[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Reinigung und Pflege von Oberflächen, insbesondere
von Textilien, sowie die Bereitstellung flüssiger Zusammensetzungen für diesen Zweck.
[0002] Zur Gewährleistung einer zufriedenstellenden Reinigungsleistung enthalten konventionelle
Wasch- und Reinigungsmittel üblicherweise einen hohen Anteil an Tensiden. Mit Hilfe
der Tenside wird der Schmutz von der zu reinigenden Oberfläche abgelöst und in der
Waschflotte dispergiert. Es ist insbesondere aus ökologischen Gründen wünschenswert,
den Tensidgehalt in Wasch- oder Reinigungsmitteln zu reduzieren. Die Reinigungsleistung
soll sich jedoch trotz Verringerung der Tensidmenge nicht verschlechtern.
[0003] Während des Waschvorgangs kann sich der von den Textilien entfernte Schmutz oder
die aus den Textilien herausgelösten Farbpigmente aus dem Reinigungsmedium der Flotte
heraus wieder an die in der Flotte befindlichen Textilien anlagern. Dieser Vorgang
ist dem Fachmann unter Redeposition bekannt. Insbesondere nach mehreren Waschzyklen
ist eine Vergrauung heller und insbesondere weißer Wäsche mit bloßem Auge feststellbar.
Auch die Verfärbung und/oder Vergrauung farbiger Textilien kann beobachtet werden.
[0004] Um die Wiederanlagerung von Schmutz und Farbpigmenten an das Textil zu verhindern,
werden während des Reinigungsvorganges neben Tensiden einerseits sogenannte schmutzablösende
Polymere (SRP = Soil Release Polymers) als Waschkraftverstärker und/oder andererseits
Farbübertragungsinhibitoren als Farbfänger (DTI = Dye Transfer Inhibitor) in der Reinigungsflotte
eingesetzt.
[0005] Zur visuellen Verstärkung des Eindrucks weißer Wäsche werden den Wasch- oder Reinigungsmitteln
zusätzlich oftmals sogenannte optische Aufheller zugesetzt. Insbesondere in flüssigen
Waschmitteln lassen sich die Farbfänger und optischen Aufheller gemeinsam nicht ohne
Weiteres stabil einarbeiten. Meist bildet sich nach einer Lagerzeit, insbesondere
bei Zusammensetzungen mit stark basischem pH-Wert, ein Niederschlag.
[0006] Die Anmelderin hat es sich zur Aufgabe gemacht, flüssige Zusammensetzungen (insbesondere
Wasch- oder Reinigungszusammensetzungen für Textilien) bereitzustellen, die einen
reduzierten Gehalt an Tensid besitzen und dennoch eine hervorragende Waschkraft aufweisen.
Insbesondere soll zusätzlich die Vergrauung von Textilien verhindert oder nahezu komplett
eingedämmt werden. Weiße Wäsche soll auch ohne Zusatz eines konventionellen optischen
Aufhellers ein wahrnehmbar verstärktes und über die zu reinigende Oberfläche homogen
erscheinendes Weiß erhalten.
[0007] Ein erster Gegenstand der Erfindung ist eine flüssige Zusammensetzung, insbesondere
für die Wäsche oder Reinigung von Textilien, enthaltend
- (a) Wasser,
- (b) mindestens ein Tensid,
- (c) mindestens eine Lipase
- (d) mindestens eine Mannanase,
- (e) mindestens eine α-Amylase,
mit der Maßgabe, dass - auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung bezogen - die Gesamtmenge
an Tensid zwischen 0,1 und 13 Gew.-%, bevorzugt von 3,0 bis 10,0 Gew.-%, beträgt,
und bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung Enzym mit Proteaseaktivität
in einer Gesamtmenge von 0 bis 0,0005 Gew.-% enthalten ist.
[0008] Im Sinne der Erfindung gilt für die Definition eines Zahlenbereichs, welcher "zwischen"
zwei Bereichsgrenzen liegen soll, dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend, dass die
Bereichsgrenzen nicht mit eingeschlossen sind. Zahlenbereiche, die von einer Bereichsgrenze
bis zu einer anderen Bereichsgrenze definiert sind, schließen die Bereichsgrenzen
mit ein.
[0009] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung ist bei 20 °C flüssig.
[0010] Als ersten Inhaltsstoff enthält die erfindungsgemäße Zusammensetzung Wasser. Erfindungsgemäß
bevorzugte Zusammensetzungen enthalten Wasser in einer Menge von 2 bis 90 Gew.-%,
insbesondere von 5 bis 80 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
[0011] Dabei ist es bevorzugt, dass das Waschmittel mehr als 5 Gew.-%, bevorzugt mehr als
15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt mehr als 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge
an Waschmittel, Wasser enthält. Alternativ kann es sich bei den Waschmitteln um wasserarme
Waschmittel handeln, wobei der Gehalt an Wasser in einer bevorzugten Ausführungsform
weniger als 10 Gew.-% und mehr bevorzugt weniger als 8 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das gesamte flüssige Waschmittel, beträgt. Wasserarme flüssige Zusammensetzungen werden
erfindungsgemäß bevorzugt in wasserlösliche Folien konfektioniert.
[0012] Daneben können dem Waschmittel nichtwässrige Lösungsmittel zugesetzt werden. Geeignete
nichtwässrige Lösungsmittel umfassen ein- oder mehrwertige Alkohole, Alkanolamine
oder Glykolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar
sind. Vorzugsweise werden die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n-Propanol, i-Propanol,
Butanolen, Glykol, Propandiol, Butandiol, Methylpropandiol, Glycerin, Diglykol, Propyldiglycol,
Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether,
Ethylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether, Diethylenglykolethylether,
Propylenglykolmethylether, Propylenglykolethylether, Propylenglykolpropylether, Dipropylenglykolmonomethylether,
Dipropylenglykolmonoethylether, Methoxytriglykol, Ethoxytriglykol, Butoxytriglykol,
1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether,
Di-n-octylether sowie Mischungen dieser Lösungsmittel. Es ist allerdings bevorzugt,
dass die erfindungsgemäße Zusammensetzung einen Alkohol, insbesondere Ethanol und/oder
Glycerin, in Mengen von 0,5 und 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung
enthält.
[0013] Zur Entfaltung einer Reinigungs- oder Waschleistung enthalten die erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen mindestens ein Tensid, besonders bevorzugt eine Mischung mehrerer
Tenside aus unterschiedlichen Stoffklassen.
[0014] Dabei ist es für die Erfindung wesentlich, dass die Gesamtmenge an Tensid zwischen
0,1 und 13 Gew.-%, bevorzugt von 2,5 bis 13 Gew.-%, besonders bevorzugt von 6,0 bis
11,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 3,0 bis 10,0 Gew.-%, beträgt.
[0015] Als Tensid wird erfindungsgemäß bevorzugt mindestens ein anionisches Tensid eingesetzt.
[0016] Als anionische Tenside eignen sich in den Zusammensetzungen alle anionischen oberflächenaktiven
Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe
wie z.B. eine Carboxylat-, Sulfat-, Sulfonat- oder Phosphat-Gruppe und eine lipophile
Alkylgruppe mit etwa 8 bis 30 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glykol- oder
Polyglykolether-Gruppen, Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten
sein. Geeignete anionische Tenside liegen vorzugsweise in Form der Natrium-, Kalium-
und Ammoniumsowie der Mono-, Di- und Trialkanolammoniumsalze mit 2 bis 4 C-Atomen
in der Alkanolgruppe vor.
[0017] Bevorzugte Zusammensetzungen enthalten auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung
bezogen anionisches Tensid in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt
von 2,0 bis 9,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 4,0 bis 7,0 Gew.-%. Sollten zusätzlich
weitere Tenside enthalten sein, ist die Menge der weiteren Tenside und die Menge der
anionischen Tenside so zu wählen, dass die zuvor definierte Gesamtmenge an Tensid
eingehalten wird und optional bevorzugt die Gesamtmenge an anionischen Tensiden innerhalb
eines der zuvor als bevorzugt definierten Mengenbereiche liegt.
[0018] Bevorzugte anionische Tenside in den Zusammensetzungen sind Alkylsulfate, Alkylpolyglykolethersulfate
und Ethercarbonsäuren, jeweils mit 10 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und bis zu
12 Glykolethergruppen im Molekül.
[0019] Bevorzugte erfindungsgemäß eingesetzte Zusammensetzungen enthalten mindestens ein
Tensid der Formel
R
1-O-(AO)
n-SO
3- X
+.
[0020] In dieser Formel steht R
1 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest, vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest,
besonders bevorzugt für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R
1 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-,
Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen,
wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte
Reste R
1 sind abgeleitet von C
12-C
18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C
10-C
20-Oxoalkoholen.
[0021] AO steht für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung, vorzugsweise
für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index n steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50,
vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders bevorzugt
steht n für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. X steht für ein einwertiges Kation
oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen
und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen X+ können ausgewählt sein aus NH
4+, ½ Zn
2+,½ Mg
2+,½ Ca
2+,½ Mn
2+, und deren Mischungen.
[0022] Zusammenfassend enthalten besonders bevorzugte Zusammensetzungen mindestens ein anionisches
Tensid, ausgewählt aus Fettalkoholethersulfaten der Formel A-1

mit k = 11 bis 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. Ganz besonders bevorzugte Vertreter
sind Na-C
12-14 Fettalkoholethersulfate mit 2 EO (k = 11-13, n = 2 in Formel A-1).
[0023] Bevorzugte Zusammensetzungen enthalten bezogen auf die Gesamtmenge der Zusammensetzung
0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1,0 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 2,0 bis 4,0 Gew.-%
Fettalkoholethersulfat(e) (jeweils insbesondere der Formel A1). Sollten zusätzlich
weitere Tenside enthalten sein, ist die Menge der eingesetzten Fettalkoholethersulfat(e)
derart innerhalb der dafür bevorzugten Mengenbereiches (
vide supra) zu wählen, dass - auf jeden Fall die zuvor definierte Gesamtmenge an Tensid eingehalten
wird und
- optional bevorzugt die als bevorzugt definierte Gesamtmenge an anionischen Tensiden
eingehalten wird.
[0024] Weitere bevorzugte Zusammensetzungen enthalten zusätzlich oder alternativ (insbesondere
zusätzlich) mindestens ein Tensid der Formel (A-2)
R
3-A-SO
3- Y
+ (A-2).
[0025] In dieser Formel steht R
3 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest und die Gruppierung -A- für -O- oder eine chemische Bindung.
In anderen Worten lassen sich durch die vorstehende Formel Sulfat- (A = O) oder Sulfonat-
(A = chemische Bindung) -tenside beschreiben. In Abhängigkeit von der Wahl der Gruppierung
A sind bestimmte Reste R
3 bevorzugt. Bei den Sulfattensiden (A = O) steht R
3 vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest, besonders bevorzugt
für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R
1 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-,
Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen,
wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte
Reste R
1 sind abgeleitet von C
12-C
18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C
10-C
20-Oxoalkoholen. Y steht für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen
Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen Y+ können ausgewählt sein aus NH
4+, ½ Zn
2+,½ Mg
2+,½ Ca
2+,½ Mn
2+, und deren Mischungen.
[0026] Solche besonders bevorzugten Tenside sind ausgewählt aus Fettalkoholsulfaten der
Formel A-2a

mit k = 11 bis 19. Ganz besonders bevorzugte Vertreter sind Na-C
12-14 Fettalkoholsulfate (k = 11-13 in Formel A-2a).
[0027] Weiter bevorzugte Zusammensetzungen enthalten bezogen auf die Gesamtmenge der Zusammensetzungen
0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 1,0 bis 3,0 Gew.-%
Tensid aus der Gruppe umfassend C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, C
12-18-Alkansulfonate Estersulfonate, Alk(en)ylsulfate, und Mischungen daraus (insbesondere
der Gruppe der C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, bevorzugt der Gruppe gemäß Formel (A2)). Sollten zusätzlich
weitere Tenside enthalten sein, ist die Menge der eingesetzten Tenside aus der Gruppe
umfassend C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, C
12-18-Alkansulfonate Estersulfonate, Alk(en)ylsulfate, und Mischungen daraus (insbesondere
der Gruppe der C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, bevorzugt der Gruppe gemäß Formel (A2)) derart innerhalb der
dafür bevorzugten Mengenbereiches (
vide supra) zu wählen, dass
- auf jeden Fall die zuvor definierte Gesamtmenge an Tensid eingehalten wird und
- optional bevorzugt die als bevorzugt definierte Gesamtmenge an anionischen Tensiden
eingehalten wird.
[0028] Bei den Sulfonattensiden (A = chemische Bindung), welche gegenüber den Sulfattensiden
obiger Formel bevorzugt sind, steht R
3 vorzugsweise für einen linearen oder verzweigten unsubstituierten Alkylarylrest.
Auch hier steht X für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen
Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen X+ können ausgewählt sein aus NH
4+, ½ Zn
2+,½ Mg
2+,½ Ca
2+,½ Mn
2+, und deren Mischungen.
[0029] Solche äußerst bevorzugten Tenside sind ausgewählt aus linearen oder verzweigten
Alkylbenzolsulfonaten der Formel A-3

in der R' und R" zusammen 9 bis 19, vorzugsweise 11 bis 15 und insbesondere 11 bis
13 C-Atome enthalten. Ein ganz besonders bevorzugter Vertreter lässt sich durch die
Formel A-3a beschreiben:

[0030] Es hat sich für die Kaltwaschleistung als vorteilhaft erwiesen, wenn die Zusammensetzungen
als anionisches Tensid zusätzlich Seife(n) enthalten. Seifen sind die wasserlöslichen
Natrium- oder Kaliumsalze der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren mit 10 bis
20 Kohlenstoffatomen, der Harzsäuren des Kolophoniums (gelbe Harzseifen) und der Naphthensäuren,
die als feste oder halbfeste Gemische in der Hauptsache für Wasch- und Reinigungszwecke
verwendet werden. Natrium- oder Kaliumsalze der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren
mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, sind
gemäß Erfindung bevorzugte Seifen. Besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dabei
dadurch gekennzeichnet, dass sie - bezogen auf ihr Gewicht - 0,1 bis 1,5 Gew.-%, besonders
bevorzugt 0,2 bis 1,0 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,3 bis 0,8 Gew.-% Seife(n)
enthalten. Sollten zusätzlich weitere Tenside enthalten sein, ist die Menge der eingesetzten
Seife(n) derart innerhalb der dafür bevorzugten Mengenbereiches (
vide supra) zu wählen, dass
- auf jeden Fall die zuvor definierte Gesamtmenge an Tensid eingehalten wird und
- optional bevorzugt die als bevorzugt definierte Gesamtmenge an anionischen Tensiden
eingehalten wird.
[0031] Zur verbesserten Lösung der technischen Aufgabe ist es erfindungsgemäß ganz besonders
bevorzugt, eine Kombination aus
- mindestens einem Fettalkoholethersulfat der Formel A-1

mit k = 11 bis 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 (besonders bevorzugte Vertreter sind
Na-C12-14 Fettalkoholethersulfate mit 2 EO (k = 11-13, n = 2 in Formel A-1), und
- mindestens einem linearen oder verzweigten Alkylbenzolsulfonaten der Formel A-3

in der R' und R" zusammen 9 bis 19, vorzugsweise 11 bis 15 und insbesondere 11 bis
13 C-Atome enthalten (insbesondere der obigen Formel (A-3a)),
in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zu verwenden. Bevorzugte Zusammensetzungen
dieser Ausführungsform sind dabei optional bevorzugt dadurch gekennzeichnet, dass
sie eine oder mehrere Seifen enthält (bevorzugt - bezogen auf ihr Gewicht - 0,1 bis
1,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 bis 1,0 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,3 bis
0,8 Gew.-% Seife(n)).
[0032] Zusätzlich zu dem oder den anionischen Tensid(en) oder an deren Stelle können die
erfindungsgemäß eingesetzten Zusammensetzungen nichtionische(s) Tensid(e) enthalten.
[0033] Mit besonderem Vorzug enthalten die Zusammensetzungen mindestens ein nichtionisches
Tensid aus der Gruppe der Fettalkoholethoxylate, da diese Tenside auch bei niedrigen
Waschtemperaturen leistungsstarke Zusammensetzungen ergeben und im Falle flüssiger
Zubereitungen exzellente Kältestabilität aufweisen.
[0034] Demnach enthalten bevorzugte Zusammensetzungen zusätzlich mindestens ein nichtionisches
Tensid der Formel
R
2-O-(AO)
m-H,
in der
- R2
- für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest,
- AO
- für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
- m
- für ganze Zahlen von 1 bis 50 stehen.
[0035] In der vorstehend genannten Formel steht R
2 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest, vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest,
besonders bevorzugt für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R
2 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-,
Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen,
wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte
Reste R
2 sind abgeleitet von C
12-C
18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C
10-C
20-Oxoalkoholen.
[0036] AO steht für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung, vorzugsweise
für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index m steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50,
vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders bevorzugt
steht m für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8.
[0037] Zusammenfassend sind besonders bevorzugte Tenside ausgewählt aus Fettalkoholethoxylaten
der Formel C-1

mit k = 11 bis 19, m = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. Ganz besonders bevorzugte Vertreter
sind C
12-18 Fettalkohole mit 7 EO (k = 11-17, m = 7 in Formel C-1).
[0038] Insbesondere bevorzugte Zusammensetzungen enthalten nichtionische Tenside in bestimmten
Mengen. Äußerst bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet,
dass die Gesamtmenge an nichtionischen Tensiden bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzungen
0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 2,0 bis 4,0 Gew.-%
beträgt. Sollten zusätzlich weitere Tenside enthalten sein, ist die Menge der weiteren
Tenside und die Menge der nichtionischen Tenside so zu wählen, dass die zuvor definierte
Gesamtmenge an Tensid eingehalten wird und optional bevorzugt die Gesamtmenge an nichtionischen
Tensiden innerhalb eines der zuvor als bevorzugt definierten Mengenbereiche liegt.
[0039] Weiter bevorzugte Zusammensetzungen enthalten bezogen auf die Gesamtmenge der Zusammensetzungen
0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1,0 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 2,0 bis 4,0 Gew.-%
Fettalkoholethoxylat(e) (insbesondere der Formel (C-1)). Sollten zusätzlich weitere
Tenside enthalten sein, ist die Gesamtmenge an eingesetztem erfindungsgemäßen Fettalkoholether
derart innerhalb des dafür bevorzugten Mengenbereiches (
vide supra) zu wählen, dass
- auf jeden Fall die zuvor definierte Gesamtmenge an Tensid eingehalten wird und
- optional bevorzugt die als bevorzugt definierte Gesamtmenge an nichtionischen Tensiden
eingehalten wird.
[0040] Bevorzugte Zusammensetzungen enthalten auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung
bezogen
- anionisches Tensid in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 2,0
bis 9,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 4,0 bis 7,0 Gew.-%, und
- nichtionisches Tensid in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5
bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 2,0 bis 4,0 Gew.-%,
mit der Maßgabe, dass die Gesamtmenge an Tensid zwischen 0 und 16 Gew.-%, insbesondere
von 2,5 bis 13 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt von 6,0 bis 11,0 Gew.-%, beträgt.
[0041] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind solche Zusammensetzungen bevorzugt,
die
- i) mindestens ein anionisches Tensid der Formel R1-O-(AO)n-SO3- X+, und
- ii) mindestens ein anionisches Tensid der Formel A-3

und
- iii) mindestens ein nichtionisches Tensid der Formel R2-O-(AO)m-H, enthalten, in denen
- R1
- für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest,
- R' und R"
- zusammen 9 bis 19, vorzugsweise 11 bis 15 und insbesondere 11 bis 13 C-Atome enthalten,
- AO
- unabhängig voneinander für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
- n, m
- unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 50,
- X
- für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations stehen.
[0042] Die Tenside i) und ii) wurden weiter oben als bevorzugte Tenside a) mit den Formeln
(A-1) und (A-3a) beschrieben, das Tensid iii) als bevorzugtes Tensid mit der Formel
(C-1). Bevorzugte
[0043] Zusammensetzungen dieser Ausführungsform sind dabei wiederum dadurch gekennzeichnet,
dass sie zusätzlich mindesten eine Seife enthalten.
[0044] Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform sind solche Zusammensetzungen
bevorzugt, die bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung
- i) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 1,0 bis 7,5 Gew.-%,
weiter bevorzugt von 2,0 bis 4,0 Gew.-% mindestens ein anionisches Tensid der Formel
R1-O-(AO)n-SO3- X+, und
- ii) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 7,5 Gew.-%, weiter
bevorzugt 1,0 bis 3,0 Gew.-% mindestens ein anionisches Tensid der Formel A-3

und
- iii) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 1,0 bis 7,5 Gew.-%,
weiter bevorzugt von 2,0 bis 4,0 Gew.-% mindestens ein nichtionisches Tensid der Formel
R2-O-(AO)m-H,
enthalten, in denen
- R1
- für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest,
- R' und R"
- zusammen 9 bis 19, vorzugsweise 11 bis 15 und insbesondere 11 bis 13 C-Atome enthalten,
- AO
- unabhängig voneinander für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
- n, m
- unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 50,
- X
- für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations stehen,
mit der Maßgabe, dass die Gesamtmenge an Tensid zwischen 0,1 und 13 Gew.-%, ganz besonders
bevorzugt von 3,0 bis 10,0 Gew.-%, beträgt.
[0045] Die Tenside i) und ii) wurden weiter oben als bevorzugte Tenside a) mit den Formeln
(A-1) und (A-3a) beschrieben, das Tensid iii) als bevorzugtes Tensid mit der Formel
(C-1). Bevorzugte Zusammensetzungen dieser Ausführungsform sind dabei wiederum dadurch
gekennzeichnet, dass sie - bezogen auf ihr Gewicht - 0,1 bis 1,5 Gew.-%, besonders
bevorzugt 0,2 bis 1,0 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,3 bis 0,8 Gew.-% Seife(n)
enthalten.
[0046] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält weiterhin zwingend eine spezielle Kombination
aus den drei Enzymen Lipase, Amylase und Mannanase. Folgende Begriffe und Definitionen
gelten zusätzlich im Rahmen der vorliegenden Anmeldung mit Blick auf die Definition
von Enzymen.
[0047] "Variante" ist auf der Ebene der Proteine der zu "Mutante" entsprechende Begriff
auf der Ebene der Nukleinsäuren. Bei den Vorgänger- oder Ausgangsmolekülen kann es
sich um Wildtypenzyme handeln, das heißt solche, die aus natürlichen Quellen erhältlich
sind. Es kann sich auch um Enzyme handeln, die an sich bereits Varianten darstellen,
das heißt gegenüber den Wildtypmolekülen bereits verändert worden sind. Darunter sind
beispielsweise Punktmutanten, solche mit Änderungen der Aminosäuresequenz, über mehrere
Positionen oder längere zusammenhängende Bereiche, oder auch Hybridmoleküle zu verstehen,
die aus einander ergänzenden Abschnitten verschiedener Wildtyp Enzyme zusammengesetzt
sind.
[0048] Unter Aminosäureaustauschen sind Substitutionen einer Aminosäure gegen eine andere
Aminosäure zu verstehen. Erfindungsgemäß werden solche Substitutionen unter Bezeichnung
der Positionen, in der der Austausch erfolgt, gegebenenfalls kombiniert mit den betreffenden
Aminosäuren im international gebräuchlichen Einbuchstabencode angegeben. "Austausch
in Position 320" bedeutet beispielsweise, dass eine Variante in der Position, die
in der Sequenz eines Referenzproteins die Position 320 aufweist, eine andere Aminosäure
aufweist. Üblicherweise werden solche Austausche auf der DNA-Ebene über Mutationen
einzelner Basenpaare durchgeführt (siehe oben). "R320K" bedeutet beispielsweise, dass
das Referenzenzym an der Position 320 die Aminosäure Arginin aufweist, während die
betrachtete Variante an der hiermit homologisierbaren Position über die Aminosäure
Lysin verfügt. "320K" bedeutet, dass jede beliebige, das heißt in der Regel eine natürlicherweise
vorgegebene Aminosäure an einer Position, die der Position 320 entspricht, gegen ein
Lysin ersetzt ist, welches sich im vorliegenden Molekül eben an dieser Stelle befindet.
"R320K, L" bedeutet, dass die Aminosäure Arginin in Position 320 gegen Lysin oder
Leucin ersetzt ist. Und "R320X" bedeutet, dass die Aminosäure Arginin in Position
320 gegen eine prinzipiell beliebige andere Aminosäure ersetzt ist.
[0049] Grundsätzlich sind die mit der vorliegenden Anmeldung bezeichneten erfindungsgemäßen
Aminosäureaustausche nicht darauf beschränkt, dass sie die einzigen Austausche sind,
in denen sich die betreffende Variante von dem Wildtypmolekül unterscheidet. Es ist
im Stand der Technik bekannt, dass sich die vorteilhaften Eigenschaften einzelner
Punktmutationen einander ergänzen können. Somit umfassen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung alle Varianten, die neben anderen Austauschen gegenüber dem Wildtypmolekül
auch die erfindungsgemäßen Austausche aufweisen.
[0050] Ferner spielt es prinzipiell keine Rolle, in welcher Reihenfolge die betreffenden
Aminosäureaustausche vorgenommen worden sind, das heißt ob eine entsprechende Punktmutante
erfindungsgemäß weiterentwickelt wird oder zunächst beispielsweise aus einem Wildtypmolekül
eine erfindungsgemäße Variante erzeugt wird, die entsprechend anderer im Stand der
Technik zu findender Lehren weiterentwickelt wird. Es können auch gleichzeitig in
einem Mutageneseansatz mehrere Austausche vorgenommen werden, etwa erfindungsgemäße
und andere zusammen.
[0051] Die Bestimmung der Identität von Nukleinsäure- oder Aminosäuresequenzen erfolgt erfindungsgemäß
durch einen Sequenzvergleich. Solch ein Vergleich erfolgt dadurch, dass ähnliche Abfolgen
in den Nukleotidsequenzen oder Aminosäuresequenzen einander zugeordnet werden. Dieser
Sequenzvergleich erfolgt vorzugsweise basierend auf dem im Stand der Technik etablierten
und üblicherweise genutzten BLAST-Algorithmus (vgl. beispielsweise
Altschul, S. F., Gish, W., Miller, W., Myers, E. W. & Lipman, D. J. (1990) "Basic
local alignment search tool." J. Mol. Biol. 215:403-410 , und
Altschul, Stephan F., Thomas L. Madden, Alejandro A. Schaffer, Jinghui Zhang, Hheng
Zhang, Webb Miller, and David J. Lipman (1997): "Gapped BLAST and PSI-BLAST: a new
generation of Protein database search programs"; Nucleic Acids Res., 25, S. 3389-3402) und geschieht prinzipiell dadurch, dass ähnliche Abfolgen von Nukleotiden oder Aminosäuren
in den Nukleinsäure- bzw. Aminosäuresequenzen einander zugeordnet werden. Eine tabellarische
Zuordnung der betreffenden Positionen wird als Alignment bezeichnet. Ein weiterer
im Stand der Technik verfügbarer Algorithmus ist der FASTA-Algorithmus. Sequenzvergleiche
(Alignments), insbesondere multiple Sequenzvergleiche, werden üblicherweise mit Computerprogrammen
erstellt. Häufig genutzt werden beispielsweise die Clustal-Serie (vgl. beispielsweise
Chenna et al. (2003): Multiple sequence alignment with the Clustal series of programs.
Nucleic Acid Research 31, 3497-3500), T-Coffee (vgl. beispielsweise
Notredame et al. (2000): T-Coffee: A novel method for multiple sequence alignments.
J. Mol. Biol. 302, 205-217) oder Programme, die auf diesen Programmen bzw. Algorithmen basieren. Häufig genutzt
werden beispielsweise Clustal (vgl. beispielsweise
Chenna et al. (2003): Multiple sequence alignment with the Clustal series of programs.
Nucleic Acid Research 31, 3497-3500) oder T-Coffee (vgl. beispielsweise
Notredame et al. (2000): T-Coffee: A novel method for multiple sequence alignments.
J. Mol. Biol. 302, 205-217) sowie BLAST oder FASTA für die Datenbanksuche, beziehungsweise Programme, die auf
diesen Programmen bzw. Algorithmen basieren. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
werden Sequenzvergleiche und Alignments bevorzugt mit dem Computer-Programm Vector
NTI® Suite 10.3 (Invitrogen Corporation, 1600 Faraday Avenue, Carlsbad, Kalifornien,
USA) mit den vorgegebenen Default-Parametern erstellt.
[0052] Solch ein Vergleich erlaubt eine Aussage über die Ähnlichkeit der verglichenen Sequenzen
zueinander. Sie wird üblicherweise in Prozent Identität, das heißt dem Anteil der
identischen Nukleotide oder Aminosäurereste an denselben bzw. in einem Alignment einander
entsprechenden Positionen angegeben. Der weiter gefasste Begriff der Homologie bezieht
bei Aminosäuresequenzen konservierte Aminosäure-Austausche in die Betrachtung mit
ein, also Aminosäuren mit ähnlicher chemischer Aktivität, da diese innerhalb des Proteins
meist ähnliche chemische Aktivitäten ausüben. Daher kann die Ähnlichkeit der verglichenen
Sequenzen auch in Prozent Homologie oder Prozent Ähnlichkeit angegeben sein. Identitäts-
und/oder Homologieangaben können über ganze Polypeptide oder Gene oder nur über einzelne
Bereiche getroffen werden. Homologe bzw. identische Bereiche von verschiedenen Nukleinsäure-
oder Aminosäuresequenzen sind daher durch Übereinstimmungen in den Sequenzen definiert.
Solche Bereiche weisen oftmals identische Funktionen auf. Sie können klein sein und
nur wenige Nukleotide bzw. Aminosäuren umfassen. Oftmals üben solche kleinen Bereiche
für die Gesamtaktivität des Proteins essentielle Funktionen aus. Es kann daher sinnvoll
sein, Sequenzübereinstimmungen nur auf einzelne, gegebenenfalls kleine Bereiche zu
beziehen. Soweit nicht anders angegeben beziehen sich Identitäts- bzw. Homologieangaben
in der vorliegenden Anmeldung aber auf die Gesamtlänge der jeweils angegebenen Nukleinsäure-
oder Aminosäuresäuresequenz.
[0053] Unter Fragmenten werden alle Polypeptide, Proteine oder Peptide verstanden, die kleiner
sind als entsprechende Vergleichsproteine oder solche, die vollständig translatierten
Genen entsprechen, und beispielsweise auch synthetisch erhalten werden können. Aufgrund
ihrer Aminosäuresequenzen können sie den betreffenden vollständigen Vergleichsproteinen
zugeordnet werden. Sie können beispielsweise gleiche räumliche Strukturen annehmen
oder proteolytische Aktivitäten oder Teilaktivitäten ausüben, wie beispielsweise die
Komplexierung eines Substrats. Fragmente und Deletionsvarianten von Ausgangsproteinen
sind prinzipiell gleichartig; während Fragmente eher kleinere Bruchstücke darstellen,
fehlen den Deletionsmutanten eher nur kurze Bereiche (unter Umständen nur ein oder
mehrere Aminosäuren). So ist es beispielsweise möglich, an den Termini oder in den
Loops des Enzyms weitere einzelne Aminosäuren zu deletieren, ohne dass dadurch die
enzymatische Aktivität verloren oder vermindert wird.
[0054] Alle Mengenangaben von Enzymen beziehen sich auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration
kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren
bestimmt werden.
[0055] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten zwingend mindestens eine Lipase.
Eine in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung (insbesondere in einem erfindungsgemäß
bevorzugten Wasch- und Reinigungsmittel für Textilien) enthaltene Lipase weist eine
lipolytische Aktivität auf, das heißt, sie ist zur Hydrolyse (Lipolyse) von Lipiden
wie Glyceriden oder Cholesterinestern befähigt. Diese Lipaseaktivität wird in fachüblicher
Weise bestimmt, und zwar vorzugsweise wie beschrieben in
Bruno Stellmach, "Bestimmungsmethoden Enzyme für Pharmazie, Lebensmittelchemie, Technik,
Biochemie, Biologie, Medizin" (Steinkopff Verlag Darmstadt, 1988, S. 172 ff). Hierbei werden Lipase-haltige Proben zu einer Olivenölemulsion in emulgatorhaltigem
Wasser gegeben und bei 30 °C und pH 9,0 inkubiert. Dabei werden Fettsäuren freigesetzt.
Diese werden mit einem Autotitrator über 20 min. laufend mit 0,01 N Natronlauge titriert,
so dass der pH-Wert konstant bleibt ("pH-stat-Titration"). Anhand des Natronlauge-Verbrauchs
erfolgt mittels Bezug auf eine Referenzlipaseprobe die Bestimmung der Lipaseaktivität.
Eine weitere geeignete Methode zur Messung der Lipaseaktivität ist die Freisetzung
eines Farbstoff aus einem geeigneten pNP-gelabelten Substrat.
[0056] Bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung Lipase in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere
von 0,02 bis 0,1 Gew.-%, enthalten ist.
[0057] Erfindungsgemäß bevorzugte Lipase-Enzyme werden ausgewählt aus mindestens einem Enzym
der Gruppe, die gebildet wird aus Triacylglycerol-Lipase (E.C. 3.1.1.3) und Lipoprotein-Lipase
(E.C. 3.1.1.34) und Monoglycerid-Lipase (E.C. 3.1.1.23).
[0058] Das erfindungsgemäß bevorzugte Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
ist die Reinigung von Textilien. Weil Wasch- und Reinigungsmittel für Textilien überwiegend
alkalische pH-Werte aufweisen, werden hierfür insbesondere Lipasen eingesetzt, die
im alkalischen Medium aktiv sind.
[0059] Ferner ist die in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung bevorzugt enthaltene Lipase
natürlicherweise in einem Mikroorganismus der Art
Thermomyces lanuginosus oder
Rhizopus oryzae oder
Mucor javanicus vorhanden oder von vorgenannten natürlicherweise vorhandenen Lipasen per Mutagenese
abgeleitet. Besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
mindestens eine Lipase, die natürlicherweise in einem Mikroorganismus der Art
Thermomyces lanuginosus vorhanden oder sich von vorgenannten natürlicherweise in
Thermomyces lanuginosus vorhandenen Lipasen per Mutagenese ableitet.
Natürlicherweise vorhanden bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Lipase ein eigenes
Enzym des Mikroorganismus ist. Die Lipase kann folglich in dem Mikroorganismus von
einer Nukleinsäuresequenz exprimiert werden, die Teil der chromosomalen DNA des Mikroorganismus
in seiner Wildtyp-Form ist. Sie bzw. die für sie codierende Nukleinsäuresequenz ist
folglich in der Wildtyp-Form des Mikroorganismus vorhanden und/oder kann aus der Wildtyp-Form
des Mikroorganismus aus diesem isoliert werden. Im Gegensatz hierzu wäre eine nicht
natürlicherweise in dem Mikroorganismus vorhandene Lipase bzw. die für sie codierende
Nukleinsäuresequenz mit Hilfe gentechnischer Verfahren in den Mikroorganismus gezielt
eingebracht worden, so dass der Mikroorganismus um die Lipase bzw. die für sie codierende
Nukleinsäuresequenz bereichert worden wäre. Jedoch kann eine Lipase, die natürlicherweise
in einem Mikroorganismus der Art
Thermomyces lanuginosus oder
Rhizopus oryzae oder
Mucor javanicus vorhanden ist, aber durchaus rekombinant von einem anderen Organismus hergestellt
worden sein.
[0060] Der Pilz
Thermomyces lanuginosus (auch bekannt unter
Humicola lanuginosa) zählt zur Klasse der Eurotiomycetes (Unterklasse Eurotiomycetidae), hierin zur Ordnung
der Eurotiales und hierin zur Familie Trichocomaceae und der Gattung Thermomyces.
Der Pilz
Rhizopus oryzae zählt zur Klasse der Zygomyceten (Unterklasse Incertae sedis), hierin zur Ordnung
Mucorales und hierin wiederum zur Familie Mucoraceae und der Gattung Rhizopus. Der
Pilz
Mucor javanicus zählt ebenfalls zur Klasse der Zygomyceten (Unterklasse Incertae sedis), hierin zur
Ordnung Mucorales und hierin wiederum zur Familie Mucoraceae, hierin dann zur Gattung
Mucor. Die Bezeichnungen
Thermomyces lanuginosus, Rhizopus oryzae und Mucor javanicus sind die biologischen Artbezeichnungen innerhalb
der jeweiligen Gattung.
[0061] Erfindungsgemäß bevorzugte Lipasen sind die von dem Unternehmen Amano Pharmaceuticals
unter den Bezeichnungen Lipase M-AP10®, Lipase LE® und Lipase F® (auch Lipase JV®)
erhältlichen Lipaseenzyme. Die Lipase F® ist beispielsweise natürlicherweise in Rhizopus
oryzae vorhanden. Die Lipase M-AP10® ist beispielsweise natürlicherweise in Mucor
javanicus vorhanden.
[0062] Zusammensetzungen einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
enthalten mindestens eine Lipase, die ausgewählt wird aus mindestens einem oder mehreren
Polypeptiden mit einer Aminosäuresequenz, die zu mindestens 90% (und zunehmend bevorzugt
zu mindestens 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%, 91,5%,
92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%,
99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%, 99,8%, 99,9%) zur Wildtyp
Lipase aus dem Stamm DSM 4109
Thermomyces lanuginosus identisch ist. Dabei ist es erneut bevorzugt, wenn ausgehend von besagter Wildtyp
Lipase aus dem Stamm DSM 4109 zumindest die Aminosäureänderung N233R vorliegt.
[0063] Es sind im Rahmen einer weiteren Ausführungsform insbesondere solche Lipasen abgeleitet
von der Wildtyp Lipase aus dem Stamm DSM 4109 erfindungsgemäß bevorzugt verwendbar,
die ausgewählt werden aus mindestens einem Lipase-Enzym gemäß mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 13 der Druckschrift
WO 00/60063 A1. Auf die Offenbarung Druckschrift
WO 00/60063 A1 wird ausdrücklich vollumfänglich Bezug genommen.
[0064] Besonders bevorzugt wird in den Zusammensetzungen der Erfindung mindestens eine Lipase
eingesetzt, die abgeleitet ist von der Wildtyp Lipase aus dem Stamm DSM 4109 und in
der ausgehend von besagter Wildtyp Lipase mindestens eine Substitution einer elektrisch
neutralen oder negativ geladenen Aminosäure durch eine positiv geladene Aminosäure
erfolgte. Die Ladung wird in Wasser bei pH 10 bestimmt. Negative Aminosäuren im Sinne
der Erfindung sind E, D, Y und C. Positiv geladene Aminosäuren im Sinne der Erfindung
sind R, K und H, insbesondere R und K. Neutrale Aminosäure im Sinne der Erfindung
sind G, A, V, L, I, P, F, W, S, T, M, N, Q und C, wenn C eine Disulfidbrücke ausbildet.
[0065] Im Rahmen dieser Ausführungsform der Erfindung ist es erneut bevorzugt, wenn ausgehend
von der Wildtyp Lipase aus dem Stamm DSM 4109 mindestens einen der folgenden Aminosäureaustausche
in den Positionen D96L, T213R und/oder N233R, besonders bevorzugt T213R und N233R,
vorliegt.
[0066] Es hat sich herausgestellt, dass als ganz besonders bevorzugte Lipase in den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen mindestens eine Lipase enthalten ist, die ausgehend von besagter
Wildtyp Lipase aus dem Stamm DSM 4109
Thermomyces lanuginosus eine der folgenden Aminosäureänderungen der Nummern (L1) bis (L41) als einzige Änderung
aufweist (Änderungen in Klammern optional):
| (L1) |
T231R+ N233R |
| (L2) |
N94K+ D96L+ T231R+ N233R+ Q249R+ 270P+ 271G+ 272L |
| (L3) |
D96L+ T231R+ N233R |
| (L4) |
G91A+ E99K+ T231R+ N233R+ Q249R |
| (L5) |
(N33Q) +D96L + T231R +N233R +Q249R +270 PGL |
| (L6) |
R209P +T231R +N233R |
| (L7) |
(N33Q) +E99N +N101S +T231R +N233R +Q249R +270 PGL |
| (L8) |
K24C +(N33Q) +D96S +T231R +N233R +Q249R +270 PCL |
| (L9) |
(N33Q) +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270 PGL |
| (L10) |
E1A +(N33Q) +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270 PGL |
| (L11) |
(N33Q) +G91A +E99K +G255R +T231R +N233R +Q249R +270 PGL |
| (L12) |
(N33Q) +G91A +E99K +T231R +N233R +T244R +Q249R +270 PGL |
| (L13) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R |
| (L14) |
E87K +G91D +D96L +G225P +T231R +N233R +Q249R +N251D |
| (L15) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270AGVF |
| (L16) |
G91A +E99K +T189G +T231R +N233R +Q249R |
| (L17) |
D102G +T231R +N233R +Q249R |
| (L18) |
T231R +N233R +Q249R +270AGVF |
| (L19) |
R209P +T231R +N233R |
| (L20) |
N33Q +N94K +D96L +T231R +N233R +Q249R +270PGLPFKRV |
| (L21) |
N33Q +N94K +D96L +T231R +N233R +Q249R |
| (L22) |
N33Q +D96S +T231R +N233R +Q249R |
| (L23) |
N33Q +D96S +V228I +T231R +N233R +Q249R |
| (L24) |
E1A +N33Q +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270PGLPFKRV |
| (L25) |
N33Q +S83T +E87K +G91A +E99K +T231R + N233R +Q249R +270PGLPFKRV |
| (L26) |
N33Q +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270PGLPFKRV |
| (L27) |
T231R +N233R +270CP |
| (L28) |
T231R +N233R +270RE |
| (L29) |
N33Q +E99N +N101S +T231R +N233R +Q249R +270PGLPFKRV |
| (L30) |
D62A +S83T +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R |
| (L31) |
E99N +N101S +T231R +N233R + Q249R |
| (L32) |
R84W +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R |
| (L33) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270SPG |
| (L34) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270WVP |
| (L35) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270LLA88GRGGHR |
| (L36) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270VTT |
| (L37) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270VLQ |
| (L38) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270T8T |
| (L39) |
G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R +270LRI |
| (L40) |
V60G +D62E +G91A +E99K +T231R +N233R +Q249R |
| (L41) |
G91A +D96W +E99K +T231R +N233R +G263Q +L264A +1265T +G2668 +T267A +L269N +270AGGF8 |
[0067] Bevorzugte Zusammensetzungen dieser Ausführungsform sind dadurch gekennzeichnet,
dass bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung besagtes Polypeptid in einer
Gesamtmenge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%, enthalten
ist.
[0068] Eine höchst bevorzugte Lipase ist kommerziell unter dem Handelsnamen Lipex® von dem
Unternehmen Novozymes (Dänemark) zu beziehen und vorteilhaft in den erfindungsgemäßen
Reinigungszusammensetzungen einsetzbar. Besonders bevorzugt ist hierbei die Lipase
Lipex® 100 L (ex Novozymes A/S, Dänemark). Bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch
gekennzeichnet, dass bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung besagtes Lipase-Enzym
aus Lipex® 100 L in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02
bis 0,1 Gew.-%, enthalten ist.
[0069] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten zwingend mindestens eine Mannanase.
Eine in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung (insbesondere in einem erfindungsgemäß
bevorzugten Wasch- und Reinigungsmittel für Textilien) enthaltene Mannanase katalysiert
im Rahmen ihrer Mannanase-Aktivität die Hydrolyse von 1,4-beta-D-mannosidischen Bindungen
in Mannanen, Galactomannanen, Glucomannanen und Galactoglucomannanen. Besagte erfindungsgemäße
Mannanase-Enzyme werden gemäß Enzym Nomenklatur als E.C. 3.2.1.78 klassifiziert.
[0070] Die Mannanase-Aktivität eines Polypeptids bzw. Enzyms kann gemäß literaturbekannten
Testmethoden bestimmt werden. Dabei wird beispielsweise eine Testlösung in Löcher
mit 4 mm Durchmesser einer Agarplatte, enthaltend 0.2 Gew.-% AZGL Galactomannan (carob),
i.e. Substrat für das endo-1,4-beta-D-Mannanase Essay, erhältlich unter Katalognummer
I-AZGMA der Firma Megazyme (http://www.megazyme.com), eingebracht.
[0071] Geeignete erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten beispielsweise die Mannanase,
die unter dem Namen Mannaway® von der Firma Novozymes vermarktet wird.
[0072] Mannanase-Enzyme wurden in zahlreichen
Bacillus Organismen identifiziert:
WO 99/64619 offenbart Beispiele für flüssige, proteasehaltige Waschmittelzusammensetzungen mit
hohem Gesamttensidgehalt von mindestens 20 Gew.-%, die zusätzlich Mannanase-Enzym
umfassen.
[0073] Bevorzugterweise enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung Mannanase in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 1,0
Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%.
[0074] Mannanase-Polypeptide aus Stämmen der
Thermoanaerobacter Gruppe, wie
Caldicellulosiruptor, sind erfindungsgemäß bevorzugt geeignet. Gleichfalls im Rahmen der Erfindung einsetzbar sind Mannanase-Polypeptide der Pilze
Humicola oder
Scytalidium, insbesondere der Species
Humicola insolens oder
Scytalidium thermophilum.
[0075] Es ist erfindungsgemäß besonders bevorzugt, wenn die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
als Mannanase-Enzym mindestens ein Mannanase-Polypeptid aus gram-positiven alkalophilen
Stämmen von
Bacillus, insbesondere ausgewählt aus mindestens einem Vertreter der Gruppe aus
Bacillus subtilis, Bacillus lentus, Bacillus clausii, Bacillus agaradhaerens, Bacillus
brevis, Bacillus stearothermophilus, Bacillus alkalophilus, Bacillus amyloliquefaciens,
Bacillus coagulans, Bacillus circulans, Bacillus lautus, Bacillus thuringiensis, Bacillus
cheniformis, and Bacillus sp., besonders bevorzugt ausgewählt aus mindestens einem
Vertreter der Gruppe aus Bacillus sp. I633, Bacillus sp. AA/
12, Bacillus clausii, Bacillus agaradhaerens and Bacillus licheniformis.
[0076] Eine bevorzugte erfindungsgemäße Mannanase wird ausgewählt aus mindestens einem Vertreter
aus der Gruppe, die gebildet wird aus
- i) Polypeptiden, die eine Aminosäuresequenz umfassen, die mindestens 90% (zunehmend
bevorzugt mindestens 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%,
96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%,
99,7% oder 99,8%) Sequenzidentität zu dem Polypeptid gemäß SEQ ID No.1 (vgl. Sequenzprotokoll),
und
- ii) Polypeptiden, die ein Fragment von (i) sind.
[0077] Dabei ist es wiederum bevorzugt, wenn besagte bevorzugte Mannanase in einer Gesamtmenge
von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthalten
ist.
[0078] Unter dem jeweils oben unter (ii) definierten Fragment werden im Falle der bevorzugt
einsetzbaren Mannanase und analog zu der eingangs erwähnten Definition alle Polypeptide,
Proteine oder Peptide verstanden, die kleiner sind als die unter (i) fallenden Polypeptide
oder solche, die vollständig translatierten Genen entsprechen, und beispielsweise
auch synthetisch erhalten werden können. Aufgrund ihrer Aminosäuresequenzen können
sie den betreffenden vollständigen Proteinen zugeordnet werden. Sie können beispielsweise
gleiche Strukturen annehmen oder proteolytische Aktivitäten oder Teilaktivitäten ausüben,
wie beispielsweise die Komplexierung eines Substrats. Fragmente und Deletionsvarianten
von Ausgangsproteinen sind prinzipiell gleichartig; während Fragmente eher kleinere
Bruchstücke darstellen, fehlen den Deletionsmutanten eher nur kurze Bereiche (unter
Umständen nur ein oder mehrere Aminosäuren). So ist es beispielsweise möglich, an
den Termini oder in den Loops des Enzyms weitere einzelne Aminosäuren zu deletieren,
ohne dass dadurch die enzymatische Aktivität verloren oder vermindert wird. Besonders
bevorzugt sind Deletionen von insbesondere 1, bis zu 2, bis zu 3, bis zu 4, bis zu
5, insbesondere bis zu 10, bevorzugt bis zu 20, insbesondere bevorzugt bis zu 30 Aminosäuren
auf der N-terminalen Seite des Polypeptids der SEQ. ID NO.1. Dabei wird die enzymatische
Aktivität der Mannanase bevorzugt nicht oder nur in einem geringen Maßen, insbesondere
nur bis zu einer Reduktion von 15% der Aktivität des Ursprungsenzyms (besonders bevorzugt
für Mannanase gemäß SeqID No. 1), reduziert.
[0079] Besonders bevorzugt wird die Mannanase ausgewählt aus mindestens einem Vertreter
aus der Gruppe, die gebildet wird aus Polypeptiden, die eine Aminosäuresequenz umfassen,
die mindestens 90% (zunehmend bevorzugt mindestens 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%,
93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%,
99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7% oder 99,8%) Sequenzidentität zu dem Polypeptid
der Positionen 31 bis 490 gemäß SEQ ID No.1 (vgl. Sequenzprotokoll) aufweisen.
[0080] Ganz besonders bevorzugt weisen die Polypeptide eine Aminosäuresequenz auf, die mindestens
90% (zunehmend bevorzugt mindestens 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%,
94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%,
99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7% oder 99,8%) Sequenzidentität zu dem Polypeptid der Positionen
31 bis 490 gemäß SEQ ID No.1 (vgl. Sequenzprotokoll).
[0081] Insbesondere bevorzugt ist sind Polypeptide, deren Aminosäuresequenz zu mehr als
99,0% mit der Sequenz gemäß SEQ ID No.1 identisch ist.
[0082] Ein bevorzugtes Mannanase-Enzym wird gemäß Anspruch 1 der
WO 99/64619 offenbart, in der Beschreibung dieser WO-Druckschrift näher beschrieben und ist demnach
ausgewählt aus mindestens einem Mannanase-Enzym, dass ausgewählt wird aus mindestens
einem Vertreter aus der Gruppe, die gebildet wird aus
- i) Polypeptiden, die durch den für das Mannanaseenzym kodierenden Teil der DNA-Sequenz
kodiert werden können, die in das in Escherichia coli DSM 12197 vorliegende Plasmid
kloniert ist,
- ii) Polypeptiden, die eine Aminosäuresequenz umfassen, wie an den Positionen 33-340
von SEQ ID NO: 1 in WO 99/64619 gezeigt,
- iii) Polypeptiden, die eine Aminosäuresequenz umfassen, wie an den Positionen 31-990
oder den Positionen 91-1470, jeweils von SEQ ID NO: 1 in WO 99/64619 gezeigt, oder
- iv) Analoga der in (i) oder (ii) definierten Polypeptide, die mindestens 90% (und
zunehmend bevorzugt zu mindestens 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%,
94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%,
99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%, 99,8%, 99,9%) Sequenzidentität zu dem Polypeptid haben,
oder ein Fragment von (i), (ii) oder (iii) sind.
[0083] Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung unter SEQ ID No.1 beschriebene Sequenz entspricht
der in der
WO 99/64619 offenbarten Sequenz unter SEQ ID No.2.
[0084] Zur Auslegung der Merkmale der zuvor definierten, erfindungsgemäß bevorzugten Mannanase-Enzyme
(vide supra) ist ausdrücklich auch die Gesamtoffenbarung der
WO 99/64619 vollumfänglich heranzuziehen. Ebenso gelten die in der
WO 99/64619 als bevorzugt genannten Mannanase-Enzyme im Sinne der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
als bevorzugt.
[0085] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten zwingend mindestens eine α-Amylase.
α-Amylasen (E.C. 3.2.1.1) hydrolysieren als Enzym interne α-1,4-glycosidische Bindungen
von Stärke und stärkeähnlichen Polymeren. Diese α-Amylase-Aktivität wird beispielsweise
den Anmeldungen
WO 97/03160 A1 und
GB 1296839 zufolge in KNU (Kilo Novo Units) gemessen. Dabei steht 1 KNU für die Enzymmenge,
die 5,25 g Stärke (erhältlich von der Fa. Merck, Darmstadt, Deutschland) pro Stunde
bei 37°C, pH 5,6 und in Gegenwart von 0,0043 M Calciumionen hydrolysiert. Eine alternative
Aktivitäts-Bestimmungsmethode ist die sogenannte DNS-Methode, die beispielsweise in
der Anmeldung
WO 02/10356 A2 beschrieben wird. Danach werden die durch das Enzym bei der Hydrolyse von Stärke
freigesetzten Oligosaccharide, Disaccharide und Glucoseeinheiten durch Oxidation der
reduzierenden Enden mit Dinitrosalicysäure (DNS) nachgewiesen. Die Aktivität wird
in µmol reduzierende Zucker (bezogen auf Maltose) pro min und ml erhalten; hierdurch
ergeben sich Aktivitätswerte in TAU. Dasselbe Enzym kann über verschiedene Methoden
bestimmt werden, wobei die jeweiligen Umrechungsfaktoren je nach Enzym variieren können
und somit anhand eines Standards festgelegt werden müssen. Näherungsweise kann man
kalkulieren, daß 1 KNU ca. 50 TAU entspricht. Eine weitere Aktivitätsbestimmungsmethode
ist die Messung mithilfe des Quick-Start®-Testkits der Fa. Abbott, Abott Park, Illinois,
USA.
[0086] Das erfindungsgemäß bevorzugte Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
ist die Reinigung von Textilien. Weil Wasch- und Reinigungsmittel für Textilien überwiegend
alkalische pH-Werte aufweisen, werden hierfür insbesondere α-Amylasen eingesetzt,
die im alkalischen Medium aktiv sind. Solche werden von Mikroorganismen, das heißt
Pilzen oder Bakterien, vor allem denen der Gattungen Aspergillus und Bacillus produziert
und sekretiert. Ausgehend von diesen natürlichen Enzymen steht weiterhin eine nahezu
unüberschaubare Fülle von Varianten zur Verfügung, die über Mutagenese abgeleitet
worden sind und je nach Einsatzgebiet spezifische Vorteile aufweisen.
[0087] Beispiele hierfür sind die α-Amylasen aus Bacillus licheniformis, aus B. amyloliquefaciens
und aus B. stearothermophilus sowie deren für den Einsatz in Wasch- oder Reinigungsmitteln
verbesserte Weiterentwicklungen. Das Enzym aus B. licheniformis ist von der Firma
Novozymes unter dem Namen Termamyl® und von der Firma Genencor unter dem Namen Purastar®ST
erhältlich. Weiterentwicklungsprodukte dieser α-Amylase sind von der Firma Novozymes
unter den Handelsnamen Duramyl® und Termamyl®ultra, von der Firma Genencor unter dem
Namen Purastar®OxAm und von der Firma Daiwa Seiko Inc., Tokyo, Japan, als Keistase®
erhältlich. Die α-Amylase von B. amyloliquefaciens wird von der Firma Novozymes unter
dem Namen BAN® vertrieben, und abgeleitete Varianten von der α-Amylase aus B. stearothermophilus
unter den Namen BSG® und Novamyl®, ebenfalls von der Firma Novozymes.
[0088] Beispiele für α-Amylasen aus anderen Organismen sind die unter den Handelsnamen Fungamyl®
von der Firma Novozymes erhältlichen Weiterentwicklungen der α-Amylase aus Aspergillus
niger und A. oryzae. Ein weiteres Handelsprodukt ist beispielsweise die Amylase-LT®.
[0089] Zum Stand der Technik gehören unter anderem die drei Patentanmeldungen
WO 96/23873 A1,
WO 00/60060 A2 und
WO 01/66712 A2, die von der Fa. Novozymes angemeldet worden sind.
WO 96/23873 A1 beschreibt zum Teil mehrere verschiedene Punktmutationen in insgesamt mehr als 30
verschiedenen Positionen in vier verschiedenen Wildtypamylasen und beansprucht solche
für alle Amylasen mit mindestens 80% Identität zu einer dieser vier; sie sollen geänderte
enzymatische Eigenschaften hinsichtlich der Thermostabilität, der Oxidationsstabilität
und der Calciumabhängigkeit aufweisen. Die Anmeldung
WO 00/60060 A2 benennt ebenfalls eine Vielzahl an möglichen Aminosäureaustauschen in 10 verschiedenen
Positionen an den α-Amylasen aus zwei verschiedenen Mikroorganismen und beansprucht
solche für alle Amylasen mit einer Homologie von mindestens 96% Identität zu diesen.
WO 01/66712 A2, schließlich, bezeichnet 31 verschiedene, zum Teil mit den zuvor genannten identische
Aminosäurepositionen, die in einer der beiden in der Anmeldung
WO 00/60060 A2 genannten α-Amylasen mutiert worden sind.
[0090] Aus
WO 96/23873 A1 geht beispielsweise konkret die Möglichkeit hervor, in den genannten α-Amylasen ein
M in Position 9 gemäß der Zählung von AA560 gegen ein L zu ersetzen, in Position 202
M gegen L und die in den Positionen 182 und 183 (beziehungsweise 183 und 184) liegenden
Aminosäuren zu deletieren.
WO 00/60060 A2 offenbart unter anderem konkret die Aminosäurevariation N195X (das heißt prinzipiell
gegen jede andere Aminosäure).
WO 01/66712 A2 offenbart unter anderem die Aminosäurevariationen R118K, G186X (darunter insbesondere
den hier nicht relevanten Austausch G186R), N299X (darunter insbesondere den hier
nicht relevanten Austausch N299A), R320K, E345R und R458K.
[0091] Erfindungsgemäß bevorzugte Zusammensetzungen enthalten α-Amylase in einer Gesamtmenge
von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%.
[0092] So stellt es eine Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung dar, wenn das erfindungsgemäß
Mittel als α-Amylase mindestens ein Polypeptid mit einer Identität von mindestens
92% (und zunehmend bevorzugt zu mindestens 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%,
96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%,
99,7%, 99,8%, 99,9%) zur Sequenz mit der SEQ ID NO. 2 (vgl. Sequenzprotokoll) enthält.
Die SEQ ID NO. 2 ist identisch mit der in der
WO 2005/108537 offenbarten SEQ ID NO. 2.
[0093] Die bevorzugte α-Amylase mit der Sequenz der SEQ ID NO. 2 ist eine Variante der α-Amylase
AA349, die über die Punkt- beziehungsweise Deletionsmutationen R118K, G182-, D183-,
N195F, R320K und R458K aus diesem Enzym abgeleitet werden kann.
[0094] Die α-Amylase AA349, geht als Sequenz unter SEQ ID NO. 3 der zuvor erwähnten Anmeldung
WO 2005/108537 hervor. Sie ist auf Aminosäureebene mit der α-Amylase AA560 identisch, wie in derselben
Anmeldung erwähnt. Beide Wildtypenzyme werden dieser Anmeldung zufolge natürlicherweise
von
Bacillus species-Stämmen gebildet, die unter den Nummern DSM 12648 beziehungsweise DSM 12649 bei der
Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Mascheroder Weg 1b,
38124 Braunschweig (http://www.dsmz.de) von der Firma Novozymes hinterlegt worden
sind.
[0095] Erfindungsgemäß bevorzugte Zusammensetzungen enthalten als α-Amylase mindestens ein
Polypeptid mit einer Identität von mindestens 92%, (insbesondere mindestens 93%, bevorzugt
mindestens 95%, besonders bevorzugt mindestens 96%, ganz besonders bevorzugt mindestens
98%) zur Sequenz mit der SEQ ID NO. 2 in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%,
insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%.
[0096] Es ist gleichfalls bevorzugt, wenn die erfindungsgemäßen Mittel als Amylase-Enzym
mindestens ein α-Amylase-Enzym enthalten, welches aus einer mit der α-Amylase AA560
homologisierbaren Ausgangs-α-Amylase über Aminosäureänderungen in folgenden Positionen
erhalten werden kann: 9, 149, 182, 186, 202, 257, 295, 299, 323, 339, 345 und optional
weiteren (in der Zählung gemäß der α-Amylase AA560). Dabei ist es bevorzugt, wenn
ausgehend von einer mit der α-Amylase AA560 homologisierbaren Ausgangs-α-Amylase zumindest
die Aminosäureänderung M202L vorliegt. Als Referenzenzym hinsichtlich der Numerierung
der Positionen ist erfindungsgemäß die α-Amylase AA560 aus dem unter DSM 12649 hinterlegten
Mikroorganismus gemäß
WO 00/60060 A2 anzusehen, deren Aminosäuresequenz im dortigen Sequenzprotokoll dargestellt ist.
Als mit der α-Amylase AA560 (AA560) homologisierbar wird im Sinne der vorliegenden
Anmeldung jedes amylolytische Enzym angesehen, das zu der α-Amylase AA560 (AA560),
das heißt der in SEQ ID NO. 4 von
WO 00/60060 A2 gezeigten α-Amylase einen Mindesthomologiewert von 20% Identät besitzt, wie er beispielsweise
nach der von
D. J. Lipman und W. R. Pearson in Science 227 (1985), S. 1435-1441 angegebenen Methode bestimmt werden kann. Zunehmend bevorzugt weist das Molekül eine
Identität von 30, 40, 50, 60, 70, 80 oder 90% zu einer dieser beiden α-Amylasen auf.
Erfindungsgemäß bevorzugte Zusammensetzungen enthalten besagte α-Amylase in einer
Gesamtmenge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%.
[0097] Insbesondere wird das Amylase-Enzym ausgewählt aus mindestens einer α-Amylase, welche
aus der α-Amylase AA560 über folgende Aminosäureänderungen erhalten werden kann:
| (A1) |
M9L / M202I, |
| (A2) |
M9L / M202I / M323T, |
| (A3) |
M9L / M202I / M323T / M382Y, |
| (A4) |
M9L / M202I / Y295F / A339S, |
| (A5) |
M9L / M202I / Y295F, |
| (A6) |
M9L / M202I / A339S, |
| (A7) |
M9L / M202I / Y295F / A339S, |
| (A8) |
M9L / M202I / Y295F / A339S / E345R, |
| (A9) |
M9L / G149A / M202I / Y295F / A339S / E345R, |
| (A10) |
M9L / M202L, |
| (A11) |
M9L / M202L / M323T, |
| (A12) |
M9L / M202L / M323T / M382Y, |
| (A13) |
M9L / M202L / Y295F / A339S, |
| (A14) |
M9L / M202L / Y295F, |
| (A15) |
M9L / M202L / A339S, |
| (A16) |
M9L / M202L / Y295F / A339S, |
| (A17) |
M9L / M202L / Y295F / A339S, E345R, |
| (A18) |
M9L / G149A / M202L / Y295F / A339S / E345R, |
| (A19) |
M9L / M202T, |
| (A20) |
M9L / M202T / M323T, |
| (A21) |
M9L / M202T / M323T / M382Y, |
| (A22) |
M9L / M202T / Y295F / A339S, |
| (A23) |
M9L / M202T / Y295F, |
| (A24) |
M9L / M202T / A339S, |
| (A25) |
M9L / M202T / Y295F / A339S, |
| (A26) |
M9L / M202T / Y295F / A339S / E345R, |
| (A27) |
M9L / G149A / M202T / Y295F / A339S / E345R, |
| (A28) |
M9L / G149A / M202I / V214T / Y295F / N299Y / M323T / A339S / E345R, |
| (A29) |
M9L / G149A / M202L / V214I / Y295F / M323T / A339S / E345R / M382Y, |
| (A30) |
M9L / G149A / G182T / G186A / M202I / V214I / Y295F / N299Y / M323T / A339S, |
| (A31) |
M9L / G149A / G182T / G186A / M202L / T257I / Y295F / N299Y / M323T / A339S / E345R, |
| (A32) |
M9L / G149A / M202L / V214T / Y295F / N299Y / M323T / A339S / E345R, |
| (A33) |
M9L / G149A / M202I / V214I / Y295F / M323T / A339S / E345R / M382Y, |
| (A34) |
M9L / G149A / G182T / G186A / M202L / V214I / Y295F / N299Y / M323T / A339S, |
| (A35) |
M9L / G149A / G182T / G186A / M202I / T257I / Y295F / N299Y / M323T / A339S / E345R, |
| (A36) |
M9L / G149A / M202I / V214T / Y295F / N299Y / M323T / A339S / E345R / N471E, |
| (A37) |
M9L / G149A / M202L / V214I / Y295F / M323T / A339S / E345R / M382Y / N471E, |
| (A38) |
M9L / G149A / G182T / G186A / M202I / V214I / Y295F / N299Y / M323T / A339S / N471E, |
| (A39) |
M9L / G149A / G182T / G186A / M202L / T257I / Y295F / N299Y / M323T / A339S / E345R
/ N471E, |
| (A40) |
M202L / M105F / M208F, |
| (A41) |
G133E / M202L / Q361E, |
| (A42) |
G133E / M202L / R444E, |
| (A43) |
M202L / Y295F, |
| (A44) |
M202L / A339S, |
| (A45) |
M202L / M323T, |
| (A46) |
M202L / M323T / M309L, |
| (A47) |
M202L / M323T / M430I, |
| (A48) |
M202L / V214T / R444Y, |
| (A49) |
M202L / N283D / Q361E, |
| (A50) |
M202L / M382Y / K383R, |
| (A51) |
M202L / K446R / N484Q, |
| (A52) |
M202I / Y295F, |
| (A53) |
M202I / A339S, |
| (A54) |
M202I / M105F / M208F, |
| (A55) |
G133E / M202I / Q361E, |
| (A56) |
G133E / M202I / R444E, |
| (A57) |
M202I / M323T, |
| (A58) |
M202I / M323T / M309L, |
| (A59) |
M202I / M323T / M430I, |
| (A60) |
M202I / V214T / R444Y, |
| (A61) |
M202I / N283D / Q361E, |
| (A62) |
M202I / M382Y / K383R, |
| (A63) |
M202I / K446R / N484Q, |
| (A64) |
M202V / M105F / M208F, |
| (A65) |
G133E / M202V / Q361E, |
| (A66) |
G133E / M202V / R444E, |
| (A67) |
M202V / M323T, |
| (A68) |
M202V / M323T / M309L, |
| (A69) |
M202V / M323T / M430I, |
| (A70) |
M202V / M323T / M9L, |
| (A71) |
M202V / V214T / R444Y, |
| (A72) |
M202V / N283D / Q361E, |
| (A73) |
M202V / M382Y / K383R, |
| (A74) |
M202V / K446R / N484Q, |
| (A75) |
M202T / M105F / M208F, |
| (A76) |
G133E / M202T / Q361E, |
| (A77) |
G133E / M202T / R444E, |
| (A78) |
M202T / Y295F, |
| (A79) |
M202T / A339S, |
| (A80) |
M202T / M323T, |
| (A81) |
M202T / M323T / M309L, |
| (A82) |
M202T / M323T / M430I, |
| (A83) |
M202T / M323T / M9L, |
| (A84) |
M202T / V214T / R444Y, |
| (A85) |
M202T / N283D / Q361E, |
| (A86) |
M202T / A339S, |
| (A87) |
M202T / Y295F |
| (A88) |
M202T / N299F,Y, |
| (A89) |
M202T / M382Y / K383R oder |
| (A90) |
M202T / K446R / N484Q |
[0098] Mit Blick auf die obigen Amylasen (A1) bis (A90) wird wiederum unter den Amylasen
mit der Aminosäurenänderung M202L bevorzugt ausgewählt.
[0099] Die in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingesetzten α-Amylasen können nach an
sich bekannten biotechnologischen Verfahren durch geeignete Mikroorganismen produziert
werden, etwa durch filamentöse Fungi als transgene Expressionswirte oder vorzugsweise
solchen der Gattungen
Bacillus, weil es sich bei den Ausgangsenzymen AA349 und AA560 selbst um
Bacillus-Enzyme handelt. Zur Herstellung entsprechender Expressionskonstrukte können beispielsweise
die unter SEQ ID NO. 1 oder 3 in
WO 00/60060 A2 angegebenen Nukleotidsequenzen verwendet werden und über Punktmutagenese, beispielsweise
über Mismatch-Primer die in Figur 1 hervorgehobenen Austausche vorgenommen werden.
Die hierfür erforderlichen Arbeitsschritte gehen beispielsweise aus dem Handbuch von
Fritsch, Sambrook und Maniatis "Molecular cloning: a laboratory manual", Cold Spring
Harbour Laboratory Press, New York, 1989, hervor. Zudem stehen hierfür inzwischen zahlreiche kommerzielle Baukästen zur Verfügung,
etwa das QuickChange®-Kit der Firma Stratagene, La Jolla, USA. Das Prinzip besteht
darin, daß Oligonukleotide mit einzelnen Austauschen (Mismatch-Primer) synthetisiert
und mit dem einzelsträngig vorgelegten Gen hybridisiert werden; anschließende DNA-Polymerisation
ergibt dann entsprechende Punktmutanten. Diese Gene werden über die bekannten Methoden
in Vektoren integriert und diese zur Herstellung der gewünschten Expressionswirte
verwendet.
[0100] Zur biotechnologischen Herstellung von Proteinen über derartige Expressionswirte
steht ein reichhaltiger Stand der Technik zur Verfügung. Die Aufreinigung erfolgt
günstigerweise über etablierte Verfahren, beispielsweise über Ausfällung, Sedimentation,
Konzentrierung, Filtration der flüssigen Phasen, Mikrofiltration, Ultrafiltration,
Einwirken von Chemikalien, etwa zum Fällen, chromatographische Schritte, Desodorierung
oder geeignete Kombinationen dieser Schritte.
[0101] Die Lösung der technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung gestaltet sich besonders
ausgeprägt aus, wenn erfindungsgemäße Zusammensetzungen zum Einsatz kommen, die höchstens
geringste Mengen oder gar keine Protease enthalten. Aus diesem Grund ist es erfindungsgemäß
bevorzugt, wenn die erfindungsgemäße Zusammensetzung bezogen auf ihr Gesamtgewicht
Protease in einer Gesamtmenge von 0 bis 0,0005 Gew.-%, bevorzugt von 0 bis 0,0001
Gew.-%, äußerst bevorzugt von 0 bis 0,00005 Gew.-%, enthalten ist. Am bevorzugtesten
sind die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen frei von Protease.
[0102] Eine Protease ist ein Enzym, das Peptidbindungen mittels Hydrolyse spaltet. Jedes
der Enzyme aus der Klasse E.C. 3.4 fällt erfindungsgemäß darunter (umfassend jede
der darunterfallenden dreizehn Unterklassen). Die EC-Nummer entspricht der
Enzyme Nomenklatur 1992 der NC-IUBMB, Academic Press, San Diego, California, eingeschlossen der Ergänzungen 1 bis 5, publiziert in
Eur. J. Biochem. 1994, 223, 1-5;
Eur. J. Biochem. 1995, 232, 1-6;
Eur. J. Biochem. 1996, 237, 1-5;
Eur. J. Biochem. 1997, 250, 1-6; and
Eur. J. Biochem. 1999, 264, 610-650.
[0103] Subtilase benennt eine Untergruppe der Serinproteasen. Die Serinproteasen oder Serinpeptidasen
sind eine Untergruppe der Proteasen, die Serin im aktiven Zentrums des Enzyms besitzen,
das ein kovalentes Addukt mit dem Substrat bildet. Weiterhin sind die Subtilasen (und
die Serineproteasen) dadurch charakterisiert, dass sie neben besagtem Serin mit Histidin
und Aspartam zwei weitere Aminosäurereste im aktiven Zentrum aufweisen. Die Subtilasen
können in 6 Unterklassen, nämlich die Subtilisin Familie, die Thermitase Familie,
die Proteinase K Familie, die Familie der lantibiotischen Peptidasen, die Kexin Familie
und die Pyrolysin Familie. Die als Bestandteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
bevorzugt ausgenommenen oder bevorzugt in reduzierten Mengen enthaltenen Proteasen
sind Endopeptidasen (EC 3.4.21).
[0104] "Proteaseaktivität" liegt erfindungsgemäß vor, wenn das Enzym proteolytische Aktivität
besitzt (EC 3.4). Verschiedenartige Proteaseaktivitäts-Typen sind bekannt: Die drei
Haupttypen sind: Trypsin-artig, wobei eine Spaltung des Amidesubstrates nach den Aminosäuren
Arg oder Lys bei P1 erfolgt; Chymotrypsin-artig, wobei eine Spaltung nach einer der
hydrophoben Aminosäuren bei P1 erfolgt; und Elastase-artig, wobei eine Spaltung des
Amidsubstrates nach Ala bei P1 erfolgt.
[0105] Die Proteaseaktivität kann nach der in
Tenside, Band 7 (1970), S. 125-132 beschriebenen Methode ermittelt werden. Sie wird dementsprechend in PE (Protease-Einheiten)
angegeben. Die Proteaseaktivität eines Enzyms lässt sich gemäß gängigen Standardmethoden,
wie insbesondere unter Einsatz von BSA als Substrat (Rinderalbumin) und/oder mit der
AAPF-Methode.
[0106] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die flüssigen Zusammensetzungen zusätzlich
mindestens eine Cellulase enthalten. Eine Cellulase ist ein Enzym. Für Cellulasen
können synonyme Begriffe verwendet werden, insbesondere Endoglucanase, Endo-1,4-beta-Glucanase,
Carboxymethylcellulase, Endo-1,4-beta-D-Glucanase, beta-1,4-Glucanase, beta-1,4-Endoglucanhydrolase,
Celludextrinase oder Avicelase. Entscheidend dafür, ob ein Enzym eine Cellulase im
Sinne der Erfindung ist, ist deren Fähigkeit zur Hydrolyse von 1,4-β-D-glucosidischen
Bindungen in Cellulose.
[0107] Erfindungsgemäß konfektionierbare Cellulasen (Endoglucanasen, EG) umfassen beispielsweise
die pilzliche, Endoglucanase(EG)-reiche Cellulase-Präparation beziehungsweise deren
Weiterentwicklungen, die von dem Unternehmen Novozymes unter dem Handelsnamen Celluzyme®
angeboten wird. Die ebenfalls von dem Unternehmen Novozymes erhältlichen Produkte
Endolase® und Carezyme® basieren auf der 50 kD-EG, beziehungsweise der 43 kD-EG aus
Humicola insolens DSM 1800. Weitere einsetzbare Handelsprodukte dieses Unternehmens
sind Cellusoft®, Renozyme® und Celluclean®. Weiterhin einsetzbar sind beispielsweise
Cellulasen, die von dem Unternehmen AB Enzymes, Finnland, unter den Handelsnamen Ecostone®
und Biotouch® erhältlich sind, und die zumindest zum Teil auf der 20 kD-EG aus Melanocarpus
basieren. Weitere Cellulasen von dem Unternehmen AB Enzymes sind Econase® und Ecopulp®.
Weitere geeignete Cellulasen sind aus Bacillus sp. CBS 670.93 und CBS 669.93, wobei
die aus Bacillus sp. CBS 670.93 von dem Unternehmen Danisco/Genencor unter dem Handelsnamen
Puradax® erhältlich ist. Weitere verwendbare Handelsprodukte des Unternehmens Danisco/Genencor
sind "Genencor detergent cellulase L" und IndiAge®Neutra.
Auch durch Punktmutationen erhältliche Varianten dieser Enzyme können erfindungsgemäß
eingesetzt werden. Besonders bevorzugte Cellulasen sind Thielavia terrestris Cellulasevarianten,
die in der internationalen Offenlegungsschrift
WO 98/12307 offenbart sind, Cellulasen aus Melanocarpus, insbesondere Melanocarpus albomyces,
die in der internationalen Offenlegungsschrift
WO 97/14804 offenbart sind, Cellulasen vom EGIII-Typ aus Trichoderma reesei, die in der europäischen
Patentanmeldung
EP 1 305 432 offenbart sind bzw. hieraus erhältliche Varianten, insbesondere diejenigen, die offenbart
sind in den europäischen Patentanmeldungen
EP 1240525 und
EP 1305432, sowie Cellulasen, die offenbart sind in den internationalen Offenlegungsschriften
WO 1992006165,
WO 96/29397 und
WO 02/099091. Auf deren jeweilige Offenbarung wird daher ausdrücklich verwiesen bzw. deren diesbezüglicher
Offenbarungsgehalt wird daher ausdrücklich in die vorliegende Patentanmeldung mit
einbezogen.
[0108] Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet,
dass als zusätzliche Cellulase mindestens eine Cellulase aus
Melanocarpus sp. oder
Myriococcum sp. erhältlicher 20K-Cellulase oder solcher, die eine Homologie von über 80% (zunehmend
bevorzugt von über 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%, 91,5%,
92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%,
99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%, 99,8%, 99,9%) dazu aufweist.
[0109] Die aus Melanocarpus sp. oder Myriococcum sp. erhältliche 20K-Cellulase ist aus der
internationalen Patentanmeldung
WO 97/14804 bekannt. Sie besitzt wie dort beschrieben ein Molekulargewicht von etwa 20 kDa und
weist bei 50 °C im pH-Bereich von 4 bis 9 mindestens 80% ihrer maximalen Aktivität
auf, wobei noch fast 50% der maximalen Aktivität bei pH 10 erhalten bleiben. Sie kann,
wie ebenfalls dort beschrieben, aus Melanocarpus albomyces isoliert und in gentechnisch
hergestellten Trichoderma reseei-Transformanten produziert werden. Im Sinne der vorliegenden
Erfindung brauchbar sind auch Cellulasen, die eine Homologie von über 80% (zunehmend
bevorzugt von über 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%, 91,5%,
92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%,
99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%, 99,8%, 99,9%) zur 20K-Cellulase
aufweisen.
[0110] K20-Cellulase wird vorzugsweise in solchen Mengen verwendet, dass eine erfindungsgemäße
Zusammensetzung eine cellulolytische Aktivität von 1 NCU/g bis 500 NCU/g (bestimmbar
durch die Hydrolyse von 1-gewichtsprozentiger Carboxymethylcellulose bei 50 °C und
neutralem pH und Bestimmung der dabei freigesetzten reduzierenden Zucker mittels Dinitrosalicylsäure,
wie von
M.J.Bailey et al. in Enzyme Microb. Technol. 3: 153 (1981) beschrieben; 1 NCU definiert die Enzymmenge, die reduzierenden Zucker in einer Menge
erzeugt, die 1 nmol Glukose pro Sekunde entspricht), insbesondere von 2 NCU/g bis
400 NCU/g und besonders bevorzugt von 6 NCU/g bis 200 NCU/g aufweist. Daneben kann
die erfindungsgemäße Zusammensetzung gegebenenfalls noch weitere Cellulasen enthalten.
[0111] Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält vorzugsweise 0,001 mg bis 0,5 mg, insbesondere
0,02 mg bis 0,3 mg an cellulolytischem Protein pro Gramm der gesamten Zusammensetzung.
Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem Bicinchonsäure-Verfahren
(BCA-Verfahren, Pierce Chemical Co., Rockford, IL) oder dem Biuret-Verfahren (
A.G. Gornall, C.S. Bardawill und M.M. David, J. Biol. Chem. 177, 751-766, 1948) bestimmt werden.
[0112] Es ist erfindungsgemäß wiederum besonders bevorzugt, zusätzlich zu mindestens einer
ersten Cellulase aus
Melanocarpus sp. oder
Myriococcum sp. erhältlicher 20K-Cellulase oder solcher, die eine Homologie von über 80% (zunehmend
bevorzugt von über 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%, 91,5%,
92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%,
99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%, 99,8%, 99,9%) dazu aufweist
mindestens eine weitere von der ersten Cellulase verschiedene zweite Cellulase einzusetzen.
[0113] Im allgemeinen können die in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthaltenen
Enzyme an Trägerstoffe adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um
sie gegen vorzeitige Inaktivierung zu schützen.
[0114] Erfindungsgemäße Zusammensetzungen können die erhaltenen Enzyme in jeder nach dem
Stand der Technik etablierten Form zugesetzt werden. Hierzu gehören insbesondere die
durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung erhaltenen festen Präparationen,
vorteilhafterweise möglichst konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren versetzt.
In einer alternativen Darreichungsform können die Enzyme auch verkapselt werden, beispielsweise
durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung zusammen mit einem, vorzugsweise
natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise solchen, bei denen die
Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind, oder in solchen vom Kern-Schale-Typ,
bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-, Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen
Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten Schichten können zusätzlich weitere
Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren, Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe
aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise
durch Schüttel- oder Rollgranulation oder in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise
sind derartige Granulate, beispielsweise durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm
und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
[0115] Zusätzlich können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen weitere Inhaltsstoffe enthalten,
die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften des Waschmittels
weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthält die erfindungsgemäße
Zusammensetzung vorzugsweise zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der
Bleichmittel, Komplexbildner, Gerüststoffe, Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfüme,
Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotrope, Schauminhibitoren, Silikonöle,
Antiredepositionsmittel, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren,
antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden Komponenten sowie UV-Absorber.
[0116] Als Bleichmittel können alle Stoffe dienen, die durch Oxidation, Reduktion oder Adsorption
Farbstoffe zerstören bzw. aufnehmen und dadurch Materialien entfärben. Dazu gehören
unter anderem hypohalogenithaltige Bleichmittel, Wasserstoffperoxid, Perborat, Percarbonat,
Peroxoessigsäure, Diperoxoazelainsäure, Diperoxododecandisäure und oxidative Enzymsysteme.
[0117] Als Gerüststoffe, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthalten sein können,
sind insbesondere Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Carbonate,
Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren sowie Mischungen dieser Stoffe zu nennen.
[0118] Organische Gerüststoffe, welche in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vorhanden
sein können, sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren,
wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine
Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren,
sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren
wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren
und Mischungen aus diesen.
[0119] Als Gerüststoffe sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, zum Beispiel
solche mit einer relativen Molekülmasse von 600 bis 750.000 g/mol.
[0120] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 1.000 bis 15.000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 1.000
bis 10.000 g/mol, und besonders bevorzugt von 1.000 bis 5.000 g/mol, aufweisen, bevorzugt
sein.
[0121] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Zur Verbesserung
der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren, wie Allyloxybenzolsulfonsäure
und Methallylsulfonsäure, als Monomer enthalten.
[0122] In den erfindungsgemäßen flüssigen Zusammensetzungen werden bevorzugt lösliche Gerüststoffe,
wie beispielsweise Citronensäure, oder Acrylpolymere mit einer Molmasse von 1.000
bis 5.000 g/mol eingesetzt.
[0123] Eine erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugte Flüssige Zusammensetzung, insbesondere
für die Reinigung von Textilien, enthält
(a) Wasser,
(b1) mindestens ein anionisches Tensid der Formel R1-O-(AO)n-SO3- X+, und
(b2) mindestens ein anionisches Tensid der Formel A-3

und
(b3) mindestens ein nichtionisches Tensid der Formel R2-O-(AO)m-H, wobei in den Formeln unter (b1), (b2), (b3)
- R1 R' und R"
- für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest, zusammen 9 bis 19, vorzugsweise 11 bis 15 und insbesondere
11 bis 13 C-Atome enthalten,
- AO
- unabhängig voneinander für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
- n, m
- unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 50,
- X
- für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations stehen,
(c) mindestens eine Lipase
(d) mindestens eine Mannanase,
(e) mindestens eine α-Amylase,
(f) bevorzugt mindestens eine Cellulase,
(g) bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung Enzym mit Proteaseaktivität
in einer Gesamtmenge von 0 bis 0,0005 Gew.-% mit der Maßgabe, dass auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung bezogen die Gesamtmenge an Tensid zwischen 0,1 und 13 Gew.-%,
bevorzugt von 3,0 bis 10,0 Gew.-%, beträgt. Dabei sind im Rahmen dieser Ausführungsform
mutatis mutandis wiederum die zuvor als bevorzugt gekennzeichneten Vertreter (vide supra) der obigen Merkmale (a) bis (g) bevorzugt, insbesondere die bevorzugten Mengen der
Inhaltsstoffe.
[0124] Ein zweiter Erfindungsgegenstand ist die Verwendung einer flüssigen Zusammensetzung
des ersten Erfindungsgegenstandes gegen die Vergrauung von Textilien.
[0125] Ein dritter Erfindungsgegenstand ist die Verwendung einer flüssigen Zusammensetzung
nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zur Reinigung von Textilien.
[0126] Ein vierter Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Textilreinigung, umfassend
die Bereitstellung einer Waschflotte unter Einsatz von mindestens folgenden Komponenten
- (i) mindestens einer Zusammensetzung des ersten Erfindungsgegenstandes,
- (ii) bevorzugt mindestens einem Lösemittel, insbesondere Wasser, und
- (iii) mindestens einem Textil.
[0127] Eine Waschflotte ist erfindungsgemäß zumindest die Gesamtmenge der unter (i) und
(iii) aufgezählten Komponenten.
[0128] Verfahren zur Textilreinigung zeichnen sich im allgemeinen dadurch aus, dass in mehreren
Verfahrensschritten verschiedene reinigungsaktive Substanzen auf das Reinigungsgut
aufgebracht und nach der Einwirkzeit abgewaschen werden, oder dass das Reinigungsgut
in sonstiger Weise mit einer Zusammensetzung des ersten Erfindungsgegenstandes oder
einer Lösung dieser Zusammensetzung behandelt wird.
[0129] Wird der Waschflotte zusätzlich Komponente (ii) des erfindungsgemäßen Verfahrens
zugeführt, so ist es erfindungsgemäß bevorzugt, einen Volumenteil der Komponente (i)
mit 5 bis 3000 Volumenteilen der Komponente (ii) zu kombinieren.
[0130] In den beschriebenen Verfahren werden in verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung
Temperaturen von 60 °C oder weniger, 40 °C oder weniger, 30 °C oder weniger oder 20
°C oder weniger, eingesetzt. Diese Temperaturangaben beziehen sich auf die in den
Waschschritten eingesetzten Temperaturen.
Beispiele
[0131] Folgende Zusammensetzungen wurden hergestellt:
| Inhaltsstoff |
V1 Menge in Gew.-% |
E1 Menge in Gew.-% |
| Borsäure |
0,5 |
0,5 |
| Säure |
ad pH 8,5 |
ad pH 8,5 |
| Fettalkoholethersulfat mit 2 Mol EO |
4,6 |
3,0 |
| Fettalkoholether mit 7 EO |
3,7 |
3,3 |
| Alkylbenzolsulfonsäure |
3,0 |
2,7 |
| NaOH |
0,6 |
0,6 |
| Kokosnussfettsäureseife |
1,3 |
0,5 |
| Acusol OP 301 |
0,1 |
0,1 |
| Amylase nach SEQ ID NO.2 |
- |
0,04 |
| Mannanase nach SEQ ID NO.1 |
- |
0,04 |
| Lipase |
- |
0,05 |
| Cellulase gemäß Punkt 18 (vide supra) |
0,07 |
0,07 |
| Cellulase |
0,02 |
0,02 |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
[0132] Darüber hinaus wurden als weitere Vergleichszusammensetzungen die erfindungsgemäße
Zusammensetzung E1 ohne den Zusatz von Lipase, ohne den Zusatz von Mannanase und ohne
den Zusatz von Lipase und ohne Mannanase hergestellt und der Enzymgehalt entsprechend
durch Wasser ersetzt.
Ermittlung der Antigrau-Leistung im Waschtest
[0133] In einer Waschmaschine vom Typ Miele Softtronic W 1734 wurde im Waschprogramm "easy
care" standardisierte weiße Testwäsche (2,5 kg) in Gegenwart von jeweils frisch standardisiert
beschmutzer Wäsche für einen Zeitraum von 70 Minuten und einem Wasserlevel von 17
Litern (Härte 16 d) 5 mal gewaschen.
[0134] Mittels farbmetrischer Messungen wurde der Y-Wert des weißen Testwaschguts vor und
nach dem Waschen gemessen und die Differenz dY vor und nach dem Waschen berechnet.
Je größer der dY-Wert umso näher liegt der Weißwert des Waschguts nach der Wäsche
am Ausgangswert und umso besser ist die Antigrauleistung.
| Weisses Testwaschgut |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
E1 |
| |
|
(E1 ohne Lipase) |
E1 ohne Mannanase |
E1 ohne Lipase, Manannase |
|
| Baumwolle |
-5,3 |
-4,6 |
-4,2 |
-5,4 |
-3,4 |
| Synthetics |
-5,9 |
-6,1 |
-4,2 |
-6,3 |
-3,9 |
| Standard Textilien |
-5,9 |
-4,5 |
-4,5 |
-6,4 |
-3,7 |
| Mittelwert |
-5,7 |
-5,1 |
-4,3 |
-6,0 |
-3,7 |
[0135] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung E1 weist trotz reduzierter Tensidmenge die beste
Antigrauleistung auf.
SEQUENCE LISTING
[0136]
<110> Henkel AG & Co. KGaA
<120> Wasch- oder Reinigungsmittel mit reduziertem Tensidgehalt
<130> PT032362 EP
<140> EP 14809627.4
<141> 2014-12-08
<150> DE 10 2013 226 835.1
<151> 2013-12-20
<160> 2
<170> PatentIn version 3.5
<210> 1
<211> 490
<212> PRT
<213> Bacillus strain I633 Mannanase precursor
<400> 1



<210> 2
<211> 483
<212> PRT
<213> Bacillus alpha amylase AA349 variant
<400> 2



1. Flüssige Zusammensetzung, insbesondere für die Reinigung von Textilien, enthaltend
(a) Wasser,
(b) mindestens ein Tensid,
(c) mindestens eine Lipase
(d) mindestens eine Mannanase,
(e) mindestens eine α-Amylase,
mit der Maßgabe, dass auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung bezogen die Gesamtmenge
an Tensid zwischen 0,1 und 13 Gew.-% beträgt und bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung Enzym mit Proteaseaktivität in einer Gesamtmenge von 0 bis 0,0005
Gew.-% enthalten ist.
2. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Tensid mindestens ein anionisches Tensid enthalten ist.
3. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass anionisches Tensid auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung bezogen in einer Gesamtmenge
von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 2,0 bis 9,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von
4,0 bis 7,0 Gew.-%, enthalten ist.
4. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass als anionisches Tensid mindestens ein Tensid der Formel (A-3) enthalten,

in der R' und R" zusammen 9 bis 19, vorzugsweise 11 bis 15 und insbesondere 11 bis
13 C-Atome enthalten.
5. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass als anionisches Tensid mindestens ein Fettalkoholethersulfat der Formel A-1

mit k = 11 bis 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, enthalten ist.
6. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Tensid mindestens ein nichtionisches Tensid enthalten ist.
7. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nichtionisches Tensid auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung bezogen in einer
Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 1,0 bis 5,0 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 2,0 bis 4,0 Gew.-%, enthalten ist.
8. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass als nichtionisches Tensid mindestens ein nichtionisches Tensid der Formel
R
2-O-(AO)
m-H,
in der
R2 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest,
AO für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung,
m für ganze Zahlen von 1 bis 50 stehen,
enthalten ist.
9. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Lipase enthalten ist, ausgewählt aus einem oder mehreren Polypeptiden
mit einer Aminosäuresequenz, die zu mindestens 90% zur Wildtyp Lipase aus dem Stamm
DSM 4109 Thermomyces lanuginosus identisch ist.
10. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Lipase enthalten ist, ausgewählt aus einem oder mehreren Polypeptiden
mit einer Aminosäuresequenz abgeleitet von der Wildtyp Lipase aus dem Stamm DSM 4109,
bei der mindestens einer der folgenden Aminosäureaustausche in den Positionen D96L
und/oder T213R und/oder N233R, bevorzugt mindestens T213R und N233R, vorliegt.
11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung Lipase-Enzym in einer Gesamtmenge
von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%, enthalten ist.
12. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Mannanase enthalten ist, die ausgewählt wird aus mindestens einem
Vertreter aus der Gruppe, die gebildet wird aus
(i) Polypeptiden, die eine Aminosäuresequenz umfassen, die mindestens 90% (zunehmend
bevorzugt 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%,
96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%
oder 99,8%) Sequenzidentität zu dem Polypeptid gemäß SEQ ID NO.1 hat, und
(ii) Polypeptiden, die ein Fragment von (i) sind.
13. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mannanase ausgewählt aus mindestens einem Vertreter aus der Gruppe, die gebildet
wird aus
(i) Polypeptiden, die eine Aminosäuresequenz umfassen, die mindestens 90% (zunehmend
bevorzugt mindestens 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%,
96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%, 99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%,
99,7% oder 99,8%) Sequenzidentität zu dem Polypeptid der Positionen 31 bis 490 gemäß
SEQ ID No.1 aufweisen, und
(ii) Polypeptiden, die ein Fragment von (i) sind.
14. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung Mannanase in einer Gesamtmenge
von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%, enthalten ist.
15. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein α-Amylase-Enzym enthalten ist, das zu mindestens 92% identisch zum
Polypeptid der Sequenz mit der SEQ ID NO. 2 ist.
16. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung α-Amylase-Enzym in einer Gesamtmenge
von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,1 Gew.-%, enthalten ist.
17. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich mindestens eine Cellulase enthalten ist.
18. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Cellulase-Enzym mindestens eine Cellulase aus Melanocarpus sp. oder Myriococcum sp. erhältlicher 20K-Cellulase oder solcher, die eine Homologie von über 80% (zunehmend
bevorzugt von über 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%, 91,5%,
92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5%,
99,0%, 99,1%, 99,2%, 99,3%, 99,4%, 99,5%, 99,6%, 99,7%, 99,8%, 99,9%) dazu aufweist.
19. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine von der gemäß Anspruch 18 definierten Cellulase verschiedene zusätzliche
zweite Cellulase enthalten ist.
20. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung Enzym mit Proteaseaktivität in
einer Gesamtmenge von 0 bis 0,0001 Gew.-%, bevorzugt von 0 bis 0,00005 Gew.-%, enthalten
ist.
21. Verwendung einer flüssigen Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 gegen
die Vergrauung von Textilien.
22. Verwendung einer flüssigen Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zur Reinigung
von Textilien.
23. Verfahren zur Textilreinigung, umfassend die Bereitstellung einer Waschflotte unter
Einsatz von mindestens folgenden Komponenten
(i) mindestens einer Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20,
(ii) bevorzugt mindestens einem Lösemittel, insbesondere Wasser, und
(iii) mindestens einem Textil.
1. A liquid composition, in particular for cleaning textiles, containing
(a) water,
(b) at least one surfactant,
(c) at least one lipase,
(d) at least one mannanase,
(e) at least one α-amylase,
with the proviso that, based on the total weight of the composition, the total weight
of surfactant is between 0.1 and 13 wt.% and, based on the total weight of the composition,
enzyme having protease activity is contained in a total weight of from 0 to 0.0005
wt.%.
2. The liquid composition according to claim 1, characterized in that at least one anionic surfactant is contained as the surfactant.
3. The liquid composition according to one of claims 1 or 2, characterized in that anionic surfactant, based on the total weight of the composition, is contained in
a total amount of from 0.1 to 10.0 wt.%, preferably from 2.0 to 9.0 wt.%, particularly
preferably from 4.0 to 7.0 wt.%.
4. The liquid composition according to one of claims 1 to 3,
characterized in that at least one surfactant of formula (A-3) is contained as the anionic surfactant,

in which R' and R" together contain 9 to 19, preferably 11 to 15, and in particular
11 to 13 C atoms.
5. The liquid composition according to one of claims 1 to 4,
characterized in that at least one fatty alcohol ether sulfate of formula A-1 is contained as the anionic
surfactant,

where k=11 to 19 and n=2, 3, 4, 5, 6, 7 or 8.
6. The liquid composition according to one of claims 1 to 5, characterized in that at least one non-ionic surfactant is contained as the surfactant.
7. The liquid composition according to one of claims 1 to 6, characterized in that non-ionic surfactant, based on the total weight of the composition, is contained
in a total amount of from 0.1 to 10.0 wt.%, preferably from 1.0 to 5.0 wt.%, particularly
preferably from 2.0 to 4.0 wt.%.
8. The liquid composition according to one of claims 1 to 7,
characterized in that at least one non-ionic surfactant of the following formula is contained as the non-ionic
surfactant
R
2-O-(AO)
m-H,
in which
R2 represents a linear or branched, substituted or unsubstituted alkyl, aryl or alkylaryl
functional group,
AO represents an ethylene oxide (EO) or propylene oxide (PO) group,
m represents integers from 1 to 50.
9. The liquid composition according to one of claims 1 to 8, characterized in that at least one lipase is contained, selected from one or more polypeptides having an
amino acid sequence that is at least 90% identical to the wild type lipase of the
strain DSM 4109 Thermomyces lanuginosus.
10. The liquid composition according to one of claims 1 to 9, characterized in that at least one lipase is contained, selected from one or more polypeptides having an
amino acid sequence derived from the wild type lipase of the strain DSM 4109, in which
at least one of the following amino acid substitutions is at the positions D96L and/or
T213R and/or N233R, preferably at least T213R and N233R.
11. The composition according to one of claims 1 to 10, characterized in that, based on the total weight of the composition, lipase enzyme is contained in a total
amount of from 0.01 to 1.0 wt.%, in particular from 0.02 to 0.1 wt.%.
12. The liquid composition according to one of claims 1 to 11,
characterized in that at least one mannanase is contained which is selected from at least one representative
from the group formed of
(i) polypeptides which comprise an amino acid sequence of which the sequence is at
least 90% (in order of increasing preference 90.5%, 91%, 91.5%, 92%, 92.5%, 93%, 93.5%,
94%, 94.5%, 95%, 95.5%, 96%, 96.5%, 97%, 97.5%, 98%, 98.5%, 99.0%, 99.1%, 99.2%, 99.3%,
99.4%, 99.5%, 99.6%, 99.7% or 99.8%) identical to the polypeptide according to SEQ
ID NO:1, and
(ii) polypeptides which are a fragment of (i).
13. The liquid composition according to one of claims 1 to 12,
characterized in that the mannanase is selected from at least one representative from the group formed
of
(i) polypeptides which comprise an amino acid sequence of which the sequence is at
least 90% (in order of increasing preference 90.5%, 91%, 91.5%, 92%, 92.5%, 93%, 93.5%,
94%, 94.5%, 95%, 95.5%, 96%, 96.5%, 97%, 97.5%, 98%, 98.5%, 99.0%, 99.1%, 99.2%, 99.3%,
99.4%, 99.5%, 99.6%, 99.7% or 99.8%) identical to the polypeptide of positions 31
to 490 according to SEQ ID NO:1, and
(ii) polypeptides which are a fragment of (i).
14. The liquid composition according to one of claims 1 to 13, characterized in that, based on the total weight of the composition, mannanase is contained in a total
amount of from 0.01 to 1.0 wt.%, in particular from 0.02 to 0.1 wt.%.
15. The liquid composition according to one of claims 1 to 14, characterized in that at least one α-amylase enzyme is contained that is at least 92% identical to the
polypeptide of the sequence having SEQ ID NO:2.
16. The liquid composition according to one of claims 1 to 15, characterized in that, based on the total weight of the composition, α-amylase enzyme is contained in a
total amount of from 0.01 to 1.0 wt.%, in particular from 0.02 to 0.1 wt.%.
17. The liquid composition according to one of claims 1 to 16, characterized in that at least one cellulase is additionally contained.
18. The liquid composition according to claim 17, characterized in that at least one cellulase of a 20K-cellulase that can be obtained from Melanocarpus sp. or Myriococcum sp. or of such a cellulase that has a homology thereto of more than 80% (in order of
increasing preference 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90.5%, 91%,
91.5%, 92%, 92.5%, 93%, 93.5%, 94%, 94.5%, 95%, 95.5%, 96%, 96.5%, 97%, 97.5%, 98%,
98.5%, 99.0%, 99.1%, 99.2%, 99.3%, 99.4%, 99.5%, 99.6%, 99.7%, 99.8% or 99.9%) as
cellulase enzyme.
19. The liquid composition according to claim 18, characterized in that at least one additional second cellulase that is different from the cellulase defined
in claim 18 is contained.
20. The liquid composition according to one of claims 1 to 19, characterized in that, based on the total weight of the composition, enzyme having protease activity is
contained in a total amount of from 0 to 0.0001 wt.%, preferably from 0 to 0.00005
wt.%.
21. The use of a liquid composition according to one of claims 1 to 20 against the graying
of textiles.
22. The use of a liquid composition according to one of claims 1 to 20 for cleaning textiles.
23. A method for cleaning textiles, comprising providing a washing liquor using at least
the following components
(i) at least one composition according to one of claims 1 to 20,
(ii) preferably at least one solvent, in particular water, and
(iii) at least one textile.
1. Composition liquide, notamment pour le nettoyage des textiles, contenant
(a) de l'eau,
(b) au moins un tensioactif,
(c) au moins une lipase
(d) au moins une mannanase,
(e) au moins une α-amylase,
à condition que, par rapport au poids total de la composition, la quantité totale
de tensioactif soit comprise entre 0,1 et 13 % en poids et que, par rapport au poids
total de la composition, une enzyme à activité de protéase soit présente en une quantité
totale de 0 à 0,0005 % en poids.
2. Composition liquide selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un tensioactif anionique est présent, en tant que tensioactif.
3. Composition liquide selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le tensioactif anionique, par rapport au poids total de la composition, est présent
en une quantité totale de 0,1 à 10,0 % en poids, de préférence de 2,0 à 9,0 % en poids,
de manière particulièrement préférée de 4,0 à 7,0 % en poids.
4. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'au moins un tensioactif de formule (A-3) est présent, en tant que tensioactif anionique,

formule dans laquelle R' et R" contiennent ensemble de 9 à 19, de préférence de 11
à 15 et en particulier 11 à 13 atomes de carbone.
5. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce qu'au moins un sulfate d'éther d'alcool gras de formule A-1 est présent, en tant que
tensioactif anionique,

avec k = 11 à 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 ou 8.
6. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins un tensioactif non ionique est contenu, en tant que tensioactif.
7. Composition liquide selon l'une des revendications 1 ou 6, caractérisée en ce que le tensioactif non ionique est présent, par rapport au poids total de la composition,
en une quantité totale de 0,1 à 10,0 % en poids, de préférence de 1,0 à 5,0 % en poids,
de manière particulièrement préférée de 2,0 à 4,0 % en poids.
8. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce qu'au moins un tensioactif non ionique de formule
R
2-O-(AO)
m-H
est présent, en tant que tensioactif non ionique, formule dans laquelle
R2 représente un radical alkyle, aryle ou alkylaryle, linéaire ou ramifié, substitué
ou non substitué,
AO, un groupement oxyde d'éthylène (OE) ou oxyde de propylène (OP),
m , un nombre entier de 1 à 50.
9. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'au moins une lipase est présente, choisie parmi un ou plusieurs polypeptides ayant
une séquence d'acides aminés identique à au moins 90% à la lipase de type sauvage
de la souche DSM 4109 Thermomyces lanuginosus.
10. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'au moins une lipase est présente, choisie parmi un ou plusieurs polypeptides ayant
une séquence d'acides aminés dérivée de la lipase de type sauvage de la souche DSM
4109, dans laquelle au moins l'une des substitutions d'acides aminés suivantes est
présente aux positions D96L et/ou T213R et/ou N233R, de préférence au moins à T213R
et N233R.
11. Composition selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que, par rapport au poids total de la composition, l'enzyme de lipase est présente en
une quantité totale de 0,01 à 1,0 % en poids, en particulier de 0,02 à 0,1 % en poids.
12. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce qu'au moins une mannanase est présente, choisie parmi au moins un représentant du groupe
formé par
(i) des polypeptides comprenant une séquence d'acides aminés ayant une identité de
séquence d'au moins 90 % (par ordre croissant de préférence, 90,5 %, 91 %, 91,5 %,
92 %, 92,5 %, 93 %, 93,5 %, 94 %, 94,5 %, 95 %, 95,5 %, 96 %, 96,5 %, 97 %, 97,5 %,
98 %, 98,5 %, 99,0 %, 99,1 %, 99,2 %, 99,3 %, 99,4 %, 99,5 %, 99,6 %, 99,7 % ou 99,8
%) avec le polypeptide de SEQ ID No. 1, et
(ii) les polypeptides qui sont un fragment de (i).
13. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisée en ce que la mannanase est choisie parmi au moins un représentant du groupe formé par
(i) des polypeptides comprenant une séquence d'acides aminés présentant une identité
de séquence d'au moins 90 % (par ordre croissant de préférence , 90,5 %, 91 %, 91,5
%, 92 %, 92,5 %, 93 %, 93,5 %, 94 %, 94,5 %, 95 %, 95,5 %, 96 %, 96,5 %, 97 %, 97,5
%, 98 %, 98,5 %, 99,0 %, 99,1 %, 99,2 %, 99,3 %, 99,4 %, 99,5 %, 99,6 %, 99,7 % ou
99,8 %) avec le polypeptide des positions 31 à 490 de SEQ ID No. 1, et
(ii) les polypeptides qui sont un fragment de (i).
14. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que, par rapport au poids total de la composition, la mannanase est présente en une quantité
totale de 0,01 à 1,0 % en poids, en particulier de 0,02 à 0,1 % en poids.
15. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce qu'au moins une enzyme α-amylase, qui est identique au moins à 92% au polypeptide de
la séquence identifiée par SEQ ID NO. 2, est présente.
16. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que, par rapport au poids total de la composition, l'enzyme α-amylase est présente en
une quantité totale de 0,01 à 1,0 % en poids, en particulier de 0,02 à 0,1 % en poids.
17. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce qu'au moins une cellulase est présente en plus.
18. Composition liquide selon la revendication 17, caractérisée en ce qu'au moins une cellulase provenant d'une cellulase 20K pouvant être obtenue à partir
de Melanocarpus sp. ou Myriococcum sp. ou une cellulase, présentant une homologie supérieure à 80 % avec celles-ci (par
ordre croissant de préférence, à 81 %, 82 %, 83 %, 84 %, 85 %, 86 %, 87 %, 88 %, 89
%, 90 %, 90,5 %, 91 %, 91,5 %, 92 %, 92,5 %, 93 %, 93,5 %, 94 %, 94,5 %, 95 %, 95,5
%, 96 %, 96,5 %, 97 %, 97,5 %, 98 %, 98,5 %, 99,0 %, 99,1 %, 99,2 %, 99,3 %, 99,4
%, 99,5 %, 99,6 % , 99,7 %, 99,8 %, 99,9 %).
19. Composition liquide selon la revendication 18, caractérisée en ce qu'au moins une seconde cellulase supplémentaire différente de la cellulase définie selon
la revendication 18 est présente.
20. Composition liquide selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisée en ce que, par rapport au poids total de la composition, l'enzyme à activité de protéase est
présente en une quantité totale de 0 à 0,0001 % en poids, de préférence de 0 à 0,00005
% en poids.
21. Utilisation d'une composition liquide selon l'une des revendications 1 à 20 pour lutter
contre le grisaillement des textiles.
22. Utilisation d'une composition liquide selon l'une des revendications 1 à 20 pour le
nettoyage des textiles.
23. Procédé de nettoyage de textiles, comprenant la fourniture d'un bain de lavage utilisant
au moins les composants suivants
(i) au moins une composition selon l'une des revendications 1 à 20,
(ii) de préférence au moins un solvant, en particulier de l'eau, et
(iii) au moins un textile.