[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Befüllen von Behältnissen. Aus dem Stand der Technik sind diverse Verfahren und Vorrichtungen
zum Befüllen von Behältnissen bekannt. Weiterhin sind aus dem Stand der Technik mehrkomponentige
Getränke bekannt, d. h. Getränke, bei denen mehrere Komponenten zusammengemischt in
die Behältnisse eingefüllt werden. Als Beispiel hierfür können Fruchtsaftgetränke
genannt werden, bei denen das Getränk auch Fruchtfleisch bzw. Pulpe enthält. Diese
Getränke erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
[0002] Zum Abfüllen derartiger Getränke ist es bekannt, dass zwei Komponenten, beispielsweise
Fruchtsaft und Pulpe vor der Einfüllung in das Behältnis zusammengemischt und anschließend
als Mischung dem Behältnis zugeführt werden. Weiterhin ist bekannt, dass während des
Abfüllens gleichzeitig ein Saftbestandteil und Fruchtfleisch dem Behältnis zugeführt
werden. Weiterhin sind aus dem Stand der Technik Vordosagesysteme, wie Kolbenfüllsysteme,
bekannt. Diese Systeme sind jedoch nur relativ schlecht reinigbar und weisen zusätzlich
den Nachteil auf, dass sie relativ ungenau sind und ggfs. eine Zerstörung der einzufüllenden
Fruchtstücke bewirken können. Ein weiterer Nachteil dieser Systeme besteht darin,
dass nach der Dosage mit einem Kolbenfüller keine Daten mehr vorliegen, wie sich genau
das in dem Behältnis abgefüllte Produkt zusammensetzt. Dies bedeutet, dass sich hier
die Standartabweichungen der jeweiligen Komponenten addieren und damit die Genauigkeit
der Einfüllmenge abnimmt.
[0003] Die
WO 2008/014333 A2 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abfüllen von Getränken. Dabei wird
mit einer ersten Einfülleinrichtung ein erster Teil des Getränks eingefüllt und anschließend
mit einer weiteren Fülleinrichtung ein zweiter Teil des Getränks. Dabei erlaubt jedoch
diese Vorrichtung keine exakte Dosage der einzelnen Produktanteile.
[0004] Die
US 6,729,361 B2 beschreibt ein Verfahren zum Einfüllen eines Produkts mit mischbaren Bestandteilen
in ein Behältnis. Dabei wird auf einem Füllkarussell ein erster Produktanteil eingefüllt
und mittels eines zweiten Füllkarussells ein zweiter Produktanteil. Daneben ist eine
Steuerungseinrichtung vorgesehen, welche die Menge der Bestandteile, die in jeder
Füllstation des Behältnisses eingefüllt werden, steuert. Eine Überprüfung der besagten
Mengen ist bei dieser Vorrichtung nicht vorgesehen, sodass auch hier mit erheblichen
Ungenauigkeiten zu rechnen ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und
ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welche eine genauere Einfüllung bzw. Steuerung
der Füllmengen bei mehrkomponentigen Getränken erlauben. Dies wird erfindungsgemäß
durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen
und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Befüllen von Behältnissen mit mehrkomponentigen
fließfähigen Medien wird in einem ersten Verfahrensschritt eine erste Komponente in
das zu befüllende Behältnis mittels einer ersten Befüllungseinrichtung eingefüllt.
Anschließend wird das mit der ersten Komponente der Flüssigkeit befüllte Behältnis
zu einer zweiten Befüllungseinrichtung transportiert und in einem weiteren Schritt
eine zweite Komponente des abzufüllenden Mediums in das mit der ersten Komponente
befüllten Behältnis mittels einer zweiten Befüllungseinrichtung vorgenommen.
[0007] Erfindungsgemäß wird nach dem Einfüllen der ersten Komponente in das Behältnis eine
Füllmenge des eingefüllten Mediums und insbesondere der ersten Komponente bestimmt.
[0008] Bei dem fließfähigen Medium handelt es sich dabei insbesondere um eine Flüssigkeit
und besonders bevorzugt um Säfte oder dergleichen, oder allgemein Flüssigkeiten, welche
Partikel, wie beispielsweise Fruchtstücke aufweisen. Vorteilhaft sind die Komponenten
mischbar. Als fließfähige Medien werden insbesondere auch solche Medien verstanden,
welche Partikel, wie beispielsweise Fruchtfleisch, enthalten.
[0009] Es wird damit erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass nach dem Befüllen des Behältnisses
mit der ersten Komponente die Füllmenge der ersten Komponente bestimmt wird, wobei
durch das Vorsehen dieser Messung insbesondere ebenfalls eine genaue Bestimmung der
abzufüllenden Produkte möglich ist. Es ist möglich, dass während des gesamten Füllungsvorgangs
nur eine einzige Mengenbestimmung erfolgt.
[0010] Es ist jedoch auch möglich, dass zunächst eine Mengenbestimmung der ersten Komponente
erfolgt und anschließend eine Mengenbestimmung der Gesamtmenge (aus der sich die Menge
der ersten Komponente ggfs. ableiten lässt).
[0011] Vorteilhaft erfolgt eine Messung der Füllmenge durch eine Gewichtsmessung. Es hat
sich gezeigt, dass namentlich die Messung über das Gewicht eine sehr präzise Aussage
über die jeweilige Füllmenge erlaubt, zumal wenn es sich bei der ersten Komponente
um eine Komponente mit Fruchtfleisch oder Pulpe handelt, hier eine Durchflussmessung
zur Bestimmung des Volumens relativ aufwendig ist. Gleichwohl wäre jedoch auch eine
Messung über eine volumetrische (Durchfluss)-Messeinrichtung möglich.
[0012] Die Einfüllung der ersten Komponente, bei der es sich bevorzugt um eine Komponente
mit den Partikeln handelt, erfolgt bevorzugt zeitgesteuert bzw. Zeit-Druck-gesteuert
[0013] Möglich ist es jedoch auch, dass die Gewichtsmessung zwischen den beiden Befüllungseinrichtungen
erfolgt. Auf diese Weise kann die zweite Komponente auch mit anderen Systemen mengenmäßig
bestimmt werden, d.h. etwa volumetrisch oder mittels elektrischer Sonden oder Sondenrohre.
[0014] Es wird damit vorgeschlagen, dass eine weitere Befüllungseinrichtung insbesondere
mit einer Vielzahl von Fülleinheiten für die erste Komponente einer Befüllungseinrichtung
für die zweite Komponente vorgeschaltet ist. Bei einem Verfahren wird dabei über eine
Wägezelle als Messeinrichtung die Endfüllmenge (der ersten Komponente) bestimmt, d.
h. die Gewichtsmessung nach der vollständigen Abfüllung der ersten Komponente stattfindet.
Es wäre jedoch auch möglich, dass die eingefüllte Menge des gesamten Produkts bestimmt
wird.
[0015] Vorteilhaft erfolgt die Messung der Füllmenge vor der Einfüllung der zweiten Komponente.
Vorteilhaft befüllt die erste Befüllungseinrichtung das Behältnis mit der ersten Komponente
über eine Zeitsteuerung, es ist jedoch auch möglich, Dosierpumpen oder für eine Vordosage
typische Einrichtungen, wie Kolbenfüller vorzusehen. In der zweiten Befüllungseinrichtung
wird, wie erwähnt, vorzugsweise vor der Befüllung mit der zweiten Komponente die Menge
an erster Komponente vorzugsweise durch Wiegen bestimmt.
[0016] Damit erfolgt bevorzugt örtlich von der ersten Befüllungseinrichtung getrennt die
(Gewichts)messung der ersten eingefüllten Komponente. Vorteilhaft erfolgt diese Gewichtsmessung
in der zweiten Befüllungseinrichtung, denn dadurch kann mit ein und derselben Messeinrichtung
die Menge der ersten Komponente sowie die Gesamtmenge bestimmt werden. So wäre es
möglich, dass die besagte Gewichtsmesseinrichtung zunächst die Menge (bzw. das Gewicht)
der ersten Komponente bestimmt und im weiteren Verlauf und insbesondere nach dem Einfüllen
der zweiten Komponente, die Gesamtmenge bzw. das Gesamtgewicht beider Komponenten.
Das heißt, dass erfindungsgemäß mit ein und derselben Messeinrichtung zuerst eine
statische Gewichtsmessung und danach eine kontinuierliche Gewichtsmessung erfolgen
kann.
[0017] Die Mengenmessung bzw. Gewichtsbestimmung zwischen den beiden Füllvorgängen hat mehrere
Vorteile.
[0018] Zunächst kann für jeden einzelnen Behälter die notwendige Füllmenge der zweiten Komponente
berechnet werden, so dass jeder Behälter die gleiche Gesamtmenge (Masse oder Volumen)
enthält. Durch die nachträgliche Bestimmung der tatsächlich eingefüllten Menge an
erster Komponente wird die Standardabweichung der ersten Befüllung unwirksam gemacht.
Das wiederum heißt, dass es möglich ist, auf jedem Füllventil behälterspezifische
Mengen der zweiten Komponente einzufüllen. Im Stand der Technik ist es hingegen üblich,
dass alle Fülleinheiten die gleiche Menge dosieren.
[0019] Weiterhin kann eine ständige füllstellenspezifische Optimierung der Zeitfüllung der
ersten Komponente erfolgen. Wenn die angefüllten Behälter einer einzelnen Füllstelle
vom Ziel-Befüllungsgrad abweichen (was durch die nachträgliche Messung ja erkannt
wird), kann über die Steuerung eine Anpassung der Befüllungszeit erfolgen, bis die
Zielmenge an erster Komponente in die Flaschen gefüllt wird. Diese Anpassung wäre
auch möglich, wenn die erste Komponente volumetrisch eingefüllt wird. In diesem Falle
findet damit eine Regelung der Befüllung der Behältnisse mit der ersten Komponente
statt.
[0020] Schließlich kann für jeden abgefüllten Behälter die exakt dosierte Menge an Fruchtbestandteilen
sowie die Gesamtfüllmenge durch ein geeignetes Prozesskontroll- und/oder - dokumentationssystem
protokolliert und ausgewertet werden. Daraus kann sehr einfach der prozentuale Anteil
an Fruchtbestandteilen berechnet und den Behältern zugeordnet werden. Sollte nun der
Anlagenbetreiber einen bestimmten Mindestgehalt an Fruchtbestandteilen auf dem Flaschenetikett
garantieren, könnte er durch die Nachverfolgung der abgefüllten Behälter diejenigen
automatisch ausschleusen, die diesen Garantiewert nicht erfüllen.
[0021] Vorzugsweise wird die Füllmenge der ersten Komponente nach einem Transport der Behältnisse
mit der ersten Befüllungseinrichtung bestimmt. So ist es möglich, dass die Füllmenge
erst während eines Transports des Behältnisses mit der zweiten Befüllungseinheit bestimmt
wird, es wäre jedoch auch möglich, dass die Füllmenge während des Transports der Behältnisse
von der ersten Befüllungseinrichtung zu der zweiten Befüllungseinrichtung bestimmt
wird.
[0022] Vorzugsweise wird nach dem Einfüllen der ersten Komponente das Behältnis mittels
der ersten Befüllungseinrichtung noch transportiert. So ist es möglich, dass der eigentliche
Füllvorgang bereits abgeschlossen ist und nach der Befüllung mit der ersten Komponente
das Produkt noch mit der ersten Befüllungseinrichtung, wie beispielsweise einem Transportkarussell,
transportiert wird. So ist es beispielsweise möglich, dass nach dem eigentlichen Füllvorgang
noch Restflüssigkeit aus den jeweiligen Fülleinheiten bzw. Füllventilen abtropft,
oder auch Flüssigkeit abgeblasen wird, um auf diese Weise die Sauberkeit der jeweiligen
Füllventile zu erhöhen.
[0023] Vorteilhaft weist die erste Füllungseinrichtung eine Vielzahl von ersten Fülleinheiten
auf, die beispielsweise an einer Transporteinrichtung, wie einem Füllrad, angeordnet
sind. Durch die individuelle Gewichtsmessung der jeweils mit der ersten Komponente
befüllten Behältnisse, kann individuell die Füllmenge jeder einzelnen Fülleinheit
an der ersten Befüllungseinrichtung geprüft und auch geregelt werden. So ist es möglich,
dass über ein Schieberegister der Elektronik und auch den mechanisch festen Aufbau
genau festgelegt werden kann, bzw. geregelt werden kann, welche Fülleinrichtung der
ersten Befüllungseinrichtung wie viel gefüllt hat. Diese Füllmenge kann beispielsweise
über die Anpassung der jeweiligen Dosagezeit der jeweiligen Dosageeinheit der jeweiligen
Fülleinheiten geregelt werden. Vorzugsweise weist auch die zweite Befüllungseinrichtung
eine Vielzahl von zweiten Fülleinheiten zum Befüllen der Behältnisse mit der zweiten
Komponente auf. Dabei wird im Arbeitsbetrieb jeder zweiten Fülleinheit eine erste
Fülleinheit derart zugeordnet, dass beim Befüllen eines bestimmten Behältnisses durch
die zweite Fülleinheit festgestellt wird, welche erste Fülleinheit das gleiche Behältnis
mit der ersten Komponente befüllt hat.
[0024] Bei einem weiteren vorteilhaften Verfahren enthält die erste Komponente Feststoffe.
Dabei kann es sich bei der ersten Komponente um ein Medium handeln, welches Pulpe,
Fruchtstückchen oder dergleichen erhält. Vorteilhaft handelt es sich bei der Flüssigkeit
um ein Getränk.
[0025] Bei einem weiteren vorteilhaften Verfahren wird auf Basis der gemessenen Füllmenge
(insbesondere der ersten Komponente) die Befüllung des Behältnisses mit der ersten
Komponente und/ oder die Befüllung der Behältnisse mit der zweiten Komponenten gesteuert.
So kann, wie oben erwähnt, einerseits die Füllmenge der ersten Fülleinheiten angepasst
werden, andererseits wäre es jedoch möglich, die jeweilige Füllmenge der zweiten Komponente,
beispielsweise eines Fruchtsaftes zu regeln. Weiterhin ist es auch möglich, die jeweils
gemessenen Mengen abzuspeichern, um auf diese Weise auch über längere Zeit die einzelnen
Fülleinheiten der ersten Befüllungseinrichtung zu kontrollieren. Vorteilhaft ist zwischen
der Befüllung des Behältnisses mit der ersten Komponente und der Befüllung des Behältnisses
mit der zweiten Komponente ein Bereich vorgesehen, in dem die Behältnisse lediglich
transportiert werden, d. h. hier ist eine Ruhezone vorgesehen.
[0026] Vorzugsweise kann durch die Messung der ersten Komponente auch die Füllmenge des
zweiten Produktes mit der zweiten Befüllungseinrichtung so angepasst werden, dass
die Endfüllmenge akzeptabel ist und auf diese Weise können Fehl-Füllungen der Dosage
ausgeglichen werden, bzw. es ist immer möglich, dass ein vorbestimmter im Wesentlichen
konstanter Leerraum in dem Behältnis verbleibt, was insbesondere bei Heißabfüllungen
bedeutsam ist, da sich das Behältnis bei zu großem Leerraum stark verformt. Vorteilhaft
wird daher wenigstens eines der beiden Komponenten unter einer Temperatur in das Behältnis
eingebracht, welche größer ist als 40°, bevorzugt größer als 60°, bevorzugt größer
als 70°. Vorteilhaft handelt es sich hierbei um die zweite Komponente der Flüssigkeit.
Vorteilhaft werden die Füllmengen der zweiten Fülleinheiten derart geregelt, dass
die Gesamtmenge des abgefüllten Produkts innerhalb vorgegebener Grenzen liegt.
[0027] Vorteilhaft ist daher hier nur eine Messeinrichtung für zwei Befüllfunktionen vorgesehen,
wodurch auch nur eine Standardabweichung einer Messeinheit bei der Einfüllmenge zu
berücksichtigen ist, wobei insbesondere auch die Endfüllmenge für den Kunden und den
Endverbraucher bedeutsam ist.
[0028] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf eine Vorrichtung zum Befüllen von Behältnissen
mit einem mehrkomponentigen fließfähigen Medium und insbesondere mit einer Flüssigkeit
gerichtet. Diese Vorrichtung weist eine erste Befüllungseinrichtung auf, welche die
Behältnisse mit einer ersten Komponente des Mediums befüllt, wobei die erste Befüllungseinrichtung
wenigstens ein Füllelement aufweist. Weiterhin weist die Vorrichtung eine zweite Befüllungseinrichtung
auf, welche die Behältnisse mit einer zweiten Komponente des Mediums befüllt.
[0029] Dabei weist die zweite Befüllungseinrichtung wenigstens eine Fülleinheit auf, und
die zweite Befüllungseinrichtung ist in einer Transportrichtung der Behältnisse nach
der ersten Befüllungseinrichtung angeordnet. Weiterhin ist eine Transporteinrichtung
vorgesehen, welche die Behältnisse von der ersten Befüllungseinrichtung zu der zweiten
Befüllungseinrichtung transportiert. Daneben ist auch eine Mengenmesseinrichtung vorgesehen,
welche eine Menge der in die Behältnisse abgefüllten ersten Komponente bestimmt.
[0030] Erfindungsgemäß ist die Mengenmesseinrichtung derart angeordnet, dass die Mengenmessung
des in die Behältnisse abgefüllten Mediums, insbesondere dessen erster Komponente
nach der Befüllung der Behältnisse mit der ersten Komponente erfolgt. Es wird daher
auch vorrichtungsseitig vorgeschlagen, dass die Mengenmessung der ersten Komponente
nach deren Abfüllung erfolgt. Dabei wäre es möglich, dass eine Befüllung der Gesamtmenge
vorgenommen wird, vorteilhaft erfolgt jedoch die Mengenbestimmung nach der Abfüllung
der ersten Komponente und vor der Abfüllung der zweiten Komponente.
[0031] Bei der Transporteinrichtung, welche die Behältnisse von der ersten Befüllungseinrichtung
zu der zweiten Befüllungseinrichtung befördert, kann es sich beispielsweise um einen
Transportstern oder auch eine Transportkette handeln. Es wäre jedoch auch möglich,
dass sich die zweite Befüllungseinrichtung direkt an die erste Befüllungseinrichtung
anschließt und beispielsweise eine direkte Übergabe von einem ersten Füllrad auf ein
zweites Füllrad vorgenommen wird. In diesem Falle handelt es sich bei der Transporteinrichtung
beispielsweise um ein Transportelement, das die Behältnisse von der ersten Befüllungseinrichtung
an die zweite Befüllungseinrichtung übergibt, wobei es sich dabei auch jeweils um
entsprechende auf dem ersten und dem zweiten Füllrad angeordnete Greifelemente für
die Behältnisse handeln kann.
[0032] Vorteilhaft weist die erste Befüllungseinrichtung eine Transporteinrichtung auf,
welche eine Vielzahl von Fülleinheiten transportiert bzw. an der eine Vielzahl von
ersten Fülleinheiten angeordnet ist, und/ oder die zweite Befüllungseinrichtung weist
ebenfalls eine Transporteinrichtung auf, welche eine Vielzahl von Fülleinheiten transportiert.
[0033] Vorteilhaft ist die Mengenmesseinrichtung eine Gewichtsmesseinrichtung.
[0034] Dabei ist besonders bevorzugt die Mengenmesseinrichtung an der zweiten Befüllungseinrichtung
oder der Transporteinrichtung angeordnet, sodass eine Mengenbestimmung der ersten
Komponente hier noch vor der Abfüllung der zweiten Komponente erfolgt.
[0035] Dabei wäre es auch möglich, einen Wägestern vorzusehen, der sich zwischen der ersten
Befüllungseinrichtung und der zweiten Befüllungseinrichtung befindet. Ein derartiger
Wägestern oder eine derartige Messeinrichtung könnte auch (separat) bei bestehenden
Anlagen nachgerüstet werden. Ein Vorteil läge darin, dass weniger Messstellen erforderlich
sind, bzw. eine Nachrüstung erfolgen kann, falls die zweite Befüllungseinrichtung
über keine eigenen Messeinrichtungen bzw. über Wägezellen verfügt.
[0036] Vorteilhaft ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, welche die Zufuhr der ersten Komponente
in die Behältnisse dosiert und vorteilhaft handelt es sich dabei um eine zeitgesteuerte
Zuführeinrichtung, welche die gewünschte Menge über die Zeit eindosiert. Die Behältnisse
können dabei über den besagten Wägezellenstern geprüft werden und ggfs. die Dosagemenge
angepasst werden. Der gewogene Wert kann dann der zweiten Befüllungseinrichtung für
die zweite Komponente übermittelt werden und beispielsweise von der Endfüllmenge abgezogen
werden, um nach der Befüllung mit der zweiten Komponente wieder eine konstante Füllhöhe
in jedem Behältnis zu erreichen.
[0037] Vorteilhaft weist die Vorrichtung wenigstens eine Fülleinheit zur Befüllung von Behältnissen
mit einem fließfähigen Produkt auf, wobei diese Fülleinheit eine Füllleitung aufweist,
durch welche hindurch das Produkt in die Behältnisse eingefüllt wird. Dabei weist
die Füllleitung einen endseitigen Auslassabschnitt auf, durch den das Produkt aus
der Füllleitung austritt, sowie eine erste Ventileinrichtung, welche die Zuführung
des fließfähigen Produkts in die Füllleitung steuert.
[0038] Erfindungsgemäß weist die Fülleinrichtung eine zweite Ventileinrichtung auf, um die
Fülleinrichtung insbesondere nach einem Füllvorgang mit einem gasförmigen Medium zu
beaufschlagen, um Reste des abzufüllenden fließfähigen Produkts zu entfernen.
[0039] Es wird darauf hingewiesen, dass diese beschriebene Fülleinrichtung auch unabhängig
von der oben genannten Vorrichtung zum Einsatz kommen kann. Die Anmelderin behält
sich vor, auch die Fülleinrichtung eigens zu beanspruchen. Vorteilhaft ist die Fülleinheit
an einem beweglichen und insbesondere drehbaren Träger angeordnet. Vorteilhaft weist
die Fülleinheit eine Halteeinrichtung zum Halten der Behältnisse auf.
[0040] Vorteilhaft weist die Fülleinrichtung eine dritte Ventileinrichtung auf, um die Fülleinrichtung
mit einem gasförmigen Medium zu beaufschlagen. Dabei ist besonders bevorzugt eine
Steuerungseinrichtung vorgesehen, welche die Fülleinheit und insbesondere die Füllleitung
mit dem gasförmigen Medium beaufschlagt, nachdem das fließfähige Produkt durch die
Fülleinrichtung gefördert wurde.
[0041] Vorteile und Zweckmäßigkeiten sind der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit
der Zeichnung zu entnehmen. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung eines ersten erfindungsgemäßen
Verfahrens;
- Fig. 2
- eine Darstellung zur Veranschaulichung eines weiteren vorteilhaften Verfahrens; und
- Fig. 3a-3c
- drei Darstellungen eines Vordosageventils.
[0042] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Dabei
werden Behältnisse 10 entlang der Pfeile P durch eine in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnete
Vorrichtung zum Befüllen befördert. Zunächst gelangen die Behältnisse dabei mittels
eines Zuführrades 22 zu einer in ihrer Gesamtheit mit 2 bezeichneten ersten Befüllungseinrichtung.
In dieser Befüllungseinrichtung wird den Behältnissen in einem Abschnitt bzw. einer
Phase I zunächst eine erste Komponente einer Flüssigkeit, insbesondere eines Getränks
zugeführt. Nach dieser Dosierung der ersten Komponente werden die Behältnisse durch
einen Ruheabschnitt II transportiert, in dem keine Zuführung erfolgt. In einem Abschnitt
III erfolgt ein Ausblasen der jeweiligen Auslässe der Fülleinheiten, um auf diese
Weise Reste der ersten Komponente noch in das Behältnis zu fördern bzw. die jeweiligen
Füllleitungen von den Resten zu befreien. In einem weiteren Abschnitt IV können Reste
der ersten Komponente noch in die Behältnisse abtropfen.
[0043] Die erste Befüllungseinrichtung weist dabei eine Transporteinrichtung 12 wie beispielsweise
ein Füllrad auf, an dem eine Vielzahl von Fülleinheiten 12a - bevorzugt äquidistant
- angeordnet ist. Diese einzelnen Fülleinheiten 12a füllen damit die erste Komponente
des Mediums in die Behältnisse ein.
[0044] Nach diesem Vorgang werden die Behältnisse über drei Transportsterne 24, 26, 28 zu
der zweiten Befüllungseinrichtung 4 transportiert. Während dieses Transports ist zunächst
eine Beruhigungsphase V vorgesehen, entlang derer noch keine Befüllung der Behältnisse
10 erfolgt. In einer Messphase VI wird die Menge der ersten Komponente in den Behältnissen
(mit Messeinrichtungen 6) gemessen und dabei werden insbesondere die Behältnisse mit
ihrem Inhalt gewogen, das heißt es kann eine statische Gewichtsmessung durchgeführt
werden. Zu diesem Zweck ist hier eine Mengenmesseinrichtung vorgesehen. Dabei ist
es möglich, dass jede einzelne Füllstation bzw. Fülleinheit der zweiten Befüllungseinrichtung
4 jeweils eine eigene Wägezelle 6 zum Messen der Menge aufweist.
[0045] Das Bezugszeichen 14 bezieht sich auf eine Transporteinrichtung, welche die einzelnen
Fülleinheiten 14a (lediglich eine Fülleinheit 14a gezeigt) transportiert. Diese Transporteinrichtung
14 ist dabei hier ebenfalls als Füllrad ausgebildet, auf dem die einzelnen Fülleinheiten
bevorzugt äquidistant angeordnet sind.
[0046] In einer weiteren Phase VII werden die Behältnisse mit der zweiten Komponente befüllt
und anschließend in einen Transportstern 32 abgeführt. Die zweite Befüllungseinrichtung
weist dabei eine Steuereinrichtung 40 auf und die erste Befüllungseinrichtung 2 ebenfalls
eine Steuereinrichtung 30. Diese beiden Steuereinrichtungen 30 und 40 dienen zum Ansteuern
der einzelnen Fülleinheiten, die an den beiden Befüllungseinrichtungen 2 und 4 angeordnet
sind.
[0047] Dabei erlauben diese Steuerungseinrichtungen 30, 40 eine individuelle Steuerung der
von jeder einzelnen Fülleinheit 12a, 14a abgegebenen Flüssigkeit. Das heißt, während
der Abgabe der zweiten Komponente kann eine kontinuierliche Gewichtsmessung erfolgen,
bis das zu erreichende Gesamtgewicht eingefüllt wurde. Falls die Mengenmesseinrichtung
6 ein bestimmtes Füllgewicht an der zweiten Fülleinheit 14a feststellt, kann die Steuerungseinrichtung
rückschließen, dass das entsprechende Behältnis an der ersten Befüllungseinrichtung
2 mit dem entsprechenden ersten Füllelement 12a befüllt wurde. In Reaktion auf die
gemessene Menge kann das entsprechende erste Füllelement 12a nachgeregelt werden,
so dass es beispielsweise im nächsten Durchlauf mehr oder weniger Menge an erster
Komponente in das Behältnis einfüllt. Auch kann in Reaktion auf die Gewichtsmessung
die entsprechende zweite Füllelement 14a gesteuert bzw. geregelt werden, sodass es
mehr oder weniger an zweiter Komponente in das Behältnis einfüllt.
[0048] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Die
Befüllung mit der ersten Befüllungseinrichtung 2 entspricht hier der Befüllung, wie
in Fig. 1 gezeigt. Auch hier werden die Behältnisse über einen Transportstern 24 abgeführt.
Die Beruhigungsphase V sowie die Messphase VI liegen jedoch hier auf einem weiteren
Abführrad 26. Auch hier ist es möglich, das erste Füllventil 12a individuell zu bestimmen
und ggfs. nachzuregeln. Die zweite Befüllungseinrichtung 4 befüllt hier lediglich
die Behältnisse mit der zweiten Komponente. Die in Fig. 2 gezeigte Ausgestaltung ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn ein Wägestern 26 bei bereits bestehenden Anlagen
nachgerüstet werden soll.
[0049] Die Fig. 3a-3c zeigen drei Darstellungen einer ersten Fülleinheit 12a, welche hier
als Vordosageventil wirkt. Dieses Vordosageventil 12a weist dabei eine Vielzahl von
Ventileinrichtungen auf. Eine Zuführleitung 64 fördert die abzufüllende Komponente,
wie beispielsweise Pulpe, in Richtung eines ersten Ventils 62. Dieses erste Ventil
62 steuert damit die Zuführung der ersten Komponente durch eine Füllleitung 52 und
einen Auslassabschnitt 54 in die Behältnisse (nicht gezeigt), die hier von Halteeinrichtungen
(nicht gezeigt) beispielsweise an ihrem Tragring an den Auslassabschnitt 54 gehalten
werden. Das Bezugszeichen 82 kennzeichnet eine Abdeckeinrichtung bzw. CIP-Kappe, welche
in einem Reinigungsbetrieb den Auslassabschnitt abdeckt.
[0050] Die Füllmenge der ersten Komponente wird dabei vorzugsweise durch die Zeit gesteuert,
wie lange das Ventil 62 geöffnet ist. Diese Dosagezeit wird dabei vorteilhaft im Vorfeld
mittels Versuchen ermittelt und während der Produktion von der in den Figuren 1 und
2 gezeigten Wägezelle 6 geprüft, welche sich, wie oben erwähnt, in der nachfolgenden
Füllmachine befindet. Die Wägezelle 6 wird dann die Dosagezeit, falls nötig anpassen
und ggfs. nachkorrigieren.
[0051] Um ein Nachtropfen zu verhindern bzw. zur besseren Dosiergenauigkeit werden vorteilhaft
Produktreste, die nach der Dosage in der Zuleitung 52 bzw. im Auslassabschnitt 54
stehen, aus der Füllleitung 52 geblasen. Hierzu werden verschiedene Ausblasdrücke
verwendet. Produktreste in der Ausblasdüse 54 können dann entstehen, wenn sich größere
Fruchtstücke in der Düse verkeilen oder wenn nach dem Schließen des Dosageventils
der komplette Düsenquerschnitt durch das Produkt belegt ist und sich ein Vakuum bildet.
[0052] Auch läuft unter Umständen die Ausblasdüse 52, 54 unkontrolliert leer, da die Oberflächenspannung
bei sehr dünnflüssigen Medien nicht mehr ausreicht, um das Produkt in der Düse zu
halten. Zu diesem Zweck wird zunächst das zweite Ventil 76 geöffnet, um auf diese
Weise Niedrigdruck über die Verbindungsleitung 52 und den Auslassabschnitt 54 zu leiten.
Dieser geringe Druck dient zur Grobreinigung der Ausblasdüse. Dabei werden die Produktreste
in der Füllleitung 52 durch einen geringen Druck und nach der Dosage langsam aus der
Ausblasdüse 54 geblasen. Der Druck sollte dabei nicht zu hoch werden, damit die Produktreste
nicht zu schnell in das Behältnis "geschossen" werden und das schon dosierte Produkt
in der Flasche durch das Auftreffen der Produktreste aus der Flasche spritzt. Sollten
die Produktreste aufgrund eines Vakuums in der Ausblasdüse 54 entstehen, so ist es
möglich, das Ventil 76 bereits während der Dosage zu öffnen (drucklos). Somit ist
das Rohr immer entlüftet und eine Grobreinigung ist nicht nötig. Das Bezugszeichen
94 kennzeichnet eine Zuführleitung für Druckluft.
[0053] Anschließend wird vorteilhaft das zweite Ventil 76 geschlossen und ein drittes Ventil
72 geöffnet. Dieses dritte Ventil dient zur Zuführung von Hochdruck in die Füllleitung
52 bzw. den Auslassabschnitt 54. Der hohe Druck wird zum Ausblasen der Tropfen benötigt,
die an der Innenwand der Füllleitung 52 bzw. dem Auslassabschnitt 54 hängen. Hierzu
wird eine größere Strömungsgeschwindigkeit des Gases im Rohr verwendet und somit auch
ein höherer Druck. Das Ausblasen mit dem hohen Druck soll verhindern, dass Tropfen
unkontrolliert aus der Ausblasdüse 54 fallen.
[0054] Vorteilhaft sind beide Ausblasdrücke einstellbar. Dabei kann eingestellt werden,
wann (während der Dosage, nach der Dosage) wie lange und mit welchem Druck ausgeblasen
wird. Als Medium zum Ausblasen wird dabei vorteilhaft Luft verwendet. Es wäre jedoch
auch möglich, insbesondere bei Sterilanwendungen, zum Ausblasen Sterilluft zu verwenden.
[0055] Vorteilhaft ist die Füllleitung 52 bzw. der Auslassabschnitt 54 geeignet beschichtet,
damit auf diese Weise Produktreste besser abtropfen. Diese Beschichtung kann dabei
sowohl innen als auch außen angebracht werden.
[0056] Es wird damit vorgeschlagen, dass ein Ausblasen der Füllleitung bzw. des Auslassabschnittes
54 durch zwei verschiedene Druckniveaus in Folge erfolgt. Weiterhin wäre es auch möglich,
dass bei einem offenen ersten Ventil 76 gefüllt wird und damit einem niedrigen Druck,
bis hin zu einem atmosphären Druck und anschließend ein späteres Reinigen bzw. Spülen
der Füllleitung bzw. des Auslassabschnitts 54 mit höherem Druck erfolgt.
[0057] Das Bezugszeichen 74 kennzeichnet ein weiteres Ventil, welches zum Reinigen der Fülleinheit
12a dient. Dabei kann beispielsweise ein Reinigungsmedium zugeführt werden und die
einzelnen Leitungen 52 ggfs. auch 64 mit einem Reinigungsmedium in einem speziellen
Reinigungsbetrieb gereinigt werden.
[0058] Das Bezugszeichen 66 bezieht sich auf ein weiteres Ventil, welches für eine Heißrückführung
dient. Im Falle eines Produktionsstillstandes bzw. bei der Produktionsvorbereitung
kann das Produkt zur Heißhaltung über das besagte Ventil 66 in einem Kreislauf gepumpt
werden. Zu diesem Zweck wird das Ventil 62 geschlossen und der Kreislauf verläuft
über die Zuführleitung 64 und zurück über eine Rückführleitung 68.
[0059] Die Anmelderin behält sich vor, sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten
Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination
gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- erste Befüllungseinrichtung
- 4
- zweite Befüllungseinrichtung
- 6
- Wägezelle
- 10
- Behältnis
- 12
- Transporteinrichtung der ersten Befüllungseinrichtung
- 12a
- Fülleinheit, Vordosageventil
- 14
- Transporteinrichtung der zweiten Befüllungseinrichtung
- 14a
- zweite Fülleinheit
- 22
- Zuführrad
- 24, 26, 28, 32
- Transportsterne
- 26
- Abführrad, Wägestern
- 30, 40
- Steuereinrichtung
- 52
- Füllleitung, Ausblasdüse
- 54
- Auslassabschnitt, Ausblasdüse
- 62
- erstes Ventil
- 64
- Zuführleitung
- 66
- Ventil
- 68
- Rückführleitung
- 72
- drittes Ventil
- 74
- Ventil
- 76
- zweites Ventil
- 82
- Abdeckeinrichtung
- 94
- Zuführleitung
- I, III, IV, VII
- Abschnitte
- II
- Ruheabschnitt
- V
- Beruhigungsphase
- VI
- Messphase
- P
- Pfeil
1. Verfahren zum Befüllen von Behältnissen (10) mit mehrkomponentigen fließfähigen Medien
mit den Schritten:
- Einfüllen einer ersten Komponente in das zu befüllende Behältnis mittels einer ersten
Befüllungseinrichtung (2);
- Transport des mit der ersten Komponente der Flüssigkeit befüllten Behältnisses zu
einer zweiten Befüllungseinrichtung (4);
- Einfüllen einer zweiten Komponente der Flüssigkeit in das mit der ersten Komponente
befüllte Behältnis mittels der zweiten Befüllungseinrichtung (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem Einfüllen der ersten Komponente in das Behältnis (10) jedoch vor dem Einfüllen
der zweiten Komponente in das Behältnis (10) eine Füllmenge der ersten Komponente
bestimmt wird, wobei örtlich von der ersten Befüllungseinrichtung und örtlich von
der zweiten Befüllungseinrichtung (4) getrennt die Messung der ersten eingefüllten
Komponente erfolgt.
2. Verfahren nach wenigstens dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Füllmenge der ersten Komponente, entlang einer Transportrichtung des Behältnisses
(10), zwischen der ersten Befüllungseinrichtung (2) und der zweiten Befüllungseinrichtung
(4) gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Befüllungseinrichtung (4) in der Transportrichtung der Behältnisse nach
der ersten Befüllungseinrichtung (2) angeordnet ist, und wobei mittels einer Transporteinrichtung
(24, 26, 28) die Behältnisse von der ersten Befüllungseinrichtung (2) zu der zweiten
Befüllungseinrichtung (4) transportiert werden, und wobei mit einer Mengenmesseinrichtung
(6) die Menge der in die Behältnisse (10) abgefüllten ersten Komponente durchgeführt
wird.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mengenmesseinrichtung (6) die Menge und/oder das Gewicht nur der ersten Komponente
bestimmt.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mengenmesseinrichtung (6) an einem Abführrad (26) der Transportvorrichtung (24,
26, 28) angeordnet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
während des Transports auf dem Abführrad (26) zunächst eine Beruhigungsphase (V) vorgesehen
ist, entlang derer noch keine Befüllung der Behältnisse (10) erfolgt, wobei in einer
Messphase (VI) auf dem Abführrad (26) die Menge der ersten Komponente in den Behältnissen
mittels der Mengenmesseinrichtung (6) gemessen wird.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abführrad (26) ein Wägestern ist oder einen solchen umfasst.
8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einer weiteren Phase (VII) die Behältnisse (10) durch die zweite Befüllungseinrichtung
(4) mit der zweiten Komponente befüllt werden.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Befüllungseinrichtung (4) die Behältnisse (4) nur mit der zweiten Komponente
befüllt.
10. Verfahren nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Messung der Füllmenge durch eine Gewichtsmessung erfolgt.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Messung der Füllmenge der ersten Komponente eine statische Gewichtsmessung ist.
12. Verfahren nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf Basis der gemessenen Füllmenge die Befüllung des Behältnisses mit der ersten Komponente
und/oder die Befüllung des Behältnisses mit der zweiten Komponente gesteuert wird.
13. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Füllmenge der ersten Komponente, vorzugsweise nur, nach einem Transport der Behältnisse
mit der ersten Befüllungseinrichtung (2) bestimmt wird.
14. Vorrichtung (1) zum Befüllen von Behältnissen mit mehrkomponentigen fließfähigen Medien
mit einer ersten Befüllungseinrichtung (2), welche die Behältnisse mit einer ersten
Komponente des Mediums befüllt, wobei die erste Befüllungseinrichtung (2) wenigstens
eine Fülleinheit (12a) aufweist, mit einer zweiten Befüllungseinrichtung (4), welche
die Behältnisse mit einer zweiten Komponente des Mediums befüllt, wobei die zweite
Befüllungseinrichtung (4) wenigstens eine Fülleinheit aufweist und wobei die zweite
Befüllungseinrichtung (4) in einer Transportrichtung der Behältnisse nach der ersten
Befüllungseinrichtung (2) angeordnet ist und mit einer Transporteinrichtung (24, 26,
28), welche die Behältnisse von der ersten Befüllungseinrichtung (2) zu der zweiten
Befüllungseinrichtung (4) transportiert und mit einer Mengenmesseinrichtung (6), welche
eine Menge der in die Behältnisse (10) abgefüllten ersten Komponente bestimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mengenmesseinrichtung (6) derart angeordnet ist, dass die Mengenmessung des in
die Behältnisse abgefüllten Mediums nach der Befüllung der Behältnisse mit der ersten
Komponente erfolgt, und die Mengenmesseinrichtung (6) an der Transporteinrichtung
(22, 24, 26) angeordnet ist, und wobei die Mengenmesseinrichtung (6), vorzugsweise
nur, die Menge und/oder das Gewicht der ersten Komponente bestimmt.
15. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Befüllungseinrichtung (2) eine Transporteinrichtung (12) aufweist, welche
eine Vielzahl von Fülleinheiten (12a) transportiert und/oder die zweite Befüllungseinrichtung
(4) eine Transporteinrichtung (14) aufweist, welche eine Vielzahl von Fülleinheiten
(14a) transportiert.