[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Kombination aus Riechstoffkapseln
und bestimmten Acylhydrazonen in Waschmitteln beim Waschen von Textilien zur Verbesserung
der langanhaltenden Beduftung der Textilien, sowie Waschmittel, welche eine derartige
Kombination enthalten.
[0002] Herkömmliche Bleichmittel auf Basis von Aktivsauerstoff, auch in Gegenwart stöchiometrischer
Aktivatoren (wie zum Beispiel TAED, NOBS, DECOBS, DOBA) zeigen eine gute Leistung
bei Anwendungstemperaturen von 40°C und darüber. Bei niedrigen Temperaturen ist die
Bleichleistung jedoch eingeschränkt. Die Verwendung von Acylhydrazonen als Bleichekatalysator,
wie in der
WO 2013/104631 A1 beschrieben, führt zur verbesserten Entfernung der oben genannten Flecken auch bei
niedrigen Temperaturen.
[0003] Neben einer vollständigen Entfernung von Flecken sind ein angenehmer Dufteindruck
der Wäsche sowie ein langanhaltender Dufteindruck vom Konsumenten gewünscht. Dieser
langanhaltende Dufteindruck kann durch die Verwendung von verkapselten Duftstoffen,
sogenannten Riechstoffkapseln, erzielt werden, die während des Waschprozesses auf
die Wäsche aufziehen.
[0004] Es wurde nun gefunden, dass sich durch die Kombination von Bleichkatalysatoren auf
Acylhydrazon-Basis und Riechstoffkapseln, das Aufziehen der Kapseln auf die gewaschenen
Textilien während des Waschvorgangs verbessern lässt.
[0005] Ein erster Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung einer Kombination von
Riechstoffkapseln mit einem Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I),

in der R
1 für eine CF
3 oder für eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, Phenyl-, Naphthyl-, C
7-9-Aralkyl, C
3-20-Heteroalkyl- oder C
3-12-Cy
Cloheteroalkylgruppe, R
2 und R
3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-28-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe oder R2 und R3 zusammen
mit dem sie verbindenden Kohlenstoffatom für einen gegebenenfalls substituierten 5-,
6-, 7-, 8- oder 9-gliedrigen Ring, der gegebenenfalls Heteroatome enthalten kann,
und R
4 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe stehen, in persauerstoff-haltigen Waschmitteln zur Verbesserung
der Beduftung von damit gewaschenen Textilien.
[0006] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Waschmittel, enthaltend ein persauerstoffhaltiges
Bleichmittel und eine Kombination aus Riechstoffkapseln und einer Verbindung der Formel
(I).
[0007] Noch ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen von Textilien bei
dem ein erfindungsgemäßes Mittel eingesetzt wird.
[0008] Alle im Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Waschmitteln angegeben Mengenangaben
beziehen sich, sofern nichts anderes angegeben ist, auf Gew.-% jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht des Waschmittels. Des Weiteren beziehen sich derartige Mengenangaben,
die sich auf mindestens einen Bestandteil beziehen, immer auf die Gesamtmenge dieser
Art von Bestandteil, die im Mittel enthalten ist, sofern nicht explizit etwas anderes
angegeben ist. Das heißt, dass sich derartige Mengenangaben, beispielsweise im Zusammenhang
mit "mindestens einem anionischen Tensid", auf die Gesamtmenge von anionischen Tensiden
die im Mittel enthalten ist, beziehen.
[0009] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Im Zusammenhang mit Bestandteilen der hierin
beschriebenen Zusammensetzungen bezieht sich diese Angabe nicht auf die absolute Menge
an Molekülen sondern auf die Art des Bestandteils. "Mindestens ein anionisches Tensid"
bedeutet daher beispielsweise ein oder mehrere verschiedene anionische Tenside, d.h.
eine oder mehrere verschiedene Arten von anionischen Tensiden. Zusammen mit Mengenangaben
beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge der entsprechend bezeichneten
Art von Bestandteil, wie bereits oben definiert.
[0010] Die hierin beschriebenen Waschmittel können Waschmittel für Textilien oder Naturfasern
sein. Zu den Waschmitteln im Rahmen der Erfindung zählen ferner Waschhilfsmittel,
die bei der manuellen oder maschinellen Textilwäsche zum eigentlichen Waschmittel
zudosiert werden, um eine weitere Wirkung zu erzielen oder um eine Wirkung zu verstärken.
Ferner zählen zu Waschmitteln im Rahmen der Erfindung auch Textilvor- und Nachbehandlungsmittel,
also solche Mittel, mit denen das Wäschestück vor der eigentlichen Wäsche in Kontakt
gebracht wird, beispielsweise zum Anlösen hartnäckiger Verschmutzungen, und auch solche
Mittel, die in einem der eigentlichen Textilwäsche nachgeschalteten Schritt dem Waschgut
weitere wünschenswerte Eigenschaften wie angenehmen Griff, Knitterfreiheit oder geringe
statische Aufladung verleihen. Zu letztgenannten Mittel werden u.a. die Weichspüler
gerechnet.
[0011] Die Acylhydrazone der Formel (I) können in E- oder Z-Konfiguration vorliegen; wenn
R
2 Wasserstoff ist, kann die Verbindung der allgemeinen Formel (I) in einer ihrer tautomeren
Formen oder als Mischung aus diesen vorliegen.
[0012] In den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) ist R
2 vorzugsweise Wasserstoff. R
1 und/oder R
3 ist vorzugsweise eine mit einer elektronenziehenden Gruppe substituierte Methyl-,
Phenyl- oder Naphthylgruppe. R
4 ist vorzugsweise Wasserstoff. Als elektronenziehende Gruppe kommt vorzugsweise eine
Ammoniumgruppe in Frage, die gegebenenfalls Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppen trägt
oder unter Einschluss des eine Alkylgruppe tragenden N-Atoms als gegebenenfalls weitere
Heteroatome tragende Heterocycloalkylgruppe ausgebildet ist.
[0013] Zu bevorzugten Ausgestaltungen der Verbindungen gemäß allgemeiner Formel (I) gehören
solche der allgemeinen Formel (II),

in der R
1 für eine C
1-4-Alkylgruppe, die einen Substituenten ausgewählt aus

trägt, in dem
R10 für Wasserstoff oder eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkylgruppe und A- für das Anion einer organischen oder anorganischen Säure steht,
R2 und R4 die für Formel (I) angegebenen Bedeutung haben und
R5, R6, R7 und R8 unabhängig voneinander für R1, Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxy-, Amino-, eine gegebenenfalls substituierte N-mono-oder
di-C1-4-alkyl- oder C2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-amino-, C1-28-Alkyl-, C1-28-Alkoxy-, Phenoxy-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe stehen, wobei die Substituenten ausgewählt
werden aus C1-4-Alkyl-, C1-4-Alkoxy-, Hydroxy-, Sulfo-, Sulfato-, Halogen-, Cyano-, Nitro-, Carboxy-, Phenyl-,
Phenoxy-, Naphthoxy-, Amino-, N-mono-oder di-C1-4-alkyl- oder C2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-aminogruppen, oder
R5 und R6 oder R6 und R7 oder R7 und R8 unter Ausbildung von 1, 2 oder 3 carbocyclischen oder O-, NR10- oder S-heterocyclischen, gegebenenfalls aromatischen und/oder gegebenenfalls C1-6-alkylsubstituierten Ringen miteinander verbunden sind.
[0014] Das Anion A
- ist vorzugsweise ein Carboxylat wie Lactat, Citrat, Tartrat oder Succinat, Perchlorat,
Tetrafluoroborat, Hexafluorophosphat, Alkylsulfonat, Alkylsulfat, Hydrogensulfat,
Sulfat, Dihydrogenphosphat, Hydrogenphosphat, Phosphat, Isocyanat, Rhodanid, Nitrat,
Fluorid, Chlorid, Bromid, Hydrogencarbonat oder Carbonat, wobei bei mehrwertigen Anionen
der Ladungsausgleich durch die Anwesenheit zusätzlicher Kationen wie Natrium- oder
Ammoniumionen erreicht werden kann.
[0015] Besonders bevorzugt ist das Acylhydrazon der Formel (III),

[0016] Die Leistung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) kann gegebenenfalls durch
die Anwesenheit von Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel- oder Kupferionen, vorzugsweise
Mn(II)-(III)-(IV)-(V), Cu(I)-(II)-(III), Fe(I)-(II)-(III)-(IV), Co(I)-(II)-(III),
Ni(I)-(II)-(III), Ti(II)-(III)-(IV) und besonders bevorzugt solchen ausgewählt aus
Mn(II)-(III)-(IV)-(V), Cu(I)-(II)-(III), Fe(I)-(II)-(III)-(IV) und Co(I)-(II)-(III),
weiter verstärkt werden; optional kann das Acylhydrazon auch in Form von Komplexverbindungen
der genannten Metallzentralatome mit Liganden der allgemeinen Formel (I) und insbesondere
der allgemeinen Formel (II) eingesetzt werden. Ein bleichverstärkender Komplex, der
einen Liganden mit einem Gerüst gemäß Formel (I) aufweist, kann den entsprechenden
Liganden einmal oder auch mehrfach, insbesondere zweimal, aufweisen. Er kann ein-
oder gegebenenfalls zwei- oder mehrkernig sein. Er kann außerdem weitere Neutral-,
Anion- oder Kationliganden, wie beispielsweise H
2O NH
3, CH
3OH, Acetylaceton, Terpyridin, organische Anionen, wie beispielsweise Citrat, Oxalat,
Tartrat, Formiat, ein C
2-18-Carboxylat, ein C
1-18-Alkylsulfat, insbesondere Methosulfat, oder ein entsprechendes Alkansulfonat, anorganische
Anionen, wie beispielsweise Halogenid, insbesondere Chlorid, Perchlorat, Tetrafluoroborat,
Hexafluorophosphat, Nitrat, Hydrogensulfat, Hydroxid oder Hydroperoxid. Er kann auch
verbrückende Liganden, wie beispielsweise Alkylendiamine, aufweisen.
[0017] Mit "verkapselten Riechstoffen", "Riechstoffkapseln" oder "verkapseltes Parfüm" sind
im Sinne der Erfindung vorzugsweise Riechstoffe gemeint, welche in Mikrokapseln eingekapselt
sind. Bei den erfindungsgemäß einsetzbaren Mikrokapseln kann es sich vorzugsweise
um wasserlösliche und/oder wasserunlösliche Mikrokapseln handeln. Bevorzugt handelt
es sich aber um wasserunlösliche Mikrokapseln. Die Wasserunlöslichkeit der Mikrokapseln
hat den Vorteil, dass hierdurch eine die Waschanwendung überdauernde Trennung von
Aktivstoffen ermöglicht werden kann, sowie dass eine Aktivstofffreisetzung erst nach
der Waschanwendung erfolgen kann.
[0018] Insbesondere ist es bevorzugt, dass es sich bei den erfindungsgemäß einsetzbaren
Mikrokapseln um wasserunlösliche Mikrokapseln handelt, wobei das Wandmaterial der
Mikrokapseln Polyurethane, Polyolefine, Polyamide, Polyester, Polysaccharide, Epoxydharze,
Silikonharze und/oder Polykondensationsprodukte aus Carbonyl-Verbindungen und NH-Gruppen
enthaltenden Verbindungen umfasst. Insbesondere sind die wasserunlöslichen Mikrokapseln
aufreibbar.
[0019] Der Begriff aufreibbare Mikrokapseln meint solche Mikrokapseln, welche durch mechanisches
Reiben oder durch Druck, wie er z.B. beim Abtrocknen der Hände mit einem Handtuch
entsteht, geöffnet bzw. aufgerieben werden können, so dass eine Inhaltsfreisetzung
erst als Resultat einer mechanischen Einwirkung resultiert, beispielsweise wenn man
sich mit einem Handtuch, auf welchem solche Mikrokapseln abgelagert sind, die Hände
abtrocknet. Bevorzugte erfindungsgemäß einsetzbare Mikrokapseln weisen mittlere Durchmesser
im Bereich von 0,05 bis 500 µm auf, vorzugsweise zwischen 5 und 150 µm, insbesondere
zwischen 10 und 100 µm, z.B. 10-80 µm. Die den Kern bzw. (gefüllten) Hohlraum umschließende
Schale der Mikrokapseln hat eine durchschnittliche Dicke im Bereich zwischen vorteilhafterweise
rund 0,01 und 50 µm, vorzugsweise zwischen rund 0,1 µm und etwa 30 µm, insbesondere
zwischen rund 0,5 µm und etwa 8 µm. Insbesondere Mikrokapseln, welche die vorgenannten
Durchmesser und Schalendicken aufweisen, sind aufreibbar im Sinne der Erfindung.
[0020] Das Vorgehen bei der Mikrokapselherstellung als solches ist dem Fachmann wohlbekannt.
Geeignete Verfahren zur Mikrokapselherstellung sind dem Fachmann vertraut und sind
z.B. in
US 3,870,52, in
US 3,516,941, in
US 3,415,758 oder auch in
EP 0 026 914 A1 beschrieben. Letztgenannte beschreibt beispielsweise die Mikrokapselherstellung durch
säureinduzierte Kondensation von Melamin-Formaldehyd-Vorkondensaten und/oder deren
C1-C4-Alkylethern in Wasser, in dem das den Kapselkern bildende hydrophobe Material
dispergiert ist, in Gegenwart eines Schutzkolloids. Bevorzugt können beispielsweise
Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln oder Melamin-Formaldehyd-Mikrokapseln oder
Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln eingesetzt werden, z.B. erhältlich von der 3M Corporation
oder der BASF. Geeignete Mikrokapseln werden z.B. auch in
WO 2001/049817 A2 beschrieben.
[0021] Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemäß einsetzbaren wasserunlöslichen Mikrokapseln,
wie insbesondere die z.B. Aminoplast-Kapseln, beim normalen Waschprozess besonders
gut auf das Textil aufziehen. Nach dem Waschprozess weisen diese Kapseln dann üblicherweise
eine gewisse Brüchigkeit auf, so dass durch Einwirken mechanischer Kraft eine gezielte
Duftfreisetzung aus der Kapsel stattfinden kann, z.B. beim Abreiben der Haut mit einem
Handtuch, welche mit einem entsprechendem Wasch- oder Reinigungsmittel gewaschen wurde.
Auf diese Weise kann auch nach längerer Lagerung der Wäsche gezielt ein Wohlgeruch
hervorgerufen werden. Der Verbraucher wird in den Stand gesetzt, gezielt Wohlgerüche
hervorzurufen.
[0022] In den Riechstoffkapseln ist mindestens einer, vorzugsweise zwei oder mehr Duftstoffe
verkapselt. Es können als Riechstoffe aber auch natürliche Riechstoffgemische eingesetzt
werden. Die vorliegende Erfindung ist im Hinblick auf die Auswahl der Riechstoffe
nicht beschränkt, es können alle üblichen Riechstoffe und Riechstoffgemische, die
in Mikrokapselform verfügbar sind, eingesetzt werden. Insofern ist die folgende Aufzählung
an beispielhaften Riechstoffen und Riechstoffgemischen auch nur exemplarisch und nicht
als Einschränkung zu verstehen.
[0023] Natürliche Riechstoffgemische, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind,
schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-,
Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller-Salbeiöl, Kamillenöl,
Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl,
Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliöl, Orangenschalenöl
und Sandelholzöl. Weitere geeignete Riechstoffgemische sind ätherische Öle wie Angelikawurzelöl,
Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl,
Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl,
Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl,
Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopaïvabalsamöl,
Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Limetteöl,
Mandarinenöl, Melissenöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl,
Olibanumöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patchuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl,
Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl, Rosmarinöl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Spiköl,
Sternanisöl, Terpentinöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl,
Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronellöl,
Zitronenöl sowie Zypressenöl.
[0024] Weiterhin geeignet sind die verschiedenen Riechstoffaldehyde, wie beispielsweise
Adoxal (2,6,10-Trimethyl-9-undecenal), Anisaldehyd (4-Methoxybenzaldehyd), Cymal (3-(4-Isopropylphenyl)-2-methylpropanal),
Ethylvanillin, Florhydral (3-(3-isopropylphenyl)butanal]), Helional (3- (3,4-Methylendioxyphenyl)-2-methylpropanal),
Heliotropin, Hydroxycitronellal, Lauraldehyd, Lyral (3- und 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd),
Methylnonylacetaldehyd, Lilial (3-(4-tert-Butylphenyl)-2-methylpropanal), Phenylacetaldehyd,
Undecylenaldehyd, Vanillin, 2,6,10-Trimethyl-9-undecenal, 3-Dodecen-1-al, alpha-n-Amylzimtaldehyd,
Melonal (2,6-Dimethyl-5-heptenal), 2,4-Dimethyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd (Triplal),
4-Methoxybenzaldehyd, Benzaldehyd, 3-(4-tert-Butylphenyl)-propanal, 2-Methyl-3-(para-methoxyphenyl)propanal,
2-Methyl-4-(2,6,6-timethyl-2(1)-cyclohexen-1-yl)butanal, 3-Phenyl-2-propenal, cis-/trans-3,7-Dimethyl-2,6-octadien-1-al,
3,7-Dimethyl-6-octen-1-al, [(3,7-Dimethyl-6-octenyl)oxy]acetaldehyd, 4-Isopropylbenzylaldehyd,
1,2,3,4,5,6,7,8-Octahydro-8,8-dimethyl-2-naphthaldehyd, 2,4-Dimethyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd,
2-Methyl-3-(isopropylphenyl)propanal, 1-Decanal, 2,6-Dimethyl-5-heptenal, 4-(Tricyclo[5.2.1.0(2,6)]-decyliden-8)-butanal,
Octahydro-4,7-methan-1 H-indencarboxaldehyd, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, para-Ethyl-alpha,alpha-dimethylhydrozimtaldehyd,
alpha-Methyl-3,4-(methylendioxy)-hydrozimtaldehyd, 3,4-Methylendioxybenzaldehyd, alpha-n-Hexylzimtaldehyd,
m-Cymen-7-carboxaldehyd, alpha-Methylphenylacetaldehyd, 7-Hydroxy-3,7-dimethyloctanal,
Undecenal, 2,4,6-Trimethyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd, 4-(3)(4-Methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd,
1-Dodecanal, 2,4-Dimethylcyclohexen-3-carboxaldehyd, 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cylohexen-1-carboxaldehyd,
7-Methoxy-3,7-dimethyloctan-1-al, 2- Methylundecanal, 2-Methyldecanal, 1-Nonanal,
1-Octanal, 2,6,10-Trimethyl-5,9-undecadienal, 2-Methyl-3-(4-tert-butyl)propanal, Dihydrozimtaldehyd,
1-Methyl-4-(4-methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd, 5- oder 6-Methoxyhexahydro-4,7-methanindan-1-
oder -2-carboxaldehyd, 3,7-Dimethyloctan-1-al, 1-Undecanal, 10-Undecen-1-al, 4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd,
1-Methyl-3-(4-methylpentyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd, 7-Hydroxy-3,7-dimethyl-octanal,
trans-4-Decenal, 2,6-Nonadienal, para-Tolylacetaldehyd, 4-Methylphenylacetaldehyd,
2-Methyl-4-(2,6,6-trimethyl-1-cyclohexen-1-yl)-2-butenal, ortho-Methoxyzimtaldehyd,
3,5,6-Trimethyl-3-cyclohexencarboxaldehyd, 3,7-Dimethyl-2-methylen-6-octenal, Phenoxyacetaldehyd,
5,9-Dimethyl-4,8-decadienal, Päonienaldehyd (6,10-Dimethyl-3-oxa-5,9-undecadien-1-al),
Hexahydro-4,7-methanindan-1-carboxaldehyd, 2-Methyloctanal, alpha-Methyl-4-(1-methylethyl)benzolacetaldehyd,
6,6- Dimethyl-2-norpinen-2-propionaldehyd, para-Methylphenoxyacetaldehyd, 2-Methyl-3-phenyl-2-propen-1-al,
3,5,5-Trimethylhexanal, Hexahydro-8,8-dimethyl-2-naphthaldehyd, 3-Propylbicyclo[ 2.2.1
]-hept-5-en-2-carbaldehyd, 9-Decenal, 3-Methyl-5-phenyl-1-pentanal, Methylnonylacetaldehyd,
Hexanal, trans-2-Hexenal und Mischungen davon.
[0025] Geeignete Riechstoffketone schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Methyl-betanaphthylketon,
Moschusindanon (1,2,3,5,6,7-hexahydro-1,1,2,3,3-pentamethyl-4H-inden-4-on), Tonalid
(6-Acetyl-1,1,2,4,4,7-hexamethyltetralin), alpha-Damascone, beta-Damascone, delta-Damascone,
iso-Damascone, Damascenone, Methyldihydrojasmonat, Menthon, Carvon, Kampfer, Koavon
(3,4,5,6,6-pentamethylhept-3-en-2-on), Fenchon, alpha-Ionon, beta-Ionon, gamma-Methyllonon,
Fleuramon (2-heptylcyclopentanon), Dihydrojasmon, cis-Jasmon, 1 -(1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-2,3,8,8-tetramethyl-2-naphthalenyl)-ethan-1-on
und Isomere davon, Methylcedrenylketon, Acetophenon, Methylacetophenon, para-Methoxyacetophenon,
Methyl-betanaphtylketon, Benzylaceton, Benzophenon, para-Hydroxyphenylbutanon, Sellerie-Keton(3-
methyl-5-propyl-2-cyclohexenon), 6-Isopropyldeca-hydro-2-naphton, Dimethyloctenon,
Frescomenthe (2-butan-2-ylcyclohexan-1-on), 4-(1-Ethoxyvinyl)-3,3,5,5-tetramethylcyclohexanon,
Methylheptenon, 2-(2-(4-Methyl-3-cyclohexen-1-yl)propyl)cyclopen-tanon, 1 -(p-Menthen-6(2)yl)-1-propanon,
4-(4-Hydroxy-3- methoxyphenyl)-2-butanon, 2-Acetyl-3,3-dimethylnorbornan, 6,7-Dihydro-1,1,2,3,3-pentamethyl-4(5H)in-danon,
4-Damascol, Dulcinyl (4-(1,3-benzodioxol-5-yl)butan-2-on), Hexalon (1-(2,6,6-trimethyl-2-cyclohexene-1-yl)-1,6-heptadien-3-on),
Isocyclemon E (2-acetonaphthon-1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-2,3,8,8-tetramethyl), Methylnonylketon,
Methylcyclocitron, Methyllavendelketon, Orivon (4-tert-amylcyclohexanon), 4-tert-butyl
cyclohexanon, Delphon (2-pentyl cyclopentanon), Muscon (CAS 541 -91 -3), Neobutenon
(1-(5,5-dimethyl-1-cyclohexenyl)pent-4-en-1-on), Plicaton (CAS 41724-19-0), Velouton
(2,2,5-trimethyl-5-pentylcyclopentan-1-on), 2,4,4,7-Tetramethyl-oct-6-en-3-on, Tetrameran
(6,10-dimethylundecen-2-on) und Mischungen davon.
[0026] Weitere geeignete Riechstoffe schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf: Ambrettolid,
Ambroxan, Anethol, Anisalkohol, Anisol, Anthranilsäuremethylester, Benzoesäureethylester,
Benzylalkohol, Benzylacetat, Benzylbenzoat, Benzylformiat, Benzylvalerianat, Borneol,
Bornylacetat, Boisambrene forte, α-Bromstyrol, Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol,
Farnesol, Fenchylacetat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heptincarbonsäuremethylester,
Hydrochinon-Dimethylether, Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether,
Isosafrol, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p-Kresolmethylether, Cumarin, Methylanthranilsäuremethylester,
Methylchavikol, p-Methylchinolin, Muskon, β-Naphtholethylether, β-Naphthol-methylether,
Nerol, n-Nonylalkohol, Pentadekanolid, β-Phenylethylalkohol, Phenylacetaldehyd-Dimethyacetal,
Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethylester,
Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol, Sandelice, Skatol,
Terpineol, Thymen, Thymol, Troenan, γ-Undelacton, Zimatalkohol, Zimtsäure, Zimtsäureethylester,
Zimtsäurebenzylester.
[0027] Weitere Beispiele für leichter flüchtige Riechstoffe sind Diphenyloxid, Limonen,
Linalool, Linalylacetat und -propionat, Melusat, Menthol, Menthon, Methyl-n-heptenon,
Pinen, Terpinylacetat, Citral, Citronellal.
[0028] Die im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung beschriebenen Waschmittel enthalten
die verkapselten Riechstoffe üblicherweise in Mengen von zwischen 0,001 - 0,5 Gew.-%,
vorzugsweise 0,05 - 0,15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0029] Zusätzlich können die Mittel auch zusätzlich nicht verkapselte Riechstoffe oder Riechstoffmischungen
enthalten. In derartigen Ausführungsformen liegt der Anteil der enthaltenen Riechstoffe,
welche nicht verkapselt sind, typischerweise zwischen 0,001 - 5,0 Gew.-%, vorzugsweise
0,05 - 0,5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel.
[0030] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung ist bevorzugt, wenn die Konzentration
der Verbindung gemäß Formel (I) in wässriger Flotte, wie sie beispielsweise in Waschmaschinen
zum Einsatz kommt, 0,5µmol/l bis 500µmol/l, insbesondere 5µmol/l bis 100µmol/l beträgt.
Obengenannte komplexbildende Metallionen werden vorzugsweise nicht absichtlich hinzugefügt,
sie können aber aus möglichen Quellen für derartige Metallionen, zu denen insbesondere
das Leitungswasser, die Waschmaschine selbst, Anhaftungen an Textilien und Anschmutzungen
auf den Textilien zu rechnen sind, anwesend sein. Gegebenenfalls kommen auch unabsichtlich
mit anderen Waschmittelinhaltstoffen eingeschleppte Metallionen in Frage. Bevorzugte
Persauerstoffkonzentrationen (berechnet als H
2O
2) in der Flotte liegen im Bereich von 0,001 g/l bis 10 g/l, insbesondere von 0,1 g/l
bis 1 g/l und besonders bevorzugt von 0,2 g/l bis 0,5 g/l. Die erfindungsgemäße Verwendung
wird vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 10 °C bis 95 °C, insbesondere 20
°C bis 40 °C und besonders bevorzugt bei Temperaturen unterhalb von 30 °C durchgeführt.
Die Wasserhärte des zur Zubereitung der wässrigen Flotte zum Einsatz kommenden Wassers
liegt vorzugsweise im Bereich von 0°dH bis 21°dH, insbesondere 0°dH bis 3°dH. In der
Waschflotte liegt die Wasserhärte vorzugsweise im Bereich von 0°dH bis 16°dH, insbesondere
0°dH bis 3°dH, was beispielsweise durch den Einsatz üblicher Buildermaterialien oder
Wasserenthärter erreicht werden kann. Die erfindungsgemäße Verwendung wird vorzugsweise
bei pH-Werten im Bereich von pH 5 bis pH 12, insbesondere von pH 7 bis pH 11 durchgeführt.
[0031] Die erfindungsgemäße Verwendung erfolgt vorzugsweise derart, dass man eine Persauerstoffverbindung
und ein Waschmittel, welches ein Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I) und Riechstoffkapseln
enthält, im Rahmen eines maschinellen oder mit der Hand ausgeführten Waschvorgangs
auf ein verunreinigtes Textil einwirken lässt. Die erfindungsgemäße Verwendung kann
besonders einfach durch den Einsatz eines Waschmittels, das Persauerstoffverbindung,
Riechstoffkapseln und eine Verbindung der Formel (I) oder einen durch Komplexbildung
mit einem genannten Übergangsmetallion aus dieser zugänglichen Bleichkatalysator enthält,
bei der Wäsche reinigungsbedürftiger Textilien realisiert werden. Alternativ kann
die Persauerstoffverbindung und/oder die Verbindung der Formel (I) und/oder ein aus
dieser zugänglicher Komplex und/oder die Riechstoffkapseln auch separat zu einer Waschflotte,
welche ein Waschmittel ohne den jeweils genannten Inhaltstoff aufweist, zugesetzt
werden.
[0032] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Waschmittel, enthaltend ein persauerstoffhaltiges
Bleichmittel und eine Kombination aus Riechstoffkapseln und einer Verbindung der Formel
(I).
[0033] Im Rahmen der Verwendung bevorzugte Ausführungsformen gelten auch für die Kategorie
der Waschmittel; insbesondere kann die Verbindung der Formel (I) auch in der Form
eines durch Komplexbildung mit einem genannten Übergangsmetallion aus dieser zugänglichen
Bleichkatalysators in dem Mittel enthalten sein.
[0034] Vorzugsweise ist in Waschmitteln 0,001 Gew.-% bis 1 Gew.-%, insbesondere 0,001 Gew.-%
bis 0,5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,04 Gew.-% bis 0,1 Gew.-% der Verbindung gemäß
Formel (I) enthalten. Insbesondere wenn eine Verbindung der Formel (I) enthalten ist,
ist bevorzugt, dass das Mittel zusätzlich ein Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel- oder
Kupfer-Salz und/oder einen Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel- oder Kupfer-Komplex ohne
einen Liganden, welcher einer Verbindung gemäß Formel (I) entspricht, enthält. Dann
liegt das Molverhältnis des genannten Übergangsmetalls oder der Summe der genannten
Übergangsmetalle zu der Verbindung gemäß Formel (I) vorzugsweise im Bereich von 0,001:1
bis 2:1, insbesondere 0,01:1 bis 1:1. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung
der Mittel sind in diesen 0,05 Gew.-% bis 1 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 0,5
Gew.-% an bleichverstärkendem Komplex, der einen Liganden gemäß Formel (I) aufweist,
enthalten. Bevorzugtes Übergangsmetall ist Mn.
[0035] Als in den Mitteln enthaltene Persauerstoffverbindungen kommen insbesondere organische
Persäuren beziehungsweise persaure Salze organischer Säuren, wie Phthalimidopercapronsäure,
Perbenzoesäure oder Salze der Diperoxododecandisäure, andere Peroxo-Säuren oder peroxosaure
Salze, wie Alkalipersulfate oder -peroxodisulfate oder Caroate, oder Diacylperoxide
oder Tetraacyldiperoxide, Wasserstoffperoxid und unter den Waschbedingungen Wasserstoffperoxid
freisetzende Substanzen, wie Alkaliperborate, Alkalipercarbonate, Alkalipersilikate
und Harnstoffperhydrat, in Betracht. Wasserstoffperoxid kann dabei auch mit Hilfe
eines enzymatischen Systems, das heißt einer Oxidase und ihres Substrats, erzeugt
werden. Sofern feste Persauerstoffverbindungen eingesetzt werden sollen, können diese
in Form von Pulvern oder Granulaten verwendet werden, die auch in im Prinzip bekannter
Weise umhüllt sein können. Besonders bevorzugt wird Alkalipercarbonat, Alkaliperborat-Monohydrat,
Alkaliperborat-Tetrahydrat oder Wasserstoffperoxid in Form wässriger Lösungen, die
3 Gew.-% bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthalten, eingesetzt. Vorzugsweise sind
Persauerstoffverbindungen in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-%
bis 45 Gew.-% und besonders bevorzugt von 5 Gew.-% bis 20 Gew.-%, in den Mitteln vorhanden.
[0036] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird, insbesondere in Gegenwart
von H
2O
2 freisetzender Persauerstoffverbindung, ein üblicher Bleichaktivator zusammen mit
dem Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I), der allgemeinen Formel (II) und insbesondere
der Formel (III) eingesetzt. In Waschmitteln sind derartige Bleichaktivatoren vorzugsweise
in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 1,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten.
Vorzugsweise werden unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure ausbildende Verbindung
und Acylhydrazon in Molverhältnissen im Bereich von 4:1 bis 100:1, insbesondere von
25:1 bis 50:1 eingesetzt.
[0037] Als unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure-liefernde Verbindung können insbesondere
Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
und/oder aliphatische Peroxocarbonsäuren mit 1 bis 12 C-Atomen, insbesondere 2 bis
4 C-Atomen ergeben, allein oder in Mischungen, eingesetzt werden. Geeignet sind Bleichaktivatoren,
die O- und/oder N-Acylgruppen insbesondere der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate
oder -carboxylate beziehungsweise die Sulfon- oder Carbonsäuren von diesen, insbesondere
Nonanoyl- oder Isononanoyl- oder Lauroyloxybenzolsulfonat (NOBS beziehungsweise iso-NOBS
beziehungsweise LOBS) oder Decanoyloxybenzoat (DOBA), deren formale Kohlensäureesterderivate
wie 4-(2-Decanoyloxyethoxycarbonyloxy)-benzolsulfonat (DECOBS), acylierte mehrwertige
Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran
sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol und deren Mischungen (SORMAN), acylierte
Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose
und Octaacetyllactose, acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton,
und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam.
[0038] Zusätzlich oder alternativ zu den Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
Peroxocarbonsäuren bilden, können weitere bleichaktivierende Verbindungen, wie beispielsweise
Nitrile, aus denen sich unter Perhydrolysebedingungen Perimidsäuren bilden, vorhanden
sein. Dazu gehören insbesondere Aminoacetonitrilderivate mit quaterniertem Stickstoffatom
gemäß der Formel

in der R
11 für -H, -CH
3, einen C
2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C
1-24-Alkyl- oder C
2-24-Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH
2, -CN und -N
(+)-CH
2-CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C
1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit mindestens
einer, vorzugsweise zwei, gegebenenfalls substituierten C
1-24-Alkylgruppe(n) und gegebenenfalls weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht,
R
12 und R
13 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH
2-CN, -CH
3, -CH
2-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
3, -CH(CH
3)-CH
3,-CH
2-OH, -CH
2-CH
2-OH, -CH(OH)-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
2-OH, -CH
2-CH(OH)-CH
3, -CH(OH)-CH
2-CH
3, -(CH
2CH
2-O)
nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R
14 und R
15 unabhängig voneinander eine voranstehend für R
11, R
12 oder R
13 angegebene Bedeutung haben, wobei mindestens 2 der genannten Reste, insbesondere
R
12 und R
13, auch unter Einschluss des Stickstoffatoms und gegebenenfalls weiterer Heteroatome
ringschließend miteinander verknüpft sein können und dann vorzugsweise einen Morpholino-Ring
ausbilden, und X ein ladungsausgleichendes Anion, vorzugsweise ausgewählt aus Benzolsulfonat,
Toluolsulfonat, Cumolsulfonat, den C
9-15-Alkylbenzolsulfonaten, den C
1-20-Alkylsulfaten, den C
8-22-Carbonsäure-methylestersulfonaten, Sulfat, Hydrogensulfat und deren Gemischen, ist,
können eingesetzt werden. Auch sauerstoffübertragende Sulfonimine können eingesetzt
werden.
[0039] Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung der Wechselwirkung mit den Persauerstoffverbindungen
bei der Lagerung in bekannter Weise mit Hüllsubstanzen überzogen beziehungsweise granuliert
worden sein, wobei mit Hilfe von Carboxymethylcellulose granuliertes Tetraacetylethylendiamin
mit mittleren Korngrößen von 0,01 mm bis 0,8 mm, granuliertes 1,5-Diacetyl-2,4-dioxo-hexahydro-1,3,5-triazin,
und/oder in Teilchenform konfektioniertes Trialkylammoniumacetonitril besonders bevorzugt
ist.
[0040] Zusätzlich zu der erfindungsgemäß zu verwendenden Kombination können auch übliche
die Bleiche aktivierende Übergangsmetallkomplexe eingesetzt werden. Diese werden vorzugsweise
unter den Cobalt-, Eisen-, Kupfer-, Titan-, Vanadium-, Mangan- und Rutheniumkomplexen
ausgewählt. Als Liganden in derartigen Übergangsmetallkomplexen kommen sowohl anorganische
als auch organische Verbindungen in Frage, zu denen neben Carboxylaten insbesondere
Verbindungen mit primären, sekundären und/oder tertiären Amin- und/oder Alkohol-Funktionen,
wie Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol, Pyrazol, Triazol, 2,2'-Bispyridylamin,
Tris-(2-pyridylmethyl)amin, 1,4,7-Triazacyclononan und dessen substituierte Derivate
wie 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan, 1,5,9-Triazacyclododecan und dessen substituierte
Derivate wie 1,5,9-Tri-methyl-1,5,9-triazacyclododecan 1,4,8,11-Tetraazacyclotetradecan
und dessen substituierte Derivate wie 5,5,7,12,12,14-Hexamethyl-1,4,8,11-tetraazacyclotetradecan,
1,5,8,12-Tetraaza-bicyclo[6.6.2]hexadecan und dessen substituierte Derivate wie 5,12-Diethyl-1,5,8,12-tetraaza-bicyclo[6.6.2]hexadecan,
(Bis-((1-methylimidazol-2-yl)-methyl))-(2-pyridylmethyl)-amin, N,N'-(Bis-(1-methylimidazol-2-yl)-methyl)-ethylendiamin,
N-Bis-(2-benzimidazolylmethyl)-aminoethanol, 2,6-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
N,N,N',N'-Tetrakis-(2-benzimi-dazolylmethyl)-2-hydroxy-1,3-diaminopropan, 2,6-Bis-(bis-(2-pyridylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
1,3-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-benzol, Sorbitol, Mannitol, Ery-thritol,
Adonitol, Inositol, Lactose, und gegebenenfalls substituierte Salene, Porphine und
Porphyrine gehören. Zu den anorganischen Neutralliganden gehören insbesondere Ammoniak
und Wasser. Falls nicht sämtliche Koordinationsstellen des Übergangsmetallzentralatoms
durch Neutralliganden besetzt sind, enthält der Komplex weitere, vorzugsweise anionische
und unter diesen insbesondere ein- oder zweizähnige Liganden. Zu diesen gehören insbesondere
die Halogenide wie Fluorid, Chlorid, Bromid und Iodid, und die (NO
2)
--Gruppe, das heißt ein Nitro-Ligand oder ein Nitrito-Ligand. Die (NO
2)
--Gruppe kann an ein Übergangsmetall auch chelatbildend gebunden sein oder sie kann
zwei Übergangsmetallatome asymmetrisch oder η
1-O-verbrücken. Außer den genannten Liganden können die Übergangsmetallkomplexe noch
weitere, in der Regel einfacher aufgebaute Liganden, insbesondere ein- oder mehrwertige
Anionliganden, tragen. In Frage kommen beispielsweise Nitrat, Acetat, Trifluoroacetat,
Formiat, Carbonat, Citrat, Oxalat, Perchlorat sowie komplexe Anionen wie Hexafluorophosphat.
Die Anionliganden sollen für den Ladungsausgleich zwischen Übergangsmetall-Zentralatom
und dem Ligandensystem sorgen. Auch die Anwesenheit von Oxo-Liganden, Peroxo-Liganden
und Imino-Liganden ist möglich. Insbesondere derartige Liganden können auch verbrückend
wirken, so dass mehrkernige Komplexe entstehen. Im Falle verbrückter, zweikerniger
Komplexe müssen nicht beide Metallatome im Komplex gleich sein. Auch der Einsatz zweikerniger
Komplexe, in denen die beiden Übergangsmetallzentralatome unterschiedliche Oxidationszahlen
aufweisen, ist möglich. Falls Anionliganden fehlen oder die Anwesenheit von Anionliganden
nicht zum Ladungsausgleich im Komplex führt, sind in den gemäß der Erfindung zu verwendenden
Übergangsmetallkomplex-Verbindungen anionische Gegenionen anwesend, die den kationischen
Übergangsmetall-Komplex neutralisieren. Zu diesen anionischen Gegenionen gehören insbesondere
Nitrat, Hydroxid, Hexafluorophosphat, Sulfat, Chlorat, Perchlorat, die Halogenide
wie Chlorid oder die Anionen von Carbonsäuren wie Formiat, Acetat, Oxalat, Benzoat
oder Citrat. Beispiele für einsetzbare Übergangsmetallkomplex-Verbindungen sind Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-di-hexafluorophosphat, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-vinylphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-nitrophenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-acetat,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-phenylendiamin]-mangan-(III)-acetat, [N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-sulfonatophenyl)-methylen]-1,2-diami-noethan]-mangan-(III)-chlorid,
Mangan-oxalatokomplexe, Nitropentammin-cobalt(III)-chlorid, Nitritopentammin-cobalt(III)-chlorid,
Hexammincobalt(III)-chlorid, Chloropentammin-cobalt(III)-chlorid sowie der Peroxo-Komplex
[(NH
3)
5Co-O-O-Co(NH
3)
5]Cl
4.
[0041] Die Riechstoffkapseln sind in den oben im Rahmen der Verwendung offenbarten Mengen
in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten.
[0042] Waschmittel, die als insbesondere pulverförmige Feststoffe oder in nachverdichteter
Teilchenform vorliegen können, können außer der erfindungsgemäß zu verwendenden Kombination
aus Riechstoffkapseln und Verbindung gemäß Formel (I) sowie gegebenenfalls den genannten
Bleichaktivatoren und -katalysatoren im Prinzip alle bekannten und in derartigen Mitteln
üblichen Inhaltsstoffe enthalten. Die Mittel können insbesondere Buildersubstanzen,
oberflächenaktive Tenside, wassermischbare organische Lösungsmittel, Enzyme, Sequestrierungsmittel,
Elektrolyte, pH-Regulatoren, Polymere mit Spezialeffekten, wie soil release-Polymere,
Farbübertragungsinhibitoren, Vergrauungsinhibitoren, knitterreduzierende polymere
Wirkstoffe und formerhaltende polymere Wirkstoffe, und weitere Hilfsstoffe, wie optische
Aufheller, Schaumregulatoren, Farbstoffe und weitere, insbesondere nicht verkapselte
Duftstoffe, enthalten.
[0043] Ein Mittel kann zur weiteren Verstärkung der Desinfektionswirkung, beispielsweise
gegenüber speziellen Keimen, zusätzlich übliche antimikrobielle Wirkstoffe, wie beispielsweise
Alkohole, Aldehyde, Säuren, Carbonsäureester, Säureamide, Phenole und Phenolderivate,
Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate, an organische Gerüste gebundene O-Acetate
und O-Formale, Benzamidine, Isothiazoline, Phthalimidderivate, Pyridinderivate, Amine,
quaternäre Ammoniumverbindungen, Guanidine, amphotere Verbindungen, Chinoline, Benzimidazole,
IPBC, Dithiocarbamate, Metalle und Metallverbindungen, wie zum Beispiel Silber und
Silbersalze, Halogene, wie zum Beispiel Chlor, Iod und deren Verbindungen, weitere
Oxidationsmittel sowie anorganische Stickstoffverbindungen, enthalten. Derartige antimikrobielle
Zusatzstoffe sind vorzugsweise in Mengen bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 0,01 Gew.-%
bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten; in bevorzugter Ausgestaltung
sind sie jedoch frei von solchen zusätzlichen Desinfektionswirkstoffen.
[0044] Die Mittel können ein oder mehrere Tenside enthalten, wobei insbesondere anionische
Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische in Frage kommen, aber auch kationische
und/oder amphotere Tenside enthalten sein können.
[0045] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0046] Geeignete Alkylbenzolsulfonate sind vorzugsweise ausgewählt aus linearen oder verzweigten
Alkylbenzolsulfonaten der Formel

in der R' und R" unabhängig H oder Alkyl sind und zusammen 6 bis 19, vorzugsweise
7 bis 15 und insbesondere 9 bis 13 C-Atome enthalten. Ein ganz besonders bevorzugter
Vertreter ist Natriumdodecylbenzylsulfonat.
[0047] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt.
[0048] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Geeignete Alkylethersulfate sind beispielsweise
Verbindungen der Formel
R
1-O-(AO)
n-SO
3- X
+
[0049] In dieser Formel steht R
1 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest,
vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest, besonders bevorzugt für
einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R
1 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-,
Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen,
wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte
Reste R
1 sind abgeleitet von C
12-C
18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C
10-C
20-Oxoalkoholen. AO steht für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
vorzugsweise für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index n steht für eine ganze Zahl
von 1 bis 50, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders
bevorzugt steht n für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. X steht für ein einwertiges
Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen
und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen X+ können ausgewählt sein aus NHa
+, ½ Zn
2+,½ Mg
2+,½ Ca
2+,½ Mn
2+, und deren Mischungen.
[0050] In verschiedenen Ausführungsformen kann das Alkylethersulfat ausgewählt sein aus
Fettalkoholethersulfaten der Formel

mit k = 11 bis 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. Ganz besonders bevorzugte Vertreter
sind Na-C
12-14 Fettalkoholethersulfate mit 2 EO (k = 11-13, n = 2 in Formel A-1). Der angegebenen
Ethoxylierungsgrad stellt einen statistischen Mittelwert dar, der für ein spezielles
Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein kann. Die angegebenen Alkoxylierungsgrade
stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder
eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoxylate/Ethoxylate weisen eine eingeengte
Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates, NRE).
[0051] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0052] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Magnesiumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze
vor.
[0053] Bei der Auswahl der anionischen Tenside stehen der Formulierungsfreiheit keine einzuhaltenden
Rahmenbedingungen im Weg. Bevorzugt einzusetzende anionische Tenside sind dabei die
Alkylbenzolsulfonate und Fettalkoholsulfate, insbesondere die Alkylbenzolsulfonate.
[0054] Anionische Tenside einschließlich der Seifen, d.h. insbesondere Alkylbenzolsulfonate,
Alkylethersulfate und Seifen, sind in dem Waschmittel vorzugsweise zu einem bestimmten
Gewichtsanteil enthalten, nämlich mit 5 bis 25 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
der Waschmittelformulierung. Bevorzugt sind Mengen von 7 bis 20 Gew.-% anionische
Tenside bezogen auf das Gesamtgewicht der Waschmittelformulierung. Unabhängig davon
ob das Waschmittel ein oder mehrere der anionischen Tenside enthält, beziehen sich
die Mengenangaben auf die Gesamtmenge aller in dem Waschmittel enthaltenen anionischen
Tenside.
[0055] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0056] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester.
[0057] Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden
kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare Alkylpolyglycoside genügen der
allgemeinen Formel RO(G)
z, in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten,
gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis
18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder
6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei
zwischen 1,0 und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwischen
1,1 und 1,4. Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglycoside, also Alkylpolyglycoside,
in denen der Polyglycosylrest ein Glucoserest und der Alkylrest ein n-Alkylrest ist.
[0058] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0059] Derartige Tenside sind in Waschmitteln in Mengenanteilen von vorzugsweise 5 Gew.-%
bis 50 Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten.
[0060] Ein Waschmittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen,
organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen
gehören Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure und Zuckersäuren, monomere und
polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere Glycindiessigsäure, Methylglycindiessigsäure,
Nitrilotriessigsäure, Iminodisuccinate wie Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure und
Hydroxyiminodisuccinate, Ethylendiamintetraessigsäure sowie Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren,
insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure),
Lysintetra(methylenphosphosäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, polymere
Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere durch
Oxidation von Polysacchariden zugängliche Polycarboxylate, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren,
Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer
Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative
mittlere Molekülmasse (hier und im Folgenden: Gewichtsmittel) der Homopolymeren ungesättigter
Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5 000 g/mol und 200 000 g/mol, die der
Copolymeren zwischen 2 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise 50 000 g/mol bis
120 000 g/mol, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer
weist eine relative mittlere Molekülmasse von 50 000 bis 100 000 auf. Geeignete, wenn
auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure
oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen
und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche
organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere
zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol
und/ oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure
Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten
C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere
Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten
Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen
Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C
1-C
4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Polymere enthalten dabei 60
Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw. (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleinat sowie 5
Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder Vinylacetat.
Ganz besonders bevorzugt sind dabei Polymere, in denen das Gewichtsverhältnis von
(Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleinat
zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1
liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren
bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat
einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit
einem C
1-C
4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten
ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60
Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes
Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats.
Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid
sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind. Besonders bevorzugt ist
Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen
in das Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich
sind. Diese Terpolymere weisen im Allgemeinen eine relative mittlere Molekülmasse
zwischen 1 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise zwischen 200 g/mol und 50 000
g/mol auf. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die als Monomere Acrolein und
Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen. Alle genannten Säuren
werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen Salze, insbesondere ihre Alkalisalze,
eingesetzt.
[0061] Derartige organische Buildersubstanzen können optional in Mengen bis zu 40 Gew.-%,
insbesondere bis zu 25 Gew.-% und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten
sein.
[0062] Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Polyphosphate,
vorzugsweise Natriumtriphosphat, in Betracht. Als wasserunlösliche anorganische Buildermaterialien
werden insbesondere kristalline oder amorphe, wasserdispergierbare Alkalialumosilikate,
in Mengen nicht über 25 Gew.-%, vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 20 Gew.-% und insbesondere
in Mengen von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen
Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A, Zeolith P sowie
Zeolith MAP und gegebenenfalls Zeolith X, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze
werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate
weisen insbesondere keine Teilchen mit einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen
vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr
Calciumbindevermögen liegt in der Regel im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
[0063] Zusätzlich oder alternativ zum genannten wasserunlöslichen Alumosilikat und Alkalicarbonat
können weitere wasserlösliche anorganische Buildermaterialien enthalten sein. Zu diesen
gehören neben den Polyphosphaten wie Natriumtriphosphat insbesondere die wasserlöslichen
kristallinen und/oder amorphen Alkalisilikat-Builder. Derartige wasserlösliche anorganische
Buildermaterialien sind in den Mitteln vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 20
Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% enthalten. Die als Buildermaterialien
brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid
zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen
Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen
Formel Na
2Si
xO
2x+1·y H
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Bevorzugte kristalline
Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte
2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl ß- als auch δ-Natriumdisilikate (Na
2Si
2O
5·y H
2O) bevorzugt. Auch aus amorphen Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie
kristalline Alkalisilikate der obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl
von 1,9 bis 2,1 bedeutet, können in den Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem
Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Natriumsilikate
mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5 werden in einer weiteren Ausführungsform
eingesetzt. In einer bevorzugten Ausgestaltung solcher Mittel setzt man ein granulares
Compound aus Alkalisilikat und Alkalicarbonat ein, wie es zum Beispiel unter dem Namen
Nabion® 15 im Handel erhältlich ist.
[0064] Erfindungsgemäß bevorzugt sind wasserlösliche Buildersysteme, insbesondere solche
die frei von Alumosilikaten und optional auch frei von DTPMP und Alkalicitrat sind.
In verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen besteht das lösliche Buildersystem
aus a) einem Alkalisilikat mit einem Modul M
2O:SiO
2, wobei M für ein Alkalimetallion steht, aus dem Bereich von 1:1,9 bis 1:3,3, b) einem
Alkalicarbonat, c) einem polymeren Polycarboxylat mit einer Molmasse kleiner 10000
g/mol, und d) einem zur Komplexbildung befähigten Phosphonat sowie e) gegebenenfalls
einer sauer wirkenden Komponente. Typischerweise macht das lösliche Buildersystem
weniger als 40 Gew.-% des gesamten Mittels aus.
[0065] Als in den Waschmitteln gegebenenfalls enthaltene Enzyme kommen insbesondere solche
aus der Klasse der Proteasen, Cutinasen, Amylasen, Lipasen, Pullulanasen, Xylanasen,
Hemicellulasen, Cellulasen, Peroxidasen sowie Oxidasen beziehungsweise deren Gemische
in Frage, wobei der Einsatz von Protease, Amylase, Lipasen und/oder Cellulase besonders
bevorzugt ist. Der Anteil beträgt vorzugsweise 0,2 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, insbesondere
0,5 Gew.-% bis 1 Gew.-%. Die Enzyme können in üblicher Weise an Trägerstoffen adsorbiert
und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein oder als konzentrierte, möglichst wasserfreie
Flüssigformulierungen eingearbeitet werden.
[0066] Geeignete Vergrauungsinhibitoren beziehungsweise soil-release-Wirkstoffe sind Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulosen und Cellulosemischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose und Methyl-Carboxymethylcellulose.
Vorzugsweise werden Natrium-Carboxymethylcellulose und deren Gemische mit Methylcellulose
eingesetzt. Zu den üblicherweise eingesetzten Soil-release-Wirkstoffen gehören Copolyester,
die Dicarbonsäureeinheiten, Alkylenglykoleinheiten und Polyalkylenglykoleinheiten
enthalten. Der Anteil an Vergrauungsinhibitoren und/oder soil-release-Wirkstoffen
in den Mitteln liegt im allgemeinen nicht über 2 Gew.-% und beträgt vorzugsweise 0,5
Gew.-% bis 1,5 Gew.-%.
[0067] Als optische Aufheller für insbesondere Textilien aus Cellulosefasern (zum Beispiel
Baumwolle) können in Waschmitteln beispielsweise Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
beziehungsweise deren Alkalimetallsalze enthalten sein. Geeignet sind zum Beispiel
Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazin-6-yl-amino)-stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholinogruppe eine Diethanolaminogruppe,
eine Methylaminogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Weiterhin können
Aufheller vom Typ des substituierten 4,4'-Distyryl-diphenyl anwesend sein, zum Beispiel
4,4'-Bis-(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyl. Auch Gemische von Aufhellern können verwendet
werden. Für Polyamidfasern eignen sich besonders gut Aufheller vom Typ der 1,3-Diaryl-2-pyrazoline,
beispielsweise 1-(p-Sulfoamoylphenyl)-3-(p-chlorphenyl)-2-pyrazolin sowie gleichartig
aufgebaute Verbindungen. Der Gehalt des Mittels an optischen Aufhellern beziehungsweise
Aufhellergemischen liegt im allgemeinen nicht über 1 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich
von 0,05 Gew.-% bis 0,5 Gew.-%.
[0068] Zu den in Waschmitteln einsetzbaren üblichen Schaumregulatoren gehören beispielsweise
Polysiloxan-Kieselsäure-Gemische, wobei die darin enthaltene feinteilige Kieselsäure
vorzugsweise silaniert oder anderweitig hydrophobiert ist. Die Polysiloxane können
sowohl aus linearen Verbindungen wie auch aus vernetzten Polysiloxan-Harzen sowie
aus deren Gemischen bestehen.
[0069] Weitere Entschäumer sind Paraffinkohlenwasserstoffe, insbesondere Mikroparaffine
und Paraffinwachse, deren Schmelzpunkt oberhalb 40 °C liegt, gesättigte Fettsäuren
beziehungsweise Seifen mit insbesondere 20 bis 22 C-Atomen, zum Beispiel Natriumbehenat,
und Alkalisalze von Phosphorsäuremono- und/oder -dialkylestern, in denen die Alkylketten
jeweils 12 bis 22 C-Atome aufweisen. Unter diesen wird bevorzugt Natriummonoalkylphosphat
und/oder -dialkylphosphat mit C
16- bis C
18-Alkylgruppen eingesetzt. Der Anteil der Schaumregulatoren kann vorzugsweise 0,2 Gew.-%
bis 2 Gew.-% betragen.
[0070] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die Mittel system- und umweltverträgliche
Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure,
Glykolsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch Mineralsäuren,
insbesondere Schwefelsäure oder Alkalihydrogensulfate, oder Basen, insbesondere Ammonium-
oder Alkalihydroxide, enthalten. Derartige pH-Regulatoren sind vorzugsweise nicht
über 10 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-%, enthalten.
[0071] Zur Herstellung der hierin beschriebenen Waschmittel sind beliebige, aus dem Stand
der Technik bekannte Verfahren, geeignet. Die Herstellung fester Mittel kann in im
Prinzip bekannter Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen,
wobei thermisch empfindliche Inhaltsstoffe gegebenenfalls später getrennt zugesetzt
werden.
[0072] Die Mittel liegen vorzugsweise als pulverförmige, granulare oder tablettenförmige
Präparate vor, die in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Mischen, Granulieren,
Walzenkompaktieren und/oder durch Sprühtrocknung der thermisch belastbaren Komponenten
und Zumischen der empfindlicheren Komponenten, zu denen insbesondere Enzyme, Bleichmittel
und bleichaktivierende Wirkstoffe zu rechnen sind, hergestellt werden können. Zur
Herstellung von Mitteln mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650
g/l bis 950 g/l, ist ein einen Extrusionsschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt.
[0073] Zur Herstellung von Mitteln in Tablettenform geht man vorzugsweise derart vor, dass
man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt und das Gemisch mittels
herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen oder Rundläuferpressen,
mit Preßdrucken im Bereich von 200·10
5 Pa bis 1 500·10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeit von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g auf, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm.
[0074] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Waschen von Textilien
bei dem ein erfindungsgemäßes Mittel eingesetzt wird. Solche Waschverfahren zur Reinigung
von Textilien zeichnen sich im allgemeinen dadurch aus, dass in einem oder mehreren
Verfahrensschritten reinigungsaktive Substanzen auf das Reinigungsgut aufgebracht
und nach der Einwirkzeit abgewaschen werden, oder dass das Reinigungsgut in sonstiger
Weise mit einem Waschmittel oder einer Lösung dieses Mittels behandelt wird.
[0075] In den beschriebenen Waschverfahren werden in verschiedenen Ausführungsformen der
Erfindung Temperaturen von bis zu 95 °C oder weniger, 90 °C oder weniger, 60°C oder
weniger, 50°C oder weniger, 40 °C oder weniger, 30°C oder weniger oder 20°C oder weniger,
eingesetzt. Diese Temperaturangaben beziehen sich auf die in den Waschschritten eingesetzten
Temperaturen.
[0076] In verschiedenen Ausführungsformen sind die oben im Zusammenhang mit Waschmitteln
beschriebenen Verwendungen, Zusammensetzungen und Verfahren auch auf Reinigungsmittel
für harte Oberflächen übertragbar. Die Erfindung erfasst somit auch die Verwendung
der beschriebenen Kombinationen zur Verbesserung der Reinigungsleistung von Reinigungsmitteln
für harte Oberflächen, entsprechende Reinigungsmittel und Verfahren, in denen solche
Reinigungsmittel zum Einsatz kommen.
[0077] Des Weiteren sind alle Sachverhalte, Gegenstände und Ausführungsformen, die für die
Verwendungen und Waschmittel beschrieben sind, sind auch auf die Waschverfahren anwendbar
und umgekehrt.
Beispiele
Beispiel 1: Waschmittelrezepturen
[0078] Tabelle 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Pulverwaschmittel B im Vergleich mit einem
nicht erfindungsgemäßen Pulverwaschmittel A (alle Angaben in Gew.-% außer anders angegeben):
Tabelle 1: Waschmittelzusammensetzungen
Inhaltsstoff |
A |
B |
LAS - Na |
12,5 |
12,5 |
FA 7 EO |
3,0 |
3,0 |
HEDP-Na4 |
1,1 |
1,1 |
Polyacrylat |
2,7 |
2,7 |
Natriumsilikat 2.1 |
7,0 |
7,0 |
Natriumcarbonat |
20,0 |
20,0 |
Natriumcarbonatperoxohydrat |
14,0 |
14,0 |
TAED |
4,0 |
4,0 |
Acylhydrazon1) |
- |
0,29 |
Carboxymethylcellulose |
2,5 |
2,5 |
Entschäumer |
0,5 |
0,5 |
Soil-Release Polymer |
0,25 |
0,25 |
Enzyme |
+ |
+ |
Optischer Aufheller |
0,3 |
0,3 |
Parfum |
0,16 |
0,16 |
Parfümkapseln |
0,1 |
0,1 |
Rest (Natriumsulfat, etc.) |
Ad 100 |
Ad 100 |
1) Morpholinium-4-(2-(2-((2-Hydroxyphenylmethyl)-methylen)-hydrazinyl)-2-oxoethyl)-4-methyl-chlorid |
[0079] Der gemessene pH-Wert in der Waschflotte liegt für Formel A bei 8,9 und für Formel
B bei 9,8.
Beispiel 2: Waschversuche
[0080] Für die Waschversuche wurden Haushaltswaschmaschinen (Miele W 1935) mit 3,5 kg Begleitwäsche
sowie den angeschmutzten Stofflappen (Baumwolle) beladen. Zusätzlich wurden 65 g/115
ml des zu prüfenden Waschmittels zudosiert und bei 20 °C gewaschen. Es wurde Waschmittel
A aus Tabelle 1 als Referenz verwendet und mit dem erfindungsgemäßen Waschmittel B
verglichen, Nach hängender Trocknung und Mangeln der Stofflappen wurde deren Weißgrad
spektralphotometrisch (Minolta CR200-1) bestimmt.
[0081] Die angegebenen Werte (Tabelle 2) sind Mittelwerte von 6 Bestimmungen. Die angeschmutzten
Textilien wurden gekauft bzw. selbst hergestellt. Gezeigt sind die Differenzen der
Remissionswerte zum Standardwaschmittel. Die Verwendung des Acylhydrazon-Bleichekatalysators
in der Waschmittelformulierung B zeigt im Vergleich zur Waschmittelformulierung A
Verbesserungen der Auswaschbarkeit, insbesondere an bleichbaren Anschmutzungen.
Tabelle 2: Waschergebnisse
Anschmutzung |
Herkunft/Art |
Diff. B gegen A |
Kaffee |
CFT BC2 |
2,4 |
Tee (niedrige Temp.) |
CFT BC3 |
3,2 |
Rotwein, frisch |
CFT CS103 |
2,7 |
Schw. Johannisbeere |
CFT CS12 |
3,0 |
Blaubeersaft |
CFT CS15 |
4,5 |
Karotte+Kartoffel Babybrei |
Equest Babyfood Hipp |
2,2 |
Senf |
Equest Mustard |
2,4 |
Rotwein |
Equest Redwine |
3,0 |
Tomatensauce |
Knorr al gusto |
1,1 |
Salatdressing |
Kühne Balsamico |
0,7 |
Blaubeersaft |
Rabenhorst |
5,5 |
Currysauce |
Kühne |
4,6 |
Tee |
Messner, Assam Ceylon 10 |
4,0 |
Tee (hohe/mittl. Temp.) |
CFT BC1 |
3,7 |
Rotwein, gealtert |
CFT CS03 |
3,7 |
Tee |
EMPA 167 |
6,8 |
Kaffee |
H-K-B |
2,9 |
Brombeersaft |
WFK 10BB |
1,2 |
Schw. Johannisbeersaft |
WFK 10JB |
1,2 |
Curry |
WFK 10U |
1,6 |
Blaubeersaft |
WFK 10WB |
2,8 |