TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Beschreibung betrifft eine Gleitplatteneinheit der im Anspruch 1
beschriebenen Art. Sie betrifft weiterhin eine Bohle für einen Strassenfertiger und
einen Strassenfertiger, welche eine Gleitplatteneinheit der genannten Art umfassen.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0002] Strassenfertiger oder Schwarzdeckenfertiger umfassen eine Zugmaschine und eine Bohle.
Die Bohle ist an einer in Arbeitsrichtung hinteren Seite des Strassenfertigers angeordnet.
Die Bohle ist beispielsweise mittels Tragarmen an der Zugmaschine befestigt, wobei
die Tragarme anheb- und senkbar ausgestaltet sind. Dies ermöglicht es, die Bohle einerseits
zum Verschieben des Strassenfertigers anzuheben, andererseits, die Bohle in einer
Arbeitsstellung abzusenken. In der Arbeitsstellung lastet die Bohle mit Ihrem Eigengewicht
auf dem Untergrund, wobei es durchaus auch bekannt ist, die Bohle zu be- oder zu entlasten,
um den Druck, den die Bohle auf das zu verarbeitende Mischgut ausübt, zu variieren.
Bei der Herstellung eines Strassenbelags wird ein Mischgut aus einem Mischgutbehälter,
der beispielsweise an einer - in Arbeitsrichtung gesehen - Vorderseite der Zugmaschine
angeordnet ist, mittels der Kratzerbänder zur Rückseite der Zugmaschine gefördert
und auf dem Untergrund durch eine Schnecke auf die Breite der geschleppten Bohle verteilt.
Die Bohle wird mit einer Glättfläche über das auf dem Untergrund verteilte Mischgut
geschleppt. Die Bohle umfasst auf ihrer Unterseite eine Gleitplatte oder ein Glättblech.
Eine bohlenseitige Fläche der Gleitplatte weist dabei zum Rahmen der Bohle hin, während
eine arbeitsseitige Fläche der Gleitplatte die Glättfläche der Bohle bildet oder zumindest
ein wesentlicher Bestandteil der Glättfläche ist, und vorgesehen ist, über das Mischgut
zu gleiten. Dabei wird das Mischgut durch das Gewicht der Bohle verdichtet und geglättet
und der herzustellenden Oberfläche wird eine Form aufgeprägt.
[0003] Weiter ist es bekannt, dass die Bohle in Arbeitsrichtung vor der Gleitplatte und
hinter der Schnecke einen sogenannten Stampfer umfasst, der durch eine Auf- und Abbewegung
das von der Schnecke verteilte Mischgut vorverdichtet und unter die Gleitfläche der
Bohle presst, derart, dass die Glättfläche der Bohle direkt über das Mischgut gleiten
kann anstatt auf dieses aufgleiten zu müssen. Damit das Zusammenspiel von Stampfer
und Glättfläche möglichst gut funktioniert, ist es wünschenswert, wenn die Bahn der
Hinterkante des Stampfers und die Vorderkante der Glättfläche in Arbeitsrichtung möglichst
bündig zueinander liegen, dergestalt, dass sich zwischen einer Vorderkante der Bohlengleitfläche
und dem Stampfer kein Mischgut nach oben arbeiten kann.
DARSTELLUNG DES GEGENSTANDES DER VORLIEGENDEN BESCHREIBUNG
[0004] Es wird daher eine Gleitplatteneinheit beschrieben welche es ermöglicht, auf einer
Bohle mit einem Stampfer verbesserte Ergebnisse zu erzielen. Insbesondere ermöglicht
es die beschriebene Gleitplatteneinheit, unter allen Umständen eine ebene Glättfläche
zu gewährleisten.
[0005] Gemäss einem Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist die Gleitplatteneinheit geeignet,
um mit der Bewegungsbahn einer Hinterseite des Stampfers in Arbeitsrichtung bündig
angeordnet zu werden.
[0006] Gemäss einem weiteren Aspekt der vorliegenden Beschreibung ist die Gleitplatteneinheit
so ausgeführt, dass sie über den gesamten Hub des Stampfers eine Gegenlauffläche für
die Rückseite des Stampfers bietet.
[0007] Es ist ein weiteres Ziel, dass die beschriebene Gleitplatteneinheit bei einem Austausch
mit möglichst geringem Aufwand und geringen Stillstandszeiten des Fertigers ausgetauscht
werden kann. Weiterhin kann als Ziel gesehen werden, dass die Gleitplatteneinheit
sicherstellt, dass eine möglichst glatte und ebene Glättfläche der Bohle gewährleistet
ist.
[0008] Weitere Wirkungen und Vorteile der hier beschriebenen Gegenstände, ob explizit angegeben
oder nicht, ergeben sich im Lichte der vorliegenden Beschreibung.
[0009] Dies wird mittels der im Anspruch 1 beschriebenen Gleitplatteneinheit erreicht.
[0010] Beschrieben ist eine Gleitplatteneinheit für einen Strassenfertiger, die eine Gleitplatte
umfasst, wobei die Gleitplatte eine bohlenseitige Fläche und eine arbeitsseitige Fläche
aufweist. An einer Seitenkante der Gleitplatteneinheit umfasst diese eine Anlaufleiste,
die von der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte auskragt, derart, dass eine Seitenfläche
der Gleitplatteneinheit eine Aussenfläche der Anlaufleiste umfasst. Die arbeitsseitige
Fläche ist diejenige Fläche der Gleitplatte, die vorgesehen und konfiguriert ist,
um auf einem Mischgut zu gleiten. Hierzu weist sie beispielsweise eine wenigstens
annähernd glatte Oberfläche auf, um eine gleichmässig glatte Oberfläche des Mischguts
zu erzeugen. Die bohlenseitige Fläche der Gleitplatte ist als die Fläche definiert,
die vorgesehen und konfiguriert ist, um zum Rahmen der Bohle hin angeordnet zu werden.
Hierzu kann sie beispielsweise Mittel aufweisen, die zur Anbindung der Gleitplatteneinheit
an die Bohle respektive den Bohlenrahmen geeignet und vorgesehen sind. Unter den Mitteln
sind hierbei beispielsweise auch Flansche oder Anlageflächen zu verstehen, mit denen
die Gleitplatteneinheit bei einer Verschraubung gegen entsprechende Gegenflächen gepresst
wird.
[0011] Die vorliegend beschriebene Gleitplatteneinheit ist geeignet, um an einer festen
Bohle angeordnet zu werden, wie auch an der Grundbohle und/oder einer Ausziehbohle
einer verbreiterbaren Bohle.
[0012] Insbesondere ist die Anlaufleiste an einer Seitenkante der Gleitplatteneinheit angeordnet,
die zur Anordnung auf einer in Arbeitsrichtung vorne liegenden Seite der Bohle vorgesehen
ist. Weiterhin insbesondere erstreckt sich die Anlaufleiste zumindest im Wesentlichen
über die gesamte Quererstreckung dieser Seitenkante der Gleitplatteneinheit. Gemäss
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Beschreibung ist die Anlaufleiste so bemessen,
dass die Höhe der betreffenden Seitenkante, das heisst, die Dicke der Gleitplatte
zuzüglich des Masses, um das die Anlaufleiste von der bohlenseitigen Fläche auskragt,
grösser bemessen ist, als der Hub eines Stampfers, der an einer Bohle angeordnet ist,
zur Verwendung mit der die Gleitplatteneinheit vorgesehen ist. Insbesondere ist die
Höhe der betreffenden Seitenkante um ein Mass grösser, das ausreichend ist, um auch
in der obersten Position der Hubbewegung des Stampfers eine angemessene Gegenlagerfläche
mit dem Stampfer auszubilden und eine ausreichende Führung zu bilden. Die Höhe der
Seitenkante liegt beispielsweise bei 18 mm oder mehr. Auch diese Bedingung ist insbesondere
im Wesentlichen über die gesamte Quererstreckung der betreffenden Seitenkante erfüllt.
[0013] Gemäss einem weiteren Aspekt der vorliegenden Beschreibung geht eine Glättfläche
der Gleitplatteneinheit unmittelbar und ohne Rundungsradien in die oben genannte Seitenwand
der Gleitplatteneinheit, welche die Aussenfläche der Anlaufleiste umfasst, über. "Ohne
Rundungsradien" ist in diesem Zusammenhang so zu verstehen, dass ein Übergangsradius
zwischen den beiden Flächen in jedem Falle kleiner als 2 mm ist. In einer Ausführungsform
wird, soweit technisch möglich, ein eckiger Übergang ohne Rundungsradius, und insbesondere
ein zumindest näherungsweise rechtwinkliger Übergang zwischen diesen beiden Flächen
realisiert.
[0014] Es ist im Stand der Technik beispielsweise bekannt, eine Anlaufleiste und eine Gleitplatte
als getrennte Elemente auszuführen und einzeln an der Bohle zu montieren. Es ist dann
aber zum Beispiel notwendig, nach jedem Austausch der Gleitplatte, die ein Verschleissteil
ist, die vertikale Position der Anlaufleiste an der Bohle so nachzujustieren, dass
die Unterseite der Anlaufleiste mit der arbeitsseitigen Fläche der Gleitplatte bündig
ist, damit keine Stufen in der Gleitfläche der Bohle entstehen, welche das Arbeitsergebnis
negativ beeinflussen würden. Diese manuell und im Feld vorzunehmende Justage birgt
einerseits Fehlerquellen, andererseits sind diese Einstellungsarbeiten zeitintensiv,
was einen Einfluss auf die Standzeiten der Maschinen beim Austausch der Gleitplatte
hat. Gemäss der vorliegenden Offenbarung wird die Gleitplatteneinheit als Gesamteinheit
zur Verfügung gestellt, so, dass die gesamte Glättfläche der Gleitplatteneinheit stufenfrei
ausgeführt ist. Gleichzeitig kann auch eine ebene Vorderseite der Gleitplatteneinheit
gewährleistet werden. Damit werden einerseits Fehlerquellen ausgeschaltet, und andererseits
werden die Instandsetzungszeiten verkürzt.
[0015] In einer Ausführungsform der Gleitplatteneinheit umfasst die Seitenfläche der Gleitplatteneinheit,
welche die Aussenfläche der Verschleissschutzleiste umfasst oder von dieser gebildet
ist, eine Gleitfläche. Diese Gleitfläche kann als Gleitfläche für die Rückseite des
Stampfers vorgesehen sein, derart, dass die Rückseite des Stampfers während seiner
Auf- und Abbewegung über diese Gleitfläche gleitet. Insbesondere kann die Stampfer-Gleitfläche
zu diesem Zweck wenigstens im Wesentlichen eben ausgeführt sein.
[0016] Gemäss einem Aspekt der vorliegenden Beschreibung können die Gleitplatte und die
Anlaufleiste einstückig miteinander ausgeführt sein. Das heisst, die Gleitplatte und
die Anlaufleiste bilden bereits eine einzige Komponente, ohne gefügt werden zu müssen.
Insbesondere können die Gleitplatte und die Anlaufleiste einstückig und vollständig
fugenfrei miteinander ausgeführt sein. In weiteren Ausführungsformen der Gleitplatteneinheit
gemäss der vorliegenden Beschreibung besteht zwischen der Gleitplatte und der Anlaufleiste
wenigstens eine Fügeverbindung, und insbesondere sind Ausführungsformen offenbart,
bei denen die Gleitplatteneinheit mittels einer Fügeverbindung aus Einzelteilen gefügt
ist und wobei diese Einzelteile eine Gleitplatte und eine Anlaufleiste umfassen.
[0017] Die Fügeverbindung umfasst beispielsweise eine Schweissverbindung. In einem Aspekt
der vorliegenden Beschreibung sind die Gleitplatte und die Anlaufleiste insbesondere
ausschliesslich mittels einer Schweissverbindung gefügt.
[0018] Des Weiteren ist eine Gleitplatteneinheit offenbart, bei der die Fügeverbindung Formschlusselemente
umfasst. In beispielhaften, aber nicht einschränkenden, Ausführungsformen umfassen
die Formschlusselemente Passstifte, wobei die Passstifte zylindrische oder konische
Passstifte sein können, oder auch eine Kombination derselben.
[0019] Weiterhin kann die Fügung der Gleitplatteneinheit eine Nietverbindung und/oder eine
Schraubenverbindung umfassen.
[0020] Selbstverständlich ist diese Aufzählung an möglichen Fügeverbindungen nicht abschliessend.
Ebenso können verschiedene Arten der Fügeverbindung kombiniert sein. Beispielsweise
können die Anlaufleiste und die Gleitplatte in einer beispielhaften Ausführungsform
zunächst mittels formschlüssiger Elemente wie Passstifte, Nieten oder Schrauben in
einer festen Lage zueinander fixiert und anschliessend verschweisst werden. Ebenso
können die Anlaufleiste und die Gleitplatte beispielsweise mittels Passstiften in
ihrer Lage zueinander fixiert und anschliessend verschraubt oder vernietet werden.
In jedem dieser Fälle umfasst die Fügeverbindung mehrere Arten von Fügeelementen.
[0021] Gemäss einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine Glättfläche der
Gleitplatteneinheit zumindest im Wesentlichen stufenfrei ausgeführt. In spezifischeren
Ausführungsformen ist die Glättfläche der Gleitplatteneinheit zumindest im Wesentlichen
eben ausgeführt. Gemäss weiterer Aspekte der vorliegenden Offenbarung ist eine Stampfer-Gleitfläche
der Gleitplatteneinheit zumindest im Wesentlichen stufenfrei ausgeführt. In spezifischeren
Ausführungsformen ist die Stampfer-Gleitfläche der Gleitplatteneinheit zumindest im
Wesentlichen eben ausgeführt. Diese Aspekte kommen insbesondere dann zum Tragen, wenn
die Gleitplatte und die Anlaufleiste gefügt sind, und die Fuge in der Glättfläche
oder der Stampfer-Gleitfläche zu liegen kommt. Einerseits wird es notwendig sein,
vor dem Herstellen der Fügeverbindung die Gleitplatte und die Anlaufleiste mit ihren
entsprechenden Flächen bündig zueinander anzuordnen. Falls die Fügeverbindung eine
Schweissverbindung umfasst, kann es vorteilhaft sein, die Schweissverbindung im Bereich
der Glättfläche oder der Stampfer-Gleitfläche zu verschleifen oder auf andere geeignete
Weise zu glätten. Falls die Verbindung in erster Linie durch formschlüssige Elemente,
zum Beispiel durch Verschrauben oder Vernieten hergestellt werden soll, so kann es,
je nach Grösse und Lage der verbleibenden Restfuge, ebenfalls vorteilhaft sein, die
Fuge durch Materialauftrag, zum Beispiel durch Schweissen, aufzufüllen und die Oberfläche
zu glätten.
[0022] Es ist ebenso möglich, dass die Glättfläche und/oder die Stampfer-Gleitfläche nach
dem Fügen als Ganzes nachbearbeitet wird.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform ist auf einer zur bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte
hinweisend angeordneten Innenfläche der Anlaufleiste in einem Bereich, der von der
bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte auskragt, wenigstens eine Passfläche angeordnet.
Diese Passfläche ist insbesondere derart angeordnet und vorgesehen, um bei der Montage
der Gleitplatteneinheit an entsprechenden Gegenanlageflächen des Bohlenrahmens anzuliegen.
Damit ist auch eine definierte horizontale Positionierung der Gleitplatteneinheit
am Bohlenrahmen gewährleistet. Dies wiederum ermöglicht es, dass die zusammenwirkenden
Laufflächen eines Stampfers und der Gleitplatteneinheit sicher derart zueinander positioniert
sind, dass der Stampfer verspannungsfrei und andererseits ohne Spiel, oder zumindest
ohne übermässiges Spiel, an der auf der Gleitplatteneinheit gebildeten, hierfür vorgesehenen,
Gleitfläche auf- und ablaufen kann.
[0024] Weiterhin offenbart ist eine Bohle für einen Strassenfertiger, umfassend eine Gleitplatteneinheit
gemäss der vorliegenden Beschreibung, wobei die Anlaufleiste zu einer Vorderseite
der Bohle hinweisend angeordnet ist. Insbesondere umfasst die Bohle einen Stampfer
und an der Gleitplatteneinheit ist eine Stampfer-Gleitfläche ausgebildet, wobei eine
Rückseite des Stampfers an der Stampfer-Gleitfläche der Gleitplatteneinheit anliegt.
In einer Ausführungsform ist die Bohle eine verbreiterbare Bohle; in diesem Falle
umfassen die Grundbohle und/oder zumindest eine Ausziehbohle eine Gleitplatteneinheit
gemäss der vorliegenden Beschreibung.
[0025] Ein Strassenfertiger umfasst eine Zugmaschine und eine Bohle der oben beschriebenen
Art.
[0026] Wie einleitend bereits erwähnt, unterliegt die Gleitplatte einem Verschleiss und
muss, sobald sie auf eine gewisse Mindestdicke abgenutzt ist, ausgetauscht werden.
Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung ist daher auch eine Bohle offenbart, welche
mit wenigstens einer Vorrichtung zur Bestimmung des Verschleisses der Gleitplatte
ausgestattet ist. Zur Bestimmung des Verschleisses der Gleitplatte wird besonders
zweckmässig die verbleibende Dicke der Gleitplatte bestimmt.
[0027] Insbesondere umfasst die Verschleissbestimmungseinrichtung eine geeignete Messeinrichtung
zur Bestimmung der verbleibenden Dicke der Gleitplatte. Die Messeinrichtung kann am
Bohlenrahmen angeordnet sein, ist aber in spezifischen Ausführungsformen unmittelbar
an der Gleitplatteneinheit respektive unmittelbar an oder in der Gleitplatte angeordnet.
[0028] Insbesondere ist die Messeinrichtung an der Gleitplatte oder einer Gleitplatteneinheit
der oben beschriebenen Art angeordnet. Weiterhin insbesondere ist die Messeinrichtung
an einer bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte angeordnet und/oder ausgehend von der
bohlenseitigen Fläche in die Gleitplatte eingesetzt. Insofern sind auch eine Gleitplatte
und eine Gleitplatteneinheit der oben beschriebenen Art offenbart, welche eine Messeinrichtung
umfassen. Ebenso sind eine Gleitplatte und eine Gleitplatteneinheit der oben beschriebenen
Art offenbart, welche geeignete Mittel zur Aufnahme und/oder Befestigung wenigstens
einer Messeinrichtung aufweisen. Diese Aufnahme- und/oder Befestigungsmittel sind
insbesondere auf der bohlenseitigen Fläche einer Gleitplatte angeordnet.
[0029] Insbesondere kann ein Ultraschall-Messkopf Verwendung finden, der auf an sich bekannte
Art mittels Ultraschallsignalen die verbleibende Dicke der Gleitplatte bestimmt. Der
Ultraschallmesskopf ist in einer Ausführungsform gemäss der vorliegenden Beschreibung
mittels geeigneter Befestigungsmittel an der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte
befestigt.
[0030] Es können eine oder mehrere Messeinrichtungen angeordnet sein, wobei im Falle mehrerer
Messeinrichtungen diese derart angeordnet und vorgesehen sein können, um den Verschleiss
bzw. die verbleibende Dicke der Gleitplatte an verschiedenen Stellen der Gleitplatte
zu bestimmen.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Messeinrichtung wenigstens ein elektrisch
leitendes Element, welches innerhalb der Gleitplatte angeordnet ist. Das leitende
Element ist von der Gleitplatte elektrisch isoliert und reicht von der bohlenseitigen
Fläche der Gleitplatte um eine bestimmte Distanz in die Gleitplatte hinein. Das elektrisch
leitende Element umfasst ausserhalb der Gleitplatte zwei elektrische Anschlüsse, zwischen
denen das elektrisch leitende Element eine Verbindung herstellt. Ist die Gleitplatte
nun bis auf ein Restmass abgenutzt, das der Tiefe entspricht, um die das elektrisch
leitende Element in die Gleitplatte hineinreicht, wird das elektrisch leitende Element
durchtrennt. Durch die Detektion des Unterbruchs eines Stromflusses durch das elektrisch
leitende Element kann nunmehr festgestellt werden, dass die Gleitplatte bis auf eben
jenes verbleibende Restmass verschlissen ist. Das elektrisch leitende Element ist
beispielsweise ein Draht oder Kabel.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform sind an einer Stelle der Gleitplatte mehrere elektrisch
leitende Elemente eingesetzt, welche unterschiedlich weit in die Gleitplatte hineinragen.
Dies ermöglicht es, die verbleibende Dicke der Gleitplatte, bzw. den Verschleiss,
inkrementell zu bestimmen.
[0033] Gemäss einem Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird wenigstens ein elektrisch leitendes
Element in eine von der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte ausgehende Blindbohrung
eingelegt und dort mit einem geeigneten Material vergossen. Gemäss einem anderen Aspekt
der vorliegenden Offenbarung ist ein oder mehrere elektrisch leitende Elemente in
einem Messkopf enthalten, welcher in eine von der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte
ausgehende Blindbohrung eingesetzt und auf geeignete Weise befestigt ist. Dabei kann
der Messkopf beispielsweise unmittelbar in die Blindbohrung eingeschraubt sein. Der
Messkopf kann weiterhin mittels eines Flansches mit der Gleitplatte verschraubt oder
vernietet sein. Ebenso kann dieser Messkopf in die Gleitplatte eingepresst sein. In
weiteren Ausführungsformen ist der Messkopf mit der Gleitplatte verklebt, verlötet,
verschweisst, oder verstemmt. Weiterhin können jegliche Arten von hier zur Anwendung
gelangenden Befestigungen durch Verkleben, Verlöten, Verstemmen, Verschweissen oder
andere nicht zerstörungsfrei lösbare Verbindungen zusätzlich gesichert werden. Dies
bietet einerseits Sicherheit gegen Lockerung des Messkopfes während des Einsatzes
unter anspruchsvollen Bedingungen, welche eine Belastung durch Vibrationen und Temperaturwechsel
umfassen. Andererseits bietet eine nicht zerstörungsfrei lösbare Verbindung Sicherheit
gegen Fehlmanipulationen bei der Wartung oder Instandhaltung. Schliesslich ist die
Verschleisserfassung mittels elektrischer Leiter kostengünstig und einfach, und wird
beim Durchtrennen des Leiters ohnehin zerstört, so, dass ein derartiger Messkopf ohne
weiteres als nicht auswechselbar verbauter integraler Bestandteil der Gleitplatte
oder Gleitplatteneinheit ausgeführt werden kann.
[0034] Es versteht sich von selbst, dass jedes der leitenden Elemente zwei ausserhalb des
Messkopfes angeordnete und zugängliche Anschlüsse aufweisen muss, welche durch das
leitende Element verbunden sind.
[0035] Selbstverständlich können die oben beschriebenen Arten der Befestigung einer Messeinrichtung
auch für andere Arten von insbesondere zur Verschleissmessung geeigneten Messeinrichtungen
Verwendung finden. Selbstverständlich kann die Befestigung der Messeinrichtung auf
der Gleitplatte oder Gleitplatteneinheit dann auch so vorgesehen sein, dass eine Messeinrichtung
beim Austausch der Gleitplatte oder Gleitplatteneinheit wiederverwendet werden kann.
[0036] Die Aufzählung der Arten von Aufnahme und Befestigung der Messeinrichtung ist nicht
als abschliessend zu verstehen.
[0037] Gemäss einem Aspekt der vorliegenden Beschreibung umfasst eine Bohle Anschlussmittel
für Leitungen, über welche Signale der Messeinrichtung übertragen werden.
[0038] Ein beispielhafter Strassenfertiger umfasst eine Bohle, welche mit einer Verschleissmesseinrichtung
für eine Gleitplatte oder eine Gleitplatteneinheit ausgestattet ist. Ein von der Verschleissmesseinrichtung
generiertes Signal ist beispielsweise in einem Leitstand des Strassenfertigers darstellbar.
Weiterhin kann die Bohle mit einem eigenen Leitstand ausgestattet sein. In diesem
Falle kann ein von der Verschleissmesseinrichtung generiertes Signal in dem Leitstand
der Bohle darstellbar sein. Ein von der Verschleissmesseinrichtung generiertes Signal
kann weiterhin in einem Leitstand des Strassenfertigers und/oder in einem Leitstand
der Bohle darstellbar sein.
[0039] Die oben dargestellten Ausgestaltungen der beschriebenen Gegenstände können selbstverständlich
untereinander kombiniert werden. Es versteht sich von selbst, dass die beschriebenen
technischen Lehren sowohl auf die Grundbohle als auch auf Ausziehbohlen anwendbar
sind. Weitere, nicht spezifisch offenbarte Ausführungsformen der Lehre dieses Dokumentes
erschliessen sich dem Fachmann ohne Weiteres.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0040] Die hier dargelegten Sachverhalte werden nachfolgend anhand ausgewählter in der Zeichnung
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Im Einzelnen zeigen
- Fig. 1
- einen Strassenfertiger;
- Fig. 2
- eine Ansicht einer Bohle eines Strassenfertigers;
- Fig. 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Gleitplatteneinheit;
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Gleitplatteneinheit;
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer Gleitplatteneinheit;
- Fig. 6
- einen Strassenfertiger, bei dem in einer Gleitplatte oder Gleitplatteneinheit eine
Verschleissbestimmungseinrichtung angeordnet ist;
- Fig. 7
- beispielhafte Ausführungsformen von Gleitplatten mit Verschleiss-Messeinrichtungen.
[0041] Die Zeichnungen sind stark schematisiert. Nicht für das Verständnis der beschriebenen
Gegenstände notwendige Einzelheiten sind weggelassen worden. Weiterhin zeigen die
Zeichnungen nur ausgewählte Ausführungsbeispiele und dürfen nicht zur Einschränkung
der in den Ansprüchen umschriebenen Gegenstände herangezogen werden. Nicht gezeigte
Ausführungsformen können durchaus von den Ansprüchen abgedeckt sein.
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0042] Die Figur 1 zeigt einen Strassenfertiger 1, umfassend eine Zugmaschine 10 und eine
Bohle 20. Vorliegend ist ein Raupenfertiger dargestellt. Es versteht sich, dass die
folgenden Ausführungen auch für einen Radfertiger gelten. Die Zugmaschine 10 umfasst
einen Antrieb 11, ein Fahrwerk 12, sowie einen Mischgutbehälter 13. Weiterhin ist
auf der Zugmaschine ein Leitstand 14 angeordnet. Von diesem Leitstand aus kann der
Strassenfertiger gefahren und bedient werden. Die Bohle 20 ist mittels Tragarmen 15
an der Zugmaschine angekoppelt. Mittels Hydraulikzylindern 16 können die Tragarme
15 um die Drehachse 151 geschwenkt werden, wodurch die Bohle 20 angehoben und abgesenkt
werden kann. Auf der Bohle 20 ist in diesem Beispiel ebenfalls ein Leitstand 21 angeordnet,
von dem aus Elemente der Bohle bedient werden können, so zum Beispiel die Breitenverstellung
einer Ausziehbohle. Beim Fertigen einer Fahrbahndecke bewegt sich der Strassenfertiger
in der durch den Pfeil 2 dargestellten Richtung. Mischgut wird mittels nicht dargestellter
Kratzerbänder aus dem Mischgutbehälter 13 auf den Untergrund 31 in Fahrtrichtung hinter
der Zugmaschine und vor der Bohle gefördert. Dort abgelagertes Mischgut 32 wird mittels
einer Schnecke 22 in der Breite der Bohle verteilt, von einem Stampfer 23, der sich
alternierend nach oben und unten bewegt, nach unten gepresst, und schliesslich von
einer Gleitplatteneinheit 24 der Bohle durch das darauf lastende Gewicht der Bohle
verdichtet und geglättet. Auf diese Weise entsteht hinter dem Strassenfertiger eine
geglättete und gegebenenfalls konturierte Fahrbahnoberfläche 33. Da die Gleitplatteneinheit
über das Mischgut gezogen wird, unterliegt sie ständigem Verschleiss.
[0043] In Figur 2 ist eine Ansicht der Bohle 20 dargestellt. Eine Gleitplatteneinheit 24
ist mit einem Bohlenrahmen 25 verbunden. Die Gleitplatteneinheit 24 umfasst eine arbeitsseitige
Fläche 241, die dafür vorgesehen ist, über das Mischgut zu gleiten, sowie eine bohlenseitige
Fläche 242. In Arbeitsrichtung 2 vor der Gleitplatteneinheit ist der Stampfer 23 angeordnet.
Dieser bewegt sich, wie durch den Pfeil 231 angedeutet, auf und ab, und drückt somit
Mischgut unter die Gleitplatteneinheit 24. Der Hub des Stampfers liegt beispielsweise
bei 5 mm. Um ein sauberes Arbeitsergebnis zu erzielen, ist es wichtig, dass der Stampfer
mit seiner Rückseite möglichst bündig an der Gleitplatteneinheit anliegt. Das heisst,
idealerweise gleitet die Rückseite des Stampfers 23 an einer Vorderseite der Gleitplatteneinheit
24 auf und ab.
[0044] In Figur 3 ist Detail "A" aus Figur 2 mit einer ersten beispielhaften Ausführungsform
der Gleitplatteneinheit dargestellt. Die Gleitplatteneinheit 24 ist aus der Gleitplatte
243 und der Anlaufleiste 244 gefügt. Dabei ist die Anlaufleiste 244 an einer in Arbeitsrichtung
2 vorne liegende Seitenkante der Gleitplatte 243 befestigt, derart, dass die entsprechende
Seitenkante der Gleitplatteneinheit die aussenliegende Fläche der Anlaufleiste umfasst.
Die Anlaufleiste 244 kragt von der bohlenseitigen Fläche 242 aus, und schliesst mit
der arbeitsseitigen Fläche 241 bündig ab. Dabei umfasst die arbeitsseitige Fläche
241 der Gleitplatte eine Abschrägung 241 a. Die Anlaufleiste 244 und die Gleitplatte
243 sind in diesem Beispiel durch Schweissen gefügt. Dabei ist an der bohlenseitigen
Fläche 242 eine Kehlnaht 247 angeordnet, während eine weitere Schweissnaht 246 auf
der Seite der arbeitsseitigen Fläche die Fuge verfüllt. Die Naht ist weiterhin verschliffen
oder auf eine andere geeignete Weise geglättet, um eine glatte Arbeitsfläche zu bilden.
Die Seitenfläche der Gleitplatteneinheit 24, welche die Aussenseite der Anlaufleiste
244 umfasst, bildet eine Stampfer-Gleitfläche 245. Der Stampfer 23 liegt mit einer
Stampfer-Rückseite 232 an der Stampfer-Gleitfläche 245 an und gleitet, wie durch den
Pfeil 231 angedeutet, entlang der Stampfer-Gleitfläche auf und ab. Gestrichelt ist
die unterste Position des Stampfers 23 angedeutet. Weiterhin ist an einer Hinterseite
der Anlaufleiste, also einer zur bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte hinweisenden
Seite der Anlaufleiste, eine Ausnehmung mit einer bearbeiteten Passfläche 250 eingearbeitet.
Diese dient dazu, die Gleitplatteneinheit passgenau und präzise in horizontaler Richtung
am Bohlenrahmen zu positionieren. Damit kann ein zumindest weitgehend spielfreier
und gleichzeitig wenigstens weitgehend verspannungsfreier Lauf des Stampfers an der
Stampfer-Gleitfläche gewährleistet werden. Insbesondere ist eine Passfläche auf beiden
Seiten-wobei seitlich sich auf die Arbeitsrichtung bezieht - der Gleitplatteneinheit
angeordnet. Ebenso könnte die Ausnehmung mit der Passfläche sich auch über die gesamte
Breite der Anlaufleiste erstrecken, wobei es wiederum möglich ist, auf einer derart
zurückgesetzten Fläche kleinere Flächen als fein bearbeitete Passflächen anzuordnen.
[0045] Derartige horizontale Passflächen können auch die Gleitplatteneinheiten gemäss den
nachstehend aufgeführten Ausführungsbeispielen aufweisen; allerdings können diese
auch so angeordnet sein, dass sie in den dargestellten Seitenansichten nicht sichtbar
sind.
[0046] Eine zweite beispielhafte Ausführungsform einer Gleitplatteneinheit ist in Figur
4 dargestellt. Im Unterschied zu der Darstellung in Figur 3 ist die Anlaufleiste 244
nicht direkt auf einer Seitenkante der Gleitplatte 243 angeordnet, sondern auf die
bohlenseitige Fläche 242 aufgesetzt, und zwar angrenzend zu der in Arbeitsrichtung
2 vorderen Seitenkante der Gleitplatte und bündig mit dieser abschliessend. Auch dies
ist im Rahmen der vorliegenden Offenbarung als "an einer Seitenkante der Gleitplatte
angeordnet" zu verstehen, da auch hier eine Seitenfläche der Gleitplatteneinheit eine
Aussenfläche der Anlaufleiste umfasst. Die Schweissnaht 248 ist ebenfalls verschliffen
oder auf andere geeignete Weise geglättet, damit eine Aussenseite der Anlaufleiste
und die vordere Seitenkante der Gleitplatte zusammen eine ebene Stampfer-Gleitfläche
ausbilden.
[0047] Schliesslich ist in Figur 5 eine dritte beispielhafte Ausführungsform skizziert,
bei der die Anlaufleiste 244 mittels einer bei 249 angedeuteten Schraubenverbindung
mit der Gleitplatte gefügt ist. Selbstverständlich ist es auch hier möglich, die Fuge
auf der Seite der arbeitsseitigen Fläche 241 zu verfüllen, beispielsweise durch Schweissen,
und die Oberfläche dieser Verbindung anschliessend mittels einer geeigneten Bearbeitung
zu glätten.
[0048] Figur 6 zeigt einen Strassenfertiger, bei dem die Gleitplatte mit einer Verschleissmesseinrichtung
40 versehen ist, wobei in den Leitständen 14 der Zugmaschine und 21 der Bohle Anzeigeeinrichtungen
41 und 42 angeordnet sind, mit denen Signale der Verschleissmesseinrichtung 40 darstellbar
sind.
[0049] Figur 7 zeigt beispielhaft Ausführungsformen von Gleitplatten 243 mit Verschleissmesseinrichtungen
40. In einer ersten beispielhaften Ausführungsform gemäss Figur 7a) ist eine Leiterschlaufe
43 von der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte 243 her in die Gleitplatte eingelassen.
[0050] Wenn die Gleitplatte im Betrieb bis auf ein Mass D verschlissen ist, wird der Leiter
43 durchtrennt. Ein Unterbruch eines Stromflusses kann detektiert und entsprechend
ein Signal dargestellt werden. In der Ausführungsform gemäss der Figur 7b sind drei
Leiterschlaufen 43, 44, und 45 in einer als Messkopf fungierenden Hülse 46 verbaut,
welche wiederum in einer Aufnahmeöffnung in der Gleitplatte 243 angeordnet ist. Die
drei Leiterschlaufen reichen unterschiedliche Tiefen in die Gleitplatte hinein. Jeweils
beim Erreichen eines Restdickenmasses D1, D2, und D3 wird eine der Leiterschlaufen
durchtrennt, und wiederum kann eine Unterbrechung eines Stromflusses detektiert und
dargestellt werden, wodurch eine inkrementelle Verschleissmessung möglich ist.
[0051] Wie oben bereits dargestellt, kann die Verschleissbestimmungseinrichtung auch mittels
anderer Messmittel realisiert werden.
[0052] Obschon der Gegenstand der vorliegenden Beschreibung anhand ausgewählter Ausführungsbeispiele
erläutert wurde, sollen diese nicht einer Einschränkung der beanspruchten Erfindung
dienen. Die Ansprüche umfassen Ausführungsformen, die nicht explizit dargestellt sind,
und Ausführungsformen, die von den gezeigten Beispielen abweichen, sind dennoch von
den Ansprüchen gedeckt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0053]
- 1
- Strassenfertiger
- 2
- Fahrtrichtung, Arbeitsrichtung
- 10
- Zugmaschine
- 11
- Antrieb
- 12
- Fahrwerk
- 13
- Mischgutbehälter
- 14
- Leitstand
- 15
- Tragarm
- 16
- Hydraulikzylinder
- 20
- Bohle
- 21
- Leitstand
- 22
- Schnecke
- 23
- Stampfer
- 24
- Gleitplatteneinheit
- 25
- Bohlenrahmen
- 31
- Untergrund
- 32
- Mischgut
- 33
- Fahrbahnoberfläche
- 40
- Verschleissmesseinrichtung
- 41
- Anzeigeeinrichtung
- 42
- Anzeigeeinrichtung
- 43
- Leiterschlaufe
- 44
- Leiterschlaufe
- 45
- Leiterschlaufe
- 46
- Hülse, Messkopf
- 151
- Drehachse
- 231
- Stampfer-Bewegung
- 232
- Stampfer-Rückseite
- 241
- arbeitsseitige Fläche
- 241a
- Abschrägung
- 242
- bohlenseitige Fläche
- 243
- Gleitplatte
- 244
- Anlaufleiste
- 245
- Stampfer-Gleitfläche
- 246
- Schweissnaht
- 247
- Schweissnaht
- 248
- Schweissnaht
- 249
- Schraubenverbindung
- 250
- horizontale Passfläche
- D
- Restdickenmass
- D1
- Restdickenmass
- D2
- Restdickenmass
- D3
- Restdickenmass
1. Gleitplatteneinheit (24) für einen Strassenfertiger, umfassend eine Gleitplatte (243),
die eine bohlenseitige Fläche (242) und eine arbeitsseitige Fläche (241) aufweist,
und wobei eine Seitenkante der Gleitplatteneinheit eine Anlaufleiste (244) umfasst,
die von der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte auskragt, derart, dass eine Seitenfläche
der Gleitplatteneinheit eine Aussenfläche der Anlaufleiste umfasst.
2. Gleitplatteneinheit gemäss Anspruch 1, wobei auf der Seitenfläche der Gleitplatteneinheit,
welche die Aussenfläche der Anlaufleiste umfasst, eine Stampfer-Gleitfläche (245)
ausgebildet ist.
3. Gleitplatteneinheit gemäss einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Gleitplatte
und die Anlaufleiste einstückig miteinander ausgeführt sind.
4. Gleitplatteneinheit gemäss Anspruch 3, wobei die Gleitplatte und die Anlaufleiste
einstückig und fugenfrei miteinander ausgeführt sind.
5. Gleitplatteneinheit gemäss einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Fügeverbindung aufweist.
6. Gleitplatteneinheit gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitplatte und die Anlaufleiste mittels einer Fügeverbindung gefügt sind.
7. Gleitplatteneinheit gemäss einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügeverbindung eine Schweissverbindung umfasst.
8. Gleitplatteneinheit gemäss einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügeverbindung Formschlusselemente umfasst.
9. Gleitplatteneinheit gemäss einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügeverbindung eine Nietverbindung und/oder eine Schraubenverbindung umfasst.
10. Gleitplatteneinheit gemäss einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Glättfläche
der Gleitplatteneinheit zumindest im Wesentlichen stufenfrei und/oder eben ausgeführt
ist.
11. Gleitplatteneinheit gemäss einem der vorstehenden Ansprüche, wobei auf einer der zur
bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte hinweisend angeordneten Innenfläche der Anlaufleiste
in einem Bereich, der von der bohlenseitigen Fläche der Gleitplatte auskragt, wenigstens
eine Passfläche (250) angeordnet ist.
12. Gleitplatteneinheit gemäss einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine Verschleissmesseinrichtung (40) umfasst, wobei die Verschleissmesseinrichtung
insbesondere fest in oder an der Gleitplatteneinheit (24) verbaut ist, und wobei insbesondere
die Messeinrichtung fest in oder an der Gleitplatte (243) verbaut ist, und wobei weiterhin
insbesondere die Messeinrichtung für eine Messung der Dicke (D, D1, D2, D3) der Gleitplatte
geeignet ist.
13. Bohle (20) für einen Strassenfertiger, umfassend eine Gleitplatteneinheit gemäss einem
der vorstehenden Ansprüche, wobei die Anlaufleiste (244) zu einer Vorderseite der
Bohle hinweisend angeordnet ist.
14. Bohle für einen Strassenfertiger gemäss Anspruch 13, wobei die Bohle einen Stampfer
(23) umfasst und an der Gleitplatteneinheit (24) eine Stampfer-Gleitfäche (245) ausgebildet
ist, und wobei eine Rückseite (232) des Stampfers an der Stampfer-Gleitfläche anliegt.
15. Strassenfertiger, umfassend eine Zugmaschine und eine Bohle gemäss einem der Ansprüche
13 oder 14.