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(11) |
EP 3 074 151 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.11.2017 Patentblatt 2017/44 |
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Anmeldetag: 28.11.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/076023 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/079052 (04.06.2015 Gazette 2015/22) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ENTZUNDERN EINER METALLISCHEN OBERFLÄCHE SOWIE ANLAGE
ZUM HERSTELLEN VON METALLISCHEN HALBZEUGEN
METHOD AND DEVICE FOR DESCALING A METALLIC SURFACE AND INSTALLATION FOR PRODUCING
SEMIFINISHED METALLIC PRODUCTS
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DE DÉCALAMINAGE D'UNE SURFACE MÉTALLIQUE ET INSTALLATION DE
FABRICATION DE PRODUITS SEMI-FINIS MÉTALLIQUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
29.11.2013 DE 102013224506
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.10.2016 Patentblatt 2016/40 |
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Patentinhaber: SMS group GmbH |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- CRAMER, Markus
57439 Attendorn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2005/082555 JP-A- H11 216 513
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JP-A- H06 226 215 US-A- 5 697 241
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entzundern einer metallischen Oberfläche
eines metallischen Halbzeugs, bei welchem das metallische Halbzeug in Transportrichtung
an quer zu dieser Transportrichtung nebeneinander angeordneten und um Rotationsachsen
rotierenden Düsenkopfteilen vorbeigeführt wird und bei welchem mittels an diesen rotierenden
Düsenkopfteilen angeordneten Düsenelementen auf die metallische Oberfläche gerichtete
und unter Hochdruck stehende Fluidstrahlen erzeugt werden, welche auch an einer Engstelle
zwischen zwei unmittelbar benachbarten Düsenkopfteilen bis auf die metallische Oberfläche
gestrahlt werden.
[0002] Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens
zum Entzundern einer metallischen Oberfläche eines metallischen Halbzeugs mit einer
Düseneinrichtung, an welcher das metallische Halbzeug in Transportrichtung vorbeiführbar
ist, bei welcher die Düseneinrichtung eine Vielzahl an um Rotationsachsen rotierenden
Düsenkopfteilen mit Düsenelementen zum Erzeugen von auf die metallische Oberfläche
gerichteten und unter Hochdruck stehenden Fluidstrahlen aufweist, wobei die Düsenkopfteile
derart nebeneinander angeordnet sind, dass die von den Düsenelementen erzeugten Fluidstrahlen
auch an einer Engstelle zwischen zwei unmittelbar benachbarten Düsenkopfteile bis
auf der metallischen Oberfläche gestrahlt werden.
[0003] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Anlage zum Herstellen von metallischen Halbzeugen,
insbesondere von metallischem Bandmaterial, mit einer Vorrichtung zum Entzundern der
metallischen Oberflächen der metallischen Halbzeuge.
[0004] Insbesondere gattungsgemäße Verfahren und Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik
gut bekannt.
[0005] Beispielsweise ist aus der Offenlegungsschrift
DE 43 28 303 A1 eine Einrichtung zum Entzundern von warmen Walzgütern bekannt, welche an dieser Einrichtung
vorbeigeführt werden. Hierbei werden dann die Oberflächen des jeweiligen Walzgutes
durch beidseitiges Bestrahlen mittels Hochdruckwasser gereinigt bzw. entzundert. Die
dort vorgeschlagene Entzunderungseinrichtung weist in einer Reihe nebeneinander angeordnete
Düsenköpfe auf, welche jeweils um eine Drehachse motorisch drehangetrieben sind. Die
Düsenköpfe besitzen mindestens eine außermittig angeordnete Düse, mittels welcher
Hochdruckwasserstrahlen erzeugt und auf die Oberflächen gestrahlt werden können. Durch
die drehangetriebenen Düsenköpfe soll eine bessere Oberflächenqualität der gestrahlten
Oberflächen des Walzgutes erzielt werden.
[0006] Aus der internationalen Anmeldung
WO 2005/ 082 555 A1 ist eine weitere Einrichtung zum Entzundern von warmen Walzgütern mit in einer Reihe
angeordneten Düsenköpfen bekannt, welche jeweils um eine Drehachse motorisch drehangetrieben
sind. Die dort gelehrte Entzunderungseinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die
an den drehangetriebenen Düsenköpfen angeordneten Düsen so nahe wie konstruktiv möglich
am Umfang des jeweiligen Düsenkopfes angeordnet sind. Hierbei soll auf der Walzgutoberfläche
ein Spritzbild erzeugt werden, welches das Spritzbild des in der Düsenkopfreihe benachbarten
Düsenkopfes zumindest tangiert, um ein gleichförmiges Entzundern der Walzgutoberfläche
über dessen Breite zu erzielen. Darüber hinaus sollen benachbarte Düsenköpfe der Düsenkopfreihe
gegensinnig drehen, um eine unerwünschte gegenseitige Strahlbeeinflussung zu vermeiden.
Die Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 7 basieren auf der
WO 2005/082555. Des Weiteren ist in der
US 5 697 241 A eine Walzeinrichtung mit einem Walzgerüst und mit einer vorgeordneten Rotor-Entzunderungseinrichtung
beschrieben, bei welcher die aus der Rotor-Entzunderungseinrichtung austretenden und
auf dem Walzgut auftreffenden Flüssigkeitsstrahlen gegen die Walzrichtung gerichtet
sind. Hierdurch soll die an der Auftreffstelle des Flüssigkeitsstrahls auf der Walzgutoberfläche
auftreffende Flüssigkeit nach dem Auftreffen eine Strömungsresultierende aufweisen,
welche eine Komponente entgegengesetzt zur Walzrichtung aufweist, so dass trotz möglichst
geringer Flüssigkeitsaufbringung eine einwandfreie Oberflächenqualität erzielbar ist.
[0007] Eine weitere Entzunderungs-Einrichtung zum Entzundern eines metallischen Halbzeugs
ist in der
JP H11 216513 A offenbart, bei welcher mit Hochdruckwasserdüsen ausgestattete Rotationsköpfe nicht
nur in der Breite des metallischen Halbzeugs nebeneinander sondern zusätzlich noch
in Förderrichtung des metallischen Halbzeugs versetzt zueinander angeordnet sind,
um eine betriebssicherer Entzunderung über die gesamte Breite des metallischen Halbzeugs
zu erzielen. Diese Entzunderungs-Einrichtung baut in Förderrichtung jedoch sehr tief.
[0008] Aus der
JP H06 226215 A ist noch eine über eine zu reinigende Oberfläche, wie etwa einen Boden oder dergleichen,
fahrbare Reinigungsmaschine mit rotierenden Düsenköpfen bekannt, welche jeweils einen
Rotorarm umfassen, wobei jeder der Rotorarme zwei oder mehr Hochdruckdüsen besitzt,
deren Flüssigkeitsstrahlen in einem Punkt vor der zu reinigenden Oberfläche zusammenfließen,
um einen verbesserte Reinigungseffekt zu erreichen. Die Rotorarme sind so zueinander
angeordnet und betrieben, dass sie während der Rotation zwar ineinander eingreifen,
aber nicht miteinander kollidieren.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Reinigungseffekte bezüglich eines Entzunderns
von metallischen Oberflächen entsprechender metallischer Halbzeuge an gattungsgemäßen
Entzunderungsvorrichtungen zu verbessern.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird von einem Verfahren zum Entzundern einer metallischen
Oberfläche eines metallischen Halbzeugs gelöst, bei welchem das metallische Halbzeug
in Transportrichtung an quer zu dieser Transportrichtung nebeneinander angeordneten
und um Rotationsachsen rotierenden Düsenkopfteilen vorbeigeführt wird und bei welchem
mittels an diesen rotierenden Düsenkopfteilen angeordneten Düsenelementen auf die
metallische Oberfläche gerichtete und unter Hochdruck stehende Fluidstrahle erzeugt
werden, welche auch an einer Engstelle zwischen zwei unmittelbar benachbarten Düsenkopfteile
bis auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden, wobei sich das Verfahren dadurch
auszeichnet, dass die Düsenkopfteile mit einer derart voreingestellten Winkellage
bezüglich eines Drehwinkels der jeweiligen Rotationsachse der Düsenkopfteile synchron
zueinander rotieren, dass die mittels der Düsenelemente erzeugten Fluidstrahlen immer
berührungslos aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden.
[0011] Synchron bedeutet im Sinne der Erfindung, dass sich einmal zwischen den Düsenkopfteilen
entsprechend eingestellte Winkellagen während der Düsenkopfteilrotationen zueinander
nicht unbeabsichtigt verändern.
[0012] Die Gefahr, dass insbesondere zwei Düsenelemente von zwei unmittelbar aneinander
grenzenden Düsenkopfteilen in irgendeiner Betriebsphase gleichzeitig an der Engstelle
positioniert sind, kann dadurch zur Gänze ausgeschlossen werden, dass die Düsenkopfteile
hinsichtlich ihrer Winkellagen zueinander derart eingestellt werden, dass die mittels
der Düsenelemente erzeugten Fluidstrahlen immer, dass heißt zumindest in jeder Entzunderungsphase,
berührungslos aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden.
[0013] Rotieren die Düsenkopfteile hierbei zusätzlich noch synchronisiert zueinander, wird
verhindert, dass sich die Düsenkopfteile hinsichtlich ihrer Winkellagen zueinander
verstellen, dass dies nicht mehr in jeder wesentlichen Betriebsphase gewährleistet
ist.
[0014] Deshalb ist es vorteilhaft, wenn die Düsenkopfteile der Düseneinrichtung mit einem
einmal eingestellten Winkellagen synchronisiert zueinander rotieren, in welchen die
Fluidstrahlen zweier nächstkommender Düsenelemente insbesondere zweier unmittelbar
benachbarter Düsenkopfteile berührungslos aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche
gestrahlt werden können.
[0015] Vorteilhafterweise werden die Drehbewegungen der einzelnen Düsenkopfteile bzw. deren
Antriebsmittel hierfür lagerichtig synchronisiert, so dass die einzelnen Düsenkopfteile
immer wie erforderlich zueinander ausgerichtet umlaufen.
[0016] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird somit vermieden, dass etwa bei einer entsprechenden
Rotorentzunderung sich einzelne Fluidstrahlen vor dem Auftreffen auf die metallische
Oberfläche gegenseitig negativ beeinflussen und hierdurch gegenseitig abschwächen
oder sogar zur Gänze auslöschen, wie dies bisher im Stand der Technik der Fall sein
kann. Solche Effekte treten speziell an Engstellen zwischen zwei unmittelbar benachbarten
Düsenkopfteilen auf, wenn Düsenelemente zeitgleich an dieser Engstelle vorbeigeführt
werden.
[0017] Zu einem solchen gleichzeitigen Vorbeiführen von Düsenelementen an der Engstelle
zweier direkt nebeneinander angeordneter Düsenkopfteile kommt es bisher oftmals unbeabsichtigt
dadurch, da bisher einstelltechnisch und/oder steuerungs- oder regelungstechnisch
nicht dafür gesorgt ist, dass die einzelnen Düsenkopfteile die Engstelle stets abwechselnd
passieren. Vielmehr drehen die nebeneinander angeordneten Drehkopfteile irgendwie
zueinander.
[0018] Die Begrifflichkeit "stets" beschreibt hierbei jede Betriebsphase der rotierbaren
bzw. rotierenden Düsenkopfteile zumindest während eines Entzunderungsprozesses.
[0019] Vorliegend rotieren die einchtig zueinander, so dass vermieden ist, dass Düsenelemente
direkt benachbarter Düsenkopfteile zeitgleich an der Engstelle vorbeigeführt werden.
[0020] Insofern wird vorliegend der Reinigungseffekt metallischer Oberflächen wesentlich
verbessert.
[0021] Hierbei spielt es dann auch keine Rolle, ob zwei unmittelbar benachbarte Düsenkopfelemente
gleichsinnig oder gegensinnig zueinander drehen, da die Düsenelemente hinsichtlich
ihrer Winkellagen immer derart zueinander ausgerichtet sind, dass die Fluidstrahlen
zwei nächstkommender Düsenelemente zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile
berührungslos aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden.
[0022] Als Fluidstrahlen können vorliegend die unterschiedlichsten Medien zum Einsatz kommen,
solange sie für eine Entzunderung oder sonstige Reinigung der metallischen Oberfläche
geeignet ist. Vorzugsweise werden vorliegend als Fluidstrahlen Hochdruckwasserstrahlen
eingesetzt. Die Fluidstrahlen können als eine Kegelstrahlgeometrie, elliptische Strahlgeometrie,
Flachstrahlgeometrie oder dergleichen erzeugt werden.
[0023] Bei der metallischen Oberfläche handelt es sich beispielsweise um eine warmgewalzte
Oberfläche, welche von einer Zunderschicht befreit werden soll. Es versteht sich,
dass mittels der vorliegenden Erfindung von der metallischen Oberfläche auch sonstige
unerwünschte, daran anhaftende Substanzen entfernt werden können.
[0024] Bei dem metallischen Halbzeug handelt es sich im Sinne der Erfindung etwa um geschmiedetes
oder gewalztes metallisches Bandmaterial, wie beispielsweise Brammen, Dünnbrammen,
Warmband, Vorband oder dergleichen.
[0025] Die in einer Reihe nebeneinander angeordneten Düsenkopfteile der Düseneinrichtung
sind vorliegend jeweils um eine eigene Rotationsachse rotierbar gelagert. Diese Rotationsachse
verläuft in Bezug auf das in Transportrichtung geförderte metallische Halbzeug vorzugsweise
lotrecht.
[0026] An jedem der Düsenkopfteile ist wenigstens ein Düsenelement angeordnet, welches mindestens
eine Austrittsöffnung aufweist, aus welcher ein Flüssigkeitsstrahl unter Hochdruck
heraustritt. Im einfachsten Fall kann eine solche Austrittsöffnung das Düsenelement
im Sinne der Erfindung darstellen.
[0027] Der Begriff "Engstelle" beschreibt im Sinne der Erfindung einen Bereich mit geringstem
Abstand zwischen zwei sich direkt gegenüberliegenden Düsenkopfteilen, in welchem sich
Düsenelemente der zwei Düsenkopfteile gegenüberliegen, also am nächsten kommen, wenn
diese beiden Düsenkopfteile entsprechend um ihre jeweilige Rotationsachse rotieren.
Diese Engstelle liegt auf einer alle Rotationsachsen verbindenden Verbindungslinie.
Die Engstelle beschreibt also einen Bereich, an welchem zwei Düsenkopfteile derart
eng nebeneinander angeordnet sind, dass sich die von zwei dort temporär hinein gedrehten
Düsenelementen erzeugten Fluidstrahlen vor dem Auftreffen auf der metallischen Oberfläche
überlappen oder zumindest tangieren können, wodurch sie sich gegenseitig nachteilig
behindern.
[0028] Einmal voreingestellte Winkellagen können betriebssicher beibehalten werden, wenn
die Düsenkopfteile mit zueinander synchronisierten Drehzahlen rotieren.
[0029] Werden die Düsenkopfteile synchronisiert beschleunigt, kann eine exakte Einhaltung
einmal voreingestellter Winkellagen bezüglich der Düsenkopfteile zusätzlich verbessert
werden. Dies gilt sowohl für eine positive als auch eine negative Beschleunigung.
[0030] Um stets gewünschte bzw. erforderliche Winkellagen bezüglich der einzelnen Düsenkopfteile
zueinander gewährleisten zu können, ist es vorteilhaft, wenn die jeweiligen Winkellagen
der Düsenkopfteile zueinander kalibriert werden, beispielsweise vor einer Behandlung
der metallischen Oberfläche mit der vorliegenden Vorrichtung oder im laufenden Betrieb.
[0031] Bei einer derartigen Kalibrierung werden insbesondere die Winkellagen und die Drehzahlen
der einzelnen Düsenkopfteile derart zueinander eingestellt, dass die Düsenelemente
der unmittelbar benachbarten Düsenkopfteile die Engstelle stets abwechselnd passieren,
so dass die mittels der Düsenelemente erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos
aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden.
[0032] Insofern sieht eine vorteilhafte Verfahrensvariante auch vor, dass die Düsenelemente
zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile die Engstelle stets derart abwechselnd
passieren, dass die mittels der Düsenelemente erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos
aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden.
abwechselnd passieren, dass die mittels der Düsenelemente erzeugten Fluidstrahlen
immer berührungslos aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche gestrahlt werden.
[0033] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Düsenelemente zweier unmittelbar
benachbarter Düsenkopfteile stets zeitversetzt an der Engstelle vorbei geführt werden.
Hierdurch kann eine nachteilige Beeinflussung zweier Fluidstrahlen im Sinne der Erfindung
nochmals verbessert verhindert werden.
[0034] Es versteht sich, dass der Zeitversatz entsprechend groß gewählt sein muss, um die
gewünschten Effekte zu erzielen.
[0035] Die Aufgabe der Erfindung wird darüber hinaus auch von einer Vorrichtung zum Durchführen
eines Verfahrens zum Entzundem einer metallischen Oberfläche eines metallischen Halbzeugs
gemäß dem Gegenstand des Anspruchs 7 gelöst. Dieser ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Düsenkopfteile mechanisch und/oder elektronisch wechselwirkend derart miteinander
verbunden sind, dass die einzelnen Düsenkopfteile der Düseneinrichtung immer mit voreingestellten
Winkellagen zueinander ausgerichtet angeordnet sind.
[0036] Prinzipiell ist es bei einer elektronischen Koppelung besonders einfach möglich,
unterschiedliche Grundstellungen bezüglich der Winkellagen der rotierenden Düsenkopfteile
zueinander bei einem Start eines Herstellungsprozesses des metallischen Halbzeugs
bzw. eines Entzunderungsprozesses von metallischen Oberflächen auszuwählen, um in
Anhängigkeit von Parametern, wie etwa ein Abstand der Düsenelemente zu der metallischen
Oberfläche des metallischen Halbzeuges oder einer Transportgeschwindigkeit des metallischen
Halbzeuges relativ zu den Düsenelementen, das jeweils günstigste Reinigungsergebnis
zu erreichen.
[0037] Dadurch, dass die einzelnen rotierenden Düsenkopfteile bezüglich ihrer Winkellagen
stets derart zueinander ausgerichtet angeordnet sind, dass die mittels der Düsenelemente
erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos aneinander vorbei auf die metallische
Oberfläche strahlbar sind, wird der Reinigungseffekt bezüglich metallischer Oberflächen
wesentlich erhöht.
[0038] Dies wird vorliegend dadurch gewährleistet, dass die genauen Winkellagen der einzelnen
Düsenkopfteile fest eingeprägt sind. Somit behalten die einzelnen rotierenden Düsenkopfteile
ihre einmal definierte Winkellage zueinander.
[0039] Mit der vorliegenden Vorrichtung kann insbesondere das vorliegende Verfahren vorteilhaft
durchgeführt werden.
[0040] Eine Ausführungsvariante sieht vor, dass die Düsenelemente zweier unmittelbar benachbarter
Düsenkopfteile bezüglich ihrer Winkellagen stets derart zueinander ausgerichtet angeordnet
sind, dass die mittels der Düsenelemente erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos
aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche strahlbar sind.
[0041] Vorzugsweise sind die einzelnen Winkellagen der Düsenkopfteile derart um einen Drehwinkelversatz
verdreht zueinander ausgerichtet, dass die Düsenelemente zweier unmittelbar benachbarter
Düsenkopfteile immer zeitversetzt in den Bereich der Engstelle einlaufen, so dass
an der Engstelle immer nur ein Düsenelement und damit auch immer nur ein Fluidstrahl
temporär positioniert ist.
[0042] Eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die Vorrichtung eine
Antriebseinrichtung zum Treiben der Düsenkopfteile aufweist, mittels welcher die Düsenkopfteile
hinsichtlich ihrer Rotationseigenschaften synchronisierte antreibbar sind.
[0043] Mit dem Begriff "Rotetionseigenschaften" sind speziell die Winkelbeschleunigung und
die Winkelgeschwindigkeit der einzelnen Düsenkopfteile gemeint.
[0044] Es versteht sich, dass die Antriebseinrichtung unterschiedlich aufgebaut sein kann.
Beispielsweise kann jedem der Düsenkopfteile als Antriebsmittel ein eigener Antriebsmotor
zugeordnet sein. Oder die Antriebseinrichtung umfasst als Antriebsmittel lediglich
einen Antriebsmotor, welcher über eine entsprechende Getriebeeinheit mit den Düsenkopfteilen
wirkverbunden ist.
[0045] Eine negative Beeinflussung zweier Fluidstrahlen im Bereich der Engstelle zwischen
zwei Düsenkopfteilen kann immer ausgeschlossen werden, wenn die Düsenelemente zweier
unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile hinsichtlich ihrer
[0046] Winkellagen um mehr als 5° oder um mehr als 15°, vorzugsweise um 45°, zueinander
versetzt angeordnet sind.
[0047] Die Aufgabe der Erfindung wird ferner von einer Anlage zum Herstellen von metallischen
Halbzeugen, insbesondere von metallischem Bandmaterial, mit einer Vorrichtung zum
Entzundern der metallischen Oberflächen des metallischen Halbzeugs gelöst, wobei die
Anlage sich durch eine Vorrichtung zum Entzundern nach einem der hier beschriebenen
Merkmale auszeichnet. Mittels einer derartig ausgerüsteten Anlage können entsprechende
metallische Halbzeuge mit einer besonders hohen Oberflächenqualität hergestellt werden.
[0048] Weitere Merkmale, Effekte und Vorteile vorliegender Erfindung werden anhand anliegender
Zeichnung und nachfolgender Beschreibung erläutert, in welchen beispielhaft eine Anlage
zum Herstellen von metallischen Halbzeugen mit einer Entzunderungsvorrichtung dargestellt
und beschrieben sind, bei welche einzelne rotierende Düsenkopfteile bezüglich ihrer
Winkellagen stets derart zueinander ausgerichtet angeordnet sind, dass die von Düsenelementen
erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos aneinander vorbei auf die metallische
Oberfläche strahlbar sind.
[0049] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- schematisch eine Anlage zum Herstellen eines metallischen Halbzeugs; und
- Figur 2
- schematisch eine Aufsicht auf eine Düsenkopfteilanordnung einer Düseneinrichtung der
Entzunderungsvorrichtung der Anlage aus der Figur 1.
[0050] Die vorliegende erfinderische Vorrichtung 1 zum Entzundern von metallischen Oberflächen
2 und 3 eines metallischen Halbzeugs 4 ist gemäß dem in der Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
in einer Anlage 5 zum Herstellen des metallischen Halbzeugs 4 integriert. Die Anlage
5 umfasst hierbei eine Gießmaschine 6 mit einer Kokille 7 und einem Gießbogen 8, wobei
das aus dem Gießbogen 8 austretende metallische Halbzeug 4 in Gestalt eines metallischen
Bandes 9 anschließend durch unterschiedliche Vorgerüste 10 und Gerüste 11 einer Fertigungsstraße
12 in Transportrichtung 13 gefördert wird. Ferner ist ein Induktionsofen 14 vorgesehen,
mittels welchem das metallische Band 9 nach einem Walzvorgang in den Vorgerüsten 10
auf eine höhere Temperatur angehoben wird. Die Entzunderung der Oberflächen 2 und
3 findet hinter dem Induktionsofen 14 durch die Vorrichtung 1 zum Entzundern statt,
wobei die Vorrichtung 1 einen Zunderwäscher 15 umfasst.
[0051] Die Vorrichtung 1 zeichnet sich insbesondere durch eine Düseneinrichtung 16 aus,
welche sowohl oberhalb des metallischen Bandes 9 als auch unterhalb des metallischen
Bandes 9 jeweils eine Anordnung aus sieben in einer Reihe 17 nebeneinander angeordnete
Düsenkopfteilen 18 (vgl. auch Figur 2) besteht. Die Reihe 17 verläuft hierbei in Breitenrichtung
19 des metallischen Bandes 9 quer zur Transportrichtung 13.
[0052] Jedes der vorhandenen Düsenkopfteile 18 ist derart in der Düseneinrichtung 16 gelagert,
dass es um eine eigene Rotationsachse 20 (nur exemplarisch beziffert) rotiert. Ferner
weist jedes der Düsenkopfteile 18 vier am Außenrand 21 der Düsenkopfteile 18 um 90°
zueinander versetzt angeordnete Düsenelemente 22, 23, 24 und 25 auf.
[0053] Die Düsenelemente 22 bis 25 besitzen zumindest eine Austrittsöffnung (nicht gezeigt),
aus welcher ein unter Hochdruck stehender Fluidstrahl (hier nicht gezeigt) austreten
kann, wobei die Düsenelemente 22 bis 25 derart angeordnet sind, dass die durch sie
erzeugten Fluidstrahlen auf die jeweilige Oberfläche 2 oder 3 gestrahlt werden. Alle
Düsenelemente 22 bis 25 rotieren hierbei gleichsinnig gemäß der Drehrichtung 26 um
ihre jeweilige Rotationsachse 20. Die Rotationsachsen 20 liegen hierbei auf eine gemeinsamen
fiktiven Verbindungslinie 27 Um zu verhindern, dass sich einzelne Fluidstrahlen kreuzen
oder derart berühren, dass sich ihre Strahlwirkungen gegenseitig mindern oder aufheben,
sind die Düsenkopfteile 18 derart nebeneinander angeordnet, dass die von den Düsenelementen
22, 23, 24 und 25 erzeugten Fluidstrahlen an einer jeweiligen Engstelle 30 zwischen
zwei unmittelbar benachbarten Düsenkopfteilen 18 immer berührungslos aneinander vorbei
auf die metallische Oberfläche 2, 3 strahlbar sind.
[0054] Hierzu sind die einzelnen rotierenden Düsenkopfteile 18 bezüglich ihrer jeweiligen
Winkellage 31 bzw. 32 (hier nur exemplarisch beziffert) derart zueinander ausgerichtet
angeordnet, dass die Düsenelemente 22, 23, 24, 25 zweier unmittelbar benachbarter
Düsenkopfteile 18 immer abwechselnd die jeweilige Engstelle 30 durchlaufen.
[0055] Dies bedeutet, dass erste der Düsenkopfteile 18 eine erste Winkellage 31 mit einem
Drehwinkel 33 (nur exemplarisch beziffert) von 45° bezüglich der fiktiven Verbindungslinie
20 und weitere der Düsenkopfteil 18, die direkt benachbart sind, eine weitere Winkellage
32 mit einem weiteren Drehwinkel (nicht eingezeichnet) von 0° bezüglich der fiktiven
Verbindungslinie 20 aufweisen, wie dies beispielhaft hinsichtlich der in der Figur
2 dargestellten Momentaufnahme gezeigt ist.
[0056] Beispielsweise stehen die Düsenelemente 23 bzw. 25 einiger der Düsenkopfteile 18
mit der fiktiven Verbindungslinie 20 in Überdeckung (Drehwinkel = 0°), sie sind also
an der jeweiligen Engstelle 30 zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile 18 temporär
positioniert, während die Düsenelemente 24 und 25 bzw. 22 und 23 der hierzu direkt
benachbarten Düsenkopfteile 18 von der Engstelle 30 bzw. von der fiktiven Verbindungslinie
20 um 45° verdreht angeordnet sind.
[0057] Hierdurch kann auf baulich besonders einfache Weise sichergestellt werden, dass die
Düsenelemente 22, 23, 24, 25 zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile 18 immer
entsprechend zeitversetzt an der Engstelle 30 vorbei geführt werden.
[0058] Vorteilhafterweise werden die Drehbewegungen der einzelnen Düsenkopfteile (18) bzw.
deren Antriebsmittel (hier nicht gezeigt) hierbei vorzugsweise immerwährend lagerichtig
synchronisiert, so dass die einzelnen Düsenkopfteile (18) immer wie erforderlich zueinander
ausgerichtet umlaufen.
[0059] Es versteht sich, dass es sich bei dem vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel
lediglich um eine erste Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entzundern
handelt. Insofern beschränkt sich die Ausgestaltung der Erfindung nicht auf dieses
Ausführungsbeispiel.
Bezugszeichenliste:
[0060]
- 1
- Vorrichtung zum Entzundern
- 2
- erste metallische Oberfläche
- 3
- zweite metallische Oberfläche
- 4
- metallisches Halbzeug
- 5
- Anlage zum Herstellen
- 6
- Gießmaschine
- 7
- Kokille
- 8
- Gießbogen
- 9
- metallisches Band
- 10
- Vorgerüste
- 11
- Gerüste
- 12
- Fertigungsstraße
- 13
- Transportrichtung
- 14
- Induktionsofen
- 15
- Zunderwäscher
- 16
- Düseneinrichtung
- 17
- Reihe
- 18
- Düsenkopfteile
- 19
- Breitenrichtung
- 20
- Rotationsachse
- 21
- Außenrand
- 22
- erstes Düsenelement
- 23
- zweites Düsenelement
- 24
- dritte Düsenelement
- 25
- viertes Düsenelement
- 26
- Drehrichtung
- 27
- fiktive Verbindungslinie
- 30
- Engstellen
- 31
- erste Winkellagen
- 32
- zweite Winkellagen
- 33
- erster Drehwinkel
1. Verfahren zum Entzundern einer metallischen Oberfläche (2, 3) eines metallischen Halbzeugs
(4, 9), bei welchem das metallische Halbzeug (4, 9) in Transportrichtung (13) an quer
zu dieser Transportrichtung (13) nebeneinander angeordneten und um Rotationsachsen
(20) rotierenden Düsenkopfteilen (18) vorbeigeführt wird und bei welchem mittels an
diesen rotierenden Düsenkopfteilen (18) angeordneten Düsenelementen (22, 23, 24, 25)
auf die metallische Oberfläche (2, 3) gerichtete und unter Hochdruck stehende Fluidstrahlen
erzeugt werden, welche auch an einer Engstelle (30) zwischen zwei unmittelbar benachbarten
Düsenkopfteilen (18) bis auf die metallische Oberfläche (2, 3) gestrahlt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkopfteile (18) mit einer derart voreingestellten Winkellage (31, 32) bezüglich
eines Drehwinkels (26) der jeweiligen Rotationsachse (20) der Düsenkopfteile (18)
synchron zueinander rotieren, dass die mittels der Düsenelemente (22, 23, 24, 25)
erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos aneinander vorbei auf die metallische
Oberfläche (2, 3) gestrahlt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkopfteile (18) mit zueinander synchronisierten Drehzahlen rotieren.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkopfteile (18) synchronisiert beschleunigt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Winkellagen (31, 32) der Düsenkopfteile (18) zueinander kalibriert
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenelemente (22, 23, 24, 25) zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile
(18) die Engstelle (30) stets derart abwechselnd passieren, dass die mittels der Düsenelemente
(22, 23, 24, 25) erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos aneinander vorbei auf
die metallische Oberfläche (2, 3) gestrahlt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenelemente (22, 23, 24, 25) zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile
(18) stets zeitversetzt an der Engstelle (30) vorbei geführt werden.
7. Vorrichtung (1) zum Durchführen eines Verfahrens zum Entzundern einer metallischen
Oberfläche (2, 3) eines metallischen Halbzeugs (4, 9) nach einem der vorstehenden
Ansprüche mit einer Düseneinrichtung (16), an welcher das metallische Halbzeug (4,
9) in Transportrichtung (13) vorbeiführbar ist, bei welcher die Düseneinrichtung (16)
eine Vielzahl an um Rotationsachsen (20) rotierenden Düsenkopfteilen (18) mit Düsenelementen
(22, 23, 24, 25) zum Erzeugen von auf die metallische Oberfläche (2, 3) gerichteten
und unter Hochdruck stehenden Fluidstrahlen aufweist,
wobei die Düsenkopfteile (18) derart nebeneinander angeordnet sind, dass die von den
Düsenelementen (22, 23, 24, 25) erzeugten Fluidstrahlen auch an einer Engstelle (30)
zwischen zwei unmittelbar benachbarten Düsenkopfteilen (18) bis auf die metallische
Oberfläche (2, 3) gestrahlt werden; und
wobei die einzelnen rotierenden Düsenkopfteile (18) bezüglich ihrer Winkellagen (31,
32) stets derart zueinander ausgerichtet angeordnet sind, dass die mittels der Düsenelemente
(22, 23, 24, 25) erzeugten Fluidstrahlen immer berührungslos aneinander vorbei auf
die metallische Oberfläche (2, 3) strahlbar sind;
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsenkopfteile (18) mechanisch und/oder elektronisch wechselwirkend derart miteinander
verbunden sind, dass die einzelnen Düsenkopfteile (18) der Düseneinrichtung (16) immer
mit voreingestellten Winkellagen (31, 32) zueinander ausgerichtet angeordnet sind.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenelemente (22, 23, 24, 25) zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile
(18) bezüglich ihrer Winkellagen (31, 32) stets derart zueinander ausgerichtet angeordnet
sind, dass die mittels der Düsenelemente (22, 23, 24, 25) erzeugten Fluidstrahlen
immer berührungslos aneinander vorbei auf die metallische Oberfläche (2, 3) strahlbar
sind.
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch eine Antriebseinrichtung zum Treiben der Düsenkopfteile (18), mittels welcher die
Düsenkopfteile (18) hinsichtlich ihrer Rotationseigenschaften synchronisiert antreibbar
sind.
10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenelemente (22, 23, 24, 25) zweier unmittelbar benachbarter Düsenkopfteile
(18) hinsichtlich ihrer Winkellagen (31, 32) um mehr als 5° oder um mehr als 15°,
vorzugsweise um 45°, zueinander versetzt angeordnet sind.
11. Anlage (5) zum Herstellen von metallischen Halbzeugen (4, 9), insbesondere von metallischem
Bandmaterial (9), mit einer Vorrichtung (1) zum Entzundern der metallischen Oberflächen
(2, 3) der metallischen Halbzeuge (4, 9), gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (1) zum Entzundern nach einem der Ansprüche 7 bis 10.
1. Method of descaling a metallic surface (2, 3) of a metallic semi-finished product
(4, 9), in which the metallic semi-finished product (4, 9) is led in transport direction
(13) past nozzle head parts (18) arranged adjacent to one another transversely to
this transport direction (13) and rotating about axes (20) of rotation and in which
fluid jets directed onto the metallic surface (2, 3) and standing under high pressure
are generated by means of nozzle elements (22, 23, 24, 25) arranged at these rotating
nozzle head parts (18), which fluid jets are also directed onto the metallic surface
(2, 3) at a narrow point (30) between two directly adjacent nozzle head parts (18),
characterised in that the nozzle head parts (18) rotate synchronously relative to one another at such a
preset angular position (31, 32) with respect to an angle (26) of rotation of the
respective axis (20) of rotation of the nozzle head parts (18) that the fluid jets
generated by means of the nozzle elements (22, 23, 24, 25) are always directed onto
the metallic surface (2, 3) contactlessly past one another.
2. Method according to claim 1, characterised in that the nozzle head parts (18) rotate at rotational speeds synchronised with respect
to one another.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the nozzle head parts (18) are accelerated synchronously.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the respective angular positions (31, 32) of the nozzle head parts (18) are calibrated
with respect to one another.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the nozzle elements (22, 23, 24, 25) of two directly adjacent nozzle head parts (18)
always pass the narrow point (30) in alternation in such a way that the fluid jets
generated by means of the nozzle elements (22, 23, 24, 25) are always directed onto
the metal surface (2, 3) contactlessly past one another.
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the nozzle elements (22, 23, 24, 25) of two directly adjacent nozzle head parts (18)
are always led past the narrow point (30) with an offset in time.
7. Device (1) for carrying out a method of descaling a metallic surface (2, 3) of a metallic
semi-finished product (4, 9) according to any one of the preceding claims, with a
nozzle device (16) past which the metallic semi-finished product (4, 9) can be led
in transport direction (13), in which the nozzle device (16) comprises a plurality
of nozzle head parts (18), which rotate about axes (20) of rotation, with nozzle elements
(22, 23, 24, 25) for generating fluid jets directed onto the metallic surface (2,
3) and standing under high pressure, wherein the nozzle head parts (18) are so arranged
adjacent to one another that the fluid jets generated by the nozzle elements (22,
23, 24, 25) are also directed onto the metallic surfaces (2, 3) at a narrow point
(30) between two directly adjacent nozzle head parts (18), and wherein the individual
rotating nozzle head parts (18) are arranged with respect to the angular positions
(31, 32) thereof to always be so oriented relative to one another that the fluid jets
generated by means of the nozzle elements (22, 23, 24, 25) can always be directed
onto the metallic surface (2, 3) contactlessly past one another; characterised in that
the nozzle head parts (18) are so mechanically and/or electronically interactively
connected together that the individual nozzle head parts (18) of the nozzle device
(16) are arranged to be always oriented relative to one another with preset angular
positions (31, 32).
8. Device (1) according to claim 7, characterised in that the nozzle elements (22, 23, 24, 25) of two directly adjacent nozzle head parts (18)
are with respect to the angular positions (31, 32) thereof always so oriented relative
to one another that the fluid jets generated by means of the nozzle elements (22,
23, 24, 25) can always be directed onto the metallic surface (2, 3) contactlessly
past one another.
9. Device (1) according to claim 7 or 8, characterised by a drive device for driving the nozzle head parts (18), by means of which the nozzle
head parts (18) are drivable synchronously with respect to the rotational characteristics
thereof.
10. Device (1) according to any one of claims 7 to 9, characterised in that the nozzle elements (22, 23, 24, 25) of two directly adjacent nozzle head parts (18)
are arranged with respect to the angular positions (31, 32) thereof to be offset with
respect to one another by more than 5° or by more than 15°, preferably by 45°.
11. Plant (5) for producing metallic semi-finished products (4, 9), particularly metallic
strip material (9), with a device (1) for descaling the metallic surfaces (2, 3) of
the metallic semi-finished products (4, 9), characterised by a device (1) for descaling in accordance with any one of claims 7 to 10.
1. Procédé pour le décalaminage d'une surface métallique (2, 3) d'un semi-produit métallique
(4, 9), dans lequel on fait passer le semi-produit métallique (4, 9) dans la direction
de transport (13) contre des éléments (18) faisant office de têtes de buses, rotatifs
autour d'un axe de rotation et disposés les uns les uns à côté des autres transversalement
par rapport à cette direction de transport (13), et dans lequel au moyen d'éléments
(22, 23, 24, 25) en forme de buses disposés contre ces éléments rotatifs (18) faisant
office de têtes de buses, on génère des jets de fluide orientés sur la surface métallique
(2, 3) et mis sous haute pression, qui sont également projetés à un rétrécissement
(30), entre deux éléments (18) directement voisins faisant office de têtes de buses,
jusque sur la surface métallique (2, 3), caractérisé en ce que les éléments (18) faisant office de têtes de buses sont mis en rotation de manière
synchrone l'un par rapport à l'autre avec une position angulaire prédéterminée (31,
32) par rapport à un angle de rotation (26) de l'axe de rotation respectif (20) des
éléments (18) faisant office de têtes de buses, d'une manière telle que les jets de
fluide générés au moyen des éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses sont projetés
toujours en l'absence de contact réciproque sur la surface métallique (2, 3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments (18) faisant office de têtes de buses sont mis en rotation avec des
vitesses de rotation réciproquement synchronisées.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments (18) faisant office de têtes de buses sont soumis à une accélération
de manière synchronisée.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les positions angulaires respectives (31, 32) des éléments (18) faisant office de
têtes de buses sont soumises à un étalonnage réciproque.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses de deux éléments (18) directement
voisins faisant office de têtes de buses passent toujours en alternance par le rétrécissement
(30) d'une manière telle que les jets de fluide générés au moyen les éléments (22,
23, 24, 25) en forme de buses sont projetés sur la surface métallique (23) toujours
en l'absence de contact réciproque.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses de deux éléments (18) directement
voisins faisant office de têtes de buses sont guidés contre le rétrécissement (30)
en étant toujours décalés dans le temps.
7. Dispositif (1) pour la mise en oeuvre d'un procédé pour le décalaminage d'une surface
métallique (2, 3) d'un semi-produit métallique (4, 9) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comprenant un mécanisme (16) en forme de buse, contre lequel le semi-produit
métallique (4, 9) peut être guidé dans la direction de transport (13), dans lequel
le mécanisme (16) en forme de buse présente un certain nombre d'éléments (18) faisant
office de têtes de buses, rotatifs autour d'un axe de rotation (20), comprenant des
éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses pour générer des jets de fluide orientés
sur la surface métallique (2, 3) et mis sous haute pression, dans lequel les éléments
(18) faisant office de têtes de buses sont disposés les uns à côté des autres, d'une
manière telle que les jets de fluide générés par les éléments (22, 23, 24, 25) en
forme de buses sont également projetés à un rétrécissement (30) entre deux éléments
(18) directement voisins faisant office de têtes de buses, sur la surface métallique
(2, 3) ; et dans lequel les éléments individuels rotatifs (18) faisant office de têtes
de buses sont disposés, en ce qui concerne leurs positions angulaires (31, 32), toujours
les uns par rapport aux autres d'une manière telle que les jets de fluide générés
au moyen des éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses peuvent être projetés toujours
en l'absence de contact réciproque sur la surface métallique (2, 3), caractérisé en ce que les éléments (18) faisant office de têtes de buses sont reliés les uns aux autres
en interaction mécanique et/ou électronique d'une manière telle que les éléments individuels
(18) faisant office de têtes de buses du mécanisme (16) en forme de buse sont disposés
en étant toujours orientés les uns vers les autres avec des positions angulaires (31,
32) préétablies.
8. Dispositif (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses de deux éléments (18) directement
voisins faisant office de têtes de buses sont toujours disposés en étant orientés
les uns par rapport aux autres d'une manière telle que les jets de fluide générés
au moyen des éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses peuvent être projetés sur
la surface métallique (23) toujours en l'absence de contact réciproque.
9. Dispositif (1) selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par un mécanisme d'entraînement pour l'entraînement des éléments individuels (18) faisant
office de têtes de buses, au moyen duquel les éléments individuels (18) faisant office
de têtes de buses peuvent être entraînés de manière synchronisée en ce qui concerne
leurs propriétés de rotation.
10. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les éléments (22, 23, 24, 25) en forme de buses de deux éléments (18) directement
voisins faisant office de têtes de buses sont disposés en étant décalés les uns par
rapport aux autres, en ce qui concerne leurs positions angulaires (31, 32) à concurrence
de plus de 5° ou à concurrence de plus de 15°, de préférence à concurrence de 45°.
11. Installation (5) pour la fabrication de semi-produits métalliques (4, 9), en particulier
de matières métalliques en bandes (9), comprenant un dispositif (1) pour le décalaminage
des surfaces métalliques (2, 3) des semi-produits métalliques (4, 9), caractérisée par un dispositif (1) pour le décalaminage selon l'une quelconque des revendications
7 à 10.


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