[0001] Die Erfindung betrifft einen Halterahmen für einen Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff
des unabhängigen Hauptanspruchs 1.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Herstellungsverfahren für einen Halterahmen
gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Nebenanspruchs 13.
[0003] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einführen eines Moduls in einen
Halterahmen gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Nebenanspruchs 14.
[0004] Derartige Halterahmen werden benötigt, um mehrere zueinander gleichartige und/oder
auch unterschiedliche Module aufzunehmen. Bei diesen Modulen kann es sich beispielsweise
um Isolierkörper handeln, die als Kontaktträger für elektronische und elektrische
und möglicherweise auch für optische und/oder pneumatische Kontakte vorgesehen sind.
Von besonderer Wichtigkeit ist es, dass der Halterahmen gattungsgemäß aus einem metallischen
Werkstoff gefertigt ist, weil dies für die Herstellung einer vorschriftsmäßigen Schutzerdung
gemäß der Steckverbinder-Norm EN61984 beispielsweise zum Einfügen des mit Modulen
bestückten Halterahmens in metallische Steckverbindergehäuse erforderlich ist.
Stand der Technik
[0005] Aus der Druckschrift
EP 0 860 906 B1 ist ein Halterahmen zur Halterung von Steckverbindermodulen und zum Einbau in Steckverbindergehäusen
bzw. zum Anschrauben an Wandflächen bekannt, wobei die Steckverbindermodule in den
Halterahmen eingesetzt sind und Halterungsmittel an den Steckverbindermodulen mit
an gegenüberliegenden Wandteilen (Seitenflächen) des Halterahmens vorgesehenen Ausnehmungen
zusammenwirken, wobei die Ausnehmungen als allseitig geschlossene Öffnungen in den
Seitenflächen des Halterahmens ausgebildet sind, wobei der Halterahmen aus zwei gelenkig
miteinander verbundenen Hälften besteht, wobei die Trennung des Halterahmens quer
zu den Seitenflächen des Rahmens vorgesehen ist, und wobei Gelenke in den Befestigungsenden
des Halterahmens derart angeordnet sind, dass beim Aufschrauben des Halterahmens auf
eine Befestigungsfläche sich die Rahmenteile derart ausrichten, dass die Seitenfläche
des Halterahmens rechtwinklig zur Befestigungsfläche ausgerichtet sind und die Steckverbindermodule
über die Halterungsmittel eine formschlüssige Verbindung mit dem Halterahmen aufweisen.
In der Praxis sind solche Halterahmen üblicherweise in einem Druckgussverfahren, insbesondere
in einem Zinkdruckgussverfahren gefertigt.
[0006] Die Druckschrift
EP 2 581 991 A1 offenbart einen Halterahmen für Steckverbindermodule, der zwei Rahmenhälften aufweist,
die durch Linearverschieben der einen Rahmenhälfte relativ zur anderen Rahmenhälfte
in eine Schieberichtung miteinander verrastbar sind,
wobei an den Rahmenhälften jeweils zueinander korrespondierende Rastmittel vorgesehen
sind, die beim Linearverschieben ein Verrasten der beiden Rahmenhälften miteinander
in zwei verschiedene Raststellungen bewirken, in denen die Rahmenhälften in verschiedenem
Abstand zueinander beabstandet sind.
[0007] Es hat sich in der Praxis jedoch gezeigt, dass solche Halterahmen bei der Montage
eine aufwändige Bedienung erfordern. Beispielsweise müssen solche Halterahmen aus
dem Steckverbinder herausgeschraubt und/oder entrastet werden, sobald auch nur ein
einziges Modul ausgetauscht werden soll. Dabei fallen möglicherweise auch die anderen
Module, deren Entnahme gar nicht erwünscht war, aus dem Halterahmen heraus und müssen
dann vor dem Zusammenschrauben und/oder vor dem Verrasten der Rahmenhälften wieder
eingefügt werden. Schließlich müssen sich bereits vor dem Zusammenfügen der Rahmenhälften
alle Module gleichzeitig in der für sie vorgesehenen Position befinden, um beim Zusammenfügen
der Rahmenhälften endgültig im Halterahmen fixiert zu werden, was die Montage erschwert.
[0008] Die Druckschrift
EP 2 228 871 A2 beschreibt einen Verbinder mit einem Körper, der aus einem Isolator besteht; eine
Vielzahl von aus Metall hergestellten Kontakten, die von dem Körper gehalten werden;
und eine Abschirmungsabdeckung, die aus einer Metallplatte hergestellt ist.
[0009] Die Druckschrift
DE 27 36 079 A1 offenbart eine einrastbare Reihenklemme oder Verbindungsmodul für elektrische Leitungen,
wobei die Reihenklemme an ihren beiden Endkanten, die parallel verlaufen, zur Längsrichtung
einer Trägerschiene zum Zusammenbau derartiger Reihenklemmen mit Nuten versehen ist,
die jeweils mit innen liegenden horizontalen Vorsprüngen zusammenwirken, die in der
Nähe der freien Enden der beiden Schenkel eines metallischen U-förmigen Trägerprofils
vorgesehen sind, wobei die Nuten in jeweils unterschiedlichen Abständen von dem Boden
des Profils gegen die Wirkung von zumindest einer quer verlaufenden Blattfeder eingesetzt
werden können.
[0010] Die Druckschrift
WO 2008 121 092 A2 offenbart eine integrierte geschirmte Käfiganordnung für elektrische Verbinder. Die
Käfiganordnung hat mehrere Felder zum Aufnehmen von elektrischen Komponenten. Es sind
mindestens zwei Matrizenfelder vorgesehen, und die Matrizen sind durch einen Zwischenraum
voneinander getrennt. Die Montage erfolgt mit einer Vielzahl von Abstandshaltern,
die mit einer Vielzahl von Zwischenwänden ineinandergreifen, und Abdeckungsstrukturen
sind vorgesehen, um die Schirmung zu gewährleisten.
[0011] Die Druckschrift
WO 2011 069 522 A1 schlägt einen Systemsteckverbinder vor, der Steck-Module mit darin gehaltenen elektrischen
Kontakten aufnimmt, die zunächst senkrecht in einen Bereich eines Halterahmens eingesetzt
werden in dem ein darin verrasteter Steckeinsatz angeordnet ist, um anschliessend
seitlich um 90 DEG in dem Halterahmen verschoben und gehalten werden. Dabei ist der
Gehäuserahmen als selbsttragendes Teil des Systemsteckverbinders zur Aufnahme der
Steck-Module ausgebildet, und kann gegen Umwelteinflüsse mit einem umgebenden Gehäuse
geschützt werden. Weiterhin können die Steck-Module entgegen bisher üblichen Anordnungen
in Steckverbindern beidseitig, also in Steckrichtung oder auch entgegen der Steckrichtung
in den Halterahmen eingesetzt und wieder entfernt werden.
[0012] Die Druckschrift
WO 2008 121 092 A2 offenbart einen Rahmen für mehrpolige Steckverbinder, bestehend aus einem Flanschteil
und einem Einschubteil mit daran ausgebildeten Lamellen, die aus dem Bodenabfallstück
des Einschubteiles an dessen freier Endkante gebildet und auf die Wand des Einschubteiles
umgebogen sind
[0013] Die Druckschrift
EP 1 801 927 B1 offenbart einen Halterahmen, der aus einem einteiligen Kunststoffspritzteil besteht.
Der Halterahmen ist als umlaufender Kragen ausgebildet und weist an seiner Steckseite
mehrere durch Schlitze getrennte Wandsegmente auf. Jeweils zwei gegenüberliegende
Wandsegmente bilden einen Einfügebereich für ein Steckermodul, wobei die Wandsegmente
fensterartige Öffnungen aufweisen, die zur Aufnahme von an den Schmalseiten der Module
angeformten Vorsprüngen dienen. Weiterhin ist in den Wandsegmenten jeweils eine Führungsnut
vorgesehen. Die Führungsnut ist oberhalb der Öffnungen mittels eines nach außen versetzten
Fenstersteges gebildet, der auf der Innenseite eine Einführungsschräge aufweist. Zusätzlich
weisen die Steck-module Rastarme auf, die an den Schmalseiten in Richtung der Kabelanschlüsse
wirkend, angeformt sind, und unterhalb der seitlichen Kragenwand verrasten, so dass
zwei unabhängige Rastmittel die Steckverbindermodule im Halterahmen fixieren.
[0014] Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist zum einen, dass es sich um einen aus
Kunststoff gebildeten Halterahmen handelt, der gattungsgemäß nicht zur Schutzerdung,
beispielsweise durch einen PE-Kontakt, also beispielsweise nicht für den Einbau in
metallische Steckverbindergehäuse geeignet ist. Die Verwendung metallischer Steckverbindergehäuse
setzt eine solche Schutzerdung jedoch voraus und ist beispielsweise wegen deren mechanischer
Robustheit, Temperaturbeständigkeit und ihrer elektrisch schirmenden Eigenschaften
in vielen Fällen notwendig und daher vom Kunden erwünscht. Weiterhin hat sich gezeigt,
dass die Herstellung derartig ausgebildeter Kunststoffhalterahmen im Spritzgussverfahren
zumindest schwierig und nur mit hohem Aufwand zu re-alisieren ist. Letztlich ist auch
die Hitzebeständigkeit eines solchen Halterahmens für spezielle Anwendungen, beispielsweise
in der Nähe eines Hochofens, nicht immer ausreichend. Schließlich werden das Kunststoffmaterial
und die Form, insbesondere die Stärke des Halterahmens an den relevanten Stellen primär
von den Anforderungen an die Biegsamkeit bestimmt und nicht von denen der Temperaturbeständigkeit.
Aufgabenstellung
[0015] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Bauform sowie ein Herstellungsverfahren
für einen Halterahmen anzugeben, der einerseits eine gute Hitzebeständigkeit und eine
hohe mechanische Robustheit aufweist und insbesondere auch beim Einbau in ein metallisches
Steckverbindergehäuse eine entsprechende Schutzerdung, insbesondere eine PE ("Protection
Earth") - Schutzerdung, ermöglicht und der andererseits auch eine komfortable Bedienbarkeit,
insbesondere beim Auswechseln einzelner Module, gewährleistet.
[0016] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0017] Ein solcher Halterahmen ist im Bereich der schweren Industriesteckverbinder einsetzbar
und besteht zumindest teilweise aus einem metallischen Material, nämlich Blech, das
somit eine Schutzerdung, insbesondere eine PE-Schutzerdung, ermöglicht, und gestattet
es gleichzeitig aufgrund der federelastischen Eigenschaften des Blechs, Module einzeln
mit nur sehr geringem Aufwand einzufügen öder zu entnehmen. Weiterhin gewährleistet
die Verwendung von Blech als Werkstoff eine hohe Temperaturbeständigkeit und weiterhin
auch eine besonders große mechanische Robustheit des Halterahmens.
[0018] Unter einem federelastischen Blech ist dabei ein Blech zu verstehen, das federelastische
Eigenschaften, wie beispielsweise eine reversible Verformbarkeit, insbesondere unter
Aufbringung einer entsprechenden Rückstellkraft, aufweist, also beispielsweise ein
Blech, das aus Federstahl oder einem vergleichbaren Material gefertigt ist.
[0019] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0020] Ein Vorteil der Erfindung besteht somit darin, dass die Module einzeln und mit nur
sehr geringem Aufwand in den Halterahmen eingefügt und wieder daraus entfernt werden
können.
[0021] Von besonderem Vorteil ist es insbesondere, wenn die Module eine Kabelanschlussseite
aufweisen, die dafür vorgesehen ist, an ein Kabel angeschlossen zu werden, z.B. durch
Verschrauben, Verkrimpen, Verlöten oder ähnlich, und dass die Module aus Richtung
ihrer Kabelanschlussseite in den Halterahmen eingeführt werden, weil sie dadurch auch
im verkabelten Zustand dem Halterahmen wieder in Richtung ihrer Kabelanschlussseite
vollständig entnommen werden können. Dies gilt insbesondere auch im eingebauten Zustand,
also auch dann, wenn der Halterahmen bereits in ein Steckverbindergehäuse, beispielsweise
ein Flanschanbaugehäuse, eingebaut ist. Ein weiterer Vorteil besteht somit auch darin,
dass das Kabel mit den Modulen vorkonfektioniert sein kann und unabhängig vom Vorgang
des Vorkonfektionierens erst später in einen Halterahmen eingeführt werden können.
Auch kann der Halterahmen auf diese Weise ausgetauscht werden, ohne dass die Module
dazu vom Kabel getrennt werden müssen, z.B. wenn der Halterahmen einen Verschleiß
und/oder eine Beschädigung aufweist.
[0022] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Halterahmen zur elektrischen
Sicherheit eine Schutzerdung, insbesondere eine PE-Schutzerdung eines metallischen
Steckverbindergehäuses, in welches der Halterahmen eingefügt wird, ermöglicht. Dies
gewährleistet weiterhin als zusätzlichen Vorteil auch eine Schirmung der durch den
Steckverbinder übertragenen Signale. Bei dieser Schirmung kann es sich um einen Schutz
gegen Störfelder von außen handeln. Es kann sich aber auch um eine Schirmung zur Vermeidung
oder Verminderung einer Störaussendung, also zum Schutz der Umwelt gegen Störfelder
des Steckverbinders handeln. Mit anderen Worten werden nicht nur die durch die Module
übertragenen Signale vor äußeren Störfeldern geschützt, sondern es findet auch ein
Schutz der Umgebung vor Störungen statt, welche durch einen Stromfluss, der durch
die Module verläuft, entstehen.
[0023] Ein besonders großer zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass der Halterahmen einerseits
besonders hitzebeständig ist und andererseits trotzdem an den dafür erforderlichen
Stellen eine ausreichend hohe Elastizität aufweist, um die Module einzeln und mit
geringem Aufwand in den Modulrahmen einzufügen und wieder zu entnehmen. Dabei ist
es von besonders großem Vorteil, wenn der gesamte Halterahmen (oder zumindest der
zum Aufnehmen und Fixieren der Module funktionale Teil des Halterahmens) aus federelastischem
Blech besteht, denn dadurch ist er bei mindestens ebenso großer Elastizität wesentlich
hitzebeständiger als ein aus mechanischer Sicht sonst funktional vergleichbarer Kunststoffrahmen.
Dazugehörige Module können in ihrer Bauform dementsprechend kompakt ausgeführt sein,
so dass sie weiterhin aus Kunststoff gefertigt sein können und trotzdem verhältnismäßig
hitzebeständig sind.
[0024] Von besonderem Vorteil ist es dabei, dass sowohl das Material als auch die Bauform
dieser Module eine nur geringe Elastizität aufzuweisen braucht, weil bereits der Halterahmen
aus einem federelastischen Blech besteht und daher beispielsweise in der Lage ist,
die Module in einer ständigen Grundspannung auch über einen längeren Zeitraum zu halten,
ohne sich dadurch grundlegend zu verändern, also beispielsweise ohne sich dabei so
stark irreversibel zu verformen und insbesondere unter einer ständigen mechanischen
und thermischen Belastung so stark zu "kriechen", dass seine Haltekraft bezüglich
der Module und/oder beispielsweise auch der Anpressdruck an einen Gegenstecker und
damit die optimale Funktion des Steckverbinders in Frage gestellt wäre. Mit anderen
Worten können die Module in den Halterahmen federelastisch eingespannt sein, ohne
dass die Module dazu selbst elastische Teile und/oder Materialeigenschaften aufweisen
müssen.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es daher, wenn der Halterahmen zumindest teilweise aus
federelastischen Blech hergestellt ist, also zumindest teilweise aus einem oder mehreren
federelastischen Blechteilen besteht. Insbesondere kann er in Stanzbiegetechnik hergestellt
sein, so dass es sich bei dem oder den Blechteilen um Stanzbiegeteile handelt. Dies
ermöglicht vorteilhafterweise eine Herstellung mit den für die Stanzbiegetechnik üblichen
Werkzeugen, so dass zur Herstellung eines solchen Halterahmens keine speziellen Werkzeuge
notwendig sind. Wenn der Halterahmen aus mehreren Stanzbiegeteilen besteht, dann können
diese Stanzbiegeteile aus dem gleichen Blech bestehen und demnach die gleichen Materialeigenschaften,
insbesondere zueinander die gleiche Elastizität aufweisen. Sie können aber auch aus
verschiedenen Blechen ausgestanzt sein und verschiedene Materialeigenschaften, insbesondere
verschiedene Stärken und/oder Elastizitäten, aufweisen.
[0026] Der Halterahmen weist mehrere verschiedene Bereiche auf, welche zueinander eine unterschiedliche
Elastizität besitzen, weil er dann im Bereich der höchsten Biegebeanspruchung gezielt
ein höheres Widerstandsmoment aufbringen kann. Bei dem ersten Bereich mit höherem
Widerstandsmoment handelt es sich somit um einen Grundabschnitt. Bei dem zweiten Bereich
mit geringerem Widerstandsmoment handelt es sich um einen Verformungsabschnitt.
[0027] Dies kann sowohl mit einem Halterahmen realisiert werden, der aus einem einzigen
Blechteil besteht als auch mit einem Halterahmen, der aus mehreren Blechteilen besteht,
wobei die Blechteile untereinander gleiche oder auch verschiedene Materialeigenschaften,
insbesondere gleiche oder verschiedene Elastizitäten, aufweisen können.
[0028] Beispielsweise kann ein Halterahmen ausschließlich aus Blechteilen bestehen, die
aus demselben Material bestehen und zudem die gleiche Stärke aufweisen, also beispielsweise
aus demselben Stanzblech ausgestanzt sind. Dazu kann ein erster dieser Bereiche, also
beispielsweise der Grundabschnitt, aus einem umlaufenden Grundrahmen bestehen. Der
Grundrahmen kann im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sein, besitzt
also zwei einander parallel gegenüber liegende Stirnteile und rechtwinklig dazu zwei
einander parallel gegenüber liegende Seitenteile, wobei die Stirnteile kürzer sind
als die Seitenteile. Stirn- und Seitenteile können im Sonderfall eines quadratischen
Querschnitts auch gleich lang sein.
[0029] Durch diese geschlossene Form trägt bereits die Geometrie des Grundrahmens und damit
auch die Geometrie des gesamten Halterahmens dazu bei, dass dieser erste Bereich,
nämlich der Grundrahmen, eine geringere Elastizität und damit eine größere Festigkeit
aufweist als ein zweiter Bereich, welcher beispielsweise aus einem Wangenbereich mit
frei stehenden federelastischen Laschen besteht, welche durch Schlitze voneinander
getrennt sind. Insbesondere gilt dies, wenn der Halterahmen fest in einem Steckverbindergehäuse
montiert, beispielsweise an vier Schraubbohrungen in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt
ist. Zusätzlich kann das Blech des Halterahmens in dem ersten Bereich, nämlich dem
Grundrahmen, zumindest an einigen Stellen, insbesondere an den Seitenteilen und möglicherweise
auch an den Stirnflächen, gezielt verstärkt sein, indem dort verschiedene Lagen desselben
Blechteils beispielsweise durch Falten oder durch weitere Lagen mindestens eines anderen
Blechteils durch dessen Anfügen und Befestigen, also durch eine sogenannte Fügeverbindung,
flächig aufeinander zu liegen kommen. Im Falle der Fügeverbindung, kurz "Fügen" genannt,
werden diese Blechteile an einer oder mehreren geeigneten Stellen beispielsweise durch
Verkleben, Schweißen, Löten, Nieten oder irgendeine andere geeignete Befestigungsmethode
aneinander befestigt.
[0030] Die dazu gehörenden Module können im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet sein und
weisen an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten jeweils eine Rastnase auf,
die ebenfalls im Wesentlichen quaderförmig ausgeführt sein kann. Jede der federelastischen
Laschen des Halterahmens besitzt vorteilhafterweise ein Rastfenster, welches im Wesentlichen
rechteckig ausgebildet sein kann, und das zur bevorzugt formschlüssigen Aufnahme einer
solchen Rastnase vorgesehen ist.
[0031] Die beiden Rastnasen eines Moduls können sich, beispielsweise in ihrer Form und/oder
ihrer Größe, insbesondere durch ihre Länge, voneinander unterscheiden und die Laschen
an beiden Seiten des Halterahmens können dazu entsprechende (z.B. rechteckige) Fenster
aufweisen, die sich also ebenfalls voneinander unterscheiden und die in ihrer Größe
und/oder ihrer Form zu jeweils einer der Rastnasen passen. Dies hat den Vorteil, dass
dadurch die Orientierung jedes Moduls im Halterahmen festgelegt ist. Mit anderen Worten
können die Rastfenster und die Rastnasen durch ihre Form und/ oder Größe als Kodiermittel
zur Orientierung der Module im Halterahmen verwendet werden.
[0032] Die Laschen des Halterahmens sind vorteilhafterweise in einem frei stehenden Endbereich
leicht vom Halterahmen weggebogen, was das Einführen der Module vereinfacht. Das Einführen
eines Moduls in den Halterahmen gestaltet sich dann besonders bedienungsfreundlich.
Dazu wird ein Modul nämlich zunächst zwischen zwei Laschen eines Halterahmens eingeführt
und gleitet dann mit seinen beiden Längsseiten und insbesondere mit den daran angeformten
Rastnasen an den voneinander weggebogenen Endbereichen der Laschen entlang. Dadurch
biegen sich die beiden Laschen kurzzeitig weiter auseinander, bis die jeweiligen Rastnasen
von dem dazugehörigen Rastfenster der jeweiligen Lasche aufgenommen werden und somit,
insbesondere hörbar, darin verrasten. Bei der Aufnahme der Rastnasen in das jeweilige
Rastfenster federn die Laschen bevorzugt in ihre Ausgangsposition zurück. Auf diese
Weise können die Module einzeln im Halterahmen, bevorzugt hörbar, verrasten.
[0033] Gleichzeitig ist das eingefügte Modul im stabilen Grundrahmen mit vergleichsweise
großer Kraft gehalten, insbesondere, wenn der Halterahmen fest in einem Steckverbindergehäuse
montiert, beispielsweise an vier Schraubbohrungen in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt
ist. Um die Module wieder zu entrasten, müssen lediglich die beiden einander gegenüberliegenden
elastischen Laschen wieder voneinander weggebogen werden. Daraufhin kann das jeweilige
Modul einzeln aus dem Halterahmen entnommen werden, während die anderen Module weiterhin
verrastet sind. Weiterhin ist auf diese Weise insbesondere durch die unterschiedliche
Elastizität der verschiedenen Bereiche eine hohe Haltekraft bei einer vergleichsweise
geringen Betätigungskraft gewährleistet, was für die Bedienbarkeit besonders vorteilhaft
ist.
[0034] Eine weitere Bedienungserleichterung ist gegeben, wenn das Verrasten der Rastnasen
in den Rastfenstern ein Geräusch erzeugt, weil dadurch dem Anwender auch akustisch
die korrekte Positionierung des Moduls signalisiert wird.
[0035] Von besonderem Vorteil ist es weiterhin, dass die Module bereits durch die vorgenannte
Konstruktion mit ausreichender Haltekraft im Halterahmen gehalten sind und dementsprechend
außer ihren Rastnasen keine weiteren Rastmittel, beispielswiese Rastarme, benötigen,
denn dies vereinfacht ihre Bauform und damit ihren Herstellungsaufwand erheblich und
sorgt gleichzeitig für eine kompakte Bauform und damit auch für eine hohe Hitzebeständigkeit
der Module und damit des gesamten Steckverbinders.
[0036] Von besonders großem Vorteil ist es bei der Herstellung des Halterahmens, dass das
Blechteil oder die Blechteile derart geformt, insbesondere gestanzt und gebogen und/oder
zusammengefügt sind, dass einige ihrer Bereiche aufeinander zu liegen kommen und einander
dadurch für die dafür vorgesehenen Funktionen in ihrer Federkraft und gegebenenfalls
in ihrer Haltekraft verstärken.
[0037] Somit kann das Blech an einigen Stellen, beispielsweise durch Falten eines Blechteils
und / oder durch Zusammenfügen mehrerer einzelner Blechteile, verstärkt, beispielsweise
in seiner Stärke verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht, ..., usw., also ver-n-facht,
sein. Dadurch können die fertigungstechnischen Vorteile der Stanzbiegetechnik mit
einer gezielten Beeinflussung der Elastizität kombiniert werden, die sonst schwierig
zu realisieren ist, insbesondere wenn das selbe Stanzblech verwendet wird, das ursprünglich
eine konstante Stärke aufweist. Durch Falten und/oder Fügen kann also einerseits ein
federelastisches Blech als besonders gut geeignetes Material für den Halterahmen Verwendung
finden und andererseits kann die Elastizität einzelner Bereiche des Halterahmens auch
unter Verwendung eines einzigen Stanzblechs, was die Fertigung erleichtert, in der
oben beschriebenen Weise gezielt beeinflusst werden.
[0038] In einer vorteilhaften Ausgestaltung können beispielsweise die Seitenteile des Grundrahmens
verstärkt sein. Dazu kann zu jeder Seitenfläche daran angrenzend jeweils zusätzlich
ein Wangenbereich vorgesehen sein, der einen Verstärkungsbereich und darüber hinaus
ragende, daran anschließende oder damit überlappende, Laschen aufweist. Der Wangenbereich
kann mit seinem Verstärkungsbereich in einem Biegevorgang um 180° abgebogen und so
über das Seitenfläche gefaltet werden und dieses Seitenfläche so gegenüber nach außen
wirkenden Kräften verstärken. Im weiteren Verlauf kann der Wangenbereich ganz oder
bereichsweise Schlitze aufweisen, die ihn entlang der Seitenteile in äquidistante
Intervalle unterteilen, wobei die Breite dieser Intervalle vorteilhafterweise der
Breite der Module entspricht. Die Schlitze können in den Verstärkungsbereich hinein
reichen. Durch die Schlitze sind die in einer Richtung über den Grundrahmen hinausragenden
Laschen gebildet. In einer entgegengesetzten Richtung können die Seitenteile des auf
diese Weise verstärkten Grundrahmens ebenfalls mit ihrer jeweiligen Biegekante über
die Stirnflächen hinausragen. Somit weisen die Seitenteile eine größere Breite auf
als die Stirnflächen. Dies hat den Vorteil, dass die Module über eine größere Fläche
und insbesondere über eine entsprechende Hebelwirkung mit einer erhöhten Haltekraft
im Halterahmen gehalten werden.
[0039] Somit ragt der gefaltete Wangenbereich mit seinem freistehenden Ende unverstärkt
über den Grundrahmen hinaus und bildet so den wesentlich elastischeren zweiten Bereich,
der beispielsweise als Verformungsabschnitt angesehen werden kann. Aufgrund seiner
Schlitze geschieht dies insbesondere durch die einzelnen, frei stehenden, federelastischen
Laschen, die bereits durch ihre Form eine vergleichsweise große Elastizität besitzen.
Die Laschen sind weiterhin im Gegensatz zum Grundrahmen bevorzugt aus nur einem einzigen,
unverstärkten Blech gebildet, sind also nicht durch ein zweites Blech verstärkt, und
weisen somit nur die einfache Stärke dieses einzigen Bleches und auch dadurch eine
größere Elastizität auf, als der erste Bereich. Zudem sind die Laschen im Bereich
ihrer Schlitze vorteilhafterweise nicht selbst an dem Seitenfläche befestigt sondern
nur über die Biegekante des Verstärkungsbereichs mit dem Seitenfläche verbunden. Die
hat den Vorteil, dass die Laschen eine hohe Elastizität gegenüber nach außen wirkenden
Kräften besitzen, während die Seitenteile im Bereich des Grundrahmens nach außen wirkenden
Kräften eine große Stabilität entgegensetzen, da sie durch die Verstärkungsbereiche
verstärkt sind. Da die Laschen mit dem Seitenfläche nur durch den Verstärkungsbereich
über die gemeinsame Biegekante verbunden sind, federn sie über ihre gesamte Länge
unverstärkt nach außen, wohingegen die Seitenflächen gegenüber nach außen wirkenden
Kräften durch die Verstärkungsbereiche, und damit insbesondere auch durch einen entsprechenden
Überlappungsbereich der Laschen, verstärkt sind.
[0040] In einer vorteilhaften Ausgestaltung findet zur Herstellung des Halterahmens nur
ein einziges Blechteil Verwendung. Dann kann jede Stirnfläche beispielsweise dadurch
verstärkt werden, dass bei dem Ausstanzen des Blechs insbesondere spiegelbildlich
zu jeder Stirnfläche an diese angrenzend jeweils zusätzlich eine Verstärkungsfläche
ausgestanzt wird, welche dann um 180° gebogen und dadurch über die Stirnfläche gefaltet
wird, um diese zu verstärken und somit den Grundrahmen zusätzlich zu stabilisieren.
Weiterhin kann diese Verstärkungsfläche an einem dann über die Stirnfläche hinausragenden
Ende rechtwinklig abgebogen sein, so dass am Ende der Stirnfläche ein frei stehender
Flansch entsteht, der zur Befestigung, beispielswiese in einem Steckverbinder, Schraubbohrungen
aufweisen kann. Zur Stabilisierung kann auch dieser Flansch in ähnlicher Weise, nämlich
durch Falten oder Fügen verstärkt sein.
[0041] In einer dazu alternativen vorteilhaften Ausgestaltung kann der Flansch direkt an
die unverstärkte Stirnfläche anschließen und rechtwinklig davon abgebogen sein. Dann
ist einerseits die Stirnfläche nicht verstärkt, doch wird dadurch andererseits sowohl
Material als auch ein entsprechender Arbeitsgang bei der Herstellung eingespart. Weiterhin
können davon unabhängig trotzdem die Seitenflächen verstärkt sein, was schließlich
zum Halten der Module von vorrangiger Bedeutung ist.
[0042] Weiterhin ist eine Vielzahl weiterer Ausgestaltungen denkbar, bei denen der Halterahmen
aus mehreren gleichen und/oder verschiedenen federelastischen Blechteilen gebildet
ist, die beispielsweise durch Kleben, Schweißen, Löten, Schrauben und/oder Nieten
an einander befestigt sind. Insbesondere können diese Blechteile in Stanzbiegetechnik
hergestellt sein, so dass es sich bei den Blechteilen um Stanzbiegeteile handelt.
Bevorzugt kann der Halterahmen aus zwei, im Querschnitt des Grundrahmens im Wesentlichen
U-förmigen Blechteilen gebildet sein, die also jeweils zwei Stirnflächen, nämlich
eine erste und eine zweite Stirnfläche, aufweisen. Die beiden Blechteile werden dann
bei der Herstellung des Halterahmens derart versetzt, insbesondere um eine Blechstärke
versetzt, in einander geschoben, dass ihre ersten und zweiten Stirnflächen jeweils
aufeinander zu liegen kommen und an einander beispielsweise durch Kleben, Schweißen,
Löten, Schrauben und/oder Nieten befestigt werden. Insbesondere kommt dabei jeweils
die erste Stirnfläche eines der Blechteile auf der zweiten Stirnfläche des jeweils
anderen Blechteils zu liegen und wird daran befestigt. Diese Ausgestaltung besitzt
zusätzlich zu der daraus resultierenden Verstärkung des Bleches im Bereich der Stirnflächen
den weiteren Vorteil, dass der Halterahmen im Bereich seines Grundrahmens auf diese
Weise großflächig und daher in einer sehr stabilen Weise geschlossen ist.
[0043] Durch ein Verschrauben des Halterahmens an den Schraubbohrungen seiner Flansche,
beispielsweise in oder an einem Steckverbindergehäuse, wird der Grundrahmen weiterhin
erheblich stabilisiert.
[0044] An einer Kante der so jeweils außen zu liegen kommenden ersten Stirnfläche kann dann
wiederum ein Flansch, gegebenenfalls mit Schraubbohrungen, ähnlich wie oben beschrieben,
rechtwinklig abgebogen sein. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können
dann zusätzlich auch die zweiten Stirnflächen einen Verstärkungsflansch aufweisen,
welcher beim Zusammenfügen auf dem Flansch der ersten Stirnfläche zu liegen kommt
und zur Verstärkung daran beispielsweise durch Kleben, Schweißen, Löten, Schrauben
und/oder Nieten befestigt wird. Dadurch ist der Flansch des Halterahmens besonders
stabil ausgeführt.
[0045] In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die beiden Blechteile gleichartig, d.h.
es müssen trotz der zweiteiligen Ausführung des Halterahmens nur Blechteile einer
Art hergestellt werden, was den Herstellungsaufwand weiterhin verringert.
[0046] In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung unterscheiden sich die beiden Blechteile
sich zumindest durch die Größe und/oder die Form ihrer Rastfenster. Dies hat den Vorteil,
dass dadurch die Orientierung jedes Moduls, das dementsprechend auch zwei verschiedene
Rastnasen aufweist, festgelegt ist. Mit anderen Worten können die Rastfenster und
die Rastnasen somit durch ihre Form als Kodiermittel zur Orientierung der Module dienen.
[0047] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung kann der Halterahmen aus mehr als zwei
Blechteilen, insbesondere Stanzbiegeteilen bestehen, die beispielsweise durch Kleben,
Schweißen, Löten, Schrauben und/oder Nieten an einander befestigt sind.
Ausführungsbeispiel
[0048] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 a
- Ein erstes Blechteil im ungebogenen Zustand;
- Fig. 1 b
- ein zweites Blechteil im ungebogenen Zustand;
- Fig. 2 a,b
- jeweils ein weiteres Blechteil im ungebogenen Zustand;
- Fig. 2 c,d
- jeweils ein weiteres Blechteil mit einem Verstärkungsflansch;
- Fig. 3 a
- die beiden weiteren Blechteile im gebogenen Zustand beim Zusammenfügen;
- Fig. 3 b
- die beiden weiteren Blechteile mit Verstärkungsflansch im gebogenen Zustand beim Zusammenfügen;
- Fig. 4 a,b
- ein dazugehörendes Modul aus zwei verschiedenen Ansichten;
- Fig. 5
- einen mit einem Modul bestückten Halterahmen.
[0049] Die Fig. 1a zeigt in einer ersten Ausführungsform ein erstes, einstückiges Blechteil
1 in einem ungebogenen Zustand.
[0050] Das erste Blechteil 1 weist Folgendes auf:
- Zwei Stirnflächen 11, 11', nämlich eine erste Stirnfläche 11 und eine zweite Stirnfläche
11';
- zwei Seitenflächen 12, 12', nämlich eine erste Seitenfläche 12 und ein zweites Seitenfläche
12', wobei die Seitenflächen 12, 12' sowohl breiter als auch länger sind als die Stirnflächen
11, 11' und somit in der Richtung der jeweiligen ersten Biegelinie A, A', A" über
die daran angrenzende Stirnfläche 11, 11' hinausragen;
- acht freistehende Laschen 13, 13', die jeweils ein Rastfenster 131, 131' aufweisen,
wobei die Laschen 13, 13' durch Schlitze 18, 18' voneinander getrennt sind, wobei
die Anzahl der Laschen 13, 13' sowie die damit korrespondierende Anzahl der Schlitze
18, 18' beispielhaft gewählt sind und wobei das Rastfenster 131 in vier der Laschen
13 breiter ist als das Rastfenster 131' in den anderen vier Laschen 13';
- zwei einerseits an eine Begrenzungslinie E, E' und anderseits an einer zweiten Biegelinie
B, B' an die jeweiligen Seitenflächen 12, 12' angrenzende Verstärkungsbereiche 14,
14';
- zwei an die jeweilige Stirnfläche 11, 11' an einer dritten Biegelinie C, C' angrenzende
Verstärkungsflächen 15, 15', sowie
- jeweils ein an die jeweilige Verstärkungsfläche 15, 15' an einer vierten Biegelinie
D, D' angrenzender Flansch 17, 17', der Schraubbohrungen 171, 171 aufweist.
[0051] An den gestrichelt dargestellten zweiten und dritten Biegelinien B, B', C, C' wird
das erste Blechteil 1 um 180 ° gefaltet. Dadurch kommt jeder der beiden Verstärkungsbereiche
14, 14' auf jeweils einer der Seitenflächen 12, 12' zu liegen und jede der beiden
Verstärkungsflächen 15, 15' kommt auf jeweils einer der Stirnflächen 11, 11' zu liegen,
um die jeweilige Seitenfläche 12, 12' bzw. die Stirnfläche 11, 11' entsprechend zu
verstärken. Die gestrichelte eingezeichnete Begrenzungslinie E, E' stellt somit eine
Grenze dar, ab welcher die Laschen 13, 13' dann über die jeweilige Seitenfläche 12,
12' hinausragen. Der jeweilige Verstärkungsbereich 14, 14' ist dabei mit der dazugehörigen
Seitenfläche 12, 12' lediglich an der gemeinsamen zweiten Biegelinie B, B' verbunden,
ist also nicht anderweitig daran befestigt, also nicht verklebt, verlötet, verschweißt,
genietet, verschraubt oder dergleichen.
[0052] Dadurch besitzen die Laschen 13, 13' eine entsprechend hohe Flexibilität, da sie
über ihre gesamte Länge, d.h. in den Verstärkungsbereich 14, 14' hinein, einzeln von
der Seitenfläche 12, 12' wegbiegbar sind. Durch die Länge der Schlitze 18, 18' ist
somit die Länge und damit auch die gewünschte Elastizität der Laschen 13, 13' einstellbar.
[0053] Gemeinsam werden die Laschen 13, 13' und der weitere Verstärkungsbereich 14, 14'
als Wangenbereich bezeichnet, der aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit einem Bezugszeichen
versehen ist. Der Wangenbereich ist somit durch die sechs Schlitze 18, 18' weitgehend
in gleichgroße Intervalle unterteilt, wodurch die Laschen 13, 13' gebildet sind, so
dass die Länge der Laschen 13, 13' der Länge der Schlitze 18, 18' entspricht. Unter
dem Begriff "weitgehend" ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass sich die Schlitze
18, 18' und somit auch die Laschen 13, 13' über die Begrenzungslinie E, E' hinweg
in den jeweiligen Verstärkungsbereich 14, 14' hineinziehen, jedoch bevorzugt vor der
zweiten Biegelinie B, B' enden. Mit anderen Worten ist zumindest ein Teil des Verstärkungsbereichs
14, 14' durch die Laschen 13, 13' gebildet. Dadurch existiert ein Überlappungsbereich,
der sowohl den Laschen 13, 13' als auch dem Verstärkungsbereich 14, 14' zuzurechnen
ist, nämlich derjenige Bereich der Laschen 13, 13', der zwischen der Begrenzungslinie
E, E' und der zweiten Biegelinie B, B' liegt. Dieser Überlappungsbereich besitzt somit
eine Doppelfunktion, denn er dient einerseits der Verstärkung der Stabilität des Grundrahmens
und andererseits der Vergrößerung der Elastizität der Laschen 13, 13' gegenüber nach
außen wirkenden Kräften. Insbesondere gilt dies, wenn der Halterahmen fest in einem
Steckverbindergehäuse montiert, beispielsweise an seinen vier Schraubbohrungen 171,
171' in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt ist.
[0054] Die Seitenflächen 12, 12' ragen auch im gefalteten Zustand mit einer ihrer jeweiligen
der zweiten Biegelinie B, B' entsprechenden Biegekante über die Stirnflächen 11, 11'
hinaus.
[0055] An den ebenfalls gestrichelt dargestellten ersten und vierten Biegelinien A, A',
A", D, D' wird das erste Blechteil 1 rechtwinklig abgebogen. Durch das rechtwinklige
Abbiegen an den vierten Biegelinien D, D' wird der jeweilige Flansch 17, 17' gebildet,
der zur Befestigung, beispielsweise an oder in einem nicht in der Zeichnung dargestellten
Steckverbindergehäuse die Schraubbohrungen 171, 171' aufweist. Das rechtwinklige Abbiegen
des Blechteils 1 um die ersten Biegelinien A, A', A" sorgt für die geschlossene Form
eines Grundrahmens, welcher somit aus den Stirnflächen 11, 11' und den Seitenflächen
12, 12', verstärkt durch die Verstärkungsflächen 15, 15' und die Verstärkungsbereiche
14, 14', also aus zwei Stirnteilen und zwei Seitenteilen, gebildet ist. Dieses rechtwinklige
Abbiegen erfolgt derart, dass der Wangenbereich außerhalb des Grundrahmens, also an
der Außenseite seiner Seitenfläche 12, 12', angeordnet ist.
[0056] Um die geschlossene Form des Grundrahmens zu fixieren, muss letztlich noch die zweite
Seitenfläche 12' an der ersten Stirnfläche 11 befestigt werden, beispielsweise durch
Verkleben, Schweißen, Löten, Schrauben, Nieten oder dergleichen. Vorteilhafterweise
geschieht dies durch das Setzen mehrerer Schweißpunkte.
[0057] Die durch die erste Verstärkungsfläche 15 verstärkte erste Stirnfläche 11 bildet
somit das erste Stirnteil des Grundrahmens. Die durch die zweite Verstärkungsfläche
15' verstärkte zweite Stirnfläche 11 bildet weiterhin das zweite Stirnteil des Grundrahmens.
Zusammen mit den beiden rechtwinklig davon abgebogenen Seitenteilen, gebildet aus
den beiden Seitenflächen 12, 12', welche durch die jeweils dazugehörigen Verstärkungsbereiche
14, 14' verstärkt werden, bilden diese beiden Stirnteile den Grundrahmen.
[0058] Die Fig. 1b zeigt in einer Variante der ersten Ausführungsform ein zweites Blechteil
1' in einem ungebogenen Zustand.
[0059] Das zweite Blechteil 1' unterscheidet sich von dem ersten Blechteil dadurch, dass
es keine Verstärkungsflächen 15, 15' und dementsprechend auch keine dazugehörige dritte
Biegelinie C, C' besitzt, wodurch der jeweilige Flansch 17, 17' mit seinen Schraubbohrungen
171, 171', der somit über die vierte Biegelinie D, D' an die entsprechende Stirnfläche
11, 11' angrenzt. Somit weist das zweite Blechteil 1' Folgendes auf:
- Die beiden Stirnflächen 11, 11', nämlich die erste Stirnfläche 11 und die zweite Stirnfläche
11';
- zwei Seitenflächen 12, 12', nämlich die erste Seitenfläche 12 und das zweite Seitenfläche
12', wobei die Seitenflächen 12, 12' sowohl breiter als auch länger sind als die Stirnflächen
11, 11' und somit in der Richtung der jeweiligen ersten Biegelinie A, A', A" über
die daran angrenzende Stirnfläche 11, 11' hinausragen;
- die acht freistehenden Laschen 13, 13', die jeweils ein Rastfenster 131, 131' aufweisen,
wobei die Laschen 13, 13' durch Schlitze 18, 18' voneinander getrennt sind, wobei
die Anzahl der Laschen 13, 13' sowie die damit korrespondierende Anzahl der Schlitze
18, 18' beispielhaft gewählt sind und wobei das Rastfenster 131 in vier der Laschen
13 breiter ist als das Rastfenster 131' in den anderen vier Laschen 13';
- die beiden einerseits an die Begrenzungslinie E, E' und anderseits an die zweite Biegelinie
B, B' angrenzenden Verstärkungsbereiche 14, 14';
- jeweils den oben bereits erwähnten Flansch 17, 17', der an die jeweilige Stirnfläche
11, 11' an der Biegelinie D, D' angrenzt, und der Schraubbohrungen 171, 171' aufweist.
[0060] An den gestrichelt dargestellten zweiten Biegelinien B, B' wird das zweite Blechteil
1' um 180 ° gefaltet. Dadurch kommt jeder Verstärkungsbereich 14, 14' auf jeweils
einer der Seitenflächen 12, 12' zu liegen, um die jeweilige Seitenfläche 12, 12' entsprechend
zu verstärken. Die gestrichelte Linie E, E' stellt somit die Grenze dar, ab welcher
die Laschen 13, 13' dann über die jeweilige Seitenfläche 12, 12' hinausragen. Der
jeweilige Verstärkungsbereich 14, 14' ist dabei mit dem dazugehörigen Seitenfläche
12, 12' lediglich an der gemeinsamen Biegelinie, nämlich an der zweiten Biegelinie
B, B' verbunden, und dementsprechend nicht anderweitig daran befestigt, also nicht
verklebt, verlötet, verschweißt, genietet oder dergleichen. Dadurch besitzen die Laschen
13, 13' eine entsprechend hohe Flexibilität, da sie über ihre gesamte Länge, d.h.
in den Verstärkungsbereich 14, 14' hinein, einzeln von dem Seitenfläche 12, 12' wegbiegbar
sind. Durch die Länge der Schlitze 18, 18' ist somit die Länge und damit auch die
gewünschte Elastizität der Laschen 13, 13' ohne Änderung am Material einstellbar.
[0061] Gemeinsam werden die Laschen 13, 13' und der weitere Verstärkungsbereich 14, 14'
als Wangenbereich bezeichnet, der aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit einem Bezugszeichen
versehen ist. Der Wangenbereich ist somit durch die sechs Schlitze 18, 18' weitgehend
in gleichgroße Intervalle unterteilt, wodurch die Laschen 13, 13' gebildet sind, so
dass die Länge der Laschen 13, 13' der Länge der Schlitze 18, 18' entspricht. Unter
dem Begriff "weitgehend" ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass sich die Schlitze
18, 18' und somit auch die Laschen 13, 13' über die Begrenzungslinie E, E' hinweg
in den jeweiligen Verstärkungsbereich 14, 14' hineinziehen, jedoch bevorzugt vor der
zweiten Biegelinie B, B' enden. Mit anderen Worten ist zumindest ein Teil des Verstärkungsbereichs
14, 14' durch die Laschen 13, 13' gebildet. Dadurch existiert ein Überlappungsbereich,
der sowohl den Laschen 13, 13' als auch dem Verstärkungsbereich 14, 14' zuzurechnen
ist, nämlich derjenige Bereich der Laschen 13, 13', der zwischen der Begrenzungslinie
E, E' und der zweiten Biegelinie B, B' liegt. Dieser Überlappungsbereich besitzt somit
eine Doppelfunktion, denn er dient einerseits der Verstärkung der Stabilität des Grundrahmens
und andererseits der Vergrößerung der Elastizität der Laschen 13, 13' gegenüber nach
außen wirkenden Kräften. Insbesondere gilt dies, wenn der Halterahmen fest in einem
Steckverbindergehäuse montiert, beispielsweise an seinen vier Schraubbohrungen 171,
171' in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt ist.
[0062] Die Seitenflächen 12, 12' ragen auch im gefalteten Zustand mit einer ihrer jeweiligen
der zweiten Biegelinie B, B' entsprechenden Biegekante über die Stirnflächen 11, 11'
hinaus.
[0063] An den ebenfalls gestrichelt dargestellten ersten und vierten Biegelinien A, A',
A", D, D' wird das Blechteil 1 rechtwinklig abgebogen. Durch das rechtwinklige Abbiegen
an den vierten Biegelinien D, D' wird jeweils der Flansch 17, 17' gebildet, der zur
Befestigung, beispielsweise an oder in einem nicht in der Zeichnung dargestellten
Steckverbindergehäuse die Schraubbohrungen 171, 171' aufweist. Das rechtwinklige Abbiegen
des Blechteils 1' um die ersten Biegelinien A, A', A" sorgt für die geschlossene Form
eines Grundrahmens, welcher dadurch aus den Stirnflächen 11, 11' und Seitenflächen
12, 12', verstärkt durch die Verstärkungsbereiche 14, 14', gebildet ist. Dieses rechtwinklige
Abbiegen erfolgt derart, dass der Wangenbereich außerhalb des Grundrahmens, also an
der Außenseite seiner Seitenfläche 12, 12', angeordnet ist.
[0064] Um die geschlossene Form des Grundrahmens zu fixieren, muss die zweite Seitenfläche
12' an der ersten Stirnfläche 11 befestigt werden, beispielsweise durch Verkleben,
Schweißen, Löten, Schrauben, Nieten oder dergleichen. Insbesondere kann dies durch
mehrere Schweißpunkte geschehen.
[0065] Da ein Halterahmen gemäß der vorstehenden Ausführungen allein aus einem einzigen,
einteiligen Stanzbiegeteil gebildet sein kann, ist das erste bzw. das zweite Blechteil
1, 1' besonders gut zur maschinellen Fertigung des Halterahmens 4 geeignet.
[0066] Die unverstärkte erste Stirnfläche 11 bildet in dieser Ausführung somit das erste
Stirnteil des Grundrahmens. Die unverstärkte zweite Stirnfläche 11 bildet weiterhin
das zweite Stirnteil des Grundrahmens. Zusammen mit den beiden rechtwinklig davon
abgebogenen Seitenflächen 12, 12', welche durch die jeweils dazugehörigen Verstärkungsbereiche
14, 14' verstärkt werden, bilden diese beiden Stirnteile den Grundrahmen.
[0067] Die Fig. 2a und die Fig. 2b zeigen in einer zweiten Ausführungsform zwei weitere
Blechteile 2, 2', nämlich ein drittes Blechteil 2 und ein viertes Blechteil 2'. Abgesehen
von der Größe ihrer Fenster 231, 231' können die beiden weiteren Blechteile 2, 2'
im vorliegenden Beispiel zueinander gleichartig sein, was auch ihren Herstellungsprozess
vereinfacht.
[0068] Diese beiden weiteren Blechteile 2, 2' weisen jeweils Folgendes auf:
- Eine Seitenfläche 22, 22', das sich von einer ersten Stirnfläche 21, 21' durch die
erste Biegelinie A, A' abgrenzt und in der Richtung dieser ersten Biegelinie A, A'
über die Stirnfläche 21, 21' hinausragt;
- ein einerseits an der zweiten Biegelinie B, B' an das Seitenfläche 22, 22' angrenzender
und anderseits durch die Begrenzungslinie E, E' begrenzter Verstärkungsbereich 24,
24';
- eine an das Seitenfläche 22, 22' an der dritten Biegelinie C, C' angrenzende zweite
Stirnfläche 25, 25';
- vier freistehende Laschen 23, 23', die jeweils ein Rastfenster 231, 231' aufweisen,
wobei die Laschen 23, 23' durch Schlitze 28, 28' voneinander getrennt sind, wobei
die Anzahl der Laschen 23, 23' und die damit korrespondierende Anzahl der Schlitze
28, 28' beispielhaft gewählt sind und wobei die Rastfenster 231 in vier der Laschen
23, welche zum dritten Blechteil 2 gehören, größer, insbesondere breiter, sind als
die Rastfenster 231' in den anderen vier Laschen 23', die zum vierten Blechteil 2'
gehören;
- einen an die erste Stirnfläche 21, 21' mit einer vierten Biegeline D, D' daran angrenzenden
Flansch 27, 27' wobei der Flansch 27, 27' Schraubbohrungen 271, 271' aufweist.
[0069] An den gestrichelt dargestellten zweiten Biegelinien B, B' wird das dritte bzw. vierte
Blechteil 2, 2' jeweils um 180 ° in eine erste Richtung gefaltet. Dadurch kommt jeder
Verstärkungsbereich 24, 24' auf jeweils einer der Seitenflächen 22, 22' zu liegen,
um die jeweilige Seitenfläche 22, 22' entsprechend zu verstärken. Die gestrichelte
Linie E, E' stellt somit die Grenze dar, ab welcher die Laschen 23, 23' dann über
das jeweilige Seitenfläche 22, 22' hinausragen.
[0070] Der jeweilige Verstärkungsbereich 24, 24' ist dabei mit der dazugehörigen Seitenfläche
22, 22' lediglich an der gemeinsamen Biegelinie, nämlich an der zweiten Biegelinie
B, B' verbunden, und dementsprechend nicht anderweitig daran befestigt, also nicht
verklebt, verlötet, verschweißt, genietet oder dergleichen. Dadurch besitzen die Laschen
23, 23' eine entsprechend hohe Flexibilität, da sie über ihre gesamte Länge, d.h.
in den Verstärkungsbereich 24, 24' hinein, einzeln von dem Seitenfläche 12, 12' wegbiegbar
sind. Durch die Länge der Schlitze 28, 28' ist somit die Länge und damit auch die
gewünschte Elastizität der Laschen 23, 23' einstellbar.
[0071] Gemeinsam werden die Laschen 23, 23' und der Verstärkungsbereich 24, 24' als Wangenbereich
bezeichnet, der aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit einem Bezugszeichen versehen
ist. Der Wangenbereich ist somit durch die sechs Schlitze 28, 28' weitgehend in gleichgroße
Intervalle unterteilt, wodurch die Laschen 23, 23' gebildet sind, so dass die Länge
der Laschen 23, 23' der Länge der Schlitze 28, 28' entspricht. Unter dem Begriff "weitgehend"
ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass sich die Schlitze 28, 28' und somit
auch die Laschen 23, 23' über die Begrenzungslinie E, E' hinweg in den jeweiligen
Verstärkungsbereich 24, 24' hineinziehen, jedoch vor der zweiten Biegelinie B, B'
enden. Mit anderen Worten ist ein Teil des Verstärkungsbereichs 24, 24' durch die
Laschen 23, 23' gebildet. Dadurch existiert ein Überlappungsbereich, der sowohl den
Laschen 23, 23' als auch dem Verstärkungsbereich 24, 24' zuzurechnen ist, nämlich
derjenige Bereich der Laschen 23, 23', der zwischen der Begrenzungslinie E, E' und
der zweiten Biegelinie B, B' liegt. Dieser Überlappungsbereich besitzt somit eine
Doppelfunktion, denn er dient einerseits der Verstärkung der Stabilität des Grundrahmens
und andererseits der Vergrößerung der Elastizität der Laschen 24, 24' gegenüber nach
außen wirkenden Kräften. Insbesondere gilt dies, wenn der Halterahmen fest in einem
Steckverbindergehäuse montiert, beispielsweise an seinen vier Schraubbohrungen 271,
271' in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt ist.
[0072] Die Seitenflächen 22, 22' ragen auch im gefalteten Zustand mit einer ihrer jeweiligen
der zweiten Biegelinie B, B' entsprechenden Biegekante über die jeweilige erste Stirnfläche
21, 21' hinaus.
[0073] An den ebenfalls gestrichelt dargestellten ersten, dritten und vierten Biegelinien
A, A', C, C', D, D' werden diese beiden Blechteile 2, 2' rechtwinklig abgebogen. Das
rechtwinklige Abbiegen der beiden Blechteile 2, 2' um die ersten Biegelinien A, A'
und um die dritten Biegelinien C, C' erfolgt in eine zweite Richtung, welche der ersten
Richtung entgegengesetzt ist, und sorgt so für die U-Form der Blechteile 2, 2', welche
jeweils aus den Seitenflächen 22, 22', der ersten Stirnfläche 21, 21' und der zweiten
Stirnfläche 25, 25' gebildet ist. Dadurch ist der Wangenbereich an einer Außenseite,
d.h. an einer den umgebogenen Stirnflächen 21, 25, 21', 25' abgewandten Seite der
jeweiligen Seitenfläche 22, 22', angeordnet. Durch das rechtwinklige Abbiegen an den
vierten Biegelinien D, D' wird jeweils der Flansch 27, 27' gebildet, der zur Befestigung,
beispielsweise an oder in einem nicht in der Zeichnung dargestellten Steckverbindergehäuse,
die Schraubbohrungen 271, 271' aufweist.
[0074] Die Fig. 2 c und 2 d stellen zwei modifizierte Blechteile 2", 2"', nämlich ein fünftes
Blechteil 2" und eine sechstes Blechteil 2"', dar. Diese beiden modifizierten Blechteile
2", 2"' unterscheiden sich von dem dritten Blechteil 2 bzw. vom vierten Blechteil
2'dadurch, dass sie an ihrer jeweiligen zweiten Stirnseite 25, 25' jeweils über eine
weitere dazugehörige fünfte Biegelinie F, F' einen zusätzlichen Verstärkungsflansch
29, 29' mit entsprechenden Schraubbohrungen 291, 291' aufweisen.
[0075] Die Fig. 3 a zeigt die beiden weiteren Blechteile 2, 2', nämlich das dritte Blechteil
2 und das vierte Blechteil 2' im gebogenen Zustand, wodurch sie jeweils die besagte
U-Form aufweisen und dadurch gemeinsam zu einem Halterahmen, wie er beispielsweise
in Fig. 5 dargestellt ist, zusammenfügbar sind, indem sie gegeneinander um eine Blechstärke
versetzt so in einander geschoben werden, dass ihre ersten Stirnflächen 21, 21' und
ihre zweiten Stirnflächen 25', 25 jeweils aufeinander zu liegen kommen und aneinander
großflächig verklebt, verlötet, verschweißt, genietet oder geschraubt oder anderweitig
befestigt werden können.
[0076] Zum einen wird auf diese Weise der Halterahmen im Bereich der Stirnflächen 21, 21'
verstärkt. Die erste verstärkte Stirnfläche 21 bildet das erste Stirnteil. Die zweite
verstärkte Stirnfläche 21 bildet das zweite Stirnteil. Zum anderen wird so aus den
beiden Stirnteilen und den beiden durch die jeweiligen Verstärkungsbereiche 24, 24'
verstärkten Seitenflächen 22, 22' ein Grundrahmen erzeugt, welcher durch die Befestigung
der zweiten Stirnflächen 25, 25' an den ersten Stirnflächen 21', 21 großflächig und
daher in einer sehr stabilen Weise geschlossen ist und auch aus diesem Grund eine
besondere Festigkeit aufweist. Insbesondere gilt dies, wenn der Halterahmen fest in
einem Steckverbindergehäuse montiert, beispielsweise an seinen vier Schraubbohrungen
271, 271' in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt ist. Des Weiteren ist der Grundrahmen
im Bereich seiner Seitenfläche 22, 22', insbesondere gegenüber nach außen wirkenden
Kräften, durch den jeweiligen Verstärkungsbereich 24, 24' stabilisiert.
[0077] Mit anderen Worten besitzt der so gebildete Grundrahmen sowohl durch seine geschlossene
Form als auch durch die Verstärkung seines Materials an den Stirn- und Seitenflächen
22, 22', 21, 21' eine besonders große Festigkeit, insbesondere, wenn der Halterahmen
fest in einem Steckverbindergehäuse montiert, beispielsweise an seinen vier Schraubbohrungen
271, 271' in das Steckverbindergehäuse eingeschraubt ist. Die Laschen 23, 23' dagegen
können über ihre gesamte Länge, welche der Länge der dazugehörigen Schlitze 28, 28'
entspricht, unverstärkt von dem dazugehörigen Seitenfläche 22, 22' weggebogen werden
und weisen dadurch gegenüber bezüglich des Grundrahmens nach außen wirkenden Kräften
eine besonders große Elastizität auf. Beispielsweise muss bei einem solchen, insbesondere
in das Steckverbindergehäuse eingebauten oder anderweitig an seinen Schraubbohrungen
271, 271' fixierten, Halterahmen eine größere Kraft an der Seitenfläche 22' angreifen,
um diese um eine bestimmte Weglänge nach außen zu drücken, als an der Lasche 23'.
[0078] Weiterhin ist auch eine nicht in der Zeichnung dargestellte weitere Ausführung denkbar,
bei welcher der Halterahmen aus mehr als zwei Teilen besteht. Beispielsweise kann
ein solches Teil aus einem Flansch und einer Verstärkungsfläche bestehen, wobei der
Flansch dann rechtwinklig von der Verstärkungsfläche abgebogen ist. Diese Verstärkungsfläche
wird dann auf einer Stirnfläche des bevorzugt einteiligen Grundrahmens befestigt,
beispielsweise geklebt, gelötet, geschweißt, genietet oder geschraubt. Ein weiteres
Teil kann dann beispielsweise den Wangenbereich bilden. Dieses weitere Teil kann dann
an einer Seitenfläche des Grundrahmens befestigt werden. Dabei ist jedoch möglichst
darauf zu achten, dass die Laschen trotz dieser Befestigung weiterhin über ihre gesamte
Länge von der dazugehörigen Seitenfläche wegbiegbar sind.
[0079] Die Fig. 3 b zeigt die beiden modifizierten Blechteile 2", 2"', nämlich das fünfte
Blechteil 2" und das sechste Blechteil 2"' jeweils in einem gebogenen Zustand in einer
der Fig. 3 a vergleichbaren Darstellung. Diese beiden modifizierten Blechteile 2",
2"' unterscheiden sich von den gebogenen weiteren Modulen 2, 2' dadurch, dass die
beiden modifizierten Blechteile 2", 2"' an ihrer zweiten Stirnfläche 25, 25' jeweils
einen rechtwinklig abgewinkelten Verstärkungsflansch 29, 29' mit dazugehörigen Schraubbohrungen
291, 291' aufweisen.
[0080] Es ist leicht erkennbar, dass beim Zusammenfügen der beiden gebogenen modifizierten
Blechteile 2", 2"' der jeweilige Flansch 27, 27' und der Verstärkungsflansch 29, 29'
ebenso wie die ersten und zweiten Stirnflächen 21, 21', 25, 25' flächig aufeinander
zu liegen kommen und somit aneinander befestigt, beispielsweise verklebt, verlötet,
verschweißt, genietet oder verschraubt, werden können.
[0081] Die Fig. 4 a und die Fig. 4 b zeigen ein in den Halterahmen einfügbares Modul 3 in
einer möglichen Bauform aus zwei verschiedenen Ansichten, aber jeweils mit Blick auf
seine Steckseite. Selbstverständlich können auch andere Module in ähnlicher Bauform
Verwendung finden.
[0082] Das Modul 3 besitzt an einer ersten Längsseite 32 eine erste Rastnase 31, die zum
Verrasten in einem ersten Rastfenster 131, 231, 431 vorgesehen ist. An einer dieser
ersten Längsseite 32 gegenüber liegenden zweiten Längsseite 32' besitzt das Modul
3 eine zweite Rastnase 31', die schmaler ist als die erste Rastnase. Weiterhin ist
das Modul sehr kompakt ausgeführt, was seine Hitzebeständigkeit verbessert. Durch
die Form der Rastnasen 31, 31' und die Form der Fenster 131, 131', 231, 231, 431,
431' ist die Orientierung des Moduls 3 im Halterahmen festgelegt.
[0083] Die Fig. 5 zeigt einen Halterahmen, der aus den beiden weiteren Blechteilen 2, 2',
nämlich dem dritten Blechteil 2 und dem vierten Blechteil 2', wie sie in den Fig.
2a, Fig. 2b und Fig. 3 dargestellt sind, gebildet ist. Er könnte in einer anderen
Ausführungsform dazu auch aus einem einzigen ersten Blechteil 1, 1' wie sie in Fig.
1a und Fig. 1b dargestellt sind, oder alternativ aus einer Vielzahl von Einzelteilen,
d.h. aus mehr als zwei Einzelteilen, bestehen.
[0084] Dieser Halterahmen besitzt einen ersten Bereich B1, gebildet aus dem im Querschnitt
rechteckigen Grundrahmen, und einen zweiten Bereich B2, gebildet aus den beiden außen
liegenden Wangenbereichen. Der erste Bereich B1 kann als Grundabschnitt angesehen
werden. Der zweite Bereich B2 kann als Verformungsabschnitt angesehen werden.
[0085] Es ist leicht erkennbar, dass die Wangenbereiche mit ihrem jeweiligen Verstärkungsbereich
24, 24' den Grundrahmen gegen nach außen wirkende Kräfte verstärken, aber selbst nach
außen unverstärkt wegbiegbar sind. Insbesondere sind die Laschen 23, 23' samt ihrem
Überlappungsbereich unabhängig voneinander mit einer verhältnismäßig geringen Kraft
nach außen wegbiegbar.
[0086] Vorteilhafterweise kann der in ein Steckverbindergehäuse eingebaute, also an seinen
Schraubbohrungen 271, 271' fixierte, Grundrahmen so beispielsweise an der Mitte seiner
Seitenflächen 22, 22' einer nach außen gerichteten Auslenkung eine Kraft entgegensetzen,
die größer ist, als diejenige Kraft, die notwendig ist, um eine Lasche 23, 23' im
Bereich ihres Fensters um dieselbe Weglänge nach außen zu bewegen.
[0087] Aus der gezeigten Perspektive ist nur die zweite Seitenfläche 22' zu sehen, weil
die erste Seitenfläche 22 durch den Wangenbereich mit dem Verstärkungsbereich 24 und
den entsprechenden Laschen 23 verdeckt ist. Dagegen sind die beiden Stirnflächen 21,
21' zumindest teilweise zu sehen. Am Ende jeder Stirnfläche 21, 21' ist der Flansch
27, 27' abgebogen, der jeweils die beiden Schraubbohrungen 271, 271' aufweist. Jede
der Seitenflächen 22, 22' ist somit durch den dazugehörigen Verstärkungsbereich 24,
24' mittels der Faltung, die an der zweiten Biegekante B, B' stattgefunden hat, verstärkt.
Somit ist ein Teil des Verstärkungsbereichs 24, 24' von dem Überlappungsbereich der
Laschen 23, 23' gebildet. Die Seitenflächen 22, 22' und die Verstärkungsbereiche 24,
24' ragen mit Ihren der zweiten Biegelinie B, B' entsprechenden Biegekanten jeweils
über das Ende der Stirnfläche 21' hinaus.
[0088] Die ersten Stirnflächen 21, 21' sind durch Zusammenfügen mit den zweiten Stirnflächen
25, 25' des jeweils anderen Blechteils 2, 2' verstärkt, wie es auch aus der Fig. 3
hervorgeht, und bilden so jeweils das erste bzw. zweite Stirnteil. Sie könnten alternativ
dazu im Falle eines einteiligen Halterahmens, der also nur aus einem einzigen Blechteil
1 gebildet ist, auch durch Faltung aus einer jeweils angrenzenden Verstärkungsfläche
15, 15' gebildet sein, wie sie beispielsweise in Fig. 1 dargestellt ist. Es könnte
dazu in einer der alternativen Ausführungsform auch eine Verstärkungsfläche als separates
Bauteil an die Stirnfläche angefügt sein, wobei der Flansch vorteilhafterweise rechtwinklig
von der Verstärkungsfläche abgewinkelt wäre.
[0089] Somit weist der erste Bereich B1, nämlich der Grundrahmen, aus mehreren Gründen eine
größere Festigkeit auf als der zweite Bereich B2. Der erste Bereich B1 besitzt diese
Festigkeit zum einen aufgrund seiner geschlossenen Form, welche durch die zudem großflächigen
Verbindungen der ersten und zweiten Stirnflächen 21, 25', 21', 25 der beiden Blechteile
2, 2' realisiert ist, und zum anderen durch die Verstärkung dieses ersten Bereichs
B1, der zumindest teilweise mittels des zweiten Bereichs B2, nämlich dem Überlappungsbereich
der Laschen 23, 23', erfolgt. Insbesondere ist also bei der Unterscheidung des ersten
Bereiches B1 und des zweiten Bereiches B2 auch deren Funktionalität zu beachten. Der
Grundrahmen, d.h. der erste Bereich B1, wird von dem Verstärkungsbereich, und damit
auch von einem Überlappungsbereich der Laschen 23, 23', also auch von einem Teil des
zweiten Bereichs B2, nämlich von dessen Verstärkungsbereichen 24, 24', stabilisiert.
Insbesondere setzt er entsprechend seiner vorgesehenen Funktion, nämlich dem Halten
der Module 3, nach außen wirkenden Kräften durch diese Verstärkung eine besonders
große Kraft entgegen. Insbesondere gilt dies, wenn der Halterahmen fest in einem Steckverbindergehäuse
montiert, beispielsweise an vier Schraubbohrungen 271, 271' in das Steckverbindergehäuse
eingeschraubt, oder anderweitig an seinen Schraubbohrungen 271, 271' fixiert ist.
[0090] Der zweite Bereich B2 besteht aus dem Wangenbereich und umfasst die unverstärkten
Laschen 23, 23' und setzt dadurch gegenüber einer bezüglich des Rahmens nach außen
auf die Laschen 23, 23' wirkenden Kraft ein wesentlich geringeres Widerstandsmoment
entgegen als der zweite Bereich, nämlich der Grundrahmen. Somit kann der zweite Bereich
B2 eine wesentlich höhere Elastizität besitzen, als der erste Bereich B1. Mit anderen
Worten besitzt der Halterahmen beispielsweise gegenüber einer Kraft, die von innen
gegen sein zweites Seitenfläche 22' wirkt, ein wesentlich größeres Widerstandsmoment
als gegenüber einer Kraft, die von innen gegen eine der Laschen 23' drückt. Dies lässt
sich insbesondere dadurch erklären, dass sich gegenüber Kräften, die von innen gegen
die Seitenflächen 22, 22' drücken, das Widerstandsmoment der jeweiligen Seitenfläche
22, 22' und das Widerstandsmoment des Verstärkungsbereichs 24, 24' des außen liegenden
Wangenbereichs zu einem Gesamtwiderstandsmoment addieren. Dieses Gesamtwiderstandsmoment
ist somit selbstverständlich größer als das Widerstandsmoment der jeweiligen einzelnen
Seitenfläche 22, 22'.
[0091] Die Anzahl der Laschen 23, 23', nämlich in diesem Falle acht, ist dabei beispielhaft
gewählt; der Halterahmen könnte beispielsweise auch sechs, zehn, zwölf oder vierzehn
oder eine andere geradzahlige Anzahl von Laschen 23, 23' aufweisen. Die Hälfte, nämlich
in diesem Falle diejenigen vier Laschen 23, die sich an einer ersten Seite des Halterahmens
befinden, weisen größere, insbesondere längere, Fenster 231 auf, als anderen vier
Laschen 23', die sich an der anderen Seite des Halterahmens befinden und deren Fenster
231' vergleichsweise kleiner, insbesondere schmaler, sind als die erstgenannten Fenster
231 und dementsprechend auch eine andere Form aufweisen. Insbesondere ist die ersten
Rastnase 31 des Moduls 3, wie sie in Fig. 4a beispielhaft dargestellt ist, formschlüssig
in die größeren Fenster 231 und die zweite Rastnase 31', wie sie in Fig. 4b beispielhaft
dargestellt ist, in das kleinere Fenster 231' einfügbar. Dadurch ist die Orientierung
des jeweiligen Moduls 3 im Halterahmen festgelegt.
[0092] Die Rastnasen 31, 31' passen also entweder formschlüssig in die jeweiligen Rastfenster
231, 231' oder sind zumindest derart einfügbar, dass die Module 3 durch sie im Halterahmen
fixierbar sind.
[0093] Beispielhaft ist in der Fig. 5 ein Modul 3 mit Blick auf seine Kabelanschlussseite
dargestellt. das Modul 3 ist im Halterahmen verrastet ist, indem seine Rastnase 31
vom Rastfenster 231 aufgenommen ist. Weiterhin ist auch zu erkennen, dass die Laschen
23, 23' zu ihren frei stehenden Enden hin leicht auseinander gebogen sind, was die
Einführung eines solchen Moduls 3 weiterhin erleichtert.
[0094] Das Modul 3 ist somit durch den besonders festen und stabilen ersten Bereich B1,
nämlich den Grundrahmen, in seiner Lage besonders stabil gehalten. Weiterhin ist das
Modul stabilisiert, indem der Grundrahmen im Bereich seiner Seitenfläche 22, 22' mit
seiner Biegekante B über das Ende der Stirnfläche 21, 21' hinausragt und somit insbesondere
eine starke Hebelwirkung aufbringt. Der Halterahmen hält die Module 3 dadurch an deren
Längsseiten 32, 32' großflächig.
[0095] Weiterhin wird das Modul 3 dadurch sehr leicht bedienbar in den Laschen 23, 23' verrastet,
wobei die Laschen aufgrund ihrer Elastizität sowohl zur Verrastung als auch zur Entrastung
mit nur geringer Kraft leicht auseinandergebogen werden können. Insbesondere können
diejenigen Laschen 23, 23', die ein Modul verrasten, einzeln auseinander gebogen werden,
um das einzelne Modul wieder unabhängig von anderen Modulen zu entrasten und somit
wieder frei zu geben.
[0096] Da die Laschen 23, 23' des Halterahmens an ihrem frei stehenden Endbereich leicht
vom Halterahmen weggebogen sind, sind die Module 3 besonders komfortabel in den Halterahmen
einführbar. Dazu wird ein Modul 3 zunächst zwischen zwei Laschen 231, 231' des Halterahmens
eingeführt und gleitet dann mit seinen beiden Längsseiten 32, 32' und insbesondere
mit den daran angeformten Rastnasen 31, 31' an den voneinander weggebogenen Endbereichen
der Laschen 231, 231' entlang. Dadurch biegen sich die beiden Laschen 231, 231' kurzzeitig
auseinander, bis die jeweiligen Rastnasen 31, 31' von dem dazugehörigen Rastfenster
231, 231' der jeweiligen Lasche 23, 23' aufgenommen werden und somit darin verrasten.
Bei der Aufnahme der Rastnasen 31, 31' in das jeweilige Rastfenster 231, 231' federn
die Laschen 23, 23' bevorzugt in ihre Ausgangsposition zurück. Auf diese Weise können
die Module 3 einzeln im Halterahmen verrasten oder auch entnommen werden. Gleichzeitig
ist das jeweilige Modul 3 im Halterahmen insbesondere vom stabilen und festen ersten
Bereich B1, nämlich dem verstärkten Grundrahmen, mit großer Kraft gehalten. Somit
wird ein sehr gutes Verhältnis zwischen Haltekraft und Betätigungskraft erreicht.
[0097] Weiterhin werden die folgenden Ausführungsformen offenbart:
Ausführungsform 1. Halterahmen für einen Steckverbinder zur Aufnahme gleichartiger
und/oder unterschiedlicher Module, mit einen Grundabschnitt zur Fixierung eines aufgenommenen
Moduls (3) in einer Ebene und einem Verformungsabschnitt, der einen Einführzustand
und einen Haltezustand annehmen kann, wobei der Einführzustand ein Einführen wenigstens
eines Moduls (3) in einer Richtung quer zur Ebene in den Halterahmen erlaubt und ein
aufgenommenes Modul (3) im Haltezustand fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt aus federelastischem Blech gebildet
sind.
Ausführungsform 2. Halterahmen gemäß Ausführungsform 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt aus einem oder aus mehreren Blechteilen
(1,1', 2, 2',2",2"') gebildet sind. Ausführungsform 3. Halterahmen gemäß einer der
Ausführungsformen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundabschnitt und der
Verformungsabschnitt einteilig und integral gebildet sind.
Ausführungsform 4. Halterahmen gemäß Ausführungsform 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundabschnitt einen ersten Stirnteil, einen zweiten Stirnteil, einen ersten Seitenteil
und einen zweiten Seitenteil aufweist, wobei der erste Seitenteil zwischen dem ersten
Stirnteil und dem zweiten Stirnteil und der zweite Stirnteil zwischen dem ersten Seitenteil
und dem zweiten Seitenteil angeordnet sind, wobei der Verformungsabschnitt einen ersten
Wangenbereich und einen zweiten Wangenbereich aufweist, wobei jeweils der erste Wangenbereich
am ersten Seitenteil und der zweiten Wangenbereich am zweiten Seitenteil anschließt.
Ausführungsform 5. Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Grundabschnitt und/oder der Verformungsabschnitt mehrteilig
ausgeführt sind und mindestens ein Teil des Grundabschnitts integral mit wenigstens
einem Teil des Verformungsabschnitts gebildet ist.
Ausführungsform 6. Halterahmen gemäß Ausführungsform 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt jeweils zweiteilig ausgeführt sind,
wobei ein erster Teil des Grundabschnitts einen ersten Stirnteil und einen ersten
Seitenteil an dem ersten Stirnteil und ein zweiter Teil des Grundabschnitts einen
zweiten Stirnteil und einen zweiten Seitenteil an dem zweiten Stirnteil aufweist,
wobei ein erster Teil des Verformungsabschnitts einen ersten Wangenbereich und ein
zweiter Teil der Verformungsabschnitts einen zweiten Wangenbereich aufweist, wobei
jeweils der erste Wangenbereich am ersten Seitenteil und der zweiten Wangenbereich
am zweiten Seitenteil anschließt.
Ausführungsform 7. Halterahmen gemäß Ausführungsform 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt jeweils zweiteilig ausgeführt sind,
wobei ein erster Teil des Grundabschnitts einen ersten Stirnteil und einen zweiten
Stirnteil und einen ersten Seitenteil zwischen den Stirnteilen und ein zweiter Teil
des Grundabschnitt einen zweiten Seitenteil aufweist, wobei ein erster Teil des Verformungsabschnitts
einen ersten Wangenbereich und ein zweiter Teil der Verformungsabschnitts einen zweiten
Wangenbereich aufweist, wobei jeweils der erste Wangenbereich am ersten Seitenteil
und der zweiten Wangenbereich am zweiten Seitenteil anschließt.
Ausführungsform 8. Halterahmen gemäß Ausführungsform 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt jeweils zweiteilig ausgeführt sind,
wobei ein erster Teil des Grundabschnitts einen ersten Seitenteil und einen zweiten
Seitenteil und einen ersten Stirnteil zwischen den Seitenteilen und ein zweiter Teil
des Grundabschnitt einen zweiten Stirnteil aufweist, wobei ein erster Teil des Verformungsabschnitts
einen ersten Wangenbereich und ein zweiter Teil der Verformungsabschnitts einen zweiten
Wangenbereich aufweist, wobei jeweils der erste Wangenbereich am ersten Seitenteil
und der zweiten Wangenbereich am zweiten Seitenteil anschließt.
Ausführungsform 9. Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der Grundabschnitt wenigstens teilweise in zwei oder mehr Lagen
Blech ausgeführt ist.
Ausführungsform 10. Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt für eine elastische Verformung zwischen
Einführzustand und Haltezustand oder eine plastische Verformung von Einführzustand
zu Haltezustand ausgestaltet ist.
Ausführungsform 11. Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt mehrere Laschen (13, 13', 23, 23') aufweist,
wobei wenigstens zwei Laschen durch einen Schlitz (18, 18', 28, 28') voneinander getrennt
sind.
Ausführungsform 12. Halterahmen gemäß Ausführungsform 11, dadurch gekennzeichnet,
dass sich der wenigstens eine Schlitz (18, 18', 28, 28') bis in den Grundabschnitt
erstreckt.
Ausführungsform 13. Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt eines oder mehrere Rastfenster (131,
131', 231, 231') zur Aufnahme einer Rastnase (31, 31') eines Moduls (3) und/oder einen
oder mehrere Rastvorsprünge zur Aufnahme in einer Rastausnehmung eines Moduls (3)
aufweist.
Ausführungsform 14. Verfahren zur Herstellung eines Halterahmens für einen Steckverbinder
zur Aufnahme gleichartiger und/oder unterschiedlicher Module (3), mit einen Grundabschnitt
zur Fixierung eines aufgenommenen Moduls (3) in einer Ebene und einem Verformungsabschnitt,
der einen Einführzustand und einen Haltezustand annehmen kann, wobei der Einführzustand
ein Einführen wenigstens eines Moduls (3) in einer Richtung quer zur Ebene in den
Halterahmen erlaubt und ein aufgenommenes Modul im Haltezustand fixiert ist, dadurch
gekennzeichnet, dass der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt aus federelastischem
Blech gebildet werden.
Ausführungsform 15. Verfahren zum Einführen eines Moduls in einen Halterahmen für
einen Steckverbinder zur Aufnahme gleichartiger und/oder unterschiedlicher Module
(3), mit einem Einführen des Moduls (3) in einen Grundabschnitt des Halterahmens zur
Fixierung des Moduls (3) in einer Ebene und einem Fixieren des Moduls (3) im Grundabschnitt
durch Verformen eines Verformungsabschnitts des Halterahmens, dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundabschnitt und der Verformungsabschnitt aus federelastischem Blech gebildet
sind.
Ausführungsform 16. Verfahren zum Einführen eines Moduls in einen Halterahmen für
einen Steckverbinder zur Aufnahme gleichartiger und/oder unterschiedlicher Module
(3), mit einem Einführen des Moduls (3) in einen Grundabschnitt des Halterahmens zur
Fixierung des Moduls (3) in einer Ebene und einem Fixieren des Moduls (3) im Grundabschnitt
durch Verformen eines Verformungsabschnitts des Halterahmens, dadurch gekennzeichnet,
dass das Modul (3) aus Richtung der Kabelanschlusses in den Halterahmen eingeführt
wird.
Ausführungsform 17. Metallischer Halterahmen für einen Steckverbinder zur Aufnahme
gleichartiger und/oder unterschiedlicher Module (3), dadurch gekennzeichnet, dass
der Halterahmen zumindest teilweise aus federelastischem Blech besteht.
Ausführungsform 18. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 17, dadurch gekennzeichnet,
dass der Halterahmen einstückig aus einem federelastischen Blechteil (1, 1') gebildet
ist.
Ausführungsform 19. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 17, dadurch gekennzeichnet,
dass der Halterahmen aus zwei federelastischen Blechteilen (2, 2', 2", 2"') besteht.
Ausführungsform 20. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 17, dadurch gekennzeichnet,
dass der Halterahmen aus mehr als zwei federelastischen Blechteilen besteht.
Ausführungsform 21. Metallischer Halterahmen nach einer der Ausführungsformen 18 bis
20, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Blechteile (1, 1', 2, 2', 2",
2"') zumindest eine Biegekante (A, A', B, B', C, C', D, D', F, F') aufweist, an der
es abgebogen ist.
Ausführungsform 22. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 21, dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Blechteil (1, 1', 2, 2', 2", 2"') an zumindest einer Biegekante
(A, A', A", D, D', F, F') rechtwinklig abgebogen ist.
Ausführungsform 23. Metallischer Halterahmen nach einer der Ausführungsformen 21 bis
22, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Lagen eines Blechteils (1, 1', 2, 2',
2", 2"') zumindest teilweise flächig aufeinander angeordnet sind, indem das Blechteil
(1, 1', 2, 2', 2", 2"') an zumindest einer Biegekante (B, B') um 180 ° gefaltet ist.
Ausführungsform 24. Metallischer Halterahmen nach einer der Ausführungsformen 19 bis
20, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Blechteile (2, 2', 2", 2"') zumindest bereichsweise
flächig aufeinander angeordnet sind.
Ausführungsform 25. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 24, dadurch gekennzeichnet,
dass die besagten mehreren Blechteile (2, 2', 2", 2'") durch Verkleben, Schweißen,
Löten, Nieten und/oder Verschrauben an einander befestigt sind.
Ausführungsform 26. Metallischer Halterahmen nach einer der Ausführungsformen 17 bis
25, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen zumindest Folgendes aufweist:
- zwei Stirnflächen (11, 11', 21, 21');
- zwei Seitenteile (12, 12', 22, 22');
- zwei Wangenbereiche, wobei jeder Wangenbereich einen Verstärkungsbereich (14, 14',
24, 24') sowie mehrere Laschen (13, 13', 23, 23') aufweist.
Ausführungsform 27. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 26, dadurch gekennzeichnet,
dass jede Lasche (13, 13', 23, 23') ein Rastfenster (131, 131', 231, 231') aufweist,
das zur Aufnahme einer Rastnase (31, 31') des jeweiligen Moduls (3) vorgesehen ist.
Ausführungsform 28. Metallischer Halterahmen nach einer der Ausführungsformen 26 bis
27, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen einen Grundrahmen, bestehend aus
den beiden Seitenteilen (12, 12', 22, 22') und den beiden Stirnflächen (11, 11', 21,
21'), besitzt.
Ausführungsform 29. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform 28, dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundrahmen im Querschnitt eine im Wesentlichen rechteckige Form aufweist.
Ausführungsform 30. Metallischer Halterahmen nacheiner der Ausführungsformen 26 bis
29, dadurch gekennzeichnet, dass jede Stirnfläche (11, 11', 21, 21') rechtwinklig
von zumindest jeweils einem Seitenteil (12, 12', 22, 22') abgebogen ist und dass jeder
Wangenbereich über das dazugehörige Seitenteil (12, 12', 22, 22') gefaltet ist, so
dass der Verstärkungsbereich (14, 14', 24, 24') jeweils auf dem Seitenteil (12, 12',
22, 22') angeordnet ist, wobei die Laschen (13, 13', 23, 23') über das Seitenteil
(12, 12', 22, 22') hinausragen.
Ausführungsform 31. Metallischer Halterahmen nach einer der Ausführungsformen 26 bis
30, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen aus zwei Blechteilen (2, 2', 2",
2"') besteht und dass jedes der beiden Blechteile (2, 2', 2", 2"') eine erste Stirnfläche
(21, 21') und eine zweite Stirnfläche (25, 25') aufweist, die beide von dem jeweiligen
Seitenteil (22, 22') rechtwinklig abgewinkelt sind.
Ausführungsform 32. Metallischer Halterahmen nach Ausführungsform31, dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten Stirnflächen (21, 21') und die zweiten Stirnflächen (25', 25) der
beiden Blechteile (2, 2', 2", 2"') jeweils aneinander befestigt sind.
Ausführungsform 33. Metallischer Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 18
bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Blechteil (1, 1') oder bei den
Blechteilen (2, 2', 2", 2"') um Stanzbiegeteile handelt.
Ausführungsform 34. Metallischer Halterahmen gemäß einer der Ausführungsformen 17
bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen einen elektrischen Schutzerdungskontakt
aufweist.
Ausführungsform 35. Verfahren zur Herstellung eines metallischen Halterahmens für
einen Steckverbinder, wobei der Halterahmen zur Aufnahme gleichartiger und/oder unterschiedlicher
Module (3) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen zumindest
teilweise aus federelastischem Blech gebildet wird.
Ausführungsform 36. Verfahren gemäß Ausführungsform 35, dadurch gekennzeichnet, dass
der Halterahmen in Stanzbiegetechnik hergestellt wird.
Ausführungsform 37. Verfahren gemäß einer der Ausführungsformen 35 bis 36, dadurch
gekennzeichnet, dass der Halterahmen entweder einstückig aus einem einzigen Blechteil
(1, 1') durch Falten oder aus mehreren Blechteilen (2, 2', 2", 2'") durch Falten und
Fügen gebildet wird.
Ausführungsform 38. Verfahren gemäß Ausführungsform 37, dadurch gekennzeichnet, dass
das Blechteil (1, 1') oder die Blechteile (2, 2', 2", 2"') in einem ersten Bereich
B1 des Halterahmens zu einem im Querschnitt im Wesentlichen rechteckigen Grundrahmen,
der zumindest zwei Stirnflächen (11, 11', 21, 21') und zwei Seitenteile (12, 12',
22, 22') aufweist, geformt werden.
Ausführungsform 39. Verfahren gemäß Ausführungsform 38, dadurch gekennzeichnet, dass
das Blechteil (1, 1') oder die Blechteile (2, 2', 2", 2"') einen zweiten Bereich B2
in Form zweier Wangenbereiche aufweisen, die über das jeweilige Seitenteil (12, 12',
22, 22') gefaltet werden, und den Grundrahmen somit an den Seitenteilen (12, 12',
22, 22') verstärken.
Ausführungsform 40. Verfahren gemäß Ausführungsform 39, dadurch gekennzeichnet, dass
der Halterahmen mit seinem Grundrahmen ein darin aufgenommenes Modul (3) in einer
Richtung hält und dieses Modul (3) gleichzeitig mit zum jeweiligen Wangenbereich gehörenden
Laschen (13, 13', 23, 23') senkrecht dazu fixiert.
Ausführungsform 41. Verfahren gemäß Ausführungsform 40, dadurch gekennzeichnet, dass
der Halterahmen das Modul (3) mit seinen Laschen (13, 13', 23, 23') fixiert, indem
das Modul (3) an den Laschen (13, 13', 23, 23') verrastet.
Bezugszeichenliste
[0098]
- 1'
- erstes Blechteil
zweites Blechteil
- 2
- drittes Blechteil
- 2'
- viertes Blechteil
- 2"
- fünftes Blechteil
- 2"'
- sechstes Blechteil
- 11, 11'
- Stirnflächen
- 21, 21'
- erste Stirnflächen
- 25, 25'
- zweite Stirnflächen
- 12, 12', 22, 22'
- Seitenflächen
- 13, 13', 23, 23'
- Laschen
- 131, 131', 231, 231'
- Rastfenster
- 14, 14', 24, 24'
- Verstärkungsbereich
- 15, 15', 45'
- Verstärkungsflächen
- 17, 17', 27, 27'
- Flansche
- 29,29'
- Verstärkungsflansche
- 171, 171', 271, 271'
- Schraubbohrungen
- 18, 18', 28, 28'
- Schlitze
- 3
- Modul
- 31, 31'
- erste, zweite Rastnase
- 32, 32'
- erste, zweite Längsseite
- A, A', B, B', C, C', C", C"', D, D', F, F'
- Biegelinien
- E, E'
- Begrenzungslinie