[0001] Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für eine Lüftungseinrichtung, mit einem
von einem ersten Luftanschluss zu einem zweiten Luftanschluss führenden Strömungsweg,
wobei sowohl der erste Luftanschluss als auch der zweite Luftanschluss an einem den
Strömungsweg einfassenden Gehäuse des Schalldämpfers ausgebildet sind, und wobei der
erste Luftanschluss und der zweite Luftanschluss jeweils zum Herstellen einer Rohrleitungsverbindung
ausgestaltet sind. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Schalldämpferanordnung, mit
einem ersten Schalldämpfer und einem zweiten Schalldämpfer, eine Lüftungseinrichtung
sowie ein Verfahren zum Herstellen eines Schalldämpfers.
[0002] Der Schalldämpfer dient dem Dämpfen von Schall, welcher beispielsweise in Rohrleitungen
der Lüftungseinrichtung auftritt beziehungsweise auftreten kann. Der Schalldämpfer
bewirkt dabei eine Dämpfung des Schalls in einem bestimmten Frequenzbereich. Bevorzugt
liegt der Schalldämpfer als sogenannter Telefonieschalldämpfer vor. Beispielsweise
ist der Schalldämpfer Bestandteil einer Schalldämpferanordnung aus mehreren Schalldämpfern
und/oder Bestandteil einer Lüftungseinrichtung.
[0003] Im Falle der Schalldämpferanordnung ist der Schalldämpfer mit einem weiteren Schalldämpfer
strömungstechnisch unmittelbar verbunden. Das bedeutet, dass der erste Luftanschluss
oder der zweite Luftanschluss unmittelbar an einen Luftanschluss des weiteren Schalldämpfers
angeschlossen ist. Ist der Schalldämpfer Bestandteil der Lüftungseinrichtung, so ist
an den ersten Luftanschluss und an den zweiten Luftanschluss jeweils entweder eine
Rohrleitung, ein weiterer Schalldämpfer, oder ein anderes luftführendes Element der
Lüftungseinrichtung, insbesondere ein Luftverteiler, strömungstechnisch unmittelbar
angeschlossen.
[0004] Der Schalldämpfer weist den ersten Luftanschluss und den zweiten Luftanschluss auf.
Die beiden Luftanschlüsse sind über den Strömungsweg miteinander strömungsverbunden,
wobei der Strömungsweg in dem Gehäuse des Schalldämpfers vorliegt. Beispielsweise
wird dem Schalldämpfer durch den ersten Luftanschluss Luft zugeführt, sodass dieser
auch als Lufteinlass bezeichnet werden kann. Durch den zweiten Luftanschluss wird
beispielsweise die Luft entnommen, sodass dieser als Luftauslass vorliegt. Selbstverständlich
ist jedoch auch eine umgekehrte Ausgestaltung möglich, in welcher der zweite Luftanschluss
als Lufteinlass und der erste Luftanschluss als Luftauslass ausgestaltet ist.
[0005] Das Gehäuse umfasst den Strömungsweg im Querschnitt, insbesondere bezüglich einer
Längsmittelachse des Strömungswegs gesehen, vollständig. Sowohl der erste Luftanschluss
als auch der zweite Luftanschluss sind an dem Gehäuse des Schalldämpfers ausgebildet.
Beispielsweise sind der erste Luftanschluss und der zweite Luftanschluss an gegenüberliegenden
Seiten des Gehäuses angeordnet. Vorzugsweise liegen die beiden Luftanschlüsse koaxial
zueinander vor. Das bedeutet, dass eine erste Längsmittelachse des ersten Luftanschlusses
mit einer zweiten Längsmittelachse des zweiten Luftanschlusses zusammenfällt. Selbstverständlich
können die Luftanschlüsse auch derart angeordnet sein, dass ihre Längsmittelachsen
beabstandet parallel zueinander vorliegen.
[0006] Die beiden Luftanschlüsse sind jeweils zum Herstellen einer Rohrleitungsverbindung
ausgestaltet, ermöglichen also das Anschließen einer Rohrleitung oder einer Einrichtung
mit einem Anschlussrohr beziehungsweise einem rohrähnlichen Anschluss, vorzugsweise
ohne weitere Hilfsmittel. Die Rohrleitung kann dabei eine beliebige Querschnittsform
aufweisen. Beispielsweise ist sie im Querschnitt gesehen rund, oval oder rechteckig,
insbesondere quadratisch. Die Luftanschlüsse weisen eine entsprechende Querschnittsform
auf. Vorzugsweise verfügen der erste Luftanschluss und der zweite Luftanschluss über
dieselbe Querschnittsform. Sie können jedoch auch mit unterschiedlichen Querschnittsformen
ausgestaltet sein.
[0007] Der Schalldämpfer ist besonders bevorzugt für eine Decken- und/oder Wandmontage ausgestaltet.
Findet er im Rahmen der Lüftungseinrichtung Verwendung, so wird er beispielsweise
strömungstechnisch zwischen ebenfalls an der Decke und/oder der Wand befestigten Rohrleitungen,
weiteren Schalldämpfern und/oder luftführenden Elementen angeordnet, stellt also eine
Strömungsverbindung zwischen diesen her.
[0008] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Schalldämpfer für eine Lüftungseinrichtung
vorzuschlagen, welcher gegenüber bekannten Schalldämpfern Vorteile aufweist, insbesondere
eine höhere Dämpfungswirkung bei gleichzeitig geringen Außenabmessungen ermöglicht.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Schalldämpfer mit den Merkmalen des Anspruchs
1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass der Strömungsweg wenigstens eine Umlenkung
aufweist. Der Strömungsweg durchläuft also das Gehäuse des Schalldämpfers zwischen
dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss nicht vollständig gerade. Vielmehr
ist die wenigstens eine Umlenkung vorgesehen, sodass entsprechend der Strömungsweg
beziehungsweise die Längsmittelachse des Strömungswegs zumindest bereichsweise wenigstens
eine Biegung beziehungsweise eine Krümmung und/oder einen Knick aufweist.
[0010] Unter der Längsmittelachse des Strömungswegs ist vorzugsweise ein Verlauf zu verstehen,
der entlang des Strömungswegs stets in dessen Querschnittsmittelpunkt beziehungsweise
dem Querschnittsmittelpunkt des Durchströmungsquerschnitts des Strömungswegs liegt.
Der Querschnittsmittelpunkt kann dabei zum Beispiel ermittelt werden, indem der geometrische
Schwerpunkt des Durchströmungsquerschnitts, welcher als Flächenschwerpunkt des Durchströmungsquerschnitts
vorliegt, bestimmt wird. Bevorzugt weist der Strömungsweg eine Längsmittelachse auf,
welche vollständig in einer Ebene liegt. Diese Ebene kann ebenfalls die Längsmittelachse
des ersten Luftanschlusses und/oder die Längsmittelachse des zweiten Luftanschlusses
aufnehmen oder zumindest parallel zu wenigstens einer von ihnen sein.
[0011] Der Strömungsweg, welcher sich ausgehend von dem ersten Luftanschluss bis hin zu
dem zweiten Luftanschluss erstreckt, kann beispielsweise in mehrere Bereiche aufgeteilt
sein. Wenigstens einer der Bereiche weist die Krümmung beziehungsweise den Knick auf.
Wenigstens ein anderer Bereich, insbesondere sich beiderseits unmittelbar an den die
Biegung aufweisenden Bereich anschließende Bereiche, können jedoch gerade verlaufen.
Vorzugsweise ist in mehreren Bereichen des Strömungswegs eine Biegung vorgesehen,
wobei zwischen diesen Bereichen vorzugsweise jeweils ein Bereich angeordnet ist, in
welchem der Strömungsweg gerade verläuft. Insoweit liegen mehrere voneinander beabstandete
Umlenkungen vor.
[0012] Das Vorsehen der wenigstens einen Umlenkung des Strömungswegs hat den Vorteil, dass
die Länge des Strömungswegs zwischen dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss
vergrößert wird, sodass also den Schalldämpfer durchströmende Luft eine größere Strecke
zurücklegen muss. Entsprechend wird die Dämpfungswirkung verbessert. Zudem kann sich
auch durch die Umlenkung selbst eine zusätzliche Dämpfung ergeben. Die Umlenkung des
Strömungswegs vergrößert zwar den Strömungswiderstand des Schalldämpfers. Diese Vergrößerung
kann jedoch durch geeignete Maßnahmen auf ein vergleichsweise geringes und mithin
erträgliches Maß begrenzt werden. Insoweit überwiegen die Vorteile der Umlenkung,
nämlich eine bessere Dämpfungswirkung des Schalldämpfers, die Nachteile, insbesondere
den größeren Strömungswiderstand.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste
Luftanschluss und/oder der zweite Luftanschluss zur Aufnahme eines Rohrsteckverbinders
und/oder eines Steckbereichs einer Rohrleitung ausgestaltet sind, und/oder dass der
erste Luftanschluss und/oder der zweite Luftanschluss zur Aufnahme in dem Steckbereich
der Rohrleitung ausgestaltet sind. Unter dem Rohrsteckverbinder ist vorzugsweise ein
Verbindungselement zu verstehen, mittels welchem die unmittelbare Strömungsverbindung
zwischen dem jeweiligen Luftanschluss einerseits und der Rohrleitung oder einem anderen
Luftanschluss andererseits hergestellt werden kann. Der Rohrsteckverbinder wird dabei
beispielsweise in den jeweiligen Luftanschluss eingesteckt, insbesondere derart, dass
er nachfolgend in dem Luftanschluss klemmend gehalten ist. Zu diesem Zweck ist beispielsweise
der Rohrsteckverbinder mit geringem Übermaß zu dem Luftanschluss ausgestaltet. Insoweit
nachfolgend von dem Verbinden der Rohrleitung mit dem Luftanschluss die Rede ist,
ist alternativ selbstredend alternativ eine Verbindung des anderen Luftanschlusses
mit dem Luftanschluss realisierbar.
[0014] Auf der dem Schalldämpfer beziehungsweise dem Luftanschluss abgewandten Seite des
Rohrsteckverbinders wird nun die Rohrleitung vorzugsweise ebenfalls auf den Rohrsteckverbinder
aufgesteckt, der Rohrsteckverbinder also in die Rohrleitung eingebracht. Auch hierbei
kann es vorgesehen sein, dass der Rohrsteckverbinder mit Übermaß zu der Rohrleitung
vorliegt, sodass ebenfalls ein klemmendes Halten gewährleistet ist. Nachfolgend kann
es vorzugsweise vorgesehen sein, die Rohrleitung mit geeigneten Haltemitteln unmittelbar
an dem Schalldämpfer zu befestigen. Der Rohrsteckverbinder dient insoweit dem strömungsdichten
Verbinden des jeweiligen Luftanschlusses mit der Rohrleitung.
[0015] Selbstverständlich kann es alternativ auch vorgesehen sein, dass die Rohrleitung
in den Rohrsteckverbinder eingesteckt wird, sodass nachfolgend der Rohrsteckverbinder
die Rohrleitung umgreift. Zusätzlich oder alternativ können der erste Luftanschluss
und/oder der zweite Luftanschluss zur Aufnahme des Steckbereichs der Rohrleitung selbst
ausgestaltet sein. In diesem Fall wird vorzugsweise auf den Rohrsteckverbinder verzichtet
und die Rohrleitung unmittelbar in den jeweiligen Luftanschluss eingesteckt.
[0016] Ebenso kann es vorgesehen sein, dass die Rohrleitung auf den ersten Luftanschluss
beziehungsweise den zweiten Luftanschluss aufgesteckt wird. In diesem Fall ist der
jeweilige Luftanschluss zur Aufnahme in dem Steckbereich der Rohrleitung ausgestaltet.
Unter dem Steckbereich ist derjenige Bereich der Rohrleitung zu verstehen, welcher
nach dem Anbringen der Rohrleitung an dem Schalldämpfer beziehungsweise umgekehrt
in dem entsprechenden Luftanschluss aufgenommen ist oder ihn umgreift. Der erste Luftanschluss
und/oder der zweite Luftanschluss können beispielsweise jeweils als Luftanschlussstutzen
ausgestaltet sein, also beispielsweise jeweils in Form eines Vorsprungs an dem Gehäuse
des Schalldämpfers vorliegen. Die Länge des Anschlussstutzens in Richtung seiner Längsmittelachse
ist dabei vorzugsweise größer als eine Materialstärke des Gehäuses des Schalldämpfers.
Somit wird ein flächiges Anliegen des Rohrsteckverbinders beziehungsweise des Steckbereichs
der Rohrleitung an dem jeweiligen Luftanschluss beziehungsweise dem Anschlussstutzen
und eine entsprechend gute Abdichtungswirkung realisiert.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der erste Luftanschluss
und der zweite Luftanschluss einander gegenüberliegen, insbesondere koaxial zueinander,
angeordnet sind. Auf eine derartige Ausgestaltung des Schalldämpfers wurde eingangs
bereits eingegangen. Während also der erste Luftanschluss auf einer ersten Seite des
Schalldämpfers beziehungsweise des Gehäuses vorliegt, ist der zweite Luftanschluss
auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite des Schalldämpfers beziehungsweise
des Gehäuses angeordnet. Beispielsweise ist dabei die erste Längsmittelachse des ersten
Luftanschlusses parallel zu der zweiten Längsmittelachse des zweiten Luftanschlusses.
Besonders vorteilhaft fallen die beiden Längsmittelachsen ineinander, sodass die beiden
Luftanschlüsse koaxial zueinander vorliegen.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste Luftanschluss
und/oder der zweite Luftanschluss einen runden Strömungsquerschnitt aufweisen, und/oder
dass der Strömungsweg zwischen dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss
einen eckigen, insbesondere rechteckigen, Strömungsquerschnitt aufweist. Die im Rahmen
von Lüftungseinrichtungen verwendeten Rohrleitungen weisen üblicherweise eine runde
Querschnittsform auf. Aus diesem Grund sind der erste Luftanschluss, der zweite Luftanschluss
oder beide Luftanschlüsse ebenfalls mit rundem Querschnitt ausgestaltet. Somit kann
die Rohrleitung ohne Adapter an den Schalldämpfer angeschlossen werden, beispielsweise
durch Einstecken der Rohrleitung in den entsprechenden Luftanschluss.
[0019] Der Strömungsweg zwischen dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss
soll dagegen über einen zumindest bereichsweise eckigen, insbesondere rechteckigen,
Querschnitt verfügen. Beispielsweise münden der runde erste Luftanschluss sowie der
runde zweite Luftanschluss in den eckigen beziehungsweise rechteckigen Strömungsweg
ein. Beispielsweise stehen dabei die Längsmittelachsen des ersten Luftanschlusses
und des zweiten Luftanschlusses senkrecht auf der Längsmittelachse des Strömungswegs.
Die Abmessungen des ersten Luftanschlusses und/oder des zweiten Luftanschlusses sind
dabei bevorzugt derart gewählt, dass sie in wenigstens einer Richtung dieselben Abmessungen
aufweist wie der Strömungsweg in derselben Richtung.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass aufgrund der
wenigstens einen Umlenkung ein U-förmiger oder V-förmiger Verlauf des Strömungswegs
vorliegt. Der Strömungsweg beziehungsweise seine Längsmittelachse weist dabei beispielsweise
zwei Schenkel auf, welche vorzugsweise gerade sind und/oder - insbesondere im Falle
des U-förmigen Verlaufs - parallel zueinander verlaufen. Die beiden Schenkel sind
über die Umlenkung miteinander verbunden. Die Umlenkung verbindet also die beiden
Schenkel derart, dass der Strömungsweg, bestehend aus den Schenkeln und der Umlenkung,
die U-Form oder die V-Form aufweist. In letzterem Fall treffen die Schenkel beispielsweise
unter einem bestimmten Winkel unmittelbar aufeinander, insbesondere unter einem spitzen
Winkel. Die beiden Schenkel gehen also direkt ineinander über. Es ist nun vorzugsweise
vorgesehen, dass der erste Luftanschluss und der zweite Luftanschluss jeweils in einen
der Schenkel des Strömungswegs einmünden, wobei ihre jeweilige Längsmittelachse vorzugsweise
senkrecht auf dem entsprechenden Schenkel beziehungsweise dessen Längsmittelachse
steht. Insbesondere münden die Luftanschlüsse dabei in unterschiedliche Schenkel ein,
sodass sie einander gegenüberliegend angeordnet sind. Der U-förmige Verlauf des Strömungswegs
ermöglicht eine äußerst kompakte Bauform des Schalldämpfers bei gleichzeitig sehr
guter Dämpfungswirkung.
[0021] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zur Ausbildung der wenigstens einen
Umlenkung ein Strömungsleitelement und/oder ein Strömungsführungselement in dem Gehäuse
angeordnet sind/ist. Die Umlenkung wird insoweit nicht oder allenfalls teilweise durch
das Gehäuse selbst bewirkt. Besonders bevorzugt ist das Gehäuse zumindest bereichsweise
hohl, sodass die gesamte Strömungsführung innerhalb des Gehäuses mittels des Strömungsleitelements
und/oder des Strömungsführungselements bewerkstelligt wird. Insbesondere ist das Gehäuse
derart ausgestaltet, dass ohne das Strömungsleitelement eine direkte Strömungsverbindung
zwischen dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss vorliegt.
[0022] Sind die beiden Luftanschlüsse koaxial zueinander angeordnet, so ist das Gehäuse
vorzugsweise derart ausgestaltet, dass eine Projektion des Strömungsquerschnitts eines
der Luftanschlüsse zumindest bereichsweise ohne Kollision mit dem Gehäuse zu dem jeweils
anderen Luftanschluss führt. Das Gehäuse greift also nicht oder allenfalls bereichsweise
in die Projektion der Strömungsquerschnitte der beiden Lufteinlässe aufeinander ein.
Ohne das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement entspricht insoweit
die Länge des dann vorliegenden Strömungswegs zwischen den beiden Luftanschlüssen
ihrem geometrischen Abstand voneinander. Erst das Strömungsleitelement und/oder das
Strömungsführungselement verlängern den Strömungsweg ausgehend von dem geometrischen
Abstand der beiden Luftanschlüsse auf einen Wert, welcher beispielsweise bezogen auf
den geometrischen Abstand der beiden Luftanschlüsse mindestens 150 %, mindestens 175
%, mindestens 200 %, mindestens 225 % oder mindestens 250 % entspricht.
[0023] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Strömungsleitelement
und/oder das Strömungsführungselement materialuneinheitlich mit dem Gehäuse ausgestaltet
sind. Während also das Gehäuse aus einem oder mehreren Materialien besteht, sind das
Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement aus wenigstens einem anderen
Material hergestellt. Während selbstverständlich das Strömungsleitelement und das
Strömungsführungselement ebenfalls aus unterschiedlichen Materialien bestehen können,
sind sie vorzugsweise aus demselben Material und mithin materialeinheitlich, ausgeführt.
Das Gehäuse besteht beispielsweise aus einem vergleichsweise starren Material, welches
die Formstabilität des Schalldämpfers sicherstellt. Das Material des Strömungsleitelements
und/oder des Strömungsführungselements können dagegen auf eine besonders gute Dämpfungswirkung
hin optimiert sein.
[0024] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Strömungsleitelement
zwischen dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss angeordnet ist, sodass
eine Längsmittelachse des ersten Luftanschlusses und/oder eine Längsmittelachse des
zweiten Luftanschlusses durch das Strömungsleitelement verlaufen. Vorstehend wurde
bereits darauf hingewiesen, dass das Gehäuse selbst vorzugsweise einen Hohlraum zwischen
dem ersten Luftanschluss und dem zweiten Luftanschluss aufweist. An dieser Stelle
soll nun das Strömungsleitelement angeordnet sein, sodass die durch einen der Luftanschlüsse
in den Schalldämpfer einströmende Luft auf das Strömungsleitelement zuströmt und von
diesem umgelenkt wird. Besonders bevorzugst stehen die Längsmittelachsen beider Luftanschlüsse
senkrecht auf dem Strömungsleitelement beziehungsweise einer Längsmittelachse des
Strömungsleitelements.
[0025] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Strömungsführungselement
beabstandet von dem Strömungsleitelement angeordnet ist, sodass zwischen dem Strömungsführungselement
und dem Strömungsleitelement der Strömungsweg ausgebildet ist. Der Strömungsweg wird
also von dem Strömungsführungselement und dem Strömungsleitelement gemeinsam ausgebildet.
Beispielsweise ist der Strömungsweg - im Querschnitt bezüglich seiner Längsmittelachse
gesehen - auf der einen Seite von dem Strömungsführungselement und auf der anderen
Seite von dem Strömungsleitelement begrenzt. Vorzugsweise ist eine Seitenfläche des
Strömungsführungselements parallel zu einer gegenüberliegenden Seite des Strömungsleitelements
angeordnet, wobei beide Seitenflächen den Strömungsweg gemeinsam begrenzen.
[0026] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Strömungsführungselement mehrere
gegeneinander angewinkelte Strömungsführungsbereiche aufweist. Mithilfe des Strömungsführungselements
wird beispielsweise die wenigstens eine Umlenkung, insbesondere der U-förmige oder
V-förmige Verlauf des Strömungswegs, bewirkt. Um den Strömungswiderstand des Schalldämpfers
möglichst gering zu halten, ist es nun vorgesehen, dass die Umlenkung nicht in einem
Schritt, sondern vielmehr schrittweise in mehreren Schritten erfolgt. Zu diesem Zweck
sind die Strömungsführungsbereiche vorgesehen, welche gegeneinander angewinkelt sind,
also zwischen sich eine Abknickung des Strömungsführungselements aufweisen, sodass
unmittelbar aneinander angrenzende Strömungsführungsbereiche des Strömungsführungselements
unter einem Winkel von größer als 0° und kleiner als 180° aufeinandertreffen beziehungsweise
aneinander angrenzen.
[0027] Beispielsweise ist es dabei vorgesehen, dass die Strömungsführungsbereiche einen
zentralen Strömungsführungsbereich aufweisen, von welchem ausgehend sich in beide
Richtungen zumindest jeweils ein erster Strömungsbereich und ein zweiter Strömungsbereich
anschließen. Besonders bevorzugt ist das Strömungsführungselement symmetrisch ausgestaltet,
insbesondere bezüglich einer Symmetrieebene, die mittig durch den zentralen Strömungsführungsbereich
verläuft. Beispielsweise steht die Symmetrieebene senkrecht auf der Längsmittelachse
des ersten Luftanschlusses und/oder der Längsmittelachse des zweiten Luftanschlusses.
[0028] Auf beiden Seiten des zentralen Strömungsführungsbereichs folgen jeweils der erste
Strömungsführungsbereich und der zweite Strömungsführungsbereich. Der erste Strömungsführungsbereich
liegt dabei unmittelbar zwischen dem zentralen Strömungsführungsbereich und dem zweiten
Strömungsführungsbereich, grenzt also jeweils unmittelbar an diese an. Das Strömungsführungselement
besteht bei einer derartigen Ausgestaltung aus wenigstens fünf Strömungsführungsbereichen,
von welchen einer als zentraler Strömungsführungsbereich ausgestaltet ist. Auch mehr
als fünf Strömungsführungsbereiche können realisiert sein, wobei die Anzahl der Strömungsführungsbereiche
bevorzugt ungerade ist.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass der erste Strömungsführungsbereich bezüglich des zentralen
Strömungsführungsbereichs und/oder der zweite Strömungsführungsbereich bezüglich des
ersten Strömungsführungsbereichs um 30° bis 60°, um 35° bis 55°, um 40° bis 50° oder
um 45° angewinkelt ist. Im Falle des U-förmigen Verlaufs des Strömungswegs wird mithilfe
des Strömungsführungselements eine Umlenkung von 180° realisiert. Im Falle der fünfteiligen
Ausgestaltung des Strömungsführungselements muss diese Umlenkung in vier Schritten
bewerkstelligt werden, sodass sich zumindest rein rechnerisch ein Winkel von 45° ergibt,
welcher zwischen jeweils zwei der Strömungsführungsbereiche vorliegen muss. Selbstverständlich
kann es jedoch vorgesehen sein, dass keine gleichmäßige Umlenkung realisiert ist,
wenngleich diese bevorzugt wird. Entsprechend kann der Winkel zwischen dem ersten
Strömungsbereich und dem zentralen Strömungsbereich oder der Winkel zwischen dem zweiten
Strömungsbereich und dem ersten Strömungsbereich jeweils in den genannten Winkelbereichen
liegen.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Strömungsleitelement über einen ersten Schenkel verfügt, der ein in dem Gehäuse
angeordnetes freies Ende aufweist, das in Richtung des Strömungsführungselements ragt,
sodass der Strömungsweg zwischen dem freien Ende und dem Strömungsführungselement
verläuft. Vorstehend wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Strömungsweg zwischen
dem Strömungsführungselement und dem Strömungsleitelement vorliegen kann. Zu diesem
Zweck verfügt nun das Strömungsleitelement über den ersten Schenkel, der sich in Richtung
des Strömungsführungselements erstreckt, jedoch von ihm beabstandet vorliegt. Das
freie Ende endet also in dem Gehäuse und liegt dabei beabstandet von dem Strömungsführungselement
vor. Eine Längsmittelachse oder eine Längsmittelebene des ersten Schenkels des Strömungsleitelement
steht beispielsweise senkrecht auf der Längsmittelachse des ersten Luftanschlusses
und/oder der Längsmittelachse des zweiten Luftanschlusses und/oder einer den Strömungskanal
begrenzenden Wand des Strömungsführungselements, insbesondere des zentralen Strömungsführungsbereichs
des Strömungsführungselements.
[0031] Besonders bevorzugt ist es dabei vorgesehen, dass eine Symmetrieebene des Strömungsführungselements
die Längsmittelachse des freien Endes des Strömungsleitelements aufnimmt, wobei die
Längsmittelachse insbesondere durch den zentralen Strömungsführungsbereich verläuft,
vorzugsweise mittig. Vorstehend wurde bereits darauf hingewiesen, dass das Strömungsführungselement
bezüglich der Symmetrieebene symmetrisch sein kann. Die Längsmittelachse des ersten
Schenkels des Strömungsleitelements beziehungsweise des freien Endes liegt nun in
dieser Symmetrieebene, steht also vorzugsweise senkrecht auf der den Strömungsweg
begrenzenden Wand des Strömungsführungselements beziehungsweise des zentralen Strömungsführungsbereichs.
[0032] Eine bevorzugte weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Strömungsleitelement
mindestens einen zweiten Schenkel aufweist, der über eine den Strömungsweg begrenzende
erste Seitenfläche sowie über eine der ersten Seitenfläche gegenüberliegende, zumindest
bereichsweise an dem Gehäuse anliegende zweite Seitenfläche verfügt. Neben dem ersten
Schenkel weist das Strömungsleitelement insoweit den zweiten Schenkel beziehungsweise
mehrere zweite Schenkel auf. Der zweite Schenkel beziehungsweise die mehreren zweiten
Schenkel schließen sich vorzugsweise jeweils unmittelbar an den ersten Schenkel an,
gehen also von diesem aus. Der zweite Schenkel weist nun zwei Seitenflächen, nämlich
die erste Seitenfläche und die zweite Seitenfläche auf, welche sich einander gegenüberliegen,
also insbesondere parallel zueinander vorliegen.
[0033] Während die erste Seitenfläche den Strömungsweg begrenzt, liegt die zweite Seitenfläche
wenigstens bereichsweise an dem Gehäuse an, um das Strömungsleitelement bezüglich
des Gehäuses abzustützen. Insoweit wird ein sicherer Halt des Strömungsleitelements
in dem Gehäuse realisiert. Vorzugsweise weist der erste Schenkel des Strömungsleitelements
dagegen keine derartige Abstützung auf. Auch er verfügt über eine den Strömungsweg
begrenzende erste Seitenfläche sowie ein der ersten Seitenfläche gegenüberliegende
zweite Seitenfläche. Diese liegt jedoch vorzugsweise nicht, zumindest nicht flächig,
an dem Gehäuse an. Beispielsweise begrenzt auch er den Strömungsweg.
[0034] Es kann vorgesehen sein, dass der zweite Schenkel bezüglich des ersten Schenkels
angewinkelt ist, insbesondere um 30° bis 60°, um 35° bis 55°, um 40° bis 50° oder
um 45°. Auch mithilfe des Strömungsleitelements kann eine Umlenkung der Strömung,
beziehungsweise des Strömungswegs, insbesondere eine mehrschrittige Umlenkung, realisiert
sein. Um diese nicht abrupt, sondern vielmehr schrittweise durchzuführen, liegen die
beiden Schenkel des Strömungsleitelements, nämlich der erste Schenkel und der zweite
Schenkel, angewinkelt zueinander vor, also unter einem Winkel, der größer als 0° und
kleiner als 180° ist. Besonders bevorzugt ist auch hier ein Winkel von 45°. Auch ein
Winkel, der in den vorstehend genannten Bereichen liegt, ist jedoch realisierbar.
[0035] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der zweite
Schenkel dem ersten Luftanschluss und/oder dem zweiten Luftanschluss gegenüberliegt.
Eine auf das Strömungsleitelement projizierte Querschnittsfläche des ersten Luftanschlusses
beziehungsweise des zweiten Luftanschlusses liegt insoweit wenigstens bereichsweise
an dem zweiten Schenkel vor. Zusätzlich oder alternativ kann die projizierte Fläche
zumindest teilweise auch an dem ersten Schenkel vorliegen. Beispielsweise ist das
Strömungsleitelement derart angeordnet beziehungsweise derart ausgestaltet, dass die
Längsmittelachse des ersten Luftfanschlusses und/oder die Längsmittelachse des zweiten
Luftanschlusses den zweiten Schenkel des Strömungsleitelements durchgreifen. Beispielsweise
liegt zwischen dem zweiten Schenkel und der jeweiligen Längsmittelachse des ersten
Luftanschlusses beziehungsweise des zweiten Luftanschlusses ein Winkel von 45° vor.
[0036] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement und/oder wenigstens
ein in das Gehäuse eingelegtes Stützteil wenigstens ein Schalldämpfungselement aus
einem Schaumstoff, insbesondere einem offenporigen Schaumstoff, aufweisen/aufweist.
Die genannten Elemente, nämlich das Strömungsleitelement, das Strömungsführungselement
und das Stützteil, können insoweit jeweils wenigstens bereichsweise das Schalldämpfungselement
aufweisen oder aus diesem bestehen. Das Schalldämpfungselement besteht beispielsweise
aus einem Material mit geringer Dichte, insbesondere einer Dichte von höchstens 100
kg/m
3 höchstens 80 kg/m
3, höchstens 60 kg/m
3, höchstens 50 kg/m
3, höchstens 40 kg/m
3, höchstens 30 kg/m
3, höchstens 25 kg/m
3, höchstens 20 kg/m
3, höchstens 15 kg/m
3, höchstens 10 kg/m
3, höchstens 7,5 kg/m
3 oder höchstens 5 kg/m
3.
[0037] Beispielsweise kommt als Material Mineralwolle zum Einsatz. Das Schalldämpfungselement
kann jedoch auch aus Schaumstoff bestehen, vorzugsweise einem offenporigen Schaumstoff,
sodass das Schalldämpfungselement selbst strömungsdurchlässig ist. Mit einer derartigen
Ausgestaltung des Schalldämpfungselements wird eine besonders hervorragende Dämpfungswirkung
erzielt. Als Schaumstoff kann beispielsweise Polyurethan (PU/PUR), Polyethylen (PE),
Melamin oder ein Melamin-haltiger Duroplast verwendet werden. Von Bedeutung ist lediglich,
dass das jeweils genannte Material aufgeschäumt, vorzugsweise offenporig aufgeschäumt,
ist. Das Schalldämpfungselement beziehungsweise der Schaumstoff weist vorzugsweise
eine Materialstärke von wenigstens 10 mm, wenigstens 20 mm, wenigstens 30 mm, wenigstens
40 mm oder wenigstens 50 mm auf.
[0038] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Schalldämpfungselement
auf seiner dem Strömungsweg zugewandten Seite eine Beschichtung, insbesondere eine
luftdichte Beschichtung, aufweist. Das Schalldämpfungselement besteht insoweit aus
dem Schaumstoff und der Beschichtung. Letztere ist vorzugsweise auf der dem Strömungsweg
zugewandten Seite vorgesehen. Die Beschichtung kann grundsätzlich aus einem beliebigen
Material bestehen. Besonders bevorzugt ist sie luftdicht beziehungsweise strömungsdicht.
[0039] Entsprechend kann mittels des Schalldämpfungselements eine Strömungsführungsfunktion,
wie sie für das Strömungsleitelement und das Strömungsführungselement notwendig ist,
ohne weiteres realisiert beziehungsweise verbessert werden. Weiterhin wird mittels
der Beschichtung ein Festsetzen von Verschmutzungen an oder in dem Schaumstoff verhindert.
Zudem weist die Beschichtung vorzugsweise eine glattere Oberfläche auf als der Schaumstoff,
sodass das Auftreten von Verwirbelungen, welche den Strömungswiderstand des Schalldämpfers
vergrößern könnten, zuverlässig vermieden werden kann.
[0040] Beispielsweise ist es in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass die Beschichtung durchgehend, insbesondere die Schenkel des Strömungsleitelements
und/oder die Strömungsführungsbereiche des Strömungsführungselements übergreifend,
ausgebildet ist. Besonders bevorzugt übergreift die Beschichtung alle den Strömungsweg
begrenzenden Bereiche jeweils des Strömungsleitelements und/oder des Strömungsführungselements.
Insoweit erstreckt sich die Beschichtung beispielsweise von dem ersten Schenkel bis
auf den zweiten Schenkel beziehungsweise von dem zentralen Strömungsführungsbereich
über den ersten Strömungsführungsbereich bis hin zu dem zweiten Strömungsführungsbereich.
[0041] Beispielsweise ist es bei einer derartigen Ausgestaltung möglich, die gegeneinander
angewinkelten Schenkel des Strömungsleitelements beziehungsweise die Strömungsführungsbereiche
des Strömungsführungselements auszubilden, indem der auf lediglich einer Seite mit
der Beschichtung versehene Schaumstoff des entsprechenden Schalldämpfungselements
mit einem geraden Schnitt versehen wird, sodass nachfolgend die Schenkel beziehungsweise
die Strömungsführungsbereiche lediglich von der Beschichtung aneinander gehalten werden.
Aufgrund des Schnitts können nun die Schenkel beziehungsweise die Strömungsführungsbereiche
ohne weiteres gegeneinander angewinkelt werden, wobei die Beschichtung als Schwenkgelenk
dient.
[0042] Es kann vorgesehen sein, dass die Beschichtung ein Vlies ist. Unter dem Vlies beziehungsweise
Vliesstoff wird ein Gebilde aus Fasern begrenzter Länge, aus Endlosfaser, oder aus
geschnittenen Garnen verstanden, die auf beliebige Art und Weise zusammengefügt beziehungsweise
miteinander verbunden sind.
[0043] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das
Schalldämpfungselement an einer Übergangsstelle zwischen benachbarten Schenkeln des
Strömungsleitelements und/oder an einer Übergangsstelle zwischen benachbarten Strömungsführungsbereichen
des Strömungsführungselements geschlitzt ist. Dies ist insbesondere vorgesehen, wenn
das Schalldämpfungselement beziehungsweise das Strömungsleitelement das Schalldämpfungselement
aufweist, das aus dem mit der Beschichtung versehenen Schaumstoff besteht. In diesem
Fall wird der Schlitz lediglich in den Schaumstoff, nicht jedoch die Beschichtung,
eingebracht. Nachfolgend kann das Schalldämpfungselement beziehungsweise das Strömungsleitelement
an der Übergangsstelle gebogen werden, wobei bevorzugt die Beschichtung eine Art Schwenkgelenk
ausbildet. Hierauf wurde vorstehend bereits hingewiesen.
[0044] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Strömungsleitelement
ein Schalldämmungselement aus einem Material mit einer bestimmten Dichte, insbesondere
aus Metall, aufweist, wobei die bestimmte Dichte höher ist als die Dichte des Materials
des Schalldämpfungselements. Das Strömungsleitelement kann allein aus dem Schalldämmungselement
bestehen oder dieses zusätzlich zu dem Schalldämpfungselement aufweisen. In letzterem
Fall besteht das Strömungsleitelement aus dem Schalldämpfungselement und dem Schalldämmungselement.
Während das Schalldämpfungselement vorzugsweise aus Schaumstoff besteht, ist für das
Schalldämmungselement das Material mit der höheren Dichte vorgesehen. Das Material
des Schalldämmungselements weist also eine größere Dichte auf als das Material des
Schalldämpfungselements. Das Schalldämmungselement kann zum Beispiel auch als Schallabsorbierungselement
bezeichnet werden.
[0045] Die Dichte des Materials des Schalldämmungselements beträgt bezogen auf die Dichte
des Materials des Schalldämpfungselements beispielsweise mindestens 150 %, mindestens
200 %, mindestens 250 %, mindestens 300 %, mindestens 400 % oder mindestens 500 %.
Bevorzugt ist sie jedoch deutlich größer, sodass seine Dichte bezogen auf die Dichte
des Materials des Schalldämpfungselements mindestens 1.000 %, mindestens 2.000 %,
mindestens 2.500 %, mindestens 3.000 %, mindestens 4.000 %, mindestens 5.000 %, mindestens
7.500 % oder mindestens 10.000 % beträgt.
[0046] Bei einer Kombination der beiden Elemente kann das Schalldämpfungselement, welches
aus weicherem Material beziehungsweise Material mit geringerer Dichte besteht, Frequenzen
in einem ersten Frequenzbereich dämpfen, während das aus dem starreren beziehungsweise
dichteren Material bestehende Schalldämmungselement dem Dämpfen von Frequenzen in
einem zweiten Frequenzbereich dient, wobei der zweite Frequenzbereich unterhalb des
ersten Frequenzbereichs liegt. Der zweite Frequenzbereich kann dabei mit dem ersten
Frequenzbereich überlappen oder alternativ unmittelbar an diesen angrenzen oder beabstandet
von diesem vorliegen. Als Material für das Schalldämmungselement wird beispielsweise
Metall, insbesondere ein Metallblech, verwendet. Als Metall kommt beispielsweise Eisen
oder Stahl, insbesondere Edelstahl, zur Verwendung. Selbstverständlich können auch
andere Metalle oder Metalllegierungen herangezogen werden.
[0047] Grundsätzlich besteht vorzugsweise das Schalldämmungselement aus einem Material,
welches eine höhere Dichte aufweist als das Material des Schalldämpfungselements,
also zum Beispiel als der für dieses verwendete Schaumstoff, insbesondere als der
offenporige Schaumstoff. Für die gewünschte Dämpfung von Frequenzen in dem zweiten
Frequenzbereich ist es üblicherweise hinreichend, wenn das Material des Schalldämmungselements
eine bestimmte Dichte aufweist, nämlich insbesondere eine Dichte von mindestens 100
kg/m
3. Selbstverständlich kann die Dichte jedoch auch mindestens 250 kg/m
3, mindestens 500 kg/m
3, mindestens 750 kg/m
3, mindestens 1.000 kg/m
3, mindestens 2.000 kg/m
3, mindestens 2.500 kg/m
3, mindestens 3.000 kg/m
3, mindestens 4.000 kg/m
3, mindestens 5.000 kg/m
3 oder mindestens 7.500 kg/m
3 betragen. Beispielsweise wird dabei als Material Holz, Bitumen, insbesondere in Form
einer Bitumenfolie oder einer Schallisolationsmatte beziehungsweise Schwermatte, oder
dergleichen verwendet. Die Dichte des Materials wird bevorzugt derart gewählt, dass
eine ausreichende Dämpfung des zweiten Frequenzbereichs erfolgt.
[0048] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Schalldämmungselement
an dem ersten Schenkel anliegt oder zwischen mehreren, dem ersten Schenkel zugeordneten
Schalldämpfungselementen angeordnet ist, die beidseitig an dem Schalldämmungselement
anliegen. Das Schalldämmungselement liegt also an dem ersten Schenkel beziehungsweise
dem den ersten Schenkel bildenden Schalldämpfungselement an, insbesondere falls das
Strömungsleitelement lediglich ein derartiges Schalldämmungselement aufweisen sollte.
Sind dagegen mehrere Schalldämmungselemente dem Strömungsleitelement zugeordnet, so
kann das Schalldämmungselement zwischen mehreren Schalldämpfungselementen vorliegen.
Beispielsweise ist das Schalldämmungselement zwischen zwei Schalldämpfungselementen
angeordnet, welche jeweils flächig an dem Schalldämmungselement anliegen, bevorzugt
auf gegenüberliegenden Seiten des Schalldämmungselements.
[0049] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der zweite
Schenkel des Strömungsleitelements von einem ersten Schalldämpfungselement und ein
weiterer zweiter Schenkel von einem zweiten Schalldämpfungselement ausgebildet ist.
Das Strömungsleitelement weist folglich mehrere Schalldämpfungselemente, nämlich das
erste Schalldämpfungselement und das zweite Schalldämpfungselement, auf. Während der
erste Schenkel des Strömungsleitelements vorzugsweise von beiden Schalldämpfungselementen
gemeinsam gebildet sein kann, sind diese im Bereich der zweiten Schenkel wenigstens
bereichsweise voneinander beabstandet angeordnet.
[0050] Insbesondere sind der zweite Schenkel sowie der weitere zweite Schenkel derart bezüglich
des ersten Schenkels angewinkelt, dass sie voneinander fortgerichtet sind, ihre freien
Enden also in unterschiedliche Richtungen ragen. Beispielsweise liegt zwischen dem
zweiten Schenkel und dem weiteren zweiten Schenkel ein Winkel von mindestens 30°,
mindestens 45°, mindestens 60°, mindestens 75° oder mindestens 90°, insbesondere genau
90°, vor. Vorzugsweise sind der zweite Schenkel sowie der weitere zweite Schenkel
gegenüber dem ersten Schenkel jeweils um denselben Winkel angewinkelt, insbesondere
um 45°.
[0051] Beispielsweise kann es in einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung vorgesehen
sein, dass das Schalldämmungselement derart abgewinkelt ist, dass es an dem zweiten
Schenkel anliegt, insbesondere zwischen dem zweiten Schenkel und dem Gehäuse vorliegt.
Das Schalldämmungselement ist entsprechend nicht beziehungsweise nicht ausschließlich
flach. Bevorzugt ist es zwischen den mehreren Schalldämpfungselementen des Strömungsleitelements
angeordnet, wobei im Bereich des ersten Schenkels beide an ihm anliegen. Das Schalldämmungselement
ist nun derart abgewinkelt beziehungsweise abgekantet, dass es an dem zweiten Schenkel,
besonders bevorzugt nur an dem zweiten Schenkel anliegt. In letzterem Fall ist es
also zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig, von dem weiteren zweiten Schenkel
beabstandet angeordnet.
[0052] Beispielsweise liegt das Schalldämmungselement zwischen dem zweiten Schenkel und
dem Gehäuse vor. Dabei kann sich der zweite Schenkel über das Schalldämmungselement
an dem Gehäuse abstützen. Insoweit liegt also der zweite Schenkel an dem Schalldämmungselement
und dieses wiederum an dem Gehäuse an. Selbstverständlich kann der zweite Schenkel
auch unmittelbar an dem Gehäuse vorliegen, während das Schalldämmungselement beabstandet
von dem zweiten Schenkel an oder in dem Gehäuse angeordnet beziehungsweise befestigt
ist.
[0053] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Gehäuse aus Schaumstoff, insbesondere einem geschlossenzelligen Schaumstoff, besteht.
Zur Gewichtsreduktion des Schalldämpfers wird das Gehäuse aus Schaumstoff realisiert.
Zusätzlich kann auf diese Art und Weise eine thermische Isolierungswirkung realisiert
sein. Der Schaumstoff ist besonders bevorzugt geschlossenzellig beziehungsweise geschlossenporig.
Das bedeutet, dass Wände zwischen einzelnen Zellen des Schaumstoffs vollständig geschlossen,
die einzelnen Zellen also strömungstechnisch vollständig voneinander getrennt sind.
Insoweit kann der Schaumstoff des Gehäuses beschichtungslos ausgestaltet sein, ohne
dass Undichtigkeiten des Schalldämpfers auftreten können.
[0054] Grundsätzlich kann das Gehäuse aus einem beliebigen Material bestehen. Beispielsweise
weist das Material, insbesondere der vorstehend erwähnte Schaumstoff, eine Dichte
von mindestens 10 kg/m
3, mindestens 20 kg/m
3, mindestens 30 kg/m
3, mindestens 40 kg/m
3 oder mindestens 50 kg/m
3 auf. Zusätzlich oder alternativ kann das Material, insbesondere der Schaumstoff,
eine Dichte von höchstens 200 kg/m
3, höchstens 150 kg/m
3, höchstens 125 kg/m
3 oder höchstens 100 kg/m
3 aufweisen. Hierdurch wird eine kostengünstige Herstellung eines sehr leichten Gehäuses
erzielt und zudem die Übertragung von Körperschall gezielt zumindest teilweise verhindert.
Der Schalldämpfer wird insoweit entkoppelt.
[0055] Das Material des Gehäuses weist beispielsweise eine Dichte auf, die in der gleichen
Größenordnung liegt wie die Dichte des Materials des Schalldämpfungselements. Beispielsweise
sind die Dichten gleich. Die Dichte des Materials des Gehäuses ist vorzugsweise größer
als die Dichte des Materials des Schalldämpfungselements, bevorzugt um mindestens
10 %, mindestens 20 %, mindestens 25 %, mindestens 30 %, mindestens 40 % oder mindestens
50 %. Sie kann jedoch auch kleiner sein als die Dichte des Materials des Schalldämpfungselements.
[0056] Beispielsweise wird als geschlossenzelliger Schaumstoff Polypropylen, insbesondere
expandiertes Polypropylen (EPP), oder Polystyrol, insbesondere extrudiertes Polystyrol
(EPS), herangezogen. Das extrudierte Polystyrol kann auch als Styropor bezeichnet
werden. Diese Schaumstoffe zeichnen sich durch eine besonders gute Haltbarkeit bei
gleichzeitig geringem Gewicht aus. Die Materialstärke des Gehäuses, insbesondere des
Schaumstoffs, beträgt vorzugsweise wenigstens 10 mm, wenigstens 20 mm, wenigstens
30 mm, wenigstens 40 mm oder wenigstens 50 mm. Besonders bevorzugt weist das Material,
aus welchem das Gehäuse besteht, insbesondere also der Schaumstoff, eine größere Dichte
auf als das Material des Schalldämpfungselements auf. Zusätzlich oder alternativ kann
das Material des Gehäuses eine höhere Festigkeit beziehungsweise Steifigkeit aufweisen
als das Material des Schalldämpfungselements. Es kann weiterhin in einer bevorzugten
Ausgestaltung vorgesehen sein, dass das Material des Gehäuses zusätzlich oder alternativ
eine kleinere Dichte aufweist als das Material des Schalldämmungselements. Zusätzlich
oder alternativ weist das Material des Gehäuses eine geringere Festigkeit beziehungsweise
Steifigkeit auf als das Material des Schalldämmungselements.
[0057] Das Gehäuse kann beispielsweise aus Homopolymerisat bestehen, insbesondere aus expandiertem
Homopolymerisat. Expandiertes Homopolymerisat, auch als expandiertes Unipolymerisat
bezeichnet, ist ein elastisches, schaumartiges Material, das sehr leicht und dennoch
stabil ist, sodass ein besonders leichter Schalldämpfer vorliegt, dessen Gehäuse die
zum Verbau beziehungsweise zur Montage notwendige Stabilität aufweist. Weiterhin fallen
die Herstellungskosten vergleichsweise niedrig aus, da einerseits das Gehäuse aus
expandiertem Homopolymerisat aufgrund des Herstellungsverfahrens nicht oder nur geringfügig
nachbearbeitet werden muss und andererseits das Herstellungsverfahren einen vergleichsweise
geringen Aufwand erfordert.
[0058] Bevorzugt ist das expandierte Homopolymerisat expandiertes Polypropylen. Polypropylen,
auch Polypropen genannt, ist ein teilkristalliner Thermoplast und wird durch Polymerisation
des Monomers Propyl mit Hilfe von Katalysatoren gewonnen. Es ist beständig gegenüber
fast allen organischen Lösungsmitteln und Fetten, sowie den meisten Säuren und Laugen,
sodass auch bei einer langandauernden Verwendung des Schalldämpfers, beispielsweise
in der Lüftungseinrichtung, die Funktion sowie die Unversehrtheit des Gehäuses dauerhaft
gewährleistet wird. Expandiertes Polypropylen ist ein Partikelschaumstoff auf der
Basis von Polypropylen.
[0059] Alternativ ist das expandierte Homopolymerisat expandiertes Polystyrol. Polystyrol
ist ein transparenter, amorpher oder teilkristalliner Thermoplast. Es wird durch Polymerisation
des Monomers Styrol gewonnen, das außergewöhnliche Polymerisationseigenschaften aufweist
und vollständig recycelt werden kann. Schaumartiges Polystyrol, das unter dem Namen
Styropor bekannt geworden ist, weist eine hohe Druckfestigkeit und eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit
auf. Sogleich ist seine Herstellung sehr preiswert.
[0060] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Gehäuse
mehrteilig ist, insbesondere aus einer ersten Schale und einer zweiten Schale besteht,
die im Bereich einer Trennfläche aneinander anliegen. Das Gehäuse kann insoweit aus
seinen mehreren Bestandteilen, beispielsweise den beiden Schalen, zusammengesetzt
werden. Beispielsweise werden die Bestandteile stoffschlüssig aneinander befestigt,
beispielsweise miteinander verklebt. Somit ist eine hohe Dauerfestigkeit des Schalldämpfers
sichergestellt. Besonders bevorzugt ist das Gehäuse möglichst einfach aufgebaut, wobei
vorzugsweise lediglich die erste Schale und die zweite Schale vorliegen. Diese sind
im Bereich der Trennfläche voneinander getrennt, wobei die Trennfläche vorzugsweise
von einer planen Ebene definiert ist.
[0061] Nach dem Zusammensetzen des Schalldämpfers liegen die beiden Schalen im Bereich der
Trennfläche aneinander an. Das bedeutet, dass die erste Schale eine Anlagefläche und
die zweite Schale eine Gegenanlagefläche aufweisen, wobei die Anlagefläche nach der
Montage des Schalldämpfers an der Gegenanlagefläche vollflächig anliegt. Vorzugsweise
liegt die Anlagefläche dabei unmittelbar an der Gegenanlagefläche an. Das Anliegen
der Anlagefläche an der Gegenanlagefläche liegt bevorzugt jedoch auch dann vor, wenn
ein Befestigungsmittel, insbesondere ein Klebstoff, zwischen der Anlagefläche und
der Gegenanlagefläche aufgebracht ist.
[0062] Selbstverständlich kann es dabei vorgesehen sein, das die Anlagefläche in einer Aufnahme
und die Gegenanlagefläche an einem Vorsprung, insbesondere einem Steg, oder umgekehrt
angeordnet ist. Nach der Montage der beiden Schalen aneinander greift nun der Vorsprung
in die Aufnahme derart ein, dass die Anlagefläche in der Aufnahme angeordnet ist.
Die Aufnahme ist dabei vorzugsweise durchgehend ausgestaltet, kann jedoch auch lediglich
abschnittsweise vorliegen. In letzterem Fall sind mehrere Vorsprünge vorgesehen, die
in die Abschnitte der Aufnahme eingreifen.
[0063] Die Aufnahme wird zumindest einseitig von einem Steg begrenzt, welcher vorzugsweise
durchgehend ist. Besonders bevorzugt ist jedoch eine beidseitige Begrenzung der Aufnahme
durch Stege, insbesondere durchgehende Stege. Mit Hilfe einer derartigen Ausgestaltung
ist die Dichtwirkung zwischen den Schalen besonders hoch. Der Vorsprung kann auch
in Form eines Zapfens, insbesondere eines zylinderförmigen Zapfens vorliegen, während
die Aufnahme von einer komplementären Vertiefung ausgebildet ist. In diesem Fall ist
vorzugsweise eine Vielzahl von Zapfen und Vertiefungen vorgesehen.
[0064] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die
Trennfläche von dem ersten Luftanschluss und/oder dem zweiten Luftanschluss unterbrochen
ist, sodass der erste Luftanschluss und/oder der zweite Luftanschluss von der ersten
Schale und der zweiten Schale gemeinsam ausgebildet sind/ist. In der ersten Schale
und der zweiten Schale liegt insoweit jeweils lediglich ein Teil des ersten Luftanschlusses
und/oder des zweiten Luftanschlusses vor. Erst nach dem Verbinden der beiden Schalen
miteinander sind der erste Luftanschluss und der zweite Luftanschluss vollständig
ausgebildet beziehungsweise ihr Strömungsquerschnitt vollständig von dem Gehäuse in
Umfangsrichtung - bezüglich der jeweiligen Längsmittelachse des entsprechenden Luftanschlusses
- umgeben. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht eine äußerst einfache und zeitsparende
Montage.
[0065] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es beispielsweise vorgesehen,
dass die erste Schale mit der zweiten Schale stoffschlüssig verbunden ist, insbesondere
mittels Schmelzklebstoff. Hierauf wurde vorstehend bereits hingewiesen. Der Schmelzklebstoff
bewirkt eine rasche und zuverlässige, jedoch während der Montage ohne weiteres korrigierbare
Verbindung zwischen den beiden Schalen des Gehäuses. Selbstverständlich kann das stoffschlüssige
Verbinden auch durch Verschmelzen des Gehäusematerials selbst realisiert werden.
[0066] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Strömungsleitelement
und/oder das Strömungsführungselement in zumindest eine in einer Bodenfläche des Gehäuses
und/oder in dem Stützteil ausgebildete Halteausnehmung eingreifen. Die Halteausnehmung
dient dem sicheren Befestigen des Strömungsleitelements beziehungsweise des Strömungsführungselements
bezüglich des Gehäuses. Beispielsweise ist es nun vorgesehen, dass die Halteausnehmung
unmittelbar in dem Gehäuse, insbesondere der Bodenfläche des Gehäuses, vorliegt. Es
kann jedoch alternativ oder zusätzlich das Stützteil vorgesehen sein, in welchem die
Halteausnehmung zur Befestigung des Strömungsleitelements beziehungsweise des Strömungsführungselements
ausgebildet ist. Beispielsweise greifen das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement
jeweils mit einem Rand in die Halteausnehmung ein. Besonders bevorzugt greifen sie
jeweils mit zwei gegenüberliegenden Rändern in sich ebenfalls gegenüberliegende Halteausnehmungen
ein.
[0067] Das Stützteil ist beispielsweise derart bemessen, dass es in mindestens einer Richtung,
bevorzugt jedoch in zwei senkrecht aufeinander stehenden Richtungen, zumindest punktuell,
vorzugsweise durchgehend, an einer Innenwand beziehungsweise Innenumfangsfläche des
Gehäuses anliegt und sich mithin an dieser abstützt. Auch ein Abstützen an dem Strömungsführungselement
kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein. Bei einer Montage des Schalldämpfers
ist es hierbei beispielsweise lediglich notwendig, das Stützteil in das Gehäuse einzulegen
und nachfolgend das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement in
die wenigstens eine Halteausnehmung einzusetzen. Beispielsweise ist das Stützteil
in der ersten Schale oder der zweiten Schale angeordnet. Selbstverständlich können
auch mehrere gegenüberliegende Stützteile vorgesehen sein, wobei insbesondere ein
erstes der ersten Schale und ein zweites der zweiten Schale zugeordnet ist.
[0068] Insoweit werden das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement über
das erste Stützteil bezüglich der ersten Schale und über das zweite Stützteil bezüglich
der zweiten Schale festgesetzt, sodass nach der Montage des Schalldämpfers das Strömungsleitelement
und/oder das Strömungsführungselement zuverlässig und dauerhaft gehalten sind. Bei
einer derartigen Ausgestaltung kann es insbesondere vorgesehen sein, dass der Strömungsweg
zumindest bereichsweise im Querschnitt von dem Strömungsleitelement, dem Strömungsführungselement
sowie zwei gegenüberliegenden Stützteilen begrenzt ist. Vorzugsweise verläuft der
Strömungsweg entlang seiner Längsmittelachse, insbesondere entlang seiner gesamten
Längsmittelachse, beispielsweise beginnend an dem ersten Luftanschluss und endend
an dem zweiten Luftanschluss, zwischen zwei gegenüberliegenden Stützteilen.
[0069] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Stützteil
an der Bodenfläche des Gehäuses anliegt und sich mit seiner Stirnseite wenigstens
bereichsweise an dem Gehäuse und/oder dem Strömungsführungselement abstützt. Vorzugsweise
liegt also das Stützteil unmittelbar auf der Bodenfläche des Gehäuses, insbesondere
der ersten Schale oder der zweiten Schale an. Die Stirnseite des Stützteils liegt
dabei zumindest bereichsweise an dem Gehäuse beziehungsweise dem Strömungsführungselement
an, sodass das Stützteil in lateraler Richtung in dem Gehäuse festgelegt ist. Entsprechend
kann es nachfolgend dem Halten des Strömungsleitelements und/oder des Strömungsführungselements
in dem Gehäuse dienen.
[0070] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Strömungsführungselement
in eine in einer Wandfläche des Gehäuses ausgebildete Aussparung eingreift. Besonders
bevorzugt sind die Aussparung und das Strömungsführungselement derart ausgestaltet,
dass das Strömungsführungselement bündig mit der Wandfläche des Gehäuses abschließt.
Entsprechend tritt kein Sprung an dem Übergang von dem Strömungsführungselement auf
die Wandfläche beziehungsweise umgekehrt auf, sodass die Strömung entlang des Strömungswegs
nicht beeinträchtigt wird. In anderen Worten kann bevorzugt vorgesehen sein, dass
eine den Strömungsweg begrenzende Oberfläche des Strömungsführungselements mit der
Wandfläche des Gehäuses fluchtet.
[0071] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der zweite Schenkel des
Strömungsleitelements mit seiner dem ersten Schenkel abgewandten Seite in eine in
der Wandfläche des Gehäuses ausgebildete Stützausnehmung eingreift. Die Stützausnehmung
ist dabei vorzugsweise an den zweiten Schenkel formangepasst, sodass der in die Stützausnehmung
eingreifende Bereich des zweiten Schenkels auf gegenüberliegenden Seiten von dem Gehäuse
abgestützt ist, insbesondere in lateraler Richtung. Analog hierzu kann eine weitere
Stützausnehmung für einen eventuell vorhandenen weiteren zweiten Schenkel vorgesehen
sein.
[0072] Besonders bevorzugt ist in einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass in dem Gehäuse
wenigstens eine verschließbare Revisionsöffnung ausgebildet ist. Die Revisionsöffnung
dient der Überprüfung und/oder der Reinigung des Schalldämpfers, insbesondere des
Strömungswegs. Durch die geöffnete Revisionsöffnung kann insoweit auf den Strömungsweg
zugegriffen werden. Beispielsweise ist die Revisionsöffnung mittels eines Stopfens
verschließbar. Dieser kann materialeinheitlich mit dem Gehäuse ausgeführt sein. Der
Stopfen wird vorzugsweise lediglich kraftschlüssig in der Revisionsöffnung gehalten.
Zu diesem Zweck ist er beispielsweise mit Übermaß bezüglich der Revisionsöffnung ausgeführt.
[0073] Die Revisionsöffnung ist vorzugsweise im Bereich des ersten Luftanschlusses oder
des zweiten Luftanschlusses angeordnet. Beispielsweise schneidet eine Längsmittelachse
der Revisionsöffnung die Längsmittelachse eines der Luftanschlüsse oder zumindest
eine gedachte Verlängerung des Luftanschlusses. Besonders bevorzugt sind mehrere Revisionsöffnungen
vorgesehen, wobei jeweils eine Revisionsöffnung einem der Luftanschlüsse zugeordnet
ist. Die Revisionsöffnungen sind in diesem Fall vorzugsweise auf gegenüberliegenden
Seiten des Strömungsleitelements angeordnet.
[0074] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse wenigstens
einen Befestigungsflansch aufweist. Der Befestigungsflansch dient der Befestigung
des Gehäuses beispielsweise an einem Bauwerk, insbesondere an einer Decke und/oder
einer Wand des Bauwerks. Der Befestigungsflansch liegt in Form eines Vorsprungs an
dem Gehäuse vor. Besonders bevorzugt sind mehrere Befestigungsflansche an dem Gehäuse
vorgesehen.
[0075] Dabei kann es in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, dass der Befestigungsflansch
zwischen zwei gedachten Ebenen liegt, die von dem zweiten Schenkel und dem weiteren
zweiten Schenkel definiert sind. Der Befestigungsflansch liegt insoweit zwischen gedachten
Verlängerungen des zweiten Schenkels und des weiteren zweiten Schenkels vor. In diesem
Bereich kann ein Wandrücksprung einer Gehäusewand des Gehäuses vorgesehen sein, sodass
eine äußerst platzsparende Ausbildung des Befestigungsflanschs an dem Gehäuse möglich
ist.
[0076] Zusätzlich oder alternativ kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen
sein, dass der Befestigungsflansch durch einen Wandrücksprung einer Gehäusewand des
Gehäuses gebildet ist, die an dem Strömungsführungselement anliegt. Die Gehäusewand
liegt insoweit unmittelbar zwischen dem Strömungsführungselement und dem Befestigungsflansch
vor. Insbesondere bei Ausgestaltung des Strömungsführungselements mit mehreren Strömungsführungsbereichen,
welche gegeneinander angewinkelt sind, kann so eine platzsparende Anordnung des Befestigungsflanschs
an dem Gehäuse realisiert werden. Dies gilt insbesondere, wenn der Befestigungsflansch
bezüglich der Gehäusewand dem ersten Strömungsführungsbereich des Strömungsführungselements
unmittelbar gegenüberliegt.
[0077] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Schalldämpferanordnung, mit einem ersten Schalldämpfer
und einem zweiten Schalldämpfer, wobei ein Luftanschluss des ersten Schalldämpfers
unmittelbar an einen Luftanschluss des zweiten Schalldämpfers strömungstechnisch angeschlossen
ist. Dabei ist vorgesehen, dass der erste Schalldämpfer und/oder der zweite Schalldämpfer
gemäß den vorstehenden Ausführungen ausgestaltet sind/ist. Auf die Vorteile einer
derartigen Ausgestaltung des Schalldämpfers beziehungsweise der Schalldämpferanordnung
wurde bereits hingewiesen. Die Schalldämpferanordnung sowie der erste Schalldämpfer
und/oder der zweite Schalldämpfer können gemäß den vorstehenden Ausführungen weitergebildet
sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.
[0078] Die Schalldämpferanordnung weist mehrere Schalldämpfer auf. Diese sind unmittelbar
miteinander strömungstechnisch verbunden. Beispielsweise ist also der erste Schalldämpfer
unmittelbar an den zweiten Schalldämpfer angeschlossen. Grundsätzlich kann eine beliebige
Anzahl an Schalldämpfern in Reihe zueinander angeordnet sein, sodass auf den zweiten
Schalldämpfer wenigstens ein dritter Schalldämpfer folgen kann, welcher unmittelbar
strömungstechnisch an den zweiten Schalldämpfer angeschlossen ist. Beispielsweise
ist an den dem zweiten Schalldämpfer abgewandten Luftanschluss des ersten Schalldämpfers
eine Rohrleitung angeschlossen. Ebenso kann an den Luftanschluss des zweiten Schalldämpfers,
welcher dem ersten Schalldämpfer abgewandt ist, eine weitere Rohrleitung angeschlossen
sein. Die vorstehend erläuterte Ausgestaltung des Schalldämpfers ermöglicht eine äußerst
flexible Verwendung und Anordnung. Auch kann die gewünschte Schalldämpfwirkung durch
eine beliebige Reihenschaltung von Schalldämpfern auf ein gewünschtes Maß eingestellt
werden.
[0079] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Lüftungseinrichtung, mit einem Schalldämpfer,
der einen ersten Luftanschluss und einen zweiten Luftanschluss aufweist, wobei sowohl
der erste Luftanschluss als auch der zweite Luftanschluss jeweils strömungstechnisch
unmittelbar an eine Rohrleitung oder einen weiteren Schalldämpfer angeschlossen ist.
Dabei ist vorgesehen, dass der Schalldämpfer und/oder der weitere Schalldämpfer gemäß
den vorstehenden Ausführungen ausgestaltet sind/ist. Auch hinsichtlich der Lüftungseinrichtung
wird auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen. Selbstverständlich kann die Lüftungseinrichtung
zusätzlich oder alternativ zu dem Schalldämpfer die vorstehend beschriebene Schalldämpferanordnung
aufweisen.
[0080] Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Schalldämpfers,
insbesondere eines Schalldämpfers gemäß den vorstehenden Ausführungen, wobei der Schalldämpfer
einen von einem ersten Luftanschluss zu einem zweiten Luftanschluss führenden Strömungsweg
aufweist, wobei sowohl der erste Luftanschluss als auch der zweite Luftanschluss an
einem den Strömungsweg einfassenden Gehäuse des Schalldämpfers ausgebildet sind, und
wobei der erste Luftanschluss und der zweite Luftanschluss jeweils zum Herstellen
einer Rohrleitungsverbindung ausgestaltet werden. Dabei ist vorgesehen, dass der Strömungsweg
mit wenigstens einer Umlenkung ausgebildet wird. Auf die vorstehenden Ausführungen
hinsichtlich des Schalldämpfers wird erneut hingewiesen. Die beschriebene Ausgestaltung
des Schalldämpfers ermöglicht eine äußerst einfache und kosteneffiziente Herstellung
des Schalldämpfers.
[0081] Beispielsweise ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
dass in einer ersten Schale des Gehäuses, insbesondere in einer Bodenfläche der ersten
Schale, und/oder in einem auf der Bodenfläche anzuordnenden Stützteil zumindest eine
Halteausnehmung ausgebildet und in die Halteöffnung ein Strömungsleitelement und/oder
ein Strömungsführungselement eingesetzt wird. Die Halteöffnung ist derart ausgestaltet,
dass das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement nach dem Einsetzen
in die Halteöffnung von dem Stützteil oder von dem Stützteil gemeinsam mit dem Gehäuse
gehalten sind/ist. Besonders bevorzugt liegt die Halteausnehmung ausschließlich in
dem Stützteil vor, sodass das Gehäuse für unterschiedliche Bauformen des Strömungsleitelements
beziehungsweise des Strömungsführungselements verwendet werden kann. Auch für unterschiedlich
ausgestaltete Schalldämpfer können insoweit die Gehäuse als Gleichteile vorliegen.
[0082] Weiterhin kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass
eine zweite Schale des Gehäuses auf die erste Schale derart aufgesetzt wird, dass
das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement zwischen der ersten
Schale und der zweiten Schale klemmend gehalten sind/ist. Das Strömungsleitelement
beziehungsweise das Strömungsführungselement weist entsprechend Abmessungen auf, sodass
es nach dem Aufsetzen der zweiten Schale auf die erste Schale sowohl an der ersten
Schale als auch der zweiten Schale anliegt.
[0083] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass vor dem Aufsetzen der zweiten Schale in dieser
und/oder in einem auf einer Bodenfläche der zweiten Schale anzuordnenden weiteren
Stützteil mindestens eine weitere Halteausnehmung ausgebildet wird, wobei bei dem
Aufsetzen das Strömungsleitelement und/oder das Strömungsführungselement in der weiteren
Halteausnehmung angeordnet werden. Neben der Halteausnehmung ist also die weitere
Halteausnehmung vorgesehen. Die Halteausnehmung und die weitere Halteausnehmung liegen
einander nach dem Aufsetzen der zweiten Schale auf die erste Schale gegenüber, sodass
das Strömungsleitelement und/oder das Führungselement sowohl in die Halteausnehmung
als auch in die weitere Halteausnehmung eingreifen. Somit ist das Strömungsleitelement
beziehungsweise das Strömungsführungselement beidseitig sicher und zuverlässig gehalten,
also sowohl auf seiner der ersten Schale zugewandten Seite als auch auf seiner der
zweiten Schale zugewandten Seite.
[0084] Schließlich kann in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die erste
Schale mit der zweiten Schale stoffschlüssig verbunden wird, insbesondere mittels
Schmelzklebstoff. Auf eine derartige Vorgehensweise wurde vorstehend bereits hingewiesen.
[0085] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Außenansicht eines Schalldämpfers für eine Lüftungseinrichtung,
- Figur 2
- eine Innendarstellung des Schalldämpfers, wobei ein von einem Gehäuse des Schalldämpfers
ausgebildeter Strömungsweg erkennbar ist,
- Figur 3
- eine Darstellung eines Bereichs des Schalldämpfers, nämlich eines Teils eines Strömungsleitelements,
eines Strömungsführungselements sowie zwei Stützteile,
- Figur 4
- eine Explosionsdarstellung des Strömungsleitelements, des Strömungsführungselements
sowie der Stützteile,
- Figur 5
- eine Explosionsdarstellung des Gehäuses, welches eine erste Schale und eine zweite
Schale aufweist, zwischen welchen ein Schalldämmungselement dargestellt ist,
- Figur 6
- eine Schalldämpferanordnung bestehend aus mehreren Schalldämpfern,
- Figur 7
- ein Teil einer Lüftungseinrichtung mit einem Schalldämpfer in einer ersten Strömungskonfiguration,
sowie
- Figur 8
- die Lüftungseinrichtung mit einem Schalldämpfer in einer zweiten Strömungskonfiguration.
[0086] Die Figur 1 zeigt eine Zusammenbauansicht eines Schalldämpfers 1. Dieser weist ein
Gehäuse 2 auf, welches in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel über eine erste
Schale 3 sowie eine zweite Schale 4 verfügt. Die beiden Schalen 3 und 4 liegen im
Bereich einer Trennfläche 5, beispielsweise einer Trennebene, aneinander an. An dem
Gehäuse 2 sind ein erster Luftanschluss 6 sowie ein zweiter Luftanschluss 7 ausgebildet.
Der erste Luftanschluss 6 kann wahlweise als Lufteinlass oder als Luftauslass und
der zweite Luftanschluss 7 entsprechend wahlweise als Luftauslass oder Lufteinlass
ausgestaltet sein. Die Luftanschlüsse 6 und 7 sind über einen hier nur ansatzweise
erkennbaren Strömungsweg 8, welcher in dem Gehäuse 2 ausgebildet ist, miteinander
strömungsverbunden.
[0087] Es wird deutlich, dass der erste Luftanschluss 6 sowie der zweite Luftanschluss 7
beispielsweise jeweils in Form eines Anschlussflansches 9 beziehungsweise 10 vorliegen.
Die Anschlussflansche 9 und 10 sind jeweils bereichsweise von der ersten Schale 3
und der zweiten Schale 4 ausgebildet. Insoweit definieren die Schalen 3 und 4 die
Luftanschlüsse 6 und 7 beziehungsweise die Anschlussflansche 9 und 10 gemeinsam. Die
Trennfläche 5 verläuft folglich durch die Luftanschlüsse 6 und 7.
[0088] In dem Gehäuse 2, insbesondere in der zweiten Schale 4, ist wenigstens eine verschließbare
Revisionsöffnung 11 (hier: zwei Revisionsöffnungen 11) vorgesehen. Diese sind in dem
hier dargestellten Ausführungsbeispiel mittels Stopfen 12 verschlossen. Weiterhin
sind an dem Gehäuse 2 vorzugsweise mehrere Befestigungsflansche 13 und 14 ausgebildet,
welche beispielsweise jeweils über eine Befestigungsausnehmung 15 verfügen. Das Gehäuse
3 besteht bevorzugt aus einem Schaumstoff, insbesondere einem geschlossenzelligen
Schaumstoff. Als Schaumstoff kann dabei beispielsweise Polypropylen oder Polystyrol
verwendet werden. Besonders bevorzugt sind die Stopfen 12 materialeinheitlich mit
dem Gehäuse 2 ausgestaltet.
[0089] Die Figur 2 zeigt eine Darstellung des Schalldämpfers 1 in geöffnetem Zustand, also
ohne die zweite Schale 4. Mittels Pfeilen 16 ist ein Strömungsverlauf entlang des
Strömungswegs 8 dargestellt, für welchen der erste Luftanschluss 6 als Lufteinlass
und der zweite Luftanschluss 7 als Luftauslass dient. Ebenso angedeutet ist eine Längsmittelachse
17 des Strömungswegs 8, welche sich für unterschiedliche Strömungspositionen aus dem
Mittelpunkt des jeweiligen Durchströmungsquerschnitts ergibt. Ebenso angedeutet ist
eine erste Längsmittelachse 18 des ersten Luftanschlusses 6 und eine zweite Längsmittelachse
19 des zweiten Luftanschlusses 7. Beispielsweise stehen diese jeweils senkrecht auf
der Längsmittelachse 17 des Strömungswegs 8.
[0090] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Luftanschlüsse 6 und 7 einander
gegenüberliegend an dem Gehäuse 2 angeordnet. Dabei sind sie vorzugsweise koaxial
zueinander. Das bedeutet, dass ihre Längsmittelachsen 18 und 19 beziehungsweise deren
gedachte Verlängerungen miteinander zusammenfallen. Die Luftanschlüsse 6 und 7 weisen
jeweils einen runden Querschnitt auf. Sie sind beispielsweise zur Aufnahme einer hier
nicht dargestellten Rohrleitung oder zur Aufnahme in einem Steckbereich der Rohrleitung
ausgestaltet. Der Strömungsweg 8 dagegen weist zumindest bereichsweise einen eckigen,
insbesondere rechteckigen, Strömungsquerschnitt auf. Der Strömungsquerschnitt liegt
vorzugsweise in einer senkrecht auf der Längsmittelachse 17 stehenden Querschnittsebene
vor.
[0091] Es wird deutlich, dass der Strömungsweg 8 wenigstens eine Umlenkung 20 aufweist.
Die Umlenkung 20 ist derart ausgestaltet, dass der Strömungsweg 8 einen U-förmigen
Verlauf aufweist. Der Strömungsweg 8 verfügt in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
über drei Strömungswegabschnitte 21, 22 und 23. Die Strömungswegabschnitte 21 und
23 verlaufen vorzugsweise parallel zueinander. Der Strömungswegabschnitt 22 steht
dagegen zumindest abschnittsweise senkrecht auf den Strömungswegabschnitten 21 und
23. Der Strömungswegabschnitt 22 ist über den Strömungswegabschnitt 21 mit dem ersten
Luftanschluss 6 und über den Strömungswegabschnitt 23 mit dem zweiten Luftanschluss
7 strömungsverbunden. Das bedeutet, dass der erste Luftanschluss 6 in den ersten Strömungswegabschnitt
21 und der zweite Luftanschluss 7 in den dritten Strömungswegabschnitt 23 einmündet.
In dem Strömungswegabschnitt 22 liegt die Umlenkung 20 des Strömungswegs 8 vor.
[0092] Zur Ausbildung der Umlenkung 20 sind ein Strömungsleitelement 24 sowie ein Strömungsführungselement
25 vorgesehen. Das Strömungsleitelement 24 ist zwischen dem ersten Luftanschluss 6
und dem zweiten Luftanschluss 7 angeordnet. Vorzugsweise verlaufen die Längsmittelachsen
18 und 19 der Luftanschlüsse 6 und 7 beziehungsweise deren gedachten Verlängerungen
durch das Strömungsleitelement 24. Das Strömungsleitelement 24 verfügt über einen
ersten Schenkel 26 mit einem freien Ende 27. Der erste Schenkel 26 des Strömungsleitelements
24 ragt in Richtung des Strömungsführungselements 25, sodass der Strömungsweg 8 zwischen
dem ersten Schenkel 26 beziehungsweise dem freien Ende 27 einerseits sowie dem Strömungsführungselement
25 andererseits verläuft.
[0093] Das Strömungsleitelement 24 verfügt zudem über wenigstens einen zweiten Schenkel
28. Neben diesem ist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ein weiterer zweiter
Schenkel 29 vorgesehen. Die zweiten Schenkel 28 und 29 verfügen jeweils über eine
erste Seitenfläche 30, die den Strömungsweg 8 begrenzt. Eine der ersten Seitenfläche
30 jeweils gegenüberliegende zweite Seitenfläche 31 der zweiten Schenkel 28 und 29
liegt dagegen zumindest bereichsweise an dem Gehäuse 2 an und stützt sich an diesem
ab.
[0094] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel verfügt das Strömungsleitelement 24
über zwei Schalldämpfungselemente 32 und 33. Die beiden Schalldämpfungselemente 32
und 33 bilden den ersten Schenkel 26 des Strömungsleitelements 24 gemeinsam aus. Zur
Ausbildung der zweiten Schenkel 28 und 29, welche voneinander fortgerichtet sind,
sind die Schalldämpfungselemente 32 und 33 abgewinkelt. Die Schalldämpfungselemente
32 und 33 sind dabei derart ausgestaltet, dass die zweiten Schenkel 28 und 29 bezüglich
des ersten Schenkels 26 jeweils um 45° angewinkelt sind. Auch andere Winkel sind jedoch
realisierbar.
[0095] Die Schalldämpfungselemente 32 und 33 bestehen bevorzugt aus einem Schaumstoff, insbesondere
einem offenporigen Schaumstoff. Jedes der Schalldämpfungselemente 32 und 33 weist
zumindest auf seiner dem Strömungsweg 8 zugewandten Seite eine Beschichtung, vorzugsweise
eine luftdichte Beschichtung, auf. Die Beschichtung ist dabei durchgehend ausgestaltet.
Insbesondere übergreift sie durchgehend die gesamte dem Strömungsweg 8 zugewandte
Seite des jeweiligen Schalldämpfungselements 32 beziehungsweise 33. Die Beschichtung
liegt beispielsweise als Vlies vor.
[0096] Um die zweiten Schenkel 28 und 29 bezüglich des ersten Schenkels 26 anzuwinkeln,
ist es beispielsweise vorgesehen, die Schalldämpfungselemente 32 und 33 an einer Übergangsstelle
von dem ersten Schenkel 26 einerseits auf den jeweiligen zweiten Schenkel 28 beziehungsweise
29 andererseits mit einem Schlitz zu versehen, welcher den Schaumstoff vollständig
oder nahezu vollständig, nicht jedoch die Beschichtung, durchgreift. Insoweit können
die Schalldämpfungselemente 32 und 33 zum Anwinkeln der zweiten Schenkel 28 und 29
gegenüber dem ersten Schenkel 26 auf einfache Art und Weise verformt werden, wobei
die Beschichtung ein Schwenklager bildet.
[0097] Das Strömungsleitelement 24 weist neben den Schalldämpfungselementen 32 und 33 ein
Schalldämmungselement 34 auf. Der erste Schenkel 26 des Strömungsleitelements 24 wird
nun von den Schalldämpfungselementen 32 und 33 sowie dem Schalldämmungselement 34
gemeinsam gebildet. Dabei liegt das Schalldämmungselement 34 zwischen den Schalldämpfungselementen
32 und 33 vor, insbesondere liegt es flächig an diesen an. Das Schalldämmungselement
34 ist beispielsweise derart abgewinkelt, dass es im Wesentlichen an dem von dem Schalldämpfungselement
32 gebildeten zweiten Schenkel 28 anliegt oder zumindest parallel zu diesem verläuft.
In der hier dargestellten Ausführungsform liegt letzteres vor, sodass das Gehäuse
2 bereichsweise zwischen dem Schalldämpfungselement 32 beziehungsweise dem zweiten
Schenkel 28 und dem Schalldämmungselement 34 vorliegt. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass sich das Schalldämpfungselement 32, insbesondere der zweite Schenkel 28,
über das Schalldämmungselement 34 an dem Gehäuse 2 abstützt.
[0098] Das Schalldämmungselement 34 greift beispielsweise in eine hier nicht näher gekennzeichnete
Ausnehmung ein, die in dem Gehäuse 2 ausgebildet ist. Die Ausnehmung verläuft dabei
bevorzugt von dem Schalldämpfungselement 32 beziehungsweise seinem zweiten Schenkel
28 beabstandet. Die Ausnehmung liegt bevorzugt sowohl in der ersten Schale 3 als auch
in der zweiten Schale 4 vor, sodass das Schalldämmungselement 34 zuverlässig bezüglich
des Gehäuses 2 festgesetzt ist und ein Schwingen des Schalldämmungselements 34 bezüglich
des Gehäuses 2 vermieden wird. Besonders bevorzugt ist die Ausnehmung derart ausgestaltet,
dass sie durchgehend in den beiden Schalen 3 und 4 vorliegt, insoweit also unterbrechungsfrei
ausgestaltet ist. Die Ausnehmung durchgreift hierzu beispielsweise die Trennfläche
5.
[0099] Es wird deutlich, dass der Befestigungsflansch 13 zwischen zwei gedachten Ebenen
liegt, die von den zweiten Schenkeln 28 und 29 definiert sind. Anders ausgedrückt
liegt der Befestigungsflansch 13 zwischen gedachten Verlängerungen der Schenkel 28
und 29. Diese Anordnung des Befestigungsflanschs 13 wird insbesondere durch das Anwinkeln
der zweiten Schenkel 28 und 29 gegenüber dem ersten Schenkel 26 sowie das Abwinkeln
des Schalldämmungselements 34 möglich. Hierdurch wird eine äußerst kompakte Bauform
des Schalldämpfers 1 realisiert.
[0100] Neben dem Strömungsleitelement 24 wird die Umlenkung 24 mittels des Strömungsführungselements
25 bewirkt. Das Strömungsführungselement 24 verfügt vorzugsweise über mehrere gegeneinander
angewinkelte Strömungsführungsbereiche. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ein zentraler Strömungsführungsbereich 35 sowie beidseitig desselben jeweils ein
erster Strömungsführungsbereich 36 sowie ein zweiter Strömungsführungsbereich 37 vorgesehen.
Der zentrale Strömungsführungsbereich 35 ist beispielsweise zentriert bezüglich des
ersten Schenkels 26 des Strömungsleitelements 24, jedoch beabstandet von dessen freiem
Ende 27, angeordnet.
[0101] Die Strömungsführungsbereiche 35, 36 und 37 sind gegeneinander angewinkelt. So sind
die Strömungsführungsbereiche 36 bezüglich des zentralen Strömungsführungsbereichs
35 zum Beispiel um 45° angewinkelt, während wiederum die zweiten Strömungsführungsbereiche
35 bezüglich der ersten Strömungsführungsbereiche 36 ebenfalls um beispielsweise 45°
angewinkelt sind. Die ersten Strömungsführungsbereiche 36 grenzen dabei jeweils unmittelbar
an den zentralen Strömungsführungsbereich 35 einerseits und an den entsprechenden
zweiten Strömungsführungsbereich 37 andererseits an.
[0102] Das Strömungsführungselement 25 wird beispielsweise ebenfalls von einem Schalldämpfungselement
38 gebildet. Auch dieses kann aus Schaumstoff, insbesondere offenporigem Schaumstoff,
bestehen und mit einer Beschichtung auf der dem Strömungsweg 8 zugewandten Seite versehen
sein. Das Schalldämpfungselement 38 kann materialgleich zu den Schalldämpfungselementen
32 und 33 ausgestaltet sein. Das Anwinkeln der Strömungsführungsbereiche 35, 36 und
37 gegeneinander kann auch hier durch das Einbringen eines Schlitzes in das Schalldämpfungselement
38, insbesondere in den Schaumstoff, nicht jedoch in die Beschichtung, realisiert
sein.
[0103] Bedingt durch das Anwinkeln der ersten Strömungsführungsbereiche 36 gegenüber des
zentralen Strömungsführungsbereichs 35 kann in einer Gehäusewand 39 des Gehäuses 2
ein Wandrücksprung 40 realisiert sein, aufgrund dessen eine äußerst platzsparende
Ausgestaltung der Befestigungsflansche 14 möglich ist. Die Befestigungsflansche 13
und 14 werden insoweit durch bloße Fortführung benachbarter Wandbereiche der Gehäusewand
39 realisiert, welche im Falle des Befestigungsflanschs 13 durch einen Wandrücksprung
41 und im Falle der Befestigungsflansche 14 durch die Wandrücksprünge 40 ermöglicht
ist.
[0104] Mithilfe des Strömungsleitelements 24 und des Strömungsführungselements 25 ist eine
äußerst kompakte Bauform des Schalldämpfers 1 bei gleichzeitig geringem Montageaufwand
möglich. Beispielsweise liegt hierbei ein Montagesatz vor, welcher mehrere unterschiedliche
Strömungsleitelemente 24 und/oder mehrere unterschiedliche Strömungsführungselemente
25, jedoch eine Vielzahl von identischen Gehäusen 2, welche insoweit als Gleichteile
vorliegen, aufweist. Durch Auswählen und Einsetzen eines geeigneten Strömungsleitelements
24 und/oder eines geeigneten Strömungsführungselements 25 in das Gehäuse 2 kann der
Schalldämpfer 1 an unterschiedliche Einsatzbedingungen angepasst werden.
[0105] Die Montage des Schalldämpfers 1 wird durch das Vorsehen eines Stützteils 42 weiter
vereinfacht. Das Stützteil 42 ist dabei in der ersten Schale 3 angeordnet. Ein weiteres,
hier nicht dargestelltes Stützteil 43 kann der zweiten Schale 4 zugeordnet sein. Das
Stützteil 42 liegt an einem Stützsteg 44 des Gehäuses 2, insbesondere der ersten Schale
3, an. Mit seiner umlaufenden Stirnseite 45 stützt es sich wenigstens bereichsweise
in lateraler Richtung an dem Gehäuse 2 und/oder dem Strömungsführungselement 25 ab.
Auch ein Abstützen an dem Strömungsleitelement 24, insbesondere an den zweiten Schenkeln
28 und 29, kann vorgesehen sein. Insoweit ist das Stützteil 42 und analog das Stützteil
43 in lateraler Richtung fest in dem Gehäuse 2, insbesondere der ersten Schale 3 beziehungsweise
der zweiten Schale 4, gehalten.
[0106] Das Stützteil 42 weist nun eine Halteausnehmung 46 auf, in welche das Strömungsleitelement
24, insbesondere der erste Schenkel 26, bereichsweise eingreift. Die Halteausnehmung
46 ist vorzugsweise derart bemessen, dass der erste Schenkel 26, welcher in dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel gemeinsam von den Schalldämpfungselementen 32 und
33 sowie dem Schalldämmungselement 34 gebildet ist, klemmend gehalten ist. Der erste
Schenkel 26 ist also in lateraler Richtung mittels des Stützteils 42 und/oder des
Stützteils 43 bezüglich des Gehäuses 2 festgesetzt.
[0107] Zur weiteren Befestigung des Strömungsleitelements 24 können Stützausnehmungen 47
und 48 in dem Gehäuse 2, insbesondere in einer Wandfläche 49 des Gehäuses 2 beziehungsweise
der Gehäusewand 39, ausgebildet sein. In die Stützausnehmung 47 greift der zweite
Schenkel 28, in die Stützausnehmung 48 der zweite Schenkel 29 wenigstens teilweise
ein. Die Stützausnehmungen 47 und 48 sind dabei derart ausgestaltet, dass die zweiten
Schenkel 28 und 29 in ihnen klemmend gehalten sind. Das Strömungsführungselement 25
kann dagegen in einer Aussparung 50 angeordnet sein, welche in der Wandfläche 49 ausgebildet
ist. Besonders bevorzugt ist die Aussparung 50 dabei derart ausgestaltet, dass eine
den Strömungsweg 8 begrenzende Oberfläche 51 des Strömungsführungselements 25 mit
der Wandfläche 49 fluchtet, sodass das Strömungsführungselement 25 sich bündig an
die Wandfläche 49 anschließt.
[0108] Die Figur 3 zeigt den Schalldämpfer 1 ohne das Gehäuse 2 und ohne das Schalldämmungselement
34, also die Schalldämpfungselemente 32 und 33 des Strömungsleitelements 24, das Schalldämpfungselement
38 des Strömungsführungselements 25 sowie die Stützteile 42 und 43. Es wird deutlich,
dass die Stützteile 42 und 43 unterschiedlich ausgestaltet sein können, während sie
selbstverständlich alternativ auch als Gleichteile vorliegen können. In dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die Halteausnehmung 46 des Stützteils 42 für die Schalldämpfungselemente
32 und 33 sowie das Schalldämmungselement 34 ausgebildet. Eine Halteausnehmung 52
des Stützteils 43 ist dagegen an das Schalldämmungselement 34 formangepasst.
[0109] Nach erfolgter Montage des Schalldämpfers 1 greifen also die Schalldämpfungselemente
32 und 33 sowie das Schalldämmungselement 34 in das Stützteil 42 ein. Dagegen liegen
die Schalldämpfungselemente 32 und 33 an dem Stützteil 43 benachbart zu dessen Halteausnehmung
52 an, während lediglich das Schalldämmungselement 34 in die Halteausnehmung 52 eingreift.
Dies erleichtert die Montage des Schalldämpfers 1. Ein weiterer Unterschied zwischen
den Stützteilen 42 und 43 liegt darin, dass sich das Stützteil 42 mit seiner Stirnseite
45 an dem Schalldämpfungselement 38 abstützt, während das Stützteil 43 das Schalldämpfungselement
38 beziehungsweise das Strömungsführungselement 25 übergreift. Entsprechend liegt
das Stützteil 43 mit einer Stirnseite 53 unmittelbar an dem Gehäuse 2, insbesondere
der zweiten Schale 4 des Gehäuses 2, an.
[0110] Die vorstehenden Erläuterungen werden anhand der in der Figur 4 dargestellten Explosionsdarstellung
deutlich. Insbesondere sind die Unterschiede zwischen den Stützteilen 42 und 43 erkennbar.
Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass selbstverständlich die Stützteile 42 und
43 auch als Gleichteile vorliegen können. In diesem Fall ist bevorzugt das Stützteil
43 identisch zu dem Stützteil 42 ausgestaltet. Auch eine umgekehrte Ausgestaltung
kann jedoch realisiert werden.
[0111] Die Figur 5 zeigt eine Explosionsdarstellung des Gehäuses 2 des Schalldämpfers 1.
Dargestellt sind lediglich die erste Schale 3, die zweite Schale 4 sowie das Schalldämmungselement
34. Im Falle der zweiten Schale 4 ist lediglich eine der Revisionsöffnungen 11 mithilfe
des Stopfens 12 verschlossen. Die andere ist beispielhaft geöffnet dargestellt. Es
wird deutlich, dass der Stützsteg 44 im Vergleich mit weiteren Bereichen des Gehäuses
2 beziehungsweise der ersten Schale 3 eine geringere Höhe aufweist. Insbesondere ragt
der Stützsteg 44 nicht bis hin zu der Trennfläche 5 beziehungsweise der von der Trennfläche
5 definierten Ebene, sondern ist vielmehr von dieser beabstandet. Der Stützsteg 44
kann beispielsweise eine Nut 54 zur bereichsweisen Aufnahme des Schalldämmungselements
34 aufweisen. Die Schalldämpfungselemente 32 und 33 des Strömungsleitelements 24 (hier
nicht dargestellt) ragen dagegen nicht in den Stützsteg 44 hinein, sondern liegen
lediglich flächig an diesem an.
[0112] Die Figur 6 zeigt rein beispielhaft eine Schalldämpferanordnung 55, welche neben
dem vorstehend beschriebenen Schalldämpfer 1 weitere Schalldämpfer 56 und 57 aufweist.
Die Schalldämpfer 56 und 57 sind bevorzugt identisch zu dem Schalldämpfer 1 ausgebildet.
Während für die Schalldämpfer 56 und 57 die Revisionsöffnungen 11 verschlossen sind,
sind sie rein beispielhaft für den Schalldämpfer 1 geöffnet dargestellt. Die Schalldämpfer
1, 56 und 57 sind hintereinander in Reihe angeordnet. Dabei ist der zweite Luftanschluss
7 des Schalldämpfers 1 unmittelbar an einen ersten Luftanschluss 58 des Schalldämpfers
56 angeschlossen. Ein zweiter Luftanschluss 59 des Schalldämpfers 56 ist wiederum
an einen ersten Luftanschluss 60 des Schalldämpfers 57 angeschlossen.
[0113] An den ersten Luftanschluss 6 sowie einen zweiten Luftanschluss 61 des Schalldämpfers
57 ist beispielsweise jeweils eine Rohrleitung angeschlossen. Zu diesem Zweck ist
wenigstens ein Rohrsteckverbinder 62 vorgesehen, welcher mit einem ersten Ende 63
in den ersten Luftanschluss 6 einbringbar ist, während ein zweites Ende 64 zum Aufschieben
der Rohrleitung ausgestaltet ist. Sowohl an dem ersten Ende 63 als auch dem zweiten
Ende 64 ist jeweils wenigstens ein Dichtring 65 angeordnet. Die Verbindung zwischen
den Luftanschlüssen 7 und 58 der Schalldämpfer 1 und 56 sowie zwischen den Luftanschlüssen
59 und 60 der Schalldämpfer 56 und 57 sind vorzugsweise ebenfalls mithilfe des beschriebenen
Rohrsteckverbinders 62 realisiert. Diese sind hierbei vollständig in den Schalldämpfern
1, 56 und 57 aufgenommen, sodass sie hier nicht erkennbar sind. Es wird nochmals deutlich,
dass mit den hier vorliegenden Schalldämpfern 1, 56 und 57, welche Bestandteil der
Schalldämpferanordnung 55 sind, eine äußerst kompakte Anordnung möglich ist.
[0114] Die Figur 7 zeigt einen Teil einer Lüftungseinrichtung 66, welche neben dem Schalldämpfer
1 beispielsweise einen Luftverteiler 67 aufweist. Der Luftverteiler 67 ist unmittelbar
an den zweiten Luftanschluss 7 des Schalldämpfers 1 strömungstechnisch angeschlossen.
Zu diesem Zweck ist beispielsweise der vorstehend beschriebene Rohrsteckverbinder
62 in dem zweiten Luftanschluss 7 und dem Luftverteiler 67 beziehungsweise dessen
Anschlussstutzen 68 jeweils wenigstens bereichsweise angeordnet. An den Luftverteiler
67 ist wenigstens eine Rohrleitung 69 (hier: mehrere Rohrleitungen 69) angeschlossen.
[0115] Aufgrund der symmetrischen Ausgestaltung des Schalldämpfers 1 beziehungsweise der
symmetrischen Ausgestaltung des Strömungswegs 8 des Schalldämpfers 1 kann der Schalldämpfer
1 äußerst flexibel eingesetzt werden. Dies ist anhand der Figur 8 erkennbar. Diese
zeigt im Wesentlichen dieselbe Lüftungseinrichtung 66 wie die vorhergehende Figur
7. Jedoch ist nun der Schalldämpfer 1 nicht mit seinem Luftanschluss 7, sondern vielmehr
mit seinem Luftanschluss 6 an den Luftverteiler 67 angeschlossen. Unabhängig von der
Durchströmungsrichtung des Schalldämpfers 1 und mithin unabhängig von der Beschaltung
der Luftanschlüsse 6 und 7 wird eine im Wesentlichen identische Funktion erzielt.
1. Schalldämpfer (1) für eine Lüftungseinrichtung (66), mit einem von einem ersten Luftanschluss
(6) zu einem zweiten Luftanschluss (7) führenden Strömungsweg (8), wobei sowohl der
erste Luftanschluss (6) als auch der zweite Luftanschluss (7) an einem den Strömungsweg
(8) einfassenden Gehäuse (2) des Schalldämpfers (1) ausgebildet sind, und wobei der
erste Luftanschluss (6) und der zweite Luftanschluss (7) jeweils zum Herstellen einer
Rohrleitungsverbindung ausgestaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg (8) wenigstens eine Umlenkung (20) aufweist.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Luftanschluss (6) und/oder der zweite Luftanschluss (7) zur Aufnahme eines
Rohrsteckverbinders (62) und/oder eines Steckbereichs einer Rohrleitung (69) ausgestaltet
sind, und/oder dass der erste Luftanschluss (6) und/oder der zweite Luftanschluss
(7) zur Aufnahme in dem Steckbereich der Rohrleitung (69) ausgestaltet sind.
3. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund der wenigstens einen Umlenkung (20) ein U-förmiger oder V-förmiger Verlauf
des Strömungswegs (8) vorliegt.
4. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung der wenigstens einen Umlenkung (20) ein Strömungsleitelement (24)
und/oder ein Strömungsführungselement (25) in dem Gehäuse (2) angeordnet sind/ist.
5. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsführungselement (25) mehrere gegeneinander angewinkelte Strömungsführungsbereiche
(35,36,37) aufweist.
6. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsleitelement (24) über einen ersten Schenkel (26) verfügt, der ein in
dem Gehäuse (2) angeordnetes freies Ende (27) aufweist, das in Richtung des Strömungsführungselements
(25) ragt, sodass der Strömungsweg (8) zwischen dem freien Ende (27) und dem Strömungsführungselement
(25) verläuft.
7. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsleitelement (24) mindestens einen zweiten Schenkel (28,29) aufweist,
der über eine den Strömungsweg (8) begrenzende erste Seitenfläche (30) sowie über
eine der ersten Seitenfläche (30) gegenüberliegende, zumindest bereichsweise an dem
Gehäuse (2) anliegende zweite Seitenfläche (31) verfügt.
8. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsleitelement (24) und/oder das Strömungsführungselement (25) und/oder
wenigstens ein in das Gehäuse (2) eingelegte Stützteil (42,43) wenigstens ein Schalldämpfungselement
(32,33,38) aus einem Schaumstoff, insbesondere einem offenporigen Schaumstoff, aufweisen/aufweist.
9. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalldämpfungselement (32,33,38) auf seiner dem Strömungsweg (8) zugewandten
Seite eine Beschichtung, insbesondere eine luftdichte Beschichtung, aufweist.
10. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsleitelement (24) ein Schalldämmungselement (34) aus einem Material mit
einer bestimmten Dichte, insbesondere aus Metall, aufweist, wobei die bestimmte Dichte
höher ist als die Dichte des Materials des Schalldämpfungselements (32,33,38).
11. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallabsorbierungselement (34) an dem ersten Schenkel (26) anliegt oder zwischen
mehreren, dem ersten Schenkel (26) zugeordneten Schalldämpfungselementen (32,33) angeordnet
ist, die beidseitig an dem Schallabsorbierungselement (34) anliegen.
12. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) aus Schaumstoff, insbesondere einem geschlossenzelligen Schaumstoff,
besteht.
13. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (2) wenigstens eine verschließbare Revisionsöffnung (11) ausgebildet
ist.
14. Schalldämpferanordnung (55), mit einem ersten Schalldämpfer (1) und einem zweiten
Schalldämpfer (56,57), wobei ein Luftanschluss (6,7) des ersten Schalldämpfers (1)
unmittelbar an einen Luftanschluss (58,59,60,61) des zweiten Schalldämpfers (56,57)
angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schalldämpfer (1) und/oder der zweite Schalldämpfer (56,57) nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13 ausgestaltet sind/ist.
15. Lüftungseinrichtung (66), mit einem Schalldämpfer (1), der einen ersten Luftanschluss
(6) und einen zweiten Luftanschluss (7) aufweist, wobei sowohl der erste Luftanschluss
(6) als auch der zweite Luftanschluss (7) jeweils strömungstechnisch unmittelbar an
eine Rohrleitung (69) oder einen weiteren Schalldämpfer (56,57) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldämpfer (1) und/oder der weitere Schalldämpfer (56,57) nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 13 ausgestaltet sind/ist.
16. Verfahren zum Herstellen eines Schalldämpfers (1), insbesondere eines Schalldämpfers
(1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schalldämpfer
(1) einen von einem ersten Luftanschluss (6) zu einem zweiten Luftanschluss (7) führenden
Strömungsweg (8) aufweist, wobei sowohl der erste Luftanschluss (6) als auch der zweite
Luftanschluss (7) an einem den Strömungsweg (8) einfassenden Gehäuse (2) des Schalldämpfers
(1) ausgebildet sind, und wobei der erste Luftanschluss (6) und der zweite Luftanschluss
(7) jeweils zum Herstellen einer Rohrleitungsverbindung ausgestaltet werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg (8) mit wenigstens einer Umlenkung (20) ausgebildet wird.