(19)
(11) EP 3 073 041 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.09.2016  Patentblatt  2016/39

(21) Anmeldenummer: 16161166.0

(22) Anmeldetag:  18.03.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 1/20(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 25.03.2015 DE 202015101526 U

(71) Anmelder: Licht & Harmonie Glastrüren GmbH
33397 Rietberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Groneck, Tim
    49326 Melle (DE)
  • Bolte, Norbert
    59555 Lippstadt (DE)

(74) Vertreter: Graefe, Jörg et al
Fritz Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Postfach 1580
59705 Arnsberg
59705 Arnsberg (DE)

   


(54) UMFASSUNGSZARGE EINER TÜR


(57) Mehrschalige Umfassungszarge einer Tür, wobei die Umfassungszarge ein Türfutter (1) als erste Schale und eine Zierbekleidung (2) als zweite Schale aufweist, die Aluminium-Profile sind, wobei die Aluminium-Profile in einer Längsrichtung gleichförmige Hohlkammerprofile sind.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine mehrschalige Umfassungszarge einer Tür, wobei die Umfassungszarge ein Türfutter als erste Schale und eine Zierbekleidung als zweite Schale aufweist, die Aluminium-Profile sind.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene mehrschalige Umfassungszargen dieser Art bekannt. Diese Türzargen sind häufig so konstruiert, dass das Türfutter mithilfe von Klammern, Bügeln, Winkeln oder anderen Beschlägen in der Türöffnung befestigt werden. Anschließend wird die Zierbekleidung auf das Türfutter aufgesteckt.

[0003] Eine andere Methode ist es, die Wandöffnung zunächst mit einem Blindstock auszukleiden und die Umfassungszarge an dem Blindstock zu befestigen. Das ist insbesondere eine Methode, die gewählt wird, wenn die Umfassungszarge bündig mit der Wandoberfläche der die Türöffnung begrenzenden Wände sein soll.

[0004] Die Konstruktion von Umfassungszargen aus Aluminiumprofilen und die Methoden zur Montage von Umfassungszargen aus Aluminiumprofilen orientieren sich bislang an der Konstruktion und der Montage von Stahlzargen.

[0005] Moderne Holzzargen werden dagegen häufig nicht durch Beschläge mit dem die Türöffnung umgebenden Mauerwerk verbunden. Vielmehr wird zunächst das Türfutter mit der daran häufig fest angebrachten Falzbekleidung in die Türöffnung eingesetzt. Mit Montageschaum wird dann ein Zwischenraum zwischen der Zarge und der die Maueröffnung umgebenden Wand zumindest punktuell ausgeschäumt. Dadurch wird die Zarge mit der Wand verbunden. Die Zierbekleidung wird dann auf das Türfutter aufgesteckt. Sobald die Türbänder montiert sind, kann ein Türblatt in der Türzarge eingehängt werden.

[0006] Diese Art der Montage kann mit den bisher bekannten Umfassungszargen aus Aluminium nicht vorgenommen werden. Die bekannten Aluminium-Umfassungszargen weisen derzeit nicht die dafür notwendige Tragfähigkeit auf.

[0007] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zu Grunde, eine bekannte Aluminium-Umfassungszarge so weiter zu bilden, dass sie für eine Montage mit Montageschaum geeignet und eingerichtet ist.

[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Aluminium-Profile in einer Längsrichtung gleichförmige Hohlkammerprofile sind. Durch die Wahl von Hohlkammerprofilen wird eine größere Stabilität der Aluminium-Umfassungszarge erreicht. Die Zarge kann das Gewicht des Türblatts aufnehmen, ohne dass die Zarge zur Stabilisierung durch Beschläge mit der Wand oder einem Blindstock verbunden werden muss.

[0009] Gemäß der Erfindung können die Schalen ein oder mehrere Kammern aufweisen, die vorteilhaft im Querschnitt rechteckig sind. Auf einer oder mehreren Innenseiten der Kammer können in Längsrichtung des Aluminium-Profils nach innen in die Kammer ragende Stege vorgesehen sein.

[0010] Die Zierbekleidung kann im Querschnitt im Wesentlichen L-förmig sein, wobei die wenigstens eine Kammer der Zierbekleidung in einem ersten Schenkel vorgesehen ist. Ein zweiter Schenkel der Zierbekleidung deckt einen Spalt zwischen dem Türfutter und der Wand ab.

[0011] Die Umfassungszarge kann eine Zarge für eine Drehflügeltür sein. Das Türfutter kann monolithisch mit einer Falzbekleidung als ein Teil oder Schale ausgebildet sein, das im Querschnitt im Wesentlichen L-förmig sein kann. Dieser Falzbekleidung kann dann integraler Bestandteil dieser Schale bzw. dieses Teils sein. Die wenigstens eine Kammer des Türfutters ist dann vorzugsweise in einem ersten Schenkel vorgesehen, während ein zweiter Schenkel des Teils die Falzbekleidung zugerechnet werden kann.

[0012] Am Ende des ersten Schenkels kann eine Aufnahme angeordnet sein, in welche der erste Schenkel der Zierbekleidung einsteckbar ist oder eingesteckt ist. Durch die Einstecktiefe des ersten Schenkels der Zierbekleidung in die Aufnahme des ersten Schenkels des Teils kann die Umfassungszarge auf eine Wandstärke der die Wandöffnung umgebenden Wand eingestellt werden.

[0013] Gemäß der Erfindung kann im ersten Schenkel des Teils ein Anschlag ausgebildet sein. Der Anschlag kann eine Nut aufweisen, in welcher ein Dichtungsprofil eingesetzt oder einsetzbar ist. Dieser Anschlag kann insbesondere bei stumpf einschlagenden Türen genutzt werden.

[0014] Die Umfassungszarge kann ein Anschlagsprofil aufweisen, welches auf dem Anschlag des Teils montierbar oder montiert ist und welches eine Nut aufweist, in welcher ein Dichtungsprofil eingesetzt oder einsetzbar ist. Dieses Anschlagsprofil kann bei gefälzten Türen benutzt werden.

[0015] In einem ersten Abschnitt des ersten Schenkels zwischen einem zweiten Schenkel des Teils und dem Anschlag kann wenigstens eine Kammer des Türfutters ausgebildet sein.

[0016] Ebenso ist es möglich, dass in einem zweiten Abschnitt des ersten Schenkels zwischen dem Anschlag und der Aufnahme wenigstens eine Kammer ausgebildet ist.

[0017] Eine erfindungsgemäße Umfassungszarge kann nicht nur eine Zarge für eine Drehflügeltür sondern auch eine Zarge für einen Durchgang in einer Wandöffnung sein, der nicht durch eine Tür verschlossen werden kann. Die Zarge ist dann eine so genannte Durchgangszarge. Die Durchgangszarge weist neben dem Türfutter ohne integrierte Falzbekleidung und der (ersten) Zierbekleidung eine zweite Zierbekleidung auf, die entsprechend der ersten Zierbekleidung ausgebildet ist. Das Türfutter kann eine Platte mit wenigstens einer Hohlkammer sein, die an gegenüberliegenden Seiten je eine Aufnahme aufweist, wobei in eine der Aufnahmen der erste Schenkel der ersten Zierbekleidung einsteckbar oder eingesteckt ist und in eine andere der Aufnahmen der erste Schenkel der zweiten Zierbekleidung einsteckbar oder eingesteckt ist.

[0018] Gemäß der Erfindung kann bei der Durchgangszarge die wenigstens eine Kammer des Türfutters zwischen den Aufnahmen angeordnet sein. Das ist insbesondere möglich, wenn mit der Durchgangszarge die ausgekleidete Wandöffnung von einer Wand umgeben ist, die eine hinreichende Stärke hat, um das Türfutter so breit auszulegen, dass die Aufnahmen und die Kammer hintereinander liegend angeordnet sein können. Ist die Wandstärke dafür nicht ausreichend, können die Aufnahmen benachbart zueinander sein, wobei die wenigstens eine Kammer dann neben den beiden Aufnahmen angeordnet ist.

[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen:
Fig. 1
einen Querschnitt durch eine erste Umfassungszarge für eine Drehflügeltür im zum Teil montierten Zustand,
Fig. 2
einen Querschnitt durch eine zweite Umfassungszarge für eine Drehflügeltür im zum Teil montierten Zustand,
Fig. 3
einen Querschnitt durch eine dritte Umfassungszarge für eine Drehflügeltür im zum Teil montierten Zustand,
Fig. 4
einen Querschnitt durch eine vierte Umfassungszarge für eine Drehflügeltür im zum Teil montierten Zustand,
Fig. 5
einen Querschnitt durch eine fünfte Umfassungszarge im zum Teil montierten Zustand, die als Durchgangszarge ausgestaltet ist,
Fig. 6
einen Querschnitt durch eine sechste Umfassungszarge im zum Teil montierten Zustand, die als Durchgangszarge ausgestaltet ist,
Fig. 7
einen Querschnitt durch eine siebte Umfassungszarge im zum Teil montierten Zustand, die als Durchgangszarge ausgestaltet ist,
Fig. 8
einen Querschnitt durch eine achte Umfassungszarge im zum Teil montierten Zustand, die als Durchgangszarge ausgestaltet ist,
Fig. 9
einen Querschnitt durch eine neunte Umfassungszarge für eine Drehflügeltür im zum Teil montierten Zustand,


[0020] Die in den Figuren dargestellten Umfassungszargen weisen eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten auf. Gleiche oder funktionelle Teile oder Strukturen der Umfassungszargen sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

[0021] Die Umfassungszargen weisen ein Türfutter 1 und wenigstens eine Zierbekleidung 2 auf, die jeweils eine Schale der mehrschaligen Umfassungszarge bilden. Die Figuren zeigen einen Querschnitt durch ein aufrechtes Rahmenteil der Umfassungszarge. Ein waagerechtes Rahmenteil, auch Blendrahmen-Oberstück genannt, welches unter einem Sturz einer Wandöffnung montierbar ist, kann vorteilhaft im Querschnitt genauso gestaltet sein. Die aufrechten Rahmenteile und ein waagerechtes Rahmenteil können über Winkelverbinder auf einfache Art miteinander verbunden werden. Das ist aus dem Stand der Technik bekannt und ist in den Figuren nicht dargestellt. Allerdings sind in den Figuren Strukturen dargestellt, in welche die Winkelverbinder eingeschoben werden können, um die einzelnen Rahmenteile zu einer vollständigen Zarge miteinander zu verbinden.

[0022] Zunächst werden die Umfassungszargen für Drehflügeltüren beschrieben, die in den Figuren 1 bis 4 dargestellt sind.

[0023] Die Zierbekleidung 2 ist ein Aluminium-Hohlkammerprofil mit einem ersten Schenkel 21 und einem zweiten Schenkel 22. Der erste Schenkel 21 weist die Hohlkammer 25 auf. Durch die Hohlkammer mit ihren entlang eines Rechtecks angeordneten Seitenwänden erhält der erste Schenkel 21 und damit die gesamte Zierbekleidung 2 eine Stabilität gegen Verformung. Die Kammer bildet zudem eine Verbindungsstruktur, in welche Winkelverbinder eingeschoben werden können, um aufrechte und waagerechte Rahmenteile der Zarge miteinander zu verbinden. Die Stege 26 auf der Innenseite von zwei Wänden der Kammer 25 erhöhen zum einen die Steifigkeit der Zierbekleidung 2 und bilden zum anderen Strukturen, die der Festlegung der Winkelverbinder in dem Hohlkammerprofil der Zierbekleidung dienen können.

[0024] Der zweite Schenkel 22 der Zierbekleidung hat eine einfache Wand, auf deren Innenseite, d.h. der im montierten Zustand der Zarge der Wand zugewandten Seite zwei Stege 23 mit Hinterschneidungen aufweist, in welche ebenfalls Winkelverbinder eingeschoben werden können, um aufrechte und waagerechte Rahmenteile miteinander zu verbinden.

[0025] An einem freien Ende der zweiten Schenkel 22 sind ferner Strukturen vorgesehen, mit deren Hilfe ein Putzprofil an der Zierbekleidung 2 befestigt werden kann.

[0026] Der erste Schenkel 21 der Zierbekleidung 2 dient der Verbindung mit dem Türfutter. Das Türfutter umfasst ein Futterbrett (in etwa der Bereich A). Monolithisch mit dem Türfutter 1 ist eine Falzbekleidung (in etwa der Bereich B) ausgebildet. Das Futterbrett A und die Falzbekleidung B bilden somit ein einheitliches Teil 1, dessen Abschnitte dem Futterbrett A und der Falzbekleidung B nicht durchgängig eindeutig zugeordnet werden können. Sinnvoller ist die Unterscheidung eines ersten Schenkels 11 und eines zweiten Schenkels 12 des Teils 1.

[0027] Der zweite Schenkel 12 ist wie der zweite Schenkel 22 der Zierbekleidung ausgebildet. Lediglich durch ihre Länge unterscheiden sich die zweiten Schenkel 12, 22. Wie auch der zweite Schenkel 22 der Zierbekleidung 2 weist auch der zweite Schenkel 12 des Teils 1 Stege 17 zur Verbindung mit einem Winkelverbinder zur Verbindung mit anderen Rahmenteilen der Zarge und Strukturen 18 zur Verbindung mit einem Putzprofil auf.

[0028] Wie auch der erste Schenkel 21 der Zierbekleidung 2 weist auch der erste Schenkel 11 des Teils 1 Kammern 13, 13a, 15, 15a auf. Die Kammern 13, 13a sind dabei im Wesentlichen ganz oder teilweise zwischen dem zweiten Winkel 12 und einem Anschlag 14 des Teils 1 vorgesehen. Die Kammern 13, 13a könnten der Falzbekleidung zugeordnet werden. Die Kammern 15, 15a können zwischen dem Anschlag 14 und einer Aufnahme 16 angeordnet sein. Das ist bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 2 bis 4 der Fall. Das Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist für eine Wand geringer Wandstärke vorgesehen. Der erste Schenkel 11 des Ausführungsbeispiels gemäß der Figur 1 ist daher vergleichsweise kurz.

[0029] Die Kammern 13, 13a und der Abstand zwischen dem zweiten Schenkel 12 und dem Anschlag 14 sowie der Anschlag 14 sind bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 1 bis 4 gleich ausgebildet. Das erklärt sich dadurch, dass die Funktion dieser Element bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 1 bis 4 gleich ist. Der Anschlag 14 ist so positioniert, dass ein stumpf einschlagender Türflügel bündig mit der Außenseite des zweiten Schenkels abschließt. Eine Nut in dem Anschlag 14 kann entweder eine Dichtung aufnehmen oder ein Anschlagsprofil 3, mit dem die Fläche, an dem eine Tür anschlägt in eine Richtung senkrecht zu der Außenseite des zweiten Schenkels 12 verschoben wird. Diese Positionsverschiebung ist notwendig, wenn anstelle einer stumpf einschlagenden Tür eine gefälzte Tür verwendet werden soll. Die Dichtung (Falzdichtung) kann dann in eine Nut des Anschlagsprofils 3 eingesetzt werden.

[0030] Versetzt zum Anschlag 14 sind die Kammern 13, 13a vorgesehen. Diese Kammern 13, 13a haben die gleiche Funktion wie die Kammer 25 in der Zierbekleidung. Sie steifen das Teil 1 aus und bieten Strukturen zur Verbindung der aufrechten Rahmenteile und des waagerechten Rahmenteils der Zarge. In die Kammern 13, 13a können Winkelverbinder eingeschoben und festgelegt werden. Ferner können in den Kammern zumindest Teile von Schließkästen oder Türbändern aufgenommen werden.

[0031] In einer Linie hinter dem Anschlag 14 sind ggf. die Kammern 15, 15a und in jedem Fall die Aufnahme 16 vorgesehen, welche genauso bemessen ist, dass der erste Schenkel 21 der Zierbekleidung formschlüssig und vorteilhaft auch leicht kraftschlüssig zwischen zwei Wänden der Aufnahme aufgenommen werden kann. Dadurch dass die Eintauchtiefe des ersten Schenkels 21 in der Aufnahme 16 frei eingestellt werden kann, kann die Zarge in einem Bereich für Wände unterschiedlicher Stärke eingestellt werden. Der Einstellbereich ist durch die Länge des ersten Schenkels 21 der Zierbekleidung und der Tiefe der Aufnahme 16 vorgegeben.

[0032] In den Kammern 15, 15a können Stege 151 vorgesehen sein, die zum Einen der Aussteifung und zum Anderen der Befestigung von Winkelverbindern dienen können.

[0033] Im Weiteren wird auf die Durchgangszargen gemäß den Figuren 5 bis 8 Bezug genommen.

[0034] Die Durchgangszarge weist ein Türfutter 1 und zwei Zierbekleidungen 2 auf. Die Hohlkammerprofile der Zierbekleidungen 2 sind zu den Hohlkammerprofilen der Zierbekleidungen 2 der Zargen der Beispiele aus den Figuren 1 bis 4 identisch.

[0035] Das Türfutter 1 ist nicht monolithisch mit einer Falzbekleidung verbunden und weist ein Futterbrett auf. Das Futterbrett hat zwei in entgegengesetzte Richtungen ausgerichtete Aufnahmen 16 zur Aufnahme der ersten Schenkel 21 der Zierbekleidungen 2. Diese Aufnahmen 16 sind genauso gestaltet wie die Aufnahmen des Teils 1 der Zargen der Beispiele aus den Figuren 1 bis 4 und die Weiten der Aufnahmen 16 haben gegenüber dem Außenmaß der ersten Schenkel 21 ein leichtes Untermaß.

[0036] Das Türfutter 1 ist ebenfalls ein Hohlkammerprofil, dessen Kammer 15 im Beispiel der Figur 5 aus Platzgründen neben den Aufnahmen 16 angeordnet ist, während bei den Beispielen der Figuren 6 bis 8 die Kammer 15 oder Kammern 15, 15a in einer Flucht zwischen den Aufnahmen 16 vorgesehen sind.

[0037] Das Türfutter 1 weist an der Außenseite der Aufnahmen 16 und oder in der oder den Kammern 15, 15a Stege auf, die Hinterschnitte bilden, in denen Winkelverbinder eingeschoben und festgelegt werden können.

[0038] Eine erfindungsgemäße Zarge kann auch für eine in eine Wand einschiebbare Schiebetür verwendet werden. Die Zarge kann dann auf der Seite der Wandöffnung, in welcher das Türblatt eingeschoben wird eine Umfassungszarge aufweisen, wie sie in der Figur 9 dargestellt ist. Diese Zarge weist ein Türfutter 1, mit einer Aufnahme 16, Stegen für Winkelverbinder 161, eine Kammer 15 und in der Kammer Stege 151 für Winkelverbinder auf. In die Aufnahme, die wie die Aufnahmen 16 der Beispiele gemäß den Figuren 1 bis 8 ausgebildet sind, kann ein erster Schenkel 21 einer Zierbekleidung 2 eingeschoben werden, die so wie die Zierbekleidungen 2 der Beispiele gemäß der Figuren 1 bis 8 ausgebildet ist.


Ansprüche

1. Mehrschalige Umfassungszarge einer Tür, wobei die Umfassungszarge ein Türfutter (1) als erste Schale und eine Zierbekleidung (2) als zweite Schale aufweist, die Aluminium-Profile sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aluminium-Profile in einer Längsrichtung gleichförmige Hohlkammerprofile sind.
 
2. Umfassungszarge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen (1, 2) ein oder mehrere Kammern (12, 12a, 15, 15a, 25) aufweisen, die im Querschnitt rechteckig sind.
 
3. Umfassungszarge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Kammer (12, 12a, 15, 15a, 25) der Schalen (1, 2) auf einer oder mehreren Innenseite(n) in Längsrichtung des Aluminium-Profils der Schalen (1, 2) nach innen in die Kammer ragende Stege (151, 19, 26) aufweist.
 
4. Umfassungszarge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zierbekleidung (2) im Querschnitt im Wesentlichen L-förmig ist, wobei die wenigstens eine Kammer (25) der Zierbekleidung in einem ersten Schenkel (21) vorgesehen ist.
 
5. Umfassungszarge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfassungszarge eine Zarge für eine Drehflügeltür ist und dass das Türfutter monolithisch mit einer Falzbekleidung als ein Teil (1) ausgebildet ist, dass im Querschnitt im Wesentlichen L-förmig ist, wobei die wenigstens eine Kammer (12, 12a, 15, 15a) des Türfutters in einem ersten Schenkel (11) vorgesehen ist.
 
6. Umfassungszarge nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des ersten Schenkels (11) eine Aufnahme (16) angeordnet ist, in welche der erste Schenkel (11) der Zierbekleidung (2) einsteckbar oder eingesteckt ist.
 
7. Umfassungszarge nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Schenkel (11) des Teils (1) ein Anschlag (14) ausgebildet ist.
 
8. Umfassungszarge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (14) eine Nut aufweist, in welcher ein Dichtungsprofil eingesetzt oder einsetzbar ist.
 
9. Umfassungszarge nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfassungszarge ein Anschlagsprofil (3) aufweist, welches auf dem Anschlag (14) des Teils (1) montierbar oder montiert ist und welches eine Nut aufweist, in welcher ein Dichtungsprofil eingesetzt oder einsetzbar ist.
 
10. Umfassungszarge nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das in einem ersten Abschnitt des ersten Schenkels (11) zwischen einem zweiten Schenkel (12) des Teils (1) und dem Anschlag (14) wenigstens eine Kammer (12, 12a) ausgebildet ist.
 
11. Umfassungszarge nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das in einem zweiten Abschnitt des ersten Schenkels (11) zwischen dem Anschlag (14) und der Aufnahme (16) wenigstens eine Kammer (15, 15a) ausgebildet ist.
 
12. Umfassungszarge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfassungszarge eine Durchgangszarge ist, welche neben dem Türfutter (1) und der Zierbekleidung (2) eine zweite Zierbekleidung (2) aufweist, die entsprechend der ersten Zierbekleidung (2) ausgebildet ist und dass das Türfutter (1) ein Futterbrett ist, das an gegenüberliegenden Seiten je eine Aufnahme (16) aufweist, wobei in eine der Aufnahmen der erste Schenkel (21) der ersten Zierbekleidung (2) einsteckbar oder eingesteckt ist und in eine andere der Aufnahmen der zweite Schenkel (21) der zweiten Zierbekleidung (2) einsteckbar oder eingesteckt ist.
 
13. Umfassungszarge nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Kammer (15, 15a) des Türfutters (1) zwischen den Aufnahmen (16) angeordnet ist.
 
14. Umfassungszarge nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (16) benachbart zueinander sind und dass die wenigstens eine Kammer (15b) neben den beiden Aufnahmen (16) angeordnet ist.
 
15. Umfassungszarge nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Türfutter (1) und die erste Zierbekleidung (2) bzw. die erste und die zweite Zierbekleidung (2) je einen zweiten Schenkel (12, 22) aufweisen, Aufnahmekanäle oder Stege (17, 151, 161, 23) für Verbindungselemente, zum Beispiel Winkelverbinder aufweisen, die zur Aufnahme von Verbindungselementen zur Verbindung mit einer Wand oder zur Aufnahme von Verbindungselementen zur Verbindung mit einem anderen Teil der Umfassungszarge geeignet und eingerichtet sind.
 




Zeichnung































Recherchenbericht









Recherchenbericht