[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen.
[0002] Entsprechende Vorrichtungen werden auch als Blisterautomaten bezeichnet und sind
aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise beschreibt die
WO 2013/034504 A1 einen in Apotheken und Krankenhäusern oder, bei entsprechender Dimensionierung, auch
in Blisterzentren verwendbaren Blisterautomaten, der Medikamentenzusammenstellungen
aus mehreren Medikamentenportionen patientenindividuell gemäß den ärztlich verordneten
Einnahmezeitpunkten zusammenstellt. Die Vorrichtung verpackt Auftragsdaten entsprechende
Medikamentenzusammenstellungen (die lediglich eine einzelne Medikamentenportion oder
eine Mehrzahl von einzelnen Medikamentenportionen umfassen können) in aus einer Verpackungsmaterialbahn
geformte Beutel, sogenannte Blisterbeutel, wobei diese Beutel als Strang von Blisterbeuteln
(auch als "Blisterschlauch" bezeichnet) die Verpackungsvorrichtung zur weiteren Verwendung
verlassen. Ein Blisterbeutel entspricht dabei regelmäßig einem Einnahmezeitpunkt eines
Patienten, d. h. enthält alle Medikamentenportionen, die ein Patient zu einer vorgegebenen
Tageszeit einnehmen muss. Die Auftragsdaten selber können beispielsweise von Rezepten
oder dergleichen abgeleitete Daten sein.
[0003] Die bekannte Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen umfasst
eine Vielzahl von Speicher- und Abgabestationen für Medikamentenportionen, die mit
einer Vielzahl von umlaufenden Führungseinrichtungen zusammenwirken, die die Medikamentenportionen
ebenfalls umlaufenden Sammeleinrichtungen zuführen, welche die Medikamentenzusammenstellungen
einer Verpackungsstation zuführen, in welcher die Blisterbeutel geformt und die einzelnen
Medikamentenportionen beim Formen der Blisterbeutel in diese eingebracht werden. Aufgrund
der speziellen Bauweise der oben beschriebenen Vorrichtung wird eine Vielzahl von
Blisterbeuteln pro Stunde hergestellt, und eine entsprechende Kennzeichnung der Blisterbeutel
ist daher von entscheidender Wichtigkeit.
[0004] Eine Kennzeichnung der Blisterbeutel nach Einbringen der einzelnen Medikamentenportionen
ist nicht praktikabel, da beim Aufbringen von u.a. den Inhalt des Blisterbeutels kennzeichnenden
Daten die Medikamentenportionen beschädigt werden. Die Aufbringung der entsprechenden
Daten erfolgt daher vor der eigentlichen Verblisterung, d. h. der Formung des Blisterbeutels
und der Einbringung der Medikamentenportionen während des Formens. Dazu ist vor der
eigentlichen Verpackungsstelle eine Etikettier- oder Druckeinrichtung angeordnet,
die den Auftragsdaten entsprechende Daten auf das Verpackungsmaterial aufbringt, wobei
diese Daten den nachfolgend hergestellten Blisterbeutel eindeutig identifizieren und
den Inhalt eines jeden Blisterbeutels wiederspiegeln.
[0005] Tritt bei dem Aufbringen der Daten auf das Verpackungsmaterial ein (systematischer)
Fehler auf (Druckbild verwischt bzw. unlesbar, versetzt, nur teilweise aufgebracht),
kann dies aufgrund der Arbeitsgeschwindigkeit und der Art der aufgebrachten Daten
(Barcode oder ähnliches) von einem Benutzer nicht oder nur sehr schwer festgestellt
werden, so dass ggf. eine große Anzahl fehlerhafter Blisterbeutel hergestellt wird
bevor der Fehler von einem Benutzer bemerkt wird. Ferner kann es vorkommen, dass ein
(systematischer) Fehler im Hinblick auf die Herstellung der Blisterbeutel vorliegt,
beispielsweise wenn eine häufig angeforderte Medikamentenportion nicht mehr vorrätig
ist und dies von einer zugeordneten Speicher- und Abgabestationen nicht festgestellt
wird.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Verpacken einzelner
Medikamentenportionen zu schaffen, mit welcher die Anzahl fehlerhaft produzierter
Blisterbeutel vermindert wird. Es ist ferner Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
entsprechendes Verfahren bereitzustellen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
gemäß Patentanspruch 1. Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Mehrzahl von
Speicher- und Abgabestationen zum Abgeben einzelner Medikamentenportionen, zumindest
eine Führungs- und Sammelanordnung zum Aufnehmen der von den Speicher- und Abgabestationen
abgegebenen Medikamentenportionen und Weiterleiten dieser Medikamentenportionen an
eine mit einer Steuereinrichtung gekoppelte Verpackungsstation, welche aus bereitgestelltem
Verpackungsmaterial einen Strang verbundener Blisterbeutel formt und die abgegebenen
Medikamentenportionen beim Formen der Blisterbeutel in die Blisterbeutel einbringt.
In Abhängigkeit von der genauen Ausgestaltung der Vorrichtung kann eine oder eine
Vielzahl von Führungs- und Sammelanordnungen verwendet werden. Diese kann bzw. können
einteilig ausgeführt sein, es ist aber auch vorgesehen, dass die Führungs- und Sammelanordnungen
getrennte Führungs- und Sammeleinrichtungen umfassen.
[0008] Die Vorrichtung umfasst ferner eine mit der Steuereinrichtung gekoppelte Etikettier-
bzw. Druckstation zum Aufbringen von von der Steuereinrichtung vorgegebenen Daten
in vorgegebener Anordnung auf das Verpackungsmaterial jedes in der Verpackungsstation
zu formenden Blisterbeutels. Die aufzubringenden Daten werden in vorgegebener Anordnung,
d. h. auf einem vorgegebenen Abschnitt des Verpackungsmaterials (und damit des späteren
Blisterbeutels) aufgebracht, und können u. a. das Datum der Herstellung des Blisterbeutels,
den genauen Inhalt und ggf. Informationen zum Verfall des Inhaltes des Blisterbeutels
umfassen. Die Art der Aufbringung der Daten ist für die vorliegende Erfindung nicht
wesentlich. So können die Daten beispielsweise auf das Verpackungsmaterial aufgedruckt
werden, es ist aber auch denkbar, dass vorher bedruckte Etiketten an vorgegebener
Stelle auf das Verpackungsmaterial aufgeklebt werden. Ferner ist es nicht wesentlich,
welche Art von Daten aufgebracht wird. So ist es möglich, dass die Daten für einen
Benutzer "lesbar" aufgebracht werden, d. h. dass beispielsweise der Name des Patienten
und der Inhalt des Blisterbeutels, d. h. die Art der einzelnen Medikamentenportionen,
neben ggf. weiteren Daten, aufgedruckt bzw. aufgeklebt werden. Es ist aber auch denkbar,
dass lediglich ein Barcode aufgebracht wird, der zu einem späteren Zeitpunkt ggf.
durch weitere Daten ergänzt oder ersetzt wird. In Abhängigkeit von der jeweiligen
Ausführungsform kann die Etikettier- bzw. Druckstation Teil der Verpackungsstation
sein, d.h. beide Stationen sind in einer Bauteilgruppe zusammengefasst. Alternativ
kann die Etikettier- bzw. Druckstation ein separates Bauteil sein, was ggf. die Zugänglichkeit
bei Vorliegen einer Störung verbessert. Unabhängig von der Art der Aufbringung der
Daten und der Art der Daten selbst ist wesentlich, dass die aufgebrachten Daten zu
einem späteren Zeitpunkt von einem Benutzer oder einer Maschine lesbar sind.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst ferner eine mit der Steuereinrichtung gekoppelte
optische Erfassungseinrichtung, welche Merkmale der einzelnen Blisterbeutel des Strangs
optisch erfasst, und eine mit der Steuereinrichtung gekoppelte Auswerteeinrichtung,
welche die zu einem einzelnen Blisterbeutel erfassten Merkmale mit Soll-Merkmalen
vergleicht. Die Auswerteeinrichtung kann in die Steuereinrichtung integriert sein.
Es ist auch denkbar, dass die Funktion beider Einrichtungen von einem gemeinsamen
Bauteil, beispielsweise einem Computer, ausgeführt wird.
[0010] Bei den erfassten Merkmalen kann es sich beispielsweise lediglich um den Ort der
Aufbringung der Daten auf dem Blisterbeutel handeln. Wird bei einem Vergleich mit
Soll-Merkmalen festgestellt, dass die Daten an einem Ort aufgebracht sind, der für
eine spätere maschinelle Erfassung der Daten ungeeignet ist, kann dies einen systematischen
Fehler bei der Aufbringung der Daten anzeigen (wenn beispielsweise fünf oder mehr
Blisterbeutel in Folge den gleichen Fehler aufweisen), und die Vorrichtung wird ggf.
angehalten, wobei die genauen Reaktionen auf das Ermitteln einer Abweichung zwischen
erfassten Merkmalen und Soll-Merkmalen von der Art und Häufigkeit der Abweichungen
abhängig ist. Im einfachsten Fall wird also lediglich ermittelt, ob die Aufbringung
der Daten als solche einwandfrei funktioniert.
[0011] Die optische Erfassungseinrichtung kann jedoch auch solche Erfassungsmittel umfassen,
die die Anzahl und Größe der in einem Blisterbeutel eingebrachten einzelnen Medikamentenportionen
erfassen. Sofern die Soll-Merkmale aus den Auftragsdaten zu einem Blisterbeutel abgeleitet
sind, d. h. in den Soll-Merkmalen festgehalten ist, wie viele Medikamentenportionen
in einem Blisterbeutel enthalten sein sollen, kann auf diesem Wege auch eine beutelspezifische
Abweichung ermittelt werden, beispielsweise wenn festgestellt wird, dass zwar die
Daten korrekt auf den Blisterbeutel aufgebracht sind, jedoch aufgrund einer Fehlfunktion
der Vorrichtung nicht die korrekte Anzahl an einzelnen Medikamentenportionen in einen
Blisterbeutel eingebracht ist.
[0012] Zum Lagern des hergestellten Stranges von verbundenen Blisterbeuteln umfasst die
erfindungsgemäße Vorrichtung ferner eine Lagerstation, in welcher der Strang geordnet
gelagert wird. Mit einer "geordneten" Lagerung ist gemeint, dass der Strang verbundener
Blisterbeutel beispielsweise aufgerollt oder nach einer speziellen Vorgabe aufgefaltet
wird. Die Lagerstation kann innerhalb der Vorrichtung angeordnet sein, möglich ist
aber auch, zur Verbesserung der Zugänglichkeit, eine Anordnung außerhalb der eigentlichen
Vorrichtung.
[0013] Damit das Auftreten eines ggf. systematischen Fehlers erkannt werden kann, ist es
erfindungswesentlich, dass die optische Erfassungseinrichtung zwischen der Verpackungsstation
und der Lagerstation angeordnet ist.
[0014] Wie bereits dargelegt, können bei der Verblisterung bzw. der Herstellung des Stranges
verbundener Blisterbeutel systematische Fehler (Aufbringen der Daten bei falschem
Ort, "unlesbares" Aufbringen der Daten) und beutelbezogene Fehler (falsche Anzahl
an Medikamentenportionen, beschädigte Medikamentenportionen) auftreten. Bei Auftreten
eines systematischen Fehlers kann es angezeigt sein, die Vorrichtung anzuhalten, so
dass vermieden wird, dass eine große Anzahl fehlerhafter Blisterbeutel hergestellt
werden. Bei Vorliegen lediglich eines beutelbezogenen Fehlers ist es regelmäßig jedoch
nicht angezeigt, die Vorrichtung anzuhalten. Um es einem Benutzer zu erleichtern,
einen fehlerhaften Blisterbeutel zu erkennen, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass diese eine zwischen der optischen
Erfassungseinrichtung und der Lagerstation angeordnete und mit der Steuereinrichtung
gekoppelte Markiereinrichtung umfasst, mit welcher einzelne, als fehlerhaft erkannte
Blisterbeutel markiert werden können. Beispielsweise ist es denkbar, einen fehlerhaften
Blisterbeutel einfach mit einer auffälligen Farbmarkierung zu versehen.
[0015] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 3. Bei dem
Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
werden der Steuereinrichtung zunächst Auftragsdaten bereitgestellt, wobei diese Auftragsdaten
Medikamentenzusammenstellungen mit jeweils zumindest einer Medikamentenportion betreffen.
Von den Speicher- und Abgabestationen werden, basierend auf den Auftragsdaten, Medikamentenportionen
einer Medikamentenzusammenstellung abgegeben und über zumindest eine Führungs- und
Sammelanordnung der Verpackungsstation zugeführt. Von der Etikettier- bzw. Druckstation
werden bei vorgegebenen Aufbringungsorten Daten auf das Verpackungsmaterial aufgebracht
und anschließend wird von der Verpackungsstation aus dem bereitgestellten Verpackungsmaterial
mit den aufgebrachten Daten ein Strang verbundener Blisterbeutel geformt, wobei jedem
Blisterbeutel Daten zugeordnet werden, d. h. die Blisterbeutel derart geformt werden,
dass auf jedem zuvor aufgebrachte Daten angeordnet sind. Während des Formens der Blisterbeutel
werden die abgegebenen Medikamentenzusammenstellungen in die Blisterbeutel eingebracht.
[0016] Der so hergestellte Strang verbundener Blisterbeutel wird einer optischen Erfassungseinrichtung
zugeführt, und mit dieser werden Merkmale der Blisterbeutel optisch erfasst und die
erfassten Merkmale für einen Blisterbeutel mit Soll-Merkmalen verglichen. Bei Ermittlung
einer Abweichung zwischen den erfassten Merkmalen und den Soll-Merkmalen wird eine
der Abweichung zugeordnete Reaktion ausgelöst.
[0017] Schließlich wird der die optische Erfassungseinrichtung verlassende Strang der Blisterbeutel
magaziniert, d. h. geordnet gelagert (beispielsweise auf einer Rolle).
[0018] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich (systematische) Fehler beim
Aufbringen der Daten auf das Verpackungsmaterial erkennen. Die optische Erfassungseinrichtung,
welche beispielsweise eine Kamera umfassen kann, erfasst vorgegebene Merkmale der
aufgebrachten Daten. Dabei kann es sich im einfachsten Fall beispielsweise lediglich
um den Aufbringungsort der Daten handeln. Werden die Daten bei korrekter Funktion
der Etikettier- bzw. Druckstation beispielsweise genau mittig auf die Blisterbeutel
(und damit auf einen entsprechenden Ort des Verpackungsmaterials) aufgebracht und
wird mit der optischen Erfassungseinrichtung ermittelt, dass die Daten zu weit "nach
außen" auf den Blisterbeuteln angeordnet sind, so kann als Reaktion auf beispielsweise
fünf aufeinanderfolgende fehlerhafte Blisterbeutel die Vorrichtung angehalten werden.
Auf diese Weise wird vermieden, dass eine große Anzahl fehlerhafter Blisterbeutel
erzeugt wird.
[0019] Welche Reaktion genau ausgelöst wird, hängt von der Art und der Frequenz der ermittelten
Abweichungen ab. Folgen nach einem Fehldruck von Daten aufeinander wieder beispielsweise
mehr als fünf fehlerfrei bedruckte Blisterbeutel, kann der Betrieb der Vorrichtung
trotz des Fehldruckes aufrechterhalten werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
in seiner oben dargelegten Form können systematische Fehler bei der Aufbringung der
Daten erkannt und die Vorrichtung ggf. angehalten werden, so dass die Herstellung
einer großen Anzahl fehlerhafter Blisterbeutel, die ggf. neu herzustellen wären, vermieden
werden kann.
[0020] Um auch auf Fehler bei der Medikamentenzusammenstellung in einem Blisterbeutel reagieren
zu können, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens vorgesehen,
dass die Soll-Merkmale aus den Auftragsdaten abgeleitet werden, wodurch die Soll-Merkmale
auch Informationen über beispielsweise die Anzahl der einzelnen Medikamentenportionen
in einem Blisterbeutel umfassen.
[0021] Bei dem optischen Erfassen der Merkmale eines Blisterbeutels wird dann nicht nur
beispielsweise der Aufbringungsort der Daten auf dem Blisterbeutel ermittelt, sondern
es wird beispielsweise auch die Anzahl der einzelnen Medikamentenportionen ermittelt.
Wird dabei festgestellt, dass zwar die Aufbringung der Daten auf dem Blisterbeutel
fehlerfrei ist, jedoch eine Anzahl von Medikamentenportionen in den Blisterbeutel
eingebracht wurde, die nicht mit den Soll-Merkmalen übereinstimmt, kann der Blisterbeutel
bei einer solchen beutelbezogenen Abweichung als fehlerhaft gekennzeichnet werden.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden ferner die dem fehlerhaften Blisterbeutel
zugeordneten Auftragsdaten als fehlerhaft gekennzeichnet, um so beispielsweise das
spätere Auffinden des fehlerhaften Blisterbeutels in dem Strang der verbundenen Blisterbeutel
zu vereinfachen. Alternativ oder zusätzlich werden die Auftragsdaten eines fehlerhaften
Blisterbeutels zur erneuten Bearbeitung vorgesehen, so dass es ohne das Eingreifen
eines Benutzers möglich ist, trotz einer ersten fehlerhaften Zusammenstellung einen
Blisterbeutel herzustellen, dessen Medikamentenzusammenstellung den Auftragsdaten
entspricht.
[0023] Im Nachfolgenden werden zwei bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sowie eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, in welcher
Figur 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigt;
Figur 2 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zeigt; und
Figur 3 eine Detailansicht des Abschnittes der Vorrichtung vor der eigentlichen Herstellung
der Blisterbeutel zeigt.
[0024] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, wobei
bei dieser Darstellung lediglich für die Erfindung wesentliche Merkmale dargestellt
sind. Unwesentliche bauliche Merkmale, wie beispielsweise die äußere Wandung, Anzeige-
und Eingabemittel usw. sind der Einfachheit halber fortgelassen.
[0025] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Stützstruktur bzw. Rahmen 4, an welcher(m)
eine Mehrzahl von Speicher- und Abgabestationen 2 lösbar befestigt sind, wobei in
jeder Speicher- und Abgabestation 2 eine bestimmte Art von Medikamentenportionen angeordnet
werden können. Üblicherweise sind in jeder Speicher- und Abgabestation 2 unterschiedliche
Medikamentenportionen angeordnet. Bei solchen Medikamentenportionen, die häufig angefragt
werden, ist es jedoch auch möglich, dass in mehreren Speicher- und Abgabestationen
2 die gleichen Medikamentenportionen gespeichert sind.
[0026] Die Speicher- und Abgabestationen 2 sind bei der gezeigten Ausführungsform in zwei
gegenüberliegenden Matrixstrukturen 5 (von denen lediglich eine Matrixstruktur dargestellt
ist) angeordnet, wobei die Matrixstrukturen 5 zwei erste horizontale Förderbänder
6a, 6b einschließen, an welchen Führungseinrichtungen 7 befestigt sind. Die Führungseinrichtungen
sind lösbar über Befestigungselemente 8 befestigt, die Teil der beiden ersten Förderbänder
6a, 6b sind. Bei der gezeigten Ausführungsform sind lediglich einige Führungseinrichtungen
7 gezeigt, in der Praxis ist regelmäßig an jedem Befestigungselement 8 eine Führungseinrichtung
7 befestigt, so dass die beiden ersten Förderbänder 6a, 6b vollständig mit Fördereinrichtungen
versehen sind.
[0027] Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Führungseinrichtungen über die ersten
Förderbänder entlang der Speicher- und Abgabestationen 2 bewegbar. Dadurch wird eine
parallele Bearbeitung von Auftragsdaten ermöglicht, da sich eine Führungseinrichtung
an jeder verfügbaren Medikamentenportion vorbeibewegt und somit mit jeder Führungseinrichtung
eine Medikamentenzusammenstellung bearbeitet werden kann. Eine entsprechende Ausgestaltung
der Führungseinrichtungen ist für die vorliegende Erfindung jedoch nicht wesentlich.
Es kann beispielsweise auch lediglich eine einzige Führungseinrichtung bereitgestellt
sein, die Medikamentenportionen aus sämtlichen verfügbaren Speicher- und Abgabestationen
aufnehmen kann.
[0028] Die Förderbänder 6a, 6b werden über Antriebsrollen 12 angetrieben, welche über eine
vertikale Welle 10 mit einem Motor 11 gekoppelt sind. Um bei den Antriebsrollen 12
ein Durchrutschen der ersten Förderbänder 6a, 6b zu vermeiden, sind diese vorteilhafterweise
mit einer Oberflächenkonturierung versehen.
[0029] Um Medikamentenportionen von sämtlichen Speicher- und Abgabestationen 2 aufnehmen
zu können, weisen die Führungseinrichtungen 7 mehrere (nicht dargestellte) Öffnungen
auf. Um die Fallhöhe der einzelnen Medikamentenportionen in den Führungseinrichtungen
7 zu verkleinern, weisen diese bei der gezeigten Ausführungsform eine Mehrzahl von
Hinterschneidungen 14 auf, die jeweils einer horizontalen Reihe von Speicher- und
Abgabestationen zugeordnet sind.
[0030] Die Vorrichtung umfasst ferner ein zweites Förderband 15, welches unterhalb der beiden
ersten Förderbänder angeordnet ist, und welches ebenfalls eine Mehrzahl von Befestigungselementen
16 aufweist. An den Befestigungselementen ist jeweils eine Sammeleinrichtung 17 befestigt,
in welcher Medikamentenzusammenstellungen vor der Übergabe dieser an eine Verpackungsstation
3 temporär zwischengelagert werden. Das zweite Förderband 15 ist ebenfalls über ein
Zahnrad und die vertikale Welle 10 mit dem Motor 11 gekoppelt, so dass die Führungseinrichtungen
7 und die Sammeleinrichtungen 17 mit der gleichen Umlaufgeschwindigkeit bewegt werden.
Wie dies insbesondere bei Figur 1 zu sehen ist, erstreckt sich jedoch die Matrix der
Speicher- und Abgabestationen sowie die beiden ersten Förderbänder 6a, 6b nicht über
die gesamte Länge des Förderbandes 15, sondern sind, im Hinblick auf die "Länge" der
Vorrichtung, kürzer gehalten, so dass bei einem bestimmten Punkt innerhalb der Vorrichtung
eine Trennung zwischen den Führungseinrichtungen und der Sammeleinrichtungen stattfindet.
Die Führungs- und Sammeleinrichtungen (die zusammen die Führungs- und Sammelanordnung
bilden) bewegen sich bei der gezeigten Ausführungsform bei dem Bereich der Speicher-
und Abgabestationen synchron zusammen, eine Trennung erfolgt bei dem Ende der Matrixstruktur
der Speicher- und Abgabestationen. Eine solche Ausführung ist für die Erfindung jedoch
nicht wesentlich. Bei einer anderen, deutlich einfacher gehaltenen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es denkbar, dass die Vorrichtung mehrere (oder
sogar nur eine) kombinierte Führungs- und Sammelanordnung aufweist, mittels welcher
bzw. welchen Medikamentenzusammenstellungen zu der Verpackungsstation 3 geführt werden.
[0031] Bei den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen werden die gesammelten
Medikamentenzusammenstellungen mittels der Mehrzahl der bewegbaren Sammeleinrichtungen
17 der Verpackungsstation 3 zugeführt. Unter Bezugnahme auf Figur 3 wird im Nachfolgenden
die Verpackungsstation sowie der Verpackungsstation vorgeordnete Bauteile der beiden
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben.
[0032] Der Verpackungsstation 3 ist eine Vorratsrolle 32 mit Verpackungsmaterial 34 zugeordnet.
Die Vorratsrolle 32 selber wird durch einen Antrieb 33 bewegt. Das Verpackungsmaterial
34 wird zu einer bzw. durch eine mit einer (in Figur 3 nicht sichtbaren) Steuereinrichtung
80 gekoppelten Etikettier- bzw. Druckstation 40 zum Aufbringen von von der Steuereinrichtung
vorgegebenen Daten in vorgegebener Anordnung auf das Verpackungsmaterial 34 geführt.
Wie genau die vorgegebenen Daten auf das Verpackungsmaterial aufgebracht werden, ist
abhängig von der jeweiligen Ausführungsform. Beispielsweise ist es denkbar, dass die
Daten auf das Verpackungsmaterial 34 aufgedruckt werden, oder dass ein Etikett mit
den vorgegebenen Daten auf das Verpackungsmaterial geklebt wird.
[0033] Das Verpackungsmaterial 34 verlässt die Etikettier- bzw. Druckstation 40 mit aufgebrachten
Daten 52, wobei die Daten derart auf das Verpackungsmaterial 34 aufgebracht sind,
dass bei jedem nachfolgend zu formenden Blisterbeutel die Daten bei einer ebenfalls
vorgegebenen Position auf dem Blisterbeutel angeordnet sind. Mittels zweier Führungsrollen
35 wird das mit das Daten versehene Verpackungsmaterial einem Formgebungsbereich der
Verpackungsstation 3 zugeführt, bei welchem das Verpackungsmaterial mittig zu einer
V-Form gefaltet wird, in welche die Medikamentenzusammenstellungen bei Öffnen der
Sammeleinrichtungen 17 eingebracht werden können.
[0034] Das Verpackungsmaterial 34 wird mit einer längslaufenden und zwei quer zur Transportrichtung
verlaufenden Dichtungen versehen, wobei durch diese Dichtungen in sich geschlossene
Blisterbeutel entstehen. Diese werden nach Fertigstellung nicht voneinander getrennt,
sondern es bildet sich ein Strang 50 mit verbundenen Blisterbeuteln 51.
[0035] Zum Herstellen der Längsdichtung sind zwei Heizmittel 37 vorgesehen, von welchen
in Figur 3 lediglich eins dargestellt ist. Diese beiden Heizmittel drücken die beiden
oberen Enden des V-förmig gefalteten Verpackungsmaterials zusammen und verschweißen
diese miteinander. Die Querdichtungen der Blisterbeutel werden durch zwei rotierende
Heizmittel 39 hergestellt, deren Rotation jeweils aufeinander abgestimmt ist. Anhand
der Fortbewegungsgeschwindigkeit des Verpackungsmaterials 34 sowie die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Heizmittel 39 lassen sich präzise die Länge, und damit die Aufnahmekapazität,
der Blisterbeutel steuern.
[0036] Bei einer Abdichtung bzw. Herstellung der Blisterbeutel mit Heizmitteln ist ein entsprechendes
Verpackungsmaterial 34 zu wählen. Bei alternativen Ausführungsbeispielen ist es möglich,
die einzelnen Blisterbeutel auf andere Art und Weise herzustellen, wobei dann das
Verpackungsmaterial entsprechend anzupassen ist. So ist es beispielsweise auch möglich,
beim Herstellen der Blisterbeutel ein Dicht- bzw. Klebematerial aufzubringen, über
dessen Haftwirkung der Blisterbeutel erzeugt wird.
[0037] Wie dies in den Figuren 1 und 2 zu erkennen ist, wird der Strang 50 mit verbundenen
Blisterbeuteln 51 aus der Verpackungsstation 3 zu einer stromab der Verpackungsstation
3 angeordneten und mit der Steuereinrichtung 80 gekoppelten optischen Erfassungseinrichtung
40 geführt. Diese optische Erfassungseinrichtung umfasst zumindest ein Erfassungsmittel
41, wobei es sich beispielsweise um eine Kamera handeln kann. Mit Hilfe dieses Erfassungsmittels
41 werden Merkmale der die Erfassungseinrichtung durchlaufenden Blisterbeutel erfasst.
Im einfachsten Fall wird beispielsweise lediglich erfasst, bei welchem Aufbringungsort
der Blisterbeutel die zuvor mit der Etikettier- bzw. Druckeinrichtung aufgebrachten
Daten angeordnet sind oder ob überhaupt (lesbare) Daten auf den Blisterbeuteln angeordnet
sind.
[0038] Diese "Merkmale" eines die optische Erfassungseinrichtung durchlaufenden Blisterbeutel
werden von einer mit der Steuereinrichtung 80 gekoppelten Auswerteeinrichtung 90 (die
beiden vorgenannten Einrichtungen sind lediglich in Figur 1 dargestellt, jedoch auch
bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 vorhanden) mit Soll-Merkmalen der jeweiligen
Blisterbeutel verglichen. Bezugnehmend auf den zuvor geschilderten einfachsten Ausführungsfall
wird beispielsweise verglichen bzw. ermittelt, ob die aufgebrachten Daten an der richtigen
bzw. vorgegebenen Stelle auf die Blisterbeutel aufgebracht sind.
[0039] Da die Daten üblicherweise in einer maschinenlesbaren Form aufgebracht sind (beispielswiese
in Form eines Barcodes), ist es wesentlich, dass diese derart aufgebracht sind, dass
sie von einer Maschine lesbar sind. Dazu ist es erforderlich, dass die Daten in einem
bestimmten Erfassungsbereich einer diese Daten auslesenden Maschine auf dem Blisterbeutel
angeordnet sind. Wird nun bei dem vorgenannten Vergleich ermittelt, dass dies nicht
der Fall ist, liegt bei dem ersten Blisterbeutel, bei dem dieser Fehler ermittelt
wurde, zunächst ein beutelspezifischer Fehler vor. Um dies bei dem Blisterbeutel auch
optisch sichtbar zu machen, umfasst die in Figur 2 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung eine Markiereinrichtung 70, mittels welcher der als fehlerhaft erkannte
Blisterbeutel optisch mittels zumindest eines Markiermittels 71, 72 markiert wird,
beispielsweise indem der Beutel mit einer optisch hervorstechenden Farbe markiert
wird.
[0040] Wird bei dem bzw. den dem ersten fehlerhaften Blisterbeutel nachfolgenden Blisterbeuteln
der gleiche bzw. ähnliche Fehler festgestellt, wird als Reaktion auf die ermittelten
Abweichungen der Betrieb der Vorrichtung angehalten, um die Anzahl fehlerhafter Blisterbeutel
gering zu halten. Nach wie vielen Abweichungen und welchen Abweichungen genau ein
Anhalten der Vorrichtung eingeleitet wird, hängt von Parametern ab, die der Steuereinrichtung
bzw. der Auswerteeinrichtung vorgegeben werden können.
[0041] Für den Fall, dass die Soll-Merkmale von den Auftragsdaten abgeleitet sind, umfassen
diese auch "Merkmale" im Hinblick auf die in einem Blisterbeutel befindliche Medikamentenzusammenstellung.
Beispielsweise enthalten die Soll-Merkmale Angaben darüber, wie viele Medikamentenportionen
eine Arzneimittelzusammenstellung umfasst. In einem solchen Fall kann bzw. wird mit
der optischen Erfassungseinrichtung, ggf. mit einem zusätzlichen Erfassungsmittel
42, ermittelt, wie viele Medikamentenportionen in einem Blisterbeutel angeordnet sind
und diese Anzahl wird mit dem entsprechenden Soll-Merkmal verglichen. Wird festgestellt,
dass im Hinblick auf die Anzahl der Medikamentenportionen eine Abweichung vorliegt,
wird dieser Blisterbeutel als fehlerhaft markiert. Wie bereits dargelegt, kann dazu
der Blisterbeutel optisch markiert werden, es ist aber auch (zusätzlich) möglich,
die Auftragsdaten als fehlerhaft zu markieren oder diese Auftragsdaten zur erneuten
Bearbeitung vorzusehen, so dass gewährleistet ist, dass nach Durchlauf sämtlicher
Auftragsdaten auch die Auftragsdaten verarbeitet wurden, bei deren erster Zusammenstellung
ggf. ein Fehler aufgetreten ist.
[0042] Nachdem der Strang 50 die optische Erfassungseinrichtung durchlaufen hat, wird dieser
auf einer Rolle 62, welche von einem Motor 61 angetrieben ist, magaziniert. Bei alternativen
Ausführungsformen kann der Strang auch beispielsweise geordnet gefaltet gelagert werden.
1. Vorrichtung (1) zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen, aufweisend
eine Mehrzahl von Speicher- und Abgabestationen (2) zum Abgeben einzelner Medikamentenportionen,
zumindest eine Führungs- und Sammelanordnung (7, 17) zum Aufnehmen der von den Speicher-
und Abgabestationen (2) abgegebenen Medikamentenportionen und Weiterleiten dieser
Medikamentenportionen an
eine mit einer Steuereinrichtung (80) gekoppelte Verpackungsstation (3), welche aus
bereitgestelltem Verpackungsmaterial (34) einen Strang (50) verbundener Blisterbeutel
(51) formt und die abgegebenen Medikamentenportionen beim Formen der Blisterbeutel
in die Blisterbeutel einbringt,
eine mit der Steuereinrichtung (80) gekoppelte Etikettier- bzw. Druckstation (40)
zum Aufbringen von von der Steuereinrichtung (80) vorgebebenen Daten (52) in vorgegebener
Anordnung auf das Verpackungsmaterial (34),
eine mit der Steuereinrichtung (80) gekoppelte optische Erfassungseinrichtung (40),
welche Merkmale der einzelnen Blisterbeutel des Strangs optisch erfasst,
eine mit der Steuereinrichtung (80) gekoppelte Auswerteeinrichtung (90), welche die
zu einem einzelnen Blisterbeutel erfassten Merkmale mit Soll-Merkmalen vergleicht,
und
eine Lagerstation (60), in welcher der Strang (50) der Blisterbeutel (51) geordnet
gelagert wird,
wobei die optische Erfassungseinrichtung (40) zwischen der Verpackungsstation (3)
und der Lagerstation (60) angeordnet ist.
2. Vorrichtung (1) zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine zwischen der optischen Erfassungseinrichtung (40) und der Lagerstation
(60) angeordnete und mit der Steuereinrichtung (80) gekoppelte Markiereinrichtung
(70) umfasst, mit welcher einzelne Blisterbeutel markierbar sind.
3. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
nach einem der Ansprüche 1 - 2, wobei
der Steuereinrichtung (80) Auftragsdaten bereitgestellt werden, wobei die Auftragsdaten
Medikamentenzusammenstellungen mit jeweils zumindest einer Medikamentenportion betreffen,
von den Speicher- und Abgabestationen (2), basierend auf den Auftragsdaten, Medikamentenportionen
einer Medikamentenzusammenstellung abgegeben werden,
die Medikamentenzusammenstellungen der Verpackungsstation (3) zugeführt werden,
von der Etikettier- bzw. Druckstation (70) Daten (52) auf das Verpackungsmaterial
(34) bei vorgegebenen Aufbringungsorten aufgebracht werden,
von der Verpackungsstation (3) aus dem bereitgestellten Verpackungsmaterial (34) mit
den aufgebrachten Daten ein Strang (50) verbundener Blisterbeutel (51) geformt wird,
wobei jedem Blisterbeutel Daten zugeordnet werden, und die abgegebenen Medikamentenzusammenstellungen
während des Formens der Blisterbeutel in die Blisterbeutel eingebracht werden,
der Strang (50) einer optischen Erfassungseinrichtung (40) zugeführt wird und Merkmale
eines Blisterbeutel optisch erfasst werden,
die erfassten Merkmale für einen Blisterbeutel mit Soll-Merkmalen verglichen werden
und bei Ermittlung einer Abweichung zwischen den erfassten Merkmalen und den Soll-Merkmalen
eine der Abweichung zugeordnete Reaktion ausgelöst wird, und
der Strang der Blisterbeutel magaziniert wird.
4. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Merkmale aus den Auftragsdaten abgeleitet werden.
5. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb der Vorrichtung bei Ermittlung einer systematischen Abweichung zwischen
Soll-Merkmalen und erfassten Merkmalen angehalten wird.
6. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blisterbeutel bei Ermittlung einer beutelbezogenen Abweichung zwischen Soll-Merkmalen
und erfassten Merkmalen als fehlerhaft gekennzeichnet wird.
7. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
nach einem der Ansprüche 3 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einem Blisterbeutel zugeordneten Auftragsdaten bei Ermittlung einer Abweichung
zwischen Soll-Merkmalen und erfassten Merkmalen als fehlerhaft gekennzeichnet werden.
8. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Medikamentenportionen
nach einem der Ansprüche 3 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ermittlung einer Abweichung zwischen Soll-Merkmalen und erfassten Merkmalen die
Auftragsdaten zur erneuten Bearbeitung vorgesehen werden.