[0001] Die Erfindung betrifft eine Deckschichtbohrvorrichtung und ein Verfahren zum Bohren
eines Kerns in eine Deckschicht.
[0002] Bei der Erstellung einer Bohrung im Erdreich, insbesondere einer Horizontalbohrung
im Erdreich, wird meist eine Grube erstellt, die sich unter einem Winkel, insbesondere
nahe 90°, von der Erdoberfläche in das Erdreich erstreckt. In die Grube, die auch
als Baugrube oder Startgrube bezeichnet werden kann, wird die Bohrvorrichtung, insbesondere
eine Horizontalbohrvorrichtung, abgesenkt. Von der Grube kann dann insbesondere eine
Horizontalbohrung mittels der Bohrvorrichtung durchgeführt werden.
[0003] In bebauten Gebieten ist es notwendig, dass die Grube, in der die Bohrvorrichtung
positioniert werden soll, einen relativ kleinen Durchmesser aufweist. Eine derartig
kleine Grube ist im Rahmen der grabenlosen Neuverlegung und Erneuerung von Gas-, Wasser-,
Strom- oder Datenleitungen für Hausanschlüsse unter dem Begriff "Keyhole-Technik"
bekannt. Insbesondere in bebauten Gebieten, bei denen das Erdreich mittels einer Deckschicht,
bedeckt ist, sollen die Oberflächenarbeiten auf ein Minimum reduziert werden. Bei
der Keyhole-Technik kommt es zu weniger Oberflächenfolgeschäden und -folgekosten,
die von der offenen Bauweise her bekannt sind. Die Erd- und Oberflächenarbeiten lassen
sich sicherer, in reduziertem Umfang und produktiver ausführen. Das Erstellen einer
Horizontalbohrung im Erdreich mittels der Keyhole-Technik ist beispielsweise in
DE 10 2010 013 725 A1 beschrieben.
[0004] Zum Erzeugen einer kreisförmigen Grube im mit einer Deckschicht bedeckten Erdreich
wird üblicherweise zunächst eine Bohrkrone in Form eines Kronenbohrers verwendet.
Mit dem Kronenbohrer wird die Deckschicht kreisförmig geschnitten, wobei der Außendurchmesser
des Kronenbohrers dem Außendurchmesser der zu erstellenden Grube entspricht. Nach
dem Erzeugen des kreisförmigen Schnitts wird der Kronenbohrer entfernt und mit einem
Kronenbohrer oder einem anderen Bohrer geringeren Durchmessers eine weitere Bohrung
durchgeführt, mit Hilfe derer der Bohrkern aus der Grube entnommen werden kann. Üblicherweise
sind damit drei Arbeitsgänge zur Erstellung einer Grube erforderlich:
- 1. Erstellung eines kreisförmigen Schnitts in die Oberfläche entsprechend dem Außendurchmesser
der zu erstellenden Grube und Entfernen des Kronenbohrers,
- 2. Erstellen einer weiteren Bohrung innerhalb des zuvor kreisförmig erzeugten Schnitts
und
- 3. Entfernen des Bohrkerns mittels Heraushebens des Bohrkerns über ein in die weitere
Bohrung eingeführtes Gestänge.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Deckschichtbohrvorrichtung und ein Verfahren zum Bohren eines Kerns in
eine Deckschicht zu schaffen, mit der bzw. dem die Erstellung einer Grube effizienter
durchgeführt werden kann, insbesondere die Anzahl der Verfahrensschritte verringert
werden kann.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der nebengeordneten Patentansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Gegenstände der nebengeordneten Patentansprüche sind
Gegenstand der jeweiligen abhängigen Patentansprüche und ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung.
[0007] Kerngedanke der Erfindung ist die Zusammenfassung der beiden bisher als getrennte
Schritte durchgeführten Schritte des Erzeugens des kreisförmigen Schnitts und des
nachfolgenden, getrennt von diesem durchgeführten Schritts des Erstellens einer Bohrung
innerhalb des kreisförmigen Schnitts.
[0008] Die Deckschichtbohrvorrichtung ist erfindungsgemäß derart ausgestaltet, dass in einer
Bohrkrone ein Bohrkopf mit einem kleineren Durchmesser als der der Bohrkrone angeordnet
ist. Erfindungsgemäß kann ein Bohrkern erzeugt werden, der nach Beendigung der Arbeiten
wieder auf die verfüllte Grube gesetzt werden kann. Bohrkrone und Bohrkopf sind mit
unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit antreibbar, so dass für beide Querschnitte
bzw. zu erstellenden Bohrungen in Form des kreisförmigen Schnitts mit der Bohrkrone
und dem Bohrkopf eine optimale Schnittgeschwindigkeit gewählt werden kann. Der Begriff
"Winkelgeschwindigkeit" bezieht sich auf eine Rotation bzw. Drehung der Bohrkrone
bzw. des Bohrkopfs um die jeweilige Längsachse derselben. Für Bohrkopf und Bohrkrone
können unterschiedliche Antriebe vorgesehen sein, die Teil der erfindungsgemäßen Deckschichtbohrvorrichtung
sein können. Bohrkopf und Bohrkrone können relativ zueinander beweglich sein.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst der Begriff "Bohrkrone" einen Kronenbohrer in Form eines
hohlen Rundmeißels. Unter einer "Deckschichtbohrvorrichtung" wird insbesondere jeder
erfindungsgemäß ausgestaltete Kronenbohrer zum Bohren in eine Deckschicht verstanden.
Der Begriff "Deckschichtbohrvorrichtung" kann zudem jede Vorrichtung umfassen, welche
einen Kronenbohrer von oberhalb der Oberfläche in eine Deckschicht bewegt, um eine
Grube zur Positionierung einer Horizontalbohrvorrichtung zu erstellen. Der Begriff
"Deckschicht" umfasst insbesondere die Decke im Bereich des Straßenbaus, die auch
als Decke, Fahrbahndecke, Fahrbahnbelag bezeichnet wird. Die Deckschicht kann ein
Material aufweisen, das Asphalt, Gussasphalt, Asphaltbeton, Splittmastixasphalt, Asphaltbinderschicht
und/oder Beton sein kann.
[0010] Die Deckschicht kann neben der eigentlichen Deckschicht auch eine zwischen der Deckschicht
und einem Planum vorhandene weitere Schicht, insbesondere eine Tragschicht, umfassen.
[0011] Die erfindungsgemäße Bohrkrone bzw. das Verfahren wird zur Erzeugung einer Grube
für eine darin zu positionierende Erdbohrvorrichtung zum Erstellen eines Kanals im
Erdreich verwendet.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Bohrkopf, der in der Bohrkrone angeordnet
ist, als weitere Bohrkrone ausgestaltet, wodurch bei den üblicherweise erfindungsgemäß
vorgesehenen Durchmessern des Bohrkopfs bzw. der weiteren Bohrkrone ein geringerer
Aufwand beim Bohren als bei einer Vollbohrung erforderlich ist. Bevorzugt ist der
Bohrkopf zur Bohrkrone zentriert.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Außendurchmesser der Bohrkrone und
der Außendurchmesser des Bohrkopfs ein Verhältnis im Bereich von ungefähr 2 bis ungefähr
15, bevorzugt im Bereich von ungefähr 4 bis ungefähr 12, insbesondere bevorzugt im
Bereich von ungefähr 6 bis ungefähr 10 auf. Derartige Größenverhältnisse haben sich
als besonders vorteilhaft erwiesen und sind entsprechend gut handhabbar und führen
zu guten Ergebnissen.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Bohrkrone eine Umdrehungsgeschwindigkeit
im Bereich von ungefähr 70 bis ungefähr 200 Umdrehungen pro Minute, bevorzugt im Bereich
von ungefähr 80 bis ungefähr 180 Umdrehungen pro Minute, insbesondere bevorzugt im
Bereich von ungefähr 85 bis ungefähr 170 Umdrehungen pro Minute aufweisen. In einer
bevorzugten Ausführungsform kann der Bohrkkopf eine Umdrehungsgeschwindigkeit im Bereich
von ungefähr 680 bis ungefähr 1350 Umdrehungen pro Minute, bevorzugt im Bereich von
ungefähr 700 bis ungefähr 1300 Umdrehungen pro Minute, insbesondere bevorzugt im Bereich
von ungefähr 750 bis ungefähr 1280 Umdrehungen pro Minute aufweisen. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform sind die Schnittgeschwindigkeiten miteinander korreliert,
so dass insbesondere bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit des Bohrkopfs im Bereich
von ungefähr 750 bis ungefähr 1280 Umdrehungen pro Minute eine Umdrehungsgeschwindigkeit
der Bohrkrone im Bereich von ungefähr 85 bis ungefähr 170 Umdrehungen pro Minute vorliegt
bzw. einstellbar ist.
[0015] Bohrkrone und Bohrkopf weisen in einer bevorzugten Ausführungsform eine Schnittgeschwindigkeit
im Bereich von ungefähr 2 bis ungefähr 6 m/s, insbesondere im Bereich von ungefähr
2,5 bis ungefähr 5,5 m/s auf.
[0016] Ganz besonders bevorzugt sind die genannten Umdrehungsgeschwindigkeiten mit der Schnittgeschwindigkeit
korreliert.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform sind Bohrkrone und Bohrkopf mit einem ein oder
mehrere Getriebe aufweisenden Drehantrieb antreibbar, wodurch mit ein und demselben
Drehantrieb sowohl Bohrkrone als auch Bohrkopf (relativ zueinander beweglich) angetrieben
werden können und somit kein weiterer Antrieb für den zusätzlichen Bohrkopf vorgesehen
sein muss. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass für den drehenden Antrieb von Bohrkrone
und Bohrkopf unterschiedliche (Dreh-)Antriebe, d.h. ein Antrieb für die Bohrkrone
und ein Antrieb für den Bohrkopf, vorgesehen sind.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Getriebe oder mindestens eines der
Getriebe ein Planetengetriebe sein, welches eine einfache, kostengünstige und zudem
lediglich einen geringen Bauraum benötigende Ausgestaltung ermöglicht. Das Planetengetriebe
erlaubt ferner durch eine geeignete Wahl der Zähnezahl und auch durch den Austausch
der Planetenräder, des Sonnenrads und/oder des Hohlrads mit anderer Zähnezahl der
gewünschten Betriebssituation angepasste Drehzahl und Drehmomente für Bohrkrone und
Bohrkopf zu wählen.
[0019] Das Planetengetriebe kann ein Sonnen- und ein Hohlrad sowie ein oder mehrere Planetenräder
umfassen. Derartige Planetengetriebe sind aus dem Stand der Technik bekannt und können
einen Aufbau aufweisen, bei dem das Sonnenrad und die Planetenräder als Zahnräder
mit einer Außenverzahnung und das Hohlrad als ringförmiges Zahnrad mit zumindest einer
Innenverzahnung ausgebildet sind. Die Planetenräder können hierbei zwischen dem Sonnen-
und dem Hohlrad angeordnet sein und kämmen mit den entsprechenden Verzahnungen dieser
Räder. Die Planetenräder können über einen Käfig miteinander verbunden sein, um die
Leistung eines mit dem Käfig verbundenen Drehabtriebs über alle Planetenräder zu ermöglichen.
[0020] Das Sonnenrad kann mit dem Bohrkopf und dem als Drehantrieb ausgestalteten Antrieb
verbunden sein. Das Hohlrad kann in einem Gehäuse feststehen. Das oder die Planetenräder
können mit dem angetriebenen Sonnenrad kämmen und mit dem feststehenden Hohlrad in
Eingriff stehen, wodurch sich das Planetenrad bzw. die Planetenräder mit einem Planetenradträger
in gleicher Richtung wie das Sonnenrad in einem vorbestimmten Übersetzungsverhältnis
dreht. Mittels eines Anschlussstücks kann der Planetenradträger mit der Bohrkrone
verbunden sein. Der Antrieb kann damit direkt das Sonnenrad antreiben. Das oder die
Planetenräder werden mittelbar über das Sonnenrad vom Antrieb angetrieben.
[0021] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass ein oder mehrere Antriebe für ein oder mehrere
Planetenräder vorgesehen sind, die mittels dieser angetrieben werden. Das mindestens
eine Planetenrad, insbesondere der Planetenträger, kann feststehen. Insbesondere können
der oder die Antrieb(e) für das Planetenrad bzw. die Planetenräder ebenfalls feststehen.
Es kann zudem vorgesehen sein, dass das Hohlrad angetrieben werden kann und ein Plantenradträger,
der feststeht, vorhanden ist.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform sind Bohrkrone und Bohrkopf mit unterschiedlichem
Drehsinn antreibbar, so dass sich zumindest teilweise die von Bohrkrone und Bohrkopf
erzeugten Drehmomente aufheben können. Bei der Verwendung eines Planetengetriebes
kann sich durch eine immanente unterschiedliche Drehung von Bohrkrone und Bohrkopf
ein entsprechender Vorteil ergeben.
[0023] Die Erfindung schafft auch ein Verfahren zum Bohren eines Kerns in eine Deckschicht
zum Erzeugen einer Grube, insbesondere für eine Erdbohrvorrichtung, insbesondere eine
Horizontalbohrvorrichtung. Ein erfindungsgemäßes Verfahren umfasst einen Schritt eines
Bohrens mit einer Bohrkrone und ein Bohren mit einem weiteren Bohrkopf kleineren Durchmessers
als die Bohrkrone während des Bohrens mit der Bohrkrone, wobei der Bohrkopf und die
Bohrkrone mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit gedreht bzw. angetrieben werden.
In dem Verfahren können die Winkelgeschwindigkeit von Bohrkrone und/oder Bohrkopf
somit derart gewählt werden, dass eine optimale Schnittgeschwindigkeit für die Bohrkrone
als auch für den Bohrkopf eingestellt werden kann. Die Winkelgeschwindigkeit kann
an den Durchmesser von Bohrkopf und Bohrkrone angepasst werden.
[0024] Nach der Entnahme des Kerns kann das unter der Deckschicht befindliche Material,
insbesondere Erdreich, aus der zu erstellenden Grube ausgespült werden.
[0025] Der zeitliche Begriff "während" umfasst erfindungsgemäß einen Zeitbereich, in dem
sowohl die Bohrkrone als auch der Bohrkopf gleichzeitig in der Deckschicht vorgetrieben
werden. Es kann ein Vorlauf des Bohrkopfs in der Deckschicht vorgesehen sein, an den
sich der Zeitbereich, in dem sowohl die Bohrkrone als auch der Bohrkopf gleichzeitig
vorgetrieben werden kann, anschließen kann.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens können Bohrkrone und Bohrkopf
mit unterschiedlichem Drehsinn angetrieben werden, wobei sich die durch Bohrkrone
und Bohrkopf erzeugten Drehmomente zumindest teilweise aufheben können.
[0027] Erfindungsgemäß kann vereinfacht für das Erzeugen einer Grube für eine Erdbohrvorrichtung,
insbesondere eine Horizontalbohrvorrichtung, ein kreisförmiger Schnitt durch eine
Deckschicht erzeugt werden.
[0028] Die vorstehenden Ausführungen stellen ebenso wie die nachfolgende Beschreibung beispielhafter
Ausführungsformen keinen Verzicht auf bestimmte Ausführungsformen oder Merkmale dar.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0030] Die einzige Zeichnung zeigt:
Fig. eine Deckschichtbohrvorrichtung.
[0031] Die einzige Fig. zeigt eine Deckschichtbohrvorrichtung mit einer Bohrkrone 1 und
einem Bohrkopf 2. Die Bohrkrone 1 ist als Kronenbohrer in Form eines hohlen Rundmeißels
ausgestaltet. Der Bohrkopf 2 ist ebenfalls als Kronenbohrer ausgestaltet und innerhalb
der Bohrkrone 1 angeordnet. Der Bohrkopf 2 weist einen kleineren Durchmesser als die
Bohrkrone 1 auf.
[0032] Bohrkrone 1 und Bohrkopf 2 können relativ zueinander über einen als Drehantrieb ausgestalteten
Antrieb angetrieben bzw. bewegt werden. Die Translation von Bohrkrone 1 und Bohrkopf
2 in senkrechter Richtung erfolgt gleichzeitig; Bohrkrone 1 und Bohrkopf 2 werden
gleichzeitig abgesenkt und Durchtrennen bzw. Bohren die in der Fig. dargestellte Deckschicht
3 gleichzeitig. Ein gewisser Vorlauf des Bohrkopfs 2 kann die Zentrierung der Bohrkrone
1 ermöglichen. Ein nicht dargestellter Vorschub und/oder die Gewichtskraft der Deckschichtbohrvorrichtung
können für das gleichzeitige Absenken von Bohrkrone 1 und Bohrkopfs 2 sorgen.
[0033] Die Bohrkrone 1 ist mit einem Anschlussstück 4 verbunden. Das Anschlussstück 4 ist
mit einem Planetenradträger 11 verbunden, der ein oder mehrere Planetenräder 8 aufnimmt.
Der Bohrkopf 2 wird mittels eines Anschlussstücks 5 mit einem Sonnenrad 6 verbunden.
Das Sonnenrad 6 wiederum wird mit einem (Dreh-)Antrieb 9 verbunden. Ein Hohlrad 7
sitzt in einem Gehäuse 12. Eine an einem nicht dargestellten Rahmen befestigte Drehmomentstütze
13 verhindert, dass sich das Gehäuse 12, und insbesondere das Hohlrad 8, mitdreht.
Das Sonnenrad 6 sowie das Anschlussstück 5 sind als Hohlwelle ausgebildet, so dass
der Bohrkrone 1 und dem Bohrkopf 2 über einen Anschluss 10 Kühl- bzw. Bohrmittel zugeführt
werden kann. Der Antrieb 9 treibt mittel- oder unmittelbar das Sonnenrad 6 sowie den
Bohrkopf 2 an. Das sich drehende Sonnenrad 6 kämmt dabei mit den Planetenrädern 8,
die wiederum mit dem feststehenden Hohlrad 7 in Eingriff stehen, wodurch sich die
Planetenräder 8 mit dem Planetenradträger 11 in gleicher Drehrichtung wie das Sonnenrad
6, jedoch in einem bestimmten Übersetzungsverhältnis, welches in dieser Ausführungsform
im Bereich von 8 liegt, dreht. Mittels des Anschlussstücks 4 dreht sich die Bohrkrone
1 gemeinsam mit den Planetenrädern 8 und dem Planetenradträger 11.
1. Deckschichtbohrvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Bohrkrone (1) ein Bohrkopf (2) mit einem kleineren Durchmesser als der der
Bohrkrone (1) angeordnet ist und die Bohrkrone (1) und der Bohrkopf (2) mit unterschiedlicher
Winkelgeschwindigkeit antreibbar sind.
2. Deckschichtbohrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopf (2) als weitere Bohrkrone (1) ausgestaltet ist.
3. Deckschichtbohrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser der Bohrkrone (1) und der Außendurchmesser des Bohrkopfs (2)
ein Verhältnis im Bereich von 2 bis 15 aufweisen.
4. Deckschichtbohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone (1) und der Bohrkopf (2) mit einem Antrieb (9) antreibbar sind, und
ein Getriebe zwischen dem Antrieb (9) und der Bohrkrone (1) und dem Bohrkopf (2) angeordnet
ist.
5. Deckschichtbohrvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe ein Planetengetriebe ist.
6. Deckschichtbohrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Planetengetriebe mindestens ein Planetenrad (8), welches mittels des Antriebs
(9) antreibbar ist und ein feststehendes Hohlrad (7) aufweist.
7. Deckschichtbohrvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (6) des Planetengetriebes mit dem Bohrkopf (2) und dem Antrieb (9)
verbunden ist und das Planetenrad (8) mittelbar über das Sonnenrad (6) mittels des
Antriebs (9) antreibbar ist.
8. Deckschichtbohrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dassdas Planetengetriebe mindestens ein feststehendes Planetenrad (8), welches mittels
des Antriebs (9) antreibbar ist, und ein Hohlrad (7) aufweist.
9. Deckschichtbohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone (1) und der Bohrkopf (2) mit unterschiedlichem Drehsinn antreibbar
sind.
10. Deckschichtbohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Antrieb (9), insbesondere für jedes Planetenrad (8), vorhanden ist.
11. Verfahren zum Bohren eines Kerns in eine Deckschicht (3) zum Erzeugen einer Grube
umfassend einen Schritt eines Bohrens mit einer Bohrkrone, gekennzeichnet durch Bohren mit einem weiteren Bohrkopf (2) kleineren Durchmessers als die Bohrkrone (1)
während des Bohrens mit der Bohrkrone (1), wobei Bohrkopf (2) und Bohrkrone (1) mit
unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit gedreht werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch Drehen von Bohrkrone (1) und Bohrkopf (2) mit unterschiedlichem Drehsinn.
13. Verwenden einer Deckschichtbohrvorrichtung zum Bohren eines Kerns in eine Deckschicht
(3), wobei die Deckschichtbohrvorrichtung eine Bohrkrone (1) einen in der Bohrkrone
(1) angeordneten Bohrkopf (2) kleineren Durchmessers als der der Bohrkrone (1) aufweist,
und Bohrkrone (1) und Bohrkopf (2) mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit antreibbar
sind.