[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrfarbiges Sicherheitselement für Wertdokumente, Banknoten
oder dergleichen, das ein Substrat mit einer Oberseite, mindestens eine Farbschicht
auf der Oberseite, die ein erstes Druckmuster aufweist, mindestens eine erste Effektfarbstoffschicht,
die über dem ersten Druckmuster angeordnet ist und die ein vom ersten Druckmuster
verschiedenes zweites Druckmuster aufweist, und mindestens eine zweite Effektfarbstoffschicht
aufweist, die über dem ersten Druckmuster angeordnet ist und die eine vom ersten und
zweiten Druckmuster verschiedenes drittes Druckmuster aufweist, wobei das zweite Druckmuster
und das dritte Druckmuster teilweise überlappen, so dass ein Überlappbereich zwischen
zweitem und drittem Druckmuster besteht.
[0002] Für Wertdokumente, wie Banknoten etc., sind gedruckte Sicherheitselemente bekannt.
Sie haben den Vorteil, dass sie beim Druck des Wertdokumentes aufgebracht werden können.
Für solche gedruckten Sicherheitselemente sind Effektfarben, die einen optisch variablen
Effekt erzeugen, bekannt. Ein Beispiel für Effektfarbstoffe sind Farbstoffe mit mehrschichtigen
Interferenzpigmenten oder LC-Pigmenten. Effektfarbstoffe werden üblicherweise im Siebdruck
gedruckt. Aus der
EP 2185363 B1 ist es bekannt, dass Effektfarbstoffe auch übereinander gedruckt werden können, so
dass ein Überlappbereich zwischen benachbarten, mit Effektfarbstoffen bedruckten Flächen
besteht. Auf diese Weise können komplexere Sicherheitsmerkmale geschaffen werden.
Weiter schildert es diese Druckschrift als vorteilhaft, Effektfarbstoffe auf einen
farbigen Untergrund zu drucken.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mehrfarbiges Sicherheitselement der
eingangs genannten Art, wie es beispielsweise aus der genannten
EP 2185363 B1 bekannt ist, dahingehend weiterzubilden, dass ein besonders schwer nachzuahmendes
Sicherheitselement leichter herzustellen ist.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Sicherheitselement für Wertdokumente, Banknoten
oder dergleichen, das aufweist ein Substrat mit einer Oberseite, eine Farbschicht
auf der Oberseite, die ein erstes Druckmuster aufweist, eine erste Effektfarbstoffschicht,
die über dem ersten Druckmuster angeordnet ist und die eine vom ersten Druckmuster
verschiedenes zweites Druckmuster aufweist; und eine zweite Effektfarbstoffschicht,
die über dem ersten Druckmuster angeordnet ist und die eine vom ersten und zweiten
Druckmuster verschiedenes drittes Druckmuster aufweist, wobei das zweite Druckmuster
und das dritte Druckmuster teilweise überlappen, so dass ein Überlappbereich zwischen
zweitem und drittem Druckmuster besteht, und das erste Druckmuster im Überlappbereich
strukturiert ist, so dass dadurch die erste und die zweite Effektfarbstoffschicht
im Überlappbereich einen Farbeindruck erzeugen, der sich von denen unterscheidet,
den die erste und die zweite Effektfarbstoffschicht außerhalb des Überlappbereiches
haben.
[0005] Die Effektfarbstoffe sind besonders bevorzugt Farbstoffe mit LC-Pigmenten. Diese
LC-Pigmente bestehen beispielsweise aus flüssigkristallinen Polymeren, wie sie z.B.
aus
WO 97/19818 A1 oder
EP 0 435 029 A3 bekannt sind. Besonders bevorzugt werden cholesterische Flüssigkristalle verwendet,
wobei die erste Effektfarbstoffschicht rechtsdrehende Flüssigkristalle und die zweite
Effektfarbstoffschicht linksdrehende Flüssigkristalle oder umgekehrt aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß sind die mindestens eine erste und die mindestens eine zweite Effektfarbstoffschicht
so ausgebildet, dass sie in einem Überlappbereich überlappen. Unter den Effektfarbstoffschichten
befindet sich mindestens eine Farbschicht. Sie wirkt mit der jeweils darüberliegenden
Effektfarbstoffschicht zusammen, so dass die beiden Schichten den Farbeindruck, der
in Draufsicht zu sehen ist, festlegen. Die Effektfarbstoffschichten überlappen in
einem Überlappbereich. Unter diesem Überlappbereich ist die Farbstoffschicht anders
ausgebildet, indem sie dort strukturiert ist. Die Strukturierung bewirkt, dass im
Überlappbereich die unter den Effektfarbstoffschichten liegende Farbschicht eine andere
Auswirkung auf den Farbeindruck hat, als außerhalb des Überlappbereiches. Dadurch
ist der Farbeindruck der Effektfarbstoffschichten im Überlappbereich, der ein Mischfarbeneindruck
wäre, nicht mehr oder nur sehr viel schwächer sichtbar. Die Registeranforderungen
an einen z.B. möglichst kleinen Überlappbereich sind damit gelockert. Es genügt, wenn
die Passerungsgenauigkeit kleiner ist, als die Größe der Strukturierung der Farbschicht.
[0007] Um den Effekt besonders stark zu gestalten, ist es bevorzugt, die Farbschicht außerhalb
des Überlappbereiches nicht zu strukturieren, also einheitlich zu halten.
[0008] Die Erfindung erreicht, dass die Mischfarbe, welche die überlappenden Effektfarbstoffschichten
im Überlappbereich hätten, besonders wenig oder gar nicht wahrnehmbar ist, so dass
im Sicherheitselement der Farbeindruck dominiert, den die Effektfarbstoffschichten
für sich alleine haben. Dies liegt daran, dass im Überlappbereich der Effektfarbstoffschichten
die darunterliegende Farbschicht anders ausgebildet ist, da das erste Druckmuster
dort strukturiert ist. Sobald der Überlappbereich beider Effektfarbenstoffe über einem
strukturierten oder gerasterten Untergrundbereich ist (also keine 100%ige Vollfläche),
ist er kaum sichtbar. Der strukturierte (z.B. gerasterte) Untergrundbereich hebt quasi
die Toleranzen beider Effektfarben zueinander auf und tarnt den Überlapp.
[0009] Die Strukturierung des ersten Druckmusters, d.h. die andersartige Ausbildung der
Farbschicht unter dem Überlappbereich kann besonders einfach dadurch realisiert werden,
dass das erste Druckmuster der Farbschicht unter dem Überlappbereich eine Aussparung
aufweist, durch die das Substrat oder eine unter der Farbschicht befindliche Schicht
frei bleibt. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, das erste Druckmuster unter
dem Überlappbereich durch eine Rasterung zu strukturieren. Dies erlaubt es, den Überlappbereich
mit einer Tönung der Farbe, die von der Farbschicht bereitgestellt wird, zu versehen.
[0010] Ein besonders auffälliges Sicherheitselement erreicht man, wenn das zweite Druckmuster
das dritte Druckmuster umgibt, so dass der Überlappbereich das dritte Druckmuster
umrahmt. Der Druck mit Effektfarbstoffen ist somit in einen innen liegenden Bereich
und einen den innen liegenden Bereich umgebenden Außenbereich unterteilt, und die
Strukturierung des ersten Druckmusters bildet den Rahmen um den innen liegenden Bereich.
Dieser Rahmen kann z.B. asymmetrisch ausgestaltet werden, um einen 3D-Effekt in Art
einer Reliefkontur zu simulieren.
[0011] Effektfarben haben oftmals einen blickwinkelabhängigen Farbeffekt. Um auch für schrägen
Aufblick einen besonders gute Markierung des Überlappbereichs zu erzeugen, ist es
zu bevorzugen, die Breite des strukturierten Bereichs größer zu wählen, als die des
Überlappbereichs, zudem ist dann auch eine herstellungsbedingte Variation der Lage
des Überlappbereiches abgefangen. Das erste Druckmuster ist damit so strukturiert,
dass es seitlich über den Überlappbereich hinausragt, bevorzugt ist die Breite, in
der die Farbschicht strukturiert ist, beispielsweise ausgespart oder gerastert, doppelt
so breit wie der Überlappbereich.
[0012] Einen zusätzlichen Sicherheitseffekt kann man erzielen, indem ein zusätzlicher Überlappbereich
zwischen den beiden Effektfarbstoffschichten vorgesehen wird, unter dem die Farbstoffschicht,
also das erste Druckmuster, nicht strukturiert, d.h. einheitlich ist. Ein solcher
zusätzlicher Überlappbereich hat dann einen anderen Farbeindruck, als die Effektfarbstoffe
alleine und auch als der Überlappbereich, unter dem die Farbschicht strukturiert ist.
In Draufsicht werden damit mit Hilfe von zwei Effektfarbstoffen vier unterschiedliche
Farbeindrücke erzeugt, nämlich die Farbeindrücke der Effektfarbstoffe alleine (mit
darunterliegender Farbschicht), den Farbeindruck im Überlappbereich (mit strukturierter
Farbschicht) sowie den Farbeindruck im zusätzlichen Überlappbereich (mit darunterliegender
Farbschicht).
[0013] Das Sicherheitselement kann insbesondere als Sicherheitsfaden, Aufreißfaden, Sicherheitsband,
Sicherheitsstreifen, Patch, Folienelement oder als Etikett ausgebildet sein. Insbesondere
kann das Sicherheitselement für eine Sicherheitskarte oder ein Ausweisdokument (z.B.
Reisepass) eingesetzt werden. Das Sicherheitselement kann Teil einer noch nicht umlauffähige
Vorstufe zu einem Wertdokument sein, das neben dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
beispielsweise auch weitere Echtheitsmerkmale (wie z. B. im Volumen vorgesehene Lumineszenzstoffe)
aufweisen kann. Unter Wertdokumenten werden hier einerseits das Sicherheitselement
aufweisende Dokumente verstanden. Andererseits können Wertdokumente auch sonstige
Dokumente und Gegenstände sein, die mit dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement versehen
werden können, damit die Wertdokumente nicht kopierbare Echtheitsmerkmale aufweisen,
wodurch eine Echtheitsüberprüfung möglich ist und zugleich unerwünschte Kopien verhindert
werden. Chip-oder Sicherheitskarten, wie z. B. Bank- oder Kreditkarten, sind weitere
Beispiele für ein Wertdokument.
[0014] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung
zu verlassen.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung beispielshalber anhand der beigefügten Zeichnungen,
die auch erfindungswesentliche Merkmale offenbaren, noch näher erläutert ist. Zur
besseren Anschaulichkeit wird in den Figuren auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Darstellung verzichtet. Es zeigen:
- Fig. 1a und 1b
- eine Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Sicherheitselementes, wobei 1a
eine Draufsicht und 1b eine zugehörige Schnittdarstellung zeigt.
- Fig. 2a und 2b
- Darstellungen ähnlich denen der Fig. 1a und 1b einer zweiten Ausführungsform eines
Sicherheitselementes,
- Fig. 3a und 3b
- Darstellungen ähnlich denen der Fig.1a und 1b einer dritten Ausführungsform eines
Sicherheitselementes,
- Fig. 4a und 4b
- Darstellungen ähnlich denen der Fig.1a und 1b einer vierten Ausführungsform eines
Sicherheitselementes und
- Fig. 5
- eine Darstellung ähnlich der der Fig. 1a einer fünften Ausführungsform eines Sicherheitselementes.
[0016] Fig. 1a zeigt eine Draufsicht eines Sicherheitselementes; Fig.1b zeigt eine zugehörige
Schnittdarstellung. Das Sicherheitselement ist auf einem Substrat 1 ausgebildet. Auf
einer Oberseite des Substrates 1 befindet sich eine Farbschicht 2, die beispielsweise
durch einen herkömmlichen Offsetdruck aufgebracht werden kann. Die Farbschicht stellt
einen Untergrund für darüber angeordnete Effektfarbstoffe dar. Sie wird deshalb nachfolgend
zum Teil auch als Untergrundschicht bezeichnet. Über dieser Untergrundschicht befinden
sich zwei Effektfarbstoffschichten 3 und 4, die so aufgebracht sind, dass sie in einem
Überlappbereich 5 miteinander überlappen. Die dafür nötigen Druckverfahren sind aus
der
EP 2185363 B1 bekannt.
[0017] Die Draufsicht der Fig.1a zeigt die entsprechenden Druckmuster, wobei das Druckmuster
einer entsprechenden Schicht durch dasselbe Bezugszeichen unter Anfügung eines Apostrophs
bezeichnet ist. Die Farbschicht 2 ist in einem ersten Druckmuster 2' aufgebracht,
das in der Draufsicht der Fig. 1a lediglich durch gestrichelte Linien für eine noch
zu erläuternde Aussparung 6a angedeutet ist. Das erste Druckmuster 2' der Farbschicht
2 ist von den Effektfarbstoffschichten 3 und 4 abgedeckt, da die Farbschicht 2, wie
bereits erwähnt, eine Untergrundschicht bildet.
[0018] Die erste Effektfarbstoffschicht 3 ist in einem zweiten Druckmuster 3' aufgebracht,
das im beschriebenen Ausführungsbeispiel rahmenförmig ausgeführt ist. Dieses rahmenförmige,
zweite Druckmuster 3' umgibt einen Innenbereich, in dem die zweite Effektfarbstoffschicht
4 in einem dritten Druckmuster 4' angeordnet ist. Zweites Druckmuster 3' und drittes
Druckmuster 4' sind so bemessen, dass sie in einem Überlappbereich, der beispielsweise
eine Breite B1 hat, überlappen.
[0019] Die als Untergrundschicht wirkende Farbschicht 2 hat unter diesem Überlappbereich
5 eine Strukturierung, im Ausführungsbeispiel in Form einer Aussparung 6a, die in
der dargestellten Ausführungsform eine Breite B2 hat, die größer ist, als die Breite
B1, besonders bevorzugt genau doppelt so breit.
[0020] Durch den Überlappbereich 5 der Breite B1 entsteht eine Überlappung zwischen den
Effektfarbstoffschichten im Außenbereich des zweiten Druckmusters, das als Hauptmotiv
angesehen werden kann. Das zweite Druckmuster 3' stellt einen ersten Farbton bereit,
der durch die Zusammenwirkung des Effektfarbstoffes der ersten Effektfarbstoffschicht
3 mit dem Farbstoff der Farbschicht 2 erzeugt ist. Gleichermaßen entsteht durch das
dritte Druckmuster 4' ein zweiter Farbton durch die Kombination der zweiten Effektfarbstoffschicht
4 mit der Farbschicht 2. Im Überlappbereich der beiden Effektfarbstoffschichten 3
und 4 ist durch die Strukturierung des ersten Druckmusters 2', beispielsweise in Form
der Aussparung 6a der Farbeindruck, der sich eigentlich durch die Mischung der Effektfarbstoffe
ergeben würde, kaum erkennbar. Der optionale Breitenunterschied hat zum einen den
Vorteil, dass die Maskierung des Mischfarbeneindrucks im Überlappbereich 5 auch bei
einem schrägen Einblick auf das Sicherheitselement erhalten bleibt. Zum anderen bildet
der Abstand zwischen der äußeren gestrichelten Linie der Fig. 1a und der äußeren Kante
des Überlappbereichs 5 sowie zwischen der inneren gestrichelten Linie und der Innenkante
des Überlappbereichs 5 eine Sicherheitsmarge beim Druck. Auch bei Passer- oder Registerschwankungen
ist der Überlappbereich 5 zuverlässig maskiert. Dadurch entsteht immer eine klare
Unterdrückung oder Minderung des Mischfarbeneindruckes im Überlappbereich 5, und die
Bereiche der ersten und zweiten Druckmuster 2', 3', die außerhalb des Überlappbereichs
5 liegen, sind klar sichtbar. Das dritte Druckmuster 4' ist zudem damit besonders
markant durch die Strukturierung der Unterlage (Druckmuster 2' der Farbschicht 2)
umrahmt.
[0021] Die Fig. 2a und 2b zeigen eine Abwandlung der Ausführungsform der Fig. 1a und 1b
dahingehend, dass das erste Druckmuster 2' der Farbschicht 2 unter dem Überlappbereich
5 eine Rasterung 6b hat. Auch hier ist optional die Breite B2 größer als die Breite
B1.
[0022] Die Rasterung 6b kann ein Linien- oder Punktraster sein, mit einer bevorzugten Flächendeckung
von 50%. Bei der Verwendung eines indirekten Hochdruckverfahrens können positive Linien
beispielsweise 0,04 mm, und negative Linien 0,08 mm dick sein. Beim Offsetdruckverfahren
betragen die entsprechenden Werte beispielsweise 0,03 mm und 0,05 mm. Das für die
Ausführungsform der Fig.1a und 1b Gesagte gilt analog für die Ausführungsformen der
Fig. 2a und 2b.
[0023] Die Fig. 3a und 3b sowie 4a und 4b zeigen Weiterbildungen des Sicherheitselementes
der Fig. 1a und 1b bzw. 2a und 2b dahingehend, dass ein zusätzlicher Überlappbereich
7 zwischen erster Effektfarbstoffschicht 3 und zweiter Effektfarbstoffschicht 4 vorgesehen
ist, der ein Informationsmuster 7' in Draufsicht bildet. Unter diesem zusätzlichen
Überlappbereich 7 ist die als Unterlage wirkende Farbschicht 2 nicht weiter strukturiert,
d.h. genauso ausgebildet, wie unter den Abschnitten der Effektfarbstoffschichten 3
und 4 außerhalb des Überlappbereichs 5. Dadurch entsteht hier bewusst der Mischfarbeneindruck,
der im Überlappbereich 5 gemildert oder unterdrückt ist und der das Informationsmuster
7' gut erkennbar macht.
[0024] Fig. 5 zeigt eine Abwandlung des Sicherheitselementes dahingehend, dass der in den
Fig. 1a, 2a, 3a und 4a dargestellte Rahmen, den das erste Druckmuster 2' um den inneren
Bereich des dritten Druckmusters 4' bildet, nun asymmetrisch ausgebildet ist. Dadurch
erzeugt der Rahmen einen 3D-Effekt, indem der umrahmte Bereich des dritten Druckmusters
4' in Art eines Reliefs hervorgehoben wird.
[0025] Zusätzlich zu den vorbeschriebenen Ausgestaltungen ist es auch möglich, die Farbschicht
2 in Abschnitten unter dem zweiten Druckmuster 3' durch feine negative Linien oder
Mikroschriften zu strukturieren.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Substrat
- 2
- Farbschicht
- 2'
- erstes Druckmuster
- 3
- erste Effektfarbstoffschicht
- 3'
- zweites Druckmuster
- 4
- zweite Effektfarbstoffschicht
- 4'
- drittes Druckmuster
- 5
- Überlappbereich
- 6a
- Aussparung
- 6b
- Rasterung
- B1, B2
- Breite
- 7
- zusätzlicher Überlappbereich
- 7'
- Informationsmuster
1. Sicherheitselement für Wertdokumente, Banknoten oder dergleichen, das aufweist
- ein Substrat (1) mit einer Oberseite,
- mindestens eine Farbschicht (2) auf der Oberseite, die ein erstes Druckmuster (2')
aufweist,
- mindestens eine erste Effektfarbstoffschicht (3), die über dem ersten Druckmuster
(2') angeordnet ist und die ein vom ersten Druckmuster verschiedenes zweites Druckmuster
(3') aufweist,
- mindestens eine zweite Effektfarbstoffschicht (4), die über dem ersten Druckmuster
(2') angeordnet ist und die ein vom ersten und zweiten Druckmuster (2', 3') verschiedenes
drittes Druckmuster (4') aufweist,
- wobei das zweite Druckmuster (3') und das dritte Druckmuster (4') teilweise überlappen,
so dass ein Überlappbereich (5) zwischen zweitem und drittem Druckmuster (3', 4')
besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erste Druckmuster (2') im Überlappbereich (5) strukturiert ist und
- dadurch ein Mischfarbeneindruck, den erste und die zweite Effektfarbstoffschicht
(3, 4) im Überlappbereich (5) erzeugen und der sich von den Farbeindrücken unterscheidet,
die die erste und die zweite Effektfarbstoffschicht (3, 4) außerhalb des Überlappbereiches
(5) haben, unterdrückt oder gemindert ist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Druckmuster (2') im Überlappbereich (5) strukturiert ist, indem es eine
Aussparung (6a) aufweist, durch die das Substrat (1) oder eine unter dem ersten Druckmuster
(2') befindliche Schicht frei gelassen ist.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Druckmuster (2') im Überlappbereich (5) strukturiert ist, indem es im Überlappbereich
(5) eine Rasterung (6b) aufweist.
4. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Druckmuster (3') das dritte Druckmuster (4') umgibt und das erste Druckmuster
(2') einen Rahmen für das dritte Druckmuster (4') bildet.
5. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (6a) und/ oder die Rasterung (6b), in der das erste Druckmuster (2')
strukturiert ist, seitlich über den Überlappbereich (5) hinausragt.
6. Sicherheitselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (6a) und/ oder die Rasterung (6b), in der das erste Druckmuster (2')
strukturiert ist, doppelt so breit ist wie der Überlappbereich (5).
7. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Druckmuster (3') und das dritte Druckmuster (4') in einem zusätzlichen
Überlappbereich (7) ebenfalls überlappen, wobei das erste Druckmuster (2') unter dem
zusätzlichen Überlappbereich (7) nicht strukturiert ist.
8. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Druckmuster (2') außerhalb des Überlappbereiches (7) dort, wo es unter
der ersten oder zweiten Effektfarbstoffschicht (3, 4) liegt, einheitlich und nicht
strukturiert ist.