[0001] Die Erfindung betrifft ein Hörgerät, insbesondere ein Hörhilfegerät, umfassend ein
Gehäuse, eine im Gehäuse angeordnete Signalverarbeitungseinheit und einen ersten Schallerzeuger,
der im Gehäuse angeordnet ist, wobei der erste Schallerzeuger dazu eingerichtet ist,
ein Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit in Schall umzuwandeln.
[0002] In einem Hörhilfegerät, welches ein Mikrofon und einen elektroakustischen Wandler
aufweist, können durch den elektroakustischen Wandler hervorgerufene mechanische Vibrationen
zu einer Instabilität des Signalweges führen. Beispielsweise können die Vibrationen
durch eine akustische Rückkopplung vom Mikrofon aufgezeichnet und in ein elektrisches
Signal umgewandelt werden, welches nach Verstärkung dem elektroakustischen Wandler
zugeführt und von diesem in Schall umgewandelt wird. Hierdurch wird eine geschlossene
Schleife gebildet, in welcher die Vibrationen immer weiter verstärkt werden. Als Folge
droht eine Instabilität des Systems, welche sich bemerkbar macht in einer Verstärkung
von unerwünschten Signalanteilen, die die Belastungsgrenze einzelner Komponenten des
Hörhilfegeräts oder die Schmerzgrenze eines Benutzers des Hörhilfegeräts überschreiten
können.
[0003] Insbesondere ist hierbei nicht nur eine rein elektroakustische Rückkopplung eines
durch den elektroakustischen Wandler wiedergegebenen Schallsignals über das Mikrofon
in den Signalweg von Belang. Auch mechanische Vibrationen des elektroakustischen Wandlers,
welche beispielsweise durch eine resonante Anregung des ihn umgebenden Gehäuses im
Hörhilfegerät resultieren können, finden im Fall unzureichender akustischer Abschirmung
des Mikrofons gegen die Vibrationen durch dieses Eingang in den elektrischen Signalweg.
Durch eine Verstärkung in der Signalverarbeitung des Hörhilfegeräts und eine Wiedergabe
über den elektroakustischen Wandler können die den mechanischen Vibrationen entsprechenden
Frequenzen die sie ursprünglich erzeugenden Vibrationen weiter verstärken. Durch diese
elektroakustische Rückkopplung wird die mechanische Vibration ebenso resonant angeregt.
Die Anregung erfolgt dabei umso stärker, je größer die Verstärkung des Signals in
der Signalverarbeitung ist.
[0004] Aufgrund der Dimensionen üblicher Hörhilfegeräte und der daraus resultierenden Resonanzeigenschaften
sind Frequenzen zwischen 1 kHz und 12 kHz besonders von der elektroakustischen Verstärkung
und resonanten Rückkopplung mechanischer Vibrationen betroffen. Eine hinreichend hohe
Verstärkung eines Signals vor der Schallerzeugung ist jedoch insbesondere für Frequenzen
zwischen 2 kHz und 4 kHz wichtig. Da in diesem Frequenzband besonders wichtige Formanten
zur Erkennung von Konsonanten auftreten, ist eine gute Wiedergabedynamik, also insbesondere
ein möglichst hoher Ausgangspegel, gerade für die Sprachverständlichkeit von Bedeutung.
Das Hörhilfegerät soll also in diesem Frequenzband eine möglichst laute Schallerzeugung
ermöglichen, um bei einer Wiedergabe von Sprache ein möglichst reiches Klangbild erzeugen
zu können.
[0005] Üblicherweise wird daher anhand von Testreihen und entsprechender Algorithmen versucht,
für verschiedene Frequenzen die maximale Verstärkung zu ermitteln, bei welcher eine
Instabilität des Signalwegs infolge resonanter Anregung noch unterbunden bleibt. Jedoch
sind der maximalen Verstärkung und somit einem reichen Klangbild auch bei einer derartigen
frequenzabhängigen Optimierung der Verstärkung an die jeweilige Stabilitätsgrenze
hin enge Grenzen durch die mechanischen Gegebenheiten des Hörhilfegeräts gesetzt.
Bei derartigen Testreihen sind zudem die ggf. in realen Situationen auftretenden nichtlinearen
Effekte bei der resonanten Anregung zu berücksichtigen, um den noch zulässigen Verstärkungsfaktor
nicht fälschlich als zu hoch anzusetzen, was in der Praxis eine Instabilität begünstigen
würde. Eine aus den genannten Überlegungen konservative Abschätzung der noch zulässigen
Verstärkung bei einer jeweiligen Frequenz begrenzt allerdings die Dynamik der Wiedergabe
zusätzlich.
[0006] Der Erfindung liegt die daher Aufgabe zugrunde, ein Hörgerät anzugeben, welches bei
der Schallerzeugung eine möglichst hohe Wiedergabedynamik über ein breites Frequenzspektrum
hinweg erlaubt, und dabei eine kompakte Bauweise sowie eine möglichst geringe Anfälligkeit
für mechanische Vibrationen aufweisen soll.
[0007] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Hörgerät, insbesondere
ein Hörhilfegerät, umfassend ein Gehäuse, eine im Gehäuse angeordnete Signalverarbeitungseinheit,
einen ersten Schallerzeuger, der im Gehäuse angeordnet ist, und einen zweiten Schallerzeuger,
wobei der erste Schallerzeuger und der zweite Schallerzeuger jeweils dazu eingerichtet
sind, ein Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit in Schall umzuwandeln, und
wobei der zweite Schallerzeuger einen thermoakustischen Wandler umfasst. Weiter umfasst
das Hörgerät eine Frequenzweiche mit einem Signaleingang, einem Niederfrequenz-Ausgang
und einem Hochfrequenz-Ausgang, wobei über den Signaleingang die Signalverarbeitungseinheit
zur Einspeisung des Ausgangssignals mit der Frequenzweiche verbunden ist, und wobei
der Niederfrequenz-Ausgang mit dem ersten Schallerzeuger und der Hochfrequenz-Ausgang
mit dem zweiten Schallerzeuger verbunden ist.
[0008] Vorteilhafte und teils für sich gesehen erfinderische Ausgestaltungen sind Gegenstand
der Unteransprüche und der nachfolgenden Beschreibung.
[0009] Die Erfindung geht dabei von einem Hörgerät aus, welches ein Gehäuse, eine im Gehäuse
angeordnete Signalverarbeitungseinheit, und einen im Gehäuse angeordneten Schallerzeuger
aufweist, welcher dazu eingerichtet ist, ein Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit
in Schall umzuwandeln. Insbesondere ist der Schallerzeuger dabei als ein elektroakustischer
Wandler ausgebildet.
[0010] Die Erfindung erkennt in einem ersten Schritt, dass für eine möglichst hohe Wiedergabedynamik
in einem breiten Frequenzspektrum eine frequenzabhängige Abschwächung der Signalpegel
zur Unterbindung von Vibrationen kontraproduktiv ist, da die fehlende Dynamik in den
entsprechenden Frequenzbändern die Klangqualität derart beeinträchtigt, dass dies
nicht durch andere Maßnahmen behoben werden kann. Es soll somit versucht werden, das
Entstehen von Vibrationen über konstruktive Maßnahmen und nicht über eine Regelung
der Verstärkung zu unterbinden.
[0011] Die zu unterbindenden Vibrationen entstehen hierbei im Wesentlichen zunächst als
Vibrationen des den Schallerzeuger umgebenden Gehäuses, welches beispielsweise durch
eine nicht ausreichend gedämpfte Aufhängung des Schallerzeugers von diesem Vibrationsenergie
aufnimmt, welche der Schallerzeugung entsteht, und hierdurch das Gehäuse entsprechend
seiner Resonanzeigenschaften angeregt wird. Eine Verbesserung der Dämpfung der Aufhängung
ist jedoch aus Platzgründen nur eingeschränkt möglich. Insbesondere ist eine derartige
Anpassung der Dämpfung bei kompakter Bauweise nur für bestimmte Frequenzbänder ausreichend
wirksam, da einerseits die Dämpfungswirkung bei einer vorgegebenen Elastizität eines
Dämpfers frequenzabhängig ist, und andererseits die entsprechenden Dämpfungskonstanten
der Aufhängung von deren Abmessung abhängen.
[0012] Die Unterdrückung einer Einkopplung von durch den Schallerzeuger generierter Vibrationsenergie
in das ihn umgebende Gehäuse ist somit unter den konstruktiven Vorgaben nicht für
beliebig breitbandige Frequenzspektren zu erreichen. Da jedoch gerade im Frequenzband
von 2 kHz bis 4 kHz eine besonders hohe Dynamik in der Wiedergabe von Signalen erwünscht
ist, um eine hohe Sprachverständlichkeit zu erreichen, könnte man geneigt sein, einen
zweiten Schallerzeuger vorzusehen, und dessen Aufhängung derart auszugestallten, dass
in diesem Frequenzband Vibrationen besonders wirksam gedämpft werden.
[0013] Dies würde erlauben, im besagten Frequenzband eine besonders hohe Signalverstärkung
anzuwenden. Der zweite Schallerzeuger wäre dabei insbesondere für eine hohe Wiedergabeleistung
in diesem Frequenzband auszulegen. Der erste - also der bereits ursprünglich vorhandene
- Schallerzeuger könnte dann beispielsweise für niedrigere Frequenzbänder ausgelegt
sein, und die Aufhängung des ersten Schallerzeugers könnte besonders für die Dämpfung
von niederfrequenten Vibrationen konzipiert werden.
[0014] Dies ist jedoch vor dem Hintergrund der gewünschten kompakten Konstruktion nur schwer
zu realisieren. Selbst bei einer kompakten Dimensionierung des zweiten Schallerzeugers
ist seine bauliche Integration in ein Hörgerät, in welchem ein weiterer Schallerzeuger
vorgesehen ist, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der erforderlichen dämpfenden Aufhängung
der beiden Schallerzeuger nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen. Überdies ist der
mittels eines Schallerzeugers maximal erzeugbare Schalldruck - und somit auch die
durch diesen erreichbare Wiedergabedynamik - meist auch dimensionsabhängig. Eine zu
weitgehende Verringerung der Größe des zweiten Schallerzeugers hätte wiederum ein
unbefriedigendes Klangbild in den Frequenzbändern zur Folge, für welche der zweite
Schallerzeuger überhaupt besonders vorgesehen wäre.
[0015] Demgegenüber schlägt die Erfindung vor, dass der zweite Schallerzeuger einen thermoakustischen
Wandler umfasst. Dies erlaubt eine besonders kompakte Schallerzeugung insbesondere
höherer Frequenzen bei hoher Wiedergabedynamik.
[0016] Während üblicherweise die Schallerzeugung in einem Hörgerät durch elektroakustische
Wandler erfolgt, hat der Einsatz eines thermoakustischen Wandlers im zweiten Schallerzeuger
hierbei zunächst den Vorteil, dass dieser bei der Schallerzeugung keine Vibrationsenergie
generiert. Bei einem thermoakustischen Wandler wird aus einem elektrischen Signal
ein Schallsignal dadurch erzeugt, dass an einer Fläche oder einer Oberfläche des thermoakustischen
Wandlers durch das elektrische Signal Temperaturschwankungen erzeugt werden. Diese
schnell oszillierenden Temperaturschwankungen an der Fläche oder Oberfläche des thermoakustischen
Wandlers führen zu einem zeitveränderlichen Temperaturgradienten der angrenzenden
Luftschichten. Durch diesen zeitveränderlichen Temperaturgradienten können die angrenzenden
Luftschichten in Schwingungen versetzt werden, welche sich als ein Schallsignal ausbreiten.
[0017] Für eine derartige Schallerzeugung ist eine wie auch immer geartete Eigenbewegung
des thermoakustischen Wandlers nicht erforderlich, und auch nicht vorgesehen. Bei
der Schallerzeugung durch den thermoakustischen Wandler entstehen somit keine Vibrationen,
welche an die Umgebung oder an eine Aufhängung abgegeben werden können. Dies ist im
Fall eines Schallerzeugers für ein Hörgerät insbesondere vor dem Hintergrund relevant,
dass die üblicherweise verwendeten Dimensionen insbesondere für das Gehäuse und die
Aufhängung des Schallerzeugers zu einem Resonanzspektrum führen, welches durch eine
mechanische Vibration in Frequenzbereichen oberhalb von 1 kHz leicht zu einer Instabilität
des Systems führen kann. Ein Schallerzeuger mit einem thermoakustischen Wandler, insbesondere
ein solcher, welcher von seiner Dimensionierung her für eine Anordnung in einem Hörgerät
geeignet ist, weist zudem für Frequenzen oberhalb von 1 kHz besonders dynamisches
Wiedergabeverhalten auf.
[0018] Dadurch, dass also bei der Schallerzeugung durch den zweiten Schallerzeuger keine
Vibrationsenergie generiert wird, welche über eine Aufhängung in das Gehäuse einkoppeln
und dort zum Mikrofon gelangen kann, werden durch Vibrationen bedingte Instabilitäten
wirksam unterbunden. Durch die besonders hohe Dynamik bei der Wiedergabe von Frequenzen
im Bereich oberhalb von 1 kHz kann diese Erhöhung der Systemstabilität ohne zu erwartende
Verluste bei der Klangqualität erreicht werden.
[0019] Unter einem Niederfrequenz-Ausgang ist vorliegend ein Ausgang zu verstehen, an welchem
Signalanteile eines über den Signaleingang in die Frequenzweiche eingegebenen Signals
derart ausgegeben werden, dass ab einer ersten Grenzfrequenz der Signalpegel bis zu
einer zweiten Grenzfrequenz abnimmt und ab der zweiten Grenzfrequenz kein nennenswerter
Signalpegel mehr zu verzeichnen ist. Ein Hochfrequenz-Ausgang ist entsprechend als
ein Ausgang definiert, an welchem Signalanteile ausgegeben werden, welche nur oberhalb
einer dritten Grenzfrequenz einen nennenswerten Signalpegel aufweisen. Die dritte
Grenzfrequenz liegt dabei bevorzugt deutlich unterhalb der zweiten Grenzfrequenz und
besonders bevorzugt im Bereich der ersten Grenzfrequenz, damit ein ausreichender Überlapp
der Frequenzgänge des Niederfrequenz-Ausgangs und des Hochfrequenz-Ausgangs gewährleistet
ist.
[0020] Bevorzugt ist dabei die Frequenzweiche derart eingerichtet, dass der Frequenzgang
des Niederfrequenz-Ausgangs auf den Frequenzgang des ersten Schallerzeugers abgestimmt
ist, und dass der Frequenzgang des Hochfrequenz-Ausgangs auf den Frequenzgang des
zweiten Schallerzeugers, also des thermoakustischen Wandlers abgestimmt ist. Die Verwendung
einer derartigen Frequenzweiche erlaubt den Betrieb des ersten Schallerzeugers und
des als thermoakustischen Wandler ausgebildeten zweiten Schallerzeugers mit einem
gemeinsamen Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit, wodurch an dieser nur ein
Signalausgang erforderlich ist.
[0021] Zweckmäßigerweise umfasst der thermoakustische Wandler wenigstens einen aus Carbon-Nanoröhren
gebildeten Film, welcher mit wenigstens einem Signalanschluss verbunden ist, wobei
durch ein Anlegen einer Signalspannung an den oder jeden Signalanschluss ein zeitveränderliches
Erhitzen in dem oder jedem Film hervorgerufen wird, durch welches mittels des thermoakustischen
Effekts ein Schall erzeugt wird. In einem derartigen Film können die Carbon-Nanoröhren
weitgehend parallel zueinander ausgerichtet sein, auch mehrere Lagen von Bündeln zueinander
paralleler Carbon-Nanoröhren, wobei die Ausrichtungen der Carbon-Nanoröhren zweier
aufeinander folgender Lagen zueinander orthogonal sind, ist hierbei möglich.
[0022] Die beschriebene Mikrostruktur des Films erlaubt eine weitgehend ungehinderte Propagation
eines Schalls durch den Film hindurch. Dies ermöglicht eine Anordnung des zweiten
Schallerzeugers zwischen dem ersten Schallerzeuger und einem Schallausgang, von welchem
aus das erzeugte Schallsignal zum Gehör eines Benutzers weitergeführt wird, z.B. mittels
eines Schallleiters und/oder eines Ohrpassstücks. Ein thermoakustischer Wandler mit
einem Carbon-Nanoröhren-Film kann überdies unter den Vorgaben der erwünschten Klangwiedergabe
besonders kompakt dimensioniert sein.
[0023] Günstigerweise ist der zweite Schallerzeuger im Gehäuse angeordnet. Eine derartige
Positionierung vereinfacht die Verbindung des zweiten Schallerzeugers mit der Signalverarbeitungseinheit.
Eine Anordnung des zweiten Schallerzeugers ist prinzipiell jedoch auch in einem mit
dem Hörgerät verbindbaren Schallleiter möglich, über welchen ein erzeugtes Schallsignal
zum Gehör eines Benutzers weitergeführt wird. Ein derartiges Vorgehen erlaubt eine
weitere Verringerung der Größe des Hörgeräts.
[0024] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der erste Schallerzeuger derart
ausgebildet, dass er für Frequenzen in einem Frequenzbereich bis zu 4 kHz, bevorzugt
bis 2 kHz, einen höheren maximalen Wiedergabepegel aufweist als für Frequenzen oberhalb
dieses Frequenzbereichs. Der maximale Wiedergabepegel ist hierbei auf den maximal
erzeugbaren Schalldruck zu beziehen. Insbesondere kann der Frequenzgang des ersten
Schallerzeugers ab einer ersten Grenzfrequenz unterhalb von 4 kHz, bevorzugt unterhalb
von 3 kHz, abnehmen und bei einer zweiten Grenzfrequenz, bevorzugt oberhalb von 4
kHz, insbesondere oberhalb von 6 kHz, ein vollständiges Cut-off aufweisen. Während
ein thermoakustischer Wandler, insbesondere ein solcher, welcher von seiner Dimensionierung
her für eine Anordnung in einem Hörgerät geeignet ist, besonders für die Schallerzeugung
von Frequenzen oberhalb von 1 kHz ausgelegt ist, und dabei einen maximalen Wiedergabepegel
bevorzugt im Bereich zwischen 2 kHz und 4 kHz aufzuweisen hat, kann ein erster Schallerzeuger,
welcher seinen maximalen Wiedergabepegel in tieferen Frequenzbändern erreicht, in
Kombination mit dem zweiten Schallerzeuger zu einem vollständigen Klangbild beitragen.
[0025] Bevorzugt ist im Gehäuse ein Schallraum mit einem Schallausgang ausgebildet, wobei
der erste Schallerzeuger dazu eingerichtet ist, Schall im Schallraum zu erzeugen,
und wobei der zweite Schallerzeuger im Schallraum angeordnet ist. Der erzeugte Schall
kann hierbei über den Schallausgang und ggf. einen Schallleiter und/oder ein Ohrpassstück
zum Gehör eines Benutzers weitergeführt werden. Unter einer Schallerzeugung des ersten
Schallerzeugers im Schallraum ist dabei zu verstehen, dass ein wesentlicher Anteil
der erzeugten Schallleistung als Schalldruck im Schallraum registrierbar ist, wobei
eine Abstrahlung in andere Bereiche des Hörgerätes nicht ausgeschlossen ist. Eine
derartige Anordnung ermöglicht insbesondere eine modulare Bauweise des Hörgeräts,
bei welcher der erste Schallerzeuger, der zweite Schallerzeuger, die entsprechenden
Aufhängungen und Signalverbindungen, sowie, falls vorhanden, eine Frequenzweiche zu
einem Modul in einem die genannten Komponenten umgebenden Innengehäuse zusammengefasst
werden können. Der Schallraum ist dabei im Innengehäuse ausgebildet. Die modulare
Bauweise erlaubt ein Design und eine Auslegung der verbleibenden Komponenten des Hörgeräts
- z.B. der Signalverarbeitungseinheit oder des oder jedes Mikrofons - unabhängig von
den Schallerzeugern.
[0026] Günstigerweise ist hierbei der zweite Schallerzeuger im Schallweg zwischen dem ersten
Schallerzeuger und dem Schallausgang angeordnet. Unter dem Schallweg zwischen dem
ersten Schallerzeuger und dem Schallausgang ist hierbei der primäre - also möglichst
reflexionsfreie - Weg zu verstehen, entlang dessen ein vom ersten Schallerzeuger erzeugtes
Schallsignal zum Schallausgang propagiert. Eine derartige Anordnung erlaubt einerseits
eine besonders kompakte Bauweise, anderseits wird hierdurch insbesondere im Fall,
dass der zweite Schallerzeuger einen Film aus Carbon-Nanoröhren aufweist, die Mikrostruktur
des thermoakustischen Wandlers optimal ausgenutzt, welche eine nahezu ungehinderte
Propagation eines Schallsignals durch den Film hindurch erlaubt.
[0027] Alternativ dazu ist der zweite Schallerzeuger bevorzugt seitlich zum Schallweg zwischen
dem ersten Schallerzeuger und dem Schallausgang angeordnet. Die Auswahl der Positionierung
des zweiten Schallerzeugers kann dabei insbesondere von seiner Dimensionierung und
von den gewünschten individuellen spektralen Eigenschaften hinsichtlich der Wiedergabedynamik
abhängig gemacht werden.
[0028] In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Hörgerät einen
dritten Schallerzeuger, welcher dazu eingerichtet ist, ein Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit
in Schall umzuwandeln, wobei der dritte Schallerzeuger einen thermoakustischen Wandler
umfasst. Insbesondere kann der dritte Schallerzeuger unterschiedlich zum zweiten Schallerzeuger
sein, und insbesondere kann der dritte Schallerzeuger einen anderen Frequenzgang aufweisen
als der zweite Schallerzeuger. Hierdurch kann die Klangqualität bei gleichbleibender
Vibrationsunterdrückung weiter verbessert werden, da das erzeugbare Schallspektrum
auf die einzelnen Schallerzeuger weiter ausdifferenziert werden kann.
[0029] Zweckmäßigerweise umfasst das Hörgerät einen mit dem Gehäuse reversibel verbindbaren
Schallleiter, welcher eine Anzahl an Signalanschlüssen aufweist, wobei der zweite
Schallerzeuger und/oder der dritte Schallerzeuger im Schallleiter angeordnet ist,
und wobei in verbundenem Zustand des Schallleiters mit dem Gehäuse über die Anzahl
an Signalanschlüssen des Schallleiters eine Signalverbindung von der Signalverarbeitungseinheit
zum zweiten bzw. dritten Schallerzeuger hergestellt ist. Über einen in einem Schallleiter
angeordneten Schallerzeuger mit einem thermoakustischen Wandler lassen sich die spektralen
Eigenschaften des Schallleiters zur Verbesserung der Wiedergabedynamik ausnutzen.
[0030] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Hierbei zeigen jeweils schematisch:
- FIG 1
- in einer Schnittdarstellung ein Hörgerät mit einem konventionellen und einem thermoakustischen
Wandler, und
- FIG 2
- in einer Schnittdarstellung das Hörgerät nach FIG 1 mit einer alternativen Anordnung
des thermoakustischen Wandlers.
[0031] Einander entsprechende Teile und Größen sind in allen Figuren jeweils mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0032] In FIG 1 ist in einer Schnittdarstellung schematisch ein Hörgerät 1 gezeigt, welches
hier als ein Hörhilfegerät 2 ausgebildet ist. Das Hörgerät 1 umfasst ein Gehäuse 4,
in welchem eine modulare Einheit 6 eingesetzt ist. Die modulare Einheit 6 weist ein
Innengehäuse 8 auf, welches einen Schallraum 10 umgibt. Innerhalb des Innengehäuses
8 der modularen Einheit 6 ist ein erster Schallerzeuger 12 an einer dämpfenden Aufhängung
14 angeordnet. Der erste Schallerzeuger 12 ist hierbei als ein konventioneller, elektroakustischer
Wandler ausgebildet. Weiter ist im Innengehäuse 8 der modularen Einheit 6 ein zweiter
Schallerzeuger 16 angeordnet, welcher als ein thermoakustischer Wandler 18 ausgebildet
ist. Der zweite Schallerzeuger 16 weist zwei Signalanschlüsse 20 und einen Film 22
aus Carbon-Nanoröhren auf.
[0033] Für die Erzeugung eines Schallsignals ist zunächst im Innengehäuse 8 eine Signalweiche
24 mit einem Signaleingang 26 zum Empfang eines Ausgangssignals 28 einer Signalverarbeitungseinheit
30 angeordnet. Von einem Niederfrequenz-Ausgang 32 der Signalweiche 24 führt eine
Niederfrequenz-Verbindung 34 zum ersten Schallerzeuger 12. Weiter weist die Signalweiche
24 einen Hochfrequenz-Ausgang 36 auf, von welchem jeweils Hochfrequenz-Verbindungen
38 zu den beiden Signalanschlüssen 20 des thermoakustischen Wandlers 18 führen. Das
von der Signalverarbeitungseinheit 30 ausgegebene Ausgangssignal 28 wird in der Signalweiche
24 in einen niederfrequenten Anteil und einen hochfrequenten Anteil zerlegt.
[0034] Der niederfrequente Anteil des Ausgangssignals 28 wird am Niederfrequenz-Ausgang
32 über die Niederfrequenz-Verbindung 34 an den ersten Schallerzeuger ausgegeben,
und von diesem in Schall mit vorwiegend niedrigen Frequenzen umgewandelt. Der vom
ersten Schallerzeuger 12 erzeugte Schall propagiert dabei vorwiegend im Schallraum
10 zu einem Schallausgang 40, wodurch ein Schallweg 44 gebildet wird. Der Schallausgang
40 weist dabei einen Gummistutzen 42 auf, auf welchen ein nicht näher dargestellter
Schallleiter aufsetzbar ist, durch den der im Schallraum 10 erzeugte Schall zu einem
weiteren Ohrpassstück und letztlich zum Benutzer des Hörgeräts weitergeleitet werden
kann.
[0035] Der hochfrequente Signalanteil des Ausgangssignals 28 wird am Hochfrequenz-Ausgang
36 über die jeweiligen Hochfrequenz-Verbindungen 38 zum thermoakustischen Wandler
18 ausgegeben, und von diesem in Schall mit vorwiegend hohen Frequenzen umgewandelt.
Die Anordnung des thermoakustischen Wandlers 18 im Schallweg 44 des ersten Schallerzeugers
12 hat hierbei aufgrund der Mikrostruktur des Carbon-Nanoröhren-Films 22 keine nennenswerten
Auswirkungen auf den Schall des ersten Schallerzeugers 12 und seine Propagation.
[0036] Der erste Schallerzeuger 12 ist als elektroakustischer Wandler für eine leistungsstarke
Schallerzeugung bis zu Frequenzen von 3 kHz ausgelegt, oberhalb dieser Frequenzen
nimmt das Wiedergabe-Spektrum kontinuierlich bis zu einem vollständigen Cut-Off bei
ca. 6-7 kHz ab. Der thermoakustische Wandler 18 ist für eine besonders leistungsstarke
Schallerzeugung im Bereich von ca. 1 kHz bis 15 kHz ausgelegt. Bei der akustischen
Auslegung der Wiedergabeleistung des thermoakustischen Wandlers 18 besteht eine gewisse
Freiheit, wobei jedoch die Untergrenze - also die Frequenz, ab der der thermoakustische
Wandler einen nennenswerten Schalldruck zu erzeugen vermag - für den Frequenzbereich
so zu wählen ist, dass ein nennenswerter Überlapp mit dem Wiedergabe-Spektrum des
ersten Schallerzeugers 12 gewährleistet ist, und die Obergrenze - ab welcher der erzeugbare
Schalldruck abnimmt - vorrangig von den noch für die jeweilige Anwendung gewünschten
und/oder erforderlichen Frequenzen abhängt.
[0037] Dadurch, dass das Ausgangssignal 28 durch die Signalweiche 24 in einen niederfrequenten
Anteil und einen hochfrequenten Anteil aufgeteilt wird, welche jeweils von unterschiedlichen
Schallerzeugern in Schall umgewandelt werden, können in der Signalverarbeitungseinheit
30 die Gains für entsprechende Frequenzbänder dahingehend optimiert werden, dass bei
möglichst geringer Rückkopplung in ein in der Zeichnung nicht näher dargestelltes
Mikrofon des Hörgeräts 1 eine möglichst dynamische Wiedergabe erzielt wird. Durch
die dämpfende Aufhängung 14 des ersten Schallerzeugers 12 können zum einen mechanische
Vibrationen des ersten Schallerzeugers teilweise aufgefangen werden. Der erste Schallerzeuger
kann des Weiteren auf einen möglichst vibrationsarmen Betrieb im niederfrequenten
Bereich optimiert werden.
[0038] Eine derartige Optimierung des Betriebs ist aufgrund der mechanischen Komplexität
von typischerweise in einem Hörgerät eingesetzten Schallerzeugern meist nur für bestimmte,
eingeschränkte Frequenzbänder möglich. Die Verwendung eines ersten Schallerzeugers
12 und eines zweiten Schallerzeugers 16 erlaubt nun einerseits, den ersten Schallerzeuger
hinsichtlich seiner Wiedergabe- und Vibrationseigenschaften im niederfrequenten Bereich
zu optimieren, und den zweiten Schallerzeuger für einen maximalen Gain in bestimmten
höheren Frequenzbändern - z.B. im für die Sprachverständlichkeit relevanten Bereich
von 2 kHz bis 4 kHz - zu optimieren.
[0039] Die Anordnung eines zweiten Schallerzeugers 16 in einem Hörgerät 1 ist üblicherweise
aus Platzgründen nicht realisierbar. Durch die Verwendung eines thermoakustischen
Wandlers 18 ist dieser jedoch in Kombination mit einem konventionellen, elektroakustischen
Wandler möglich, wie er im ersten Schallerzeuger 12 gegeben ist. Aufgrund der Mikrostruktur
des Films 22 aus Carbon-Nanoröhren, welche einem feinen Gewebe gleicht, durch welches
der Schall des ersten Schallerzeugers 12 propagieren kann, entstehen auch keine Einschränkungen
für die Anordnung des thermoakustischen Wandlers 18 bzgl. des Schallwegs 44.
[0040] In FIG 2 ist in einer Schnittdarstellung eine alternative Anordnung des thermoakustischen
Wandlers 18 in einem Hörgerät 1 gezeigt, welches bis auf die Positionierung des thermoakustischen
Wandlers 18 bereits in FIG 1 dargestellt ist. Der thermoakustische Wandler 18 ist
hierbei nicht im Schallweg 44 des Schalls angeordnet, welcher vom ersten Schallerzeuger
12 zum Schallausgang 40 des Schallraums 10 propagiert, sondern seitlich und längs
zum Schallweg 44. Die konkrete Auswahl der Anordnung kann dabei von der erforderlichen
Dimensionierung des thermoakustischen Wandlers 18, insbesondere des Carbon-Nanoröhren-Films
22, abhängig gemacht werden, welche wiederum in Zusammenhang mit dem gewünschten optimalen
Frequenzgang des zweiten Schallerzeugers 16 steht.
[0041] Zur Vollständigkeit der Darstellung ist in FIG 2 ein Schallleiter 46 gezeigt, welcher
an einem Ende einen Steckverbinder 48 aufweist. Der Steckverbinder 48 ist hierbei
in den Gummistutzen 42 gesteckt, wodurch eine vibrationsgedämpfte mechanische Verbindung
zwischen dem Hörgerät 1 und dem Schallleiter 46 hergestellt ist. Weiter weist der
Schallleiter 46 einen Signalanschluss 50 und einen dritten Schallerzeuger 52 auf,
welcher wie der zweite Schallerzeuger 16 ebenfalls als ein thermoakustischer Wandler
54 ausgebildet ist. Der Signalanschluss 50 ist hierbei mit dem thermoakustischen Wandler
54 verbunden, so dass über einen entsprechenden Kontakt-Pin am Gehäuse 4 des Hörgeräts
bzw. am Innengehäuse 8 eine Signalverbindung 56 zwischen dem thermoakustischen Wandler
54 und der Signalverarbeitungseinheit 30 herstellbar ist. Alternativ zur in FIG 2
gezeigten Darstellung ist auch eine Anordnung des als thermoakustischer Wandler ausgebildeten
zweiten Schallerzeugers im Schallleiter denkbar, und durch eine entsprechende Signalverbindung
unmittelbar über Kontakt-Pins oder mittelbar - über einen Hochfrequenz-Ausgang einer
Signalweiche - mit der Signalverarbeitungseinheit verbunden ist. Der erste Schallerzeuger
im Gehäuse des Hörgeräts erzeugt hierbei vorrangig niederfrequenten Schall, welcher
direkt in den Schallleiter propagiert. Dort wird für ein möglichst breitbandiges Signal
Wandler der hochfrequente Schall durch den thermoakustischen Wandler "hinzugefügt".
[0042] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, ist die Erfindung nicht durch dieses Ausführungsbeispiel eingeschränkt.
Andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang
der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Hörgerät
- 2
- Hörhilfegerät
- 4
- Gehäuse
- 6
- modulare Einheit
- 8
- Innengehäuse
- 10
- Schallraum
- 12
- erster Schallerzeuger
- 14
- dämpfende Aufhängung
- 16
- zweiter Schallerzeuger
- 18
- thermoakustischer Wandler
- 20
- Signalanschluss
- 22
- Film aus Karbon-Nanoröhren
- 24
- Signalweiche
- 26
- Signaleingang
- 28
- Ausgangssignal
- 30
- Signalverarbeitungseinheit
- 32
- Niederfrequenz-Ausgang
- 34
- Niederfrequenz-Verbindung
- 36
- Hochfrequenz-Ausgang
- 38
- Hochfrequenz-Verbindung
- 40
- Schallausgang
- 42
- Gummistutzen
- 44
- Schallweg
- 46
- Schallleiter
- 48
- Steckverbinder
- 50
- Signalanschluss
- 52
- dritter Schallerzeuger
- 54
- thermoakustischer Wandler
- 56
- Signalverbindung
1. Hörgerät (1), insbesondere Hörhilfegerät (2), umfassend ein Gehäuse (4), eine im Gehäuse
angeordnete Signalverarbeitungseinheit (30), einen ersten Schallerzeuger (12), der
im Gehäuse (4) angeordnet ist, und einen zweiten Schallerzeuger (16),
wobei der erste Schallerzeuger (12) und der zweite Schallerzeuger (16) jeweils dazu
eingerichtet sind, ein Ausgangssignal (28) der Signalverarbeitungseinheit (30) in
Schall umzuwandeln, und
wobei der zweite Schallerzeuger (16) einen thermoakustischen Wandler (18) umfasst,
sowie weiter umfassend eine Frequenzweiche (24) mit einem Signaleingang (26), einem
Niederfrequenz-Ausgang (32) und einem Hochfrequenz-Ausgang (36),
wobei über den Signaleingang (26) die Signalverarbeitungseinheit (30) zur Einspeisung
des Ausgangssignals (28) mit der Frequenzweiche (24) verbunden ist,
und wobei
- der Niederfrequenz-Ausgang (32) mit dem ersten Schallerzeuger (12) und
- der Hochfrequenz-Ausgang (36) mit dem zweiten Schallerzeuger (16) verbunden ist
2. Hörgerät (1) nach Anspruch 1,
wobei der thermoakustische Wandler (18) eine Anzahl an Signalanschlüssen (20) und
wenigstens einen jeweils mit wenigstens einem Signalanschluss (20) verbundenen, aus
Carbon-Nanoröhren gebildeten Film (22) umfasst, und
wobei durch ein Anlegen einer Signalspannung an den oder jeden Signalanschluss (20)
ein zeitveränderliches Erhitzen in dem oder jedem Film (22) hervorgerufen wird, durch
welches mittels des thermoakustischen Effekts ein Schall erzeugt wird.
3. Hörgerät (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
wobei der zweite Schallerzeuger (16) im Gehäuse (4) angeordnet ist.
4. Hörgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der erste Schallerzeuger (12) derart ausgebildet ist, dass er für Frequenzen
in einem Frequenzbereich bis zu 4 kHz einen höheren maximalen Wiedergabepegel aufweist
als für Frequenzen oberhalb dieses Frequenzbereichs.
5. Hörgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei im Gehäuse ein Schallraum (10) mit einem Schallausgang (40) ausgebildet ist,
wobei der erste Schallerzeuger (12) dazu eingerichtet ist, Schall im Schallraum (10)
zu erzeugen, und wobei der zweite Schallerzeuger (16) im Schallraum angeordnet ist.
6. Hörgerät (1) nach Anspruch 5,
wobei der zweite Schallerzeuger (16) im Schallweg (44) zwischen dem ersten Schallerzeuger
(12) und dem Schallausgang (40) angeordnet ist.
7. Hörgerät (1) nach Anspruch 5,
wobei der zweite Schallerzeuger (16) seitlich zum Schallweg (44) zwischen dem ersten
Schallerzeuger (12) und dem Schallausgang (40) angeordnet ist.
8. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen dritten Schallerzeuger
(52), welcher dazu eingerichtet ist, ein Ausgangssignal (28) der Signalverarbeitungseinheit
(30) in Schall umzuwandeln,
wobei der dritte Schallerzeuger (52) einen thermoakustischen Wandler (54) umfasst.
9. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen mit dem Gehäuse
(4) reversibel verbindbaren Schallleiter (46), welcher eine Anzahl an Signalanschlüssen
(50) aufweist,
wobei der zweite Schallerzeuger (16) und/oder der dritte Schallerzeuger (52) im Schallleiter
(46) angeordnet ist, und
wobei in verbundenem Zustand des Schallleiters (46) mit dem Gehäuse (4) über die Anzahl
an Signalanschlüssen (50) des Schallleiters (46) eine Signalverbindung (56) von der
Signalverarbeitungseinheit (30) zum zweiten (16) bzw. dritten Schallerzeuger (52)
hergestellt ist.