[0001] Die Erfindung betrifft einen Fersenhalter für eine Skibindung wie zum Beispiel einen
Ski. Der Fersenhalter umfasst eine Basis, einen Fersenautomaten, ein Pedal und eine
Skibremse. Das Pedal bildet in bekannter Weise eine erste Verriegelung für die Skibremse.
[0002] Der Fersenhalter umfasst darüber hinaus eine zweite Verriegelung für die Skibremse,
die die Skibremse verriegelt, wenn der Fersenhalter nicht in einer für die Abfahrt
mit dem Ski geeigneten Position ist.
[0003] Insbesondere bei kombinierten Abfahrts- und Tourenbindungen sind herkömmliche Skibremsen
mit Pedalansteuerung, die erst beim Einstieg in die Bindung in eine Position bewegt
und dort gehalten werden, in der die Skibremse neben dem Ski angeordnet ist und keine
Bremswirkung ausübt, ungeeignet. Im Tourenmodus wird das Pedal des Fersenhalters nicht
mehr niedergehalten, wodurch die Bremse entriegelt ist. Das ist ein für das Tourengehen
nicht akzeptabler Zustand, weshalb bei kombinierten Abfahrts- und Tourenbindungen
heute noch Fangriemen für den Ski zum Einsatz kommen. Fangriemen werden von den Sportlern
aber nicht mehr als zeitgemäße Lösung akzeptiert. Zudem weisen die herkömmlichen pedalbeaufschlagten
Skibremsen den Nachteil auf, dass sie vor dem Einstieg des Sportlers in die Bindung
und nach dem Ausstieg aus der Bindung nach unten vom Ski abstehen, wodurch das Transportvolumen
der Skier größer ist, als es bei verriegelter Skibremse sein müsste.
[0004] Die Patentschrift
FR 2 490 099 A1, zeigt eine Plattentourenbindung ohne Skistopper und die
EP 0 054 928 A1 zeigt ein Skistopper für Tourenbindungen mit Platten. Es ist daher eine Aufgabe der
Erfindung einen Fersenhalter mit einer Skibremse zur Verfügung zu stellen, die zuverlässig
auslöst, das heißt, ihre Bremswirkung entfaltet, wenn es beim Abfahren zu einem Auslösen
des Fersenhalter, zum Beispiel durch einen Sturz, kommt, die gleichzeitig aber in
einer verriegelten Position gehalten wird, wenn der Ski nicht in Benutzung ist oder
als Tourenski benutzt wird.
[0005] Aus https://www.youtube.com/watch?v=3WvGTjy6Uyg ist eine gattungsgemäße Skibindung
"Radical FT / ST" der Fa. Dynafit bekannt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand es Anspruch 1 gelöst.
[0007] Die Erfindung betrifft einen Fersenhalter für einen Ski, insbesondere für einen Ski,
der eine Basis, einen Fersenautomaten, eine Skibremse, ein Pedal, das von einer ersten
Position in eine zweite Position bewegt werden kann, und in der ersten Position die
Skibremse zum Bremsen freigibt und in einer zweiten Position die Skibremse neben dem
Ski in einer Lage hält, in der die Skibremse das Ski nicht bremsen kann. Der Fersenhalter
weist ferner eine Verriegelung für die Skibremse auf, mit der die Skibremse verriegelt
werden kann, wenn sich das Pedal in der zweiten Position befindet.
[0008] Mit anderen Worten weist die Skibremse zusätzlich zu der bekannten ersten mechanischen
Verriegelung, die dadurch bewirkt wird, dass der Sportler in die Bindung einsteigt
und durch sein Gewicht das Pedal aus seiner ersten Position über der Skioberfläche
nach unten auf die Skioberfläche zu in eine zweite Position drückt, eine zweite mechanische
Verriegelung auf. Die zweite Verriegelung hält die Skibremse in der verriegelten Position,
das heißt, in einer Position in der sie neben dem Ski liegt und nicht nach unten über
das Ski hinaus steht, bevor der Sportler in den Ski einsteigt, zum Beispiel beim Transport
oder bei der Lagerung. Bei einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung hält die
zweite Verriegelung die Skibremse außerdem im Tourenmodus in der verriegelten Position.
[0009] Unter Tourenmodus wird hier die Einstellung der Skiverbindung verstanden, die zum
Tourengehen gewählt wird, das heißt, die Ferse des Schuhs ist vom Fersenhalter frei
gegeben und kann sich beim Gehen aus dem Fersenhalter heraus bewegen. Der Abfahrtsmodus
ist entsprechend die Einstellung der Bindung, in der der Schuh fest im Fersenhalter
gehalten wird.
[0010] Die Skibremse ist mit dem Pedal über eine Mechanik verbunden, die die Skibremse in
die Bremsstellung vorspannt. Das heißt, dass, wenn das Pedal lastfrei ist, sich die
Bremse immer in der Bremsstellung befindet, wenn das Pedal die einzige Verriegelung
für die Bremse ist. Durch das Gewicht des Sportlers wird beim Einstieg in die Bindung
das Pedal auf die Skioberfläche zu gedrückt und dadurch über eine Schwenkverbindung
die Bremse nach oben neben das Ski geschwenkt und dort gehalten, solange das Pedal
belastet ist. Bei einer plötzlichen Entlastung des Pedals, zum Beispiel beim Auslösen
der Bindung bei einem Sturz, wird die Bremse ausgelöst und bremst das Ski ab.
[0011] Die zweite Verriegelung für die Skibremse weist ein Verriegelungselement auf, das
mit dem Pedal verbunden ist, und ein Gegenverriegelungselement, das in der Basis beweglich
gelagert ist. Dabei ist das Verriegelungselement bevorzugt mit dem Pedal an dessen
Unterseite verbunden und steht, wenn das Pedal in der Freigabeposition für die Skibremse
ist, nach unten in Richtung Skioberfläche von der Pedalunterseite ab.
[0012] Das Gegenverriegelungselement ist mittels eines Federelements in Richtung des Pedals,
das heißt, in Richtung des Verriegelungselements am Pedal, vorgespannt, sodass bevorzugt
ein Ende des Gegenverriegelungselements bei gespanntem Federelement in einem Verriegelungseingriff
mit dem Verriegelungselement ist. Dieser Verriegelungseingriff kann beispielsweise
darin bestehen, dass das Ende des Gegenverriegelungselements ein Ende des Verriegelungselements
überlappt, wobei im Überlappungsbereich das Gegenverriegelungselement oberhalb des
Verriegelungselements oder eines Teils des Verriegelungselements liegt, sodass das
unbelastete Pedal nicht aus seiner zweiten Position in die erste Position bewegt werden
kann. Alternativ kann das Gegenverriegelungselement in das Verriegelungselement eingreifen,
um den Verriegelungseingriff herzustellen oder das Verriegelungselement gegen eine
Federkraft in eine Verriegelungsposition drücken, wobei hier die Federkraft zum Entriegel
des Verriegelungselements kleiner ist als die Federkraft zum Spannen des Gegenverriegelungselements.
[0013] Das Gegenverriegelungselement kann sich in der Basis in einer Längsrichtung der Basis,
respektive des Skis, von dem Verriegelungselement bis unter den Fersenhalter erstrecken,
und in einem Bereich unterhalb des Fersenhalters einen senkrecht nach oben in Richtung
des Fersenhalters abstehenden Vorsprung aufweist. Bevorzugt weist der Vorsprung an
seinem vom Gegenverriegelungselement wegweisenden freien Ende eine Angriffsfläche
auf, die mit einem mit dem Fersenautomat verbundenen Zapfen mit einer Gegenangriffsfläche
zusammenwirken kann. Bei der Angriffsfläche und der Gegenangriffsfläche kann es sich
insbesondere um Schrägflächen handeln, die so ausgebildet sind, dass eine Bewegung
des Fersenautomats im Wesentlichen senkrecht zur Skioberfläche eine Bewegung des Gegenverriegelungselements
in eine Richtung entgegen der Skilaufrichtung bewirkt.
[0014] Der Zapfen kann beim Einstieg in den Fersenhalter und dem dadurch bedingten Verschwenken
des Fersenautomaten in die Position, in der eine Sohlenhalter des Fersenautomats auf
der Oberfläche der Sohle des Schuhs des Sportlers aufliegt, in Wirkungseingriff mit
dem Vorsprung gelangen, wodurch das Gegenverriegelungselement gegen die Kraft des
Federelements entgegen der Fahrtrichtung des Skis vom Verriegelungselement weg bewegt
werden kann.
[0015] Der Fersenautomat kann eine Spannvorrichtung mit dem Sohlenhalter und eine Verbindungsstruktur
aufweisen, wobei die Verbindungsstruktur die Spannvorrichtung mit der Basis verbindet.
Die Spannvorrichtung kann dabei um eine erste Achse schwenkbar mit der Verbindungsstruktur
verbunden sein, und die Verbindungsstruktur kann um eine zweite Achse schwenkbarmit
der Basis verbunden sein. Bei einem Fersenautomaten mit einer Verbindungsstruktur
ist der Zapfen bevorzugt an der Verbindungsstruktur gebildet.
[0016] Kommt es im Abfahrtsmodus zu einem Sturz und dadurch zu einem Auslösen, insbesondere
einem Querauslösen der Bindung, bedeutet das, dass sich der Schuh aus der Bindung
bewegt, das Pedal entlastet, und damit die Skibremse frei gibt. Der quer zur Skilängsachse
verschobene Schlitten blockiert dabei gleichzeitig eine Bewegung des Gegenverriegelungselements
in die Verriegelungsposition, sodass das Gegenverriegelungselement nicht in Eingriff
mit dem Verriegelungselement gelangen kann, wodurch ein Lösen der Skibremse verhindert
würde. Das bedeutet, dass bei einer Querauslösung der Skibindung bzw. des Fersenhalters
der Ski durch die Skibremse uneingeschränkt abgebremst werden kann.
[0017] Bei dem Fersenhalter handelt es sich bevorzugt um den Fersenalter einer Tourenbindung
oder eine kombinierte Abfahrts- und Tourenbindung, wobei die Skibremse im Tourenmodus
von der zweiten Verriegelung gesichert ist. Der Fersenhalter kann eine erste und eine
zusätzliche zweite Steighilfe aufweist, wobei die erste Steighilfe den Schuh des Sportlers
in einem ersten Steigwinkel stützt und die zweite Steighilfe den Schuh in einem zweiten
Steigwinkel stützt, wobei der zweite Steigwinkel größer ist, als der erste Steigwinkel.
[0018] Bei der Skibremse handelt es sich insbesondere um ein separates Teil, das nicht mit
dem Fersenhalter verbunden ist, sondern unabhängig vom Fersenhalter zum Beispiel auf
eine Schiene, die mit der Oberfläche des Skis verbunden ist, aufgeschoben werden kann.
[0019] Ein weiterer Aspekt betrifft einen Ski mit einer kombinierten Abfahrt- und Tourenbindung
mit einem Zehenhalter, einem Fersenhalter und einer Skibremse. Dabei handelt es sich
bei dem Fersenhalter bevorzugt um den vorbeschriebenen Fersenhalter mit dem die Skibremse
in einem Tourenmodus in einer nicht bremsenden Position gehalten werden kann.
[0020] Im Folgenden wird eine Ausführung der Erfindung anhand von Figuren näher erläutert.
Erfindungswesentliche Merkmale, die nur den Figuren entnommen werden können, können
die Erfindung einzeln oder in den gezeigten Kombinationen vorteilhaft weiterbilden
und gehören zum Umfang der Erfindung. Die Erfindung ist nicht auf das in den Figuren
Gezeigte beschränkt.
[0021] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Figur 1
- Fersenhalter mit Skibremse die in der zweiten Verriegelung gehalten ist
- Figur 2
- Fersenhalter im Abfahrtsmodus mit gelöster zweiter Verriegelung
[0022] In den folgenden zwei Figuren, die einen sehr detaillierten Aufbau eines Fersenhalters
1 anhand eines Ausführungsbeispiels zeigen, sind nur die für die Erfindung wesentlichen
Teile mit Bezugszeichen versehen, um zu vermeiden, dass die Figuren durch zu viele
unnötige Bezugszeichen unübersichtlich werden.
[0023] Die Figur 1 zeigt einen Fersenhalter 1 mit einer Basis 2, einem Fersenautomaten 3,
einem Pedal 4 und einer Skibremse 5. Der Fersenautomat 3 weist ein Spannelement 6
mit einem Sohlenhalter 7 und eine Verbindungsstruktur 10 auf. Die Verbindungsstruktur
10 ist in einem ersten Schwenkgelenk 11 mit der Basis 2 verbunden und in einem zweiten
Schwenkgelenk 12 mit dem Spannelement 6. Das Spannelement 6 kann im Schwenkgelenk
12 relativ zur Basis 2 und relativ zur Verbindungsstruktur 10 verschwenkt werden,
die Verbindungsstruktur 10 kann im Schwenkgelenk 11 wenigstens relativ zur Basis 1
verschwenkt werden. Die Basis 2 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Schlitten
24 auf, der quer zur Skilängsachse bewegbar ist und zusätzliche Querbewegungen des
Fersenautomaten 3 bei extremen Fahrsituationen und eine Querauslösung des Fersenhalters
1 zum Beispiel bei einem Sturz ermöglicht.
[0024] Mit der Unterseite 4a des Pedals 4 ist ein Verriegelungselement 13 verbunden, das
im Ausführungsbeispiel ein rechtwinkliges Profil aufweist, das nach unten von der
Unterseite 4a des Pedals 4 vorsteht und eine parallel zur Unterseite 4a verlaufende
Auflagefläche 13a bildet.
[0025] In der Basis 2 oder unterhalb der Basis 2 ist ein Gegenverriegelungselement 14 geführt,
das an seinem einen Ende 14a von einem Federelement 15 mit einer Federkraft in Fahrrichtung
des Skis 16 gedrückt wird. Am gegenüberliegenden Ende 14b ist eine Auflagefläche 14c
ausgebildet, die auf der Auflagefläche 13a des Verriegelungselements 13 aufliegt,
und dadurch verhindert, dass das Pedal 2 aus einer gezeigten zweiten Position, in
der es auf der Oberfläche des Skis 16 aufliegt und die Skibremse 5 in der gezeigten
Position neben dem Ski, in der die Skibremse 5 keine Bremsfunktion hat, hält und verriegelt.
Nahe dem Ende 14a weist das Gegenverriegelungselement 14 einen senkrecht nach oben
abstehenden Arm oder Vorsprung 18 auf, der an seinem oberen Ende 18a eine Schräge
18b aufweist. Im der gezeigten Ausführung weist das Gegenverriegelungselement 14 zwischen
dem Vorsprung 18 und dem Ende 14b einen weiteren Vorsprung 20 auf, der zum Beispiel
in der Basis 2 in einer Nut geführt sein kann, um ein Geradführung des Gegenverriegelungselements
14 zu unterstützen. Das Gegenverriegelungselement 14 kann auch wenigstens teilweise
in einer mit zum Beispiel der Basis 3 verbundenen Hülse geführt werden oder auf andere
bekannte Weise geführt sein, um ein Verbiegen oder Knicken des Gegenverriegelungselements
14 zu verhindern.
[0026] Der Vorsprung 20 ist in der Abfahrtsposition des Skis 16 soweit gegen die Fahrtrichtung
zurückbewegt, dass sein in Fahrtrichtung vorderes Ende hinter der an der Unterseite
des in der Basis 2 geführten Schlittens 24 ausgebildete Kante 23 zu liegen kommt.
Die Kante 23 kann mittig eine Unterbrechung aufweisen, sodass das Gegenverrieglungselement
14 bzw. der Vorsprung 20 frei in und gegen die Fahrtrichtung des Skis 16 bewegt werden
kann, wenn der Schlitten 24 in einer zulässigen, nicht auslösenden Position in der
Basis 2 liegt. Verlässt der Schlitten 24 diese Position quer zur Fahrtrichtung, so
gerät der Vorsprung in einen Bereich der Kante 23 neben oder außerhalb der Unterbrechung
und wird dadurch durch die Kante 23 daran gehindert durch die Feder 15 in die Verriegelungsposition
zurück gedrückt zu werden, auch wenn das Pedal 4 nicht mehr durch den Skischuh auf
die Skioberfläche gedrückt wird.
[0027] An der Verbindungsstruktur 10, an ihrer der Skioberfläche zugewandten Seite, ist
eine Nase oder ein Zapfen 17 angeformt, mit einem Ende 17a mit einer Schräge 17b.
Der Zapfen 17 wird beim Verschwenken des Fersenautomaten 3 in die Position des Abfahrtsmodus,
das heißt, in die Position, in der der Sohlenhalter 7 auf die Sohle des Schuhs drückt
und der Fersenhalter 1 den Schuh fest in der Bindung hält, durch eine Öffnung 21 in
der Basis 3 in Wirkverbindung mit dem Vorsprung 18 gebracht. Durch die miteinander
wirkenden Schrägen 17b, 18b wird das Gegenverriegelungselement 14 gegen die Federkraft
des Federelements 15 entgegen der Fahrtrichtung des Skis 16 bewegt. Dadurch löst sich
die Verbindung der beiden Auflageflächen 13a, 14c und das Pedal 4 ist frei sich nach
oben zu bewegen.
[0028] Da im Wesentlichen gleichzeitig das Pedal 4 durch das Gewicht des in die Bindung
einsteigenden Sportlers niedergedrückt wird, verbleibt die Skibremse 5 in der verriegelten,
nicht bremsenden Position, wobei die Verriegelung jetzt durch das Pedal 4 hergestellt
und gehalten wird.
[0029] Aus dem eben Beschriebenen ist klar, dass das Verriegelungselement 13 und das Gegenverriegelungselement
14 eine Verriegelung für die Skibremse 5 bilden, wenn der Zapfen 17 und der Vorsprung
18 nicht miteinander agieren. Das heißt, diese Verriegelung kann dann aktiv sein,
wenn der Ski 16 transportiert oder gelagert wird, oder wenn der Fersenhalter 1 bzw.
der Fersenautomat 3 in einer Position ist, in der die Bindung als Tourenbindung benutzt
wird. Wird die Bindung dagegen als Abfahrtsbindung genutzt, sind das Verriegelungselement
13 und das Gegenverriegelungselement 14 nicht mehr im Verriegelungseingriff, die Verriegelung
der Skibremse 5 in der Position, in der sie den Ski 16 nicht bremst, wird jetzt durch
das mit dem Skifahrer belastete Pedal 4 gewährleistet.
[0030] Die Figur 2 zeigt den Fersenhalter 1 in der Position für den Abfahrtsmodus, in der
sowohl die Verbindungsstruktur 10, als auch das Spannelement 6 der Fersenautomatik
3 an die Basis 2 angeschwenkt sind. Der Zapfen 17 ist in die Öffnung 21 der Basis
2 vollständig eingefahren und hat über das Zusammenwirken der Schrägen 17b, 18b das
Gegenverriegelungselement 14 gegen die Kraft des Federelements 15 entgegen der Fahrtrichtung
des Skis 16 bewegt. Dadurch sind die beiden Auflageflächen 13a, 14c nicht mehr in
Überlappung, sodass die Skibremse 5 nicht mehr durch das Zusammenwirken des Verriegelungselements
13 und des Gegenverriegelungselements 14 in der nicht bremsenden Position verriegelt
ist. Diese Verriegelung wird jetzt durch das Pedal 4 in bekannter Weise gewährleistet,
da jetzt der Sportler mit seinem Gewicht das Pedal 4 in der gezeigten Position auf
der Oberseite des Skis 16 hält, in der die Skibremse 5 in der nicht bremsenden Position
gehalten wird.
[0031] In der Figur 2 sind auch die erste Steighilfe 8 und die zweite Steighilfe 9 zu sehen,
hier in der Position für den Abfahrtmodus. Die beiden Steighilfen 8, 9 sind in einem
gemeinsamen Gelenk 22 schwenkbar mit dem Fersenautomaten 3 bzw. dem Spannelement 6
verbunden und weisen wenigstens ein gemeinsames Federelement 19 auf, das die erste
Steighilfe 8 und die zweite Steighilfe 9 in wenigstens der gezeigten Position gegen
ein ungewolltes Verschwenken sichern.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Fersenhalter
- 2
- Basis,
- 3
- Fersenautomat
- 4
- Pedal
- 4a
- Unterseite
- 5
- Skibremse
- 6
- Spannelement
- 7
- Sohlenhalter
- 8
- Steighilfe
- 9
- Steighilfe
- 10
- Verbindungsstruktur
- 11
- Schwenkgelenk
- 12
- Schwenkgelenk
- 13
- Verriegelungselement
- 13a
- Auflagefläche
- 14
- Gegenverriegelungselement
- 14a
- Ende
- 14b
- Ende
- 14c
- Auflagefläche
- 15
- Federelement
- 16
- Ski
- 17
- Zapfen
- 17a
- Ende
- 17b
- Schräge
- 18
- Vorsprung
- 18a
- Ende
- 18b
- Schräge
- 19
- Federelement
- 20
- Vorsprung
- 21
- Öffnung
- 22
- Gelenk
- 23
- Kante
- 24
- Schlitten
1. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung mit einem Zehenhalter und einem
Fersenhalter, wobei
(a) der Fersenhalter (1) eine Basis (2), einen Fersenautomaten (3) und ein Pedal (4)
aufweist,
(b) der Fersenhalter (1) eine erste und eine zusätzliche zweite Steighilfe (8, 9)
aufweist,
(c) die erste Steighilfe (8) den Schuh eines Sportlers in einem ersten Steigwinkel
stützt und die zweite Steighilfe (9) den Schuh in einem zweiten Steigwinkel stützt,
wobei der zweite Steigwinkel größer ist als der erste Steigwinkel,
(d) und die beiden Steighilfen (8, 9) in einem gemeinsamen Gelenk (22) schwenkbar
mit dem Fersenautomaten (3) verbunden sind,
(e) wobei der Schuh in einem Abfahrtsmodus fest im Fersenhalter (1) gehalten und die
Ferse des Schuhs in einem Tourenmodus vom Fersenhalter (1) frei gegeben ist und der
Fersenhalter eine Skibremse (5) aufweist,
(f) wobei das Pedal (4) von einer ersten Position, in der die Skibremse (5) nach unten
vom Ski (16) absteht und eine Bremswirkung entfaltet, in eine zweite Position, in
der die Skibremse (5) ohne Bremswirkung neben dem Ski (16) liegt, bewegbar ist, und
(g) wobei der Fersenhalter (1) eine Verriegelung für die Skibremse (5) aufweist, mittels
der die Skibremse (5) in der zweiten Position verriegelbar ist und die Verriegelung
die Skibremse (5) im Tourenmodus in der verriegelten Position hält,
dadurch gekennzeichnet, dass
(h) die Verriegelung ein Verriegelungselement (13) aufweist, das mit dem Pedal verbunden
ist, und ein Gegenverriegelungselement (14), das in der Basis beweglich gelagert ist,
und
(i) wobei das Gegenverriegelungselement (14) mittels eines Federelements (15) in Richtung
des Verriegelungselements (13) vorgespannt ist.
2. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach Anspruch 1, wobei die
Steighilfen (8, 9) wenigstens ein gemeinsames Federelement (19) aufweisen, das die
erste Steighilfe (8) und die zweite Steighilfe (9) in wenigstens einer Position für
den Abfahrtsmodus gegen ein ungewolltes Verschwenken sichert.
3. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Fersenautomat (3) eine Spannvorrichtung (6) mit einem Sohlenhalter
(7) und eine Verbindungsstruktur (10), die die Spannvorrichtung (6) mit der Basis
(2) verbindet, aufweist.
4. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach dem unmittelbar vorhergehenden
Anspruch, wobei die Spannvorrichtung (6) um eine erste Achse schwenkbar mit der Verbindungsstruktur
(10) verbunden ist.
5. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach Anspruch 3 oder Anspruch
4, wobei die Verbindungsstruktur (10) um eine zweite Achse schwenkbar mit der Basis
(2) verbunden ist.
6. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Basis (2) einen Schlitten (24) aufweist, der quer zu einer Skilängsachse
bewegbar ist und zusätzliche Querbewegungen des Fersenautomaten (3) und eine Querauslösung
des Fersenhalters (1) ermöglicht.
7. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Fersenhalter (1) und die Skibremse (5) separate Bauteile sind,
die getrennt voneinander auf eine mit einer Oberfläche des Skis (16) verbundene Schiene
aufschiebbar sind.
8. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das Verriegelungselement (13) mit dem Pedal (4) an dessen Unterseite
(4a) verbunden ist und in Richtung Skioberfläche von der Pedalunterseite absteht,
und/oder wobei das Gegenverriegelungselement (14) mittels eines Federelements (15)
in Fahrtrichtung des Skis (16) vorgespannt ist.
9. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach dem unmittelbar vorhergehenden
Anspruch, wobei das Gegenverriegelungselement (14) sich in der Basis (2) in einer
Längsrichtung des Skis (16) von dem Verriegelungselement (13) bis unter den Fersenautomaten
(3) erstreckt und in einem Bereich unterhalb des Fersenautomaten (3) einen senkrecht
nach oben in Richtung des Fersenautomaten (3) abstehenden Vorsprung (18) aufweist.
10. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach dem unmittelbar vorhergehenden
Anspruch, wobei der Vorsprung (18) an seinem vom Gegenverriegelungselement (14) weg
weisenden Ende (18a) eine Angriffsfläche (18b) aufweist, die mit einem mit dem Fersenautomaten
(3) verbundenen Zapfen (17) mit einer Gegenangriffsfläche (17b) zusammenwirkt.
11. Ski mit einer kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nach einem der zwei unmittelbar
vorhergehenden Ansprüche, wobei der Zapfen (17) an der Verbindungsstruktur gebildet
ist und/oder wobei der Zapfen (17) beim Einstieg eines Nutzers mit einem Schuh in
den Fersenhalter (1) in Wirkungseingriff mit dem Vorsprung (18) gelangt und das Gegenverbindungselement
(14) gegen die Kraft des Federelements (15) entgegen der Fahrtrichtung des Skis (16)
vom Verrieglungselement (13) weg bewegt.
1. A ski featuring a combined downhill and touring binding comprising a toe retainer
and a heel retainer, wherein:
(a) the heel retainer (1) comprises a base (2), an automatic heel mechanism (3) and
a pedal (4);
(b) the heel retainer (1) comprises a first and an additional, second climbing aid
(8, 9);
(c) the first climbing aid (8) supports the athlete's boot at a first climbing angle,
and the second climbing aid (9) supports the boot at a second climbing angle, wherein
the second climbing angle is greater than the first climbing angle;
(d) the two climbing aids (8, 9) are connected to the automatic heel mechanism (3)
such that they can be pivoted in a common joint (22);
(e) the boot is fixedly held in the heel retainer (1) in a downhill mode, the heel
of the boot is released by the heel retainer (1) in a touring mode, and the heel retainer
(1) comprises a ski brake (5);
(f) the pedal (4) can be moved from a first position, in which the ski brake (5) protrudes
downwards from the ski (16) and exerts a braking effect, to a second position in which
the ski brake (5) lies next to the ski (16) and exhibits no braking effect;
(g) and the heel retainer (1) comprises a latch for the ski brake (5), by means of
which the ski brake (5) can be latched in the second position, and the latch holds
the ski brake (5) in the latched position in the touring mode,
characterised in that
(h) the latch comprises a latching element (13), which is connected to the pedal (4),
and a complementary latching element (14) which is movably mounted in the base (2),
and in that
(i) the complementary latching element (14) is biased in the direction of the latching
element (13) by means of a spring element (15).
2. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to claim 1, wherein
the climbing aids (8, 9) comprise at least one common spring element (19) which secures
the first climbing aid (8) and the second climbing aid (9) against unintentional pivoting,
in at least one position, for the downhill mode.
3. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to at least one
of the preceding claims, wherein the automatic heel mechanism (3) comprises: a tensing
device (6) featuring a sole retainer (7); and a connecting structure (10) which connects
the tensing device (6) to the base (2).
4. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to the immediately
preceding claim, wherein the tensing device (6) is connected to the connecting structure
(10) such that it can be pivoted about a first axis.
5. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to claim 3 or
claim 4, wherein the connecting structure (10) is connected to the base (2) such that
it can be pivoted about a second axis.
6. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to at least one
of the preceding claims, wherein the base (2) comprises a carriage (24) which can
be moved transverse to a longitudinal axis of the ski and enables additional transverse
movements of the automatic heel mechanism (3) and a transverse release of the heel
retainer (1).
7. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to at least one
of the preceding claims, wherein the heel retainer (1) and the ski brake (5) are separate
components which can be slid, separately from each other, onto a rail which is connected
to a surface of the ski (16).
8. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to the immediately
preceding claim, wherein the latching element (13) is connected to the lower side
(4a) of the pedal (4) and protrudes from the lower side of the pedal (4) towards the
surface of the ski (16), and/or wherein the complementary latching element (14) is
biased in the direction of travel of the ski (16) by means of a spring element (15).
9. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to the immediately
preceding claim, wherein the complementary latching element (14) extends in the base
(2) in a longitudinal direction of the ski (16) from the latching element (13) up
to below the automatic heel mechanism (3) and, in a region beneath the automatic heel
mechanism (3), comprises a protrusion (18) which protrudes perpendicularly upwards
towards the automatic heel mechanism (3).
10. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to the immediately
preceding claim, wherein the end (18a) of the protrusion (18) which points away from
the complementary latching element (14) comprises a contact area (18b) which co-operates
with a complementary contact area (17b) of a peg (17) connected to the automatic heel
mechanism (3).
11. The ski featuring a combined downhill and touring binding according to any one of
the immediately preceding two claims, wherein the peg (17) is formed on the connecting
structure (10) and/or wherein the peg (17) passes into effective engagement with the
protrusion (18) and moves the complementary latching element (14) away from the latching
element (13), counter to the direction of travel of the ski (16) and against the force
of the spring element (15), when a user steps into the heel retainer (1) with their
boot.
1. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée avec une butée avant
et une talonnière, dans lequel
(a) la talonnière (1) comporte une base (2), une unité talon automatique (3) et une
pédale (4),
(b) la talonnière (1) comporte une première aide à la montée et une seconde aide à
la montée supplémentaire (8, 9),
(c) la première aide à la montée (8) soutient la chaussure d'un sportif à un premier
angle d'inclinaison et la seconde aide à la montée (9) soutient la chaussure à un
second angle d'inclinaison, le second angle d'inclinaison étant supérieur au premier
angle d'inclinaison,
(d) les deux aides à la montée (8, 9) sont reliées à l'unité talon automatique (3)
de manière à pouvoir pivoter par le biais d'une articulation commune (22),
(e) la chaussure est fermement maintenue dans la talonnière (1) dans un mode de descente
et le talon de la chaussure est libéré de la talonnière (1) dans un mode de randonnée,
et la talonnière (1) comporte un frein de ski (5),
(f) la pédale (4) peut être amenée d'une première position, dans laquelle le frein
de ski (5) fait saillie à partir du ski (16) vers le bas et produit un effet de freinage,
à une seconde position, dans laquelle le frein de ski (5) se situe à côté du ski (16)
sans action de freinage,
(g) et la talonnière (1) comporte un dispositif de blocage pour le frein de ski (5),
au moyen duquel le frein de ski (5) peut être bloqué dans la seconde position, et
le un dispositif de blocage maintient le frein de ski (5) dans le mode de randonnée
dans une position bloquée,
caractérisé en ce que
(h) le dispositif de blocage comporte un élément de blocage (13) relié à la pédale
(4) et un élément de blocage complémentaire (14) monté de manière mobile dans la base
(2), et en ce que
(i) l'élément de blocage complémentaire (14) est préchargé au moyen d'un élément à
ressort (15) vers l'élément de blocage (13).
2. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon la revendication
1, dans lequel les aides à la montée (8, 9) comportent au moins un élément à ressort
commun (19) qui empêche un pivotement non voulu de la première aide à la montée (8)
et de la seconde aide à la montée (9) dans au moins une position pour le mode de descente.
3. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon au moins une
des revendications précédentes, dans lequel l'unité talon automatique (3) comporte
un dispositif de serrage (6) avec un élément de maintien de semelle (7) et une structure
de liaison (10) qui relie le dispositif de serrage (6) à la base (2).
4. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon la revendication
immédiatement précédente, dans lequel le dispositif de serrage (6) est relié à la
structure de liaison (10) de manière à pouvoir pivoter autour d'un premier axe.
5. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon la revendication
3 ou la revendication 4, dans lequel la structure de liaison (10) est reliée à la
base (2) de manière à pouvoir pivoter autour d'un second axe.
6. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon au moins une
des revendications précédentes, dans lequel la base (2) comporte un coulisseau (24)
qui est mobile transversalement à un axe longitudinal du ski et permet des mouvements
transversaux supplémentaires de l'unité talon automatique (3) et un déclenchement
transversal de la talonnière (1).
7. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon au moins une
des revendications précédentes, dans lequel la talonnière (1) et le frein de ski (5)
sont des composants séparés qui peuvent glisser, séparément l'un de l'autre, sur un
rail relié à une surface du ski (16).
8. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon la revendication
immédiatement précédente, dans lequel l'élément de blocage (13) est reliée à la face
inférieure de la pédale (4) et fait saillie à partir de la face inférieure de la pédale
(4) vers la surface du ski (16), et / ou dans lequel l'élément de blocage complémentaire
(14) est préchargé au moyen d'un élément à ressort (15) dans un sens de déplacement
du ski (16).
9. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon la revendication
immédiatement précédente, dans lequel l'élément de blocage complémentaire (14) s'étend
dans la base (2) en direction longitudinale du ski (16) à partir de l'élément de blocage
(13) jusque sous l'unité talon automatique (3), et comporte une pièce en saillie (18)
faisant saillie perpendiculairement vers le haut vers l'unité talon automatique (3)
dans une zone située sous l'unité talon automatique (3).
10. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon la revendication
immédiatement précédente, dans lequel la pièce en saillie (18) comporte, au niveau
de son extrémité (18a) qui s'éloigne de l'élément de blocage complémentaire (14),
une surface d'appui (18b) qui coopère avec une surface d'appui complémentaire (17b)
par un tenon (17) relié à l'unité talon automatique (3).
11. Ski comprenant une fixation combinée de descente et de randonnée selon l'une quelconque
des deux revendications immédiatement précédentes, dans lequel le tenon (17) est formé
sur la structure de liaison (10) et / ou le tenon (17) parvient en prise effective
avec la pièce en saillie (18) lors de l'entrée de la chaussure d'un utilisateur dans
la talonnière (1) et l'élément de liaison complémentaire (14) se déplace à l'encontre
de la force de l'élément à ressort (15) dans le sens contraire du sens de déplacement
du ski (16) en s'éloignant de l'élément de blocage (13).