Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Transportfahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug
mit einem ein- und ausfahrbaren Trittbrett für Personen oder Transportgut. Solche
Schienenfahrzeuge sind aus dem Nah- und Fernverkehr bekannt und fahren unterschiedliche
Bahnhöfe und Haltestellen an. Da eine Bahnsteigoberkante niemals nahtlos mit dem,
und auf gleichem Niveau wie der Boden des Schienenfahrzeugs abschließt - beispielsweise
verläuft der Bahnsteig entlang einer Kurve - findet sich immer ein unterschiedlich
großer Spalt zwischen Einstiegen des Schienenfahrzeugs und Bahnsteigkante vor. Um
Unfällen vorzubeugen weisen deshalb Schienenfahrzeuge - aber auch Personenbusse -
bewegliche Trittbretter auf, welche diesen Spalt überbrücken.
Vorbekannter Stand der Technik
[0002] Allgemein sind diese ausfahrbaren Trittbretter von Schienenfahrzeugen, wie Nahverkehrsbahnen
aber auch von Hochgeschwindigkeitszügen bekannt. Dabei kommen die unterschiedlichsten
Variationen solcher Trittbretter zum Einsatz: Hochklappende Stufentritte, in sich
faltende Tritte oder ausfahrbare Trittbretter.
[0003] Darüber hinaus besteht Bedarf daran, die bekannten Trittbretter jeweils an die örtlichen
Gegebenheiten anzupassen, und insbesondere Höhen- und Abstandsunterschiede entsprechend
je nach Bedarf auszugleichen.
[0004] Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 201 04 221 U1 offenbart eine höhenverstellbare Trittvorrichtung für einen Einstieg eines Schienenfahrzeuge.
Dabei ist eine Rampe verschiebbar in einer Rampenkassette angeordnet, wobei die Rampenkassette
im eingefahrenen Zustand der Rampe bündig im Fußboden des Schienenfahrzeuges eingelassen
ist. Im Anwendungsfall wird sowohl die Trittvorrichtung als auch das Trittbrett abgesenkt
und es lässt sich ein barrierefreier Zugang herstellen.
[0005] In der Veröffentlichungsschrift
FR 2 976 891 A1 wird ein Trittmodul mit einem ausfahrbaren Trittbrett für ein Schienenfahrzeug gezeigt,
welches sich via Zahnstangengetriebe an unterschiedlich hohe Bahnsteige anpassen kann.
Auch hier senkt oder hebt sich das gesamte Modul mit Trittbrett an, so dass ein barrierefreier
Zugang ermöglichst wird.
[0006] Die französische Patentschrift
FR 2 947 224 B1 zeigt eine absenkbare Trittvorrichtung für eine Schwelle, Stufe oder Bordstein, beispielsweise
an einer Straße. Diese Vorrichtung führt eine ausfahrbare Rampe und eine Abdeckung
an, die gleichzeitig - im nicht ausgefahrenen Zustand der Rampe - als Trittstufe dient.
Wird die Rampe ausgefahren so legt sie sich auf die Oberfläche vor der Stufe, gleichzeitig
senkt sich die Abdeckung und zusammen bilden diese Teile eine durchgehende Schräge,
welche von der unteren Oberfläche hoch auf das Niveau der Stufe führt. Somit kann
zum einen komfortables Gehen ohne Laufschräge und zum anderen auch ein barrierefreier
Zugang gewährleistet werden.
Nachteile des Stands der Technik
[0007] Die Lösungen gemäß des Stands der Technik weisen gute Eigenschaften beim Gebrauch
auf, jedoch sind diese sehr komplex aufgebaut und daher anfällig für Funktionsfehler.
Problemstellung
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Transportfahrzeug, insbesondere
ein Schienenfahrzeug bereitzustellen, welches ein Trittbrett aufweist, das wiederum
einen einfachen und robusten Aufbau und hohe Nutzerfreundlichkeit aufweist.
Erfindungsgemäße Lösung
[0009] Die obige Aufgabe wird durch ein Transportfahrzeug mit den Merkmalen nach Anspruch
1 gelöst. Das insbesondere als Schienenfahrzeug ausgebildete Transportfahrzeug verfügt
über einen Boden, um darauf Personen oder auch Transportgut aufnehmen zu können.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform wird ein Transportfahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug,
bereitgestellt, das einen Boden zur Aufnahme von Transportgut und/oder Personen, und
eine gegenüber dem Boden um eine Drehachse schwenkbare und ein zugelassenes freies
Schwenkspiel aufweisende Brückenvorrichtung mit einem gegenüber dem Boden an einer
ersten Seite der Brückenvorrichtung ausfahrbaren und einfahrbaren Brückenelement aufweist.
Die Brückenvorrichtung weist eine zweite Seite auf, welche der ersten Seite gegenüberliegt.
Die Brückenvorrichtung ist unterhalb des Bodens angeordnet und mit eingefahrenem Brückenelement
im Wesentlichen vollständig durch den Boden überdeckt.
[0011] Die Drehachse verläuft typischerweise in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs und
gestattet daher eine Schwenkbewegung der Brückenvorrichtung um Längsrichtung des Schienenfahrzeugs.
[0012] Dieser Boden, insbesondere dessen Oberfläche, soll im Folgenden als Bezug für Richtungs-
und Ortsangaben dienen: Bezogen auf eine Querschnittsansicht durch das Transportfahrzeug
in seiner Nutzposition - auf seinen Rädern befindlich - wird der Bereich zwischen
der Fahrbahn oder Schienen und dem Boden als "unter" dem Boden bezeichnet; darüber
vorgesehene Einrichtungen o.ä. liegen "über" dem Boden. Zudem werden zur horizontalen
Orientierung hinsichtlich einer gedachten Mittel- oder Längsachse des Transportfahrzeugs
ein Innenbereich und ein Außenbereich definiert, wobei der Innenbereich in der mittleren
Umgebung der Mittel- oder Längsachse und der Außenbereich eher am Rand des Querschnitts
verortet ist. Sämtliche Orts- oder Richtungsangaben wie oberhalb, unterhalb, innen
und außen sind entsprechend und bezüglich des jeweiligen Merkmals zu verstehen.
[0013] Das Transportfahrzeug weist weiterhin eine Brückenvorrichtung mit einem mittels einer,
ggf. automatischen, Verschiebevorrichtung nach außen ausfahrbaren und nach innen einfahrbaren
Brückenelement auf. Im Fall einer Ausbildung des Transportfahrzeugs als Personenbeförderungsmittel
ist das Brückenelement gewöhnlich als Trittbrett ausgeprägt und dient dazu, einen
Abstand zwischen einer Außenkante des Bodens und einem Personen-oder Bahnsteig zu
überbrücken. Dabei sind die Brückenvorrichtung und damit auch das Brückenelement gegenüber
dem Boden um eine im Wesentlichen horizontale Drehachse schwenkbar gelagert. Weiterhin
ist die Brückenvorrichtung an einer Unterseite des Bodens, also unter dem Boden angeordnet,
wobei die Brückenvorrichtung mit dem Brückenelement in eingefahrenem Zustand im Wesentlichen
vollständig durch den Boden überdeckt ist. Dies bedingt den Vorteil, flexibel auf
unterschiedliche Höhen und Abstände von Personensteigen reagieren zu können, indem
zum Beispiel das Brückenelement mal mehr oder weniger ausgefahren wird. Zum anderen
kann die Transportfläche des Bodens des Transportfahrzeugs maximal genutzt werden,
da der Bereich des Bodens über der Brückenvorrichtung durch Personen oder für Transportgut
genutzt werden kann. Dies verbessert die Rentabilität des Transportfahrzeugs erheblich.
[0014] Die Brückenvorrichtung hat eine erste Seite, oder ein erstes Ende, hinzu welcher
das Brückenelement ausfahrbar, respektive von welcher weg es einfahrbar ist. Eine
der ersten Seite gegenüberliegende Seite wird als zweite Seite, oder zweites Ende
bezeichnet. Die erste Seite weist typischerweise zur Außenseite des Transportfahrzeugs.
Beim Ausfahren des Brückenelements ragt dieses über die Außenkontur des Transportfahrzeugs.
[0015] Ein Funktionsmerkmal gemäß einer Ausführungsform ist, dass die Brückenvorrichtung
auf Grund ihrer Schwenkbarkeit ein freies zugelassenes Spiel nach oben aufweist. Es
hat sich gezeigt, dass gattungsgemäße Transportfahrzeuge variierende Höhenzustände,
also Abstände zwischen dem Fahrzeugboden und der jeweiligen Fahroberfläche, einnehmen.
Diese können von unterschiedlichen Beladungszuständen oder Abnutzungen der Laufeinheiten
wie Räder oder Aufhängungen verursacht werden. Die Variation der Höhe kann sogar während
des Stillstands des Transportfahrzeugs zum Beispiel durch Be- oder Ausladen auftreten.
Das Spiel der Brückenvorrichtung ermöglicht effektiv, dass die Brückenvorrichtung
bei einer Absenkung, beim Neigen oder beim Wanken des Transportfahrzeugs nicht gegen
einen Bahn- oder Personensteig gepresst und in Folge dessen von diesem verformt oder
verkanntet werden würde. Bezogen auf den Boden des Transportfahrzeugs hebt der Bahn-
oder Personensteig die Brückenvorrichtung vorteilhafterweise im Rahmen des Spiels
sanft an. Beim Absenken des Transportfahrzeugs vollführt die Brückenvorrichtung eine
Ausweichbewegung gegenüber dem Bahn- oder Personensteig. Die Verschiebevorrichtung
zum Aus- und Einfahren des Brückenelements wird somit nicht belastet und das Brückenelement
kann ohne Verkanten eingefahren werden.
[0016] Das Transportfahrzeug kann als Schienenfahrzeug oder auch als Nutz- oder Kraftfahrzeug
ausgeführt sein. Schienenfahrzeuge mit einer hohen Anzahl von Waggons weisen zum Teil
eine so große Gesamtlänge auf, dass Bahnsteige auf Grund örtlicher Platzrestriktionen
gekurvt verlaufen, wodurch der Abstand zwischen Bahnsteigkante und äußerer Bodenkante
variiert und/oder der Zug teilweise bezogen auf seinen Querschnitt geneigt ist - diese
Variationen können durch die vorgeschlagenen Lösung effektiv ausgeglichen werden.
Denkbar ist jedoch auch die Ausbildung des Transportfahrzeugs als Personenbus. Moderne
Buslinien werden im innerstädtischen Verkehr auf für sie reservierten Fahrbahnen geführt,
wobei an diesen Fahrbahnen Haltestellen mit einer Art Bahnsteigen vorgesehen sind.
Diese sind erhöht und ermöglichen ein einfaches Einsteigen. Auch hier wird ein Spalt
zwischen Fahrzeug und Bahnsteig durch eine Brückenvorrichtung überspannt und ausgeglichen.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform weist das Transportfahrzeug einen ersten Anschlag auf,
welcher am Transportfahrzeug festgelegt ist, zum Beispiel an einem tragenden Rahmen.
Der erste Anschlag begrenzt wirksam die zugelassene freie Schwenkbewegung der ersten
Seite der Brückenvorrichtung nach unten hin, d.h. vom Boden weg. Dies bewirkt, dass
die Brückenvorrichtung auch unter Belastung frei schwebt, insbesondere über einem
Personen- oder Bahnsteig und sich nicht auf diesem abstützt. Dadurch wird ein schnelles
und störkräftefreies Ein- und Ausfahren des Brückenelements ermöglicht, da kein Absetzen
dessen nötig ist und damit keine Reibungs- und Querkräfte überwunden werden müssen.
Die Position des ersten Anschlags ist hierbei vorerst von nachrangiger Bedeutung:
Diese soll vornehmlich derart gewählt sein, dass die Ausrichtung der Abstützung des
Brückenelements im Wesentlichen relativ zum Transportfahrzeug erfolgt.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der erste Anschlag mittelbar oder unmittelbar
mit dem Boden oder dem Wagenkastenrohbau des Transportfahrzeugs verbunden und gegenüber
diesem festgelegt. Damit wird ermöglicht, dass die Neigung, also die horizontale Ausrichtung
des Brückenelements gegenüber dem Boden im Wesentlichen festgelegt ist, und insbesondere
der des Bodens entspricht. Insbesondere im Personentransport ist dies von hoher Wichtigkeit,
da unterschiedliche Ausrichtungen zu Unfällen durch Stolpern oder Ausrutschen führen
können.
[0019] Insbesondere vorteilhaft zur Personenbeförderung wird im Rahmen einer weiteren Ausführungsform
vorgeschlagen die Oberseite des Brückenelements als Trittfläche auszubilden. Dazu
ist der erste Anschlag derart gegenüber dem Boden festzulegen, und die ersten Abstützmittel
sind derart an der Brückenvorrichtung anzuordnen, dass die Trittfläche des Brückenelements
in einem Nutzzustand im Wesentlichen parallel zum Fahrzeugboden und/oder horizontal
ausgerichtet ist. Dadurch ergibt sich ein verbesserter Schutz von Personen gegen Ausrutschen
oder Stolpern.
[0020] In alternativer und unabhängiger Weise vom Voranstehenden wird die Aufgabe der Erfindung
ebenfalls durch ein Transportfahrzeug mit einem Boden zur Aufnahme von Transportgut
und/oder Personen, und einer Brückenvorrichtung gelöst, die eine gegenüber dem Boden
um eine Drehachse schwenkbar angeordnete Brückenelementvorrichtung mit einem an einer
ersten Seite der Brückenvorrichtung aus- und einfahrbaren Brückenelement aufweist.
Dabei ist ein erster Anschlag zur Begrenzung der Schwenk- oder Kippbewegung der Brückenvorrichtung
gegenüber dem Boden zwischen der Brückenvorrichtung und dem Boden auf einer dem ausfahrbaren
Brückenelement abgewandten zweiten Seite angeordnet. Die Schwenkachse des Brückenelements
ist beabstandet zwischen der ersten und zweiten Seite (erstes und zweites Ende) angeordnet,
sodass die erste und zweite Seite entgegengesetzte Schwenkbewegungen beim Bewegen
der Brückenvorrichtung um die Schwenkachse ausführen. Auch damit wird der Vorteil
erreicht, dass die Brückenvorrichtung auch unter Belastung frei, insbesondere über
einem Personen- oder Bahnsteig, schwebt und sich nicht auf diesem abstützt. Diese
Abstützung erfolgt am ersten Anschlag nach oben. Vorzugsweise ist dazu der erste Anschlag
über der Brückenvorrichtung am Boden angeordnet, wodurch der Bauraum in vertikaler
Richtung effizient genutzt wird. Dieser Vorteil wird verstärkt, wenn vorzugsweise
die Brückenvorrichtung an einer Unterseite des Bodens drehbar befestigt ist. Diese
Alternative kann in sinnvoller Weise mit den weiteren Ausführungen kombiniert werden,
um die vorteilhafte Wirkung des bereits Beschriebenen weiter zu verstärken oder zu
erweitern.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Transportfahrzeug einen zweiten Anschlag
auf, der die zugelassene freie Schwenkbewegung der ersten Seite der Brückenvorrichtung
nach oben hin begrenzt. Dieser ist vorzugsweise zwischen Brückenvorrichtung und dem
Boden angeordnet. Die Brückenvorrichtung umfasst daher bezüglich der Drehachse auf
der Außenseite liegende, mit dem zweiten Anschlag zusammenwirkende zweite Abstützmittel.
Somit kann die Brückenvorrichtung in einem gewissen Maße ein Absenken des Transportfahrzeugs
ausgleichen, ohne dass sich die Brückenvorrichtung bzw. das Brückenelement in der
Verschiebevorrichtung zum Aus- und Einfahren verklemmt oder verkanntet. Diese mögliche
Ausgleichbewegung ist durch den zweiten Anschlag begrenzt, um einen unkontrollierten
dynamischen Zustand der Brückenvorrichtung - beispielsweise bei schneller Fahrt -
zu verhindern oder dessen Auswirkungen zu minimieren.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführung ist der zweite Anschlag einstückig mit dem Boden
ausgebildet und kann insbesondere daran angeformt sein. Dadurch wird der Bauraum unterhalb
des Bodens sehr effizient genutzt.
[0023] Ggf. können die zweiten Abstützmittel rein funktional an dem Brückenelement ausgebildet
sein.
[0024] Anhand einer weiteren Ausführungsform wird angeführt, dass der erste und zweite Anschlag
eine Schwenkbewegung der Brückenvorrichtung von mind. 2° gestattet. Auch kann der
zweite Anschlag derart am Boden und die zweiten Abstützmittel derart an der Brückenvorrichtung
angeordnet dein, dass eine Trittfläche mindestens um 2° Grad gegenüber dem Boden neigbar
ist. Bei maximaler Schwenkung der Trittfläche nach oben schließt diese mit dem Boden
einen stumpfen Winkel größer oder gleich 178° Grad ein.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführung beträgt ein Winkelbereich der Neigung der Trittfläche
gegenüber dem Boden 2 - 5° Grad, weiter bevorzugt 2 - 4° Grad und insbesondere bevorzugt
2 - 3° Grad.
[0026] Eine weitere Ausführung offenbart, die Brückenvorrichtung wippenähnlich zu gestalten,
und ggf. mittig, an der Drehachse zu lagern. Die Drehachse ist zwischen der ersten
und zweiten Seite der Brückenvorrichtung angeordnet. Vorzugsweise kann die Brückenvorrichtung
an der zweiten Seite mit ersten Abstützmittel versehen sein, welche wiederum mit dem
ersten Anschlag zusammenwirken, und so die Schwenkbewegung begrenzen. Die Abstützung
der Abstützmittel am ersten Anschlag erfolgt somit nach oben. Vorzugsweise ist dazu
der erste Anschlag über der Brückenvorrichtung am Boden angeordnet. Damit wird der
Bauraum unterhalb des Bodens des Transportfahrzeugs effizient ausgenutzt, da die Abstützung
der Brückenvorrichtung direkt zwischen Boden und Brückenvorrichtung sehr platzsparend
vorgenommen ist. Die Brückenvorrichtung kann somit unmittelbar unter dem Boden angeordnet
sein.
[0027] Die Drehachse der Brückenvorrichtung kann bevorzugter Weise außermittig hin zur zweiten
Seite der Brückenvorrichtung platziert sein. Insbesondere zeigt sich hierbei, dass
eine Anordnung der Drehachse mit einem Abstand von etwa einem Drittel der Gesamtlänge
der Brückenvorrichtung von dem Ende der zweiten Seite besonders günstig hinsichtlich
der Lagerung der Brückenvorrichtung während der Fahrt des Schienenfahrzeugs ist.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführung kann der erste Anschlag einstückig mit dem Boden
ausgebildet und insbesondere daran angeformt sein. Wenn insbesondere die untere Oberfläche
des Bodens - ggf. mit einem aufgeklebten Dämpfer - als erster Anschlag verwendet wird,
wird der Bauraum unterhalb des Bodens sehr effizient genutzt.
[0029] Alternativ wird vorgeschlagen, dass die Brückenvorrichtung die ersten Abstützmittel
außen, bzw. bezüglich der Drehachse an einer der Ausfahrrichtung des Brückenelements
zugewandten Außenseite, aufweist. Diese Abstützmittel wirken mit dem entsprechend
dort vorgesehenen ersten Anschlag zusammen. Dabei ist der erste Anschlag unterhalb
der Brückenvorrichtung und damit auch unterhalb des Bodens angeordnet.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform ist der erste Anschlag zur Festlegung bezüglich des Bodens
über eine Halterung mit dem Boden verbunden. Denkbar ist, dass die Halterung dazu
die Brückenvorrichtung zumindest teilweise umgreift, vorzugsweise in einer Längsrichtung
des Transportfahrzeugs. Auf diese Weise wird die Begrenzung der Schwenkbewegung der
Brückenvorrichtung ermöglichst, wobei die Abstützung am ersten Anschlag somit nach
unten erfolgt. Dies bewirkt eine effiziente Nutzung des Bauraums unter dem Boden in
einer Querrichtung, da die Brückenvorrichtung nur kurz ausgebildet sein muss.
[0031] Weiterhin wird vorgeschlagen, die Halterung - zumindest teilweise - durch einen unterhalb
des Bodens angeordneten Fahrzeugrahmen zu bilden. Es ist denkbar, dass der Boden auf
einem Fahrzeugrahmen im Wesentlichen fest angeordnet ist, und der erste Anschlag direkt
- oder auch indirekt durch z.B. einen Zusatzträger - an diesem Fahrzeugrahmen angeordnet
ist. Dadurch wird zur Aufnahme des ersten Anschlags in die bestehende Tragstruktur
benutzt und es kann auf schwere Zusatzanbauten im Wesentlichen verzichtet werden.
[0032] Gemäß einer Ausgestaltung ist das Brückenelement als separates Bauteil ausgeführt
und ist verschiebbar an oder in der Brückenvorrichtung gelagert. Die Brückenvorrichtung
selber ist dabei schwenkbar am Boden befestigt, wodurch die Drehachse gegenüber dem
Boden fixiert angeordnet ist.
[0033] Einer alternativen Ausgestaltung folgend ist die Brückenvorrichtung vornehmlich durch
das Brückenelement selbst gebildet. Dadurch ist die gesamte Brückenvorrichtung drehbar
und aus- und einfahrbar am Boden angeordnet. Zudem liegt diese im eingefahrenen Zustand
vollständig unter dem Boden bzw. ist durch diesen überdeckt. Dabei wird beim Aus-oder
Einfahren der Brückenvorrichtung bzw. des Brückenelements auch die Drehachse unter
dem Boden aus- und eingefahren.
[0034] Beide der voranstehenden Ausgestaltungen sind mit den davor gestellten und den weiter
folgenden Ausführungsformen kombinierbar, im Folgenden jedoch wird der Verständlichkeit
wegen nur von der Brückenvorrichtung per se gesprochen, auch wenn diese gemäß der
zweiten Ausgestaltung im Wesentlichen durch das Brückenelement gebildet wird.
[0035] Besonders deutlich zeigt sich die vorteilhafte Ausprägung eines oder mehrerer der
voran gestellten Ausführungen und Ausgestaltungen, wenn das Transportfahrzeug als
Schienenfahrzeug ausgebildet ist, welches Drehgestelle und einen darauf flexibel gelagerten
Wagenkasten aufweist, wobei die Brückenvorrichtung am Bodens des Wagenkasten vorgesehen
ist.
[0036] Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen können beliebig miteinander kombiniert
werden.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0037] Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen Ausgestaltungen und deren Ausführungsformen
und dienen zusammen mit der Beschreibung der Erläuterung der Prinzipien der Erfindung.
Die Elemente der Zeichnungen sind relativ zueinander und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu.
[0038] Gleiche Bezugszeichen bezeichnen entsprechend ähnliche Teile.
Fig. 1 zeigt ein Transportmittel in Ausführung als Schienenfahrzeug,
Fig. 2 a - c zeigen eine Brückenvorrichtung in drei unterschiedlichen Betriebszuständen
gemäß einer ersten Ausführungsform einer ersten Ausgestaltung,
Fig. 3 a - b zeigen eine Brückenvorrichtung in zwei unterschiedlichen Betriebszuständen
gemäß einer zweiten Ausführungsform der ersten Ausgestaltung nach Fig. 2,
Fig. 4 a - c zeigen eine Brückenvorrichtung in drei unterschiedlichen Betriebszuständen
gemäß einer ersten Ausführungsform einer zweiten Ausgestaltung, und
Fig. 5 a - b zeigen eine Brückenvorrichtung in zwei unterschiedlichen Betriebszuständen
gemäß einer zweiten Ausführungsform der zweiten Ausgestaltung nach Fig. 4.
Ausführungsbeispiele
[0039] Fig. 1 zeigt ein Schienenfahrzeug 1 umfassend zwei Waggons 2 mit im Bereich der Türen
6 vorgesehenen Brückenvorrichtungen 10. Die Waggons 2 sind auf Drehgestellen 3 gelagert.
Ein solches Schienenfahrzeug 1 ist geeignet, eine hier nicht dargestellte Haltestelle
anzufahren, so dass Passagiere durch Türen 6 über die Brückenvorrichtungen 10 von
einem Bahnsteig 4 in die Waggons 2 ein- und aussteigen können.
[0040] Die Fig. 2a bis 3b vermitteln eine erste Ausgestaltung der Erfindung anhand zweier
Ausführungen, welche jeweils in unterschiedlichen Betriebszuständen dargestellt sind.
[0041] Die Ausführung gemäß Fig. 2a bis 2c zeigen einen Ausschnitt eines Querschnitts durch
den Waggon 2 während eines Halts an einem Bahnsteig 4. Dabei sind der Boden 5, die
Tür 9, eine Kante des Bahnsteigs 4 und die Brückenvorrichtung 10 dargestellt. Der
Bahnsteig 4 ist mit einem horizontalen Abstand A vom Boden 5 beabstandet ist. Die
Brückenvorrichtung 10 ist wippenähnlich konzipiert und mittels der Drehvorrichtung
14 gemäß einer horizontalen Drehachse 15 schwenkbar unter dem Boden 5 befestigt. Auf
diese Weise stützt sich Brückenvorrichtung 10 an einer Innenseite über einen ersten
Anschlag 11 direkt gegenüber dem Boden 5 ab und wird so in Position gehalten. Dazu
weißt die Brückenvorrichtung 10 an einer mit dem ersten Anschlag 11 korrespondierenden
Stelle - zum Beispiel an ihrer inneren Oberseite, also an einer Innenseite bezüglich
der Drehachse 15 - geeignete Abstützmittel auf, wie zum Beispiel Hartgummiflächen.
Die Brückenvorrichtung 10 umfasst gemäß dieser Ausgestaltung ein Brückenelement 12,
welches mittels einer in der Brückenvorrichtung 10 vorgesehenen automatischen Verschiebevorrichtung
13 ein- und ausfahrbar an der Brückenvorrichtung 10 gelagert ist.
[0042] Fig. 2a zeigt die Brückenvorrichtung 10 mit eingefahrenem Brückenelement 12. Diese
Position nimmt die Brückenvorrichtung 10 zum Beispiel während der Fahrt des Schienenfahrzeugs
1 ein. Das Brückenelement 12 ist dabei vollständig in die Brückenvorrichtung 10 eingeschoben,
welche vollständig vom Boden 5 überdeckt ist. Die Türen 2 sind geschlossen.
[0043] Anhand Fig. 2b soll die störungsfreie Betriebsposition der Brückenvorrichtung 10
beim Halt an einem Bahnsteig 4 verdeutlicht werden. Die Türen 2 sind geöffneten und
das Brückenelements 12 mit der darauf angeordneten Trittfläche 8 ist um das Verschiebemaß
V ausgefahren. Fahrgäste können nun über die Trittfläche 8 ein- und aussteigen. Das
Brückenelement 12 übergreift den Bahnsteig 4, so dass der Abstand A überbrückt wird
und in horizontaler Richtung kein Spalt zwischen Bahnsteig 4 und Brückenelement 12
vorhanden ist. Das Verschiebemaß V der Verschiebevorrichtung 13 der Brückenvorrichtung
10 ist folglich größer als der Abstand A.
[0044] Aufgrund der Lagerung und der Abstützung der Brückenvorrichtung 10 am ersten Anschlag
11 behält das Brückenelement 12 seine Position bei und kippt nicht nach unten weg.
Der erste Anschlag 11 ist so am Boden 5 positioniert und dimensioniert, so dass das
Brückenelement 12 im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Ist der Zu- und Aussteigevorgang
abgeschlossen schließen sich die Türen 2 und das nun unbelastete Brückenelement 12
wird mittels der Verschiebevorrichtung 13 in die Brückenvorrichtung 10 eingefahren.
[0045] Fig. 2c führt den Sonderfall an, dass sich - durch zum Beispiel starke, einseitige
Zuladung an einer Haltestelle - der Boden 5 abgesenkt und/oder sich in Richtung des
Bahnsteigs 4 kippt. Ab einem gewissen Maß der Absenkung des Bodens 5 berührt das vorher
den Bahnsteig 4 übergreifende Brückenelement 12 den Bahnsteig 4. Hier zeigt sich nun
die vorteilhafte Ausprägung, da das Brückenelement 12 und damit die gesamte Brückenvorrichtung
10 bezüglich des Bodens 5 nach oben ausgeschwenkt werden. Durch diese Kompensation
des Absenkens des Bodens wird verhindert, dass sich zum Beispiel die Verschiebevorrichtung
13 verklemmt, was zu einer Verzögerung der Abfahrt des Schienenfahrzeugs 1 führte.
Der äußere zweite Anschlag 9 ist so dimensioniert und positioniert, dass eine Auslenkung
um eine Winkel α von minimal 2° Grad gegenüber der normalen Ausgangslage, zum Beispiel
gezeigt in Fig. 2b, zugelassen wird.
[0046] Fig. 3a und 3b führen eine andere Ausführungsform der ersten Ausgestaltung der Brückenvorrichtung
20. Im Folgenden nicht explizit bezeichnete Unterschiede zu der Ausführungsform nach
den Fig. 2a bis 2c beuten eine gleiche oder ähnliche Ausprägung der jeweiligen Elemente.
[0047] Diese unterscheidet sich im Wesentlichen durch die Anordnung und Ausbildung des ersten
Anschlags 21 zur Begrenzung der Schwenkbewegung des Brückenelements 12 bzw. der Brückenvorrichtung
20 nach unten. Denn nun wird dieser Anschlag 21 nach unten belastet und ist unter
der Brückenvorrichtung 20 und unter dem Boden 5 angeordnet. Dazu ist eine Halterung
24 vorgesehen, welcher den ersten Anschlag 21 aufnimmt und diesen mit dem Boden 5
verbindet und festlegt. Dazu umgreift der Halterung 24 die Brückenvorrichtung 20.
[0048] Die Brückenvorrichtung 20 ist in horizontaler Ausrichtung kürzer ausgebildet, da
die Abstützung am ersten Anschlag 21 an einer bezüglich der Drehachse 15 Außenseite
der Brückenvorrichtung 20 vorgenommen und eine wippenähnliche Konzeption nicht mehr
benötigt wird. An der äußeren Unterseite der Brückenvorrichtung 20 sind dazu nicht
dargestellte, geeignete Abstützmittel vorsehbar, welche mit dem ersten Anschlag 21
zur Abstützung zusammenwirken.
[0049] Die vorteilhafte Funktion des Ausgleichs einer Absenkung oder Kippens des Waggons
2 und damit des Bodens 5, dargestellt in Fig. 3b, erfolgt gleich der Ausführungsform
und Betriebszustand gemäß Fig. 2c.
[0050] Eine zweite Ausgestaltung der Erfindung soll mittels zweier Ausführungen nach den
Fig. 4a bis 4c und Fig. 5a bis 5b vermittelt werden. Elemente und Gegebenheiten, welche
gleich denen in der Ausgestaltung nach Fig. 2 und Fig. 3 sind, sollen nicht abermals
beschrieben werden, sondern sind entsprechend den folgenden Ausführungen zu verstehen
und mitzulesen.
[0051] Im Gegensatz zu der vorangehenden Ausgestaltung wird nun die Brückenvorrichtung 30,
40 im Wesentlichen durch das Brückenelement 32, 42 selbst gebildet. Außerdem ist die
gesamte Brückenvorrichtung 30, 40 über die Drehvorrichtung 34 um die Drehachse 35
drehbar und verschiebbar an der Verschiebevorrichtung 33 gelagert. Die Verschiebevorrichtung
33 wird wiederum nicht mitgeschwenkt und ist an einer Unterseite des Bodens 5 befestigt.
Dadurch wird beim Ein- und Ausfahren des Brückenelements 32, 42 auch die Drehachse
35 um das Verschiebemaß V bewegt.
[0052] Nach der der Ausführung gemäß Fig. 2a bis 2c ist der erste Anschlag - zur Begrenzung
der Schwenkbewegung der Brückenvorrichtung 30 nach unten - an einer Unterseite des
Boden 5 oder an der Verschiebevorrichtung 33 angeordnet, jedoch hier nicht explizit
dargestellt. Dieser ist hinsichtlich seiner Geometrie derart ausgebildet, dass dieser
in jedem Aus- oder Einfahr-Zustand der Brückenvorrichtung 30 mit den am Brückenelement
32 vorgesehenen ersten Abstützmitteln 36 zusammenwirken kann. Beim Ausfahren des Brückenelements
32 bewegen sich die ersten Abstützmittel 36 mit dem Brückenelement 32 mit und der
erste Anschlag wird somit an unterschiedlichen Orten an der Unterseite des Bodens
5 oder an der Verschiebevorrichtung 33 gebildet.
[0053] In Fig. 4c wird der Zustand bei einem abgesenkten oder gekippten Waggon 2 gezeigt,
wobei der Ausgleich dieser Störbewegung analog zum Ausgleich gemäß den Figuren 2c
und 3b abläuft.
[0054] Fig. 5a und 5b führen ein zweites Ausführungsbeispiel der zweiten Ausgestaltung ein.
Dabei ist Lagerung der Brückenvorrichtung 40 prinzipiell gleich der Brückenvorrichtung
30 aus der Ausführung gemäß den Fig. 4a bis 4c, jedoch die Ausbildung der Abstützung
an einem ersten Anschlag 21 - zur Begrenzung der Schwenkbewegung der Brückenvorrichtung
40 nach unten - ist prinzipiell wie in der Ausführung gemäß den Fig. 2a und 2b vorgenommen.
Auch hier umgreift eine Halterung 24 die Brückenvorrichtung 40 bzw. das Brückenelement
42 und der erste Anschlag 41 ist somit unterhalb des Bodens 5 und der Brückenvorrichtung
40 vorgesehen.
[0055] Wenngleich hierin spezifische Ausführungsformen dargestellt und beschrieben worden
sind, liegt es im Rahmen der vorliegenden Erfindung, die gezeigten Ausführungsformen
geeignet zu modifizieren, ohne vom Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Die nachfolgenden Ansprüche stellen einen ersten, nicht bindenden Versuch dar, die
Erfindung allgemein zu definieren.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Schienenfahrzeug
- 2
- Waggon
- 3
- Drehgestell
- 4
- Bahnsteig
- 5
- Boden
- 6
- Tür
- 8
- Trittfläche
- 9
- zweiter Anschlag
- 10; 20; 30; 40
- Brückenvorrichtung
- 11; 21; 31; 41
- erster Anschlag
- 12; 22; 32; 42
- Brückenelement
- 13; 33
- Verschiebevorrichtung
- 14; 34
- Drehvorrichtung
- 15;35
- Drehachse
- 24
- Halterung
- 36
- erste Abstützmittel
- A
- Abstand
- V
- Verschiebemaß
- α
- Winkel
1. Transportfahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug (1), aufweisend
- einen Boden (5) zur Aufnahme von Transportgut und/oder Personen, und
- eine gegenüber dem Boden (5) um eine Drehachse (1) schwenkbare und ein zugelassenes
freies Schwenkspiel aufweisende Brückenvorrichtung (10; 20; 30; 40) mit einem gegenüber
dem Boden (5) an einer ersten Seite der Brückenvorrichtung (10; 20; 30; 40) ausfahrbaren
und einfahrbaren Brückenelement (12; 22; 32; 42), wobei die Brückenvorrichtung eine
zweite Seite aufweist, welche der ersten Seite gegenüberliegt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenvorrichtung (10; 20; 30; 40) unterhalb des Bodens (5) angeordnet ist und
mit eingefahrenem Brückenelement (12; 22; 32; 42) im Wesentlichen vollständig durch
den Boden (5) überdeckt ist.
2. Transportfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Anschlag (11; 21; 31; 41) am Transportfahrzeug festgelegt ist, welcher
die zugelassene freie Schwenkbewegung der ersten Seite des Brückenelements (12; 22;
32; 42) nach unten vom Boden (5) weg begrenzt.
3. Transportfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (11; 21; 31; 41) mittelbar oder unmittelbar mit dem Boden (5)
oder dem Wagenkastenrohbau verbunden und gegenüber diesem festgelegt ist.
4. Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Oberseite des Brückenelements (12; 22; 32; 42) als Trittfläche (8) ausgebildet
ist,
- und der erste Anschlag (11; 21; 31; 41) derart gegenüber dem Boden (5) und/oder
dem Transportfahrzeug festgelegt angeordnet und erste mit dem ersten Anschlag (11;
21; 31; 41) korrespondierende Abstützmittel (36) derart an der Brückenvorrichtung
(10; 20; 30; 40) angeordnet sind, dass die Trittfläche (8) des Brückenelements (12;
22; 32; 42) in einem Nutzzustand im Wesentlichen parallel zum Boden (5) und/oder horizontal
ausgerichtet ist.
5. Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Anschlag (11; 21; 31; 41) am Transportfahrzeug festgelegt ist, welcher
die zugelassene freie Schwenkbewegung der ersten Seite des Brückenelements (12; 22;
32; 42) nach oben zum Boden (5) hin begrenzt.
6. Transportfahrzeug nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass der zweite Anschlag einstückig mit dem Boden (5) ausgebildet und daran angeformt
ist.
7. Transportfahrzeug nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Anschlag (9) eine Schwenkbewegung der Brückenvorrichtung von
mind. 2° gestattet.
8. Transportfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Brückenvorrichtung (10; 30) als Wippe ausgebildet ist, und die Drehachse (15;
35) an der Brückenvorrichtung zwischen der ersten und zweiten Seite der Brückenvorrichtung
(10; 30) gelagert ist, insbesondere
- wobei die Brückenvorrichtung (10; 30) auf der zweiten Seite mit dem ersten Anschlag
(11; 31) zusammenwirkende erste Abstützmittel (36) aufweist.
9. Transportfahrzeug nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, dass der erste Anschlag (11) einstückig mit dem Boden (5) ausgebildet und daran angeformt
ist.
10. Transportfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- Brückenvorrichtung (20; 40) an der ersten Seite mit dem ersten Anschlag (21; 41)
zusammenwirkende erste Abstützmittel aufweist, und
- der erste Anschlag (21; 41) unterhalb der Brückenvorrichtung (20; 40) sowie des
Bodens (5) angeordnet ist.
11. Transportfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (21; 41) über eine Halterung (24) mit dem Boden (5) oder dem Wagenkastenrohbau
verbunden ist, wobei die Halterung (24) die Brückenvorrichtung (20; 40) zumindest
teilweise umgreift.
12. Transportfahrzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung durch zumindest teilweise durch einen unterhalb des Bodens angeordneten
Fahrzeugrahmen gebildet ist.
13. Transportfahrzeug nach einem der voran gehenden Ansprüchen 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Brückenvorrichtung (10; 20) schwenkbar am Boden (5), insbesondere am Wagenkasten
unterhalb des Bodens (5), befestigt ist, wodurch die Drehachse gegenüber dem Boden
(5) fixiert angeordnet ist, und
- das Brückenelement (12; 22) als separates Bauteil ausgeführt und verschiebbar an
der Brückenvorrichtung (10; 20) gelagert ist.
14. Transportfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenvorrichtung (30; 40) im Wesentlichen durch das Brückenelement (32; 42)
gebildet ist und schwenkbar sowie aus- und einfahrbar am Boden (5) gelagert ist.
15. Transportfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportfahrzeug als Schienenfahrzeug (1) ausgebildet ist, welches Drehgestelle
(3) und einen darauf flexibel gelagerten Wagenkasten aufweist, wobei die Brückenvorrichtung
(10; 20; 30; 40) am Boden (5) des Wagenkastens vorgesehen ist.