Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Linearleuchte gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs 1 sowie ein zugehöriges Trägerprofil.
[0002] Solche Linearleuchten mit einem Leuchtmittel, einem Betriebsgerät zum Betreiben des
Leuchtmittels und einem einteiligen Trägerprofil, wobei das Trägerprofil zwei längsförmige
Grundplatten umfasst, die jeweils zwei Längsseiten und zwei Stirnseiten aufweisen,
die zwei Grundplatten des Trägerprofils jeweils eine der anderen Grundplatte zugewandte
innere Oberfläche und jeweils eine der anderen Grundplatte abgewandte äussere Oberfläche
aufweisen, die eine der äusseren Oberflächen der zwei Grundplatten des Trägerprofils
eine Vorderseite des Trägerprofils und die andere der äusseren Oberflächen der zwei
Grundplatten des Trägerprofils eine Rückseite des Trägerprofils bilden, das Leuchtmittel
an der Vorderseite des Trägerprofils und das Betriebsgerät an der Rückseite des Trägerprofils
montiert sind, und das Trägerprofil zwei seitliche Verbindungsbereiche aufweist, die
jeweils die beiden Grundplatten an jeweils einer derer Längsseiten miteinander so
verbinden, dass die Grundplatten voneinander beabstandet sind und dass ein Hohlraum
zwischen den beiden Grundplatten angeordnet ist, können zum Beleuchten von Räumen,
Plätzen, Arbeitsflächen, Ständen und dergleichen eingesetzt werden.
Stand der Technik
[0003] Zur Beleuchtung von Innen- und Aussenräumen werden heutzutage häufig längsförmige
Leuchten eingesetzt, die sich entlang eines Raumes oder eines Objektes, an dem sie
angeordnet sind, erstrecken. Solche Leuchten werden üblicherweise als Linearleuchten
bezeichnet und können beispielsweise direkt auf Wände, abgependelt oder auf Decken
angebaut beziehungsweise daran befestigt werden.
[0004] Typischerweise umfassen Linearleuchten ein gerades oder auch gekrümmtes meist längliches
beziehungsweise längsförmiges Basisprofil oder Gehäuse, das direkt oder indirekt an
dem Objekt oder der Wand beziehungsweise der Decke befestigt wird. Zudem weisen Linearleuchten
meist eine Lichtleiste beziehungsweise ein Trägerprofil auf, entlang welcher oder
welchem ein längsförmiges Leuchtmittel wie beispielsweise eine Leuchtstoffröhre oder
eine Serie von Leuchtdioden beziehungsweise eine Mehrzahl von Leuchtmittel sowie zugehörige
Betriebsgeräte befestigt sind.
[0005] Bei der Verwendung einer Serie von Leuchtdioden als Leuchtmittel (LED-Leuchtmittel)
wird ohne zusätzliche Optik beziehungsweise Linse typischerweise eine punkförmige
Linie auf einer beleuchteten Fläche erzeugt. Deshalb werden solche Linearleuchten
typischerweise mit mindestens einer Optik ausgestattet, die das erzeugte Licht streut
beziehungsweise eine Lichtverteilungskurve der Linearleuchte festlegt. Insbesondere
wird häufig eine Optik eingesetzt, die das oder die Leuchtmittel so abdeckt, dass
das von den Leuchtmitteln abgestrahlte Licht bevorzugte Abstrahlcharakteristika aufweist.
Beispielsweise werden mit Optiken Farbton, Streuung und/oder Richtung des abgestrahlten
Lichts festgelegt. Auch werden solche Optiken zum Abschluss der Linearleuchten eingesetzt.
[0006] Bei der Montage einer Linearleuchte wird normalerweise erst das Basisprofil an einer
Zielposition an der Wand, der Decke oder dem Objekt befestigt, beispielsweise angeschraubt.
Ein oder mehrere mit Leuchtmitteln versehenes Trägerprofil wird dann am Basisprofil
zumeist lösbar montiert. Danach wird die Optik am Basisprofil oder am Trägerprofil
montiert.
[0007] Das Trägerprofil dient bei Linearleuchten üblicherweise zum Tragen des Leuchtmittels,
des Betriebsgeräts und eventuell weiterer Komponenten. Dazu weisen die Trägerprofile
häufig eine vorderseitige Montageoberfläche und eine rückseitige Montageoberfläche
auf. Das Leuchtmittel wird dann an der Vorderseite und das Betriebsgerät an der Rückseite
befestigt. Im Betrieb ist die vorderseitige Montageoberfläche mit dem Leuchtmittel
dem auszuleuchtenden Raum beziehungsweise der auszuleuchtenden Fläche zugewandt.
[0008] Wenn Linearleuchten der vorbeschriebenen Art eingeschaltet sind, können die einzelnen
Komponenten wie insbesondere die Leuchtmittel und die Betriebsgeräte Wärme erzeugen,
die abgeführt werden muss, um eine Überhitzung zu vermeiden. Dazu sind die Trägerprofile
häufig aus einem wärmeleitenden Material hergestellt, sodass die erzeugte Wärme über
die Trägerprofile aus den Linearleuchten abbeziehungsweise vom Leuchtmittel weggeleitet
werden kann. Eine solche wärmeleitende Ausgestaltung eines Trägerprofils kann jedoch
dazu führen, dass Wärme auch von einer Komponente auf eine andere Komponente zirkuliert.
Beispielsweise kann vom Betriebsgerät erzeugte Wärme von der Rückseite des Trägerprofils
auf dessen Vorderseite und somit das Leuchtmittel übergehen und dieses beeinträchtigen.
[0009] Um diesem Problem zu begegnen, ist es bekannt, Trägerprofil so auszugestalten, dass
ein Hohlraum zwischen Vorder- und Rückseite liegt. Dazu werden üblicherweise die vorderseitige
und die rückseitige Oberflächen an zwei parallelen voneinander getrennten Grundplatten
des Trägerprofils ausgebildet. Die Grundplatten sind typischerweise über seitliche
Verbindungsbereiche des Trägerelements miteinander verbunden. Zwischen den beiden
Grundplatten befindet sich der Hohlraum, der die beiden Grundplatten thermisch voneinander
abtrennt.
[0010] Nachteilig bei diesen mit einem Hohlraum versehenen Trägerprofilen kann aber sein,
dass Wärme in einem unerwünschten Ausmass von einer Komponente über die zugehörige
Grundplatte, einen der Verbindungsbereiche und die andere Grundplatte auf eine andere
Komponente übertragen wird. Insbesondere punktuell kann dies zu einer Beeinträchtigung
der zusätzlich erwärmten Komponente führen. Beispielsweise kann von einem Betriebsgerät
erzeugte Wärme an der Stelle, an der dieses am meisten Wärme entwickelt, über das
Trägerprofil beziehungsweise dessen Grundplatten und Verbindungsbereiche also seitlich
auf das Leuchtmittel übertragen werden. Insbesondere bei der Verwendung von LED-Leuchtmitteln
ist dem Wärmehaushalt besonders Rechnung zu tragen, sodass eine generelle oder auch
punktuelle zusätzliche Erwärmung meist unerwünscht ist.
[0011] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der nachfolgenden Erfindung, eine Linearleuchte
beziehungsweise ein Trägerprofil vorzuschlagen, die beziehungsweise das einen verbesserten
Wärmehaushalt ermöglicht und insbesondere den Übergang von Wärme verschiedener Komponenten
aufeinander vermindert.
Darstellung der Erfindung
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Linearleuchte gelöst, wie sie im unabhängigen
Anspruch 1 definiert ist. Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0013] Das Wesen der Erfindung besteht im Folgenden: Eine Linearleuchte ist mit einem Leuchtmittel,
einem Betriebsgerät zum Betreiben des Leuchtmittels und einem einteiligen Trägerprofil
ausgestattet. Das Trägerprofil umfasst zwei längsförmige Grundplatten, die jeweils
zwei Längsseiten und zwei Stirnseiten aufweisen. Die zwei Grundplatten des Trägerprofils
weisen jeweils eine der anderen Grundplatte zugewandte innere Oberfläche und jeweils
eine der anderen Grundplatte abgewandte äussere Oberfläche auf. Die eine der äusseren
Oberflächen der zwei Grundplatten des Trägerprofils bildet eine Vorderseite des Trägerprofils
und die andere der äusseren Oberflächen der zwei Grundplatten des Trägerprofils eine
Rückseite des Trägerprofils. Das Leuchtmittel ist an der Vorderseite des Trägerprofils
und das Betriebsgerät an der Rückseite des Trägerprofils montiert. Das Trägerprofil
weist zwei seitliche Verbindungsbereiche auf, die jeweils die beiden Grundplatten
an jeweils einer derer Längsseiten miteinander so verbinden, dass die Grundplatten
voneinander beabstandet sind und dass ein Hohlraum zwischen den beiden Grundplatten
angeordnet ist. Das Trägerprofil umfasst zwei Einschnitte, die sich jeweils zwischen
einem der beiden Verbindungsbereiche und einer der beiden mit ihm verbundenen Grundplatten
entlang der zugehörigen Längsseite erstrecken.
[0014] Der Begriff "längsförmig" im Zusammenhang mit den Grundplatten kann sich auf eine
lineare, quasi lineare oder auch gekrümmte Form beziehen. Die Längsausdehnung der
Grundplatten ist in jedem Fall grösser als deren Ausdehnung in der Breite. Dabei können
die Grundplatten in einem Querschnitt entlang einer Längsrichtung im Wesentlichen
gerade ausgestaltet sein. In einer solchen Ausführung können die Oberflächen der Grundplatten
in einer Aufsicht eine rechteckige Fläche beschreiben. Das Trägerprofil selbst kann
auch als längsförmig bezeichnet werden.
[0015] In Verwendung der Linearleuchte, das heisst üblicherweise in montiertem Zustand,
ist typischerweise die Vorderseite des Trägerprofils zusammen mit dem Leuchtmittel
in eine Beleuchtungsrichtung ausgerichtet. Beispielsweise ist die Vorderseite bei
einer an einer Decke montierten Linearleuchte nach unten gerichtet, das heisst die
Vorderseite bildet eine Unterseite des Trägerprofils und die Rückseite eine Oberseite
davon. Das Leuchtmittel ist dabei nach unten ausgerichtet und das Betriebsgerät zwischen
Trägerprofil und Decke angeordnet.
[0016] Die inneren und äusseren Oberflächen der längsförmigen Grundplatten können insbesondere
rechteckig sein. Dabei können die Längsseiten um ein Mehrfaches länger sein als die
Stirnseiten. Die inneren und äusseren Oberflächen der längsförmigen Grundplatten können
auch gebogen ausgestaltet sein.
[0017] Indem die beiden Verbindungsbereiche jeweils die beiden Grundplatten an jeweils einer
derer Längsseiten miteinander verbinden, sind sie seitlich beidseiteig der Grundplatten
ausgebildet. Sie verbinden beispielsweise bogenförmig oder angewinkelt die die Vorderseite
umfassende Grundplatte mit der die Rückseite umfassenden Grundplatte an deren Längsseiten.
Die Verbindungsbereiche können durchgehend oder quasi durchgehend ausgestaltet sein,
sodass sie den Hohlraum zwischen den Grundplatten seitlich begrenzen.
[0018] Der Hohlraum zwischen den beiden Grundplatten kann insbesondere mit Luft gefüllt
sein. Er kann beispielsweise so mit Öffnungen versehen sein, dass Luft ein- und ausströmen
kann. Ein solcher Hohlraum ermöglicht eine thermische Isolierung der beiden Grundplatten
beziehungsweise der Vorderseite und der Rückseite voneinander. Insbesondere kann dadurch
ein Übergang von Wärme vom Betriebsgerät auf das Leuchtmittel oder umgekehrt reduziert
werden.
[0019] Indem zwischen den beiden Grundplatten beidseitig ein Einschnitt im Trägerprofil
vorgesehen ist, kann ein Wärmeübergang von der einen Grundplatte auf die andere Grundplatte
vermindert oder gar unterbunden werden. Insbesondere kann das Trägerprofil bei den
Einschnitten verhältnismässig dünn sein, sodass der Wärmeübergang beziehungsweise
die Wärmeübertragung an dieser Stelle verhältnismässig schlecht ist. Damit kann auf
verhältnismässig einfache Weise effizient verhindert werden, dass Wärme von einer
Komponente auf der einen auf eine weitere Komponente auf der anderen Seite des Trägerprofils
übertragen wird, wodurch die thermische Isolation der Vorder- von der Rückseite verbessert
werden kann. Insbesondere kann so beispielsweise vermieden werden, dass Wärme vom
auf der Rückseite montierten Betriebsgerät über das Trägerprofil auf das auf der Vorderseite
montierte Leuchtmittel übertragen wird und dieses beeinträchtigt. Vielmehr kann die
Wärme über andere Bereiche des Trägerprofils abgeführt werden, an denen das Trägerprofil
keine reduzierte Mächtigkeit aufweist oder auf sonstige Wiese einen verhältnismässig
gute Wärmeübertragung zulässt. Die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Trägerprofils
ermöglicht also auf einfache Art und Weise eine verbesserte effiziente thermische
Trennung von Betriebsgerät und Leuchtmittel beziehungsweise von Vorder- und Rückseite
des Trägerprofils.
[0020] Das Trägerprofil kann eine Montagestruktur aufweisen, über die es an einem Gehäuse
beziehungsweise Basisprofil montiert werden kann. Beispielsweise kann eine solche
Montagestruktur Haken aufweisen, die in entsprechende Aufnahmen beziehungsweise hinter
entsprechende Hinterschneidungen des Gehäuses greifen können.
[0021] Die Einschnitte des Trägerprofils können jegliche geeignete Form aufweisen. Beispielsweise
können sie als Kerben oder Kanäle ausgebildet sein. Insbesondere können sie einen
V-förmigen Querschnitt aufweisen, sodass sie sich mit zunehmender Tiefe verengen.
Dabei entspricht die Tiefe der Einschnitte vorzugsweise mindestens 50% einer Dicke
der Grundplatten, mindestens 70% der Dicke der Grundplatten, mindestens 80% der Dicke
der Grundplatten, mindestens 90% der Dicke der Grundplatten oder mindestens der Dicke
der Grundplatten.
[0022] Die Einschnitte weisen bevorzugt jeweils eine maximale Breite auf, die mindestens
50% einer Dicke der Grundplatten, mindestens 70% der Dicke der Grundplatten, mindestens
80% der Dicke der Grundplatten, mindestens 90% der Dicke der Grundplatten oder mindestens
der Dicke der Grundplatten entspricht. So dimensionierte Einschnitte ermöglichen einen
Unterbruch des thermischen Übergangs zwischen den beiden Grundplatten in einem ausreichenden
Ausmass. Dadurch können Vorder- und Rückseiten effizient thermisch voneinander entkoppelt
sein, sodass die auf den den Vorder- und Rückseiten montierten Komponenten der Linearleuchte
geschützt sind.
[0023] Vorzugsweise umfassen die Grundplatten des Trägerprofils jeweils zwei Stirnseiten,
die nicht miteinander verbunden sind, sodass der Hohlraum stirnseitig offen ausgebildet
ist. Ein solcher Hohlraum ermöglicht, dass Luft in seinem Innenraum oder auch ein
anderes geeignetes Medium effizient ausgetauscht werden kann. Dabei kann effizient
erwärmte Luft aus dem Hohlraum entweichen und durch noch nicht erwärmte Luft ersetzt
werden.
[0024] Vorzugsweise sind die Grundplatten des Trägerprofils parallel zueinander angeordnet.
Eine solche Anordnung der Grundplatten zueinander ist für viele Anwendungen zweckmässig.
Beispielsweise kann sie bei an Decken oder Wänden befestigten Linearleuchten bevorzugt
sein. Auch lassen sich solche Trägerprofile verhältnismässig einfach herstellen und
verbauen.
[0025] Die Längsseiten der Grundplatten des Trägerprofils sind vorzugsweise gerade ausgebildet.
Eine solche Ausgestaltung der Längsseiten ermöglicht die Realisierung einer geraden
Linearleuchte, was in vielen Anwendungen gewünscht ist. Beispielsweise sind für die
Deckenbeleuchtung von Räumen und Gängen häufig gerade Linearleuchten bevorzugt.
[0026] Die Trägerleiste ist mit Vorteil aus einem thermisch verhältnismässig gut leitenden
Material hergestellt, damit vom Betriebsgerät und vom Leuchtmittel produzierte Wärme
effizient abgeführt werden kann. Vorzugsweise ist das Trägerprofil aus einem Metall
und insbesondere aus Aluminium beziehungsweise beschichtetem Aluminium hergestellt.
Trägerprofile aus Aluminium können verschiedene vorteilhafte Eigenschaften mit sich
bringen. Beispielsweise können solche Trägerprofile leicht, ausreichend robust und
tragfähig sein. Zudem kann Aluminium effizient in vielfältiger Weise geformt werden.
[0027] Bevorzugt weist das Trägerprofil zwei sich seitlich der Grundplatten und entlang
deren Längsseiten verlaufende Hinterschneidungen auf. Die Hinterschneidungen können
so ausgerichtet sein, dass dazu passende Mittel einer Optik in die Hinterschneidungen
eingreifen und damit die Optik am Trägerprofil halten. Sie können beispielsweise versetzt
parallel oder quasi parallel zu der Vorderseite des Trägerprofils ausgebildet sein.
Auf diese Weise kann das Trägerprofil effizient für die Verbindung mit einer Optik
vorgesehen sein.
[0028] Bevorzugt weist das Trägerprofil zwei sich seitlich der Grundplatten und parallel
zu deren Längsseiten erstreckende Klemmkanäle auf. Die Klemmkanäle können in Richtung
der Vorderseite des Trägerprofils geöffnet sein, sodass sie von dieser Seite her zugänglich
sind. Sie bilden jeweils ein weibliches Teil einer Klemmverbindung. Insbesondere kann
beispielsweise eine Optik mit einem entsprechenden männlichen Teil der Klemmverbindung
ausgestattet sein und über diese Klemmverbindung effizient am Trägerprofil montiert
werden. Solche Klemmkanäle ermöglichen auch, dass ein übermässiges Eindringen von
Feuchtigkeit von ausserhalb der Linearleuchte über die Verbindung zwischen Trägerprofil
und Optik in das Innere der Linearleuchte verhindert wird. Dadurch können die Komponenten
im Innern der Linearleuchte wie beispielsweise das Leuchtmittel und das Betriebsgerät
vor Feuchtigkeit geschützt werden. Insbesondere kann mittels solcher Klemmkanäle ermöglicht
werden, dass die Linearleuchte effizient vorgegebene Bedingungen bezüglich Feuchtigkeitsdichtheit
erfüllt. Beispielsweise können solche Bedingungen in den bekannten und anerkannten
IP-Codes (International Protection Codes) definiert sein.
[0029] Dabei umfassen die Klemmkanäle vorzugsweise jeweils zwei parallele Seitenwände, die
mit gegeneinander ausgerichteten Verzahnungen ausgestattet sind. Unter dem Begriff
"parallel" wird in diesem Zusammenhang auch eine quasi parallele Ausgestaltung mitumfasst,
bei der die Seitenwände leicht von einer exakt parallelen Ausrichtung abweichen. Die
Seitenwände können sich insbesondere rechtwinklig oder quasi rechtwinklig zur Vorderseite
des Trägerprofils erstrecken, sodass die Klemmkanäle effizient von der Vorderseite
her zugänglich ist. Mit den Verzahnungen kann die Klemmverbindung verstärkt werden,
sodass beispielsweise die Optik ausreichend fest am Trägerprofil gehalten werden kann.
Zudem kann eine solche Verzahnung das Eindringen von Feuchtigkeit weiter erschweren
und somit die Dichte der Linearleuchte verbessern.
[0030] Dabei sind die inneren Seitenwände der beiden Klemmkanäle vorzugsweise kürzer als
die äusseren Seitenwände der beiden Klemmkanäle. Eine solche Ausgestaltung der Seitenwände
ermöglicht auf der einen Seite eine ausreichend starke Verbindung zwischen dem Trägerprofil
und beispielsweise einer Optik. Andererseits ermöglicht sie insbesondere, dass ein
Feuchtigkeitsübergang labyrinthartig unterbunden werden kann. Dies kann eine besonders
effiziente Abdichtung auf verhältnismässig einfache Weise zulassen.
[0031] Bevorzugt weist das Trägerprofil zwei sich seitlich der Grundplatten und parallel
zu deren Längsseiten erstreckende Klemmwände auf. Solche Klemmwände können als männliche
Teile einer Klemmverbindung dienen. Damit kann die oben beschriebene Klemmverbindung
in umgekehrter Weise implementiert sein, also das männliche Teil am Trägerelement
und das weibliche Teil beispielsweise an der Optik.
[0032] Dabei sind die Klemmwände vorzugsweise jeweils an den beiden Aussenseiten mit Verzahnungen
ausgestattet. Solche Verzahnungen ermöglichen eine feste und dichte Verbindung wie
weiter oben bereits beschrieben.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Trägerprofil eine beliebige Kombination
von Hinterschneidungen, Klemmkanälen und/oder Klemmwänden auf. Auf diese Weise kann
das Trägerprofil universell mit auf unterschiedliche Weise zu verbindenden Optiken
eingesetzt werden. Dies kann den Fertigungsprozess von Linearleuchten wesentlich vereinfachen,
da für unterschiedliche Ausführungen der Linearleuchten ein einziges Trägerprofil
eingesetzt werden kann.
[0034] Die Linearleuchte umfasst vorzugsweise eine Optik. Eine solche Optik kann zur Gestaltung
des von der Linearleuchte abgestrahlten Lichts beziehungsweise zur Definition der
Lichtverteilungskurve (LVK) der Linearleuchte eingesetzt werden. Die LVK kann in Verbindung
mit einer vorgesehene Abstrahlrichtung stehen, die sich auf eine Richtung der Lichtausbreitung
bezieht, in der die Linearleuchte bestimmungsgemäss leuchtet. Die LVK repräsentiert
vordefinierte Abstrahlcharakteristika der Linearleuchte. Mit den vordefinierten Abstrahlcharakteristika
können Eigenschaften des vom Leuchtmittel erzeugten Lichts wie beispielsweise Streuung,
Dämpfung, Strahlrichtung, Fokussierung und/oder Farbe beziehungswese Ton in gewünschter
Weise definiert werden.
[0035] Die Optik kann die Linearleuchte nach aussen hin abschliessen und somit in einem
verbauten beziehungsweise montierten Zustand der Linearleuchte ein wesentlicher sichtbarer
Teil der Linearleuchte sein. Typischerweise ist die Optik transparent oder zumindest
teiltransparent ausgebildet.
[0036] Der Begriff "transparent" kann sich in diesem Zusammenhang auf lichtdurchlässig beziehungsweise
eine zumindest teilweise Durchlässigkeit für sichtbares Licht beziehen.
[0037] Der Begriff "lichtdurchlässig" kann sich dabei insbesondere auf eine gedämpfte oder
ungedämpfte Durchlässigkeit des mittels des Leuchtmittels erzeugten Lichts beziehen.
[0038] Bevorzugt ist die Optik einteilig gefertigt, wobei eine einzige Linearleuchte auch
mehrere einteilige Optiken umfassen kann. Sie kann insbesondere aus einem Kunststoff
wie beispielsweise einem Polycarbonat (PC) oder einem Polymethylmethacrylat (PMMA)
hergestellt sein. Solche Kunststoffe ermöglichen einerseits eine robuste Ausgestaltung
der Optik in vielen möglichen Geometrien. Andererseits können sie auf vielfältige
Weise lichtdurchlässig sein, sodass die gewünschte Abstrahlcharakteristik flexibel
und angepasst auf eine vorgesehene Verwendung vordefiniert werden kann. Zudem können
Optiken aus einem solchen Material verhältnismässig einfach und kostengünstig hergestellt
werden und weitere für den Gebrauch bevorzugte Eigenschaften wie beispielsweise Elastizität
oder Langlebigkeit aufweisen.
[0039] Der Begriff "längsförmig" im Zusammenhang mit der Optik kann analog zu der dessen
Verwendung im Zusammenhang mit den Grundplatten des Trägerprofils verstanden werden.
Insbesondere kann er sich auf eine lineare, quasi lineare oder auch gekrümmte Form
beziehen. Die Längsausdehnung der Optik ist in jedem Fall grösser als deren Ausdehnung
in der Breite. Dabei kann die Optik in einem Querschnitt entlang einer Längsrichtung
im Wesentlichen gerade ausgestaltet sein. In einer solchen Ausführung kann die Optik
in einer Aufsicht eine rechteckige Fläche beschreiben.
[0040] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform umfasst die längsförmige Optik seitliche
Einrastnasen, wobei die Optik am Trägerprofil montiert ist, indem die Einrastnasen
hinter die Hinterschneidungen des Trägerprofils greifen, sodass die Optik das Leuchtmittel
in seiner Abstrahlrichtung abdeckt. Eine solche Optik kann effizient am Trägerprofil
befestigt werden, indem die Einsrastnasen in die Hinterschneidungen einschnappen.
Dadurch kann die Optik auf einfache Weise montiert sein.
[0041] Dabei ist vorzugsweise eine Abdichtung zwischen der Optik und dem Leuchtmittel angeordnet.
Es kann sein, dass die Verbindung der Optik mit dem Trägerprofil über Rastnasen und
Hinterschneidungen für sich alleine keine ausreichend dichte Verbindung von Optik
und Trägerprofil zulässt, sodass notwendige Bedingungen an die Feuchtigkeitsdichte
nicht erfüllt werden können. In einer solchen Konstellation ermöglicht die zusätzliche
Abdichtung, dass insbesondere das Leuchtmittel dicht abgeschlossen ist.
[0042] Die Abdichtung kann aus einem elastischen Kunststoff hergestellt sein. Sie kann zwischen
Leuchtmittel und Trägerprofil eingeklemmt und leicht komprimiert sein, sodass ein
dichter Abschluss vorhanden sein kann. Die Abdichtung kann zusätzlich einen gleichmässigen
Anpressdruck zwischen Trägerprofil und Leuchtmittel gewährleisten, sodass eine verhältnismässig
gute Wärmeübertragung vom Leuchtmittel auf das Trägerprofil ermöglicht wird. Weiter
kann die Abdichtung eine aufgrund thermischer Veränderungen auftretende Längenverschiebung
beziehungsweise -ausdehnung der Optik in Bezug auf das Leuchtmittel aufnehmen beziehungsweise
ermöglichen.
[0043] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die längsförmige Optik parallele
seitliche Klemmwände, wobei die Optik am Trägerprofil montiert ist, indem die Klemmwände
der Optik in die Klemmkanäle des Trägerprofils geklemmt sind, sodass die Optik das
Leuchtmittel in seiner Abstrahlrichtung abdeckt. Eine solche Optik ermöglicht eine
feste und feuchtigkeitsdichte Klemmverbindung der Optik mit dem Trägerprofil wie oben
beschrieben.
[0044] In einer weiteren anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die längsförmige Optik
parallele seitliche Klemmkanäle, wobei die Optik am Trägerprofil montiert ist, indem
die Klemmwände des Trägerprofils in die Klemmkanäle der Optik geklemmt sind, sodass
die Optik das Leuchtmittel in seiner Abstrahlrichtung abdeckt. Eine solche Optik ermöglicht
eine alternative feste und feuchtigkeitsdichte Klemmverbindung der Optik mit dem Trägerprofil
wie oben beschrieben.
[0045] Das Leuchtmittel kann ein beliebiges längsförmiges Leuchtmittel wie beispielsweise
eine Leuchtstoffröhre oder dergleichen sein. Vorzugsweise umfasst es jedoch eine Platine
und eine Serie von an einer Oberfläche der Platine montierter Leuchtdioden. Dabei
ist die Platine so am Trägerprofil montiert, dass eine der Oberfläche mit den Leuchtdioden
entgegengesetzte Oberfläche der Platine der Vorderseite des Trägerprofils zugewandt
ist. Die Serie von Leuchtdioden kann eine oder mehrere parallele Reihen von Leuchtdioden
umfassen.
[0046] Der Begriff "Reihe" kann sich in diesem Zusammenhang darauf beziehen, dass die Leuchtdioden
entlang einer gekrümmten, gewellten, gezackten oder insbesondere geraden Linie angeordnet
sind.
[0047] Der Begriff "Leuchtdiode" kann synonym für lichtemittierende Diode oder Light Emitting
Diode (LED) verstanden werden. Die Leuchtdioden können in einer Aufsicht beispielsweise
rund, elliptisch, quadratisch oder rechteckig ausgestaltet sein. Sie können auf der
Platine befestigt sein, die zusätzlich mit einer Steuerungselektronik zum Betreiben
der Leuchtdioden ausgestattet sein kann.
[0048] Das Leuchtmittel kann so als LED-Leuchtmittel bezeichnet werden. LED-Leuchtmittel
haben verschiedene vorteilhafte Eigenschaften wie beispielsweise eine hohe Energieeffizienz,
lange Lebensdauer und eine kostengünstige Herstellung. Sie ermöglichen eine effiziente
auf die jeweilige Anwendung angepasste Beleuchtung.
[0049] Dabei können die Leuchtdioden auch jeweils eine Primärlinse aufweisen. Solche Primärlinsen
beziehungsweise Primäroptiken können beispielsweise zur Entblendung des von den Leuchtdioden
erzeugten Lichts vorgesehen sein. Sie können auch das von den Leuchtdioden erzeugte
Licht beispielsweise in Richtung der Optik bündeln. Auf diese Weise kann auf weitere
Elemente zur Bündelung des Lichts wie beispielsweise auf Reflektoren verzichtet werden
beziehungsweise deren Konstruktion kann vereinfacht werden.
[0050] Vorzugsweise umfasst die Optik dabei eine Mehrzahl von Linsen, wobei jeweils eine
Linse benachbart zu einer der Leuchtdioden angeordnet ist. Mit solchen Linsen können
die Abstrahlcharakteristika jeder einzelnen Leuchtdiode einzeln festgelegt werden.
Auf diese Weise kann die LVK der Linearleuchte flexibel und effizient definiert werden.
Ausserdem kann eine solche Optik mit Linsen ein bevorzugtes Erscheinungsbild der Linearleuchte
ermöglichen.
[0051] Dabei weist die Optik bevorzugt eine längsförmige Grundplatte und zwei Flügelabschnitte
auf. Die Linsen sind so an der Grundplatte ausgebildet, dass sie sich von einer Oberfläche
der Grundplatte erheben, wobei die Flügelabschnitte seitlich an die Grundplatte anschliessen.
Die Flügelabschnitte sind so geschwungen geformt, dass sie die Linsen überragen. Die
Flügelabschnitte können zwischen der Grundplatte und den Einrastnasen beziehungsweise
Klemmkanälen beziehungsweise Klemmwänden der Optik liegen. Das Ausgestalten der Optik
mit solchen Flügelabschnitten ermöglicht zum einen, dass die Optik effizient via die
Flügelabschnitte am Trägerprofil montiert und andererseits die Linsen geschützt werden
können.
[0052] Bevorzugt weist die Linearleuchte ein Rastergitter mit Längsstreben und angewinkelt
dazu verlaufenden Querstreben auf. Die Quer und Längsstreben können auch gekrümmt
ausgebildet sein, sodass runde beziehungsweise ovale Felder im Rastergitter ausgebildet
sind. Das Rastergitter ist dabei so an der Optik montiert, dass jeweils eine der Linsen
der Optik in einem von zwei Querstreben und zwei Längsstreben begrenzten Feld liegen.
Die Quer- und Längsstreben können insbesondere rechtwinklig zueinander stehen. Ein
solches Rastergitter kann als Blendschutz dienen. Zudem kann es ermöglichen, dass
die Linearleuchte ästhetisch ansprechend wahrgenommen wird.
[0053] Vorzugsweise umfasst das Trägerprofil zwei Seitenbereiche, die sich jeweils von einem
der beiden Verbindungsbereiche von den mit ihm verbundenen Grundplatten weg erstreckt.
Die Seitenbereiche können dabei jeweils unmittelbar an den zugehörigen Verbindungsbereich
anschliessen. Solche Seitenbereiche ermöglichen, dass Wärme von einer der beiden Grundplatten
seitlich nach aussen geführt werden kann. Zudem ermöglichen die Seitenbereiche, dass
das Trägerprofil mit weiteren Komponenten beziehungsweise Funktionen wie beispielsweise
die vorstehend beschriebenen Ausbildungen des Trägerprofils ausgestattet sein kann.
[0054] Dabei ist das Trägerprofil vorzugsweise bei den zwei Einschnitten dünner als bei
den zwei Seitenbereichen. Dadurch kann effizient erreicht werden, dass Wärme von einer
der beiden Grundplatten zu einem überwiegenden Teil oder gar vollständig durch die
Seitenbereiche abgeleitet wird und nicht vorbei an den Einschnitten auf die andere
Grundplatte verläuft. Insbesondere kann das Trägerprofil bei den Verbindungsbereichen
jeweils zwei Pfade beschreiben, von denen ein erster Pfad vorbei am zugehörigen Einschnitt
die Grundplatten miteinander verbindet und ein zweiter Pfad in die Seitenbereiche
seitlich nach aussen verläuft. Damit kann die von einer der Grundplatten ausgehende
Wärme effizient nach aussen abgeleitet werden. Die beiden Grundplatten können so zueinander
quasi wärmeisoliert sein.
[0055] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Trägerprofil für eine Linearleuchte
wie oben beschrieben. Das Trägerprofil umfasst zwei längsförmige Grundplatten, die
jeweils zwei Längsseiten und zwei Stirnseiten aufweisen, und zwei Verbindungsbereiche.
Dabei weisen die zwei Grundplatten jeweils eine der anderen Grundplatte zugewandte
innere Oberfläche und jeweils eine der anderen Grundplatte abgewandte äussere Oberfläche
auf. Die eine der äusseren Oberflächen der zwei Grundplatten des Trägerprofils bildet
eine Vorderseite des Trägerprofils und die andere der äusseren Oberflächen der zwei
Grundplatten des Trägerprofils eine Rückseite des Trägerprofils. Ein Leuchtmittel
der Linearleuchte ist an der Vorderseite und ein Betriebsgerät der Linearleuchte an
der Rückseite montierbar. Die zwei Verbindungsbereiche verbinden jeweils die beiden
Grundplatten an jeweils einer derer Längsseiten so miteinander, dass die Grundplatten
voneinander beabstandet sind und dass ein Hohlraum zwischen den beiden Grundplatten
angeordnet ist. Zwischen einem der beiden Verbindungsbereiche und einer der beiden
mit ihm verbundenen Grundplatten erstrecken sich zwei Einschnitte jeweils entlang
der zugehörigen Längsseite.
[0056] Mit einem solchen Trägerprofil kann eine erfindungsgemässe Linearleuchte und deren
Effekte beziehungsweise Vorteile effizient realisiert werden. Insbesondere kann das
Trägerprofil auch mit den oben im Zusammenhang mit der Linearleuchte beschriebenen
Merkmalen weitergebildet sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0057] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung mithilfe der schematischen Zeichnung.
Insbesondere wird im Folgenden die erfindungsgemässe Linearleuchte und das erfindungsgemässe
Trägerprofil unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen
detaillierter beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Linearleuchte
mit einem ersten Ausführungsbeispiel einer Optik;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsansicht der Linearleuchte von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht der erfindungsgemässen Linearleuchte von Fig. 1 mit einem
zweiten Ausführungsbeispiel einer Optik;
- Fig. 4
- eine perspektivische Explosionsansicht der Linearleuchte von Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht der erfindungsgemässen Linearleuchte von Fig. 1 mit einem
dritten Ausführungsbeispiel einer Optik; und
- Fig. 6
- eine perspektivische Explosionsansicht der Linearleuchte von Fig. 5.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
[0058] Bestimmte Ausdrücke werden in der folgenden Beschreibung aus praktischen Gründen
verwendet und sind nicht einschränkend zu verstehen. Die Wörter "rechts", "links",
"unten" und "oben" bezeichnen Richtungen in der Zeichnung, auf die Bezug genommen
wird. Die Ausdrücke "nach innen", "nach aussen" "unterhalb", "oberhalb", "links",
"rechts" oder ähnliche werden zur Beschreibung der Anordnung bezeichneter Teile zueinander,
der Bewegung bezeichneter Teile zueinander und der Richtungen hin zum oder weg vom
geometrischen Mittelpunkt der erfindungsgemässen Linearleuchte sowie benannter Teile
derselben wie in den Fig. dargestellt verwendet. Diese räumlichen Relativangaben umfassen
auch andere Positionen und Ausrichtungen als die in den Fig. dargestellten. Zum Beispiel
wenn ein in den Fig. dargestelltes Teil umgedreht wird, sind Elemente oder Merkmale,
die als "unterhalb" beschrieben sind, dann "oberhalb". Die Terminologie umfasst die
oben ausdrücklich erwähnten Wörter, Ableitungen von denselben und Wörter ähnlicher
Bedeutung.
[0059] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Linearleuchte 1 im
Querschnitt. Dabei ist die Linearleuchte 1 quer zu ihrer Längsrichtung also parallel
zu einer ihrer Stirnseiten geschnitten.
[0060] Die Linearleuchte 1 umfasst ein einteiliges Trägerprofil 2, vier Optiken 3A in einer
ersten Ausführungsform, zwei LED-Leuchtmittel 4 und ein zugehöriges Betriebsgerät
5. Das Trägerprofil 2 weist eine obere Grundplatte 211 und eine unterhalb davon und
parallel dazu angeordnete untere Grundplatte 212 auf. Die obere Grundplatte 211 und
die untere Grundplatte 212 weisen jeweils zwei parallele gerade Längsseiten und zwei
rechtwinklig dazu liegende, parallele Stirnseiten. Weiter umfassen sie jeweils eine
obere Oberfläche und eine untere Oberfläche. Die Oberflächen der Grundplatten 211,
212 sind allesamt rechteckig und eben ausgestaltet und horizontal ausgerichtet. Die
untere Oberfläche der oberen Grundplatte 211 und die obere Oberfläche der unteren
Grundplatte 212 liegen direkt übereinander und sind einander zugewandt. Die obere
Oberfläche der oberen Grundplatte 211 bildet eine ebene Ober- oder Rückseite 213 des
Trägerprofils 1 und die untere Oberfläche der unteren Grundplatte 212 eine ebene Unter-
oder Vorderseite 214 des Trägerprofils 1.
[0061] Seitlich der Längsseiten gehen die Grundplatten 211, 212 beidseitig in einen Verbindungsbereich
28 des Trägerprofils 2 über. Die Verbindungsbereiche 28 verbinden so die obere Grundplatte
211 mit der unteren Grundplatte 212 an deren Längsseiten. Der linke Verbindungsbereich
28 verbindet also die linke Längskante der oberen Grundplatte 211 mit der linken Längskante
der unteren Grundplatte 212 und der rechte Verbindungsbereich 28 die rechte Längskante
der oberen Grundplatte 211 mit der rechten Längskante der unteren Grundplatte 212.
Die Verbindungsbereiche 28 erstrecken sich jeweils entlang der Grundplatten 211, 212
über deren volle Längen. Sie sind im Querschnitt teilweise quasi bogenförmig ausgebildet.
Zwischen der oberen Grundplatte 211, den Verbindungsbereichen 28 und der unteren Grundplatte
212 ist ein Hohlraum 27 gebildet, der mit Luft gefüllt ist.
[0062] Seitlich gehen die Verbindungsbereiche 28 jeweils in eine sich nach aussen erstreckenden
Seitenbereich 29 über. Zwischen den Verbindungsbereichen 28 und der oberen Grundplatte
211 sind dadurch erste Pfade 291 gebildet, die jeweils an den Einschnitten 23 vorbei
die Verbindungsbereiche 28 mit der oberen Grundplatte 211 verbinden. Durch die direkt
an die Verbindungsbereiche 28 anschliessenden Seitenbereiche 29 sind zweite Pfade
292 gebildet. Jeweils einer der Verbindungsbereiche 28 ist zusammen mit dem zugehörigen
ersten Pfad 291 und dem zugehörigen zweiten Pfad 292 im in der Fig. 1 gezeigten Querschnitt
quasi Y-förmig ausgestaltet. Aufgrund der Einschnitte 23 ist das Trägerprofil 2 bei
den ersten Pfaden 291 wesentlich dünner als bei den zweiten Pfaden 292. Durch die
unterschiedliche Dicke der ersten und zweiten Pfade 219, 292 kann erreicht werden,
dass beispielsweise vom LED-Leuchtmittel 4 erzeugte und auf die untere Grundplatte
212 übertragene Wärme vor allem oder ausschliesslich seitlich über die Verbindungsbereiche
28 und die Seitenbereiche 29 via die zweiten Pfade 292 abgeführt wird.
[0063] Seitlich ausserhalb der Seitenbereiche 29 schliessen jeweils Einrasthaken 24 an die
Verbindungsbereiche 28 an. Die Einrasthaken 24 haben jeweils einen sich vertikal nach
oben erstreckenden Wandabschnitt 241, der oben von einem nach innen gerichteten Hakenkopf
242 abgeschlossen wird. Die Einrasthaken 24 erstrecken sich ebenfalls über die volle
Länge der Grundplatten 211, 212 beziehungsweise des Trägerprofils 2. Die Einrasthaken
24 können für verschiedene Funktionen in der Leuchte 1 vorgesehen sein. Beispielsweise
können an ihnen Klemmfedern zur Befestigung des Betriebsgeräts 5 eingreifen.
[0064] Wiederum seitlich an die beiden Einrasthaken 24 anschliessend umfasst das Trägerprofil
2 jeweils einen sich nach unten beziehungsweise in Abstrahlrichtung geöffneten Klemmkanal
26. Die beiden Klemmkanäle 26 weisen jeweils eine innere Seitenwand 261 und eine äussere
Seitenwand 262 auf, wobei die inneren Seitenwände 261 kürzer sind als die äusseren
Seitenwände 262. An ihren jeweils dem Innern der Klemmkanäle 26 zugewandten Innenseiten
sind die inneren Seitenwände 261 mit einer inneren Verzahnung 263 und die äusseren
Seitenwände 262 mit einer äusseren Verzahnung 264 ausgestattet. An ihren jeweils dem
Innern der Klemmkanäle 26 abgewandten Aussenseiten sind die inneren Seitenwände 261
vertikal abgeschrägt ausgebildet. Zwischen den oberen Enden der inneren Seitenwände
261 und den Einrasthaken 24 ist jeweils eine nach innen offene Hinterschneidung 25
in das Trägerprofil 2 geformt.
[0065] Das Trägerprofil 2 umfasst schliesslich zwei Einschnitte 23, die sich jeweils zwischen
einem der beiden Verbindungsbereiche 28 und der damit verbundenen oberen Grundplatte
211 entlang der zugehörigen Längsseite der oberen Grundplatte 211 erstrecken. Die
Einschnitte 23 verlaufen über die volle Länge des Trägerprofils 2. Sie weisen eine
Tiefe von etwa der Dicke der Grundplatten 211, 212 auf. Zudem sind sie im Querschnitt
V-förmig ausgebildet, wobei das offene obere Ende eine etwa der Dicke der Grundplatten
211, 212 entsprechende Breite aufweist.
[0066] Insgesamt ist das Trägerprofil 2 spiegelsymmetrisch geformt. Insbesondere ist es
bezüglich einer mittig in Längsrichtung verlaufenden Spiegelebene symmetrisch. Das
Trägerprofil 2 ist komplett aus einem pulverbeschichteten Aluminiumprofil gefertigt.
[0067] Auf der Rückseite 213 des Trägerprofils 2 ist das Betriebsgerät 5 befestigt. Dazu
kann das Betriebsgerät 5 beispielsweise mit dem Trägerprofil 2 verschraubt oder über
eine Spannfeder auf dem Trägerprofil 2 gehalten sein. Auf der Vorderseite 214 des
Trägerprofils 2 sind die LED-Leuchtmittel 4 befestigt. Sie umfassen jeweils eine auf
die Vorderseite 214 mittels doppelseitig klebendem Wärmetransferband geklebte Platine
41, die mit zwei parallelen geraden Reihen von Leuchtdioden 42 bestückt ist.
[0068] Die Linearleuchte 1 ist in Fig. 1 mit den Optiken 3A ausgestattet, die als Linsenmodule
wie folgt ausgebildet sind. Die Optiken 3A umfassen jeweils eine rechteckige Grundplatte
32A, die an ihren beiden Längsseiten jeweils von einem Flügelabschnitt 34A abgeschlossen
ist. Zwischen Grundplatte 32A und den Flügelabschnitten 34A ist jeweils ein von unten
her zugänglicher Rastersitz 35A ausgebildet. Die Flügelabschnitte 34A weisen jeweils
einen an die Grundplatte 32A anschliessenden gekrümmten Bereich 341A und einen sich
nach aussen erstreckenden horizontalen Bereich 342A auf. Die horizontalen Bereiche
342A der Flügelabschnitte 34A enden jeweils bündig an einer der äusseren Seitenwände
262 der Klemmkanäle 26 des Trägerprofils 2. Damit eine möglichst bündige Verbindung
zwischen Optik 3A und Trägerprofil 2 erreicht werden kann, sind die offenen äusseren
Enden der Flügelabschnitt 34A und entsprechend die äusseren Seitenwände 262 diagonal
abgeschrägt ausgebildet.
[0069] Von den horizontalen Bereichen 342A der Flügelabschnitte 34A der Optiken 3A erstrecken
sich jeweils Einrastnasen 31A vertikal nach oben. Dabei sind die Einrastnasen 31A
nach innen biegbar und korrespondierend zu den Hinterschneidungen 25 des Trägerprofils
2 ausgestaltet. Sie umfassen jeweils einen lamellenförmigen Halsabschnitt 311A und
einen nach aussen gerichteten Nasenvorsprung 312A. Zum Befestigen der Optiken 3A am
Trägerprofil 2 werden sie von unten an das Trägerprofil 2 angedrückt. Dabei werden
die Einrastnasen 31A entlang der abgeschrägten Aussenflächen der äusseren Seitenwände
262 der Klemmkanäle 26 gedrückt, sodass sie nach innen gebogen werden. Werden die
Optiken 3A weit genug in Richtung Trägerprofil 2 gedrückt schnappen die Einrastnasen
31A in die Hinterschneidungen ein und die Optiken 3A sind am Trägerprofil 2 montiert.
[0070] An den Grundplatten 32A der Optiken 3A sind jeweils zwei gerade Reihen von Linsen
33A angeordnet. Jede Linse 33A ist einer der Leuchtdioden 42 der LED-Leuchtmittel
4 zugeordnet. Dabei ist jede Leuchtdiode 42 von ihrer zugehörigen Linse 33A abgedeckt,
sodass die Optiken 3A die LED-Leuchtmittel 4 in ihren Abstrahlrichtungen abdecken.
[0071] Zwischen den Grundplatten 32A der Optiken 3A und den Platinen 41 der LED-Leuchtmittel
4 sind jeweils eine Abdichtung (in Fig. 1 nicht dargestellt) eingeklemmt. Die Abdichtungen
sind aussen um die Leuchtdioden 42 herum angeordnet, sodass diese bezüglich Feuchtigkeit
abgedichtet sind.
[0072] Die Optiken 3A sind jeweils spiegelsymmetrisch geformt. Insbesondere sind sie bezüglich
einer mittig in Längsrichtung verlaufenden Spiegelebene symmetrisch. Sie sind komplett
einteilig aus einem zumindest teilweise transparenten Kunststoff wie beispielsweise
Polycarbonat (PC) oder Polymethylmethacrylat (PMMA) gefertigt.
[0073] Um Wiederholungen in den Fig. und der zugehörigen Beschreibung der verschiedenen
Aspekte und Ausführungsbeispielen zu vermeiden, sollen bestimmte Merkmale als gemeinsam
für verschieden Aspekte und Ausführungsbeispiele verstanden werden. Das Weglassen
eines Aspekts in der Beschreibung oder einer Fig. lässt nicht darauf schliessen, dass
dieser Aspekt in dem zugehörigen Ausführungsbeispiel fehlt. Vielmehr kann ein solches
Weglassen der Klarheit und dem Verhindern von Wiederholungen dienen. In diesem Zusammenhang
gilt für die gesamte weitere Beschreibung folgende Festlegung: Sind in einer Figur
zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugszeichen enthalten, aber im unmittelbar
zugehörigen Beschreibungstext nicht erwähnt, so wird auf deren Erläuterung in vorangehenden
Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Sind ausserdem im unmittelbar zu einer Figur
gehörigen Beschreibungstext Bezugszeichen erwähnt, die in der zugehörigen Figur nicht
enthalten sind, so wird auf die vorangehenden und nachstehenden Figuren verwiesen.
Ähnliche Bezugszeichen in zwei oder mehreren Fig. stehen für ähnliche oder gleiche
Elemente.
[0074] In Fig. 2 ist die Linearleuchte 1 in teilweise demontiertem Zustand und in einer
perspektivischen Darstellung gezeigt. Insbesondere ist die Linearleuchte 1 auf ihrer
linken Hälfte vollständig demontiert und auf ihrer rechten Hälfte teilweise zusammengesetzt
dargestellt. Dabei ist ersichtlich, dass das Trägerprofil 2 eine verhältnismässig
grosse Länge nämlich etwa die doppelte Länge der Leuchtmittel 4 oder etwa die vierfache
Länge der Optiken 3A aufweist. Die Grundplatten 211, 212, die Einrastnasen 24 und
die Klemmkanäle 26 erstrecken sich über die volle Länge der Grundplatten 211, 212.
In der Linearleuchte 1 sind zusätzlich zu den zwei identischen LED-Leuchtmittel 4,
dem zugehörigen Betriebsgerät 5 und den vier identischen Optiken 3A auch vier optionale
Rastergitter 6 und zwei Stirnabdeckungen 7A vorhanden.
[0075] An die Vorderseite 214 des Trägerprofils 2 werden die LED-Leuchtmittel 4 geklebt
und auf der Rückseite 213 des Trägerprofils 2 das Betriebsgerät 5 befestigt, mit dem
die LED-Leuchtmittel 4 betrieben werden können. Die LED-Leuchtmittel 4 umfassen jeweils
zwei parallele Reihen von jeweils 36 in gleichmässigem Abstand verteilten, rechteckigen
Leuchtdioden 42. Die Platinen 41 umfassen durchgehende Schrauben- und Zentrierbohrungen.
Die Optiken 3A weisen den Zentrierbohrungen entsprechende Zentriernocken auf, sodass
die Optiken 3A exakt zu den LED-Leuchtmitteln ausgerichtet sind, wenn die Zentriernocken
der Optiken 3A in den Zentrierbohrungen der Platinen 41 angeordnet sind.
[0076] Wie in Fig. 2 ersichtlich ist, sind die Einrastnasen 31A der Optiken 3A lamellenförmig
ausgestaltet. Entlang jeder Längsseite der Optiken 3A sind jeweils fünf der lamellenartigen
Einrastnasen 31A vorhanden. In eingerastetem Zustand sind die Optiken 3A über die
Einrastnasen 31A und die Hinterschneidungen 25 fest am Trägerprofil 2 befestigt. Dabei
sind die Optiken 3A in vertikaler Richtung quasi unbeweglich und in horizontaler Richtung
beziehungsweise in Längsrichtung schwimmend am Trägerprofil 2 befestigt. Diese schwimmende
Verbindung ermöglicht, dass unterschiedliche Längenausdehnungen der Optiken 3A im
Vergleich zum Trägerprofil 2 aufgrund Temperaturänderungen möglich sind, ohne dass
die Optiken 3A zum Trägerprofil 2 verspannt und eventuell gebogen werden.
[0077] Die Rastergitter 6 umfassen jeweils drei parallele gerade Längsstreben 62 und neunzehn
parallele Querstreben 61. Die Längsstreben 62 und die Querstreben 61 kreuzen sich
jeweils rechtwinklig, sodass zwei parallele Reihen mit jeweils achtzehn rechteckigen
Feldern pro Rastergitter 6 gebildet sind. Die Rastergitter 6 sind jeweils den Optiken
3A entsprechend dimensioniert. In montiertem Zustand ist an jeder Optik 3A ein Rastergitter
6 befestigt, sodass jeweils eine Linse 33A in einem der Felder des zugehörigen Rastergitters
6 liegt. Zur Befestigung wird dabei das Rastergitter 6 so an die Optik 3A gedrückt,
dass das Rastergitter 6 in die Rastersitze 35A einschnappt.
[0078] Die Stirnabdeckungen 7A sind an den beiden Längsenden des Trägerprofils 2 mit diesem
verbunden. Dazu weisen sie zwei Zungen auf, die von vorne beziehungsweise hinten horizontal
in die Klemmkanäle 26 des Trägerprofils 2 eingeschoben werden können. Die Stirnabdeckungen
7A sind korrespondierend zum Querschnitt des Trägerprofils 2 und der Optiken 3A geformt,
sodass sie diese seitlich vollständig abdecken.
[0079] Fig. 3 und Fig. 4 zeigen die Linearleuchte 1 mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
einer Optik 3B in Form eines kastenförmigen Diffusors und einem zweiten Ausführungsbeispiel
von Stirnabdeckungen 7B. Weiter sind die beiden LED-Leuchtmittel 4 anstelle des Verklebens
mit jeweils vier Befestigungsstecker 8 am Trägerprofil 2 befestigt. Dazu weisen die
Platinen 41 der LED-Leuchtmittel 4 jeweils vier Bohrungen auf, durch welche die Befestigungsstecker
8 hindurchgreifen. Die Befestigungsstecker 8 umfassen jeweils eine verhältnismässig
weiche Silikonscheibe. Über diese können die Befestigungsstecker 8 einen definierten
Anpressdruck zwischen LED-Leuchtmittel 4 und Trägerprofil 2 erzeugen, was einen gleichmässigen
effizienten Wärmeübergang vom LED-Leuchtmittel 4 auf das Trägerprofil möglich macht.
Gleichzeitig können die Silikonscheiben eine Längenausdehnung der Platine 41 aufgrund
ändernder Temperaturen aufnehmen.
[0080] Bis auf die Optik 3B, die Stirnabdeckungen 7B und die Befestigung der LED-Leuchtmittel
4 am Trägerprofil 2 ist die Linearleuchte 1 identisch wie oben beschrieben ausgestaltet.
[0081] Die Optik 3B erstreckt sich in der Ausführungsform von Fig. 3 und Fig. 4 über die
volle Länge des Trägerprofils 2. Entsprechend ist nur eine Optik 3B anstelle der vier
Optiken 3A vorhanden. Die Optik 3B weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
auf, wobei die obere Längsseite offen ausgestaltet ist. Insbesondere weist sie einen
im Querschnitt U-förmigen rechtwinkligen Abdeckabschnitt 32B auf, der an seinen Enden
jeweils in eine Klemmwand 31 B übergeht.
[0082] Die Klemmwände 31 B sind an ihren Aussenseiten mit einer äusseren Verzahnung 312B
und an ihren Innenseiten mit einer inneren Verzahnung 311 B ausgestattet. Zur Befestigung
der Optik 3B am Trägerprofil 2 sind die Klemmwände 31 B in die Klemmkanäle 26 eingeschoben,
sodass die Klemmwände 31 B grossenteils im Innern der Klemmkanäle 26 liegen. Dabei
greifen die äusseren Verzahnungen 312B der Klemmwände 31 B in die äusseren Verzahnungen
264 der Klemmkanäle 26 und die inneren Verzahnungen 311 B der Klemmwände 31 B in die
inneren Verzahnungen 263 der Klemmkanäle 26. Die vertikalen beziehungsweise oberen
Endseiten des Abdeckabschnitts 32B liegen dabei an den vertikalen beziehungsweise
unteren Endseiten der äusseren Seitenwände 262 an. Die anliegenden Endseiten und die
ineinandergreifenden Verzahnungen 264 und 312B beziehungsweise 263 und 311 B bilden
eine labyrinthartige Feuchtigkeitssperre. Auf diese Weise können der Inneraum der
Linearleuchte 1 und somit die darin angeordneten Komponenten wie insbesondere die
LED-Leuchtmittel 4 ohne weitere Massnahmen standardgerecht vor Feuchtigkeit geschützt
werden.
[0083] Die Stirnabdeckungen 7B weisen zwei Zungen auf, die von vorne beziehungsweise hinten
horizontal in die Klemmkanäle 26 des Trägerprofils 2 eingeschoben werden können. Sie
sind wiederum korrespondierend zum Querschnitt des Trägerprofils 2 und der Optik 3B
geformt, also im Wesentlichen rechteckig, sodass sie diese seitlich vollständig abdecken.
[0084] In Fig. 5 und Fig. 6 ist die Linearleuchte 1 mit einem dritten Ausführungsbeispiel
einer Optik 3C in Form eines Diffusors und einem dritten Ausführungsbeispiel von Stirnabdeckungen
7C gezeigt. Bis auf die Optik 3C und die Stirnabdeckungen 7C ist die Linearleuchte
1 identisch wie oben im Zusammenhang mit Fig. 3 und Fig. 4 beschrieben ausgestaltet.
[0085] Die Optik 3C erstreckt sich in der Ausführungsform von Fig. 5 und Fig. 6 über die
volle Länge des Trägerprofils 2. Entsprechend ist nur eine Optik 3C in der Linearleuchte
1 vorhanden. Die Optik 3C weist einen im Querschnitt bogenförmigen Abdeckabschnitt
32B auf, der an seinen Enden jeweils in eine Klemmwand 31C übergeht.
[0086] Die Klemmwände 31C sind analog zu den oben beschriebenen Klemmwänden 31 B ausgestaltet.
Insbesondere sind an ihren Aussenseiten mit einer äusseren Verzahnung 312C und an
ihren Innenseiten mit einer inneren Verzahnung 311C ausgestattet. Zur Befestigung
der Optik 3C am Trägerprofil 2 sind die Klemmwände 31C in die Klemmkanäle 26 eingeschoben,
sodass die Klemmwände 31C grossenteils im Innern der Klemmkanäle 26 liegen. Dabei
greifen die äusseren Verzahnungen 312C der Klemmwände 31C in die äusseren Verzahnungen
264 der Klemmkanäle 26 und die inneren Verzahnungen 311C der Klemmwände 31C in die
inneren Verzahnungen 263 der Klemmkanäle 26. Die vertikalen beziehungsweise oberen
Endseiten des Abdeckabschnitts 32C liegen dabei an den vertikalen beziehungsweise
unteren Endseiten der äusseren Seitenwände 262 an. Die anliegenden Endseiten und die
ineinandergreifenden Verzahnungen 264 und 312C beziehungsweise 263 und 311C bilden
eine labyrinthartige Feuchtigkeitssperre.
[0087] Die Stirnabdeckungen 7C weisen zwei Zungen auf, die von vorne beziehungsweise hinten
horizontal in die Klemmkanäle 26 des Trägerprofils 2 eingeschoben werden können. Sie
sind wiederum korrespondierend zum Querschnitt des Trägerprofils 2 und der Optik 3C
geformt, sodass sie diese seitlich vollständig abdecken.
[0088] Obwohl die Erfindung mittels der Figuren und der zugehörigen Beschreibung dargestellt
und detailliert beschrieben ist, sind diese Darstellung und diese detaillierte Beschreibung
illustrativ und beispielhaft zu verstehen und nicht als die Erfindung einschränkend.
Um die Erfindung nicht zu verklären, können in gewissen Fällen wohlbekannte Strukturen
und Techniken nicht im Detail gezeigt und beschrieben sein. Es versteht sich, dass
Fachleute Änderungen und Abwandlungen machen können, ohne den Umfang der folgenden
Ansprüche zu verlassen. Beispielsweise können LED-Platinen in beliebiger Länge und
Anzahl auf einem Trägerprofil kombiniert werden. Auch die Anzahl Optiken und Betriebsgeräte
kann entsprechend angepasst werden. Insbesondere deckt die vorliegende Erfindung weitere
Ausführungsbeispiele mit irgendwelchen Kombinationen von Merkmalen ab, die von den
explizit beschriebenen Merkmalskombinationen abweichen können.
[0089] Die vorliegende Offenbarung umfasst auch Ausführungsformen mit jeglicher Kombination
von Merkmalen, die vorstehend oder nachfolgend zu verschiedenen Ausführungsformen
genannt oder gezeigt sind. Sie umfasst ebenfalls einzelne Merkmale in den Figuren,
auch wenn sie dort im Zusammenhang mit anderen Merkmalen gezeigt sind und/oder vorstehend
oder nachfolgend nicht genannt sind. Auch können die in den Figuren und der Beschreibung
beschriebenen Alternativen von Ausführungsformen und einzelne Alternativen deren Merkmale
vom Erfindungsgegenstand beziehungsweise von den offenbarten Gegenständen ausgeschlossen
sein. Die Offenbarung umfasst Ausführungsformen, die ausschliesslich die in den Ansprüchen
beziehungsweise in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale umfasst sowie
auch solche, die zusätzliche andere Merkmale umfassen.
[0090] Im Weiteren schliesst der Ausdruck "umfassen" und Ableitungen davon andere Elemente
oder Schritte nicht aus. Ebenfalls schliesst der unbestimmte Artikel "ein" bzw. "eine"
und Ableitungen davon eine Vielzahl nicht aus. Die Funktionen mehrerer in den Ansprüchen
aufgeführter Merkmale können durch eine Einheit beziehungsweise einen Schritt erfüllt
sein. Die blosse Tatsache, dass bestimmte Masse in zueinander verschiedenen abhängigen
Ansprüchen aufgeführt sind, bedeutet nicht, dass eine Kombination dieser Masse nicht
vorteilhaft verwendet werden kann. Die Begriffe "im Wesentlichen", "etwa", "ungefähr"
und dergleichen in Verbindung mit einer Eigenschaft beziehungsweise einem Wert definieren
insbesondere auch genau die Eigenschaft beziehungsweise genau den Wert. Die Begriffe
"etwa" und "ungefähr" im Zusammenhang mit einem gegebenen Zahlenwert oder -bereich
kann sich auf einen Wert beziehungsweise Bereich beziehen, der innerhalb 20%, innerhalb
10%, innerhalb 5% oder innerhalb 2% des gegebenen Werts beziehungsweise Bereichs liegt.
Alle Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als den Umfang der Ansprüche einschränkend
zu verstehen.
1. Linearleuchte (1) mit einem Leuchtmittel (4), einem Betriebsgerät (5) zum Betreiben
des Leuchtmittels (4) und einem einteiligen Trägerprofil (2), wobei
das Trägerprofil (2) zwei längsförmige Grundplatten (211, 212) umfasst, die jeweils
zwei Längsseiten und zwei Stirnseiten aufweisen;
die zwei Grundplatten (211, 212) des Trägerprofils (2) jeweils eine der anderen Grundplatte
(211, 212) zugewandte innere Oberfläche und jeweils eine der anderen Grundplatte (211,
212) abgewandte äussere Oberfläche aufweisen;
die eine der äusseren Oberflächen der zwei Grundplatten (211, 212) des Trägerprofils
(2) eine Vorderseite (214) des Trägerprofils (2) und die andere der äusseren Oberflächen
der zwei Grundplatten (211, 212) des Trägerprofils (2) eine Rückseite (213) des Trägerprofils
(2) bilden;
das Leuchtmittel (4) an der Vorderseite (214) des Trägerprofils (2) und das Betriebsgerät
(5) an der Rückseite (213) des Trägerprofils (2) montiert sind; und
das Trägerprofil (2) zwei seitliche Verbindungsbereiche (28) aufweist, die jeweils
die beiden Grundplatten (211, 212) an jeweils einer derer Längsseiten miteinander
so verbinden, dass die Grundplatten (211, 212) voneinander beabstandet sind und dass
ein Hohlraum (27) zwischen den beiden Grundplatten (211, 212) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerprofil (2) zwei Einschnitte (23) umfasst, die sich jeweils zwischen einem
der beiden Verbindungsbereiche (28) und einer der beiden mit ihm verbundenen Grundplatten
(211, 212) entlang der zugehörigen Längsseite erstrecken.
2. Linearleuchte (1) nach Anspruch 1, bei der die Tiefe der Einschnitte (23) mindestens
50% einer Dicke der Grundplatten (211, 212), mindestens 70% der Dicke der Grundplatten
(211, 212), mindestens 80% der Dicke der Grundplatten (211, 212), mindestens 90% der
Dicke der Grundplatten (211, 212) oder mindestens der Dicke der Grundplatten (211,
212) entspricht.
3. Linearleuchte (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Einschnitte (23) jeweils eine
maximale Breite aufweisen, die mindestens 50% einer Dicke der Grundplatten (211, 212),
mindestens 70% der Dicke der Grundplatten (211, 212), mindestens 80% der Dicke der
Grundplatten, mindestens 90% der Dicke der Grundplatten (211, 212) oder mindestens
der Dicke der Grundplatten (211, 212) entspricht.
4. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der das Trägerprofil
(2) zwei sich seitlich der Grundplatten (211, 212) und entlang deren Längsseiten verlaufende
Hinterschneidungen (25) aufweist.
5. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der das Trägerprofil
(2) zwei sich seitlich der Grundplatten (211, 212) und parallel zu deren Längsseiten
erstreckende Klemmkanäle (26) aufweist.
6. Linearleuchte (1) nach Anspruch 5, bei die Klemmkanäle (26) jeweils zwei parallele
Seitenwände (261, 262) umfassen, die mit gegeneinander ausgerichteten Verzahnungen
(263, 264) ausgestattet sind.
7. Linearleuchte (1) nach Anspruch 6, bei der inneren Seitenwände (261) der beiden Klemmkanäle
(26) kürzer sind als die äusseren Seitenwände (262) der beiden Klemmkanäle (26).
8. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, die eine längsförmige Optik (3A;
3B; 3C) mit seitlichen Einrastnasen (31A; 31 B; 31 C) umfasst, wobei die Optik (3A;
3B; 3C) am Trägerprofil (2) montiert ist, indem die Einrastnasen (31A; 31 B; 31 C)
hinter die Hinterschneidungen (25) des Trägerprofils (2) greifen, sodass die Optik
(3A; 3B; 3C) das Leuchtmittel (4) in seiner Abstrahlrichtung abdeckt.
9. Linearleuchte (1) nach Anspruch 8, bei der eine Abdichtung zwischen der Optik (3A;
3B; 3C) und dem Leuchtmittel (4) angeordnet ist.
10. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, die eine längsförmige Optik (3A;
3B; 3C) mit parallelen seitlichen Klemmwänden (31 B, 31 C) umfasst, wobei die Optik
(3A; 3B; 3C) am Trägerprofil (2) montiert ist, indem die Klemmwände (31B; 31 C) der
Optik (3A; 3B; 3C) in die Klemmkanäle (26) des Trägerprofils (2) geklemmt sind, sodass
die Optik (3A; 3B; 3C) das Leuchtmittel (4) in seiner Abstrahlrichtung abdeckt.
11. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der das Leuchtmittel
(4) eine Platine (41) und eine Serie von an einer Oberfläche der Platine montierter
Leuchtdioden (42) umfasst, wobei die Platine (41) so am Trägerprofil (2) montiert
ist, dass eine der Oberfläche mit den Leuchtdioden (42) entgegengesetzte Oberfläche
der Platine (41) der Vorderseite (214) des Trägerprofils (2) zugewandt ist.
12. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10 und 11, bei der die Optik (3A;
3B; 3C) eine Mehrzahl von Linsen (33A) umfasst, wobei jeweils eine Linse (33A) benachbart
zu einer der Leuchtdioden (42) angeordnet ist.
13. Linearleuchte (1) nach Anspruch 12, bei der die Optik (3A; 3B; 3C) eine längsförmige
Grundplatte (32A) und zwei Flügelabschnitte (34A) aufweist, wobei die Linsen (33A)
so an der Grundplatte (32A) ausgebildet sind, dass sie sich von einer Oberfläche der
Grundplatte (32A) erheben, wobei die Flügelabschnitte (34A) seitlich an die Grundplatte
(211, 212) anschliessen, und wobei die Flügelabschnitte (34A) so geschwungen geformt
sind, dass sie die Linsen (33A) überragen.
14. Linearleuchte (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der das Trägerprofil
(2) zwei Seitenbereiche (29) umfasst, die sich jeweils von einem der beiden Verbindungsbereiche
(28) von den mit ihm verbundenen Grundplatten (211, 212) weg erstreckt.
15. Linearleuchte nach Anspruch 14, bei der das Trägerprofil (2) bei den zwei Einschnitten
(23) dünner ist als bei den zwei Seitenbereichen (29).