[0001] Die Erfindung betrifft Türinnengriffe für Kraftfahrzeuge. Der wertvolle Beitrag zum
Stand der Technik
DE 10 2014 107 861, zum Anmeldezeitpunkt noch nicht veröffentlicht, zeigt in Fig. 1 einen Türinnengriff
für ein Automobil, der einen manuell zu ergreifenden Griffabschnitt und einen Schwenklagerabschnitt
aufweist, mit dem der Türgriff an einer Automobiltür schwenkbar um eine Schwenkachse
zwischen einer Schließstellung und einer die Automobiltür entriegelnden Öffnungsstellung
gelagert werden kann, wobei an dem Türgriff eine Metallkugel, insbesondere eine Stahlkugel,
oder ein Metallzylinder, insbesondere ein Stahlzylinder, befestigt ist, wobei die
Metallkugel oder der Metallzylinder bei Auftreten einer auf den Türgriff wirkenden
vorgegebenen Querbeschleunigung als Gegengewicht einer aufgrund der Querbeschleunigung
auf den Griffabschnitt wirkenden Öffnungskraft entgegenwirkt.
[0002] Die Erfinder befanden den Stand der Technik insofern als nachteilig, als dass bei
immer größer werdenden Türinnengriffen auch das Gegengewicht entsprechend "mitwachsen"
muss, um bei gleicher benötigter manueller Türöffnungskraft (gleiche Federspannung
der Rückstellfeder des Türinnengriffs) eine gleiche Sicherheit bei einem Crash-Fall
zu gewährleisten, d.h. dass das Gegengewicht die Beschleunigung des Griffabschnitts
soweit kompensiert, dass bis zu einer vorgegebenen Crash-Beschleunigung ein selbsttätiges
Öffnen des Türschlosses durch den beschleunigten Griffabschnitt verhindert wird. Hierdurch
ergibt sich ein steigendes Gewicht einer Türinnengriffvorrichtung.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des Stands der Technik zu
verbessern, insbesondere das Gewicht einer Türinnengriffvorrichtung mit Gegengewicht
zu verringern. Die Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert.
[0004] Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch eine Türinnengriffvorrichtung für ein
Fahrzeug zum Öffnen eines Fahrzeugtürschlosses, wobei die Vorrichtung einen Türinnengriff
mit einem manuell zu ergreifenden Griffabschnitt aufweist, wobei der Türinnengriff
einen ersten Verbindungsbereich aufweist, über welchen der Griffabschnitt im eingebauten
Zustand der Vorrichtung gegenüber einer Fahrzeugtüre des Fahrzeugs um eine im Wesentlichen
senkrecht zur Fahrbahnebene ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, und
wobei der Türinnengriff einen zweiten Verbindungsbereich aufweist, an dem ein Gegengewichtelement
angeordnet ist, wobei das Gegengewichtelement eingerichtet ist, bei Auftreten einer
auf den Türinnengriff wirkenden Beschleunigung einer Öffnungskraft entgegenzuwirken,
die aufgrund der Beschleunigung auf den Griffabschnitt wirkt, wobei das Gegengewichtelement
über eine bewegliche Lagerung an dem zweiten Verbindungsbereich gelagert ist und eingerichtet
ist, von einer Ruheposition in eine Sperrposition relativ zu dem Türinnengriff durch
die Beschleunigung bewegt zu werden, wobei das Gegengewichtelement in der Sperrposition
eine Schwenkbewegung des Türinnengriffs in einem vorgegebenem Bereich blockiert.
[0005] Hierdurch wird nicht nur der Schwenkbewegung durch die Gegengewichtsfunktion des
Gegengewichtelements entgegenwirkt sondern es wird zudem und mit demselben Bauteil,
nämlich dem Gegengewichtelement, eine Blockierfunktion bereitgestellt. Bei gleichem
Bauteilaufwand wird somit ein doppelter Nutzen zur Erhöhung der Fahrzeugsicherheit
erzielt so dass aufgrund dieses doppelten Nutzens das Eigengewicht des Gegengewichtelements
und somit auch das Gesamtgewicht der Vorrichtung reduziert werden kann.
[0006] Eine Türinnengriffvorrichtung ist eine an der Innenseite einer Fahrzeugtürseite manuell
zu betätigende Griffvorrichtung.
[0007] Eine im Wesentlichen senkrecht zur Fahrbahnebene ausgerichtete Schwenkachse liegt
bevorzugt vor, wenn die Achse sich um weniger als 45°, bevorzugt weniger als 20°,
besonders bevorzugt weniger als 5° von der Senkrechten auf die Fahrbahnebene unterscheidet.
[0008] Die Lagerung des Türinnengriffs kann direkt an der Automobiltür erfolgen oder auch
an einer an der Automobiltür angeordneten oder anzuordnenden Halterung. Der Türinnengriff
weist eine geeignete Verbindung zu dem Türschloss auf, beispielsweise über einen Bowdenzug.
Auf diese Weise kann durch ein Verschwenken des Türinnengriffs das Türschloss entriegelt
und die Automobiltür geöffnet werden. Der Griffabschnitt kann beispielsweise länglich
sein. Hierzu weist der Griff bevorzugt eine Ausdehnung senkrecht zur Schwenkachse
auf, welche größer ist als die Ausdehnung entlang der Schwenkachse. Im Zweifel ist
der Griffabschnitt der gesamte schwenkbare Bereich auf einer Seite der Schwenkachse.
Der Türinnengriff kann aus einem Kunststoff bestehen. Er kann einstückig ausgebildet
sein.
[0009] Eine bewegliche Lagerung an dem zweiten Verbindungsbereich ist eine Lagerung, welche
eine Relativbewegung, bevorzugt mit relativer Schwerpunktverschiebung, zwischen Gegengewichtelement
und Türinnengriff erlaubt, ansonsten jedoch den/die Freiheitsgrad/e zwischen Gegengewichtelement
und Türinnengriff einschränkt und diese somit aneinander koppelt.
[0010] Die Ruheposition ist die Position, welche das Gegengewichtelement im Normalfall (d.h.
nicht bei einem Fahrzeugaufprall) einnimmt. Bevorzugt wird das Gegengewichtelement
durch ein Federelement in der Ruheposition gehalten.
[0011] Das Gegengewichtelement blockiert in der Sperrposition eine Schwenkbewegung des Türinnengriffs
in einem vorgegebenem Bereich, was bedeutet, dass der Türgriff im blockierten Fall
einen kleineren möglichen Schwenkwinkel aufweist. Dieser Schwenkwinkel ist sinnvollerweise
so eingeschränkt, dass ein Öffnen des Fahrzeugtürschlosses nicht möglich ist.
[0012] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die bewegliche
Lagerung eine Gelenklagerung mit einer Gelenkachse und die Gelenkachse ist im Wesentlichen
parallel zur Schwenkachse ausgerichtet.
[0013] Hierdurch wird die Bewegung des Gegengewichtelements in die Sperrposition, welche
eine Rotationsbewegung ist, zusätzlich durch die Schwenkbewegung des Griffabschnitts
unterstützt. Im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse ist die Gelenkachse bevorzugt
dann, wenn sich die Achsrichtungen um weniger als 45°, bevorzugt weniger als 20°,
besonders bevorzugt weniger als 5° voneinander unterscheiden. Der Schwerpunkt des
Gegengewichtelements ist bevorzugt von der Gelenkachse beabstandet (exzentrisch).
[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Gelenklagerung
mindestens ein Achselement auf, welches mit einem inversen Gelenkelement in Eingriff
steht, wobei das mindestens eine Achselement integral mit dem Gegengewichtelement
oder mit dem Türinnengriff ausgeformt ist.
[0015] Hierdurch werden Kosten und Montageaufwand gegenüber einer separaten Achse eingespart.
Ein inverses Gelenkelement ist z.B. eine Nabe, welche als Bohrung in dem Türinnengriff
realisiert sein kann. Bevorzugt ist das Achselement gegengewichtelementseitig und
das inverse Gelenkelement türinnengriffseitig angeordnet.
[0016] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das mindestens
eine Achselement im Querschnitt eine Abflachung oder zwei sich gegenüberliegende Abflachungen
auf und ist ansonsten rund und das inverse Gelenkelement weist einen Einführspalt
auf, in welche das Achselement nur in einer vorgegebenen Rotationslage einführbar
ist.
[0017] Hierdurch ist eine leichte Montage der Achselemente durch einfaches zusammenschieben
mittels der Abflachungen gegeben, gleichzeitig ist eine Sicherung gegen Auseinanderfallen
durch den ansonsten runden Querschnitt gegeben. Die Abflachung/en ist/sind bevorzugt
gerade. Zwei sich gegenüberliegende Abflachungen sind bevorzugt parallel zueinander.
Bevorzugt wird das Gegengewichtelement zusammen mit dem/n Achselement/en durch die
Einführspalte mit dem Türinnengriff zusammengeführt und dann verdreht. Bevorzugt ist
die Rotationslage, die zum Verbinden (und somit auch Auseinanderbauen) der Gelenklagerung
notwendig ist, im zusammengebauten Zustand oder im in die Fahrzeugtür eingebauten
Zustand der Vorrichtung nicht mehr erreichbar, z.B. indem die Vorrichtung oder die
Fahrzeugtür einen Anschlag aufweist, welcher ein Verdrehen der Gelenklagerung in diese
Rotationslage verhindert.
[0018] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Gelenklagerung
zwei Achselemente auf, die koaxial und voneinander beabstandet und integral mit dem
Gegengewichtelement oder mit dem Türinnengriff ausgeformt sind, wobei zwischen den
Achselementen eine Federelementhalterung ausgeformt ist, in welche ein Federelement
koaxial mit der Gelenkachse einsetzbar ist.
[0019] Hierdurch ist eine unkomplizierte Montage des Federelements gegeben und außerdem
wird Gewicht gegenüber einer durchgehenden separaten Achse eingespart. Bevorzugt weist
die Federelementhalterung zwei entlang der Gelenkachse gegenüberliegende, bevorzugt
aufeinander zeigende Zapfen auf, die bevorzugt zur gleichen Seite hin, bevorzugt über
mindestens ein Drittel, besonders bevorzugt mindestens die Hälfte der Zapfenstirnfläche,
angeschrägt sind, was die Montage des Federelements nochmals vereinfacht. Das Federelement
ist bevorzugt eine Spiralfeder.
[0020] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist der Griffabschnitt
eine Höhe HG entlang der Richtung der Schwenkachse auf und das Gegengewichtelement
eine Höhe HW entlang der Richtung der Schwenkachse und die Höhe HW ist mindestens
so groß wie ein Viertel, bevorzugt die Hälfte der Höhe HG, besonders bevorzugt ist
HW genauso groß oder sogar größer als HG.
[0021] Durch diese Dimensionierung erhält das Gegengewichtelement ein hohes Volumen, so
dass bei geeigneter Ausnutzung dieses Volumens auch eine ausreichende Masse des Gegengewichtelements
zur Verfügung steht, um zum einen die Gegengewichtfunktion und zum anderen die Blockierfunktion
vorteilhaft zu erfüllen. Je höher das Gewicht des Gegengewichtelements, desto stärker
kann auch eine das Gegengewichtelement in die Ruheposition rückstellende Feder ausgelegt
werden, so dass ein Klappern durch ungewollte Bewegungen des Gegengewichtelements
minimiert wird. Der Fachmann findet hier einen Kompromiss zwischen guten Klappereigenschaften,
Wirksamkeit der Funktion und dem niedrigen erwünschten Gesamtgewicht.
[0022] Bevorzugt werden die Höhen jeweils am bezüglich der durch die Schwenkachse vorgegebenen
Dimension untersten und obersten Punkt des Griffabschnitts und des Gegengewichtelements
gemessen, jeweils als Projektion des Abstands dieser Punkte auf die durch die Schwenkachse
vorgegebenen Dimension.
[0023] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist der erste
Verbindungsbereich zwei voneinander beabstandete Lagerelemente zur Lagerung des Türinnengriffs
auf und das Gegengewichtelement erstreckt sich zwischen den Lagerelementen über den
Mittelpunkt des Abstands der Lagerelemente hinüber.
[0024] Hierdurch wird eine sehr vorteilhafte Bauraumausnutzung erhalten - das Gegengewichtelement
kann somit einen möglichst großen Raum einnehmen und entsprechend groß dimensioniert
werden, und somit wiederum über eine hohe Masse verfügen. Gleichzeitig ist ein im
Wesentlichen symmetrischer Aufbau möglich, welcher die Kräfte vorteilhaft auf die
verschiedenen Komponenten gleichmäßig verteilt.
[0025] Ein Lagerelement ist z.B. eine Bohrung im Türinnengriff, in welche eine fahrzeugtürseitige
Achse gesteckt wird (oder andersherum: fahrzeugtürseitige Bohrung). Zwei Lagerelemente
können auch z.B. zwei Zapfen sein. Die Lagerelemente ermöglichen die Schwenkbewegung
des Türinnengriffs.
[0026] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung besteht das Gegengewichtelement
aus einem Kunststoff. Die Erfindung umfasst dabei auch ein entsprechendes Verfahren
zur Herstellung eines entsprechenden Gegengewichtelements aus Kunststoff sowie ein
Verfahren zur Herstellung einer entsprechenden Türinnengriffvorrichtung.
[0027] Hierdurch werden Kosten bei der Produktion eingespart. Dies ist insbesondere erst
durch die entsprechende Dimensionierung des Gegengewichtelements (Erstreckung des
Gegengewichtelements über den Mittelpunkt sowie Mindesthöhe HW) möglich, da Kunststoff
ansonsten zu wenig spezifische Masse aufweist, um die Gegengewichtsfunktion und die
Blockierfunktion vorteilhaft zu erfüllen.
[0028] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist bzw. wird das
Gegengewichtelement mittels eines Mehrkomponenten-Spritzgussverfahrens aus mindestens
einem harten und einem weichen jeweils spritzgegossenen Material hergestellt und das
Gegengewichtelement liegt in seiner Ruheposition an einem Anschlagbereich des Türinnengriffs
an, wobei der Bereich des Gegengewichtelements, welcher an dem Anschlagbereich anliegt,
eine Oberfläche aus dem weichen Material aufweist, welche im Kontakt mit dem Anschlagbereich
steht, wenn sich das Gegengewichtelement in seiner Ruheposition befindet.
[0029] Hierdurch werden Klappergeräusche minimiert. Das Gegengewichtelement kann somit optimal
aus gewichtsgebenden (hartes Material) und dämpfenden (weiches Material) Bestandteilen
in einem Spritzgussverfahren hergestellt werden.
[0030] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Gegengewichtelement
umspritzte Metallteile, insbesondere eine oder mehrere Metallkugeln oder Metallzylinder,
auf bzw. werden solche Teile bei der Herstellung umspritzt.
[0031] Hierdurch kann falls notwendig das Gewicht erhöht werden und insbesondere bei Verwendung
von Metallkugeln/Metallzylindern ist dies sehr kostengünstig, da es sich bei der Metallkugel
bzw. dem Metallzylinder um ein standardisiertes Bauteil handelt, welches für unterschiedlichste
Türinnengriffe eingesetzt werden kann.
[0032] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung liegt das Gegengewichtelement
in seiner Ruheposition an einem Anschlagbereich des Türinnengriffs an, wobei zumindest
der Anschlagbereich des Türinnengriffs mittels eines Mehrkomponenten-Spritzgussverfahrens
aus mindestens einem harten und einem weichen jeweils spritzgegossenen Material hergestellt
ist, wobei der Anschlagbereich eine Oberfläche aus dem weichen Material aufweist,
welche im Kontakt mit dem Gegengewichtelement steht, wenn sich das Gegengewichtelement
in seiner Ruheposition befindet. Die Erfindung umfasst dabei auch ein entsprechendes
Verfahren zur Herstellung eines entsprechenden Türinnengriffs oder Anschlagbereichs
des Türinnengriffs aus Kunststoff sowie ein Verfahren zur Herstellung einer entsprechenden
Türinnengriffvorrichtung.
[0033] Hierdurch werden alternativ oder zusätzlich zum mehrkomponenten-gespritzten Gewichtelement
Klappergeräusche minimiert. Die aus weichem Material bestehende Oberfläche des Anschlagbereichs
des Türinnengriffs ist bevorzugt die bezüglich des ersten Verbindungsbereichs jenseits
des Griffabschnitts liegende Stirnseite des Türinnengriffs.
[0034] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Vorrichtung
zur Ausbildung der Sperrposition des Gegengewichtelements mindestens ein Blockierelement
sowie ein dazugehöriges Blockiergegenelement auf.
[0035] Das Blockierelement ist bevorzugt als Stift ausgebildet. Bevorzugt ist dieser an
dem Gegengewichtelement angeordnet, besonders bevorzugt einstückig mit dem Gegengewichtelement
ausgeformt. Das Blockiergegenelement ist bevorzugt eine Kontur, welche eingerichtet
ist, den Stift zumindest bereichsweise zu führen. Sie ist bevorzugt an einer Halterung,
welche bevorzugt Teil der Türinnengriffvorrichtung ist und an welcher der Türinnengriff
schwenkbar gelagert ist, aus- oder angeformt.
[0036] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind das Blockierelement
und das Blockiergegenelement durch einen Stift und eine Kontur gebildet, wobei die
Kontur eingerichtet ist, den Stift zumindest in einem vorgegebenen Bewegungsteilbereich
einer Relativbewegung zwischen der Kontur und dem Stift zu führen und dessen Bewegung
somit zu begrenzen, wobei die Kontur bezogen auf die Schwenkachse radial innerhalb
des Stifts angeordnet ist, wenn sich das Gegengewichtelement in seiner Ruheposition
befindet, und die Kontur ein Tal aufweist, welches sich (von der Talsohle ausgehend
nach radial - bezüglich der Schwenkachse-außen und) zur Innenseite der Vorrichtung
hin öffnet.
[0037] Hierdurch wird eine Verstärkung der Fixierung des Gegengewichtelements in der Sperrposition
durch eine die durch die Beschleunigung eventuell noch auftretende Griffverschwenkung
erreicht, da durch die Griffverschwenkung die Bewegung des Gegengewichtelements in
Richtung des Anschlags der Sperrposition (Talsohle der Kontur) unterstützt bzw. erzwungen
wird. Die Innenseite der Vorrichtung ist bevorzugt die Seite, welche dem Fahrzeuginnenraum
im eingebauten Zustand zugewandt ist.
[0038] Bevorzugt ist der Bereich der Kontur bzw. die Flanke des Tals, entlang welcher der
Stift bei einer Bewegung des Gegengewichtelements zum Anschlag der Sperrposition wandert,
in einem Winkel zwischen 5° und 70°, besonders bevorzugt im Mittel 30° bis 40°zur
Fahrzeugtürebene in Richtung Fahrzeuginnenbereich schräg verlaufend. Bevorzugt weist
die Kontur eine in die Talsohle der Kontur übergehenden konvexe Krümmung auf, was
eine sehr vorteilhafte Unterstützung in Richtung sperrpositionsseitiger Anschlag (Talsohle)
erzeugt.
[0039] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Gegengewichtelement
mindestens zwei Blockierelemente auf, welche, wenn sich das Gegengewichtelement in
der Sperrposition befindet, jeweils mit einem Blockiergegenelement einen Sperrkontakt
bilden.
[0040] Hierdurch wird eine höhere Sicherheit der Blockierfunktion erreicht.
[0041] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung liegen sich zwei
der Blockierelemente auf zwei Seiten des Gegengewichtelements gegenüber.
[0042] Hierdurch wird die Sicherheit noch weiter erhöht, da eine gleichmäßigere Verteilung
der Sperrbelastung auf die beiden Blockierelemente erfolgen kann. Die Blockierelemente
sind bevorzugt an den das Gegengewichtelement bezüglich der Gelenkachsenrichtung stirnseitig
abschließenden Seiten angeordnet.
[0043] Die Erfindung soll nun anhand von Zeichnungen beispielhaft weiter veranschaulicht
werden. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipzeichnung einer erfindungsgemäßen Türinnengriffvorrichtung,
Fig. 2 eine Prinzipzeichnung einer Türinnengriffvorrichtung basierend auf der Türinnengriffvorrichtung
aus Fig. 1 mit einem sehr vorteilhaft dimensionierten gelagerten Gegengewichtelement,
Fig. 3a eine Explosionszeichnung einer Türinnengriffvorrichtung basierend auf der
Türinnengriffvorrichtung aus Fig. 2 mit einem besonders vorteilhaft ausgestalteten
zweiten Verbindungsbereich und besonders vorteilhaften Blockierelementen des Gegengewichtelements,
Fig. 3b eine Aufsicht auf die in Fig. 3a dargestellte Szene,
Fig. 3c die in Fig. 3a dargestellte Szene im zusammengebauten Zustand,
Fig. 4a und Fig. 4b eine teils abstrahierte Darstellung einer Türinnengriffvorrichtung
basierend auf der Türinnengriffvorrichtung aus Fig. 2 und/oder den Fig. 3a, 3b, 3c
mit besonders vorteilhaften Blockiergegenelementen.
[0044] Fig. 1 zeigt eine Prinzipzeichnung einer erfindungsgemäßen Türinnengriffvorrichtung 1, einmal
eine Seitenansicht (oben) und einmal eine Ansicht von unten (unten).
[0045] Die Türinnengriffvorrichtung 1 ist für ein Fahrzeug bestimmt zum Öffnen eines Fahrzeugtürschlosses.
Sie weist einen Türinnengriff 10 mit einem manuell zu ergreifenden Griffabschnitt
11 auf. Der Türinnengriff 10 weist einen ersten Verbindungsbereich 30 auf, über welchen
der Griffabschnitt 11 im eingebauten Zustand der Vorrichtung 1 gegenüber einer Fahrzeugtüre
des Fahrzeugs um eine im Wesentlichen senkrecht zur Fahrbahnebene ausgerichtete Schwenkachse
12 schwenkbar gelagert ist. Der Türinnengriff 10 weist einen zweiten Verbindungsbereich
40 auf, an dem ein Gegengewichtelement 20 angeordnet ist. Das Gegengewichtelement
20 ist eingerichtet, bei Auftreten einer auf den Türinnengriff 10 wirkenden Beschleunigung
einer Öffnungskraft entgegenzuwirken, die aufgrund der Beschleunigung auf den Griffabschnitt
10 wirkt. Hervorgehoben wird, dass hier das Gegengewichtelement 20 darüber hinaus
über eine bewegliche Lagerung an dem zweiten Verbindungsbereich 40 gelagert ist und
eingerichtet ist, von einer Ruheposition in eine Sperrposition relativ zu dem Türinnengriff
10 durch die Beschleunigung bewegt zu werden, wobei das Gegengewichtelement 20 in
der Sperrposition eine Schwenkbewegung des Türinnengriffs 10 in einem vorgegebenem
Bereich blockiert.
[0046] Bei einem Unfall, insbesondere bei einem Seitenaufprall, wirkt eine Beschleunigung
auf den Griffabschnitt 11, welche aufgrund der oftmals großen Masse des Griffabschnitts
11 zu einer hohen Kraft bzw. einem hohen Schwenkmoment (angedeutet durch einen Pfeil
um Achse 12) führen kann, welches dann das Türschloss unerwünscht öffnen würde. Da
das Gegengewichtelement 20 auf der gegenüberliegenden Seite (bezüglich der Lagerung)
angeordnet ist, wirkt auf dieses ebenso eine Beschleunigung und somit setzt das Gegengewichtelement
20 dem Schwenkmoment des Griffabschnitts 11 aufgrund seiner Lage ein Schwenkmoment
entgegen. Zudem bewegt sich das Gegengewichtelement 20 durch die Beschleunigung von
der Ruheposition in die Sperrposition, (hier mittels eines Pfeils als Rotation des
Gegengewichtelements um eine Achse 42 angedeutet, welche in der entgegensetzten Richtung
wie die Rotation des Türinnengriffs 10 um die Schwenkachse 12, ebenfalls durch einen
Pfeil angedeutet, erfolgt - ebenso ist aber auch eine Konstruktion mit einer linearen
Bewegung des Gegengewichtelements 20 entlang einer Linearlagerung möglich) in welcher
das Gegengewichtelement 20 eine mechanische Blockierung der Schwenkbewegung zumindest
in einem das Öffnen des Türschlosses verhindernden Bereich oder Maß herbeiführt. Bei
normalem Betätigen des Türinnengriffs 10 (ohne Aufprallbeschleunigung) verschwenkt
das Gegengewichtelement 20 mit dem Türinnengriff 10, bevorzugt ohne Relativbewegung
zwischen Gegengewichtelement 20 und dem Türinnengriff 10.
[0047] Hierdurch dient das Gegengewichtelement 20 einerseits als Gegengewicht, andererseits
als Fliehgewicht, und somit wird mit ein und demselben gewichtsgebenden Bauteil eine
doppelte Wirkung erzielt, so dass das Gegengewichtelement 20 insgesamt leichter ausgestaltet
werden kann, da die benötigte Wirkung nicht mehr nur auf die Funktion als Gegengewicht
zurückgeführt wird sondern auch, bevorzugt sogar in einem überwiegenden Anteil, auf
die Blockierfunktion.
[0048] Fig. 2 zeigt eine Prinzipzeichnung einer Türinnengriffvorrichtung 1 basierend auf der Türinnengriffvorrichtung
1 aus Fig. 1 mit einem sehr vorteilhaft dimensionierten und angeordneten Gegengewichtelement
20. Die bewegliche Lagerung ist eine Gelenklagerung 41 mit einer Gelenkachse 42. Die
Gelenkachse 42 ist im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse 12 ausgerichtet. Der
Griffabschnitt 11 weist eine Höhe HG entlang der Richtung der Schwenkachse 12 auf
und das Gegengewichtelement 20 weist eine Höhe HW entlang der Richtung der Schwenkachse
12 auf. Die Höhe HW ist mindestens so groß wie ein Viertel der Höhe HG. Der erste
Verbindungsbereich 30 weist zwei voneinander beabstandete Lagerelemente 31, 32 zur
schwenkbaren Lagerung des Türinnengriffs 10 auf. Das Gegengewichtelement 20 erstreckt
sich zwischen den Lagerelementen 31, 32 über den Mittelpunkt 33 des Abstands der Lagerelemente
31, 32 hinüber. Bezugsdimension ist somit die Richtung entlang der Schwenkachse 12.
Der Türinnengriff 10 weist hier bevorzugt eine Ausdehnung senkrecht zur Schwenkachse
12 auf, welche größer ist als die Ausdehnung entlang der Schwenkachse 12. Der Schwerpunkt
des Gegengewichtelements 20 ist von der Gelenkachse 42 beabstandet (exzentrisch).
[0049] Durch die annähernde Achsparallelität der Achsen 12 und 42 unterstützt die Drehbewegung
des Türinnengriffs 10 die relative Drehung des Gegengewichtelements 20 relativ zum
Türinnengriff 10 in besonders vorteilhaft hohem Maße. Ferner ist eine sehr vorteilhafte
Ausnutzung des Bauraums gegeben, so dass das Gewicht ein großes Volumen einnehmen
kann und somit die Möglichkeit gegeben ist, auch andere günstigere oder leichter formbare
Materialien wie z.B. Kunststoff zu verwenden.
[0050] Fig. 3a zeigt eine Explosionszeichnung einer Türinnengriffvorrichtung 1 basierend auf der
Türinnengriffvorrichtung 1 aus Fig. 2 mit einem besonders vorteilhaft ausgestalteten
zweiten Verbindungsbereich 40 und besonders vorteilhaften Blockierelementen 21.1,
21.2 des Gegengewichtelements 20. Die Gelenklagerung 41 weist zwei Achselemente 43.1,
43.2 auf, welche jeweils mit einem inversen Gelenkelement 44.1, 44.2 im zusammengebauten
Zustand (siehe Fig. 3c) in Eingriff stehen, wobei die Achselemente 43.1, 43.2 integral
mit dem Gegengewichtelement 20 ausgeformt sind. Die Achselemente 43.1, 43.2 weisen
im Querschnitt jeweils zwei sich gegenüberliegende Abflachungen 431, 432 auf, wobei
in dieser Zeichnung nur eine Abflachung 431, 432 des jeweiligen Achselements 43.1,
43.2 sichtbar ist. Ansonsten sind sie im Querschnitt rund. Die inversen Gelenkelemente
44.1, 44.2, hier Naben, weisen je einen Einführspalt auf, in welchen das Achselement
43.1, 43.2 nur in einer vorgegebenen Rotationslage einführbar ist. Die Achselemente
43.1, 43.2 sind koaxial und voneinander beabstandet und integral mit dem Gegengewichtelement
20 ausgeformt. Zwischen den Achselementen 43.1, 43.2 ist eine Federelementhalterung
45 ausgeformt, in welche ein Federelement 46 koaxial zu der Gelenkachse 42 einsetzbar
ist. Bevorzugt weist die Federelementhalterung 45 wie hier gezeigt zwei entlang der
Achse 42 gegenüberliegende Zapfen auf, die bevorzugt zur gleichen Seite hin über mindestens
ein Drittel der Zapfenstirnfläche angeschrägt sind, was die Montage des Federelements
46 nochmals vereinfacht. Das Federelement 46 ist hier eine bevorzugte Spiralfeder.
[0051] Zur Ausbildung der Sperrposition des Gegengewichtelements 20 weist die Vorrichtung
1 zwei Blockierelemente 21.1, 21.2 sowie zwei dazugehörige Blockiergegenelemente (nicht
gezeigt) auf. Die Blockierelemente 21.1, 21.2 liegen sich auf zwei Seiten des Gegengewichtelements
20 gegenüber, hier bevorzugt auf den das Gegengewichtelement bezüglich der Gelenkachsenrichtung
stirnseitig abschließenden Seiten. Wenn sich das Gegengewichtelement (20) in der Sperrposition
befindet, bilden die Blockierelemente 21.1, 21.2 jeweils mit dem entsprechenden Blockiergegenelement
einen Sperrkontakt. Die Blockierelemente 21.1, 21.2 sind hier als bevorzugte Stifte
ausgebildet, die hier bevorzugt einstückig mit dem Gegengewichtelement ausgeformt
sind.
[0052] Fig. 3b zeigt eine Aufsicht auf die in Fig. 3a dargestellte Szene. Das Gegengewichtelement
20 besteht aus Kunststoff. Das Gegengewichtelement 20 ist mittels eines Mehrkomponenten-Spritzgussverfahrens
aus mindestens einem harten und einem weichen jeweils spritzgegossenen Material hergestellt.
Es liegt in seiner Ruheposition (Orientierung wie gezeigt) an einem Anschlagbereich
13 des Türinnengriffs 10 an. Der Bereich des Gegengewichtelements 20, welcher an dem
Anschlagbereich 13 anliegt, weist eine Oberfläche 22 aus dem weichen Material auf,
welche im Kontakt mit dem Anschlagbereich 13 steht, wenn sich das Gegengewichtelement
20 in seiner Ruheposition befindet. Bevorzugt, wie hier dargestellt, weist ebenso
oder stattdessen der Anschlagbereich 13 des Türinnengriffs 10 ein Mehrkomponenten-Spritzgussteil
mit einem weichen und hartem Material auf, wobei das weiche Material eine Oberfläche
13.1 bildet, welche im Ruhezustand des Gewichtselements 20 mit dem Gewichtselement
20 in Kontakt steht. Die Oberfläche 13.1 ist hier die bevorzugte, bezüglich des ersten
Verbindungsbereichs 30 jenseits des Griffabschnitts 11 liegende Stirnseite des Türinnengriffs
10.
[0053] Fig. 3c zeigt die in Fig. 3a dargestellte Szene im zusammengebauten Zustand.
[0054] Fig. 4a und b zeigen eine teils abstrahierte Darstellung einer Türinnengriffvorrichtung 1 basierend
auf der Türinnengriffvorrichtung 1 aus Fig. 2 und/oder den Fig. 3a, 3b, 3c mit besonders
vorteilhaften Blockiergegenelementen 51.1, 51.2. In Fig. 4a ist lediglich ein Halter
50 der Vorrichtung 1 gezeigt. In Fig. 4b ist die Halterung 50 im oberen Bereich transparent
dargestellt und ein Griffabschnitt 11 ist gestrichelt abstrahiert angedeutet. Die
Blockierelemente 21.1, 21.2 und die Blockiergegenelemente 51.1, 51.2 sind durch Stifte
und Konturen gebildet, wobei jeweils die Kontur eingerichtet ist, einen Stift zumindest
in einem vorgegebenen Bewegungsteilbereich einer Relativbewegung zwischen der Kontur
und dem Stift zu führen und dessen Bewegung somit zu begrenzen. Die Kontur ist bezogen
auf die Schwenkachse 12 radial innerhalb des Stifts angeordnet, wenn sich das Gegengewichtelement
20 in seiner Ruheposition befindet. Die Kontur weist ein Tal auf, welches sich zur
Innenseite der Vorrichtung 1 hin öffnet. Die Flanke des Tals bzw. der Konturbereich,
entlang welcher der Stift bei einer Bewegung des Gegengewichtelements 20 in zum Anschlag
der Sperrposition (Talsohle 512) wandert, ist hier bevorzugt in einem Winkel zwischen
5° und 70° hier in etwa im Mittel 30° bis 40° zur Fahrzeugtürebene (x-y-Ebene) in
Richtung Fahrzeuginnenbereich schräg verlaufend. Hier weist sie auch eine bevorzugte
in die Talsohle 512 der Kontur übergehende konvexe Krümmung auf. Hier sind die Blockierelemente
21.1 und 21.2 des Gegengewichtelements 20 als Stifte ausgebildet und die Blockiergegenelemente
51.2, 51.2 der Vorrichtung 1 sind an einem Halter 50 angeordnete Konturen. Hier weist
der Türinnengriff 10 zudem eine Öse als bevorzugtes Befestigungselement 14 für einen
mit dem Türschloss in Verbindung stehenden Bowdenzug auf.
[0055] Sofern keine durch einen Aufprall wirkende Beschleunigung vorhanden ist und der Griffabschnitt
11 manuell zum Fahrzeuginnenraum hin verschwenkt wird, schwenkt das Gegengewichtelement
20 mit dem Türinnengriff 10 (Blockpfeile) - bei diesem Beispiel hier bewegen sich
dabei die Blockierelemente 21.2, 21.1 jeweils frei durch eine Nut in der Halterung
50. Bei einem Seitenaufprall erzeugt eine Querbeschleunigung, welche größer ist als
das Rückstellmoment des Federelements 46, ein Verschwenken des Gegengewichtelements
20 relativ zum Türinnengriff 10 (einfacher Pfeil an der unteren Kontur 51.2), so dass
eine Schwenkbewegung des Türgriffes um die Schwenkachse 12 durch die an den Konturen
der Blockiergegenelemente 51.1, 51.2 anschlagenden Stifte bzw. Blockierelemente 21.2,
21.1 begrenzt wird.
[0056] Hiermit wurde eine besonders vorteilhafte Türinnengriffvorrichtung bereitgestellt.
Durch die Anordnung eines Gegengewichtelements auf dem schwenkbaren Türinnengriff
jenseits der Schwenklagerung wird eine Gewichtskompensation erreicht, so dass der
Schwerpunkt näher zum Schwenklagerpunkt verlagert ist, wobei zusätzlich durch die
bewegliche Lagerung des Gegengewichtelement eine Blockierfunktion des Gegengewichtelements
gegeben ist und somit die Gegengewichtfunktion reduziert werden kann. Durch optimale
Bauraumausnutzung ist eine günstige Herstellung aus Spritzguss-Kunststoff möglich
und durch weitere Maßnahmen wie achsstiftloses Design sowie Zweikomponenten-Herstellungsverfahren
werden weiterhin Kosten und Gewicht reduziert sowie Robustheit und Komfort erhöht.
Bezugszeichenliste
[0057]
| 1 |
Türinnengriffvorrichtung |
431 |
Abflachung |
| 10 |
Türinnengriff |
432 |
Abflachung |
| 11 |
Griffabschnitt |
512 |
Talsohle |
| 12 |
Schwenkachse |
HG |
Höhe des Griffabschnitts entlang der Richtung der Schwenkachse |
| 13 |
Anschlagbereich |
|
| 13.1 |
Oberfläche des Anschlagbereichs aus dem weichen Material |
HW |
Höhe des Gegengewichtelements entlang der Richtung der |
| 14 |
Befestigungselement für Bowdenzug |
|
Schwenkachse |
| 20 |
Gegengewichtelement |
|
|
| 21.1 |
Blockierelement |
|
|
| 21.2 |
Blockierelement |
|
|
| 22 |
Oberfläche des Gegengewichtelements aus dem weichen Material |
|
|
| 30 |
erster Verbindungsbereich |
|
|
| 31 |
erstes Lagerelement |
|
|
| 32 |
zweites Lagerelement |
|
|
| 33 |
Mittelpunkt des Abstands der Lagerelemente 31, 32 |
|
|
| 40 |
zweiter Verbindungsbereich |
|
|
| 41 |
Gelenklagerung |
|
|
| 42 |
Gelenkachse |
|
|
| 43.1 |
Achselement |
|
|
| 43.2 |
Achselement |
|
|
| 44.1 |
inverses Gelenkelement |
|
|
| 44.2 |
inverses Gelenkelement |
|
|
| 45 |
Federelementhalterung |
|
|
| 46 |
Federelement |
|
|
| 50 |
Halter |
|
|
| 51.1 |
Blockiergegenelement |
|
|
| 51.2 |
Blockiergegenelement |
|
|
1. Türinnengriffvorrichtung (1) für ein Fahrzeug zum Öffnen eines Fahrzeugtürschlosses,
wobei die Vorrichtung (1) einen Türinnengriff (10) mit einem manuell zu ergreifenden
Griffabschnitt (11) aufweist, wobei der Türinnengriff (10) einen ersten Verbindungsbereich
(30) aufweist, über welchen der Griffabschnitt (11) im eingebauten Zustand der Vorrichtung
(1) gegenüber einer Fahrzeugtüre des Fahrzeugs um eine im Wesentlichen senkrecht zur
Fahrbahnebene ausgerichtete Schwenkachse (12) schwenkbar gelagert ist, und wobei der
Türinnengriff (10) einen zweiten Verbindungsbereich (40) aufweist, an dem ein Gegengewichtelement
(20) angeordnet ist, wobei das Gegengewichtelement (20) eingerichtet ist, bei Auftreten
einer auf den Türinnengriff (10) wirkenden Beschleunigung einer Öffnungskraft entgegenzuwirken,
die aufgrund der Beschleunigung auf den Griffabschnitt (10) wirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gegengewichtelement (20) über eine bewegliche Lagerung an dem zweiten Verbindungsbereich
(40) gelagert ist und eingerichtet ist, von einer Ruheposition in eine Sperrposition
relativ zu dem Türinnengriff (10) durch die Beschleunigung bewegt zu werden, wobei
das Gegengewichtelement (20) in der Sperrposition eine Schwenkbewegung des Türinnengriffs
(10) in einem vorgegebenem Bereich blockiert.
2. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, wobei die bewegliche Lagerung eine Gelenklagerung
(41) mit einer Gelenkachse (42) ist und wobei die Gelenkachse (42) im Wesentlichen
parallel zur Schwenkachse (12) ausgerichtet ist.
3. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 2, wobei die Gelenklagerung (41) mindestens ein Achselement
(43.1, 43.2) aufweist, welches mit einem inversen Gelenkelement (44.1, 44.2) in Eingriff
steht, wobei das mindestens eine Achselement (43.1, 43.2) integral mit dem Gegengewichtelement
(20) oder mit dem Türinnengriff (10) ausgeformt ist.
4. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 3, wobei das mindestens eine Achselement (43.1, 43.2)
im Querschnitt eine Abflachung (431, 432) oder zwei sich gegenüberliegende Abflachungen
aufweist und ansonsten rund ist und das inverse Gelenkelement (44.1, 44.2) einen Einführspalt
aufweist, in welche das Achselement (43.1, 43.2) nur in einer vorgegebenen Rotationslage
einführbar ist.
5. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 4, wobei die Gelenklagerung (41) zwei
Achselemente (43.1, 43.2) aufweist, die koaxial und voneinander beabstandet und integral
mit dem Gegengewichtelement (20) oder mit dem Türinnengriff (10) ausgeformt sind,
wobei zwischen den Achselementen (43.1, 43.2) eine Federelementhalterung (45) ausgeformt
ist, in welche ein Federelement (46) koaxial mit der Gelenkachse (42) einsetzbar ist.
6. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffabschnitt
(11) eine Höhe HG entlang der Richtung der Schwenkachse (12) aufweist und das Gegengewichtelement
(20) eine Höhe HW entlang der Richtung der Schwenkachse (12) aufweist, und wobei die
Höhe HW mindestens so groß ist wie ein Viertel der Höhe HG.
7. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Verbindungsbereich
(30) zwei voneinander beabstandete Lagerelemente (31, 32) zur Lagerung des Türinnengriffs
(10) aufweist und wobei sich das Gegengewichtelement (20) zwischen den Lagerelementen
(31, 32) über den Mittelpunkt (33) des Abstands der Lagerelemente (31, 32) hinüber
erstreckt.
8. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gegengewichtelement
(20) aus einem Kunststoff besteht.
9. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 8, wobei das Gegengewichtelement (20) mittels eines
Mehrkomponenten-Spritzgussverfahrens aus mindestens einem harten und einem weichen
jeweils spritzgegossenen Material hergestellt ist und wobei das Gegengewichtelement
(20) in seiner Ruheposition an einem Anschlagbereich (13) des Türinnengriffs (10)
anliegt, wobei der Bereich des Gegengewichtelements (20), welcher an dem Anschlagbereich
(13) anliegt, eine Oberfläche (22) aus dem weichen Material aufweist, welche im Kontakt
mit dem Anschlagbereich (13) steht, wenn sich das Gegengewichtelement (20) in seiner
Ruheposition befindet.
10. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 9, wobei das Gegengewichtelement (20)
eingegossene Metallteile aufweist.
11. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gegengewichtelement
(20) in seiner Ruheposition an einem Anschlagbereich (13) des Türinnengriffs (10)
anliegt, wobei zumindest der Anschlagbereich (13) des Türinnengriffs (10) mittels
eines Mehrkomponenten-Spritzgussverfahrens aus mindestens einem harten und einem weichen
jeweils spritzgegossenen Material hergestellt ist, wobei der Anschlagbereich (13)
eine Oberfläche (13.1) aus dem weichen Material aufweist, welche im Kontakt mit dem
Gegengewichtelement (20) steht, wenn sich das Gegengewichtelement (20) in seiner Ruheposition
befindet.
12. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung (1)
zur Ausbildung der Sperrposition des Gegengewichtelements (20) mindestens ein Blockierelement
(21.1, 21.2) sowie ein dazugehöriges Blockiergegenelement (51.1, 51.2) aufweist.
13. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 12 und Anspruch 2, wobei das Blockierelement (21.1,
21. 2) und das Blockiergegenelement (51.1, 51.2) durch einen Stift und eine Kontur
gebildet sind, wobei die Kontur eingerichtet ist, den Stift zumindest in einem vorgegebenen
Bewegungsteilbereich einer Relativbewegung zwischen der Kontur und dem Stift zu führen
und dessen Bewegung somit zu begrenzen, wobei die Kontur bezogen auf die Schwenkachse
(12) radial innerhalb des Stifts angeordnet ist, wenn sich das Gegengewichtelement
(20) in seiner Ruheposition befindet, und die Kontur ein Tal aufweist, welches sich
zur Innenseite der Vorrichtung (1) hin öffnet.
14. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 12 bis 13, wobei das Gegengewichtelement (20)
mindestens zwei Blockierelemente (21.1, 21.2) aufweist, welche, wenn sich das Gegengewichtelement
(20) in der Sperrposition befindet, jeweils mit einem Blockiergegenelement (51.1,
51.2) einen Sperrkontakt bilden.
15. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 14, wobei zwei der Blockierelemente (21.1, 21.2) sich
auf zwei Seiten des Gegengewichtelements (20) gegenüberliegen.