[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung
auf die Oberfläche eines sich mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit bewegenden
Bands, insbesondere eines Stahlbands. Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine
Auftragsvorrichtung zum Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche
eines Bands sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, welche eine solche
Auftragsvorrichtung enthält.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, die gegebenenfalls beschichtete Oberfläche
eines Stahlblechs mit einer wässrigen Behandlungslösung zu behandeln, um das Stahlblech
oxidationsbeständig zu machen und den Reibwert zu erniedrigen, damit das Stahlblech
bei einer nachfolgenden Verarbeitung, beispielsweise bei der Herstellung von Verpackungsbehältern,
besser verarbeitbar und umformbar ist. Aus den Veröffentlichungen
DE 10 2005 045 034 A1 und
DE 10 2012 102 082 B3 sind beispielsweise Verfahren zur Passivierung der Oberfläche von metallbeschichteten
Stahlbändern bekannt, in denen auf ein sich mit einer Bandgeschwindigkeit bewegendes
Stahlband eine wässrige Lösung eines Behandlungsmittels aufgesprüht wird.
[0003] Alternativ zum Aufsprühen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche des
Bands kommt auch eine Applizierung des Behandlungsmittels durch ein Tauchverfahren
in Betracht. Sowohl bei den bekannten Sprühverfahren als auch bei den Tauchverfahren
ist es zur Erzielung einer homogenen Verteilung des Behandlungsmittels über die gesamte
Oberfläche des Bands erforderlich, die wässrige Lösung im Überschuss auf die Oberfläche
des Bands aufzubringen und den überschüssigen Anteil der Behandlungslösung beispielsweise
mittels Abquetschrollen wieder zu entfernen. Deshalb weisen sowohl die herkömmlichen
Sprühverfahren als auch die Tauchverfahren den Nachteil auf, dass größere Mengen der
wässrigen Behandlungslösung benötigt werden und dass ein überschüssiger Anteil der
Behandlungslösung, der beispielsweise mittels Quetschrollen von der Oberfläche des
Bands abgequetscht wird, in Sammelbehältern gesammelt und einer Wiederaufbereitung
zugeführt werden muss. Bei den bekannten Sprüh- und Tauchverfahren kommt es darüber
hinaus häufig zu einem ungleichmäßigen Auftrag der wässrigen Behandlungslösung auf
die Oberfläche des Bands. Dies macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn das Band
mit einer hohen Bandgeschwindigkeit von beispielsweise mehr als 400 m/min durch ein
Tauchbad mit der Behandlungslösung bewegt wird oder wenn auf ein mit entsprechenden
Bandgeschwindigkeiten bewegtes Band im Sprühverfahren eine wässrige Behandlungslösung
aufgebracht wird.
[0004] Zur Vermeidung dieser Nachteile schlägt die
DE 10 2013 107 505 A1 ein Verfahren zum Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche
eines sich mit einer Bandgeschwindigkeit von 200 bis 700 m/min bewegenden Stahlbands
vor, in dem nach dem Trocknen des Stahlbands mit einem Gasstrom die wässrige Behandlungslösung
auf wenigstens einer Oberfläche des Stahlbands mittels eines Rotationssprühers aufgebracht
wird, wobei der Rotationssprüher mehrere quer zur Bandlaufrichtung nebeneinander angeordnete
Sprührotoren aufweist, denen die wässrige Behandlungslösung zugeführt wird und welche
von einem Antrieb in Rotation versetzt werden, um die Behandlungslösung zentrifugalkraftbedingt
in Form eines Sprühstrahls auf die Oberfläche des Stahlbands zu sprühen und dort einen
Nassfilm der wässrigen Behandlungslösung aufzutragen. Der mit dem Rotationssprüher
aufgetragene Nassfilm der wässrigen Behandlungslösung wird anschließend mittels angetriebener
Glättrollen vergleichmäßigt und getrocknet. Es hat sich allerdings gezeigt, dass beim
Aufsprühen der wässrigen Behandlungslösung mittels eines Rotationssprühers bedingt
durch einen tropfenförmigen Auftrag Inhomogenitäten auf der Oberfläche des Stahlbands
entstehen können, die nach dem Trocknen des aufgesprühten Nassfilms fleckenförmige
Erscheinungen erzeugen.
[0005] Hiervon ausgehend besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren zum Auftragen
einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche eines bewegten Bands aufzuzeigen,
mit dem eine möglichst gleichmäßige Applizierung der Behandlungslösung auf die Bandoberfläche
ermöglicht wird, ohne dass es nach dem Trocknen der aufgebrachten Behandlungslösung
zu fleckigen Erscheinungen an der Bandoberfläche kommen kann. Eine weitere Aufgabe
der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens aufzuzeigen,
mit der möglichst effizient und mit geringem Ausschuss eine wässrige Behandlungslösung
auf die Oberfläche eines bewegten Stahlbands in möglichst homogener Verteilung aufgebracht
werden kann.
[0006] Diese Aufgaben werden mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einer
Auftragsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10 sowie mit einer Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtungen
sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
[0007] In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine wässrige Behandlungslösung zunächst
mittels eines Rotationssprühers auf wenigstens eine rotierende Walze eines Rollcoaters
aufgesprüht, wobei der Rotationssprüher mehrere in Längsrichtung der Walze nebeneinander
angeordnete Sprührotoren aufweist, denen die wässrige Behandlungslösung zugeführt
wird und welche von einem Sprührotorenantrieb in Rotation versetzt werden, um die
Behandlungslösung zentrifugalkraftbedingt in Form eines Sprühstrahls auf die Oberfläche
der Walze zu sprühen. Die wässrige Behandlungslösung wird anschließend auf wenigstens
eine Oberfläche des sich mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit bewegenden Bands
durch Vorbeiführen des Bands an einer rotierenden Applikationswalze des Rollcoaters
aufgetragen, wobei die wässrige Behandlungslösung in Form eines Nassfilms von der
Applikationswalze auf die Oberfläche des Bands übertragen wird.
[0008] Bei der rotierenden Walze des Rollcoaters, auf welche die Behandlungslösung zunächst
durch den Rotationssprüher aufgesprüht wird, kann es sich in einer ersten Ausführungsform
der Erfindung um die Applikationswalze selbst handeln. In einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung kann es sich jedoch bei der rotierenden Walze, auf welche die Behandlungslösung
durch den Rotationssprüher aufgesprüht wird, auch um eine Transferwalze handeln, welche
in Bezug auf die Applikationswalze des Rollcoaters so angeordnet ist, dass deren Achsen
parallel zueinander verlaufen und deren Oberflächen miteinander in Kontakt stehen.
In dieser Ausführungsform der Erfindung wird die wässrige Behandlungslösung zunächst
von dem Rotationssprüher auf die rotierende Transferwalze aufgesprüht und von dieser
auf die daran abrollende Applikationswalze übertragen. Die Applikationswalze appliziert
die wässrige Behandlungslösung auf wenigstens eine Oberfläche des Bands, indem das
Band mit der Bandgeschwindigkeit an der rotierenden Applikationswalze vorbeigeführt
wird. Die Transferwalze und die Applikationswalze rotieren dabei gegensinnig und bevorzugt
mit gleicher oder zumindest annähernd gleicher TangentialGeschwindigkeit.
[0009] In beiden Ausführungsformen der Erfindung steht die Oberfläche der Applikationswalze
in einem Übertragungsbereich mit der Oberfläche des Bands in Kontakt, wobei in diesem
Übertragungsbereich die Richtung der Tangentialgeschwindigkeit der Oberfläche der
rotierenden Applikationswalze der Bandlaufrichtung des sich mit der Bandgeschwindigkeit
(linear) bewegenden Bands entspricht.
[0010] Die Bandgeschwindigkeit liegt regelmäßig bei mehr als 200 m/min und entspricht bspw.
der Bandgeschwindigkeit mit der Stahlbänder in Bandbeschichtungsanlagen (wie z.B.
Bandverzinnungsanlagen) bewegt werden und welche typischerweise zwischen 200 und 700
m/min liegen. Der Betrag der Tangentialgeschwindigkeit der rotierenden Applikationswalze
entspricht dabei zumindest im Wesentlichen dem Betrag der Bandgeschwindigkeit. Dies
ermöglicht eine effiziente Applizierung der wässrigen Behandlungslösung von der Oberfläche
der Applikationswalze auf eine Oberfläche des Bands, ohne dass es zu einer Reibung
bzw. einem Schlupf zwischen dem sich bewegenden Band und der rotierenden Applikationswalze
kommen kann.
[0011] Zweckmäßig wird das Band vor dem Aufbringen der wässrigen Behandlungslösung mit einem
Gasstrom getrocknet, bevor das Band in dem Übertragungsbereich mit der Oberfläche
der rotierenden Applikationswalze in Kontakt kommt. Die Trocknung des Bands erfolgt
dabei bevorzugt mit einem "Air-Knife", welches einen laminaren Heißluftstrom auf die
Oberfläche des sich bewegenden Bands aufbläst.
[0012] Um eine möglichst gleichmäßige Beschichtung der Bandoberfläche mit der Behandlungslösung
zu erreichen, kann es zweckmäßig sein, den durch die Applikationswalze auf die Bandoberfläche
aufgebrachten Nassfilm der Behandlungslösung mittels angetriebener Glättrollen zu
vergleichmäßigen. Hierfür sind rotierend angetriebene Glättrollen in Bandlaufrichtung
nach dem Übertragungsbereich angeordnet. Entweder unmittelbar nach dem Applizieren
der wässrigen Behandlungslösung auf die Bandoberfläche mittels der Applikationswalze
oder nach dem Vergleichmäßigen des mit der Applikationswalze aufgebrachten Nassfilms
durch die Glättrollen wird der Nassfilm der Behandlungslösung zur Erzeugung einer
Trockenauflage getrocknet. Die Trocknung kann dabei in einem Ofen erfolgen oder durch
Bestrahlung der mit der Behandlungslösung beschichteten Bandoberfläche mit Infrarotstrahlung.
[0013] Zur Erzielung eines möglichst effizienten Nassfilmauftrags auf die Bandoberfläche
kann die den Sprührotoren pro Zeiteinheit zugeführte Menge der wässrigen Behandlungslösung
an die Bandgeschwindigkeit des Bands angepasst werden. Dadurch wird mittels der Sprührotoren
auf die rotierenden Walzen des Rollcoaters (gegebenenfalls direkt auf die Applikationswalze)
nur die tatsächlich zur Erzielung einer gewünschten Trockenauflage der Behandlungslösung
erforderliche Menge der wässrigen Behandlungslösung auf die Applikationswalze und
von dieser auf die zu behandelnde Oberfläche des Bands aufgebracht. Weiterhin ist
es durch diese Maßnahme möglich, die Bandgeschwindigkeit bei laufendem Verfahren zu
ändern, ohne dass dadurch eine zu hohe oder zu geringe Menge der Behandlungslösung
auf die Applikationswalze des Rollcoaters aufgebracht wird. Auf diese Weise kann einerseits
eine gewünschte Trockenauflage der Behandlungslösung eingehalten und andererseits
das Entstehen von überschüssiger Behandlungslösung auf der Bandoberfläche vermieden
werden.
[0014] Zur Versorgung der Rotationssprüher mit der benötigten Menge an wässriger Behandlungslösung
sind die Rotationssprüher zweckmäßig mit einer Zufuhreinrichtung gekoppelt, welche
eine Zufuhrleitung umfasst, die einerseits mit den Sprührotoren des Rotationssprühers
und andererseits mit einem Vorratsbehälter für die Behandlungslösung in Verbindung
steht. Die Zufuhreinrichtung ist dabei zweckmäßig über eine Steuereinrichtung automatisiert
steuerbar, wobei die Steuereinrichtung auch die Bandgeschwindigkeit des Bands steuert
und die den Sprührotoren pro Zeiteinheit zugeführte Menge der Behandlungslösung an
die Bandgeschwindigkeit anpasst.
[0015] Diese und weitere Merkmale sowie Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens und der
erfindungsgemäßen Vorrichtungen ergeben sich aus dem nachfolgend unter Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen näher beschriebenen Ausführungsbeispiel. Die Zeichnungen
zeigen:
- Figur 1:
- Schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 2:
- Detailansicht eines Ausschnitts der Vorrichtung von Figur 1 im Bereich des Rotationssprühers
und der Applikationswalze des Rollcoaters;
- Figur 3:
- Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens, welche auf einer Seite des zu behandelnden Bands eine
erste Auftragsvorrichtung gemäß der Erfindung sowie auf der anderen Seite des Bands
eine zweite Auftragsvorrichtung gemäß der Erfindung aufweist.
[0016] In Figur 1 ist eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche eines bewegten
Bands in Form eines Stahlbands schematisch dargestellt. Das Stahlband 1 wird dabei
über mehrere Umlenkrollen U geführt und bewegt sich mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit
v in einer Bandlaufrichtung, welche in Figur 1 mit einem Pfeil gekennzeichnet ist.
Die Bandgeschwindigkeit beträgt dabei regelmäßig mehr als 200 m/min und bis zu 750
m/min. Bei dem Stahlband 1 kann es sich um ein mit einer Metallbeschichtung beschichtetes
und kaltgewalztes Stahlband, beispielsweise um ein Weißblechband oder ein verzinktes
Stahlband, handeln. Es kann sich jedoch auch um unbeschichtetes Stahlblech handeln,
wie z.B. um ein Schwarzblech-Band.
[0017] Das Stahlband 1 wird von einer hier nicht dargestellten Transporteinrichtung mit
einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit v in eine Bandlaufrichtung bewegt und dabei
über Umlenkrollen U geführt. Zunächst wird das Stahlband 1 durch eine erste Trocknungseinrichtung
4 geleitet, um die Oberflächen des Stahlbands 1 zu trocknen und zu reinigen. Die erste
Trocknungseinrichtung 4 ist dabei beispielsweise durch ein "Air-Knife" gebildet, welches
einen laminaren Heißluftstrom auf die Oberflächen des sich mit der Bandgeschwindigkeit
v durchbewegenden Stahlbands 1 bläst, um dadurch die Stahlbandoberflächen zu trocknen
und störende Fremdpartikel abzublasen.
[0018] An die erste Trocknungseinrichtung 4 schließt sich eine Auftragsvorrichtung 10 zum
Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche des sich mit der vorgegebenen
Bandgeschwindigkeit in Bandlaufrichtung v bewegenden Bands 1 an. Die in Figur 2 im
Detail gezeigte Auftragsvorrichtung 10 umfasst einen Rotationssprüher 2 und einen
Rollcoater 20. Der Rotationssprüher 2 weist mehrere quer zu Bandlaufrichtung nebeneinander
und im Abstand zueinander angeordnete Sprührotoren 3 auf. Die Sprührotoren 3 sind
über eine zentrale Zufuhrleitung 6 und davon abgezweigte Abzweigleitungen 6a, 6b,
6c, etc. mit einem Vorratsbehälter 9 verbunden. In dem Vorratsbehälter 9 ist die wässrige
Behandlungslösung bevorratet, welche auf die Stahlbandoberfläche appliziert werden
soll. Die wässrige Behandlungslösung wird zweckmäßig mittels einer Pumpe 8 in die
Zufuhrleitung 6 gepumpt, von wo sie in die Abzweigleitungen 6a, 6b, 6c geleitet wird,
wobei jede Abzweigleitung mit einem der Sprührotoren 3 verbunden ist. Zur Erfassung
der in die Zufuhrleitung 6 gepumpten Menge der wässrigen Behandlungslösung ist in
der Zufuhrleitung 6 zweckmäßig ein Durchflussmesser 11 vorgesehen.
[0019] Über die Zufuhrleitung 6 und den daran angeordneten Abzweigleitungen wird die wässrige
Behandlungslösung den Sprührotoren 3 des Rotationssprühers 2 zugeführt. Die Sprührotoren
3 weisen jeweils einen von einem Antrieb in Rotation versetzten Teller auf. Aufgrund
der Rotation des Tellers der Sprührotoren 3 wird die zugeführte wässrige Behandlungslösung
durch die Zentrifugalkraft nach außen zum Tellerrand gefördert. Der Tellerrand ist
so geformt, dass die wässrige Behandlungslösung in Form feiner Tröpfchen von dem Tellerrand
des rotierenden Tellers wegfliegt. Der Tröpfchendurchmesser liegt, abhängig von der
Viskosität und der Oberflächenspannung der verwendeten Behandlungslösung, in der Regel
zwischen 30 und 70 Mikrometer. Die vom Tellerrand wegfliegenden Tröpfchen der Behandlungslösung
werden vollumfänglich um den rotierenden Teller der Sprührotoren 3 versprüht.
[0020] Die Sprührotoren 3 des Rotationssprühers 2 sind im Abstand zu dem Rollcoater 20 angeordnet.
Der Rollcoater 20 umfasst eine rotierend antreibbare Applikationswalze 21, welche
mit einem hier nicht dargestellten Antriebsmotor gekoppelt ist, der sie in Drehung
versetzt. Die rotierenden Sprührotoren 3 des Rotationssprühers 2 sprühen die wässrige
Behandlungslösung auf die Oberfläche der Applikationswalze 21 des Rollcoaters 20.
Die Sprührotoren 3 sind hierfür quer zur Bandlaufrichtung und entlang der Längsachse
der Applikationswalze 21 so angeordnet, dass sich die Sprühstrahlen 12 von benachbarten
Sprührotoren 3 auf der Oberfläche der Applikationswalze 21 überlappen, um einen gleichmäßigen
Auftrag der wässrigen Behandlungslösung über die gesamte Länge der Applikationswalze
21 sicher zu stellen.
[0021] Die rotierende Applikationswalze 21 appliziert die an ihrem Außenumfang anhaftende
Behandlungslösung auf eine Oberfläche des sich mit der Bandgeschwindigkeit entlang
der Bandlaufrichtung v linear bewegenden Bands 1. Dazu steht das sich bewegende Band
1 in einem Übertragungsbereich 23 mit der Oberfläche der rotierenden Applikationswalze
21 des Rollcoaters 20 in Kontakt. Durch den Kontakt zwischen der der Applikationswalze
21 zugewandten Bandoberfläche und der Oberfläche der Applikationswalze 21 wird die
auf der Oberfläche der Applikationswalze 21 anhaftende Behandlungslösung auf die Bandoberfläche
übertragen. Die Rotationsrichtung und -geschwindigkeit wird dabei zweckmäßig an die
Bandlaufrichtung v und die Bandgeschwindigkeit angepasst, so dass die Richtung der
Tangentialgeschwindigkeit an der Oberfläche der rotierenden Applikationswalze 21 im
Übertragungsbereich 23 der Bandlaufrichtung v entspricht und der Betrag der Tangentialgeschwindigkeit
zumindest im Wesentlichen mit der Bandgeschwindigkeit übereinstimmt.
[0022] Die den Sprührotoren 3 pro Zeiteinheit zugeführte Menge der wässrigen Behandlungslösung
wird dabei zweckmäßig an die Bandgeschwindigkeit v angepasst, mit der sich das Stahlband
1 bewegt. Dabei besteht ein linearer Zusammenhang zwischen der den Sprührotoren pro
Zeiteinheit zugeführten Menge der Behandlungslösung und der Bandgeschwindigkeit v.
Die den Sprührotoren pro Zeiteinheit Δt und bezogen auf die Breite B des Stahlbands
1 zugeführte Menge M der Behandlungslösung variiert dabei in der Regel zwischen M/Δt
· B = 0,4 bis 5,5 Liter pro Minute und Meter und liegt bevorzugt zwischen M/Δt · B
= 1,0 bis 3,5 Liter pro Minute und Meter. Bei einer typischen Bandgeschwindigkeit
von 200 bis 700 m/min beträgt die mit den Sprührotoren 3 auf die Oberfläche des Stahlbands
1 aufgesprühte Menge des Nassfilms der Behandlungslösung zwischen 1 und 8 ml/m
2 und bevorzugt zwischen 1 und 3 ml/m
2 und besonders bevorzugt ca. 2 ml/m
2.
[0023] Nach dem Aufbringen der wässrigen Behandlungslösung als Nassfilm auf die oder jede
Oberfläche des Stahlbands 1 kann das Stahlband 1 optional zwischen drehend angetriebenen
Glättrollen 5a, 5b durchgeführt werden. Die Glättrollen 5 dienen zur Vergleichmäßigung
des aufgetragenen Nassfilms der wässrigen Lösung. Bevorzugt wird hierfür ein Glättrollenpaar
5 mit zwei gegeneinander versetzt angeordneten Glättrollen 5a und 5b verwendet. Die
versetzte Anordnung der Glättrollen 5a, 5b ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Wie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, sind die Glättrollen 5a, 5b so zueinander
angeordnet, dass die Verbindungslinie der parallel zueinander und parallel zur Stahlbandoberfläche
verlaufenden Rotationsachsen der Glättrollen im Querschnitt mit dem durch die beiden
Glättrollen durchgeführten Stahlband 1 einen Winkel von ca. 30° bis 60° und insbesondere
von ca. 45° einschließt. Die Glättrollen üben dabei keinen Wesentlichen Anpressdruck
auf die Bandoberfläche aus. Dadurch wird keine oder nur ein sehr geringer Anteil der
aufgesprühten Behandlungslösung von der Bandoberfläche abgequetscht. Das Glättrollenpaar
5 führt im Wesentlichen nur zu einer Vergleichmäßigung des Nassfilms der Behandlungslösung
über die gesamte Oberfläche des Bands. Dadurch wird ein konstanter Auftrag eines Nassfilms
der Behandlungslösung mit homogener Schichtdicke über die gesamte Oberfläche des Bands
gewährleistet und es wird erreicht, dass keine überschüssige Behandlungslösung anfällt,
welche aufgesammelt und einer Wiederaufbereitung zugeführt werden müsste.
[0024] Im Anschluss an die Glättrollen 5 wird das Stahlband 1 durch eine zweite Trocknungseinrichtung
7 geleitet. Bei der zweiten Trocknungseinrichtung 7 kann es sich bspw. um einen Trocknungsofen
oder um einen Infrarot- oder Heißluft-Trockner handeln.
[0025] Nach dem Trocknen verbleibt auf der oder jeder Oberfläche des Stahlbands 1 eine gleichmäßige
Trockenauflage der Behandlungslösung, wobei die Trockenauflage nach dem Trocknen in
der Regel zwischen 1 und 50 mg/m
2 und bevorzugt zwischen 2 und 30 mg/m
2 liegt. Besonders bevorzugt beträgt die Trockenauflage der Behandlungslösung ca. 10
mg/m
2.
[0026] In Figur 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Seitenansicht gezeigt. Diese Ausführungsform
der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst eine erste
Auftragsvorrichtung 10 und eine zweite Auftragsvorrichtung 10', wobei die erste Auftragsvorrichtung
10 auf einer Seite des zu behandelnden Bands 1 und die zweite Auftragsvorrichtung
10' auf der anderen Seite des Bands 1 angeordnet ist. Die erste Auftragsvorrichtung
10 umfasst einen Rollcoater 20, welcher eine einzige rotierende Walze, nämlich eine
Applikationswalze 21 umfasst. Auf diese einzige Walze 21 wird mit einem im Abstand
zur Walze 21 angeordneten Rotationssprüher 2 die wässrige Behandlungslösung aufgesprüht,
wie in dem Ausführungsbeispiel von Figur 2.
[0027] Die rotierende Applikationswalze 21, welche in dem Ausführungsbeispiel von Figur
3 entgegen dem Uhrzeigersinn rotiert, appliziert die wässrige Behandlungslösung auf
eine Oberfläche des sich mit der Bandgeschwindigkeit entlang der Bandlaufrichtung
v linear bewegenden Bands 1. Dazu steht das sich bewegende Band 1 in einem Übertragungsbereich
23 mit der Oberfläche der rotierenden Applikationswalze 21 des Rollcoaters 20 in Kontakt.
Durch den Kontakt zwischen der der Oberfläche der Applikationswalze 21 und der Bandoberfläche
O, welche der Applikationswalze 21 zugewandt ist, wird die auf der Oberfläche der
Applikationswalze 21 anhaftende Behandlungslösung auf die Bandoberfläche O übertragen.
[0028] Auf der anderen Seite des Bands 1, also der der zweiten Bandoberfläche O' zugewandten
Seite, ist eine zweite Auftragsvorrichtung 10' angeordnet. Diese dient zum Applizieren
der wässrigen Behandlungslösung auf die zweite Bandoberfläche O' des Bands 1 und umfasst
ebenfalls einen Rollcoater 20' sowie einen Rotationssprüher 2'. Anders als die erste
Auftragsvorrichtung 10 enthält der Rollcoater 20' der zweiten Auftragsvorrichtung
10' zwei rotierende Walzen, nämlich eine erste rotierende Walze 21' in Form einer
Applikationswalze und eine zweite rotierende Walze 22 in Form einer Transferwalze.
Die Applikationswalze 21' und die Transferwalze 22 werden dabei rotierend angetrieben
und die Achsen der beiden rotierenden Walzen 21', 22 verlaufen parallel zueinander.
Die Oberflächen der beiden rotierenden Walzen 21', 22 stehen in einer Kontaktzone
24 in Kontakt miteinander. Die beiden rotierenden Walzen 21' und 22 rotieren zweckmäßig
mit gleicher Tangentialgeschwindigkeit an ihrer jeweiligen Oberfläche und gegensinnig
zueinander.
[0029] Im Abstand zur Transferwalze 22 und längs dazu verlaufend ist der Rotationssprüher
2' mit mehreren in Längsrichtung der Transferwalze 22 nebeneinander angeordneten Sprührotoren
3 angeordnet. Mittels des Rotationssprühers 2' wird die wässrige Behandlungslösung
zunächst auf die Transferwalze 22 gesprüht und von dieser in der Kontaktzone 24 auf
die Applikationswalze 21' übertragen. Die Oberfläche der rotierenden Applikationswalze
21' steht in einem Übertragungsbereich 23 mit der Oberfläche O' des Bands 1 in Kontakt,
um die sich auf der Oberfläche der Applikationswalze 21 befindliche wässrige Lösung
auf die Oberfläche O' des Bands 1 zu übertragen. Die Rotationsrichtung und -geschwindigkeit
ist an die Bandlaufrichtung und die Bandgeschwindigkeit so angepasst, dass die Richtung
der Tangentialgeschwindigkeit an der Oberfläche der rotierenden Applikationswalze
21 im Übertragungsbereich 23 der Bandlaufrichtung v entspricht und der Betrag der
Tangentialgeschwindigkeit zumindest im Wesentlichen mit der Bandgeschwindigkeit übereinstimmt.
[0030] Mit der in Figur 3 gezeigten Vorrichtung können beide Oberflächen O, O' des Bands
1 mit einem Nassfilm der wässrigen Behandlungslösung versehen werden. Wie in dem Ausführungsbeispiel
von Figur 1 kann sich an die beiden Auftragsvorrichtungen 10, 10' stromabwärts der
Bandlaufrichtung eine Vorrichtung zum Vergleichmäßigen bzw. Glätten des Nassfilms
anschließen, insbesondere zwei gegeneinander versetzte Glättrollen 5a, 5b.
[0031] Um einen Austausch der Walzen 21; 21', 22 der Rollcoater 20; 20' der Vorrichtung
von Figur 3 zu ermöglichen, ist es zweckmäßig die Rollcoater 20, 20' und die zugehörigen
Rotationssprüher 2, 2' auf verschiebbaren Schlitten 25, 25' anzuordnen. Die Schlitten
25, 25' sind dabei quer zur Bandlaufrichtung v verschiebbar, damit die erste Auftragsvorrichtung
10 sowie die zweite Auftragsvorrichtung 10' bei einem erforderlichen Austausch der
rotierenden Walzen der Rollcoater 20, 20' von dem Band 1 weggefahren werden können.
Über die verschiebbaren Schlitten 25, 25' kann auch der Anpressdruck der Applikationswalzen
21,21' der beiden Rollcoater 20, 20' an die Oberflächen O bzw. O' des Bands 1 eingestellt
werden. Die Schlitten 25, 25' sind dabei zweckmäßig in beliebigen Stellungen arretierbar,
um für die Durchführung des Verfahrens einen konstanten und gleichbleibenden Anpressdruck
der Applikationswalzen 21, 21' auf das dazwischen durchgeführte Band 1 einstellen
zu können.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die hier zeichnerisch dargestellten und im Detail beschriebenen
Ausführungsformen beschränkt. So ist es möglich, für eine einseitige Beschichtung
des Bands 1 mit der wässrigen Behandlungslösung lediglich auf einer Seite eine erfindungsgemäße
Auftragsvorrichtung 10 bzw. 10' anzuordnen, um die der Auftragsvorrichtung 10 bzw.
10' zugewandte Oberfläche O bzw. O' mit der wässrigen Behandlungslösung zu beschichten.
Weiterhin ist es möglich, in dem Rollcoater 20 neben der Applikationswalze 21 und
einer gegebenenfalls vorhandenen Transferwalze 22 noch weitere rotierende Walzen vorzusehen,
deren Achsen parallel zur Achse der Applikationswalze 21 verlaufen. Wenn mehrere solcher
Transferwalzen 22 vorgesehen sind, ist es zweckmäßig, wenn jeder Transferwalze ein
Rotationssprüher 2 zugeordnet ist, mit dem die wässrige Behandlungslösung auf die
jeweilige Transferwalze gesprüht werden kann. Jede der Transferwalzen steht dabei
mit der Oberfläche der Applikationswalze 21 in einer Kontaktzone in Kontakt, um die
wässrige Behandlungslösung von der jeweiligen Transferwalze 22 auf die Applikationswalze
21 zu übertragen.
[0033] Die erfindungsgemäße Auftragsvorrichtung 10 eignet sich grundsätzlich zum Auftragen
von wässrigen Behandlungslösungen auf eine oder beide Oberflächen von sich bewegenden
Bändern und ist insbesondere für die Behandlung von Stahlbändern geeignet. Die Stahlbänder
können dabei mit einer metallischen Korrosionsschutzschicht, wie z.B. einer Zinnschicht,
beschichtet sein. Bei den wässrigen Behandlungslösungen kann es sich beispielsweise
um Passivierungslösungen handeln, wie sie beispielsweise zur Passivierung von Weißblech
oder Schwarzblech bekannt sind. Entsprechende Behandlungslösungen sind beispielsweise
in der
DE 10 2013 107 505 A1 genannt. Soweit erforderlich, kann vor dem Aufbringen der wässrigen Behandlungslösung
eine Vorbehandlung des Bands vorgeschaltet werden, beispielsweise eine anodische Oxidation
oder eine Reinigung und/oder Trocknung der Bandoberfläche(n).
1. Verfahren zum Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche eines
sich mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit in einer Bandlaufrichtung (v) bewegenden
Bands (1) mit folgenden Schritten:
- Aufsprühen der wässrigen Behandlungslösung auf wenigstens eine rotierende Walze
(21, 22) eines Rollcoaters (20) mittels eines Rotationssprühers (2) mit mehreren in
Längsrichtung der Walze (21, 22) nebeneinander angeordneten Sprührotoren (3), denen
die wässrige Behandlungslösung zugeführt wird und welche von einem Sprührotorenantrieb
in Rotation versetzt werden, um die Behandlungslösung zentrifugalkraftbedingt in Form
eines Sprühstrahls auf die Oberfläche der Walze (21, 22) zu sprühen,
- Applizieren der wässrigen Behandlungslösung auf wenigstens eine Oberfläche des Bands
(1) durch Vorbeiführen des Bands (1) an einer rotierenden Applikationswalze (21) des
Rollcoaters (20) mit der vorgegebenen Bandgeschwindigkeit, wobei die wässrige Behandlungslösung
in Form eines Nassfilms von der Applikationswalze (21) auf die Oberfläche des Bands
(1) übertragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung durch den Rotationssprüher (2) auf die Applikationswalze (21)
aufgesprüht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung durch den Rotationssprüher (2) auf eine Transferwalze (22)
aufgesprüht wird, deren Achse parallel zur Achse der Applikationswalze (21) verläuft
und deren Oberfläche mit der Oberfläche der Applikationswalze (21) in Kontakt steht.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Transferwalze (22) gegensinnig zur Applikationswalze (21) rotiert, bevorzugt
mit gleicher oder zumindest annähernd gleicher Winkelgeschwindigkeit wie die Applikationswalze
(21).
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Applikationswalze (21) in einem Übertragungsbereich (23) mit der
Oberfläche des Bands (1) in Kontakt steht, wobei in dem Übertragungsbereich (23) die
Richtung der Tangentialgeschwindigkeit der Oberfläche der rotierenden Applikationswalze
(21) der Bandlaufrichtung (v) entspricht.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband (1) vor dem Aufbringen der Behandlungslösung mit einem Gasstrom getrocknet
wird, wobei der Gasstrom bevorzugt mit einem Air-Knife (4) als laminarer Heißluftstrom
auf die Oberfläche des sich bewegenden Bands (1) aufgeblasen wird.
7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Vergleichmäßigen des auf die Oberfläche des Bands (1) übertragenen Nassfilms
der wässrigen Behandlungslösung mittels angetriebener Glättrollen (5; 5a, 5b) und
anschließendes Trocknen des aufgetragenen Nassfilms der Behandlungslösung zur Erzeugung
einer Trockenauflage der Behandlungslösung auf der Oberfläche des Bands (1).
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die den Sprührotoren (3) pro Zeiteinheit zugeführte Menge der Behandlungslösung an
die Bandgeschwindigkeit des Bands (1) angepasst wird.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Bandgeschwindigkeit zwischen 200 und 750 m/min liegt und der Betrag der Tangentialgeschwindigkeit
der Applikationswalze (21) zumindest im Wesentlichen der Bandgeschwindigkeit (v) entspricht.
10. Auftragsvorrichtung zum Auftragen einer wässrigen Behandlungslösung auf die Oberfläche
eines sich mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit in einer Bandlaufrichtung (v)
bewegenden Bands (1), mit
- einem Rollcoater (20), der wenigstens eine erste rotierende Walze (21) zum Applizieren
der wässrigen Behandlungslösung auf wenigstens eine Oberfläche des Bands (1) aufweist,
sowie optional eine oder mehrere weitere rotierend antreibbare Walzen (22), deren
Achsen (A') parallel zur Achse (A) der ersten rotierenden Walze (21) verlaufen und
deren Oberfläche mit der Oberfläche der ersten Walze (21) in Kontakt stehen,
- einem Rotationssprüher (2) mit mehreren Sprührotoren (3), dem die wässrige Behandlungslösung
zugeführt wird und welcher im Abstand zu einer der Walzen (21, 22) des Rollcoaters
(20) angeordnet ist, wobei die Sprührotoren (3) längs der Achse dieser Walze (21,
22) nebeneinander liegend angeordnet sind und von einem Sprührotorenantrieb in Rotation
versetzt werden, um die Behandlungslösung zentrifugalkraftbedingt in Form eines Sprühstrahls
auf die Oberfläche dieser Walze (21, 22) zu sprühen.
11. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Walze, auf welche die Behandlungslösung durch den Rotationssprüher
(2) aufgesprüht wird, um die erste Walze (21) oder um eine Transferwalze (22) handelt,
deren Achse parallel zur Achse der ersten Walze (21) verläuft und deren Oberfläche
mit der Oberfläche der ersten Walze (21) in Kontakt steht.
12. Auftragsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationssprüher (2) zur Versorgung mit der wässrigen Behandlungslösung mit einer
Zufuhreinrichtung (6, 8) gekoppelt ist, welche eine Zufuhrleitung (6) umfasst, die
einerseits mit den Sprührotoren (3) des Rotationssprühers (2) und andererseits mit
einem Vorratsbehälter (9) für die Behandlungslösung in Verbindung steht.
13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit:
- einer Transporteinrichtung zum Transport des Bands (1) in einer Bandlaufrichtung
(v) mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit;
- einer Auftragsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die erste Walze
(21) des Rollcoaters (20) als Applikationswalze ausgebildet ist, welche in einem Übertragungsbereich
(23) mit einer Oberfläche des Bands (1) in Kontakt steht, um die wässrige Behandlungslösung
auf diese Oberfläche des Bands (1) zu Applizieren, wobei die Achse (A) der ersten
Walze (21) parallel zur Oberfläche des Bands (1) verläuft und senkrecht zur Bandlaufrichtung
(v) steht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die als Applikationswalze ausgebildete erste Walze (21) des Rollcoaters (20) mit
einem Applikationswalzenantrieb gekoppelt ist, der die erste Walze (21) in Rotation
versetzt und/oder dass die als Applikationswalze ausgebildete erste Walze (21) mit
einer Transferwalze (22) in Kontakt steht, welche mit einem Antrieb gekoppelt ist,
der die Transferwalze (22) in Rotation versetzt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14,
gekennzeichnet durch
- eine erste Trocknungseinrichtung (4) zum Trocknen des Bands (1),
- einem Paar von angetriebenen Glättrollen (5a, 5b), welche dem Rollcoater (20) in
Bandlaufrichtung (v) nachgeordnet sind und welche der Vergleichmäßigung des aufgetragenen
Nassfilms der Behandlungslösung auf der Oberfläche des Bands (1) dienen,
- sowie eine zweite Trocknungseinrichtung (7) zum Trocknen des auf die Oberfläche
des Bands (1) aufgetragenen Nassfilms der Behandlungslösung.