[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden von Bauteilen untereinander
sowie an einer Unterkonstruktion, insbesondere Boden- bzw. Wandabdeckungen und dergleichen
aufweisende, mit wenigstens einer Nut versehene, Profilelemente, die zueinander beabstandet
unter Bildung eines Spaltes auf einer Unterkonstruktion befestigt sind umfassend eine
Basis mit wenigstens einer, von der Basis wegragenden, Klemmvorrichtung.
[0002] In der
DE 20315836 U1 sind derartige Befestigungselemente zum Verbinden von Bauteilen offenbart.
Ein Befestigungselement weist dabei eine Außenkontur auf, die den Vorsprüngen der
Profilelemente nachgebildet ist, um diese optimal zu fixieren. Die Befestigungselemente
werden von oben durch bekannte Fixiermittel wie Schrauben, Klammern und dergleichen
mit der Unterkonstruktion fixiert und über die keilförmige Ausgestaltung der Nuten
und der Federn ein Festklemmen realisiert.
Nachteilig bei diesen Befestigungselementen wird gesehen, dass eine spätere Demontage
bzw. Remontage nicht möglich ist, ohne die Profilelemente und die Befestigungselemente
zu zerstören. Weiterhin nachteilig ist, dass bei thermisch bzw. durch die Aufnahme
von Feuchtigkeit bedingten Dimensionsänderungen der Profilelemente eine Verspannung
derselben erfolgt und so die Balkon-, Terrassenabdeckungen und dgl. sichtbare Verwerfungen,
Verschiebungen der Unterkonstruktion, Kippen von an der Unterkonstruktion fixierten
Befestigungen aufweisen bzw. auch zum Bauteilversagen von Systemkomponenten wie Befestigungsklammer,
Schrauben, führen.
[0003] In der
DE 20315836 U1 ist ein weiteres Befestigungselement offenbart, welches als Befestigungsklammer ausgebildet
ist. Diese Befestigungsklammer weist einen Bodenabschnitt auf, als Vorsprünge ausgebildete
Klemmelemente, die an Aussparungen angeformt sind, sowie Öffnungen zur Fixierung der
Befestigungsklammer an einer Unterkonstruktion. Die Befestigungsklammer wird dabei
mit ihrem jeweiligen Bodenabschnitt soweit unter die zu fixierenden Profilelemente
geschoben, bis die Vorsprünge der Profilelemente an den Klemmelementen positioniert
sind.
Dabei ist die Befestigungsklammer vor dem Einbringen des Profilelementes über die
eingebrachten Öffnungen mit der Unterkonstruktion zu befestigen. Diese Öffnungen sowie
die darin befindlichen Befestigungselemente sind im montierten Zustand durch die Profilelemente
selbst verdeckt, sodass eine nachträgliche Demontage bzw. Remontage nur durch das
Entfernen einer Vielzahl von Schrauben nicht möglich ist
[0004] Ein weiterer Nachteil dieser Befestigungsklammer wird darin gesehen, dass bei der
Montage von Balkon- bzw. Terrassenabdeckungen erst die Befestigungsklammer einseitig
auf der Unterkonstruktion zu fixieren ist und dann die Profilelemente, welche beispielsweise
Längen von vier Metern aufweisen, über diese Klemmelemente einzufädeln sind. Dies
erhöht sowohl den Aufwand als auch die Kosten der Montage von Balkon- bzw. Terrassenabdeckungen
und dergleichen
[0005] Eine weitere gattungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist in der
DE 20 2007 002 282 U1 offenbart. Das für die beschriebenen Profilelemente verwendete Feststellungsteil
/ Befestigungsvorrichtung ist in den Längsnuten der Profilelemente längsverschieblich
aufnehmbar und weist Klemmelemente auf, die in der Nut der Profilelemente einbringbar
sind. Das Befestigungsteil ist hierbei so ausgebildet, das es in der Längsnut der
Unterkonstruktion drehbar ist. Dieses Feststellungsteil wird in eine hinterschnittige
Nut der Unterkonstruktion eingeführt, zum Profilelement verschoben und durch eine
Drehung parallel zur Nut des Profilelementes werden die Klemmelemente in die Nut eingebracht
und das Befestigungsteil über eine an sich bekannte Schraube mit der Unterkonstruktion
fixiert.
Nachteilig bei dieser Befestigungsvorrichtung ist das komplizierte Einführen in die
Nut der Unterkonstruktion und das für die Fixierung der Profilelemente auf der Unterkonstruktion
separate Befestigungselemente wie beispielsweise Schrauben erforderlich sind.
[0006] Hier setzt die Erfindung ein, die sich die Aufgabe gestellt hat, die Nachteile des
bekannten Standes der Technik zu verbessern und eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden
von Bauteilen untereinander sowie an einer Unterkonstruktion aufzuzeigen, welche eine
leichte, kostengünstige und sichere Montage, Demontage bzw. Remontage der Profilelemente
gestattet, ohne das eine Beschädigung der einzelnen Teile erfolgt und die so ausgebildet
ist, dass sie verdrehsicher in den Nuten der Profile, diese fixierend, angeordnet
ist. Die Erfindung hat sich weiterhin die Aufgabe gestellt, eine derart vorteilhafte
Boden- bzw. Wandabdeckung ohne die Nachteile des Standes der Technik aufzuzeigen.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Anspruches 1 sowie des Anspruches
18 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0008] Es konnte überraschend festgestellt werden, dass die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
zum Verbinden von Bauteilen untereinander sowie an einer Unterkonstruktion, insbesondere
Boden- bzw. Wandabdeckung und dergleichen aufweisende, mit wenigstens einer Nut versehene,
Profilelemente, die zueinander beabstandet unter Bildung eines Spaltes auf einer Unterkonstruktion
befestigt sind, umfassend eine Basis mit wenigstens einer, von der Basis wegragenden,
Klemmvorrichtung, sich dadurch auszeichnet, dass die Basis wenigstens zwei, zueinander
etwa orthogonal angeordnete, Flanken aufweist. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung ist diese sowohl bei der Montage von
neuen Profilelementen als auch bei der Demontage bzw. der Remontage von beschädigten
Profilelementen, insbesondere auch aus der Mitte einer bereits montierten Fläche,
sehr einfach und beschädigungsfrei in den Spalt zwischen den Profilelementen positionierbar.
Weiterhin vorteilhaft ist, dass die erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung durch
Fixierelemente verdrehsicher im Spalt zwischen den Profilelementen und über die gegenüberliegend
angeordneten Nuten, die Profilelemente fixierend, anordenbar ist. Die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung ist dabei so ausgebildet, dass sie nur in eine Richtung drehbar
um ca. 90° ist und das dann die zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken die
Drehbewegung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung an den Profilelementen
stoppen
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
ist diese so ausgebildet, dass wenigstens eine Flanke etwa orthogonal zu einer Unterseite
der Klemmvorrichtung angeordnet ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass bei bestimmungsgemäßer
Verwendung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung eine exakte sowie verdrehsichere
Positionierung der Klemmvorrichtung sowie der Basis an den Profilelementen bzw. den
Nuten der Profilelemente gewährleistet ist.
[0010] Es hat sich auch als vorteilhaft herausgestellt, dass die Basis gegenüber den zueinander
etwa orthogonal angeordneten Flanken wenigstens zwei weitere, zueinander etwa orthogonal
angeordnete, Flanken aufweist. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung kann diese problemlos im Spalt zwischen den Profilelementen
positioniert und bei bestimmungsgemäßem Einsatz durch eine Rotationsbewegung um etwa
90° in die Nuten der Profilelemente sich an den freien Enden der gegenüberliegenden
Profilelemente über die Basis abstützend, diese verdrehsicher, fixieren.
[0011] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung zeichnet sich weiterhin dadurch aus,
dass die zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken durch einen Radius R voneinander
beabstandet angeordnet sind. Dieser Radius R weist vorteilhafterweise eine Größe von
0,1 bis 1,5 mm, bevorzugt 0,2 bis 0,8 mm auf. Neben herstellungsbedingten Vorteilen
für die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung weist dieser Radius den Vorteil auf,
dass bei bestimmungsgemäßer Verwendung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
die zu fixierenden Profilelemente an ihren freien Enden nicht deformiert werden.
[0012] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
herausgestellt, dass die freien Enden der zueinander etwa orthogonal angeordneten
Flanken durch wenigstens eine, einen Radius RF aufweisende Flanke miteinander verbunden
sind. Dies führt neben geringen Herstellungskosten auch dazu, dass die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung bei ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung im Spalt zwischen
den Profilelementen bis zu ihrer Fixierposition sehr leicht bewegbar bzw. drehbar
ist.
Der Radius RF weist dabei eine Größe von etwa 2 bis 10 mm, bevorzugt 3 bis 7 mm auf.
[0013] Ebenfalls vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung ist, dass
die einander gegenüberliegend angeordneten Flanken etwa äquidistant zueinander angeordnet
sind und in einem Ausführungsbeispiel in etwa die gleiche Breite aufweisen. Dies führt
zu einer einfachen und leichten Montage der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
für die Boden- bzw. Wandabdeckung bildenden Profilelemente.
[0014] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
herausgestellt, dass der Abstand der einander gegenüberliegend angeordneten Flanken
in etwa der Breite der Klemmvorrichtung entspricht. Hierdurch kann die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung sowohl bei der Montage als auch bei der Remontage von Boden-
bzw. Wandabdeckung bildenden Profilelementen so eingesetzt werden, dass der Spalt
zwischen den Profilelementen immer gleich ist.
[0015] Ebenfalls vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung ist, dass
die Klemmvorrichtung an ihrem, der Basis gegenüberliegend angeordneten, freien Ende
wenigstens eine zu ihrer Oberseite und / oder zu ihrer Unterseite angeordnete Schräge
aufweist. In dieser Ausgestaltung kann die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
bei ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung zur Fixierung von Boden- und bzw. Wandabdeckung
bildenden Profilelementen sehr einfach in die Nuten der einander gegenüberliegend
angeordneten Profilelemente hineinbewegt werden.
[0016] Dabei hat es sich ebenfalls als vorteilhaft herausgestellt, dass die eine Schräge
zur anderen Schräge der Klemmvorrichtung in etwa einem spitzen Winkel angeordnet ist.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die eine Schräge zur anderen Schräge
der Klemmvorrichtung in etwa einem stumpfen Winkel angeordnet ist. Dies ermöglicht
der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung eine Montage bzw. Remontage an verschieden
dimensionierten Profilelementen bzw. der Nuten von Profilelementen. Die Schrägen sind
dabei an dem schmalen, freien Ende der Klemmvorrichtung, sowie Schrägen oder Radien
an dem Übergang der Horizontal- und Vertikalflächen der Klemmvorrichtung angeordnet.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass eine derartige Schräge auch an
den Seitenflächen der Klemmvorrichtung, mit den gleichen Vorteilen, angeordnet ist.
[0017] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung hat den Vorteil, dass die Basis wenigstens
eine Öffnung aufweist.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung besteht ebenfalls
darin, dass die Öffnung der Basis wenigstens einen in das Lumen der Öffnung hineinragenden
Steg aufweist. Dies führt bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung vorteilhafterweise
dazu, dass an dieser Position keine signifikanten Kraftlinien verlaufen.
Die Beanspruchung in diesem Bereich durch das Einsetzen eines Fixierelementes wie
bspw. einer Schraube in die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung und deren Rotationsbewegung
in die Öffnung der Basis führt zu einer minimalen Beanspruchung, ohne das kritische
Kerbspannungen entstehen, insbesondere der Basis der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung.
Derer Abstand der gegenüberliegenden Stege in der Öffnung der Basis entspricht mindestens
dem Kerndurchmesser des Fixierelementes. Der Abstand der gegenüberliegenden Stege
ist kleiner als der Außendurchmesser des Fixierelementes.
[0018] In einer weiterhin vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
ist die erste Klemmvorrichtung über wenigstens ein Distanzelement von der zweiten
Klemmvorrichtung beabstandet angeordnet. Hierdurch ist es möglich, die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung bei ihrem bestimmungsgemäßen Einsatz zum Verbinden bzw. Fixieren
von Boden- bzw. Wandabdeckung aufweisenden Profilelementen exakt zu positionieren,
so dass der Spalt zwischen den Profilelementen über die Basis sowie das Distanzelement
der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung dimensionierbar ist.
[0019] Es hat sich ebenfalls als vorteilhaft herausgestellt bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung,
dass das Distanzelement wenigstens eine Öffnung aufweist. Durch diese vorteilhafte
Ausgestaltung ist es möglich, bei bestimmungsgemäßer Verwendung der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung mit Fixierelementen wie beispielsweise Schrauben diese vor
der Montage exakt zu positionieren.
[0020] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung besteht darin,
dass die Öffnung der Basis mit der Öffnung des Distanzelementes in Wirkverbindung
steht. Hierdurch ist es möglich, die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung mit
Fixierelementen wie beispielsweise Schrauben die Boden- bzw. Wandabdeckung bildenden
Profilelemente zu verbinden und an der Unterkonstruktion sicher zu fixieren.
[0021] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist aber weiterhin so ausgebildet, dass
die Öffnung des Distanzelementes wenigstens zwei einander gegenüberliegend angeordnete
Nuten aufweist. Diese Nuten sind dabei so ausgebildet, dass bei bestimmungsgemäßer
Verwendung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung mit an sich bekannten Werkzeugen
wie beispielsweise Schraubendrehern die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung drehbar
bzw. fixierbar ist. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die Öffnung
des Distanzelementes so ausgebildet ist, dass sie insgesamt sechs einander gegenüberliegend
angeordnete Flächen aufweist, die so ausgebildet sind, dass ein an sich bekanntes
Werkzeug wie beispielsweise ein Inbusschlüssel in diese einbringbar und die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung drehbar bzw. fixierbar ist.
[0022] Die Erfindung betrifft außerdem eine Boden- bzw. Wandabdeckung aufweisende, mit wenigstens
einer Nut versehene, Profilelemente, die zueinander beabstandet unter Bildung eines
Spaltes auf einer Unterkonstruktion befestigt sind mit wenigstens einer Befestigungsvorrichtung
gemäß den vorherigen Ausführungen.
[0023] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Boden- bzw. Wandabdeckung, wobei der Abstand
der freien Enden der Klemmvorrichtung in etwa dem Abstand der Nut der Profilelemente
entspricht. Dies führt vorteilhafterweise zu einer einfachen und auch sicheren Montage
der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung im Spalt zwischen den zueinander angeordneten
Profilelementen.
[0024] Ebenfalls vorteilhaft ist, dass der Abstand der gegenüberliegend angeordneten Eckbereiche
der Klemmvorrichtung größer ist, als der Abstand der Nuten der Profilelemente. Dies
ermöglicht eine sichere Fixierung der Profilelemente, wobei die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
bei ihrer Drehbewegung in die Nuten der Profilelemente nicht überdreht werden kann.
[0025] Weiterhin vorteilhaft ist, dass die Breite des, zwischen den Klemmvorrichtungen angeordneten,
Distanzelementes in etwa der Breite des Spaltes zwischen den Profilelementen entspricht.
Hierdurch ist eine schnelle, sichere und optisch ansprechende Verlegung bzw. Anordnung
der Profilelemente zu einer Boden- bzw. Wandabdeckung möglich.
[0026] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei bestimmungsgemäßem Einsatz der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung die Eckbereiche des freien Endes der Klemmvorrichtung direkt
an der Nut der miteinander zu verbindenden Profilelemente anliegen, so dass die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung bei ihrer bestimmungsgemäßen Montage durch Fixierelemente
wie beispielsweise Schrauben bis zu einem definierten Winkel bei der Fixierung rotiert
und die Profilelemente an der Unterkonstruktion ausreichend fixiert.
Die Befestigungsvorrichtung ist mittelbar über ein Fixierelement bspw. eine Schraube
während der Montage in eine auf etwa 90° limitierte, definierte Rotation bringbar,
so dass sich die Klemmvorrichtungen der Befestigungsvorrichtung in die Nuten der Profilelemente
hineindrehen.
[0027] Die Erfindung soll nun an diesen nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen näher
beschrieben werden.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung an einer
Unterkonstruktion mit zwei schematisch dargestellten Profilelementen;
- Fig. 2
- perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung;
- Fig. 3
- Ansicht von unten einer weiteren erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung.
[0029] In Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
1 zum Verbinden von Bauteilen untereinander sowie an einer Unterkonstruktion 2, insbesondere
Boden- bzw. Wandabdeckung und dergleichen aufweisende, mit wenigstens einer Nut 31,
32 versehene, Profilelemente 3, die zueinander beabstandet unter Bildung eines Spaltes
4 auf der Unterkonstruktion 2 befestigt sind, dargestellt.
[0030] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist so an der Unterkonstruktion 2
angeordnet, dass die teilweise sichtbaren Klemmvorrichtungen 6, 7 in der jeweiligen
Nut 31, 32 der Profilelemente 3 angeordnet sind und dass das Distanzelement 8 zusammen
mit der nicht sichtbaren Basis 10 die Breite des Spaltes 4 zwischen den Profilelementen
3 definiert. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist an der Unterkonstruktion
2 über ein, separat dargestelltes, Fixierelement 20, welches bspw. als Schraube ausgebildet
ist, fixiert.
[0031] In der Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
1 dargestellt.
[0032] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 weist eine Basis 10 mit zwei von der
Basis 10 wegragenden Klemmvorrichtungen 6, 7 auf.
Die Basis 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass sie zwei, zueinander
etwa orthogonal angeordnete, Flanken 11, 12 aufweist.
Dabei ist in diesem Ausführungsbeispiel die erste Flanke 11 der Basis 10 etwa orthogonal
zur Unterseite der Klemmvorrichtung 6 und die zweite Flanke 12 etwa parallel zur Klemmvorrichtung
6, 7 angeordnet.
[0033] In diesem Ausführungsbeispiel ist an den freien Enden der zueinander etwa orthogonal
angeordneten Flanken 11, 12 jeweils eine, einen Radius RF aufweisende Flanke 13, 16
angeordnet. Der Radius RF in diesem Ausführungsbeispiel ist 3,5 mm.
Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel weiterhin
so ausgebildet, dass die einen Radius RF aufweisenden Flanken 13, 16 durch eine weitere,
hier nicht sichtbare, einen weiteren Radius RF aufweisende Flanke miteinander verbunden
sind.
[0034] Die Flanken 11, 12 der Basis 10 der Befestigungsvorrichtung 1 weisen in diesem Ausführungsbeispiel
etwa die gleiche Breite auf.
[0035] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass
die Klemmvorrichtung 6,7 an ihrem, der Basis 10 gegenüberliegend angeordneten, freien
Ende 60, 70 wenigstens eine zu ihrer Oberseite und / oder zu ihrer Unterseite angeordnete
Schräge 61, 62, 71, 72 aufweist.
[0036] In diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Schräge 61, 71 der Klemmvorrichtung 6,
7 in etwa einem rechten Winkel zur zweiten Schräge 62, 72 der Klemmvorrichtung 6,
7 angeordnet.
Die erste Schräge 61, 71 ist zur zweiten Schräge 62, 72 der Klemmvorrichtung 6, 7
über wenigstens einen Bereich 65, 66, 75, 76 beabstandet angeordnet.
Ein erster Bereich 65, 75 der Klemmvorrichtung 6, 7 verläuft etwa parallel zur ersten
Flanke 11 der Basis 10. Ein zweiter Bereich 66, 76 der Klemmvorrichtung 6, 7 ist bogenmäßig
gleichmäßig gekrümmt und hat etwa den gleichen Radius wie die Flanke 16 der Basis
10.
[0037] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel
so ausgestaltet, dass die einander gegenüberliegenden Eckbereiche 64, 74 der Klemmvorrichtung
6, 7 einen Abstand aufweisen, der größer ist, als der Abstand der Nuten der Profilelemente.
Die einander gegenüberliegenden Eckbereiche 63, 73 der Klemmvorrichtung 6, 7 weisen
einen Abstand auf, der gleich oder kleiner ist, als der Abstand der Nuten der Profilelemente.
[0038] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass
die erste Klemmvorrichtung 6 über ein Distanzelement 8 von der zweiten Klemmvorrichtung
7 beabstandet angeordnet ist.
Das Distanzelement 8 ist in diesem Ausführungsbeispiel im Querschnitt etwa rund ausgebildet
und weist eine etwa zentrisch angeordnete Öffnung 9 auf.
Die Öffnung 9 des Distanzelements 8 ist in diesem Ausführungsbeispiel weiterhin so
ausgebildet, dass jeweils zwei einander gegenüberliegend angeordnete Nuten 91, 92,
93, 94 angeordnet sind.
Dabei sind die Nuten 91 und 93 sowie die Nuten 92 und 94 direkt einander gegenüberliegend
angeordnet.
[0039] Die Nuten 91, 92, 93, 94 sind dabei so dimensioniert, dass einerseits in zwei einander
gegenüberliegend angeordnete Nuten 91, 93 bzw. 92, 94 ein an sich bekanntes Werkzeug
wie beispielsweise ein Schraubendreher einsetzbar ist und das die Nuten 91, 93 etwa
orthogonal zu den Nuten 92, 94 angeordnet sind, so dass ein an sich bekanntes Werkzeug
wie beispielsweise ein Kreuzschlitzschraubendreher einsetzbar ist.
Weiterhin ist die Öffnung 9 des Distanzelements 8 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
1 so ausgerichtet, dass zwischen den Nuten 91, 92, 93, 94 insgesamt vier ebene Flächen
angeordnet sind, die sich mit weiteren vier Flächen unterhalb der Nuten 91, 92, 93,
94 zu einem Innensechskant verbinden, in das ein an sich bekanntes Werkzeug wie beispielsweise
ein Inbusschlüssel einsetzbar ist.
[0040] In der Fig. 3 ist eine Ansicht von unten einer weiteren erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
1 dargestellt.
[0041] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 weist eine Basis 10 sowie zwei von
der Basis 10 wegragende Klemmvorrichtungen 6, 7 auf.
Die Basis 10 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel
zwei, zueinander etwa orthogonal angeordnete, Flanken 11, 12 auf.
Die Basis 10 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1 ist weiterhin so ausgebildet,
dass direkt gegenüber der zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken 11, 12 zwei
weitere, zueinander etwa orthogonal angeordnete Flanken 14, 15 angeordnet sind.
[0042] Der Abstand der einander gegenüberliegend angeordneten Flanken 12 und 15 sowie 11
und 14 entspricht in diesem Ausführungsbeispiel in etwa der Breite der Klemmvorrichtung
6,7 und definiert den Spalt 4 zwischen den zu fixierenden Profilelementen 3.
[0043] Die zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken 11, 12 sowie 14, 15 sind jeweils
durch einen Radius R voneinander beabstandet angeordnet. Der Radius hat in diesem
Ausführungsbeispiel eine Größe von etwa 0,8 mm.
[0044] Die Basis 10 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1 ist weiterhin so ausgebildet,
dass die freien Enden der zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken 11, 12,
14, 15 durch jeweils eine, einen Radius RF aufweisende Flanke 13, 16 miteinander verbunden
sind. Der Radius RF weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Breite von 3,5 mm auf.
[0045] Weiterhin weist die Basis 10 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1 in diesem
Ausführungsbeispiel eine Öffnung 5 auf, wobei in das Lumen der Öffnung 5 Stege 51
hineinragen. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Öffnung 5 der Basis 10 insgesamt
acht Stege 51 auf. Der Abstand der gegenüberliegenden Stege 51 in der Öffnung 5 der
Basis 10 entspricht mindestens dem Kerndurchmesser des nicht dargestellten Fixierelementes
20. Der Abstand der gegenüberliegenden Stege 51 in der Öffnung 5 der Basis 10 ist
kleiner als der Außendurchmesser des nicht dargestellten Fixierelementes 20.
[0046] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel
weiterhin so ausgebildet, dass die Öffnung 5 der Basis 10 mit der Öffnung 9 des Distanzelementes
8 in Wirkverbindung steht, also miteinander verbunden ist.
[0047] In diesem Ausführungsbeispiel weist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
1 jeweils eine an den freien Enden 60, 70 der Klemmvorrichtung 6, 7 angeordnete Schräge
62, 72 auf. Die Schräge 62, 72 der Klemmvorrichtung 6, 7 ist jeweils von der Unterseite
in einem spitzen Winkel bspw. 45° zur nicht dargestellten Oberseite angeordnet.
[0048] Ein erster Bereich 65, 75 der Klemmvorrichtung 6, 7 verläuft etwa parallel zur Flanke
11, 14 der Basis 10. Ein zweiter Bereich 66, 76 der Klemmvorrichtung 6, 7 ist gleichmäßig
gekrümmt und weist etwa den gleichen Radius auf wie die Flanke 13, 16 der Basis 10.
[0049] Der Abstand der freien Enden 60, 70 der Klemmvorrichtung 6, 7 der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung 1 ist dabei so dimensioniert, dass er etwa dem Abstand der
nicht dargestellten Nuten der Profilelemente entspricht.
[0050] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel
weiterhin so ausgestaltet, dass die einander gegenüberliegenden Eckbereiche 64, 74
der Klemmvorrichtung 6, 7 einen Abstand aufweisen, der größer ist, als der Abstand
der Nuten 31, 32 der Profilelemente 3.
[0051] Die einander gegenüberliegenden Eckbereiche 63, 73 der Klemmvorrichtung 6, 7 weisen
einen Abstand auf, der gleich oder kleiner ist, als der Abstand der Nuten 31, 32 der
Profilelemente 3.
1. Befestigungsvorrichtung (1) zum Verbinden von Bauteilen untereinander sowie an einer
Unterkonstruktion (2), insbesondere Boden- bzw. Wandabdeckungen und dergleichen aufweisende,
mit wenigstens einer Nut (31, 32) versehene, Profilelemente (3), die zueinander beabstandet
unter Bildung eines Spaltes (4) auf einer Unterkonstruktion (2) befestigt sind, umfassend
eine Basis (10) mit wenigstens einer, von der Basis (10) wegragenden, Klemmvorrichtung
(6, 7), dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (10) wenigstens zwei, zueinander etwa orthogonal angeordnete, Flanken (11,
12, 14, 15) aufweist.
2. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Flanke (11, 14) etwa orthogonal zu wenigstens einer Unterseite der
Klemmvorrichtung (6, 7) angeordnet ist.
3. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (10) gegenüber den, zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken (11,
12) wenigstens zwei weitere, zueinander etwa orthogonal angeordnete, Flanken (14,
15) aufweist.
4. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken (11, 12, 14, 15) durch einen
Radius R voneinander beabstandet angeordnet sind.
5. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der zueinander etwa orthogonal angeordneten Flanken (11, 12, 14,
15) durch wenigstens eine, einen Radius RF aufweisende Flanke (13, 16) miteinander
verbunden sind.
6. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einander gegenüberliegend angeordneten Flanken (11, 12, 14, 15) etwa äquidistant
zueinander angeordnet sind.
7. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (6, 7) an ihrem, der Basis (10) gegenüberliegend angeordneten,
freien Ende (60, 70) wenigstens eine zu ihrer Oberseite und / oder zu ihrer Unterseite
angeordnete Schräge (61, 62, 71, 72) aufweist.
8. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (10) wenigstens eine Öffnung (5) aufweist.
9. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klemmvorrichtung (6) über wenigstens ein Distanzelement (8) von der zweiten
Klemmvorrichtung (7) beabstandet angeordnet ist.
10. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzelement (8) wenigstens eine Öffnung (9) aufweist.
11. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (9) des Distanzelementes (8) wenigstens zwei einander gegenüberliegend
angeordnete Nuten (91, 92, 93, 94) aufweist.
12. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (5) der Basis (10) mit der Öffnung (9) des Distanzelements (8) in Wirkverbindung
gesteht.
13. Boden- bzw. Wandabdeckung aufweisende, mit wenigstens einer Nut (31, 32) versehene,
Profilelemente (3), die zueinander beabstandet unter Bildung eines Spaltes (4) auf
einer Unterkonstruktion (2) befestigt sind, mit wenigstens einer Befestigungsvorrichtung
(1) gemäß den Ansprüchen 1 bis 12.
14. Boden- bzw. Wandabdeckung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der freien Enden (60, 70) der Klemmvorrichtung (6, 7) in etwa dem Abstand
der Nuten (31, 32) der Profilelemente (3) entspricht.
15. Boden- bzw. Wandabdeckung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der gegenüberliegend angeordneten Eckbereiche (64, 74) der Klemmvorrichtung
(6, 7) größer ist, als der Abstand der Nuten (31, 32) der Profilelemente (3).