[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer partiell verfestigten
Holzfaserplatte, wie beispielsweise Pressspanplatten, MDF-Platten und dergleichen.
Ferner betrifft die Erfindung eine partiell verfestigte Holzfaserplatte, sowie eine
Vorrichtung zur Herstellung einer derartigen Holzfaserplatte.
[0002] Holzfaserplatten können zur Verfestigung mit einem Verfestigungsmittel versehen werden,
so dass insbesondere die Gefahr des Aufquellens insbesondere durch Feuchtigkeit verringert
ist. Eine derartige Behandlung erfolgt beispielsweise bei Platten für Laminatböden.
Bei diesem in
EP 11 000 068 beschriebenen Verfahren wird das Verfestigungsmittel streifenförmig auf die noch
zuzuschneidende Holzfaserplatte aufgebracht. Anschließend wird die gesamte Oberseite
der Holzfaserplatte mit Druckluft beaufschlagt, sowie auf der Gegenüberliegenden Seite
ein Unterdruck angelegt um das Verfestigungsmittel in die Platte einzupressen bzw.
zu saugen. Entlang der Verfestigungsstreifen erfolgt sodann das Zuschneiden.
[0003] Des Weiteren besteht beispielsweise bei der Herstellung von Türen, Schrankseitenwänden
und dergleichen die Problematik, dass die Befestigung von Scharnieren und dergleichen
in Holzfaserplatten problematisch ist. Beispielsweise brechen die Schrauben aus den
entsprechenden Bereichen aus. Hierzu ist es bekannt bei nicht zugeschnittenen großen
Holzfaserplatten bereits während der Herstellung der Holzfaserplatten in den Bereichen,
in denen später gegebenenfalls ein Scharnier oder dergleichen angeordnet wird, die
Festigkeit der Platte dadurch zu erhöhen, dass die Menge der Holzspäne in diesen Bereichen
erhöht wird. Beim anschließenden Verpressen der Holzfaserplatte Entstehen Bereiche
höherer Festigkeit. Dieses Verfahren muss allerdings bereits bei der Herstellung der
Holzfaserplatte, d.h. vor dem exakten Zuschnitt der Holzfaserplatte erfolgen. Insofern
müssen relativ große Bereiche mit erhöhter Festigkeit hergestellt werden, da die spätere
exakte Lage der Scharniere oder dergleichen nicht bekannt ist. Außerdem ist die unregelmäßige
Verteilung der Holzspäne kritisch.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren zur Herstellung einer partiell verfestigten
Holzfaserplatte zu schaffen, die insbesondere zur Herstellung von Türen, Schrankseitenwänden
und dergleichen geeignet ist und insbesondere eine zuverlässige Befestigung von Scharnieren
und dergleichen ermöglicht. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung eine entsprechende
Holzfaserplatte sowie auch eine Vorrichtung zu deren Herstellung zu schaffen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung
einer partiell verfestigten Holzfaserplatte gemäß Anspruch 1. Betreffend eine Holzfaserplatte
erfolgt die Lösung der Aufgabe gemäß Anspruch 9 und betreffend eine Vorrichtung zu
dessen Herstellung gemäß Anspruch 10.
[0006] Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die
Holzfaserplatte vor der partiellen Verfestigung bereits zugeschnitten ist. Hierbei
ist die Holzfaserplatte zumindest grob zugeschnitten und vorzugsweise bereits vollständig
auf das Endmaß zugeschnitten. Die zugeschnittene Holzfaserplatte wird in einer Verfestigungsvorrichtung
angeordnet bzw. die Verfestigungsvorrichtung wird an der Holzfaserplatte angeordnet.
Ferner erfolgt ein Festlegen mindestens eines Verfestigungsbereiches, bei dem es sich
insbesondere um einen Bereich handelt, in dem ein Scharnier oder ein anderes Bauteil
üblicherweise über Schrauben oder dergleichen mit der Holzfaserplatte verbunden werden
soll. Hierbei kann das Festlegen des mindestens einen Festigungsbereichs vor oder
nach dem Anordnen der Holzfaserplatte relativ zur Verfestigungsvorrichtung oder auch
währenddessen erfolgen. Sodann erfolgt ein partielles Aufbringen von Verfestigungsmittel
auf einer Oberseite der Holzfaserplatte in dem mindestens einen Verfestigungsbereich.
Als Verfestigungsmittel kann hierbei insbesondere PUR mit einem Isocyanat eingesetzt
werden. Sodann erfolgt das Erzeugen einer Druckdifferenz im Verfestigungsbereich zwischen
der Oberseite und einer insbesondere gegenüberliegenden Unterseite der Holzfaserplatte.
Hierdurch erfolgt ein Einsaugen bzw. Eindrücken des Verfestigungsmittels in die Holzfaserplatte.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es somit auf einfache Art und Weise möglich,
einen exakt definierten Befestigungsbereich, an dem beispielsweise ein Scharnier angeordnet
werden soll, nachträglich, das heißt bei einer bereits zugeschnittenen Holzfaserplatte
vorzusehen und somit ein Verfestigen eines exakt definierten Bereichs zu gewährleisten.
[0007] Insbesondere die beiden Schritte des Anordnens der zugeschnittenen Holzfaserplatte
in einer Verfestigungsvorrichtung bzw. das Anordnen der Verfestigungsvorrichtung an
der Holzfaserplatte und das Festlegen des mindestens einen Verfestigungsbereichs sind
in der Reihenfolge unabhängig voneinander. Bevorzugt ist es insbesondere, dass diese
beiden Schritte gleichzeitig erfolgen wie nachstehend in einer bevorzugten Ausführungsform
der Vorrichtung näher erläutert.
[0008] Das Aufbringen des Verfestigungsmittels erfolgt insbesondere durch Aufsprühen.
[0009] Besonders bevorzugt ist es, zur Erzeugung der Druckdifferenz eine Druckglocke vorzusehen,
die auf die Oberseite der Holzfaserplatte in dem Verfestigungsbereich aufgesetzt wird.
Durch die Erzeugung von Überdruck in der Druckglocke wird die Druckdifferenz zwischen
Oberseite und Unterseite hergestellt und das Verfestigungsmittel aufgrund der Druckdifferenz
in die Holzfaserplatte eingebracht. Hierbei ist es insbesondere möglich, dass durch
die Druckglocke der Verfestigungsbereich definiert ist. Besonders bevorzugt ist es
sodann, dass eine Aufbringvorrichtung zum Aufbringen des Verfestigungsmittels, insbesondere
eine Sprühdüse in der Druckglocke angeordnet ist. Es ist somit möglich, die Druckglocke
auf den Verfestigungsbereich aufzusetzen, um anschließend Verfestigungsmittel insbesondere
durch Sprühen aufzubringen und sodann wiederum unmittelbar anschließend für eine Druckerzeugung
das Mittel in die Holzfaserplatte einzubringen. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist somit kein zusätzliches Handling oder dergleichen
der Platte nötig. Vielmehr erfolgt das Verfestigen des entsprechenden Bereiches in
einem Arbeitsgang. Weiter bevorzugt ist es hierbei, dass die Druckglocke selbst gegebenenfalls
zusammen mit anderen Halteelementen das Anordnen der zugeschnittenen Holzfaserplatte
in der Verfestigungsvorrichtung realisiert bzw. die Druckglocke als Verfestigungsvorrichtung
an der Holzplatte angeordnet wird.
[0010] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Saugglocke
vorgesehen. Diese Saugglocke kann zusätzlich oder anstelle der Druckglocke vorgesehen
sein. Insbesondere ist die Saugglocke auf die Unterseite der Holzfaserplatte in einem
dem Verfestigungsbereich gegenüberliegenden Bereich aufsetzbar. Durch Erzeugung von
Unterdruck in der Saugglocke kann auf die Oberseite der Holzfaserplatte im Verfestigungsbereich
aufgebrachtes, insbesondere aufgesprühtes Verfestigungsmittel auf einfache Weise in
die Platte eingesaugt werden. Auch wenn nur eine Saugglocke und keine Druckglocke
vorgesehen ist, können diese Arbeitsschritte gut miteinander synchronisiert werden,
so dass die Herstellung sehr schnell und einfach erfolgen kann.
[0011] Besonders bevorzugt ist es, sowohl eine Druckglocke als auch eine Saugglocke vorzusehen,
die einander gegenüberliegend angeordnet sind. Diese können insbesondere an der Holzfaserplatte
entsprechend eines Greifers angeordnet werden, so dass die gegenüberliegenden Glocken
die Holzfaserplatte im Verfestigungsbereich greifen bzw. auf die Oberseite und/oder
Unterseite der Holzfaserplatte gedrückt werden. Anschließend kann insbesondere durch
eine Düse in der Druckglocke das Verfestigungsmittel aufgebracht und durch Anlegen
von Überdruck in der Druckglocke und Unterdruck in der Saugglocke unmittelbar in die
Holzfaserplatte eingebracht werden. Hierdurch ist die Herstellung von Verfestigungsbereichen,
in denen insbesondere Scharniere oder dergleichen angeordnet werden sollen, präzise,
schnell und einfach realisierbar.
[0012] Die Außenkontur des Verfestigungsbereichs ist vorzugsweise eckenfrei. Hierdurch ist
ein gleichmäßiges Einsaugen bzw. ein Drücken des Verfestigungsmittels möglich. Insbesondere
weist die Außenkontur nur gekrümmte oder gerade Bereiche auf. Besonders bevorzugt
ist es, dass der Verfestigungsbereich kreisförmig, teilkreisförmig, oval oder teiloval
ist.
[0013] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Holzfaserplatte mit mindestens einem eine
eckenfreie Außenkontur aufweisenden Verfestigungsbereich. Der Verfestigungsbereich
weist insbesondere eine Außenkontur mit nur geraden oder gekrümmten Linien auf. Vorzugsweise
ist der Verfestigungsbereich kreisförmig, teilkreisförmig, oval oder teiloval. Insbesondere
handelt es sich bei der Holzfaserplatte um eine bereits zugeschnittene Holzfaserplatte.
Besonders bevorzugt ist die Holzfaserplatte derart weitergebildet, wie vorstehend
anhand des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben. Insbesondere ist die Holzfaserplatte
nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren insbesondere in dessen bevorzugten Weiterbildungen
hergestellt.
[0014] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung einer partiell
verfestigten Holzfaserplatte, wobei die Vorrichtung insbesondere zur Durchführung
des vorstehend beschriebenen Verfahrens geeignet ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
weist eine Auftragvorrichtung wie eine Sprühdüse zum Auftragen von Verfestigungsmittel
in einem Verfestigungsbereich auf einer Oberseite der Holzfaserplatte auf. Bei der
Holzfaserplatte handelt es sich insbesondere um eine bereits zugeschnittene Holzfaserplatte,
oder einer Platte im Großformat. In dem Verfestigungsbereich ist eine Druckglocke
auf der Oberseite der Holzfaserplatte anordenbar. Zusätzlich oder anstelle des Vorsehens
einer Druckglocke kann eine Saugglocke in einem dem Verfestigungsbereich gegenüberliegenden
Bereich auf einer Unterseite der Holzfaserplatte angeordnet sein. Durch Anlegen von
Überdruck in der Druckglocke und/oder durch Anlegen von Unterdruck in der Saugglocke
kann eine Druckdifferenz zwischen der Oberseite und der Unterseite der Holzfaserplatte
zum Einbringen bzw. Einsaugen des Verfestigungsmittels in die Holzfaserplatte erzeugt
werden.
[0015] Vorzugsweise ist die insbesondere als Düse ausgebildete Auftragsvorrichtung in der
Druckglocke angeordnet. Hierdurch ist es schnell und einfach möglich insbesondere
bei einer bereits zugeschnittenen Holzfaserplatte in einem exakt definierten Bereich,
wie vorstehend anhand des Verfahrens beschrieben, einen Verfestigungsbereich herzustellen.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vorzugsweise, insbesondere wie vorstehend anhand
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben, vorteilhaft weitergebildet.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier bevorzugter Ausführungsformen anhand
der anliegenden schematischen Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zur Herstellung einer partiell
verfestigten Holzfaserplatte in schematischer, vereinfachter Darstellung und
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht einer Holzfaserplatte mit einem durch die in Fig. 1 dargestellte
Vorrichtung hergestellten Verfestigungsbereich.
[0019] Eine bereits zugeschnittene Holzfaserplatte 10 wie beispielsweise eine Schranktür,
eine Schrankseitenwand oder dergleichen wird in einer Verfestigungsvorrichtung 12
angeordnet bzw. von einer Verfestigungsvorrichtung 12 gegriffen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel weist die die Verfestigungsvorrichtung 12 eine Druckglocke 14
sowie eine der Druckglocke auf der anderen Seite der Holzfaserplatte 10 gegenüberliegende
Saugglocke 16 auf. Die beiden Glocken 14, 16 werden einander gegenüberliegend auf
eine Oberseite 18 bzw. eine Unterseite 20 der Holzfaserplatte 10 gedrückt. Hierbei
erfolgt insbesondere ein dichtendes Abschließen zwischen dem die Holzfaserplatte 10
berührenden Rand der Glocken und der Holzfaserplatte 10. Die beiden Glocken sind insbesondere
in ihrer Größe identisch ausgebildet und derart sphärisch ausgebildet, dass ein insbesondere
ringförmig ausgebildeter Rand zwischen den Glocken 14, 16 und der entsprechenden Seite
18 bzw. 20 der Holzfaserplatte 10 realisiert ist. Bevorzugt ist es, dass die beiden
Glocken im Wesentlichen als Halbkugeln ausgebildet sind.
[0020] In einer besonders bevorzugten, einfachen Ausführungsform der Erfindung wird ein
Verfestigungsbereich 14 ausgebildet, so dass der Bereich der Oberseite 18, der unter
der Glocke angeordnet ist, den Verfestigungsbereich 22 ausbildet.
[0021] In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist eine Auftragsvorrichtung 24
in der Druckglocke insbesondere in deren zentralen oberen Bereich angeordnet. Die
Auftragsvorrichtung dient zum Aufbringen insbesondere Aufsprühen von Verfestigungsmittel
auf den Verfestigungsbereich 22. Hierzu ist die Düse 24 über einen Schlauch 26 mit
einer entsprechenden das Mittel bevorratenden und gegebenenfalls einspritzenden Vorrichtung
verbunden.
[0022] Ferner ist die Druckglocke 14 mit einem Druckschlauch 28 verbunden, der mit einer
nicht dargestellten Druckvorrichtung verbunden ist, so dass in Richtung eines Pfeils
30 Druckluft zugeführt werden kann.
[0023] Die der Druckglocke 14 gegenüberliegende Saugglocke 16 weist einen mit einer Saugvorrichtung
versehenen Saugschlauch 32 auf, so dass die Luft aus dem inneren der Saugglocke 16
in Richtung eines Pfeils 34 abgesaugt werden kann. Hierdurch entsteht in der Druckglocke
ein Überdruck p
+ und in der Glocke 16 ein Unterdruck p
-.
[0024] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit der bevorzugten in Fig. 1 dargestellten
Vorrichtung können die beiden Glocken gleichzeitig einander gegenüberliegend auf den
entsprechenden Seiten 18, 20 der Holzfaserplatte 10 aufgedrückt werden. Hierdurch
erfolgen unmittelbar ein Definieren des Verfestigungsbereichs 22 sowie auch ein Halten
der Holzfaserplatte 10. Anschließend erfolgt ein Aufbringen insbesondere Aufsprühen
von Verfestigungsmittel mit Hilfe der Düse 24. Unmittelbar anschließend wird durch
den Druckluftschlauch 28 Druckluft der Druckglocke 14 zugeführt und gleichzeitig Luft
über den Saugschlauch 32 aus der Saugglocke 16 abgesaugt, so dass eine Druckdifferenz
entsteht. Diese führt zum Eindringen des auf der Oberseite des Verfestigungsbereichs
24 aufgebrachten Verfestigungsmittels in die Holzfaserplatte wie durch die Pfeile
36 dargestellt.
1. Verfahren zur Herstellung einer partiell verfestigten Holzfaserplatte , mit den Schritten:
Anordnen einer zugeschnittenen Holzfaserplatte (10) an einer Verfestigungsvorrichtung
(12),
Festlegen mindestens eines Verfestigungsbereichs (22),
partielles Aufbringen von Verfestigungsmittel auf einer Oberseite (18) in den mindestens
einen Verfestigungsbereich (22) und
Erzeugen einer Druckdifferenz zwischen der Oberseite (18) und einer Unterseite (20)
der Holzfaserplatte (10) zum Einsaugen des Verfestigungsmittels in die Holzfaserplatte
(10).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen eines Verfestigungsmittels durch Aufsprühen erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem eine Druckglocke (14) auf die Oberseite
(18) der Holzfaserplatte (10) im Verfestigungsbereich (22) aufgesetzt wird und ein
Überdruck in der Druckglocke (14) zur Herstellung einer Druckindifferenz zwischen
der Oberseite (18) und der Unterseite (20) der Holzfaserplatte (10) erzeugt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem eine Saugglocke (16) auf die
Unterseite (20) der Holzfaserplatte (10) in einem dem Verfestigungsbereich (22) gegenüberliegenden
Bereich aufgesetzt wird und in der Saugglocke (16) Unterdruck zur Herstellung einer
Druckdifferenz erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem das Verfestigungsmittel nach
dem Aufsetzen der Druckglocke (14) auf die Oberseite (18) der Holzfaserplatte (10)
aufgebrachte wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem der Verfestigungsbereich (22)
eine eckenfreie und/oder gekrümmte Außenkontur aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welchem der Verfestigungsbereich (22)
kreisförmig, teilkreisförmig, oval oder teiloval ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem der Verfestigungsbereich (22)
eine gekrümmte und/oder eckenfreie Außenkontur aufweist.
9. Holzfaserplatte mit einem eine eckenfreie Außenkontur aufweisenden Verfestigungsbereich
(22), wobei die Holzfaserplatte (10) insbesondere nach dem in den Ansprüchen 1 bis
7 definierten Verfahren hergestellt ist.
10. Vorrichtung zur Herstellung einer partiell verfestigten Holzfaserplatte, insbesondere
durch einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit
einer Auftragsvorrichtung (24) zum Auftragen von Verfestigungsmittel in einem Verfestigungsbereich
(22) auf einer Oberseite (18) der Holzfaserplatte (10),
einer in dem bzw. um den Verfestigungsbereich (22) anordenbaren Druckglocke (14) auf
der Oberseite (18) der Holzfaserplatte (10) und/oder
einer in einer dem Verfestigungsbereich (22) gegenüberliegenden Bereich auf einer
Unterseite (20) der Holzfaserplatte (10) anordenbaren Saugglocke (16),
wobei durch Anlegen von Überdruck in der Druckglocke (14) und/oder durch Anlegen von
Unterdruck in der Saugglocke (16) eine Druckdifferenz zwischen Oberseite (18) und
der Unterseite (20) der Holzfaserplatte (10) zum Einbringen des Verfestigungsmittels
in die Holzfaserplatte (10) erzeugt werden kann.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragsvorrichtung in der Druckglocke (14) angeordnet bzw. mit der Druckglocke
(14) verbunden ist und/oder die Auftragsvorrichtung als Auftragsdüse (24) ausgebildet
ist.