[0001] Die Erfindung betrifft eine Auftragstasche, insbesondere KFZ-Auftragstasche, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus
DE 203 06 292 U1 ist eine Auftragstasche in Form einer Rückhaltetasche zur Aufnahme von Dokumenten
bekannt. Zwischen einem ersten und einem zweiten Blatt, die mit entsprechenden Seiten
verbunden sind, wird ein Dokumentenfach sowie eine Zugangsöffnung für den Eingriff
in das Dokumentenfach gebildet.
[0003] Ein Nachteil einer konventionellen Auftragstasche liegt darin, dass dann, wenn das
Deckblatt die in die Einlegetasche eingelegten Dokumente sicher halten kann, um ein
Herausfallen der Dokumente möglichst zu vermeiden, das Einlegen der Dokumente erschwert
ist. Der von einer solchen Auftragstasche bereitgestellte Taschenraum ist gering.
Die Folge davon ist, dass das Deckblatt bei der Benutzung der Auftragstasche dazu
neigt, einzureißen oder sich zu deformieren.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Auftragstasche zu schaffen, deren Brauchbarkeit
verbessert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 in
Verbindung mit dessen oberbegrifflichen Merkmalen gelöst.
[0006] Hierdurch wird eine Auftragstasche geschaffen, deren Einlegetasche einen vergrößerten
Hohlraum dadurch aufweist, dass durch den umgeschlagenen Rand des Foliendeckblattes
aufgrund des Umbugschweißens ein zusätzlicher Steckraum entlang der jeweiligen Längsseitenkante
der Rückwand geschaffen wird. Die Auftragstasche weist sozusagen zusätzliche Luft
auf und ist eben nicht eng angeschweißt. Das Einlegen von Dokumenten wird dadurch
leichter, ohne dass das sichere Halten der eingelegten Dokumente nachteilig beeinflusst
wird. Die Auftragstasche ist dadurch verschleißfester, da bei der Benutzung das Foliendeckblatt
weniger belastet ist. Ferner verstärkt der Umbugrand die Anbindung des Foliendeckblattes
an die Rückwand.
[0007] Durch Wahl der Beabstandung der Umbugschweißnaht vom jeweiligen Rand der Rückwand
kann zudem Einfluss genommen werden auf die Größe des vergrößerbaren Hohlraumes bzw.
die Luft. Beim Schweißvorgang kann beispielsweise eine Beabstandungshilfe auf die
Innenseite der Tasche zwischengelegt werden mit dem Ziel, dass die Tasche wählbare
"Luft" aufweist.
[0008] Bodenseitig der Rückwand ist eine solche "Luft" im Allgemeinen nicht erwünscht. Durch
Positionierung der Umbugschweißnaht unmittelbar an der Breitseitenkante und durch
beispielsweise Anschweißen ohne Beabstandungshilfe liegt dann die Tasche entlang dieses
Verbindungsbereiches eng an. Eingesteckte Dokumente neigen dann weniger zum Verrutschen,
da bodenseitig ein Anschlag von der Einlegetasche bereitgestellt wird.
[0009] Vorteilhaft ist hierzu ferner, wenn die jeweilige Umbugschweißnaht auf einem gerippten
Streifen an der Rückseite der Rückwand gelegt ist.
[0010] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den
Unteransprüchen zu entnehmen.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand des in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Draufsicht einer Auftragstasche,
Fig. 2 zeigt schematisch eine Rückansicht der Auftragstasche gemäß Fig. 1.
[0012] Wie Fig. 1 und Fig. 2 zeigen, betrifft die Erfindung eine Auftragstasche, insbesondere
KFZ-Auftragstasche, mit einer rechteckförmigen Rückwand 1 und mit einem Foliendeckblatt
2. Das Foliendeckblatt 2 ist an mindestens einem rechts- und/oder linksseitigen Längsseitenrand
3, hier dem linksseitigen Längsseitenrand 3, und einem bodenseitigen Breitseitenrand
4 mit der Rückwand 1 verbunden zur Ausbildung einer kopfseitig offenen Einlegetasche
5. Die Einlegetasche 5 dient insbesondere dem Einstecken von blattförmigen Aufzeichnungsträgern
und gegebenenfalls kleinteiligen Gegenständen wie beispielsweise Autoschlüsseln. Das
Foliendeckblatt 2 ist dazu vorzugsweise an zwei Seiten an der Rückwand 1 befestigt,
die aneinander anschließen, also wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, über Eck an einem
Längs- und einem Breitseitenrand 3, 4.
[0013] Der rechts- und/oder linksseitige Längsseitenrand 3 des Foliendeckblattes 2 ist mittels
einer Umbugschweißnaht 6 an der Rückseite 7 der Rückwand 1 befestigt. Die Umbugschweißnaht
6 ist dabei derart mit einem Abstand X zu einer Längsseitenkante 8 der Rückwand 1
verlaufend angeordnet, dass das Foliendeckblatt 2 diese Längsseitenkante 8 behälterwandartig
gegenüber der Rückwand 1, also unter Einschluß eines Hohlraums oder mit "Luft", umschlägt.
[0014] Der Abstand X der Umbugschweißnaht 6 zur Längsseitenkante 8 ist wählbar und liegt
vorzugsweise in einem Bereich von 3 bis 15 mm.
[0015] Der bodenseitige Breitseitenrand 4 des Foliendeckblattes 2 ist vorzugsweise an der
Rückseite 7 der Rückwand 1 entlang einer bodenseitigen Breitseitenkante 9 der Rückwand
1 ebenfalls mittels einer Umbugschweißnaht 10 befestigt. Der bodenseitige Breitseitenrand
4 des Foliendeckblattes 2 ist vorzugsweise mit kleinerem Abstand zur Breitseitenkante
9 angeordnet als der Längsseitenrand 3 des Foliendeckblattes 2 zur Längsseitenkante
8 der Rückwand 1. Die jeweilige Umbugschweißnaht 6, 10 ist vorzugsweise auf jeweils
einen gerippten Streifen 11, 12 an der Rückseite 7 der Rückwand 1 gelegt.
[0016] Besonders bevorzugt ist der bodenseitige Breitseitenrand 4 des Foliendeckblattes
2 unmittelbar benachbart der Breitseitenkante 9 der Rückwand 1 mittels Umbugschweißen
angeschweißt.
[0017] Das Foliendeckblatt 2 bildet vorzugsweise eine seitlich geöffnete Klarsichtfronttasche.
Das Foliendeckblatt 2 weist insbesondere eine Dicke im Bereich von 0,15 bis 0,5 mm
auf. Die Folie weist dann eine hinreichende Eigensteifigkeit auf, damit der umgeschlagene
Rand eine Eigenstabilität aufweist.
[0018] Die Rückwand 1 ist vorzugsweise als eine versteifte Unterlage ausgebildet.
1. Auftragstasche, insbesondere KFZ-Auftragstasche, mit einer rechteckförmigen Rückwand
(1) und mit einem Foliendeckblatt (2), das an mindestens einem rechts- und/oder linksseitigen
Längsseitenrand (3) und einem bodenseitigen Breitseitenrand (4) mit der Rückwand (1)
verbunden ist zur Ausbildung einer kopfseitig offenen Einlegetasche (5) für insbesondere
blattförmige Aufzeichnungsträger, dadurch gekennzeichnet, dass der rechts- und/oder linksseitige Längsseitenrand (3) des Foliendeckblattes (2) mittels
einer Umbugschweißnaht (6) an der Rückseite (7) der Rückwand (1) befestigt ist, und
die Umbugschweißnaht (6) derart mit Abstand zu einer Längsseitenkante (8) der Rückwand
(1) verlaufend angeordnet ist, dass das Foliendeckblatt (2) diese Längsseitenkante
(8) behälterwandartig gegenüber der Rückwand (1) umschlägt.
2. Auftragstasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Umbugschweißnaht (6) zur Längsseitenkante (8) in einem Bereich von
3 bis 15 mm liegt.
3. Auftragstasche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der bodenseitige Breitseitenrand (4) des Foliendeckblattes (2) an der Rückseite (7)
der Rückwand (1) entlang der Breitseitenkante (9) der Rückwand (1) mittels einer Umbugschweißnaht
(10) befestigt ist.
4. Auftragstasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bodenseitige Breitseitenrand (4) des Foliendeckblattes (2) mit kleinerem Abstand
zur Breitseitenkante (9) angeordnet ist als der Längsseitenrand (3) des Foliendeckblattes
(2) zur Längsseitenkante (8) der Rückwand (1).
5. Auftragstasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bodenseitige Breitseitenrand (4) des Foliendeckblattes (2) unmittelbar benachbart
der Breitseitenkante (9) der Rückwand (1) angebracht ist.
6. Auftragstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Foliendeckblatt (2) eine seitlich geöffnete Klarsichtfronttasche bildet.
7. Auftragstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (1) als eine versteifte Unterlage ausgebildet ist.
8. Auftragstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Umbugschweißnaht (6, 10) auf einen gerippten Streifen (10, 11) an der
Rückseite (7) der Rückwand (1) gelegt ist.
9. Auftragstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Foliendeckblatt (2) eine Dicke im Bereich von 0,15 bis 0,5 mm aufweist.