[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein LED-Modul, einen LED-Konverter und Verfahren,
die es ermöglichen, Betriebsparameter des LED-Moduls an den LED-Konverter ohne eine
spezifische Kommunikationsleitung zwischen LED-Modul und LED-Konverter zu übermitteln.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits mehrere Ansätze bekannt, um einem LED-Konverter
Betriebsparameter für ein angeschlossenes LED-Modul vorzugeben. Dies ist zum Beispiel
deshalb notwendig, da für verschiedene LED-Module unterschiedliche Durchlassströme
notwendig sind, um die LED-Strecken der LED-Module zum Leuchten zu bringen. Betriebsparameter
sind zum Beispiel ein benötigter Durchlassstrom oder eine anzulegende Soll- oder Durchlassspannung.
[0003] Ein aus dem Stand der Technik bekannter Ansatz ist, am LED-Konverter über Dip-Schalter
oder Widerstände die einzustellenden Betriebsparameter für das angeschlossene LED-Modul
einzustellen. Dafür ist allerdings eine Interaktion mit dem LED-Konverter nötig.
[0004] In einem anderen Ansatz werden Konfigurationswiderstände auf dem LED-Modul verwendet,
um dem LED-Konverter die benötigten Betriebsparameter vorzugeben. Dazu sind allerdings
einerseits zusätzliche Anschlüsse nötig, andererseits ist wiederum eine Interaktion
erforderlich.
[0005] Es ist auch bekannt, dem LED-Konverter über einen separaten digitalen Signalkanal
die notwendigen Betriebsparameter zu übermitteln. Allerdings müssen dafür zusätzliche
Komponenten verbaut werden und es ist wiederum eine Interaktion nötig.
[0006] Schließlich ist es auch bekannt, dem LED-Modul beispielsweise ein EPROM zuzuordnen,
aus dem der LED-Konverter Informationen hinsichtlich der am LED-Modul einzustellenden
Betriebsparameter ermitteln kann.
[0007] Aus der
WO 2010/092504 A1 ist ein LED-System mit zugehörigem Treiber bekannt, wobei der Treiber die Impedanz
einer Schaltung des LED-Systems durch Anlegen einer AC-Spannung ausliest. Weiterhin
bezieht sich die
US 2010/0214082 A1 auf ein System in dem eine Leistung und Daten über die selbe Leitung bereitgestellt
werden. Das Leistungssignal kann dabei mittel PWM gesteuert werden und das Datensignal
kann mittels einer Frequenzmodulation gesteuert werden.
[0008] Die aus dem Stand der Technik bekannten Ansätze erfordern aber alle entweder eine
Interaktion mit dem LED-Konverter oder dem LED-Modul, oder erfordern zusätzliche Anschlüsse
oder Komponenten. Dadurch erhöhen sich die Kosten des LED-Moduls und/oder des LED-Konverters.
Zudem wird mehr Platz für die Komponenten benötigt, was eine kompaktere Bauweise verhindert.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den bekannten Stand der Technik zu
verbessern, besonders hinsichtlich der oben genannten Nachteile. Insbesondere ist
es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einem LED-Konverter Informationen bspw. hinsichtlich
Betriebsparameter eines LED-Moduls zu übermitteln (zurückzumelden), ohne dass zusätzliche
Bauteile oder Anschlüsse, oder eine Interaktion notwendig sind. Es ist also Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein LED-Modul und einen LED-Konverter kostengünstiger
herzustellen und kompakter zu bauen.
[0010] Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden von den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche 1 und 5 gelöst. Die abhängigen Ansprüche bilden den Kerngedanken der Erfindung
vorteilhaft weiter.
[0011] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren genauer beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt schematisch das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung anhand einer erfindungsgemäßen
LED-Leuchte (bestehend aus einem erfindungsgemäßen LED-Modul und einem erfindungsgemäßen
LED-Konverters).
- Fig. 2
- zeigt eine Stromspannungskennlinie einer LED-Strecke und das erfindungsgemäße Auslesefenster.
- Fig. 3
- zeigt einen Schaltkreis, der eine automatische Deaktivierung der Schaltung auf dem
erfindungsgemäßen LED-Modul ermöglicht.
- Fig. 4
- zeigt ein Beispiel der Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul, die eine stromkonstante
Last darstellt.
- Fig. 5
- zeigt schematisch die Erfassung einer stromkonstanten Last auf dem erfindungsgemäßen
LED-Modul durch den erfindungsgemäßen LED-Konverter.
- Fig. 6
- zeigt eine Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul, die eine stromveränderliche
Last darstellt und insbesondere eine Frequenz der Änderung der Leistungsaufnahme des
erfindungsgemäßen LED-Moduls einstellt.
- Fig. 7
- zeigt wie eine Änderung der Leistungsaufnahme des erfindungsgemäßen LED-Moduls an
einem Buck-Konverter als Beispiel eines erfindungsgemäßen LED-Konverters gemessen
werden kann.
- Fig. 8
- zeigt wie eine Änderung des Stroms durch die Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul
mit dem Strom in einem Buck-Konverter des erfindungsgemäßen LED-Konverters korreliert
- Fig. 9
- zeigt ein weiteres Beispiel der Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul
- Fig. 10
- zeigt ein weiteres Beispiel der Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul
- Fig. 11
- zeigt ein weiteres Beispiel der Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul
- Fig. 12
- zeigt ein weiteres Beispiel der Schaltung auf dem erfindungsgemäßen LED-Modul.
[0012] Figur 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße LED-Leuchte, die aus einem erfindungsgemäßen
LED-Modul 1 und einem erfindungsgemäßen LED-Konverter 10 besteht. Der LED-Konverter
10 ist über einen oder mehrere Spannungsanschlüsse 12 mit dem LED-Modul 1 verbunden.
Der LED-Konverter 10 versorgt das LED-Modul 1 also mit einer Versorgungsspannung.
Der LED-Konverter 10 kann auch zum Betreiben mehrerer LED-Module 1 ausgelegt sein.
Vorzugsweise ist die Versorgungsspannung eine Gleichspannung, kann aber auch eine
getaktete Spannung oder Wechselspannung sein. Der LED-Konverter 10 weist vorzugsweise
einen hochfrequent getakteten Wandler auf, beispielsweise einen Buck-Konverter (Tiefsetzsteller),
isolierten Sperrwandler (Flyback Konverter) oder einen resonanten Halbbrücken-Konverter
(vorzugsweise isoliert, beispielsweise einen LLC Konverter). Der LED-Konverter 10
kann beispielsweise eine konstante Ausgangsspannung oder einen konstanten Ausgangsstrom
an seinen Spannungsanschlüssen 12 ausgeben, wobei die Spannung an diesen Anschlüssen
der Versorgungsspannung des LED-Moduls 1 entspricht.
[0013] Die Versorgungsspannung wird über einen oder mehrere Anschlüsse 2 des LED-Moduls
1 an wenigstens eine daran angeschlossene LED-Strecke 3 (diese umfasst auch eine einzelne
LED) angelegt. Die LED-Strecke 3 muss nicht Teil des erfindungsgemäßen LED-Moduls
1 sein, sondern kann eine anschließbare und austauschbare LED-Strecke 3 sein.
[0014] Das erfindungsgemäße LED-Modul 1 benötigt also lediglich Anschlüsse 2 für wenigstens
eine LED-Strecke 3. Die LED-Strecke 3 kann aber auch fest mit dem LED-Modul 1 verbaut
sein. Die LED-Strecke 3 kann eine oder mehrere LEDs aufweisen, die beispielsweise
wie in Figur 1 gezeigt in Serie geschaltet sind. LEDs einer LED-Strecke 3 können alle
gleichfarbig leuchten, d.h. Licht gleicher Wellenlänge emittieren, oder verschiedenfarbig
leuchten. Zum Beispiel können mehrere LEDs, vorzugsweise rot-, grün- und blau-leuchtende
LEDs, kombiniert werden, um eine Mischstrahlung, vorzugsweise weißes Licht, zu erzeugen.
[0015] Die LED-Strecke 3 ist wenn sie an die Anschlüsse 2 angeschlossen ist, parallel bezüglich
der Versorgungsspannung mit einer Schaltung 4 verschaltet. Die Schaltung 4 ist beispielsweise
derart ausgebildet, dass sie für den LED-Konverter 10 eine Last, vorzugsweise eine
Wirkleistungslast, darstellt, wenn die vom LED-Konverter 10 an die Anschlüsse 12 angelegte
Versorgungsspannung ungleich Null ist, aber noch so niedrig ist, dass die an die Anschlüsse
2 angeschlossene LED-Strecke 3 noch nicht leitend ist. Die Schaltung 4 kann daher
auch als Lastschaltung oder Lastmodulationsschaltung bezeichnet werden.
[0016] Figur 2 zeigt beispielhaft eine Stromspannungskennlinie einer LED-Strecke 3, bei
der ein Strom durch die LED-Strecke in vertikaler Richtung und die Spannung an der
LED-Strecke (d.h. die Versorgungsspannung in Figur 1) in horizontaler Richtung aufgetragen
ist. Für einen ersten Spannungsbereich (d.h. eine erste Versorgungsspannung 5a innerhalb
des Auslesefensters) ist die Spannung an der LED-Strecke 3 ungleich Null, der Strom
durch die LED-Strecke 3 ist aber auch noch nahezu Null, da die LED-Strecke 3 nicht
leitend ist. Die Versorgungsspannung ist also unterhalb der Durchlassspannung. Die
LED-Strecke 3 stellt für den LED-Konverter 10 eine unendliche Last dar. Das LED-Modul
1 nimmt damit keine Leistung über die LED-Strecke 3 auf. In einem zweiten Spannungsbereich
(d.h. für eine zweite Versorgungsspannung 5b außerhalb des Auslesefensters) wird die
LED-Strecke 3 leitend und es fließt ein Strom durch die LED-Strecke 3, der diese zum
Leuchten bringt. Die Versorgungsspannung ist also oberhalb der Durchlassspannung.
[0017] Die Schaltung 4 auf dem LED-Modul 1 ist beispielsweise so ausgebildet, dass sie aktiviert
ist, wenn die erste Versorgungsspannung 5a anliegt, und dadurch eine Last, vorzugsweise
eine Wirkungsleistungslast, für den LED-Konverter 10 darstellt. Für die zweite Versorgungsspannung
5b, also im Leuchtbetrieb der LED-Strecke 3, ist die Schaltung 4 deaktiviert und stellt
keine Last für den LED-Konverter dar. Dies ist in Figur 1 durch den Schalter 6 schematisch
dargestellt, der die Schaltung 4 abhängig von der anliegenden Versorgungsspannung
automatisch aktiviert oder deaktiviert. Die Schaltung 4 kann entweder eine stromkonstante
Last oder eine stromveränderliche Last für den LED-Konverter 10 darstellen. Die Schaltung
4 bewirkt eine Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1, obwohl eine LED-Strecke 3 noch
nicht leitend ist und keine Leistung aufnimmt. Ein herkömmliches LED-Modul 1 würde
im Auslesefenster keine Leistung aufnehmen. Zusätzlich oder alternativ kann die Schaltung
4 auf dem LED-Modul 1 auch so ausgebildet sein, dass sie nur in einer zeitlich begrenzten
Startphase des LED-Moduls 1 aktiviert ist.
[0018] Die Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 im Auslesefenster kann je nach Art der Schaltung
4 stromkonstant oder stromveränderlich sein. Der LED-Konverter 10 kann die Leistungsaufnahme
des LED-Moduls 1 bzw. eine Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 erfassen
und basierend auf der erfassten Leistungsaufnahme auf einzustellende Betriebs- und/oder
Wartungsparameter des LED-Moduls 1 schließen. Der LED-Konverter 10 kann die Betriebs-
und/oder Wartungsparameter direkt zur Einstellung oder Regelung des LED-Moduls 1 verwenden.
Der LED-Konverter 10 kann die Betriebs- und/oder Wartungsparameter aber auch in einem
ihm zugeordneten Speicher ablegen und gegebenenfalls später verwenden, oder die Parameter
optisch und/oder akustisch einem Benutzer anzeigen, oder sie an eine weitere Einrichtung,
beispielsweise eine Steuereinheit eines Beleuchtungssystems, senden.
[0019] Das Senden kann entweder drahtlos oder drahtgebunden geschehen und kann entweder
automatisch oder nur auf Abfrage von der weiteren Einrichtung durchgeführt werden.
[0020] Zum Betreiben eines LED-Moduls 1 durch den LED-Konverter 1 der vorliegenden Erfindung
können in einer vorzugsweise zeitlich begrenzten Startphase der LED-Leuchte verschiedene
Vorgänge ausgeführt werden.
[0021] Zunächst versorgt der LED-Konverter 10 das LED-Modul 1 beispielsweise mit einer konstanten
Versorgungsspannung, vorzugsweise einer konstanten DC-Spannung. Beispielsweise kann
der LED-Konverter 10 mit im Vergleich zum Normalbetrieb verringertem Einschaltverhältnis
betrieben werden, wodurch eine geringere Ausgangsspannung erreicht wird. Die Versorgungsspannung
ist dabei eine erste Versorgungsspannung 5a, d.h. sie liegt im Auslesefenster, das
in Figur 2 gezeigt ist. Da die erste Versorgungsspannung 5a ungleich Null ist, wird
die Schaltung 4 auf dem LED-Modul 1 aktiviert und stellt eine Last für den LED-Konverter
10 dar. Die Last ist vorzugsweise eine Wirkleistungslast und erzeugt eine Leistungsaufnahme
des LED-Moduls 1. Nun kann der LED-Konverter 10 beispielsweise einen Entladestrom
eines Kondensators über diese Last (was lediglich ein Beispiel ist, welches nicht
Gegenstand der Erfindung ist), eine absolute Stromaufnahme der Schaltung 4 (was lediglich
ein Beispiel ist, welches nicht Gegenstand der Erfindung ist), eine Frequenz einer
Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 (was lediglich ein Beispiel ist, welches
nicht Gegenstand der Erfindung ist), oder ein Tastverhältnis gemäß der vorliegenden
Erfindung oder eine Amplitude (was lediglich ein Beispiel ist, welches nicht Gegenstand
der Erfindung ist) einer Leistungsaufnahmeänderung messen. Basierend auf dem Resultat
der Messung kann der LED-Konverter 10 auf Betriebs- und/oder Wartungsparameter schließen.
Beispielweise kann der LED-Konverter 10 eine Soll- oder Durchlassspannung oder einen
Sollstrom des LED-Moduls bestimmen und diese an das LED-Modul 1 anlegen. Damit wird
eine angeschlossene LED-Strecke 3 leitend und der LED-Konverter 10 betreibt das LED-Modul
1 im Leuchtbetrieb. Vorzugsweise wird nun automatisch die Schaltung 4 deaktiviert.
Die Schaltung 4 nimmt dadurch keine Leistung im Leuchtbetrieb der LED-Strecke 3 auf
und beeinflusst deshalb nicht den Leuchtbetrieb der LED-Strecke 3. Der LED-Konverter
10 der LED-Leuchte hat also automatisch das LED-Modul 1 erkannt und die passenden
Betriebsparameter eingestellt.
[0022] Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Auslesen des LED-Moduls 1 durch den LED-Konverter
10 zeitlich begrenzt erfolgen, indem die Schaltung 4 nur während einer Startphase
aufgrund einer vorgegebenen Zeitspanne aktiv ist, sobald eine Versorgungsspannung
an das LED-Modul 1 angelegt wird. Diese Versorgungsspannung kann in diesem Fall auch
der nominellen Ausgangsspannung des LED-Konverters 10 für den Normalbetrieb entsprechen.
Nach dem Anlegen der Versorgungsspannung wird die Schaltung 4 auf dem LED-Modul 1
aktiviert und stellt eine Last für den LED-Konverter 10 dar. Die Last ist vorzugsweise
eine sich wiederholt ändernde Wirkleistungslast und erzeugt eine Leistungsaufnahme
des LED-Moduls 1. Zusätzlich kann in diesem Fall auch die angeschlossene LED-Strecke
3 leitend werden womit der LED-Konverter 10 das LED-Modul 1 im Leuchtbetrieb betreibt.
Nun kann der LED-Konverter 10 beispielsweise einen Entladestrom eines Kondensators
(was lediglich ein Beispiel ist, welches nicht Gegenstand der Erfindung ist) über
diese Last, eine absolute Stromaufnahme der Schaltung 4 (was lediglich ein Beispiel
ist, welches nicht Gegenstand der Erfindung ist), eine Frequenz einer Änderung der
Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 (was lediglich ein Beispiel ist, welches nicht
Gegenstand der Erfindung ist), oder ein Tastverhältnis gemäß der vorliegenden Erfindung
oder eine Amplitude einer Leistungsaufnahmeänderung (was lediglich ein Beispiel ist,
welches nicht Gegenstand der Erfindung ist) messen. Basierend auf dem Resultat der
Messung kann der LED-Konverter 10 auf Betriebs- und/oder Wartungsparameter schließen.
Beispielweise kann der LED-Konverter 10 eine Soll- oder Durchlassspannung oder einen
Sollstrom des LED-Moduls bestimmen und diese an das LED-Modul 1 anlegen. Vorzugsweise
wird nun automatisch nach Ablauf der vorgegebenen Zeitspanne für die Startphase die
Schaltung 4 deaktiviert. Die Vorgabe dieser Zeitspanne für die Startphase kann beispielsweise
durch eine Zeitladeschaltung festgelegt sein, wobei ein Zeitgeber-Kondensator aufgeladen
wird und nach erfolgtem Aufladen des Zeitgeber-Kondensators die Schaltung 4 deaktiviert
wird. Die Schaltung 4 nimmt dadurch keine Leistung im dauernden Leuchtbetrieb der
LED-Strecke 3 auf und beeinflusst deshalb nicht den Leuchtbetrieb der LED-Strecke
3.
[0023] Figur 3 zeigt einen Schaltkreis, der zumindest ein Teil der Schaltung 4 ist, um diese
automatisch zu deaktivieren, wenn die Versorgungsspannung im Bereich der zweiten Versorgungsspannung
5b ist, also oberhalb der Durchlassspannung der LED-Strecke 3 ist. Die Schaltung 4
kann mittels der Transistoren M4 und M3 deaktiviert werden. Mit ansteigender Versorgungsspannung,
die vom LED-Konverter 10 bereitgestellt wird und an der Schaltung 4 auf dem LED-Modul
1 anliegt, steigt auch die Spannung am Widerstand R8. Wenn diese Spannung eine Schwellenspannung
des Transistors M4 erreicht, schließt dieser und deaktiviert auch den Transistor M3,
indem er die Gate-Spannung des Transistors M3 auf Erde legt. Die Schwellenspannung
kann beispielsweise 1,4 Volt sein (bei einer Spannung von 12,5 Volt) des LED-Konverters
10). Um Verluste des Spannungsteilers R8 und R10 zu reduzieren, sollten die Widerstandswerte
hoch sein, vorzugsweise im Bereich von 20 bis 200 kΩ, noch mehr bevorzugt im Bereich
von 40 bis 100 kΩ. Außerdem ist es wichtig, dass der Transistor M3 dazu ausgelegt
ist, der maximalen Versorgungsspannung zu widerstehen, die der LED-Konverter 10 angelegen
kann, und dass die Spannung am Widerstand R8 nicht die maximale erlaubte Gate-Spannung
des Transistors M4 bei normalem Leuchtbetrieb der LED-Strecke 3 übersteigt. Alternativ
oder optinoal kann diese Schaltung beispielsweise mittels eines RC-Gliedes so ausgelegt
sein, dass sie sich nach Ablauf einer vorgegebenen Startzeit (wobei diese Zeit der
Startphase entspricht) deaktiviert, indem der Transistor M3 abhängig davon deaktiviert,
also geöffnet wird. Beispielsweise kann parallel zu dem Widerstand R8 ein Kondensator
angeordnet sein. Dieser Kondensator kann so ausgelegt sein, dass dieser nach Ablauf
der vorgegebenen Startzeit durch die angelegte Versorgungsspannung geladen ist und
somit auch die Spannung am parallelen Widerstand R8 soweit gestiegen ist, dass diese
Spannung eine Schwellenspannung des Transistors M4 erreicht hat, so dass dieser schließt
und den Transistor M3 deaktiviert, indem er die Gate-Spannung des Transistors M3 auf
Erde legt.
[0024] Figur 4 zeigt beispielhaft einen Schaltkreis TL432, der zumindest ein Teil der Schaltung
4 ist, die dazu ausgelegt ist, im Auslesefenster eine stromkonstante Last für den
LED-Konverter 10 darzustellen.
[0025] Die linke Seite der Figur 4 zeigt ein Schaltbild des Schaltkreises, die rechte Seite
zeigt ein entsprechendes Ersatzschaltbild für den Schaltkreis TL431 oder TL432. Der
konstante Strom ist durch ein Verhältnis der Referenzspannung des Schalkreises TL431
zum Widerstandswert des Auswahlwiderstands R11 (Rcfg) bestimmt. Ein Transistor Q1
wird vorzugsweise dermaßen gesteuert, dass die Spannung an dem Widerstand R11 (Rcfg)
immer ungefähr 2,5 Volt beträgt. Ein Minimalstrom von etwa 1 mA sollte durch den Schaltkreis
TL431 fließen. Der in Figur 3 gezeigte Schaltkreis kann in Serie mit dem in Figur
4 gezeigten Schaltkreis angeordnet werden, so dass die Serienschaltung aus beiden
parallel zu der LED-Strecke auf dem LED-Modul 1 angeordnet ist. Vorzugsweise ist die
virtuelle Masse GNDX des Schaltkreises der Figur 4 mit dem Drain-Anschluß des Transistors
M3 verbunden.
[0026] Über eine stromkonstante Last wie beispielweise in Figur 4 gezeigt kann der LED-Konverter
10 zur Messung des konstanten Stroms beispielweise einen Kondensator 11 entladen.
Der konstante Strom durch die Schaltung 4 (der dem Entladestrom des Kondensators 11
entspricht) kann direkt oder indirekt basierend auf entweder der Entladedauer und/oder
der Entladerate bestimmt werden. Basierend auf dem Entladestrom kann der LED-Konverter
auf die verwendete Schaltung 4 und somit auf das angeschlossene LED-Modul 1 schließen.
Ferner kann der LED-Konverter 10 Betriebs- und/oder Wartungsparameter des LED-Moduls
ermitteln, beispielweise anhand abgelegter Tabellen.
[0027] Das Konzept der Ermittlung des konstanten Stroms durch die Schaltung 4 ist schematisch
in Figur 5 dargestellt. Zum Beispiel kann der LED-Konverter 10 beispielhaft als Buck-Konverter
ausgeführt sein. Der LED-Konverter 10 ist mit dem Kondensator 11 versehen, der parallel
zu den Anschlüssen 12 für die Versorgungsspannung angeschlossen sein kann. Die Spannung
an den Anschlüssen 12 wird vom LED-Konverter 10 überwacht.
[0028] Wenn die Versorgungsspannung durch Öffnen des Schalters 13, welcher in dem LED-Konverter
10 angeordnet ist und vorzugsweise beim Betrieb des LED-Konverters hochfrequent getaktet
wird, vom LED-Modul 1 getrennt wird, entlädt sich der Kondensator 11 über die vorzugsweise
stromkonstante Last, die durch die Schaltung 4 auf dem LED-Modul 1 dargestellt wird.
Die Entladerate, d.h. die Änderung der Spannung des Kondensators, die an den Anschlüssen
12 anliegt, wird vom LED-Konverter 10 vorzugsweise gemessen, um wie beschrieben auf
die Betriebs- und/oder Wartungsparameter des LED-Moduls 1 zu schließen. Beispielweise
kann der Widerstand R11, der in Figur 4 gezeigten stromkonstanten Last, bestimmt werden,
wenn die Kapazität des Kondensators 11 bekannt ist. Dieser Widerstandswert kann dann
den Betriebs- und/oder Wartungsparameter kodieren, d.h. der LED-Konverter 10 kann
beispielsweise diesen Widerstandswert mit Betriebs- und/oder Wartungsparametern in
abgelegten Tabellen korrelieren.
[0029] Figur 6 zeigt einen Schaltkreis TLC555, der zumindest Teil der Schaltung 4 ist und
dazu geeignet ist, eine Laständerung des LED-Moduls 1 mit einer bestimmten Frequenz,
d.h. eine Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 zu erzeugen. Auf der linken
Seite der Figur 6 ist ein Schaltbild, auf der rechten Seite ist ein entsprechendes
Ersatzschaltbild für den Schaltkreis TLC555 gezeigt. Beispielsweise kann ein Kondensator
C1 zwischen 1/3 und 2/3 der vom LED-Konverter 10 angelegten Versorgungsspannung 5a
geladen und entladen werden. Solange die vom LED-Konverter 10 angelegte Versorgungsspannung
5a konstant ist, kann so eine Frequenz der Laständerung, ein Tastverhältnis (Taktverhältnis)
der Laständerung oder eine Amplitude der Laständerung (d.h. ein Unterschied zwischen
einer Last vor und einer Last nach der Änderung) eingestellt werden. Dies bedingt
auch eine Änderung der Leistungsaufnahme mit einer entsprechenden Frequenz, Tastverhältnis
(Taktverhältnis) oder einer Amplitude.
[0030] Die Frequenz f der Änderung ist dabei definiert als

wobei R3, R4 und C1 Widerstands- bzw. Kapazitätswerte der in Fig. 6 gezeigten Komponenten
sind.
[0031] Das Tastverhältnis (Taktverhältnis) ist durch die AN-Zeit (T
high) und die AUS-Zeit (T
low) definiert, wobei

und

[0032] Eine Änderung des Tastverhältnisses ist sowohl durch eine Änderung der Pulsdauer
(Einschaltzeitdauer, AN-Zeit, T
high) als auch durch eine Änderung der Pausendauer (Ausschaltzeitdauer, AUS-Zeit, T
low) möglich.
[0033] Die Größe der Last ist durch den Widerstand R5 und der Konverterspannung V
CONV (genauer gesagt das Verhältnis V
CONV/R5) bestimmt.
[0034] Die Schaltung 4 kann beispielsweise so ausgelegt sein, dass sie nur während der Startphase
der LED-Leuchte aktiviert ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass
die Versorgung des Schaltkreises TLC555 mit Hilfe eines Zeitgliedes wie beispielsweise
eines RC-Gliedes kann beispielsweise dieses Zeitglied derart ausgelegt sein, dass
nur für eine Zeit von beispielsweise 100 Millisekunden die Versorgung für den Schaltkreis
TLC555 anliegt und danach aufgrund einer Aufladung des Kondensators des RC-Gliedes
über einen Vorwiderstand (ausgehend von der Versorgungsspannung des LED-Modules 1)
ein vorgegebener Spannungspegel erreicht wird, der zum Abschalten der Versorgungsspannung
Vcc für den Schaltkreis TLC555 führt (Beispiel nicht dargestellt). Beispielsweise
kann über die an dem RC-Glied abfallende Spannung die Basis eines Abschalttransistors
(nicht dargestellt) angesteuert werden, der die Versorgung Vcc für den Schaltkreis
TLC555 auf Masse zieht, sobald das RC-Glied aufgeladen worden ist. Die Ladezeit des
RC-Gliedes kann dabei so ausgelegt werden, dass eine Zeit von beispielsweise 100 Millisekunden
erreicht wird, wobei diese Zeit der Startphase entspricht.
[0035] Ein Anlauf des Schaltkreis TLC555 zu Beginn der Startphase kann durch eine hochohmige
Speisung direkt von der Versorgungsspannung des LED-Modules 1 erfolgen, wobei diese
am Ende der Startphase mittels der am RC-Glied abfallenden Spannung über den Abschalttransistors
in einer Art Pull-Down Konfiguration auf Masse gezogen wird. Die Schaltung 4 kann
einen steuerbaren Schalter aufweisen, der den Widerstand R5 abhängig vom Ausgangssignal
OUT des Schaltkreis TLC555 zu- oder wegschaltet und somit die Laständerung bewirkt.
[0036] Der in Figur 3 gezeigte Schaltkreis kann in Serie mit dem in Figur 6 gezeigten Schaltkreis
angeordnet werden, so dass die Serienschaltung aus beiden parallel zu der LED-Strecke
auf dem LED-Modul 1 angeordnet ist. Vorzugsweise ist die virtuelle Masse GNDX des
Schaltkreises der Figur 6 mit dem Drain-Anschluß des Transistors M3 verbunden. Eine
Deaktivierung des Schaltkreises der Figur 6 kann beispielsweise zeitgesteuert erfolgen.
Wie bereits bei dem Beispiel der Figur 3 erläutert, kann ein Kondensator parallel
zu dem Widerstand R8 angeordnet sein. In diesem Fall wird ebenfalls ein RC-Glied gebildet.
Die Ladezeit des RC-Gliedes kann dabei so ausgelegt werden, dass eine Zeit von beispielsweise
100 Millisekunden erreicht wird, wobei diese Zeit der Startphase entspricht. Nach
Ablauf der durch die Dimensionierung des RC-Gliedes vorgegebenen Startzeit hat die
Spannung am Gate des Transistors 4 eine Schwellenspannung des Transistors M4 erreicht,
so dass dieser schließt und den Transistor M3 deaktiviert, indem er die Gate-Spannung
des Transistors M3 auf Erde legt. Auf diese Weise kann die Schaltung der Figur 6 nur
für eine vorgegebene Startphase aktiviert werden.
[0037] Wird durch die Schaltung 4 eine sich wiederholend ändernde Laständerung (also eine
modulierte Laständerung) erzeugt und ausgegeben, können beispielsweise auch zwei verschiedene
Informationen übertragen werden. Beispielsweise kann sowohl die Frequenz als auch
das Tastverhältnis der Laständerung geändert werden.
[0038] In diesem Fall könnte eine erste Information (beispielsweise die Sollspannung) mittels
der Frequenz kodiert übertragen werden, während eine zweite Information (beispielsweise
der Sollstrom) über das Tastverhältnis kodiert übertragen werden kann. Eine weitere
Möglichkeit zur kombinierten Übertragung von zumindest zwei Informationen wäre die
entsprechende Änderung der Pulsdauer (Einschaltzeitdauer, AN-Zeit, T
high) und der Pausendauer (Ausschaltzeitdauer, AUS-Zeit, T
low) der Laständerung.
[0039] Die Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 kann durch den LED-Konverter
10 beispielsweise durch direkte Strommessung des Stroms durch die Schaltung 4 bestimmt
werden. Alternativ kann der LED-Konverter 10 Messungen an einem Buck-Konverter wie
in Figur 7 gezeigt durchführen, wobei der Buck-Konverter vorzugsweise ein Teil des
LED-Konverters 10 ist. So zeigt zum Beispiel Figur 8, wie der Strom durch die Schaltung
4 und der Strom am Buck-Konverter, der über einen Shunt gemessen wird, korreliert.
Figur 8 zeigt oben den Strom "load current" durch Schaltung 4 und den Strom "inductor
current" durch Buck-Konverter gegen die Zeit aufgetragen. Der Buck-Konverter stellt
dabei nur ein exemplarisches Beispiel für einen hochfrequent getakteten Wandler dar,
alternativ kann beispielsweise auch ein isolierten Sperrwandler, Boost-Konverter (Hochsetzsteller)
oder einen resonanten Halbbrücken-Konverter (vorzugsweise isoliert, beispielsweise
einen LLC Konverter) zum Speisen des LED-Moduls 1 angewendet werden.
[0040] Der LED-Konverter kann wie in Figur 7 gezeigt einen Buck-Konverter aufweisen. Der
Buck-Konverter kann als Konstantstromquelle betrieben werden, also auf einen konstanten
Ausgangsstrom regeln. In diesem Fall kann beispielsweise die Ausgangsspannung des
Buck-Konverters, also die Spannung, die am Ausgang des LED-Konverters 10 ausgegeben
wird und der Spannung über dem LED-Modul 1 entspricht, erfasst und ausgewertet werden.
Zusätzlich oder alternativ kann auch die Dauer der Einschaltzeit und der Ausschaltzeit
der Ansteuerung des hochfrequent getakteten Schalters des Buck-Konverters überwacht
und ausgewertet werden, um eine Laständerung zu erkennen und somit eine Information
von dem LED-Modul 1 auszulesen.
[0041] Der Buck-Konverter kann auch als Konstantspannungsquelle betrieben werden, also auf
eine konstante Ausgangspannung regeln. In diesem Fall wird eine Laständerung an dem
LED-Modul 1 zu einer Änderung des sich einstellenden Spitzenstroms durch den hochfrequent
getakteten Schalter während der Einschaltphase des hochfrequent getakteten Schalters
des Buck-Konverters führen, wobei diese Änderung erfasst werden kann. Zusätzlich oder
alternativ kann auch die Dauer der Einschaltzeit und des Tastverhältnisses der Ansteuerung
des hochfrequent getakteten Schalters des Buck-Konverters überwacht und ausgewertet
werden, um eine Laständerung zu erkennen und somit eine Information von dem LED-Modul
1 auszulesen. Alternativ kann bei einem Betrieb als Konstantspannungsquelle auch die
Höhe des Ausgangsstromes ausgewertet werden, um eine Laständerung zu erkennen.
[0042] Der Buck-Konverter kann mit fixem Tastverhältnis bei fixer Frequenz betrieben werden,
vorzugsweise in einem nichtlückendem Strombetrieb (continuous conduction mode). Bei
einem derartigen Betrieb können die Höhe des Ausgangsstromes und / oder der Ausgangsspannung
ausgewertet werden, um eine Laständerung zu erkennen.
[0043] Der Buck-Konverter des LED-Konverters 10 kann das LED-Modul 1 beispielsweise in einer
Startphase mit einer konstanten Versorgungsspannung versorgen, vorzugsweise einer
konstanten DC-Spannung. In diesem Fall wird der Buck-Konverter in der Startphase als
Konstantspannungsquelle betrieben. Beispielsweise kann der LED-Konverter 10 mit im
Vergleich zum Normalbetrieb verringertem Einschaltverhältnis betrieben werden, wodurch
eine geringere Ausgangsspannung erreicht wird. Die Versorgungsspannung kann dabei
eine erste Versorgungsspannung 5a sein, d.h. sie kann im Auslesefenster liegen, das
in Figur 2 gezeigt ist.
[0044] Der Buck-Konverter kann in einer Startphase auch das LED-Modul 1 mit einem geregelten
Strom versorgen, dann wird der Buck-Konverter vorzugsweise als Konstantstromquelle
betrieben.
[0045] Figur 8 zeigt unten eine vergrößerte Ansicht dieser Auftragung. Je größer die Last
der Schaltung 4 ist, desto größer wird ein Tastverhältnis oder ein Peak-Strom am Messwiderstand
(Shunt). Abhängig von einem Steuerprinzip des LED-Moduls 1 durch den LED-Konverter
10 kann auch ein Peak-Strom an dem Shunt des Buck-Konverters oder auch eine Änderung
des Tastverhältnisses am Buck-Konverter gemessen werden, was Gegenstand der Erfindung
ist. Die Änderung der Last der Schaltung 4 bzw. der Leistungsaufnahme des LED-Moduls
1 kann direkt an dem Shunt am Niederpotentialschalter des Buck-Konverters erfasst
werden. Entweder durch eine periodische Änderung des Tastverhältnisses oder eine periodische
Änderung des Peak-Stroms, der mit einer periodischen Änderung der Leistungsaufnahme
des LED-Moduls 1 korreliert.
[0046] Wie bereits erwähnt kann der LED-Konverter 10 beispielsweise einen isolierten Wandler
mit einem Transformator zur hochfrequenten Energieübertragung (isoliert, vorzugsweise
ein isolierter Sperrwandler) zur Versorgung des LED-Moduls 1 aufweisen. Wenn der LED-Konverter
10 isoliert ausgeführt ist (beispielsweise als isolierter Sperrwandler), also einen
Transformator aufweist, kann die Erfassung der Laständerung durch den LED-Konverter
10 auch auf der Primärseite des LED-Konverters 10 erfolgen. Beispielsweise kann bei
Anwendung eines isolierten Sperrwandlers der Strom auf der Primärseite des LED-Konverters
10, welcher durch die Primärseite des Transformators fließt, erfasst werden. Dabei
kann beispielsweise der Strom durch den Taktschalter, welcher in Serie zu der Primärwicklung
des Trasnformators angeordnet ist, oder aber der Strom durch die Primärwicklung des
Transformators vorzugsweise mittels eines in Serie dazu geschalteten Shunts (Strommeßwiderstandes)
erfasst werden. Beispielsweise kann anhand des Peak-Stromes an dem Shunt die anliegende
Last oder auch die Laständerung des LED-Moduls 1 und somit beispielsweise eine Änderung
des Tastverhältnisses an der Primärseite des LED-Konverters 10 gemessen werden. Beispielsweise
kann auch die Änderung des primärseitigen Stromes über die Zeit erfasst werden. Beispielsweise
kann eine Erfassung der von der Primärseite übertragenen Leistung anhand der Messung
des primärseitigen Stromes sowie einer Messung oder zumindest der Kenntnis der den
Konverter speisenden Spannung erfolgen. Es wäre beispielsweise möglich, dass dem Konverter
eine aktive Leistungsfaktorkorrekturschaltung wie beispielsweise eine Hochsetzstellerschaltung
vorgeschaltet ist, die die Eingangsspannung für den hochfrequent getakteten, isolierten
Wandler wie beispielsweise den isolierten Sperrwandlers bereitstellt und auf einen
vorgegebenen Wert regelt. Dieser vorgegebene Wert für die von der aktiven Leistungsfaktorkorrekturschaltung
geregelte Eingangsspannung für den hochfrequent getakteten Wandler ist aufgrund der
Vorgabe (beispielsweise über einen Spannungsteiler) bekannt und kann somit bei der
Erfassung der von der Primärseite übertragenen Leistung berücksichtigt werden.
[0047] Der LED-Konverter kann wie bereits erwähnt einen isolierten Sperrwandler (Flyback-Konverter)
aufweisen. Der isolierte Sperrwandler kann als Konstantstromquelle betrieben werden,
also auf einen konstanten Ausgangsstrom regeln. In diesem Fall kann beispielsweise
die Ausgangsspannung des isolierten Sperrwandler, also die Spannung, die am Ausgang
des LED-Konverters 10 ausgegeben wird und der Spannung über dem LED-Modul 1 entspricht,
erfasst und ausgewertet werden. Diese Ausgangsspannung kann direkt oder auch indirekt,
beispielsweise mittels einer Messung der Spannung an einer primärseitigen Wicklung
des Transformators des isolierten Sperrwandlers, erfasst werden. Zusätzlich oder alternativ
kann auch die Dauer der der Ausschaltzeit der Ansteuerung des hochfrequent getakteten
Schalters des isolierten Sperrwandlers überwacht und ausgewertet werden, um eine Laständerung
zu erkennen und somit eine Information von dem LED-Modul 1 auszulesen.
[0048] Der isolierte Sperrwandler kann auch als Konstantspannungsquelle betrieben werden,
also auf eine konstante Ausgangspannung regeln. In diesem Fall wird eine Laständerung
an dem LED-Modul 1 zu einer Änderung des Ausgangsstromes führen, wobei diese Änderung
erfasst werden kann. Diese Änderung des Ausgangsstromes kann beispielsweise an einer
Änderung des sich einstellenden Spitzenstroms durch den hochfrequent getakteten Schalters
während der Einschaltphase des hochfrequent getakteten Schalters des isolierten Speerwandlers
führen. Die Überwachung des primärseitigen Stromes durch den hochfrequent getakteten
Schalters kann somit zur Überwachung einer Laständerung genutzt werden, um somit eine
Information von dem LED-Modul 1 auszulesen.
[0049] Der isolierte Sperrwandler kann auch mit fixem Tastverhältnis bei fixer Frequenz
betrieben werden. Bei einem derartigen Betrieb können die Höhe des Ausgangsstromes
und / oder der Ausgangsspannung ausgewertet werden, um eine Laständerung zu erkennen.
Wenn nur die LED-Strecke des LED-Moduls aktiv ist, dann wird die Ausgangsspannung
den Wert der Durchflußspannung der LED-Strecke annehmen. Wenn eine Laständerung durch
die Schaltung 4 erfolgt, dann wird die Ausgangsspannung abfallen. Diese Änderung kann
als Laständerung erfasst werden.
[0050] Der LED-Konverter kann wie bereits erwähnt einen isolierten resonanten Halbbrückenwandler
wie beispielsweise einen sogenannten LLC-Konverter aufweisen. Der LLC-Konverter kann
als Konstantstromquelle betrieben werden, also auf einen konstanten Ausgangsstrom
regeln. In diesem Fall kann beispielsweise die Ausgangsspannung des isolierten Sperrwandler,
also die Spannung, die am Ausgang des LED-Konverters 10 ausgegeben wird und der Spannung
über dem LED-Modul 1 entspricht, erfasst und ausgewertet werden. Diese Ausgangsspannung
kann direkt oder auch indirekt, beispielsweise mittels einer Messung der Spannung
an einer primärseitigen Wicklung des Transformators des LLC-Konverters, erfasst werden.
[0051] Wenn nur die LED-Strecke des LED-Moduls aktiv ist, dann wird die Ausgangsspannung
den Wert der Durchflußspannung der LED-Strecke annehmen. Wenn eine Laständerung durch
die Schaltung 4 erfolgt, dann wird die Ausgangsspannung abfallen. Diese Änderung kann
als Laständerung erfasst werden. Zusätzlich oder alternativ kann auch die sich aufgrund
der Regelschleife einstellende Taktfrequenz des LLC-Konverters überwacht und ausgewertet
werden, um eine Laständerung zu erkennen und somit eine Information von dem LED-Modul
1 auszulesen. Wenn die Regelschleife des LLC-Konverters so ausgelegt ist, dass bei
der Laständerung durch die Schaltung 4 ein Frequenzanschlag der Ansteuerung der Halbbrücke
des LLC-Konverters erreicht wird, kann auch dies ausgewertet werden, um die Information
auszulesen.
[0052] Der isolierte resonante Halbbrückenwandler wie beispielsweise LLC-Konverter kann
auch als Konstantspannungsquelle betrieben werden, indem er bei fixer Frequenz betrieben
wird, wobei die Frequenz so gewählt ist, dass die sich ergebende Spannung am Ausgang
unterhalb des Wertes der Durchflußspannung der LED-Strecke befindet. In diesem Fall
wird eine Laständerung an dem LED-Modul 1 zu einer Änderung des Ausgangsstromes führen,
wobei diese Änderung erfasst werden kann. Diese Änderung des Ausgangsstromes kann
beispielsweise an der Sekundärseite des LLC-Konverters erfolgen und mittels eines
Koppelelements wie beispielsweise eines Stromtransformators auf die Primärseite übertragen
werden. Die Überwachung des Ausgangsstromes kann somit zur Überwachung einer Laständerung
genutzt werden, um somit eine Information von dem LED-Modul 1 auszulesen.
[0053] Der LED-Konverter 10 wird beispielsweise in einer Startphase in einem bestimmten
Modus betrieben, beispielsweise in einem fix-frequenten Modus oder aber auch als Stromquelle
oder Spannungsquelle betrieben werden, um eine Laständerung zu erkennen und somit
eine Information der Schaltung 4 auszulesen, die beispielsweise gemäß zumindest einem
Protokoll übertragen wird.
[0054] Die Schaltung 4 kann auch eine digitale Steuereinheit IC1 aufweisen, die dazu ausgelegt
ist, als vorzugsweise modulierte Laständerung verschiedene Arten von modulierten Signalen
auszugeben, beispielsweise auch eine bestimmte Pulsfolge als digitale Kodierung (Folge
von Nullen und Einsen). Der LED-Konverter 10 kann dazu ausgelegt sein, durch eine
Änderung der Versorgungsspannung verschiedene Arten von Informationen, also verschiedene
Betriebsparameter und / oder Wartungsparameter von dem LED-Modul 1 abzufragen und
auch selektiv eines von mehreren LED-Modulen abzufragen. Die Änderung der Versorgungsspannung
kann beispielsweise mittels einer niederfrequenten (im Bereich von wenigen Hertz bis
zu einem Kilohertz) oder hochfrequenten Modulation (im mehrerer zehn oder hundert
Kilohertz oder bis zum Megahertzbereich) erfolgen.
[0055] Die digitale Steuereinheit IC1 der Schaltung 4 kann als integrierte Schaltung ausgeführt
sein. Beispielsweise kann die integrierte Schaltung als integrierter Steuerschaltkreis
mit nur drei oder vier Anschlüssen ausgeführt sein.
[0056] In einer Ausführungsform mit drei Anschlüssen hätte die digitale Steuereinheit IC1
einen ersten Anschluß Vp, der mit der Versorgungsspannung des LED-Moduls 1 verbunden
ist (Fig. 9). Über diesen ersten Anschluß Vp kann die digitale Steuereinheit IC1 mittels
des mit diesem Anschluß Vp verbundenen ersten Analog-Digital-Wandlers A/D1 die Versorgungsspannung
des LED-Moduls 1 erfassen. Ein zweiter Anschluß Vn ist mit der Masse des LED-Moduls
1 verbunden und ermöglicht eine interne Masseverbindung innerhalb der digitalem Steuereinheit
IC1. Ein dritter Anschluß Vdd kann mit einem Kondensator verbunden sein, der mit seinem
anderen Anschluß ebenfalls mit Masse des LED-Moduls 1 verbunden ist. Der zweite Anschluß
Vp kann intern über eine Diode und eine Schalter Svdd mit dem ersten Anschluß Vp verbunden
sein.
[0057] Dieser Schalter Svdd kann abhängig von einem Vergleicht der aktuell an dem Anschluß
Vdd anliegenden Spannung mit einem Referenzwert Ref mittels eines Komperators Comp1
verglichen werden. Abhängig von dem Vergleichsergebnis kann der Schalter Svdd durch
die Treibereinheit VddCtrl eingeschaltet werden, wenn der Istwert der Spannung an
dem an dem Anschluß Vdd kleiner als der Referenzwert Ref ist. Dann fließt über den
Schalter Svdd ein Strom in den Kondensator, der mit dem dritten Anschluß Vdd verbunden
ist. Die an dem dritten Anschluß Vdd anliegende Spannung kann als interne Spannungsversorgung
für die digitale Steuereinheit IC1 verwendet werden. Der Anschluß Vdd dient in diesem
Fall zur Stabilisierung der internen Spannungsversorgung der digitale Steuereinheit
IC1.
[0058] Die digitale Steuereinheit IC1 kann gemäß diesem Beispiel vorab, beispielsweise während
der Fertigung oder Bestückung des LED-Moduls 1, programmiert werden. Diese Programmierung
der digitale Steuereinheit IC1 kann beispielsweise einen Betriebsparameter des LED-Moduls
1 wie beispielsweise den Sollstrom oder die Sollspannung vorgeben.
[0059] In die digitale Steuereinheit IC1 ist ein Schaltelement S6 integriert, welches in
der Funktion dem Schalter 6 des Beispiels der Fig. 1 entspricht und dazu ausgelegt
ist, vorzugsweise als modulierte Laständerung zumindest ein moduliertes Signal oder
auch verschiedene Arten von modulierten Signalen auszugeben. Dabei wird die Spannung
an dem ersten Anschluß Vp intern durch Schließen des integrierten Schaltelements S6
mit dem zweiten Anschluß Vn direkt oder indirekt, beispielsweise über einen integrierten
Widerstand R6, verbunden und somit die Spannung an dem Anschluß Vp auf ein niedrigeres
Potential zieht. Beispielsweise kann das modulierte Signal eine bestimmte Pulsfolge
sein und als digitale Kodierung (Folge von Nullen und Einsen) ausgegeben werden.
[0060] Mittels des Schaltelements S6 kann die digitale Steuereinheit IC1 somit beispielsweise
in einer Hochlaufphase (also einer zeitlich begrenzten Startphase des LED-Konverters
und LED-Moduls 1) eine Information übermitteln, vorzugsweise gemäß dem wenigstens
einen Protokoll, das beispielsweise in dem LED-Modul 1 und im LED-Konverter 10 abgelegt
ist. Der Strom durch das Schaltelement S6 kann mittels des Widerstandes R6 überwacht
werden, wobei das Schaltelement S6 geöffnet werden kann, wenn der Strom durch das
Schaltelement S6 und somit den Widerstand R6 zu groß wird. Die Erfassung der über
dem Widerstand R6 abfallenden Spannung und somit des dadurch fließenden Stromes kann
mittels eines zweiten Analog-Digital-Wandlers A/D2 erfolgen. Das Auslesen und Auswerten
der beiden Analog-Digital-Wandler sowie die Ansteuerung des Schaltelements S6 kann
durch einen in die digitale Steuereinheit IC1 integrierten Steuerblock "Config and
Com" erfolgen. Auch alle weiteren Operationen wie Signalauswertungen und Ausgaben
können durch diesen Steuerblock ausgeführt werden.
[0061] In die digitale Steuereinheit IC1 kann beispielsweise auch eine Sensorik zur Erfassung
der Temperatur integriert sein, wodurch die digitale Steuereinheit IC1 als Wartungsparameter
eine Übertemperatur oder eine Betriebstemperatur als Information gemäß dem wenigstens
einem Protokoll an den LED-Konverter übermitteln kann. Als Wartungsparameter kann
die digitale Steuereinheit IC1 beispielsweise auch einen Zähler für die Betriebszeit
aufweisen und die digitale Steuereinheit IC1 kann dazu ausgelegt sein, einen Alterungsparameter
des LED-Moduls bzw. der LED-Strecke oder eine Betriebszeitdauer des LED-Moduls als
Wartungsparameter auszugeben. Die digitale Steuereinheit IC1 kann auch eine Überspannung
an dem LED-Modul 1 erfassen und eine entsprechende Fehlermeldung als Wartungsparameter
ausgeben. Optional oder alternativ kann durch Schließen des Schaltelements S6 die
LED-Strecke des LED-Moduls 1 überbrückt und somit vor der Überspannung geschützt werden.
[0062] In der Fig. 10 ist eine Ausführungsform der digitalen Steuereinheit IC1 mit vier
Anschlüssen dargestellt. Die digitalen Steuereinheit IC1 weist einen vierten Anschluß
Cfg auf, an diesen kann ein Konfigurationselement wie beispielsweise ein Widerstand
Rcfg (Auswahlwiderstand R11) angeschlossen sein. Mit diesem vierten Anschluß Cfg kann
intern eine steuerbare Stromquelle Icfg verbunden sein. Die über dem Widerstand Rcfg
abfallende Spannung, die sich aufgrund des durch die steuerbare Stromquelle Icfg eingespeisten
Stromes und des Widerstandswertes des Widerstandes Rcfg ergibt, kann durch den Steuerblock
"Config and Com" der digitalen Steuereinheit IC1 über einen dritten Analog-Digital-Wandler
A/D3 erfasst werden. Diese erfasste Spannung an dem vierten Anschluß Cfg kann einen
Betriebsparameter des LED-Moduls 1 wie beispielsweise den Sollstrom oder die Sollspannung
vorgeben. Optional kann auch beispielsweise ein temperaturabhängiger Widerstand zwischen
dem vierten Anschluß Cfg und dem dritten Anschluß Vdd angeordnet sein. Der temperaturabhängige
Widerstand kann derart ausgelegt sein, dass sich sein Widerstand bei einer Übertemperatur
auf dem LED-Modul 1 stark ändert, wodurch sich auch die Spannung an dem vierten Anschluß
Cfg ändert. Diese Änderung kann durch die digitale Steuereinheit IC1 erfasst werden
und es kann beispielsweise als Wartungsparameter eine Übertemperatur als Information
gemäß dem wenigstens einem Protokoll an den LED-Konverter übermittelt werden. Beispielsweise
kann als temperaturabhängiger Widerstand ein NTC angewendet werden, der bei zu hoher
Temperatur seinen Widerstand absenkt, wodurch die Spannung am vierten Anschluß Cfg
ansteigt. Die steuerbare Stromquelle Icfg kann beispielsweise nur beim Start der digitalen
Steuereinheit IC1 aktiv sein, um den Wert des Widertandes R11 auszulesen, während
im Dauerbetrieb des LED-Moduls 1 nur die sich über den Spannungsteiler aus temperaturabhängigen
Widerstand und Widerstand R11 ergebende Spannung zum Erkennen einer Übertemperatur
überwacht wird.
[0063] Im Unterschied zu den Beispielen der Fig. 9 und 10 ist in dieser Variante der Fig.
11. der Schalter nicht als integriertes Schaltelement S6 sondern als externer Schalter
6 analog zu dem Beispiel der Fig. 1 ausgeführt. Dieser Schalter 6 wird über einen
fünften Anschluß Sdrv durch die digitale Steuereinheit IC1 angesteuert. In Serie zu
dem Schalter 6 ist ein Widerstand R6 angeordnet. Der Strom durch den Widerstand R6
kann anhand der über dem Widerstand R6 abfallenden Spannung mittels eines sechsten
Anschluß Imon durch die digitale Steuereinheit IC1 erfasst und überwacht werden.
[0064] Das Beispiel der Fig. 12 zeigt eine weitere Ausgestaltungsform der digitalen Steuereinheit
IC1. Dieses Beispiel weist wie das Beispiel der Fig. 10 die Anschlüsse Vp, Vn und
Vdd auf. Auch ist der vierte Anschluß Cfg vorhanden, an diesem ist wiederum ein Widerstand
R11 (Riled) als Konfigurationselement angeschlossen. Weiterhin weist die digitale
Steuereinheit IC1 zwei weitere Anschlüsse auf. An einen weiteren Anschluß Vovt ist
ein Widerstand Rovt, welcher ein temperaturabhängiger Widerstand ist, angeschlossen.
Mit der Überwachung des Widerstandswertes dieses Widerstandes Rovt kann eine Übertemperatur
erkannt werden. Dazu kann in der digitalen Steuereinheit IC1 eine weitere steuerbare
Stromquelle angeordnet sein, die einen Strom an dem weiteren Anschluß Vovt ausgibt,
der in den Widerstand Rovt fließt. Abhängig vom aktuellen Widerstandswert, der anhand
der erfassten Spannung an diesem Anschluß Vovt überwacht wird, kann die digitale Steuereinheit
IC1 auf eine Übertemperatur auf dem LED-Modul 1 schließen. In analoger Weise kann
über eine weitere steuerbare Stromquelle an dem weiteren Anschluß Vitm ein Strom in
den daran angeschlossenen temperaturabhängigen Widerstand Ritm gespeist werden, und
vom aktuellen Widerstandswert, der anhand der erfassten Spannung an diesem Anschluß
Vitm überwacht wird, kann die digitale Steuereinheit IC1 auf die Betriebstemperatur
auf dem LED-Modul 1 schließen. Abhängig vom Wert der erfassten Betriebstemperatur
kann diese als Information genau so wie eine Übertemperatur als Information gemäß
dem wenigstens einem Protokoll an den LED-Konverter übermittelt werden.
[0065] Die Information über die Betriebstemperatur kann durch den LED-Konverter ausgewertet
werden, wobei eine intelligente Rückregelung des Stromes durch das LED-Modul 1 erfolgen
kann, ohne dass eine Übertemperatur erreicht werden muß.
[0066] Der Schalter 6 bzw. das Schaltelement S6 kann weitere Funktionen auf dem LED-Modul
1 ausführen, welche durch die digitale Steuereinheit IC1 gesteuert werden können.
So kann beispielsweise ein Nachglimm-Schutz ermöglicht werden. Die digitale Steuereinheit
IC1 kann beispielsweise erkennen, wann das LED-Modul 1 abgeschaltet werden soll oder
bereits durch Wegschalten der Versorgungsspannung abgeschaltet worden ist. Um durch
parasitäre Effekte oder verbliebene Restladungen eingekoppelte Spannungen zu vermeiden,
kann der Schalter 6 bzw. das Schaltelement S6 geschlossen werden, um ein Glimmen der
LED aufgrund der eingekoppelten Spannungen zu vermeiden. Alternativ oder zusätzlich
kann auch ein Schutz des LED-Moduls 1 vor Überspannungen ermöglicht werden, indem
bei Überspannung an dem Versorgungseingang des LED-Moduls 1 der Schalter 6 bzw. das
Schaltelement S6 zumindest kurzzeitig geschlossen wird, um die Überspannung abzubauen
bzw. die LED zu schützen. Somit kann auch ein Schutz vor Überspannungen beim Trennen
des LED-Moduls 1 von dem LED-Konverter im Betrieb des LED-Moduls 1 ermöglicht werden,
als ein sogenannter "Hot-Plug" Schutz. Ein derartiges Abtrennen kann sowohl ungewollt
durch einen plötzlichen Kontaktunterbruch in der Versorgungsleitung oder auch durch
einen Nutzerfehler durch einen Eingriff, wie beispielsweise einen Wechsel des LED-Moduls
1 während des Betriebs, auftreten.
[0067] Der LED-Konverter 10 kann durch eine selektive Änderung der Versorgungsspannung für
das LED-Modul 1 einen Wechsel des LED-Moduls in einen Kommunikationsmodus bewirken,
und dann kann der LED-Konverter 10 die Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls
1 erfassen und gemäß dem wenigstens einen Protokoll, das beispielsweise in dem LED-Modul
1 und im LED-Konverter 10 abgelegt ist, dekodieren.
[0068] Beispielsweise kann somit der LED-Konverter 10 verschiedene Informationen von dem
LED-Modul 1 abfragen, wobei für jede Abfrage ein spezifisches Protokoll hinterlegt
sein kann. Somit wird ohne zusätzliche Leitungen oder Pins einen bidirektionaler Kommunikationspfad
zwischen dem LED-Modul und dem LED-Konverter ermöglicht.
[0069] Die Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 kann abhängig von einem Wert
der ersten Versorgungsspannung 5a gemäß einem von mehreren vorgegebenen Protokollen
bewirkt werden und somit eine unterschiedliche Laständerung gemäß einem von mehreren
vorgegebenen Protokollen bewirkt werden.
[0070] Zur Erfassung der Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 durch den LED-Konverter
10 können, unter anderem, drei Konzepte verwendet werden. Zum einen das Bestimmen
einer stromkonstanten Last (was lediglich ein Beispiel ist, welches nicht Gegenstand
der Erfindung ist), wobei der konstante Strom beispielweise über eine Entladerate
eines Kondensators am LED-Konverter 10 gemessen werden kann. Zum anderen durch Bestimmen
einer Frequenz der Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1 (was lediglich
ein Beispiel ist, welches nicht Gegenstand der Erfindung ist), beispielweise durch
direktes Erfassen des Stroms auf der Konverterseite. Und schließlich durch indirektes
Erfassen mittels Bestimmen eines Peak-Stroms innerhalb des LED-Konverters, was eine
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, der beispielsweise einen isolierten
Sperrwandler oder Buck-Konverter aufweist, der über einen Shunt gemessen wird. Der
Peak-Strom folgt der Änderung der Leistungsaufnahme des LED-Moduls 1.
[0071] Zusammenfassend schlägt die vorliegende Erfindung vor, Informationen von einem LED-Modul
1 an einem LED-Konverter 10 zu übermitteln, die auf an dem LED-Modul 1 einzustellende
Betriebs- und/oder Wartungsparameter schließen lassen. Der einzustellende Betriebsparameter
kann beispielsweise der Sollstrom oder die Sollspannung sein.
[0072] Dazu ist erfindungsgemäß auf dem LED-Modul eine Schaltung 4 (Lastmodulationsschaltung)
vorgesehen, die beispielsweise in einem Spannungsbereich einer ersten Versorgungsspannung
5a, die ungleich Null ist und bei der eine an das LED-Modul 1 angeschlossene LED-Strecke
3 nicht leitend ist, eine Last für den LED-Konverter darstellt, und in einem Spannungsbereich
einer zweiten Versorgungsspannung 5b, die ungleich Null ist und bei der eine angeschlossene
LED-Strecke 3 leitend ist, keine Last für den LED-Konverter 10 darstellt. Die Schaltung
4 kann auch nur zeitweise aktiviert sein, vorzugsweise nur während einer Startphase
der LED_Leuchte. Die Last kann konstant oder wiederholt veränderlich (moduliert) sein,
beispielsweise gemäß einem vorgegebenen Protokoll. Es kann beispielsweise eine modulierte
Laständerung erfolgen, beispielsweise gemäß einem vorgegebenen Protokoll. Die Leistungsaufnahme
kann von dem LED-Konverter 10 erfasst werden, insbesondere auch eine Änderung der
Leistungsaufnahme (Amplitude, Frequenz, Tastverhältnis). Dadurch kann der LED-Konverter
10 die Betriebs- und/oder Wartungsparameter bestimmen. Die Übermittlung dieser Informationen
zwischen dem LED-Modul 1 und dem LED-Konverter 10 bedarf keiner zusätzlichen Anschlüsse
(nur den Anschluss der Versorgungsspannung). Außerdem ist keine Interaktion mit LED-Modul
1 und/oder LED-Konverter 10 nötig. Dadurch werden die Nachteile des bekannten Stands
der Technik verbessert.