Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Taschenfilter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und eine Tasche gemäß Patentanspruch 6.
Stand der Technik
[0002] Aus der
DE 20 2008 006 834 U1 ist bereits ein Taschenfilter bekannt. Dieser Taschenfilter umfasst einen Rahmen
und ein Filtermedium, wobei das Filtermedium als sackartige Tasche ausgebildet ist,
welche vom Rahmen abragt, wobei die sackartige Tasche eine Einströmöffnung aufweist,
die vom Rahmen zumindest teilweise umgeben ist, und wobei die Tasche einander gegenüberliegende
Wandbereiche aufweist.
[0003] Je nach verwendetem Filtermedium können relativ hohe Druckdifferenzen zwischen Einström-
und Ausströmseite auftreten. Es besteht daher ein Bedarf nach einem Taschenfilter,
der diesem Problem begegnet. Insbesondere besteht ein Bedarf nach einem Taschenfilter,
bei dem die Werte der Druckdifferenz, des Fraktionsabscheidegrads und/ oder des Staubspeichervermögens
zwischen Werten bereits bekannter Taschenfilter liegen.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Taschenfilter anzugeben, der
an unterschiedliche Betriebsanforderungen anpassbar ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe mit den Merkmalen der Patentansprüche
1 und 6 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass durch Verwendung verschiedener Filtermedien
in einem Taschenfilter die Werte der Druckdifferenz, des Fraktionsabscheidegrads und/
oder des Staubspeichervermögens gezielt beeinflussbar und einstellbar sind. Durch
die gemeinsame Verwendung zumindest eines ersten Filtermediums und eines zweiten Filtermediums
in einem Taschenfilter weist dieser eine Art Hybridausgestaltung auf. Die Eigenschaften
der beiden oder mehreren Filtermedien ergänzen sich derart, dass an oder mit dem Taschenfilter
physikalische Werte gemessen werden können, die zwischen den Werten von Taschenfiltern
liegen, die jeweils ausschließlich aus einem einzigen Filtermedium gefertigt sind.
[0007] Folglich ist die eingangs genannte Aufgabe gelöst.
[0008] Im Rahmen könnten in einer Richtung betrachtet unterschiedliche Taschen einander
abfolgen. Dabei ist konkret denkbar, dass jede Tasche aus einem anderen Filtermedium
gefertigt ist. Hierdurch wird ein Taschenfilter geschaffen, dessen physikalische Eigenschaften
ein breites Spektrum abdecken.
[0009] Vor diesem Hintergrund könnten im Rahmen in einer Richtung betrachtet nur zwei unterschiedliche
Taschen einander abwechselnd abfolgen, wobei einer ersten Tasche eine zweite folgt
und der zweiten wiederum eine erste und wobei sich diese alternierende Abfolge fortsetzt.
Hierdurch weist der Taschenfilter einen einfachen Aufbau auf und kann seine Hybrideigenschaften
über die gesamte Rahmenbreite und Rahmenlänge entfalten.
[0010] Die Wandbereiche der Taschen könnten aus gefalteten Filtermedien gefertigt sein,
wobei sich eine Tasche nämlich aus zwei Panels zusammensetzt. Hierdurch kann eine
Tasche einfach durch Zusammenfügen zweier flacher gefalteter Filterelemente, nämlich
der Panels, zusammengesetzt und im Hinblick auf ihre physikalischen Eigenschaften
abgestimmt werden. Ein Panel bildet dabei einen Wandbereich aus.
[0011] Vor diesem Hintergrund könnten acht unterschiedliche Filtermedien vorgesehen sein.
So können acht verschiedene Panels zu vier verschiedenen Taschen zusammengefügt werden.
[0012] Ein Taschenfilter der hier beschriebenen Art könnte in Lackieranlagen, der Zuluftfiltration
oder in Turbomaschinen verwendet werden.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0013] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- ein Diagramm, in welchem der Fraktionsabscheidegrad bei 4250 m3/h anhand dreier Taschenfilter verglichen wird,
- Fig. 2
- einen Taschenfilter, bei welchem die sackartigen Taschen aus gefalteten Filtermedien,
nämlich aus je zwei Panels, gefertigt sind,
- Fig. 3
- einen Taschenfilter, bei welchem zwei unterschiedliche Taschentypen einander alternierend
abfolgen,
- Fig. 4
- einen Taschenfilter, welcher Taschen aufweist, deren Wandbereiche aus unterschiedlichen
Filtermedien bestehen,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Taschenfilters, der acht Panels aus jeweils unterschiedlichen
Filtermedien aufnimmt, wobei acht unterschiedliche Filtermedien zur Anwendung kommen,
und
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf den Taschenfilter gemäß Fig. 5.
Ausführung der Erfindung
[0014] Fig. 1 zeigt ein Diagramm, in welchem der Fraktionsabscheidegrad dreier Taschenfilter
bei 4250 m
3/ h gegenüber der Partikelgröße aufgetragen ist.
[0015] Ein Taschenfilter des Typs T1 ist als Hybrid ausgestaltet, der die unterschiedlichen
Filtermedien CF361 und CF370 aufweist.
[0016] Die Werte seines Fraktionsabscheidegrads liegen zwischen den Werten zweier Taschenfilter,
von denen einer nur das Filtermedium CF 361 und der andere nur das Filtermedium CF370
aufweist.
[0017] Fig. 2 zeigt konkret einen Taschenfilter 1, umfassend einen Rahmen 2 und zumindest
zwei sackartige Taschen 3, 4, welche vom Rahmen 2 abragen, wobei die sackartigen Taschen
3, 4 je eine Einströmöffnung aufweisen, die vom Rahmen 2 zumindest teilweise umgeben
ist, und wobei jede der Taschen 3, 4 einander gegenüberliegende Wandbereiche 3a, 3b,
4a, 4b aufweist.
[0018] Die Wandbereiche 3a, 3b einer einzelnen Tasche 3 sind aus unterschiedlichen Filtermedien
gefertigt.
[0019] Fig. 4 zeigt dies in schematischer Ansicht anhand eines Taschenfilters 1" mit acht
Taschen 3". Jede der Taschen 3" weist einen Wandbereich 3"a auf, der aus einem ersten
Filtermedium gefertigt ist, und weist einen Wandbereich 3"b auf, der aus einem zweiten
Filtermedium gefertigt ist. Das erste und das zweite Filtermedium unterscheiden sich
voneinander. Der Unterschied kann material- oder strukturbedingt sein.
[0020] Die Wandbereiche 3a, 3b, 4a, 4b der Taschen 3, 4 des Taschenfilters 1 gemäß Fig.
2 sind aus gefalteten Filtermedien gefertigt, wobei sich eine Tasche 3, 4 nämlich
aus zwei Panels zusammensetzt.
[0021] Fig. 3 hingegen zeigt, dass zwei einzelne Taschen 3', 4' jeweils einheitlich aus
je einem Filtermedium gefertigt sind, wobei sich ein erstes Filtermedium, aus dem
die erste Tasche 3' gefertigt ist, von einem zweiten Filtermedium unterscheidet, aus
dem die zweite Tasche 4' gefertigt ist.
[0022] Im Rahmen 2' folgen in einer Richtung betrachtet unterschiedliche Taschen 3', 4'
einander ab. Konkret folgen im Rahmen 2' in einer Richtung betrachtet nur zwei unterschiedliche
Taschen 3', 4' einander abwechselnd ab, wobei einer ersten Tasche 3' eine zweite Tasche
4' folgt und der zweiten Tasche 4' wiederum eine erste Tasche 3' und wobei sich diese
alternierende Abfolge fortsetzt.
[0023] Fig. 5 und 6 zeigen einen Taschenfilter 1"', bei welchem acht unterschiedliche Filtermedien
vorgesehen sind. Konkret sind acht Panels vorgesehen, welche die Wandbereiche 3"'a,
3"'b, 3"'c, 3"'d, 3"'e, 3"'f, 3"'g ausbilden.
1. Taschenfilter (1,1', 1", 1'"), umfassend einen Rahmen (2, 2', 2", 2'") und zumindest
zwei sackartige Taschen (3, 3', 3", 4, 4'), welche vom Rahmen (2, 2', 2", 2"') abragen,
wobei die sackartigen Taschen (3, 3', 3", 4, 4') je eine Einströmöffnung aufweisen,
die vom Rahmen (2, 2', 2", 2"') zumindest teilweise umgeben ist, und wobei jede der
Taschen (3, 3', 3", 4, 4') einander gegenüberliegende Wandbereiche (3a, 3b, 4a, 4b,
3"a, 3"b, 3"'a, 3"'b, 3"'c, 3"'d, 3"'e, 3"'f, 3"'g) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbereiche (3a, 3b, 4a, 4b, 3"a, 3"b, 3"'a, 3"'b, 3"'c, 3"'d, 3"'e, 3"'f, 3"'g)
einer einzelnen Tasche (3, 3", 4) aus unterschiedlichen Filtermedien gefertigt sind
oder dass zwei einzelne Taschen (3', 4') jeweils einheitlich aus je einem Filtermedium
gefertigt sind, wobei sich ein erstes Filtermedium, aus dem die erste Tasche (3')
gefertigt ist, von einem zweiten Filtermedium unterscheidet, aus dem die zweite Tasche
(4') gefertigt ist.
2. Taschenfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Rahmen (2', 2"') in einer Richtung betrachtet unterschiedliche Taschen (3', 4')
einander abfolgen.
3. Taschenfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Rahmen (2') in einer Richtung betrachtet nur zwei unterschiedliche Taschen (3',
4') einander abwechselnd abfolgen, wobei einer ersten Tasche (3') eine zweite folgt
und der zweiten wiederum eine erste und wobei sich diese alternierende Abfolge fortsetzt.
4. Taschenfilter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbereiche (3a, 3b, 4a, 4b, 3"'a, 3"'b, 3"'c, 3"'d, 3"'e, 3"'f, 3"'g) der Taschen
(3, 4) aus gefalteten Filtermedien gefertigt sind, sich eine Tasche (3, 4) nämlich
aus zwei Panels zusammensetzt.
5. Taschenfilter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass acht unterschiedliche Filtermedien vorgesehen sind.
6. Tasche zur Verwendung in einem Taschenfilter nach einem der voranstehenden Ansprüche,
wobei die Tasche (3") je eine Einströmöffnung aufweist, wobei die Tasche (3") einander
gegenüberliegende Wandbereiche (3"a, 3"b) aufweist und wobei die Wandbereiche (3"a,
3"b) der Tasche (3") aus unterschiedlichen Filtermedien gefertigt sind.