(19)
(11) EP 3 077 320 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.01.2018  Patentblatt  2018/05

(21) Anmeldenummer: 14799775.3

(22) Anmeldetag:  18.11.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 11/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/074915
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/082210 (11.06.2015 Gazette  2015/23)

(54)

AUFZUGSANLAGE

LIFT ASSEMBLY

INSTALLATION D'ASCENSEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 05.12.2013 EP 13195845

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.10.2016  Patentblatt  2016/41

(73) Patentinhaber: Inventio AG
6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • STEINER, Adrian
    CH-6034 Inwil (CH)
  • SCHULER, Christoph
    CH-6312 Steinhausen (CH)
  • GREMAUD, Nicolas
    Moris Plains, NJ 07950 (US)
  • STREBEL, René
    CH-5614 Sarmenstrof (CH)
  • SCHAFFHAUSER, Urs
    CH-6037 Root (CH)
  • NICOLE, Marcel
    CH-6362 Stansstad (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
JP-A- H10 236 753
JP-A- 2003 146 561
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugsanlage mit einer ersten Aufzugskabine und zumindest einer zweiten Aufzugskabine, die vorzugsweise in einem Aufzugskabinenrahmen der Aufzugsanlage angeordnet sind. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Aufzugsanlagen, die als sogenannte Doppeldecker-Aufzugsanlagen ausgestaltet sind.
    Aus der WO 2005/014461 A1 ist ein Aufzug mit zwei Aufzugskabinen bekannt, wobei die beiden Aufzugskabinen so miteinander gekoppelt sind, dass diese zusammen in einem Aufzugsschacht bewegbar sind. Hierbei kann ein vertikaler Abstand zwischen den beiden Aufzugskabinen durch Bewegen zumindest einer Aufzugskabine in Bezug zu der anderen Aufzugskabine eingestellt werden. Hierfür dient ein Einstellseil. Ein Ende des Einstellseils ist hierbei am Schachtboden befestigt. An dem anderen Ende des Einstellseils hängt ein Gegengewicht. Ferner ist das Einstellseil über eine Treibschreibe eines Einstellantriebs geführt, der eine Aufzugsmaschine umfasst. Diese Aufzugsmaschine ist zusätzlich zu einer weiteren Aufzugsmaschine vorgesehen, wobei die weitere Aufzugsmaschine zum Bewegen der gesamten Anordnung mit den beiden Aufzugskabinen durch den Aufzugsschacht dient.
    Die aus der WO 2005/014461 A1 bekannte Aufzugsanlage hat den Nachteil, dass gewissermaßen zwei komplette Anordnungen mit Aufzugsmaschinen und Gegengewichten sowie den diesbezüglich erforderlichen Umlenkrollen benötigt werden, um zum einen die gemeinsame Bewegung der beiden Aufzugskabinen durch den Aufzugsschacht zu ermöglichen und zum anderen den Verstellmechanismus zur Einstellung des Abstands zwischen den beiden Aufzugskabinen zu realisieren. Hierbei muss die Aufzugsmaschine, die die Bewegung der beiden Aufzugskabinen durch den Schacht ermöglicht, so stark sein, dass diese alleine die Doppeldeckeranordnung mit den beiden Aufzugskabinen bewegen kann. Ferner muss auch die Antriebsmaschine, die für die Distanzänderung vorgesehen ist, ausreichend stark sein, um auch bei ungünstigen Beladungszuständen der beiden Aufzugskabinen die Relativbewegung der beiden Aufzugskabinen zueinander zu gewährleisten. Somit müssen die diesbezüglichen Komponenten einschließlich der Zugmittel beziehungsweise Seile auch für eine entsprechend hohe Leistungsfähigkeit ausgelegt sein. Insgesamt ergeben sich somit ein hoher Aufwand, ein großer Platzbedarf und damit verbunden große Kosten bei der Realisierung.

    [0002] Eine Aufzugsanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus JP2003146561 bekannt.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufzugsanlage zu schaffen, die einen verbesserten Aufbau aufweist. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Aufzugsanlage zu schaffen, bei der eine Verstellung mehrerer Aufzugskabinen zueinander in optimierter Weise ermöglicht ist und/oder bei einem gegebenenfalls vorgesehenen Aufzugskabinenrahmen die bei der Aufhängung des Aufzugskabinenrahmens und in dem Aufzugskabinenrahmen wirkenden Kräfte reduziert sind.

    [0004] Im Folgenden sind Lösungen und Vorschläge für eine entsprechende Aufzugsanlage vorgestellt, welche zumindest Teile der gestellten Aufgabe lösen. Im Weiteren sind vorteilhafte ergänzende oder alternative Weiterbildungen und Ausgestaltungen angegeben.

    [0005] Die Aufzugsanlage weist eine erste Aufzugskabine und eine zweite Aufzugskabine auf. Hierbei können auch weitere Aufzugskabinen vorgesehen sein. Zumindest eine der Aufzugskabinen, insbesondere die zweite Aufzugskabine, sind hierbei relativ zu der ersten Aufzugskabine bezüglich ihres dazwischen liegenden Abstands verstellbar. Der hierfür vorgesehene Verstellmechanismus ist im Folgenden in einer Funktionsweise beschrieben, die eine Verstellung der zweiten Aufzugskabine relativ zu der ersten Aufzugskabine ermöglicht. Hierbei sind entsprechende Abwandlungen und Ergänzungen denkbar, um einzeln oder zusammen auch weitere Aufzugskabinen über zumindest einen weiteren Verstellmechanismus zu verstellen. Bei einer Ausgestaltung, bei der nur die erste Aufzugskabine und die zweite Aufzugskabine, aber keine weiteren Aufzugskabinen vorgesehen sind, kann eine sogenannte Doppeldecker-Aufzugsanlage realisiert werden.

    [0006] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Aufzugsanlage kann der für die Fahrt der Aufzugskabinen vorgesehene Fahrraum in einem Aufzugsschacht angeordnet sein. Die Antriebsmaschineneinheit kann dann ebenfalls in dem Aufzugsschacht angeordnet sein. Allerdings kann die Antriebsmaschine auch in einem separaten Maschinenraum untergebracht sein. Der Verstellmechanismus kann dann in vorteilhafter Weise ebenfalls in dem Aufzugsschacht beziehungsweise in dem Maschinenraum untergebracht sein. Allerdings ist es ebenfalls denkbar, dass die Antriebsmaschineneinheit beispielsweise in einem Maschinenraum untergebracht ist, während der Verstellmechanismus in dem Aufzugsschacht untergebracht ist. Auf diese Weise kann je nach örtlichen Gegebenheiten, insbesondere dem zur Verfügung stehenden Platz, eine geeignete Lösung realisiert werden. Dadurch ergibt sich ein breiter Anwendungsbereich.

    [0007] Die Zugmittel sind in einen ersten Zugmittelverbund, einen zweiten Zugmittelverbund und gegebenenfalls in zumindest einen weiteren Zugmittelverbund aufgeteilt. Beispielsweise können die Zugmittel durch sechs Seile gebildet sein. Der erste Zugmittelverbund kann dann beispielsweise drei dieser Seile umfassen, während der zweite Zugmittelverbund die anderen drei Seile umfasst. Hierbei ist sowohl eine übereinstimmende, als auch eine unterschiedliche Aufteilung hinsichtlich der Anzahl der Zugmittel auf die einzelnen Zugmittelverbünde möglich. Denkbar ist es auch, dass zumindest einer der Zugmittelverbünde nur aus einem Zugmittel, insbesondere einem Seil, besteht.

    [0008] Die Zugmittel sind in geeigneter Weise über die Treibscheibe der Antriebsmaschineneinheit geführt. Hierbei kann die Treibscheibe eine entsprechende Anzahl an Rillen aufweisen. Der Begriff der Treibscheibe ist hierbei nicht auf eine einstückige Treibscheibe begrenzt. Wenn es zweckmäßig ist, dann können auch mehrere Scheiben nebeneinander auf der Achse der Antriebsmaschineneinheit angeordnet sein, über die die Zugmittel laufen. Der Begriff der Treibscheibe ist somit hinsichtlich der Funktion zu verstehen, das Abtriebsmoment der Antriebsmaschineneinheit auf die Zugmittel zu übertragen.

    [0009] Die Zugmittel können neben der Funktion des Übertragens der Kraft oder des Moments der Antriebsmaschineneinheit auch die Funktion haben, die Aufzugskabinen zu tragen. Unter dem Verfahren der Aufzugskabinen in dem vorgesehenen Fahrraum ist insbesondere ein Heben oder Senken zu verstehen. Allerdings ist auch eine Ausgestaltung als Schrägaufzug denkbar.

    [0010] In vorteilhafter Weise wirkt der Verstellmechanismus so mit dem zweiten Zugmittelverbund zusammen, dass eine Länge eines Abschnitts des zweiten Zugmittelverbunds zwischen dem Verstellmechanismus und der zweiten Aufzugskabine variierbar ist. Hierdurch kann die zweite Aufzugskabine abgesehen von einer Bewegung, die durch eine Rotation der Treibscheibe verursacht ist, näher an den Verstellmechanismus heran oder weiter von diesem weg verstellt werden. Dadurch ändert sich dann der Abstand der zweiten Aufzugskabine von der ersten Aufzugskabine.

    [0011] Vorteilhaft ist es auch, dass der Verstellmechanismus eine Rollenanordnung aufweist, durch die der zweite Zugmittelverbund läuft und hierbei eine freie Schlaufe bildet. Die Rollenanordnung weist zumindest eine verstellbare Rolle auf, die vorzugsweise im Bereich der freien Schlaufe mit dem zweiten Zugmittelverbund zusammen wirkt. Durch ein Verstellen der verstellbaren Rolle kann dann ein längerer Abschnitt und somit ein größerer Teil des zweiten Zugmittelverbunds in die Rollenanordnung hineingezogen werden. Entsprechend kann im entgegen gesetzten Fall der zweite Zugmittelverbund auch wieder aus der Rollenanordnung zumindest zum Teil entlassen werden. Hierdurch ergibt sich ein variierbarer Anteil des zweiten Zugmittelverbunds, der durch die Rollenanordnung des Verstellmechanismus läuft, während der erste Zugmittelverbund hiervon unbeeinflusst ist. Dank der Führung des zweiten Zugmittelverbunds durch die Verstelleinrichtung als freie Schlaufe ist der Anteil des zweiten Zugmittelverbunds, der durch die Rollenanordnung des Verstellmechnismus läuft unabhängig von einer Drehbewegung der Treibscheibe variierbar, insbesondere also auch bei stillstehender Treibscheibe. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Aufzugskabine bereits vor einem Heben oder Senken der ersten und der zweiten Aufzugskabinen durch die Treibscheibe einstellbar ist. Besonders zum Tragen kommt dieser Vorteil, wenn die Länge des Abschnitts des zweiten Zugmittelverbundes nur im Bereich der freien Schlaufe des zweiten Zugmittelverbunds variierbar ist.

    [0012] Unter einer freien Schlaufe des zweiten Zugmittelverbunds wird hier ein Abschnitt des Zugmittelverbunds verstanden, der durch die Rollenanordnung des Verstellmechanismus läuft. Hierbei wird dieser Abschnitt an mehreren Rollen der Rollenanordnung umgelenkt und geführt, wobei jede Rolle, die mit diesem Abschnitt in Kontakt steht, unabhängig drehbar gelagert ist. Dadurch wird erreicht, dass dieser Abschnitt des Zugmittelverbunds frei bewegbar ist.

    [0013] Somit können der erste Zugmittelverbund und der zweite Zugmittelverbund gemeinsam über die Treibscheibe laufen. Nach der erfolgten Verstellung durch den Verstellmechanismus ergibt sich durch die Rotation der Treibscheibe dann ein gleichmäßiges Bewegen, insbesondere Heben oder Senken, der Aufzugskabinen unter Beibehaltung des eingestellten Abstands, den die beiden Aufzugskabinen zueinander haben.

    [0014] Somit ergibt sich auch der Vorteil, dass die Last der ersten Aufzugskabine von dem ersten Zugmittelverbund aufgenommen wird, während die Last der zweiten Aufzugskabine von dem zweiten Zugmittelverbund aufgenommen wird. Wenn ein Aufzugskabinenrahmen vorgesehen ist, in dem die erste Aufzugskabine starr befestigt ist, dann kann der erste Zugmittelverbund beispielsweise mit dem Aufzugskabinenrahmen verbunden werden. Da der zweite Zugmittelverbund mit der zweiten Aufzugskabine verbunden ist, ergibt sich somit eine Reduzierung der mechanischen Belastung des Aufzugskabinenrahmens. Somit kann der Aufzugskabinenrahmen diesbezüglich hinsichtlich seiner Festigkeit mit reduzierten Anforderungen konstruiert werden. Dies macht eine kostengünstige Ausgestaltung möglich. Der Aufzugskabinenrahmen bedarf hierfür auch keiner besonderen Modifikation, so dass der konstruktive Aufwand gering ist. In vorteilhafter Weise kann hierbei zumindest eine Führungsschiene in dem Aufzugskabinenrahmen vorgesehen sein, an der die zweite Aufzugskabine durch den Verstellmechanismus relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen verfahrbar ist. Hierdurch ist die relative Positionierung der zweiten Aufzugskabine bezüglich der ersten Aufzugskabine vorgegeben, wenn der Abstand über den Verstellmechanismus eingestellt ist. Abgesehen von den Führungskräften wird durch die zweite Aufzugskabine aber keine zusätzliche Last auf den Aufzugskabinenrahmen übertragen.

    [0015] Ferner ergibt sich der Vorteil, dass der Verstellmechanismus beispielsweise fest an einer Schachtwand oder in einem Maschinenraum montiert werden kann. Somit sind keine Komponenten, insbesondere Rollen oder dergleichen, erforderlich, die auf dem Aufzugskabinenrahmen montiert werden müssen, um den Verstellmechanismus zu realisieren. Dies führt zu einer weiteren Entlastung der Aufhängung und somit zu reduzierten Anforderungen an die Antriebsmaschineneinheit.

    [0016] Ferner ergibt sich der Vorteil, dass mit einer Antriebsmaschineneinheit die Betätigung beider Aufzugskabinen möglich ist, um diese in dem vorgesehenen Fahrraum zu verfahren. Im Unterschied zu einer Lösung, bei der die beiden Aufzugskabinen durch voneinander getrennte Antriebsmaschineneinheiten verfahren werden, kommt es somit zu einer erheblichen Reduzierung der Kosten und zu einer Verbesserung der Sicherheit, da Kollisionen von vornherein ausgeschlossen sind. Hierbei kann der Verstellmechanismus, insbesondere die Rollenanordnung des Verstellmechanismus, auch so ausgestaltet sein, dass in der Extremstellung, in der sich die beiden Aufzugskabinen am nächsten sind, noch ein Sicherheitsabstand gewährleistet ist.

    [0017] Vorteilhaft ist es, dass der Verstellmechanismus einen Verstellantrieb zum Verstellen mindestens einer verstellbaren Rolle der Rollenanordnung aufweist. Vorteilhaft ist es auch, dass die Rollenanordnung so ausgebildet ist, dass durch ein Verstellen einer verstellbaren Rolle der Rollenanordnung eine Länge eines Abschnitts des zweiten Zugmittelverbunds innerhalb der Rollenanordnung variierbar ist. Hierbei kann speziell mit einer einzigen verstellbaren Rolle ein Verstellmechanismus mit geringem konstruktivem Aufwand realisiert werden.

    [0018] Vorteilhaft ist es ferner, dass der Verstellantrieb des Verstellmechanismus als hydraulischer Verstellantrieb ausgebildet ist. Der Verstellantrieb kann auch als pneumatischer Verstellantrieb ausgebildet sein. Ferner kann der Verstellantrieb ein Getriebe, insbesondere ein Schneckengetriebe, und/oder einen Linearmotor aufweisen. Wenn mehrere Verstellantriebe, beispielsweise für zwei oder mehr verstellbare Aufzugskabinen, vorgesehen sind, dann ist prinzipiell auch eine Kombination unterschiedlicher Verstellantriebe denkbar.

    [0019] Vorteilhaft ist es, dass eine Führung vorgesehen ist, in der die verstellbare Rolle der Rollenanordnung geführt ist. Die Führung kann hierbei in vorteilhafter Weise als Linearführung vorgesehen sein, so dass die Drehachse der Rolle entlang einer Geraden bewegbar ist, die senkrecht zu der Achse der Rolle orientiert ist. Hierdurch ist die verstellbare Rolle der Rollenanordnung linear geführt. Speziell kann die Führung somit als Horizontalführung ausgestaltet sein, in der die verstellbare Rolle der Rollenanordnung horizontal geführt ist. Die Rolle der Rollenanordnung ist hierbei horizontal und senkrecht zu der Achse der Rolle bewegbar. Durch Bewegen der verstellbaren Rolle entlang der Führung, insbesondere der Linearführung oder Horizontalführung, kann der Abschnitt des zweiten Zugmittelverbunds innerhalb der Rollenanordnung in vorteilhafter Weise variiert werden. Alternativ kann die Führung als Vertikalführung ausgestaltet sein, in der die verstellbare Rolle der Rollenanordnung vertikal geführt ist.

    [0020] Außerdem ist es vorteilhaft, dass die Rollenanordnung hierbei eine obere Rolle und eine untere Rolle aufweist, die in der Projektion auf eine Achse, entlang der sich der Abschnitt des zweiten Zugmittelverbunds zwischen dem Verstellmechanismus und der zweiten Aufzugskabine erstreckt, hintereinander angeordnet sind, und dass die verstellbare Rolle der Rollenanordnung in der Projektion auf diese Achse zwischen der oberen Rolle und der unteren Rolle angeordnet ist. Der jeweilige Umschlingungswinkel an der oberen Rolle und der unteren Rolle kann hierbei insbesondere ein spitzer Winkel (also kleiner als 90°) sein. Speziell kann somit mit nur drei Rollen, nämlich der oberen Rolle, der unteren Rolle und der verstellbaren Rolle, die Rollenanordnung realisiert werden. Vorteilhaft ist es hierbei auch, dass die verstellbare Rolle in eine Verstellposition zwischen der oberen Rolle und der unteren Rolle verstellbar ist. Dies bedeutet, dass der Umschlingungswinkel an der oberen Rolle und der Umschlingungswinkel an der unteren Rolle dann vergleichsweise klein, aber dennoch wesentlich größer als 0° werden. In dieser Verstellposition ist somit die zusätzliche Länge des zweiten Zugmittelverbunds gegenüber einem geradlinigen Verlauf des zweiten Zugmittelverbunds, der ohne die Rollenanordnung etwas neben dem ersten Zugmittelverbund erfolgen würde, gering und zugleich kann noch ein dosiertes Ansprechen zum Verstellen der verstellbaren Rolle mittels des Verstellantriebs erfolgen.

    [0021] Bei einer möglichen Ausgestaltung ist ein Aufzugskabinenrahmen vorgesehen, wobei die erste Aufzugskabine in vorteilhafter Weise in dem Aufzugskabinenrahmen angeordnet ist und wobei die zweite Aufzugskabine an zumindest einer mit dem Aufzugskabinenrahmen verbundenen Führungsschiene geführt ist. Hierbei können auch mehrere, insbesondere zwei, Führungsschienen Bestandteil des Aufzugskabinenrahmens sein. Der erste Zugmittelverbund kann dann in vorteilhafter Weise mit dem Aufzugskabinenrahmen verbunden sein, wobei die erste Aufzugskabine relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen ortsfest angeordnet ist.

    [0022] Außerdem ist es hierbei vorteilhaft, dass der zweite Zugmittelverbund mit der ersten Aufzugskabine verbunden ist und dass die zweite Aufzugskabine durch den Verstellmechanismus relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen entlang der einen Führungsschiene beziehungsweise der Führungsschienen des Aufzugskabinenrahmens verfahrbar ist.

    [0023] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Aufzugsanlage in einem Aufzugsschacht in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

    Fig. 2 eine auszugsweise Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung und

    Fig. 3 einen Verstellmechanismus der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.



    [0024] Fig. 1 zeigt eine Aufzugsanlage 1 in einem Aufzugsschacht 2 eines Gebäudes 3 in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Aufzugsanlage 1 weist einen Aufzugskabinenrahmen 4, eine erste Aufzugskabine 5 und eine zweite Aufzugskabine 6 auf. Die Aufzugskabinen 5, 6 sind hierbei an dem Aufzugskabinenrahmen 4 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel sind sowohl die erste Aufzugskabine 5 als auch die zweite Aufzugskabine 6 innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 angeordnet. Hierbei ist die erste Aufzugskabine 5 fest mit dem Aufzugskabinenrahmen 4 verbunden. Dadurch ist die erste Aufzugskabine 5 relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen 4 ortsfest angeordnet.

    [0025] Der Aufzugskabinenrahmen 4 weist in diesem Ausführungsbeispiel Führungsschienen 7, 8 auf. In diesem Ausführungsbeispiel ist die zweite Aufzugkabine 6 innerhalb des Aufzugkabinenrahmens 4 bewegbar. Hierbei ist ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen einer Oberseite 9 der ersten Aufzugkabine 5 und einer Unterseite 10 der zweiten Aufzugskabine 6 vorgegeben. Ferner ist ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen einer Oberseite 11 der zweiten Aufzugskabine 6 und einer oberen Querstrebe 12 des Aufzugskabinenrahmens 4 vorgegeben. Ferner liegt in diesem Ausführungsbeispiel die erste Aufzugskabine 5 mit ihrer Unterseite 13 an einer unteren Querstrebe 14 des Aufzugskabinenrahmens 4 an.

    [0026] Die innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 bewegbare zweite Aufzugkabine 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel an den Führungsschienen 7, 8 geführt. Somit ist stets eine Positionierung der beiden Aufzugkabinen 5, 6 zueinander gewährleistet, wobei allerdings ein Abstand 15 zwischen den beiden Aufzugkabinen 5, 6 noch veränderbar ist. Der Abstand 15 wird hier als Abstand 15 zwischen der Oberseite 9 der ersten Aufzugskabine 5 und der Unterseite 10 der zweiten Aufzugkabine 6 definiert. Der Abstand 15 kann allerdings auch auf andere Weise festgelegt werden. Beispielsweise kann der Abstand 15 nicht nur, wie in diesem Ausführungsbeispiel, als vertikaler Abstand 15, sondern als schräg zu messender Abstand 15 betrachtet werden, wie es beispielsweise bei einem Schrägaufzug zweckmäßig sein kann.

    [0027] In dem Aufzugschacht 2 ist ein Fahrraum 16 vorgesehen, dessen seitliche Begrenzungen 17, 18 durch unterbrochen dargestellte Linien veranschaulicht ist. Bei einer Bewegung durch den Aufzugschacht fährt der Aufzugkabinenrahmen 4 mit dem Aufzugkabinen 5, 6 durch diesen Fahrraum 16.

    [0028] Somit sind die erste Aufzugskabine 5 und die zweite Aufzugskabine 6 übereinander für den für die gemeinsame Fahrt der ersten Aufzugskabine 5 und der zweiten Aufzugskabine 6 vorgesehenen Fahrraum 16 verfahrbar. Die gemeinsame Verfahrbarkeit ist in diesem Ausführungsbeispiel dadurch gewährleistet, dass sich die beiden Aufzugkabinen 5, 6 in dem Aufzugskabinenrahmen 4 befinden.

    [0029] Die Aufzugsanlage 1 weist außerdem eine Antriebsmaschineneinheit 20 auf. Die Antriebsmaschineneinheit 20 umfasst eine Treibscheibe 21. Ferner weist die Aufzugsanlage 1 mehrere Zugmittel 22 auf, die in einen ersten Zugmittelverbund 23 und einen zweiten Zugmittelverbund 24 aufgeteilt sind. Die Zugmittel 22 laufen gemeinsam über die Treibscheibe 21. Die Anzahl der Zugmittel 22 und die zahlenmäßige Aufteilung auf die Zugmittelverbünde 23, 24 kann hierbei auf zweckmäßige Weise festgelegt werden. In der Treibscheibe 21 ist dann eine entsprechende Anzahl von Rillen vorgesehen, um eine gleichmäßige Kraftübertragung und einen störungsfreien Betrieb zu ermöglichen.

    [0030] Die Aufzugsanlage 1 weist außerdem ein Gegengewicht 25 und eine Umlenkrolle 26 auf. Die Zugmittel 22 sind zwischen dem Gegengewicht 25 und der Umlenkrolle 26 über die Treibscheibe 21 geführt. Dadurch ergibt sich für jedes einzelne der Zugmittel 22 und somit auch für den ersten Zugmittelverbund 23 und den zweiten Zugmittelverbund 24 jeweils der gleiche Umschlingungswinkel an der Treibscheibe 21.

    [0031] Ein Ende 27 des ersten Zugmittelverbunds 23 und ein Ende 28 des zweiten Zugmittelverbunds 24 sind mit dem Gegengewicht 25 verbunden. Das andere Ende 29 des ersten Zugmittelverbunds 23 ist mit der oberen Querstrebe 12 des Aufzugskabinenrahmens 4 verbunden. Das andere Ende 30 des zweiten Zugmittelverbunds 24 ist mit der zweiten Aufzugkabine 6 verbunden. Hierbei ist der zweite Zugmittelverbund 24 auf geeignete Weise an der oberen Querstrebe 12 des Aufzugkabinenrahmens 4 vorbeigeführt. Ferner kann die Verbindung des Endes 29 des ersten Zugmittelverbunds 23 mit der oberen Querstrebe 12 auch mittelbar erfolgen. Das Ende 29 des ersten Zugmittelverbunds 23 ist somit zumindest mittelbar auch mit der ersten Aufzugskabine 5 verbunden, was in diesem Ausführungsbeispiel mittels des Aufzugskabinenrahmens 4 der Fall ist. Ferner kann auch das Ende 30 des zweiten Zugmittelverbunds 24 mittelbar mit der zweiten Aufzugskabine 6 verbunden sein. Beispielsweise kann die zweite Aufzugskabine 6 auch mit einem Träger verbunden sein, der an den Führungsschienen 7, 8 geführt ist und mit dem das Ende 30 des zweiten Zugmittelverbunds 24 verbunden ist.

    [0032] Die innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 bewegbare zweite Aufzugskabine 6 ist nicht notwendigerweise über der ersten Aufzugskabine 5 angeordnet. Wenn es unter anderem durch die Seilführung der Zugmittelverbünde 23, 24 möglich ist, dann kann die verstellbare, zweite Aufzugskabine 6 auch unter der ersten Aufzugskabine 5 angeordnet sein. Ein Heben oder Senken der zweiten Aufzugskabine 6 relativ zu der ersten Aufzugkabine 5 beziehungsweise relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen 4 wirkt sich dann entsprechend umgekehrt in einer Verringerung beziehungsweise Vergrößerung des Abstands 15 zwischen den Aufzugskabinen 5, 6 aus.

    [0033] Zum Heben oder Senken der zweiten Aufzugskabine 6 relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen 4 weist die Aufzugsanlage 1 einen Verstellmechanismus 35 auf. Der Verstellmechanismus 35 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Rollenanordnung 36 auf, der eine obere Rolle 37, eine untere Rolle 38 und eine verstellbare Rolle 39 umfasst. Außerdem weist der Verstellmechanismus 35 einen Verstellantrieb 40 auf, der mit der verstellbaren Rolle 39 zusammen wirkt. Durch den Verstellantrieb 40 ist eine Verstellung der verstellbaren Rolle 39 entlang einer Achse 41 möglich, wie es durch den Doppelpfeil 42 veranschaulicht ist.

    [0034] Der zweite Zugmittelverbund 24 ist durch den Verstellmechanismus 35 geführt. Hierbei läuft der zweite Zugmittelverbund 24 über die Rollen 37, 38, 39 der Rollenanordnung 36 und bildet eine freie Schlaufe.. Ein Abschnitt 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 befindet sich zwischen der unteren Rolle 38 der Rollenanordnung 36 und der zweiten Aufzugskabine 6. Wenn der Verstellantrieb 40 die verstellbare Rolle 39 entlang der Achse 41 verstellt, dann wird ein Abschnitt 44 des zweiten Zugmittelverbunds 24, der sich in der Rollenanordnung 36 befindet, entsprechend länger oder kürzer. Dies wirkt sich auf eine Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 aus. Bei stehender Treibscheibe 21 wirkt sich die Verlängerung des Abschnitts 44 unmittelbar in einer Verkürzung der Länge 45 aus und umgekehrt. Die Zunahme der Länge 45 ist dann gleich groß wie die Verkürzung des Abstands 15 zwischen den Aufzugskabinen 5, 6. Entsprechend ist die Verringerung der Länge 45 gleich groß wie die Zunahme des Abstands 15 zwischen den Aufzugskabinen 5, 6. Eventuelle Rotationen der Treibscheibe 21 können dem überlagert sein. Somit wirkt der Verstellmechanismus 35 so mit dem zweiten Zugmittelverbund 24 zusammen, dass die Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 zwischen dem Verstellmechanismus 35 und der zweiten Aufzugskabine 6 variierbar ist. Somit wirkt der Verstellmechanismus 35 auch so mit dem zweiten Zugmittelverbund 24 zusammen, dass der Abstand 15 zwischen der ersten Aufzugskabine 5 und der zweiten Aufzugskabine 6 variierbar ist.

    [0035] Der Verstellmechanismus 35 ist ortsfest in dem Aufzugsschacht 2 angeordnet. Bei einer abgewandelten Ausgestaltung kann der Verstellmechanismus 35 auch ganz oder teilweise außerhalb des Aufzugsschachtes 2, insbesondere in einem Maschinenraum, untergebracht sein. Somit ist der Verstellmechanismus 35 ortsfest zu dem Gebäude 3 und relativ zu dem Fahrraum 16 ortsfest angeordnet. Die einzelnen Komponenten, insbesondere die Rollen 37, 38 und der Verstellantrieb 40, sind hierbei auf geeignete Weise befestigt.

    [0036] Die Ausgestaltung der Aufzugsanlage 1 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel ist im Folgenden auch anhand der Fig. 2 weiter beschrieben.

    [0037] Fig. 2 zeigt eine auszugsweise Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage 1 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel. Hierbei sind der Verstellmechanismus 35, die Umlenkrolle 26 und der zweite Zugmittelverbund 24 dargestellt. Der erste Zugmittelverbund 23 ist zur besseren Verständlichkeit in der Fig. 2 nicht dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel sind Befestigungsträger 50, 51, 52 vorgesehen, um den Verstellmechanismus 35 in dem Aufzugsschacht 2 zu montieren. Hierbei ist die obere Rolle 37 an dem Befestigungsträger 50 drehbar gelagert. Die untere Rolle 38 ist an dem Befestigungsträger 52 drehbar gelagert. An dem Befestigungsträger 51 ist eine Führung 53 vorgesehen, in der eine Achse 54 der verstellbaren Rolle 39 geführt ist. Hierbei ist vorzugsweise eine beidseitige Führung an den beiden Enden der Achse 54 vorgesehen. Die Achse 54 ist hierbei senkrecht zu der Achse 54 entlang der Achse 41 verstellbar.

    [0038] Der Verstellantrieb 40 weist eine Stange 55 auf, die in diesem Ausführungsbeispiel als Zugstange 55 ausgestaltet ist. Die Zugstange 55 ist mit einem Kolben 56 des Verstellantriebs 40 verbunden, der in einer Kolbenbohrung 57 entlang der Achse 41 geführt ist. Der Kolben 56 begrenzt in der Kolbenbohrung 57 einen Raum 58. Ferner weist der Verstellantrieb 40 eine hydraulische Pumpe 59 mit wechselnder Drehrichtung und einen Tank 60 auf. Aus dem Tank 60 kann Druckfluid über die Pumpe 59 in den Raum 58 geführt werden. Dadurch kommt es zu einer Verstellung des Kolbens 56 und somit der Zugstange 55 in einer Richtung 61. In der anderen Drehrichtung fördert die Pumpe 59 das Druckfluid aus dem Raum 58 zurück in den Tank 60. Bei der vorgegebenen Rollenanordnung 36 wirkt über die verstellbare Rolle 39 und die Zugstange 55 ohnehin eine Rückstellkraft entgegen der Richtung 61. Diese Rückstellkraft führt dann entsprechend dem zurückgeförderten Druckfluid zu einer Rückstellung des Kolbens 56 entgegen der Richtung 61. Der Verstellantrieb 40 wirkt also gegen die Rückstellkraft der Rollenanordnung 36.

    [0039] Alternativ kann die hydraulische Pumpe 59 Druckfluid zwischen dem rechten Raum 58 und einem vom Kolben 56 abgetrennten linken Raum, hin und her fördern. In dieser Ausführung kann der Tank 60 entfallen. Vorteilhafte weise, kann der Verstellantrieb 40 nicht nur gegen die Rückstellkraft der Rollenanordnung 36, sondern auch in Richtung der Rückstellkraft wirken. Damit kann die Rückstellung des Kolbens 56 vom Verstellanstrieb 40 aktiv unterstützt werden.

    [0040] Wenn die Treibscheibe 21 steht, dann kann ausgehend von der in der Fig. 2 dargestellten Stellung der verstellbaren Rolle 39 sowohl eine Verstellung in der Richtung 61 als auch entgegen der Richtung 61 erfolgen. Hierbei steht ein Verstellweg 62 entgegen der Richtung 61 zur Verfügung. Ferner steht ein Verstellweg 63 in der Richtung 61 zur Verfügung. Entsprechend dem geometrischen Zusammenhang, bei dem unter anderem die Umschlingungswinkel an den Rollen 37, 38, 39 relevant sind, übersetzt sich eine Verstellung der Rolle 39 aus der dargestellten Ausgangsstellung entgegen der Richtung 61 in einer Zunahme der Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24. Entsprechend übersetzt sich eine Verstellung in der Richtung 61 in einer Verringerung der Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24. Sofern eine Rotation der Treibscheibe 21 bei solch einer Verstellung steuerungsmäßig zugelassen ist, überlagert sich dem noch der gemeinsame Lauf der Zugmittel 22, also sowohl des ersten Zugmittelverbunds 23 als auch des zweiten Zugmittelverbunds 24. Für sich betrachtet führt aber auch bei rotierender Treibscheibe 21 das Verstellen der verstellbaren Rollen 39 der Rollenanordnung 36 zur Vergrößerung oder Verringerung der Länge 45 des Abschnitts 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24, was durch die Rotation der Treibscheibe 21 nur verstärkt, kompensiert oder überkompensiert wird. Relevant ist hierbei, dass sich die Verstellung der verstellbaren Rolle 39 nur auf den zweiten Zugmittelverbund 24, nicht aber auf den ersten Zugmittelverbund 23 auswirkt. Demgegenüber wirkt sich eine Rotation der Treibscheibe 21 gleichermaßen sowohl auf den ersten Zugmittelverbund 23 als auch auf den zweiten Zugmittelverbund 24 aus.

    [0041] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Führung 53 als Linearführung 53 ausgestaltet. In der Linearführung 53 ist die Rolle 39 der Rollenanordnung 36 linear, nämlich entlang der Achse 41, geführt. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Führung 53 als Horizontalführung 53 ausgeführt. In der Horizontalführung 53 wird die verstellbare Rolle 39 der Rollenanordnung 36 horizontal geführt. Selbstredend kann Führung 53 auch als Vertikalführung ausgeführt sein. In der Vertikalführung wird die verstellbare Rolle 39 der Rollenanordnung 36 vertikal geführt.

    [0042] Bei einer abgewandelten Ausgestaltung des Verstellmechanismus 35, insbesondere des Verstellantriebs 40, kann auch eine nicht lineare Führung zweckmäßig sein. Beispielsweise kann auch eine Führung der verstellbaren Rolle 39 entlang eines Bogens, insbesondere eines Kreisbogens, realisiert werden. Ferner kann die Führung 53 auch dazu dienen, einen Teil der von dem zweiten Zugmittelverbund 24 auf die Achse 54 der verstellbaren Rolle 39 wirkenden Kräfte aufzunehmen. Ferner kann der Verstellantrieb 40 bei einer abgewandelten Ausgestaltung auch als pneumatischer Verstellantrieb 40 ausgebildet sein.

    [0043] Die Rollenanordnung 36 ist in diesem Ausführungsbeispiel so gestaltet, dass die obere Rolle 37 in einer vertikalen Verlängerung direkt über der unteren Rolle 38 angeordnet ist. Der Abschnitt 43 des zweiten Zugmittelverbunds 24 erstreckt sich entlang einer Achse 64. Der zweite Zugmittelverbund 24 kann sich zwischen der Umlenkrolle 26 und der oberen Rolle 37 ebenfalls auf dieser Achse 64 befinden.

    [0044] Für die verstellbare Rolle 39 ist eine Endposition 65 in der Nähe der Achse 64 vorgegeben. Eine andere Endposition 66 der verstellbaren Rolle 39 ist weiter von der Achse 64 entfernt vorgegeben. Hierbei liegen die Endpositionen 65, 66 in diesem Ausführungsbeispiel entlang der Achse 41 auf der gleichen Seite, nämlich rechts von der Achse 64. Wenn diese Rollen 37, 38, 39 bezüglich ihrer Lage auf die Achse 64 projiziert werden, dann befindet sich die verstellbare Rolle 39 zwischen der oberen Rolle 37 und der unteren Rolle 38. Dies gilt in diesem Ausführungsbeispiel für alle möglichen Positionen der verstellbaren Rolle 39. In der durch die Endposition 65 gegebenen Verstellposition 65 ist die verstellbare Rolle 39 sogar zwischen der oberen Rolle 37 und der unteren Rolle 38 angeordnet. Hierfür wird das Druckfluid weitgehend aus dem Raum 58 in den Tank 60 gefördert, bis die verstellbare Rolle 39 in die Verstellposition zwischen der oberen Rolle 37 und der unteren Rolle 38 verstellt ist. Die untere Rolle 38, die verstellbare Rolle 39 und die obere Rolle 37 sind beim Einnehmen der Verstellposition 65 dann an der Achse 64 ausgerichtet hintereinander angeordnet. Die hierbei an den Rollen 37, 38, 39 auftretenden Umschlingungswinkel sind in der Endposition 65 der verstellbaren Rolle 39 im Rahmen der durch die Führung 53 begrenzten Möglichkeiten jeweils minimal, aber dennoch nicht verschwindend.

    [0045] Somit kann in vorteilhafter Weise der Seilverlauf des zweiten Zugmittelverbunds 24 innerhalb der Rollenanordnung 36 verändert werden. Die Änderung des Seilverlaufs erfolgt durch den Verstellantrieb 40. Da der Verstellantrieb 40 und die Rollenanordnung 36 ortsfest in dem Aufzugsschacht 2 angeordnet sind, ergibt sich dadurch keine Erhöhung der Massen und somit der Gewichtskräfte, die von dem Aufzugskabinenrahmen 4 mit der ersten Aufzugskabine 5 sowie der zweiten Aufzugskabine 6 ausgehen. Außerdem ergibt sich eine verbesserte Verteilung der Gewichtskräfte, da der Aufzugskabinenrahmen 4 mit der ersten Aufzugskabine 5 an dem ersten Zugmittelverbund 23 aufgehängt ist, während die zweite Aufzugskabine 6 an dem zweiten Zugmittelverbund 24 aufgehängt ist. Hierdurch kann auch die Sicherheit erhöht werden. Denn selbst bei einer Fehlfunktion im Bereich des Verstellmechanismus 35 wird die zweite Aufzugskabine 6 über den Aufzugskabinenrahmen 4 zuverlässig im Aufzugsschacht 2 gehalten. Sofern beispielsweise ein Seilschlupf im zweiten Zugmittelverbund 24 auftritt, bleibt dennoch die maximal mögliche Fallhöhe der zweiten Aufzugskabine 6 durch ihre Anordnung innerhalb des Aufzugskabinenrahmens 4 begrenzt.

    [0046] Somit kann der Abstand 15 zwischen den Aufzugkabinen 5, 6 in vorteilhafter Weise variiert werden. In einem Gebäude mit unterschiedlichen Stockwerksabständen kann somit eine Anpassung des Abstands 15 erfolgen, um einen gleichzeitigen Ein- und Ausstieg beziehungsweise ein Ein- und Ausladen aus beziehungsweise in die Abzugskabinen 5, 6 auf unterschiedlichen, insbesondere benachbarten, Stockwerken zu ermöglichen. Der Verstellmechanismus 35 kann hierbei nicht nur hydraulisch oder pneumatisch, sondern auch auf andere Weise ausgestaltet sein. Eine weitere Möglichkeit zur Ausgestaltung des Verstellmechanismus 35 ist im Folgenden anhand der Fig. 3 näher beschrieben.

    [0047] Fig. 3 zeigt einen Verstellmechanismus 35 sowie die verstellbare Rolle 39 und den zweiten Zugmittelverbund 24 der Aufzugsanlage 1 entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer auszugsweisen, schematischen Darstellung. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Verstellantrieb 40 des Verstellmechanismus 35 als mechanischer Verstellantrieb 40 mit einem als Schneckengetriebe 70 ausgestalteten Getriebe ausgebildet. Ein Elektromotor 71 des Verstellantriebs 40 erzeugt an einer Abtriebsachse 72 ein Abtriebsmoment 73. Das Schneckengetriebe 70 übersetzt dieses Abtriebsmoment 73 in ein Moment 74, das eine Schneckenwelle 75 antreibt. Die Schneckenwelle 75 ist abschnittsweise in ein Rohr 76 eingeführt. Das Rohr 76 ist drehfest, aber entlang der Achse 41 verschiebbar. Das Rohr 76 wirkt mit der Schneckenwelle 75 so zusammen, dass über das Moment 74 eine Verstellung des Rohrs 76 in der Richtung 61 ermöglicht ist. Bei einer umgekehrten Drehrichtung des Elektromotors 71 wird das Rohr 76 entgegen der Richtung 61 betätigt. Hierdurch ist eine Verstellung der Achse 54 der verstellbaren Rolle 39 innerhalb des durch die Führung 53 gegebenen Bereichs möglich. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil einer großen Selbsthemmung.

    [0048] Bei einer abgewandelten Ausgestaltung kann der Elektromotor 71 auch als Linearmotor 71 ausgestaltet sein, so dass das Schneckengetriebe 70 entfallen kann. Solch ein Linearmotor 71 kann dann auch direkt auf das Rohr 76 beziehungsweise die Stange 55 (Fig. 2) einwirken.

    [0049] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele und Abwandlungen beschränkt.


    Ansprüche

    1. Aufzugsanlage (1) mit einer ersten Aufzugskabine (5), zumindest einer zweiten Aufzugskabine (6), einer Antriebsmaschineneinheit (20) und mehreren über eine Treibscheibe (21) der Antriebsmaschineneinheit (20) laufenden Zugmitteln (22), wobei die erste Aufzugskabine (5) und die zweite Aufzugskabine (6) übereinander von der Antriebsmaschineneinheit (20) mittels der Zugmittel (22) in einem für die gemeinsame Fahrt der ersten Aufzugskabine (5) und der zweiten Aufzugskabine (6) vorgesehenen Fahrraum (16) verfahrbar sind, wobei die Zugmittel (22) in einen ersten Zugmittelverbund (23) und zumindest einen zweiten Zugmittelverbund (24) aufgeteilt sind, dass zumindest ein relativ zu dem Fahrraum (16) ortsfester Verstellmechanismus (35) vorgesehen ist, der zwischen der Treibscheibe (21) und der zweiten Aufzugskabine (6) mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen wirkt, und der Verstellmechanismus (35) so mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen wirkt, dass ein Abstand (15) zwischen der ersten Aufzugskabine (5) und der zweiten Aufzugskabine (6) variierbar ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Abstand (15) unabhängig von der Treibscheibe (21) einstellbar ist, insbesondere auch bei stillstehender Treibscheibe (21).
     
    2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Verstellmechanismus (35) so mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen wirkt, dass eine Länge (45) eines Abschnitts (43) des zweiten Zugmittelverbunds (24) zwischen dem Verstellmechanismus (35) und der zweiten Aufzugskabine (6) variierbar ist.
     
    3. Aufzugsanlage nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Verstellmechanismus (35) eine Rollenanordnung (36) aufweist, durch die der zweite Zugmittelverbund (24) läuft und dass die Rollenanordnung (36) zumindest eine verstellbare Rolle (39) aufweist.
     
    4. Aufzugsanlage nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der zweite Zugmittelverbund (24) durch die Rollenanordnung (36) läuft und hierbei eine freie Schlaufe bildet, wobei die verstellbare Rolle (39) im Bereich der freien Schlaufe mit dem zweiten Zugmittelverbund (24) zusammen wirkt.
     
    5. Aufzugsanlage nach Anspruch 3 oder 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Verstellmechanismus (35) zumindest einen Verstellantrieb (40) zum Verstellen der zumindest einen verstellbaren Rolle (39) der Rollenanordnung (36) aufweist.
     
    6. Aufzugsanlage nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest ein Verstellantrieb (40) als hydraulischer Verstellantrieb (40) ausgebildet ist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) als pneumatischer Verstellantrieb (40) ausgebildet ist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) ein Getriebe (70) aufweist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) ein Schneckengetriebe (70) aufweist und/oder dass zumindest ein Verstellantrieb (40) einen Linearmotor (71) aufweist.
     
    7. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Rollenanordnung (36) so ausgebildet ist, dass durch ein Verstellen der zumindest einen verstellbaren Rolle (39) der Rollenanordnung (36) eine Länge eines Abschnitts (44) des zweiten Zugmittelverbunds (24) innerhalb der Rollenanordnung (36) variierbar ist.
     
    8. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest eine Führung (53) vorgesehen ist, in der zumindest eine verstellbare Rolle (39) der Rollenanordnung (36) geführt ist.
     
    9. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest eine Linearführung (53) vorgesehen ist, in der zumindest eine verstellbare Rolle (39) der Rollenanordnung (36) zumindest linear geführt ist.
     
    10. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest eine Horizontalführung (53) vorgesehen ist, in der zumindest eine verstellbare Rolle (39) der Rollenanordnung (36) zumindest näherungsweise horizontal geführt ist.
     
    11. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Rollenanordnung (36) eine obere Rolle (37) und eine untere Rolle (38) aufweist, die in der Projektion auf eine Achse (64), entlang der sich der Abschnitt (43) des zweiten Zugmittelverbunds (24) zwischen dem Verstellmechanismus (35) und der zweiten Aufzugskabine (6) erstreckt, hintereinander angeordnet sind, und dass die verstellbare Rolle (39) der Rollenanordnung (36) in der Projektion auf diese Achse (64) zwischen der oberen Rolle (37) und der unteren Rolle (38) angeordnet ist.
     
    12. Aufzugsanlage nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die verstellbare Rolle (39) in eine Verstellposition (64) zwischen der oberen Rolle (37) und der unteren Rolle (38) verstellbar ist.
     
    13. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass ein Aufzugskabinenrahmen (4) vorgesehen ist, dass die erste Aufzugskabine (5) zumindest teilweise in dem Aufzugskabinenrahmen (4) angeordnet ist und dass die zweite Aufzugskabine (6) an zumindest einer mit dem Aufzugskabinenrahmen (4) verbundenen Führungsschiene (7, 8) geführt ist.
     
    14. Aufzugsanlage nach Anspruch 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der erste Zugmittelverbund (23) mit dem Aufzugskabinenrahmen (4) verbunden ist und dass die erste Aufzugskabine (5) relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen (4) ortsfest angeordnet ist.
     
    15. Aufzugsanlage nach Anspruch 13 oder 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der zweite Zugmittelverbund (24) mit der zweiten Aufzugskabine (6) verbunden ist und dass die zweite Aufzugskabine (6) durch den Verstellmechanismus (35) relativ zu dem Aufzugskabinenrahmen (4) entlang der zumindest einen Führungsschiene (7, 8), die mit dem Aufzugskabinenrahmen (4) verbunden ist, verfahrbar ist.
     


    Claims

    1. Elevator system (1) with a first elevator car (5), at least a second elevator car (6), a drive-machine unit (20), and a plurality of suspension means (22), which pass over a traction sheave (21) of the drive-machine unit (20),
    wherein the first elevator car (5) and the second elevator car (6) can, by means of the suspension means (22), be caused by the drive-machine unit (20) to travel one above the other in a travel space (16) which is provided for the joint travel of the first elevator car (5) and the second elevator car (6), wherein the suspension means (22) are divided into a first suspension-means set (23) and at least a second suspension-means set (24), wherein at least one displacement mechanism (35), which is locationally fixed relative to the travel space (16), is provided, which, between the traction sheave (21) and the second elevator car (6), interacts with the second suspension-means set (24), and wherein the displacement mechanism (35) interacts with the second suspension-means set (24) in such manner that a distance (15) between the first elevator car (5) and the second elevator car (6) is variable, characterized in that the distance (15) is adjustable independent of the traction sheave (21), in particular also with stationary traction sheave (21).
     
    2. Elevator system according to Claim 1, characterized in that the displacement mechanism (35) interacts with the second suspension-means set (24) in such manner that a length (45) of a section (43) of the second suspension-means set (24) between the displacement mechanism (35) and the second elevator car (6) is variable.
     
    3. Elevator system according to Claim 1 or 2, characterized in that the displacement mechanism (35) has a pulley arrangement (36) through which the second suspension-means (24) passes and in that the pulley arrangement (36) has at least one displaceable pulley (39).
     
    4. Elevator system according to Claim 3, characterized in that the second suspension-means set (24) passes through the pulley arrangement (36) and thereby forms a free loop, wherein, in the area of the free loop, the displaceable pulley (39) interacts with the second suspension-means set (24).
     
    5. Elevator system according to Claim 3 or 4, characterized in that, for the purpose of displacing the at-least one displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36), the displacement mechanism (35) has at least one displacement drive (40).
     
    6. Elevator system according to Claim 5, characterized in that at least one displacement drive (40) is embodied as a hydraulic displacement drive (40) and/or that at least one displacement drive (40) is embodied as a pneumatic displacement drive (40) and/or that at least one displacement drive (40) has a gear (70) and/or that at least one displacement drive (40) has a worm gear (70) and/or that at least one displacement drive (40) has a linear motor (71).
     
    7. Elevator system according to one of claims 3 to 6, characterized in that the pulley arrangement (36) is embodied in such manner that, through a displacement of the at-least one displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36), a length of a section (44) of the second suspension-means set (24) within the pulley arrangement (36) is variable.
     
    8. Elevator system according to one of claims 3 to 7, characterized in that at least one guide (53) is provided, in which at least one displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36) is guided.
     
    9. Elevator system according to one of claims 3 to 8, characterized in that at least one linear guide (53) is provided, in which at least one displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36) is at least linearly guided.
     
    10. Elevator system according to one of claims 1 to 9, characterized in that at least one horizontal guide (53) is provided, in which at least one displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36) is, at least approximately, horizontally guided.
     
    11. Elevator system according to one of claims 3 to 10, characterized in that the pulley arrangement (36) has an upper pulley (37) and a lower pulley (38) which, in the projection onto an axis (64), along which the section (43) of the second suspension-means set (24) between the displacement mechanism (35) and the second elevator car (6) extends, are arranged sequentially, and in that the displaceable pulley (39) of the pulley arrangement (36) is arranged in the projection onto this axis (64) between the upper pulley (37) and the lower pulley (38).
     
    12. Elevator system according to Claim 11, characterized in that the displaceable pulley (39) is displaceable into a displaced position (64) between the upper pulley (37) and the lower pulley (38).
     
    13. Elevator system according to one of claims 1 to 12, characterized in that an elevator-car frame (4) is provided, in that the first elevator car (5) is at least partly arranged in the elevator-car frame (4), and in that the second elevator car (6) is guided on at least one guiderail (7, 8) which is connected with the elevator-car frame (4).
     
    14. Elevator system according to Claim 13, characterized in that the first suspension-means set (23) is connected with the elevator-car frame (4) and in that the first elevator car (5) is arranged locationally fixed relative to the elevator-car frame (4).
     
    15. Elevator system according to claim 13 or 14, characterized in that the second suspension-means set (24) is connected with the second elevator car (6) and in that, through the displacement mechanism (35), the second elevator car (6) can be caused to travel relative to the elevator-car frame (4) along the at-least one guiderail (7, 8), which is connected with the elevator-car frame (4).
     


    Revendications

    1. Installation d'ascenseur (1) avec une première cabine d'ascenseur (5), au moins une deuxième cabine d'ascenseur (6), une unité de machine motrice (20) et plusieurs moyens de traction (22) qui passent sur une poulie motrice (21) de l'unité de machine motrice (20), la première cabine d'ascenseur (5) et la deuxième cabine d'ascenseur (6), l'une au-dessus de l'autre, étant aptes à être déplacées par l'unité de machine motrice (20) à l'aide des moyens de traction (22) dans un espace de déplacement (16) prévu pour le déplacement commun de la première cabine d'ascenseur (5) et de la deuxième cabine d'ascenseur (6), les moyens de traction (22) étant divisés en un premier groupement de moyens de traction (23) et au moins un deuxième groupement de moyens de traction (24), au moins un mécanisme de réglage (35) fixe par rapport à l'espace de déplacement (16) étant prévu et coopérant, entre la poulie motrice (21) et la deuxième cabine d'ascenseur (6), avec le deuxième groupement de moyens de traction (24), et le mécanisme de réglage (35) coopérant avec le deuxième groupement de moyens de traction (24) de telle sorte qu'une distance (15) entre la première cabine d'ascenseur (5) et la deuxième cabine d'ascenseur (6) soit variable,
    caractérisée en ce que la distance (15) est réglable indépendamment de la poulie motrice (21), en particulier même si ladite poulie motrice (21) est à l'arrêt.
     
    2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce que le mécanisme de réglage (35) coopère avec le deuxième groupement de moyens de traction (24) de telle sorte qu'une longueur (45) d'une section (43) du deuxième groupement de moyens de traction (24) située entre le mécanisme de réglage (35) et la deuxième cabine d'ascenseur (6) soit variable.
     
    3. Installation d'ascenseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le mécanisme de réglage (35) comporte un dispositif à poulie (36) que traverse le deuxième groupement de moyens de traction (24), et en ce que le dispositif à poulie (36) comporte au moins une poulie réglable (39).
     
    4. Installation d'ascenseur selon la revendication 3, caractérisée en ce que le deuxième groupement de moyens de traction (24) traverse le dispositif à poulie (36) en formant une boucle libre, la poulie réglable (39) coopérant, dans la zone de la boucle libre, avec le deuxième groupement de moyens de traction (24).
     
    5. Installation d'ascenseur selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que le mécanisme de réglage (35) comporte au moins un entraînement de réglage (40) pour régler la ou les poulies réglables (39) du dispositif à poulie (36).
     
    6. Installation d'ascenseur selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) est conçu comme un entraînement de réglage hydraulique (40) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) est conçu comme un entraînement de réglage pneumatique (40) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) comporte une transmission (70) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) comporte un engrenage à vis sans fin (70) et/ou en ce qu'au moins un entraînement de réglage (40) comporte un moteur linéaire (71).
     
    7. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que grâce à un réglage de la ou des poulies réglables (39) du dispositif à poulie (36), une longueur d'une section (44) du deuxième groupement de moyens de traction (24) située à l'intérieur du dispositif à poulie (36) est variable.
     
    8. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un guidage (53) dans lequel au moins une poulie réglable (39) du dispositif à poulie (36) est guidée.
     
    9. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un guidage linéaire (53) dans lequel au moins une poulie réglable (39) du dispositif à poulie (36) est guidée au moins linéairement.
     
    10. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un guidage horizontal (53) dans lequel au moins une poulie réglable (39) du dispositif à poulie (36) est guidée au moins approximativement horizontalement.
     
    11. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisée en ce que le dispositif à poulie (36) comporte une poulie supérieure (37) et une poulie inférieure (38), qui sont disposées l'une derrière l'autre dans la projection sur un axe (64) le long duquel s'étend la section (43) du deuxième groupement de moyens de traction (24) située entre le mécanisme de réglage (35) et la deuxième cabine d'ascenseur (6), et en ce que la poulie réglable (39) du dispositif à poulie (36) est disposée dans la projection sur cet axe (64) entre la poulie supérieure (37) et la poulie inférieure (38).
     
    12. Installation d'ascenseur selon la revendication 11, caractérisée en ce que la poulie réglable (39) est apte à être amenée dans une position de réglage (64) entre la poulie supérieure (37) et la poulie inférieure (38).
     
    13. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'il est prévu un châssis de cabines d'ascenseur (4), en ce que la première cabine d'ascenseur (5) est disposée au moins en partie dans le châssis de cabines d'ascenseur (4), et en ce que la deuxième cabine d'ascenseur (6) est guidée sur au moins un rail de guidage (7, 8) relié au châssis de cabines d'ascenseur (4).
     
    14. Installation d'ascenseur selon la revendication 13, caractérisée en ce que le premier groupement de moyens de traction (23) est relié au châssis de cabines d'ascenseur (4), et en ce que la première cabine d'ascenseur (5) est stationnaire par rapport au châssis de cabines d'ascenseur (4).
     
    15. Installation d'ascenseur selon la revendication 13 ou 14, caractérisée en ce que le deuxième groupement de moyens de traction (24) est relié à la deuxième cabine d'ascenseur (6), et en ce que la deuxième cabine d'ascenseur (6) est apte à être déplacée par le mécanisme de réglage (35) par rapport au châssis de cabines d'ascenseur (4) le long du ou des rails de guidage (7, 8) qui sont reliés audit châssis de cabines d'ascenseur (4).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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