[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Repetitionsschlagwerk, das einen besonderen
Steuermechanismus aufweist, und insbesondere mit einer neuen gekoppelten Auslöse-
und Verriegelungsvorrichtung versehen ist.
[0002] Minutenrepetitionsschlagwerke sind seit den Breguet-Zeiten im achtzehnten Jahrhundert
bekannt; sie sind dafür gemeint, die aktuelle Zeit auf Wunsch mit Hilfe von verschiedenen
Tönen anzugeben. Im
Buch Théorie d'horlogerie von Reymondin, Monnier, Jeanneret, Pelaratti Seiten 219-224 wird einer der bekanntesten Beispiele für ein solches Schlagwerk veranschaulicht,
das zwei Tonfedern anwendet, um üblicherweise jeweils die Stunden, dann die allfälligen
Viertelstunden, und schlussendlich die übrigen Minuten zu schlagen. Das Auslösen des
Schlagwerks wird durch einen sogenannten Aufzugsschieber betätigt, welcher zuerst
die Zugfeder des Schlagwerkes mit Hilfe einer Zahnstange spannt, die mit einem auf
dem Schlagwerksfederhausdeckel angeordneten Ritzel kämmt. Am Ende des Arbeitsweges
dieses Schiebers wird der Ablauf des Schlagwerkes ausgelöst, wobei die Zusammenarbeit
zwischen u.a. Rechen und Staffeln die aktuelle Zeit ermittelt, die das Ende des Arbeitswegs
des Schiebers bedingt hat.
[0003] Somit sind gemäss der herkömmlichen Uhren, die ein Repetitionsschlagwerk umfassen,
die Auslösung des Schlagwerks immer mit der Bespannung des modifizierten dedizierten
Schlagwerkfederhauses gekoppelt, und ein mehrmaliges Auslösen der Repetitionen nicht
möglich. Die Benutzerfreundlichkeit für ein solches Schlagwerk ist dadurch begrenzt,
dass die benötigte Betätigungskraft, um den Aufzugsschieber zu drücken ziemlich hoch
ist, weil eben der Aufzug eines Federhauses ausgeführt wird, was sonst üblicher von
einer Krone gemacht wird. Die enge Form des Schiebers kann dazu zum Abrutschen des
Fingers führen, und somit zur Fehlbedienung kommen.
[0004] Dazu ist keine Verriegelungsvorrichtung vorhanden, um ein nochmaliges Auslösen des
Schlagwerkes auszuschliessen solange dieses abläuft, was seine Betätigung besonders
heikel macht. Auslösesperrvorrichtungen sind zwar für Schlagwerke vorhanden; jedoch
müssen sie in der Regel im Voraus manuell z.B. mit Hilfe eines Sperrhebels betätigt
werden, um die sogenannte Stummschaltung zu realisieren.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu überwinden.
[0006] Es wurde eine Möglichkeit gesucht, eine Uhr mit einer Minutenrepetition zu entwickeln,
welche, im Gegensatz zu den herkömmlichen und bekannten Uhren mit einem Repetitionsschlagwerk,
das Auslösen des Schlagwerkes mehrfach ermöglicht, ohne das vor jedem Auslösen die
Zugfeder des Schlagwerkes neu gespannt werden muss, und dabei die Fehlbedienungen
effizienter ausschliesst.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Die vorgestellte Erfindung ermöglicht es, die Auslösefunktion eines Betätigungsorgans
automatisch nach einer ersten Betätigung bis zum Ende des Ablaufs des Schlagwerks
zu deaktivieren. Somit ist eine integrierte Auslösesperre realisiert, in dem es sichergestellt
wird, das ein ausgelöster Ablauf des Schlagwerkes dann nicht mehr von allfälligen
Fehlbedienungen gestört werden kann: ein nochmaliges Auslösen des Schlagwerkwerkes
kann nicht mehr durch das Betätigungsorgan ausgeführt werden, solange das Schlagwerk
abläuft.
[0009] Eine Uhr mit einem erfindungsgemässen ausgestatteten Repetitionsschlagwerk kann dieses
Schlagwerk jedoch mehrmals hintereinander schlagen lassen, da dessen Auslösen zwar
mit einer Auslösesperrvorrichtung gekoppelt ist, aber dabei gleichzeitig nun von dem
Aufzug eines vorzugsweise dedizierten Schlagwerkfederhauses völlig getrennt ist. Erst
nach einer bestimmten Anzahl von Repetitionsvorgängen muss also die Zugfeder des Schlagwerkes
neu gespannt werden.
[0010] Die Zugfeder des Schlagwerkes wird über eine andere Vorrichtung gespannt, so dass
ein mehrmaliges Auslösen der Repetition zuzulassen ist, wobei die Auslösung aus haptischen
Gründen vorzugsweise über einen Drücker statt eines Schiebers realisiert werden kann.
Der Aufzug darf hingegen über eine gewöhnliche Krone ausgeführt werden.
[0011] Das Auslösen der Repetition über einen Drücker, wie bei Chronografen, ist aus haptischen
Gründen günstiger. Die bisher verwendeten Schieber im Gehäuse erfordern eine deutliche
Stufe als Abstützung für den Finger während des Spannens der Zugfeder. Ist diese Stufe
nicht besonders deutlich und griffig geformt, kann es zum Abrutschen des Fingers und
somit zur Fehlbedienung kommen. Der Einbau eines Drückers in das Gehäuse einer Uhr
ist deutlich einfacher und erfordert eine wesentlich einfachere Gehäusekonstruktion
im Vergleich mit einem Schieber. Die Wasser- und Staubdichtigkeit ist mit der Verwendung
eines Drückers leichter zu realisieren und zu garantieren als mit einem Schieber.
[0012] Dadurch, dass die Spannung des Schlagwerkfederhauses von dem Auslösen des Schlagwerks
getrennt ist, wird die Betätigungskraft für das Auslösen deutlich sinken, und somit
dessen Aktivierung vereinfacht. Deshalb kann gleichzeitig ein anderes Aufzugsorgan,
wie eine z.B. eine gewöhnliche Krone, für den Aufzug des Schlagwerkfederhauses angewandt
werden, die dafür angepasster als ein Schieber ist.
[0013] Somit ist also nicht nur die Zuverlässigkeit und Robustheit des Steuermechanismus
für das Schlagwerk verbessert, sondern auch dessen Benutzerfreundlichkeit.
[0014] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform wird die Auslösesperre mit Hilfe eines besonderen
Auslösehebels realisiert, der zwischen einer Ruheposition und einer Arbeitsposition
beweglich ist, und vorzugsweise durch einen Drücker betätigt wird. In seiner Ruheposition
blockiert der Auslösehebel den freien Ablauf eines Schlagwerkfederhauses, und in seiner
Arbeitsposition wird dieser Ablauf dann ermöglicht. Dank einer auf dem Auslösehebel
angebrachte Spitze kann dieser in seiner Arbeitsposition von einer Halteklinke verriegelt
werden, so dass unmittelbar nach der Betätigung des Drückers Fehlbedienungen durch
unerwünschte erneute Betätigungen ausgeschlossen sind, und gleichzeitig der Ablauf
des Schlagwerks ausgelöst.
[0015] Gemäss dieser bevorzugten Ausführungsform kann im Rahmen einer Minutenrepetition
ferner der Minutenrechen, der als Letzter von dem Schlagwerkssteuermechanismus angetrieben
wird, eine Entriegelungsfläche aufweisen, die mit einem Einstellexzenters zusammenwirkt,
um die Anhaltklinke zu heben und somit die Rückkehr des Auslösehebels in seiner Ruheposition
am Ende des Schlagwerkablaufs zu ermöglichen.
[0016] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist der Auslösehebel ferner ein federndes,
vorzugsweise mit einem Hauptteil einstückig ausgebildetes Element, der auf dem Weg
zwischen seiner Ruheposition und seiner Arbeitsposition die Ermittlung der genauen
zu schlagenden Zeit bewirkt, in dem er vorzugsweise einen mit Klinken versehenen Schaltnocken
drehend antreibt, um das Fallen von mit Haken versehenen Rechen auf ihre jeweilige
Staffel zu ermöglichen. Dieser Schritt erfolgt dann unabhängig von einem jeglichen
Aufzugschritt eines Federhauses, da das Schlagwerkfederhaus währenddessen immer noch
blockiert ist.
[0017] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist der Auslösehebel ferner einen Stift
für die Verriegelung des Schlagwerkfederhauses in einer blockierenden Position. Dieser
Stift wirkt vorzugsweise mit einem anderen Stift zusammen, der vorzugweise auf einem
Rad einer Ablaufgetriebekette, das im Kraftfluss mit dem Federhaus steht. Somit ist
die Verriegelung modular aufgebaut, ohne dass Änderungen auf dem Schlagwerkfederhaus
benötigt werden.
[0018] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist ferner eine mit Anschlagflächen versehene
Gleitführungsvorrichtung für den Auslösehebel vorgesehen, damit der Weg zwischen seiner
Ruheposition und seiner Arbeitsposition zuverlässig wiederholt werden kann.
[0019] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei völlig dedizierte getrennte kinematische
Kette einerseits für den Aufzug des Schlagwerkfederhauses zwischen einem Aufzugsorgan
und dem Schlagwerkfederhaus, und andererseits zwischen einem Betätigungsorgan für
das Auslösen des Schlagwerks und dem Schlagwerkfederhaus, ausgebildet. Somit ist der
gesamte Steuermechanismus total modular aufgebaut, und z.B. könnte durchaus ein gewöhnliches
Federhaus und ein entsprechender Aufzugsmechanismus für das Schlagwerk angewandt werden.
Da gewöhnliche bzw. herkömmliche Komponenten wiedereingesetzt werden können, ist also
das vorgeschlagene Repetitionsschlagwerk einfacher in einer Uhr integrierbar, und
die Produktionskosten dadurch auch verringert.
[0020] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform braucht das angewandte Federhaus keine besonderen
Teile sowohl für seinen Aufzug, als auch für die Ermittlung der aktuellen Zeit und
die Betätigung des Schlagwerks mehr aufzuweisen. Völlig getrennte Zeitermittlungs-
und Ablaufprogrammvorrichtungen sind dafür auch modular ausgebildet, und somit die
gleichen Vorteile im Sinne von Kompatibilität, Integrationsmöglichkeit, und Herstellungskostensenkung
anbieten. Dadurch, dass keine zusätzlichen Elemente im Vergleich zu herkömmlichen
Schlagwerkfederhäusern auf dem Federhaus aufeinandergelegt werden müssen, wird auch
weniger Raum in der Höhenrichtung auf der Werkplatte für die Aufnahme des gesamten
Schlagwerkmoduls gebraucht, so dass ein insgesamt dünneres Uhrwerk hergestellt werden
kann.
[0021] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und in der
nun folgenden Beschreibung beschrieben.
[0022] Im Folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren beschrieben, die sich mit einem neuen Minutenrepetitionsschlagwerk
befassen und die wesentlichsten Teile der Auslöse- und Auslösesperrvorrichtung, wobei
insbesondere ein Auslösehebel in seiner jeweiligen Ruhe- und Arbeitsposition bei verschiedenen
Sequenzen während des Ablaufs des Schlagwerks darstellt wird, und getrennte Auslöse-
und Aufzugsgetriebeketten veranschaulicht sind.
[0023] Dabei zeigen die Figuren im Einzelnen:
Fig. 1: eine Ansicht der Aufzugsgetriebekette des Schlagwerkfederhauses, und der mit
einem Ablaufregler versehenen Ablaufgetriebekette des Schlagwerkfederhauses;
Fig. 2A & 2B jeweils eine Ansicht eines Auslösehebels in seiner Ruheposition, wobei
die Zusammenwirkung von Stiften für Verriegelungsvorrichtung des Schlagwerkfederhauses
hervorgehoben wird; und eine detailliertere sagittalgeschnittene Ansicht Entlang Schnitt
Richtung A-A der Stiftenanordnung;
Fig. 3 eine Ansicht eines Auslösehebels in seiner Arbeitsposition, wobei eine weitere
Verriegelungsvorrichtung für die Auslösesperre nun hervorgehoben wird;
Fig. 4A & B: jeweils eine Ansicht der Vorrichtung für die Freigabe der verschiedenen
involvierten Rechen bei der Auslösung des Schlagwerks, damit sie die entsprechenden
Zeitangaben ermitteln können, in dem sie auf ihre jeweilige Staffel fallen, und eine
detaillierte Ansicht der relativen Position der Zähne eines Rechens gegenüber den
Zähnen der Programmräder währenddessen;
Fig. 5: eine Ansicht der Zusammenarbeit der Rechen mit ihren jeweiligen Programmrädern
während des Ablaufs des Schlagwerks, d.h. wenn die Hämmer eigentlich betätigt werden,
um die Tonfedern zu schlagen;
Fig. 6 eine Ansicht der gleichen Teile wie bei Figuren 4 & 5, wobei die Entriegelung
des Auslösehebels, wenn er in seine Ruheposition zurückkehrt, veranschaulicht wird.
[0024] Die folgenden Figuren zeigen jeweils die Struktur des Steuermechanismus mit getrennten
Aufzugs- und Auslösevorrichtungen und die Reihenfolge von Operationen nach dem Auslösen
des Schlagwerks, die diesen Steuermechanismus während des Ablaufs des Schlagwerks
in verschiedenen Zuständen bringt.
[0025] Auf Figur 1 wird auf der rechten Seite eine bevorzugte Ausführungsform für die angewandte
Aufzugsvorrichtung für die Spannung des Schlagwerks gezeigt. Durch Drehen an der Aufzugwelle
1.1 einer gewöhnlichen Krone 1 wird die Aufzugsgetriebekette 2 in eine Drehbewegung
versetzt. Dadurch wird eine erste Zugfeder 3 des Schlagwerkfederhauses 4 gespannt.
Die erste Zugfeder 3 ist, wie von einer Uhr mit einem automatischen Aufzug bekannt,
mit einem Rutschzaum ausgestattet. Durch die gleiche Drehbewegung wird auch eine zweite,
nicht dargestellte Zugfeder eines Laufwerkfederhauses 40 der Uhr gespannt; auch diese
ist mit einem Rutschzaum ausgestattet. Somit werden beide Zugfedern durch das Drehen
der Aufzugwelle bis zum Erreichen der jeweiligen Gleitmomente gespannt, und die Gangreserve
somit maximiert, da die Energie, die für das Schlagwerk benötigt ist, nicht von der
übrigen Gangreserve abgekürzt wird. Der Vorteil des vorgeschlagenen kombinierten Aufzugs
besteht darin, dass die Anzahl von Aufzugsiterationen minimiert ist; dabei wird jedoch
gleichzeitig die benötigte Aktivierungskraft um die Krone zu drehen leicht erhöht.
[0026] Die Abzweigung zwischen beiden Aufzugsketten erfolgt beim Aufzugritzel 11 der als
Zwischenglied sowohl für den Aufzug des Schlagwerks und des Laufwerks gilt. Es wäre
als Variante zu der hier beschriebenen Lösung möglich, die beiden Zugfedern auch durch
unterschiedliche Drehrichtungen an der Aufzugwelle zu spannen, in dem ein Freilaufmechanismus
auf einem Zwischenrad eingefügt ist, oder einen Aufbau mit zwei getrennten Aufzugwellen
herzustellen.
[0027] Auf der linken Seite von Figur 1 wird eine völlig getrennte, und von diesem Aufzugsmechanismus
völlig entkoppelte Ablaufvorrichtung für das Schlagwerkfederhaus 4 veranschaulicht.
Im direkten Eingriff mit dem Schlagwerkfederhaus 4 befindet sich ein Abtriebsrad 5.
Auf diesem Abtriebsrad 5 befinden sich in einem bestimmten Winkel zueinander ausgerichtet
drei gestapelte Programmräder 6, 7 und 8, die gestufte Verzahnungen aufweisen und
jeweils in einem anderen Schaltplan kämmen. Mit dem Abtriebsrad 5 befindet sich im
Eingriff eine Ablaufgetriebekette 9, an deren Ende sich ein Ablaufregler 10 befindet.
Dieser Ablaufregler 10 kann eine Trommelbremse, ein Fliehkraftregler, ein Magnetregler
oder ein anderes, die Drehzahl der Getriebekette 9 regelndes Element sein.
[0028] Wie auf Figuren 2A und 2B dargestellt, kann dank der Entkopplung des Aufzugs des
Schlagwerkfederhauses und der Auslösung des Schlagwerks, diese Auslösung nun von einem
gewöhnlichen Drücker 0 statt eines Schiebers betätigt werden. Eine völlig getrennte
kinematische Kette im Vergleich zu der anderen kinematischen Kette zwischen auf Figur
1 dargestellte Krone 1 und dem Schlagwerkfederhaus 4 weist einen Auslösehebel 12 auf,
der von dem Drücker 0 betätigt wird, und für den Ablauf des Schlagwerkfederhauses
4 verantwortlich ist.
[0029] Wie auf Figur 2A gezeigt, wird der freie Ablauf des Federhauses 4 in der Ruhestellung
des Auslösehebels 12 durch zwei Stifte 14 und 15 verhindert. Dabei befindet sich der
Stift 14 im radialen Bewegungskreis des Stiftes 15 und blockiert so die Drehbewegung
und den Ablauf der Getriebekette 9. Diese zwei Stifte werden im Detail auf Figur 2B
gezeigt, die eine sagittalgeschnittene Ansicht Entlang Schnitt Richtung A-A der gegenseitigen
Stiftanordnung darstellt.
[0030] Wird der Auslösehebel 12 in der ersten Pfeilrichtung "a" von dem Drücker 0 gedrückt,
tritt der auf dem Auslösehebel 12 befestigte Stift 14 aus dem radialen Bewegungskreis
des Stiftes 15 aus und ermöglicht somit den freien Ablauf des Schlagwerkfederhauses
4. Eine solche modulare Anordnung der Entriegelungsvorrichtung für den Ablauf dieses
Federhauses - d.h. das Schlagwerkfederhaus 4 - die ausschliesslich Elemente ausserhalb
des Federhauses involviert, erlaubt es, weiterhin mit herkömmlichen Federhausstrukturen
zu arbeiten, die keine zusätzlichen oder geänderten Teile aufweisen sollen. Somit
ist das vorgeschlagene Repetitionsschlagwerk einfacher in einer Uhr integrierbar.
[0031] Gemäss der auf Figur 2A dargestellten bevorzugten Ausführungsform weist der Auslösehebel
12 ferner zwei Führungseinschnitte 13.1 auf, worin jeweils eine Ansatzschraube 13.2
für die Befestigung auf der Werkplatte angeschraubt ist, und die Bewegung des Auslösehebels
12 gleitend entlang der ersten Pfeilrichtung "a" beschränkt, wobei diese Richtung
der Längsrichtung der Führungseinschnitte 13.1 entspricht. Somit ist eine Gleitführungsvorrichtung
13 zwischen zwei Anschlägen ausgebildet, die jeweils eine erste sogenannte Ruheposition,
und eine zweite sogenannte Arbeitsposition bestimmen. Die Ruheposition ist auf Figur
2A dargestellt, wohingegen die Arbeitsposition auf Figur 3 dargestellt, wie die entgegengesetzte
Position der Ansatzschraube 13.2 in ihren jeweiligen Führungseinschnitte 13.1 darauf
hinweisen.
[0032] Sobald der Auslösehebel 12 seine maximale Arbeitsposition erreicht hat, wird er durch
eine Anhaltklinke 16, die in eine Aussparung hinter einer Haltespitze 12.2 eingreift,
in dieser Position festgehalten. Somit bietet der vorgeschlagene Steuermechanismus
eine zusätzliche Verriegelungsvorrichtung, in dem eine integrierte Auslösesperre gewährleistet
ist, sobald der Drücker 0 betätigt worden ist. Der Auslösehebel 12 wird in seiner
Arbeitsposition bis zum Ende des Schlagwerkablaufs bleiben, selbst wenn der Drücker
0 vorzugsweise zurück in seine Ruheposition von einer Rückstellfeder gebracht wird,
und insofern wieder betätigt werden könnte. Eine solche weitere Betätigung würde jedoch
dann nichts mehr bewirken.
[0033] Figur 4A zeigt, was die Gleitbewegung des Auslösehebels 12 zwischen seiner Ruheposition
und seiner Arbeitsposition bewirkt. Wie auf Figur 4A dargestellt, befinden sich die
Ansatzschrauben 13.2 mitten in den länglichen Öffnungen der Führungseinschnitte 13.1.
Auf dem Weg zu der maximalen Arbeitsposition entlang der ersten Pfeilrichtung "a"
muss der Auslösehebel 12 eine entlang der zweiten entgegengesetzten Pfeilrichtung
"a' " von der Auslöserückstellfeder 12.3 ausgeübten Rückstellkraft überwinden. Dabei
dreht der Auslösehebel 12 mit einem vorzugsweise einstückig ausgebildeten federnden
Element 12.1 einen Schaltnocken 17 in der dritten Pfeilrichtung "b", wobei die von
der Schaltnockenfeder 17.2 in der vierten entgegengesetzten Pfeilrichtung "b' "ausgeübte
Rückstellkraft auch überwunden werden muss. Durch diese Drehung des Schaltnockens
17 werden die drei übereinander liegenden Klinken, d.h. die erste Klinke 18, zweite
Klinke 19, und dritte Klinke 20 ebenfalls in der dritten Pfeilrichtung "b" gedreht,
und geben die übereinander liegenden Rechen, d.h. den ersten Rechen 21, den zweiten
Rechen 22, und den dritten Rechen 23 frei. Diese drei Rechen 21,22,23 fallen dann
in Pfeilrichtung "c", durch eine Federkraft angetrieben, auf ihre jeweilige Staffel.
Gemäss der bevorzugten Ausführungsfo
rm besteht das Repetitionsschlagwerk in einem Minutenrepetitionsschlagwerk, und die
drei Rechen sind jeweils mit Stunden-, Viertel-, und Minutenangaben verbunden. Aus
der Figur 4A kommen dementsprechend die Minutenstaffel 24, Viertelstaffel 25 und Stundenstaffel
26 hervor, die jeweils mit dem dritten Rechen 23, dem zweiten Rechen 22, und dem ersten
Rechen 21 zusammenwirken. Gemäss der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist
jeder Rechen vorzugsweise mit einem Haken versehen, der jeweils von einer entsprechenden
Klinke in einer gesperrten Position gehalten wird. Auf Figur 4A ist nur der Haken
23.1 des dritten Rechens 23 veranschaulicht, der mit der dritten Klinke 20 zusammenwirkt.
Die übrigen Haken, die sich in anderen unteren Schaltplänen befinden, sind darunter
versteckt. Man kann auch auf diese Figur feststellen, dass der dritte Rechen 23 mit
einer inneren Verzahnung 23.2 versehen ist, die von dem Minutenprogrammrad 8 angetrieben
werden soll, wie später mit Hilfe von Figur 5, die den Ablauf des Schlagwerks nach
der Ermittlung der aktuellen Zeit darstellt, erklärt.
[0034] Jedoch muss im Voraus gemäss dieser bevorzugten Ausführungsform die innere Verzahnung
23.2 des dritten Rechens 23, und sonst eigentlich die innere Verzahnung aller Rechen
imstande sein, an den Programmrädern vorbeizukommen, ohne dass sie davon blockiert
werden. Nämlich ist der Ablauf des Schlagwerkfederhauses 4 in dieser mittleren Position
des Auslösehebels 12 zwischen der Ruheposition und der Arbeitsposition durch die Stiften
- d.h. den ersten Stift 14 und den zweiten Stift 15 - immer noch blockiert, und da
das Antriebsrad 5 im Kraftfluss zwischen dem Schlagwerkfederhauses 4 und dem zweiten
Stift 15 steht, ist dieses Rad und somit alle darauf gelagerten Programmräder auch
immer noch blockiert.
[0035] Figur 4B zeigt in welcher Position das Abtriebsrad 5 sich befinden muss, damit weder
das Stundenprogrammrad 6, noch das Viertelprogrammrad 7, noch das Minutenprogrammrad
8 das Fallen der Rechen auf die Staffel verhindern kann. Dafür ist die Ruheposition
dieses Abtriebsrads 5 abhängig von der Drehposition des zweiten Stiftes 15 und den
Übersetzungsverhältnissen in der Ablaufgetriebe schon bei der Montage derart festgelegt,
dass keine Verzahnung in dem unteren Winkelsegment der Programmräder liegt. Somit
kann die innere Verzahnung der Rechen nie im Eingriff mit den Programmrädern bei dieser
Sequenz der Freigabe der Rechen kommen, sondern erst später wenn das Schlagwerkfederhaus
4 nicht mehr blockiert ist.
[0036] Bevor der Auslösehebel 12 seine maximale Arbeitsposition erreicht hat, gibt das federnde
Element 12.1 den Schalfinger 17.1 des Schaltnockens 17 wieder frei. Dieser bewegt
sich durch die Rückstellkraft der dargestellten Schaltnockenfeder 17.2 entgegengesetzt
der dritten Pfeilrichtung "b", d.h. in der vierten Pfeilrichtung "b' " in seine Ruheposition.
[0037] Wie schon anhand Figur 3 erklärt, soll der Auslösehebel 12 durch die Anhaltklinke
16 in seiner maximalen Arbeitsposition festgehalten werden, sobald er diese erreicht
hat. Der Auslösehebel 12 befindet sich nun in einer solchen Position auf der linken
Seite von Figur 5, in welcher er den freien Ablauf des Federhauses ermöglicht.
[0038] Die auf dem Abtriebsrad 5 gelagerten drei Programmräder, d.h. das Stundenprogrammrad
6, das Viertelprogrammrad 7 und das Minutenprogrammrad 8 transportieren in ihrer Drehbewegung
in der sechsten Pfeilrichtung "d", d.h. die Ablaufrichtung des Schlagwerkfederhauses
nacheinander jeweils den ersten Rechen 21, den zweiten Rechen 22, und schlussendlich
den dritten Rechen 23 bis zu ihrer Ruheposition, welche sie erreichen, indem sie mit
ihrem Haken ihre jeweilige erste Klinke 18; zweite Klinke 19 und dritte Klinke 20
ausheben und nach deren Einfall dort stehen bleiben.
[0039] Auf dem Weg zu ihrer Ruheposition bewegen die Rechen ihre jeweils zugehörigen ersten
Hammerhebel 27, zweiten Hammerhebel 28, dritten Hammerhebel 29 und vierten Hammerhebel
30, welche wiederum jeweils den ersten Hammer 31 und den zweiten Hammer 32 gegen die
erste Tonfeder 33 und die zweite Tonfeder 34 schlagen lassen. Eine solche Konfiguration
mit zwei Tonfedern wird auf Figur 5 veranschaulicht, wobei die Stunden mit einem gewissen
ersten Ton angegeben ist, dann die Viertelstunden mit einer Kombination von dem ersten
Ton mit einem zweiten Ton, und schlussendlich die Minuten mit dem zweiten Ton alleine.
Eine andere Konfiguration mit z.B. nur 3 Hebeln, die jeder von einem Rechen gesteuert
werden, und wiederum einen dedizierten Hammer gegen eine jeweilige Tonfeder schlagen
würde, wäre jedoch auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar.
[0040] Wie auf Figur 6 dargestellt, beginnt eine auf dem dritten Rechen 23 angeordnete Entriegelungsfläche
23.3 mithilfe eines Einstellexzenters 35 die Anhaltklinke 16 kurz vor dem Erreichen
der Endposition des dritten Rechens 23, wo der Haken 23.1 wieder im Eingriff mit der
dritten Klinke 20 steht, anzuheben. Dafür ist der Einstellexzenter 35 vorzugweise
auf der entgegengesetzten Seite der Schwenkachse 16.1 der Anhaltklinke 16 ausgebildet.
Die Spitze der Anhaltklinke 16 entfernt sich dadurch von der Haltespitze 12.2 des
Auslösehebels 12. Dieser kann daraufhin, angetrieben durch die hier nur teilweisedargestellte
Auslöserückstellfeder 12.3, in der zweiten Pfeilrichtung "a' " entgegengesetzt der
ersten Pfeilrichtung "a" in seine Ruhestellung zurückkehren. Dabei springt das federnde
Element 12.1, der bei der Auslösung des Schlagwerks den Schaltnocken 17 antreibt,
wieder über den Schaltfinger 17.1 um vor ihm in der Ruheposition des Auslösehebels
zu stehen.
[0041] Somit ist die Mechanik wieder in der Ausgangslage angekommen und die Repetition kann
erneut ausgelöst werden, wenn auf den Drücker 0 gedrückt wird.
[0042] Im Gegenteil zu den bisher bekannten Repetitionen, die wegen ihrer Bauart vor jedem
Schlagen bedingen, dass die Zugfeder des Schlagwerkes erneut gespannt wird, ermöglicht
es die vorgestellte Erfindung, eine Uhr mit einem Repetitionsschlagwerk mehrmals hintereinander
schlagen zu lassen. Erst nach einer bestimmten Anzahl von Repetitionsvorgängen muss
die Zugfeder des Schlagwerkes neu gespannt werden.
[0043] Durch die vorgeschlagene integrierte Auslösesperre wird dazu verhindert, dass die
Repetition ein weiteres Mal ausgelöst wird, währenddessen sie bereits schlägt, was
eine erhöhte Robustheit und Zuverlässigkeit anbietet, wobei der modulare Aufbau der
Auslösesperrvorrichtung es erlaubt, gewöhnlichen Teilen eines Uhrwerks (d.h. Federhaus
& Drücker) wiedereinzusetzen, und damit die Herstellungskosten und Integrationskosten
in bestehenden Uhrwerken so tief wie möglich zu halten.
[0044] Der Fachmann wird aus dieser Beschreibung jedoch verstehen, dass der Gegenstand der
vorliegenden Erfindung andere Varianten sowohl für die Auslösesperre, als auch für
die Entkopplung zwischen der Auslösungsvorrichtung und der Aufzugsvorrichtung umfasst,
und nicht nur für ein Minutenrepetitionsschlagwerk angepasst ist sondern für alle
Arten von Repetitionsschlagwerke angewandt werden kann. Es ist insbesondere möglich,
die vorgestellte Erfindung auf alle in der Uhrmacherei bekannten Repetitionsarten,
wie z. B. Viertelrepetition oder Minutenrepetition anzuwenden. Das Blockieren des
Federhauses könnte z.B. mit der Schwenkbewegung einer Wippe, die direkt auf die äussere
Ablaufverzahnung des Federhauses oder eines anderen Rads im Eingriff kommen würde,
zu realisieren statt durch die Zusammenarbeit zwischen Stiften; umgekehrt könnte die
Verriegelung des Auslösehebels in seiner Arbeitsposition einen Stift statt eine Spitze
involvieren. Die Entriegelungsvorrichtung, die die Rückkehr des Auslösehebels am Ende
des Ablaufs des Schlagwerks ermöglichen soll, muss auch nicht unbedingt die Form einer
auf einem Minutenrechen angeordneten Entriegelungsfläche und eines Einstellexzenters
nehmen, sondern generell mit dem allerletzten betätigten Steuerorgan gekoppelt sein,
damit diese Entriegelung erst nachdem alle Töne fertig geschlagen worden sind erfolgt.
[0045] Das Auslösen der Repetition über einen gewöhnlichen Drücker (wie bei Chronografen)
ist aus haptischen Gründen günstiger im Vergleich zu den bisher verwendeten Schieber,
aber andere Betätigungsorgane, wie z.B. eine Lünette, die dann gedreht statt gedrückt
werden sollte, wären auch im Rahmen der Erfindung denkbar. Die gleiche Überlegung
gilt für das Aufzugsorgan, dass nicht unbedingt die Form einer gewöhnlichen Krone
nehmen soll, sondern auch z.B. von einem anderen Drücker geformt werden, wobei die
Gleitbewegung des Drückers dann später in einer Getriebekette in einer Drehbewegung
umgewandelt werden soll.
[0046] Die erwähnte detaillierte bevorzugte Ausführungsform gilt also nur als Beispiel,
und sollte nicht als Beschränkung für die Auslegung der Ansprüche gedeutet werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0047]
- 0
- Drücker (bevorzugte Ausführungsform für das Betätigungsorgan)
- 1
- Krone
- 1.1
- Aufzugswelle
- 2
- Aufzugsgetriebekette
- 3
- Erste Zugfeder (Schlagwerk)
- 4
- Schlagwerkfederhauses
- 5
- Abtriebsrad
- 6
- Stundenprogrammrad
- 7
- Viertelprogrammrad
- 8
- Minutenprogrammrad
- 9
- Ablaufgetriebekette
- 10
- Ablaufregler
- 11
- Aufzugsritzel (Zwischenglied für die Abzweigung zwischen Schlagwerk + Laufwerk)
- 12
- Auslösehebel
- 12.1
- Federndes Antriebselement (für Schaltnocken 17)
- 12.2
- Haltespitze
- 12.3
- Auslösehebelrückstellfeder
- 13
- Gleitführungsvorrichtung
- 13.1
- Führungseinschnitte
- 13.2
- Ansatzschrauben
- 14
- Erster Stift
- 15
- Zweiter Stift
- 16
- Anhaltklinke
- 17
- Schaltnocken
- 17.1
- Schaltfinger
- 17.2
- Nockenfeder
- 18
- Erste Klinke
- 19
- Zweite Klinke
- 20
- Dritte Klinke
- 21
- Erster Rechen (Stunden)
- 22
- Zweiter Rechen (Viertel)
- 23
- Dritter Rechen (Minuten)
- 23.1
- Haken
- 23.2
- Innere Verzahnung
- 23.3
- Entriegelungsfläche
- 24
- Minutenstaffel
- 25
- Viertelstaffel
- 26
- Stundenstaffel
- 27
- Erster Hammerhebel
- 28
- Zweiter Hammerhebel
- 29
- Dritter Hammerhebel
- 30
- Vierter Hammerhebel
- 31
- Erster Hammer
- 32
- Zweiter Hammer
- 33
- Erste Tonfeder
- 34
- Zweite Tonfeder
- 35
- Einstellexzenter
- 40
- Laufwerkfederhaus
- A-A
- Schnittachse für Figur 2B
- a
- Erste Pfeilrichtung - Entriegelung des Ablaufs des Federhauses
- a'
- Zweite Pfeilrichtung - Rückstellkraft für den Auslösehebel
- b
- Dritte Pfeilrichtung - Befreiung der Rechen
- b'
- Vierte Pfeilrichtung - Rückstellkraft für den Schaltnocken
- c
- Fünfte Pfeilrichtung - Schwenkbewegung der Rechen auf ihre jeweilige Staffel für die
Zeitermittlung
- d
- Sechste Pfeilrichtung - Schlagwerkfederhausantrieb
1. Repetitionsschlagwerk für ein Uhrwerk umfassend einen Steuermechanismus, wobei der
besagte Steuermechanismus ein Betätigungsorgan für die Auslösung des besagten Repetitionsschlagwerks
beinhaltet, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte Steuermechanismus ferner eine Auslösesperrvorrichtung aufweist, die automatisch
unmittelbar nach der Auslösung des besagten Repetitionsschlagwerk aktiviert ist.
2. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Auslösesperrvorrichtung in einer kinematischen Kette zwischen dem besagten
Betätigungsorgan und einem Schlagwerkfederhaus (4) angeordnet ist.
3. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 2, wobei die Auslösesperrvorrichtung ein Auslösehebel
(12) aufweist, der zwischen einer Ruheposition und einer Arbeitsposition beweglich
ist, und einen ersten Stift (14) aufweist, um in der Ruheposition den Ablauf des besagten
Schlagwerkfederhauses (4) zu blockieren, und in der Arbeitsposition den Ablauf des
besagten Schlagwerkfederhauses (4) zu befreien.
4. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 3, wobei eine Ablaufgetriebekette (9) ebenfalls
zwischen dem besagten Betätigungsorgan und einem Schlagwerkfederhaus (4) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte erste Stift (14) des besagten Auslösehebels (12) mit einem auf einem
Rad der besagten Ablaufgetriebekette (9) aufgebrachten zweiten Stift (15) zusammenwirkt,
um in der Ruheposition den Ablauf des besagten Schlagwerkfederhauses (4) zu blockieren,
und in der Arbeitsposition den Ablauf des besagten Schlagwerkfederhauses (4) zu befreien.
5. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 3 oder 4, wobei der besagte Auslösehebel (12)
mit wenigstens einem Führungseinschnitt (13.1) versehen ist, worin eine Ansatzschraube
(13.2) eingeführt ist, um eine Gleitführungsvorrichtung (13) auszubilden.
6. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 3 bis 5, wobei der besagte Auslösehebel (12) ferner
eine Haltspitze (12.2) aufweist, die mit einer Anhalteklinke (16) zusammenwirkt, um
den besagten Auslösehebel (12) in der Arbeitsposition während des Ablaufs des Schlagwerkfederhauses
(4) zu verriegeln.
7. Repetitionsschlagwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der besagte Auslösehebel
(12) ferner ein federndes Element (12.1) aufweist, das für die Ermittlung der genauen
Zeit verantwortlich ist, bevor der Ablauf des besagten Schlagwerkfederhauses (4) befreit
wird.
8. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 7, wobei das federnde Element (12.1) auf dem Weg
zwischen der Ruheposition und der Arbeitsposition eine Schwenkbewegung eines mit Klinken
versehenen Schaltnockens (17) bewirkt, die im Eingriff mit Haken von Rechen in der
Ruheposition sind, und somit die mit Haken versehenen Rechen auf ihre jeweilige Staffel
fallen lassen.
9. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 8, wobei das Repetitionsschlagwerk ein Minutenrepetitionsschlagwerk
ist, das 3 verschiedene Töne jeweils für die Stunden, Viertel und Minuten klingeln
lässt, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus dafür drei dedizierte Programmräder aufweist, und zwar ein
Stundenprogrammrad (6), ein Viertelprogrammrad (7), und ein Minutenprogrammrad (8),
wobei die Verzahnungen der besagten Programmräder jeweils mit der inneren Verzahnung
von einem ersten Rechen (21), einem zweiten Rechen (22), und einem dritten Rechen
(23) im Eingriff kommen, die jeweils auf einer Stundenstaffel (26), Viertelstaffel
(25) und Minutenstaffel (24) für die Zeitermittlung fallen.
10. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 9, wobei der Steuermechanismus ein modulares Abtriebsrad
(5) aufweist, die im Kraftfluss zwischen dem Schlagwerkfederhaus (4) und einer Ablaufgetriebekette
(9) steht, worauf die verschiedenen Programmräder, d.h. das besagte Stundenprogrammrad
(6), das besagte Viertelprogrammrad (7), und das besagte Minutenprogrammrad (8) gestapelt
sind, die jeweils gestufte Verzahnungen aufweisen und mit der inneren Verzahnung von
der übereinanderliegenden besagten ersten Rechen (21), zweiten Rechen (22) und dritten
Rechen (23) beim Ablauf des Schlagwerkfederhauses (4) im Eingriff kommen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruheposition des besagten Abtriebsrads (5) wenn das Schlagwerkfederhaus blockiert
ist abhängig von der Position des besagten ersten Stiftes (14) und der Übersetzungsverhältnisse
des besagten Ablaufgetriebekette (9) derart bestimmt ist, dass die inneren Verzahnungen
der besagten ersten Rechen (21), zweiten Rechen (22) und dritten Rechen (23) an den
verschiedenen Programmrädern vorbeigehen können, wenn die besagten Rechen (21,22,23)
auf ihre jeweilige Staffel (24,25,26) fallen.
11. Repetitionsschlagwerk nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte dritte Rechen (23) eine Entriegelungsfläche (23.3) aufweist, die mit
einem auf der Anhaltklinke (16) angeordneten Einstellexzenters (35) auf dem Weg des
besagten Auslösehebels (12) zurück von seiner Arbeitsposition zu seiner Ruheposition
zusammenwirkt, um die Anhaltklinke (16) zu heben und somit die Rückkehr des besagten
Auslösehebels (12) in seiner Ruheposition zu ermöglichen.
12. Repetitionsschlagwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 11, wobei der Steuermechanismus
völlig getrennte kinematische Ketten einerseits zwischen dem Betätigungsorgan und
einem Schlagwerkfederhaus (4), und andererseits zwischen einem getrennten Aufzugsorgan
und dem besagten Schlagwerkfederhaus (4), aufweist.