Stand der Technik
[0001] Bei Möbeln mit Auszügen bzw. Schubladen, die an einem Möbelkorpus des Möbels über
Führungen mit teleskopierbaren Schienen verschieblich gelagert sind, werden die Auszüge
in der Regel aus vorbereiteten Grundelementen wie beispielsweise zwei Schubladenseitenwänden,
einer Rückwand, einer Frontwand und einem Schubladenboden zusammengebaut. Für stabile
und hochwertige Schubladen werden häufig hohle Schubladenseitenwände aus Metall verwendet.
[0002] Die
AT 401 853 B betrifft eine Schubladenzarge aus Metall, an der Halterungen befestigt sind, auf
die eine Blende aufschiebbar ist.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Schubladen bzw. Schubladenwandelemente
der einleitend bezeichneten Art verbessert bereitzustellen, insbesondere was die Stabilität
und das Nutzverhalten der Schublade in der Praxis angeht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch den unabhängigen Anspruch 1 gelöst.
Die abhängigen Ansprüche thematisieren vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
Die Erfindung geht zunächst aus von einem Schubladenwandelement für eine Schublade,
an dem ein Randabschnitt eines Schubladenbodens einsetzbar ist, um eine an den Schubladenboden
angrenzende Schubladenseitenwand zu bilden, wobei das Schubladenwandelement ein Wand-Profilteil
und ein Bodenaufnahme-Profilteil umfasst, wobei am Schubladenwandelement eine am Bodenaufnahme-Profilteil
vorhandene Auflagefläche für eine unterseitige Abstützung für ein am Schubladenwandelement
einsetzbaren Schubladenboden bereitgestellt ist, und wobei das Wand-Profilteil einen
Kammerabschnitt mit einem Innenwand-Blechabschnitt und einem Außenwand-Blechabschnitt
umfasst, die gegenüberliegend über ein Breitenmaß des Schubladenwandelements voneinander
beabstandet und oben durch einen Verbindungsabschnitt verbunden sind. Das Wand-Profilteil
als auch das Bodenaufnahme-Profilteil besteht jeweils aus einem profilartigen metallischen
Blechmaterial mit einer Dicke im Millimeterbereich, das aus einem flachen Blechabschnitt
durch Umbiege-, Stanz- und/oder andere Bearbeitungsschritte, insbesondere mit mehreren
Biegekanten hergestellt ist. Demgemäß sind beide Profilteile insbesondere jeweils
einstückig hergestellt und dann insbesondere unlöslich miteinander zum Schubladenwandelement
verbunden. Der Verbindungsabschnitt zwischen dem Innenwand-Blechabschnitt und dem
Außenwand-Blechabschnitt ist beispielsweise durch einen von zwei Umbiegungen begrenzten
Blechabschnitt gebildet. Die Bodenaufnahme-Profilteile stellen insbesondere die Anbindung
des Schubladenbodens am Schubladenwandelement bereit.
Ein Schubladenboden ist insbesondere plattenförmig zum Beispiel aus einem Holzmaterial.
[0005] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass wenigstens ein Füllelement in den Kammerabschnitt
eingesetzt ist, das wenigstens ein im eingesetzten Zustand definiert vorgespanntes
Federelement umfasst. Das wenigstens eine Füllelement ist insbesondere als separates
Bauteil ausgebildet, das in den Kammerabschnitt positionsrichtig einbringbar und darin
selbstsichernd fixiert ist. Das Federelement ist insbesondere derart gestaltet, dass
es zwischen Innenabschnitten des Kammerabschnitts spannt bzw. in federnder Anlage
an wenigstens einem Innenabschnitt des Kammerabschnitts zum Beispiel an einer Innenseite
des Innenwand-Blechabschnitts und/oder des Außenwand-Blechabschnitts andrückend in
Anlage ist. Damit können auf das Schubladenwandelement wirkende Belastungen vom Füllelement
über den Innenwand-Blechabschnitt und/oder den Außenwand-Blechabschnitt zumindest
teilweise aufgenommen werden. Dies ist mechanisch und klanglich vorteilhaft. Ein Schubladenwandelement
kann individuell mit einem oder mehreren Füllelementen bestückt werden. Auch die genaue
Positionierung der Füllelemente im Kammerabschnitt kann unterschiedlich gewählt werden.
Zudem kann die Art der in einem Kammerabschnitt unterbringbaren Füllelemente in der
Größe, Gestalt und Aufbau variieren durch Auswahl aus einer Palette von unterschiedlichen
Füllelementen.
Die untergebrachten Füllelemente bewirken insbesondere durch die definierte Vorspannung
vorteilhafterweise eine Stabilisierung und eine gewünschte Klangsituation des Schubladenwandelements
im Nutzzustand bzw. bei der fertiggestellten Schublade. So kann die Schublade höher
maximal belastet bzw. beladen werden. Außerdem werden unerwünschte Geräusche im Nutzzustand
des Schubladenwandelements unterbunden bzw. der Klang des Schubladenwandelements verbessert
insbesondere wird vorteilhaft ein vergleichsweise dumpfer Klang erzielt. Ein vergleichsweise
hoher Klang eines Schubladenwandelements durch zu große bzw. freie hohle Bereiche
wird von Nutzern regelmäßig als unangenehm empfunden.
[0006] Insbesondere spannt das wenigstens eine Füllelement gegen die Innenwand und Außenwand
bzw. in horizontaler Richtung und/oder in vertikaler Richtung z. B. zwischen dem Verbindungsabschnitt
und einem Bodenaufnahme-Profilteil. Dabei kann das Federelement an beiden zueinander
verspannten Bereichen anliegen oder das Federelement selbst liegt nur an einem der
beiden Abschnitte vorgespannt an, wobei am anderen Abschnitt ein anderer Bereich des
Füllelements anliegt zum Beispiel ein Rahmenabschnitt des Füllelements.
[0007] Vorteilhafterweise ist das wenigstens eine Füllelement derart ausgestaltet, dass
es in ein Wand-Profilteil einschiebbar ist. Damit wird die Montage bzw. das Einsetzen
des Füllelements in den Kammerabschnitt insbes. stirnseitig am Wand-Profilteil von
vorne oder hinten bzw. über eine offene Seite des Kammerabschnitts zum Beispiel von
Hand möglich.
[0008] Weiter ist es vorteilhaft, dass das Füllelement derart gestaltet ist, dass es sich
im eingesetzten Zustand federnd am Bodenaufnahme-Profilteil abstützt. In der Regel
ist der Kammerabschnitt über die Länge des Schubladenwandelements nach unten offen.
Nur bereichsweise bzw. dort wo ein Bodenaufnahme-Profilteil über einzelne Längsabschnitte
des Schubladenwandelements vorgesehen ist, bildet ein oberseitiger Teil des Bodenaufnahme-Profilteils
eine untere Begrenzung des Kammerabschnitts, so dass dort die unterseitige Abstützung
des Füllelements vorteilhaft möglich ist.
[0009] Eine vorteilhafte Modifikation des Erfindungsgegenstandes zeichnet sich dadurch aus,
dass wenigstens ein Füllelement an einer Schubladen-Rückwandanbindungseinheit vorgesehen
ist. Die Schubladen-Rückwandanbindungseinheit bildet vorteilhafte Voraussetzungen,
um das Füllelement daran insbesondere unterschiedlich positionierbar zu befestigen.
Zudem können im Bereich der Schubladen-Rückwandanbindungseinheit mechanisch vergleichsweise
starke Belastungen auftreten, wobei mit der entsprechenden Positionierung des Füllelements
das Füllelement effektiv stabilisierend wirkt.
[0010] Auch ist es vorteilhaft, dass wenigstens ein Füllelement an einer Schubladen-Frontanbindungseinheit
vorgesehen ist. Damit wird im vorderen Endbereich des Schubladenwandelements eine
vorteilhafte Anbringmöglichkeit für das Füllelement bereitgestellt. Die Schubladen-Frontanbindungseinheit
stellt mehrere und/oder unterschiedliche Anbringstellen für die Anbringung genau eines
Füllelements oder von mehreren Füllelementen bereit. Erfindungsgemäß sind das Wand-Profilteil
und das Bodenaufnahme-Profilteil jeweils als separate und aufeinander abgestimmte
Bauteile aus einem Blechmaterial gestaltet und zueinander ausgerichtet zu dem Schubladenwandelement
miteinander verbunden. Damit kann vorteilhaft die Teilevielfalt reduziert werden auf
genau eine Variante für das Bodenaufnahme-Profilteil. Das Wand-Profilteil ist nur
durch seine jeweilige gewünschte Länge bestimmt, aber von der Gestalt identisch. Für
eine jeweilige gewählte Länge des Wand-Profilteils kann individuell abgestimmt die
Anzahl der Bodenaufnahme-Profilteile berücksichtigt werden. Demgemäß ist die Länge
eines Bodenaufnahme-Profilteils regelmäßig deutlich kürzer als die Länge eines Wand-Profilteils.
Das Wand-Profilteil und das Bodenaufnahme-Profilteil sind insbesondere für eine kompakte
Anordnung mit einer teilweise ineinandergeschachtelten Anordnung ausgestaltet bzw.
für eine in sich stabilisierende Verbindung durch z. B. aneinander flächig anliegende
Abschnitte des Bodenaufnahme-Profilteils an Gegenabschnitten des Wand-Profilteils
in deren Verbindungszustand, wobei die Profilteile bevorzugt miteinender unlöslich
zum Beispiel durch Verschweißen miteinander verbunden sind.
Insbesondere können bei einem vergleichsweise kürzeren Schubladenwandelement bzw.
Wand-Profilteil genau zwei Bodenaufnahme-Profilteile angebracht werden und bei einem
längeren bzw. bei einem höher belastbaren Schubladenwandelement können mehr als zwei
Bodenaufnahme-Profilteile am Wand-Profilteil verbunden angebracht werden.
[0011] Die Auflageflächen der mehreren Bodenaufnahme-Profilteile eines Wand-Profilteils
fluchten miteinander bzw. sind Teil einer gemeinsamen insbesondere horizontalen Ebene
bezogen auf den Nutzzustand der Schublade.
[0012] Auch ist es vorteilhaft, dass am Bodenaufnahme-Profilteil oberhalb beabstandet zur
Auflagefläche ein Stegabschnitt vorhanden ist, der an einen zur Auflagefläche nach
oben abgewinkelten Anlageabschnitt durch eine Materialumbiegung anschließt. Bei jeweils
rechtwinkliger Umbiegung wird mit der Auflagefläche und dem gegenüberliegenden insbesondere
parallelen Stegabschnitt und dem dazwischen jeweils abgewinkelt zur Auflagefläche
und zum Stegabschnitt sich erstreckenden Anlageabschnitt ein seitlich offnes kanalförmiges
Aufnahmevolumen für einen Längsrand-Abschnitt eines am Schubladenwandelement einsetzbaren
Schubladenbodens bereitgestellt. Der Anlageabschnitt stützt sich vorteilhaft mit seiner
dem Aufnahmevolumen abgewandten Rückseite an einem Verlängerungsabschnitt am Außenwand-Blechabschnitt
ab. Damit ist das Schubladenwandelement hochstabil aufgebaut.
[0013] Zudem ist es vorteilhaft, dass der Stegabschnitt einen Abstand zwischen dem Außenwand-Blechabschnitt
und dem Innenwand-Blechabschnitt überbrückt, womit sich auch die Auflagefläche und
der Stegabschnitt über die Breite des Schubladenwandelements ausbilden.
[0014] Dabei erstreckt sich neben der Auflagefläche auch oberhalb der Auflagefläche eine
vom Stegabschnitt gebildete zusätzliche Kontaktfläche für eine Oberseite des Randabschnitt
des einsetzbaren Schubladenbodens, was insgesamt die Stabilität der zusammengebauten
Schublade erhöht.
[0015] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung stützt sich das Füllelement
am Stegabschnitt ab. Damit wird eine Abstützfläche gegenüberliegend zum Verbindungsabschnitt
für die unterseitige Aufstützung des Füllelements im Kammerabschnitt erhalten.
[0016] Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass das Füllelement einen Federbogen am unteren
Rand aufweist. Ein Federbogen ist einfach herstellbar und ermöglicht neben der Bereitstellung
der definierten Vorspannung des Federelements eine unterseitige Abstützung des Füllelements
an einem Gegenabschnitt am Schubladenwandelement. Bevorzugt ist der Federbogen durch
ein in Randrichtung des Füllelements gebogen verlaufendes Langloch über eine wesentliche
Randlänge am unteren Rand des Füllelements gebildet. Die Feder- bzw. Vorspannungseigenschaften
des Füllelements lassen sich beispielsweise durch die Höhe bzw. Breite des Langloches
und/oder die Materialstärke des an das Langloch angrenzenden Materials des Federbogens
am unteren Rand des Füllelementes bestimmen. Eine geringere Materialstärke des an
das Langloch angrenzenden Materials des Federbogens federt leichter als eine größere
Materialstärke. Wird zum Beispiel durch ein größeres bzw. längeres Langloch vergleichsweise
mehr Material aus dem Füllelement herausgenommen ist abhängig davon die Federeigenschaft
des Federbogens bzw. des damit bereitgestellten vorgespannten Federelements beeinflussbar.
Ein Füllelement für ein Schubladenwandelement nach einem der oben genannten Ausbildungen
ist auf einen Kammerabschnitt des Wand-Profilteils mit einem Innenwand-Blechabschnitt
und einen Außenwand-Blechabschnitt in der Form abgestimmt, und umfasst wenigstens
ein Federelement, das in einem in den Kammerabschnitt eingesetzten Zustand gespannt
ist. Das Schubladenwandelement ist insbesondere als Hohlkammerzarge aus einem Blechmaterial
ausgestaltet. Im eingesetzten Zustand ist das Federelement insbesondere anliegend
an einer Innenseite des Kammerabschnitts, wobei eine Beaufschlagung des Federelements
derart erfolgt, dass das Federelement vorgespannt wird. Das Schubladenwandelement
kann auf die Schublade wirkende Belastungen über den Innenwand-Blechabschnitt und/oder
den Außenwand-Blechabschnitt zumindest teilweise über das Füllelement aufnehmen. Damit
lassen sich mit dem Füllelement im eingesetzten Zustand die oben zum Schubladenwandelement
erörterten Vorteile erzielen.
[0017] Die Erfindung betrifft zudem ein Möbel mit einem gemäß einer der oben genannten Ausgestaltungen
gebildeten Schubladenwandelement. An dem Möbel, beispielsweise mit einem Möbelkorpus
und mehreren daran verschieblich gelagerten Schubladen mit Hohlkammerzargen, können
die entsprechenden oben diskutierten Vorteile erzielt werden.
Figurenbeschreibung
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand der schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Gegenstandes näher erläutert. Im Einzelnen
zeigt:
- Figur 1
- ein erfindungemäßes Schubladenwandelement mit einer Rückwand- und einer Frontanbindungseinheit
in perspektivischer Ansicht, wobei Teile des Schubladenwandelements weggelassen sind,
- Figur 2
- die Anordnung gemäß Figur 1 ohne ein Wand-Profilteil des Schubladenwandelements,
- Figur 3
- ein erstes Füllelement und
- Figur 4
- weitere Füllelemente an einer Frontanbindungseinheit.
[0019] Figur 1 zeigt ein als Hohlkammerzarge ausgebildetes erfindungsgemäßes Schubladenwandelement
1 aus einem Blechmaterial in perspektivischer Ansicht. Ein Wand-Profilteil 3 des Schubladenwandelements
1 weist einen hohlen Kammerabschnitt 2 auf, der von einem Innenwand-Blechabschnitt
4 und einem gegenüberliegenden Außenwand-Blechabschnitt 5 begrenzt ist, die sich in
Längsrichtung des Schubladenwandelements 1 über dessen wesentliche Höhe erstrecken.
Der Innenwand-Blechabschnitt 4 und der Außenwand-Blechabschnitt 5 sind an ihrem oberen
Ende über einen stegartigen horizontalen Verbindungsabschnitt 10, der durch zwei rechtwinklige
Umbiegungen gebildet ist, miteinander verbunden.
[0020] Zur Darstellung des Inneren des Kammerabschnitts 2 ist der Innenwand-Blechabschnitt
4 nur mit dessen Randbereichen dargestellt. An dem Wand-Profilteil 3 sind vier identisch
ausgebildete Bodenaufnahme-Profilteile 6, 7, 8 und 9 fest angeschweißt vorhanden.
Die vier Bodenaufnahme-Profilteile 6, 7, 8, 9 sind ebenfalls aus Blechmaterial mit
mehreren Umbiegungen bzw. ausgestanzten Bereichen ausgebildet. Jedes Bodenaufnahme-Profilteil
6 bis 9 umfasst jeweils einen Auflageflächenbereich 11 zur unterseitigen Abstützung
eines nicht dargestellten Schubladenbodens, der am Schubladenwandelement 1 mit einem
Abschnitt eines Längsrandes einsetzbar ist. Zwischen den Bodenaufnahme-Profilteilen
6 und 7, 7 und 8 und 8 und 9 ergibt sich jeweils ein freibleibender Zwischenbereich
12 ohne ein Bodenaufnahme-Profilteil.
[0021] Zur Verbindung des Schubladenwandelements 1 mit einer nicht dargestellten Rückwand
einer mit dem Schubladenwandelement 1 erstellbaren Schublade ist an einem rückwärtigen
Bereich des Schubladenwandelements 1 eine Schubladen-Rückwandanbindungseinheit 14
angebracht, die innenseitig mit einem Abschnitt 15 am Außenwand-Blechabschnitt 5 fixiert
ist und teilweise in den Kammerabschnitt 2 hineinreicht. Die Schubladen-Rückwandanbindungseinheit
14 umfasst außerdem einen Abschnitt 16, der winklig zum Abschnitt 15 ausgerichtet
ist und am hinteren Ende des Innenwand-Blechabschnitts 4 über dessen gesamte Höhe
abgewinkelt vorsteht.
[0022] An einem frontseitigen Endbereich des Schubladenwandelements 1 ist außerdem eine
Schubladen-Frontanbindungseinheit 17 in einem Hohlvolumen 13 des Kammerabschnitts
2 vorhanden.
[0023] Zur Stabilisierung bzw. Versteifung des Schubladenwandelements 1 und für eine Abstimmung
eines Klang- bzw.
[0024] Geräuschverhaltens des Schubladenwandelements 1 im fertig montierten Nutzzustand
der mit dem Schubladenwandelements 1 zusammengebauten Schublade sind am Schubladenwandelement
1 im Hohlvolumen 13 mehrere Füllstücke aus jeweils separaten Bauteilen eingesetzt
vorhanden und darin eingespannt. Bei einem Anstoßen eines Gegenstandes oder einer
Person an die Schublade bzw. an das Schubladenwandelement 1 oder aufgrund eines anderen
mechanischen Wirkzusammenhangs kann bedingt durch den hohlen Kammerabschnitt 2 die
Schublade bzw. das Schubladenwandelement 1 bzw. dessen Innenwand-Blechabschnitt 4
und/oder dessen Außenwand-Blechabschnitt 5 in Vibrationen versetzt werden, womit Geräusche
in einer vergleichsweise hohen Tonlage entstehen, was unerwünscht ist.
[0025] Um dies zu vermeiden, werden die Füllstücke im Kammerabschnitt 2 vorgesehen. Die
Füllstücke umfassen bei dem Schubladenwandelement 1 ein Basis-Füllelement 18, ein
rückseitiges Füllelement 19, welches an der Schubladen-Rückwandanbindungseinheit 14
angeordnet ist und drei weitere Hilfs-Füllelemente 20, 21 und 22, welche an der Schubladen-Frontanbindungseinheit
17 lösbar aufgenommen zum Beispiel aufgesteckt sind.
[0026] Sämtliche Füllelemente bzw. Füllstücke 18 bis 22 bestehen aus einem geeigneten, insbesondere
geräuschdämpfenden Kunststoffmaterial und weisen im eingesetzten Zustand gemäß Figur
1 definiert vorgespannte Federelemente auf.
[0027] Das Figur 3 vergrößert dargestellte Basis-Füllelement 18 erstreckt sich im eingeschobenen
Zustand vertikal innenseitig zwischen dem Verbindungsabschnitt 10 und einem unteren
Teil bzw. dem Bodenaufnahme-Profilteil 8 an dem Schubladenwandelement 1. Das Basis-Füllelement
18 weist an seinem unteren Ende als definiert vorgespanntes Federelement einen Federbogen
23 auf, welcher einen Federsteg 24 und eine gebogen längliche Aussparung 25 umfasst,
welche den Federsteg 24 teilweise freistellt. Der Federsteg 24 kann insbesondere gemäß
des Doppelpfeils P1 z. B. um Bruchteile eines Millimeters etwas nach oben in Richtung
der Aussparung 25 bzw. nach unten zurückfedern im eingespannten Zustand, beispielsweise
bei Belastungsspitzen am Schubladenwandelement 1. Vorteilhafterweise ist der Federsteg
24 unterseitig aufsitzend auf einem Stegabschnitt 26 des Bodenaufnahme-Profilteils
8. Der Stegabschnitt 26 ist insbesondere in der dargestellten Montageposition des
Schubladenwandelements 1 horizontal bzw. in etwa parallel ausgerichtet zum Auflageflächenbereich
11 des Bodenaufnahme-Profilteils 8.
[0028] Vorteilhafterweise kann es an einem Schubladenwandelement derart eingerichtet sein,
dass exakt unterhalb eines Basis-Füllelements 18 ein entsprechendes Bodenaufnahme-Profilteil
mittig positioniert ist. In den Figuren 1 und 2 ist das Basis-Füllelements 18 etwas
nach hinten versetzt zur Mitte des Bodenaufnahme-Profilteils 8, stützt sich aber daran
an einem Teil des Stegabschnitts 26 ab.
[0029] Am Basis-Füllelement 18 sind außerdem insgesamt sechs leicht gebogen verlaufende
endseitig freie Federelemente 27 ausgebildet, welche gemäß P2 leicht ausfedern können.
Die Federelemente 27 sind konvex gewölbt in Richtung einer Innenseite des Innenwand-Blechabschnitts
4. Das Basis-Füllelement 18 weist einen außen umlaufenden Rahmenteil 28 auf, mit Aussparungen
bzw. Materialfreilassungen in einem vom Rahmenteil 28 umrahmten inneren Bereich des
Basis-Füllelements 18.
[0030] Am Basis-Füllelement 18 sind auf einer linken Hälfte und einer rechten Hälfte jeweils
drei Federelemente 27 übereinander in einem oberen Abschnitt 18a, einem mittleren
Abschnitt 18b und in einem unteren Abschnitt 18c des Basis-Füllelements 18 ausgebildet
und am Rahmenteil 28 verbunden über jeweils ein Biegegelenk. Die Federelemente 27
führen zu einer definierten Vorspannung im eingeschobenen Zustand im Kammerabschnitt
2, wobei die Federelemente 27 vorgespannt an der Innenseite des Innenwand-Blechabschnitts
4 anliegen, sodass die Federelemente 27 im Wesentlichen eine quer zur Längsrichtung
des Schubladenwandelements 1 versteifende bzw. stabilisierende Wirkung durch das Basis-Füllelement
18 im Kammerabschnitt 2 bereitstellen.
[0031] Eine entsprechende versteifende bzw. stabilisierende Wirkung in vertikaler Richtung
erbringt insbesondere der Federsteg 24.
[0032] Oben an der Innenseite des Verbindungsabschnitts 10 stützt sich das Basis-Füllelement
18 über einen vertikalen Rahmensteg 28a ab.
[0033] An der einzeln vergrößert dargestellten Schubladen-Frontanbindungseinheit 17 gemäß
Figur 4 ist im Unterschied zur Ansicht gemäß Figur 2 das Hilfs-Füllelement 21 weggelassen.
[0034] Die Hilfsfüllelemente 20 bis 22 dienen insbesondere zum Verspannen des Kammerabschnitts
2 im vorderen Endbereich bzw. das Füllelement 19 an der Rückwandanbindungseinheit
15 im hinteren Endbereich zwischen Innenseiten des Innenwand-Blechabschnitts 4 und
des Außenwand-Blechabschnitts 5 und können in diese Richtung etwas federnd sich verhalten
insbesondere um Belastungs- bzw. Spannungsspitzen auf die Innenwand-Blechabschnitte
4 bzw. Außenwand-Blechabschnitte 5 aufzunehmen. Hierzu sind Federelemente 19a bzw.
20a, 21a und 22a an den Füllelementen 19 bzw. 20-22 vorhanden.
[0035] Mit der Stabilisierung und Versteifung durch die Füllelemente 18 bis 22 wird außerdem
auch eine klangliche Anpassung dahingehend erzielt, dass im Bereich des Kammerabschnitts
2 ein Anklingen durch eine Einwirkung bzw. ein Anstoßen von außen an das Schubladenwandelement
1 vergleichsweise dumpfer klingt bzw. Schwingungsenergie absorbiert wird und weniger
laut klingt.
[0036] Zusätzlich kann in das Hohlvolumen 13 des Kammerabschnitts 2 ausfüllendes bzw. geräuschdämpfendes
Material wie beispielsweise schäumendes bzw. selbsthärtendes Material wie Polyurethan
eingebracht werden, um stabilisierend zu wirken und Geräusche am Schubladenwandelement
1 zu dämpfen.
Bezugszeichenliste:
[0037]
- 1
- Schubladenwandelement
- 2
- Kammerabschnitt
- 3
- Wand-Profilteil
- 4
- Innenwand-Blechabschnitt
- 5
- Außenwand-Blechabschnitt
- 6
- Bodenaufnahme-Profilteil
- 7
- Bodenaufnahme-Profilteil
- 8
- Bodenaufnahme-Profilteil
- 9
- Bodenaufnahme-Profilteil
- 10
- Verbindungsabschnitt
- 11
- Auflageflächenbereich
- 12
- Zwischenbereich
- 13
- Hohlvolumen
- 14
- Schubladen-Rückwandanbindungseinheit
- 15
- Abschnitt
- 16
- Abschnitt
- 17
- Schubladen-Frontanbindungseinheit
- 18
- Basis-Füllelement
- 18a
- Abschnitt
- 18b
- Abschnitt
- 18c
- Abschnitt
- 19
- Füllelement
- 19a
- Federelement
- 20
- Hilfs-Füllelement
- 20a
- Federelement
- 21
- Hilfs-Füllelement
- 21a
- Federelement
- 22
- Hilfs-Füllelement
- 22a
- Federelement
- 23
- Federbogen
- 24
- Federsteg
- 25
- Aussparung
- 26
- Stegabschnitt
- 27
- Federelement
- 28
- Rahmenteil
- 28a
- Rahmensteg
1. Schubladenwandelement (1) für eine Schublade, an dem ein Randabschnitt eines Schubladenbodens
einsetzbar ist, um eine an den Schubladenboden angrenzende Schubladenseitenwand zu
bilden, wobei das Schubladenwandelement (1) ein Wand-Profilteil (3) und ein Bodenaufnahme-Profilteil
(6-9) umfasst, wobei am Schubladenwandelement (1) eine am Bodenaufnahme-Profilteil
(6-9) vorhandene Auflagefläche (11) für eine unterseitige Abstützung für ein am Schubladenwandelement
(1) einsetzbaren Schubladenboden bereitgestellt ist, und wobei das Wand-Profilteil
(3) einen Kammerabschnitt (2) mit einem Innenwand-Blechabschnitt (4) und einem Außenwand-Blechabschnitt
(5) umfasst, die gegenüberliegend über ein Breitenmaß des Schubladenwandelements (1)
voneinander beabstandet und oben durch einen Verbindungsabschnitt (10) verbunden sind,
wobei wenigstens ein Füllelement (18-22) in den Kammerabschnitt (2) eingesetzt ist,
das wenigstens ein im eingesetzten Zustand definiert vorgespanntes Federelement (19a,
20a, 21a, 22a, 24, 27) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Wand-Profilteil (3) und das Bodenaufnahme-Profilteil (6-9) jeweils als separate
und aufeinander abgestimmte Bauteile aus einem Blechmaterial gestaltet und zueinander
ausgerichtet zu dem Schubladenwandelement (1) miteinander verbunden sind.
2. Schubladenwandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Füllelement (18-22) derart ausgestaltet ist, dass es in ein Wand-Profilteil
(3) einschiebbar ist.
3. Schubladenwandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllelement (18) derart gestaltet ist, dass es sich im eingesetzten Zustand federnd
am Bodenaufnahme-Profilteil (8) abstützt.
4. Schubladenwandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Füllelement (19) an einer Schubladen-Rückwandanbindungseinheit (14)
vorgesehen ist.
5. Schubladenwandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Füllelement (20-22) an einer Schubladen-Frontanbindungseinheit (17)
vorgesehen ist.
6. Schubladenwandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Bodenaufnahme-Profilteil (6-9) oberhalb beabstandet zur Auflagefläche (11) ein
Stegabschnitt (26) vorhanden ist, der an einen zur Auflagefläche (11) nach oben abgewinkelten
Anlageabschnitt durch eine Materialumbiegung anschließt.
7. Schubladenwandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stegabschnitt (26) einen Abstand zwischen dem Außenwand-Blechabschnitt (5) und
dem Innenwand-Blechabschnitt (4) überbrückt.
8. Schubladenwandelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Füllelement (18) am Stegabschnitt (26) abstützt.
9. Schubladenwandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllelement (18) einen Federbogen (24) am unteren Rand aufweist.
10. Möbel mit einem Schubladenwandelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. Drawer panel unit (1) for a drawer, wherein an edge section of a drawer bottom panel
can be inserted in order to form a drawer side panel adjacent to the drawer bottom
panel, whereby drawer panel unit (1) comprises a panel profile part (3) and a bottom
receptacle profile part (6-9), whereby, in drawer panel unit (1), a supporting surface
(11) existing on bottom receptacle profile part (6-9) is provided for supporting the
underside of a drawer bottom panel that can be inserted in drawer panel unit (1),
and whereby panel profile part (3) comprises a compartment section (2) with a sheet
metal inside panel (4) and a sheet metal outside panel (5), which are spaced opposite
each other over a width dimension of drawer panel unit (1) and connected above by
a connecting section (10), whereby at least one infill unit (18-22) is inserted in
compartment section (2), this unit comprising at least one pretensioned spring unit
(19a, 20a, 21a, 22a, 24, 27) defined in the inserted condition, characterised in that the panel profile part (3) and the bottom receptacle profile part (6-9) are each
designed as separate and mutually matched components in a sheet metal material, and,
aligned with each other, are connected together to make drawer panel unit (1).
2. Drawer panel unit according to Claim 1, characterised in that the at least one infill unit (18-22) is designed such that it can be pushed into
a panel profile part (3).
3. Drawer panel unit according to one of the preceding claims, characterised in that the infill unit (18) is designed such that, in the inserted condition, it is elastically
supported at bottom receptacle profile part (8).
4. Drawer panel unit according to one of the preceding claims, characterised in that at least one infill unit (19) is provided on a drawer back panel linking unit (14).
5. Drawer panel unit according to one of the preceding claims, characterised in that at least one infill unit (20-22) is provided on a drawer front linking unit (17).
6. Drawer panel unit according to one of the preceding claims, characterised in that a bridging section (26) is provided on the bottom receptacle profile part (6-9),
spaced above supporting surface (11), the bridging section being linked at a contact
section angled upwards relative to supporting surface (11) by a bend in the material.
7. Drawer panel unit according to one of the preceding claims, characterised in that bridging section (26) bridges a distance between outside sheet metal panel (5) and
inside sheet metal panel (4).
8. Drawer panel unit according to Claim 7, characterised in that infill unit (18) is supported on bridging section (26).
9. Drawer panel unit according to one of the preceding claims, characterised in that infill unit (18) has a spring strip (24) at its lower edge.
10. Furniture item with a drawer panel unit (1) according to one of Claims 1 to 9.
1. Élément de paroi de tiroir (1) pour un tiroir, élément sur lequel une partie de bord
d'un fond de tiroir peut être montée en vue de former une paroi latérale de tiroir
attenante au fond de tiroir, l'élément de paroi de tiroir (1) comprenant une pièce
profilée de paroi (3) et une pièce profilée de réception de fond (6-9), une surface
de support (11) présente sur la pièce profilée de réception de fond (6-9) étant réalisée
sur l'élément de paroi de tiroir (1), laquelle surface support étant destinée à soutenir
par en dessous un fond de tiroir pouvant être monté sur l'élément de paroi de tiroir
(1), et la pièce profilée de paroi (3) comprenant une partie formant chambre (2) avec
une partie en tôle formant paroi intérieure (4) et une partie en tôle formant paroi
extérieure (5) qui sont placées face à face à distance l'une de l'autre sur une largeur
de l'élément de paroi de tiroir (1) et qui sont reliées en haut par une partie de
liaison (10), au moins un élément de remplissage (18-22) étant introduit dans la partie
formant chambre (2), lequel élément comprend au moins un élément ressort (19a, 20a,
21a, 22a, 24, 27) précontraint de manière définie à l'état monté, caractérisé en ce que la pièce profilée de paroi (3) et la pièce profilée de réception de fond (6-9) sont
chacune conçues en tant que composants séparés et ajustés entre eux, sont réalisées
dans un matériau en tôle et sont reliées ensemble orientés l'une vers l'autre pour
former l'élément de paroi de tiroir (1).
2. Élément de paroi de tiroir selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élément de remplissage (18-22) est conçu de manière à pouvoir être
inséré dans une pièce profilée de paroi (3).
3. Élément de paroi de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de remplissage (18) est conçu de telle sorte que, dans l'état inséré, il
est supporté élastiquement par la pièce profilée de réception de fond (8).
4. Élément de paroi de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de remplissage (19) est prévu sur une unité de connexion de paroi
arrière de tiroir (14).
5. Élément de paroi de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de remplissage (20-22) est prévu sur une unité de connexion de
façade de tiroir (17).
6. Élément de paroi de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une partie formant rebord (26) est prévue sur la pièce profilée de réception de fond
(6-9) au-dessus et à distance de la surface de support (11), laquelle partie formant
rebord se trouvant, par cintrage de matière, dans le prolongement d'une partie d'appui
recourbée vers le haut par rapport à la surface support (11).
7. Élément de paroi de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie formant rebord (26) enjambe une distance entre la partie en tôle formant
paroi extérieure (5) et la partie en tôle formant paroi intérieure (4).
8. Élément de paroi de tiroir selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de remplissage (18) est supporté par la partie formant rebord (26).
9. Élément de paroi de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de remplissage (18) est muni sur son bord inférieur d'un étrier ressort
(24).
10. Meuble comportant un élément de paroi de tiroir (1) selon l'une des revendications
1 à 9.