[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugsanlage mit einer ersten Aufzugskabine und zumindest
einer zweiten Aufzugskabine, die vorzugsweise in einem Aufzugskabinenrahmen der Aufzugsanlage
angeordnet sind. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Aufzugsanlagen, die
als sogenannte Doppeldecker-Aufzugsanlagen ausgestaltet sind.
Aus der
WO 2005/014461 A1 ist ein Aufzug mit zwei Aufzugskabinen bekannt, wobei die beiden Aufzugskabinen so
miteinander gekoppelt sind, dass diese zusammen in einem Aufzugsschacht bewegbar sind.
Hierbei kann ein vertikaler Abstand zwischen den beiden Aufzugskabinen durch Bewegen
zumindest einer Aufzugskabine in Bezug zu der anderen Aufzugskabine eingestellt werden.
Hierfür dient ein Einstellseil. Ein Ende des Einstellseils ist hierbei am Schachtboden
befestigt. An dem anderen Ende des Einstellseils hängt ein Gegengewicht. Ferner ist
das Einstellseil über eine Treibschreibe eines Einstellantriebs geführt, der eine
Aufzugsmaschine umfasst. Diese Aufzugsmaschine ist zusätzlich zu einer weiteren Aufzugsmaschine
vorgesehen, wobei die weitere Aufzugsmaschine zum Bewegen der gesamten Anordnung mit
den beiden Aufzugskabinen durch den Aufzugsschacht dient.
Die aus der
WO 2005/014461 A1 bekannte Aufzugsanlage hat den Nachteil, dass gewissermaßen zwei komplette Anordnungen
mit Aufzugsmaschinen und Gegengewichten sowie den diesbezüglich erforderlichen Umlenkrollen
benötigt werden, um zum einen die gemeinsame Bewegung der beiden Aufzugskabinen durch
den Aufzugsschacht zu ermöglichen und zum anderen den Verstellmechanismus zur Einstellung
des Abstands zwischen den beiden Aufzugskabinen zu realisieren. Hierbei muss die Aufzugsmaschine,
die die Bewegung der beiden Aufzugskabinen durch den Schacht ermöglicht, so stark
sein, dass diese alleine die Doppeldeckeranordnung mit den beiden Aufzugskabinen bewegen
kann. Ferner muss auch die Antriebsmaschine, die für die Distanzänderung vorgesehen
ist, ausreichend stark sein, um auch bei ungünstigen Beladungszuständen der beiden
Aufzugskabinen die Relativbewegung der beiden Aufzugskabinen zueinander zu gewährleisten.
Somit müssen die diesbezüglichen Komponenten einschließlich der Zugmittel beziehungsweise
Seile auch für eine entsprechend hohe Leistungsfähigkeit ausgelegt sein. Insgesamt
ergeben sich somit ein hoher Aufwand, ein großer Platzbedarf und damit verbunden große
Kosten bei der Realisierung.
[0002] Eine Aufzugsanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
JP2003146561 bekannt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufzugsanlage zu schaffen, die einen verbesserten
Aufbau aufweist. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Aufzugsanlage zu
schaffen, bei der eine Verstellung mehrerer Aufzugskabinen zueinander in optimierter
Weise ermöglicht ist und/oder bei einem gegebenenfalls vorgesehenen Aufzugskabinenrahmen
die bei der Aufhängung des Aufzugskabinenrahmens und in dem Aufzugskabinenrahmen wirkenden
Kräfte reduziert sind.
[0004] Im Folgenden sind Lösungen und Vorschläge für eine entsprechende Aufzugsanlage vorgestellt,
welche zumindest Teile der gestellten Aufgabe lösen. Im Weiteren sind vorteilhafte
ergänzende oder alternative Weiterbildungen und Ausgestaltungen angegeben.
[0005] Die Aufzugsanlage weist eine erste Aufzugskabine und eine zweite Aufzugskabine auf.
Hierbei können auch weitere Aufzugskabinen vorgesehen sein. Zumindest eine der Aufzugskabinen,
insbesondere die zweite Aufzugskabine, sind hierbei relativ zu der ersten Aufzugskabine
bezüglich ihres dazwischen liegenden Abstands verstellbar. Der hierfür vorgesehene
Verstellmechanismus ist im Folgenden in einer Funktionsweise beschrieben, die eine
Verstellung der zweiten Aufzugskabine relativ zu der ersten Aufzugskabine ermöglicht.
Hierbei sind entsprechende Abwandlungen und Ergänzungen denkbar, um einzeln oder zusammen
auch weitere Aufzugskabinen über zumindest einen weiteren Verstellmechanismus zu verstellen.
Bei einer Ausgestaltung, bei der nur die erste Aufzugskabine und die zweite Aufzugskabine,
aber keine weiteren Aufzugskabinen vorgesehen sind, kann eine sogenannte Doppeldecker-Aufzugsanlage
realisiert werden.
[0006] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Aufzugsanlage kann der für die Fahrt der
Aufzugskabinen vorgesehene Fahrraum in einem Aufzugsschacht angeordnet sein. Die Antriebsmaschineneinheit
kann dann ebenfalls in dem Aufzugsschacht angeordnet sein. Allerdings kann die Antriebsmaschine
auch in einem separaten Maschinenraum untergebracht sein. Der Verstellmechanismus
kann dann in vorteilhafter Weise ebenfalls in dem Aufzugsschacht beziehungsweise in
dem Maschinenraum untergebracht sein. Allerdings ist es ebenfalls denkbar, dass die
Antriebsmaschineneinheit beispielsweise in einem Maschinenraum untergebracht ist,
während der Verstellmechanismus in dem Aufzugsschacht untergebracht ist. Auf diese
Weise kann je nach örtlichen Gegebenheiten, insbesondere dem zur Verfügung stehenden
Platz, eine geeignete Lösung realisiert werden. Dadurch ergibt sich ein breiter Anwendungsbereich.
[0007] Die Zugmittel sind in einen ersten Zugmittelverbund, einen zweiten Zugmittelverbund
und gegebenenfalls in zumindest einen weiteren Zugmittelverbund aufgeteilt. Beispielsweise
können die Zugmittel durch sechs Seile gebildet sein. Der erste Zugmittelverbund kann
dann beispielsweise drei dieser Seile umfassen, während der zweite Zugmittelverbund
die anderen drei Seile umfasst. Hierbei ist sowohl eine übereinstimmende, als auch
eine unterschiedliche Aufteilung hinsichtlich der Anzahl der Zugmittel auf die einzelnen
Zugmittelverbünde möglich. Denkbar ist es auch, dass zumindest einer der Zugmittelverbünde
nur aus einem Zugmittel, insbesondere einem Seil, besteht.
[0008] Die Zugmittel sind in geeigneter Weise über die Treibscheibe der Antriebsmaschineneinheit
geführt. Hierbei kann die Treibscheibe eine entsprechende Anzahl an Rillen aufweisen.
Der Begriff der Treibscheibe ist hierbei nicht auf eine einstückige Treibscheibe begrenzt.
Wenn es zweckmäßig ist, dann können auch mehrere Scheiben nebeneinander auf der Achse
der Antriebsmaschineneinheit angeordnet sein, über die die Zugmittel laufen. Der Begriff
der Treibscheibe ist somit hinsichtlich der Funktion zu verstehen, das Abtriebsmoment
der Antriebsmaschineneinheit auf die Zugmittel zu übertragen.
[0009] Die Zugmittel können neben der Funktion des Übertragens der Kraft oder des Moments
der Antriebsmaschineneinheit auch die Funktion haben, die Aufzugskabinen zu tragen.
Unter dem Verfahren der Aufzugskabinen in dem vorgesehenen Fahrraum ist insbesondere
ein Heben oder Senken zu verstehen. Allerdings ist auch eine Ausgestaltung als Schrägaufzug
denkbar.
[0010] In vorteilhafter Weise wirkt der Verstellmechanismus so mit dem zweiten Zugmittelverbund
zusammen, dass eine Länge eines Abschnitts des zweiten Zugmittelverbunds zwischen
dem Verstellmechanismus und der zweiten Aufzugskabine variierbar ist. Hierdurch kann
die zweite Aufzugskabine abgesehen von einer Bewegung, die durch eine Rotation der
Treibscheibe verursacht ist, näher an den Verstellmechanismus heran oder weiter von
diesem weg verstellt werden. Dadurch ändert sich dann der Abstand der zweiten Aufzugskabine
von der ersten Aufzugskabine.
[0011] Vorteilhaft ist es auch, dass der Verstellmechanismus eine Rollenanordnung aufweist,
durch die der zweite Zugmittelverbund läuft und hierbei eine freie Schlaufe bildet.
Die Rollenanordnung weist zumindest eine verstellbare Rolle auf, die vorzugsweise
im Bereich der freien Schlaufe mit dem zweiten Zugmittelverbund zusammen wirkt. Durch
ein Verstellen der verstellbaren Rolle kann dann ein längerer Abschnitt und somit
ein größerer Teil des zweiten Zugmittelverbunds in die Rollenanordnung hineingezogen
werden. Entsprechend kann im entgegen gesetzten Fall der zweite Zugmittelverbund auch
wieder aus der Rollenanordnung zumindest zum Teil entlassen werden. Hierdurch ergibt
sich ein variierbarer Anteil des zweiten Zugmittelverbunds, der durch die Rollenanordnung
des Verstellmechanismus läuft, während der erste Zugmittelverbund hiervon unbeeinflusst
ist. Dank der Führung des zweiten Zugmittelverbunds durch die Verstelleinrichtung
als freie Schlaufe ist der Anteil des zweiten Zugmittelverbunds, der durch die Rollenanordnung
des Verstellmechnismus läuft unabhängig von einer Drehbewegung der Treibscheibe variierbar,
insbesondere also auch bei stillstehender Treibscheibe. Dadurch ergibt sich der Vorteil,
dass der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Aufzugskabine bereits vor einem
Heben oder Senken der ersten und der zweiten Aufzugskabinen durch die Treibscheibe
einstellbar ist. Besonders zum Tragen kommt dieser Vorteil, wenn die Länge des Abschnitts
des zweiten Zugmittelverbundes nur im Bereich der freien Schlaufe des zweiten Zugmittelverbunds
variierbar ist.
[0012] Unter einer freien Schlaufe des zweiten Zugmittelverbunds wird hier ein Abschnitt
des Zugmittelverbunds verstanden, der durch die Rollenanordnung des Verstellmechanismus
läuft. Hierbei wird dieser Abschnitt an mehreren Rollen der Rollenanordnung umgelenkt
und geführt, wobei jede Rolle, die mit diesem Abschnitt in Kontakt steht, unabhängig
drehbar gelagert ist. Dadurch wird erreicht, dass dieser Abschnitt des Zugmittelverbunds
frei bewegbar ist.
[0013] Somit können der erste Zugmittelverbund und der zweite Zugmittelverbund gemeinsam
über die Treibscheibe laufen. Nach der erfolgten Verstellung durch den Verstellmechanismus
ergibt sich durch die Rotation der Treibscheibe dann ein gleichmäßiges Bewegen, insbesondere
Heben oder Senken, der Aufzugskabinen unter Beibehaltung des eingestellten Abstands,
den die beiden Aufzugskabinen zueinander haben.
[0014] Somit ergibt sich auch der Vorteil, dass die Last der ersten Aufzugskabine von dem
ersten Zugmittelverbund aufgenommen wird, während die Last der zweiten Aufzugskabine
von dem zweiten Zugmittelverbund aufgenommen wird. Wenn ein Aufzugskabinenrahmen vorgesehen
ist, in dem die erste Aufzugskabine starr befestigt ist, dann kann der erste Zugmittelverbund
beispielsweise mit dem Aufzugskabinenrahmen verbunden werden. Da der zweite Zugmittelverbund
mit der zweiten Aufzugskabine verbunden ist, ergibt sich somit eine Reduzierung der
mechanischen Belastung des Aufzugskabinenrahmens. Somit kann der Aufzugskabinenrahmen
diesbezüglich hinsichtlich seiner Festigkeit mit reduzierten Anforderungen konstruiert
werden. Dies macht eine kostengünstige Ausgestaltung möglich. Der Aufzugskabinenrahmen
bedarf hierfür auch keiner besonderen Modifikation, so dass der konstruktive Aufwand
gering ist. In vorteilhafter Weise kann hierbei zumindest eine Führungsschiene in
dem Aufzugskabinenrahmen vorgesehen sein, an der die zweite Aufzugskabine durch den
Verstellmechanismus relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen verfahrbar ist. Hierdurch
ist die relative Positionierung der zweiten Aufzugskabine bezüglich der ersten Aufzugskabine
vorgegeben, wenn der Abstand über den Verstellmechanismus eingestellt ist. Abgesehen
von den Führungskräften wird durch die zweite Aufzugskabine aber keine zusätzliche
Last auf den Aufzugskabinenrahmen übertragen.
[0015] Ferner ergibt sich der Vorteil, dass der Verstellmechanismus beispielsweise fest
an einer Schachtwand oder in einem Maschinenraum montiert werden kann. Somit sind
keine Komponenten, insbesondere Rollen oder dergleichen, erforderlich, die auf dem
Aufzugskabinenrahmen montiert werden müssen, um den Verstellmechanismus zu realisieren.
Dies führt zu einer weiteren Entlastung der Aufhängung und somit zu reduzierten Anforderungen
an die Antriebsmaschineneinheit.
[0016] Ferner ergibt sich der Vorteil, dass mit einer Antriebsmaschineneinheit die Betätigung
beider Aufzugskabinen möglich ist, um diese in dem vorgesehenen Fahrraum zu verfahren.
Im Unterschied zu einer Lösung, bei der die beiden Aufzugskabinen durch voneinander
getrennte Antriebsmaschineneinheiten verfahren werden, kommt es somit zu einer erheblichen
Reduzierung der Kosten und zu einer Verbesserung der Sicherheit, da Kollisionen von
vornherein ausgeschlossen sind. Hierbei kann der Verstellmechanismus, insbesondere
die Rollenanordnung des Verstellmechanismus, auch so ausgestaltet sein, dass in der
Extremstellung, in der sich die beiden Aufzugskabinen am nächsten sind, noch ein Sicherheitsabstand
gewährleistet ist.
[0017] Vorteilhaft ist es, dass der Verstellmechanismus einen Verstellantrieb zum Verstellen
mindestens einer verstellbaren Rolle der Rollenanordnung aufweist. Vorteilhaft ist
es auch, dass die Rollenanordnung so ausgebildet ist, dass durch ein Verstellen einer
verstellbaren Rolle der Rollenanordnung eine Länge eines Abschnitts des zweiten Zugmittelverbunds
innerhalb der Rollenanordnung variierbar ist. Hierbei kann speziell mit einer einzigen
verstellbaren Rolle ein Verstellmechanismus mit geringem konstruktivem Aufwand realisiert
werden.
[0018] Vorteilhaft ist es ferner, dass der Verstellantrieb des Verstellmechanismus als hydraulischer
Verstellantrieb ausgebildet ist. Der Verstellantrieb kann auch als pneumatischer Verstellantrieb
ausgebildet sein. Ferner kann der Verstellantrieb ein Getriebe, insbesondere ein Schneckengetriebe,
und/oder einen Linearmotor aufweisen. Wenn mehrere Verstellantriebe, beispielsweise
für zwei oder mehr verstellbare Aufzugskabinen, vorgesehen sind, dann ist prinzipiell
auch eine Kombination unterschiedlicher Verstellantriebe denkbar.
[0019] Vorteilhaft ist es, dass eine Führung vorgesehen ist, in der die verstellbare Rolle
der Rollenanordnung geführt ist. Die Führung kann hierbei in vorteilhafter Weise als
Linearführung vorgesehen sein, so dass die Drehachse der Rolle entlang einer Geraden
bewegbar ist, die senkrecht zu der Achse der Rolle orientiert ist. Hierdurch ist die
verstellbare Rolle der Rollenanordnung linear geführt. Speziell kann die Führung somit
als Horizontalführung ausgestaltet sein, in der die verstellbare Rolle der Rollenanordnung
horizontal geführt ist. Die Rolle der Rollenanordnung ist hierbei horizontal und senkrecht
zu der Achse der Rolle bewegbar. Durch Bewegen der verstellbaren Rolle entlang der
Führung, insbesondere der Linearführung oder Horizontalführung, kann der Abschnitt
des zweiten Zugmittelverbunds innerhalb der Rollenanordnung in vorteilhafter Weise
variiert werden. Alternativ kann die Führung als Vertikalführung ausgestaltet sein,
in der die verstellbare Rolle der Rollenanordnung vertikal geführt ist.
[0020] Außerdem ist es vorteilhaft, dass die Rollenanordnung hierbei eine obere Rolle und
eine untere Rolle aufweist, die in der Projektion auf eine Achse, entlang der sich
der Abschnitt des zweiten Zugmittelverbunds zwischen dem Verstellmechanismus und der
zweiten Aufzugskabine erstreckt, hintereinander angeordnet sind, und dass die verstellbare
Rolle der Rollenanordnung in der Projektion auf diese Achse zwischen der oberen Rolle
und der unteren Rolle angeordnet ist. Der jeweilige Umschlingungswinkel an der oberen
Rolle und der unteren Rolle kann hierbei insbesondere ein spitzer Winkel (also kleiner
als 90°) sein. Speziell kann somit mit nur drei Rollen, nämlich der oberen Rolle,
der unteren Rolle und der verstellbaren Rolle, die Rollenanordnung realisiert werden.
Vorteilhaft ist es hierbei auch, dass die verstellbare Rolle in eine Verstellposition
zwischen der oberen Rolle und der unteren Rolle verstellbar ist. Dies bedeutet, dass
der Umschlingungswinkel an der oberen Rolle und der Umschlingungswinkel an der unteren
Rolle dann vergleichsweise klein, aber dennoch wesentlich größer als 0° werden. In
dieser Verstellposition ist somit die zusätzliche Länge des zweiten Zugmittelverbunds
gegenüber einem geradlinigen Verlauf des zweiten Zugmittelverbunds, der ohne die Rollenanordnung
etwas neben dem ersten Zugmittelverbund erfolgen würde, gering und zugleich kann noch
ein dosiertes Ansprechen zum Verstellen der verstellbaren Rolle mittels des Verstellantriebs
erfolgen.
[0021] Bei einer möglichen Ausgestaltung ist ein Aufzugskabinenrahmen vorgesehen, wobei
die erste Aufzugskabine in vorteilhafter Weise in dem Aufzugskabinenrahmen angeordnet
ist und wobei die zweite Aufzugskabine an zumindest einer mit dem Aufzugskabinenrahmen
verbundenen Führungsschiene geführt ist. Hierbei können auch mehrere, insbesondere
zwei, Führungsschienen Bestandteil des Aufzugskabinenrahmens sein. Der erste Zugmittelverbund
kann dann in vorteilhafter Weise mit dem Aufzugskabinenrahmen verbunden sein, wobei
die erste Aufzugskabine relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen ortsfest angeordnet ist.
[0022] Außerdem ist es hierbei vorteilhaft, dass der zweite Zugmittelverbund mit der ersten
Aufzugskabine verbunden ist und dass die zweite Aufzugskabine durch den Verstellmechanismus
relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen entlang der einen Führungsschiene beziehungsweise
der Führungsschienen des Aufzugskabinenrahmens verfahrbar ist.
[0023] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung
anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Aufzugsanlage in einem Aufzugsschacht in einer auszugsweisen, schematischen
Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 eine auszugsweise Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage entsprechend
dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 3 einen Verstellmechanismus der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage in einer auszugsweisen,
schematischen Darstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Aufzugsanlage 1 in einem Aufzugsschacht 2 eines Gebäudes 3 in einer
auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Aufzugsanlage 1 weist einen Aufzugskabinenrahmen 4, eine erste Aufzugskabine 5
und eine zweite Aufzugskabine 6 auf. Die Aufzugskabinen 5, 6 sind hierbei an dem Aufzugskabinenrahmen
4 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel sind sowohl die erste Aufzugskabine 5
als auch die zweite Aufzugskabine 6 innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 angeordnet.
Hierbei ist die erste Aufzugskabine 5 fest mit dem Aufzugskabinenrahmen 4 verbunden.
Dadurch ist die erste Aufzugskabine 5 relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen 4 ortsfest
angeordnet.
[0025] Der Aufzugskabinenrahmen 4 weist in diesem Ausführungsbeispiel Führungsschienen 7,
8 auf. In diesem Ausführungsbeispiel ist die zweite Aufzugkabine 6 innerhalb des Aufzugkabinenrahmens
4 bewegbar. Hierbei ist ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen einer Oberseite 9
der ersten Aufzugkabine 5 und einer Unterseite 10 der zweiten Aufzugskabine 6 vorgegeben.
Ferner ist ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen einer Oberseite 11 der zweiten
Aufzugskabine 6 und einer oberen Querstrebe 12 des Aufzugskabinenrahmens 4 vorgegeben.
Ferner liegt in diesem Ausführungsbeispiel die erste Aufzugskabine 5 mit ihrer Unterseite
13 an einer unteren Querstrebe 14 des Aufzugskabinenrahmens 4 an.
[0026] Die innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 bewegbare zweite Aufzugkabine 6 ist in
diesem Ausführungsbeispiel an den Führungsschienen 7, 8 geführt. Somit ist stets eine
Positionierung der beiden Aufzugkabinen 5, 6 zueinander gewährleistet, wobei allerdings
ein Abstand 15 zwischen den beiden Aufzugkabinen 5, 6 noch veränderbar ist. Der Abstand
15 wird hier als Abstand 15 zwischen der Oberseite 9 der ersten Aufzugskabine 5 und
der Unterseite 10 der zweiten Aufzugkabine 6 definiert. Der Abstand 15 kann allerdings
auch auf andere Weise festgelegt werden. Beispielsweise kann der Abstand 15 nicht
nur, wie in diesem Ausführungsbeispiel, als vertikaler Abstand 15, sondern als schräg
zu messender Abstand 15 betrachtet werden, wie es beispielsweise bei einem Schrägaufzug
zweckmäßig sein kann.
[0027] In dem Aufzugschacht 2 ist ein Fahrraum 16 vorgesehen, dessen seitliche Begrenzungen
17, 18 durch unterbrochen dargestellte Linien veranschaulicht ist. Bei einer Bewegung
durch den Aufzugschacht fährt der Aufzugkabinenrahmen 4 mit dem Aufzugkabinen 5, 6
durch diesen Fahrraum 16.
[0028] Somit sind die erste Aufzugskabine 5 und die zweite Aufzugskabine 6 übereinander
für den für die gemeinsame Fahrt der ersten Aufzugskabine 5 und der zweiten Aufzugskabine
6 vorgesehenen Fahrraum 16 verfahrbar. Die gemeinsame Verfahrbarkeit ist in diesem
Ausführungsbeispiel dadurch gewährleistet, dass sich die beiden Aufzugkabinen 5, 6
in dem Aufzugskabinenrahmen 4 befinden.
[0029] Die Aufzugsanlage 1 weist außerdem eine Antriebsmaschineneinheit 20 auf. Die Antriebsmaschineneinheit
20 umfasst eine Treibscheibe 21. Ferner weist die Aufzugsanlage 1 mehrere Zugmittel
22 auf, die in einen ersten Zugmittelverbund 23 und einen zweiten Zugmittelverbund
24 aufgeteilt sind. Die Zugmittel 22 laufen gemeinsam über die Treibscheibe 21. Die
Anzahl der Zugmittel 22 und die zahlenmäßige Aufteilung auf die Zugmittelverbünde
23, 24 kann hierbei auf zweckmäßige Weise festgelegt werden. In der Treibscheibe 21
ist dann eine entsprechende Anzahl von Rillen vorgesehen, um eine gleichmäßige Kraftübertragung
und einen störungsfreien Betrieb zu ermöglichen.
[0030] Die Aufzugsanlage 1 weist außerdem ein Gegengewicht 25 und eine Umlenkrolle 26 auf.
Die Zugmittel 22 sind zwischen dem Gegengewicht 25 und der Umlenkrolle 26 über die
Treibscheibe 21 geführt. Dadurch ergibt sich für jedes einzelne der Zugmittel 22 und
somit auch für den ersten Zugmittelverbund 23 und den zweiten Zugmittelverbund 24
jeweils der gleiche Umschlingungswinkel an der Treibscheibe 21.
[0031] Ein Ende 27 des ersten Zugmittelverbunds 23 und ein Ende 28 des zweiten Zugmittelverbunds
24 sind mit dem Gegengewicht 25 verbunden. Das andere Ende 29 des ersten Zugmittelverbunds
23 ist mit der oberen Querstrebe 12 des Aufzugskabinenrahmens 4 verbunden. Das andere
Ende 30 des zweiten Zugmittelverbunds 24 ist mit der zweiten Aufzugkabine 6 verbunden.
Hierbei ist der zweite Zugmittelverbund 24 auf geeignete Weise an der oberen Querstrebe
12 des Aufzugkabinenrahmens 4 vorbeigeführt. Ferner kann die Verbindung des Endes
29 des ersten Zugmittelverbunds 23 mit der oberen Querstrebe 12 auch mittelbar erfolgen.
Das Ende 29 des ersten Zugmittelverbunds 23 ist somit zumindest mittelbar auch mit
der ersten Aufzugskabine 5 verbunden, was in diesem Ausführungsbeispiel mittels des
Aufzugskabinenrahmens 4 der Fall ist. Ferner kann auch das Ende 30 des zweiten Zugmittelverbunds
24 mittelbar mit der zweiten Aufzugskabine 6 verbunden sein. Beispielsweise kann die
zweite Aufzugskabine 6 auch mit einem Träger verbunden sein, der an den Führungsschienen
7, 8 geführt ist und mit dem das Ende 30 des zweiten Zugmittelverbunds 24 verbunden
ist.
[0032] Die innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 bewegbare zweite Aufzugskabine 6 ist nicht
notwendigerweise über der ersten Aufzugskabine 5 angeordnet. Wenn es unter anderem
durch die Seilführung der Zugmittelverbünde 23, 24 möglich ist, dann kann die verstellbare,
zweite Aufzugskabine 6 auch unter der ersten Aufzugskabine 5 angeordnet sein. Ein
Heben oder Senken der zweiten Aufzugskabine 6 relativ zu der ersten Aufzugkabine 5
beziehungsweise relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen 4 wirkt sich dann entsprechend
umgekehrt in einer Verringerung beziehungsweise Vergrößerung des Abstands 15 zwischen
den Aufzugskabinen 5, 6 aus.
[0033] Zum Heben oder Senken der zweiten Aufzugskabine 6 relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen
4 weist die Aufzugsanlage 1 einen Verstellmechanismus 35 auf. Der Verstellmechanismus
35 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Rollenanordnung 36 auf, der eine obere
Rolle 37, eine untere Rolle 38 und eine verstellbare Rolle 39 umfasst. Außerdem weist
der Verstellmechanismus 35 einen Verstellantrieb 40 auf, der mit der verstellbaren
Rolle 39 zusammen wirkt. Durch den Verstellantrieb 40 ist eine Verstellung der verstellbaren
Rolle 39 entlang einer Achse 41 möglich, wie es durch den Doppelpfeil 42 veranschaulicht
ist.
[0034] Der zweite Zugmittelverbund 24 ist durch den Verstellmechanismus 35 geführt. Hierbei
läuft der zweite Zugmittelverbund 24 über die Rollen 37, 38, 39 der Rollenanordnung
36 und bildet eine freie Schlaufe.. Ein Abschnitt 43 des zweiten Zugmittelverbunds
24 befindet sich zwischen der unteren Rolle 38 der Rollenanordnung 36 und der zweiten
Aufzugskabine 6. Wenn der Verstellantrieb 40 die verstellbare Rolle 39 entlang der
Achse 41 verstellt, dann wird ein Abschnitt 44 des zweiten Zugmittelverbunds 24, der
sich in der Rollenanordnung 36 befindet, entsprechend länger oder kürzer. Dies wirkt
sich auf eine Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 aus. Bei
stehender Treibscheibe 21 wirkt sich die Verlängerung des Abschnitts 44 unmittelbar
in einer Verkürzung der Länge 45 aus und umgekehrt. Die Zunahme der Länge 45 ist dann
gleich groß wie die Verkürzung des Abstands 15 zwischen den Aufzugskabinen 5, 6. Entsprechend
ist die Verringerung der Länge 45 gleich groß wie die Zunahme des Abstands 15 zwischen
den Aufzugskabinen 5, 6. Eventuelle Rotationen der Treibscheibe 21 können dem überlagert
sein. Somit wirkt der Verstellmechanismus 35 so mit dem zweiten Zugmittelverbund 24
zusammen, dass die Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 zwischen
dem Verstellmechanismus 35 und der zweiten Aufzugskabine 6 variierbar ist. Somit wirkt
der Verstellmechanismus 35 auch so mit dem zweiten Zugmittelverbund 24 zusammen, dass
der Abstand 15 zwischen der ersten Aufzugskabine 5 und der zweiten Aufzugskabine 6
variierbar ist.
[0035] Der Verstellmechanismus 35 ist ortsfest in dem Aufzugsschacht 2 angeordnet. Bei einer
abgewandelten Ausgestaltung kann der Verstellmechanismus 35 auch ganz oder teilweise
außerhalb des Aufzugsschachtes 2, insbesondere in einem Maschinenraum, untergebracht
sein. Somit ist der Verstellmechanismus 35 ortsfest zu dem Gebäude 3 und relativ zu
dem Fahrraum 16 ortsfest angeordnet. Die einzelnen Komponenten, insbesondere die Rollen
37, 38 und der Verstellantrieb 40, sind hierbei auf geeignete Weise befestigt.
[0036] Die Ausgestaltung der Aufzugsanlage 1 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel
ist im Folgenden auch anhand der Fig. 2 weiter beschrieben.
[0037] Fig. 2 zeigt eine auszugsweise Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage
1 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel. Hierbei sind der Verstellmechanismus
35, die Umlenkrolle 26 und der zweite Zugmittelverbund 24 dargestellt. Der erste Zugmittelverbund
23 ist zur besseren Verständlichkeit in der Fig. 2 nicht dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel
sind Befestigungsträger 50, 51, 52 vorgesehen, um den Verstellmechanismus 35 in dem
Aufzugsschacht 2 zu montieren. Hierbei ist die obere Rolle 37 an dem Befestigungsträger
50 drehbar gelagert. Die untere Rolle 38 ist an dem Befestigungsträger 52 drehbar
gelagert. An dem Befestigungsträger 51 ist eine Führung 53 vorgesehen, in der eine
Achse 54 der verstellbaren Rolle 39 geführt ist. Hierbei ist vorzugsweise eine beidseitige
Führung an den beiden Enden der Achse 54 vorgesehen. Die Achse 54 ist hierbei senkrecht
zu der Achse 54 entlang der Achse 41 verstellbar.
[0038] Der Verstellantrieb 40 weist eine Stange 55 auf, die in diesem Ausführungsbeispiel
als Zugstange 55 ausgestaltet ist. Die Zugstange 55 ist mit einem Kolben 56 des Verstellantriebs
40 verbunden, der in einer Kolbenbohrung 57 entlang der Achse 41 geführt ist. Der
Kolben 56 begrenzt in der Kolbenbohrung 57 einen Raum 58. Ferner weist der Verstellantrieb
40 eine hydraulische Pumpe 59 mit wechselnder Drehrichtung und einen Tank 60 auf.
Aus dem Tank 60 kann Druckfluid über die Pumpe 59 in den Raum 58 geführt werden. Dadurch
kommt es zu einer Verstellung des Kolbens 56 und somit der Zugstange 55 in einer Richtung
61. In der anderen Drehrichtung fördert die Pumpe 59 das Druckfluid aus dem Raum 58
zurück in den Tank 60. Bei der vorgegebenen Rollenanordnung 36 wirkt über die verstellbare
Rolle 39 und die Zugstange 55 ohnehin eine Rückstellkraft entgegen der Richtung 61.
Diese Rückstellkraft führt dann entsprechend dem zurückgeförderten Druckfluid zu einer
Rückstellung des Kolbens 56 entgegen der Richtung 61. Der Verstellantrieb 40 wirkt
also gegen die Rückstellkraft der Rollenanordnung 36.
[0039] Alternativ kann die hydraulische Pumpe 59 Druckfluid zwischen dem rechten Raum 58
und einem vom Kolben 56 abgetrennten linken Raum, hin und her fördern. In dieser Ausführung
kann der Tank 60 entfallen. Vorteilhafte weise, kann der Verstellantrieb 40 nicht
nur gegen die Rückstellkraft der Rollenanordnung 36, sondern auch in Richtung der
Rückstellkraft wirken. Damit kann die Rückstellung des Kolbens 56 vom Verstellanstrieb
40 aktiv unterstützt werden.
[0040] Wenn die Treibscheibe 21 steht, dann kann ausgehend von der in der Fig. 2 dargestellten
Stellung der verstellbaren Rolle 39 sowohl eine Verstellung in der Richtung 61 als
auch entgegen der Richtung 61 erfolgen. Hierbei steht ein Verstellweg 62 entgegen
der Richtung 61 zur Verfügung. Ferner steht ein Verstellweg 63 in der Richtung 61
zur Verfügung. Entsprechend dem geometrischen Zusammenhang, bei dem unter anderem
die Umschlingungswinkel an den Rollen 37, 38, 39 relevant sind, übersetzt sich eine
Verstellung der Rolle 39 aus der dargestellten Ausgangsstellung entgegen der Richtung
61 in einer Zunahme der Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24.
Entsprechend übersetzt sich eine Verstellung in der Richtung 61 in einer Verringerung
der Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24. Sofern eine Rotation
der Treibscheibe 21 bei solch einer Verstellung steuerungsmäßig zugelassen ist, überlagert
sich dem noch der gemeinsame Lauf der Zugmittel 22, also sowohl des ersten Zugmittelverbunds
23 als auch des zweiten Zugmittelverbunds 24. Für sich betrachtet führt aber auch
bei rotierender Treibscheibe 21 das Verstellen der verstellbaren Rollen 39 der Rollenanordnung
36 zur Vergrößerung oder Verringerung der Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds
24, was durch die Rotation der Treibscheibe 21 nur verstärkt, kompensiert oder überkompensiert
wird. Relevant ist hierbei, dass sich die Verstellung der verstellbaren Rolle 39 nur
auf den zweiten Zugmittelverbund 24, nicht aber auf den ersten Zugmittelverbund 23
auswirkt. Demgegenüber wirkt sich eine Rotation der Treibscheibe 21 gleichermaßen
sowohl auf den ersten Zugmittelverbund 23 als auch auf den zweiten Zugmittelverbund
24 aus.
[0041] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Führung 53 als Linearführung 53 ausgestaltet.
In der Linearführung 53 ist die Rolle 39 der Rollenanordnung 36 linear, nämlich entlang
der Achse 41, geführt. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Führung 53 als Horizontalführung
53 ausgeführt. In der Horizontalführung 53 wird die verstellbare Rolle 39 der Rollenanordnung
36 horizontal geführt. Selbstredend kann Führung 53 auch als Vertikalführung ausgeführt
sein. In der Vertikalführung wird die verstellbare Rolle 39 der Rollenanordnung 36
vertikal geführt.
[0042] Bei einer abgewandelten Ausgestaltung des Verstellmechanismus 35, insbesondere des
Verstellantriebs 40, kann auch eine nicht lineare Führung zweckmäßig sein. Beispielsweise
kann auch eine Führung der verstellbaren Rolle 39 entlang eines Bogens, insbesondere
eines Kreisbogens, realisiert werden. Ferner kann die Führung 53 auch dazu dienen,
einen Teil der von dem zweiten Zugmittelverbund 24 auf die Achse 54 der verstellbaren
Rolle 39 wirkenden Kräfte aufzunehmen. Ferner kann der Verstellantrieb 40 bei einer
abgewandelten Ausgestaltung auch als pneumatischer Verstellantrieb 40 ausgebildet
sein.
[0043] Die Rollenanordnung 36 ist in diesem Ausführungsbeispiel so gestaltet, dass die obere
Rolle 37 in einer vertikalen Verlängerung direkt über der unteren Rolle 38 angeordnet
ist. Der Abschnitt 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 erstreckt sich entlang einer
Achse 64. Der zweite Zugmittelverbund 24 kann sich zwischen der Umlenkrolle 26 und
der oberen Rolle 37 ebenfalls auf dieser Achse 64 befinden.
[0044] Für die verstellbare Rolle 39 ist eine Endposition 65 in der Nähe der Achse 64 vorgegeben.
Eine andere Endposition 66 der verstellbaren Rolle 39 ist weiter von der Achse 64
entfernt vorgegeben. Hierbei liegen die Endpositionen 65, 66 in diesem Ausführungsbeispiel
entlang der Achse 41 auf der gleichen Seite, nämlich rechts von der Achse 64. Wenn
diese Rollen 37, 38, 39 bezüglich ihrer Lage auf die Achse 64 projiziert werden, dann
befindet sich die verstellbare Rolle 39 zwischen der oberen Rolle 37 und der unteren
Rolle 38. Dies gilt in diesem Ausführungsbeispiel für alle möglichen Positionen der
verstellbaren Rolle 39. In der durch die Endposition 65 gegebenen Verstellposition
65 ist die verstellbare Rolle 39 sogar zwischen der oberen Rolle 37 und der unteren
Rolle 38 angeordnet. Hierfür wird das Druckfluid weitgehend aus dem Raum 58 in den
Tank 60 gefördert, bis die verstellbare Rolle 39 in die Verstellposition zwischen
der oberen Rolle 37 und der unteren Rolle 38 verstellt ist. Die untere Rolle 38, die
verstellbare Rolle 39 und die obere Rolle 37 sind beim Einnehmen der Verstellposition
65 dann an der Achse 64 ausgerichtet hintereinander angeordnet. Die hierbei an den
Rollen 37, 38, 39 auftretenden Umschlingungswinkel sind in der Endposition 65 der
verstellbaren Rolle 39 im Rahmen der durch die Führung 53 begrenzten Möglichkeiten
jeweils minimal, aber dennoch nicht verschwindend.
[0045] Somit kann in vorteilhafter Weise der Seilverlauf des zweiten Zugmittelverbunds 24
innerhalb der Rollenanordnung 36 verändert werden. Die Änderung des Seilverlaufs erfolgt
durch den Verstellantrieb 40. Da der Verstellantrieb 40 und die Rollenanordnung 36
ortsfest in dem Aufzugsschacht 2 angeordnet sind, ergibt sich dadurch keine Erhöhung
der Massen und somit der Gewichtskräfte, die von dem Aufzugskabinenrahmen 4 mit der
ersten Aufzugskabine 5 sowie der zweiten Aufzugskabine 6 ausgehen. Außerdem ergibt
sich eine verbesserte Verteilung der Gewichtskräfte, da der Aufzugskabinenrahmen 4
mit der ersten Aufzugskabine 5 an dem ersten Zugmittelverbund 23 aufgehängt ist, während
die zweite Aufzugskabine 6 an dem zweiten Zugmittelverbund 24 aufgehängt ist. Hierdurch
kann auch die Sicherheit erhöht werden. Denn selbst bei einer Fehlfunktion im Bereich
des Verstellmechanismus 35 wird die zweite Aufzugskabine 6 über den Aufzugskabinenrahmen
4 zuverlässig im Aufzugsschacht 2 gehalten. Sofern beispielsweise ein Seilschlupf
im zweiten Zugmittelverbund 24 auftritt, bleibt dennoch die maximal mögliche Fallhöhe
der zweiten Aufzugskabine 6 durch ihre Anordnung innerhalb des Aufzugskabinenrahmens
4 begrenzt.
[0046] Somit kann der Abstand 15 zwischen den Aufzugkabinen 5, 6 in vorteilhafter Weise
variiert werden. In einem Gebäude mit unterschiedlichen Stockwerksabständen kann somit
eine Anpassung des Abstands 15 erfolgen, um einen gleichzeitigen Ein- und Ausstieg
beziehungsweise ein Ein- und Ausladen aus beziehungsweise in die Abzugskabinen 5,
6 auf unterschiedlichen, insbesondere benachbarten, Stockwerken zu ermöglichen. Der
Verstellmechanismus 35 kann hierbei nicht nur hydraulisch oder pneumatisch, sondern
auch auf andere Weise ausgestaltet sein. Eine weitere Möglichkeit zur Ausgestaltung
des Verstellmechanismus 35 ist im Folgenden anhand der Fig. 3 näher beschrieben.
[0047] Fig. 3 zeigt einen Verstellmechanismus 35 sowie die verstellbare Rolle 39 und den
zweiten Zugmittelverbund 24 der Aufzugsanlage 1 entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel
in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung. In diesem Ausführungsbeispiel ist
der Verstellantrieb 40 des Verstellmechanismus 35 als mechanischer Verstellantrieb
40 mit einem als Schneckengetriebe 70 ausgestalteten Getriebe ausgebildet. Ein Elektromotor
71 des Verstellantriebs 40 erzeugt an einer Abtriebsachse 72 ein Abtriebsmoment 73.
Das Schneckengetriebe 70 übersetzt dieses Abtriebsmoment 73 in ein Moment 74, das
eine Schneckenwelle 75 antreibt. Die Schneckenwelle 75 ist abschnittsweise in ein
Rohr 76 eingeführt. Das Rohr 76 ist drehfest, aber entlang der Achse 41 verschiebbar.
Das Rohr 76 wirkt mit der Schneckenwelle 75 so zusammen, dass über das Moment 74 eine
Verstellung des Rohrs 76 in der Richtung 61 ermöglicht ist. Bei einer umgekehrten
Drehrichtung des Elektromotors 71 wird das Rohr 76 entgegen der Richtung 61 betätigt.
Hierdurch ist eine Verstellung der Achse 54 der verstellbaren Rolle 39 innerhalb des
durch die Führung 53 gegebenen Bereichs möglich. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil
einer großen Selbsthemmung.
[0048] Bei einer abgewandelten Ausgestaltung kann der Elektromotor 71 auch als Linearmotor
71 ausgestaltet sein, so dass das Schneckengetriebe 70 entfallen kann. Solch ein Linearmotor
71 kann dann auch direkt auf das Rohr 76 beziehungsweise die Stange 55 (Fig. 2) einwirken.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele und Abwandlungen
beschränkt.
1. Aufzugsanlage (1) mit einer ersten Aufzugskabine (5), zumindest einer zweiten Aufzugskabine
(6), einer Antriebsmaschineneinheit (20) und mehreren über eine Treibscheibe (21)
der Antriebsmaschineneinheit (20) laufenden Zugmitteln (22), wobei die erste Aufzugskabine
(5) und die zweite Aufzugskabine (6) übereinander von der Antriebsmaschineneinheit
(20) mittels der Zugmittel (22) in einem für die gemeinsame Fahrt der ersten Aufzugskabine
(5) und der zweiten Aufzugskabine (6) vorgesehenen Fahrraum (16) verfahrbar sind,
wobei die Zugmittel (22) in einen ersten Zugmittelverbund (23) und zumindest einen
zweiten Zugmittelverbund (24) aufgeteilt sind, dass zumindest ein relativ zu dem Fahrraum
(16) ortsfester Verstellmechanismus (35) vorgesehen ist, der zwischen der Treibscheibe
(21) und der zweiten Aufzugskabine (6) mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen
wirkt, und der Verstellmechanismus (35) so mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen
wirkt, dass ein Abstand (15) zwischen der ersten Aufzugskabine (5) und der zweiten
Aufzugskabine (6) variierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (15) unabhängig von der Treibscheibe (21) einstellbar ist, insbesondere
auch bei stillstehender Treibscheibe (21).
2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellmechanismus (35) so mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen wirkt,
dass eine Länge (45) eines Abschnitts (43) des zweiten Zugmittelverbunds (24) zwischen
dem Verstellmechanismus (35) und der zweiten Aufzugskabine (6) variierbar ist.
3. Aufzugsanlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellmechanismus (35) eine Rollenanordnung (36) aufweist, durch die der zweite
Zugmittelverbund (24) läuft und dass die Rollenanordnung (36) zumindest eine verstellbare
Rolle (39) aufweist.
4. Aufzugsanlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Zugmittelverbund (24) durch die Rollenanordnung (36) läuft und hierbei
eine freie Schlaufe bildet, wobei die verstellbare Rolle (39) im Bereich der freien
Schlaufe mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen wirkt.
5. Aufzugsanlage nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellmechanismus (35) zumindest einen Verstellantrieb (40) zum Verstellen
der zumindest einen verstellbaren Rolle (39) der Rollenanordnung (36) aufweist.
6. Aufzugsanlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Verstellantrieb (40) als hydraulischer Verstellantrieb (40) ausgebildet
ist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) als pneumatischer Verstellantrieb
(40) ausgebildet ist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) ein Getriebe
(70) aufweist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) ein Schneckengetriebe
(70) aufweist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) einen Linearmotor (71)
aufweist.
7. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenanordnung (36) so ausgebildet ist, dass durch ein Verstellen der zumindest
einen verstellbaren Rolle (39) der Rollenanordnung (36) eine Länge eines Abschnitts
(44) des zweiten Zugmittelverbunds (24) innerhalb der Rollenanordnung (36) variierbar
ist.
8. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Führung (53) vorgesehen ist, in der zumindest eine verstellbare Rolle
(39) der Rollenanordnung (36) geführt ist.
9. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Linearführung (53) vorgesehen ist, in der zumindest eine verstellbare
Rolle (39) der Rollenanordnung (36) zumindest linear geführt ist.
10. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Horizontalführung (53) vorgesehen ist, in der zumindest eine verstellbare
Rolle (39) der Rollenanordnung (36) zumindest näherungsweise horizontal geführt ist.
11. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenanordnung (36) eine obere Rolle (37) und eine untere Rolle (38) aufweist,
die in der Projektion auf eine Achse (64), entlang der sich der Abschnitt (43) des
zweiten Zugmittelverbunds (24) zwischen dem Verstellmechanismus (35) und der zweiten
Aufzugskabine (6) erstreckt, hintereinander angeordnet sind, und dass die verstellbare
Rolle (39) der Rollenanordnung (36) in der Projektion auf diese Achse (64) zwischen
der oberen Rolle (37) und der unteren Rolle (38) angeordnet ist.
12. Aufzugsanlage nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die verstellbare Rolle (39) in eine Verstellposition (64) zwischen der oberen Rolle
(37) und der unteren Rolle (38) verstellbar ist.
13. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Aufzugskabinenrahmen (4) vorgesehen ist, dass die erste Aufzugskabine (5) zumindest
teilweise in dem Aufzugskabinenrahmen (4) angeordnet ist und dass die zweite Aufzugskabine
(6) an zumindest einer mit dem Aufzugskabinenrahmen (4) verbundenen Führungsschiene
(7, 8) geführt ist.
14. Aufzugsanlage nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Zugmittelverbund (23) mit dem Aufzugskabinenrahmen (4) verbunden ist und
dass die erste Aufzugskabine (5) relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen (4) ortsfest
angeordnet ist.
15. Aufzugsanlage nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Zugmittelverbund (24) mit der zweiten Aufzugskabine (6) verbunden ist
und dass die zweite Aufzugskabine (6) durch den Verstellmechanismus (35) relativ zu
dem Aufzugskabinenrahmen (4) entlang der zumindest einen Führungsschiene (7, 8), die
mit dem Aufzugskabinenrahmen (4) verbunden ist, verfahrbar ist.
1. Elevator system (1) with a first elevator car (5), at least a second elevator car
(6), a drive-machine unit (20), and a plurality of suspension means (22), which pass
over a traction sheave (21) of the drive-machine unit (20),
wherein the first elevator car (5) and the second elevator car (6) can, by means of
the suspension means (22), be caused by the drive-machine unit (20) to travel one
above the other in a travel space (16) which is provided for the joint travel of the
first elevator car (5) and the second elevator car (6), wherein the suspension means
(22) are divided into a first suspension-means set (23) and at least a second suspension-means
set (24), wherein at least one displacement mechanism (35), which is locationally
fixed relative to the travel space (16), is provided, which, between the traction
sheave (21) and the second elevator car (6), interacts with the second suspension-means
set (24), and wherein the displacement mechanism (35) interacts with the second suspension-means
set (24) in such manner that a distance (15) between the first elevator car (5) and
the second elevator car (6) is variable, characterized in that the distance (15) is adjustable independent of the traction sheave (21), in particular
also with stationary traction sheave (21).
2. Elevator system according to Claim 1, characterized in that the displacement mechanism (35) interacts with the second suspension-means set (24)
in such manner that a length (45) of a section (43) of the second suspension-means
set (24) between the displacement mechanism (35) and the second elevator car (6) is
variable.
3. Elevator system according to Claim 1 or 2, characterized in that the displacement mechanism (35) has a pulley arrangement (36) through which the second
suspension-means (24) passes and in that the pulley arrangement (36) has at least one displaceable pulley (39).
4. Elevator system according to Claim 3, characterized in that the second suspension-means set (24) passes through the pulley arrangement (36) and
thereby forms a free loop, wherein, in the area of the free loop, the displaceable
pulley (39) interacts with the second suspension-means set (24).
5. Elevator system according to Claim 3 or 4, characterized in that, for the purpose of displacing the at-least one displaceable pulley (39) of the pulley
arrangement (36), the displacement mechanism (35) has at least one displacement drive
(40).
6. Elevator system according to Claim 5, characterized in that at least one displacement drive (40) is embodied as a hydraulic displacement drive
(40) and/or that at least one displacement drive (40) is embodied as a pneumatic displacement
drive (40) and/or that at least one displacement drive (40) has a gear (70) and/or
that at least one displacement drive (40) has a worm gear (70) and/or that at least
one displacement drive (40) has a linear motor (71).
7. Elevator system according to one of claims 3 to 6, characterized in that the pulley arrangement (36) is embodied in such manner that, through a displacement
of the at-least one displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36), a length
of a section (44) of the second suspension-means set (24) within the pulley arrangement
(36) is variable.
8. Elevator system according to one of claims 3 to 7, characterized in that at least one guide (53) is provided, in which at least one displaceable pulley (39)
of the pulley arrangement (36) is guided.
9. Elevator system according to one of claims 3 to 8, characterized in that at least one linear guide (53) is provided, in which at least one displaceable pulley
(39) of the pulley arrangement (36) is at least linearly guided.
10. Elevator system according to one of claims 1 to 9, characterized in that at least one horizontal guide (53) is provided, in which at least one displaceable
pulley (39) of the pulley arrangement (36) is, at least approximately, horizontally
guided.
11. Elevator system according to one of claims 3 to 10, characterized in that the pulley arrangement (36) has an upper pulley (37) and a lower pulley (38) which,
in the projection onto an axis (64), along which the section (43) of the second suspension-means
set (24) between the displacement mechanism (35) and the second elevator car (6) extends,
are arranged sequentially, and in that the displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36) is arranged in the projection
onto this axis (64) between the upper pulley (37) and the lower pulley (38).
12. Elevator system according to Claim 11, characterized in that the displaceable pulley (39) is displaceable into a displaced position (64) between
the upper pulley (37) and the lower pulley (38).
13. Elevator system according to one of claims 1 to 12, characterized in that an elevator-car frame (4) is provided, in that the first elevator car (5) is at least partly arranged in the elevator-car frame
(4), and in that the second elevator car (6) is guided on at least one guiderail (7, 8) which is connected
with the elevator-car frame (4).
14. Elevator system according to Claim 13, characterized in that the first suspension-means set (23) is connected with the elevator-car frame (4)
and in that the first elevator car (5) is arranged locationally fixed relative to the elevator-car
frame (4).
15. Elevator system according to claim 13 or 14, characterized in that the second suspension-means set (24) is connected with the second elevator car (6)
and in that, through the displacement mechanism (35), the second elevator car (6) can be caused
to travel relative to the elevator-car frame (4) along the at-least one guiderail
(7, 8), which is connected with the elevator-car frame (4).
1. Installation d'ascenseur (1) avec une première cabine d'ascenseur (5), au moins une
deuxième cabine d'ascenseur (6), une unité de machine motrice (20) et plusieurs moyens
de traction (22) qui passent sur une poulie motrice (21) de l'unité de machine motrice
(20), la première cabine d'ascenseur (5) et la deuxième cabine d'ascenseur (6), l'une
au-dessus de l'autre, étant aptes à être déplacées par l'unité de machine motrice
(20) à l'aide des moyens de traction (22) dans un espace de déplacement (16) prévu
pour le déplacement commun de la première cabine d'ascenseur (5) et de la deuxième
cabine d'ascenseur (6), les moyens de traction (22) étant divisés en un premier groupement
de moyens de traction (23) et au moins un deuxième groupement de moyens de traction
(24), au moins un mécanisme de réglage (35) fixe par rapport à l'espace de déplacement
(16) étant prévu et coopérant, entre la poulie motrice (21) et la deuxième cabine
d'ascenseur (6), avec le deuxième groupement de moyens de traction (24), et le mécanisme
de réglage (35) coopérant avec le deuxième groupement de moyens de traction (24) de
telle sorte qu'une distance (15) entre la première cabine d'ascenseur (5) et la deuxième
cabine d'ascenseur (6) soit variable,
caractérisée en ce que la distance (15) est réglable indépendamment de la poulie motrice (21), en particulier
même si ladite poulie motrice (21) est à l'arrêt.
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce que le mécanisme de réglage (35) coopère avec le deuxième groupement de moyens de traction
(24) de telle sorte qu'une longueur (45) d'une section (43) du deuxième groupement
de moyens de traction (24) située entre le mécanisme de réglage (35) et la deuxième
cabine d'ascenseur (6) soit variable.
3. Installation d'ascenseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le mécanisme de réglage (35) comporte un dispositif à poulie (36) que traverse le
deuxième groupement de moyens de traction (24), et en ce que le dispositif à poulie (36) comporte au moins une poulie réglable (39).
4. Installation d'ascenseur selon la revendication 3, caractérisée en ce que le deuxième groupement de moyens de traction (24) traverse le dispositif à poulie
(36) en formant une boucle libre, la poulie réglable (39) coopérant, dans la zone
de la boucle libre, avec le deuxième groupement de moyens de traction (24).
5. Installation d'ascenseur selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que le mécanisme de réglage (35) comporte au moins un entraînement de réglage (40) pour
régler la ou les poulies réglables (39) du dispositif à poulie (36).
6. Installation d'ascenseur selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) est conçu comme un entraînement de réglage
hydraulique (40) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) est conçu comme un entraînement de réglage
pneumatique (40) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) comporte une transmission (70) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) comporte un engrenage à vis sans fin (70)
et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) comporte un moteur linéaire (71).
7. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que grâce à un réglage de la ou des poulies réglables (39) du dispositif à poulie (36),
une longueur d'une section (44) du deuxième groupement de moyens de traction (24)
située à l'intérieur du dispositif à poulie (36) est variable.
8. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un guidage (53) dans lequel au moins une poulie réglable (39)
du dispositif à poulie (36) est guidée.
9. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un guidage linéaire (53) dans lequel au moins une poulie réglable
(39) du dispositif à poulie (36) est guidée au moins linéairement.
10. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un guidage horizontal (53) dans lequel au moins une poulie réglable
(39) du dispositif à poulie (36) est guidée au moins approximativement horizontalement.
11. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisée en ce que le dispositif à poulie (36) comporte une poulie supérieure (37) et une poulie inférieure
(38), qui sont disposées l'une derrière l'autre dans la projection sur un axe (64)
le long duquel s'étend la section (43) du deuxième groupement de moyens de traction
(24) située entre le mécanisme de réglage (35) et la deuxième cabine d'ascenseur (6),
et en ce que la poulie réglable (39) du dispositif à poulie (36) est disposée dans la projection
sur cet axe (64) entre la poulie supérieure (37) et la poulie inférieure (38).
12. Installation d'ascenseur selon la revendication 11, caractérisée en ce que la poulie réglable (39) est apte à être amenée dans une position de réglage (64)
entre la poulie supérieure (37) et la poulie inférieure (38).
13. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'il est prévu un châssis de cabines d'ascenseur (4), en ce que la première cabine d'ascenseur (5) est disposée au moins en partie dans le châssis
de cabines d'ascenseur (4), et en ce que la deuxième cabine d'ascenseur (6) est guidée sur au moins un rail de guidage (7,
8) relié au châssis de cabines d'ascenseur (4).
14. Installation d'ascenseur selon la revendication 13, caractérisée en ce que le premier groupement de moyens de traction (23) est relié au châssis de cabines
d'ascenseur (4), et en ce que la première cabine d'ascenseur (5) est stationnaire par rapport au châssis de cabines
d'ascenseur (4).
15. Installation d'ascenseur selon la revendication 13 ou 14, caractérisée en ce que le deuxième groupement de moyens de traction (24) est relié à la deuxième cabine
d'ascenseur (6), et en ce que la deuxième cabine d'ascenseur (6) est apte à être déplacée par le mécanisme de réglage
(35) par rapport au châssis de cabines d'ascenseur (4) le long du ou des rails de
guidage (7, 8) qui sont reliés audit châssis de cabines d'ascenseur (4).