtung gereckt ist. Der Mantelabschnitt
2 ist zudem überwiegend zylinderförmig ausgebildet, wobei der Querschnitt des Mantelabschnitts
2 über den überwiegenden Teil der Längserstreckung des Mantelabschnitts 2 wenigstens
im Wesentlichen konstant ist. Das obere Ende 4 des Schutzhülsenrohlings 1 ist offen,
um von dieser Seite einen Schuhabsatz in den Innenraum 5 des Schutzhülsenrohlings
1 einzuführen, bevor der dargestellte und insoweit bevorzugte Schutzhülsenrohling
1 erwärmt wird. Durch das Erwärmen schrumpft der Umfang des Mantelabschnitts 2, wodurch
eine stramm am Schuhabsatz sitzende Schutzhülse geschaffen wird, die ihre Position
auch ohne Klebstoff beibehält. Das untere bodenseitige Ende 6 des Mantelabschnitts
verjüngt sich in Richtung des Bodenabschnitts 3, was bedarfsweise jedoch auch entbehrlich
sein kann. Durch die Verjüngung 7 kann der Bodenabschnitt 3 beim Schrumpfen des Schutzhülsenrohlings
1 auch an ein sehr schmales freies Ende eines Schuhabsatzes angepasst werden, so dass
der Bodenbereich 3 nicht zu sehr seitlich aufträgt. Die Flexibilität für den Einsatz
des Schutzhülsenrohlings 1 kann so erhöht werden. Beim dargestellten und insoweit
bevorzugten Schutzhülsenrohling 1 wird der Mantelabschnitt 2 durch den Bodenabschnitt
3 vollständig verschlossen. Folglich ist im Bodenabschnitt 3 keine Öffnung für einen
bodenseitigen Zugang zum Innenraum 5 des Schutzhülsenrohlings 1 vorgesehen.
[0032] In der Fig. 2 ist ein weiterer Schutzhülsenrohling 1' dargestellt, der im Prinzip
mit dem Schutzhülsenrohling 1 der Fig.1 vergleichbar ist. Allerdings ist der obere
Rand 8' des Schutzhülsenrohlings 1' nicht wie bei dem Schutzhülsenrohling 1 gemäß
Fig. 1 in einer Ebene senkrecht zur Längserstreckung des Schutzhülsenrohlings 1 angeordnet.
Vielmehr ist die Längserstreckung des Mantelabschnitts 2' ausgehend vom Bodenabschnitt
3' auf einer Seite deutlich länger als an der am Umfang des Mantelabschnitts 2' gegenüberliegenden
Seite des Mantelabschnitts 2'. Der Rand 8' des Schutzhülsenrohlings 2' und damit der
Rand der Schutzhülse verläuft somit schräg zu einem Querschnitt des Schutzhülsenrohlings
1' bzw. der Schutzhülse. So kann der Rand des Schutzhülsenrohlings 1' bzw. der Schutzhülse
an den oberen Rand eines Schuhabsatzes angepasst werden. Am bodenabschnittseitigen
Ende 6' des Mantelabschnitts 2'des dargestellten und insoweit bevorzugten Schutzhülsenrohlings
1' ist ebenfalls eine Verjüngung 7' in Richtung des Bodenabschnitts 3' vorgesehen.
[0033] In der Fig. 3 ist ein Schutzhülsenrohling 1" dargestellt, bei dem der Mantelabschnitt
2" über die Längserstreckung des Schutzhülsenrohlings 1" keinen konstanten Querschnitt
aufweist. Am bodenabschnittseitigen Ende 6" ist am Mantelabschnitt 2" eine Verjüngung
7" in Richtung des Bodenabschnitts 3" vorgesehen. Der übrige Teil des Mantelabschnitts
2" weist wenigstens im Wesentlichen über die verbleibende Längserstreckung des Mantelabschnitts
2" eine Erweiterung 9" des Querschnitts in Richtung des offenen Endes 4" des Mantelabschnitts
2" auf, so dass sich der Schutzhülsenrohling 1" beim Schrumpfen stramm an entsprechend
geformte Schuhabsätze anlegen kann. Auf einer Seite des Umfangs verläuft der Mantelabschnitt
2" im Wesentlichen parallel zur Längserstreckung des Schutzhülsenrohlings 1", während
der Mantelabschnitt 2" an der gegenüberliegenden Seite des Umfangs ausgehend vom Bodenabschnitt
3" leicht gebogen nach außen verläuft. Bei dem Schutzhülsenrohling 1" ist zudem der
Rand 8" des offenen Endes 4" des Mantelabschnitts 2" an einer Stelle des Umfangs weiter
vom Bodenabschnitt 3" beabstandet als an der umfangsseitig gegenüberliegenden Stelle
des Mantelabschnitts 2". Der Rand 4" des Schutzhülsenrohlings 1" verläuft demnach
geneigt zu einem Querschnitt des Schutzhülsenrohlings 1" senkrecht zur Längserstreckung
des Schutzhülsenrohlings 1". Die Unterschiede hinsichtlich der Längserstreckung des
Mantelabschnitts 2" ausgehend vom Bodenabschnitt 3" bezogen auf die beiden zuvor genannten
Stellen ist bei dem Schutzhülsenrohling 1" geringer als dies bei dem Schutzhülsenrohling
1' gemäß Fig. 2 der Fall ist.
[0034] In der Fig. 4 ist ein Zwischenschritt des Verfahrens zum Anbringen einer Schutzhülse
1'" auf den Schuhabsatz 10 eines hochhackigen Schuhs 11 in Form eines High-Heels dargestellt.
Der Schutzhülsenrohling 1"' ist in diesem Fall aus wenigstens einem wenigstens monoaxial
gereckten Polyolefin gebildet. Zudem weist der dargestellte und insoweit bevorzugte
Schutzhülsenrohling 1"' eine Wandstärke von etwa 1 mm im Bereich des Mantelabschnitts
2'" und von etwa 2 mm im Bereich des Bodenabschnitts 3"' auf. Der Mantelabschnitt
2"' bildet im dargestellten Fall zudem einen Innendurchmesser von etwa 3 mm.
[0035] Bei dem entsprechenden Verfahren, das der Verwendung des Schutzhülsenrohlings 1"'
entspricht, wird zunächst der Schutzhülsenrohling 1"' mit seinem offenen Ende 4"'
auf einen Schuhabsatz 10 des Schuhs 11 geschoben. Dies erfolgt vorzugsweise bis der
Bodenabschnitt 3"' des Schutzhülsenrohlings 1"' gegen das freie Ende 12 des Schuhabsatzes
10 gelangt. Dazu weist der Mantelabschnitt 2"' des dargestellten und insoweit bevorzugten
Schutzhülsenrohlings 1"' am bodenabschnittseitigen Ende 6"' eine Verjüngung 7"' auf,
die in einen Bodenabschnitt 3"' übergeht, welcher wenigstens der Fläche und der Form
des freien Endes 12 des Schuhabsatzes 10 bzw. der Fläche des am freien Ende 12 des
Schuhabsatzes 10 vorgesehenen Absatzfleckers 13 entspricht. Der an dem freien Ende
12 des Schuhabsatzes 10 angebrachte Absatzflecker 13 kann wie im dargestellten Fall
am Schuhabsatz 10 belassen werden. Alternativ könnte der Absatzflecker 13 jedoch auch
vor dem Aufschieben des Schutzhülsenrohlings 1"' auf den Schuhabsatz 10 vom Schuhabsatz
10 entfernt werden. Letzteres ist besonders einfach, wenn der Absatzflecker 13 auf
den Schuhabsatz 10 genagelt ist.
[0036] Nach dem Aufschieben des Schutzhülsenrohlings 1"' auf den Schuhabsatz 10 verläuft
der Rand 8"' des Schutzhülsenrohlings 1"' vorzugsweise im Bereich des oberen Rands
14 des Schuhabsatzes 10. Andernfalls kann der Rand 8"' etwa mit einer gewöhnlichen
Haushaltsschere entsprechend abgeschnitten bzw. zugeschnitten werden. Ist der Schutzhülsenrohling
1"' in gewünschter Weise relativ zum Schuhabsatz 10 ausgerichtet, wird der Schutzhülsenrohling
1"' beispielsweise auf eine Temperatur von etwa 70°C erwärmt. In vorliegenden Fall
erfolgt dies mit warmer Luft L die über einen Ventilator 15 auf den Schutzhülsenrohling
1"' geblasen und dabei über eine elektrische Heizeinrichtung 16 erwärmt wird. In einem
einfachen Fall kann für die entsprechende Erwärmung des Schutzhülsenrohlings 1"' ein
handelsüblicher Haartrockner verwendet werden, der in den meisten Haushalten ohnehin
vorhanden ist.
[0037] Durch das Erwärmen des Schutzhülsenrohlings 1"' schrumpft dieser wenigstens in Umfangsrichtung
des Mantelabschnitts 2"' und zieht sich infolgedessen stramm um den Schuhabsatz 10,
wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist. Die nach dem Schrumpfen des Schutzhülsenrohlings
1"' verbleibenden Spannungen im Kunststoffmaterial sorgen dafür, dass die durch das
Schrumpfen entstandene Schutzhülse 17 wenigstens im Bereich des Mantelabschnitts 18
der Schutzhülse 17 sicher auf dem Schuhabsatz 10 positioniert bleibt. Hierzu trägt
zudem der Umstand bei, dass das freie Ende 12 des Schuhabsatzes 10 vom Bodenabschnitt
19 der Schutzhülse 17 umgriffen wird, so dass die Schutzhülse 17 insbesondere nicht
nach oben aber auch schwerlich nach unten verrutschen kann. Da die Schutzhülse 17
transparent und völlig farblos ist sowie mit ihrem oberen Rand 20 entlang des oberen
Rands 14 des Schuhabsatzes 10 abschließt, ist die Schutzhülse 17 kaum sichtbar und
fällt somit nicht weiter auf.
[0038] Wird die Schutzhülse 17 beschädigt, kann die Schutzhülse 17 ohne Weiteres aufgeschnitten
und vom Schuhabsatz 10 getrennt werden, da zur Verbindung zwischen der Schutzhülse
17 und dem Schuhabsatz 10 vollständig auf einen separaten Klebstoff verzichtet worden
ist. Sodann kann ein neuer Schutzhülsenrohling 1"' auf den Schuhabsatz 10 geschoben
und auf den Schuhabsatz 10 geschrumpft werden, wie dies zuvor bereits beschrieben
worden ist.
[0039] In der Fig. 6 ist ein Schutzhülsenrohling 1"" in einer perspektivischen Seitenansicht
dargestellt, der ähnlich den zuvor beschriebenen Schutzhülsenrohlingen aufgebaut ist.
Daher wird im Folgenden insbesondere auf die Besonderheiten des in der Fig. 6 dargestellten
Schutzhülsenrohlings 1"" eingegangen. Der Schutzhülsenrohling 1"" weist beispielsweise
einen sich nicht in Richtung des Bodenabschnitts 3"" verjüngenden Mantelabschnitt
2"" auf. Zudem ist in den Bodenabschnitt 3"" ein Teil eines Stifts 21"" integriert,
der im Übrigen, insbesondere mittig, innerhalb des Hohlraums des Mantelabschnitts
2"" angeordnet ist. Die Längserstreckung des Stifts 21"" ist dabei identisch mit der
Längserstreckung des Schutzhülsenrohlings 1"" oder wenigstens im Wesentlichen parallel
dazu. Zur formschlüssigen Aufnahme des Stifts 21"" im Bodenabschnitt 3"" weist der
Stift 21"" einen Kopfabschnitt 22"" mit einem erweiterten Querschnitt auf, während
der im Mantelabschnitt 2"" vorgesehene Teil 23"" des Stifts 21"" im Wesentlichen zylindrisch
ausgebildet ist. Der dargestellte und insoweit bevorzugte Stift 21"" ist im Wesentlichen
rotationssymmetrisch zu seiner Längsachse ausgebildet.
[0040] Wird der Schutzhülsenrohling 1"" gemäß Fig. 6 mit einem Schuhabsatz 24 verbunden,
erhält man einen Schuh 25 mit einer Schutzhülse 26, wie er beispielsweise in der Fig.
7 dargestellt ist. Zunächst wird der Absatzflecker mitsamt dem Nagel entfernt, mit
dem der Absatzflecker von unten an den Schuhabsatz 24 genagelt worden ist. Anschließend
wird der Schutzhülsenrohling 1"" auf den Schuhabsatz 24 geschoben, wobei der Stift
21"" in die Aufnahme 27 eingeschoben wird, in der zuvor der Nagel des Absatzfleckers
gesteckt hat. Der Bodenabschnitt 28 der Schutzhülse 26 ersetzt dabei den Absatzflecker,
wobei der Bodenabschnitt 28 durch den in die Aufnahme 27 im Schuhabsatz 24 eingreifenden
Stift 21"" in Position gehalten wird. Bedarfsweise kann vorgesehen sein, dass der
Stift 21"" in die Aufnahme 27 des Nagels eingeschlagen werden muss, um einen festen,
bedarfsweise reibschlüssigen, Sitz des Stifts 21"" im Schuhabsatz 24 zu gewährleisten.
Dann entspricht der Querschnitt des Stifts 21"" vorzugsweise wenigstens im Wesentlichen
dem Querschnitt der Aufnahme 27. Alternativ oder zusätzlich kann ein Klebstoff in
der Aufnahme 27 vorgesehen sein, der den Stift 21"" mit dem Schuhabsatz verbindet,
vorzugsweise ohne dadurch den Austausch der Schutzhülse 26 unnötig zu erschweren.
In einem vorzugsweise abschließenden Arbeitsschritt wird wenigstens der Mantelabschnitt
2"" des Schutzhülsenrohlings 1"" auf den Schuhabsatz 24 geschrumpft, so dass der Mantelabschnitt
29 der Schutzhülse 26 den Schuhabsatz 24 umgreift und der in der Fig. 7 dargestellte
Schuh 25 mit einem in der Aufnahme 27 aufgenommenen Stift 30 der Schutzhülse 26 erhalten
wird.
1. Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1"',1""), zum Schutz von Schuhabsätzen (10,24), insbesondere
von hochhackigen Schuhen (11,25), vor mechanischer Beschädigung von außen, wobei der
Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1"',1"") wenigstens einseitig offen ist und einen Mantelabschnitt
(2,2',2,",2"',2"") zum Aufschieben auf einen Großteil des Schuhabsatzes (10,24) und
zum Aufschrumpfen auf den Großteil des Schuhabsatzes (10,24) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1"',1"") an einem Längsende des Mantelabschnitts
(2,2',2,",2"',2"") einen das Längsende des Mantelabschnitts (2,2',2,",2"',2"") wenigstens
teilweise verschließenden Bodenabschnitt (3,3',3,",3"',3"") zum wenigstens teilweisen
Bedecken des freien Endes (12) des Schuhabsatzes (10,24) aufweist.
2. Schutzhülsenrohling nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1"',1"") durch Erwärmen, bedarfsweise bei einer
Temperatur zwischen 50°C und 150°C, vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 60°C
und 100°C, insbesondere bei einer Temperatur zwischen 65°C und 80°C, auf den Schuhabsatz
(10,24) aufschrumpfbar ist.
3. Schutzhülsenrohling nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Innendurchmesser des Mantelabschnitts (2,2',2,",2"',2"") auf wenigstens zwei Drittel,
vorzugsweise wenigstens die Hälfte, insbesondere wenigstens ein Drittel, seiner Ausgangsgröße
schrumpfbar ist und/oder dass der Umfang eines Querschnitts des Mantelabschnitts (2,2',2,",2"'2"")
auf wenigstens die zwei Drittel, vorzugsweise wenigstens die Hälfte, insbesondere
wenigstens ein Drittel, seiner Ausgangsgröße schrumpfbar ist.
4. Schutzhülsenrohling nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Innendurchmesser des Mantelabschnitts (2,2',2,",2"",2"") zwischen 0,4 cm und 7
cm, vorzugsweise zwischen 0,5 cm und 4 cm, insbesondere zwischen 0,6 cm und 2 cm,
beträgt und/oder dass der Umfang eines Querschnitts des Mantelabschnitts (2,2',2,",2"',2"")
zwischen 1 cm und 22 cm, vorzugsweise zwischen 1,5 cm bis 13 cm, insbesondere zwischen
2 cm und 6 cm beträgt.
5. Schutzhülsenrohling nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens der Mantelabschnitt (2,2',2,",2"',2"") wenigstens überwiegend aus Polyvinylchlorid
(PVC), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Silikon und/oder aus Polyolefin, insbesondere
Polyethylen (PE), weiter vorzugsweise Polyethylen mit geringer Dichte (LDPE - Low
Density Polyethylene),und/oder Polypropylen (PP), gebildet ist und/oder dass wenigstens
der Mantelabschnitt (2,2',2,",2"',2"") wenigstens monoaxial, vorzugsweise biaxial,
gereckt ist.
6. Schutzhülsenrohling nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Querschnitt des Mantelabschnitts (2,",2"') sich zum vom Bodenabschnitt (3,",3"')
abgewandten Ende (4,",4"') hin erweitert und/oder dass der Querschnitt des Mantelabschnitts
(2,2',2,",2"') sich zum Bodenabschnitt (3,3',3,",3"') hin verjüngt.
7. Schutzhülsenrohling nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantelabschnitt (2',2,",2"') auf entgegengesetzten Seiten ausgehend von dem Bodenabschnitt
(3',3,",3"') eine um wenigstens 0,5 cm, vorzugsweise wenigstens 1 cm, insbesondere
wenigstens 1,5 cm, voneinander abweichende Längserstreckung aufweist.
8. Schutzhülsenrohling nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in den Bodenabschnitt (3"") ein sich in den Hohlraum des Mantelabschnitts (2"") erstreckender
Stift (21""), vorzugsweise aus einem separaten, insbesondere metallischen, Material,
eingelassen ist.
9. Verwendung des Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1'",1"") nach einem der Ansprüche 1 bis
8 zum Aufschieben auf einen Großteil eines Schuhabsatzes (10,24) eines, insbesondere
hochhackigen, Schuhs (11,25) und zum Aufschrumpfen des aufgeschobenen Schutzhülsenrohlings
(1,1',1,",1"',1"") auf den Großteil des Schuhabsatzes (10,24), wobei das freie Ende
(12) des Schuhabsatzes (10,24) wenigstens teilweise mit dem Bodenabschnitt (3,3',3,",3"',3"")
des Schutzhülsenrohlings (1,1',1,",1"',1"") bedeckt wird.
10. Verwendung des Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1"") nach Anspruch 9,
wobei der Absatzflecker (13) vor dem Aufschieben und Aufschrumpfen des Schutzhülsenrohlings
(1,1',1,",1"") entfernt wird.
11. Schuh (11,25), insbesondere hochhackiger Schuh (11,25), mit einem Schuhabsatz (10,24)
und einer einen Großteil des Schuhabsatzes (10,24) umschließenden Schutzhülse (7,26)
zum Schutz des Schuhabsatzes (10,24) vor einer mechanischen Beschädigung von außen,
vorzugsweise gefertigt aus einem Schutzhülsenrohling (1,1',1,",1"',1"") nach einem
der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Schutzhülse (7,26) wenigstens einseitig offen ist
und einen einen Großteil des Schuhabsatzes (10,24) umschließenden Mantelabschnitt
(18,29) aufweist und wobei wenigstens der Mantelabschnitt (18,29) wenigstens teilweise
auf den Großteil des Schuhabsatzes (10,24) aufgeschrumpft ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzhülse (17,26) an einem Längsende des Mantelabschnitts (18,29) einen das
Längsende des Mantelabschnitts (18,29) wenigstens teilweise verschießenden Bodenabschnitt
(19,28) zum wenigstens teilweisen Bedecken des freien Endes (12) des Schuhabsatzes
(10,24) aufweist.
12. Schuh nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzhülse (17,26) transparent ist und/oder durch die beim Schrumpfen entstehenden
Spannungen, vorzugsweise klebstofffrei, auf dem Schuhabsatz (10,24) gehalten wird.
13. Schuh nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzhülse (17,26) wenigstens im Mantelabschnitt (18,29) eine Materialdicke zwischen
0,2 mm und 3 mm, vorzugsweise zwischen 0,4 mm und 2 mm, insbesondere zwischen 0,5
mm und 1 mm, aufweist und/oder dass der Bodenabschnitt (19,28) eine Materialdicke
zwischen 1 mm und 8 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 6 mm, insbesondere zwischen
3 mm bis 5 mm, aufweist.
14. Schuh nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantelabschnitt (18,29) sich zu dem vom Bodenabschnitt (19,28) abgewandten Ende
hin erweitert und/oder dass der Mantelabschnitt (18,29) auf entgegengesetzten Seiten
ausgehend von dem Bodenabschnitt (19,28) eine um wenigstens 0,5 cm, vorzugsweise wenigstens
1 cm, insbesondere wenigstens 1,5 cm, voneinander abweichende Längserstreckung aufweist.
15. Schuh nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Absatzflecker des Schuhabsatzes (24) durch den Bodenabschnitt (28) der Schutzhülse
(26) gebildet wird und, vorzugsweise, dass ein in den Bodenabschnitt (28) eingelassener
Stift (30) teilweise in eine Aufnahme des Schuhabsatzes (24) aufgenommen ist.