[0001] Die Erfindung betrifft einen Flusenfilter für einen Wäschetrockner, einen Wäschetrockner
und ein Verfahren zum Betreiben eines Wäschetrockners.
[0002] Ein Flusenfilter für einen Wäschetrockner setzt sich im Laufe der Benutzung mit zurückgehaltenen
Flusen zu. Dadurch steigt der Strömungswiderstand des Flusenfilters. Nach einer gewissen
Anzahl von Trocknungsvorgängen wird der Flusenfilter daher aus dem Wäschetrockner
entnommen und manuell gereinigt. Anschließend wird der gereinigte Flusenfilter wieder
in den Wäschetrockner eingesetzt.
[0003] Beispielsweise beschreibt die
EP 1 103 647 B1 einen Wäschetrockner mit einer Filtereinrichtung.
[0004] Vor diesem Hintergrund werden mit dem hier vorgestellten Ansatz ein verbesserter
Flusenfilter für einen Wäschetrockner, ein verbesserter Wäschetrockner sowie ein verbessertes
Verfahren zum Betreiben eines Wäschetrockners mit den Merkmalen der Hauptansprüche
vorgestellt. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Da in einem Flusenfilter die Flusen von einem Sieb zurückgehalten werden, legen sich
die Flusen auf einer Zuströmseite des Siebs flach an dem Sieb an. Die Flusen bilden
eine durchgehende Schicht aus. Die Schicht verdichtet sich dabei mit steigender Standzeit
des Flusenfilters immer mehr. Von der Oberfläche des Siebs können die Flusen beziehungsweise
die Schicht durch ein Reinigungselement abgestreift werden. Nach dem Abstreifen ist
das Sieb im Wesentlichen wieder frei von Flusen. Beim Abstreifen wird die Schicht
zusammengeschoben, das Sieb freigeräumt und die Flusen komprimiert. Die komprimierten
Flusen können von dem Reinigungselement aus einem Bereich des Siebs heraus geschoben
werden.
[0006] Es wird ein Flusenfilter für einen Wäschetrockner vorgestellt, wobei der Flusenfilter
zumindest ein von einem Prozessluftstrom des Wäschetrockners durchströmbares Sieb
zum Filtern von Flusen aus dem Prozessluftstrom sowie zumindest ein Reinigungselement
zum Abstreifen der Flusen von dem Sieb aufweist, wobei das Sieb von einer Zuströmseite
zu einer Abströmseite von dem Prozessluftstrom durchströmbar in dem Flusenfilter angeordnet
ist, und das Reinigungselement auf der Zuströmseite des Siebs angeordnet ist, wobei
das Sieb und das Reinigungselement zum Ausführen einer Reinigungsbewegung relativ
zueinander beweglich sind.
[0007] Unter einem Wäschetrockner kann ein Gerät zum Trocknen von Wäsche unter Verwendung
eines Prozessluftstroms verstanden werden. Dazu wird die zu trocknende Wäsche in eine
Trommel des Wäschetrockners eingebracht. Der Prozessluftstrom wird mit einer niedrigen
relativen Luftfeuchtigkeit in die Trommel eingeblasen. Die Wäsche in der Trommel wird
bewegt und der Prozessluftstrom nimmt beim über die Wäsche Streichen Feuchtigkeit
aus der Wäsche auf. Anschließend strömt der Prozessluftstrom aus der Trommel. Dabei
nimmt der Prozessluftstrom zusätzlich zur Feuchtigkeit Abrieb der Wäsche mit. Der
Abrieb besteht zumeist aus abgebrochenen Fasern und wird als Flusen bezeichnet. Der
Flusenfilter, der auch als eine Flusenfiltervorrichtung bezeichnet werden kann, ist
dazu ausgebildet Flusen aus dem Prozessluftstrom abzuscheiden. Dazu weist der Flusenfilter
zumindest ein Sieb auf. Das Sieb kann beispielsweise ein Netz aus Einzelfilamenten
oder Draht sein. Ebenso kann das Sieb eine Folie mit Löchern sein. Alternativ kann
das Sieb aus einer geschlitzten Folie gestreckt worden sein. Das Sieb ist dazu ausgebildet,
Partikel zurückzuhalten, die größer als eine Lochgröße beziehungsweise eine Maschenweite
des Siebs sind. Ein Reinigungselement kann als Abstreifer bezeichnet werden. Das Reinigungselement
kann eine Räumkante zum Zusammenschieben der Flusen aufweisen. Zum Abstreifen kann
das Reinigungselement in einer geführten Bewegungsbahn über das Sieb geführt werden.
[0008] Das Sieb kann fest mit dem Flusenfilter verbunden sein. Dann kann das Reinigungselement
relativ zu dem Sieb beweglich in dem Flusenfilter gelagert sein. Alternativ kann das
Reinigungselement fest mit dem Flusenfilter verbunden sein. Dann kann das Sieb relativ
zu dem Reinigungselement beweglich in dem Flusenfilter gelagert sein. Entweder das
Sieb oder das Reinigungselement kann bewegt werden, um die Reinigungsbewegung zu erzeugen.
Damit kann der Flusenfilter einen einfachen Aufbau aufweisen.
[0009] Der Flusenfilter kann einen Flusenbehälter zum Aufnehmen von abgestreiften Flusen
aufweisen. Der Flusenbehälter kann außerhalb des Prozessluftstroms angeordnet sein.
Das Reinigungselement kann dazu ausgebildet sein, die Flusen in den Flusenbehälter
abzustreifen. Durch einen entleerbaren Flusenbehälter kann ein Reinigungsintervall
für den Flusenfilter erhöht werden. Eine Lage abseits des Prozessluftstroms verhindert
ein Aufwirbeln der dort gesammelten Flusen.
[0010] Das Sieb kann um eine Rotationsachse rotationssymmetrisch ausgebildet sein. Durch
eine rotationssymmetrische Ausführung kann eine Endlosbewegung zum Abstreifen verwendet
werden. Dabei kann die Reinigungsbewegung eine Drehbewegung sein. Das Reinigungselement
kann eine um die Rotationsachse drehbare, spiralförmige Rippe sein. Durch eine Spiralform
weist das Reinigungselement eine Förderrichtung auf, in der abgestreiften Flusen durch
die Drehbewegung transportiert werden. Die Rippe kann als eine Helix ausgebildet sein.
Bei einer Helix ist eine axiale Lage des Reinigungselements zu dem Sieb irrelevant.
[0011] Die Rippe kann über eine Höhe des Siebs zumindest eine volle Umdrehung aufweisen.
Dadurch kann eine hohe Förderwirkung der Rippe erreicht werden.
[0012] Das Reinigungselement und das Sieb können durch einen Luftspalt beabstandet sein.
Durch einen Luftspalt kann eine geringe Reibung gewährleistet werden. Der Luftspalt
kann zum Ausgleichen von Fertigungstoleranzen und/oder unterschiedlicher thermischer
Ausdehnung verwendet werden.
[0013] Der Flusenfilter kann eine Antriebsschnittstelle aufweisen, die dazu ausgebildet
ist, die Reinigungsbewegung von einer Antriebseinrichtung des Wäschetrockners auf
das Sieb und/oder das Reinigungselement zu übertragen. Durch eine Antriebseinrichtung
kann das Abstreifen durch ein Steuergerät des Wäschetrockners angesteuert werden.
Beispielsweise kann durch eine Differenzdruckmessung über den Flusenfilter ein Zeitpunkt
zum Betätigen des Reinigungselements ermittelt werden. Ebenso kann das Reinigungselement
nach einer vorbestimmten Anzahl von Trocknungsvorgängen betätigt werden.
[0014] Der Flusenfilter kann ein, dem Wäschetrockner entnehmbares Filtergehäuse zum Aufnehmen
des Siebs und des Reinigungselements aufweisen. Das Filtergehäuse kann einen elliptischen
Querschnitt aufweisen. Das Filtergehäuse kann eine außen um das Filtergehäuse umlaufende
Dichtung zum Abdichten gegen eine elliptische ausgeformte Aufnahme des Wäschetrockners
aufweisen. Durch das elliptische Filtergehäuse kann ein herkömmlicher Flusenfilter
durch den hier vorgestellten Flusenfilter ausgetauscht werden.
[0015] Weiterhin wird ein Wäschetrockner mit einem Flusenfilter gemäß dem hier vorgestellten
Ansatz vorgestellt. Der Flusenfilter kann mit dem hier vorgestellten Ansatz mit einem
verkleinerten Volumen ausgeführt werden, da das Abstreifen regelmäßig erfolgen kann.
Damit ist eine geringere Siebfläche ausreichend, als bisher.
[0016] Ferner wird ein Verfahren zum Betreiben eines Wäschetrockners vorgestellt, wobei
das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Bereitstellen einer Reinigungsbewegung unter Verwendung einer Antriebseinrichtung
des Wäschetrockners; und
Übertragen der Reinigungsbewegung auf ein Sieb und/oder ein Reinigungselement eines
Flusenfilters des Wäschetrockners , um Flusen von dem Sieb abzustreifen.
[0017] Die Schritte des Verfahrens können durch ein Steuergerät des Wäschetrockners angesteuert
werden. Dadurch können Reinigungsintervalle optimiert werden.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine Darstellung eines Flusenfilters für einen Wäschetrockner;
- Figur 2
- eine Darstellung eines Flusenfilters für einen Wäschetrockner gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 3
- eine Darstellung eines Reinigungselements für einen Flusenfilter gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 4
- eine Darstellung eines Wäschetrockners mit einem Flusenfilter gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 5
- eine Darstellung eines Wäschetrockners mit einer Antriebseinrichtung für einen Flusenfilter
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
- Figur 6
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines Wäschetrockners gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0019] Figur 1 zeigt eine Darstellung eines Flusenfilters 100 für einen Wäschetrockner.
Der Flusenfilter 100 kann als Großflächenfilter 100 bezeichnet werden. Der Flusenfilter
100 ist dazu ausgebildet, Flusen aus einem durch den Flusenfilter 100 geleiteten Prozessluftstrom
des Wäschetrockners zurückzuhalten. Der Flusenfilter 100 weist dazu einen Filterkorb
102 mit einem äußeren Sieb 104 und einen Filtereinsatz 106 mit einem inneren Sieb
108 auf. Der Prozessluftstrom wird durch die Siebe 104, 108 geleitet und vom Prozessluftstrom
mitgerissene Flusen bleiben in den Sieben 104, 108 hängen.
[0020] Dazu wird der Prozessluftstrom in den Zwischenraum zwischen die Siebe 104, 108 geleitet.
Dort teilt sich der Prozessluftstrom und ein erster Teil des Prozessluftstroms durchströmt
das äußere Sieb 104. Ein zweiter Teil des Prozessluftstroms durchströmt das innere
Sieb 108. Das äußere Sieb 104 weist eine elliptisch gebogene Form auf. Das innere
Sieb 108 weist eine zylindrische Form auf. Der Filterkorb 102 weist einen elliptischen
Boden mit einer kreisförmigen Aussparung für den Filtereinsatz 106 auf. Der Filtereinsatz
106 ist in der Aussparung eingerastet und weist einen Griff 110 zum Entnehmen des
Flusenfilters 100 aus dem Wäschetrockner auf. Der zweite Teil des Prozessluftstroms
strömt durch die Aussparung aus dem Flusenfilter 100. Von den Sieben 104, 108 zurückgehaltene
Flusen sammeln sich in dem Zwischenraum.
[0021] Der Flusenfilter 100 kann als eine Filterebene bei einem Ablufttrockner verwendet
werden. Diese Filterebene besteht aus dem Flusenfilter 100 in Form eines sogenannten
Großflächenfilters 100. Hierbei wird die Luftströmung zwischen dem inneren Zylinder
108 und der äußeren Ellipse 104 hindurch geleitet. Hierbei setzen sich die Flusen
ab und füllen so den Filter 100. Nachdem die Oberfläche leicht benetzt ist, setzt
sich der Flusenfilter 100 langsam von der hinteren Filtergeometrie bis nach vorne
zu. Der Flusenfilter 100 ist im unteren Bereich des Gerätes hinter einer Klappe angeordnet
und wird nach mehrmaligem Trocknungsvorgang entnommen, die Flusen werden entfernt
und anschließend wird der Filter 100 wieder eingesetzt. Der Filter 100 setzt sich
langsam von hinten nach vorne zu. Dieses erfordert nach ca. 20 Trockenvorgängen eine
Entnahme und anschließende Reinigung des Filters 100. Die Fläche, die durch die schon
benetzte Flusenstruktur nicht mehr zur Verfügung steht, bedeutet einen erhöhten Widerstand
an dieser Stelle. Somit steigt der Stromverbrauch des Gerätes mit Anzahl der Trockenvorgänge.
[0022] Durch die hier vorgestellte Änderung des Großflächenfilters 100 insbesondere für
Ablufttrockner kann der Reinigungsaufwand reduziert werden. Zusätzlich reduziert sich
ein Strömungswiderstand des Flusenfilters 100, was zu einem reduzierten Energieverbrauch
führt.
[0023] Figur 2 zeigt eine Darstellung eines Flusenfilters 200 für einen Wäschetrockner gemäß
einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Der Flusenfilter 200 ist dazu
ausgebildet, den Flusenfilter in Figur 1 zu ersetzen. Anstatt des Filterkorbs weist
der Flusenfilter 200 ein Filtergehäuse 202 auf, das die gleiche elliptische Form aufweist,
wie der Filterkorb in Figur 1. Das Filtergehäuse 202 weist ebenso einen elliptischen
Boden mit einer kreisförmigen Aussparung für einen Filtereinsatz 106 auf. Weiterhin
weist das Filtergehäuse 202 einen elliptischen Deckel auf. Der Deckel weist ebenso
einen kreisförmigen Durchbruch auf. Der Filtereinsatz 106 durchdringt den Durchbruch.
Auch hier weist der Flusenfilter 200 zwei Siebe 104, 108 auf. Im Gegensatz zu Figur
1 sind hier beide Siebe 104, 108 zylindrisch geformt. Beide Siebe 104, 108 sind konzentrisch
zueinander ausgerichtet. Das äußere Sieb 104 erstreckt sich zwischen der Aussparung
im Boden und dem Durchbruch im Deckel. Das innere Sieb 108 ist mit dem Filtereinsatz
106 verbunden und entspricht im Wesentlichen dem inneren Sieb in Figur 1. Das innere
Sieb 108 weist eine größere Höhe auf, als das äußere Sieb 104. Das innere Sieb 108
steht damit über das Filtergehäuse 202 über. Das äußere Sieb 104 ist hier durch einen
spaltförmigen Zwischenraum 204 von dem inneren Sieb 108 beabstandet. Der Zwischenraum
204 weist eine hohlzylindrische Form auf.
[0024] Im Betrieb strömt der Prozessluftstrom mit Flusen in den Zwischenraum 204 ein, durchströmt
die Siebe 104, 108, wobei die Flusen zurückgehalten werden, und verlässt den Flusenfilter
durch die Aussparung im Boden und radial von dem äußeren Sieb 104 weg.
[0025] Der Filtereinsatz 106 weist ein Reinigungselement 206 auf. Das Reinigungselement
206 ist auf einer dem äußeren Sieb 104 zugewandten Seite des inneren Siebs 108 angeordnet.
Das Reinigungselement 206 ist damit in dem Zwischenraum 204 auf einer Zuströmseite
der Siebe 104, 108 angeordnet. Das Reinigungselement 206 ist als spiralförmige Rippe
206 ausgebildet und um einen Außendurchmesser des inneren Siebs 108 gewickelt. Die
Rippe 206 weist hier ein Linksgewinde auf. Zusätzlich ist der Filtereinsatz 106 mit
dem Reinigungselement 206 hier in der Aussparung des Bodens drehbar gelagert. Dadurch
kann das Reinigungselement 206 eine Reinigungsbewegung gegenüber dem äußeren Sieb
104 ausführen. Die Rippe 206 ist so hoch, dass die von der Rippe 206 ausgebildete
Helix 206 zum Abstreifen der Flusen von dem äußeren Sieb 104 ausgebildet ist, wenn
der Filtereinsatz 106 gedreht wird. Die Helix 206 weist eine vollständige Umdrehung
über eine Höhe des inneren Siebs 108 auf.
[0026] Das äußere Sieb 104 kann durch einen Luftspalt von der Rippe 206 getrennt sein. Dadurch
kann der Filtereinsatz 106 mit einem geringen Widerstand in der Aussparung des Bodens
gedreht werden. Alternativ kann die Rippe 206 ein Übermaß aufweisen. Dadurch wird
die Rippe 206 gegen das äußere Sieb 104 gedrückt und kann so die Flusen effizient
von dem äußeren Sieb 104 abstreifen.
[0027] In einem Ausführungsbeispiel ist das Reinigungselement 206 als eigenständiger Bestandteil
des Flusenfilters 200 ausgebildet. Das Reinigungselement 206 ist relativ zu beiden
Sieben 104, 108 beweglich. Dabei ist der Filtereinsatz 106 drehfest mit dem Filtergehäuse
202 verbunden, während die spiralförmige Rippe 206 in dem Zwischenraum 204 drehbar
ist. So kann die Rippe 204 gleichzeitig Flusen von dem äußeren Sieb 104 und dem inneren
Sieb 108 abstreifen.
[0028] Im Unterschied zu Figur 1 zeigt Figur 2 einen Großflächenfilter 200 mit Selbstreinigungsfunktion.
Dazu wird an der bereits in Figur 1 gezeigten Geometrie des Innenzylinders 106 des
Großflächenfilters 200 eine umlaufende Rippe 206 angebracht. Parallel dazu wird die
in Figur 1 gezeigte Ellipse so abgeändert, dass vorne die Ellipsenkontur als Dichtung
bestehen bleibt, aber die Filtergeometrie aus einem Zylinder 108 besteht.
[0029] Das Anbringen der umlaufenden, spiralförmigen Rippe 206 auf dem Innenzylinder 106
des Filters 200 und ein zusätzliches Abändern der äußeren Ellipse 104 beziehungsweise
der äußeren Ellipsenfiltergeometrie 104 ebenfalls in einen Zylinder bewirkt bei Drehung
des Innenzylinders 106 ein Abkratzen der Flusen am Außenzylinder 104. Die Aufnahme
202 nach außen bleibt ellipsenförmig, da sich hier eine Dichtkontur befindet.
[0030] Die Flusen können dann durch den Spiraleffekt nach vorne herausbefördert werden und
dort in einem extra dafür vorgesehenen Behälter gesammelt werden. Zusätzlich kann
das Entfernen der Flusen durch einen zusätzlich leicht gekippten Einbau des Großflächenfilters
200 im Gerät begünstigt werden.
[0031] Durch eine Verwendung des hier vorgestellten Großflächenfilters 200 muss der Großflächenfilter
200 deutlich seltener entnommen und gereinigt werden, als bisher. Dadurch ergibt sich
eine deutliche Zeiteinsparung.
[0032] Figur 3 zeigt eine Darstellung eines Reinigungselements 206 für einen Flusenfilter
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das Reinigungselement
206 ist wie in Figur 2 gezeigt auf dem Filterträger 106 angeordnet. Ferner ist eine
Lagerung des Filterträgers 106 dargestellt. Der Filterträger 106 weist einen Flansch
300 auf, der dazu ausgebildet ist, auf dem Boden des Filtergehäuses aufzuliegen. Eine
Höhe des Flanschs 300 entspricht im Wesentlichen der Höhe der Rippe 206. Weiterhin
weist der Filterträger 106 einen zylindrischen Abschnitt 302 auf, der in die Aussparung
des Bodens einführbar ist. Auf dem zylindrischen Abschnitt sind Rastelemente 304 angeordnet,
die dazu ausgebildet sind, in der Aussparung einzurasten und die Drehbewegung des
Filterträgers 106 zu führen.
[0033] Figur 4 zeigt eine Darstellung eines Wäschetrockners 400 mit einem Flusenfilter 200
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Es ist ein Ausschnitt
des Wäschetrockners 400 dargestellt. Der Flusenfilter 200 entspricht im Wesentlichen
dem Flusenfilter aus Figur 2. Der Wäschetrockner 400 weist eine Aufnahme 402 für den
Flusenfilter 200 auf. Die Aufnahme 402 weist eine elliptische Form auf. Dabei entspricht
eine Innenkontur der Aufnahme 402 einer Außenkontur des Filtergehäuses 202. Zwischen
dem Boden und dem Deckel des Filtergehäuses 202 und der Aufnahme 402 ist ein umlaufender
Dichtbereich 404 angeordnet. Der Flusenfilter 200 ist in die Aufnahme 402 eingesteckt.
Dabei sind die Siebe zwischen einer Zuströmseite 406 des Wäschetrockners 400 und einer
Abströmseite 408 des Wäschetrockners 400 angeordnet. Über die Zuströmseite 406 wird
ein Prozessluftstrom des Wäschetrockners 400 aus einer Trommel des Wäschetrockners
400 in den Zwischenraum 204 zwischen den Sieben eingeleitet. Von dort durchströmt
der Prozessluftstrom die Siebe und gelangt auf die Abströmseite 408. In dem Zwischenraum
204 zwischen den Sieben ist das Reinigungselement 206 zum Abstreifen der Flusen von
dem äußeren Sieb 104 angeordnet. Durch die Schneckenform des Reinigungselements 206
werden die Flusen bei einer Drehbewegung des Filterträgers 106 entgegen dem Uhrzeigersinn
entgegen einer Strömungsrichtung des Prozessluftstroms aus dem Zwischenraum 204 befördert.
[0034] Die Aufnahme 402 weist einen Flusenbehälter 410 auf, der an einem Ende des Zwischenraums
204 außerhalb des Prozessluftstroms liegt. Durch die Drehbewegung des Filterträgers
106 werden die abgestreiften Flusen von dem Reinigungselement 206 in den Flusenbehälter
410 befördert. Der Flusenbehälter 410 ist leicht zugänglich hinter einer nicht dargestellten
Zugangsklappe der Aufnahme 402 in dem Wäschetrockner 400 angeordnet.
[0035] Der Flusenbehälter 410 kann separat zu dem Filtergehäuse 202 angeordnet oder Teil
des Filtergehäuses 202 sein.
[0036] In Figur 4 ist der Flusenbehälter 410 als ein Sammelbehälter 410 dargestellt, der
vor dem Großflächenfilter 200 sitzt und die herausbeförderten Flusen aufnehmen kann.
Der Flusenbehälter 410 sitzt nicht direkt im Volumenstrom der Prozessluft.
[0037] Fig. 5 zeigt eine Darstellung eines Wäschetrockners 400 mit einer Antriebseinrichtung
500 für einen Flusenfilter 200 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Der Wäschetrockner 400 entspricht dabei im Wesentlichen dem Wäschetrockner in Figur
4. Entsprechend zu Figur 4 ist ein Ausschnitt des Wäschetrockners 400 dargestellt.
Zusätzlich weist der Wäschetrockner 400 hier die Antriebseinrichtung 500 auf. Die
Antriebseinrichtung 500 weist ein Ritzel 502 auf. Das Ritzel 502 ist dazu ausgebildet,
in einen Zahnkranz 504 des drehbaren Filterträgers 106 des Flusenfilters 200 einzugreifen.
Dabei entspricht der Flusenfilter 200 im Wesentlichen dem Flusenfilter in den Figuren
2 bis 4. Der Zahnkranz 504 ist Bestandteil des zylindrischen Abschnitts 302, der in
der Aussparung im Boden des Filtergehäuses 202 drehbar gelagert ist. Wenn der Flusenfilter
in die Aufnahme 402 eingeschoben wird, greift das Ritzel 502 in den Zahnkranz 504
ein. Dadurch kann die Antriebseinrichtung 500 die Reinigungsbewegung auf den Filterträger
106 und damit auf das Reinigungselement 206 übertragen. Die Antriebseinrichtung 500
ist auf der Abströmseite 408 seitlich versetzt zu der Aufnahme 402 angeordnet.
[0038] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist gegenüber der Darstellung in Figur 4 an
der hinteren Anbindung zwischen dem äußeren Zylinder 104 und dem inneren Zylinder
108 die Luftführung soweit geändert, dass dort Platz für das Ritzel 502 und den Motor
500 ist, welcher dann in den Innenzylinder 106 greifen kann und diesen antreibt.
[0039] Durch die Anbringung des Motors 500, der über das Ritzel 502 an den Innenzylinder
106 des Filters 200 adaptiert wird, können die Flusen einfach aus dem Flusenfilter
200 entfernt werden. Beispielsweise kann die Antriebseinrichtung nach einer festgelegten
Anzahl an Trockenvorgängen betätigt werden.
[0040] Fig. 6 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens 600 zum Betreiben eines Wäschetrockners
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das Verfahren 600 weist
einen Schritt 602 des Bereitstellens und einen Schritt 604 des Übertragens auf. Im
Schritt 602 des Bereitstellens wird eine Reinigungsbewegung unter Verwendung einer
Antriebseinrichtung des Wäschetrockners bereitgestellt. Im Schritt 604 des Übertragens
wird die Reinigungsbewegung auf ein Sieb und alternativ oder ergänzend ein Reinigungselement
eines Flusenfilters übertragen, um Flusen von dem Sieb abzustreifen. Bei dem Flusenfilter
kann es sich um einen anhand der vorangegangenen Figuren beschriebenen Filter handeln.
1. Flusenfilter (200) für einen Wäschetrockner (400), wobei der Flusenfilter (200) zumindest
ein, von einem Prozessluftstrom des Wäschetrockners (400) durchströmbares Sieb (104)
zum Filtern von Flusen aus dem Prozessluftstrom sowie zumindest ein Reinigungselement
(206) zum Abstreifen der Flusen von dem Sieb (104) aufweist, wobei das Sieb (104)
von einer Zuströmseite (406) zu einer Abströmseite (408) von dem Prozessluftstrom
durchströmbar in dem Flusenfilter (200) angeordnet ist, und das Reinigungselement
(206) auf der Zuströmseite (406) des Siebs (104) angeordnet ist, wobei das Sieb (104)
und das Reinigungselement (206) zum Ausführen einer Reinigungsbewegung relativ zueinander
beweglich sind.
2. Flusenfilter (200) gemäß Anspruch 1, bei dem das Sieb (104) fest mit dem Flusenfilter
(200) verbunden ist und das Reinigungselement (206) relativ zu dem Sieb (104) beweglich
in dem Flusenfilter (200) gelagert ist oder bei dem das Reinigungselement (206) fest
mit dem Flusenfilter (200) verbunden ist und das Sieb (104) relativ zu dem Reinigungselement
(206) beweglich in dem Flusenfilter (200) gelagert ist.
3. Flusenfilter (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Flusenbehälter
(410) zum Aufnehmen von abgestreiften Flusen, der außerhalb des Prozessluftstroms
angeordnet ist, wobei insbesondere das Reinigungselement (206) dazu ausgebildet ist,
die Flusen in den Flusenbehälter (410) abzustreifen.
4. Flusenfilter (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Sieb (104)
um eine Rotationsachse rotationssymmetrisch ausgebildet ist und das Reinigungselement
(206) eine um die Rotationsachse drehbare, spiralförmige Rippe (206) ist, wobei die
Reinigungsbewegung eine Drehbewegung ist.
5. Flusenfilter (200) gemäß Anspruch 4, bei dem die Rippe (206) über eine Höhe des Siebs
(104) zumindest eine volle Umdrehung aufweist.
6. Flusenfilter (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Reinigungselement
(206) und das Sieb (104) durch einen Luftspalt beabstandet sind.
7. Flusenfilter (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Antriebsschnittstelle
(504), die dazu ausgebildet ist, die Reinigungsbewegung von einer Antriebseinrichtung
(500) des Wäschetrockners (400) auf das Sieb (104) und/oder das Reinigungselement
(206) zu übertragen.
8. Flusenfilter (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem dem Wäschetrockner
(400) entnehmbaren Filtergehäuse (202) zum Aufnehmen des Siebs (104) und des Reinigungselements
(206), wobei das Filtergehäuse (202) einen elliptischen Querschnitt aufweist und einen
außen um das Filtergehäuse (202) umlaufenden Dichtungsbereich (404) zum Abdichten
gegen eine elliptische ausgeformte Aufnahme (402) des Wäschetrockners (400) aufweist.
9. Wäschetrockner (400) mit einem Flusenfilter (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
10. Verfahren (600) zum Betreiben eines Wäschetrockners (400), wobei das Verfahren (600)
die folgenden Schritte aufweist:
Bereitstellen (602) einer Reinigungsbewegung unter Verwendung einer Antriebseinrichtung
(500) des Wäschetrockners (400); und
Übertragen (604) der Reinigungsbewegung auf ein Sieb (104) und/oder ein Reinigungselement
(206) eines Flusenfilters (200) des Wäschetrockners (400), um Flusen von dem Sieb
(104) abzustreifen.