(19)
(11) EP 3 073 176 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.09.2016  Patentblatt  2016/39

(21) Anmeldenummer: 16155664.2

(22) Anmeldetag:  15.02.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21S 2/00(2016.01)
F21V 23/06(2006.01)
H01R 31/00(2006.01)
H05B 37/02(2006.01)
F21V 21/35(2006.01)
H01R 25/16(2006.01)
H01R 31/02(2006.01)
F21W 131/406(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 27.03.2015 DE 102015104694

(71) Anmelder: Insta Elektro GmbH
58509 Lüdenscheid (DE)

(72) Erfinder:
  • Höngen, Markus
    58553 Halver (DE)

   


(54) ELEKTRISCHE ANSCHLUSSANORDNUNG FÜR LEUCHTEN


(57) Es wird eine elektrische Anschlussanordnung für mehrere Leuchten vorgeschlagen, wobei aus jeder Leuchte (L1, Ln) ein Steckverbinder (1) herausgeführt ist, an den ein mehrere Datenleitungen aufweisendes Leitungssystem (2) anschließbar ist, welches einerseits mit einer Steuereinheit (3) und andererseits mit zumindest einer Leuchte (L1, Ln) in Verbindung steht. Zu dem Zweck, eine elektrische Anschlussanordnung zu schaffen, welche bei hoher Funktionszuverlässigkeit eine besonders kostengünstige und einfache Ausgestaltung aufweist, ist aus jeder Leuchte (L1, Ln) ein fünfpolig ausgeführter Steckverbinder (1) herausgeführt, wobei der Steckverbinder (1) mit einem T-Verbinder (4) koppelbar ist, dessen Leuchtenverbindungsstück (4L) fünfpolig ausgeführt ist und dessen Eingangsstück (4E) und dessen Ausgangsstück (4A) jeweils dreipolig belegt sind, dabei ist zumindest eine erste Datenleitung (COM) des Leitungssystems, ausgehend vom Eingangsstück (4E) bis zum Ausgangsstück (4A) durchverdrahtet und über eine Abzweigung über das Leuchtenverbindungsstück (4L) und den Steckverbinder (1) bis in die zugehörige Leuchte (L1, Ln) geführt.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung geht von einer gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches konzipierten elektrischen Anschlussordnung für Leuchten aus.

[0002] Derartige elektrische Anschlussanordnungen sind der Regel einerseits dafür vorgesehen, angeschlossene elektrische Leuchten mit der zum Betrieb notwendigen Energie zu versorgen. Andererseits sind derartige elektrische Anschlussanordnungen auch dafür vorgesehen, den angeschlossenen Leuchten die zur bedarfsgerechten Steuerung notwendigen Informationen (Steuerdaten) zuzuführen. Aus dem Stand der Technik sind zum Beispiel elektrische Anschlussanordnungen für Leuchten bekannt, die nach dem DMX-Standard arbeiten. Bei diesem Standard ist es zum bedarfsgerechten Betrieb der Leuchten notwendig, die Leuchten nicht nur an die Energieversorgung, sondern auch an eine mehrpolige (zumindest dreipolige) Datenleitung anzuschließen. Die bislang aus dem Stand der Technik dazu geeigneten elektrischen Anschlussanordnungen sind aufwendig und teuer, weil zum bedarfsgerechten Betrieb zwei mehrpolige (zumindest dreipolige) Datenleitungen als Eingangs- und Ausgangsleitung für die Verbindung der Leuchten erforderlich sind. Sowohl für die Eingangs- als auch die Ausgangsleitung ist eine gesonderte Kabelverschraubung an den Leuchten vorzusehen.

[0003] Ausgehend von solchen elektrischen Anschlussanordnungen für, nach dem DMX Standard arbeitenden Leuchten liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Anschlussanordnung zu schaffen, welche bei hoher Funktionszuverlässigkeit eine besonders kostengünstige und einfache Ausgestaltung aufweist.

[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Hauptanspruch angegebenen Merkmale gelöst.

[0005] Bei einer solchen Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft, dass zur Realisierung einer solchen elektrischen Anschlussanordnung Standardbauteile eingesetzt werden können, die kostengünstig auf dem Markt erhältlich sind, sowie eine besonders komfortable Handhabung ermöglichen.

[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind in den Unteransprüchen angegeben. Anhand eines Ausführungsbeispieles sei die Erfindung im Prinzip näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1: prinziphaft ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen elektrischen Anschlussanordnung.



[0007] Wie aus der Zeichnung hervorgeht, weist eine solche elektrische Anschlussanordnung einen leuchtenseitig angebrachten, fünfpolig ausgeführten Steckverbinder 1 auf, an den ein, mehrere Datenleitungen aufweisendes Leitungssystem 2 anschließbar ist, welches einerseits mit einer Steuereinheit 3 und andererseits mit zumindest einer Leuchte L1, Ln in Verbindung steht. Die aus den beiden Leuchten L1, Ln herausgeführten Steckverbinder 1 sind jeweils fünfpolig ausgeführt und mit einem T-Verbinder koppelbar, dessen Leuchtenverbindungsstück 4L fünfpolig ausgeführt ist und dessen Eingangsstück 4E und dessen Ausgangsstück 4A jeweils dreipolig ausgeführt sind. Die erste Datenleitung COM des Leitungssystems 2 ist ausgehend vom Eingangsstück 4E bis zum Ausgangsstück 4A durchverdrahtet und über eine Abzweigung über das Leuchtenverbindungsstück 4L und den Steckverbinder 1 bis in die zugehörige Leuchte L1, Ln hineingeführt. Die verschiedenen Leitungsstücke des Leitungssystems 2 weisen jeweils zur Herstellung der notwendigen datentechnischen Verbindungen drei Adern beziehungsweise Stränge auf. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind - wie bereits erwähnt - zwei Leuchten L1, Ln dargestellt, oftmals stehen jedoch über eine solche elektrische Anschlussanordnung deutlich mehr als zwei Leuchten L1, Ln datentechnisch miteinander in Verbindung. Wie des Weiteren aus Figur 1 hervorgeht, ist aus jeder der beiden Leuchten L1, Ln zusätzlich ein zur Anschlussanordnung gehöriger Steckanschluss 5 herausgeführt. Dieser Steckanschluss 5 ist dazu vorgesehen, die zugehörige Leuchte L1, Ln mit der zum Betrieb notwendigen elektrischen Energie zu versorgen. Zu diesem Zweck weist der Steckanschluss 5 die Belegungsmöglichkeit mit den drei Leitern N, L und PE auf.

[0008] Wie zudem aus der Figur 1 hervorgeht, sind an den Steckverbinder 1 leuchtenseitig jeweils neben der ersten Datenleitung COM eine zweite Datenleitung D- IN, eine dritte Datenleitung D+ IN, eine vierte Datenleitung D- OUT und eine fünfte Datenleitung D+ OUT angeschlossen. Das Leuchtenverbindungsstück 4L der beiden T-Verbinder 4 bietet jeweils neben der Anschlussmöglichkeit für die erste Datenleitung COM weitere Anschlussmöglichkeiten für eine zweite Datenleitung D-IN, eine dritte Datenleitung D+ IN, eine vierte Datenleitung D- OUT und eine fünfte Datenleitung D+ OUT. Das Eingangsstück 4E der beiden T-Verbinder 4 bietet jeweils neben der Anschlussmöglichkeit für die erste Datenleitung COM weitere Anschlussmöglichkeiten für eine zweite Datenleitung D- IN sowie eine dritte Datenleitung D+ IN für das Leitungssystem 2. Das Ausgangsstück 4A der beiden T-Verbinder 4 bieten jeweils neben der Anschlussmöglichkeit für die erste Datenleitung COM weitere Anschlussmöglichkeiten für eine vierte Datenleitung D- OUT und eine fünfte Datenleitung D+ OUT für das Leitungssystem 2.

[0009] Wie ebenfalls des Weiteren aus Figur 1 hervorgeht, wird beim Weiterverbinden von einer ersten Leuchte L1 zu einer weiteren Leuchte Ln durch das Leitungssystem 2 ein Wechsel vollzogen. Das bedeutet, die vom fünfpoligen Ausgangsstück 4A des T-Verbinders 4 der ersten Leuchte L1 ausgehende vierte Datenleitung D- OUT wird auf die Anschlussmöglichkeit der zweiten Datenleitung D- IN und die fünfte Datenleitung D+ OUT auf die Anschlussmöglichkeit der dritten Datenleitung D+ IN des fünfpoligen Eingangsstücks 4E des T-Verbinders 4 der weiteren Leuchte Ln gelegt. Beim Weiterverbinden mit weiteren - der Einfachheit halber nicht dargestellten - Leuchten wiederholt sich diese, einen Wechsel bewirkende Vorgehensweise entsprechend.

[0010] Durch das zwischen der Steuereinheit 3 und dem T-Verbinder 4 der ersten Leuchte L1 angeordnete erste Verbindungsstück des Leitungssystems 2 wird bewirkt, dass die zum Betrieb notwendigen Informationen beziehungsweise Steuerdaten mittels des fünfpoligen Steckverbinders 1 sowie über die erste Datenleitung COM, die zweite Datenleitung D- IN und die dritte Datenleitung D+ IN in die erste Leuchte L1 hineingeführt werden. Die zum Betrieb notwendigen Informationen beziehungsweise Steuerdaten werden mittels des fünfpoligen Steckverbinders 1 und des T-Verbinders 4 über die erste Datenleitung COM, die vierte Datenleitung D- OUT und die fünfte Datenleitung D+ OUT wieder aus der ersten Leuchte L1 herausgeführt. Ein zweites Verbindungsstück des Leitungssystems 2 ist vorgesehen, um eine Weiterverbindung mit der weiteren Leuchte Ln, und damit die Weiterleitung der Informationen beziehungsweise Steuerdaten an die weitere Leuchte Ln zu ermöglichen. Bei der Weiterverbindung wird durch einen Wechsel innerhalb des zweiten Verbindungsstücks des Leitungssystems 2 bewirkt, dass die vierte Datenleitung D-OUT und die fünfte Datenleitung D+ OUT beim T-Verbinder 4 der weiteren Leuchte Ln auf die Anschlussmöglichkeiten für die zweite Datenleitung D- IN und die dritte Datenleitung D+ IN gelegt werden. Wie bereits erwähnt, erfolgt bei der ersten Datenleitung COM kein Wechsel, weil diese durchverdrahtet ist.

[0011] Erläuterung der Kürzel:
COM
Gemeinsame Masse für Datenleitungen
D- IN
Steuerdaten / -informationen, die in die Leuchte hereingeführt werden
D+ IN
Steuerdaten / -informationen, die in die Leuchte hereingeführt werden
D- OUT
Steuerdaten / -informationen, die zur Weiterleitung aus der Leuchte herausgeführt werden
D+ OUT
Steuerdaten / -informationen, die zur Weiterleitung aus der Leuchte herausgeführt werden
N
Neutralleiter
L
Phase
PE
Schutzleiter

Bezugszeichenliste:



[0012] 
1
Steckverbinder
2
Leitungssystem
3
Steuereinheit
4
T-Verbinder
4L
Leuchtenverbindungsstück
4E
Eingangsstück
4A
Ausgangsstück
5
Steckanschluss
L1, Ln
Leuchten
COM
Erste Datenleitung
D- IN
Zweite Datenleitung
D+ IN
Dritte Datenleitung
D- OUT
Vierte Datenleitung
D+ OUT
Fünfte Datenleitung



Ansprüche

1. Elektrische Anschlussanordnung für mehrere Leuchten mit einem aus jeder Leuchte herausgeführten Steckverbinder, an den ein mehrere Datenleitungen aufweisendes Leitungssystem anschließbar ist, welches einerseits mit einer Steuereinheit und andererseits mit zumindest einer Leuchte in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass aus jeder Leuchte (L1, Ln) ein fünfpolig ausgeführter Steckverbinder (1) herausgeführt ist, und dass der Steckverbinder (1) mit einem T-Verbinder (4) koppelbar ist, dessen Leuchtenverbindungsstück (4L) fünfpolig ausgeführt ist und dessen Eingangsstück (4E) und dessen Ausgangsstück (4A) jeweils dreipolig belegt sind, und dass zumindest eine erste Datenleitung (COM) des Leitungssystems (2), ausgehend vom Eingangsstück (4E) bis zum Ausgangsstück (4A) durchverdrahtet ist und über eine Abzweigung über das Leuchtenverbindungsstück (4L) und den Steckverbinder (1) bis in die zugehörige Leuchte (L1, Ln) geführt ist.
 
2. Elektrische Anschlussanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Steckverbinder (1) leuchtenseitig neben der ersten Datenleitung (COM) eine zweite Datenleitung (D- IN), eine dritte Datenleitung (D+ IN), eine vierte Datenleitung (D- OUT) und eine fünfte Datenleitung (D+ OUT) angeschlossen sind, und dass das Leuchtenverbindungsstück (4L) des T-Verbinders (4) neben der Anschlussmöglichkeit für die erste Datenleitung (COM) weitere Anschlussmöglichkeiten für eine zweite Datenleitung (D- IN), eine dritte Datenleitung (D+ IN), eine vierte Datenleitung (D- OUT) und eine fünfte Datenleitung (D+ OUT) bietet, und dass das Eingangsstück (4E) des T-Verbinders (4) neben der Anschlussmöglichkeit für die erste Datenleitung (COM) weitere Anschlussmöglichkeiten für eine zweite Datenleitung (D- IN) sowie eine dritte Datenleitung (D+ IN) für das Leitungssystem (2) bietet, und dass das Ausgangsstück (4A) des T-Verbinders (4) neben der Anschlussmöglichkeit für die erste Datenleitung (COM) weitere Anschlussmöglichkeiten für eine vierte Datenleitung (D- OUT) und eine fünfte Datenleitung (D+ OUT) für das Leitungssystem (2) bietet.
 
3. Elektrische Anschlussanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Weiterverbinden von Leuchte (L1, Ln) zu Leuchte (L1, Ln) bedingt durch einen Wechsel die vom fünfpoligen Ausgangsstück (4A) des T-Verbinders (4) einer Leuchte (L1, Ln) ausgehende vierte Datenleitung (D- OUT) auf die Anschlussmöglichkeit der zweiten Datenleitung (D- IN) und die fünfte Datenleitung (D+ OUT) auf die Anschlussmöglichkeit der dritten Datenleitung (D+ IN) des fünfpoligen Eingangsstücks (4E) des T-Verbinders (4) einer weiteren Leuchte (L1, Ln) gelegt wird.
 
4. Elektrische Anschlussanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus zumindest einer Leuchte (L1, Ln) ein Steckanschluss (5) herausgeführt ist, der zur Energieversorgung eine Belegung mit den drei Leitern N, L und PE aufweist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









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