[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kraftstoffpumpe, zumindest umfassend: einen
Pumpenkolben, eine Nockenwelle, die zumindest einen Nocken aufweist, einen zwischen
dem Pumpenkolben und der Nocke angeordneten Rollenstößel, der einen Stößelkörper und
eine daran drehbar gehaltene Rolle aufweist, wobei der Pumpenkolben und der Stößelkörper
bezüglich Bewegungen in zu der Kolbenlängsmittellinie parallelen Richtungen bewegungsgekoppelt
sind, wobei sich die Rolle in Kontakt zu dem Nocken befindet, wobei eine geometrische
Bezugslinie, welche die Kolbenlängsmittellinie geradlinig verlängert, die geometrische
Drehachse der Rolle schneidet, und wobei der Stößelkörper eine zu der Bezugslinie
parallele Stößelkörperlängsmittellinie besitzt.
[0002] Derartige Kraftstoffpumpen werden zum Beispiel als Kraftstoffhochdruckpumpen für
Kraftstoff-Einspritzsysteme von Verbrennungsmotoren verwendet. Die Rolle des Rollenstößels
liegt an der umfangsseitigen Oberfläche des Nockens an. Der Stößel ist an seinem Stößelkörper
in zu der Stößelkörperlängsmittellinie parallelen Richtungen beweglich in einer Stößelkörperführung
aufgenommen. Wenn sich die Nockenwelle im Betrieb um ihre geometrische (d. h. gedachte
linienhafte) Drehachse dreht, wird der Rollenstößel in den zu seiner Stößelkörperlängsmittellinie
parallelen, zueinander entgegengesetzten Richtungen hin- und herbewegt. Bei der geometrischen
Drehachse der Nockenwelle handelt es sich um die gedachte Linie, um die die Nockenwelle
sich ausschließlich dreht.
[0003] Solange sich bei der Drehung des Nockens der Abstand zwischen der Kontaktzone Rolle/Nocken
und der geometrischen Drehachse der Nockenwelle verkleinert, wird der Pumpenkolben,
in der Regel unterstützt von einer Druckfeder, während der sog. Saugphase aus der
Pumpkammer zurückgezogen, wodurch er einen sog. Ansaughub ausführt. Während sich andererseits
bei der Drehung des Nockens der Abstand zwischen der Kontaktzone Rolle/Nocken und
der geometrischen Drehachse der Nockenwelle vergrößert, wird der Pumpenkolben mittels
des Stößelkörpers während der sog. Druckphase mit seinem einen Längsende voran in
den Zylinderraum des Pumpenkolbens hinein bewegt, wobei er einen sog. Kompressionshub
ausführt. Jeweils am Übergang von einer Saugphase zu einer Druckphase befindet sich
die Rolle in dem sog. unteren Totpunkt, während sie sich bei jedem Übergang von einer
Druckphase zu einer Saugphase in dem sog. oberen Totpunkt befindet. Dieses Prinzip
einer sog. Radialkolbenpumpe ist an sich bekannt, wobei bei solchen bekannten Kraftstoffpumpen
die Stößelkörperlängsmittellinie und die Bezugslinie auf einer ihnen gemeinsamen geometrischen
Geraden liegen.
[0004] Zwischen der Rolle und dem Nocken wirkt in der Kontaktzone eine Streckenlast, die
unter anderem von der Druckkraft abhängt, die mittels einer gegen das Gehäuse der
Kraftstoffpumpe abgestützten Druckfeder auf den Rollenstößel ausgeübt wird. Die in
der Kontaktzone auf die Rolle wirkende Streckenlast ist im Betrieb nicht immer über
die Länge der Kontaktzone hinweg konstant, sondern kann bspw. schon aufgrund geringer
Form- und/oder Lageabweichungen bzgl. der Rollenmitte ungleich verteilt sein. Dann
resultiert eine auf die Rollenmitte, d.h. auf die Position bei der halben Rollenlänge
bezogene unsymmetrische Krafteinleitung in die Rolle. Dies kann ein Drehmoment um
eine zu der geometrischen Drehachse der Rolle senkrechte Drehmomentachse bewirken.
Bei im Stand der Technik bekannten Kraftstoffpumpen kann eine unsymmetrische Krafteinleitung
über den Rollenkontakt besonders beim Überrollen des oberen Totpunktes, jedoch auch
beim Überrollen des unteren Totpunktes, unter Umständen bewirken, dass der Stößelkörper
sich um seine Stößelkörperlängsmittellinie dreht, wenn keine Verdrehsicherung vorgesehen
ist. Eine Drehung des Stößelkörpers kann den Pumpenantrieb blockieren und schließlich
zerstören. Im Stand der Technik wurde, um ein Verdrehen des Stößelkörpers zu verhindern,
versucht, jegliche unsymmetrische Krafteinleitung insbesondere durch Einschränken
der Herstellungstoleranzen zu vermeiden. Dies bedeutet aber einen hohen Aufwand und
hohe Kosten. Daher sind Kraftstoffpumpen bekannt, die, um eine Verdrehung des Stößelkörpers
zu verhindern, formschlüssige Verdrehsicherungen besitzen. Zum Beispiel besitzt der
Stößelkörper einen rechteckigen Querschnitt. Bekannt ist auch, dass der Stößelkörper
im Querschnitt eine runde Grundform besitzt, an deren Außenrand aber ein radialer
Vorsprung ausgebildet ist, der mit einer Vertiefung in der gehäusefesten Stößelkörperführung
eine formschlüssige Verdrehsicherung bildet. Auch dies wird hinsichtlich des konstruktiven
Aufwands und der Kosten als nachteilig empfunden.
[0005] JP 2013 096328 A offenbart eine Kraftstoffpumpe mit einem Pumpenkolben, einer Nockenwelle mit einem
Nocken und einem Zwischenpumpenkolben und Nocken angeordneten Rollenstößel, der einen
Stößelkörper und eine darin drehbar gehaltene Rolle aufweist. Der Pumpenkolben und
der Stößelkörper sind bezüglich Bewegungen in einer zu einer Kolbenlängsmittellinie
parallelen Richtungen bewegungsgekoppelt. Die Rolle befindet sich dabei in Kontakt
zu den Nocken, wobei eine geometrische Bezugslinie, welche die Kolbenlängsmittellinie
geradlinig verlängert, eine geometrische Drehachse der Rolle schneidet.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kraftstoffpumpe
der eingangs genannten Art vorteilhaft weiterzubilden. Insbesondere wird angestrebt,
einer Verdrehung des Stößelkörpers auf einfache und preiswerte Weise entgegenzuwirken.
[0007] Die Aufgabe wird von der Erfindung zunächst und im Wesentlichen in Verbindungen mit
den Merkmalen gelöst, dass die Stößelkörperlängsmittellinie in einer zu der geometrischen
Drehachse der Rolle parallel orientierten Projektionsbetrachtung in seitlichem Abstand
von der geometrischen Bezugslinie verläuft. Die Erfindung schlägt vor, im Gegensatz
zum Stand der Technik die Stößelkörperlängsmittellinie und somit die, vorzugsweise
kreisrunde, Querschnittsaußenkontur des Stößelkörpers in oder gegen die Drehrichtung
der Nocken- bzw. der Antriebswelle (in zu der Bezugslinie senkrechter Richtung) zu
versetzen. Vorzugsweise werden dabei weder die Rolle noch die Nockenwelle zum Pumpenkolben
versetzt. Es wurde gefunden, dass bei einer solchen grundsätzlich geänderten Lage
des Stößelkörpers relativ zu der Bezugslinie einer Verdrehung des Stößelkörpers ein
Gegendrehmoment entgegenwirkt, welches das durch eine unerwünschte unsymmetrische
äußere Krafteinleitung bewirkte Drehmoment teilweise oder sogar vollständig aufheben
kann. Ist die Stößelkörperlängsmittellinie in der besagten Projektionsbetrachtung
um einen Abstand seitlich zu der in Verlängerung der Kolbenlängsmittellinie verlaufenden
Bezugslinie versetzt, wirkt durch einen Kraftschluss an der Berührlinie zwischen Rolle
und Nocken eine, insbesondere zu der Berührlinie von Rolle und Nocke parallele, Gegenkraft,
die mit dem besagten Abstand ein gegendrehmoment bildet. Dieses wirkt einem unerwünschten,
durch eine äußere unsymmetrische Krafteinleitung erzeugten Drehmoment entgegen, wodurch
ein Verdrehen des Stößelkörpers verhindert werden kann.
[0008] Auf diese Weise wird die gewünschte Drehlage des Stößelkörpers, in welcher die geometrische
Drehachse der Rolle und die geometrische Drehachse der Nockenwelle parallel zueinander
verlaufen, stabilisiert. Dadurch kann im Betrieb auch in dem oberen und in dem unteren
Totpunkt der Rolle eine Verdrehung des Rollenstößels aus dieser gewünschten Drehlage
verhindert oder zumindest erschwert werden. Die Erfindung geht dabei von dem grundsätzlich
neuartigen Gedanken aus, die bekannte formschlüssige Verdrehsicherung des Stößelkörpers
durch eine kraftschlüssige Verdrehsicherung zu ersetzen. Die Erfindung ermöglicht
dadurch vorteilhaft, dass Herstelltoleranzen nicht unnötig eingeschränkt werden müssen.
Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass der Aufwand für eine geometrische, formschlüssige
Verdrehsicherung am Rollenstößel entfallen kann. So reicht bspw. eine zylindrische
Bohrung als Längsführung für den Stößelkörper ohne zusätzliche, aufwändige Nut oder
sonstige Vorrichtungen. Auch wurde gefunden, dass die gewünschte Drehlage des Stößelkörpers
in Positionen der Rolle zwischen den beiden Totpunkten stabilisiert wird, indem dann
auf die Rolle an der Kontaktzone zu dem Nocken eine auch quer zu der Kontaktnormalenrichtung
gerichtete Streckenlast wirkt.
[0009] Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur bevorzugten Weiterbildung einer erfindungsgemäßen
Kraftstoffpumpe.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest im oberen Totpunkt
und insbesondere im unteren Totpunkt der Rolle in der besagten Projektionsbetrachtung
die Kontaktzone zwischen Nocken und Rolle von der Stößelkörperlängsmittellinie seitlich
beabstandet liegt. Im oberen Totpunkt ist der Abstand zwischen der Rolle und der geometrischen
Drehachse der Nockenwelle maximal. Im unteren Totpunkt ist dieser Abstand minimal.
Die Kontaktzone umfasst die geometrische Berührlinie zwischen der Rolle und dem Nocken
und insbesondere eine die geometrische Berührlinie einschließende schmale Zone Hertz'scher
Pressung. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel schneidet die sog. geometrische
Bezugslinie die geometrische Drehachse der Nockenwelle. Zweckmäßig (also nicht notwendig)
verläuft die geometrische Drehachse der Rolle senkrecht zu der Bezugslinie. Ebenfalls
bevorzugt verläuft die geometrische Drehachse der Nockenwelle senkrecht zu der Bezugslinie.
Der Pumpenkolben und der Stößelkörper können auf beliebige Weise, insbesondere mittels
zusätzlicher Komponenten der Kraftstoffpumpe, in den zu der Kolbenlängsmittellinie
parallelen, zueinander entgegen gesetzten Richtungen bewegungsgekoppelt sein. Zufolge
der Bewegungskopplung führen der Pumpenkolben und der Stößelkörper parallel zu der
Kolbenlängsmittellinie zueinander synchrone Bewegungen aus.
[0011] Es besteht die Möglichkeit, dass die Stößelkörperlängsmittellinie in der Projektionsbetrachtung
auf derjenigen Seite der Bezugslinie liegt, die in Bezug auf die im Kontaktbereich
von Nocken und Rolle für den Betrieb gewählte Umfangsbewegungsrichtung des Nockens
vor der Bezugslinie liegt. In diesem Fall ist mit anderen Worten die Stößelkörperlängsmittellinie
ausgehend von der die Kolbenlängsmittellinie verlängernden sog. Bezugslinie entgegen
der auf ihren Kontaktbereich bezogenen Drehrichtungen von Rolle und Nocken seitlich
versetzt angeordnet. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Stößelkörperlängsmittellinie
in der Projektionsbetrachtung auf derjenigen Seite der Bezugslinie liegt, die in Bezug
auf die im Kontaktbereich von Nocken und Rolle für den Betrieb gewählte Umfangsbewegungsrichtung
des Nockens hinter der Bezugslinie liegt.
[0012] Vorzugsweise umfasst die Kraftstoffpumpe einen Zylinderraum, in den der Pumpenkolben
hineinragt und relativ zu dem sich der Pumpenkolben bei einer Drehung der Nockenwelle
mittels des Rollenstößels in zu der Kolbenlängsmittellinie parallelen Richtungen hin-
und herbewegen lässt. Als zweckmäßig wird angesehen, dass der Pumpenkolben in dem
Zylinderraum in diesen Richtungen längsverschiebbar geführt ist. Bevorzugt ist, dass
der Stößelkörper in zu der Stößelkörperlängsmittellinie parallelen Richtungen beweglich
in einer Stößelkörperführung geführt ist. Als zweckmäßig wird angesehen, dass eine
an dem Stößel außen ausgebildete Führungsoberfläche auf oder radial innerhalb einer
inneren zylindrischen Hüllfläche liegt, dass eine in einer Ausnehmung der Stößelkörperführung
ausgebildete Führungsoberfläche der Stößelkörperführung auf oder radial außerhalb
einer äußeren zylindrischen Hüllfläche liegt und dass der Durchmesser der inneren
Hüllfläche kleiner als der Durchmesser der äußeren Hüllfläche ist. Die zylindrische
Hüllfläche der Führungsoberfläche des Stößels ist konzentrisch zu der Stößelkörperlängsmittellinie.
Bevorzugt ist, dass die Führungsoberfläche des Stößelkörpers und/oder dass die Führungsoberfläche
der Stößelkörperführung zumindest abschnittsweise oder insgesamt zylindrisch verlaufen.
Als zweckmäßig (d.h. aber als nicht notwendig) wird angesehen, dass der Durchmesser
der inneren Hüllfläche und der Durchmesser der äußeren Hüllfläche zur Erzielung einer
Spielpassung oder einer Übergangspassung zwischen dem Stößelkörper und der Stößelführung
aufeinander abgestimmt sind.
[0013] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die äußere Führungsoberfläche
des Stößels und die innere Führungsoberfläche der Stößelkörperführung entlang ihres
jeweiligen gesamten Umfanges um die Stößelkörperlängsmittellinie jeweils durchgehend
zylindrisch verlaufen. Dies ermöglicht eine besonders einfache Herstellung. Die nach
innen weisende Führungsoberfläche kann durch Einbringen einer zylindrischen Bohrung
in den Stößelkörper erzeugt werden. Die nach außen weisende Führungsoberfläche kann
an dem Stößelkörper mittels einfacher Drehbearbeitung hergestellt werden.
[0014] Bevorzugt ist, dass die die Kolbenlängsmittellinie geradlinig verlängernde Bezugslinie
und die Stößelkörperlängsmittellinie in einer ihnen gemeinsamen geometrischen Ebene
liegen, die sich senkrecht zu der geometrischen Drehachse der Nockenwelle erstreckt.
[0015] Um zu ermöglichen, dass der Pumpenkolben und der Stößelkörper bezüglich Bewegungen
in zu der Kolbenlängsmittellinie parallelen Richtungen bewegungsgekoppelt sind, besteht
die bevorzugte Möglichkeit, dass der Stößelkörper mittels einer Druckfeder gegen das
einem mit dem Pumpenkolben zusammenwirkenden Zylinderraum benachbarte Gehäuse der
Kraftstoffpumpe abgestützt ist und dass der Pumpenkolben in von dem Zylinderraum weg
führender, zu der Kolbenlängsmittellinie paralleler Richtung gegen den Stößelkörper
abgestützt ist.
[0016] Bevorzugt ist daran gedacht, dass es sich bei der Kraftstoffpumpe um eine Kraftstoffhochdruckpumpe
handelt, die dazu geeignet und insbesondere daran angepasst ist, Kraftstoff auf Druck
von mehr als 100 bar, insbesondere auf Druck zwischen 150 und 250 bar, oder auf Druck
von mehr als 1000 bar, insbesondere auf Druck zwischen 1500 und 2500 bar, zu verdichten.
Zum Beispiel kann es sich um eine Benzineinspritzpumpe oder um eine Dieseleinspritzpumpe
für den Motor eines Kraftfahrzeugs handeln. Es versteht sich aber, dass erfindungsgemäße
Kraftstoffpumpen auch für andere Zwecke verwendet werden können.
[0017] Als zweckmäßig wird angesehen, dass der Pumpenkolben eine äußere Führungsoberfläche
aufweist, die mit einer inneren Führungsoberfläche einer Pumpenkolbenführung in Richtung
der Kolbenlängsmittellinie eine Längsführung bildet. Zur einfachen und preiswerten
Herstellung ist bevorzugt, dass die äußere Führungsoberfläche des Pumpenkolbens und
die innere Führungsoberfläche der Pumpenkolbenführung entlang ihres jeweiligen gesamten
Umfanges konzentrisch und zylindrisch um die Kolbenlängsmittellinie verlaufen.
[0018] Nachfolgend wird mit Bezug auf die beigefügten Figuren 1, 1a und 1b eine bekannte
Kraftstoffpumpe und mit Bezug auf die beigefügten Figuren 2, 2a, 2b, 2c und 2d ein
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kraftstoffpumpe erläutert. Im Einzelnen
zeigt:
Fig. 1: in einem Längsschnitt schematisch vereinfacht Komponenten und deren Anordnung
bei einer bekannten Kraftstoffpumpe;
Fig. 1a: in einer Schnittansicht entlang Schnittlinie Ia-Ia gemäß Fig. 1 eine erste
bekannte formschlüssige Verdrehsicherung für den Stößelkörper;
Fig. 1b: in einer Fig. 1a vergleichbaren Schnittansicht eine zu Figs. 1, 1a alternative
zweite bekannte formschlüssige Verdrehsicherung für den Stößelkörper;
Fig. 2: in einem Längsschnitt schematisch vereinfacht Komponenten und deren Anordnung
bei einer erfindungsgemäßen Kraftstoffpumpe gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
Fig. 2a: eine Schnittansicht entlang Schnittebene IIa-IIa gemäß Fig. 2, unter Fortlassung
der Druckfeder und in von Fig. 2a abweichendem Maßstab;
Fig. 2b: schematisch und im Vergleich zu Fig. 2a in etwas anderer Größe eine Draufsicht
auf die Rolle mit einer an ihrer gestrichelt angedeuteten Kontaktlinie zu dem Nocken
auf sie einwirkenden symmetrischen Streckenlast;
Fig. 2c: schematisch und im Vergleich zu Fig. 2a in etwas anderer Größe eine Draufsicht
auf die Rolle mit einer an ihrer gestrichelt angedeuteten Kontaktlinie zu dem Nocken
auf sie einwirkenden unsymmetrischen Streckenlast und
Fig. 2d: schematisch eine Draufsicht auf einen Längenabschnitt der Rolle mit die Rolle
in ihrer Drehlage stabilisierender Gegenkraft und daraus resultierendem Gegendrehmoment.
[0019] Zunächst werden mit Bezug auf die Figuren 1, 1a und 1b zu einer bekannten Kraftstoffpumpe
1' Komponenten und deren relative Lage zueinander beschrieben. Die Kraftstoffpumpe
1' umfasst einen Pumpenkolben 2', dessen in Blickrichtung oberes Längsende 3' in einen
Zylinderraum ragt. Eine Nockenwelle 4' umfasst eine zentrale Welle 5' und zumindest
einen darauf drehfest (also relativ zu der Welle 5' nicht verdrehbar) montierten Nocken
6'. Die Kraftstoffpumpe 1' umfasst einen Rollenstößel 7'. Dieser weist einen Stößelkörper
8' und eine daran auf nicht näher dargestellte Weise um eine mittige geometrische
(d. h. gedachte linienhafte) Drehachse 11' drehbar gehaltene Rolle 9' auf. Der Rollenstößel
7' ist zwischen dem Pumpenkolben 2' und dem Nocken 6' angeordnet. Der Rollenstößel
7' ist mit dem Pumpenkolben 2' auf in Figur 1 nicht dargestellte Weise gekoppelt,
so dass beide Komponenten parallel zu der Kolbenlängsmittellinie 10' die gleichen
Bewegungen ausführen. Die Rolle 9' rollt auf einem Außenrand 12' des Nockens 6' ab.
Durch den Pumpenkolben 2' führt in dessen Längsrichtung mittig eine Kolbenlängsmittellinie
10' . Der Stößelkörper 8' erstreckt sich entlang einer für ihn zentralen Stößelkörperlängsmittellinie
13'. Bei der bekannten Kraftstoffpumpe 1' liegt die Stößelkörperlängsmittellinie 13'
auf einer geometrischen Bezugslinie 20', welche die Kolbenlängsmittellinie 10' geradlinig
verlängert. Bei der bekannten Kraftstoffpumpe 1' verlaufen somit die Kolbenlängsmittellinie
10' und die Stößelkörperlängsmittellinie 13' auf einer gemeinsamen Geraden. Der Stößelkörper
8' ist in zu der Stößelkörperlängsmittellinie 13' parallelen Richtungen, also in Figur
1 nach oben und nach unten, beweglich in einer Stößelkörperführung 14' aufgenommen.
Diese kann Bestandteil eines Gehäuses 15' der Kraftstoffpumpe 1' sein. Um eine unerwünschte
Verdrehung des Stößelkörpers 8' um seine Stößelkörperlängsmittellinie 13' zu verhindern,
bilden der Stößelkörper 8' und die Stößelkörperführung 14' gemeinsame eine formschlüssige
Verdrehsicherung um die Stößelkörperlängsmittellinie 13' aus. In dem Beispiel der
Figuren 1 und 1a weist dazu der im Übrigen an seinem Außenquerschnitt kreisrunde Stößelkörper
8' einen radialen Vorsprung 16' auf, der in eine parallel zur der Stößelkörperlängsmittellinie
13' verlaufende Nut 17' in der Stößelkörperführung 14' bezüglich der angenommenen,
mit 18' bezeichneten Drehrichtung des Rolle 9' drehformschlüssig eingreift. Die zu
18' passende Drehrichtung des Nockens 6' ist mit 19' bezeichnet. Figur 1b zeigt eine
im Stand der Technik bekannte Variante zu Figur 1a. Eine formschlüssige Verdrehsicherung
wird dort dadurch gebildet, dass ein in der Stößelkörperführung 14' nach radial innen
vorstehender Zapfen 21' in eine parallel zu der Stößelkörperlängsmittellinie 13' verlaufende
Nut 22' in dem Stößelkörper 8' hineinragt.
[0020] Mit Bezug auf die Figuren 2 bis 2d wird schematisch vereinfacht ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Kraftstoffpumpe 1 vorgestellt. Zur besseren Übersicht sind
für Komponenten, die denen aus den Figuren 1 bis 1b entsprechen, zahlenmäßig die gleichen
Bezugsziffern gewählt, wobei aber zur Unterscheidung der in den Figuren 1 bis 1b den
Zahlen nachgestellte Strich (') in den Figuren 2 bis 2d entfällt.
[0021] Die Kraftstoffpumpe 1 umfasst einen Pumpenkolben 2, dessen in Blickrichtung oberes
Längsende 3 in einen Zylinderraum 23 ragt. Die Begrenzungswand 24 des Zylinderraums
23 kann bspw. Bestandteil des Gehäuses 15 der Kraftstoffpumpe 1 sein oder fest mit
deren Gehäuse 15 verbunden sein. In der Nähe des Stirnendes mündet in den Zylinderraum
23 eine mit einem Kraftstoffstank 25 fluidisch verbundene Einlassleitung 26 für Kraftstoff,
in der ein Ansaugventil 27 als Einlassventil angeordnet ist. Dieses ist geöffnet,
wenn der Druck in dem Zylinderraum 23 während der Saugphasen den Druck in dem Kraftstofftank
25 um eine bestimmte Druckdifferenz unterschreitet. Ebenfalls in der Nähe des Stirnendes
geht von dem Zylinderraum 23 eine Auslassleitung 28 aus, die zum Beispiel zu einem
(in Figur 2 nicht mit dargestellten) Hochdruckspeicher einer Einspritzanlage für einen
Verbrennungsmotor führt. In der Auslassleitung 28 ist ein Druckventil 29 als Auslassventil
angeordnet. Dieses ist während Druckphasen geöffnet, wenn der Kraftstoffdruck in dem
Zylinderraum 23 einen bestimmten Druck übersteigt.
[0022] Die Kraftstoffpumpe besitzt eine Nockenwelle 4, die eine zentrale Welle 5 und zumindest
den einen, in Figur 2 gezeigten, darauf drehfest (also relativ zu der Welle 5 nicht
verdrehbar) montierten Nocken 6 aufweist. Die Kraftstoffpumpe 1 umfasst einen Rollenstößel
7. Dieser weist einen Stößelkörper 8 und eine daran auf nicht näher dargestellte Weise
um eine mittige geometrische (d. h. gedachte linienhafte) Drehachse 11 drehbar gehaltene
Rolle 9 auf. Der Stößelkörper 8 besitzt auf seiner dem Pumpenkolben 2 abgewandten,
das heißt in der Ansicht von Figur 1 unteren, Seite eine Ausnehmung 30 zur verliersicheren
und dabei um ihre Querschnittsmitte bzw. um ihre geometrische Drehachse 11 drehbaren
Aufnahme der Rolle 9. Die Ausnehmung 30 hat dazu eine nach radial innen weisende Lageroberfläche
31, die sich in dem in Figur 1 sichtbaren Querschnitt entlang einer Kreiskontur, und
zwar, um ein Herausfallen der Rolle 9 nach unten zu verhindern, entlang einem Umfangswinkel
von mehr als 180 Grad erstreckt. Der Durchmesser besagter Kreiskontur ist geringfügig
größer als der Außendurchmesser der Rolle 9, so dass die Rolle 9 drehbar gehalten
ist. In dem Beispiel sind die Durchmesser so gewählt, dass ein geringer, in Figur
2 vereinfacht nur als einfache Linie gezeigter Spalt 32 resultiert, in den während
des Betriebs Kraftstoff eindringt und eine, insbesondere hydrodynamische, Schmierung
bzw. Gleitlagerung der Rolle 9 bewirkt.
[0023] Der Rollenstößel 7 ist zwischen dem Pumpenkolben 2 und dem Nocken 6 angeordnet. Der
Rollenstößel 7 ist mit dem Pumpenkolben 2 bewegungsmäßig gekoppelt, so dass beide
Komponenten in Bezug auf die beiden zu der Kolbenlängsmittellinie 10 parallelen Richtungen
(hin und zurück) synchrone (insofern gleiche) Bewegungen ausführen. Der Pumpenkolben
liegt auch in der Schnittebene von Figur 2, ist aber ohne Schraffur gezeigt. In dem
gezeigten Ausführungsbeispiel stützt sich der Stößelkörper 8 in der von dem Nocken
5 weg führenden, zu der Stößelkörperlängsmittellinie parallelen Richtung gegen eine
Druckfeder 33 ab. Diese ist in gleicher Richtung gegen das dem Zylinderraum 23 benachbarte
Gehäuse 15 der Kraftstoffpumpe 1 abgestützt. Die Druckfeder 33 ist so bemessen, dass
sie in jeder möglichen Position des Stößelkörpers 8 unter einer Federdruckkraft steht
und somit den Stößelkörper 8 in Richtung zu dem Nocken 6 drückt. In dem Beispiel ist
der Stößelkörper 8 mittels eines Federtellers 34 an der Druckfeder 33 abgestützt.
Der Federteller 34 ist zwischen der Druckfeder 33 und einem Stirnboden einer in dem
Stößelkörper 8 ausgebildeten Bohrung 35 angeordnet. Er greift mit dem Innenrand seiner
zentralen Öffnung axial formschlüssig in eine Nut 36 in dem Pumpenkolben 2 ein, so
dass für beide zueinander entgegengesetzte, zu einer Kolbenlängsmittellinie 10 parallele
Axialrichtungen ein Formschluss resultiert.
[0024] Die Rolle 9 rollt auf einem Außenrand 12 des Nockens 6 ab. Die Kolbenlängsmittellinie
10 verläuft mittig durch den Pumpenkolben 2. Der Stößelkörper 8 erstreckt sich entlang
seiner zentralen Stößelkörperlängsmittellinie 13. Er ist in zu der Stößelkörperlängsmittellinie
13' parallelen Richtungen, also in Figur 2 nach oben und nach unten, beweglich in
einer Stößelkörperführung 14 aufgenommen. Diese ist in Figur 2 nur bereichsweise dargestellt
und in dem Beispiel auch Bestandteil des Gehäuses 15 der Kraftstoffpumpe 1, in dem
der Zylinderraum 23 ausgebildet ist.
[0025] Figur 2 zeigt eine geometrische bzw. gedachte Bezugslinie 20, welche die Kolbenlängsmittellinie
10 geradlinig zu dem Nocken 6 hin verlängert und welche die geometrische Drehachse
11 der Rolle 9 schneidet. In dem gewählten Ausführungs¬beispiel schneidet die Bezugslinie
20 auch die geometrische Drehachse 38 des Nockens 6. In dem Beispiel ist vorgesehen,
dass die Stößelkörperlängsmittelinie 13 und die Bezugslinie 20 in einer ihnen gemeinsamen,
der Zeichenebene von Figur 2 entsprechenden und zu der geometrischen Drehachse 38
der Nockenwelle 4 senkrechten geometrischen Ebene liegen (vgl. Figur 2a). Dies entspricht
der gewünschten unverdrehten Ausrichtung des Rollenstößels 7. Die Ebene, in der die
Stößelkörperlängsmittellinie 13 und die Bezugslinie 20 liegen, verläuft auch senkrecht
zu der geometrischen Drehachse 11 der Rolle 9.
[0026] Im Gegensatz zu der bekannten Kraftstoffpumpe 1' verläuft bei der erfindungs-gemäßen
Kraftstoffpumpe 1 die Stößelkörperlängsmittellinie 13 in seitlichem Abstand a von
der geometrischen Bezugslinie 20. Eine solche Betrachtung bezüglich eines seitlichen
Abstands wäre im Sinne von Anspruch 1 auch dann möglich, wenn die Stößelkörperlängsmittellinie
13 (abweichend von dem in den Figur 2 und 2a gezeigten Beispiel) außerhalb der zu
der geometrischen Drehachse 38 der Nockenwelle 4 senkrechten und durch die Bezugslinie
20 führenden Ebene liegt. Befände sich die Stößelkörperlängsmittellinie 13 abweichend
von dem in den Figuren 2 und 2a gezeigten Beispiel, bspw. lagemäßig ausgehend von
der in Figur 2 gezeigten Position hinter die Zeichenebene von Figur 2 verschoben,
ergäbe sich in einer zu einer zu der Drehachse 38 parallel, also in Blickrichtung
von Figur 2, orientierten Projektionsbetrachtung wiederum, dass die Stößelkörperlängsmittellinie
13 in seitlichem Abstand a von der geometrischen Bezugslinie 20 verläuft. Bei einer
solchen Projektionsbetrachtung werden die beiden Linien 13 und 20 in eine gemeinsame
Betrachtungsebene projiziert. Bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
vorgesehen, dass die Stößelkörperlängsmittellinie 13 in der Projektionsbetrachtung
auf derjenigen Seite der Bezugslinie 20 liegt, die in Bezug auf die in der Kontaktzone
37 von Nocken 6 und Rolle 9 für den Betrieb gewählte Umfangsbewegungsrichtung (diese
ist in Figur 2 zugleich durch den Drehrichtungspfeil 19 angegeben) des Nockens 6 vor
der Bezugslinie 20 liegt.
[0027] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt der Stößelkörper 8 aussenseitig eine
Führungsoberfläche 41, die insgesamt zylindrisch verläuft. In dem die Stößelkörperführung
14 bildenden Bereich des Gehäuses 15 der Kraftstoffpumpe 1 befindet sich eine Bohrung
43, deren nach radial innen weisende Oberfläche eine Führungsoberfläche 42 der Stößelkörperführung
14 bildet. Die Führungsoberfläche 42 verläuft ebenfalls insgesamt zylindrisch. Folglich
bilden der Stößelkörper 8 und die Stößelkörperführung 14 miteinander keinen Formschluss
in Drehrichtung um die Stößelkörperlängsmittellinie 13 aus. Der Pumpenkolben 2 und
die zu seiner längsverschieblichen Führung in dem Gehäuse 15 ausgebildete Pumpen-kolbenführung
(in dem Beispiel handelt es sich um die Wand des Zylinderraumes 23) weisen jeweils
zylindrische Führungsoberflächen auf, so dass der Pumpenkolben 2 und das Gehäuse 15
keinen Formschluss in Drehrichtung um die Kolbenlängsmittellinie 10 ausbilden.
[0028] Die Figuren 2b und 2c zeigen schematisch und im Vergleich zu Fig. 2a in etwas abweichender
Größe eine jeweilige Draufsicht auf die Rolle 9, und zwar in einem gedachten Betriebszustand,
bei dem die Rolle 9 an dem Nocken 6 im Randbereich seiner größten Exzentrizität bzgl.
der geometrischen Drehachse 38 der Nockenwelle 4 anliegt. Diese Lage wird auch als
oberer Totpunkt bezeichnet. Die Figuren 2a und 2b geben schematisch vergleichend exemplarisch
zwei unterschiedliche Verteilungen der auf die Rolle 9 in der Kontaktzone zu dem Nocken
6 einwirkenden Streckenlast entlang der Länge der Kontaktzone 37 an. Im Beispiel von
Figur 2b wirkt entlang der Kontaktzone eine bezüglich der Rollenmitte 39 der Rolle
9 symmetrische Streckenlast 40. Bei einer symmetrischen Streckenlast 40 verursacht
diese auch in den beiden Totpunkten der Rolle 9 keine Verdrehung des Stößelkörpers
8. Davon abweichend zeigt Figur 2c eine in Bezug auf die Rollenmitte 39 unsymmetrische
Streckenlast 40. Ersetzt man diese auf jeder Seite der Rollenmitte 39 durch eine resultierende
Kraft F1 bzw. F2, zeigen diese parallel beabstandet in die gleiche Richtung, sind
aber, wie schematisch durch die ungleichen Pfeillängen angedeutet, von verschiedenem
Betrag. Die als Folge eines unsymmetrischen Kraftangriffs vorhandenen ungleichen Kräfte
F1 und F2 wirken jeweils mit einem gleich langen Hebelarm um die Rollenmitte 39, so
dass das in Figur 2d schematisch eingetragene Drehmoment M12 um die Stößelkörperlängsmittellinie
13 resultiert. Das Drehmoment M12 könnte ohne Gegenmaßnahme in dem oberen und in dem
unteren Totpunkt der Rolle 9 eine unerwünschte Verdrehung des Stößelkörpers 8 um die
Stößelkörperlängsmittellinie 13 bewirken. Wie Figur 2d zeigt, würde zufolge des seitlichen
Abstands a zwischen der Bezugslinie 20 und der Stößelkörperlängsmittellinie 13 bei
der erfindungsgemäßen Kraftstoffpumpe 1 eine in Pfeilrichtung von M12 orientierte
Verdrehung der Rolle 9 aber ein zu dem Drehmoment M12 entgegen gerichtetes Gegendrehmoment
M3 hervorrufen. Die vereinfachte Grafik in Figur 2d zeigt, dass dabei eine durch den
Kraftschluss am Linienkontakt der Kontaktzone 37 verursachte Gegenkraft F3 mit einem
Hebelarm von der Länge des seitlichen Abstands a um die Stößel-,körperlängsmittellinie
13 wirkt, wodurch das Gegendrehmoment M3 resultiert. Dieses wirkt in zu dem Drehmoment
M12 entgegengesetztem Drehsinn um die Stößelkörperlängsmittellinie 13, so dass sich
beide Drehmomente anteilig oder sogar vollständig ausgleichen, wodurch die Rolle 9
und der Stößelkörper 8 in einer gewünschten Ausrichtung stabilisiert werden, in der
die Drehachsen des Nocken 6 und der Rolle 9 parallel verlaufen.
Bezugszeichenliste
| 1, 1' |
Kraftstoffpumpe |
25 |
Kraftstofftank |
| 2, 2' |
Pumpenkolben |
26 |
Einlassleitung |
| 3, 3' |
Längsende |
27 |
Ansaugventil |
| 4, 4' |
Nockenwelle |
28 |
Auslassleitung |
| 5, 5' |
Welle |
29 |
Druckventil |
| 6, 6' |
Nocken |
30 |
Ausnehmung |
| 7, 7' |
Rollenstößel |
31 |
Lageroberfläche |
| 8, 8' |
Stößelkörper |
32 |
Spalt |
| 9, 9' |
Rolle |
33 |
Druckfeder |
| 10, 10' |
Kolbenlängsmittellinie |
34 |
Federteller |
| 11, 11' |
geometrische Drehachse |
35 |
Bohrung |
| 12, 12' |
Außenrand |
36 |
Nut |
| 13, 13' |
Stößelkörperlängsmittellinie |
37 |
Kontaktzone |
| 14, 14' |
Stößelkörperführung |
38 |
geometrische Drehachse |
| 15, 15' |
Gehäuse |
39 |
Rollenmitte |
| 16' |
Vorsprung |
40 |
Streckenlast |
| 17' |
Nut |
41 |
Führungsoberfläche |
| 18, 18' |
Drehrichtung |
42 |
Führungsoberfläche |
| 19, 19' |
Drehrichtung |
43 |
Bohrung |
| 20, 20' |
geometrische Bezugslinie |
a |
seitlicher Abstand |
| 21' |
Zapfen |
F1 |
Kraft |
| 22' |
Nut |
F2 |
Kraft |
| 23 |
Zylinderraum |
F3 |
Gegenkraft |
| 24 |
Begrenzungswand |
M12 |
Drehmoment |
| |
|
M3 |
Gegendrehmoment |
1. Kraftstoffpumpe (1), zumindest umfassend: einen Pumpenkolben (2), eine Nockenwelle
(4), die zumindest einen Nocken (6) aufweist, einen zwischen dem Pumpenkolben (2)
und der Nocke (6) angeordneten Rollenstößel (7), der einen Stößelkörper (8) und eine
daran drehbar gehaltene Rolle (9) aufweist, wobei der Pumpenkolben (2) und der Stößelkörper
(8) bezüglich Bewegungen in zu der Kolbenlängsmittellinie (10) parallelen Richtungen
bewegungsgekoppelt sind, wobei sich die Rolle (9) in Kontakt zu dem Nocken (6) befindet,
wobei eine geometrische Bezugslinie (20), welche die Kolbenlängsmittellinie (10) geradlinig
verlängert, die geometrische Drehachse (11) der Rolle (9) schneidet, und wobei der
Stößelkörper (8) eine zu der Bezugslinie (20) parallele Stößelkörperlängsmittellinie
(13) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößelkörperlängsmittellinie (13) in einer zu der geo¬me¬trischen Drehachse (11)
der Rolle (9) parallel orientierten Projektions¬betrachtung in seitlichem Abstand
(a) von der geometrischen Bezugslinie (20) verläuft.
2. Kraftstoffpumpe (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im oberen Totpunkt und insbesondere im unteren Totpunkt der Rolle (9) in
der Projektionsbetrachtung die Kontaktzone (37) zwischen Nocken (6) und Rolle (9)
von der Stößelkörperlängsmittellinie (13) seitlich beabstandet liegt.
3. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Bezugslinie (20) die geometrische Drehachse (38) der Nockenwelle
(4) schneidet.
4. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößelkörperlängsmittellinie (13) in der Projektions¬betrachtung auf derjenigen
Seite der Bezugslinie (20) liegt, die in Bezug auf die in der Kontaktzone von Nocken
(6) und Rolle (9) für den Betrieb gewählte Umfangsbewegungsrichtung des Nockens (6)
vor der Bezugslinie (20) liegt, oder die in Bezug auf die in der Kontaktzone von Nocken
(6) und Rolle (9) für den Betrieb gewählte Umfangsbewegungsrichtung des Nockens (6)
hinter der Bezugslinie (20) liegt.
5. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößelkörper (8) in zu der Stößelkörperlängsmittellinie (13) parallelen Richtungen
beweglich in einer Stößelkörperführung (14) geführt ist, dass eine Führungsoberfläche
(41) des Stößelkörpers (8) auf oder innerhalb einer inneren zylindrischen Hüllfläche
liegt, dass eine Führungsoberfläche (42) der Stößelkörperführung (14) auf oder außerhalb
einer äußeren zylindrischen Hüllfläche liegt, und dass der Durchmesser der inneren
Hüllfläche kleiner als der Durchmesser der äußeren Hüllfläche ist.
6. Kraftstoffpumpe (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Führungsoberfläche (41) des Stößelkörpers (8) und die innere Führungsoberfläche
(42) der Stößelkörperführung (14) entlang ihres jeweiligen gesamten Umfanges um die
Stößelkörperlängsmittellinie (13) jeweils durchgehend zylindrisch verlaufen.
7. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugslinie (20) und die Stößelkörperlängsmittellinie (13) in einer ihnen gemeinsamen
geometrischen Ebene liegen, die sich senkrecht zu der geometrischen Drehachse (38)
der Nockenwelle (4) erstreckt.
8. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößelkörper (8) mittels einer Druckfeder (33) gegen den einem mit dem Pumpenkolben
(2) zusammenwirkenden Zylinderraum (23) benachbarten Bereich des Gehäuses (15) der
Kraftstoffpumpe (1) abgestützt ist und/oder dass der Pumpenkolben (2) in von dem Zylinderraum
(23) wegführender, zu der Kolbenlängsmittellinie (10) paralleler Richtung gegen den
Stößelkörper (8) abgestützt ist.
9. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Kraftstoffpumpe (1) um eine Kraftstoff-hochdruckpumpe handelt, die
dazu geeignet und insbesondere daran angepasst ist, Kraftstoff auf Druck von mehr
als 100 bar, insbesondere auf Druck zwischen 150 und 250 bar, oder auf Druck von mehr
als 1000 bar, insbesondere auf Druck zwischen 1500 und 2500 bar, zu verdichten.
10. Kraftstoffpumpe (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenkolben (2) eine äußere Führungsoberfläche aufweist, die mit einer inneren
Führungsoberfläche einer Pumpenkolbenführung in Richtung der Kolbenlängsmittellinie
(10) eine Längsführung bildet, und dass die äußere Führungsoberfläche des Pumpenkolbens
(2) und die innere Führungsoberfläche der Pumpen¬kolbenführung entlang ihres jeweiligen
gesamten Umfanges konzentrisch und zylindrisch um die Kolbenlängsmittellinie (10)
verlaufen.
1. Fuel pump (1), at least comprising: a pump piston (2), a camshaft (4) which has at
least one cam (6), a roller tappet (7) which is arranged between the pump piston (2)
and the cam (6) and which has a tappet body (8) and a roller (9) rotatably held thereon,
wherein the pump piston (2) and the tappet body (8) are movement-coupled with regard
to movements in directions parallel to the piston longitudinal centerline (10), wherein
the roller (9) is in contact with the cam (6), wherein a geometric reference line
(20) which forms a rectilinear elongation of the piston longitudinal centerline (10)
intersects the geometric axis of rotation (11) of the roller (9), and wherein the
tappet body (8) has a tappet body longitudinal centerline (13) which is parallel to
the reference line (20), characterized in that the tappet body longitudinal centerline (13), in a projected view oriented parallel
to the geometric axis of rotation (11) of the roller (9), runs with a lateral spacing
(a) to the geometric reference line (20).
2. Fuel pump (1) according to Claim 1, characterized in that, at least at top dead center and in particular at bottom dead center of the roller
(9), in the projected view, the contact zone (37) between cam (6) and roller (9) is
situated so as to be laterally spaced apart from the tappet body longitudinal centerline
(13).
3. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the geometric reference line (20) intersects the geometric axis of rotation (38)
of the camshaft (4) .
4. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that, in the projected view, the tappet body longitudinal centerline (13) is situated
on that side of the reference line (20) which, with regard to the direction of circumferential
movement of the cam (6), selected for operation, in the contact zone of cam (6) and
roller (9), is situated in front of the reference line (20) or which, with regard
to the direction of circumferential movement of the cam (6), selected for operation,
in the contact zone of cam (6) and roller (9), is situated behind the reference line
(20).
5. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the tappet body (8) is guided in a tappet body guide (14) so as to be movable in
directions parallel to the tappet body longitudinal centerline (13), in that a guide surface (41) of the tappet body (8) lies on or within an inner cylindrical
envelope, in that a guide surface (42) of the tappet body guide (14) lies on or outside an outer cylindrical
envelope, and in that the diameter of the inner envelope is smaller than the diameter of the outer envelope.
6. Fuel pump (1) according to Claim 5, characterized in that the outer guide surface (41) of the tappet body (8) and the inner guide surface (42)
of the tappet body guide (14) run in each case in continuously cylindrical fashion
along their entire respective circumference around the tappet body longitudinal centerline
(13).
7. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the reference line (20) and the tappet body longitudinal centerline (13) lie in a
common geometrical plane which extends perpendicular to the geometric axis of rotation
(38) of the camshaft (4).
8. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the tappet body (8) is supported by way of a compression spring (33) against that
region of the housing (15) of the fuel pump (1) which is adjacent to a cylinder chamber
(23) which interacts with the pump piston (2), and/or in that the pump piston (2)
is supported against the tappet body (8) in a direction which leads away from the
cylinder chamber (23) and which is parallel to the piston longitudinal centerline
(10).
9. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel pump (1) is a high-pressure fuel pump which is suitable, and in particular
designed, for compressing fuel to a pressure of over 100 bar, in particular to a pressure
of between 150 and 250 bar, or to a pressure of over 1000 bar, in particular to a
pressure of between 1500 and 2500 bar.
10. Fuel pump (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the pump piston (2) has an outer guide surface which, with an inner guide surface
of a pump piston guide, forms a longitudinal guide in the direction of the piston
longitudinal centerline (10), and in that the outer guide surface of the pump piston (2) and the inner guide surface of the
pump piston guide run, along their entire respective circumference, concentrically
and cylindrically around the piston longitudinal centerline (10).
1. Pompe à carburant (1), comprenant au moins: un piston de pompe (2), un arbre à cames
(4), qui présente au moins une came (6), un poussoir à galet (7) disposé entre le
piston de pompe (2) et la came (6), qui présente un corps de poussoir (8) et un galet
(9) maintenu de façon rotative sur celui-ci, dans laquelle le piston de pompe (2)
et le corps de poussoir (8) sont cinématiquement couplés en ce qui concerne des mouvements
dans des directions parallèles à la ligne centrale longitudinale du piston (10), dans
laquelle le galet (9) se trouve en contact avec la came (6), dans laquelle une ligne
de référence géométrique (20), qui prolonge en ligne droite la ligne centrale longitudinale
de piston (10), coupe l'axe de rotation géométrique (11) du galet (9), et dans laquelle
le corps de poussoir (8) possède une ligne centrale longitudinale de corps de poussoir
(13) parallèle à la ligne de référence (20), caractérisée en ce que la ligne centrale longitudinale de corps de poussoir (13) s'étend, dans une vue en
projection orientée parallèlement à l'axe de rotation géométrique (11) du galet (9),
à une distance latérale (a) de la ligne de référence géométrique (20).
2. Pompe à carburant (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que, au moins au point mort haut et en particulier au point mort bas du galet (9) dans
la vue en projection, la zone de contact (37) entre la came (6) et le galet (9) est
espacée latéralement de la ligne centrale longitudinale de corps de poussoir (13).
3. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la ligne de référence géométrique (20) coupe l'axe de rotation géométrique (38) de
l'arbre à cames (4).
4. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la ligne centrale longitudinale de corps de poussoir (13) se situe, dans la vue en
projection, sur le côté de la ligne de référence (20), qui est situé avant la ligne
de référence (20) par rapport à la direction de mouvement périphérique de la came
(6) choisie pour le fonctionnement dans la zone de contact de la came (6) et du galet
(9), ou qui est situé après la ligne de référence (20) par rapport à la direction
de mouvement périphérique de la came (6) choisie pour le fonctionnement dans la zone
de contact de la came (6) et du galet (9).
5. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de poussoir (8) est guidé dans un guide de corps de poussoir (14) de façon
mobile dans des directions parallèles à la ligne centrale longitudinale de corps de
poussoir (13), en ce qu'une surface de guidage (41) du corps de poussoir (8) se situe sur ou à l'intérieur
d'une face d'enveloppe cylindrique intérieure, en ce qu'une surface de guidage (42) du guide de corps de poussoir (14) se situe sur ou à l'extérieur
d'une face d'enveloppe cylindrique extérieure, et en ce que le diamètre de la face d'enveloppe intérieure est plus petit que le diamètre de la
face d'enveloppe extérieure.
6. Pompe à carburant (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que la surface de guidage extérieure (41) du corps de poussoir (8) et la surface de guidage
intérieure (42) du guide de corps de poussoir (14) s'étendent le long de toute leur
périphérie respective, chacune de façon cylindrique continue, autour de la ligne centrale
longitudinale de corps de poussoir (13).
7. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la ligne de référence (20) et la ligne centrale longitudinale de corps de poussoir
(13) sont situées dans un plan géométrique qui leur est commun, qui s'étend perpendiculairement
à l'axe de rotation géométrique (38) de l'arbre à cames (4).
8. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de poussoir (8) est appuyé au moyen d'un ressort de pression (33) contre
la région du carter (15) de la pompe à carburant (1) proche d'une chambre de cylindre
(23) qui coopère avec le piston de pompe (2), et/ou en ce que le piston de pompe (2) est appuyé contre le corps de poussoir (8) dans une direction
parallèle à la ligne centrale longitudinale de piston (10) s'éloignant de la chambre
de cylindre (23).
9. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pompe à carburant (1) est une pompe à carburant haute pression, qui est conçue
et qui est en particulier adaptée pour comprimer du carburant à une pression de plus
de 100 bars, en particulier à une pression comprise entre 150 et 250 bars, ou à une
pression de plus de 1000 bars, en particulier à une pression comprise entre 1500 et
2500 bars.
10. Pompe à carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le piston de pompe (2) présente une surface de guidage extérieure, qui forme avec
une surface de guidage intérieure d'un guide de piston de pompe un guidage longitudinal
dans la direction de la ligne centrale longitudinale de piston (10), et en ce que la surface de guidage extérieure du piston de pompe (2) et la surface de guidage
intérieure du guide de piston de pompe s'étendent le long de toute leur périphérie
respective de façon concentrique et cylindrique autour de la ligne centrale longitudinale
de piston (10).