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EP 3 085 272 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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26.10.2016 Patentblatt 2016/43 |
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Anmeldetag: 20.04.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Benannte Validierungsstaaten: |
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MA |
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Anmelder: Festo AG & Co. KG |
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73734 Esslingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Thallemer, Axel
D-80796 München (DE)
- Schellmann, Armin
A-4400 Steyr (DE)
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Vertreter: Patentanwälte Magenbauer & Kollegen
Partnerschaft mbB |
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Plochinger Straße 109 73730 Esslingen 73730 Esslingen (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
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(57) Die Erfindung betrifft einen Bürostuhl (10) mit einem Sitz (16) und einer Rückenlehne
(18), wobei der Sitz (16) auf oder an einem auf dem Boden stehendes Gestell (21) montiert
ist, und die Rückenlehne (18) mit dem Gestell (12) und/oder mit dem Sitz (16) neigbar
verbunden ist,dadurch gekennzeichnet, dasszusätzlich zwischen die Rückenlehne (18)
und das Gestell (12) oder den Sitz (16) eine durch Fluidkraft aktivierbare Betätigungsvorrichtung
(24) für die Rückenlehne (18) zwischengeschaltet ist.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Bürostuhl mit einem Sitz und einer Rückenlehne, wobei
der Sitz auf oder an einem auf dem Boden stehendes Gestell montiert ist, und die Rückenlehne
mit dem Gestell und/oder mit dem Sitz neigbar verbunden ist.
[0002] Bürostühle mit Gestell, Sitz und Rückenlehne sind üblicherweise in der Höhe und der
Neigungswinkel der Rückenlehne an unterschiedliche Benutzers anpassbar. Hierfür ist
die Rückenlehne z.B. mit einem Scharniergelenk mit dem Sitz oder dem Gestell verbunden
und mittels einer mechanischen Feder oder einer Gasdruckfeder derart in Richtung des
Rückens des Benutzers vorgespannt, dass sie nach der Entriegelung vom Benutzer entgegen
der Federkraft nach hinten gedrückt und in der gewünschten neuen Lage wieder verriegelt
werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bürostuhl bereit zu stellen, bei
welchem die Rückenlehne nicht über den Rücken des Benutzers betätigt wird, sondern
die Rückenlehne auch dann in eine gewünschte andere Position überführt werden kann,
wenn sich der Benutzer nicht an ihr anlehnt.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem Bürostuhl der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass zusätzlich zwischen die Rückenlehne und das Gestell oder den
Sitz eine durch Fluidkraft aktivierbare Betätigungsvorrichtung für die Rückenlehne
zwischengeschaltet ist.
[0005] Beim erfindungsgemäßen Bürostuhl weist die Betätigungsvorrichtung keine mechanischen
Federelemente auf, die die Rückenlehne in die eine oder andere Position, d.h. in Richtung
des Benutzers oder weg von diesem, drängt. Die Betätigungsvorrichtung ist rein pneumatischer
und/oder hydraulischer Natur.
[0006] Aus der
DE 299 08 008 U1 ist eine durch Fluidkraft aktivierbare Betätigungsvorrichtung bekannt, bei welcher
ein Innenraum mit einem Fluid beaufschlagt werden kann. Dabei ist die Betätigungsvorrichtung
schlauchartig ausgebildet und wird bei Erhöhung des Innendrucks radial vergrößert,
wodurch sich deren Länge verkürzt. Auf dieser Weise kann eine axiale Hubbewegung erzeugt
werden.
[0007] Aus der
EP 1 086 314 B1 ist eine ähnliche Betätigungsvorrichtung bekannt, bei welcher der Mantel des Schlauchkörpers
mit einer koaxialen Strangstruktur mit zwei über Kreuz stehenden Stranggruppen ausgebildet
ist. Bei Druckbeaufschlagung verkürzt sich auch bei dieser Variante der Schlauchkörper,
der sich dabei radial ausdehnt. Somit können auch mit dieser Betätigungsvorrichtung
ohne die Verwendung eines Kolbens Hubbewegungen ausgeführt werden.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Betätigungsvorrichtung
schlauchartig ausgebildet und wird durch Fluidkraft derart aktiviert, dass sie bei
radialer Ausdehnung sich verkürzt. Die Integration einer derartigen Betätigungsvorrichtung
in einen Bürostuhl hat den wesentlichen Vorteil, dass keine mechanischen Federn als
Kraftspeicher verwendet werden müssen. Durch die Menge und Geschwindigkeit der Fluidzugabe
oder -abgabe kann die Betätigungsvorrichtung zwischen ihren Endstellungen jede beliebige
Zwischenstellung einnehmen, die positionsgenau erreicht werden kann. Außerdem sind
beliebige Positionen der Betätigungsvorrichtung speicherbar und wieder abrufbar. Außerdem
kann der Bürostuhl bei Nichtgebrauch nach einer vorgebbaren Zeit wieder in seine Ausgangslage
oder Ruhelage zurückkehren.
[0009] Mit Vorzug weist die Betätigungsvorrichtung zwei Kopfstücke auf, wobei sie an wenigstens
einem ein Scharniergelenk aufweist. Mittels dieses Scharniergelenks kann die Betätigungsvorrichtung
einerseits einfach am Sitz oder dem Gestell sowie an der Rückenlehne montiert werden
und überträgt die Zug- und Druckkräfte biegungsfrei. Die Kopfstücke können auf einfache
Weise an die Abmessungen des Bürostuhls angepasst werden.
[0010] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eines der Kopfstücke
eine Anschlusseinrichtung für ein fluides Medium aufweist. Über die Anschlusseinrichtung
kann das Fluid dem Innenraum der Betätigungsvorrichtung zugeführt oder aus diesem
abgeführt werden. Ein Hydraulikfluid wird in einen Sammeltank geleitet, aus dem es
dann bei Gebrauch wieder zurückgeführt werden kann. Ein pneumatisches Medium, z.B.
Luft, wird in die Umgebung abgeführt und bei Bedarf aus der Umgebung der Betätigungsvorrichtung
wieder zugeführt.
[0011] Dabei ist bei einer Ausführungsform der Erfindung die Anschlusseinrichtung zum Anschluss
einer manuellen Betätigungseinrichtung, insbesondere einer Luftpumpe und/oder einer
Ablassvorrichtung ausgerüstet. Diese manuelle Betätigungseinrichtung kann z.B. ein
Handhebel sein, der sich unterhalb des Sitzes befindet, mit dem der Innenraum der
Betätigungsvorrichtung aufgeblasen oder dessen Innendruck verringert wird. Es besteht
auch die Möglichkeit, dass ein Druckspeicher vorgesehen ist, der dadurch befüllt wird,
dass der Benutzer den Sitz belastet.
[0012] Alternativ ist die Anschlusseinrichtung zum Anschluss einer motorischen Einrichtung
oder eines Druckschlauchs, insbesondere einer Fluidpumpe und/oder einer Ablassvorrichtung
ausgerüstet. Diese Fluidpumpe wird bevorzugt elektrisch betätigt, so dass am Bürostuhl
z.B. ein zusätzlicher Druckschalter vorgesehen ist, mit welchem die Fluidpumpe sowie
die Ablassvorrichtung gesteuert werden.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Betätigungsvorrichtung einen Schlauchkörper auf, in dessen
Mantel wenigstens zwei über Kreuz verlaufende und koaxial zueinander angeordnete Strangstrukturen
aufweist. Diese Strangstrukturen umfassen den Schlauchkörper in beide Richtungen wendelartig
und bilden quasi einen Netzschlauch der den Innenraum umgreift und dessen Form bestimmt.
Die beiden Strangstrukturen verlaufen also an ihren Kreuzungsstellen scherenartig
zueinander.
[0014] Um das optische Erscheinungsbild des Bürostuhls nicht zu beeinträchtigen, befindet
sich die Betätigungsvorrichtung unterhalb des Sitzes. Da die Betätigungsvorrichtung
einen relativ schlanken Schlauchkörper aufweist, kann sie auch ohne Abdeckgehäuse
verbaut werden, ohne dass sie optisch auffällt oder das Gesamtbild des Bürostuhls
beeinträchtigt. Dabei verläuft die Betätigungsvorrichtung erfindungsgemäß in ihrer
Ruhelage parallel zur Ebene des Sitzes. Mit Vorzug ist sie in den Unterbau des Sitzes
integriert.
[0015] Bei einer bevorzugten Variante der Erfindung erstreckt sich die Betätigungsvorrichtung
von der Sitzvorderkante in Richtung der Rückenlehne. Eine Verkürzung oder Verlängerung
der Betätigungsvorrichtung bewirkt direkt eine Kippneigung der Rückenlehne, da die
Betätigungsvorrichtung unterhalb des Sitzes an die Rückenlehne angeschlossen ist,
so dass die Unterkante mehr oder weniger weit von der Vorderkante des Sitzes entfernt
liegt.
[0016] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass eine zweite Betätigungsvorrichtung
vorgesehen ist, die zwischen den Sitz und das Gestell zur Veränderung der Sitzneigung
zwischengeschaltet ist. Diese zweite Betätigungsvorrichtung entspricht dem Aufbau
der zuvor beschriebenen Betätigungsvorrichtung für die Rückenlehne, wobei sie bei
einer motorischen Versorgung von der gleichen Druckquelle versorgt werden kann. Mittels
der zweiten Betätigungsvorrichtung kann die Sitzneigung individuell auf unterschiedliche
Benutzer eingestellt und verstellt die die Neigungslage fixiert werden.
[0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung zwei Varianten der Erfindung
beschrieben sind.
[0018] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer ersten Variante des Bürostuhls in Ruhelage;
- Figur 2
- den Bürostuhl gemäß Figur 1 mit geneigter Rückenlehne;
- Figur 3
- eine vergrößerte Wiedergabe des Ausschnitts III gemäß Figur 1;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht in Richtung des Pfeils IV gemäß Figur 3 unter den Sitz;
und
- Figur 5
- eine vergrößerte Wiedergabe eines Teilausschnitts des Sitzes gemäß einer zweiten Variante
des erfindungsgemäßen Bürostuhls.
[0019] Die Figur 1 zeigt einen insgesamt mit 10 bezeichneten Bürostuhls gemäß einer ersten
Variante der Erfindung, der ein teleskopierbares Gestell 12 mit einem Fuß-Drehkreuz
14, einen Sitz 16 und eine Rückenlehne 18 aufweist. Das Gestell 12 ist über einen
Rahmen 20 sowohl mit dem Sitz 16 als auch mit der Rückenlehne 18 verbunden. Der untere
Teil 22 des Rahmens 20 ist drehbar einstellbar und ggf. arretierbar am oberen Ende
des Gestells 12 montiert. Ferner ist erkennbar, dass der Sitz 16 und die Rückenlehne
18 eine Polsterung oder Bespannung aufweisen.
[0020] Ferner ist erkennbar, dass unterhalb des Sitzes 16 und parallel zu dessen Ebene eine
Betätigungsvorrichtung 24 vorgesehen ist, die sich von der Vorderseite 26 des Sitzes
16 in Richtung der Rückenlehne 18 erstreckt. Die Betätigungsvorrichtung 24 weist in
der Figur 1 ihre Ruhelage auf, in welcher sie eine langgestreckte Form besitzt. Die
Rückenlehne 18 weist in dieser Ruhelage einen Neigungswinkel α von ca. 20° auf.
[0021] In der Figur 2 weist die Betätigungsvorrichtung 24 eine ihrer Arbeitslagen auf, in
welcher sie verkürzt ist, jedoch einen größeren Durchmesser aufweist. Die Rückenlehne
18 weist in dieser Arbeitslage einen Neigungswinkel β von ca. 10° auf.
[0022] Die Betätigungsvorrichtung 24 ist mit ihrem vorderen Ende am Rahmen 20 montiert,
wohingegen das hintere Ende an der Rückenlehne 18 angreift, was im Detail in Figur
3 dargestellt ist. Die Betätigungsvorrichtung 24 besitzt einen zentralen Schlauchkörper
28, dessen Enden von einem vorderen Kopfstück 30 und einem hinteren Kopfstück 32 gebildet
werden. Das vordere Kopfstück 30 ist gabelartig ausgebildet und greift in eine Zunge
34 am Rahmen 20 und bildet dadurch ein Scharniergelenk 36. Das hintere Kopfstück 32
kann ebenfalls gabelartig ausgeführt sein und mit einer an der Rückenlehne 18 vorgesehenen
Lasche verbunden sein. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt das hintere
Kopfstück 32 einen axial abragenden Gewindebolzen, der in eine entsprechende Gewindeöffnung
an der Rückenlehne 18 eingeschraubt ist. Hierfür weist das hintere Kopfstück 32 einen
Sechskant 38 auf, an welchem ein geeignetes Werkzeug, z.B. ein Maulschlüssel, angesetzt
werden kann. Die Rückenlehne 18 erstreckt sich oberhalb des Sitzes 16 und weist unterhalb
des Sitzes 16 ein Traggerüst 40 auf, welches mittels eines Scharniers 42 schwenkbar
am Rahmen 20 befestigt ist. Ferner ist erkennbar, dass im Übergang von Traggerüst
40 und Bespannung der Rückenlehne 18 ein Knie 43 ausgebildet ist, welches die hintere,
unterhalb der Rückenlehne 18 sich befindende Kante 45 des Sitzes 16 umgeht.
[0023] In der Figur 4 ist der Übergang vom Rahmen 20 in den Sitz 16 erkennbar, wobei das
Scharniergelenk 36 an einer Querstrebe 44 sitzt. Bei einer Druckbeaufschlagung des
Schlauchkörpers 28 der Betätigungsvorrichtung 24 vergrößert sich deren Durchmesser,
wobei sich die Länge verkürzt. Hierdurch wird das Traggerüst 40 der Rückenlehne 18
am Scharnier 42 entgegen des Uhrzeigersinns verschwenkt, wodurch das Knie 43 nach
oben vorne verlagert wird. Entsprechend neigt sich die Rückenlehne 18 nach vorne.
Wird der Druck in der Betätigungsvorrichtung 24 abgelassen, verkleinert sich der Durchmesser
des Schlauchkörpers 28, wodurch sich die Länge vergrößert und die Rückenlehne 18 sich
nach hinten neigt.
[0024] Beim in der Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Sitz 16 nicht starr
am Rahmen 20 befestigt sondern weist ebenfalls ein (nicht dargestelltes, üblicherweise
in der Sitzmitte vorgesehenes) Scharnier aus, wobei an der Vorderseite des Rahmens
20 eine zweite Betätigungsvorrichtung 46 vorgesehen ist. Diese zweite Betätigungsvorrichtung
46 greift mit ihrem hinteren Kopfstück 48 am Rahmen 20 an, wobei das vordere Kopfstück
50 ebenfalls gabelförmig ausgebildet ist und an einer Lasche an der Vorderseite 26
des Sitzes 16 angreift. Wird diese zweite Betätigungsvorrichtung 46 mit Druck beaufschlagt,
dann vergrößert sich der Durchmesser dessen Schlauchkörpers 52, wohingegen sich dessen
Länge verkürzt. Dadurch wird das hintere Ende des Sitzes 16 um das nicht gezeigte
Scharnier am Rahmen 20 angehoben, bzw. die Vorderseite 26 abgesenkt und dadurch die
Sitzneigung vergstellt.
[0025] Die Rückenlehne 18 kann also beim erfindungsgemäßen Drehstuhl 10 mittels der ersten
Betätigungsvorrichtung 24 in der Neigung verändert werden, ohne dass mechanische Federn
erforderlich sind. Zur Änderung der Neigung des Sitzes 16 wird optional eine zweite
Betätigungsvorrichtung 46 verwendet. Hervorzuheben ist, dass beide Betätigungsvorrichtungen
24 und 46 unabhängig voneinander betätigbar sind und dass die Neigung des Sitzes 16
unabhängig von der Neigung der Rückenlehne 18 und umgekehrt einstellbar sind und sich
gegenseitig nicht beeinflussen. Beide Betätigungsvorrichtungen 24 und 46 werden mittels
eines Fluids, d.h. mittels eines Gases oder einer Flüssigkeit mit Druck beaufschlagt.
Dies kann manuell oder maschinell erfolgen, wobei vorteilhaft ein Druckspeicher am
Bürostuhl 10 vorgesehen ist. Zur Erzeugung des Drucks kann zudem eine elektrisch betriebene
Pumpe vorgesehen sein.
1. Bürostuhl (10) mit einem Sitz (16) und einer Rückenlehne (18), wobei der Sitz (16)
auf oder an einem auf dem Boden stehendes Gestell (21) montiert ist, und die Rückenlehne
(18) mit dem Gestell (12) und/oder mit dem Sitz (16) neigbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zwischen die Rückenlehne (18) und das Gestell (12) oder den Sitz (16)
eine durch Fluidkraft aktivierbare Betätigungsvorrichtung (24) für die Rückenlehne
(18) zwischengeschaltet ist.
2. Bürostuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) schlauchartig ausgebildet ist und durch Fluidkraft
derart aktivierbar ist, dass sie sich bei radialer Aufweitung verkürzt.
3. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) zwei Kopfstücke (30, 32) aufweist, wobei sie an wenigstens
einem ein Scharniergelenk (36) aufweist.
4. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Kopfstücke (30 oder 32) eine Anschlusseinrichtung für ein fluides
Druckmedium aufweist.
5. Bürostuhl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung zum Anschluss einer manuellen Betätigungseinrichtung, insbesondere
einer Fluidpumpe und/oder einer Ablassvorrichtung ausgerüstet ist.
6. Bürostuhl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung zum Anschluss einer motorischen Einrichtung oder eines Druckschlauchs,
insbesondere einer Fluidpumpe und/oder einer Ablassvorrichtung ausgerüstet ist.
7. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) einen Schlauchkörper (28) aufweist, dessen Mantel
wenigstens zwei über Kreuz verlaufende und koaxial zueinander angeordnete Strangstrukturen
aufweist.
8. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) sich unterhalb des Sitzes (16) befindet.
9. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) in der Ruhelage parallel zur Ebene des Sitzes (16)
verläuft.
10. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) von der Sitzvorderseite (26) sich in Richtung der
Rückenlehne (18) erstreckt.
11. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Betätigungsvorrichtung (46) vorgesehen ist, die zwischen den Sitz (16)
und das Gestell (12) zur Veränderung der Sitzneigung (Winkel α und β)zwischengeschaltet
ist.
12. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (16) über ein Scharniergelenk mit dem Gestell (12) verbunden ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Bürostuhl (10) mit einem Sitz (16) und einer Rückenlehne (18), wobei der Sitz (16)
auf oder an einem auf dem Boden stehendes Gestell (21) montiert ist, und die Rückenlehne
(18) mit dem Gestell (12) und/oder mit dem Sitz (16) neigbar verbunden ist, wobei
zusätzlich zwischen die Rückenlehne (18) und das Gestell (12) oder den Sitz (16) eine
durch Fluidkraft aktivierbare Betätigungsvorrichtung (24) für die Rückenlehne (18)
zwischengeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) schlauchartig ausgebildet ist und durch Fluidkraft
derart aktivierbar ist, dass sie sich bei radialer Aufweitung verkürzt.
2. Bürostuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) zwei Kopfstücke (30, 32) aufweist, wobei sie an wenigstens
einem ein Scharniergelenk (36) aufweist.
3. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Kopfstücke (30 oder 32) eine Anschlusseinrichtung für ein fluides
Druckmedium aufweist.
4. Bürostuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung zum Anschluss einer manuellen Betätigungseinrichtung, insbesondere
einer Fluidpumpe und/oder einer Ablassvorrichtung ausgerüstet ist.
5. Bürostuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung zum Anschluss einer motorischen Einrichtung oder eines Druckschlauchs,
insbesondere einer Fluidpumpe und/oder einer Ablassvorrichtung ausgerüstet ist.
6. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) einen Schlauchkörper (28) aufweist, dessen Mantel
wenigstens zwei über Kreuz verlaufende und koaxial zueinander angeordnete Strangstrukturen
aufweist.
7. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) sich unterhalb des Sitzes (16) befindet.
8. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) in der Ruhelage parallel zur Ebene des Sitzes (16)
verläuft.
9. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (24) von der Sitzvorderseite (26) sich in Richtung der
Rückenlehne (18) erstreckt.
10. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Betätigungsvorrichtung (46) vorgesehen ist, die zwischen den Sitz (16)
und das Gestell (12) zur Veränderung der Sitzneigung (Winkel α und β) zwischengeschaltet
ist.
11. Bürostuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (16) über ein Scharniergelenk mit dem Gestell (12) verbunden ist.
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