GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Öfen zur Wärmeerzeugung und
insbesondere auf einen Ofen zur Wärmeerzeugung mit einer Nachbrennkammer.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Es sind allgemein Öfen zur Wärmeerzeugung bekannt, die insbesondere zur Verbrennung
von festen Brennstoffen, wie Holz, z.B. Scheitholz oder Pellets, oder anderen Fest-Brennstoffen
geeignet sind. Solche Öfen werden typischerweise auch in Wohnräumen, z.B. in der Form
eines Kaminofens, aufgestellt.
[0003] Generell gibt es bei Holzöfen, die wie Kaminöfen insbesondere auch in Wohnräumen
aufgestellt werden, das Bestreben, die Verbrennung durch entsprechende Regelung der
Luftzufuhr zu optimieren und damit bspw. die Feinstaubbelastung und den Ausstoß von
Stickoxiden zu verringern.
[0004] Es ist bekannt, die Verbrennung durch Vorsehen einer sog. Nachbrennkammer zu verbessern.
So zeigt zum Beispiel
EP 0 579 013 A1 einen Heizofen mit einer Nachbrennkammer, die unterhalb eines Brennraumes angeordnet
ist. Rauchgas, das im Brennraum bei der Verbrennung entsteht, wird durch einen Strömungskanal,
der im Boden des Brennraumes angeordnet ist, aus dem Brennraum nach unten in die Nachbrennkammer
geleitet. Die Primärluft strömt oberhalb des Strömungskanals in den Brennraum.
[0005] Eine ähnliche Bauart hat eine Brennvorrichtung, die in
DE 10 2009 050 507 A1 gezeigt ist. Die Brennvorrichtung hat einen Brennraum und einen Nachbrennraum, wobei
Brennraum und Nachbrennraum durch einen Brennrost voneinander getrennt sind. Eine
Primärluftzufuhr ist oberhalb des Brennrosts angeordnet. Das Rauchgas wird durch den
Brennrost in den Nachbrennraum geleitet.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Ofen zur Wärmeerzeugung,
insbesondere Holzofen, wie Scheitholzofen oder Pelletofen, zur Verfügung zu stellen.
KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
[0007] Nach einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung einen Ofen zur Wärmeerzeugung,
insbesondere Holzofen, wie Scheitholzofen oder Pelletofen, bereit, der umfasst: einen
Brennraum mit einer Rückwand und zwei Seitenwänden, einer Nachbrennkammer, die unterhalb
des Brennraums angeordnet ist, und einen Rauchgaskanal zum Zuführen von Rauchgas aus
dem Brennraum in die Nachbrennkammer, wobei der Rauchgaskanal an der Rückwand des
Brennraums oder an einer der Seitenwände angeordnet ist.
[0008] Weitere Aspekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen, der beigefügten Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun beispielhaft und unter Bezugnahme auf
die beigefügte Zeichnung beschrieben, in der:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Holzofens in einer vertikalen Querschnittsseitenansicht
veranschaulicht; und
Fig. 2 den Holzofen von Fig.1 in einer vertikalen Querschnittsfrontansicht zeigt.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0010] In den Fig. 1 bis 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Holzofens 1 in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. Vor einer detaillierten Beschreibung
folgen zunächst allgemeine Erläuterungen zu den Ausführungsbeispielen und deren Vorteile.
[0011] Die Ausführungsbeispiele betreffen einen Ofen zur Wärmeerzeugung, der dazu ausgelegt
ist, einen festen Brennstoff in einem Brennraum zu verbrennen. Grundsätzlich kommen
alle Arten von festen Brennstoffen Betracht, die aus Biomasse hergestellt sind, wie
Pellets, Hackschnitzelgut, Scheitholz, aber auch Brennstoffe wie Braun-, Holz- oder
Steinkohle und dergleichen.
[0012] Die weitere Beschreibung betrifft insbesondere auch, ohne dass die vorliegende Erfindung
darauf beschränkt sein soll, einen Holzofen, wie z.B. einen Scheitholzofen oder einen
Pelletofen, der bspw. als Kaminofen, Kachelofen oder dergleichen ausgestaltet ist
und typischerweise in einem Wohnraum aufstellbar ist.
[0013] In den Ausführungsbeispielen umfasst ein Ofen zur Wärmeerzeugung, insbesondere Holzofen,
wie Scheitholzofen oder Pelletofen, einen Brennraum mit einer Rückwand und zwei gegenüberliegenden
Seitenwänden. Gegenüber der Rückwand ist der Brennraum typischerweise an seiner Vorderwand
mit einer Ofentür verschließbar.
[0014] Die Seiten- und/oder Rückwand des Ofens kann aus verschiedenen Materialienhergestellt
sein, wie sie für Öfen typisch sind (z.B. Metallblech, Gusseisen, etc., sowie innen
eine Verkleidung mit Schamottesteinen oder dergleichen). Die vorliegende Erfindung
ist nicht auf eine spezielle Materialausgestaltung der Rückenwand bzw. der Seitenwand
eingeschränkt.
[0015] Außerdem kann der Brennraum auch eine beliebige Form haben. Die Wände des Brennraums,
das heißt die Vorder-, Rück- und Seitenwände können, in einem horizontalen Querschnitt
betrachtet, auf einem Viereck, Quadrat oder Rechteck, einem Dreieck oder einem anderen
Vieleck liegen. Grundsätzlich kann der Brennraum auch einen runden Querschnitt aufweisen,
z.B. kreisförmig oder elliptisch. Bei solchen Ausführungsbeispielen sind die Rückwand,
Vorderwand und Seitenwände als entsprechende Abschnitte einer durchgehenden Brennraumwand,
die einen runden horizontalen Querschnitt hat, anzusehen.
[0016] Der Ofen umfasst weiter eine Nachbrennkammer, die unterhalb des Brennraums angeordnet
ist, und einen Rauchgaskanal zum Zuführen von Rauchgas aus dem Brennraum in die Nachbrennkammer,
wobei der Rauchgaskanal an der Rückwand des Brennraums und/oder an einer der Seitenwände
angeordnet ist. In der Nachbrennkammer und ggf. auch im Rauchgaskanal kann das Rauchgas
weiter verbrennen, wodurch insgesamt der Schadstoffausstoß des Ofens verringert werden
kann.
[0017] Der Rauchgaskanal kann sich über die gesamte Breite der Rück- bzw. Seitenwand des
Brennraums erstrecken oder sich nur über einen Teil der Rück- bzw. Seitenwand erstrecken.
Der Rauchgaskanal kann durch eigenständige Rauchgaskanalwände gebildet sein und/oder
teilweise oder vollständig durch Bereiche der Rück- bzw. Seitenwände des Brennraums
und/oder eines Gehäuses des Ofens, welches den Brennraum wenigstens teilweise umschließt.
[0018] Dadurch dass der Rauchgaskanal das Rauchgas aus dem Brennraum ableiten kann und in
die Nachbrennkammer unterhalb des Brennraums leitet und außerdem außerhalb des Brennraums
angeordnet sein kann, können der Brennraum und die Nachbrennkammer getrennt voneinander
sein.
[0019] Der Rauchgasstrom geht folglich gegen die Schwerkraft von unten nach oben im Brennraum
in den Rauchgaskanal und dann im Rauchgaskanal von oben nach unten in Richtung der
Schwerkraft in die unter dem Brennraum liegende Nachbrennkammer.
[0020] Die Nachbrennkammer kann im Wesentlichen den gleichen horizontalen Querschnitt wie
der Brennraum aufweisen, er kann aber auch unabhängig von der Form bzw. unabhängig
von dem Querschnitt des Brennraums gebildet sein. Der Brennraum kann teilweise durch
Wände eines Gehäuses des Ofens gebildet sein und/oder er kann eigenständig ausgebildet
sein.
[0021] Die Primärluftzufuhr in den Brennraum kann so ausgestaltet sein, dass die Flamme,
die bei der Verbrennung von Brennmaterial im Ofen entsteht, aufrecht brennt. Die Primärluftzufuhr
kann sich wenigstens teilweise zwischen der Nachbrennkammer und der Unterseite des
Brennraums erstrecken und/oder die Primärluftzufuhr kann sich teilweise, z.B. in Form
eines Luftkanals, durch die Nachbrennkammer hindurch erstrecken. Dadurch kann zugeführte
Primärluft vorerwärmt werden, bevor sie in den Brennraum geführt wird. Außerdem kann
die Primärluft von unten in den Brennraum geführt werden.
[0022] Das Rauchgas kann aus einem oberen Bereich des Brennraums durch den Rauchgaskanal
abgesaugt werden, wodurch die Flamme im Brennraum durch den entsprechend entstehenden
Zug aufrecht brennt, insbesondere dann, wenn Primärluft in einem unteren Bereich und/oder
durch den Boden des Brennraums zugeführt wird.
[0023] Damit kann die Flamme bspw. durch eine Glasscheibe in der Ofentür sichtbar sein.
[0024] Der Brennraum kann bei manchen Ausführungsbeispielen eine Durchbrechung in einem
oberen Bereich der Rückwand aufweisen durch die Rauchgas aus dem Brennraum in den
Rauchgaskanal strömt. Der Rauchgaskanal kann direkt an die Durchbrechung angeschlossen
sein bzw. direkt mit ihr verbunden sein.
[0025] Bei manchen Ausführungsbeispielen kann der Ofen weiter ein Gehäuse umfassen, wobei
der Rauchgaskanal teilweise durch eine Rückwand des Gehäuses gebildet ist. Dabei kann
der Rauchgaskanal z.B. zwischen einer Außenseite der Rückwand des Brennraums und einer
Innenseite der Rückwand des Gehäuses ausgebildet sein. Die Seitenwände des Rauchgaskanals
können z.B. durch die Seitendwände des Gehäuses gebildet sein und/oder der Rauchgaskanal
weist entsprechende Seitenwände auf, die sich von der Rückwand des Brennraums weg
erstrecken.
[0026] Bei manchen Ausführungsbeispielen weist der Rauchgaskanal eine Verbrennungsluftzufuhr
auf. Die Verbrennungsluftzufuhr kann auch mit der Primärluftzufuhr verbunden sein.
Durch die Zufuhr von Frischluft in den Rauchgaskanal kann die Nachverbrennung von
Rauchgas in dem Rauchgaskanal verbessert werden.
[0027] Auch die Nachbrennkammer kann eine Verbrennungsluftzufuhr aufweisen über die Frischluft
zur Verbrennung von Rauchgas zugeführt werden kann. Die Verbrennungsluftzufuhr kann
auch mit der Primärluftzufuhr verbunden sein.
[0028] Bei manchen Ausführungsbeispielen weist die Nachbrennkammer einen Rauchgasanschluss
zum Anschließen eines Wärmetauschers auf. Der Wärmetauscher kann bspw. wasserführend
sein oder ein anderes Speichermaterial aufweisen, wie zum Beispiele Schamottesteine
oder dergleichen. Außerdem kann der Wärmetauscher auch als Konvektionslufttauscher
ausgestaltet sein, bei dem das Rauchgas über die abgegebene Wärmestrahlung (Konvektions-)Luft
erwärmt.
[0029] Der Rauchgasanschluss kann grundsätzlich an beliebiger Stelle in der Nachbrennkammer
vorgesehen sein. Bei manchen Ausführungsbeispielen ist er an einer oder zwei Seiten
und/oder hinten angeordnet, sodass bei manchen Ausführungsbeispielen auch mehr als
ein Wärmetauscher mit Rauchgas versorgt und durchströmt werden kann.
[0030] Das Rauchgas, das durch einen oder mehrere Wärmetauscher strömt, gelangt durch einen
Kaminanschluss in einen Kamin. Bei Ausführungsbeispielen bei denen kein Wärmetauscher
vorgesehen ist, kann das Rauchgas auch direkt über einen Kaminanschluss, der bspw.
hinten oder oben an dem Ofen vorgesehen ist, in einen Kamin geleitet werden.
[0031] Wie bereits ausgeführt, kann der Ofen einen (oder mehrere) Wärmetauscher umfassend,
der mit dem Rauchgasanschluss der Nachbrennkammer verbunden ist.
[0032] Außerdem kann der Ofen, wie auch oben angedeutet, ein Gehäuse umfassen, wobei die
Nachbrennkammer teilweise durch das Gehäuse gebildet ist. So kann beispielsweise der
Boden der Nachbrennkammer durch eine Bodenwand des Gehäuses gebildet sein, die Seitenwände
durch Seitendwände des Gehäuses und/oder die Rückwand durch die Rückwand des Gehäuses.
Die obere Deckenwand kann bspw. durch eine eigene Wand gebildet sein, die im Gehäuse
unterhalb des Brennraums angeordnet ist.
[0033] Bei manchen Ausführungsbeispielen umfasst der Ofen einen Brennrost und eine Primärluftzufuhr,
wobei die Primärluftzufuhr Primärluft von unten durch den Brennrost in den Brennraum
leitet. Diese Art von Primärluftzufuhr ist grundsätzlich bekannt und ermöglicht eine
gute Versorgung des Brennraums mit Primärluft und erlaubt ein gutes Zugverhalten.
[0034] Der Ofen kann als Naturzugofen ausgestaltet sein und/oder er kann einen Rauchgasventilator
und/oder einen Primärluftventilator aufweisen.
[0035] Zurückkommend zu den Figuren 1 bis 2, veranschaulichen diese ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Ofens 1, der zum Beispiel für die Verbrennung von Holz eingerichtet
ist.
[0036] Der Holzofen 1 hat einen Brennraum 2 in dem (symbolisch) Holz 4 als fester Brennstoff
angeordnet ist. Eine Nachbrennkammer 3 für den Ausbrand des Rauchgases ist unterhalb
des Brennraums 2 angeordnet.
[0037] Der Brennraum 2 hat eine Rückwand 7, an deren Oberseite eine Durchbrechung 5 vorgesehen
ist, durch welche Rauchgas, das bei der Verbrennung des Holzes 4 im Brennraum 2 entsteht,
in einen Rauchgaskanal 6 gelangt. Die Durchbrechung 5 ist in dem Ausführungsbeispiel
rechteckig ausgestaltet und hat einen Querschnitt, der dem Querschnitt des Rauchgaskanals
6 entspricht.
[0038] Der Rauchgaskanal 6 verbindet die Durchbrechung 5 mit der Nachbrennkammer 3, mündet
von oben in die Nachbrennkammer 3 und leitet entsprechend Rauchgas aus dem Brennraum
2 in die Nachbrennkammer 3 (siehe Pfeile).
[0039] Der Holzofen 1 hat ein Gehäuse 12, das eine Deckenwand 12a, eine Rückwand 12b, eine
Vorderwand 12c mit einer Ofentür 11, einen Boden 12d und zwei Seitenwände 12e und
12f aufweist.
[0040] Der Brennraum 2 ist durch die Vorderwand 12c, die Deckenwand 12, die Rückwand 7,
durch zwei Abschnitte der Seitenwände 12e und 12f und einen Gitterrost 10 gebildet,
auf dem das Holz 4 zur Verbrennung angeordnet ist.
[0041] Der Rauchgaskanal 6 ist durch die Rückwand 7 des Brennraums 2, durch einen Abschnitt
der Rückwand 12b und Abschnitte der Seitenwände 12e und 12f sowie durch einen kleinen
Abschnitt der Deckenwand 12 des Gehäuses 12 gebildet.
[0042] Der Rauchgaskanal 6 erstreckt sich folglich zwischen der Rückwand 7 des Brennraums
2 und der Rückwand 12b des Gehäuses 12, entlang der gesamten Rückwand 7 des Brennraums
2 in vertikaler Richtung, bis er in die Nachbrennkammer 3 mündet.
[0043] An der Rückwand 12b des Gehäuses 12 ist ungefähr in der Mitte des Rauchgaskanals
6 ein Verbrennungsluftanschluss 14 vorgesehen, durch den Frischluft in den Rauchgaskanal
6 zur Verbrennung von Rauchgas in dem Rauchgaskanal 6 geleitet werden kann.
[0044] Die Nachbrennkammer 3 ist durch den Boden 12d, zwei Abschnitte der Seitenwände 12e
und 12f des Gehäuses 12, durch entsprechende Abschnitte der Vorderwand 12c und der
Rückwand 12b des Gehäuses 12 und eine Deckenwand 16 gebildet.
[0045] Die Deckenwand 16 ist beabstandet zum Gitterrost 10 angeordnet und mit der Rückwand
7 verbunden, und sie trennt die Nachbrennkammer 3 und den Brennraum 2 derart voneinander,
dass die Nachbrennkammer 3 nur über den Rauchgaskanal 6 mit dem Brennraum 2 kommunizierend
verbunden ist.
[0046] Zwischen der Deckenwand 16 der Nachbrennkammer 3 und dem Gitterrost 10 ist ein Zwischenraum
vorgesehen, in den eine Primärluftzufuhr 9 Primärluft zuführt, so dass Primärluft
von unten durch Öffnungen des Gitterrosts 10 in den Brennraum 2 strömt und die Verbrennung
dort mit Primärluft versorgt.
[0047] In dem Zwischenraum zwischen der Deckenwand 16 der Nachbrennkammer 3 und dem Gitterrost
10 kann auch ein Aschekasten angeordnet sein (nicht gezeigt).
[0048] Die wie oben beschreiben zugeführte Primärluft versorgt eine Verbrennung des auf
dem Gitterrost 10 befindlichen Holzes 4 von unten mit Sauerstoff. Das bei der Verbrennung
entstehende Rauchgas strömt gegen die Schwerkraft im Brennraum 2 nach oben und gelangt
durch die Durchbrechung 5 hindurch in den Rauchgaskanal 6. Der Rauchgaskanal 6 leitet
dann das Rauchgas in Richtung der Schwerkraft von oben in die Nachbrennkammer 3 unter
den Brennraum 2, wobei das Rauchgas im Rauchgaskanal 6 und in der Nachbrennkammer
3 nachverbrennt. Ggf. kann ein Gebläse (nicht gezeigt) die Rauchgasströmung unterstützen.
[0049] An der Rückwand 12b des Gehäuses 12 ist im unteren Bereich der Nachbrennkammer 3
ein Verbrennungsluftanschluss 15 vorgesehen, durch den Frischluft zur Verbrennung
des Rauchgases in der Nachbrennkammer 3 zugeführt wird.
[0050] Die Nachbrennkammer 3 hat außerdem zwei Rauchgasanschlüsse 8a und 8b, die einander
gegenüberliegend in der linken bzw. rechten Seitenwand 12e bzw. 12f des Gehäuses 12
im Bereich der Nachbrennkammer 3 angeordnet sind.
[0051] Am Rauchgasanschluss 8a der rechten Seitenwand 12e ist ein erster Wärmetauscher 13a
angeschlossen, und an dem gegenüberliegenden Rauchgasanschluss 8b der linken Seitenwand
12f ist in zweiter Wärmetauscher 13b angeschlossen.
[0052] Die beiden Wärmetauscher 13a und 13b werden von Rauchgas aus der Nachbrennkammer
3 durchströmt, welches beim Durchströmen seine Wärme an ein Wärmespeichermedium, z.B.
Wasser, im Wärmetauscher 13a bzw. 13b abgibt.
[0053] Die Wärmetauscher 13a und 13b sind über einen Kaminanschluss mit einem Kamin verbunden
(nicht gezeigt), so dass das Rauchgas aus den Wärmetauschern 13a und 13b in den Kamin
geleitet wird.
1. Ofen zur Wärmeerzeugung, insbesondere Holzofen, wie Scheitholzofen oder Pelletofen,
umfassend:
einen Brennraum (2) mit einer Rückwand (7) und zwei Seitenwänden (12e, 12f);
einer Nachbrennkammer (3), die unterhalb des Brennraums (2) angeordnet ist, und
einen Rauchgaskanal (6) zum Zuführen von Rauchgas aus dem Brennraum (2) in die Nachbrennkammer
(3), wobei der Rauchgaskanal (6) an der Rückwand (7) des Brennraums (2) oder an einer
der Seitenwände (3a, 3b) angeordnet ist.
2. Ofen zur Wärmeerzeugung nach Anspruch 1, wobei der Brennraum (2) eine Durchbrechung
(5) in einem oberen Bereich der Rückwand (7) aufweist, durch die Rauchgas aus dem
Brennraum (2) in den Rauchgaskanal (6) strömt.
3. Ofen zur Wärmeerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter ein Gehäuse
(12) umfassend, wobei der Rauchgaskanal (6) teilweise durch eine Rückwand (12b) des
Gehäuses (12b) gebildet ist.
4. Ofen zur Wärmeerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rauchgaskanal
(6) eine Verbrennungsluftzufuhr (14) aufweist.
5. Ofen zur Wärmeerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nachbrennkammer
(3) eine Verbrennungsluftzufuhr (15) aufweist.
6. Ofen zur Wärmeerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nachbrennkammer
(3) einen Rauchgasanschluss (8a, 8b) zum Anschließen eines Wärmetauschers (13a, 13b)
aufweist
7. Ofen zur Wärmeerzeugung nach Anspruch 6, weiter einen Wärmetauscher (13a, 13b) umfassend,
der mit dem Rauchgasanschluss (8a, 8b) der Nachbrennkammer (3) verbunden ist.
8. Ofen zur Wärmeerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter ein Gehäuse
(12) umfassend, wobei die Nachbrennkammer (3) teilweise durch das Gehäuse (12) gebildet
ist.
9. Ofen zur Wärmeerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter einen Brennrost
(10) umfassend und eine Primärluftzufuhr (9), wobei die Primärluftzufuhr (9) Primärluft
von unten durch den Brennrost (10) in den Brennraum (2) leitet.