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(11) |
EP 3 070 189 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2018 Patentblatt 2018/24 |
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Anmeldetag: 03.03.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES WERKSTÜCKS AUS METALL
METHOD FOR PRODUCING A WORKPIECE FROM METAL
PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UNE PIÈCE USINÉE EN MÉTAL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.03.2015 DE 102015003284
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.09.2016 Patentblatt 2016/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Diehl Metal Applications GmbH |
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14167 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- Zeigmeister, Uwe
14513 Teltow (DE)
- Stein, André
13129 Berlin (DE)
- Neubert, Sascha
13353 Berlin (DE)
- Lukas, Mario
14513 Teltow (DE)
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Vertreter: Diehl Patentabteilung |
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c/o Diehl Stiftung & Co. KG
Stephanstrasse 49 90478 Nürnberg 90478 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 553 211 DE-C- 945 424 US-A1- 2011 045 713
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EP-A1- 2 273 622 DE-C- 971 981
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Werkstücks aus Metall
mit einer darauf aufgebrachten, abschnittsweise umgeschmolzenen Zinn-haltigen Schicht.
[0002] Die
EP 2 468 926 A1 offenbart ein Verfahren zum Umschmelzen mit Zinn (=Sn) beschichteter Metallbänder
oder Werkstücke, bei dem abschnittsweise eine galvanische Beschichtung aus Zinn auf
die Metallbänder aufgebracht wird. Die Beschichtung kann anschließend umgeschmolzen
werden. Durch das Umschmelzen bilden sich intermetallische Phasen aus, deren Härte
größer ist als die Härte von Zinn.
[0003] Das bekannte Verfahren wird z. B. zur Herstellung von Kontaktstiften für Flachstecker
verwendet. Solche Kontaktstifte weisen ein Steckende mit einem großen Querschnitt
und ein Lötende mit einem kleinen Querschnitt auf. Es wird zunächst das Steckende
beschichtet und in einem Ofen umgeschmolzen. Nachfolgend wird das Lötende beschichtet.
Bei gleichzeitiger Beschichtung würde bei nachfolgendem Umschmelzen zuerst die Beschichtung
am dünneren Ende umschmelzen, da ein geringerer Wärmeeintrag auf Grund der Geometrie
nötig ist.
[0004] Das bekannte Verfahren umfasst einen ersten Beschichtungsschritt, für den galvanische
Bäder sowie Werkzeuge benötigt werden. Für den nachfolgenden Heizschritt ist ein Ofen
erforderlich. Nachfolgend umfasst das Verfahren einen weiteren Beschichtungsschritt,
für den weitere galvanische Bäder und Werkzeuge benötigt werden. Die galvanischen
Bäder und Werkzeuge müssen im Durchlaufverfahren zumindest zweifach vorgehalten werden.
Das macht das bekannte Verfahren aufwendig und teuer.
[0005] Die
DE 971 981 C beschreibt ein Verfahren zum Aufschmelzen von galvanischen oder ähnlichen Metallniederschlägen
auf draht- oder bandförmigen Unterlagen, wobei die Unterlage über eine Rollenführung
an einer Heizung zum vollständigen Umschmelzen des Metallniederschlages vorbei geführt
wird. Die
DE 945 424 C beschäftigt sich gleichfalls mit einem Verfahren zum Aufschmelzen von galvanisch
verzinnten Eisenbändern oder - blechen, bei welchem die kompletten Bänder bzw. Bleche
zum Umschmelzen der Zinnschicht in mehreren Stufen erhitzt werden. Die
EP 1 553 211 A1 beschäftigt sich mit der galvanischen Beschichtung von Komponenten mit einer Zinn-Silber-Kupfer-Plattierungsschicht.
[0006] Aus der
EP 2 273 622 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Leiters mit Zinnbeschichtung bekannt, bei
welchem zur Verbesserung der Gleiteigenschaften des Leiters die Zinnbeschichtung in
längs des Leiters verlaufenden Streifen mittels Laserbestrahlung aufgeschmolzen wird,
derart dass auf der Leiteroberfläche ein Streifenmuster bestehend aus abwechselnden
Zinn-Schichten und Kupfer-Zinn-Legierungsschichten ausgebildet wird.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, den Nachteil des Stands der Technik
zu beseitigen. Es soll insbesondere ein einfaches und kostengünstiges Verfahren zur
Herstellung eines Werkstücks aus Metall mit einer umgeschmolzenen und einer nichtumgeschmolzenen
Zinn-haltigen Schicht bereitgestellt werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruch 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Patentansprüche 2 bis 14.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst ein Verfahren zur Herstellung eines Werkstücks aus Metall
mit einer darauf aufgebrachten, abschnittsweise umgeschmolzenen Zinn-haltigen Schicht
die folgenden Schritte:
- a) Galvanisches Aufbringen der Zinn-haltigen Schicht auf vorgegebene erste Abschnitte
des Werkstücks, nachfolgend
- b) Aufheizen des Werkstücks auf eine erste Temperatur T1 zwischen 100°C und 230°C,
derart das noch kein Umschmelzen der Schicht einsetzt, und nachfolgend
- c) lokales Aufheizen eines in den ersten Abschnitten enthaltenen zweiten Abschnitts
auf eine zweite Temperatur T2 zwischen 227°C und 380°C, so dass ausschließlich im
zweiten Abschnitt die Zinn-haltige Schicht umgeschmolzen wird, so dass das hergestellte
Werkstück eine umgeschmolzene und eine nichtumgeschmolzene Zinn-haltige Schicht umfasst,
wobei die zweite Temperatur T2 größer als die erste Temperatur T1 ist.
[0010] Bei einem Werkstück im Sinne der vorliegenden Erfindung kann es sich z. B. um einen
Kontaktstift eines Steckers oder Bauelements oder ein metallisches Band handeln. Ein
solches metallisches Band kann eine Vielzahl zusammenhängender Kontaktstifte umfassen,
die nach dem Umschmelzen vereinzelt werden. Die Zinn-haltige Schicht kann aus Zinn
oder einer Zinnlegierung gebildet sein. Je nach Anwendung hat die Zinn-haltige Schicht
eine Dicke von 1 bis 10 µm, vorzugsweise 2 bis 8 µm, weiter bevorzugt 2 bis 6 µm,
besonders bevorzugt 2 bis 4 µm.
[0011] Unter den vorgegebenen ersten Abschnitten des Werkstücks werden alle Abschnitte verstanden,
die mit einer Zinn-haltigen Schicht beschichtet werden sollen. Die Beschichtung kann
in einem Verfahrensschritt oder in direkt aufeinander folgenden Verfahrensschritten
erfolgen. Damit wird im Durchlaufverfahren nur noch eine Anlage zur galvanischen Beschichtung
mit der Zinn-haltigen Schicht benötigt.
[0012] Die erste Temperatur T1 wird zwischen 100°C und 223°C, vorzugsweise zwischen 200°C
und 230°C, gewählt. Eine Obergrenze der ersten Temperatur T1 ist so gewählt, dass
noch kein Umschmelzen der Schicht einsetzt. Vorzugsweise wird das Werkstück als Ganzes
auf die Temperatur T1 in einem Ofen erhitzt.
[0013] Der mindestens eine zweite Abschnitt ist in zumindest einem ersten Abschnitt enthalten.
Im zweiten Abschnitt werden durch das Umschmelzen intermetallische Phasen gebildet.
Es können nacheinander auch mehrere zweite Abschnitte umgeschmolzen werden. Vorzugsweise
erfolgt das lokale Aufheizen des zwerten Abschnitts mittels einer Heißluftquelle.
[0014] Die zweite Temperatur T2 wird zwischen 227°C und 380°C, vorzugsweise zwischen 227°C
und 260°C, so gewählt, dass der Umschmelzvorgang ausschließlich im zweiten Abschnitt
einsetzt. Dabei kann die Temperatur T2 über der eigentlichen Schmelztemperatur der
Zinn-haltigen Schicht liegen. Der zweite Abschnitt wird erfindungsgemäß für eine Dauer
t von 1 s bis 10 s, vorzugsweise 2 s bis 5 s, auf die zweite Temperatur T2 aufgeheizt.
[0015] Die Temperatur T2 sowie die Dauer t werden so gewählt, dass sich die gewünschten
intermetallischen Phasen bilden und die Schichtdicke möglichst homogen bleibt. Insbesondere
soll die Bildung unerwünschter Phasen, die z. B. durch eine Verfärbung der umgeschmolzenen
Schicht erkennbar ist, vermieden werden.
[0016] Wegen des relativ geringen Temperaturgradienten zwischen den Temperaturen T1 und
T2 und der kurzen Dauer t kann eine vorgegebene Geometrie des zweiten Abschnitts genau
eingehalten werden. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass zweite Abschnitte
in Bereichen mit unterschiedlichen Querschnitt bereichsweise mit verschiedenen zweiten
Temperaturen T2 und verschiedenen Dauern t beaufschlagt werden können.
[0017] Beim Metall handelt es sich vorzugsweise um Kupfer oder eine Kupferlegierung, Als
Kupferlegierung wird vorzugsweise eine der folgenden Legierungen verwendet: CuFe,
CuFe
2P, CuNiSn, Cu-NiSi, Messing (CuZn), CuBe, CuSnZn, CuSn
4, CuSn
6 oder CuSn
3.
[0018] Auf das Werkstück kann vor dem Aufbringen der Zinn-haltigen Schicht zumindest eine
Zwischenschicht, vorzugsweise galvanisch, aufgebracht werden Vorzugsweise ist die
Zwischenschicht aus Nickel und/oder Kupfer gebildet. Die Dicke der Zwischenschicht
liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 µm bis 4 µm. Die Zwischenschicht kann auf dem
Werkstück vollflächig oder abschnittsweise aufgebracht sein. Verschiedene erste Abschnitte
können unterschiedliche Zwischenschichten aufweisen.
[0019] Eine bevorzugte Anwendung des Verfahrens ist die Beschichtung eines Kontaktstifts
eines Flachsteckers, wobei ein erster Endabschnitt des Kontaktstiftes als Lötende
und ein zweiter Endabschnitt des Kontaktstiftes als Steckende dient. Auf den ersten
Endabschnitt und den zweiten Endabschnitt wird galvanisch eine Zinn-haltige Schicht
aufgebracht. Nachfolgend wird ausschließlich die auf den zweiten Endabschnitt aufgebrachte
Zinn-haltige Schicht umgeschmolzen. Insbesondere eignet sich das Verfahren, wenn der
Querschnitt des Steckendes mindestens die Dicke des Querschnitts des Lotendes aufweist.
[0020] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht eines Kontaktstifts eines Flachsteckers und
- Fig. 2
- ein Band aus Kontaktstiften.
[0021] Das Werkstück 1 in Fig. 1 ist ein Kontaktstift-Rohling, welcher vorzugsweise aus
Kupfer hergestellt ist. Dieser weist einen ersten Endabschnitt 1 a, welcher das Lötende
bildet, einen Verbindungsabschnitt 1b und einen zweiten Endabschnitt 1c, welcher das
Steckende bildet, auf. Der erste Endabschnitt 1a weist einen geringeren Querschnitt
als der zweite Endabschnitt 1c auf.
[0022] Im ersten Endabschnitt 1a und im zweiten Endabschnitt 1 c befinden sich jeweils zu
beschichtende erste Abschnitte 2. Der erste Endabschnitt 1a wird galvanisch mit einer
Zwischenschicht 3 aus Nickel beschichtet, die eine Dicke von vorzugsweise 0,1 µm bis
4 µm aufweist. Darauffolgend wird der im ersten Endabschnitt 1a enthaltende erste
Abschnitt 2 galvanisch mit einer Zinnschicht 4 beschichtet, die eine Dicke zwischen
1 µm und 10 µm, vorzugsweise 5 µm bis 8 µm, aufweist. Nachfolgend wird der im zweiten
Endabschnitt 1c enthaltene erste Abschnitt 2 galvanisch mit einer Zinnschicht 4 beschichtet,
die eine Dicke von 1 µm bis 10 µm, vorzugsweise 2 µm bis 4 µm aufweist. Alle ersten
Abschnitte 2 sind damit mit einer Zinn-haltigen Schicht 4 beschichtet.
[0023] Das Werkstück 1 wird dann in einem Ofen auf eine Temperatur T1 zwischen 100°C und
230°C, vorzugsweise zwischen 200°C und 230°C, erhitzt. Anschließend wird ein zweiter
Abschnitt 5 lokal z. B. mittels Heißluft auf eine höhere Temperatur T2 zwischen 227°C
und 380°C, vorzugsweise zwischen 220°C und 260°C für eine Dauer t von 1 bis 10 s,
vorzugsweise 2 bis 5 s erhitzt, so dass im zweiten Abschnitt 5 die Zinnschicht umschmilzt
und die umgeschmolzene Zinnschicht 6 entsteht. Die Wärmeübertragung reicht bei der
lokalen Erhitzung im zweiten Abschnitt 5 auf die Temperatur T2 nicht aus, um ein Umschmelzen
des ersten Abschnitts 2 im ersten Endabschnitt 1a zu bewirken.
[0024] Das Werkstück 1 in Fig. 2 ist ein Band mit einer Vielzahl von Kontaktstiften, die
erste und zweite Endabschnitte 1a, 1c aufweisen, welche - wie beim ersten Ausführungsbeispiel
- mittels der Verbindungsabschnitte 1 b miteinander verbunden sind. Die zu beschichtenden
ersten Abschnitte 2, im Bereich der ersten und zweiten Endabschnitte 1a, 1c, werden
galvanisch mit einer Zinn-haltigen Schicht beschichtet. Darauffolgend wird das Werkstück
1 in einem Ofen auf die Temperatur T1 erhitzt. Anschließend werden ausschließlich
die zweiten Abschnitte 5 im Bereich der zweiten Endabschnitte 1c auf die höhere Temperatur
T2 erhitzt, so dass dort die umgeschmolzene Zinn-haltige Schicht 6 entsteht. Die Kontaktstifte
werden nachfolgend im Bereich der Trennfläche 7 getrennt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0025]
- 1
- Werkstück
- 1a
- erster Endabschnitt
- 1b
- Verbindungsabschnitt
- 1c
- zweiter Endabschnitt
- 2
- erster Abschnitt
- 3
- Zwischenschicht
- 4
- Zinn-haltige Schicht
- 5
- zweiter Abschnitt
- 6
- umgeschmolzene Zinn-haltige Schicht
- 7
- Trennfläche
1. Verfahren zur Herstellung eines Werkstücks (1) aus Metall mit einer darauf aufgebrachten,
abschnittsweise umgeschmolzenen Zinn-haltigen Schicht (6) mit folgenden Schritten:
a) galvanisches Aufbringen der Zinn-haltigen Schicht (4) auf vorgegebene erste Abschnitte
(2) des Werkstücks, nachfolgend
b) Aufheizen des Werkstücks (1) auf eine erste Temperatur T1 zwischen 100°C und 230°C,
derart dass noch kein Umschmelzen der Schicht einsetzt, und nachfolgend
c) lokales Aufheizen eines in den ersten Abschnitten (2) enthaltenen zweiten Abschnitts
(5) auf eine zweite Temperatur T2 zwischen 227°C und 380°C, so dass ausschließlich
im zweiten Abschnitt (5) die Zinn-haltige Schicht (4) umgeschmolzen wird, so dass
das hergestellte Werkstück (1) eine umgeschmolzene und eine nichtumgeschmolzene Zinn-haltige
Schicht umfasst, wobei die zweite Temperatur T2 größer als die erste Temperatur T1
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Zinn-haltige Schicht (4) mit einer Dicke von
1 bis 10 µm, vorzugsweise 2 bis 8 µm, vorzugsweise 2 bis 6 µm, vorzugsweise 2 bis
4 µm aufgebracht wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Temperatur T1 zwischen
200°C und 230°C gewählt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mehrere zweite Abschnitte
(5) nacheinander umgeschmolzen werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das lokale Aufheizen mittels
einer Heißluftquelle erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Temperatur T2
zwischen 227°C und 260°C gewählt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Abschnitt (5)
für eine Dauer t von 1s bis 10s, vorzugsweise 2s bis 5s, auf die zweite Temperatur
T2 aufgeheizt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei es sich bei dem Metall des
Werkstücks (1) um Kupfer oder eine Kupferlegierung handelt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei als Kupferlegierung eine der folgenden Legierungen
verwendet wird: CuFe, CuFe2P, CuNiSn, Cu-NiSi, Messing (CuZn), CuBe, CuSnZn, CuSn4, CuSn6 oder CuSn8.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vor dem Aufbringen der Zinn-haltigen
Schicht (4) zumindest eine Zwischenschicht (3) auf das Werkstück (1) aufgebracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Zwischenschicht (3) aus Nickel und/oder Kupfer
gebildet ist.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Zwischenschicht (3) mit einer Dicke
von 0,1 µm bis 4 µm aufgebracht wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3 oder einem der Ansprüche 5 - 12, wobei das
Werkstück (1) als Kontaktstift eines Flachsteckers ausgebildet ist, wobei ein erster
Endabschnitt (1a) des Kontaktstiftes als Lötende und ein zweiter Endabschnitt (1c)
des Kontaktstiftes als Steckende dient, wobei der erste und zweite Endabschnitt (1a,
1c) die vorgegebenen ersten Abschnitte (2) bilden, und wobei der zweite Endabschnitt
(1c) den zweiten Abschnitt (5) bildet.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Querschnitt des als Steckende dienenden Endabschnitts
(1c), auf den galvanisch die Zinn-haltige Schicht aufzubringen ist, mindestens die
Dicke des Querschnitts des als Lötende dienenden Endabschnitts (1a), auf den galvanisch
die Zinn-haltige Schicht aufzubringen ist, aufweist.
1. Method for producing a workpiece (1) from metal with a tin-containing layer (6) which
is applied thereto and is remelted in sections, with the following steps:
a) electroplating the tin-containing layer (4) onto predetermined first portions (2)
of the workpiece, then
b) heating the workpiece (1) to a first temperature T1 of between 100°C and 230°C
in such a manner that remelting of the layer still does not arise, and then
c) locally heating a second portion (5) contained in the first portions (2) to a second
temperature T2 of between 227°C and 380°C such that the tin-containing layer (4) is
remelted exclusively in the second portion (5), and therefore the workpiece (1) which
is produced comprises a remelted and a non-remelted tin-containing layer, wherein
the second temperature T2 is greater than the first temperature T1.
2. Method according to Claim 1, wherein the tin-containing layer (4) is applied with
a thickness of 1 to 10 µm, preferably 2 to 8 µm, preferably 2 to 6 µm, preferably
2 to 4 µm.
3. Method according to either of the preceding claims, wherein the first temperature
T1 is selected between 200°C and 230°C.
4. Method according to one of the preceding claims, wherein a plurality of second portions
(5) are remelted successively.
5. Method according to one of the preceding claims, wherein the local heating takes place
by means of a hot air source.
6. Method according to one of the preceding claims, wherein the second temperature T2
is selected between 227°C and 260°C.
7. Method according to one of the preceding claims, wherein the second portion (5) is
heated to the second temperature T2 for a duration t of 1s to 10s, preferably 2s to
5s.
8. Method according to one of the preceding claims, wherein the metal of the workpiece
(1) is copper or a copper alloy.
9. Method according to Claim 8, wherein the copper alloy used is one of the following
alloys: CuFe, CuFe2P, CuNiSn, Cu-NiSi, brass (CuZn), CuBe, CuSnZn, CuSn4, CuSn6 or CuSn8.
10. Method according to one of the preceding claims, wherein at least one intermediate
layer (3) is applied to the workpiece (1) before the application of the tin-containing
layer (4).
11. Method according to Claim 10, wherein the intermediate layer (3) is formed from nickel
and/or copper.
12. Method according to Claim 10 or 11, wherein the intermediate layer (3) is applied
with a thickness of 0.1 µm to 4 µm.
13. Method according to one of Claims 1-3 or one of Claims 5-12, wherein the workpiece
(1) is configured as a contact pin of a flat plug, wherein a first end portion (1a)
of the contact pin serves as a soldering end and a second end portion (1c) of the
contact pin serves as a plug-in end, wherein the first and second end portions (1a,
1c) form the predetermined first portions (2), and wherein the second end portion
(1c) forms the second portion (5) .
14. Method according to Claim 13, wherein the cross section of the end portion (1c) which
serves as the plug-in end and onto which the tin-containing layer is to be electroplated
has at least the thickness of the cross section of the end portion (1a) which serves
as a soldering end and onto which the tin-containing layer is to be electroplated.
1. Procédé de fabrication d'une pièce (1) en métal sur laquelle est appliquée une couche
contenant de l'étain (6), refondue dans certaines portions, comprenant les étapes
suivantes :
a) application galvanique de la couche contenant de l'étain (4) sur des premières
portions (2) prédéfinies de la pièce, ensuite
b) chauffage de la pièce (1) à une première température T1 entre 100 °C et 230 °C
de telle sorte qu'il ne se produit pas encore de refonte de la couche, ensuite
c) chauffage local d'une deuxième portion (5), contenue dans les premières portions
(2), à une deuxième température T2 entre 227 °C et 380 °C de telle sorte que la couche
contenant de l'étain (4) soit exclusivement refondue dans la deuxième portion (5),
de sorte que la pièce (1) fabriquée comporte une couche contenant de l'étain refondue
et non refondue, la deuxième température T2 étant supérieure à la première température
T1.
2. Procédé selon la revendication 1, la couche contenant de l'étain (4) étant appliquée
avec une épaisseur de 1 à 10 µm, de préférence de 2 à 8 µm, de préférence de 2 à 6
µm, de préférence de 2 à 4 µm.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, la première température T1 étant
choisie entre 200 °C et 230 °C.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, plusieurs deuxièmes portions (5)
étant refondues successivement.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, le chauffage local étant effectué
à l'aide d'une source d'air chaud.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, la deuxième température T2 étant
choisie entre 227 °C et 260 °C.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, la deuxième portion (5) étant
chauffée à la deuxième température T2 pendant une durée t de 1 s à 10 s, de préférence
de 2 s à 5 s.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, le métal de la pièce (1) étant
du cuivre ou un alliage de cuivre.
9. Procédé selon la revendication 8, l'alliage de cuivre utilisé étant l'un des alliages
suivants : CuFe, CuFe2P, CuNiSn, Cu-NiSi, laiton (CuZn), CuBe, CuSnZn, CuSn4, CuSn6 ou CuSn8.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, au moins une couche intermédiaire
(3) étant appliquée sur la pièce (1) avant l'application de la couche contenant de
l'étain (4).
11. Procédé selon la revendication 10, la couche intermédiaire (3) étant constituée de
nickel et/ou de cuivre.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, la couche intermédiaire (3) étant appliquée
avec une épaisseur de 0,1 µm à 4 µm.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3 ou selon l'une des revendications 5 à
12, la pièce (1) étant réalisée sous la forme d'une broche de contact d'un connecteur
plat, une première portion d'extrémité (1a) de la broche de contact servant d'extrémité
de brasage et une deuxième portion d'extrémité (1c) de la broche de contact d'extrémité
d'enfichage, les première et deuxième portion d'extrémité (1a, 1c) formant les premières
portions (2) prédéfinies et la deuxième portion d'extrémité (1c) formant la deuxième
portion (5) .
14. Procédé selon la revendication 13, la section transversale de la portion d'extrémité
(1c) servant d'extrémité d'enfichage, sur laquelle doit être appliquée la couche contenant
de l'étain, possédant au moins l'épaisseur de la section transversale de la portion
d'extrémité (1a) servant d'extrémité de brasage, sur laquelle doit être appliquée
la couche contenant de l'étain.


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