[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für linear bewegbare
Bauteile nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die
DE 10 2005 017 417 A1 offenbart eine Schubladenführung, bei der eine Schubladenschiene relativ zu einer
Mittelschiene und einer Korpusschiene über Wälzkörper verfahrbar gelagert ist. In
mindestens einer Position des Öffnungs- oder Schließvorganges der Schublade wird die
Schubladenschiene entlastet, indem beim Verfahren der Schubladenschiene ein Anheben
erfolgt, so dass die Wälzkörper durch das Anheben entlastet werden. Das Anheben der
Schiene führt zwar zu einer Vermeidung einer Abplattung an den Wälzkörpern, allerdings
besteht das Problem, dass das Anheben der Schubladenschiene bei der Benutzung als
störend empfunden wird, denn der Benutzer muss beim Anheben der Schublade entsprechende
Kräfte überwinden, was den Öffnungs- oder Schließvorgang behindern kann.
[0003] Die
WO 2012/027053 offenbart eine Auszugsführung mit drei Schienen, die relativ zueinander verfahrbar
sind. Eine Stützeinrichtung weist Rollen auf, die bei einer Belastung eine bewegbare
Schiene abstützen.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Führungsvorrichtung für linear
bewegbare Bauteile zu schaffen, die eine einfache Handhabung gewährleistet und eine
Abplattung an den Rollen oder Wälzkörpern zumindest verringert.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Führungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 vorgeschlagen.
[0006] Bei einer erfindgungsgemäßen Führungsvorrichtung ist eine Stützeinrichtung zwischen
einer Führungsschiene und einem Tragelement vorgesehen, wobei erst bei Überschreiten
einer vorbestimmten Kraft in einer der Endpositionen das Tragelement durch die Stützeinrichtung
abgestützt wird. Im unbelasteten Zustand erfolgt daher keinerlei Abstützung, so dass
die Präsenz der Stützeinrichtung vom Benutzer nicht wahrgenommen wird. Erst wenn das
Tragelement durch eine hohe Gewichtskraft belastet wird, kann die Stützeinrichtung
aktiv werden, um das Problem einer Abplattung an den Wälzkörpern oder den Rollen zu
verringern. Der Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, dass die Stützeinrichtung
nur so viel Kraft aufnehmen soll, dass die Wälzkörper oder die Rollen nicht vollständig
entlastet werden. In der Endposition, in der die Stützeinrichtung wirksam werden kann,
tragen die Wälzkörper oder die Rollen zumindest eine Grundlast. Daher ist die Stützeinrichtung
so ausgelegt, dass in der Endposition, insbesondere in einer eingefahrenen Endposition,
ein Spalt zwischen dem Tragelement oder einem mit dem Tragelement verbundenen Bauteil
und der Stützeinrichtung hergestellt ist, wenn eine bestimmte auf die Führungsvorrichtung
einwirkende Gewichtskraft noch nicht erreicht ist. Der Spalt kann beispielsweise in
einem Bereich zwischen 0,1 mm bis 0,9 mm, vorzugsweise 0,2 mm bis 0,5 mm, liegen.
[0007] Durch die Stützeinrichtung kann bei einem Möbel ein harmonisches Blendenbild bei
Schubkästen oder ein harmonisches Fugenbild bei einem Schiebetürsystem mit gleichen
Spaltmaßen erhalten werden, welches auch nach längerem Gebrauch noch vorhanden ist.
Denn durch den erfindungsgemäßen Gedanken wird eine Abplattung an den Wälzkörpern
oder den Laufrollen minimiert.
[0008] In einer erfindungsgmäßen Ausgestaltung weist das Stützelement eine drehbar gelagerte
Stützrolle auf und das Tragelement, die Führungsschiene und/oder ein mit dem Tragelement
oder der Führungsschiene verbundenes Bauteil weist eine Anlaufschräge und eine Rampe
auf. Dadurch kann bei der Aktivierung der Stützeinrichtung durch eine hohe Belastung
des Tragelementes ein leichtgängiges Verfahren der Führungsschiene gewährleistet werden,
die sanft über eine Anlaufschräge verfahren wird, wobei dann im Bereich der Rampe
eine Abstützung durch die Stützeinrichtung erfolgt. Dadurch ist die Abstützung weitgehend
für den Benutzer kaum spürbar. Die Anlaufschräge kann in einem Winkel zwischen 1 °
bis 15°, insbesondere 2° bis 8°, zur Bewegungsrichtung des Tragelementes angeordnet
sein.
[0009] Die Stützeinrichtung tritt erst bei einer Anfangsbeladung von 5 bis 30 kg, insbesondere
8 bis 20 kg, in Funktion, wirkt somit erst dann, wenn ein gewisser Beladungsgrad erreicht
ist. Dadurch ist sichergestellt, dass im unbelasteten Zustand die Stützeinrichtung
die Handhabung der Führungsvorrichtung nicht beeinträchtigt. Erst bei Überschreiten
einer bestimmten Beladung wird dann die Stützeinrichtung aktiviert, um eine Verformung
der Wälzkörper oder der Rollen durch eine Abplattung in einer stationären Position
zu vermeiden und somit ein harmonisches und spaltgleiches Fugenbild einer Frontblende
oder einer Schiebtür zu erreichen.
[0010] Die Führungsvorrichtung kann insbesondere als Auszugsführung mit einer stationären
Führungsschiene und einer bewegbaren Laufschiene als Tragelement ausgebildet sein.
Zwischen der Führungsschiene und der Laufschiene kann eine Mittelschiene vorgesehen
sein, an der eine Stützrolle als Stützeinrichtung drehbar gelagert ist. Um eine exakte
Dosierung der Stützeinrichtung bereitzustellen, kann dabei an der Auszugsführung eine
Synchronisationseinrichtung vorgesehen sein, die für eine exakte Positionierung der
Stützeinrichtung relativ zu einer Kontaktfläche an dem Tragelement oder einem mit
dem Tragelement verbundenen Bauteil sorgt.
Die Führungsschiene, die Mittelschiene und/oder die Laufschiene sind vorzugsweise
über Wälzkörper relativ zueinander verfahrbar gelagert. Insbesondere können tonnen-
oder zylinderförmige Wälzkörper eingesetzt werden, wobei die Wälzkörper hinsichtlich
Material, E-Modul, Geometrie und Abmessung frei wählbar und/oder kombinierbar sind.
Beispielsweise können zumindest einige Wälzkörper aus Kunststoff bestehen.
In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist an der Führungsschiene ein Tragelement
verfahrbar gelagert, an dem eine Schiebetür montiert ist. An dem Tragelement ist dabei
eine Laufrolle drehbar gelagert, die zumindest teilweise aus einem elastischen Material
hergestellt ist. Dadurch kann die Laufrolle in einer Endposition, beispielsweise einer
Schließposition, durch eine Stützeinrichtung, insbesondere eine Stützrolle, unterstützt
werden, um ein Abplatten der Stützrolle zu vermeiden. Je nach Schwere der Schiebetür,
die an dem Tragelement fixiert ist, wirkt dann die Stützeinrichtung in der Endposition
oder ist nicht wirksam.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Stützeinrichtung eine
zur Horizontalen geneigt ausgerichtete, ansteigende Anlaufschräge und eine auf de
Anlaufschräge aufsetzende Rolle. Bei einem gewissen Beladungsgrad setzt die Rolle
gleichmäßig und störungsfrei, ohne abruptes Anschlagen an eine Störkante, auf die
Anlaufschräge auf und trägt dazu bei, das Tragelement zu unterstützen. Wenn der höchste
Punkt der Anlaufschräge erreicht ist, geht die Anlaufschräge vorzugsweise über in
eine abfallende Rampenstruktur, die zumindest in einem Bereich bis zur Endlagenposition
auf das eine Tragelement in Endlagenrichtung wirkt. Dadurch kann die Stützeinrichtung
mit der Rampe eine Hangabtriebskraft in Endlagenrichtung bewirken, was gerade bei
Trageelementen mit hohen Gewichtslasten vorteilhaft ist, um das Tragelement sicher
in die Endlagenposition zu bewegen, denn bei hohen Gewichtskräften kann es vorkommen,
dass ein Selbsteinzug keine ausreichende Kraft in Endlagenrichtung bewirkt.
[0011] Besonders vorteilhaft ist die Rolle an der Laufschiene und die als Laufbahn wirkenden
Anlaufschräge sowie die Rampe an der Führungsschiene angeordnet, wobei die Anlaufschräge
und die Rampe vorzugsweise stoffschlüssig, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben
oder durch andere bekannte Verbindungsarten, beispielsweise Klipsen oder Druckfügeverfahren,
an der Führungsschiene festgelegt sind.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform ist eine Rolle der Stützeinrichtung an einem Stopfen
drehbar gelagert, der in eine Laufschiene einer Auszugsführung eingesteckt ist. Dadurch
kann die Stützeinrichtung einfach montiert werden und die Rolle kann geschützt angeordnet
werden.
[0013] In einer alternativen Ausführungsform ist die Rolle der Stützeinrichtung über ein
Diagonallangloch in Längsrichtung der Führungsvorrichtung im Betrieb vertikal und
horizontal verschiebbar gelagert. Damit können etwaige auf die Führungsvorrichtung
einwirkende Stoßkräfte abgefangen werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer als Auszugsführung ausgebildeten Führungsvorrichtung;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht der Auszugsführung der Figur 1 von der anderen Seite;
- Figuren 3 und 3A
- eine perspektivische Ansicht der Auszugsführung der Figur 2 in einer geschlossenen
Position;
- Figuren 4A und 4B
- zwei Ansichten der Stützeinrichtung in unterschiedlichen Beladungszuständen;
- Figuren 5A und 5B
- zwei Ansichten der Stützeinrichtung der Auszugsführung der Figur 2 in unterschiedlichen
Positionen;
- Figuren 6 und 6A
- zwei Ansichten der Führungsschiene der Auszugsführung der Figur 2;
- Figuren 7 und 7A
- zwei Ansichten einer modifizierten Auszugsführung als erfindungsgemäße Führungsvorrichtung;
- Figuren 8 und 8A
- zwei Ansichten einer Laufschiene der Auszugsführung der Figur 7;
- Figur 9
- eine perspektivische Ansicht einer modifizierten Führungsschiene für eine Auszugsführung;
- Figur 10
- eine Ansicht eines Bauteils zur Herstellung einer Rampe an der Führungsschiene der
Figur 9;
- Figuren 11A bis 11C
- mehrere Ansichten der Stützeinrichtung der Auszugsführungen der Figuren 1 bis 8;
- Figuren 12A bis 12C
- mehrere Ansichten der Auszugsführung der Figur 2 in unterschiedlichen Positionen;
- Figuren 13A bis 13C
- mehrere Ansichten einer modifizierten Ausführungsform einer Führungsvorrichtung, die
als Schiebetürbeschlag ausgebildet ist;
- Figur 14
- ein Diagramm zur Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Stützeinrichtung;
- Figuren 15A bis 15C
- mehrere Ansichten einer an einem Stopfen gelagerten Rolle einer nicht erfindungsgemäßen
Stützeinrichtung;
- Figur 16A und 16B
- eine Ansicht einer Auszugsführung mit dem Stopfen der Figur 15;
- Figur 17
- eine Stützeinrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figur 18
- eine Ansicht der Stützvorrichtung der Figur 17 kurz vor der Endlagenposition;
- Figuren 19A und 19B
- zwei Ansichten der Stützvorrichtung der Figur 18;
- Figuren 20A und 20B
- zwei Ansichten der Stützvorrichtung der Figur 18 in unterschiedlichen Positionen mit
einem gewissen Beladungszustand und
- Figur 21
- eine alternative Ausführungsform einer Rolle
[0015] Eine erfindungsgemäße Führungsvorrichtung kann als Auszugsführung 1 ausgebildet sein,
bei der eine stationäre Führungsschiene 2 über einen oder zwei Haltewinkel 3 an einem
Möbelkorpus oder einem Haushaltsgerät fixiert wird. An der Führungsschiene 2 ist eine
Mittelschiene 4 und an der Mittelschiene 4 ist eine Laufschiene 5 verfahrbar gelagert,
wobei hierfür entsprechende Wälzkörper vorgesehen sind. Um die Wegstrecken und die
Geschwindigkeiten der Laufschiene 5 und der Mittelschiene 4 zu synchronisieren, ist
eine Synchronisationsvorrichtung 6 vorgesehen, bei der ein Umlenkelement 8 in Form
eines Seiles um zwei Umlenkrollen 7 geführt ist. An dem Umlenkelement 8 sind Halter
9 festgelegt, an denen jeweils ein Wälzkörperkäfig gehalten ist. Dadurch ist sichergestellt,
dass die Laufschiene 5 mit doppelter Geschwindigkeit relativ zu der Mittelschiene
4 verfahren wird. Statt des Seiles könnte auch eine Zahnstangen-Zahnrad-Kombination
als Synchronisationsvorrichtung verwendet werden.
[0016] In Figur 2 ist die Auszugsführung 1 in einer ausgefahrenen Position gezeigt. Zwischen
der Führungsschiene 2 und der Mittelschiene 4 sind Wälzkörper angeordnet (nicht dargestellt),
die an einem Wälzkörperkäfig 11 gehalten sind. Die Wälzkörper sind als ballige Pendelrollen
ausgebildet und wälzen an ebenen Laufbahnen ab, die an der Führungsschiene 2, der
Mittelschiene 4 und der Laufschiene 5 ausgebildet sind. Dabei bilden drei Wälzkörper
jeweils einen Satz Wälzkörper, und hintereinander in Bewegungsrichtung sind mehrere
Sätze solcher Wälzkörper angeordnet.
[0017] Ferner ist an der Auszugsführung 1 ein Selbsteinzug 12 und/oder eine Ausstoßvorrichtung
vorgesehen, die wirksam wird, wenn die Laufschiene 5 in Schließrichtung bewegt wird.
Hierfür sind an der Laufschiene 5 stegförmige Vorsprünge als Aktivatoren 13 vorgesehen,
die mit einem Mitnehmer des Selbsteinzuges 12 in Eingriff gebracht werden können.
Es können auch andere Führungs- und Bewegungseinrichtungen statt des Selbsteinzuges
12 vorgesehen werden. Zudem ist an der Laufschiene 5 ein Haken 14 vorgesehen, mittels
dem ein Schubkasten oder ein anderes Bauteil montiert werden kann.
[0018] An der Mittelschiene 4 ist ferner eine Stützeinrichtung 20 vorgesehen, die eine drehbar
gelagerte Stützrolle 21 umfasst, die drehbar an einem Halter 22 gelagert ist.
[0019] Wie in den Figuren 3 und 3A gezeigt ist, kann die an der Mittelschiene 4 gelagerte
Stützrolle 21 entlang einer Anlaufschräge 24 und einer Rampe 23 der Führungsschiene
2 verfahren werden.
[0020] In den Figuren 4A und 4B sind zwei unterschiedliche Beladungszustände der Stützrolle
21 an dem Halter 22 gezeigt. In Figur 4A ist die Auszugsführung 1 in einem unbelasteten
Zustand gezeigt. Zwischen der Stützrolle 21 der Stützvorrichtung 20 und einer Kontaktfläche
35 an der Laufschiene 5 ist ein Spalt h ausgebildet, der beispielsweise in einem Bereich
zwischen 0,1 mm bis 0,9 mm, insbesondere 0,2 mm bis 0,5 mm, liegen kann. Im unbelasteten
Zustand ist die Stützrolle 21 in jedem Fall beabstandet von der Kontaktfläche 35 an
der Laufschiene 5 angeordnet, auch wenn die Stützrolle 21 auf der Rampe 23 an der
Führungsschiene 2 abgestützt ist.
[0021] In Figur 4B ist der belastete Zustand der Auszugsführung 1 dargestellt. Durch eine
Gewichtsbelastung von beispielsweise mehr als 10 kg senkt sich die Laufschiene 5 geringfügig
ab, und somit gelangt die Kontaktfläche 35 an eine Oberseite der Stützrolle 21. Die
Stützrolle 21 ist an der Unterseite auf der Rampe 23 der Führungsschiene 2 abgestützt,
so dass die Kräfte, die aufgrund der Beladung auf die Laufschiene 5 wirken und den
beispielhaften Gewichtswert von 10 kg übersteigen, nun zumindest teilweise über die
Stützrolle 21 auf die Führungsschiene 2 übertragen werden. Dadurch wird die Belastung
an den Wälzkörpern verringert, so dass das Problem einer Abplattung der Wälzkörper
in einer Schließposition durch die Gewichtsbelastung verringert wird.
[0022] In den Figuren 5A und 5B ist die Bewegung der Laufschiene 5 relativ zu der Führungsschiene
2 vor Erreichen der Schließposition gezeigt. Die Laufschiene 5 wird relativ zu der
Mittelschiene 4 nach links bewegt, so dass die Stützrolle 21 zunächst entlang der
Anlaufschräge 24 an der Führungsschiene 2 bewegt wird und im beladenen Zustand ab
einer gewissen Grenze die Anlaufschräge 24 kontaktiert. Die Anlaufschräge 24 kann
zur Bewegungsrichtung der Laufschiene 5 in einem Winkel zwischen 1° und 15°, insbesondere
2° bis 8°, geneigt sein. An die Anlaufschräge 24 schließt sich eine Rampe 23 an, die
im Wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung der Laufschiene 5 angeordnet ist. In
Figur 5B ist die Laufschiene 5 in einer Endposition gezeigt, insbesondere der Schließposition,
wobei dann die Stützrolle 21 einerseits auf der Rampe 23 aufliegt und andererseits
die Kontaktfläche 35 an der Laufschiene 5 abstützt, so dass zumindest ein Teil der
Gewichtslasten durch die Laufschiene 5 über die Stützrolle 21 abgetragen wird.
[0023] In den Figuren 6 und 6A sind zwei Ansichten der Führungsschiene 2 gezeigt. Die Führungsschiene
2 kann aus einem gerollten Metallblech hergestellt sein, wobei an einer ebenen Fläche
eine Anlaufschräge 24 und die Rampe 23 ausgeprägt sind. Die Höhe der Rampe 23 zu der
benachbarten Auflagefläche kann in einem Bereich zwischen 0,5 mm bis 4 mm liegen,
insbesondere 0,8 mm bis 1,8 mm.
[0024] In der Figur 7 ist eine modifizierte Auszugsführung 1' gezeigt, bei der die Stützrolle
21 nicht mehr an einer Rampe und einer Anlaufschräge an der Führungsschiene 2 abrollt,
sondern die Anlaufschräge 24' und die Rampe 23' an der Laufschiene 5' ausgebildet
sind. An der gegenüberliegenden Seite der Stützrolle 21 läuft die Stützrolle 21 auf
einer ebenen Anlagefläche 35' der Führungsschiene 2' ab, so dass der gleiche Effekt
erreicht wird, der in Bezug auf die Figuren 4 und 5 beschrieben wurde.
[0025] In den Figuren 8 und 8A ist die Laufschiene 5' im Detail gezeigt, an deren Unterseite
die Anlaufschräge 24' und die Rampe 23' ausgebildet sind. Im Übrigen kann die Laufschiene
5' wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 ausgebildet
sein.
[0026] In Figur 9 ist die Führungsschiene 2" gezeigt, bei der statt einer integralen Ausbildung
einer Anlaufschräge 24 und einer Rampe 23 ein zusätzliches Bauteil 30 montiert ist.
Das Bauteil 30, gezeigt in Figur 10, bildet eine Anlaufschräge 31 aus, an der eine
Führungsbahn 32 vorgesehen ist. Die Führungsbahn 32 begrenzt eine Nut oder Rinne 33,
so dass das Bauteil 30 auch zur Zentrierung genutzt werden kann, insbesondere wenn
die Stützrolle 21 eine entsprechende Querschnittskontur aufweist und in der Rinne
33 aufgenommen wird. An einem plattenförmigen Abschnitt 34 ist eine Montageöffnung
36 vorgesehen, so dass das Bauteil 30 über Befestigungsmittel oder eine Rastverbindung
an der Führungsschiene 2" montiert werden kann. Selbstverständlich kann das Bauteil
30 auch an einer Laufschiene 5" vorgesehen werden.
[0027] In den Figuren 11A bis 11C ist die Stützeinrichtung 20 im Detail gezeigt. Die Stützeinrichtung
20 umfasst einen Halter 22, der einen plattenförmigen Abschnitt 26 aufweist, der an
einem vertikalen Abschnitt der Mittelschiene 4 festlegbar ist. An dem Halter 22 steht
von dem plattenförmigen Abschnitt 26 ein Lager 27 im Wesentlichen senkrecht hervor,
in dem eine Aufnahme 28 für die Stützrolle 21 ausgebildet ist. Die Stützrolle 21 umfasst
dabei seitlich hervorstehende Achsen 29, die in entsprechenden Aufnahmen drehbar gelagert
sind. Um ein Herausbringen der Stützrolle 21 zu verhindern, ist an dem Lager 27 eine
Rastnase 38 vorgesehen.
[0028] In den Figuren12A bis 12C ist noch einmal ein Schließvorgang der Auszugsführung der
Figur 2 gezeigt. Zunächst wird die Laufschiene 5 in Schließrichtung bewegt und nähert
sich der Anlaufschräge 24 und der Rampe 23 an. Je nach Gewichtsbelastung der Laufschiene
5 gelangt die Stützrolle 21 früher oder später in Kontakt mit der Anlaufschräge 24,
wodurch die Stützrolle 21 geringfügig angehoben wird und dann entlang der Rampe 23
verfahren wird. Auf der Rampe 23 ist ein Kontakt zwischen der Stützrolle 21 und der
unteren Kontaktfläche 35 an der Laufschiene 5 hergestellt, so dass ein Teil der auf
die Laufschiene 5 wirkenden Gewichtskräfte durch die Stützrolle 21 aufgenommen wird.
[0029] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt die Stützrolle 21 nur zur Kompensierung
von Gewichtskräften, die insbesondere in der Schließposition wirken. Es ist natürlich
auch möglich, eine entsprechende Stützeinrichtung 20 in einer maximalen Auszugsposition
vorzusehen, in der nur ein Teil der Wälzkörper auf Druck beansprucht wird, während
andere Wälzkörper entlastet werden.
[0030] In den Figuren 13A bis 13C ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Führungsvorrichtung gezeigt. Die Führungsvorrichtung ist als Schiebetürbeschlag ausgebildet
und umfasst ein Tragelement 50, das als U-förmig gebogenes Laufteil ausgebildet ist.
An einem Schenkel 51 des Tragelementes 50 ist eine Schiebetür 52 fixiert, während
auf der gegenüberliegenden Seite ein Schenkel 55 vorgesehen ist, an dem eine Laufrolle
54 drehbar gelagert ist. Die Laufrolle 54 ist dabei an einer Führungsschiene 120 verfahrbar
gelagert, die beispielsweise an einem Möbelkorpus eines Schrankmöbels montiert ist.
An einem Verbindungsstück des Tragelementes 50 ist ferner eine Aushebesicherung 53
vorgesehen, die verschiebbar an dem Tragelement gelagert ist und ein Ausheben des
Tragelementes 50 verhindert.
[0031] An dem vertikalen Schenkel 55 des Tragelementes 50 ist benachbart zu der Laufrolle
54 eine Stützrolle 56 vorgesehen, die drehbar an einem Halter 57 gelagert ist. Die
Stützrolle 56 kann an der Führungsschiene 120 in Kontakt mit einer Anlaufschräge 122
und einer Rampe 123 gelangen. Ein zur Anlaufschräge 122 benachbarter Abschnitt 121
ist beabstandet von der Stützrolle 56 angeordnet. Abhängig von der Beladung des Tragelementes
50 bzw. durch das Gewicht der Schiebetür 52 kann es erforderlich sein, die Laufrolle
54 in einer Endposition, insbesondere einer Schließposition, abzustützen. Wie in Figur
13B gezeigt ist, ist die Stützrolle 56 mit ihrer Unterseite höher angeordnet als die
Laufrolle 54. Wirkt nun eine hohe Kraft auf das Tragelement 50, plattet die Laufrolle
54 um die Höhe h ab, und die Gewichtskraft verteilt sich nun auf die Stützrolle 56
und die Laufrolle 54. Dadurch kann das Problem einer dauerhaften Abplattung der Laufrolle
54 verringert werden, was gerade bei einem langfristigen Einsatz des Möbels oder Haushaltsgerätes
sinnvoll ist.
In den dargestellten Ausführungsbeispielen werden immer Stützrollen 21 oder 56 eingesetzt,
um einen Teil der Gewichtskräfte aufzunehmen.
In Figur 14 ist das Prinzip der Stützeinrichtung noch einmal grafisch dargestellt.
Bei einer vorbestimmten Beladung, beispielsweise bei etwa 20 kg, wirkt eine Kraft
F von etwa 200 N auf die Wälzkörper oder die Stützrolle. Wenn ab diesem Schwellwert
die Stützrollen 21 oder 56 ihre Wirkung entfalten sollen, wird der Abstand zwischen
den entsprechenden Bauteilen so gewählt, dass nun die Stützrollen 21 und 56 an einer
Rampe 23 oder 123 aufliegen. Wird nun die Beladung an der Laufschiene 5 oder dem Tragelement
50 erhöht, wird nur noch ein Teil der Gewichtslast auf die Wälzkörper oder die Laufrolle
54 weitergegeben, da nun die Stützrollen 21 und 56 wirksam sind. Dadurch kann ein
starkes Abplatten verringert werden, was den Laufkomfort erhöht.
[0032] In den Figuren 15A bis 15C ist eine nicht erfindungsgemäße Ausführungsform einer
Stützeinrichtung 60 gezeigt, die eine drehbar gelagerte Rolle 61 umfasst. Die drehbar
gelagerte Rolle 61 ist über einen Zapfen 62 an einem Steg 63 gehalten, der an einem
Stopfen 65 angeformt ist. Der Stopfen 65 ist über eine stirnseitig angeordnete Anschlagplatte
64 in eine Laufschiene 103 einer Auszugsführung eineinschiebbar. Die Rolle 61 besitzt
eine Stützfunktion, wenn eine bestimmte Gewichtslast überschritten wird, die auf eine
Laufschiene 103 der Auszugsführung wirkt. Die Stützeinrichtung mit dem Stopfen 65
kann leicht montiert werden, indem der Stopfen 65 in den Hohlraum der Laufschiene
103 eingesteckt wird. Die Rolle 61 kann dann in der montierten Position mit einem
geringen Abstand 67 oberhalb einer Führungsbahn 66 der Führungsschiene 102 angeordnet
sein, wie dies in Figur 16B gezeigt ist. Wird die Laufschiene 103 belastet, beispielsweise
durch höhere Gewichtslasten eines Schubkastens, senkt sich die Laufschiene 103 ab,
so dass die Rolle 61 in Eingriff mit der Führungsbahn 66 der Führungsschiene 102 gelangt.
[0033] In Figur 17 ist eine Führungsvorrichtung 101 gezeigt, welche als Auszugsführung ausgebildet
ist und eine stationäre Führungsschiene 102 umfasst, an der ein Tragelement 103 in
Form einer Laufschiene verfahrbar geführt ist. Dabei kann das Tragelement 103 über
Wälzkörper oder Rollen direkt an der Führungsschiene 102 verfahrbar sein. Optional
können aber zwischen der Führungsschiene 102 und dem Tragelement 103 eine oder mehrere
Mittelschienen vorgesehen werden. Die Führungsschiene 102 ist dabei über mindestens
einen Haltewinkel 104 an einem Möbelkorpus oder Haushaltsgerät befestigbar, wobei
der mindestens eine Haltewinkel 104 auch integral mit der Führungsschiene 102 ausgebildet
sein kann.
[0034] Um eine Endlagenbewegung des Tragelementes 103 in einem gewissen Bereich vor der
Endlagenposition zu unterstützen, ist ein Endlageneinzug 105 vorgesehen. Der Endlageneinzug
105 umfasst ein Gehäuse 106, an dem ein Mitnehmer 107 entlang einer Führungsbahn 108
verfahrbar ist. Die Führungsbahn 108 weist einen linearen Abschnitt in Längsrichtung
der Führungsschiene 102 und einen abgewinkelten Endabschnitt auf. An dem abgewinkelten
Endabschnitt kann der Mitnehmer 107 geparkt oder verrastet werden, wobei der Mitnehmer
107 über einen Kraftspeicher, insbesondere eine Feder, in Endlagenrichtung vorgespannt
ist. Der Mitnehmer 107 kann mit einem Aktivator 109 gekoppelt werden, der an dem Tragelement
103 fixiert ist. Bei einer Bewegung des Tragelementes 103 in Endlagenrichtung entrastet
der Aktivator 109 den Mitnehmer 107, so dass aufgrund der Kraft der Feder das Tragelement
103 zusammen mit dem Mitnehmer 107 in Endlagenrichtung bewegt wird. Der Endlageneinzug
105 weist ferner einen Dämpfer 110 auf, beispielswiese einen Fluiddämpfer, um die
Bewegung des Tragelementes 103 vor Erreichen der Endlagenposition abzubremsen.
[0035] Um die Einzugsbewegung des Tragelementes 103 ab einer vorbestimmten Gewichtsbelastung
zu unterstützen, gerade wenn das Tragelement 103 mit einem schweren Bauteil beladen
ist, umfasst die Führungsvorrichtung 101 ferner eine Stützeinrichtung 111. Die Stützeinrichtung
111 weist eine Rolle 112 auf, die drehbar an dem Tragelement 103 gelagert ist und
entlang einer Anlaufschräge 114 und einer Rampe 113 verfahrbar ist. Die Anlaufschräge
114 und die Rampe 113 sind durch abgewinkelte Stege gebildet, an deren Oberseiten
eine Laufbahn für die Rolle 112 ausgebildet ist.
[0036] Der Anlaufschräge 114 ist dabei in Endlagenrichtung zur Horizontalen ansteigend ausgebildet,
beispielsweise in einem Winkel β in einem Bereich zwischen 1° bis 18°, insbesondere
4° bis 12°. Die Rampe 113 ist hingegen in Endlagenrichtung zur Horizontalen abfallend
ausgebildet, beispielsweise in einem Winkel α zwischen 0,5° und 5°, insbesondere 1°
bis 3°. Die Anlaufschräge 114 ist dabei in Längsrichtung kürzer ausgebildet als die
Rampe 113, insbesondere um 30 % oder 40 % kürzer. Ferner ist die Neigung der Anlaufschräge
114 zur Horizontalen steiler ausgebildet als die der Rampe 113.
[0037] Wird nun das Tragelement 103 in Endlagenrichtung bewegt, läuft die Rolle 112 bei
einem gewissen Beladungszustand gleichmäßig auf die Anlaufschräge 114 auf, so dass
das Tragelement 103 über die Rolle 112 geringfügig angehoben wird. Wenn der höchste
Punkt der Anlaufschräge 114 erreicht ist, wandelt sich die Laufbahn der Rolle 112
zu der abfallenden Rampe 113. Im Bereich des höchsten Punktes beginnt zudem der Endlageneinzug
105 zu wirken, indem der Mitnehmer 107 mithilfe des Aktivators 109 entrastet wird
und mittels des Kraftspeichers in Form einer Feder entlang der Führungsbahn 108 verfahren
wird, bis die Endlagenposition erreicht ist. Die durch das Gefälle der Rampe 113 auf
die Rolle 112 einwirkende Hangabtriebskraft wirkt dabei zusätzlich zu dem Endlageneinzug
105 unterstützend zu dessen Funktion. Vorzugsweise wird der komplette Weg der Rampe
113 für die Kontaktierung mit der Rolle 112 genutzt. Es ist auch möglich, dass die
Rolle 112 bereits vor Erreichen des tiefsten Punktes der Rampe 113 aufgrund der nicht
mehr genügenden Beladung oder infolge einer elastischen Verformung der Führungsschiene
102 und/oder der als Tragelement 103 dienenden Laufschiene den Kontakt verliert.
In Figur 19A ist die Stützeinrichtung 111 im Detail gezeigt. Die Rolle 112 ist um
eine Achse 115 drehbar gelagert, die an dem Tragelement 103 fixiert ist. Die Anlaufschräge
114 und die Rampe 113 sind als Stege ausgebildet, die auch integral mit der Führungsschiene
102 ausgebildet sein können. Es ist auch möglich, die Rampe 113 und den Bremsbereich
114 als zusätzliches Bauteil an der Führungsschiene 102 zu fixieren, vorteilhafterweise
durch stoffschlüssiges Verbinden, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben oder
durch andere bekannte Fügeverfahren, wie beispielsweise Klipsen oder Druckfügen.
[0038] In Figur 19B ist der Endlageneinzug in der Endlagenposition gezeigt. Der Aktivator
109 umfasst hervorstehende Stege 190, die in eine Aufnahme des Mitnehmers 107 angeordnet
sind. Der Mitnehmer weist seitlich hervorstehende Zapfen 170 auf, die entlang der
Führungsbahn 108 an dem Gehäuse 106 verfahrbar sind. Der Mitnehmer 107 ist ferner
über ein Kopplungselement 171 mit einer Kolbenstange des Dämpfers 110 verbunden, der
die Bewegung des Mitnehmers 107 in Endlagenrichtung abbremst.
[0039] Während die Figuren 17, 18 und 19 einen Beladungszustand zeigen, wo keine Kontaktierung
zwischen Rolle 112 und Anlaufschräge 114 sowie Rampe 113 erfolgt, was gut an der Spaltbildung
erkennbar ist, ist in den Figuren 20A und 20B ein Beladungszustand dargestellt, wo
eine Kontaktierung ermöglicht ist. In Figur 20A ist die Stützeinrichtung 111 mit der
Rolle 112 im Bereich des höchsten Punktes, also dem Übergang zwischen der Anlaufschräge
114 und der Rampe 113, gezeigt. Bis zu diesem Punkt wird das Tragelement 103 durch
die Stützeinrichtung 111 abgestützt, während nun in Endlagenrichtung die Rampe 113
wirksam wird, um das Tragelement 103zusätzlich zu der Stützfunktion einzugsunterstützend
in die Endlagenposition zu verfahren, wie dies in Figur 4B gezeigt ist.
[0040] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel überlagern sich die Kräfte des Endlagenteinzuges
105 und der Stützeinrichtung 111 ab einer gewissen Gewichtsbelastung des Tragelementes
103. Es ist dabei möglich, die Rolle 112 in einer Höhe gegenüber der Anlaufschräge
114 und der Rampe 113 vorzusehen, bei der abhängig von der Beladung ein Eingriff der
Stützeinrichtung 111 erfolgt. Bei leichter Beladung kann die Rolle 112 auch über die
Rampe 113 und der Anlaufschräge 114 hinweg bewegt werden, ohne Kontaktierung. Nur
ab einer bestimmten Beladung des Tragelementes 103, beispielsweise ab 10 kg, kann
die Wirkung der Stützeinrichtung 111 aktiviert werden, so dass nur ein belastetes
Tragelement 103 durch die Stützeinrichtung 111 in Endlagenrichtung bewegt wird.
[0041] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Rampe 113 und die Anlaufschräge
114 an der Führungsschiene 102 und die Rolle 112 an dem Tragelement 103 angeordnet.
Es ist natürlich auch möglich, die Rolle 112 an der Führungsschiene 102 vorzusehen
und die Rampe 113 sowie die Anlaufschräge 114 an dem Tragelement 103. Dabei müssen
die Rolle 112 und die Rampe 113 nicht unmittelbar an der Führungsschiene 102 oder
dem Tragelement 103 angeordnet sein, sondern können auch unter Zwischenschaltung weiterer
Bauteile montiert werden.
Weiterhin ist es denkbar, dass die Rolle 112 an dem Tragelement 103 und die aus Anlaufschräge
114 und Rampe 113 gebildete Laufbahn an dem stationären Möbelkorpus oder Haushaltsgerätekorpus
angeordnet sind. Eine eventuelle Kontaktierung dieser Bauteile der Stützeinrichtung
111 ab einem gewissen Beladungszustand erfolgt auch in diesem Fall, wenn ein bewegbares
Möbelteil in den Möbelkorpus oder in den Haushaltsgerätekorpus eingeschoben wird.
Auch eine umgekehrte Anordnung einer solch gearteten Stützeinrichtung, wobei die Rolle
112 an einem Möbelkorpus oder einem Haushaltsgerätekorpus und die aus Anlaufschräge
114 und Rampe 113 gebildete Laufbahn an dem Tragelement 103 festgelegt sind, ist möglich.
[0042] In der Figur 21 ist eine alternative Ausführungsform einer Rolle 112 der Stützeinrichtung
gezeigt. Über eine hier als Diagonallangloch ausgeführte Lagervorrichtung 68 ist der
Zapfen 62 der Rolle 112 in Längsrichtung der Führungsvorrichtung im Betrieb horizontal
und vertikal verschiebbar gelagert. Damit können etwaige auf die Führungsvorrichtung
1, 1', 101 einwirkende Stoßkräfte besser abgefangen werden.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1, 1'
- Auszugsführung
- 2, 2', 2"
- Führungsschiene
- 3
- Haltewinkel
- 4
- Mittelschiene
- 5, 5', 5"
- Laufschiene
- 6
- Synchronisationsvorrichtung
- 7
- Umlenkrolle
- 8
- Umlenkelement
- 9
- Halter
- 11
- Wälzkörperkäfig
- 12
- Selbsteinzug
- 13
- Aktivator
- 14
- Haken
- 20
- Stützeinrichtung
- 21
- Stützrolle
- 22
- Halter
- 23, 23'
- Rampe
- 24, 24'
- Anlaufschräge
- 26
- Abschnitt
- 27
- Lager
- 28
- Aufnahme
- 29
- Achse
- 30
- Bauteil
- 31
- Anlaufschräge
- 32
- Führungsbahn
- 33
- Rinne
- 34
- Abschnitt
- 35, 35'
- Kontaktfläche
- 36
- Montageöffnung
- 38
- Rastnase
- 50
- Tragelement
- 51
- Schenkel
- 52
- Schiebetür
- 53
- Aushebesicherung
- 54
- Laufrolle
- 55
- Schenkel
- 56
- Stützrolle
- 57
- Halter
- 60
- Stützeinrichtung
- 61
- Rolle
- 62
- Zapfen
- 63, 63'
- Steg
- 64
- Anschlagplatte
- 65
- Stopfen
- 66
- Führungsbahn
- 67
- Abstand
- 68
- Lagervorrichtung
- 101
- Führungsvorrichtung
- 102
- Führungsschiene
- 103
- Laufschiene
- 104
- Haltewinkel
- 105
- Endlageneinzug
- 106
- Gehäuse
- 107
- Mitnehmer
- 108
- Führungsbahn
- 109
- Aktivator
- 110
- Dämpfer
- 111
- Stützeinrichtung
- 112
- Rolle
- 113
- Rampe
- 114
- Anlaufschräge
- 115
- Achse
- 120
- Führungsschiene
- 121
- Abschnitt
- 122
- Anlaufschräge
- 123
- Rampe
- 170
- Zapfen
- 171
- Kopplungselement
- 190
- Steg
- h
- Spalt
- F
- Kraft
1. Führungsvorrichtung für linear bewegbare Bauteile, mit einer Führungsschiene (2, 2',
2", 102, 120), entlang der mindestens ein Tragelement (5, 5', 5", 50, 103) über Rollen
(54) oder Wälzkörper verfahrbar gelagert ist, wobei das Tragelement (5, 5', 5", 50,
103) zwischen zwei Endpositionen linear verfahrbar ist und in mindestens einer Endposition
eine Stützeinrichtung (20, 60, 111) zwischen dem Tragelement (5, 5',5", 50, 103) und
der Führungsschiene (2, 2', 2", 102, 120) vorgesehen ist, wobei erst bei Überschreiten
einer vorbestimmten Kraft in einer der Endpositionen das Tragelement (5, 5', 5", 50,
103) durch die Stützeinrichtung (20, 60, 111) abgestützt ist und das Tragelement (5,
5', 5", 50, 103) oder ein mit dem Tragelement (5, 5', 5", 50, 103) verbundenes Bauteil
im unbelasteten Zustand beabstandet von der Stützeinrichtung (20, 60, 111) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
entweder
die Führungsvorrichtung als Auszugsführung mit einer stationären Führungsschiene (2,
2', 2", 102) und einer bewegbaren Laufschiene (5, 5', 5", 103) als Tragelement ausgebildet
ist,
wobei entweder zwischen der Führungsschiene (2, 2', 2") und der Laufschiene (5, 5',
5") eine Mittelschiene (4) vorgesehen ist, an der eine Stützrolle (21) drehbar gelagert
ist, oder wobei eine Stützrolle (112) drehbar an der Laufschiene (103) gelagert ist,
oder
an der Führungsschiene (120) das Tragelement (50) verfahrbar gelagert ist, an dem
eine Schiebetür (52) montiert ist, wobei an dem Tragelement (50) eine Laufrolle (54)
drehbar gelagert ist, die zumindest teilweise aus einem elastischen Material hergestellt
ist und wobei an dem Tragelement (50) benachbart zu der Laufrolle (54) eine Stützrolle
(56) drehbar gelagert ist,
und dass das Tragelement, die Führungsschiene oder eine mit dem Tragelement oder der
Führungsschiene verbundenes Bauteil eine Anlaufschräge und eine Rampe aufweist, wobei
die Stützrolle (21, 56, 112) mit der Anlaufschräge und der Rampe zusammenwirkt.
2. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Tragelement (5, 5', 5", 50, 103) oder einem mit dem Tragelement
(5, 5', 5", 50, 103) verbundenen Bauteil zu der Stützeinrichtung (20, 60, 111) zwischen
0,1 mm und 0,9 mm, insbesondere 0,2 bis 0,5 mm, liegt.
3. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung (20, 60, 111) erst bei einer Anfangsbelastung von 5 bis 30 kg,
insbesondere 8 bis 20 kg, wirksam wird.
4. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Laufschiene (103) ein Stopfen (60) einsteckbar ist, an dem drehbar die Stützrolle
(61) gelagert ist.
5. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (2, 2', 2", 102), die Mittelschiene (4) und die Laufschiene (5,
5', 5", 103) über Wälzkörper relativ zueinander verfahrbar sind.
6. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampe einer zur Horizontalen geneigt ausgerichteten Rampe (113) ist, wobei die
Stützrolle (112) zumindest in einem Bereich bis zur Endlagenposition auf das mindestens
eine Trageelement (3) in Endlagenrichtung wirkt.
7. Führungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endlageneinzug (105) vorgesehen ist, mittels dem das mindestens eine Tragelement
(103) vor Erreichen der Endlagenposition koppelbar ist, um durch die Kraft eines Kraftspeichers
in Endlagenrichtung bewegt zu werden, und wobei die Anlaufschräge (114) bezogen auf
die Horizontale in die gegenüberliegende Richtung zur Rampe (113) geneigt ausgebildet
ist.
8. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrolle (21, 54, 61, 112) der Stützeinrichtung (20, 60, 111) über eine Lagervorrichtung
(68) in Längsrichtung der Führungsvorrichtung (1, 101, 120) im Betrieb vertikal und
horizontal verschiebbar gelagert ist.
1. A guide device for linearly movable components, comprising a guide rail (2, 2', 2",
102, 120), along which at least one carrying element (5, 5', 5", 50, 103) is supported
so it is movable via rollers (54) or roller bodies, wherein the carrying element (5,
5', 5", 50, 103) is linearly movable between two end positions and a support unit
(20, 60, 111) is provided between the carrying element (5, 5', 5", 50, 103) and the
guide rail (2, 2', 2", 102, 120) in at least one end position, wherein the carrying
element (5, 5', 5", 50, 103) is first supported by the support unit (20, 60, 111)
upon exceeding a predetermined force in one of the end positions and the carrying
element (5, 5', 5", 50, 103) or a component connected to the carrying element (5,
5', 5", 50, 103) is arranged spaced apart from the support unit (20, 60, 111) in the
unloaded state, characterized in that
either the guide device is designed as a pullout guide comprising a stationary guide
rail (2, 2', 2", 102) and a movable slide rail (5, 5', 5", 103) as the carrying element,
wherein either a middle rail (4), on which a support roller (21) is supported so it
is rotatable, is provided between the guide rail (2, 2', 2") and the slide rail (5,
5', 5"), or wherein a support roller (112) is supported so it is rotatable on the
slide rail (103), or the carrying element (50) is supported so it is movable on the
guide rail (120), on which carrying element a sliding door (52) is installed, wherein
a roller (54) is supported so it is rotatable on the carrying element (50), which
roller is at least partially produced from an elastic material, and wherein a support
roller (56) is supported so it is rotatable on the carrying element (50) adjacent
to the roller (54), and
the carrying element, the guide rail, or a component connected to the carrying element
or the guide rail has an intake bevel and a ramp, wherein the support roller (21,
56, 112) interacts with the intake bevel and the ramp.
2. The guide device according to Claim 1, characterized in that the distance between the carrying element (5, 5', 5", 50, 103) or a component connected
to the carrying element (5, 5', 5", 50, 103) and the support unit (20, 60, 111) is
between 0.1 mm and 0.9 mm, in particular 0.2 to 0.5 mm.
3. The guide device according to any one of the preceding claims, characterized in that the support unit (20, 60, 111) first becomes active upon an initial load of 5 to
30 kg, in particular 8 to 20 kg.
4. The guide device according to any one of the preceding claims, characterized in that a plug (60), on which the support roller (61) is supported so it is rotatable, is
pluggable into the slide rail (103).
5. The guide device according to any one of the preceding claims, characterized in that the guide rail (2, 2', 2", 102), the middle rail (4), and the slide rail (5, 5',
5", 103) are movable in relation to one another via roller bodies.
6. The guide device according to any one of the preceding claims, characterized in that the ramp is a ramp (113) inclined in relation to the horizontal, wherein the support
roller (112), at least in a region up to the end location position, acts on the at
least one carrying element (3) in the end location direction.
7. The guide device according to Claim 6, characterized in that an end location retractor (105) is provided, by means of which the at least one carrying
element (103) can be coupled before reaching the end location position, in order to
be moved by the force of a force accumulator in the end location direction, and wherein
the intake bevel (114) is formed inclined in the direction opposite to the ramp (113)
in relation to the horizontal.
8. The guide device according to any one of the preceding claims, characterized in that the support roller (21, 54, 61, 112) of the support unit (20, 60, 111) is supported
so it is vertically and horizontally displaceable in operation via a bearing device
(68) in the longitudinal direction of the guide device (1, 101, 120).
1. Dispositif de guidage pour des composants mobiles linéairement, comprenant un rail
de guidage (2, 2', 2", 102, 120) le long duquel est monté au moins un élément de support
(5, 5', 5", 50, 103) pouvant être déplacé par l'intermédiaire de galets (54) ou d'éléments
roulants, l'élément de support (5, 5', 5", 50, 103) étant déplaçable linéairement
entre deux positions finales et un moyen d'appui (20, 60, 111) étant prévu entre l'élément
de support (5, 5', 5", 50, 103) et le rail de guidage (2, 2', 2", 102, 120) dans au
moins une position finale, l'élément de support (5, 5', 5", 50, 103) étant soutenu
par le moyen d'appui (20, 60, 111) seulement lorsqu'une force prédéterminée est dépassée
dans une des positions finales et l'élément de support (5, 5', 5", 50, 103) ou un
composant relié à l'élément de support (5, 5', 5", 50, 103) étant disposé à distance
du moyen d'appui (20, 60, 111) à l'état non chargé, caractérisé en ce que
soit le dispositif de guidage est réalisé sous la forme d'une glissière de tiroir
avec un rail de guidage fixe (2, 2', 2", 102) et un rail de roulement mobile (5, 5',
5", 103) comme élément de support,
dans lequel soit un rail central (4) est prévu entre le rail de guidage (2, 2', 2")
et le rail de roulement (5, 5', 5"), sur lequel un galet d'appui (21) est monté rotatif,
soit un galet d'appui (112) est monté rotatif sur le rail de roulement (103),
soit l'élément de support (50), sur lequel est montée une porte coulissante (52),
est monté déplaçable sur le rail de guidage (120), un galet de roulement (54) étant
monté rotatif sur l'élément de support (50), lequel galet de roulement est constitué
au moins partiellement d'un matériau élastique, et un galet d'appui (56) étant monté
rotatif sur l'élément de support (50) au voisinage du galet de roulement (54), et
que l'élément de support, le rail de guidage ou un composant relié à l'élément de
support ou au rail de guidage présente un biais de montée et une rampe, le galet d'appui
(21, 56, 112) coopérant avec le biais de montée et la rampe.
2. Dispositif de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la distance entre l'élément de support (5, 5', 5", 50, 103) ou un composant relié
à l'élément de support (5, 5', 5", 50, 103) et le moyen d'appui (20, 60, 111) est
comprise entre 0,1 mm et 0,9 mm, en particulier entre 0,2 et 0,5 mm.
3. Dispositif de guidage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen d'appui (20, 60, 111) ne devient actif qu'à une charge initiale de 5 à 30
kg, en particulier de 8 à 20 kg.
4. Dispositif de guidage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un bouchon (60) peut être inséré dans le rail de roulement (103), sur lequel le galet
d'appui (61) est monté rotatif.
5. Dispositif de guidage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rail de guidage (2, 2', 2", 102), le rail central (4) et le rail de roulement
(5, 5', 5", 103) peuvent être déplacés l'un par rapport à l'autre par l'intermédiaire
d'éléments roulants.
6. Dispositif de guidage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rampe est une rampe (113) inclinée par rapport à l'horizontale, le galet d'appui
(112) agissant sur ledit au moins un élément de support (3) dans la direction de la
position finale au moins dans une zone jusqu'à la position finale.
7. Dispositif de guidage selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'il est prévu un moyen d'entrée en position finale (105) au moyen duquel ledit au moins
un élément de support (103) peut être accouplé avant d'atteindre la position finale
afin d'être déplacé dans la direction de la position finale par la force d'un accumulateur
de force, et dans lequel le biais de montée (114) est incliné par rapport à l'horizontale
dans la direction opposée à la rampe (113).
8. Dispositif de guidage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le galet d'appui (21, 54, 61, 112) du moyen d'appui (20, 60, 111) est monté déplaçable
verticalement et horizontalement dans la direction longitudinale du dispositif de
guidage (1, 101, 120) pendant le fonctionnement par l'intermédiaire d'un dispositif
formant palier (68).